cb; tüt den Anzeigenteil: H. Beck. Nr. 165 Erstes Blatt 161. Jahrgang Montag, 17. Juli 1911 Ter «lefeener Hnjelger J3S&& W jjX ^SjT W Gichencr Anzeiger crnipred)-Slnfdjlüiie J9 WL)r WIW General-Anzeiger für Gberhefjen Annahme von Anzeigen Rotationsönid und Verlag der vrühl'schen Unio.-Vuch- und Zteindruckerei H. Lange. Kcbcftion, Erpedition und Druckerei: schulftrahe 7. d.s vöniuu-'i' "ü"üh" Büdingen: Fernsprecher Nr. 50 cheschäftrftelle vahndofstratze f(»a. Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. nie» finde. ritten Macht u, solchen Ser* Im ii die schon am r London, zelner eine gante Stabt leiben? Es ist jetzt viel von der orohenden Konkurrenz der Universität Frankfurt die Rede. Selbstverstänblich wirb, luenit man das freundliche Gesicht (Gießens grundsätzlich verdirbt, der Zuzug abnehmen. Sie Stabt besteht jetzt schon aus lauter Lheaterkulisfen und Ter junge Leutnant blieb bei der Aufnahme von Palästina bis nach dem Berliner MongrcB, ließ jid) wieder altiv zur Ausnahme von Cvvern kommandieren, jvielte daraus eine Weile Mili- tärkonsul in Crserum, iand aber, das; er doil weit vom Schutz sei, sehrte nad) Zypern zurück und tzarrte geduldig oder ungeduldig weiter, bis irrt Jahre 1 trauter Mann sofort angenommen und erhielt eine von den zwei zunächst verfügbaren Stellen als Major bei der Kavallerie. Es war bei den hohen Bezügen für die ausländischen Lrganisaloren teilt übler Anfang. Sott) es follte besser kommen. Ser neue Major erwies sich bald als Organisator, als Führer, im Verkehr mit den Acuten, beim Nachrichtenamt und sonst in allen erdenkbaren Verwendungen als ein hervorragend brauchbarer Mairn. Jm Jahre emp gegenüber zu verletzen. Es zeugt deshalb von einer hohen Befähigung dec Londoner Diplomatie, wenn sie es verstanden^ hat, die Erneuerung des Vertrages von 1905 über bas Jahr 1915 hinaus bis zum Jahre 1921 in Toiio burchzusetzen, wenn auch mit einer Umformung seines Jnhalts, die durch das englisch aincriianijche Schiebsgerichtsabkommcn veranlaßt ist War England vor dieser Erneuerung seines Vertrages mit Japan zweifellos gezwungen, sich im Kriegsfälle mit der Union auf die Seite Japans zu schlagen, so heißt cs jetzt im Artikel 4 des erneuerten englisch-japanischen Vertrages: „Sollte eine der lontrahierenben Parteien einen allgemeinen Schiedsgerichtsvertrag mit einer dritten Macht schließen, so wirb abgemacht, baß bei einem r,x:....." ' ttc ich direkt in der fofcm nur £0 eipzigerstr. Qq Frankfurt a. M. verlangen zu wollen, i Günstigste Sousgelkgknbt- ] :rd) Wegfall hoher IBcrfoei- I ;sen. - Äar in der Fabrik ; ifee Läger von ea. M tmenten in allen Stvlartif ätzen und Preislagen. Zahlung - Miete - Ai mung der Miete bei Sfrkw nach Vertrag. < italoge gratis und trinke. Stimmungen vor mrck rtsenes Personal'. lalänr-Pianos — Ter letzte Gang der a l» b e m i i d) e n Freiheit. Zn Jena har man, wie der Köln. Ztg. geschrieben wird, bis ata-» bemiid'c Freiheit dieser Tage zu Gr^be getragen. Sic Teutonen märens, die das Leichenbegängnis übernommen hatten, und sie l-allen wahrlid) Grund dazu. Ser Bürgermeister, der die hohe Polizei unter sich hat — lein Warne ist Müller — ist der übermodernen Ansicht gewesen, datz cs ein Verlctzrshindemis bilde, wenn die ^rubenten an langen Tafeln auf dem Gehweg sitzen und den Fußgängern einen Umweg über den Jahr bim ni anmuten: und so verbot Sr. Müller den Teutonen, fürder auf dem Bürgersteig zu sitzen, zu zechen und zu fingen, und verwies sie in ihr Haus und ihren Garten. Sie Antwort war eine fürchterliche Kundgebung, die die allergrößte Heiterkeit hervvrriei. Zn langem Zuge ginge durch bie ammengezogene große veimatsflotte genügende Sicherheit bot, und für Japan die Aussicht auf einen Krieg mii ter Union, vielleicht auch mit China, ivo in beiden Fällen England laut des Vertrags gezwungen geiucfen wäre, sich ans die japanische Seite zu Lord Nitchencr Statthalter in Aegypten. London, 16. Juli. Lord Kitchener wurde zum britischen diplomatischen Agenten von Aegypten ernannt. Lord Kitchener ist 63 Jahre all. Ein alter Soldat wird zum Siplomateu ausersehen Nicht alle Engländer sind damit einverstanden, obgleich die Bedeutilng von Kitcheners Persönlichkeit überall anerkanitt werden mag. Sie Liberalen hegen ein altes Mißtrauen, einen Soldaten an 'die Spitze einer Zivilverwaltung zu stellen. Aber, so sagte ,,Daily Chronielc" schon vor ein paar Tagen, es herrsche zurzeit in England „eine wahre Dürre an tüchtigen, für den Reichs - dienst versügaren Männern." Lord Kitchener hat eine seltene und loechselvolle Laufbahn hinter iidi. Sah er, so entnehmen wir einer Sarüclhmg des Londoner Mitarbeiters der „Köln. Ztg.". einer irischen Soldaten tamilic entstammt und im Januar 1871 nach Vollendung ieiner militärischen Studien auf der Akademie in ^Woolwich L'ssizier im jngenieurkorps wurde, ist bekannt. Sie, «agc beriditet, er ict nadi bcftaiibcncm Ezamen im Jahre 1870 nach Fran kreid) ge^ gangen, um iidi ans dem Kriegsschauplätze umziisehen, und habe ingar eine Weile in den französischen Reihen gekämpsi. Es i)t ivohl nur der erste Teil dieser Geschichte richtig, denn andernfalls hätte man in Frankreich, wenn nicht früher, dann doch iväter, die Sad-c sicher nicht verschwiegen. Eigentlichen Dienst bat der junge Offizier daheim nur von 1871—74 getan. Seine Vermögens Verhältnisse waren ücmlid) knapp. Es zog ihn in die Weir hinaus, und er trat zu einer 3eit, wo es im Cffcn zu rumoren begann, nach unseriu Spradigcbinud) n la suite seiner Waffe, zur Verniejfung von Valästina über. Seit ivar Gelegenheit, sprachen, Singe und Menschen kennen zu lernen, man war nidit übel gestellt und war rulleidjt bei der .’öano, wenn iid> eine YUNMgc Gelegenheit bot. Es galt aber, eine ganze Weile geduldig aus- Dalten, Ins bieje Gelegenheit tatsächlich kam. .JUL LI,LI in lujuiivii *-,‘**-W ................ „Chaussee" hineinwünschen Man mag noch so oft durch die schmale Spalte, die unmittelbar aus hohen Straßen auf den Wicsenweg führt, hinausgetreten fein, jedesmal wird man wieder das gleiche. Gefühl der llcbcrraschung und Befreiung bei diesem schönen, weiten Naturbilde emp- inben. Es ist gleich hervorragend zu allen Jahreszeiten, nicht am wenigsten im Winter. Ser freie Blick, der ungehinderte Sonneiischeiii an klaren Wintervormittagcn, gibt in nächster Nähe den Genuß, den man sonst erst in einer Winterstation findet. Ein solcher Spaziergang üt auch für verwöhntere Sinne ein ganz ungewöhnlicher Naturaenuß. Aus meiner Erinnerung weiß ich fein ähnliches Bild aus anderen Gegenden zu nennen. Also Gießen schütze deine Wiesenlandschaft! Sie Verlängerung der Straße wird, da die Wiesen fein idealer Baugrund sind, und bie klimatische Lage zum Wohnen nicht gerade anlockt, an Eleganz nicht hervorragen, und wir Gießener haben statt eines erfrischenden Spazierganges zu unserem Stadtwalde einen Kanal voll Stabtluit unb Familienleben zu burchwanbcrn, ehe wir ins Freie kommen. Was helfen alle Naturschutz-, Verschöne- rling-- unb Berkehrsvereine, wenn unsere Stabtvcrwaltung sich immer weiter bestrebt, bas Bebürfnis ber Einwohner nach Lust und Licht, wo es geht, e'inzuschränken. Diese Neigung wird dadurch aufs neue illustriert, daß man gestattet, bie obere Süd-Anlage durch himmelhohe Häuser einzubauen. Einer dieser Wolkenkratzer steht schon unb wenn bie Häuserreihe nach einigen« Jahren ausgebaut sein wirb, so liegt dieser Teil ber schonen Anlage im Schatten. Wenn bie Stadtverwaltung nur eine entfernte Zuneigung zu den Grazien besäße, so hätte man hier nur zweistöckige Häuser zulassen dürfen, womit man doch schon in der Lst-Anlage einen schwachen Anfang gemacht hatte Es erscheint als Widerspruch, für eine Stadt-Anlage erhebliche Ausgaben zu machen, unb ihr die nötigen Lebensbedingungen abzu- schneiden. Die Erfindung, Pflanzen-Anlagen oi;ne Licht Isu pflegen, ist nun einmal, Bureaulratius zum Troy, noch nicht gemacht, falls man nicht anr Ehampignontuliuren im großen reflektiert. Natürlich werden auch bie Häufer- Juli. Sie Blätter sprechen ihre Genugtuung über den neuen Vertrag mit Japan aus, ber ben Frieden in CItalien fiiv ein weiteres Jahrzelmi sichere unb England im Falle eine s K o n f l i ft es Japans mit A rnerika hon her B ü n b n i s pflicht befreie. Weiter wird betont, datz Japans Zustimmung tu ber Abänderung des Vertrages eine Fortsetzung feiner Politik ber guten Beziehungen zu Amerika bedeute und daß ber neue Vertrag bie Unterstützung ber britischen Kolo- MW * S-yKU trage für diese kontrahierende Partei keine Vetpflidilung Herbeigesührt merbeu bars, gegen eine Macht in ben Mrieg zu ziehen, mit ber ein Schicdsgerichtsvertrag abgeschlossen ist" Danach fd:eihet also Entzland al Bundesgenosse des Mikadoreiches sür einen amerikanischen Kriegsfall aus unb trägt damit der englischen Bolksstimmung, loivie der Auf- rechterhalnlitg des Völlersriebens Rechnung. Das ist ber springende Punkt bei ben jetzigen neuen Veieuibarungen, Juli in Kraft getreten sind Stüöterwciterung in Sieben. Jn Nr. 161 haben wir unter der Uebcrschrist: „Sic L a g^e des zukünftigen Amtsgerichte s" ben Au trag des Stadtverordneten Prof. Sr. Sommer abgebrudt, der ber Stadtverwaltung den Vorfchlag macht, den Weg nach dem Philosophenwald zu einer möglichst breit anzu legenben Fahrstraße umzubauen und mit Bäumen zu be pflanzen. Hierzu erhalten wir eine Zuschrift von Prof. Sr. Hansen, die sich mit äußerst schwerwiegenden .Gründen gegen diese Anlage ausspricht unb ber weitesten Beachtung wert ist. Prof. Sr. Hansen schreibt: Als Ausschutzmitglied des Vereins „Naturschutzpark" in Deutschland unb Oesterreich, ber sich nicht bloß bie Anlage von Naturparken, sondern auch den schütz von Naturschönhcilen angelegen lassen sein will, gestatte ich mir, gegen den in Nr. 161 des „Gieß. Anz." abgeörurften Antrag des Stadtverordneten Sommer einige Einwendungen zu machen. Der jetzt amtlich vorgelegte Antrag empfiehlt die Verlängerung der L a n d g r a f e n st r a ß e bis zum Philosophenwald. Durch diese Anlage, bie vorläufig nicht als eine dringende Forderung für bie Entwickelung ber Stabt gelten kann, würde einer ber schönsten, unmittelbar von ber Stadt zugänglichen Wege unb eines ber originellsten Lanbschafls- bilber, zugunsten zunächst vager Stabterweiterungspläne vernichtet werben. Ser im „Gieß. Anz." verossentlichte Vorschlag ist zu wenig klar gefaßt, um erkennen zu lassen, wie das Projett in Wirklichkeit aussehen wird. Unter Verlängerung einer Strafe kann nur bie spätere Bebauung mitbegriffen werden. Somit würde, da man doch wohl nicht an einen bloßen näuscrschlauch zum Philosophemvalb denkt, die Verdrängung eines eigenartigen Naturbildes durch einen neuen Stadtteil erfolgen, Auch wenn vorerst, dem Vorschläge gemäß, bloß eine mit Bäumen bepflanzte Fahrstraße gebaut würde, so wäre ein einheitliches, wahrhaft originelles Landschaftsbild völlig verborbeh. Nur nüchterne Mtzlich- lanos und mit Patent-Mechanik iertteffeu alle ander« A ?icbtere, wohKeBw' Tiielnrt, ieiMClC, den ■lüfleln gleitende msdruckbfadiqkeil im x«. trage uno Danerhaftig^ü- nor höchste Welt-und Elf aussteUungapre«®- Vn * Balta- * Piano»* w rrtü!w! Frankfurt a. »- Lcipzigentr°8eK. mit Sp?ien.u6e?r&n- le«bi , ^rik A||einigeP,an0vie sie in den Herzen des Bauernstandes lebe, besonders betont, galt dem deutschen Vaterland; begeistert wurde in das Hoch und das sich anschließende ^Deutschland, Deutschland über alles" eingestimmt. Darauf hielt Landtagsabg. W o l f - Stuttgart die eigentliche Festrede. Er bringt die Grüße der schwäbischen Bauern und führt ans, indem er des Sieges in Gießen—Grünberg gedenkt, daß int Land und Reichstag noch große Kämpfe bevorslünden. Warum würde nun die wirtschaftliche Vereinigung so sehr bekämpft ? Da erhebe man zunächst den Vorwurf, der Bund der Landlvirte vertrete die Interessen des Großgrundbesitzes; oder Man sage, der Bund der Landwirte sei industric- und knlturfeind-- lich, sowie arbeiterfeindlich. Tem Hansabund, der dies sage, erwidert der Redner, daß er fern sei, den Wert unserer Industrie -und unseres Handels gering zu schätzen, man müsse sie gelten. Innen, müsse aber auch der Landwirtschaft die Gleichb-.n;echtigung getvähren, da sie dem Vaterland unermeßliche Dienste leiste. Vor aNem gewähre sie ihm die Garantie, daß eS wirtschaftlich unab- hängig bleibt vom ^ütslandc; in der landwirtschaftlichen Bevölkerung sei überall noch der fromme Sinn erhalten, sie liefere dem Reick die 1"°' ....... " Die Spanier in Marokko. San Sebastian, 15. Juli. Der Ministerpräsident, der Minister des Aeußern und der hier weilende spaniscke Botschafter in Paris hatten eine zweistündige B e- s p r e ch u n g mit dem König, worin demselben über die internationale Lage berichtet lvurde. Ter Minister des Aeußern erklärte, der allgemeine Eindruck sei beruhigend. Heute nachmittag kommen der Ministerpräsident, der Minister des Aeußern und der spanische Botschafter nochmals zusammen, worauf der Botschafter mit Instruktionen nach Paris zurückkehrt. Madrid, 15. Juli. In hiesigen politischen Kreisen wird betont, die angeblichen Zwischenfälle in Etksar beruhten teils auf starker llebertreibung, teils auf freier Erfindung der Presse der französischen Kolonialpartei. Es hätten keine spanische Soldaten den Luccas- fluß überschritten, wo sich die Truppen unter französischem Kommando befinden. 