Zweites Blatt 16b Jahrgang Nr. 195 Erscheint tll-Nch mU Aufnahme deS konntag«. der » Tie „Stetzrner LamlUendlSNer" werden dem .Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, da- „Xreirdlatt fir kl Kreis «letzen" zweimal wöchentlich. Tie .^audwlrtfchaftUchea Lett- frage«" erfcheinen monatlich zweimal. ge8 Bühnenwerk mit t Sen DarstcllungSkun'i 'ter Regie. l> m langen FilmS roirl - wSwahrcn Szenen gw: die beite dnüenmnivl in Vcllbcivnb iveteu mc iben iiich MiM W 'ienft einet fluten 2atb: gelungen, die Handln^ idruä zu bringen, im estellte Ausgabe begevtr gewahrt ein guter Viitzabieiler. Ur wird umso zuverlässiger sein, je geringer sein Widerstand gegen den Turchgairg des BliystromeS zur Erbe ist. Ter Widerstanb ist in erster Linie vom Metall abhängig, deshalb lvird jetzt auch fast immer anstatt Eisen das Vesser leitende Küpser als Draht oder Seil verwandt. Noch wichtiger und nicht immer genügend berücksichtigt in der sogenannte Induktionsioider- stand, der dadurch entsteht, daß dem elektrischen Strom des Blitzes im Traht ein anderer entgegengesetzt gerichteter Strom begegnet. Ter Blitz wirkt nämlich nicht als gleichmäßiger ström, sondern wachst bis zu einem gewissen ^öchst- grad und sinkt dann wieder auf Null. Ta dieser Wechsel der Stromsrärle in einem kleinen Bruchteil einer Sekunde erfolgt, werd auch der Gegenstrom sehr start und kann dein Durchgang der Blitzeletrrizit entgegensetzen, das; dreie von dem Letter abspvingl und Schaden anrichteit rann. Ein Mittel gegen das Auftreten bieser bebenllichen Induttionösvannung liegt darin, baß der Blitzableiter so kurz wie möglich gemacht ivirt); es müssen auch Windungen und scharfe Kurven vermieden und alle Metallteile aus der Nähe des Blitzableiters ferngehallen werden, da sie zur Vergrößerung des Leilungswcgc- beitragen. Ter Schutz, den ein Blitzableiter gewährt, in umso sicherer, je volltommencr alle dem Einschlag ausgesetzten Stellen des Gebäudes durch Auffangvorrichtungen geschützt, je großer die Zahl der Gebäudeleitungen und je reichlich'^ bemessen und besser auSgcbreitet die Erdleitungen sind. Um den Blitzableiter dauernd in gutem Zustande zu erhalt n, sind wiederholte sachverständige Untersuchungen und Prüfungen erforderlich. Leben Sie Menschen jetzt länger als früher? Diese bedeutungsvolle Frage zu beantworten, hat sich der interessante statistische Bericht zur Ausgabe gestellt, den soeben Professor Tr. Fisher von der Universität Aale dem Kongreß der Bereinigten Staaten vvrgclegt Hai Fisher.' Bericht behandelt ine Lebensoerhältnisse in bei Gegenwart unb ber Vergangenheit bei verschiedensten Länber der Welt Während z. B. in Indien die Aussicht alt zu werden ui den letzten 30 Jahren nicht größer geworden ist, ist untc den europäischen Staaten in England von 18b 1 bis i j j die mittlere Lebensdauer für das männliche Geschlecht um li Jahre, jur das werbliche um 16 Jahre gewachsen. Juftizresorm. Wir erhalten solgende Zuschrift: Wie aus allen Gebieten des wirtschaftliche» und geistigen Lebens in der Neuzeit ein Borwarlsstreben und ein Trang tige. b Apotheken befnftte sich mit her Angelegenheit und beschloß, bte Umleitung des Ausschlußversahrens gegen -ildebrand bei der Gesomtgenossenschast ;u beant'.agen ogerien richterlichen Unabhängigkeit und der •Urform des Straf gesetzbucl s zur Berhandlung kommen, wie man hoffen darf un Sinne der oben dargelegten fortschrittlichen Erkenntnis größten Erfolge aufger ragt ca. 1 Sttmde. Redaktion, Expedition und Truckerei: 6ckml^ straße 7. Eroedition und Verlag: 5L Redaktion: e^S1ir.rel.-?U>r.:Ante'gerSieben. nach Vervollkommnung besteht, so ist dies auch in der Rechtspflege der Fall. Veranlaßt durch bie Erkenntnis ber Maiigclhastigkeit der aus den «ocr Zähren noch stammenden großen Zustizgesetzc, wie des Strafgesetzbuchs, Strasprozeßorbnung unb ber Zivilprozeßordnung, joivie politische Tagesschau. Warum Genöße Hildebrand au» der Partei fliegen soll. Ter „Leipz Bolksztg." wird auS Solingen ge chrieben: Schon längst imcltc Hildebrand in der Partei eine lebt un- und Fühlen io gut idic nicht- in tut) auigenommen hatte, io daß von un» torltuib. Zuerst tcigtc iidi das während seiner Tätigkeit den fogenannten „Soziatisnsä und id'iicüHd» brachte er cs zu einem Buche, wie „Tie Erschütterung tu- , daS schon in bei U- einen roa i ched te n, n ■ nn auch ' chtullenhaften '?>.. . (1 e r 11 di c n zeigten, war und blieb er noch immer Sozialdemokrat s heim nun endlich ein End n int am Sonntag hei erweit sozialdemokratischen Solingen einstimmig . nächsten Sonntag sialisindcnden Kreiögeiieralveriaminlung die Ein igenbt . Hildebrand hielt letzthin m dem Solinger Gcwcrlsäiaiislaticll einen Vortrag, und zwar über das Thema: T»c 21 b h ä ii g i g t c i t Deutschlands v o in Weltmarkt. Tarin gab es so etwas wie eine Generalbeichte, denn er führte gleid, am Anfänge au?, er wäre vor Zähren aus der „Arbeiierstirnme" geschieden, roetl er in ieinen 'Jlnnditcn er- idiüttert worden sei, womit er erst mit sich selbst wieder »ns icinc daß diese Erschütterungen größer seien, als er anfangs angenommen habe. Er habe sich nicht nur von den allgemeinen Ansichten der Sonaldemokratie entfernt, sondern auch noch von einem Teil der- tritt zur Sozialdemokratie gehabt habe 1! öi t nun tvoll: 11 von allem ziehen, und daun sollten die Maricllbdcgurtcn selbst vrflfcn, ob er noch zur Sozialdernotratie gehöre oder nid*t. Tann ui n Th ma über, meinte, daß sich jetzt auch alle AgrarstaatiN industriell ;nimet selbständiger machten, so dai; sie sich schließliä) mit agrarischen wie industriellen Produlten selbst versorgen würden; das empfehle sich and) für Deutschland, das noch nid’t so sehr abhängig vorn Weltmarkt sei wie andere S taaten, da es unter den V o l k e r n a m beste n d a ft e h e u ii d a in t> i ste ii regiert roerbe! Er lobte bie E .^ildedranps, daßersürdieErwerbungunbE r h a It un g v o ii Ä ol onieit einte und daß wir audj bet der Aufteilung M a r o k k o s Mompcn iationeit haben müßten. Er trete m Konsequenz dieser Politik schließlich and) für die Beroilliguug der militärischen Forderungen em. Tie Schutzzölle halte er sür notwendig, wcnn- gleich sie bei steigendem Weltmarktpreis automatisch fallen sollten; nicht zu vergessen sei aud), daß hauptsächlich eine Stärkung des Mittelbäuerlichen Elements direkt crioroevltd) wäre. 