Die heutige Nummer umsaht 10 Seiten. isch und Bemerkcnswcrr ist barumcr e Wäsche und literarischer Bekamuschafren. sein Besuch bei Gustav Frevtag in 6cm nach ist, ohne jeden | Waschpulver, erbilligung des i großer »rsparnis. pntl. Paketen. iÜSSELDORF. der wellberühmten engung len! Kein vor- i der Wäsche i und Bürsten, - Vr stünd/^5 s Nachspb*. a>* Kernseite ’be Schmlerseik !M billigst * iternus '«Bereinigung. Tel. ir Herausgeber der „Vrcnzbot Italien zu wand« „Was wollen nur die deutschen Müitftlcr immer tu Zlalf 11! Leipzig. .'Uj i)i reißen, also im mittleren Ericiit dec wirtschaftlich aus schlaggebende Faktor werden. Als der provisorische Vertrag veröffentlicht wurde, sprach man in diesem Punkte die Befürchtung aus, das; Rußland die Bahn Teheran-Ehanilin wohl erft am Rim mermehrstage bauen würde, da es dem Pertrage zufolge an keinen bestimmten Termin gebunden sei. Es bedeutet daher einen Erfolg der deutschen Tivlomatie, wenn sie es Durchqesetz: hat, daß in dem abgeschlossenen definitiven Vertrage Rußland sich verpilichten mußte, die Anschluß- ft rede Teheran Ehanttin in Angriff zu nehmen zwei Fahre, nachdem die Bagdaddahiigesellschast ihrerseits die Zweig Linie von Bagdad nach Ehanikin fertiggeslellt hat, und Rußland weiter gehalten ist, den Bau der Verbindungsbahn innerhalb ebenfalls zweier Fahre zu vollenden, wenn nicht das Recht des Baus der Strafe Ehanitur Teheran an Teutschland fallen solle. Es ift begreislich, daß gerade einem £rt, der an der türkischen Grenze liegt, herzu stellen. Somit würde, da die Bagdadbahn den Bau einer Zweigbahn nach Ehanikin plant, Teutschland den ganzen translankasischen und nordpersischen Frachtverlehr an )id) Was nun den Inhalt des Abkommens selbst anbetrisst, so muß man sich, um ihn zu verstehen, daran erinnern, daß Teutschland schon aus Anlaß des englisch-russischen Vertrages über Persien vorn Fahre 1907, in dem Rußland Nordpersien als Inten klärt hatte, daß es in Nordpersteii keinerlei politische Ziele verfolge, sondern nur wirtschaftliche. Fn dem ießt ver össentlichten Ablvmmen hat nun Teutschland, unbeschadet der Aufrechterhaltung seiner Handelsfreiheit, auf alle Eisenbahn, Wegebau, Schiffahrts- und Telegraphenkon- Zessionen verzichtet. Für diesen Verzicht, der das Zuge- stäildnis dec offenen Tür in Nordpersien natürlich nicht bc rührt, ist Rußland seinerseits bereit, dem Ausbau der Bagdadbahn unter Beteiligung sremden Kapitals leinen Stein in den Weg zu legen, sowie des weiteren - und das ift das wichtigste — bei dem Ausbau des nordpersischen Eisenbahnnetzes aud) eine Verbindung zwischen ihm und der Bagdadbahn durch die Linie T e h e r a U - E h a n i k i u, türkischen Grenze liegt, herzu sind noch vorhanden. Später tra: in Raabes künstlerischen Ver suchen die Romantik mehr m Dch Vordergrund und besonders Landstnechtsszencn waren bei ihm beliebt. Fn Rondzeicknungen ieiter ha: Raabe and) in späteren Fahren sein Zeichenlalent noch mend mal au.-gcnützl, im übrigen aber hat er nie beionberen Wert daraus gelegt. Tae anbei1 c Fach, worin er nach oem_ Urteile des Schulzcugni'cs heroorragend war, war der „deutsche Sti| ‘. Wirk mal ine etwas mißtrauische .'(nerfemumg lesen: „Wenn dieser grögtkil Erwartungen. ' Und er wai ntrllid) vom Scrülcr selbst versaßt. Aus die ihn weniger anziehcnden Fächer aber hat sich Raabe in der Sänne nie ton zentrieren linnen, und ein Unglüd ift m das schließlich >ür ihn aud) nicht gewesen „So wie jcyt, stramm, siramm — alles über einen .Hamm, so bin ich nicht hcrauf- ackommen, al'o hörte man ihn wobl schmunzelnd bekennen. «chulstudicn wurden abgebrodjer., es ging ins Leben hinaus — tHiy will lagen in die Ereutzi'chc Buchhandlung IN Magdeburg, wo Raabe als Lehrling euurat. Tie Bedeutung dieser vier Lehr' lingsjahrc liegt vor allem darin, baß er in der mdn gar zu rcge beschaingien Buchhandlung seinen Leiehungcr voll bc'ried:gcn konnte. Taber war rs cm besonderer Glucks'aU, daß sich in der Ererw'chm Buchhandlung die ganzen Sornmentebenc seit der ersten !öälite des 1b. Fahrhunderls in al bi cs erhalten hatten, wo durd) Raabe Gelegetiheu zur Äciuitnis der Literatur auch auf ac- gclcgeneii Gebieten erlangte. Was er in Magdeburg wohl- und ,y sternlos in sid) ausgenommen batte, das hat er dann in seinen Berliner Fabren still in sich verarbeitet. Rid'ts in aus dem Berliner Auicn:haltc gerade für Raabe so charalteristisch, als daß er tn der preußochcu Haupt- und üömgsstadi auch dre .Hlcrnftaoi, die damals noch einen größeren Raum als henr einnahm, 'char'augig zu entbcden und gemütvoll zu beobachten vernand Volksleben, Volksrypcn, Voltstheatcr1 das ur den dichter, dec dann hier, grögtenteils im Kolleg — schon um dic Heizung zu sparen — ferne „cbrcntl der Sve. -.r.'.: schrieb und Damit seinen eigentlichen Berus fand. Äncrkinnend. x ruhen gaben dem iungen Siebter, der nun nach WoN nbültel cinkehrte, Rclie). Su Woliendnaeler Tage, Du nun ivlaien, waren -Lagc des Glücks, er fand dort Freunde — der noch heute parlamentarisch tätige greife Marl Schroder gehörte damals zu seinem Wolscnbüttcler Stammtifchc —, er sand feine Braut Bertha Leiste, die Der Stern dieser schönen Wolfeiibütteler Tage wurde. Ten Abschluß seiner eigentlichen Bildungsiahr.- machte Raabes erste große Reife, die er im Frühling 1859 antrat. Es war r a t eigenttid) eine Bildungsreise, Die der „Literat, schlank, \mare und Augen braun", wie ihn fein Baß beschrieb, ins deutsche Land unternahm. Sie führte ihn über Leipzig und Tresocn nad) Prag und Wien, nach München, Stuttgart und an den Rhein und vermittelte ihm eine Fülle intcrrhaiuer menschlich c Dieser Passus des Vertrages in Petersburg auf ernst iidicn Widerstand flößen mußte, da es uni Die Nonzession jur diesen Bahnbau erst in Teheran nachsuchen muß und damit bei Den heute russenfeindlickicn Persern keine Gegen liebe finden dürfte Daher bedeutet cs ein Entgegenkommen höchsten Grades, wenn Rußland auf diese Bedingung ein gegangen ist, um nicht die erste tatsächliche Furcht der 'rvisbamei Begegnung in Frage zu stellen unb fo Die russisch deutsche Anna! erung zum Schemen werden zu lassen So bleibt im Einblick aus das letzige dcitlsch-russisdie Ablvm- men der entscheidende Eindruck der, daß Die deutsche Dipto matte in der persischen Frage nicht versagt hat Sie hat ui diesem Falle erfolgreich operiert: denn die Preisgabe der etwa ui Rordpcrften von beutidteni Gel de zn erbauen den Eisenbahnen wird mehr als rndilid) ansgewogen durch Den Anschluß der Bagdadbahn an das nordpersisdie und russische Eisenbahnnetz Ter Wortlaut bet Vertrags. Petersburg, 19. Aua. feilte wurde von dem d eu t f ch c n B o t s ch a j t e r, Grasiit v P v u r t a l ö ♦ , und dem ßclluertretciiDcn Minister des Auswärtigen Amtes, Roratow, nachstehendes Abkommen unterzetchnet: Von dem