der nd im I mönat• I .2 k I - K "ft '•" I '•nm.) ” t I n- die 7»E i .‘sä; *** Äe ’ “ » tvelche ei-., 11 ®6idk| 1’? b-k-M kl ’ ' to bi-I. das, u I SS* Wie «££1 fleminbett tricl Ä”56,’“"l um toietic *1* Ich Mtl ra? ?flen ?lp«chn 2,80—2,901 ut O'ki'elben fiartoHtf-1 'hu 8,70 m (841 W* den Epela I '«n legitimen flnfprui f Spannung Don übe I « Zustimmung.) 7. ermäßigten Tarife: I 'Jt Kartoffeln brträx I 1 (Weiterleit.) B 'nen sind angefochte-.W le ironische Bemerkuir» -n gesagt: HannemonrM (Zustimmung.) Zahl-W it Erfolg Einrichtungen« 1 im Hi^ltlt auf eineD ieflschverkauf r | aussprechen, daß diesiW h über die Zeit einer V altungen haben btl" nem übemäßigen Sn. ' d 'De wissen alle mil Ankündigung der Er» l; t, um da? Niveau btt " W -u bringen. (Seb: latunternehmun. :n für die einzigen.- ißigen Anwachsen £ :un (Ml Höri!), und i nissen-die Einrichtungen 18 ist notwendig, dem berarfige Einrichtunger !nb. SSit sie aber p murralverivaltung enl» ,t mehr, der dem fc» Lckmsmittel bi'lhm je, der sich imm nur irtschastspolitilenkMiZ ung gegenüber die alte] it denen Sie dem vo.nl Lrot, daS Liter Petr»' h durch die Schnav»" °i|t. ach bemißt sich nicht de. emS, sondern danach. « . betlümmett hat. (-» Hungern sind ti JW ionsdrang erzeugt^ vollen cs einmal eß; für den Anzeigenteil: H. Beek, Die heutige Nummer umfaht 14 Seiten. Die Wahlparole der Regierung? Nachdem am Montag der Reichskanzler die Anfragen über die Teuerung beantwortet hatte, ist gestern die Aussprache darüber fortgesetzt worden. Besonders interessant mußte es natürlich sein, was die N a t i o n a l l i b e ra len dazu sagen würden, daß Herr v. Bethmann-Hollweg größere Maßregeln zur Steuerung der Not glatt ablehnen will. Tie Antwort ist bereits durch den Llbgeordneten Fuhrmann erfolgt, und heute lesen wir in der naiionaliiberalcn Korrespondenz, daß Herr Fuhrmann sich auf die einstimmige Auffassung der nationalliberalen Fraktion hat stützen können. „Denn in dieser ist es als der allgemeine Eindruck der Kanzlerrede festgestellt worden, daß es Herrn v. Bethmann nicht gegeben war, die warmen Töne für die schwere Notlage zu finden, in der sich besonders die Festbesoldeten, die Altpensionäre und vor allem auch die Eisenbahnarbeiter und -Handwerker befinden." Es ist wohl richtig, was die Mehrzahl der deutschen Blätter betont, daß Herr v. Bethmann-Hollweg eine .Art Wahlparole hat verkünden wollen, und man kann an- nehmen, daß er nach einem Weg gesucht hat, auch die nationalliberale Partei dafür zu gewinnen. Das ist ihm anscheinend nicht geglückt. Er hat eine mehr von Schutzzoll und Freihandel, als von der augenblicklichen materiellen Not des deutschen Boltes handelnde Rede gehalten, lieber die ihm vorgelegte Frage, wie die Regierung dem jetzigen 'Notstände zu begegnen gedenke, glitt er verhältnismäßig leicht hinweg, wenn er auch immerhin zugab, daß außer den von der Regierung bisher beliebten kleineren Maßnahmen auch die zeitweise Abänderung der Ausfuhrtarife für Getreide und die Frage der Gültigkeitsdauer und Verwendungsmöglichkeit „erwägenswert" sei. Man hatte daher den Eindruck, daß es dem Reichskanzler gar nicht, darauf anlam, die 9totstandsfrage wirtlich zu lösen, sondern allein daraus, eine Prodomo-Rede zu halten und von weit hörbarer Stelle aus die Parole der Regierung für die Neuwahlen bekannt zu geben. „Es geschieht nichts, und der Reichskanzler will sich auf die ©eite der Rechten stellen", das ist der Eindruck, dem der Kanzler hätte Vorbeugen sollen und müssen. So finb denn natürlich auch die Aeußerungen der Presse ablehnend. Die „Köln. Ztg." schreibt u. a.: Eine gewisse Enttäuschung wird die heutige Rede des Reichskanzlers auf allen Bänken außer den konservativen hervorgerufen haben; die Stille im Zentrum nach dieser Rede, ivährend die Rechte Beifall rief und die Linke zischte, bewies deutlid), daß dem Zentrum die Unnachgiebigkeit des Kanzlers in Anbetracht der bevorstehenden Wahlen nrcht gerade angenehm war, wenn es auch im stillen Kämmerlein den Standpunkt des Kanzlers teilt. Ter Reichskanzler ging so weit zu behaupten, daß alle Vorsd)läge auf zeitweise Aufhebung oder Suspendierung der Getreide- und Futtermittelzölle, auf Reform des Einsuhrscheinsystems, auf Einffuhr gefrorenen Fleisches, in ihrem letzten Hintergedanken auf ,eine grundsätzliche Acnderung des bestehenden Zoll- und Wirt- schastssystems hinausliefen. Hierbei hat er verschwiegen, daß ähnliche Vorschläge aus Kreisen der Industrie und der National- liberalen Partei erhoben wurden, die über den Verdacht einer Gegnerschaft zur herrschenden uird von ihnen seit Jahrzehnten betriebenen Wirtschaftspolitik haushoch erhaben sind. Einen Vorzug hat die Rede unbestritten: sie hat Klarheit geschafft. Man weiß es jetzt: der Kanzler ist bereit, mit,den Konservativen durchzuhalten. Sr hat ihr System, jede Förderung, die das grotz- agrarische Portemonnaie berührt, als nationale Gefahr zu bran^> marken, übernommen und damit für den schwarz-blauen Block eine Wahlparole ausgegeben, die die Form des Wahlkampfes nicht veredeln, aber doch keinen Menschen mehr täuschen wird. In diesem Zeichen wird der