'Aach diesen AuSsührungen sietlle sich Hildebrand selbst die Frage, was er denn h bei der So zi ildemokratie wolle Er atü . n il -i ft st, unb zu den andern Part ü n könnte er nicht gehen, da sw entweder in der Sozialpolitik oder in demokratischen Forderungen versagten. Natürlich würbe, so führt oaS Leipziger fozialbcino- kratifchc Blatt fort, bem Exgenofsen nun gesagt, baß er nach Sozialdemokratie ge höre. „Tocli hatte es damit vorläufig fein Bewenden, bis ■vilbebranb bie Taktlosigkeit besaß, eine ihm in Un- leimt nie ber ganzen ^ache angetragene Parteitags- tanbibatur anzunehmen Tas schlug bemben Boden aus: ber erweiterte Borstanb des Kreises Solingen Montag, 2b August 19U Rotationsdruck unb Verlag ber Brühl'fchen Unwersttätt - Buch- und Cteindruckerei. R. Lange, Gießen. det 16 höhtet in und vCt. au|inert(am gemad)t durch bie seit Fahren ost in krasser Lheorctiker unb Praktiker aus Abhilfe gesonnen. Avgeiehen Oiioon, baß eine ben modernen Anschauungen und Verhalt nissen entfpred-eiide Abänderung dieser drei Gesetze vor geschlagen und bis auf die der Zivilprozeßordnung aud) von ber Netchsregieritng bereits m bie -&egc geleitet ist, ist man fid) ui ber Hauptsache wohl darüber einig, daß e durchau.' notwendig i|t, durch gesetzgebernchc Wan nah nun die Stellung des Richters im sinne größerer iid^eruchei Freiheit unizugestalten. Nur bann können ben mbtoibuellen Verhältnissen entjpred)cnbe unb bei Hcred)tiglciteibce mög lichst angPwßtc Entscheidungen gefällt werben. Lolche Erweiteruiig des freien rid)tcrlid)cn ErmejsciiL, du übrigens b reit» im Zivil und Strafproz die Elnsithrung ber freien Betveiswürdigung an Stelle bei formellen Beweistheorie angebahnt würbe, ist zum Teil burd) das neue bürgerliche okfeybud) fortgeführl worden, luic die Verweisung auf „Treu und Glauben", „die Bei lehrssilte", den Begriff bei „guten Litten" z. B. zeig:. Sie sindet ihr weitestes Ziel im Borentwttrf zum neuen Strasgesetzbuch, roonad) der Richter in besonders leichten Fällen sogar von der Straft ganz absehen darf. Aud) auf bem okbicte bes Prozesses wird bic> an gestrebt. Bisher ist der Richter nod) eng an das Partei mnbruigen, bie Anträge unb viele Formalismen gebunbcn Xie materielle Wahrheit wird nicht selten babutd) gehindert, unb Berschleppnugsversiichen unb Winkelzügen oaburd) Vorschub geleistet. Es wird hier eine ftraficre Leitung unb die Beseitigung aller überflüssigen Fvimatleii und Treibereien erstrebt, and) hofft man dadurch, daß die Par- icicii selbst vor oem 'Jiiajicr erscheinen müssen unb eventuell ctblid) abgehort werden können, bei sogen. Prozetztnge, bie heutzutage meist als erlaubtes Kampsmittel angesehen wird, ihreii Lebr'nssaden abzuschneiden. £ic österreichische Zivilprozeßiiovelle von 1901), burd) bie man in dieser Hin- ucht ocuchtensweitere Fortschritte erzielt hat, sowie schnei • er unb ungarische Sorbilbec könne» hier wertvolle Hinweise geben. Neben bieser |reieren Ausgestaltung des materiellen unb prozessuale» Rechts iji es aber dann nod) notig, den Richterstand selbst zu heben. Demi wie der Vorkämpfer hierfür, der Eberoingci meuter Adickes, in feinen vor einigen mhren erschienenen Schriften über Znst,zresorm ans- sühn, nützen die besten besetze md)ts, wenn sie nicht von luumgen unb lebenserfahrcnen Männer» gehanbijabt wer- ben. Men, no measures, wie es im Voivnb hierfür, in Ugland, heißt. Persönlichkeiten, nicht so sehr Maßregeln siiid nötig 1 Damit hangt bie Besreiung bes Richters von der heute nod) viel zu bureautrahjcijeii, oft lleiniiuien Lchceiberei, bie Abnahme aller subalternen Arbeit, bie Einjchranlnng der Vielzahl, unb bie .veranoilbimg wenigerer, aber umso tüchtigerer Nichterperjönlichleiteii unb sowie bie Efewähruug nicht nur papicrner, sonoern wirklicher Unabhängigkeit zusammen. Daß die beuischen Richter selbst an dieser Aufgabe Mitarbeiten, zeigt die Lngesorbiiung des demnächst stattfinden. den deutschen Richtettages in Tiesden, auf der bie Fragen ber Stellung des Richters zum Gesetz, des Ausbaues der ^"0- . . ... > Abergläubische Seelen crllaricn ui früheren ^ahrhun berlen den Blitzschlag für eine „flammende Ausbünstung des Himmels, von bösen Geistern getrieben unb laut- Irachenb mit furchtbarem Schwefelgeruch herabgischlendert'. Als Schutz gegen bie Blitzgesahr emvsahl mau, unschuldige .Hinblcin wahrend des chewitters in 1 einer näd)ücn '.'iahe zu haben, da sie vom Blitz verjdiont wurden. Wer sich nicht frei von Schuld und Fehle wähnte, gi in seiner Angst nach einem kleinen Kinde, da. ihn seien i Sie eld zu riskieren ierzen Hexenschuss. Kopf tigen oder vorbeugen, dtf iufkommen? Ja, so . Drogerie und fordern St »rgeist OL sollte. Taß es jid) beim Gewitter um gtivaitige nel- irische Natnrersd)eiiiungen handelt, die einen plvtzlichei-. Ausgleid) elektrischer Spannungsbisferenzen zur Ursache haben, ist setzt allgemein bekannt. Schon Benjamin Frank Un hat im Fahre 1732 burd) Versuche mit papieebiachen nadigewiesen, bag die bei einem Gewitter itch aospielende» Erscheinungen rein eleltrucher Natur sind; er war ber erste, der auf den ofebanien lam, den Blitz aufzusangen unb ihm einen Weg aiiznweisen, aus bem er, ohne Schaden zu stiften, zur Erde gleitet. Sie meisten unb schwersten Ee Witter finden bei warmer Witterung unb wasserbampfreicher Atmosphäre statt Tie in der Luft enthaltenen Wasser bämpse sammeln die atmospiMrische Eletitizitai in uinfo größerer Menge an, ic reichlicher unb rascher bie Verdien tung der Dämpfe zu Wolken erfolgt. Durch bie in ben Wol teil angesammelte Elektrizität iviro bas Wasser der Wotten- nebel ui seine chemischen Bestandteile, Wafscrstoif iinb Sauerstoss, zersetzt. Der leichtere, von bem spezisisch atmosphärischen Luft eine Verbindung em, die ab? Miiall- gae bekannt iir; in mehr oder minder großen Quantitäten wird sich dieses Eas in und zwischen den Wollen ansammeln. 3ft nun die Spannung zwischen zwei mit Elektrizität ge labciieii Wolken oder zwischen einer Wolkenichid und der Erde bis zu dein Efrad gediehen, daß. ein Ausgleich burd) . . : nd erreicht der §3li a '^ege eine solche Zknallgasschicht, so enizundet er diese; c? entsteht im Mnall, den wir un Verein mit bem in den Wolken hervorgerufenen n.ehrfachen Echo Donner nennen. Tie Zeitdauer^eine.- Entladung i-bcr-tcij. ;ei^n enic Sekunde und ist in der Regel uumetzbar Ulii:. Den. Donn.er hört man oft erst lange nach dem Blitze, weil sich der schall f bem SW”9 ig auf öcm larl«»6 », ** ** *" ia^CIL Ter Kaiser über die humanistische Bildung. Der Kaiser lud zum Samstag vormittag 10 Uhr auf Schloß Wilhelmshöhe die Schüler ocr Prima des Maffeier FriCdrich-Efhmnasiiims, das er selbst eiiift besucht hat, zu sich. Es handelte sich um die S ch e n knng einer neuen Fahne an das Echinnajium, die ber Jtaiier bem Primus omniunt überreichte. Ter Kaiser hatte bamals, nad) Verlassen ber Anstalt, bieser eine sogenannte „Prinzenfahne" geschenlk, die aber inzwischen schaohast geworben war unb für bie beshalb Ersatz geschasst werben sollte. 2er Kaiser richtete an bie Gymnasiasten eine Ansprache, in ber er sich, im Gegensatz zu ber verbreiteten Annahme, er fei absoluter Anhänger bet Realschulbilbung, als ein ölitzgejahr und vlitzjchuh. Beck. viel langsamer sonpilauzt als bas Lid)t; er legi etwa em Ilittei Kilometer in der eehi bie Entfernung eines Gewitters tu Kilometern erhalten, wenn die Setunbenzahl zwischen Blitz uno Begimi des Donners burd) 3 buubiert wird. Tas tgl. pr. Ltatist. Landesami vCLzeichnete un Fahre 19t)S in ctabt unb Laub zusammen 147J zunbende Blitze, bie einen Gesamtschaben von 7 bvl 309 Ml. verursachten Tie Anzahl ber vom Blitz im Königreich Preußen 1634, also im FahreSburchschnilt 163 Personen. Etwa drei Viertel aller Blitzschläge in Gcbäube sind sogenannte kalte, nicht zunbende schlage. Ter iueiu aus größte Blitzschaden entsteht an lanbw.rtsmaftlichen Gc- banden unb Hornmieten, ungefähr 90 Prozent. - stützt: Zunächst ist der Gesamtcharaltei ber Gegend von Bedeutung; in flachen Agenden sind Gebäude dem Blitzschlag mehr ausgesetzt als in Hügel- unb Gebirgsgegeiiden. Fcde Terrainerhohung, auf ber ein Gebäude steht, bedingt eine Vermehrung oer Blitzgefahr, desgleichen die Nähe von Seen unb Flüssen, während bie 2cahe von Wald mehr Sd)Utz solange er als istichster Punkt seine Umgebung überragt, wenn er sich z. B. auf freiem Felde befindet und gar nod) eine Senfe ober ein Gewehr tragt. Der Aufenthalt unter Baumen ist möglichst zu oermuben, da ber Blitz mit Vor- liebe seine Bahn burd) hohe Bäume nimmt, zumal wenn sie vereinzelt stehen. Eichen unb Pappeln sind bcionbers gefährdet, weniger .'Nadelhölzer und Buchen. Tte Ansicht, daß für oie vergrößerte Blitzgefahr bit Saft- ober auai oer Selgehall bet Baume matzgebeno fei, ist nod) nidn genügend erwiesen, eine größere Rolle wirb hierbei bie Verästelung ber Wur- -cin im seuchten Erbretai unb bie somit geichasiene gute Verbindiing mit dem Grundwasser spielen Auch nt es nicht rati'am, längs der Telegraphen- ober Tclevhonlettung auf ber Landstraße einherzugeyen, da bei Blitz gern in bie Stangen einfdilägt und o»t lilometcrroeit der Trahileitnng bem Blitzschlag ausgesetzt. Tie Nähe von eisernen Masten, Au-'-sichtstürmen, Wuibmi nleit und andere.