GrunDfav ausgehend, haß Der Handel aller Nationen in Persien gleichberechtigt :st, und in Dtr Ünvägung, vast Rußland in Diesem Lande besondere Fmereisen besitzt, luähriiih TeutschlanD Dort nur .vaudcispolillk verfolgt, haben hie deutsche und russische Regierilng sid, über solgenbe Punkte Artikel 1. Ttt kaiserlich-Dentiche Regierung erklärt, Dan fi ■ ,i. i.: die VIbud. bat, i icblid ( ner timt . di t on j Fjsaban Fcsb und Kl,akh sühn und unter D ir. Breitengrade von Gas Hit die nßjl.muidjc Grenze erreicht, für itai ii Kbörigc» zu untcrflüpen Vi rtilel 2. Sie ruimdif Regierung, Dic von Del per . -1 n . di« Konzession für Den Bau ein« i ■ Ö U II « kl N endigen soll, um 1CNCS Eiscnbabnnev an der lurknd) per- sischeu Grenze an Die timte »actbicl) vatiekin anzuid,ließen, sobald diese Fwctgskcllc der Eisenbahn »onia-Bag- o a ö f e r ti fl g c ft c 111 iß. Nad, Erlangmig Der Monzesnon nun ich Die Bauarbetle» aus Der beicidmclcn Bahnlinie iväirflcitfl zwei Fahr- nach FerligstcUung D«r Zweigstrede ^ahiDich vanrfir begonnen und im Laus« von mer Fahren vollendet werden Tie rusniche Regierung behält sich vor, ihrencits. Die eno gültige Linienführung Der in RcDc ftebenben Bahn fest zusetzen, wird aber hierbei den Wunsche n Der heu liehet.’ liei ii iip ;iiechnung tragen Ti« . werden den internationalen Verkehr auf Den Limen S Teheran und Hanekin Bagbad fördern mio a i VJ1 ts . vermeiden, di ihn von TurchgangSzöllen oder die JlnroenDung von Tisscrenzierungen. Sollte bei Vlblain von zwei Fahren Die Fertigstellung Der Jiuein Urne SaDtDicö- faiietin Der Eiienbahn Üonta Bagdad und der .i.i zrisf genommen si in, fo wird Die russische Regieiung Dic De uh die Regiei-ung Davon bcnadiriduiqcn. Daß sie aus Die .Honjcition lür Die letztere Linie T< i Deutsch« ii Hcgicruiw soll Artikel 3. Fn Würdigung Der allgemeinen Bedeutung, ig d« i Bagdadbahn süt den int e I , vervstichtet um die russisch« Maßnahmen zu treffen, dic bei ■•'imi fremden Kapitals an diesem Untern I latürlidj, Daß für Rußland daraus kein .. i kuniärer oder winfchasilicher Art erwachsen würden Artikel 4. Tie russische Regierung behalt iidi das Recht vor, die Herstellung . geplanten Bahnan>d'lu>ses wi Eisenbahn netz m Persien und Der tiinic Sadibich—Hanekm und) ihrer Wahl einer ’remben Finanzgruppc zu übertragen, anuait - Den Bau selbst aussühreu zu lassen. Artikel 5. Unabhängig Davon, wie sich Der Bau Der in Zwei»eh3rlse- gd SMW wenn zwistigkeiten auf zwei bis drei Wochen der Zwischenakts- Vorhang gefallen ist. Tic Verössenllidmng des Abkommens Hatte fdioti eine Woche früher geschehen lönnen, aber Rußland wollte wohl bei der Spannung, wie ne wenigstens tageweise zwischen Berlin und Paris herrschte, feinen pekuniären Nährvater an der Seine nicht verletzen. Tte Marokkopauie war ledenfalls für die Veröffentlichung des Abkomniens besser gewählt, als jede andere Zeit vorher Nur bleib: es bei dem Abkommen, das doch, nachdem es einmal zu lande gekommen war, gut und gern noch langer tu den deutschen und russischen Archiven balle lagern können, zwctielhast, ob nut seiner jetzigen Veröffentlichung Teutfch land oder Frankreich indirekt ein Tienft erwiesen werden soll. Tenn nock) vor einigen Wochen ging die Nachridit durch die Blätter, das-, der Abschluß des Äh.ommcns über Persien erst dann erfolgen werde, wem, sich Deutschland und Franlrcid) über Marolto vertragen hatten, was dem Wenn es aber schon jetzt veröffentliche wurde, wo dic rnarollauische Frage noch nicht gelöst ist, so kann das nur Den Zweck haben, einen Truck auf Frankreidi im Sinne der Erfüllung der deutschen Forderiingen auSzuitben Weiß man doch in Petersburg zur Genüge, wie ein Ao zunächst nur clsenbahntechnifchcn Inhalts sein, auf das militärisch so schtvache Fraulretck) in einer Zeit wirkt, wo politisch völlig rnatlgcsctzt i’t. So haben wir aud) Ykdrin eine sreundschailliche Tat Rußlands zu erblicken. Dom jungen Raabe. „Born alten Raabe weiß man seit dein September 1901. Raaoe Dagegen iiocit wenig . leitet Herrn. Anbeis zu Leipzig crjcheincnDcs Büchlein „Tcr inngc Raabe ein, Dac - Lehr und Studtemayic recht 'rtuvcigfam, und wenn er urige Nachrichten über j einen Lebeiislaut zu lesen bet am, fo ergötzte ihn das eher; „je mntlnichcr, um Io bester," pflegte Der nlie ectai. dann wohl zu bcmcrlcii. Aber er hatte Dod) auch StnnDcn, wo ei m der Gebelaune war, und feine Mitteilungen sanden eine vor tresssliche ErAäiiznng Durdi feinen Bruder ivtHnd), Der iur -tat fiidjcit und Laten ein bctonders scharjcs Gedächtnis hatte oder sie gar aktenmäßig zu belege» wußte Tas sind Die beiden Caicllcn, aus denen Hruger Die Mnteilungen seiner Schrift gesdwvfl hat, durd) Die nun Raabes Fnibzeil zum ersten Male in voller An schaulichkeit oorv Auge tritt. Es war Diese Fngendzeit Wilheint Raabes nicht anders, als wie fein ganzes Leben gewesen iii: äußerlich nicht rcidt an bewegten oder bedeutenden Ereignissen, um so reicher an stiller innerer Emwidelung und tief wurzelndem Erlebet Tas Ergebnis semei Sdniiitubicn faßte bei seinem llcbergaiige ins praftiidn* Lebe.-, fein Abgangszeugnis mit den Worten zusammen: „Fm beneiden Stil und im freien Handzeicl-nen bat er einen Grad btr Volltominenhc'.l .r.angl. wie er auf Der BilDungsstufe, au' welcher er ficht, nicht häufig il't ' An Diciett Worten ift ebenk* intcreffaiU, was lie tagen, wie was fie verschweigen: Denn cs geht daraus hervoi. Daß tn Denen anderen Tiszivtinis Der Schüler Wilhelm Raabe es nid . gerade sonderlich weil gebracht hat. Taß er ober ein Nicht fluiotihiid e: zeichner.ich.. Talen: besag. Das wird Durch .'trüget völlig bestätigt. Ter kleine Wilhelm pstegte zu Den eiter lieben Geburtstagen kunstoolle v 1 adromischschrciben mu Englem usw. anzusenigen. .11s Dic Mutter Dabei einmal bemerkte, Dic Engel, sollten aber cttvas an haben, io mmienc sic Wit. elm höchst nirtungeeali mit bunten - V . ' .-ud 3-ad;, ließ >ic lange Pfeifen rauchen, gab ihnen Regeniunr-ne in Die vanD, unD was Dergleichen witzige Einfälle me.ir waren. Einige dieser ergötzlichen Bogen I N1, LitteL .A-, I von ^iien Ijj iffi* bClffPirtr flO« ‘ » ’olltcn lieber nach Den Niederlanden gehen. Da ift Das gelobte tianD gcrmantfcher Kunst, Da tollten sie hinzicl.cn, wenn fie etnws brauchbares lernen wollen." Tie beabfithtigic Rci'e nach Ftalun wurde übrigens Durch Die oolitifchen Ereignisse deS Fahl s lb59 uon selbst unmöglidi gemacht Als er im .derbste nad) 2tj!fm* büttel zuruckkehne, war er zum Manne gtreiu Zeug» Devon legt die Höre und id^arfe Sclbnctarafxvrniif ab. Die t in einem Freundesbnesc aus jener Zeit ron fid) felbft gegeben ha! „Tröge unD inooknr tm hoch»en Äradc, bin ich coch o r größten Energie fähig Einen Von'ar, Plan, Wunsch geb ich feiten au’. Fch komme feartnüdig au! Den Gedanken jurüd, wenn auch Fahre fnt Dem ersten Amtauch.n vergangen jint ' li lade niemals »in Trauerfvic. Der sranzönichen Mlainfcr Durd. t .