schwarz-blaue Block nicht siegen. Die agrarische „Deutsche Tageszeitung erklärt: Was die Ansichten und Absichten des Herrn Reichskanzlers bezüglich der Abstellung der burd) die Dürre des letz.cn Sommers verursachten Schwierigkeiten anbelangt, so wollen wir daran beule f ein c Kritik üben. Wir werden im Zusammenhänge mit dem weiteren Verlauf der Debatte daraus zu sprechen kommen. Im allgemeinen ist eS erfreulich, daß nach ein-nc langen Schweigeperiode von dem Vcrlr.'tcr der verbündetenNegierungen ein umfassendes Bekenntnis zu der altbewährten vom Fürsten Bismarck inaugurierten Wirtschaftspolitik erfolgt ist. Zu den Grundsätzen, die der Reichskanzler entwickelt hat, können sich alle diejenigen Parteien im allgemeinen bekennen, die an den jetzt besleli.nden Zolltarifen mitgearbeitet haben, sowohl die Vertreter der Landwirtschaft, wie der Industrie. Tie „Voss. Ztg ": Eine andere Wahlparole also hat er nicht gefunden. Wie zugkräftig der Sammlungsruf ist, bat man sattsam bei den jüngsten Ersatzwahlen erfahren. Um die E.klärung, daß die Rest rnng nichts Durchgreifendes gegen die Teuerung zu tun weiß, wirb ihre Wirkung nicht verfehlen. In England versteht sich die Regierung ebenfalls einiger- maßen auf die Hygiene. Aber sie läßt gefrorenes argentinisches und australisches Fleisch auf die Markte — selbstverständlich. Ein durchaus gesundes Nahrungsmittel. Und sie läßt, was d.r Heine Mann verzehrt, fast durchiveg von Zöllen und Steuern frei. Selbstverständlich. Und sie hat keine Umsturzpartei. Was dort Sozialdemokrat heißt, kann als Gast des Kriegsministers sogar dem deutschen Kaiser vorgestellt werden. Tie „Freisinnige Ztg.": Nein, die Sache liegt so, daß die Regierung auch unter grundsätzlicher Aufrechterhaltung der bisherigen Wirtschaftspolitik sehr wohl Maßnahmen treffen konitte, wenn sic nur wollte. Aber sie will eben nicht. Tas einemat wird die von den wahren Freunden der Landwirtschaft, insbesondere der viehzüchtenden Bauern und Kleinbesitzer, geforderte Suspendierung der Fnttermitielzölle als die Einleitung zu einer prinzipiellen und dauernden Zollfreiheit ausgegeben —, dabei hat vor wenig mehr als einem Jahrzehnt, als wir unter einer gewaltigen Getreideteuerung zu leiden batten, ein so waschechter Agrarier wie der Graf Kanitz die Suspendierung der Getreidezölle verlangt! Daneben aber behaupten die Schutz- zöllner, eine zeitweilige Aufhebung der Zölle würde auch nichts nützen, da die Mehrheit der Futtermittel — und ähnlich liege es bei dem Gernüse — schon ohnehin zollfrei seien, da ferner aus dem Auslande sich auch nicht viel holen läßt. Nun, wenn das der Fall ist, warum macht man nun wenigstens nicht den Versuch, der ja bann boch für bie Agrarier unschädlich sein würde? Aber das gerade ist der große Vorwurf, den das Volk der Negierung machen muß, daß nicht wenigstens alles Mögliche getan wird, um der Teuerung entgegenzutreten. Das IHaroftoabtommen. + Berlin, 25. Oft Tie „Vossische Zeitung" meldet aus Wien: Die deutsche Regierung hat das hiesige Auswärtige Amt verständigt, daß j^tzt zwischen Deutschland und Frankreich in der Marokkofrage eine Einigung zu stände gekommen ist. Die Einigung ist eine vollständige und erstreckt sich auch auf die Frage der Kompensationen. Der betreffende Vertrag wird bereits in der nächsten Woche normiert sein. Tie Unterschriften dürften in der ersten Novemberwoche erfolgen. Diese Meldung der „Bossischen Zeitung" stammt offenbar aus der „Wiener Allgemeinen Zeitung", die allerdings gute Beziehungen zum Auswärtigen Amt unterhält. Nach Saoigm). 23 Jahre alt, ko alt wie Goethe, da er den Werther schrieb, war Friedrich Karl von Savigny, als er sein epochemachendes Werk ,/DaS Recht des Besitzes" verfaßte. Ter geniale Jurist, dessen Todestag sich am 25. Oktober zum fünfzigsten Male jährt, stammte aus uraltem, lothrigischem Adel und wurde am 21. Febr. 1779 geboren. In seiner Vaterstadt Frankfurt erhielt er den ersten Unterricht, als er aber 1792 gänzlich verwaiste, kam er zu einem Freunde seines Vaters nach Wetzlar. Dort empfing er eine so vorzügliche Bildung, daß er bereits mit 16 Jahren bie Universität Marburg beziehen konnte. Von dem siebzehnjährigen Studenten urteilte sein Lehrer Weis: „Er hat so viele Beweise seiner ausgezeichneten Talente, scharfen Beurteilungskraft und gründliche Kemttnis im Römischen Rechte gegeben, daß ich ihn für den vorzüglichsten unter allen meinen Zuhörern während meines akademischen Lehramts zu erklären kein Bedenken trage." Mit 21 Jahren promovierte Savigny: feine Toktor- arbeit war eine meisterhafte Schrift. Sofort wandte er sich selbst dem Lehramte zu und wurde 1803 außerordentlicher Professor. In diesem Jahre veröffemlichte er das oben zitierte Hässliche Werk. Heidelberg und Greifswald boten ihm daraufhin ordentliche Professuren an, aber er lehnte ab und beschloß, eine Studienreise zu unternehmen, um Material für sein späteres Werk „Tie Geschichte bed_ Römischen Rechts im Mittelalter" zu sammeln. Borher vermählte er sich mit Kunigunde Brentano, die ihm b7 Jahre lang, bis zu seinem Tobe, eine treue Gefährtin war. -cn Paris, wo er mit feinem Amanuensis Jacob Grimm fleißig ötubien trieb, würbe ihm seine Tochter geboren. 