itdiDt'l 18W chi.«-u.-K d-Saark,' IJWN MD M. Jahrgang viertes Blatt Nr. (52 Erscheint tSgtich mit Ausnahme bc8 eonnfagS. u n ? Ucbl, ngSmarsch untcinclpiien unb unterwegs eine Hebung im Herstellen von 9?oittan3portinitlc(ii baur.t vcrbinbcn. 'lud) das Abkochen unb die Labung der. markierten Verwnnbeten :e. wirb dabei geübt roctbcn. Tie „Aiegener Lamilienblöttrr" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigclegt. daS „Kreisblatt für ben Kreis Sichen" zweimal wöchentlich. Tie „candwirtschaftlichen seit- tragen" erscheinen monatlich zweimal. Ans Stadt und Land. Gicßcn, 1. Juli 1911. Fericnsonvcrzügc. sprochcn, um sic drehte sich and) die Jugend im -Lanz, während die Alten int Schatten saften und zechten. Ein Liebling des Volkes ist die Linde geblieben in den Städten ivie aus dein Lande, und wenn and, die alten Ge richt-- oder Fehmlinden nicht mehr als solche gelten, geranzt wird bod) ohne Zweifel noch um jo manche Linde zur Som» mer-'Zeil „Unter der blühenden Linde" mundet ganz gewiß auch 'jeht nod) vortrefflich ein volles Glas. Zeit wird s, es zu versuchen. FoftanncsTrojau. rereinimntrit Ciiijier übe ruxt noch irgend melde Trupv n mir äieren. Tiefen Weg iü Bieter nicht gcgamv.n! Wirmn? Veil er die Wahrhe.r erfamu und ihr mutig die ehre gegeben L~; Ti- vt a ueb man viel: für Männer im öffentlidicn veben bebrütet es immerhin eins: bi: ö i * c n 111 ch c '.’.’i e i n u ;i g wird ihnen narfnigen, dar >ic and) im Hamm der Meinungen und widcrilrcbeuter 3 nie reiten und Gemalten iidi er und klar bas ifiiipc gewahrt V tben, ro.io jedermann zur Ehre gereicht: EI» araklcr. Tcmnächft werden die Fahrpläne für die sämtlichen auf 1 deutschen Bahnstrecken in den Monaten 3uni bis August d 3. zur Beförderung gelangenden Sonderzügc zur Aus I gäbe gelangen Auch in diesem Jahre haben die .vi/auuc;- Eiscuvahnocrwaltungcll wieder reichlich dem crholung , uchenden reisenden Pi blikum 1 ielegt vcrsd)icdcnstcn Ferienzeiten zu wesentlich ermäßigten Fahr preisen an die Lee, und) dem Rhein oder ins Gebirge zu gelangen. Nachstehend folgen die wicht ssten Feriensonder züge, die auch für viele Gießener von Interesse sein dürften. An die Lstscc werden in den Monaten 3ll*i 1,1,5 August nid)t weniger als 53 Londerzüge von Berlin, Brcs m, Dresden und Kattowitz abgelassen. Ten Verkehr nach der Nordsee vermitteln 55 Sonderzüge, die ihren Ausgang von Berlin, Halle a. 2., Hamburg, Leipzig, Magdeburg, von verschie denen größeren rheinischen stabten, von Franksnrt a. M., von Straßburg i. E., Basel, München, Stuttgart und Trcs- den nehmen Nach Thüringen und dem Harz werden 11 bzw. 18 Sonderzüge von Berlin, Bremen, Hamburg, Tauzig und Königsberg i. Pr., Köln, Düsseldorf usw. gefahren. Nad) dem Rhein (stöhn sind es deren 4, ab Berlin, s.mmburg und Straßburg i. E. Nach dem Riesen-, Iser-, Glatzer und Altvatergebirgc gelangen 23 Sonderzügc von Berlin, Brcs lau, Bromberg, Tauzig, Königsberg i. Pr. und Stettin zur Ablassung. Besonders reichhaltige und mannigfache Ge Icgcnl)cit bietet sich wiederum für Fericnreisen nach Süddeutschland und der Schweiz. Nad) München werden 69 Sonderzüge aus Berlin und den verschiedensten Teilen Nord- und Mitteldeutschlands gefahren, woran anschließend an einigen Tagen Sonderzügc nach Kufstein und Salzburg abgehen. Nach Basel vermitteln 43 Sonderzügc den Bee lehr der Ferienrcisenden von Berlin, Bremen, Hamburg, Halle a. S., Leipzig und Rheinland-Westfalen. Nach Stuttgart und Friedrichshafen verlehren 8 Sondcrzüge, nach der Reichshauptstadt Berlin 20 und zwar von Altona, Dresden, Wien, .Köln, Elberfeld, Tüfseldor-, Saarbrücken, von Franl surt n. M., Basel, von Straßburg i. E., Metz, von Stuttgart und von Stockholm. Schließlid) werden nod) 11. a. nad) Wien 6 Sondcrzüge von. Altona, Berlin, Breslau und Leip zig und nach der sächsischen Schweiz 7 Sonderzügc von Altona und Berlin-gefahren. Für solche, die eine Rundreise machen wollen, werden besonders die verschiedenen Aus gangspunlle der Zericnsondcrzüge eine gewisse Bedeutung haben. Alles nähere enthalten die unentgeltlich zur Beifügung stcheudcn, sehr eingehend ausgearbeiteten Uebcrsid) teil, die außer den Auskunttsstellerr auch sämtliche größeren Fahrkartenausgaben vorrätig halten. ♦ ** 3ohannisfest. Morgen feiert der Orts verein „Tn P 0 g r a p h i a", Gießen des Verbandes der Deutschen Buchdrmcter das diesjährige 3 0 b a n n i s f c ft dnrd) einen A u s fing mit Muiit nach dem Hardt Wäldchen wo)elbst Gciangsvorträge des Gesangvereins „Gutenberg" mit Musitstücken des Gießener Orchesters (H. Weller und Kinderspielen abwed)selu. •* Die freiiu. SanitätSkoloune vom Roten Kreuz wird kommcndcn Sonntag vormittag 7 Uhr einen größeren Redaktion, Erpedition unb Druckerei: Schuf» flroEC 7. Ervedrtion unb Verlag: e^jöol. Redaktion:eEl 12. Tel.