-. < >cbdUliQ)feiieu, bic unDcrmiiiiit höchste Punkte ihrer Umgebung bilden, ist besonoers gciahrlich. Ten C4.ii) unserer Häuser gegen Blitzschaden at) ;r and sofort Garantie^ Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen iebt. I! enfeld. Airchc «nd Schule. Tie Tekauattfünode Schotten und der Fall Zatho. Die „lanuüdbtfi Zeitung' bringt in cum ihrer letzt eck ?!ummcra einen Bericht über bte Vcibandktmgen bet Tekanaio- mnobf Schollen int Fabre 1911. Während man mvanet Däne, Onr. rote lonit üblich, ein Referat über mein von ^robd Lbn- konstslorium zur Auswahl gcitdlh Tbemaia die größte 3hl der Verhtiiidliinqen in Anspruch genommen Lnic, boi m i'-ill ,\aihn unb bic Faltung einer Rciolulion über du P rot eit >. beiu'chcr Piarrer in -unanntem Falle über - cstunbcn die Luuodr bc idjäingt. Bet der Zusammensetzung der Sunodc des Tekauatv Schotten, die tzeionders unter ihren geil»täten Mitgliedern lebt viele Feinde des ItuTlid.at Liberalismus nnb Stittzcit ber positwett Vereiniguni bat, tu bte geroßte Resolution tzegrei'lttt', wonach atiar alle heiindxui Pf art et, die in irgend einer Weise noch Partie hn Fatbo ergreifen, unwürdig und, ihr Amt forizuuil ten Fu öem Protest, den b7 iiciiijche Piarr. r un Falle 3 al ho nnkiidirieVen haben, m miebrüdltd) brtoni, daß er itd) nicht tu erster Lime balun riditen loh, dob man für ^ailro in leinen lhcDtogilchcn Aitsdauungen aber Gott, Ednslus nin> Partei ergrctll, lontkiu es lallen auch aus messen Sltmmen laut roerben, daß bei der Beurteilung eines Menschen, ob er ein Glied der cvangehid cn nträte lau unb bleiben Ian», nicht das Enlidietdenbe ist, bau er an ben flciä;td)ilid) gewordenen Bekeitmnifsen unb Lehriaven lestböll und sic lür dos .»eil einer Mensd-enseele als uitcitrbcbihd' anfiebt, wildern bau das Evangelium von Ebrittus und sein Verstehen und .'Ineignen Nir einen evangelischen Ehrislen bte vauvisache tu. Tav Ehristemum ist nicht Lehre sondern Leben. Das Spruäi- lolicgtunt, das Fatbo verurtetlt Hal, hat seine L'iitidKibiuig nur von ber Stellung Fathos zur Lehre ber evangeU'chen Mird)c ab- liSngig flcmcdit, cs bat ihn seines Amtes entsetz!, obwohl seine Gemeinde in «bin ihn sehr geachtet und g liebt hat, i m seiner latigiahrigcn Wirksoiiulelt als Prediger und Seelsorger v ei Banden Hai, Menschen mau aus der Mn die htnausuiptcbigcn, sondern sie wieder in bic Kirche hmcinzuprcdlgen. Und i rat das Untere sollten auch wir Psarrcr des 20. Fabthiinderls als eine unserer vauplaulgabe» aniehen. Balten wir nur sogenanrne trog manidie Predigten, d. h loldje, die anbauernö die Zuhörer mit Glaubensartikeln, hrd,hd;cn Lehrjaven, rote bte Lehre vom Teu|el, ber Sünde uiro. Soniuag für Sonntag belailcu, ober wirb falt lebe Predigt zu Ausfallen gegen ben kirchlichen Liberalismus und ung vor „dem Qhtt der tmAeriten Theologie ai lyiefcncc FaNiltät" bemibt, dann brauchen wir »ns nid» zu wundern, wenn unsere .üircheubeiucher immer weniger weiden. Vias leine Wurzel mehr hat im Tcnken und Fühlen der Gcgcu- uart, was die Mehrzahl der Proteltanten cuifad) nicht mehr glaubt, das tonnen alle Konsistorien der Welt und auch die Resolution oer letzten Scboltener Tekanaisstinodc doch nicht auf die Tauer aufrecht crbdlten. Unsere Äirdro kann nut einer guten Zukunft cnsehen, wenn |ic nichts mehr weiß von UnbulbiQinfeit/ Verdammungsiuchl und Aeä)lung bei wijicnidjaltlidien Forjäiung, ite muß überall für Freiheit des Glaubens uno des Gewnscns ein- i r, ben Schwerpunkt nicht auf bi Ein ionbcvii auf bie religibic Gcsutnuug und persönliche Wahrhauig- Einer von ben 8 7 hessischen rote ft lern int FalleFatho. P *Sacüsaison ennii- Ilgjse M. 6.50-7.50 aph PlockRtraße Uh. -.15, »■>* ,en”Mt.3.50. ischen -nh Freund der humanistischen Bildung bekannte, hie nach seiner Ansicht nicht genügend gewürdigt werde. Er ermahnte deshalb die Schüler, mit Eifer und Interesse das Griechische zu pflegen, um das gewaltige .Kulturvolk der Hellenen, deren Geist sich auch heute noch — vielleicht wehr denn je — in unserer Kunst und im Leben spiegelt, verstehen zu lernen. Insbesondere sollten die Schüler ihren Geist auf die Harmonie richten, welche die griechische Kunst zu so hoher Geltung gebracht hat. Er hoffe, daß griechische Literatur und Kultur auf den humanistischen Bildungsstätten sich für den einzelnen wie für die Allgemeinheit förderlich erweise. Der Kaiser erinnerte hierbei an bas Wort: „Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir", und spornte die Gymnasiasten an, dahin zu streben, tüchtige Staatsbürger zu werden, damit Deutschland in der Geschichte den Platz behaupte, der ihm in neuester Zeit zugewiesen sei. Als Studenten sollten sie Sport treiben, auch denjenigen des Rappiers,'aber den Alkoholmißbrauch Meiden. Der Kaiser erwähnte lsterbei das Beispiel der amerikanischen Studenten. Er übergab daraus die Fahne dem Primus. Der Direktor erwiderte mit einer Ansprache, und die Schüler brachten ein dreifaches Hurra auf den Kaiser aus. Der Kaiser ließ sich danach die Lehrer und Primaner vorstellcn. Die Kaiserin und die Prinzessin wohnten dem Vorgang von einem Fenster des Schlosses aus bei. Nach Schluß der Feier wurden den Lehrern und Schülern Erfrischungen gereicht. Lin Kampf der persischen Negierungstruppen mit den Ausftändischen. Ast er ab ad, 19. Aug. Gestern fand zwischen der Borhut der Regierungstruppen und den Aufständischen ein Gefecht statt. Beiderseits hält man sich für den Sieger. Weder hier noch in den nächsten Ortschaften, wo sich Truppenabteilungen des Exschahs auf- tzalten, ist eine Nachricht über seine Ermordung eingetroffen. Deutsches Nerch. Die Betriebseinnahmen der Preußisch- Hessischen Staatseisenbahnen betrugen im Juni 1911 gegenüber dem Monat Juni des Vorjahres im Personenverkehr 2,5 Millionen Mark, gleich 3,75 Prozent, im Güterverkehr 7,4 Millionen Mark, gleich 6,72 Prozent, insgesamt 9,9 Millionen Mark, gleich 5,29 Prozent mehr. Die Zahl der Sonn- und Werktage war in beiden Jahren gleich. „Danin" zufolge, verweilt der türkische Thronfolger, der auf eine Einladung des deutschen Kaisers in der nächsten Woche nach B>erlin reist, drei Tage als Gast des Kaisers in Berlin. Den Thronfolger begleiten der Chef der Kavalleriesektion des K'riegsministeriums, General Salih, sein Zeremonienmeister Nessib und zwei Flü- geladjutanten. Kompetente rheinische Landwirtschaftskreise versichern, innerhalb weniger Monate würden die Z-leis ch preise eine Höhe erreichen, wie nie zuvor. In großen Distrikten werden die Landwirte gezwungen, wegen völligen Futtermangels ihren Viehbestand gänzlich aufeugeben. Gegenwärtig werde viel Jungvieh abgeschlachtet, dazu sei das Ende der Maul- und Klauenseuche nicht