1808 ging er nach Landshut, aber schon 1810 an die neu» gegründete Universität Berlin, an deren Aufblühen er reichen Jlntcil hatte. Seine Lehrgabe war glänzend. Durch feine imposante Erscheinung, seine edle Sprache, durch die ruhche, klare volge und Entwicklung seiner Gedanken war er das Idealbild «meS akademischen Lehrers, und seine Zuhörer vergötterten ibn. ^"Berlin entfaltete er, obgleich ihm verliehene hohe Acmter ihn rielfach in Anspruch nahmen, eine unvergleichliche wissenschajt- Jidje Tätigkeit, die ihn zum Haupt der von Hugo gegründeten, a ich nach allen Ricktungen frei bin, brauche ich auch mit dieser offenen Stellungnahme nicht abzuwarten, was der hmige w,rt- schrittliche Parteivorstand, dem ich nicht angehöre, tun wird, mein-. Erklärungen verpflichten ihn nicht und er kann Mich nicht ver- ^Zu Auseinandersetzungen mit den Herren Metz und Kaufmann über die Frage des Abgeschütteltwerdens ist jetzt wahrend der Wahlbewegung nicht der geeignete Zeitpunkt, ich mache mu übrigens nicht viel aus der Abschüttlerei, es „kommt immer daraus an, wer einen abschüttelt und wer sich darüber freut * Eine hessische freikonservative Bartei? st. Darmstadt , 24. Okt. Die Bildung einer Hessischen freikonservativey Partei war der Zweck einer Versammlung, die gestern abend im Kaisersaal veranstaltet wurde. Es waren etwa 50 Herren, darunter Amtsgerichtsrat Dr Mahr, Landgerichtsrat v. P f i st er , Rechnungsrat Gotz y. a. erschienen. In der lebhaften Aussprache kam zum Ausdruck, daß das Bedürfnis zur Gründung einer solchen Partei vielfach vorhanden sei, daß man aber vor der definitiven Gründung zunächst eine eifrige Werbearbei t vornehmen müsse. Auch die Frage der Aufstellung eines Zahlkandidaten wurde besprochen, doch mit Rücksicht auf die Nähe der Landtagswahl zunächst nicht beschlossen Ern provisorischer Vorstand wird die weiteren Schritte einleiten. 8 »deutscheMädchen in Frankreich. Dre deut- chen Konsularbehörden in Frankreich werden nach wie vor n weitgehendem Umfange mit Vermittlungsantragen deutscher Dienstboten befaßt, die sich durch ungerechte Behandlung seitens ihrer französischen Dienstherrschaft bejchwert fühlen. Die Kaiserlichen Konsulate in Paris, Havre, Mar- eille Nizza und Bordeaux sind daher veranlaßt worden, ich darüber zu äußern, ob und inwieweit den ihnen vor- getragenen Beschwerden etwa durch Warnung oder vorherige Belehrung der in Frankreich Dienst nehmenden deutschen Mädchen vorgebeugt werden könnte. Die konsularischen Vorschläge lassen sich dahin zusammenfassen, daß deutsche Mädchen, die nach Frankreich m Dienst gehen wollen, vor allem gut tun, sich vor Annahme einer Stellung Über die Persönlichkeit der Dienstherrschaft, erforderlicheii- alls unter Inanspruchnahme des zuständigen Konsulats, zu erkundigen. Vor Antritt des Dienstes werden sie sich zweckmäßig mit einem Geldbeträgen zu versehen haben, der es ihnen, wenn sie die Stellung etwa aufgeben, ermöglicht, heimzureisen oder wenigstens sich zu behelfen, bis sie eine andere Stelle oder fremde Hilfe gefunden haben. Dem „Notadressenbüchlein des Internationalen Verbandes der Freundinnen junger Mädchen" wird in solcher Lage die erforderliche Belehrung zu entnehmen sein. Dieses, sowie zur Legitimation einen Reisepaß oder Heimatschein, hat sich daher die in Frankreich Dienstnehmende unbedingt zu beschaffen. Vor Annahme sogenannter Stellmigen „an pair" ist grundsätzlich zu warnen. Unter allen Umständen empfiehlt sich ein schristlickjer, zweisprachig abgefaßter Vertrag. Die hierbei zu berücksichtigenden Gesichtspunkte sind bei den Meisämtern zu erfahren. Kreis Büdingen. Aus Stabt und Land. Gießen, 26. Oktober 1911. •• Tageskalender für Mittwoch, 25. Oktober.: Stadt- lheater: „Nora." Anfang 7 Uhr. 1. re l i g i o n s w i ff e n f ch a ftlicker Bortr ajj. Prof. Puntel: Die babylonischen Mythen und das alte Testament. Abends 8^ Uhr in Der neuen Aula. ♦ ** Ordensverleihungen. Der König von Preußen hat aus Anlaß des Geburtstages der Deutschen Kaiserin und Königin von Preußen die Rote Kreuzmedaille 3. Kl.-dem 1. Hauptstaatskassendirektor Johs. Dexheim e r und dem Oberregierungsrat Hch. Graef in Darmstadt, dem Sensal Otto Schumacher in Mainz und dem Baurat Dr. Karl Es er in Bad-Nauheim verliehen. ** Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde dem Schulamtsaspiranten Hch. Bormuth aus Reichelsheim i. O. eine Lehrerstelle an oer Gemeindeschule zuSprend- linqen. In den Ruhe st and versetzt wurden der Zehrer an der Gemeindeschute zu Seeheim Ph. Arras und der Lehrer an der Gemeindeschule zu Weinolsheim Hch. Araold auf ihr Nachsuchen, unter Anerkennung ihrer lang- ührigen treuen'Dienste und wurde ihnen aus dies em Amatz ms Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps dee Großmütigen verliehen. ** Lebensretter. Der Fabrikarbeiter Christian Schwarz zu Nackenheim hat am 15. Juli einen Küaben vom Tode des Ertrinkens gerettet. Als Anerkennung hierfür ist ihm vom Großherzog die Rettungsmedaille verliehen worden. "Für die Sitzung der Stadtverordneten- Versammlung am Donnerstag, 26. Okt., nachin. 