-Adr^ AnzeigerGießen. befreit. ** B orschristcn der >? audwerkska nun c r über den Lehrvertrag, sowie über w e i b l i d) c Lehrlinge. Bon den Beschlüssen der Vollversammlung dler Hess. Handwerkskammer verdient besondere Beachtung die neue Vorschrist, daß lüustig alle Lehrverträge im Hand werk dreifad) ^nicht wie bis,er nur doppelt« ausgeferhgr werden müssen Das dritte Ercmvlar ist, ohne hierzu erst eine Aufforderung abzuwartcn, mit der Anmeldung an die Handwerksfammcr einzureichen und verbleibt bei deren Akten. (Bisher war der Lchrhcrr zur Ginrcidmug Ieiner Lehrverträge nur dann gehalten, wenn die Handwerks, lammer ihn ausdrücklid) hierzu auffordcrtc ' Turd) diese neue Maßnahme wird eine bessere Kontrolle über den rechtzeitigen Abschluß und die inhaltliche Ridttigteu des Lehrvertrags bezweckt Die zweite wichtige Neuerung betrifft die Einbeziehung der weiblichen Handwerkslchrlingc unter die Vorschriften der Handwerlskammer. Tic Rcichsgeiverbc ordnung macht leinen Unterschied im Geschlecht und deshalb sind an sich die weiblichen Handwerler ohne weiteres den gleichen Vorschriften unterworfen wie die männlidjcn. Wenn sich daher die Handwerkstammer bisher darauf be fchränlte, im wesentlichen nur die Vorschriften auf die männlichen Handwcrter anzuwenden, so gefdiah dies, weil in dieser Beziehung noch eine Uebergangszert bestand. ^>un mehr hat sich aber als notwendig erwiesen, die fraglichen Vorschriften in vollem Umfange and) auf die weiblichen Handwerker auszudehnen. Besonder- biu)id)ttid) der Bestimmungen über die Befugnis zum Jilulcitcn von Lehrlingen (ueiuer Befähigungsnachlveis), fzestseüuug der Lehrzeit, Anmeldung bei der Handwerkskammer, vorsmriftsmaßi- ger Lehrvertrag »sw. in den Vorschriften der Handwerts tammer zur Regelung des gewerblichen Lehrliiigswcsens t|L daher zunächst ausdrücklid) bestimmt, daß sie nunmehr aud) in allen Fällen auf weibliche .Handwerker Anwendung finden. U. a. ist die Lehrzeit für weibliche Lehrlinge bei Weißnäherinnen, Puttmacherinncn und Damenfriseusen auf 2 3ahre, für alle übrigen Gewerbe 15. B. Damcnschiieiderinnen auf 3 3ahrc festgesetzt. Es sei ausdrücklid) bemertt, daß die Arbeitgeber weiblicher Lehrlinge gesetzlich verpflichtet sind, diese Lehrzeit einzuhalten, nicht aber nach eigenem Gut dünken eine kürzere Lehrzeit zu vereinbaren. Tie Lehr h er rinnen sind weiter verpflichtet, die Meisterprüfung ab* zulcgen, soweit sie nicht die Befugnis zum '.Tnleiten von Lehrlingen nad) Antrag amtlich weiteeverlicheu erhalten Die Lindenblüte. Wenn auf Rosen iidi weit unb breit Blühende Lmden niederneigen, £ schönste Beit und dock) die Zeit, Ta schon verhallt der Vöglein Reigen. Um Johanni fangen die Linden zu blühen an, im nord lichen Deutschland gewöhnlich ein paar Tage vor dem 3v hannisfest, manchmal aud) früher schon, cd jicl int Jahre 1901 der Beginn der Lindenblüte in Berlin auf den !•>. i^nin. Tagegeu habe ick) für 1902 vermerkt, daß in diesem x>ahrc die Berliner Linden erst am Ende dieses Monats zu biülwti anfiuaen. Es kommt ia darauf an, ivie dec Frühlimz gewesen ist und wann die Linden ihre Blattknospen cntialtci haben. 311 den Fuhren 1882 und 1903 geschah das in Berlin schon im März, gewöhnlick; aber erscheint dort da-.- erste Lindengrün nid)t früher als uni die Mitte oder am Ende des Monats April. Tie Lindenblüte dauert recht lange, denn es gibt zwei Arten von Linden, deren eine erst dann zu blühen anfängt, wenn die Blütezeit der andern iidi schon dem Ende zuneigi. Sommerlinde und Winterlinde heißen sie oder großblättrige und kleinblättrige Linde. Tic mit den großen Blättern l-iibe ich in einem alten Buch auch als zahme Linde bezeichne:, während die andere wilde Linde genannt wird, und das hat wohl etwas für sid), weil unsere Sommerlinde zweifellos ursprünglich nur angepflanzt bei uns vorkonnnl. Tie Sommerlinde mit den großen Blättern ist dem Aufsehen nad) entschieden die schönere von den beiden Arten, und auch ihr Blütcnduft — doch dem stimmen nickst alle bei — gilt für feiner als der ihrer Verwandten, der Winter- linde. Tie Blüten der Linde haben nichts Prächtiges an sich. „Es find," sagt der alte Hieronymus Bock von ihnen, „etwa drei wohlriechende Blümlein an einem dünnen Stiel, der fick) vorne in drei Teile zerteilet, und hänget an icdem Blumenstengelein ein dünnes gelbfarbenes Blättlein als ein Heines Zünglein." Dieses gelbliche Zünglein oder Deck blättcheu fällt bei den Linden besonders vor und nad) der Blüte sehr in die.Augen, die anspruchslosen kleinen Blütcu- dolden aber spenden einen Wohlgcruch, der zu dem Wunder- ollsten gehört, was die Natur uu--- bicter Auch holen die Bienen von ihnen Wachs und Honig. Schließ-Instituts. Zn der Zeit vom 1. März b-.s 30. Ium 1911 fanden b:c sechs Wächter während ihrer näd;llichcn Revisionen 677 offene Haustüren, von denen 588 geschloßen wurden, während bet den übrigen das schließen veranlaßt wurde. 229 offene Hof- und Gartentore 'und 42 offene Waschküchen wurden geschlossen, bei 25 offenen Läden, 81 offenen Fabriken, Werkstätten, Lagerräumen, BnreanS 113 offenen Fenstern und 5 offenen Schaukästen wurde für sofortiges Schließen Sorge getragen. 