'Tie Ursache der Reibungen liege in dem lieber eifer französischer Agenten, der kaum in den Intentionen ihrer Regierung liegen dürfte. Auch einzelne Bestrebungen, die Eingeborenen auf- zuwiegeln, seien gänzlich erfolglos geblieben. Der Gouverneur Raisuli und sein Vertreter in Elksar hätten sich mit den Maßnhamen des Obersten Sylvestre völlig einverstanden erklärt. Es liege daher kein .Grund zu Streitigkeiten vor. E l k s a r, 15. Juli. Die „Agenee Havas" meldet unterm 14. Juli: Die unter militärischer Bewachung nach Tanger marschierende Provianikolonne des Maghsen wurde hier von den Spaniern an geh alt en, die die Begleitmannschaften entwaffnen wollten. Da die Bedeckung sich weigerte, die Waffen abzuliefern, mußte der Proviantzug nach dem Lager Buznah zurückkehren. — Ein Angestellter von algerischen Untertanen wurde in Elksar verhaftet. Kaiser Gottesdienst ab und begab sich nnchher au einem’ Svazieraana an Land. Gegen Abend hielt Generalmajor MckhM Ertrag Es herrscht R-g°n und Wlt°, totmt es auch an Land etwas wärmer tst. An Bord i)t alle^ wohl. In Marburg fand am gestrigen Sonntag ein vom Allgemeinen Volksverein veranstaltetes, von hrer und aus dem ganzen Wahltreise gut.besuchtes Volks f eft: patt Es sprachen Herr v. Gerlach über „Deutschland und das Ausland", Bäckermeister Castings - Köln über Die modernen Mittelstandsfreunde", Dr. st r i ep ke-Köln über „Arbeit und Bildung" und Redakteur P o e r s ch über „Vaterland und Freiheit". Wan!??., Stet Meres In nioqhrt„ \°e e ä?S WL i. dA " >iatt Heinrich »A H ,=h»®?b-3ial allen Stunden des Tages oder der Nacht, einzeln oder in kleinen Scharen, während andere warten, bis die an den beiden Sonntagen statt findende Hauptprozession stattfindct, bei der unenneß- ließe Mengen den Falmcn folgen. Tie Troms hat 12 Stationen, die 12 Heiligen gewidmet sind, deren Statuen während der Festzcit im Gebirge aufgestcllt sind. Beim hellen Klang der unaufhörlich geläuteten Glöckchen, lebt so die alte Legende von dem heiligen Ronan von neuem auf dem alten bretonischen Boden auf. Tenn dieser Weg ist es ja, den er selbst zu seinen Lebzeiten zurückgelegt hat; hier aus diesem Steine hat er sich ausgeruht: und dort steht das Kreuz, das das Andenken au jenes schlimme Weib, die Widersacherin des Heiligen, wachruft, das Kreuz der Keban, das einzige Kreuz auf der Welt, an dem eine Bäuerin der Bretagne mit erhobener Stirn vvrüberschreitet, ohne sich zu bekreuzigen. — Rasmussens neue Schlittenexpedition. Auf seiner neuen Schlittenexpedition, die der bekannte Eskimo forscher Knut Rasmussen vor kurzem ange- trcten hat, will er vor allem über das Schicksal von Kapitän Mikkelsen und seinen Begleiter Jversen Sicherheit bringen. Die beiden tollkühnen Männer waren im März vorigen Jahres von der Ostküste Grönlands aufgebrochen, um die Sammlungen und wissenschaftlichen Aufzeichnungen des 1908 am Danmarkfjord verunglückten Forschers 'Mylius-Erichsen aufzusuchen und zuruckzubringen. Es ist als ziemlich sicher anzunchmen daß Mrkkelsen bis zum Winter 1910/11 die Eskimosiedelungen m Nordgrönland nicht mehr erreicht hat. Bei der äußerst geringen Ausrüstung, die die beiden mit sich führten, erscheint die Möglichkeit einer Ueberwinterung im nördlichen Grönland von vornherein als ausgeschlossen. So muß, falls Mikkelsen nicht rechtzeitig den Ruckzug nach der Shannon- iniel an der Ostküste, wo eine Hütte und Vorräte für ihn hinterlassen wurden, angetreten hat, m i t f e i n e m 11 n t e r- gan6 gerechnet werden. Neben der Feststellung von Mikkelsens Schrcksa! will Rasmussen sich auch der topographi- schen Aufnahme widmen. Rasmussen will, wie Petermanns Mitteilungen berichten, bis zum Gletscherkap Vordringen wo Depots von Mylius-Erichsen und Mitkelsen zu erwarten smd. Rasmuften Hoffte seine Ausgaben in achtzig Tagen Hansabmid die sckwer errungenen Rechte seit der Retcl-Sgtmndmtg bei den neuen Wahlen wieder nehmen. Bauernstand und gewerb- licker Mittelstand müßten daher fest Zusammenhalten tn echter Hessentreue, bann würden sie des endgültigen Steges sicher sein, dann könnte man rufen: Hie gut Hessenland, hte Mt Deutschland. Der sich anschließende gemeinsame Gesang „Bruder reußt die Hand zum Bunde" brachte symbolisch zum Ausdruck, was der ^^Ter^nächste Redner war Reichstagsabg. Bindewald- Wilmersdorf. Er führte aus, daß es nicht das erste Mal sei, daß man in Hessen solche Bauernfeste feiere. Im übrigen htett der Redner eine Programmrede für seine Partei. Nach der Ausführung von Schnittertanzen der Schniltergruppe von Ober-Widdersheim und nach einer kurzen Pause sprachen noch eine ganze Anzahl Redner. Beigeordneter E i ser-Muschenheim forderte als Gewerbetreibender das Gewerbe und Handwerk auf, fest zum Bunde der Landwirte zu stehen und bedauert die gegenseitige Verhetzung der Stände bet den Wahlen. Landtagsabg. Wolf-Stadecken bringt die Gruße von der Fraktion des hessischen Bauernbundes int Landtag. Die Fraktion, die nicht konservativ und liberal, aber volkstümlich und, wenns Not tue, auch radikal nach oben und unten sei, habe jetzt 12 Mitglieder und sei in der 2. Kammer von ausschlaggebender Bedeutung. Ter Redner bedauert es, daß die Kammerverhandlungen vom Volke so wenig verfolgt werden, dem Reichstag würde mehr Interesse entgegengebracht. Das neue Wahlrecht, das eine Notwendigkeit wäre, sei durch die Hilfe der Fraktion mit zu Wege gekommen. Reichstagsabg. Behrens-Essen spricht dann von seinen freundschaftlichen Beziehungen zu Philipp Köhler, den er unendlich hoch schätze. Besonders hebt er das rege Interesse des Verstorbenen für die Arbeiterschaft hervor, was er als Arbeilerselretür einer Arbeitergcwerlsck-aft bei ihm öfters beobachtet habe. Darauf sprachen noch Redakteur H i r sch e l-Friedberg, der die Grüße der vereinigten Landwirte Frankfurts und der Umgebung überbringt; Pfarrer Fritsch-Ruppertsburg, der im Namen des Laubacher christlich-sozialen Vereins grüßte und ein Hoch auf die treuen Bettenhäuser ausbringt; Will). Acker-Berstadt, der noch eine Episode aus Köhlers Leben mitteilt; Landtagsabg. Breidenbach-Torheim, dessen Hoch den Führern der Wirtsch. Vereinigung und des Bundes bet Landwirte galt; Lehrer 2 e r n - Neu-Isenburg, der zur Einigkeit mahnt. Neichs- tagsabgeordueter Werner gedachte zum Schluß noch derer, die durch die verheerende Seuche verhindert waren, am Fest teilzunehmen, an die Gemeinden Holzheim, Eberstadt, Ober-Hörgern und Ettingshausen. Tas Schlußwort hatte Landtagsabg. F en ch c l. Ein Volksfest schloß sich an den politischen Teil des Festes an. An Volksbelustigungen wurde Reichhaltiges geboten. Dieser Teil des Festes währt auch noch, heute an. (Ein oberhessisches Volks- und vauernseft. 