5 Uhr, m folgende Tagesordnung aufgestellt: 1. Errichtung eines Stallgebäudes Krofdorfer Straße 36. 2. Aufstellen eines Schaukastens im Vorgarten Frankfurter Straße 5. 3. Verlegung eines Fernsprechanschlusses der Eisenbahn (Benutzung städtischer Straßen). 4. Anschluß des Haus.'Z Bismarckstraße 45 an das elektrische Kabelnetz. 5. Preis der elektrischen Energie für photographische Zwecke. 6. Vergebung von Arbeiten und Lieferungen. 7. Ueberlassung der EiSwiesen an den Eisverein. 8. Beschaffung eines Kasseschranks für den Schlachthof. 9. Annahme einer Schreibhilfe für den Schlachthof. 10. Gesuch des Julius Körner um Erlaubnis zum Schankwirtschaftsbetrieb im Hause Plockstraße 13. 11. Gesuch des Heinrich Heyne um Erlaubnis zur Erweiterung des Schankwirtschaftsbetriebes im Hause Walltorstraße 5. Mythen und daS alte Testament. ** Die Gesellschaft für Erd -und Völkerkunde beginnt die Reihe ihrer diesjährigen Vorträge am Donnerstag, 26. Oktober, in der großen Aula der Universität mit einem Vortrage von Dr. Kurt Wegener-Göttingen über „Samoa . Die Themen sind bereits bekannt gegeben. Es empfiehlt sich, als Mitglied der Gesellschaft beizutreten, da für den Beitrag von 4 Mk. auch den Angehörigen der Familie Zutritt zu allen Vorträgen gestattet ist. Einzettarten und Karten für Studierende sind an den durch Inserat bezeichneten Stellen erhältlich. Am letzten Montag fand die H a u p t v c r j a m m l u n g der Gesellschaft statt. Sie hat wiederum einen Zuwachs zu verzeichnen und tritt mit 310 Mitgliedern das neue Vereinsjahr an. Es wurde beschlossen, im März einen 6. Vortrag in Gemeinschaft mit dem Frauenbund der „Deutschen Kolonialgesellschast" zu veranstalten .und den Vortrag des Prof. Fraas gemeinsam Irrt der Gesellschaft ^,Für Natur- imt> Heilkunde" durchzuführen. .Auch in diesem Jahr wird die Gesellschaft wiederum einen neuen Band der „Mitteilungen" erscheinen lassen können.. Der Vorstand wurde in seiner Gesamtheit wieder gewählt und ein Ausschuß zur Vorbereitung neuer Satzungen eingesetzt. , ** Verband der Bauvereine. Am nächsten Sonntag wird im Rathäussaale zu H e p p e n h e i m a. d. B. der Verbandstag der gemeimrützigen Bauvereine in Hessen abgehalten. Außer rein geschäftlichen Angelegenheiten stehen auf der Tagesordnung Vorträge über „Die .Hypothekar-Lebensversicherung" (Redner: ein Beamter der Vereins-Versicherungsbank A.-G. in Düsseldorf) und „Das Kleinhaus, sein ethischer und praktischer Wert" (Redner: Martin 5)ummel, Rüsselsheim, Vorstandsmitglied der Baugenossenschaft). ** Gin neues Postwertzeichen. Arn 1. Oktober ist, wie wir schon früher mitteilten, zu den im Reichspostgebiete geltenden Postwertzeichen eine Freimarke zu 60 Pfennig getreten. Sie wird auf weißem Papier in violetter Farbe in der Ausführung der übrigen Pfennigwerte hergestellt. Freimarken zu 60 Pfennig werden bei den Postämtern bereitgehalten werden, wo sie häufig zur Frankierung von Postsendungen gebraucht werden. Auch bei den Postanstalten in Bayern und Württemberg sind von dem genannten Tage ab Freimarken zu 60 Pfennig erhältlich. ** V o ii >d e r Eisenbahn. Wenig bekawnt durfte die Bestimmung sein/daß auf eine gelöste Monats-(Hau p t)- karte Nebenkarten in allen Wagenklaften zu halben Preisen und entgegengesetzteu Richtungen auf einer Station gelöst werden können. Die wichtigsten bahuamtlichen Bestimmungen über die Ausgabe von Nebenkarten lauten: 1. Monatsnebenkarten-werden nur bei gleichzeitiger Lösung einer Stammkarte nusgegeben. Als Hausstandsangehörige, an welche Nebenkarten abgegeben werden können, gelten: H. Büdingen, 24. Okt. Der Betrieb in der hiesigen Glasfabrik wird in den nächsten Tagen vorerst in kleinem Maße wieder ausgenommen. Es ist dieses namentlich für die hier ansässigen Glasmacher sehr zu begrüßen. — Für die seither von dem verstorbenen Lehrer Weinel verwaltete Stelle eines Kirchen-und Armenkassenrechners wurde Kreiskassenrechner Hansel gewählt, während die Stelle des Rechners vom Mäthslden- hospital Stadtsekretär Hüter übertragen wurde. Starkenburg und Rheinhessen. ds. Darmstadt, 24. Okt. Heute vormittag gegen l/z!2 Uhr fand in der Aula der Technischen Hochschule die Uebergabe des Rektorats durch Geheimen Hoftat Prof. Dr. Schenk an den neuen Rektor Geheimen Baurat Prof. Wickop statt. Die dicht besetzte Aula bot das bei derartigen Gelegenheiten gewohnte bunte Bild. Der Feier wohnten die Minister Dr. Ewald, von Hombergk und Dr. Braun, sowie Provinzialdirektoc Fey und der Stadtkommandant Generalmajor von Randow bei. Professor Schenk gab einen kurzen Rückblick über die Entwicklung der Hochschule während seiner zweijährigen Tätigkeit und überreichte dann dem neuen Rektor unter Beifallskundgebungen des Auditoriums die Amtskette. Rektor Pros. Wickop nahm das 75jährige Jubiläum der Hochschule zum Anlaß, eine Rückschau zu halten auf die Geschichte der Technischen Hochschule. Im Anschluß daran berührte er die Stellung der Technik im modernen Kulturleben und sagte manches treffende Wort über die künstlerische Kultur im allgemeinen. Zugleich teilte er mit, daß folgende Herren gu Dr. ing. eh renhalber ernannt