vorausMsetzen. Auch die Milch-, Butter- und Brotpreise werden demnächst eine bedeutende Steigerung erfahren. Ein Gleiches wird auch aus den holländischen Grenzbezirken gemeldet. Ausland. Aüs Toulon wird gemeldet: Der französische Märine- Minister hat angeordnet, daß die für den 4. September anberaumte große Flottenschau. auf der Rhede Des Vianettes statt- frndet, da die Rhede von Toulon ^zureichend erscheine. Der Präsident der Republik wird die Flottenschau an Bord des Panzerschiffes „Ponthuau" abhalten. Den Mitgliedern des Parlamentes und der Presse werden die Kreuzer „Foudre" und „Casablanca" zur Verfügung gestellt werden. Minister Del- c a s s 6 hofft, daß diese Flottenschau, welche die Seemacht Frankreichs in imposanter Weise zum Ausdruck bringen soll, wesentlich dazu beitragen werde, die öffentliche Meinung zu Gunsten der Kriegsmarine zu beeinflussen. Der Touloner Platzoffizier MajorMourre übersandte dem Chefredakteur der „AutoritS", Jean Paul de Cassagnae, iin Frankreich haben in dieser Zeit die Männer 10 Jahre, die Frauen 11 gewonnen; in Preußen hat die mittlere Lebenslange um 25 oder 29 Jahre zugenommen, in Dänemark innerhalb 57 Jahren um 13 bezw. 15; in Schweden, wo von je die allgemeine Lebensdauer eine lange war, im Verlaufe von 67 Jahren um 17 bezw. 15 Jahre. Wo liegen die Ursachen für diese so erfreuliche Erscheinung? Vor allen Dingen natürlich in den Fortschritten der Wissenschaft und ihrer Einwirkung auf das allgemeine Wohl. Zumal die Kinderkrankheiten, wie Masern, Diphtherie, Krämpfe und Keuchhusten, die früher der mütterlichen Sorge und den Bemühungen des Arztes zum Trotz so unzählig viele Opfer forderten, sind an Zahl außerordentlich weit zurückgegangen. Hinzu kommt aber auch als wesentlicher 'Grund die Abnahme der übrigen Krankheiten. Gefährliche Epidemien werden heutzutage oft im Keime erstickt; die Schwindsucht, dieser heimtückische Feind der menschlichen Gesellschaft, wird nicht bloß mit Erfolg bekämpft, sondern bereits an. der Ausbreitung gehindert. Typhus, Blattern, Krebs, Hirnhautentzündung und ähnliche Leiden lassen sich heute in zahlreichen Fällen heilen. Ebenso steht es mit Krankheiten wie Scharlach und Lungenentzündung. Tas 19. Jahrhundert, das man als das Jahrhundert der Hygiene bezeichnen könnte, hat ferner eine so viel größere Reinlichkeit in den Wohnungen, den Schulen, den Geschäftshäusern und den Arbeitsräumen aller Art herbeigeführt. Die Arbeitszeit, durch deren Ausdehnung ehedem zahllose Menschenleben in kurzem aufgcricben wurden, ist heute für Bergwerke, Fabriken und Geschäfte in fast allen Kulturländern genau geregelt. In fast allen Schichten der menschlichen Gesellschaft ist auch die Ernährung eine vernünftigere und vorsichtigere geworben; zumal das Maßhalten im Mohol- und Tabakgenuß hat viel Nutzen gestiftet. Schließlich ist als lebenverlängernoer Faktor die Verringerung der llnglücksfälle bei der Arbeit anzuführen. Natürlich ist die Abnahme der Sterblichkeit in den einzelnen Ständen, Klassen und Berufen je nach der Art der Tätigkeit, je nach dem Ver- mögenszustande und der ganzen Lebenslage ihrer Angehörigen höchst verschieden. Dennoch ergibt sich aus den Statistiken, daß auch die ilntersten Schichten der Bevölkerung an der längeren Lebensdauer teil haben. Und diese kann 11 . JP1™ .bün der Zukunft noch erhöht werden, vor allem, wie rr. Fcsher darlegt, durch das Verbot von ehelichen Verbindungen zwischen Personen, von denen nicht eine gesunde Nachkommenschaft zu erwarten ist Schon heute verbietet der Staat Indiana den Geistestranteu, Alkoholikern und Belasteten aller Art, sich zu verheiraten, und die Gesetze werden in diesem Punkte streng und ausiwbmslos durch- üefuhrt. K. F. eine Du ell so röerun g, well ihn dieser in einem Artikel über die jüngst erfolgte Hinrichtung zweier Matrosen heftig angegriffen hatte. Die portugiesischeNationalversammlung nahm nrit lebhaften Zurufen die Vorlage über Sie Ve rfassung endgültig an. Tie konstituierende Versammlung wird die Versas s u n g am Montag proklamieren. Die Wahl des Präsidenten der Republik wird am Domrerstag, des Senats am Freitag stattfinden. Der frühere amerikanische Staatssekretär Root brachte rm Senat ein Amendement zu den Schiedsgerichtsverträgen ein, nach dem diese nicht anwendbar sind auf Fragen, die aus der Monroe-Doktrin entstehen. ,Es ist^nicht wahrscheinlich, daß die Verträge noch in der laufenden Session ratt- ftziett werden. yeer tittfc Flotte. Das Linienschiff „Helgoland", desseü Indienststellung für den 1. Oktober vorgesehen war, wird am 23. Au- gust in Dienst gestellt._____________________ Arbeiterbewegung. Mannheim, 19. Aug. In einer heute vormittag stattgesundenen Versammlung der ausständigen Arbeiter der Badischen Anilin - und Sodafabrik wurde beschlossen, die Arbeit am Montag bedingungslos wieder aufzunehmen. Breslau, 19. Aug. Nach fünfwöchiger Dauer ist der Aus st andderorganisierten Herrenkonfektionsschneider durch einen dreijährigen Tarif beigelegt. Die Arbeit wurde in allen Betrieben sofort ausgenommen. Nachweisung über den Stand der Maul- und Klauenseuche in Hessen vom 12. bis 18 August 1911. Kreis: Am 12. August waren verseucht: Vom l-z. bis 18. Aug. sind neu verseucht : Vom 12. bis 18. Aug. ist die Seuche erloschen in: Darmstadt . — — Bensheim . Schwanheim, Fehlheim, Bensheim — Bensheim Dieburg . . — — — Erbach . . . — —— Groß-Gerau Erfelden, Leeheim, Trebur, Nauheim — Erfelden, Trebur Heppenheim Wimpfen, Viernheim — — Offenbach. . Dietesheim, Sprendlingen , Rumpenheim, Dudenhofen, Mühlheim Hausen Hainstadt —— Gießen. . . Ettingshausen, Holzheim, Ober-Hörgern, Bettenhausen Gröningen, Gießen Alsfeld . . . — — — Büdingen. . Hitzkirchen, Bös-Gesäß — — Friedberg . Dortelweil, Klein-Karben, Gambach, Heldenbergen, Münzen berg, Wohn bach Nieder- Wöllstadt Büdesheim Melbach Lauterbach. — — Schotten . . —- — — Mainz . . . — — — Alzey.... Bingen . . . Weinheim — — —— — — Oppenheim Bechtolsheim, Nackenheim, Köngernheim —— Worms. . . Mörstadt, Eich — — Aus Stadt und Land. Gießen, 21. August 1911. ** Säuglings sterblichkeit. Die Gr. Zentrale f. M. u. S. in Hessen schreibt uns: „Die Opfer, die die Hitze gefordert hat, sind erschreckend hoch. Zahllose Fälle von Hitzschlägen und Ertrinken wurden bekannt. Mehr unbemerkt vollzieht sich die Säuglingssterblichkeit der heißen Monate. In der letzten Juliwoche starben in Köln 133, in Dortmund 55, in Leipzig sogar 134 Säuglinge. In den Städten des Großherzogtums ist die Säuglingssterblichkeit bis jetzt nur in Offenbach stark gestiegen. Es starben in den letzter: zwei Wochen vor dem 5. August in Mainz (111150 Einw.) 28, in Darmstadt (87 550 Einw.) 18, in Offenbach (76 800 Einw.) 47, in Worms (47100 Einw.) 18, in Gießen (31300 Einw.) 6 Säuglinge. Im August des kühlen Sommers 1909 starben in Mainz 56, in Darmstadt 43, in Offenbach 80 und in Worms 31 Säuglinge. Man sicht daraus, daß die Säuglingssterblichkeit in den hessischen Städten (außer Offenoach) bis jetzt nicht erheblich höher ist, als in einem vorausgegangenen kühlen Sommer. Von den Kindern, die in Darmstadt in die Beratungsstelle der Zentrale gebracht werden, starben in dem betreffenden Zeitraum nur vier Säuglinge. Allerdings kommen die Schäden der heißen Zeit oft erst später zur Wirkung, so daß ein abschließendes Urteil noch nicht gewonnen werden kann. ** Gebührentarif des chemischen Untersuchungs- amtes für -Oberhessen. Mit