75 Schlüssel wurden m den Düren steckend gesunden und den Abonnenten sofort zurück- gegeben, ITömol brennend gebliebenes Licht gelöscht, bezw. den Abonnenten sofort gemeldet, 3 offene GaShähnc geschlossen, eine Dampfheizung vor Erplosion bcivahrt, 14ntai wurde hcimkchrendcn Personen geöffnet und 20 Abonnenten wurden jede stacht zur bcstnnmten Zeit geweckt, 9 verdäckstige Personen wurden anS den Häusern entfernt und beobachtet, 8 lose Pferde wurden angebunden, und 5 Pferde, die sich in der Halfter verwickelt hatten, auS ihrer gefährlichen Lage Nicht jedes 3ahr ist an Lindenblüten gleich ergioig, 1 eines bringt mehr und das andere weniger, und bct~einzelnen Lindenbäumeu kommt cs vor, daß sic um di? Sommerszeit einmal ganz blütenlos bleiben. Sic versagen einmal, wie das aud) sonst bei Blüten unD Fruchtbäiimen und aud) bei Menschen vorkommt. Als ein sehr volles Lindeublütcnjahr habe idi das Fahr 1896 verwertt. Aber auch in einem solchen 3ahr, in dem die Last der Blüten die Zweige tics hcrunterzieht, har der Lindcnblütenduft nichts Aufdringliches, sondern nur etwas lieblich Anmutendes, etwas „Lindes", wie es dem ganzen Baum eigen ist. Manche sind ans den Gedanken gekommen, dem Banmnameu „Linde" läge das Eigenschaftswort „lind" zugrunde, dod) ist dem nicht so. Es gibt noch ein anderes Wort „Lind", das Bast bedeutet, und nach diesem ist die Linde benannt. Der Lindenbast ist ja von großem putzen. Tic Gärtner braudien ihn zum Aubmdeu ihrer Garten- gewäck)se, außerdem aber laiscu sich daraus Matten und Schuhe siechten. Auch das Holz der Linde ist zu mancherlei brauchbar, das wissen die Tischler, Drechsler und Ldmitzer. ferner wird die Lindenholzkohle zu Zahnpulver verarbeitet und diente einst auch zur .Herstellung des Schießpulvers. Daraufhin sagt der oben erwähnte Gelehrte Bock, der im sechzehnten Zahrhunderr lebte, in seinem .üräuterbuch, nach dem er von der Lindenrülde als Heilmittel gesprochen hat: „Aus dem Holz (der Liude- machet man die gesdmikten Bilder, die man in den Kirchen anstatt der Heiligen verehret bat. Dagegen machet man aus den Lindeniohlen den jähen Tod, nämlich das Buchsenpulver, dadurck) Land und Leute verderbt werden. Also kann man Arzcnei und Gift aus einem Gewächs bereiten." Toch der Nutzen, den die Linde mit ihrer Rinde, ihrem Bast und ihrem Holz bringt, kommt taum in Frage, wenn von ihrem großen Wert gcsvrochen wird. Sie ist der Lieblingsbaum des deutschen Volkes, der diesem, kann man wohl sagen, besonders ans Herz gewachsen ist. Mit ihrer breiten Krone, ihrem kühlen Schatten spendenden Laub- bad) ist sie dcr Baum, der da nicht fehlen darr, wo Deutsche . ivohnen. Sie gehört vor das »aus, auf den Schloßhof, auf den Angxr vor dem Dorf. Unter dcr Linde kamen und ; tomnicu noch die Liebenden gern zusammen, wenn bre Nach- tigal singt.' Unter der Torflinoe wurde einst Recht gc- Glehener Anzeiger General-Anzeiger für Gderhejjen Nieher. Zu den Auseinandcrsctzungcn im Hania-Bund erhalten wir folgende Zuschrift, die wir gern wicdergcben, ohne uns ober die darin vertretenen Anschauungen zu eigen zu machen: Wer ruhig, unbeteiligt und nnpariciiiii) bic Auseinander «cßungcn int Hansabunde bcobad'irt hak, dcr fommt schon heute ;u tneicm bestimmten Urteil ? . < hat sich als ein glänzender Taktiker erwiesen. Daß der vaniabund, ,o wie er zunächst zusammengebracht war, eine dauernde Lebens sähigkeit nicht verbürgte, das war klar. Tie Interessen des Hano rocrL und des Kleinhandels insbesondere waren nie und ninimtr zu vereinigen mit den Zntercssen der Schwcr.nLufkrie, der M 0 l- lenbarvne und S ch l 0 t j n n k e r, die seit lange in gluck lichster Ehe lebten mit dem Großkapital 1 it bei Land wirtschaft. Die einen gaben den andern als zartes Angebinde die Getreidezölle, als Gegengabe luurb; ihnen aui dem Präicittür toller serviert, was man gclegenliid) „Schutz der nationalen ..rb ü" nennt. Wer mm jemals durck' dieieuigcn Gebiete Deutschlands ge ■ ist, ui denen diese Art national Arbeit betrieben wird, der weiß, daß Russen, Polen unb (S al i 5 i c r zu Hundert lausenden herangeholt werden, um in Den rheinisch-westfälischen Sohlen- unb Eisenwerken nicht nur der kerndeutschen Bevölicruug den Lohnkampf zu erschweren, nein, sogar mit dem ungewollten Ncbencrfolg, daß dauernd ständig uachiende polnische Enklaven Inf) bilden im Rheinland und Westfalen. Mit jener rheinisch westfälischen Riesen Industrie das war Har — mit 1 etter Industrie, für bic alles, was mit Ardens bcomguitgcn zuiammenbängt gemäß ihrer riefenhaiten Ausdehnung eine gewichtige Rolle spielt und die seit Jahren glaubt, ihre Inter cifen ausmünzen zu sollen in einem ganz besonders scharfen Scharstnachertuin, mit ihr mußte naturgemäß früher oder später bic Auseinander!ctzung kommen. Tas war klar, schon als der 5?ani'abund begründet wurde. Und als diese groBtayitalifhidh.' Industrie in den Hansabund hineinging, gleich zu Anfang, da war auch weiter klar, daß eines Tages innerhalb Dieses Bundes der Würfel fallen muhte: wer ist mächtiger, die Handvoll Industrie- Magnaten oder bic Masse mittlerer unb kleinerer Industrieller unb Gewerbetreibender bis 1 erob zum schlichten Handwerksmeister und zum Znhaber eines kleinen Ladengeschäftes Rietzers Verdienst liegt ohne Zweifel darin, daß er diese Auseinanders tzung c r z w u n g cn ! at unb zwar z u einer S tunde, als der Einfluß der Magnaten noch nicht die llebrrhand^gewonne.t Inti.