4 Bettenhausen, 16. Juli. Es ist nicht zufällig, baß unser srcundlich gelegenes Dörfchen zum Festort des 1. Oberhessischen Volks- und Bauernfestes auserkoren worden war. Es war lange Zeit die Heimat und stets der Lieblingsttlatz des verewigten Land- und Reichstagsabgcordneten Philipp Köhler-Langsdorf. Schon von den frühen Mittagsstunden ab strömten zahlreiche Festbefucher aus Stadt und Land von den benachbarten Stationen Lüh, Langsdorf, Bellersheim, Ntünzerrberg und Muschenheim dem Festvrt zu. Die oberhessischen Linien der Staatsbahn, die verschiedene Sonderzüge eingelegt hatte, sowie die Wettertalbahn hatten einen starken Verkehr zu bewältigen. Aus allen Teilen Oberhessens und der benachbarten preußischen Landesteile, selbst aus Starkenburg und Rheinhessen waren Bauern und Freunde des Bauernstandes erschienen. Wenn auch nicht ganz die Besucherzahl von Ober-WidderSheim im vergangenen Jahr ermeßt wurde, was durch den Ausbruch der Klauenseuche in einigen benachbarten Ortschaften bedingt ist, so umfaßte bas Fest immerhin inod) eine Vo l ksm enge von einigen Tausend Köpfen. Gegen 2 Uhr bewegte sich ein stattlicher Festzug durch die reichlich geschmückten Straßen des Torfes, das den Gästen alles Aus Balestranb wirb gemeldet: Der Kaiser besichtigte am Samstag vormittag bas Schulschiff „Hansa" und begab sich noch vor Tisch nach Vangenäs wegen einiger Vorbereitungen für das dort zu errichtende Frithjof- - -Nachmittags 5 Uhr fand Tanz auf der „Hohen- zollern" statt, an welchem 26 Norwegerinnen bis kurz vor 8 Uhr teilnahmcn. Am Sonntag früh 10 Uhr hielt der Müller sein, dem niemals fiel bas Wandern ein". Auf dem Marktplatz hielt mau bann noch zündende Ansprachen, das Philistzervvlk stand herum und lachte; GemeinderatSmitglieder waren auch dabei, und der Bürgermeister, dem bas alles galt, fam auch vorbei. Er und seine Polizei lachten dazu, und so scheint es, baß bie akademische Freiheit in Jena noch ganz munter luib lebendig ist. Kf. Die g r o ß e T r o m 6 n i e. In diesen Tagen ioirb in der "hcbcrbrctagite bas berühmte, alle sechs Jahre wieberkehrende Fest ber „großen Tromckiie" gefeiert. Kein französisck)cs Lexikon gibt eine Erklärung dieses Wortes, da es kaum anderswo als M ber Bretagne gebraucht wirb. Aber es ist ziemlich leicht, das Wort m seine Bestandteile zu zerlegen; es ist gleich Tro (Tour) du muiihy und bedeutet also den Umzug vom das Minihy, das heißt die alte Freistätte des Landes, den Ort, wo die irdische Justiz keine Gewalt hatte. Diese Stätte, so erzählt daS „Journal des xebatb', befindet sich in Loc-Ronan, dem Lande ber blauen Kucke mit den langen Reihen blanker Kupserknöpfe und dem breiten gelben Besatz. Im Gegensatz zu den mit diesen hellfarbigen Röcken, dec glaz, angetanenen Mannern, den Glaziks, kleiden sich die Frmien zum Feste ganz schwarz; was wohl mit der legendarischen Bedeutung und Herkunft des Festes zusammenhängt. Loe-Ronan, We ein heruntergekommener Marktsleckeu, hat Zeiten großen Gedeihens, ia des Reichttiins gesehen, den es seiner Leinenindustrie verdankte. Unna von Bretagne, die eine tiefe Verehrung Patron, den heiligen Rvnon, empfand, kam im Jahre 150<> hierher und verlieh dem Ort Stadtrechte. Sie unterstützte wahrscheinlich auch ben Bau der von den Herren de Nevet ge» Mieten großartigen gothischen Kirche, die noch heute mit ihrem freilich vom Blitz entfrönten Turme daö Häusermeer überragt. iXicfct Kirche gegenüber ließ 91 e n 6 c de France, Herzogin von Ferrara, auf dem Platze, wv ein ft der heilige Ronan Buße getan ^Ue, die Ickone und freundliche Bußkapelle errichten, zum Schutze des Grabmals des frommen Einsiedlers, der auf einer von Engeln getragenen Granitplatte ruht Von diesem Grabmal aus setzt sich kic O^oße -Eromenie m Bewegung, um hierher zurückzukehren, nack)dem fte den Herkömmlichen Weg von etwa 12 Kilometer zurück- gelegt hat, auf kaum gebahnten Wegen, die über die Saint- führen. 4.aä Fest dauert acht Tage, unb von allen ^«5611 und Dörfern des Landes kommen Tausende von Pilgern, Manner und Frauen, in Loc Ronan zusammen. Mit Kirchen, gelaute um Mitternacht begnint die TwmSnie und alsbald setzen ftch die .elften Pilger in Bewegung, jtzie folgen cinanber; zu Nach feinem Ucbcrtritt in den ägyptischen DienU wurde er baheim im Jngenieurkorps zum Hauptmann, noch ein Jahr später, 1884, zum Major, 1886 zum Oberstleutnant und im Jahre 1888, nachdem er sich am Roten Meere als Gouverneur und später als Generalgouverneur als Verwaltungsmaun, Diplomat und Tmp- penftihrer wiederholt alänzend hervorgetan und zuletzt bei Handup an der Spitze seiner Truppen schwer verwundet worden war, zum Adjutanteii der Königin mit dem vollen Oberstenrang ernannt. Das war das Ergebnis von siebzehn Tienstiahren, von denen acht in Zivilverwendung verbracht worden waren. Seitdem war .Kitchener bann ein paar Jahre zweiter Kommandierender des agvptiscken Heeres und Generalinspektor der Polizei in Kairo, bis er 1892 mit dem örtlichen Range als Generalleutnant ben Oberbefehl erhielt unb daraus in den folgenden sechs Jahren mit Eiselibahilbau und siegreichen Schlachten dem Mahdi die Herrschast über den Sudan entriß. Kitchener wurde inzwischen englischer General, Peer, Generalgouverneilr und Oberbefehlshaber im Sudan unb schaltete dort, bis ihn der Burenkrieg nach Afrika führte, erst als Generalstabschef des Feldmarschalls Lord Roberts und später als üommanbicrcnber bei der wirklichen Beendigung des Krieges. Daß er seitdem weitere sieben Jahre als Oberbesehlshaber des indischen Heeres verbracht und sich wieder als bedeutender Organisator erwiesen hatte, ist bekannt. 