dem 1. September l. Js. wird für das chemische Untersuchungsamt der Provinz Oberhessen ein neuer Gebührentarif zur Einführung kommen. Von seinem Vorgänger, der den heutigen Verhältnissen nicht mehr entsprach, unterscheidet er sich vor allem dadurch vorteilhaft, daß ein großer Teil der Gebührensätze wesentlich herabgesetzt worden ist. Von sonstigen Verbesserungen sei noch heroorgehoben: Die tarifmäßigen Sätze werden für Untersuchungen von Nahrungs-Genußmitteln und Gebrauchsgegenständen, falls mehrere Einzelbestimmungen in ein und derselben Probe erforderlich sind, wie folgt ermäßigt: Bei 2 Emzelbestiinmungen um 10 Proz., bei 3 Einzelbestimmungen um 20 Proz., bei 4 Einzelbestimmungen um 30 Proz., bei 5 Einzelbestimmungen um 40 Proz., bei 6 oder mehr Emzel- bestimmungen um 50 Prozent. Bel fortgesetzter Inanspruchnahme des Untersuchungsamtes kann solchen Behörden und Privaten, mit denen keine besonderen Vereinbarungen getroffen sind, noch ein besonderer Rabatt bis zu 20 Prozent auf die allgemeinen Tarifsätze bewilligt werden. Da die Gebühren bei einem und demselben Gegenstand je nach der Art und Ailsdehnllng der Untersuchung verschieden sind, ist e§ erforderlich, mit der Uebergabe des Gegenstandes die Mitteilung über Veranlassung lind Zweck der Untersuchung zu verbinden. Im Interesse jedes Geschäftsmannes, der sich vor Strafe und Unannehmlichkeiten schützen ivill, dürfte es gelegen sein, möglichst ausgiebigen Gebrauch von der Einrichtung zu machen. Das Unterfuchungsamt gibt auf alle einschlägigen Anfragen AuSkilnft. ** Mäusejahr ein Hasenjahr. Dieses alte Jägerworl fomiiejnan im vergangenen Jahre wieder als wahr erkennen. Sehr viele Jäger'erwarteten von diesem Jahre ebenfalls ein gutes Niederwildjahr, weil es so sehr trocken war und Hühner wie Hasen unter der Witterung nicht zu leiden hatten. Aber eine gründliche Täuschung ist eingetreten und liegt die Ursache sehr nahe. In BLäuse- jahren begnügt sich der Fuchs, die Raben, Habichte und sonstiges Raubzeug mit Vorliebe mit Mäusen und begehrt einem Hasen nicht nachzugehen. Dieses Jahr sieht man keine Mans im Felde und dieses Raubzeug ist nur auf den Hasen, hauptsächlich Junghasen, angewiesen. Dazu kommt noch die schlechte Deckung, die frühe Ernte, dre lichten Rüben, Kartoffel- und Kleeäcker und Wiesen, kurzum der Junghase weiß sich fast nicht zu bergen. Jeder Jäger, der die paar Tage die Hühnerjagd ausübt, vermißt die Hasen und Hühner. Einer der allerfchlimmsten Räuber ist der Rabe.' Landkreis Gießen. △ Klein-Linden, 20. Aug. Nach dem gestrigen Ge- meindcratsbeschluß findet in diesem Sommer'kern Kirchweihfest statt, denn es sind schon zwei Feste, ein Feuerwehrtest, und« ein Gesangswettstreit abgchaltcn worden. Mit Rücksicht auf die bevorstehenden teueren Zeiten wird dieser Beschluß von den Einwohnern gewiß freudig begrüßt. — Gestern fand eine Besichtigung der Pftichtfeuerwehr und der freiwilligen Feuerwehr statt imrch Regierungsrat Langermann und Krcisfeuerwehrmspektor Loos- Gießen. Die Hebung unter Leitung des Hauptmanns K. Jung klappte gut. Die Anschaffung weiterer Geräte wurde angeregt. = Lollar, 20. Aug. Einen erhebenden Verlauf nahm die Grav elvttefeier, die die Kriegervereine des Kirchspiels Kirchberg gemeinsam veranstaltet hatten. Unter zahlreicher Beteiligung von den Kriegervereinen und den übrigen Gemeindegliedern fand um 10 Uhr in Kirchberg ein Festgottesdienst statt. Mächtig brauste der Lob- und Dankgesang unter Begleitung der Marburger Stadtkapelle durch die weite Kirche, die bis zum letzten Plätzchen — manche standen noch vor der Tür — gefüllt war. Pfarrassistent Gerich sprach in seiner Predigt über das Psalmwort, das an der Erinnerungstafel, die an der „Friedenslinde" angebracht wurde, geschrieben steht: „Der Herr hat Großes an uns getan, des sind wir fröhlich." Nach dem Gottesdienste fand eine Feier an dem durch Kriegervereine und Kirche neu hergestellten Denkmal statt. Bei dieser Feier, die durch einen schönen Gesang der Lollarer Schulkinder eröffnet wurde, gedachte Bezirksvorsteher Lehrer Ta ab der Opfer, besonders derer aus den Gemeinden des Kirchspiels, die die heißen Augusttage des Jahres 1870 gefordert hatten, und legte zum ehrenden Andenken der Gefallenen im Auftrage der vereinigten Kriegervereine einen Kranz nieder. Mit einem gemeinsamen „Nun danket alle Gott" schloß die Feier. Kreis Alsfeld. △ Burg-Gemünden, 20. Ang. Einen plötzlichen Tod erlitt am Gravelottetag der 69jährige Kriegsvetcran Rühl Er war beim Ausladen eines Eisenbahnwagens beschäftigt. Der Wagen wurde abgestoßen und bei dem Stoß fiel der noch rüstige Mann herunter. Mit zerbrochenem Schädel blieb er auf den Schienen liegen. Er starb nach wenigen Minuten. Abends wollte er mit seinen Kameraden den Gedenktag von Gravelotte feiern. △ Mücke, 20. Aug. Zwischen Mücke und Lehnheim verbrannte eine 15 Meter lange Hecke am Bahndamm und mehrere Haufen Weizen auf dem angrenzenden Acker. Bauersleute löschten das Feuer. Kreis Schotten. △ Laubach, 20. Aug. Der Hassiabezirk Laubach hielt unter dem Vorsitze des Bürgermeisters Ritter von Laubach in Klein-Eichen seinen Bezirkstag ab. Es wurde beschlossen, das Bezirksfest 1912 in Röthges abzuhalteu. 'Der dortige Verein feiert dabei sein 25jähttges Jubiläum. Der Bezirk bewilligt dem verunglückten Hamann in Biebesheim 25 Mark Unterstützung. Den Bericht über den Hassiatag in Friedberg erstattete Bezirksvorsteher Ritter. Kreis Friedberg. △ Groß-Karben, 20. Ang. Ein großzügiges W a s s e r w e r k ist in unserer Gegend im Entstehen begriffen. Es handelt sich um die Wasserversorgung der Orte Büdesheim, Dorteliweil, Nieder-Erlenbach, Kloppenheim, Groß- Karben, K'lein-Karben und Okarben. Im Beisein des Kreisrats Schliephake fand eine Sitzung der Vertreter der sieben Gemeinden statt. Die Pläne des Kulturinspektors Heil fanden einstimmige Genehmigung und es imirbe ein „Verein zur Wasserversorgung des unteren Niddatals" begründet. Die Quellen zwischen Rodheim und Rosbach sind beretts käuflich erworben worden, sie liefern trotz der trockenen Zeit täglich 1400 Kubikmeter Wasser. Die Kosten des Wasserwerks sind zu 400000 Mk. berechnet. Der Kubikmeter Waffer soll zu 6 Pfg. abgegeben werden. Der gegründete Verein will Quellfaffung, Zuleitungen, Hochbehälter, .Hydranten und Hausanschlüsse auf eigene Kosten Herstellen. Die sieben Orte mit ihren 6320 Einwohnern werden noch nicht die Hälfte des Wassers verbrauchen, so daß weitere Anschlüffe erfolgen können. Im Sommer 1912 hofft man das Wasserwerk fertig zu haben. Mit der Quellfassung wird schon jetzt begonnen. Landwirtschaft. *' Saatgutbezug. Um höchste Erträge beim Ge« treloebau zu erzielen, ist es notwendig, leistungsfähige und gut kultivierte Sorten anzubauen und falls inan diese nicht selbst er- zeugen fann oder einen Saatgutwechsel vornehn'en will, aus bewährter Quelle im beziehen. Der Landwirt wird daher gerne Gelegenheit nehmen, sich bestes Saatgut aus solchen Quellen zu be- schaffen, die zur Gewinnung imb Herstellung von Saatgut unserer ertragsrelchsten Getreidesorten berufen und auch eingerichtet sind. Die mehrjährige Tätigkeit der S a a t b a u st e l l e n der Landwirtschaftskammer für das Großherzogtunr Hessen hat diese durch die vielfachen Erfahrungen unter den verschiedensten Boden- und Witterungsverhältmssen in beit Stand gesetzt, den Aiibau der dorten zu betreiben, die heute für die gegebenen Verhältnisse die erlraqsreichuen sind. Es trifft dies sowohl zu für den R o g g e w wie für den W, nlerweizen und die W i n t e r g e r st e. Wer -Saatgut sich iit bester Qualität beschaffen ivill, wende sich daher an die Landwirtschaftskammer Darmstadt. Sport. , .77 Radsport. Der Gießener Radfahrer-Verein 1885 beteiUgte sich gestern mit Erfolg an dem vom Gau 9a des D- R.