ön ncn. Für Die antike Welt iß mein Verständnis und menu Teilnahme anc geringe. ... Es stecken eine Menge Gegen).' c in mir unD feit trüb.-fier FugenD habe ich midi felbstot. chk.i mit ihrer Analyse beschäftigt Fm gc'ellschaftlichen Lcocn will niemand Den Poeten in mir erkennen: ein ästhetisches Gefpraty kann mich in Den Sunwr jagen. Fch hebe einen Mreis guter Ge eiten, c... gute jtganc unD, ivcnn cs sein mug, einen guten Trunk Tas Volkstümliche satte ich instinktiv au* Von Natur etwas blöDe unD id.cn, werde ich Deshalb oft ’iir f.onörtig und anmaßenö i.. .i, Tem >i ae 'o.l irt- Fhn n meine idullernDe Seele noch . • 1 .■ cern, Si. haben gnoiß ja ou gering unD übergenug daran ' F, Das deutsch-russische Abtommen über Persien. Als im Rovcmbcr 1910 Zar Rilolau in Pvl.-baut weilt«. und es dort zu gewissen Abmadmngen zwiidjen TeutsdilanD und Rußland kam, ßorditc ganz Europa aus TaS europäische Gleichgewicht schien versd-oben, weil Rußland bannt seine cntcntcfrcunDc scheinbar verließ, um sid) der Treibunds Politik anzujdzließcn. Zwar wurde sofort von Paris und London aus m diesen deutschen Hossnungsiocin rcidtlidi Wasser geschüttet, indem man feststellte, daß die Beziehungen Frankreidis und Englands zu Rußland durdi seine Annähc rung an Teutschland in keiner Weise berührt würdcii, es sick; vielmehr bei den Abmachungen lediglich um die Lösung einiger nordperfischer Eifenbahnsragen handelte Aber Rede des deutschen Reichskanzlers im Reichstage vorn 10. Tezernber, in der Herr v. Bethrnann erklärte, bau sich Rußland und Teutschland in Potsdam dic Z u sicherung gegeben hätten, an keiner .Kombination t eilznnehmen, die sid) gegen einen der bei den Kontrahenten richtete, ließ die Lesseutiichkeit noch immer au der Tatsache festhalten, daß in Potsdam etwas ganz außerordentliches geschehen sei, selbst wenn diese Rückversicherung sich, wie man später daritclltc, auch nur auf den näheren oder ferneren Cricnt erstreckte. Diefer wichtigste Punkt der Potsdamer Besprc chungen ist bisher mcht aufgeklärt worden Erfunden aber kann er nicht fein, da Der deutsche Reichskanzler ihn im Parlament mit dem größten Nackidrnck hcrvorhob, unD Hen- fotoenifl kann es sich um ein Gel.cimabkommen handeln, du man ein solches nicht der Lessciillichkeir pretszugeben pflegt Am wai)rscheinlichsten ist noch, daß, tui Rußland und Teutscl' laut) gemäß bett Ergebnisictl der Potsdamer Besprechungen alle zwischen ihnen schwebenden Strcilißleiten, wie in erst er Linie die persische Frage, lösen und schlicknen wollen, mau auf diesem Wege zu dem Ergebnis gelangt, daß der dcutsmc ReicksSkanzler vor dem Parlament in eine beftimmtc Formel goß, ohne von Rußland irgendwelchen Diderspruck) zu eu fahren. Rußland hat jetzt jcbciriaibs eine Richtung in seiner ausioarriacn Politik ciitgeschlageii, die feiner früheren, deutsch-feindlichen direkt entgegenläuft. Tenn ganz abge sehen davon, daß es den sranzosensreuiiblichen Minister des Auswärtigen, Fswolsli, laltstellte, zog es auf Gcuito der Potsdamer Besprechung, die aud) deshalb politisch wichtig ist, weil bei ihr der Zar dem Berliner Hose seinen ersten vsfizielleu Besuch machte, einen großen Teil feiner Truppen aus den Westproviuzeii zurnck — zum Sdimerze der Fran zofen, und mischte sich ebensowenig in die montenegrinischen Handel, wie in Die Marolkofrage. Unter diesen Umstanden will das Fehlen der gegenseitigen Erkläriing Teutschlands und Rußlands, sich in (einerlei Aktionen einzulassen, die eine agressive Spitze gegun einen der beiden Kontrahenten enthielten, in dem viff gestern ojfiziell vcröfsentlichten Ablomincn der beiden Mai)ennäd)tc nicht viel besagen. 4)!a>t darf aber and) nicht daran herummäkeln, daß Das Abkommen über Persien erst jetzt nad) etwa achtmonatlichen Verhandlungen zustande gekommen ist. Tenii erstens wurde sein Abschluß durd) Die Erkrankung des russischen Ministers des Auswärtigen, S a s s o n o w, ntcdlid) verzögert, zweitens aber wünschte die deutsche Regierung eine so deutliche Fixierung des Zn Halts, daß diese umfangreiche Studien in Nordpcriien notig machte, und sich fo der wirkliche Abschluß des liebereintom mens, dessen provisorischer Text ja sd)on zu Anfang des Monats Fanuar dieses Fayres durd) eine russische Note bekannt wurde, verzögerte. Trotzdem ist cs einigermaßen interessant, daß das deuksch-russische Abtommen gerade letzt veroffcntlicht wird, wo in den Deutsch frauzösisdien Marokko- '7^ Gerung teilen • Linien ’vijork :rs -«ÄK. Linie, lr- SaeButg. Nr. 195 Erster Blatt 16V Fahrgang Montag, 21. August 19ß UMehenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberyessen SSsL „»ahme 00° Anzrigen Rotationsbrud und Verlag der vrühl'fchen Unio.'vuch. unb Steinbmderet R. Lange. Redaktion, Eroedillon und vrnderel: Zchulftratze 7. 2nd-: E^:^ür"en bi DOTmfuaq ” y Uhr. Büdingen: $ernfpredter Rr. 50 Heschäftrftekle vahnhofftratze s6>. Anzeigenteil: H. Beck Rede stehenden Strecke vollziehen wird, behält sich die russische Negierung ba» Recht vor, sich in jeder ihr erwünschten Form an den Arbeiten zu beteiligen, und das Recht, gegen Erstattung der von dem Erbauer tatsächlich aufgewendetcn Kosten in den Besitz der Eisenbahn einzutreten. Tie hohen Vertragschließenden Teile verpflichten sich außerdem, sich gegenseitig an allen Tarifoder sonstigen Privilegien teilnehmen zu lassen, die einer von ihnen bezüglich dieser Linie erlangen sollte. Auf alle Fälle bleiben die übrigen Abmachungen des vorliegenden Abkommens in Kraft. * Paris, 20. Aug. In allen Blättern, welche das deutsch- tnssische Abkommen mit fniint verhehlter Uebellaune besprechen, gelaugt der W u nsch zum Ausdruck, daß Rußland gün- stigcreEr^sahrungcnmitDeutschlandmachenmögc als andere Staaten, die zu der Berliner Regierung in Vertrags- Verhältnisse traten. Die .Hauptsache bleibe, daß Rußland allen E n t f r c m d u n g s v e r s u ch e n von der Triple-Entente mit F e st i g k e i t w i d e r st e h c. Tic „N 0 w 0 je W r e m j a" äußert in ihrem Leitartikel ihre Zufriedenheit über das endliche Zustandekommen des Abkommens. Dieses beseitige die Ungewißheit, die Rußlands Schritte in be- slimmter Richtung vorschreibt und ebenso die Mißverständnisse mit dem weltlichen Nachbar, die hervorgerufen worden seien durch den Uebereifer von dessen Vertreter in Teheran. Die volle Einschätzung des Uebereinkommens sei allerdings noch unmöglich. Die Pause in den Marokkooerhandlungen. So ziemlich alle deutschen Blätter sind befriedigt davon, daß eine Pause in den Verhandlungen eingetreten ist und die deutsche Regierung die Möglichkeit besitzt, den Standpunkt, den sie einnehinen will, noch einmal genau zu erwägen. Aus dem Volke heraus wird überall Stimmung dafür