50. Jubiläums-Ausstellung der oberh. vieuenzvchter. △ Gießen, 16. Juli. Der Fe st ko mm er s in Steins Garten nahm um V2IO Uhr seinen Anfang. Der erste Vorsitzende des Oberhessischen Bienen- züchtervereinS, Lehrer B uß - Leihgestern, hielt die ^orußungs- ansprache. Nach der üblicken Begrüßung gab er einen kurzem Umriß über die geschichtliche Entwickliing dbr Bienenzucht, aus dem namentlich interessierte, daß im Jahre 1830 in Oberhessen die ersten Anfänge zur Organisation der Bienenzüchter gemacht wurden, indem in Reichelsheim etwa 18 Imker einen 'Bereut bildeten. In Gießen gründeten 1860 35 Herren un duschschen Garten einen Obe^essischen B ienenzü clft er v e re in. Heute ist der Verband auf 24 Vereine mit 1116 Mitgliedern -ngewachsen. Die Bienenzucht ist bei der Regierung, besonders auch beim LandeSherm gut angeschrieben, dies zeigte auch die Stiftung emes Ehrenpreises durch den Großherzog, dem sein Hoch galt. Lehrer Weil- Wieseck gedachte des großen Krieges unb brachte sein Hoch aufs Vaterland aus. Lehrer Buß ernannte dann die Mitglieder Buß- Wetzlar, H e i l m a n n - Stnnberg, B a u e r- Gießen, Nußbaum-Gießen, Hoffmann-Watzenborn unb Spitz-Gießen, bie am 10. Mai 1880 den Anschluß bes Zwng- vereins Gießen an ben Oberhessischen Blenenzuchterverem beschlossen, zu Ehrenmitgliedern. Durch bte Mitwirkung des Sauer- scheu Gesangvereins unb des Turnvereins von 1846 würbe ber Abend sehr verschönt. Die Eröffnung ber Ausstellung fanb gestern vormittag 11 Uhr burch ben Vorsitzenben, Lehrer Buß- Leihgestern statt. Kreisamtmann Lang er mann überbrachte bie Glückwünsche ber Regierung und schloß mit einem Hock aus Kaiser und Großherzog. Beiaeordneter Keller übermittelte bie 933ill^ kommengrüße ber Stadt, bie sich freue, baß bas goldene Jubiläum hier stattfinde. Unter Leitung ber Herren B u ß und D öll folgte dann die Besichtigung ber Ausstellung, bie ben lebhaften Beifall fand; besonders bie Ausstellung bes Zweigvereins Schotten, deren Gruppierung von einer Büste des Großherzogs aus natürlichem Bienenwachs frönte; sie bat ein Gewicht von 45 Pfd. Die übrigen Gruppen, bie wir bereits in ber SamstagI- nummer nannten, fanden ebenfalls lebhafte Anerkennung. Einen Hauptanziehungspunkt bildete das Bienendors von Wol? Noll und Phil. Bauer II.-Gießen. .Auch eine reizende Honig- mühle wurde sehr viel beachtet. Die Preisrichter hatten viel Arbeit, bevor sie um Vzf) Uhr die Preisverteilung bekannt geben konnten. Ehrenpreise hatten gestiftet: ber Großherzog, ber Land- Wirtschaftskammer-Ausschiiß für Oberhessen, ber landwirtschaftliche Provinzialverein für Oberhessen, der österreichische, ungarische, mitteldeutsche, hessische unb rheinische Bienenzüchterverem, die Stadt Gießen, die Kreiskasse Gießen, Bezirkssparkasse Gießen, Gewerbebank, Unionbrauerei, Brauerei Jhring-Lich, Brauerei Melchior-Butzbach, Geh. Kommerzienrat Gail-Gießen unb ber beutsche Jmkerbund. I. Ehrenpreise erhielten: Ad. Noll-Gießen ben Ehrenpreis bes Großherzogs für beste Gesamtleistung. Ehrenpreise des Landwirtschaftskammer-Ausschusses für Oberhessen: Zweigverein Schotten unb Lehrer Hensel-Hirzenhain, ferner erhielten Ehrenpreise: Verein Schlitzerland, Kraft-Gießen für bie Gruppe „Einst und jetzt", Pfeifer-Launsbach für Gesamtleistung in Honig unb Wachs, Schminle-Sachsenberg für Geräte, Kump s- Gießeii für Literatur usw., Hübner-Nidda für Geräte und Weitz Schotten. II. Für leb. Völker wurden an Preisen 134 Mk. ausgegeben: 1. je 15 Mk. Bahnassistent Schmidt-Gießen und Köhler-Lang-Göns, 2. je 12 Mk. Pfeifer-Launsbach unb Kraft- Gießen, 3. je 8 Mk. Handloser-Gießen, Keck-Gebern, Rahn-Rudingshain, Hofmann-Freienseen, Kumps-Grünberg, Flach-Lang- Göns, Becker-Rülfenrod unb Hübner-Nidda. III. Kö nig Inzucht: 1. 8 Mk. Kumps-Grünberg, 2. Pfeifer-Launsbach, 3. Hübner-Nidda, Ad. Noll-Gießen. IV. Für Honig wurden 189 Mk. ausgegeben: Ehrenpreis Schlitzerland 15 Mk., je 10 Mk. Pfeifer- Launsbach, H. Roth-Lang-Göns, Lehrer Runk-Okarben, Kunkel- Eschenrod und PH. Bauer II.-Gießen, je 6 Mk. Pfeifer-Schotten, Köhler-Pohl-Göns, Renker-Grebenhain, Klein-Eschenrod, Buß- Wetzlar, Guenzer-Nieder-Kleen, Kraft-Gießen, Döll-Wieseck unb H- Weitz-Schotten, je 4 Mk. L. Zimmer-Wieseck, Heß-Leihgestern, Kümps-Grünberg, Hilgen-Gießen, Riedel-Assenheim,^ Flach-Lang- Göns, Appel-Ober-Lais, Noll-Ober-Lais, Kümpf-Gießen unb Rahn-9ttldingshain, je 3 Mk. Röder-Dorheim, Hübner-Nibda, Range-Kirtorf, Koch-Gedem, Hühnergarth-Büdingen, Linbenstruth- Beuern, Euler-Grüningen, Weigel-Wieseck, H. Schäfer-Kirtorf, Hartmann-Rudingshain unb Lehrer Römer. V. Für"Geräteerhielt den Ehrenpreis Hch. Schminke-Sachsenberg in Waldeck. Der Be,uch der Ausstellung, wo die Regimentskapelle der 116er em Gartenkonzert veranstaltet hatte, war sehr gut. löfen äu können, so baß noch im Herbst Nachrichten über den Verlauf seiner Expedition zu erwarten sinb. rtZr1!« der B i b l i 0 t h e k z e t t e l. In bem mit be- 18ufa^.m^9CficJtten' demnächst erscheinenden zweiten Tefte ber von Dr. Ä. Ahrens herausgegebenen, von Her- q?£rAn/^Crj^^ne.b.er0 verlegten Sammlung von Ge- Aushau gebogen uns freundlichst zur 93 er- tohmn* * * * * * 8 9 KtoOrbe?trJ-n?' "Übet sich eine allerliebste Zusammen- stellung von humonsttlchen Erlebnissen unb Erfahrungen aus bec Praxis ber wissenschaftlichen Bibliothek. Nichts erscheint nüch- d/r in hunwrloser zu sein, als so ein Bestellzett< wttd l Bibliothek eingeworfen raub. Aber die Bibllotheksbeamten wissen von ben Bücher-Be- berieten1 D- Äff«*1“ i'ic >°lls°mskn Ding- zu die beruchtlgtt Bestellung „Müller a. a. O. N SLW-MidSL-LL rechts gelehrt en ^^^/is dahin unbekannt gewesenen bestellunaen d 6 Kurws sind auch bisweilen bie Doppel- baß er E'KVÄiÄ“ der Besteller für ben Fall, beftellt t S bekommen kann, gleich ein zweites Nietzsche^ Akin fhrn* ba^^mscher Zusammenstellung:: cK^röe Nackrichten aus Kunst unb W i ssen- L» As her vecgE 3« °"< an i @iinlK' ^arett »<• nieißen' Mssema" «roßen unki sparM Lsi-Ht -- ™ ohne 'ivie 1 ^"Äigen, daß K- GansebnrS !?tben konnte, ch * Der Groh Dberst a. D, v. ö 'ton Bad-Nauhem. w Die ®t0 Besuche bet den Pl hausen bei Mio -urückgekehrt. " Pom Gr Darmstädter Hose heitsrüch'ichten vor folger ist noch nid "Psarrpei zweiten Pfarrers evantztlische Psarr ♦’ Lehrerp 12. Juli d. I k eine Lehrerstetle " lKezen' bessischer Prüf' Schulen wurde Negierungen l)e: " Ballo Hessischen Verein mittag von den SaüoiMrkn, ju emgeiunben holle. in bie Lüste unb [iN'llidjcr Nichtui um 2,lö Uhr gla! Lallon Hessen n landung bei Hlei em Ätitsahrer bi Trupvach, eim das den Aallon 2 dicht auf, fam da den Vaüon furz nt außer dein Phrer "DicRud gen Regatta in S tichen Bericht Der, " Ladendi ■ Wen vor einigen I"chte sich einen [ werden, und mit d entfernte sie sich, Ladeninhaber, dass verschwunden war. abgeholt. Amtlicher