worden seien: Baurat HanS Grassel-München, Regier- ungs- und Baurat a. D. Riese-Frankfurt a. M., Kommerzienrat Heinrich Kleyer-Frankfurt a. M., ferner Ingenieur Michael- Dolifo-Dobrowolsky, Direktor der Allgemeinen Elektrizitätsgesellschaft in Wilmersdorf, Prof. Dr. Karl Engler- Karlsruhe und Prof. Dr. August Föppl-München. rm. Darmstadt, 24. Okt. DaS GroßherzogS- paar begab sich heute abend mit dem fahrplanmäßigen Schnellzug 1026 zur Hygienischen Ausstellung nach Dresden. Die Rückkehr erfolgt am Freitag. Prinz Heinrich von Preußen ist heute früh 6 Uhr von hier mit dem Auto nach München abgereist. ' _ _. , Hessen-Nassau. ü.C. Wiesbaden, 24. Okt. Der 29 Jahre alte Graf Joseph Spiegel zum Diesenberg-Hanxleden wurde wegen-Betruges hier verhaftet. Nunmehr ist es den Bemühungen der Kriminalpolizei auch gelungen, den Auf- enthalt des Komplizen des Verhafteten, des früheren Leutnants Deut?ches Reich. Ue6er die elsaß-lothringischen Wahlen wird uns aus Straßburg berichtet: Der Großblock für die kommenden Stichwahlen ist am Dienstag abend abgeschlossen worden. Auf der Grundlage dieses Abkommens zieht die sozialdemokr. Partei in 17 Wahlkreisen ihre Kandidaten zurück, 'baruuter zwei, bei denen die Stimmenzahl bei der ersten Wahl größer war als bei den Liberalen. Die Liberalen und Demokraten ziehen in acht Wahlkreisen ihre Kandidaten zurück, darunter befinden sich zwei städtische Straßburger Kreise. In den Wahlkreisen Mülhausen und Digh haben die Sozialdemokraten Stimmenthaltung proklamiert. In allen übrigen Kteisen treten sie für die Liberalen ein. Die Grundlagen sind in der Hauptsache folgende: Einführung der progressiven Einkommen- und Vermögenssteuer, Mschaftung der indirekten Steuer auf Lebens- und Genußmittel, Einführung des deutschen Gewerbegerichtsgesetzes, Bekämpfung aller auf die Klerikalisierung des Staates und seiner Einrichtungen, besonders der Schulen, gerichteten Bestrebungen. ~ Nidda, 25. Okt. Die fortschrittliche Volkspartei des Landtagswahlkreises Nidda hat, da die Emi- gungsverhandlungen ergebnislos verlaufen sind, die Kandidatur des Justizrats Metz wieder aufgestellt. Mainz, 24. Okt. Der Vorstand der hiesigen national l i b e r a l e n P a r t e i hat in seiner gestern abend ab- gehaltcnen Sitzung nach eingehender Besprechung aller in Betracht kommenden Verhältnisse einstimmig beschlossen, der am Mittwoch abend stattfindenden H^auptversammlung, sowie dem Ausschuß der Partei vorzuschlagen, die von der Fortschrittlichen Volkspartei für das dritte Mainzer Mandat ausgestellte Kandidatur des Stadtverordneten Heerdt im ersten Wahlgange unterstützen und die Bedingungen hierfür akzeptieren zu wollen. — Das Ortskomitee der Z e n t r u m s p a r t e i empfiehlt gleichfalls, £ur Verhinderung eines Sieges der Sozialdemokratie von der Ausstellung eines eigenen Zentrumskandidaten abzusehen und im ersten Wahlgang bereits für den demokratischen Kandidaten, Stadtverordneten F. X. Heerdt, geschlossen ein- zutreten. Kirche und Schule. Ein Schulerlaß des preußischen, Kultusministers. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" veröffentlicht einen Erlaß des Kultusministers betreffend das sog. Extemporale an den Schulen, der im wesentlichen anordnet, daß möglichst in jeder fremdsprachlichen Unterrichtsstunde einige Sätze zu übersetzen sind. Die Hefte sind regelmäßig nachzusehen. Eine Zensierung findet nicht statt. Ferner sind etwa alle vier bis sechs Wochen zur Zensierung Arbeiten zusammenzustellen. Der Termin darf vorher nicht angekündigt werden. Wenn etwa ein Viertel der Arbeiten geringer als genügend ausgefallen ist, so ist von einer Zensierung sämtlicher Arbeiten abzusehcn. Zum Schluß wird bemerkt, daß hiermit keine Herabsetzung der Anforderungen beabsichtigt sei. Söhnet erfter ' Der Taglöhner L sä«' t ftd) noch M Mc We Zeinen-mder' k6 er am naM T jurüdbrmgen >oMe. -- v» vor bis M A Miaulchie dttM Odern bund m De^ mb mirb auch W nase von einem W zweiter Akt: Ei Terselbe Angeklagt' jiTib Landnnrt §>,. Sch. qcholfen. hierbei mr iemt anstelle dreier Kaufmann in Homberg Wer erschien der Un eine Sense, indem er unb wolle auch die r Sott und der Angell biben. Das Urteil lai 5 daß der Angeklagte ;n verbüßen hat. i Dritter Akt: D Darauf nimmt bei 8. A. von Meder-Gem von da auf bei M bei ihnen kein seltene Ast. Als er eines ; Wbtitd zu psänbe über daS Haupt des gerade nicht beneidens und Weise tvars er 1 Rechtssache gegen Seine Mutter unter Gott die Meineidigen Dem Beamten finb ii WngrfMen [inb dM Iiooibt'n. Der ÄHn im MmniS erhalten. Na Berufungsgericht, b, Beleidigungen nicht in b W entsprechen und aus1 "I dem Urteil erster ' Die bö o, Ä Bern vrndtvirt O. Sch. in v ÜÜ!» Ehrengericht in gfltt worben, tnei( er fe Wesen geschlagen u hE°gte M bie T- ge Wetjenbe Rede ^bo,t auf ihr 2 erhalten habe gfn, auswärts verh ofligin vernommene S SL* * % tüfc K»,n »«Siebte > äXS Ms f.'WWSK Der . ?in.Sk ^2a^°"n CH hvts einen rft1 Bad-' 3 'regen I ■ «geck, aul I 0n»ig 9 j gjlai ’s, „I ASS Hrat,8'Löff( Qnaker lür W I7sPakl ^ffel gän r Wer Ufie/^chko LAMPE ■™r Typhv; im Ruhttal. Essen, 24. Ott »on den Dassei-werten an ien, Blumen, Frückrle ober Tiere Von iyo pui ein Grund des feinen Geschmackes Das ist Quaker Oats. Aber die Schmack- von Quaker Oats Pakete enthalten Gutscheine, für welche wertvolle, schwer versilberte Löffel gänzlich kostenlos erhältlich sind. Diese Löffel tragen keinen Reklameaufdruck, sind von grosser Haltbarkeit und eine Zierde für jeden Tisch. Gratis-Löffel für Quaker Oats Konsumenten. Bedenken Sie, dass Quaker Oats ein Nahrungsmittel ohne jegliche wertlosen Bestandteile ist. 