* 1 * * * *, ;u einer Stunde alio, als es nod> Bcit war. ^chan heute kann man >agcn: der Erfolg hat thi" Recht gegeben, die reinliche Scheidung wie sie notwendtg war, ist vollzogen Ter Hansa b u it d hat den Ballast über B or d g e.w 0 rscn und sein Schifflein flott erhalten zu ruhiger, sröhltcher Fahrt. Auch dadurch wird Rießers Verdienst nicht geschmälert, daß eine int Grunde ganz gleichartige Scheidung antnüpteud aiMue^ jeiben Vorgänge auch auf anderem Gebiete sich vollzog, -tenn was ift die Begründung des deutschen Bauernbundes, fein Ab- mar ick) voiu Bunde der Landwirte anders, als die zur Tat gewordene Erkenntnis Dom vorhandenen «vegeniatz zwischen dem Großlavital in der Landwirtschaft und zwischen bäucrhd;er Arbeit '? Gerade die Geschichte des Bundes der Landwirte hat zweirellos warnend Rießer vorgeschwebt, unb das mit Recht. Niemals untren lvir zu den Zuiiäuden m Teul'chlano gcfjmmcn, die mir heute beklagen, die abzuandern heute ein viel größerer Aunvano dlt nationaler Arbeit unb nationaler Äraft notwendig ilt, als lucnn sa on vor 15 Fahren ein Führer aufgestanden wäre, der mit Eriolg den Bauernstand hingeiric;en hätte au* seine Zugehörigkeit zum gewerblichen Mittelstand in Stadt und Land, aut ictnc wirtschaftliche und auch au) seine poUmche Zugehörigkeit Rießer hat >onach den Hansabund davor bewahrt, eben jene Blade su ivandelu, die der Bund der Landwirte gegangen ist. Er hat diesen Eriolg erreicht mit einem großen Au'waud von Arbeits . kraft unb Zähigkeit mit dem entfchlonenen Willen fern Jicl zu vcilolgcn und ohne das Schwergewicht eines innerlich umvaer bafteu Gemütes, das ängültd) nur bedacht bleibt au* die Erhaltung einer in seine Hand gegebenen Macht, und das auf der abfdm’itgen Bal n einer schwächest uur von jenem Bestreben nad) Machtel ha 1 tung getriebenen Willcnsrichtung endlich dahin fommt, ^tüd für Stück der errungenen Stellung in Triimmer gehen zu lehen, und wenn auch nod' so wütende Zornausbrüede - ob eigener Lhu macke' — die Welt im Glauben halten "Heu, als ob dimer dem — Folgen einer A n t i - S ch n n bl it e rat ur s ch a u. Aus ber Bialz wird der „Frarrkf. Ztg." geschrieben: Zu verschiedenen v i ä U i i d) e it Stäbtcn veranstaltet setzt eine Anzahl von Vereinen eine sehr instruktive Ausstellung zur Bekänipfntrg dcr 5 d) 11 n b l i t e 1 a t u r. Em Rebirer stellt in anschaulichen Ausführungen Schundliteratur und künstlerisch wertvolle Siteratit' einander gegenüber und weist auf die Foig.n bey Lesens von Schund hin Tie Ausstellung enthalt als Belag dazu aas erforderliche Material: die bekannten Schundherte nut ihren schreienden, blutigen und grauiciierrcgcnDcn Illustrationen, ferner Tabellen, aus denen eriichtlid, in, wieviel das b tu time Volk sährlid' für den Schund ausgibt: Gerichtsurteile, die den schädlichen Einfluß der Schundliteratur dokumentieren, und gute Bücher, die den Schund verdrängen können. Eine u n c t • Wü nicht c Beigabe über hat sich leider hierbei gezeigt: daß nämlich eine solche Ausstellung .was ftd) allerdings nicht ....t L rmciben läßt auch zur Verbreitung der Sä-uiidlu beiträgt. Es ni 3. B. beobachtet worden, daß halbwiich'iae Bur'chen beim Besuch dieser Bnch.'rschatr gerade der sehr 4 'ichhaltigtu Samir.* [ung von Scbundhesten ein a'.i'i.illiges 3ntcrc»ie entgegenbcadst.'i mit ,'ich riesig freuten, als ■ * hier en dl i di diejenige „Lil natur" cutdeclteu, nad) der schon lang: ihr Sinn itanti Schreiber die>es hat selbst gehört, ivie ziemlii erwachiene junge Leute, Die die Äbterlriug für schreienden Swuno einer sehr eingehenden Besichtigung unterzogen, einaiu r .mr Romane ausmerk'am maditeu, tic sic irow nicht gelesen hatten, bereit Titel sie sich aber nun merken wollten, um die betreuenden Wische zu kauien 3a, es ist vorgckomnieu, daß aus den Auflagen auf der Ausiteltn« tic heiß begehrten Bnstier gestohlen wurden. Es ist 'chade, ' ent 10 verdienstliches Unternehmen derartig unerwümchte folgen feat. Vielleicht wrirc es gut, halbwüchsige Burschen nnd minder gar nicht in eine loldje Ausweitung u lassen, die js u der HauMfache auch mehr für Lehrer, Eltern mrd Erzieher gedacht ist. Samstag, l. )uli M Rotalioirsdnick unb Bcrlcrz der Brühl'schen UniversitälS»Buch- unb etcinbrudcrcu R. Lange, Gießen. fiSSSÄ?25® lng.H.BrinW U*6B.hnh»f«lr’ jB; . n t »„»pn strengd,iS[L Müdigkeit cn'cfiiiHnbcL idilcditc Verbau Uva wirb gehoben burrti Germania • Drogerie Carl Seibel rc[. M - Aronfnirter Lin r umsoWERHälitW .sieMibK HcieituV; V4| ! &rl jjfi» Kjnderwy6 *"^"”8 , i i Kindenxageni^ . ' WrmMer !Ml “tmi w..; “9- «ommerkorn .