Wetterbericht. Trüb, Regentälle, kühl. •7. (Darmstädter Bank) - Der DroßHerzog empfing am 15. Juli u. a. den Oberst a. D. v. Frankenberg und Proschlitz, fturbireFtor von Bad-Nauheim. - Die Großherzogin ist mit Gefolge von ihrem Besuche bei den PhilippSlhalschcn Herrschaften aus HerleS- kaufen bei Fritzlar wieder nach Jagdschloß Wolfsgarten zurückgekehrt. "Vom Großh. Hofe. Der russische Gesandte am ^nemftäbter Hofe Baron o. Knorring wirb aus Gesund- ltNtSrücksichten von seinem Posten zurücktceten; sein 91ach- Aur Stadt und Land. Gienen, 17. Juli 191L inttaß von dem Füllplatz deS städtischen Gaswerkes zwei Lallonfahrtcn, zu der sich eine große Anzahl von Zuschauern * wii keigefunden hatte. Ter Ballon Hessen erhob sich um 8 UtjcI e l) r für jeinen in die Lüfte und ging ebenso wie der Ballon TauniiS in erhielt den 2. Preis. Grünberg, 16. Juli, (rin Veteran des badischen -Feldzugs von 184?, der i .ineinoerechner Christian Schäfer, Letzte Nachrichten. Ein schwerer Eisenbahnunfall. v-Zug Basel —Berlin entgleist. Mühlheim in Baden, 17. Juli. Nachm. 12,30 Uhr. Heute früh um V,9 Uhr entgleiste auf der Durchfahrt in der hiesigen Station der Tender der Lokomotive von dem l)-Zug Basel—Frantfurt—Berlin. Der Packwagen ging rechts aus dem Gleise, ein Wagen 1. ob. 2. Klasse fiel zur linken Seite um, 2 Wagen dritter Klasse wurden ineinandergeschoben. Ächt Personen sind tot, 14 schwer und 20 leicht verletzt. Ursache und Namen waren noch nicht zu ermitteln. ______________ prinz-heinrich-Zahtt. Carlisle (Cumberland), 15.Juli. Prinz Heinrich ist an der Cvihe der Tellnehmer der Prinz H e i n r t ch l a b 11 heute vor- nuttaa hier eingeirofstn. Nach einem Frühstück wurde die ftahrt durch daS cecngcbict von 6 u in b c x l n u d soriqcfeyl. Wir empfehlen unsere tfchranhfach ■ Einrichtung jedem Efiekten-Besitaer, der sich vor Feuer- und Diebesgefahr schütten will. 'Bank für dfandel und Industrie Niederlassung Giessen Arbeiterdewcgung. Görlitz, 15. Juli. Ta die ausständigen Glasarbeiter in Raufcha bis heute die Arbeit nicht wieder aui- nahmen, werden heule die dem Arbeitgeberfwutzverband bciüicber dNaSicibrcken ongehörendeu Fabriken des f ä ch f i f ch - f ch l e f i f ch e u und i a u 11 n c r Bezirkes den in den freien Gewerks cvanen oraanisterten Arbeitern auf den 29. Juli kündigen und am »9. Juli sämtliche übrigen organisierten Glasarbeiter bei IStagiqer ttündignng aussperren, wenn bis dahin der Streik nicht deigelegt jein follte. Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen. । Verlauf der Witterung feit gestern früh: DaS Tiefdruckgebiet mlt dringt weiter vor und stellt bei kühlen nordwestlichen Winden Regen- fälle in Aussicht. . 1Q11 Wetteransuchlen in Hessen am Dienstag dem 18. Juli Wiesbaden, 16 Juli. Ter „Nassauische -eil- statten-Verein für Lungenkranke E V " hielt gestern int „Rheindvtel" in Wiesbaden seine diessabrige orbauiube 6^'neralvcrsammlung unter Vorsitz deS Santtatsrat Dr. Bindseil-Wiesbaden ab Sport. Berlin, 17. Juli Gestern wurde das bed«i1endste Rennen der Rcichsdauptstadt im Wertt von 74 000^XL aui der Grunewaldrennbahn gelaufen. Den Sieg errang büd» Hohen!obc-Ccbringens „$oe Wind Eingesandt. /A-ir Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Bei klarem, sonnigem Detter, das nur vorübergehend durch I einen kurzen Regenschauer gestört wurde, entfaltete sich in den Straßen des Kurviertels, die mit Fahnen und Blumen mannigfach gegiert waren, ein lebhaftes, farbenfreudiges Treiben, daS durch den Glan.; der Toiletten und die Pracht der Gartenanlagen einen gan* besonders seinen Reiz erhielt Am frühen Morgen fand wie gewöhnlich ein Ävnzerl an den Trinkkur-Anlagen statt. Während dos Mittags Vielte die Kapelle des Fcldartilleric Regiments Nr. 61 aus Darmstadt am Tenniä-ÄQffee, wo sich eine lebhafte Promenade entwickelte, in der nur vereinzelt eine Wetterauer < Tracht erschien. Kurz vor 12 Uhr bewegte sich unter Nttifis- begleituna der Feuerwehrkapelle ein farbiger Zug von der Burgstraße nach dem Sprudelhof, der die für die Teilnehmer am Blumenkorso gestifteten Erinnerungsbanner be- gleitete. Währenddessen waren die Preisrichter an der Arbeit, um den großen Schaufenster-Wettbewerb zu bewerten, der eine Fülle von Farben und Formen entfaltet hatte, und die Richter vor eine schwere Ausgabe stellte. Aus der großen Menge des Schönen und Prunk- vollen, das die einzelnen Geschäste zur Schau gestellt und teilweise geschmackvoll umrahmt hatten, läßt sich nur schwer das eine oder andere als besonders gelungen herauSgreisen, Kleine Eagcschronik. Im Norden von Berlin stießen am Sonntag ein Straßenbahnwagen und ein Automobil zusammen. Die Insassen dos Auws, das völlig zertrümmert wurde, zwei Damen, mußten bewußtlos in das nahegelegene Krankenhaus ge- schasst werden. In Hamburg wurde ein schwerer Rau b Mordversuch von einem Wäscher gegen eine Wirtin, die Witwe Dreyer, verübt Der Täter versuchte die Wehrlose mit einem Dammer niederzuschlagen. Er wurde überrascht und verhaftet. Aus der Polizei machte er einen vergeblichen Ausbruchsversuch; schließlich wollte er sich erhängen. Er wurde noch lebend ins Krankenhaus gebracht. Die 11 n t e r s ch l e i f c in den o b e r s ch l e s i s ch e n D ü t t e n- merken haben einen großen Nmsang angenommen. Am Sonn- tag wurde auch ein Lagerhalter der Hohenlohewerke, der sich angeblich beftedjen ließ, verhaftet. > ii ÄÄ 'Uchtes Seff" »btt U k." ^rsch üMnÄb Die Bewohner an ungepsiasterten Landstraßen werden sich an trockenen Sommertagen der starken Staubentwicklung wegen wohl kaum über den modernen Automobilverkehr Treuen tonnen. Solange die vorgeschriebene Fahrgeschwindigkeit von 15 km (etro. fßferbctrabi pro Stunde enigehalten wird, ist die Sache noch einigermaßen erträglich und es wird auch '"bmand den Auw. mobilisten das Vergnügen wehren können noch, wollen. ÜSex je- doch einmal Gelegenheit gehabt hat, den Verkehr au der durch das vordere Klein-Linden führenden Landstrave zu bedachten, wird über den Unfug, den man da wahmumnt fic^rlich empört sein. Mit rasender Geschwindigkeit steht man die Wagen unter der Eisenbahnüberbrückung sowie umgekehrt die Straße Postieren. Die aufsteigenden Staubwolken lind so stark, daß man während einiger Minuten tatsächlich den nächsten Uicht mobr sehen kann Die Hausbewohner muhen sämtliche Fenster fest geschlossen i halten und ihr Dasein in dumpfen, ungetüitcten Zimmern ver- bringen, und zwar zwingt sie die Rücksichtslosigkeit einiger Autofahrer dazu. Von verschiedenen