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Tie beiden sollen sich verschiedene Betrügereien und Hotelschwindeleien hier und in anderen Städten zu schulden haben kommen lasten und wurden seit längerer Zeit von den Behörden gesucht. Graf Spiegel ist gebürtig au3 Tüchem bei Cilli. Die Familie ist in Ober- und Niederklingcnburg am Dieienberg, KreiS Warburg, angesesten, sowie in Wiichenau in Mähren. w Frankfurt a. TL, 24. Cft Dem vom Magistrat vorgelegtcn OrtSstatut zum Schutze des Stadtbildes gegen Verunstaltung wurde von der Stadtverordneten- Versammlung trotz lebhafter Bekämpfung durch die fortschrittliche Volkspartei die Genehmigung erteilt. Sie kommen nicht lo hoch hinauf in der Gun ft des Publikums wie Palmin (Pflanzenfett) und Palmona (Pflanzen- Butter-Margarine), die fick jeden Tag mehr eln- bürgern fowohl als Koärligt ist, fand in einer alten, kunstvoll gearbeiteten Truhe ans dem Jahre 1678, verfertigt von Adam Riedel, eine Reihe antiker Altarvochänge von großem Kunst' darstellend, versehen sind. Wir finden da Arbei:en aus der frühesten Renaifsancezrit, ja sogar solche, die wahrjdseinlid, aus Spanien, aus der Zeit der Vertreibung der Juden aus diesem Lande mit nach Deutschland wanderten, d.'nn sie weifen by.antischmaurische Figuren auf. Manche der Stickereien erinnern mit ihren großzügigen Zeidmungeii an die Z it Rubens, andere mil ihren Blumen- und Früchtemotiven au die Blüt zeit des Rokoko. Tie in die Mitte der Vorhänge eingefevten Samt'piegel mit h bräi’djen Jnsd^risien sind mein jüngeren Datums, denn ehe die kostbaren Stoffe dem Gotteshause geftiitet Ivurben, befanden sie sich oft sck)on sehr lange Zeit in Privatbesch b r Familien. So erzählt eine Inschrift, daß eine Fran zur Konfirmation ihres Aeltesleu ihr Brautkleid der Synagoge geschenkt habe (1749), eine andere Widmung besagt, daß der Gatte beim Toi)- seiner Gemahlin b.rcn kostbares Gewand für einen AllarvorHang bestimmen ließ (1 <6 ) Derartig merkwürdige Weihungen sindeit sich übrigens auch Ui anderen Konfessionen, so besitzt die frirdre von St. Stephan in Mainz, wie bekannt, ein aus der Balltoilette der Kaiserin Josephine hergestelltes Meßgewand und äl/nliche kirchliche Gewänder, die aus dem Brautkleid der Kaiserin Maria Theresia gefertigt sind, z-eigte man er ft dieser Tage dem deutschen Kaiser bei seiner Reise durch die Eifel. Tie Inschriften auf diesen Synagogenvorhängen zeigen die Namen uralter Mainzer jüdischer Familien, wie Ladenburg, Hamburg, Utitz, Weltsck, Wraugkfnrth, Wissibad usw. Der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde, Kommerzienrat B. A. Mayer, beabi'id}tigt, bei der Verwaltung der Gemeinde den Antrag zu stellen, die in ihrem Besitze befindlichen Vorhänge mit noch anderen interessanten Antiquitäten dem Mainzer tNuseum zu überlassen, das sodann eine Abteilung jüdischer Altertümer, wie sie anderweitig existieren, zu bilden hätte. * Der Todder Lantelme vorGericht. Der tragische Unglücksfall, der vor einigen Wochen chie durch ihre Schönheit und ihr Talent berühmte junge Schauspielerin Lantelme bei einer Vergnügungsfahrt auf dem Rhein in der Nähe von Emmerich in den Wellen den Tod finten ließ, wird in Paris jetzt ein gerichtliches Nachspiel haben. Der traurige Fall bat die Phantasie der Pariser lebhaft befdjäftigt, unb es tauchten unzählige Versionen über bat Hergang dec Katastrophe auf. Eine Pariser Wochenschrift veröffentlichte kürzlich wieder eine neue authentische" Schilderung des Hergangs und machte dabei den Gatten der Lantelme, den bekannten Zeitungsverleger Alfred Edwards, für den Tod seiner Frau verantwortlich. Um die immer wieder auftauchenden phantastischen Gerüchte über das Ende der unglücklichen Künstlerin zu zerstören, hat Edwards g.gcn die Verbreiter dieser Verdächtigungen Klage erhoben, Maitre Labori, der berühmte Verteidiger aus den Tagen des Dreyfuß-Prozesses, hat es übernommen, Edwards zu verteidigen, und so werden demnächst vor den Schranken des Pariser Gerichts noch einmal die traurigen Einzelheiten jener Katastrophe erörtert werden, die der jungen Frau das Leben kostete. Kleine Tageschronik. Die wegen Spionage verurteilte französische Sprachlehrerin Tiriot wurde zur Verbüßung ihrer Strafe nach Kottbus gebracht. In Frieden horst (Posen) sind vier Gehöfte nieder- gebrannt. Bei den Löscharbeiten sand ein Selfrcr den Tod. Drei Meraner Touristen, die einen Ausflug auf die Techtgenspitze unternommen hatten, werden vermißt. Rettungs- expeditionen wurden entsendet. Der italienische Ort Rapallo wurde von einem furchtbaren Unwetter heimgesucht. Die Feuerwehr rettete mit großen Anstrengungen viele Familien. Namentlich