— 12. ernif,s Lchr.r niöfhp v ^''ihrno» SS?.;-Är Nea „ ..... lem" "a«ser = Moderne s irillen und Kneifer in iebev AuSsübrjmg. 709 mer/igiiiig nach ärztliiherBor. ritt unb eigener Jßttbl. («c uciie und iorrckieste Ani'assuna litlickcr Oseitcllc. ficöavatincn neliit. Tiachmänn.Bcbscnunn. Id. Reinig, ÜeSSeD, Seltersweg 30 tonnen. Alle weiblichen Lehrlinge sind binnen 4 Wochen nach Beginn der Lehre bei der Handwerkskammer cmznmel- den, zugleich ist ein Exemplar des dreifach anszufertigenden Lehrvertrags einzureichem Zuwiderhandlungen gegen vorstehende Vorschriften unterliegen nach der Reichsgewerbe- Ordnung gesetzlicher Strafe. Starkenburg und Rheinhessen. ch. Bingen, 29. Juni. In der heutigen Sitzung d e r S t a d,t v e r o r d n e t e n v e r s a m m l u n g wurde der Beschluß gefaßt, die Ausstellung der,;u erwartenden neuen Entwürfe für das Bismarck-Nationaldenkmal nach Bingen einzuladen. Bingen ist auch schon in Aussicht genommen, da dann gleichzeitig die Beschauer der Entwürfe diese mit dem Denkmalsplatz vergleichen formen. Den nötigen Raum stellt die Stadt zur Verfügung. - Eine Eingabe des deutschnationalen Haudlungsgehilsenverbaudes, Ortsgruppe Bingen, und des Verbands Leipziger Handlungsgehilfen auf g ä n z li ch e S o n n t a g s r u h e im HandelSgewerbe wurde abschlägig beschieden, da demnächst in dieser Sache doch reichsgesetzliche Regelung erfolge. - Tie Polizeivcrordnung bctr. den Betrieb von Wirtschaften mit weiblicher Bedien u n g wurde in zweiter Lesung heute angenommen. Tie Stadtverordnetenversammlung erklärte sich mit der Verschärfung der Bestimmungen in ihrer Mehrheit einverstanden. — Für den Turnunterricht in der Fortbildungsschule, mit dessen Einrichtung die Stadt Bingen m Hessen als erste Stadt vorgegangen ist, wurden die erforderlichen Mittel bewilligt. Eine Eingabe des Turnvereins Bingen und des Lehrerkollegiums hatte sich für die Weiterbewilligung der nötigen Mittel ausgesprochen und bei der Stadt darum gebeten. Tie Stadtverordnetenversammlung war einmütig der Ansicht, daß dieser Turnunterricht eine vorzügliche Einrichtung sei, die weiterbestehen sollte. Einige Herren machten allerdings Bedenken gegelt die Ausgabe geltend und glaubten, daß sich mit einer Verminderung des obligatorischen Schulunterrichts die Einfügung des Turnens in diesen ermöglichen lasse. Tie Verminderung des anderen Unterrichts wurde jedoch von anderer Seite als nicht möglich bezeichnet. — Tie Ortssatzung über die Erhebung einer Kanalabgabe wurde angenommen. Wandern und Reisen, Bäder und ZommersrWen. ** Verkehrs-Verein Gießen. Der Führ erver sand des hiesigen Verkchrsvereins nach bem Jit- und Auslmrde ist soweit beendet, daß nunmehr das im Austausch bei dem Verein cingelaufcne, sehr wertvolle und belehrende Material an Führern durch Städte, Bäder, Luftkurorte, Seereisen, Gebirgswanderungen usw. den Interessenten umsonst zur Verfügung gestellt werden tann. Wie die auswärtigen Verkehrsinstitute Gießener Führer und somit unsere Gießener Gesamtverhältnisse weitesten Kreisen zusiihren, so hat auch der hiesige Verkehrsverein die gleiche Pslicht, dem Publikum von der Außenwelt in Wort und Bild Einsicht zu geben. Hierzu bietet der Verkehrsverein in übersichtlicher Einrichtung in seinem Bureau, Löberftraße 6, den vielseitigsten, diesbezüglichen Wünschen entsprechend, die willkommenste Gelegenheit. Bad Salzhausen. Ruhe- und erhol ungsbcdürstigen Per- ionen jedes Standes und MterS kann ein mehrwöclumtlicher Aufenthalt in dem idyllisch gelegenen Soolbade Salzhausen nur aufs Beste empfohlen lverden. Der herrliche Kurgarten, in dem die prächtigen Waldungen mit einbezogen sind, bietet wohlgepflegte Promenadewege und zahlreiche Sitzgelegenheiten. Tie borlranöenen Quellen, unter denen die Lithium- und Schwefelquellen die erste Stelle einnehmen, haben infolge ihres hohen Gehalts an mineralischen Bestandteilen den günstigsten Einfluß auf den erkrankten Organismus und die in den neuerbauten und mustergültig eingerichteten Badelstülsern verabreichten Bäder zeitigen erfolgreiche Wirkungen in Fällen von Rheumatismus und ähnlichen .strank- heitserscheinungen. Hübsch gelegene, wohlausgestattete Villen und Gasthäuser, in denen überall Pension gegeben wird, laden zum Besuche ein und in dem staatlichen, von hübschen Anlagen umrahmten Kurhause können selbst die verwöhntesten Ansprüche Befriedigung finden. Dabei sind die Preise durchweg in mäßigen Grenzen gehalten und die Besucher können sich des freundlichsten Entgegenkommens versichert halten. Neben diesen allseitig anerkannten Vorzügen des Bades Salz-Hausen und seiner Umgebung macht sich jetzt eine Benachteiligung seiner Bewohner dadurch fühlbar, daß man im laufenden Jahre zum ersten Male die Erhebung einer sogenannten K n r t a £ c angeordnet hat, eine tief- einschneidende Maßregel, die