Fachleuten ist zweifellos fest- 11 gestellt worden, daß dos durchweg angcrodbnte Tempo 60 km ■* । v '--ar mehr pro Stunde beträgt ü^aß das Leben der Fußgänger," Radfahrer usw. durch die Gefahr, Überfahren zu werden, ebenfalls bedroht wird, braucht wohl kaum erwähnt -u werden, nur anführen möchte ich noch, daß die bett. Bewohner ihre Kinder deswegen von der Straße, soweit dieselben dlesenicht Pas>reren müssen, fernhalten und ängstlich im Hause buten müssen. ES märe sehr zu wünschen, wenn diesem übertriebenen Unfug durch verschärfte Kontrolle der Fahrgeschwindigkeit halb un ^nicrenc aikr Mitmenschen gestcucn wurde. Sollte jcmanD viellmcht an diesen Ausführungen Zweifel hegen, |o kann er sich durch einen Spaziergang nach Klein-Linden von der vollen Wahrheit überzeugen. ____________ Smet für alle. da überall mit Eifer und Einsicht gearbeitet worden war Das Preisgericht konnte deshalb auch noch lein Urteil abgeben und wird sich erst morgen oder übermorgen endgültig schlüssig werden. — Inzwischen hatten die Don Gießen und ^rantiurt einaelausenen $üge_eine große Menge ^on Neugierigen gebracht, die sich im Sprudett>of, auf der -ter-l rassenstraße und den Anlagen flaute, wo um 4 Uhr der große Blumenkorso beginnen sollte. Durch einen kurzen Regenschauer wurde die Paradefahrt etwas verzögert. Aber bald war der Regen versiegt und die Sonne strahlte wieder in unermüdlichem Glanz. Einzelne geschmückte Wa- gen streben rasch noch dem Start zu: dazwischen geputzte, lachende Menschen, die meistens nach der Kurterrasse eilen, wo sich das Preisgericht unter dem Vorsitz des Herzogs Paul von Mecklenburg versammelt hatte. Auf ber| Vorbeifahrt erfolgte eine lebhafte Blumcnschlacht im Sprudelhof und darnach sand an der Terrasse die Preisverteilung statt, zu der die Stadt sowie Innungen und Vereine wertvolle Preise, meistens silberne Tekorations- stücke, gestiftet hatten. In der Gruppe Automobile erhielt der Wagen Nr. 7, mit goldgelber Gaze und Goldregen geschmückt (Edlich und Kirch) den 1., der mit Glyzinen ge- schmückte Wagen Nr. 1 (Karl Hilbert) den 2. Preis. In ber Abteilung Gruppen erhielt der P o stunl er b e am- tenverein den 1. Preis. Postillione eröffneten die gelt yervst Auujp l erwarten find. , ,. „ r ban mit oe- if8e11el. y /•rirfjeinenb® .n demnächst " , ■crUolc" ogen unv steum) ^naaB» ^-etne1^> Srungen & Wien unh ou feilt, als fo em . ygotfei tlichen $9^, i wisten von ästige - oft die M°?Llogie Kandidat der pntgtn KZW s-MYUtM, ffes' ttcrfS* - l'fitbwM’fr H» JJ' ?aB das goldene Iubi' be-ren Buß und ijfl Klung die den lebhaft^ l.Eung des Ziveigverein- um Büste des OfaftS 1« hat ein tzenn^ r bereits m der Samstag: ^lebhafte «nerfennut Bienendorf von Sb Auch eine reizende Honig. lrbeit, bevor sie um Vi6 Uh eben konnten. der Großherzog, der W essen, der landwirtschaftlik : österreichische, unaarischc e Bienenzüchterverem, bi: i, Bezirkssporkasse Giem Jhring-Lich, Brounei Mel ail-Gießen und der deutsh ^oll-Gießen den Ehre«> te Gesamtleistung. Ehrv isschusses für Oberhessei lsel-Hirzenhain, ferner ei mb, Kraft-Gießen für du nsbach für Geiamlleistui?.« nberg für Geräte, j- )ba für Geräte unb SPw irben an Preisen 134 Ml .ftent Schmidt-Gießen un: :ifer-Launsbach unb Straft- :n, Keck-Gedern, Rahn-Ri^ lipf-Grünberg, Flach-Lau^ -Nidda. III. Königin- Pseiser-Launsbach, 3. bür- t Honig wurden 189 Mi 15 Mk., je 10 Mk. J|til® rer Runk-Okarben, Kunlel- , je 6 Mk. Pfeiser-Slhotta, in, Klein-Eschenrod, M t-Gießcn, Döll-Wiesea mü ner-Wieseck, Leß-Leihgestem edel-AssenheiM,. :-Lais, KümpMb-n mü er-Dorheim, Aubner-Md, arth-Budingcn,Lnidmßnsth' ^ipfed, H. Schäser-Kirtob. tömn V Für Geräte er -Sachsenberg in Wald^ - Regimentskapelle der live, war sehr gut. ilch feine Turbinen scharf arbeiten ließ. Die germac tlaffermenge bei den Badeanstalten war natürlich mehr Vie warm, und auch der Wasserstand an sich war so niedrig, laß von Schwimmen nicht die Rede fein konnte. Bei der tropischen Hitze war natürlich der Wasserver- l rauch in der Stadt sehr groß, aber unsere städtische Wasserversorgung war dem Mehrbedarf gewachsen. Die IZasserschatze in Queckborn konnten durch die neuen Pumpen- erlagen zeigen, daß sie dem Bedarf genügen. War im hetire 1910 der stärkste tägliche Wasserverbrauch am 22. Mai 9^: , -Z82 cbm, fo zeigen die nachstehenden Zahlen des Verbrauchs m sil Gießen, wie nötig die verstärkte Pumpenanlage für die f ÜaffcrDcrforgung ist. Die Stadt verbrauchte am 5. Juli |5761 cbm, am 6. 5800, am 7. 6175, am 8. 6699, am 9. (jonntag; 4559, am 10. 6232, am 11. 6170 und am 12. Jyli I (oer höchste tägliche Verbrauch in diesem Jahre) 6829 cbm baffer. Tabct war der Wasservorrat im Hochbehälter an ter Ganfeburg (3005 cbm- und im Niederoruckbehälter /.100 cbm । zu jeder Zeit in Reserve, weil mit Hilfe der r er stärkten Pumpen in Queckborn der Bedarf in der Stadt, ter aus dem Hochbehälter obfloß, sofort wieder ergänzt werden konnte, ohne daß eS dazu besonderer Inanspruchnahme der Maskyinen bedurft hätte. Ä M 35 ft™' «nun Werterem.n ? ™8, 6efoSer*«6llt ‘Sie -»ch die glifS b,,t ?™JW Ä* tElti °°n Ä Ä'L Kuoerts mit Firma —0 liefert blHlgft »—-- Brühlldie UnlDeriitäts-Drudteref • Stehen ist geworben. Kreis Büdingen. ± Nidda, 16. Juli. Gegen,väriig sind Unternehmer aus Nicder-Florstadt Damit vescyasligt, das Niddabett zwischen der ztiötenburgsmühle bis zur Stadtmühle einer gründlichen Reinigung zu unterziehen, weil bieie Strecke an manchen Stellen ganz befonoers stark von der Wasserpest so überwuchert ist, daß ber Müllerei und Fischerei große Nachteile entstehen. Das einzige Mittel zur Ausrottung der Wasserpeft ist fortgesetztes Ausreißen in möglichster Tiefe. Deshalb muß bei der strotenourg ein starker Damm aufgeführt und dadurch das SSaffer Hessen-Nassau, der Nidda in den sogenannten neuen Fluß an der Stadt */ sch>ft<-Hrl «tanftattete gtfietn »ot. | war. In der Gruppe der Heinen Wagen errang das Esels- gespanii von H. Leoiihard, Wisselsheim, den 1. Preis. • • 1 Jon Röschen überspannten Wagen _____ Das Preisgericht bedauerte leb» ii.döstlicher Richtung davon. Ter Ballon Taunus landete! hast, daß es nichk^ mehr Preise zur Verfügung Hatte, um lu ---------- U11 2 15 Uhr qlall bei Bad Brückenau in der Rhön, der der Gruppe des Turnvereins, den Wagen des Hotel-I sogar mehr pro Stunde beträgt Ballon Hessen machte um 8.15 Uhr eine glatte Zwischen- besitzers 9auf, des Gärtnereibesitzers Heiles und vor Nenner ■ t Z ein Niilsahrer den Korb ocrltey, unb lanbctc glatt bt-1 