gemacht, daß wär mit Ehren aus der Marokko- Geschichte hcrauskommen. Man spricht von einer großen Volksversammlung, in der alle Parteien durch Redner vertreten sein sollen. In der „Tägl. Rundsch." rät der frühere Gouverneur von Kamerun, v. Putt kam er, gleichfalls von einem Vertragsabschluß auf den bisher gerüchtweise erwähnten Grundlinien ab. Ter ganze Congo Fraueais? Kaum denkbar. Also Gabun mit Libreville und dem an den Etat Jndependant Belge du Congo grenzenden Süden.. Das ganze Land ist aufgeteilt in etwa 34 Konzessionen, die mit den ausgedehntesten Rechten, teilweise sogar mit Hoheitsrechten auf undenkliche Zeiten ausgestattet — und die fast sämtlich „Pleite" sind. Also nichts damit. Statt dessen bietet man uns den Norden des Congo Franyais, das sogenannte „Territoire militaire du lac Tschad". Das heißt Bagirmi, Wadai und was darunter liegt bis zum Ubangi. Ja was sollen wir denn damit? Ein unfruchtbares, von fanatischen Mohammedanern beherrschtes Gebiet, in dem nichts zu holen ist als Schlappen. Um dies Gebiet zu besetzen, müßte die Kameruner Schutztruppe auf das Doppelte erhöht werden, imd wir würden für eine ganz nutzlose Sache mit schwersten Opfern auf der ganzen Nordlinie ständig gegen den Islam (Senussi usw., zu fechten haben. Auch Dr. Paul Rohrbach, den man gleichfalls als Sachverständigen ansprechen kann, meint: Jetzt verlangt man von uns, daß wir aus Marokko hinausgehen sollen, und bietet uns dafür einige wertlose Landstriche an dec Kamerungrenze an. Französisch-Kongo ist die schlechteste Kolonie, Die unsere Nachbarn besitzen, und die a l le r s ch l e ch- testen Stücke davon sind diejenigen, die an Kamerun stoßen. Auf deutschem wie auf französischem Gebiete ziehen sich hier teils ungeheure Sümpfe entlang, teils unbewohnte Urwälder, sogenannter „toter Busch". Amtliche Richtigstellungen. Verspätet teilt das Wolffsche Bureau mit, daß der Kaiser am Freitag in Wilhelmshöhe auch den Vortrag des Staatssekretärs v. Kiderlen-Wächter entgegeirgenom- men habe. Ferner schreibt die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" zu der Meldung der „Kölnischen Volkszeitung", die Nachricht der „Nationalzeitung", daß der Staatssekretär v. Kid erlen-Wächter auf dem Sprunge stehe, wegen einer von oben her geforderten Nachgiebigkeit in der Marokkofrage seinen Abschied zu nehmen, sei „von den Offiziösen" von Anfang an unbeachtet gelassen worden: Tasistnichtzutreffend. Die Meldung der „Nationalzeitung" erschien mit dem Datum vom 4. August am 3. August abends; bereits in der nächsten Morgennummer des „Berliner Lokalanzeigers" wurde die Behauptung einer deutschen Minister- krisis im Zusammenhang mit der Marokkofrage als „Heller lln- sinn" bezeichnet. Arn Abend desselben Tages, am 4. August, griff die „Post" in ihrem berüchtigten Artikel die Angabe wieder auf, der Staatssekretär des Auswärtigen und der Reichskanzler fühlten slch zum Rücktritt gedrängt. In der ersten, nach dem Artikel der „Post" erschienenen Nummer der „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" wurden diese und andere Angaben dec „Post" als Ausgeburten eines überreizten Gehirns bezeichnet, eine Feststellung, durch die unmittelbar auch die Meldung der „Nationalzeitung" über eine deutsche Millisterkrisis getroffen wurde. Später werden über diese Krisengerüchte sicher einmal mehr Einzelheiten mitgeteilt werden. Eine große Marokko-Volksversammlung in Berlin. In Berlin ist ein Ausschuß zur Vorbereitrmg einer großen Marokko-Volksversammlung gegründet worden. In der Einladung, die der Ausschuß an alle bürgerlichen Parieren richtet, heißt es: „Die beabsichtigte Volksversammlung soll nicht nur allen Deutschen, sondern auch dem Ausland zum Bewußtsein bringen, daß unser Volk auf Grund seiner Überbevölkerung, seines Fleißes und seiner Tüchtigkeit auf allen Gebieten das sittliche und geschäftliche Recht hat, neue Absatz- und Produktionsgebiete auf der Erde zu erwerben. Keine Macht der Welt kann und darf unser Volk an der Ausbreitung deutscher Kultur behindern." .Als Redner für die Maroktoverhandlungen sollen gewonnen werden: Reichslagsabgeordneter Dr. Arning in Hannover, General A. Keim, Abg. Hecks cher, Generalleutnant von Wrochem, Abg. Amtsgerichtsrat Satt» mann, Abg. Erzberger, Freiherr v. Reiblitz. Kinderlen-Wächter auf Urlaub. Badenweiler, 19. Aug. Staatssekretär v Kld erlen-Wächter ist für einige Stunden hier eingetroffen und im Hotel Römerbad abgestiegen. Französische Rüstung. Die „Deutsche Tageszeitung" meldet aus Paris: Eine eigentümllche Nachricht bringen übereinstimmend „Petit Parrsren" und „Excelsior" aus Cherbourg: Dort sei am Samstag nachmittag ein telegraphischer Befehl des s.Jt a r t n e m i n i ft e r 3 Delcass 6 bei der Marinepräfektur eingetroffen, der anordnet, daß ein Viertel der Arsenal- arbeiter)d)aft ll e b e r ft u n ö e n mache, während die Hälfte des Per)onals, trotz des Sonntags, zu arbeiten habe, um mit großer Beschleunigung sämtliche Unterseeboote und Torpedoboote in Kriegsbereitschaft zu stellen. Von heute ab hat das ganze Arbeitspersonal des Arsenals täglich, bi» auf weitere», drei Ueberstunden zu Stimmen aus Frankreich. Der „Matin" erklärt neuerdings: Wir wissen, daß die Re- gierung der Republik das ganze Volk hinter sich hat das ieft entschloßen ist, sich nicht vor den maßlosen For ' Ein Deutscher als Spion in England seftgenommen. Nach einer Londoner Blättermeldung wurde der Deutsche x a h y m u I B unter der Beschuldigung der Spionage vor den Unteriuchungsrichter in Plhmouth geführt. Die Blätter wollen wissen, dag in |einem Besitz eine Menge ihn belastender Korrespondenz gefunden wurde. Es soll sich um einen Dr. phil. ™ Oberleutnant des 13. Husarenregiments handeln. Er wird beschuldigt, einen jungen Anwalt in Plpmouth zur Gesetzes Verletzung betrmend Amtsverschwiegenheit verleitet zu haben. (In der deutschen Rangliste ist ein Offizier, aus den die Angaben zutreffen, nicht zu siuden.) m^erAbldung 6rii9t "och folgende Einzelheiten: Der Deußche Max Schultz wurde auf einem Hausboot auf dem ^ealmslutz verhaftet und von dem Bürgermeister von Plymouth mir Cmrx;?, erni Beamten zum Verhör geführt, das geheim ivac. Cut turzer Bericht wurde Mitgliedern von der Presse gestellt. Wie es heißt, hat Schultz die ihm zur ^??ehm m der Zeit vom 1. Juni bis zum x?. .August verübt. Der Verteidiger verlangte alle Pa- I.hm gefunden worden sind, zu sehen. Die Polizei- behorde verweigerte dies, aber der Bürgermeister ordnete an, • JL * gezeigt würden. Ein an den Angeklagten ge- richtcter Brrei ist von der Polizeibehörde auf dem Postamt des Aorfes Newton-Ferrers beschlagnahmt worden. Der Brief enthalt Noten von England im Betrage von 110 Pfund Sterling. Verteidiger beanspruchte einen Teil des Geldes für die Verteidigung seines Klienten. Das