-B. rnWetzlar abgehattenenGau-Mannschafts- fahren Wetzlar—Herborn—Tillenburg—Mandeln und mm rucf, rund 95 Km. Die 1. Mannschaft des Vereins, gestehend aus den Fahrern Kampf, Unverzagt und Keßler, durchfuhr die Rennstrecke trotz verschiedener Radschäden in bec Zeit von 3 Stunden 7 Minuten und errang hiermit den 2. Preis, einen silbernen Pokal. Wenig vom Glück begünstigt war die 2. Mannschaft der 85er, Fahrer Schäfer/ Hofmeister und Balser. Durch den Sturz zweier Fahrer, sowie eine Anzahl von Schlauchdefekten, wurde die Mannschaft sehr in ihren Leistungen beeinträchtigt. Trotzdem benötigte sie nur 3 Stunden 321,4 Minuten zur Zurücklegung der Fahrstrecke und erhielt hierfür ein Ehrendiplom. Weitere Erfolge erzielte der Gießener Radfahrer-Verein 1885 bei der am 30. Juli d. I. vom Gau 9a veranstalteten Fährt ..Rund im Gau" über 150 Km. Das Mitglied E. Unverzagt ging in der Zeit von 5 Stunden lli/2 Minuten als l Drittbester durchs Ziel und erhielt hierfür eine silberne *) Ansang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Ubr. 1 1 1 (1) C g o> 1 1 i $ worden. 19. 19. 1 1 6 1 3 Sonnenschein Sero. Himmel Sero. Himmel 2 2 2 Kl) 1 i = & Technische Nachrichten. Wechselstromlokomotiven für Vollbahnen- + 28,8'6. f 12.7 *0. vom 2.—16. Jahr- LZ volle Abschiedsgruß: „Ich wünsche Ihnen ergebens! einen vermiscbteA. *DieruheloseMillionärin. Aus Neuyork wird berichtet: Seit 20 Jahren zieht Mrs. Hetty Green, die Multimillionärin, die zu den reichsten Frauen der Dell gehört, ruhelos aus einem Quartier in das andere, und die Neuyorker haben sich den Kopf zerbrochen, was sie zu diesem unsteten Leben gebracht haben könnte. Jetzt entfällt ihr Sohn, Colonel Edward H. Green, mit dem sie soeben ein neues S?ctm bezogen hat, nachdem er nach Neu- nort zurückgelehrt ist, das große Geheimnis: „Es ist nichts anderes, als die schamlose Neugier des Publikums, die meine Mutter verhindert hat, irgendwo in der Stadt sich dauernd niederzulassen. Wo sie auch hinkam, immer wurde sie, sobald man sie erkanirt hatte, auf der Straße von den Leuten gestellt, verfolgt und airgegafft, als ob jre irgendwie mißgestaltet oder ein Schaustück für Jahrmarktsbuden wäre. Keine Frau, dre nur etwas Feingefühl har, kann das ans- Müller'sche Badeanstalt. W a s i e r ro ä r m e der Lahn am 2 1. Ang u st- 16* R. L issiabezirk Laubaü $rs Ritter von Lauda ob. Es wurde beichlosja. stell. 2er dortige 8m; T-er SByirf bwiJIifr m 25 M Unttrmiuia icbberg afilrile Höchste Temperatur an, Sliebriqfle , i-uederichlag 0,0 mn. L Lebensjahr: 1 — ‘Ö- Ern großzugiaer ) im Entstehen begnnr. ; ^rgung der Orte W ch Aoppenheim, Mm- Im Beisein des te- der Vertreter der Den rlturinspekters hm san^ , es imitbe em „Verein t Mdatals" begrünet, ib Rosbach sind bettd-; n trotz der trockenen M Die Kosten des * Der Kubikmeter Wasser Der gegründttr Vnnn se W TStiSSÄ o daß wem» 2 hasst man das WM Quellsassung wird Raben k t? Wies^E'die IjJJ* ek 'LcmptmannsK Gnare nnrrbe ■aftS Äste Mm nÄ M das an der Er, . angebrM an uns ’cm Gotte-dunste sand Une M ^che nm die durch -bchulßnder eröffnet ^^aa d der Opf« Spiels, d-e fordert hatten, «(Sefallenm im Süii ''S“ M niete, -t alle Bott" schloß di- bl« 20. August , 20. , 4 ?,nen Plötzlichen cige Kriegsveteran Rühl wagens beschäftigt. Der ?totz fiel der noch rüstige -chadel blieb er auf den Minuten. Abends wollte lg von Grchielotte feiern. !ücke und Lehnheim oet- cke am Bahndamm uns lenzenden Acker. Baunr- Jn Höchst a. M. wurde im Haust Ecke Mittelweg und § tauften August straße am Samstag der 36jährige Schlafgänger Rogge aus Sarnter in Posen tot aufgefunden. Er war einer Ga svergif tung iyn ES starben an: Zusammen: Scharlach 1 pauers, der, wenn er zum Mann gereift ist, es gelernt hat, «- " ----“— “ ~ r"™1 Haß und Verachtung unter einem liebenswürdigen Lächeln Meteorologische veodachwngen oer Station Stege*. zu verbergen. Kleine Tageschronik. Nachdem der elektrische Betrieb bei Straßenbahnen ausschließ, lief, und bei Vorortbahnen in hervorragendem Maße Anwendung gefunden hat, sucht er sich auch allmählich bei Vollbahnen Eingang zu verschossen. Entsprechend den hier herrschenden Betriebsbedingungen mußten die elektrischen Betriebsmittel neu ausgebildet werden Die Notwendigkeit, die Personenwagen und insbesondere auch die Guterwagen von Strecken mit Dampfbetrieb aus 2trafen mit elektrischem Betrieb überführen zu können, zwang zur Konstruktion elektrischer Lokomotiven, die in ihrer Leistungsfähigkeit ben Tampslokomotiven nicht nachstehen dursten. Die hierfür erforderlichen Elektromotoren lassen sich nicht mehr zwischen den Rädern unterbringen: sie werden oberhalb der Achsen auf dem Lokonwtivgestell gelagert, wodurch der Schwerpunkt der Lokomotive höher zu liegen kommt, was für den sicheren Lauf vorteilhaft ist Die Uebertragung der Kraft auf die Triebachsen erfolgt mittels Blindwellen und Schubstangen. Tie Größe der zu überttagenden Leistungen und die großen Entfernungen, auf welche die Uebertragung erfolgt, machen die Verwendung des Gleichstromes, dessen höchste verwendbare Spannung begrenzt ist, ungeeignet. Dementsprechend ist bei Vollbahnen bisher nur einphasiger Wechselstrom und Drehstrom zur Anwendung gekommen. Ter Einphaseuwechsel- ström hat dem Drehstrom gegenüber den Vorzug, daß er nur eine einpolige Fahrleitung benötigt und außerdem eine Regelung bei Fahrgeschwindigkeit in weiten Grenzen gestattet. Die größte bisher verwendete Spaimung, mit welcher der Einphasenstrom den Lokomotiven zugeführt wird, beträgt 20 000 Volt. Für die badisckfen Staatsbahnen haben die Siemens-Schuckertwerke jüngst zehn Wech- felsttomlokomotiven geliefert, die mit einphasigem Wechselstrom von 10 000 Volt und 15 Perioden betrieben werden. Die Stundew leistung der zwei Motoren beträgt J050 PS., die größte Zugkraft 11000 kg und die größte Fahrgeschwindigkeit 90 km in der Stunde. Jede Lokomotive besitzt drei Triebachsen, die unter Vermittlung zweier Blindwellen von zwei Wechselstrommotoren an- getrieben werden In der Mitte der Lokomotive erhebt sich das Führerbaus, an das sich noch beiden Seiten niedrigere Vor bauten zur ?luf!iahme der beiden Motoren auschließen. Tas Fübrerhaus enthält einen Haupttransformator, der in einem verschließbaren Schacht ausgestellt ist, ferner ein Drehtransformator, eine Hochspannungskammer mit Oelschaltern und Fernschaltern Und schließlich eine Verteilungstafel aus Marmor mit den Apparaten und Sicherungen für Beleuchtung, Lüftung ufw. Außerdem befinden sich vor jedem der beiden Führerstände ein Führer- schalter, ein Dremsventil, ein Manometer, eine Handbremle, ein Ventil für die Sandstreuer, eilt Pseii'enzug und die Meßinltru mente. Auf dem Dache des Führerhaufes sitzen zwei Strom abnehmer, die durch die Drucklust gesteuert werden und mit der Hochspannungskammer derart verbunden find, daß die Tur zu letzterer erst geöffnet werden kann, wenn die Stromabnehmer von der Fahrleitung abgezogen und alle spannungsführenden Teile geerdet sind. Zur Erzeugung der für die verlchicdenen Zwecke "erforderlichen Druckluft