die Unterstadt ist schwer betroffen. Unter dem dringenden Verdacht, die Betten ihrer Wohnung in Brand gesetzt zu haben, um sich ihrer beiden Kinder zu entledigen, wurde die Frau des Knechts Kaletfchke aus Ladzize bei Trebnitz verhaftet. Die fünfjährige Tochter verbrannte, während der zweijährige Sohn schwere Brandwunden babontrug. Aus einer großen Goldbarrensendung von London an die schweizerische Nationalbank in Bern wurde unterwegs ein Goldbarren im Werte von über 130000 Mark gestohlen, indem eine Kiste vollständig ausgeräumt und mit Bleibarren wieder gefüllt wurde. Die Verpackung schien ganz unversehrt; die Sendung ist versichert. Andrew Carnegie stiftete 120 000 Dollars zu einem Heldenfonds für Norwegen. In Zschorlau wurde in einer der letzten Nächte in der alten Kirche die am Kreuz hängende wertvolle ChristuSsigur abgerissen, der goldene Kronleuchter abgehängt, die Opferstöcke erbrochen und ihres Inhaltes beraubt. In dem Städtchen Covete in Okl a Hom a drohen schwere Kämpfe zwisdien den Negern und den Weißen. Ein Neger ist bereits getötet und auch ein Weißer wurde erschossen. Tausend bewaffnete Neger bedrohen die weiße Bevölkerung. eb in Ser W1 'agen vorerst o en. Es ist diev nacher sehr fr* erstorbenen Lehn- und Armenier H°use lgt- z vom MothMN nt wurde. essen. , vormittag gkg" sch-» 60W«*1, H Geheimen polte- v Geheimen W- 2Iu(a bot io«? : Wd. D-l > H-mderz! mb» bec Stadtkommar- ’M* tioidlung « * -eit und über«1« IsfonbgiW1 SB! i dop Anlob. «** ! Ä-3 ÄU* , cfl) Konnnest' t 01 „L'W „f.j bem WLsir- d "hi/-. » 8 &** 'k nelun0fn,_ Gießener Strafkammer. )( Gießen, 24. Okt. Sohn, Mutter und Bruder vor Gericht. Erster Akt: Ein Hundehandel. Der Taglöfrnrr F. A. von Nieder-Gemünoen ist am 12. ternber l. Is von der hiesigen Strafkammer wegen verschiedener, im strafrechtlichen Rückfall begangener Schwindeleien, vorwiegend 3cdnncllereün um geringe Beträge zu 4 Monaten Gefängnis veriirieilt worden. Ter Ängek.agte hat aber noch mehr auf dem Kerbholz. So hatte er am 12. Juni I. Js. in Deckenbach bei einem ihm bekannten Mann einen Hund gesehen, den er mit Vorteil zu verkaufen hoffte. Er war aber nicht im Stande, den geforderten Kaufpreis von 3 Mark zu zahlen, deshalb begab er sich noch am selben Nachmittage nach Nüddingshausen und kaufte dort einen andern Hund für 15 Mark. Es unirbe vereinbar., daß er am nächsten Tag den Kaufpreis bezalsten ober den Hund flurüdbringen sollte. Der Verkäufer behielt fick) das Eigentums xedu vor bis zur Bezahlung des Kaufpreises. Der Angeklagte oder vertauschte diesen Hund noch am selbigen Abend gegen dcn andern Hund in Dedenbach ohne Zugabe. Bezahlt bat er nichts und wird auch nichts bezahlen. Er erhält deswegen eine Zusatz- strafe von einem Monat Gefängnis. Lweiter Akt: Ein Pump auf fremde Rechnung. Derselbe Angeklagte hatte im vergangenen Sommer dem Gast- Und Landwirt H. Sch. in Neuhaus beim Mähen als Taglöbncr S" "fen. Hierbei war er beauftragt worden, für seinen Dienstanstelle dreier abgängiger Sensen bei einem bekannten nanu in Homberg drei neue Sensen zu holen. Wenige Tage später erschien der Angeklagte wieder und kaufte für sich selbst eine Sense, ini>?m er angab, sein Dienstherr habe ihn geschickt und wolle auch die Sense bezahlen. Daran war kein wahres Wort und der Angeklagte soll die Sense sogar Weiterverkauf! haben. Das Urteil lautet auf zwei weitere Wockvn $efängni5, so daß der Angeklagte nunmehr 5 Monate 2 Wochen Gefängnis zu verbüßen hat. (Dritter Akt: Die Beleidigung des Gerichtsvollziehers. Darauf nimmt der Bruder des Angeklagten, der Fuhrmann G. A. von Nieder-Gemünden und dessen Mutter, die I A. Witwe von da auf der Anklagebank Platz. Der Gerichtsvoll zi her war bei ihnen kein seltener, und wie allerorten, kein gern gesehener (Mit. Als er eines Tages erschien, um auf Grund verschiedener Gdmlbtitel zu pfänden, entlud sich der ganje Zorn des Sohnes über das Haupt des seinem schwiwigen Berufe nad)tommenben, gerade nicht beneidenswerten Beamten. In der verh tz ndslen Form imb Weise warf er dem Beamten vor, daß er in einer früheren Rechtssache gegen ihn einen Meineid geschivoren habe. Seine Mutter unterstützte ilpt dabei und erklärte u. a., daß Golt die Meineidigen strafe und ihnen die Kinder sterben lasse. Dem Beamten sind in kurzer Zeit drei Kinder gestorben. Beide Pingeflagint sind dcol-alb vom Sdö senglwicht Homberg mrurleilt worden. Ter Sohn hat 2 Monate Gefängnis, die Mutter 4 Wockwu Gefängnis erhalten. Nach erneuter Peweioaufnahme erFiärte Henle das Berufimgsgericht, daß es bei d r Schivere der ausgesprochenen ( Beleidigungen nicht in der Lage sei, dem Wunsd)e der Angeklagten zu entsprechen und auf Geldstrafe zu erk.nnen: es müsse vielmehr bei dem Urteil erster Instanz sein Bewenden behalten. Die böse Schwiegermutter. Der in guten Vermö^ensverhältnissen lebende und angesehene Landwirt O. Sch. in Heimertshausen ist am 8. September l. I. vom Sdwffengericht in Alsfeld mit vier Wochen Gefängnis bestraft worden, weil er seine Schwiegermutter mit einem schmutzigen Stallbesen geschlagen und an der Gesundheit verletzt hat. Der Angellagte gibt die Tat zu