Gesuch wurde aber ab- xC 31er mag darin liegen, daß man vermutet, oa3 Geld könne von der deutschen Regierung stammen. Das Verfahren gegen den Angeklagten wurde bis zum 28. August zurück- gestellt. Eine beantragte Haftentlassung gegen Bürgschaft wurde abgelehnt. Hesse». Landtagswahl. Die Sozialdemokraten sind auch wr die bevor,»eh.ende Laudtag»waht wieder die ersten, die in Gießen wren Kandidaten bestimmt haben. Nachdem Stadtver- rungen des Herrn von Kidcr len - Wächter zu beugen. Die französische Regierung ist neuen Vorschlägen Deutschlands zugänglich. Das Interesse beider Länder erheischt eine Verständigung, daher glauben wir, daß trotz allem der gesunde Menschenverstand des Herrn von Kidexlen den Sieg über seinen Wunsch, seine persönliche Stellung zu verteidigen, den Sieg davontragen und daß man schließlich zu einem ,W- kommen gelangen wird. Der „Petit Parisien" schlägt eine ganz ähnliche Tonart an. Die nationalistische „Siberte" droht, daß die öffentliche Meinung Frankreichs gewisse Ei nschüchtcrungsver suche Deutschlands verhindern und den etwa von Berlin aus hierher zu entsendenden Geheimagenten, die in kritischen Zeiten die Pariser Hintertreppen zu finden wissen, das Handwerk legen werde. Der „Berliner Lokalanzeiger" meldet aus Paris: In den der Regierung nahestehenden Kreisen wird betont, daß die Fort- führungderBerlinerVerhandl ungen an drei wesentliche Vorbedingungen geknüpft fei. Erstens: Deutschland gibt seine grundsätzliche Zustimmung zu einem von Frankreich durchzuführenden, politisch und militärisch über die Algecirasaktc hinausgehenden Marokkoprogramm; zweitens Deutschland erklärt, daß bei der Regelung der Gebietsverhältnisse in Kamerun und französisch Kongo, Frankreich nicht dec allein gebende Teil sein würde, daß vielmehr Deutschland, wäre es auch nur des französischen Prestiges wegen, den sogenannten Entenschnabel von Kamerun zu opfern bereit wäre; drittens: die deutschen Ansprüche werden in dem Sinne eingeschränkt, daß Frankreich keine Einbuße seiner Verkehrsfreibeit an den Grenzen von Gabon, des Sudans und der Tschadseegegend erfährt. Diese Vorbedingungen, so wird hinhuaefügt, lassen einer auf der Höhe ihrer Aufgabe stehenden Diplomatie doch ein weites Feld nutzbringender Betätigung. Mehrere Blätter ninbigen die Einberufung eines M i- n ist er r atS für Donnerstag oder Freitag nach Rambouillet an, zu welchem sich alle Minister, auch die zurzeit in Bädern befindlichen, unter dem Vorsitz des Präsidenten Falliöres vereinigen sollen. Gegenstand der Beratung dürsten die deutsch-französischen Verhandlungen auf Grund des Cambonschen Berichtes fein. Nack dem „Petit Parisien" wird Botschafter Cambon, der am Sonntag abend nach Paris abgereist ist, bereits am 27. ober 28. August nach Berlin zurückkehren. Der englische Ersenbahnausstand beendet! London, 19. Aug., (11.40 Uhr abends.) Der E is e n b a h n a u s st a n d i st b e i g e l e g t. Der Vergleich zwischen den Eisenbahnern und den Eijen- bahngesellfchaften enthält folgende Bestimmungen: 1. Ter Streik ist sofort zu beenden. Die Arbeiterführer sollen nach besten Kräften sich bemühen, die Leute zur unverzüglichen Wiederaufnahme der Arbeit zu veranlassen. 2. Alle Arbeiter, die durch den Streik oder die Aussperrung in den gegenwärtigen Streit verwickelt sind und innerhalb der angemessenen Zeit sich wieber zur Arbeit melden, sollen von den Gesellschaften sobold als möglich wieder- eingestellt werden. Niemand soll wegen Kontraktbruches gerichtlich belangt ober sonstwie bestraft werden. Artikel 3 enthält Einzelheiten über die Einberufung von Einigungsämtern, welche über die strittigen Fragen beraten sollen. 4. Es sollen sofort Schritte unternommen werden, um die Fragen zu regeln, die zwischen den Gesellschaften und benjenigen Kategorien bet Angestellten schweben, die in dem Vergleichsabkommen von 1907 nicht einbegriffen waren und zwar sollen die Fragen durch eine Konferenz zwlscheii Vertretern der Gesellschaften und Vertretern ihrer Angestellten bis zur Berichterstattung durch eine besondere Untersuchungskommission geregelt werden. 5. Beide Parteien jeDten dem Ausschuß jeden Beistand. 6. Jede Frage, die wegen Auslegung dieses Vergleichs austauchen könnte, soll dem Handels- amt vorgelegt werden. Tie Regierung macht den Vorschlag, daß ein Ausschuß eingesetzt werden soll, der die Wirkung eines EiNigungs--und Schiedsgerichts-Abkommens für die Eisenbahnen prüfen und darüber Bericht erstatten soll, welche Aenderungen gegebenenfalls wünschenswert seien. Ter Aus- Ichuß soll aus fünf Mitgliedern bestehen, nämlich aus Vertretern der Arbeitgeber und Arbeitnehmer in gleicher Anzahl mit einem unparteiischen Ob- maun, unb soll während der nächsten Woche zusammentreten. Er soll die Arbeiten so schnell wie möglich erledigen. Beide tcien haben die Versicherung gegeben, daß sie die Beschlüsse des Ausschusses annehmen wollen. Die Regierung sicherte ferner den Eisenbahngefellschasten zu, daß sie in bet nächsten Session dem Parlament ein Gesetz vorlegen wird, durch das wegen der Steigerung der Arbeitskosten, Ijerborgcrufen durch die gegenwärtige Aufbesserung der Lage des Arbeiterpersonals, eine angemessene allgemeine Erhöhung der Tarife als gerechtfertigt erklärt werden soll. Tie Eisenbahnarbeiter hielten im Hydepark eine von 30- bis 40 000 Personen besuchte Massenversammlung ab, in der fie deschlossen, die Arbeit wieder aufzunehmen. . König hat in einem Telegramm an den Premier- rnuufter Asquith.die Regierung zu der glücklichen Beilegung des Eisenbahnausstanbs beglück w ü n s ch t. ~ o n b o n, 20. Aug. Das Kriegsministeriuni ord- nete an, daß die Truppen sobald wie angängig in ihre Bezirke zurückgefandt werden. In Llanelly begingen die Ausständigen in vergangener Nacht Plünderungen und Brandstiftungen. Als ein Bahnhof-Güterschuppen in Brand gesteckt war, erfolgte eine Explosion. Drei Personen wurden getötet, viele verletzt. Die Polizei ging mit Stocken, das Militär mit dem Bajonett vor, viele Personen wurden verwundet. ordnetet Ed. K t u in m wegen eines Halsleibens es ab! ebnen mußte, eine Kandidatur für den Landtag anzunehmen, haben feine Parteigenossen Redakteur Vetters als Kandidaten ausgestellt. — Für den Landtagswahlkreis G r o ß c n l i n d c n - Heuchelheim soll für die Sozialdemokraten Schneidermeister Diehl-Gießen als Kandidat auftreten. Deutsche Kolonien. Deutsche Kolonialgesellschaft für Südwest - af ri f a. Laut nunmehr erschienenen Geschäftsbericht; schlägt diese Gesellschaft 50 Proz. Dividende gegen 64 Proz. im Vorjahre vor. Der Ueberschuß beträgt 1 309 939 Mk. gegen 1 679 619 Mark im Vorjahr. Es erbrachten die Landesverkaufsrechnungen 100 430 Mk. gegen 676116 Mk. im Vorjahr. Die Bergwerks rcchnung hat 1105 353 Mk. ergeben gegen 1018 452 Mk. int Vorjahr. Die