dient ein Motorkomprenor. Das Gesamtgewicht der Lokomotive beträgt 66 000 kg, bte Gfefamt- lünge 13,16 m. Auf der Strecke Deffau—Bitterfeld wird dmr- nächst die preußische Staatsbahnverwaltung den elektrischen Betrieb für Personen- und Güterverkehr aufnehmen. Die Schnell- zuglokomoliven sind hier mit je einem einzigen Motor ausgerüstet und für eine Fahrgeschwindigkeit von 130 km in der Stunde bestimmt. Die Leistungen der Motoren der nnzelnen schnell tzugslokomotiven sind verschieden: 1000, 1100 und 1^00 IV Tie Fahrdrabtspannung beträgt hier ebenfalls 000 Volt Tie Güterzuglokomotiven besitzen je einen Motor von öUU rc>. Leistung: ihre größte Geschwindigkeit beträgt 60 km in per Stunde Ter Tampslokomotive gegenüber sollen die neuen Wechfel stromlokomotiven nicht allein in wirtschaftlicher, fonbern auch tn eisenbahntechnischer Hinsicht überlegen fein. Ter Fortfall der von der Dampflokomotive her bekannten störenden Bewegungen und ihrer ungünstigen Einwirkungen auf den überbau, ferner bte Möglichkeit, die Ausrüstungsteile so anzuordnen, daß die Lokomotive in beiden Fahrtrichtungen eine gleich gute Lauftahigkeit besitzt, dies alles sind Vorzüge, die der Wechfelstromlokomotive eine entscheidende Ueberlegenheit über die Tampslokomotive sichern. Die ursprünglichen Bedenken, ob es möglich sein würde, Wechfel- strommoloren genügend großer Stiftung für Vollbahnbetrteb zu bauen, sind durch die Schaffung der Einphasenstrommotoren, die bis zu 1800 PS. Leistung gebaut werden, glänzend widerlegt Vaumedaitle, sowie einen vom Verein gestifteten SVarmenMÜnbung 1 (1) man em Gefolge fapanischer Dnder hinter sich haben, die unbekannter Urlache 2(1) einem in ihrer Landessprache die gröbsten Beschimpfungen euinmänrCtij------iöiöj------271)------271)— nachrufen. „Du hast einen Hut auf, um deinen schmutzigen Anm.. m'^w..un-rn ßuieu-.. Ziffern geoen an, wie viel ^xfiabel zu verbergen!" „Du hast einen Kragen, um deine öer Todesfälle in her bet i.mi ^anlheit auf von auswärts nach Geschwüre zu verdecken!" „Du hast Britten, um deine Trief-j Gießen gebracht.- Kranke kommen, äugen zu verhütten!" usw. Das ist die Gastfreundschaft, die die japanische Jugend dem Europäer barbringt, und in ihnen spricht unverhuttt das wirlliche Empfinden des Iahalten. Sie hat keinen anderen Wunsch, als daß sie Itnclbi» 4,3»» Ten Hauvwusgabevosten bilden d« Zadlungen an Ber^ lebe andere Frau, die ihren Beruf hat, unbelästigt nach udnrtr »durch Tod ober bei &rkben W^e Versi^ngSsumm«. gge m unscrer neuen ^i,'n !-''i nbr "brr Srfimintrr>fTt>fn er- Wohnung bletben, als das möglich sein wird fordene rund 216 Millionen Mark. Die VerwolrungSkosten beiwren in M a n n m 11 e l i F^ra uen. Die Gerichte bon I -Gefellschaftrn »uiammen auf 10> der Iabresein- Bristol befinden lud ut exnem idmnengni Falle: he wllm das btt bm 15 Gegen,eingleiteanstalten auf 7.40»». bei den Urteil lorechen ubn Lumel Äarburrn, der wegen emes kleinen .,7 Aktiengesellschaflen au’ 12,06r . Der liebenchuß der Iadres- Diebstahls verhattet worden ut und von dem man sestgestcklt bat. I ,^unq bflnig n8.5 Millionen Mark Hiervon wurden al» daß er nicht wouger als elf Frauen bat, die er alle in wridinfi»' Aktiendividenben 8.4 -Billionen Mark 21,18«* de» eingezadUei, mamger Form heiratete und dann verließ g.en Iurinen, ben I ausgezabtt Tie Veriinfung beS Garannekapital» Richtern und auch bm alsbald bmzugezogenen Pfiichialern und « Ilfinctrr Gegen,e.tigfeitSanswlten erforderte 24 700 Mark Aer-ten ift Uionel Ttarhurn) ein vollkonnneneS SHtätfel., nnber-1 VersicheNen wurden zur Tividendenoerteilung 110.5 Mil- sprechm doch fein Defen und Auft^ten und vor allem die Um Mark überwiesen und zwar entfallen davon auf die Berfickier- stande seiner Mittetaten all ten Scqlcumrbeinuiuun, bie mau b - 15 Gc^nseitigkeitsanftalten 56.3 Millionen Mark ^ll bn den Tatm berufsmäßiger Henatsichnnndler bwbachtcl. auf bie yCrfid)crtcn l*e, ben 27 Aktiengesellschaften Die Umstände ferner Eheichließnngen und feiner Lebmsfudrung q»lIIinnM, legen ben Okbanfai an eine geistige Erkrankung nabe, auf der ' ~ - anberen Seite aber macht der (Hcfangcnc alle durch seine olnmpisctx Büdiertifd, Ruhe und durch sein fast unschuldsvolles Wesen irre. Lüioel m {’ ’T ce-uu-»« Marburrn, der im Lause seines wech'clvollm Lebens alle fünf 7" ® r 1 e h? W ^35 aL‘.n afier Weltteile gesehen hat, begann seine Laufbahn als Gatte im Jahre buchbandlung Albert «oldschm d verltn w von, -^läster 1872 in London, wo er damals als Schneider arbeitete. Er wurde eine trestliche ^chüdermia des ^us,or 'valdes dem bat lebte mit seiner Frau in völliger Harmonie 20 Jahre lang, al« in eck,er Vuue iwien Jtiif ali lo ™ er plötzlich ohne irgend welchen Wrunb und Nonneiidlakett einen die Spitze gestellt, -er vestaitsnhrer ist so wwelegt, baß von .imnqtiimen Tiebnabl beging, der ihn auf rndnere Monate in« allen Orten der Ha..pwerehrel.ie.,ai.g „ach ^Ueb^,evestack- Gefängnis brachte. Als er dann aus der Strafanstalt cnlloffcn wandern.,gcn augettete.. tJ}X*bÄroe2 worden war, beschloß er eine Vergnügungsreise nach Rom -u unter- "'ihrer, nurb burdj b c d-'geg bene U^rsichtskaile Reiseroege nehmen, lernte hort eine junge Dame kennen, b«e ihm gehd, hielt "ach de-n ep««art flw ber großen «arte von, epe«art (mit um ihre Hand an und bei rötete iic in ber ewigen Stadt. TaS den farbig bezeichneien lourmemoegen) auf« beite »""ecklntz,.^ — Merkwürdige babei bleibt, baß Marbum, keineswegs als Hoch -luch der soeben erschienene.»ihrer .Hannover und Hildesheim ist flanier aurrrilt, im (Gegenteil, er ist ein arbeitsamer, ruhiger '■ •1 c-; Mensch, der keine peckönlichen Ansprückw oder Lcibenfchatten hat und von dem Enrag seiner Arbeit ruhig und beschechen lebt. Spielplan der vereinigten Rrantfuner staottpeater. Tagegen scheinen ihm von Zeit zu Zeit klepwmanische Anfälle beim- ©pcrnljaui. » uisuchen. er vermag den Unterschied zwilchen Mein und Tein nickt Montag, ben 21. Angim ' .Der Rosenkavalier.' Tienltag zu cckassen und der Begriff Eigentum ist ihm völlig unerklärlich 22. Angnst: „Ter Wildschütz." Mittwoch, ben 23. August: So beging er auch in Rom kurz nach feiner Heirat roi?ber cinen Ter Ring des Nibelungen. Üorabend: .Ta» Rheingold " Donner»- gcringfugigen Diebstahl bei einem Nachbar, kam ins ilaliciiischc ,00, den 24. August: .Tie romantische Frau.' Freitag, ben Gefängnis, und als er feine Strafe verbüßt hatte, vergaß er es, 25. August, abends 6 Uhr. Ter Ring de» Nibelungen. 1. Tag: zu seiner römii'dnm Gattin zurückzukehren und reifte nach Äal- Die Walküre.' 'SamStag, den 26. August: »NönigSkmbei.- futto, wo füll die Ereignisse roi eher holten; er heiratete, beging Sonntag, den 27. August: .Ulargaictbc/ Montag, den 2tz. August, einen Diebstahl, wurde bestraft und verschwand. Tabei hat er nbeub5 6 Ubr: Ter Ring de» Nioelungen. 2. Lag: .Siegsrieb.' niemals das (Eigentum seiner Frauen angetastet, mit denen er Dienstag, ben 22. August: ,Tte romantische Frau * Mittlvoch, in der kurzen Zeit seiner Ehen stets friedlich und harmonisch zu- ben 30. August geschlossen. fammenleble. Aus diese Weise hat Lionel Mardirrrl), wie eine rchauspielhaur. französische Zeitschrift berichtet, allmählich nicht weniger als elf Montag, ben 21. August'): .Mein Leopold.