man, um die an sich nicht be- deutende Frequenz des tletnen Bades und damit die Interessen, seiner Bewohner und der wenigen Kurgäste, die zumeist dem Mittelstände angehören, nicht noch mehr zu schädigen, unter allen Umständen hätte unterlassen sollen, ^-o sehr man die Bestrebungen des Staates anerkannt, zu sparen, wo eS irgend angängig ist, ebensosehr war hier diese Sparsamkeit unangebracht, zumal die Nähe von Bad Nauheim den Besuch von Salzhausen an und für fiel) schon erheblich beeinträchtigt. Heute schon läßt es sich ziffernmäßig nachweisen, das; sich dermalen weniger Kursremde in Salzhausen besuchen, als zur nämlichen Zeit im verflossenen Jahre und dieser schwer ins Gewicht fallende Ausfall ist ausschließlich der Erhebung einer Kurtaxe zuzuschreiben. Hätte man zuvor bei den Beteiligten eine Umsrage gestalten, so wäre zweifellos auch nicht eine einzige Stimme zn Gunsten der Kurtaxe abgegeben, worden, denn es liegt auf der Hand, daß sich «auf diese Weise Kurfremde und Einheimische gleichmäßig geschädigt wissen. Hier gibt es nur ein Mittel und das ist die unverzügliche Aufhebung dieser unzweckmäßigen Maßregel, die in ihren Wirkungen dazu angetan ist,, die Existenz des Bades und seiner Bewohner aufs Empfindlichste zu schädigen und gänzlich in Frage zu stellen. UcrsmscMcs. * Uneheliche G ebürten in 25 europäischen Großstädten. In der Dresdener .H ygtene aus st e Nun g findet sich, wie der „Vorwärts" berichtet, eine graphische Darstellung, die die Häufigkeit der unehelichen Geburten in der Periode 1899 bis 1907 darstellt. Danach kommen auf 100 Geburten überhaupt durchschnittlich in einem Jahr: Haag 4,2, Rotterdam 4,5, Amsterdam 4,9, Düsseldorf 7,2, Ed in bürg 7,6, Mailand 8,4, Köln 11,8, Madrid 13,5, Antwerpen 13,8, Kristiania 14,0, Berlin 15,9, Brüssel 16,6, Marseille 17,0, Rom 17,7, Leipzig 18,9, Lyon 22,5, Peters-, bürg 22,8, Kopenhagen 24,3, Moskau 25,0, M ünchen 26,3, Paris 26,5, Budapest 27,4, Stockholm 31,4, Wien 31,7. Prag 43,8. HanSel. * Nachrichten für Handel und Industrie. Tie int Reichsamt des Inner» zusammengestellten „N a ch r i ch t e n für Handel und Industrie" haben, wie sich gelegentlich der zurzeit schwebenden Rmrdsrage über die Ausgestaltung der Publikation ergeben hat, bei weitem noch nicht die Verbreitung gefunden, die ihrer Bedeutung für unser Wirtschaftsleben entspricht: in manchen Kreisen, denen sie zu dienen bestimmt sind, scheinen sie böllig unbekannt zu sein. Sie sind dazu besttmmt, aktuelle Mitteilungen über die wirtschaftlichen Verhältnisse und über die Zoll- und Handelsgesetzgebung des Auslandes in weitesten Kreisen bekannt zu machen. Der Stofs wird teils den Berichten der Kaiserlichen Konsuln und Missionen und der Handels- und der landwirtschaftlichen Sachberständigen, teils den einschlägigen ausländischen Publitationen entnommen. Besondere Berücksichtigung finden Ausschreibungen nnd Lieferungen, die neuerdings in einem besonderen Abschnitt „Absatzgelegensteiten int Ansland", wo and) sonstige Winke für den Absatz deutscher Waren auf ausländischen Märkten Ausnahme finden, zum Abdruck gelangen. Für die „Nachrichten", die zurzeit in der Woche etwa dreimal in dem Umfang bon je acht bis zehn Seiten erscheinen, wird keinerlei Abonnementspreis erhoben. Jeder Inländer, der ein fortdauerndes Interesse an der Publikation ’ dartut, kann sie unmittelbar bezieheti. Um den Bezug der „Nachrichten" nach Möglichkeit zu beschleunigen, werden sie neuerdings im Postzeitnngswege zugestellt. Anträge aus Uebcrroeifung der „Nachrichten" sind jedoch nicht bei den Postämtern zu stellen, sondern an das Reichsaml des Innern, Berlin W. 8, Wilhelmstr. 74, zu richten. Hierbei ist anzugeben, ob die einzelnen Nnmmern bei der Post abgeholt werden sollen, oder ob die Zustellung ins Haus erfolgen iotl. Im letzteren Falle ist mitzuteilen, daß das Bestellgeld (etwa 96 Pf. jährlich) bon dem Empfänger bei der Postanstalt bezahlt iverben wird. Einzelne Nummern können auf Antrag uninittel- bar zugestellt werden. Büchertisch. — Die eben erscheinende Julinuimner der Süddeutschen Monatshefte (Süddeutsche Monatshefte G. m. b. H., München) ciübält u. a. eine Novell^ bon Henriette Riemann: „Die Tochter des -Piraten", ferner die Fortsetzungen des Romans bon Hermann Kurz: „Die Guten von Gutenbergs" und der Lcbenserinncrungeit Ludwig Ganghofers. Hans Thoma kommt auf die ,Lnvasion französischer Kunst"" zurück. ^Der Straßburger Theolog Karl August Meißinger- nimmt kritisch Stellung zu des Jesuiten Grisar eben erschienener Lutherbiographie. In seinem Aufsatz „Die Tucho borett und das Duclwborentum" schildert N. Syrkin (NeuYork) die Schicksale nnt> Anschauungen der aus Rußland nach Kanada ver schlageiten religtösen Sekte, auf die die Aufmerksamkeit ja wiederholt durch Leo Tolstoi gelettkt toorden ist. Sehr reichhaltig ist in diesem Heft wieder die Rubrik „Rundschau"". — Kosmos., Handweiser für Naturfreunde. Herausgegeben bom „Kbsrnos, Gesellschaft