kir2ltCL £bcrft a. D. von Fra 11 le nberg, der sich um trupp ad), eine Stunde von Bayreuth, .tat. Automobil, Gelingen der Veranstaltung die höchsten Verdienste das den Ballon Taunus verfolgte, blieb^diefem bis lvedern! worben halte, überreichte die Preise. Darnach hielt 'Jio- dicht auf, kam bann eine Zeitlang außer Sicht und erreichte ^r Stahl eine Ansprache, in der er den staatlichen und dkn Ballon kurz nach seiner Landung. An feder Fahrt nahmen städtischen Behörden sowie allen, die sich um das Ju- juhcr dem Führer drei Fahrgäste teil. standelommen des Festes Verdienste erworben hatten, bc> .idjen Bericht veröffentlichen wir morgen. lämvchcn besetz! war Besonders jchon machten sich ba^ Ladendiebin. In einem hiesigen Putzgescha.t er- ^rter und Voriprüitge, bie wirkungsvoll ein | -schien vor einigen Tagen eine etwa 40 Jahre alte orau und lparcn Dieser ef,e.tvolie Abschluß des Festes, 1 suchte sich einen Hut aus. Der Hut sollte gleich gefertigt gc]n bic Bodeverwaltniig und ihr Letter, Direktor von iverden, unb mit dem Bemerken, sie hole ihn um 7 Uhr ab, ö n j e n b e r g, einen vollen, schönen Erfolg erzielt entfernte sie sich. Nachdem die Frau fort war, entdeckte ber [jübeii, möge ein Ansporn fein, um auf diesem neuen Ladeninhaber, baß eine Straußseber im Werte von öü Mk. I ^öege zum regelt unseres Bades treffliches zu wirken. I oerfchwunben war. Der bestellte Hut würbe felbftrebenb nicht Starkenburg und Nhkinhcffen. adgeholt. Offenbach, 15. Juli. Der Stabtverorbnete Louis Landkreis Gießen. !Feistmann hat heute fein Mandat als Stadtverordneter, das er 121/, Jahre lang innehatte, nie berget egt. In einem Schreiben an ben Bürgermeister gibt er als ©runb für diesen Entschluß bie pöbelhaften persönlichen AuSsälle ber sozialbemokratischen Fraktion in ben beiden letzten Stabt- verorbneten-Bersammlungen gegen seine Person an. Vermut- lich wirb noch eine größere Anzahl von bürgerlichen Abgeorb- neten biejem Beispiel folgen. m. Offenbach, 1<- Juli. Aus Eifersucht hat der 28jäbrige Träger Petcr Bender feine beliebte, die zwanzig Fahre alte Elfte Auguste Hardt erstochen. Der Anlaß hatte in geringen Sireüigu'uen oeftanben. Der Tater wurde im Bett verhaftet. Er ist geständig. i Seit 16 Jahren in Deutschland ein^eführt und beliebt. ! ****% WM' dieser Hur Schutz echt marke. mit En gros von der Fabrik: hv“A WM £ Um vollzähliges Erscheinen wird gebeten vu/, Der Vorstand (3716a anwenden. die Hälfte bei Herrn E. Chai Her. Biograph Piockstraße 12 05814 Piockstraße 12 Nm no/« Uhr, sanst entschlafen ist. 4557 Die trauernden Hinterbliebenen. HörnShenn, den 17. Juli 1911. Die Beerdigung findet Dienstag, 18. Juli nachm. 3 Uhr statt. Todesanzeige. Verwandten und Bekannten hiermit zur Kenntnis, dass es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, meine liebe Frau, unsere gute und fürsorgende Mutter, Grossmutter, Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante 4552 Frau Christine Briäck, geb. Arnold im Alter von 54 Jahren nach langem, schwerem, mit grosser Geduld ertragenem Leiden zu sich zu rufen. Um stille Teilnahme bittet Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Johannes Brück, Weissbindermeister. Leihgestern, am 16. Juli 1911. Die Beerdigung findet Dienstag den 18. Juli, nachmittags 3 Uhr, statt. V i > . 4 i ' Neue Kartoffeln. bcmpsehle in-, ausgerciftc (feine hiesige) Kartoffeln z.äuserst billigen Preisen. I. Weisel, Sonnenstr.» Telephon 88.__W? Neue Kartoffeln Kaiserkrone, prima Qualität ver Zentner 5Mk. frei Haus offeriert W. 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Juli 1911, abends 8 llbr: Opcrctten-Gastspicl des Bad-Nauheimer Kurtheaters. Unter Mitwirkung der Kapelle des hiesigen Jnf.-Rcg. Kaiser Wilhelm Novität! Novität! „Die geschiedene Frau“ Operette in 3 Akten von Victor Leon. Munk von Leo Fall. Tie Herren Studierenden genietzen an der Abendkasse Vorverkam beginnt Sonntag den 16. Juli I9ll, vormittag»' 11 Uhr, an der Kane des iLladttheaters. (CX3/7 . .<^ur diese Vorstellung gelten ermäßigte Preise, d. h. die gewöhnlichen Preise der Winter Spielzeit. ’ c M MM» 01 der E über i ! ^illigE' fl** i te äeiteuera «9 StaatselfendMen Gesetzes über Den nieinbeundagengee Art. 227 Ides 1 über die Morg Landgemeinden u 'Qcbenbabn mn £t. Johann, :ie vom 30. Älär, 1 gung der Äaats bett die Ansnvm des Gesetzes bett, nchnuugslmmer LeriaiinngsnM (seien über die die Bildung dn ülod) nicht , die Stäbtcorbn- * rechtsvilege, dii Die Abänderum ziplinarvechulkt der Stäbteorim: ArbcitcrschuS un . Der (üiNreiwn te-üburtg ron < Ser Landtag uns jur Jjeionbet! nannten Gescheut iinö, auf Grund 1 . Gesetze in Aussich An sonstigen bett, den Staat* Anlegung der l öclmhos unD Aei heim und Alssell Universität Eietz! sandte Kunst, 1 Gietzen, die tiefa des Notars Link des Grotzherzogln Hmimbt, die Dtege Mündung und der v fluijerung von sis [ tischen.hofgutes . i eigeulum stehende! i tont,, der Verkauf - -ienslgebänöes für Mniabrit nebit ■■ Tragödie eines Herzens. — Gespielt von Madame Dorlh, Paris. ^Eldheirat ist ein.Trauerspiel und ist von den Künstlern so gespielt Fm?»1 U tin«.5fBe,chauer fesseln, ergreifen und erschüttern 'HmÄ inM?o besondere Mert, die Eigenart, die Kraft Didtf- nI..,nn»nf ^0 -e'üuug NIUN auch den Berivöhntesten, der dem noch kühl g.egenubergestanden, au seinem Jrcunde nrin”i1 r(?lt nt'Tvben, dem wird der Name der Madame Dorly im Gcdachtms blelven, als ob er selbst sie von der Bühne Mit BeifallSfturmen überschüttet hätte. Nicht Tbeatcr sondern nackte Wahrheit. dlicht Sensation sondern ergreifende Dramatik. Ülußerdtm das vMiindW großartige schfWk-PtMM. Äkadcmisdier öersuMri«. Montag, 24. Juli 1911 General-Versammlung. Tages-Ordnung: Neuwahl des Vorstandes. Rechnungsablage. M lies fiesellselialts-lertiii Samstag den 22. Juli, nachmittags 5 Ihr Für Jung’ und Alt Kinderlieder gesungen von Frau Emma Schudt und einem Kinderchor unter Leitung von Frl. Mat hilde Felchner. Am Klavier Fräulein Elisabeth Felchner. Kinderlieder von: M. Reger, W. Kienzl, G. Levin, E. IMel ===== C. Reinecke, W. Taubert, G. Dalcroze. =i= Karten: Numeriert Mk. 1.50, nicht numeriert Mk. 1.—, Keder Spiirtemcteiiita sind alleDlotten, wennüe vorzeitig AntiblMe-Msttciiejseiiz per Jlaschc Mk. 0.60, 1.— und 2.— aus der Germania-Drogerie Carl Seibel Tel. 593 — Frankfurter Str. 39 S.tr;: »wtaftw. ®icfiEn- 14- »UN 19U. We Grasch. KreisschMminnWon Gießen oii die Schulvorständc des Kreises. srbci‘ -0 -- . 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