Zinsen betrugen 129 921 Mk. (110 347 Mk), die Unkosten beliefen sich auf 137724 Mk. gegen 137828 Mk. Die Steuern betrugen 189 925 Mk. gegen 301831 Mk. Vor getragen werden 159 945 Mk. gegen 224 394. Man hatte meh: erwartet. Das geminderte Erträgnis wird besonders darauf zu- rückgeführt, daß der Landkauf wesentlich zurückgegangen ist, während die Einnahmen aus Bergrechten nur eine verhältnismäßig geringe Steigerung erfahren haben. Die Haupteinnahmequelle der Gesellschaft werde in Zukunft das Bergrecht sein. Die Erwartungen, die von der Beteiligung an der Deutschen Diamantengesellschaft gehegt wurden, haben sich nicht erfüllt, und es sei der Diamantreichtum des Sperrgebietes überschätzt worden. Srohseuer in Gietzen. Gießen, 21. August. Gestern abend um 11 Uhr wurde die hiesige Bevölkerung durch das Signal Großfeuer aus ihrer Ruh geschreckt. Der östliche Himmel glühte in einem riesigen Feuerschein. Dichte Rauchwolken und prasselnde Funken wurden durch den eintretenden Ostwind gegen die Stadt zu getrieben und erfüllten die Straßen mit einem starken Brandgeruch. In der Marburger Straße brannte das große Anwesen des Landwirtes Sievers und die gc- wattigen Feuermassen bedrohten die benachbarten Gebäude oft ganz bedenklich. Das Feuer, das durch eine um» gefallene Stallaterne in einer Scheuer ausgebrochen war, fand an den Futter- und Getreidevorräten reichliche Nahrung und hatte sich im Nu über sämtliche Stallungen und Scheunen ausgebreitct, wo es an dem leichten Fachwerkbau rasch weiterfraß. Ein in der Mitte des Hofes liegender, großer Haufen Torf geriet ebenfalls rasch in Brand und erfüllte die ganze Gegend mit beißendem Qualm. Die Rettungsversuche. Durch die Militärfeuerwehr und Passanten wurden die Pferde und Kühe unter größter Mühe gerettet, auch ein Teil des Hühnerhofes und einige Schweine konnten in Sicherheit gebracht werden. Vi e rz i g S ch w e i n e und eine Anzahl Hühner kamen in den Flammen nm. Das Geschrei der Schweine, von denen nur einige unter Lebensgefahr gerettet werden konnten, klang schauerlich rurch die Nacht. An den brennenden Gebäuden, die in heller Glut standen, war nicht mehr viel zu retten und nach einigen mißglückten Versuchen mußte sich die Feuerwehr darauf beschränken, die Gewalt der Flammen einzudämmen. Durch Funken wurden auf den dahinterliegenden Wiesen einige Bäume in Brand gesetzt. Weitere Einzelheiten über )en Brand können wir nicht mitteilen, da der Schutzmann Nr. 22 unseren Vertreter trotz seiner Vorstellungen von der Brandstätte verwies, obschon er wie die Herren der Negierung usw. sich dicht an dem Wohnhause aufgestellt hatte. Die Tätigkeit des Berichterstatters ist zum mindesten nicht weniger' richtig, als die Anwesenheit der anderen Persönlichkeiten, denen der Zutritt gestattet ist. Er hat die sehr wichtige Aufgabe, die Rettungsarbeiten genau zu verfolgen und etwaige Mangel zur Besprechung zu bringen. Wie erinnerlich, wurden auch bei dem letzten Brande die Mängel erst nach der öffentlichen Besprechung abgestellt. Besonderer Beachtung bedarf aber die Feuerwehr, die auch diesmal nicht rechtzeitig genug eintreffen konnte. Aber damit nicht genug. Auch diesmal war nicht genug Wasser vorhanden, und ein Feuerwehrmann stand nahezu 10 Min. auf der Leiter bevor er Wasser geben konnte. Auch die Spritze, die von der Pflichtfeuerwehr bedient wurde, gab nur einen jämmerlichen Wasserstrahl ab. Mit welchen! Ernst von einigen Leuten gearbeitetet wurde, mag aus den folgenden beiden Fällen erläutert werden. Mitten im tollsten Brennen um Vi12 etma, wurde plötzlich besohlen, daßdie Pflichtfeuerwehr, die sich längst nützlich gemacht hatte, wo sie konnte, an tret en solle, wodurch die herrschende Aufregung natürlich noch ucr; mehrt wurde. Der zweite Fall bezieht sich nicht auf die Organisation, sondern auf die Disziplin. Ein Mann der Pflichtfeuerwehr war auf der Suche nach seiner Abteilung, als ihn ein am Spritzenschlauch stehender Feuerwehrmann gewahrte, ließ er brennen, was brennen wollte, und richtete den Wasserstrahl aus nächster Nähe auf den jungen Mann, der sich rasch zurückzog, aber auch dann noch über und über begossen wurde. Da er bei der raschen Flucht seinen Hut verloren hatte, kehrte er zurück und wurde sofort wieder begossen. Solche Zustände sind geradezu standallös. Man sollte meinen, daß die Feuerwehrmannschaften für das Feuer da wären, und die Absperrung den damit beauftragten zu überlassen hätten. Nach dem Gebaren des Mannes scheinen dre Vorschriften darüber anders zu lauten. Durch die Verzögerungen m der Absperrung usw. war im Anfang der Andrang des Publikums sehr stark, dann mürbe her Strom durch Militär eingedämmt. Durch das verspätete Eintreffen der Feuerwehr wurde auch ein Nachbarhaus in Mitleidenschaft gezogen, wobei die Türen anbrannten, sowie Kleidungsstücke und Werkzeuge vernichtet wurden. — . gestrigen Vorkommnisse haben wieder gezeigt, daß das Loschwesen m Gießen nicht auf der Höhe stehl, unb bajj es bringend notwendig ist, eine ständige Berufsfeuerwehr hier einzurichten. Zu dem Feuer erhalten wir noch folgende Zuschrift. s. Befremden unb Bedauern ist heute nacht wieder um i/19riirl)mUn9 worden, baß die Feuerwehr erst um /sl2 Uhr Zur Stelle war, nachdem der Brand bereits um rr ttyr rm vollen Umfang ausaebrochen war. Nachdem an dieser Stelle schon mehrfach über die Mangelhaftigteit im ^euerlv)a>ioejeu Klaae geführt worben ist, muß man boa) sagen, wohin sollen Die Zustände in einer immer größer Gleisanlagen zu Kauf xuMiete RoLLbdhnfabrik LFrui1ifta.IL Ar*. 6. erlllche. Letzte Nachrichte». itttn Straßenzügen unserer Stadt ist in den letzten Jahren 'leck aufgeräumt worden und die Zeit wird nicht mehr fern icn, daß die Zeugen der ehemaligen Ackerbauersiabt, die der «Beschichte angehört, verschwunden sein werden. Es wird deS- hold interessieren, daß in den letzten Wochen ein Künstler die Zrzellgaffe in Oel aus die Leinwand gebracht hat. DaS Oelgemälde zeigt den alten Ttraßenzug von der ehemaligen Äynagoge bis zur Walltorstraße mit all dem Gerümpel, den Lagen und Karren, wie sie dann herumstehen. Auch die Tungstätte und die zahlreichen Hühner, die die Straße beleben, sind aus dem Gemälde wiedergegeben. TaS Büd halt Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlichc Wetterdienststelle Gießen. 2Mciterau6hcbien in pesten am Dienstag, den 22. Aug. 1911: Wechselnd bewölkt, leichte Niederschläge, mäßig warm. r und Passanten wurde: nter größter Mühe °e hoses und einige Echiveu ven. Vierzig Lchivcil amen enden Flamm, ae, von denen nur ein !N konnten, klang schauer, inenden Gebäuden, die: gefallen. *• Preisgekrönt. Auf dem Berg turn fest zu SilhelmShöhe errang der Turner HanS Thöt vom z.känn erturnverein mit 75 Punkten den 13. Preis •• Unser Regim ent rückte heute vormittag in zwei brnderzügen ins Manöver ab. •• Ein Oelgemälbe ouS Alt-Gießen. Unter den KL • a6tn mit tinem •8« Strafe brannte t-, I ' .S'e6tti “«* bk , ' btnat^barteti ?2,bai durch eine ut. 2 ausgebro^en w !