- Tienttag, ben Frauen und zwar in London, Rom, Kalkutta, Tokio, Meriko, 122. August: „Flachsmann al» Erzieher.' Dlittrooch, den 23. Aug.: iRoubair, Granada, Liffabon, Neutfork und jetzt vor kurzem endlich ,Flack»mann als Erzieher.' Tonnerstag, den 24. August, abends in Bristol geheiratet. Die Pstichiater vermögen sich über den 17*/, Uhr: .Glaube und Heimat.' Freitag, den 2d. August, abend» merkwürdigen Fall nicht zu einigen. Ms man ihm die Frage 17^ Uhr: Anatol-Znlln». Samstag, den 26. August: Zum ersten borlegtc, ob er denn alle die Frauen, die er geheiratet hatte, ge-1 Male: „Der Herr Hoirat. Tonntag, ben 27. Aiignst: .Der Herr liebt habe, erwiderte er: ,Lch bin wohl gezwungen, das. anzu- poirat.' Blontag, den 28. August: Zu Goethes ®eburt»tag: nehmen," und als man ihn weiter fragte, wie er als vermögens- .Iphigenie aut Tauris." TtenStag, den 29. August: .Ter Herr loser Mensch so viele Frauen mit seinem Leben verbinden könne, I Hosral." Mittwoch, ben 80. August: »Der Herr Hoirat.' meinte er: ,^Ich höre nicht auf, mir selbst diese Frage unausgesetzt vorzulegen." Er vermag die Namen der geheirateten elf Frauen genau anzugeben, erinnert sich noch ihrer Gesichtszüge,, - aber er hat vollkommen bergeffen, wann und warum er sie lliante. eigentlich geheiratet hat F. C. Frankfurt a. M., 20. «lug. infolge ber ©einüfe- * Die doppelzüngigen Japaner. In einem mißenite,. die sich auf den Märkten sehr fühlbar ntacht, smd die fesselnden Aussatz der Revue Bleue weist Professor Labrune Preise des Gemüse in der abgllanttnen Woche erhcbltch nach auf die ausfallende Doppelzüngigkeit der Japaner hin, bic oben geschnellt. Man notierte für da» LtuckWeißkraut 10—36 Pia. ben Fremden gegenüber ein ganz anderesWesen zur Schcm Mu b m, H 25-80 .12) Lov.sälat tragen, als wenn sie unter sich find. Wahrend z. B. bte A 96) °Gdfaiol 18-20 (6-8), Salatgucken 35-40 (20), in englischer Sprache erscheinende Japan Firnes unermud- -r^guiien 8-10 (8), bas Pfund Bohnen 80 (6-7), gelbe Rüben lich von der Bewunderung der Japaner für die Kultur 30 (ßj, ParabieSäpsel 25 (12) P>g,, ber Zentner Kartoffeln 6-fc50 der Europäer spricht, strotzen die in japamscher Sprache ^g-3.50) Alk. erscheinenden Blätter von maßlosen Beleidigungen und .. - ' ■■ ■ ----J— Herabsetzungen der Fremden. Ein Mann wie der Universi- wöchentl. Ueberfidit der doöcsfäQe L *. «chß«. tätspräsident Kam ad a schreibt dann, da» „die Franzosen 81. Woche. Bom 30. Juli bis 6. August 191L in den tiefsten Schlamm der Unsittlichkeit versunken sind", I Tiuroohnerzahl: angenommen zu 31,300 tintt. itiOO Mam» Utilitär), im Taiyo kann man lesen, Berlin sei nur ein einziges SterblichkeitSzifier: 23,28 •/„, riesiges Freudenhaus und der Oberintendant des Zollwesens nach Abzug von 8 CrtßfreinDen 10,0 7«^ von Yokohama nennt die Königin Viktoria ein „Weibs-! „ , - . ,, ,, ... Kll,t>el bild". Betritt man einen japanischeii Laden, so wird einem । Narbeti an: Zusammen- Erwachse.re: m der Besitzer mit dem liebeiiswürdigsten Lächeln auf den Lippen entgegentreten, nach dem Brauche der japanischen Galanterie die Hände aus die Kniee senken, und wenn man ' ihm dann seine Adresse angibt, folgt mit tiefer Verbeugung l aber wohlweislich in japanischer Sprache der ehrfurchts- hast. „ . jmSe- 5 man bte|e m« - QU$ bf. sei vsv'.ehmen w anbtvirt zu tt- t aus fol^fn j u[ unfertr efiung fJÄl U und allH,e . bctSan618?' dau»el ."L duck du n pesfeu ° ^oben- öerjd),e&en|U ,hlbflU Ltr iiö geleS11 „. strbältnifie b* adt, zum Lpser gefallen. In dem kaufe hatte sich feit einigen Tagen ein starker Gasgeruch bemerkbar gemacht und man nimmt an, daß das Gas durch Rohrbruch ausgeströmt und aus dem unteren Stockwerk in das Zimmer des Verunglückten eingedrungen ist. In der Nähe von Laasphe wurde die Frau des Kassenrendanten Hartcnack von einer infolge der Fliegenvlage wild gewordenen Kuh förmlich auf gespießt. Tas Tier rannte mit seinem Opfer gegen eine Mauer, fo daß die Frau sofort tot war. Bei Lin z a. R. stießen der Güttckchraubefidampfer „Egon 21" mit dem Salondampfer „Schüler" der Köln-Düsseldorfer Dampf'-, schmahrlsgesellfchait zusammen Der P^rfonendamp er wurde | -MlO-KM RiflCH O AH-KlöM <*\ schädigt, konnte icdoch weiterfahren. Unter den Fahrgasten brach | ■ fr-t X H I L eine große Erregung aus. Niemand wurde verletzt. D H '**• Bei Noville (Belgien) fuhr ein mit mehreren Belgiern TOrk jabek- & agaretten-Fabrik „Klos" o E. Robert Böhme, Dresden, und einigen Deutschen besetztes Automobil gegen einen Baum und Xieferant der frankeren Cabak-fagit. schlug um. Eine Tarne erlitt einen schadelbruch, einer anderen __________7 wurde ein Bein zerschmettert: die übrigen Imassen wurde?! ichwer . , OWrfrt Jnrmv. » ÄSÄfÄÄÄ SÄs-äE iperrt worden. Schmerzen, 'ondern auch gänzlich gehellt werden können. Gerade ---«für die genannten Leiden, die naturgemäß auf das Gemüt depri- s.1. nurrenb wirken, werden vielt ;n der re und naxi) Ge- Entwicklung der deutschen Le den so er siche- brauch fick doch meinens als wirckungslos erwriiende Mittel an- 7-nna 1910 Ein Blick auf die Resultate des abgelau’cncn geboten und wie der llrrnnlend-: nock dem Halme, greift ber \ahreö zeigt die stetig wachsende Beteiligung an der Lebensoer- reibend: nach jebfm drittel, um Nichts unversucht zu lassen und iitberung6 wwie die geroalng- Stellung dieser segensreichen Ein.fichttrn.ick bod) immer roteber out rauft zu werden.. T«i viel« ricktuna in unterem Winickastsleben. Insgesamt rouroen bei Tau-cndo, an Glieoerreiv-n, Rheumatt.mus usw Leiden^n bietet 4 ' deutschen Gesellschaften 15 Gegenseitigkeitsanflalten und 27 sich nun Ausnckt aui ünlung und Dc'reiung von ihren Schmerzen, Akliengefellfchatten in der Todesiallversicherung 1221.7 Mlllionen indem ne das hellkraflige ,^llnol unt> Aniolwatte" vermeng Mark nu abgeschlossen gegen 1096.2 Millionen im Jahre 1909. di cm Apotheken und ^rogenhandlungen zu..ha^mck^Tickelben Der Gefamtbefland an regulären Äapi'aloerslcherungen hat geaen bellen au-gczachnet und ist du DicksEkett EMg »n hervor- 1909 um 747 5 Mlllionen Mk zugenommen ragenden Leibärzten, außer anderen auch von dem bekannten Leib- bdief fS ^91^f ?2.2 &in'^ Tie ®e^amteln» ar?t Sr. Heiligkeit beS Papstes Pms? , Professor Dr. Gmtt« i^mtm betruam im Bericktsiabrc 667.8 Millionen Mark, baoon Seiden, mit beucm Enolg erprobt und begutachtet worden Autz«- napniin oerrugcu , m?,u,nn.'n aui -iinicn und sonstige dem liegen zahlreiche andere .'lnerkennungen von ‘Xutontaten twr, btt $mnögatibeLtdnbe stellte sich bei den Gesellschaften auf 4,0°,b Famllie als FarnllienhauSmittri schien tolta. Milzbrand KD 1(1) Tarmkalarrh 1 Lungenentzündung Tarrn- und Leber- 1(1) 1(1) krankheiten 8(3) 3(3) Nierenentzündung 2(1) 2 (1) 20 • 42,7 268 12,4 49 20 -42 4 20 8 10 8 59 21 -40.6 16,8 10,2 72 . 1 Neu eröffnet! Neu eröffnet! Kaiser-Drogerie Ernst Noll Eck^e Ro'onstrasse GieSSCU Telephon 870 Mitglied der Rabatt-Spar-'Vereinigung Medizinal- und technische Drogen, Kolonialwaren, Farben, Lack und Oele aller Arg Chemikalien, Toiletteartikel, Parfümerien, sämtliche dem freien Verkehr überlassenen Arzneimittel, Artikel zur Krankenpflege, Nähr- u. Kräftigungsmittel, Mineralwasser, Salze, Wein, Spirituosen, Fussboden- Anstrichfarben. Putz- und Waschmittel, photo- : : graphische Bedarfsartikel und Apparate : : Lieferung frei ins Haus Auf Wunsch Anfrage Streng reelle und fachmännische Bedienung 06727 hat es bequemer als sein Urahn; in fünf Minuten ist sein Bad bereitet mit Vaillant’s Gas - Badeofen. Joh.Vaillant G.m.b.H. Remscheid. 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