der Naturfreunde"", Stuttgart. Jährlich 12 reich illustrierte Hefte mit den Beiblättern: Wandern und Reisen. Aus Wald und Heide. Photographie und Naturwissenschaft. Haus, .Garten und Feld. Die Natur in der Kunst. — Die „Illustrierte Zeitun g" (Leipzig, Verlag bon I. I. Weber, liefert in ihrer neuesten Nummer 3547' bom 22. Juni wieder ein Musterbeispiel einer modern und zugleich bornehm geleiteten illustrierten Zeitschrift. Der Leser findet die bemerkenswertesten tagesgeschichtlichen Ereignisse, die die össent- liche Aufmerksamkeit erregt haben, bildlich berücksichtigt. So ist die „Illustrierte Zeitung" als erste Zeitschrift in der Lage, das jüngste^Brautpaar am österreichischen Kaiserhofe, den Erzherzog Karl Franz Josef -und Prinzessin Zita bon Parma-Bonrbon, im Bilde zn bringen. Die Hundertjahrfeier des Turnplatzes in der Hasenheide bei Berlin, die Springflutkatastrophe in Triest die Olympia Horse Show in London, bei der die deutschen Teilnehmer so glänzend abschnitten, die wichtigsten sportlichen Ereignisse der letzten Zeit, die Tausendjahrfeier oer Normandie nnd noch vieles andere, darunter das bekannte Bild von dem Empfang der Eilboten vom Taufstein durch unseren Großherzog in Lich, erfährt eine bildliche Wiedergabe. Das Interesse der Damenwelt wird die KrönungSrobe der Königin Marie von England, französische Derbytoiletten und der neueste Riesenpompadour wach- rufen. Ihren besonderen Wert erhält die Nummer durch zwei reich illustrierte Kunstbeiträge, von denen der eine dem hervorragenden Leipziger Bilohauer Carl Seffner, zn dessen 50. Geburtstag (19. Juni) und der andere den Pariser Frühjahrsaus- stellungen gewidmet ist. Die zahllosen Freunde der Kunst Scheidemantels werden mit Freuden ein Tableau begrüßen, daS den von der Dresdner Hofoper zurücktretenden berühmten Bariton in feinen Hauptrollen zeigt. Beachtung verdienen auch einige unveröffent lichte Gelegenheitszeichnungen des verstorbenen bekannten Leipziger Illustrators Fedor Flinzer. Außerdem enthält die Nummer nod) eine doppelseitige Zeichnung vom Musikreiten im Hipvodrom des Berliner Tiergartens und zwei schöne Vierfarbendruckbildcr, so daß sie hinsichtlich der illustrativen Ausstattung einen glänzenden Eindruck macht. In die Sommerfrische kann leider nicht jeder, aber häufig wird er doch in der Lage fein, sich während des Sommers einige Flaschen Scotts Emulsion zu gönnen, AgJpT die, regelmäßig genommen, ihm au§= gezeichnet bekommen werden. Scotts fr tnäEfflr Emulsion läßt sich im Sommer eben- r yTR . sogut nehmen wie im Winter. Die Annahme, sie sei zu dieser Zeit weniger verdaulich, ist ein großer Irrtum unb nur für den gewöhnlichen Tran berechtigt. Der große Verbrauch von Scotts Emulsion in den Tropen ist ein schlagender Gegenbeweis. ScottS Emulsion wird von uns ausschließlich int großen »erkauft, und zwar nie lose nach Gewicht oder Maß, sondern nur tu versiegelten Origtitalflajchen in Karton mit unserer Schutzmarke (Fischer mit dem Dorsch). Scott & Lowue, G. nt. b. H., Frankfurt a. 'Hi. Bestandteile: Feinster Mcdizinal-Lebcrtran 160/), prima Glyzerin 50/), untcrphoSvhorigfaurcr Kalk 43, unterphoSphorigsaurcS Natron 2,0, pulv. Tragant 3,0, feinster arab. Gummi pulv. 2,0, Wasser 12«,o, Alkohol ii,b. Hierzu aromatische Emulsion mit Zimt-, Manoel- und Gaultheriaöl je 2 Tropfen. \______________________________ Nur echt mit dieser Marke—demFilchcr — dem Garantie- Zeichen de-> 3coü« fch-tt Verfahrens! Standesairrtsnachrichten. Gießen. Aufgebote: Juni 24. Friedrich von Düring, Kaufmann in Gießen, mit Elfriede Andree in Betzdorf. — Theodor Schlierbach, Kaufmann in Gießen, mit Margarete Marie Sophie Anna Knoop in Wetzlar. — Heinrich Max Olfchenka, Ingenieur in Dessau, mit Marie Schlosser in Dillenburg. — Professor Gustav Künkel, Kreisschulral in Konstanz, mit Minna Muth in Gießen. — Ludwig Gräf, Gerichtsschreiber-Aspirant in Büdingen, mit Katharine Lich in Gießen. — 26. Ludwig Weber, Bäcker in Heuchelheim, mit Margarete Pfuhl in Gießen. — Johann Meyer, Finanzainttnann in Mainz, mit Äiphie Winn in Gießen. — Friedrich Kaiser, Hilfsbahnwärter in Fronhausen, mit Elisabeth Ohr in Gießen. — 27. Leonhard Bender, Zigarrenfabricänt in Gießen, mit Johanna Korn selb in Elberfeld. — Josef Freibott, Kellner in Bad Kisfingen, mit Maria Rest in Würzburg., — 28. Georg Körner, Bäcker, mit Wilhelmine Seitz, beide in Gießen. — Karl Pflug, Einjährig-Freiwilliger in Wiesbaden, mit Anna Günther in Gießen. — Berthold Gruber, Landwirtschaftslehrest in Nürnberg, mit Marie Metz in Gießen. — Wilhelm Priemer, Heizer in Allertshausen, mit Elisabethe Stock in Gießen. — Wilhelm Brauer, Bureaugehilse, mit Susanne Hellrnold, beide in Gießen. — 29. Karl Rehor, Kaufmann in Sinn, mit Anna Kuhl in Gjeßen. E h e^ch l i e ß u n g e n: Juni 24. Karl Kumpf, Taglöhner, mit Ida Becker, beide in Gießen. — Heinrich Ehr Hard, Steinmetz, mit Eiisabethe Pich, beide in Gießen. — Ludwig Rohrbad), Eisen- bahnschreiner i. P., mit Johanna Herbert, beide in Gießen. — Gerhard Becker, Taglöhner, mit Elisabethe Kaiser, beide in Gießen. — 28. Erich Säger, Kellner, mit Wilhelmine Kaiser, beide in Gießen. Geborene: Juni 21. Dem Bier Händler Heinrich Trechslcr eine Tochter, Elisabeth Marie Emmy. - Dem Weichensteller Wilhelm Eoi'.rad ein Sohn, Wilhelm Konvad Hermann.Dem Hilfsweichensteller Friedrich Hofmann ein Sohn. — Dem Schneider Wilhelm Georg Heß ein Sohn, Wilhelm Karl. — 24. Dem Agenten Wilhelm Heß ein Sohn, Wilhelm. — 26. Dem Lcrnd- gerichtSral und Privatdvzenteu Tr. Julius Friedrich ein Sohn, Werner Ernst Rudolf. Dem Schneider ^Karl Adolf Schneider cm Sohn. — 29. Dem Schlosser Peter Sann ein Sohn. Gestorbene: Juni 23. Peter Word), Bierbrauer, 66 Jahre alt, Frankfurter Straße 93. — 24. Johann Christian Hülten- berger, enitlcr jino Tapezier, 70 Jahre alt, Landgrafenstraße 7. — 2' Jakob Schütz, Taglöhner, ;/’> Jahre alt, Kaplaneigaste 7. — 25. Emil Adolf Werther, 1 Jahr alt, Walltorstraße 51. — 28. Wilhelm Ludwig Ramge, b Jahre alt, Löberstraye 19. Alsfeld. Geborene: Juni 22. Dem Großh. Kreisvcterinärarzt Tr. Karl Julius August Hofmann eine Tochter, Anna Else Irmgard. — 26. Teni Fabrikarbeiter Karl Funk I. ein Sohn, Karl. Sterbe fälle: Inin 26. Margarethe Beuury, geb. Vicvt, 76 Jahre alt. AltcnBuseck. Geborenc: Juni 21. Dem Taglöhner Heinrich Keßler ein Sohn, Ludwig. — 21. Dem Schmied Jost Heinrid) Paulus eine Tochter, Luise. — 28. Tcm Landwirt Eberhard. Töll ein cohn. Büdingen. Aufgebote: Juni 27. Ludwig Gräf, Geridstsschreiber- aspiraut in Büdingen, mit Katharine Lich in Gießen. Geborc n ?: Jmii 19. Dem Maurer Georg Mörschel II. ein Sohn, Georg. Sterbefälle: Juni 27. Emilie Hühn, geb. Kautz, 60 Jahre alt. Butzbach. Geborene: Juni 20. Dem Konditor Georg Wendel eine Tochter, Ilse, Susanne. — 20. Tem Oberlehrer Tr. Ferdinand Friedrich Karl Werner ein Sohn, Burkhart Friedrich Rudolf. — 25. Dem Schreiner Johannes Nuppel eine Tochter, Elisabethe Anna. Sterbefälle: Juni 16. Juliane Bellos, geb. Marx, 90 Iahte alt. Zriedberg. Eheschließungen: Juni 24. Karl Bischofs/ Fabrikarbeiter, mit Anna .Katharine Merle, beide in Friedberg. Geborene: Juni 17. Dem Lackierer Johann Albrechß Karl Lang ein Sohn. — 17. Tem Metzg erweist er Adolf Kölsch ein Sohn, Theodor Emil Adolf. — 24. Tem Spengler Otto Franz Frey^eine Tochter, Bertba Johanna. St erbe fälle: Juni 22. Victor Michalek, Taglöhirer, 34 Jahre alt, wohnhaft in Petterweil. — 23. Ludwig Theodor Bärru, Tiener, 69 Jahre alt. — 24. Margaretha Braun, geb. Westenberger, Wäscherin, 48 Jahre all. 25. Elfriede Marie Elise Seipp, 1 Jahr alt. 26. Konrad Greb, Rentenempfänger, 76 Jahre alt. — 28. Louise Winkler, geb. Hoß, Rentnerin, 72 Jahre alt. Grohen-Vuseck. ÄHbo r ene: Juni 16. Tcm Wagner Wilhelni Belloff I. eine Tochter, Margarete. - 18. Tem Maurer Christoph Stephan IX. cüte Tochter, Anna. — 20. Tem Sergeant Wilhelm Decher ein Sohn, Wilhelm Heinrich. — 21. Dem Landwirt Philipp Wagner I. ein Sohn, Wilhelm. At erbe fälle: Juni 29. Wilhelm Müller, 11 Monat alt. Heuchelheim. Eheschließungen: Juni 18. Philipp Winter II., Fabrikarbeiter iit Heuchellienn, mit Marie Wagcnvach in Alten- Buseck. — 25. Johann Wilhelm Schneider, Kutlckier in Aschaffenburg, mit Luise Schmidt in Heuchelheim. Aieiir-Linden. Geborene: Juni 17. Deut Bahnarbeiter Ludwig Weller VI. ein Sohn, Wilhelm. — 22. Dem Bahnarbeiter Philipp Weller II. eine Tochter, Margarete. Kroföorf. a) Standesamt Krofdorf: Gemeinden Kinzenbach, Krofdorf-Gleiberg, Vetzberg. b) S t a n d e s a m 1L a u n s b a ch: Gemünden Launsbach, Wißmar A u i n t 'fhrist in Z9; co *6* £ 2* da- des AZourbon lutkaLL^ W in bei bet bk > wichtigsten :Put,(iieii. ^LcreSfe08 'N n PM & ?°- ®e‘ rcunbe hi-r ^drsaus^ ii bcjrutM, T ^cheide- ühmitn 'flnrif den von mich Jenen betaLt . td',cnt enthält iiö?* 6flal‘U"9 "« glti Lua. — 25. Dm Unter' ibad) eine Tochter, Johan- imin Stork, Pslaßerer in jeder ht Aißmr, 2 xiahie in Bitzmar, 33 Zahn au. ich, 1'2 Jahre alt. - 27. Zahre alt. nbwirt yermann Seither II. ädtr Friedrich Lechens cm Sarit 'Mr. 3 TG < jafjre alt iimto Sill* Tdiuhiiiotiw, mit K« w» *** Mid vii. gjsw Ö*|IL gnöettn ®rt6";e 7,41«. «»ÄÄ< "'geb. 23)"* tb««"» ■&&& “«ÄysS; -ienbach- jit Paletots Ulster Hosen Sport-Anzüge Tennis-Anzüge Bozener Mäntel Kapes Bitte beachten Sie die Preise in unseren Schaufenstern Loden-Joppen Anzüge Leinen-Joppen Lüster-Saccos Wir unterstellen unser gesamtes Lajer in fertigen Herren- u. Knaben-Garderoben vom 2. bis 16. Juli einem Se-taeti und bieten durch aussergewöhnlich billige Preise eine sehr vorteilhafte Kauf^ele^enheit. Westen Gummi-Mäntel Jün£l.-Anzü£e Knaben-Anzü^e Wasch-Anzüge Schulstrasse Marktplatz ys: ;;;; .lerne»»»* Ulil ■ l Kafiec 11 Wiener Mischung M besoBders empfehlensvert: Ml. 1.60 Holländische Mischung S Emmerichen Waaren-Expedition Kreuzplatz 9 Giessen Kreuzplatz 9 ss^/e W5F Nicht fibersehe»! 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