«»ich! Stauungen u- ■ britt leisten litgtnbr » rasch in tgtlnt ißenbem Qualm. Ws«...... feÄS* lschast - Wt 18 Ste=-4rt$ Ntn?^ ~~ ir u°ch rif11 6evte niern 'L d« ÄS&iL lehr viel zu retten und n: mußte sich die Feuern,, er Flammen einzudänin- batyinterlieg* Ä heitert Eiv'^lheiten äta [en, ba ber iner Vorstellungen M dr wie die Herren der ■’(. Lvhnhause ausgestellt hmn statters ist zum mindern Anwesenheit der ander,, tritt gestaltet ist. tfr b: liettungsarbeiten genau; ur Besprechung zu bring, >ei dem letzten Brande r jcn Besprechung abgejitii' aber die Feuerwehr,l eintrefsen konnte. Aberdane ar nicht,-»ug«°sr cmann stand nahezu 10 .rn r geben konnte. Auch ö vebr bedient wurde, gab nr ,[ ib. Mit welchem Lrr lurde, mag aus den folgen Nitleu im tollsten Brennen r », daßdik PWsltitMtht.b wo fit fi>'* °"tn" Regung »«« ' Mach f*“* -W - °r e er juiua uno .. ibi sind 9«*C fit m ^^damitbeauslraS'' aung d°n" '”llt * .... lehnen des PslerschtaleS dauert das fteuer mit unverminder- eschichtc des Regiments verbunden I ter Hestigkeü fort, es vermag sich aber nicht, weiter auszu- । |Vt. 4,uu. UCi. uivuuiJjung von Ehrenurkunden an die dehnen — In der Nacht zum Sonntag brach im arneri- PÄen- m t ei x ftr c « r w k • k Veteranen des Verbandes Nidda sand nach einer sehr bei tonischen Bergnügungsparl in Marseille ein Groß- •• Verhaftet. Anfangs Juli b. 36. wurden m her <ä(lifl aufgenommenen Ansprache des Präsidialmitgliedes , euer aus, das sämtliche Schaubuden vernichtete. i Sühe von Dauernheim und Echzell zwei 14iahrige Mädchen hassia, des Bürgermeisters Ritter aus Laubach, die Kleine Lageschronik. vcn einem jungen Menschen überfallen und vergewaltigt, offizielle Feier an dem Geburtshause KattreinS ihr Ende 3n Heilbronn wurde unter dem bringenden Verdacht. I ‘ ix-n Ermittelungen der hiesigen Staatsanwaltschaft gelang eS I Bon 12 bis 1 Uhr fand noch Konzert auf dem Marktplal Idem Grafen de Passt, zur Flucht auö dem GefänoruS verliolsen i Bt.n den Täler auSsindtg zu machen und in Mainz z>> und nachmittags in Krafts Garten statt. Das Fest ivurdei"i haben, der (^efängm-warter Metzger verhaNet. - efcger verhaften. ES wurde festgestellt, daß an dem fragl.chen abends mit einem Ball in Krafts Saalbau abgeschlossen Hat| JU Hendon schoß der Schweizer «tage ein in Rainrod bei Schotten bei dem dortigen Fuhr- Krtts i.autervaa). Hanvand,em Schüler von Bläriot, auf hm Geschäftsführer i niann Seipel bedienstet geivcsener Knecht, auf den die Be-1 A Engelrod, 19. Aug. Em neues 3 n b n ft r t e • I baraut schoß er auf dm Geschäftsleiter Blsriot und gab schließ- Icireiduna der Mädchen paßte, entlassen worden war, der sich werk ist in unserem Tart im Entstehen begriffen. In lich vier Schüsse aus sich selbst ab. „ .11 der 20 Jahre alte Ludwig Höhn and Ober-Hilb.r-heim «rund zwischen hier und soSrgenau haben unter Leitung heb I »m K^'N^-chcid-^ ^?su»!7 den » in Rheinhesien entpuppte. Höhn ist bereit« zweimal wegen LbersteigerS Schuhmann Lchurfungen und Bohrungen Mönch zu beUeigen, abgestürzt. D»e Jün* würbe Notzucht vorbestraft und wird sich vordem nächsten Schwur- "ach Eisenerzen stattgesundcn. Dabe, hat man Lager von ,^ch Lautcrbrunnm gebracht In Zinat (frantxm Wallis' ist in verantworten haben Brauneisenstein entdeckt, die biS zu zwei Meter unter bei eine achtzehnjährige Touristin aus straßbura beim Edelweiß- ' •• Entwichen. In der Nacht auf den 16. Slugust 'N 0b»fläche lagern und eine Stärk ”on “oJ"11” ^be''; ' ^n tolöIlm aJnStlfarVaCntr im »cta $H*n at§ der LandeSirrenanstalt Hep penheim der gemeingefahr- L.aS Erz ist sehr elseuhaltig und lagt »um grogten Teil m> Tampsboot des Lmimschtsses „Posm" hren von der hiesigen Strafkammer zu 16 Jahren Zucht- Rixfeld beitragen wird. Unfall wurde von den Sd>iffcn auf der R-ebe tanm banrrft1, ijcu6 verurteilt wurde, er führt stets Waffen bei sich, ist von «rfl5 «rifODtTfl. . . alS Lichlraketm und Scheiruverfer aus die Stelle amichtet tmrrden 'lorkem Körperbau und 32 Jahre alt. \tJt L. Dor he im, 20. ?(ug. Das Solms-Rodelhelm»- angeslrcngter Tätigkeit gelang es, alle 28 ÄMM zu rdltn. uoaein norperoau uno " sche Schlön hier, rote der anl'.egmde Park an denen dm Tic Ermordung eine« Polr-isten durch einen LanoirtU Gikgen. ganzen ^ommer über gearbeitet wurde, sind soweit hergestellt. I x ein S Georgia) veranlaßte eine Noger-etze Sechs = Beuern, 19. Aug. Anläßlich beS Gedenktages ber diesem Lerbstc wird das Schloß, das einige Jahre leer s^cgfr nnrrdm erschlagen. 100 ausgepeitscht und dann an» tzchlacht von Gravelotte würben die hiesigen Veteranen stand, wieder beuwhnt roerdm. Drei Schwestern des Grafen gejagt. Die jkirchm, Schulin und Wobnhünjer der tm vergangenen Freitag in besonderem Mabe geehrt. Nach, worden d">«"»>ebon «heinhefien | »ta »iHn..» inttagS 5 Uhr wurden bie fflef.ierten m baS Bürgermeisterei. dB.ngen. 20 Aug Tab beute abgchaltone Rochubfesi Märkte. ku.leau geladen und sie bekamen dort von -öurgennciner roar gut Um 8 Uhr setzte sich von der Pfarrkirche ni wiirde der Zentner mit 9JIL 4^0—6.00 bezahlt. Dagegen L. nnn ar.™ 7n/71 mrrfenh nab der Büraer- und Buschen im Freim vor dem '.lustenchore -er Rochuskavi'lle sainen von Oberhesten mit der Eisenbahn Heuzulnhren an den bw ernften Tage von »vno 70/71 werfens gaooer^urger batten, begann das Pontifikalamt, das von dem B.scho, .,Adtilchen Wagen zur Verdingung, da« am Gedingung.ort frei n»ister dem Wunsche Ausdruck, daS schlichte Ghrengeschenl l qjjain^ Dr. 5t* ir ft e i n gehalten wurde Di«' Festpredigt Eisenbahn-Waggon mit D/k. 8.80-4.00 bezahlt wurde. mSchte den Veteranen noch viele Jahre als em wohlverdientes Pg^r N orb er t aus dem Predigerordm von Wien. Sparer - Kuheplätzchen dienen. Veteran Lepper dankte für sich, zerstreute man sich in dm Kaffes, Bier- und Wernzelbm, die in f-wie n-mm, scmer i.brigrn Lam-rnbrn für reiche Ehrung. Er ließ den alten Soldatengetst noch einmal 1 vjtjfgcrfoSfjm nritgingen, waren reich mit reifen Trauben versehen e»sieben, und gedachte in schönen Worten der -tage von l Woche hindurch finden Walliahrtm aus Büdesheim, Dieters 11 Lmtschlands Erhebunq. Eine Nachfeier in der Restauration heim, «empten, Gaulsheim, Ockmheim, Dromersheim Gaualges- Zur Germania- wo die alten ftrieqer noch einmal ihrer be.m. für die Rhein, und Nahe-Gegend der Trierer Twzese, den ~ " , 1 9 „jJx.,- hfirfilnfe föun^rüd, den Kanton Ingelheim, die Psolz, den Rhemgau und irrlebmffe in dieser großen Zelt mit yumor gedachten, beschloß Qm unb Sonntag nochmals für alle statt, diesen schön verlaufenen Ehrentag. □ Ettingshausen, 19 Aug. Da von hier, wegen bcrl «_ öiaul und Klauenseuche fein Bich abgcsetzt werden darf, s ch l a a)-1 ,: len die Landwirte das Vieh selbst und verkaufen es an drel^o rrger Lttsdürger. So wrrd das Pfund Kalbfleisch für -----2 \QQle- roar Tie frauzofischen Rüstungen. Calais, 21. Aua. Ter hiesige Seevräsekt gab den Arse- Kreis Wetzlar. I nalatbeitem befamtt, daß zur schleunigen Instandsetzung tar °0 Aug Tie Bereinigung ehe-Ider Unterseeboote und Torpedoboote Heber- V . ttt „ ,. „, r „Ofr' ninn Ger «darf die beute nachmittag hier stunden gemacht werden müßten. Bier in Cherbourg liegende I tagte, rar au» allnt Znlm brf -Ir'dieä gut bcfudtL SS ^rrben Untmeeboott erbjrftm bte »ntung uroerjügltd) nach thron ftän, - - — ---- ic-tzt schon eifrig Vorbereitungen zu dem 100jährigen Regiments ölgen StatwnSott Cala,_ ^kau^' R «.