und behauptet, er sei durch fortgesetzte verletzende Reden seiner Sd)wiegermutter gereizt wordn. Diese sei erbost auf ihn, weil er das Anwesen verhältnismäßig Wo bl feil erhalten habe und suche alles, was sie nur könne, einer zweiten, auswärts verheirateten Tochter zuzuwenden. Die als Zeugin vernommene Schwiegermutter erflärte, daß sie seit dem vor ctma zwei Jahren erfolgten Tode ihrer Tochter ihrem Schwiegersohn um der Kinder ihrer Tochter willen das Hauswesen uncntgeltlid) führe, daß sie auf alle ihr zustehenden 2bus- »igsleisttingen verzichte und das rohe Verhalten ihres Schwieger- whnes sich gar nicht erklären könne. Das Gericht hielt die Sachlage nicht für geklärt und beschloß über die beiderseitigen Behaupttrngen weitere Ermittelungen anzustellen. Er ahnt nichts Gutes. Der Sttkkkatenr Gg. W. G. aus Vilbel ist schon öfters wegen Körperverletzrrng vorbestraft unb hat teilweise schon sehr erhebliche Vorstrafen erlitten. Er ist angeklagt zu Vilbel einen Schweizer mit einem Messer lebensgefährlich verletzt zu haben. Der An- aeflagte ist nicht erschienen. Ein Zeuge erllärt, der Angeklagte | sei schon seit etwa 14 Tagen nicht mehr ejefeben worden und I sei wahrscheinlich flüchtig gegangen. Das Gericht erließ Haftbefehl. Ein.Skandal am Bahnhof. Der Kaufmann CH. W. von Holzhausen war mit seiner I Monatskarte von Bad-Nauheim nach Friedberg gefahren und hatte einen v-Zng benutzt. Um die verwirkte Zuschlagsgebühr ; von 25 Pfennig nicht bezahlen zu müssen, wartete er, bis der nächste Personenzug einlief. Als er aber durch die Sperre nicht Brchgelassen wurde, verursachte er einen großen Skandal, wider- kte sich den diensttuenden Beamten und bedrohte sie mit Tot- chen. Der Angeklagte ist deshalb vom Schöffengericht in Fried- f berg wegen Betrugsversuch mit 25 Mark unb wegen Ruhestörung | und groben Unfugs mit 10 Mark bestraft worden. Auf erhobene I Berufung der Staatsanwaltschaft erhält er heute außerdem toegen I Bedrohung in einheitlicher Begangenschast mit Widerstand gegen die Staatsgewalt eine weitere Geldstrafe von 10 Diark. letJ°nen, für l. I I Jtteln des I Erdrücke |o ioi, I Ausgabe uL * Cln Äalenbeijaln I erneuern, i I gesehen werdet! ^vlgenden Ta>- I «Ernten genau I jedem IM I bet CrtSDoli^., I fubringen. 5. $ti I immfacte tverben I tr folgenden I rmm- und Neber.. I l' f» ist auf Bet. I d eine neue Be. I >ls de^Geltungs- I rgen Stammfarte I eich. Die beut« ■ eben nach wie vor I ligsmMgen beul. I ngerechte Behänd- I -rrschaft beschwen I iri», Havre, Mar« I stranlaßt worben, I it den ihnen vor« I ing ober vorherige D imenben beutlchenD Die konsularischen W mmenfassen, baßW in Dienst gehen 1 ime einer Stellung I ist, erforberlid^cn- ndigen Konsulats, es werden sie siih ersehen haben, der fgeben, ermöglicht, »eisen, bis sie eine den haben. Dem m Verbandes bet ücher Lage die?:■ Dieses, sowie k atfdjcin, hat ito unbebingt zu bf* üngen ,,«tt patt" Umständen emp- gefaßter Bertrqe spunfte sind bft unteren Ruhr verseh^rn Städten und Ortschaften herrscht seit einiger Zeit Typhu«. Sfr Essen ereigneten sich im September 38, im Oktober 19 Falle, von denen sechs tödlich waren. In Borbeck werden täglüh an 20 Neuerkrankungen gemeldet. Die Gesamtzahl der Erkrankungen ist dort 150, bon denen zwölf gestorben sind, Bottrop hat 150 Erkrankungen und d Tote; Gladbeck 123 Erkrankungen; Oberhausen 30; Mülheim a. Ruhr seit dem 1. Juli 175; Hamborn 215 Erkrankungen und seit August 22 Todesfälle, Duisburg 143 Erkranlungen. Etwa 12UO Fälle sind durchgängig berlaufen. Tic Erkrankungen sind Häuftig, denn die Anzahl der Todesfälle ist durchschnittlich gering. Da seit einigen Tagen Typhusbazillcm im Wasser der Ruhr nachgewtesen wurden, warnen die Behörden überall vor dem Gebrauch ungekochten Wassers. Men eisige troffen sind in grosser Auswahl die letaterschienenen Herbst-Neuheiten in Mk. Mk. Mk. Mk. 17 Mk. Blusen Mk. Blusen 695 43 Mk. Mk. 95 Mk. / Mk. in soliden Qualitäten auf Seide, bis Mk. in schwarz, weiss u. färb., aparte Neuheiten, von 39 Mk. 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Stimmt lution in China c man die deutsch! dort zu schmälm zirts von Schang. sichtigt man jdjlit'i ^atjlen baä ßoüa Sdjcitetn bradjte,, Sljquitij auf bem & Konservativen unai In der innere, wegen des bekannt vielleicht zu schasse London, 2j. öerbstsihung zuj Premierminister, Ivar rürkei nicht ihre g tseindscligteite bie Regierung sei ni, Steilung über dieser Jflionä Frage angel W) Mason s ,1s die Regierung g lnlgenommen, verpflj, «nÄ $ta(ien °ui Men nicht als N/emiermin Wut lüirb. Wenn S1™ 58ci * rniüÄ11? «ot s'"er schachn"? berg m diesem °der gQ *11 ä'J* rDsx ptn fiQta{ 'JItö in d •r ^aru nn*Ui Jln9b°H" 13nt keii tijj1 '^nien die. unb 'n i>pr v $ f »°ch d-m Ä Unsere Siissrahm-Talel-Margarine Moonos extra lose ausgewogen per Pfund ö V Pfg. Se-lBertal. Wegen Schluh der Saison habe ich von meinem Filialgeschäsl Bad Salzschlirf noch einen Posten Becken, Spitzen, Motive und Schale usw. zurückbehalten, welche ich zu herabgesetzten Preisen empfehle. Fr. Schmitt. [6294 Teuselslustgärtchen 26. 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