«..x c ubilaum getroffen, das mi August 1913 gefeiert wird. TaS Zum eogl.schen Ausst-nd.z = Leihgestern, 21. 2lug. Wtc alliabrhdi, so Der- ^eqiracnt nmrbc am 5. Nov 1866 als preußisches Regiment I Liverpool, 21. Aug. Zn einer gestern abend, von dem ;infhiltete der hiesige Kriegerverein auch diesmal wieder neu gebildet und in Wiesbaden 1. Bat.), Biebrich I AusstandSkomitee abgehaltenen Versammlung wurde beruf feinem in der Brückfchen Sandgrube befindlichen Schiemtand l .- dat.) un^ Dellburg (3. Bat. stationiert und liegt jetzt in I schlossen, alle Seeleute, Lafenarbeitcr, Fuhrleute, Stewards und tn den beiden letzten Sonntagen cm Scheibenichietzen.t Vjesbadeti 1. und 2. Bat) und vomburg v. d. H. (3. Bat.-. I die anderen unter dem Einfluß des Komitees stehenden Angehörigen kas bei reger Beteiligung einen schönen Verlaut nahm. Die aus- — > - - — I deS Schiffahnsgewerbes anzuweisen, die 2Ebeit morgen Nicht eei'etzten Preise wurden wie folgt errungen: 1. Preis mit 35 R. ßrAfebntr in ft(»r (hnflidion Sdbrif Iwieder aufzunehmen, da das ErgebntS der Verhandlungen L?uis Seipp. 2. mit 34 Wilh. Schäfer, 3. mit 33 Gg. Leun. I mrOoJcUri II V I ’ o • I m,t tien Verladern no aussteht. Ter Beschluß erstreckt lich l mit 33 Ldg. 5)aas, 5. mit 32 Wilh. Häuser II., 6. mit 32 d. Rüsselsheim. 20. Auy. In der vemangenen ^tod»: I au; «roa 50000 Mark ßa* Heß II., 7. mit 32 K. Textor, S. mit 31 Gg. Leß II.. um 12< Uhr brach in der Ovelfchen F a b r i t & r o ßftu c r * cT mit 31 K Tenor. 10. mit 31 ft. Webrum. 11. mit 31 eute fand bier die enacrc Kastelec Pionier^Feuerrochr. bie 61er Artülerrc, bie 87er um Luftschfff heute morgen 4' . Uhr an. 2er Erbaroßherzog wr. /rm pi ftermabi 'ron'rhen h<*n EHhru in her ersten 8Ser Regim ems-Feuerwehren tätig. Das treuer roar nt bei und Ltaatsminuter Bon an machen bie Rucktahrt nach Berlm mit. für Nähmaschinen und Fahrräder ausgebroch^ 21 u 119 a r t. 21. Lug. Der M a m m g a t n f t> i n n c r ci Vahl siochstbcstimmten Landtdaten, Kaufmaim^afpar Rans. l gewaltige Brand vernichtete fünf Trabnfgcbäube unb zwar IBietigheim brach, roahnchnnlich durch Sclbstent-ündung, it«d Beigeordneten Marl Kvnrad tyulbat, )tritt. Gfenxihlt I Perpgrträume. die Abteilungen für Nähmaschinen und Fahr I G r o ßs eu e t aus Die Kämmerei wurde vollständig eingeäschert, trurbc Ranft mit 239 Stimmen. Fuldat erhielt l-^O>räder, die Dreherei und Fräserei. Das ^roße neue Gebäude - ■ - ---------- Stimmen. Fünf Stimmen nmreit ungültig. Bon 430 Wäh m dem der Mowrwagenbau. die Lackiererei. Schreinerei, Sämerei, I lern hatten mitchin 394 von ihrem Rechte Gebrauch ge- Sven gier ei und das 3ägen*erf sich befinden, blieben vom F«ter imacht, während im ersten Wahlgange für sämtliche fünf I rm'droni. Auch die flroB® JOobDorrate fuu> oenchont geblieben, »lätbatrn Wammen mir 349 Stimmen abgegeben nrorben Tie $f5rtnerei der «gbrck ,ff rnederg^Mmk imb dann- !nL x»r°n. Die 'Beteiligung bei der Stichwahl war mebrale -^brckm« 92 Prozent der L>trnlmbercchttgten Man kamn annetpnai, ^eit -^ £anc, darunter auch Pwmere. d«ß fast alle Wähler gewählt haben, bie dazu imstande .,^mHckt, bat sich nid« bavahrheitet. ES ist bei dem Brand, iDoarcn, da einige verstorben, mehrere durch Krankheit oder I DCT .^n Stunden roäbrtc, niemand verunglückt. Direkt vom nine Reise und einige wenige wegen Steucrrückständen nicht i Main au- wurden die Sontzeu durch eine Maschine mit Waf er I Mühlen Sonnten. Ter Wai>llcunps war scharf, die Wahl I gespeist. Gewaltige DassermQig en wurden ^2 biedr^nwenj vtttlisj aber ruhtL, 'Gebäude geworfen. Tie Fabrik beichaftigr -urzett 3o00 ASetter, Färbenden Stadt führen, wenn nicht gründlich Abhilfe ge-| Ärrid Büdingen. f davon bürftni vorläufig 2ono bdthäftigimoflp# *I*T .iaffrn mitb. Sibba, 20 »ug Aftern birft ber 8or f 4u i I Ter omilnte S>eni*L unb M r e bit 6 r r c i n feine »aup t b e r f am mf u ng ab mi[ t^himbabn Berber ^Tsatwn i»ll 0-^ Tie Stallnnaen unb sdwunrn her 6o!Tntebt5 Oekonomkn Aus dem Gestbüftsbemcht war ein gutes Osefchäflsiadr pU ntQn wn bxe. fünf 5Phllttmm\ ist aber - cvers in ber Marburger strafst brannten fleftern abenb voll -1 erfdjen. Bei der Wahl des Vorstande- wurde Wertest•? \buTf-f: - "big nieder 40 -tück -^oeine undeine Anzahl vuhnerl jchreiberafpirant Wilhelm Mann hier mit l(Ni Stimmen Von ander.-r Seite inied im- noch berittttl: Ter Brand r-rannteu, d«» Rmdoieh und die W«de wnnten "U grof.ee IRechner gewählt Ter seitherige Rechner, Louic- Udl,!begann nacht> '.2 Ubr in der Nickeln ber .labrrad- unb J "dc (flrr?trt0,*?erb^; I erhielt L Stimmen maf Nr 25 zu Darmstodk an Nm LSfchardnien ,n . n lau heiligten sich nicht nur fast alle Bewohner Niddas, sondern ? Auto ui o b»l s ab r i f a n l a g e n und unversehrt ge- ®im»n, 21. '.'lugufi 1911. auch zahlrnch« «eteffrtt be» »eiben non Sbamborb auo »lifben. bo» ift b« Srrf^a «ai^^brnfnna L»U. LandeSuntversttat. Ter ordentliche Pro- der näheren und weiteren Umgebung. Die Familie des Ok -0 0 00 F a d r r ä d e r mid 3 ^ 00 0 d m a s ch i» e n siich sissor der Philosophie Dr. Lark GrooS Hal einen ehren- seien en. dessen Bruder und Schwester, welche wegen zu hohen u°nohn nn ^Rent^ffirübrr übrig 'llen 9hif an die Universität Tübingen erhellten, dem er Alter- und der großen -itze nicht hierher kommen konnten, -g Leute criittnTbei den^Renungsarbeilen lei (hier c Ver- im 1. Okwber folgen wrrd. roar durch ihren Sohn, Hauptmann a. D. und Postdireklor Itzungen. Ter ©ranbidxiben betrögt 3'. bie 4 Million« — Der erste Regen seit dem 4. I»Ui ist, aller- fkattrein in Elsterwerda vertreten Von dem 4. Hess. Ins -1 Mark, woran uinuui-i Vers i cher un a^esel l scha f ven beteiligt sind. bina< nur in sehr bescheidenem Umfange, heute morgen Regiment (jetzt 118er), dem unser berühmter Landsmann Ter Ausbruch des Feuers ist jedenfalls auf Selbstent»ün- • -<«— 11870 alS Hauptmann angehörte, war Major Bühler aus *una zurückzufübren. Ter Betrieb wird mit inlhr der übrig« rsr sä»*58ä ä"ä »sÄäemM s, sä'« ÄX säStsk» is: