Die heutige Nummer umsatzt 12 Seiten. Partei. Land in .Hand mit dreier äußerlichen Gestaltung, all deren Einzelheiten zu ertvähnen, hier viel zu weit führen würde, ging auch die innerliche, die Bearbeitung der Dichtung selbst, die mit gutem Geschmack und ohne Gewalttätigkeit maßvoll gekürzt war, wie es eben bei einer Aufrührung nicht anders möglich ist. Der ganze, ungestrichene Faust ist nicht für dre Bühne, der muß vor unserem geistigen Auge erstehen, „weirn in unsrer engen Zelle die Lampe freundlich wieder brennt". Tamil ist zugleich getagt, daß die Darstellung auf den Brettern immer nur rein an sich eine bedeutende Leistung sein kamt, _ nicht aber unbedingt, denn die letzten leijLN Schwingungen zwischen Werk und -seele bleiben der Alter wurde van Lore Scholz mit köstlicher Gefälligkeit gespielt Auch die anderen alle hatten ihr wohlgemestenes Anteil, namentlich noch Karl Do Ick, der den dämlichen Famulus mrt ganz hervorragend guter Maske wiedergab. Aber auch das, was hinter der Bühne wirkt und webt, müßte hier genannt werden: Maler, Beleuchter Maschinist, kurzum alle, die an der Borstellung mitwirkten nach ihrem Terl. Erwähnt ei vor allein noch, daß die neuen Dekorationen von Dheater- meister Pra sch, Maler S ckw ed ler und Schnurmeister H ar p-- recht in den Theaterwerkstätten hergestellt wurden und daß öie Lichtsviele von Beleuchtungsinspektor Keim eingerichtet waren. Die Zuschauer harrten noch lange nach L-ckstuß der Vorstellung und riefen den Direktor und seine Künstler immer wieder an die Ramvc. * K" Geehrte Redaktion! w .., Da mir 'zwei Gegner gleichzeitig die Ehre erweisen, fick acacii meine Auffassung vom sozialdemokratstchen Programm »u kveLn erlaube ich mir folgendeszu bemerken (da ick meinen Aktenschrank nicht mitiühre, beschränke ich mich vorläufig auf werden. Otxn übrigen ist uns heute wieder ein ganzes Bündel von Zuschriften zuaegangen. Selbstverständlich waren imd sind wir gerne bereit, auf die gestrige Einsendung der wirtscha tlichen Vereinigung auch die beteiligte Forl- schrittspartei ,yunt Wort fommen zu lassen, aber wenn cm auswärtiges Mitglied dieser Partei auf eigene Verantt Wortung uns heute ein 7 lange weiten umfaßend Manuskript zuqehcn läßt, in dem namentlich die Vorgänge bei der Beratung und Ablehnung der Erbschaftssteuer noch einmal gar zu ausführlich besprochen werden, ,o glauben wir. nicht, daß der Abdruck solcher Zuschriften im Juteresfe ber Sache liegen würde. Eine andere Einsendung beschäftigt sich mit angeblichen Aeußerungen eines christlich- sozialen Führers, die dieser am Biertisch gemacht haben soll Auch auf deren Mitteilung werden die Leser hossent lieh amx Verzicht leisten. Im Zusammenhang damtt dürfen wir wohl mitteilen, daß nach unseren Informationen der Kandidat der wirtschaftlichen Vereinigung, Herr Dr. W e r - 'n er beabsichtigt, gleich den übrigen Kandidaten, hem nächst auch in der Stadt Gießen sich vorzn,teilen. Zunächst also der erwähnte parteiamtliche Bericht über die nationalliberale Wühltätigkeit: Nationalliberale Wahlversammlungen. " Herr Krumm, der Gießener sozialdemokratische Führer, schreibt uns aus scheinlich auf einer Agitationsreife weilt. U l r i ch st e i n , 15. Februar 1911. Auö dem Reicbstag$roaf)lfampf in Gietzen-Grünberg-Nidda. Da es für uns sehr schwer und oft unmöglich ist, mit unseren Berichterstattern alle Wahlversammlungen auf d'm Lande, genau zu verfolgen, um ein richtiges V/ld darüber geben zu tonnen, jo wollen wir heute dem Vorstand der national liberalen Partei wieder einmal : baä Wort geben, Her uns um Ausnahme der folgenden Einsendung über national liberale Versammlungen bittet. Wir tun dies umso bereitwilliger, als es von allgemeinem Interesse ist über die Bemühungen der Parteien ein zu,ammenfanendcs Bild ni bekommen. Wir erklären uns bereit, auch den anderen Parteien v o n Z e i t z n Z e 11 zu einer summari- sckien Berichterstattung das Wort zu geben, wobei wir nur wünschen möchten, daß diese Einsendungen recht kurz und ganz sachlich gehalten fein mochten. Wo diese .Haltung nicht vollkommen beobachtet wird, muffen mir natürlich etwa getroffenen Gegnern Gelegenheit zur Gegen äußerung geben. Es ist nicht unsere Absicht, das ut Wahlversammlungen etwa Gestattete durchweg auch in uuicrem Blatte zuzulassen; nur der rein sachliche, auch in der Form einwandfreie Widerhall davon soll von uns imtgctcilt Die zehn kostbarsten Bücher der wett. In der Newyorler Sun beschäftigt sich R. H. Todd mit der Frage, welches wohl die zelm kostbarsten Druckwerke seien, die man gegenwärtig besitzt, und er stellt eine interessante Liste auf, in der er Die Bücher, die er fur die kostoarsten der Welt halt, ansührt. Tas wertvollste gedruckte Buch ist nach feiner Meinung Die Gutenberg-Bibel, die in Mainz herauskam das erste gedruckte Buch überhaupt. Ter gegenwärtige Wert dieser ehrwürdigen Incunabel läßt sich nur schwer bestimmen, benn m jüngster Zeit ist überhaupr lein Band zum Verkauf aiigebotein worben, unb die Preise sind in einem bestandigm voberittigen begriffen. Im Jahre 1884 brachte em Band in, London ^8 000 Mark: 1897 wurde das Asburnham-Exemplar für 80 OOO Alk. verlauft Ter jüngst verstorbene Bibliophile Robert fr, Hoe, dessen großartige Biblioihek demnächst versteigert wird nahm an, daß der Preis einer Gutenberg-Bibel, wenn eine solche ioieder auf den Markt kommt, heute wohl 200M0 Mk vetragen werde. Nach der Gutenberg-Bibel Mrt Robert H. ^odd, der eme lUto- rität auf dem Gebiete seltener Drucke ist den Pfalter van 14 5 7 an das erste Buch, das mit einer Zeitangabe gedruckt wurde. Auch der' Preis dieses Inkunabel kann heute auf wenigstens >00000 Mk beziffert werden. Ein Exeniplar desselben Pialters, ha« aber von 1459 datiert war, wurde von Quaritfch vor einiger Zeit in London gekauft Tas Buch ging damals tu den Bentz oon Theodore Irving in Oswego über und kam bann nut ieiner Bibliothek in die Hände von I. P. Morgan, dessen reichhaltige Sammlung es nun ziert. An dritter Stelle der^Liste erlernt ber Bericht von der Geichickite von -L r o i a', von xm ersten englischen Trucker William Caxton in den Jahren 14V9 bis 1471 gedruckt; es ist das erste Truckwerk, das in englischer Sprache erschien. Nur wenige Exemplare dieses Werkes sind bekamst, unb unter diesen wenigen ist wieder nur eine kleine Gietzener Stadttheater. Faust. Der Tragödie erster Teil. Gießen, 16. Febr. Gewichtige Gründe sprechen gegen die Teilung eines Werkes, das als ein Ganzes zu sehen, uns Ueberlieferung und Gewohnheit gelehrt hat, aber wenn aus dieser Teilung ein schöneres. gewaltigeres entsteht, als es sonst je möglich wäre, dann niuffen Heine Bedenken vor den großen Gesickstspmikten zurucktreten. Schiller hat die überguellende Fülle |eines, Wallenfteiudramas mit rasckstw Hand in zwei Teile geteilt, obschon der zweite die Lösung des ersten bedeutet: wievielmchr ist sie bei Goethes Faust gestattet, wo keinerlei Handlung unb feine Spannung zerschnitten wird. Unb lucnn irgcnblvo, bann müfsen hier philologische Rücksichten vor den küiistlerischen schweigen, gleichwie des Famulus dürftig« Geschwätzigkeit vor der machtvollen Geifteskrast Wines grübelnden Meisters. Taß die Leitung einer Heinen Buhne diesen Schritt gewagt hat, ist nicht ihr geringstes Verdienst an der eindrucksvollen, bis ins kleinste ausgearbeiteten Aufführung, die gestern und vorgestern die begeisterten Theaterfreunde zu außerordentlichem, hier kaum gewohnten Beifall an trieb. Zwar unterliefen Heine Störungen, zu laute Anweisungen an Souffleuse und Beleuchter und bei den Arbeiten hinter der offenen Bühne ging es nicht immer mit der wünschenswerten Ruhe zu, aber solclfe zufälligen . Fehler sind bet der für unsere Verhältnisse ganz außergewöhnlich glanzvollen Einrichtung unb- Ausführung von herzlich geringem Belang. Was bühnentechnisch geleistet werden kann, das war geleistet worden und zwar mit einem Bedacht und einem Aufwand, die. der uneingeschränkten Anerkennung im vollsten Maße wert sind.^Bilder von wahrhafter Feinheit waren zusammengestellt worden, Ausstattungen von blendender Fülle unb Wirkung, wie der Himmel, der Spaziergang, Auerbachs Keller, die Hexenküche, Garten, Straße, Am Brunnen, Dom, und vor allem die fast sinnverwirrende Walpurgisnacht mit ihren Lichterspielen und ihrem glanzvoll üppigen Feuerwerk. Vorigen Samstag fanden sehr gut besuchte nationalliberale Dählerversammlungen in Taubringen und Stauf e n - berg statt. In beiden entwickelte Herr Pros Dr. Gifeviu- in ruhiger, sachlicher Weise fern Programm und sand den Beifall eines größeren Feiles seiner Zuhörer. In Staufenberg sprach 'außerdem Prof. L u l e y, in 2 a u b r i n g en Herr Rechtsanwalt Kaufmann unb Herr Pro,. Krausm ul l e r unter bem Vorsitz des Herrn Forstassessor Baader ans ~ollar. Der Vorsitzende wies einleitend darauf hm, daß aus dem an demfelbeii Tag im Gieß. Anzeiger erschienenen Treilinntgen Wahlaufruf für Herrn Psarrci. Korell zu entnehmen sei, daß öic ie oben genannten sind aber schon im Besitze ihrer Arbeitsmittel nnd bei idieii nrnri Enteignung einfach Berr ü ck t h c i t. ybnen burftc man gans ruhig überlassen, sich die Vorteile des gememichaftttchen Groß- betricbs anzusehen und nach meiner A"NKung wurden sie n d)t allzu lange zögern, sich freiwillig der oolltommenen nno pioduktiveren Arbeitseinteilung anzuschlietzen. Wenn wir her Ansicht sind, daß die Herren Großkapital sten allmählich den Nlcinbetrieb aufsaugen, den einen Ten mjneiicr, den anderen langsamer (Sehen <2ic M, die Resuliate der jeweiligen Gewerbezahlungcn an), deswegen können Sie uns doch nickt vorwersen,. daß wir die Meinen TaS besorgen die „Großen" heute ,chon mit Eifer und Geschick und alle die Klagen aus Mittel,tands- usw. Kreisen sind nichts wie Notschreie gegen die kapitalistische Umklammerung^ Sie fragen, wo die Grenze liege, wo du „kapttalchNcke Betrieb anfange. Tarauf antworte ick: Wo er über da^, nach vernünftiger Lebensweise für die Familie Notwendige vroduzi-ert. Tas braucht man nicht zu eng zu fa,|en unb kann die Grenze recht weitherzig ziehen; um 1 o mehr, da ja alle§ genug da ist Wir leben ja in einer Zeit des Ueberfluiie;-', alle ~agcu Läden usw. sind überfüllt, die Grenzen müssen geschloiicn und bewacht werden, damit uns 'andere Lander nicht noch ihren Hebet fliiR heteinschleppen — es fehlt also nur an K a n f k r a f 11 g e n und an diesen nur, weil die Bentzer der Arbeitsmittel ^ur fich einen recht großen Ertrag der Arbeit „ihrer Leute crnftccfai, ihr Kapital vermehren und ihr Heber,luB auf der anderen Seite als Manko den Warenmarkt ungünfhg beeinflußt. Bon Jahr zu Jahr wird die Zahl der von ihren Arbeits- 1 Mitteln getrennten Menschen größer und mit dreier ^rennung ist dauernde Abhängigkeit, u"j! Lage und moderne V e r s kl a vu n g. sicher verbunden. Es werden also immer weniger Leute sein, die Jnteresse^an der Aufrechlerhaltiing der Produktionsmittel in PrtvathMden haben und diese — heuie schon m der Minderheit befindliche Volks- schicht — kann sich auf die Tauer Nicht damit begnügen, die alljährliche Vermehrung des Nationalvermögens aus der Ferne zu schauen. Gin Staat nut einer kleinen An-ahl Besitzer der Arbeitsmittel — unb auf der anderen sette eni Milttonenheer abhängiger, besitzloser (d. h. der Arbeitsmittel) Menschen wird rettungslos dem Untergange zutreiben. Wenn wir „Marxisten" glauben, daß das Großkapital in seinem ununterbrochenen Siegeszuge nicht auizuhalten sei, waren wir Heuchler und Schwindler, wenn wir den kleinen BclitzLrn versprechen würden, daß toft ihnen dauernd helfen tonnten. Wo haben denn Ihre Parteien dem Mittel- und Kleinftande ichon wirksamen Schutz angebeiben lassen? Ja, wenn mit großen Worten, mit glänzenben Persprechungen geholfen wäre, dann mailchierten die Äntisemiten sicher an der ispitze aller Mittelstandsfraundc. Haben wir ganze Schichten von Handwerkern durch technifche Ueberlegenheit der Großbetriebe ruiniert?, haben wir i- 23. Den mecklenburgischen Bauern ihr Eigentum ani Grund und Boden genommen'; haben Sie nickt durch 400 Millionen neuer indirekter Steuern den kleinen Leuten in erster Linie IO Milliarden Bühne stets versagt. Ihr Wert muß also gewisternuißen losgelost von dem Kunstwerk betrag et, muß mit dem .\tuiiltroerf ver- i glichen, an ihm gemessen werden. Tie beuge Tarsteilung braucht i diesen Verglcick/nickt zu scheuen, denn nur den ihr zur Verfügung . stehenden Kräften hat sie geleistet, was irgend nur damit geleistet werden lann. Der Erfolg war in allererster Lime ein Erfolg der Bühnenleitung, ein Erfolg Sireftor e>t ein g o et t er » , ber sowohl die Bearbeitung als auch die Emrichtung beiorgt hatte und nach Schluß der Vorstellung lebhaft gerufen und mit fast endlosem Beifall begrüßt wurde. Der Erfolg war in heißem Bemühen ehrlich errungen und wir wurden uns freuen, wenn er ein Ansporn zu weiteren Taten würde. Taten, über die auch die strengste Kritik nur Worte der Anerkennung sande, und für die jeder Kunstfreund von Herzen dankbar wäre. Das große Wollen der Leitung hatte auch die einzelne iUcit= wirkenden zu einheitlicher Durchbildung begeistert, und wenn im Einzelnen dies oder jenes zu beanstanden ist, io beeinträchtigt das nickt das große, wohlgelungene Ganze Tas Vorspiel auf dem Lheater eröffnete den Abend mit verheißungsvollem Ton. Hermann Bakof war ein praqtiger Direktor, Karl Marx, in zu lugendttcher Maske em warmblütiger Dichter. Mehr Beweglichkeit hätte btto schwarz als luftige Person zeigen dürfen. Der Prolog litt etwas uttter der zeitweisen Unverständlichkeit des Herrn, den Hermann B a k o f mit vorzüglich anaepaßtem Pathos iprach, und an dem allzulauten Auftritt des Mephistopheles, der auch darsteltcrifch Abhängigkeit von der Gottheit nicht außer Acht lassen darf, bic drei Erzengel wurden von Eva Guhne, Hilde The de und Olga Nie tz schm a nn sehr hübsch gegeben. Richard Bruno spielte den TBurfi rrirf)eim laglid), an&et ßHÄ» ▼ C; ▲ ▲ ▲ A ▲▲ AA A -MW .'Ibhole- w Zweigstellen HW (ni oiivn dt llltWii ä i7l-„stagundFrc.,ag>. WlF ■ HW/ > ■ B BL ■ V W Lbefredakteur: A Goetz, zweimal uionail. Land M H ™ w a W Vcraiitwortlick für den wirtschaftliche Aeitfra- en ■ ■ Vf uolitiidjen Teil: August Fernspieck - Au|chtu,fe: . * •• ve* < „ Goetz: für .Feuille- E'ö General-Anzeiger fur Gberyeffen -H-ZL ..„X X., »rfiht't*,, Hnin ttttit Steindruck»« R. Hange. Rcöatiion, Lrpedilion und Drucker.« Schulftratze 7. Land": E-Heß; für den Annahme von Anzeigen Rotationsdruck und Verlag der vruh! schen Umv.-Vuch: und btemoruaerei n. Lange. nevu» , v Anzeigenteil: H. Beck, für die Tagesnum.ner vüdinaen: Fernsprecher Nr. 50 Geschäftsstelle vahnhosstrahe Iba. _____________ _ bi5 vormittags 9 Uhr. 9 " ----- ----;— Di° AusMdru^H^ »Urten sehr beiiHIin antwort üi-r die B.rft-aU.chun, der Prt>du.ti.n--ttM>. genommen. In der Diskussion, die von trenmmgen dubrerrt in Ta ick ringen eröffnet wurde, stellte sowohl ^rr.Prof.I. Gisevius als auch die anderen Redner verschiedene persönliche Vorwürfe, die schon wiederholt bei anderen Gelegenheiten bi” l richligt worden waren, hier aber trotzdem wieder voraebracht wurden, nochmals richtig. Unter anderem wurde ^brudhd) festgestellt, daß Herr Prof. Gnemus keinem soirtschasi ickun Jnteresfenverband iBund der Landwirte, Bauerii-, Hm.|abund' als Mitglied angehörc, daß er ickon,letzten Gommer ber Jia lonal- liLcralcn Partei gegenüber fick ichrutttch bereit erNart, der Nationalliberalen Reichstagsfiaktion beizutretLN. Im -aufe, bii batte erklärte der freisinnige Redner aus ^.aubringcn, bQl> 11 n . leinen Uniitänöcn die n a 11 o n a 111 b e r a le * a r 1 auf bic Stichwah 1 hilfe des Fortschritts gegm die Sozialdemokratie zu rechnen habe. B e r f l o s s e n e n S o n n t a g hielt die hiesige Natton'', liberale Partii sechs Verfaniniliingen m R u d din gl)a u | 'n., Weitershaiifeii, Bernsfeld , Atze n ha i n , Stang en r o d und L c h nhei m ab. In lüm. dieser Seranftaltunaen bii durchweg gut, zum Teil vorzüglich besucht waren, entwickele Herr Prof Gifevin» fein Programm. Er erntete reichen Beifall. Zumeist schloß sich noch eine Aussprache an infolge -ln,ragen politischer und wirtschaftlicher Art aus.der .^otcr)djart. * ipigtc es sich, daß der Kandidat einesteils vielsach das Bertramn voll Wählern aus bisheriger Bekanntschaft besitzt und andernteile durch feine gerade dem Landwirt wertvollen Mcnntniiie, bic u in schlichter Form darzubieten versteht, das vertrauen der Land- beöölterung gewinnt. Ansprachen hielten in dtei«m Beuamm- langen noch die Herren Rechtsanwalt Kaufmann, Prof, .trau» müiler, Redakteur Ackermann und Proi. Lulen. Gestern sDienstaa) fand in R ö b g c n eine ^alüerDcriamnt- lung statt, die von der Natlib. Parier veranstal et war. ^cr Be uch litt etwas unter einer vorangegaugeneii Holzvetstergerung. Prof. Lulen entwickelte für den verhinderten Kandidaten, Herrn Prof. Gisevius, in 1'ststundrger Rede denen Programm ier unter starker iozialdemokratrscher Begleitung erichienene , o ^a l^ demokrati s.ck eKandi d a t He r r B edm an n, griff bann in bic Tiskussron ein, die sich brs l-1 i Uhr hinzog. 5)crr Beckmann, der alles Mögliche in die Debatte jog, unter- lien cä namentlich, wie das ja so ort uortontmt, öo-j wrrticksasi- sichc Programm der Sozialdemokratie, die Verstaatlichung von Grund uni) Boden, Maschinen, Werkzeuge usw., darznlegen. -as wurde bann von der Gegenseite unter Bezugnahme auf einen gleichen Tage im Gießener Anzeiger erschienenen A>ttkel, von dem Referenten nachgeholt. Herr Beckmann 'uchte sich wteb hinter das Wort „tavitalistisck" zu verschanzen, >r st^ertteß - aber ivieber, die Grenze zwncken tapitalistnch und nicht taprta- listisch anzugeben. Mit einigen Phrasen ging er darüber hinweg. Auch spielte sich der Vertreter ber Sozialdemokratie, die ja b"ndermal erklärt hat, ausschließlich A r b e i t c r u a r t e Vertreter der anderen Berufs,tanoe, n: ?ock, nach der Manschen Lehre rettungslos dem Untergang geweiht sind, aus. Als otr Referent das Schlußwort begann, zog Herr mit feiner ßskreuen Schar von bannen. Wenigstens m einem Punkt aber, in dem Herr Beckmann die Ricktigieit der Ausfulsrungen de^, Redners Beitritt, sei für die Zuhörer in Rödgen und andere, die etwa nicht völlig unterrichtet sind, nachstehende Abschrift aus dem Bericht der Ersten Kammer mügetcilt. ,'ocrr L. betritt, daß bei Meinungsverschiedenheiten in hessischen Budgettragen auch nach erfolgter zweiter Zurückweisung eines Punktes an die Zweite Kammer diese die Entscheidung über den betreffenden Posten im Budget habe. In dem Bericht'steht ausdrücklich Seite o Unb 6: „Tie Entscheidung liegt, sofern mit bieien Re- fommunifationen eine Verständigung zwischen beiden Kammern nickt herbeigeführt wird, in den Bc s chlü s s en d er Z w e i- ten Kammer Tie durch übereinstimmenden Beschluß nicht erledigten Punkte werden in den Hauptvoranschlag s o ernge- st e i 11, wie sie sich aus d e r ^B e s ch l u ß f a s s u n g der Zweiten Kammer ergeben." 11 r t d) ft c i it, wo et äugen- Deutsches Reich der Preis der Balsersti,tnng besteht in den ungefähr 500 SEt von dem zum Line Rede des Reichskanzlers beim deutschen Landwirlschastsrat. heute lebendig geblieben ist. Tas Geld zu diesen Denkmälern der Frömmigkeit ist freilich nicht immer aus freiem Antrieb der Gefährdeten und Gereiteten, sondern mehr unter dem sanften Truck der Kirche aufgekommen. Wenn die Pest in irgend einem Bezirk ausbrach, pflegte der übergeordnete Bischof einen Pestprediger, den sogenannten Pestilentiarius zu ernennen, der bei seinen Besuchen bei Pestkranken und in seinen Bußpredigten zu Stiftungen anfeuerte und Geld für Pestkapellcn entgegen nahm. Ein Mönch Dominikus Schneller soll in einem Jahre in Jnner- ölterrerch zu diesen Zwecken nicht weniger als 40 000 Gulden gesammelt haben. Auch Pestbrunnen, d. h. Quellen, die häufig von einer Kapelle überbaut sind und dem Volke nicht etwa all Krankheit erzeugend, sondern als Heilmittel gegen die Pest galten, finden sich in den Alpenländern, wo man sie auch „Fieber- brünnel" nennt, noch an vielen Orten. . . — Die Logik des Bohemiens. Lei der Wiederkehr fernes 50. Todestages des Dichters Boheme, erzählt der Marzocco erne Anekdote ans dem Leben Murgcrs. Der Dichter schuldete seinem Schireider seit vielen Jahren 200 Franks, und der gute Dister der Nadel, der im Verkehr mit den Bohemiens alljähr- lrch deren Art der Rede angenommen hatte, führte bei seinen Mahnbeiuchen mit Murger die lustigsten Zwiegespräche. Als CI ^ures -Pages wiederkehrte, hielt er seinem Schuldner mit Würde und ®nift folgenden Vortrag: „Herr Murger, seitdem ich die Ehre habe, mit Ihnen in Beziehungen zu stehen, habe ich durch zbefudjc bei Ihnen den Rekord aller Bergsteiger geschlagen. Ich bm so oft Ihre sechs Treppen herauf und herunter gestiegen, dag rck) nach genauer Berechnung di<* höchste Spitze der Cordilleren, die Jungfrau und beit Montblanc erklommen habe, lieb et tragen tölt die Berechmuig auf horizontale Entfernungen, so »bin ich bereits zweimal von der Passages des Panoramas zum dritten yetnatataft_ gewandert." „Teuerster Herr," erwidert Murger, „dieie stati,tische Berechnung allein ist das Geld wert, das ich ^hnen schulde und das ich zu meinem größten Bedauern gerade heute nicht in der Lage bin, Ihnen. . ." „Ich bin noch nicht fertig," unterbrach ihn der biedere Schneidermeister: „Wenn Sie mir bei jebem meiner erfolglosen Besuche stets nur einen einzigen Sou gegeben hätten, so wäre ich Ihnen heute 1800 Franks schuldig." „Die Arithmetik ist eine herrliche Wissenschaft," erwidert Murger, ,^JHr Glück, daß ich Ihnen den Sou nicht immer gegeben habe. Denn wenn Sie heule mein Schuldner wären: bei der erbärmlichen Lage, in der ich mich befinde, würde ich zu meinem größten Bedauern einfach gezwungen fein. Sie auf der- Stelle pfänden zu lassen . „ ;n Vnbt- ■ üon London nach Paris verkauft. ckux> London wird berichtet' Die britiidirn \innit Tteunbc haben wieder Grund ,u schmerzlichm &>raar S i>t cm unredlicher Kunstschatz den Engländern verloren gegangen. F°°.MMonen jährlich sind die ZinsenIdatz es inDenischlmrd, Gott sei Dank, weder voliiische norf, Von 10 Milliarden Mk.) Wir können doch Nichts dazu, wenn Ihre 1 Mainlinie mehr niht 1 9ciltl^e daß unsere -lahif von immer mehr Leuten gewürdigt und an- mehren. n o.^c l11 eto e f itz en er g i f ch ver- erkannt werden, zeigt unser Wachstum — trotzdem Ihr E7P7. . vriations-Wau-Wau schon 40 Jahre bei jeder Wahl im Lande herumrennt. Ein natwnalliberales Handbuch als Wahrheitszeuge gegen uns ist mehr von der heiteren Seite zu nehmen *•17-11 »T fitr ■ ? IT Cl P r V » *. cm - _ . rr- < . ’ Es handelt sich um ein Meisterwerk Rembrandts, das nach dem Urteck der Kenner der Glanzzeit des ZbünstlerS entstammt. Bis vor wenigen Jahren war das Gemälde so gut wie unbekannt. Auf einem Landgute des Lord Asburnham,in Shernfold House bei Front, hing das Werk jahrelang, ohne daß ihm Beachtung geschenkt worden wäre. Als dann der bekannte Finanzmann Ben- e 9 Q 6 den Besitz des Gutes erwarb, ließ er .'inen Teil dcr Möbel und Kunstschätze in sein eigenes Heim überführen, darunter auch das Renchrandtsche Gemälde, das auch jetzt noch in seinem wirklichen Werte nicht erkannt wurde. Doch inzwischen fanden Kunstkenner und Sachverständige Gelegenheck, das Gemälde zu prüfen, und kamen übereinstimmend zu dem Ergebnis, daß das Bild eines der schönsten Meisterwerke Rembrandts ist' das die Welt besitzt. Newgaß hat nun das Bild für 400 000 Mark dem bekannten Pariser Kunsthändler Charles Sedelmeyer verkauft. — Pestkapellen und Pestsäulen. Nach der Anschauung vergangener Jahrhunderte waren Krieg, Mißwachs und Pestilenz bie_ lätrafruten, mit denen der erzürnte Herrgott die sündige Menschheck züchtigte, und entspricht dieser Denkiveise, daß die von der schrecklichen Seuche Bedrohten alles mögliche gelobten, falls die himmlischen Aiächte die Gefahr von ihnen abwenden würden. Zu den kirchlichen Denkmälern, die aus solchen Anlässen entstanden, gehören die an vielen Orten noch heute bestehenden Pestkapellen und Pestsäulen. Am häufigsten finden sie sich in Italien, wohin der mittelalterliche Schiffsverkehr mit dem Orient die Krankheit sehr oft verschleppte: In Rom, besonders aber in Pisa, Genua, Florenz und Venedig erinnern noch viele Denkmäler an die Zeiten, wo der „schwarze Tod" umging, aber auch in Deutschland und Oesterreich haben sich manche Reminiszenzen dieser Art erhalten. Der Tourist, der die Umgebung der Zugspitze und am Fernpaß durchwandert, gelangt, wenn er den Uebergang von Ehrwald ins Gaistal uiiö nach Leut schach macht, dicht hinter der Paßhöhe zu der romantisch am Südabhang des Gatterkvpsle gelegenen Pestkapelle, die heule kunslgeschichtlich freilich nichts mehr bietet. Eine kleine Pestkapelle existiert auch in der Nähe von Tölz im bayerischen Vorgebirge. Bedeutender sind die Erinnerungen in Graz, das im 17. Jahrhundert wiederholt unter der Pest schwer zu leiden hatte. Tas hervorragendste Denkmal ist hier die auf der Mitte dcs Griesvlatzes am rechten Murufer errichtete Pestsäule nördlich der welschen Kirche, die die Bewohner der Griesvorstadt im Jahre 1680 zum Danke dafür stifteten, daß die Peafckage endlich von ihnen genommen war; die daran sich knüpsenden feierlichen Umzüge haben sich allmählich mit den um Fronleichnam abgehaltenen Prozessionen verschmolzen, während der Name „Pestsäule" bis Zahl, die ganz vollständig ist. Tie erste Ausgabe von Ehaucers „Canterbury Tales", die etwa ums Jahr 1478 gedruckt wurde, ist ebenso selten und kostbar wie die Ausgabe des „M orte d ' Art hur" von Thomas Malory von 1485 und die erste Folio- ausgabe der Werke Shakespeares. Ein Exemplar der erften Shakespeare-Folio, das sich heute im Besitz eines ameri- lanifchcn Sammlers findet, wurde auf der Ban Antwerp-Auktion an London vor wenigen Jahren mit 72 000 Mk. bezahlt. Einen ,ehr hohen Wert besitzt auch das erste Gesetz b uch, das in den Bereinigten Staaten, soweit bekannt, gedruckt worden ist. Von diesem Werk, das den langen Titel führt: „Buch der allgemeinen Gefetze und Freiheiten, betreffend die Bewohner von Massachus- fetts , ist nur em einziges Exemplar bis jetzt ans Licht getreten, das iich in der Bibliothek des verstorbenen E. D. Church zu Brooklyn befand und auf einen Wert von 100 000 Mk. und mehr geschätzt wird. Würde es heute zum Verkauf ausgeboten, so wurde cs wahrscheinlich noch einen beträchtlich größeren Preis bdslen Es ist 1648 in Cambridge, Massachusetts, gedruckt. Acht Jahre früher ist das erste Buch datiert, das überhaupt in den Bereinigten Staaten gedruckt worden ist, es ist das B a y P s a l m- Buck), das 1640 ebenfalls in Cambridge erschien. Von diesem Werk find im ganzen zehn Exemplare bekannt geworden. Die vier vollständigen Exemplare sind die in her Bodleian Library Oxford, in der Lenox-Bibliothek zu Newyork, der Sammlung vopZohn Carter Brown in Providenee und in der Sammlung des verstorbenen Cornelius Vanderbilt. Ter Wert eines dieser vollständigen Exemplare läßt sich kaum bestimmen, da seit langem iem£ mehr zum Verkauf angeboten worden ist. Das Vanderbckt- Exemplar, das seinerzeit für etwas über 5000 Mk. erworben wurde, wurde heute zweifellos 50000 Mk. bringen. Von außerordentlichem Wert ist auch das einzige vollstäiidige Exemplar der ersten Ausgabe von Shakespeares „V c n u s n n d A d 0 n i s", das bisher bekannt geworden ist; es ist zugleich bad erste Buch Shakespeares, das veröffentlicht wurde. Was die Reihenfolge der 77^ av-betrifft, in der die zehn kostbarsten Drucke der Welt auf- belU^n^nTwrn ’Ä r”' bccktzi Todd die drei ersten Stellen mit Gartmt ^rHrf9=^lhe , rbcni X',a?Ct tion 1457 und dem ersten s~ o:n 1x5m übrigen gibt er nur an, daß an die letzte zweifellos die Ausgabe des Psalters von 1459 $11 |Cu 16, 17-19, soll auf ihre Entstehung.- I Verhältnise und ihre Aufnahme in das Evangelium bin hiriÄ der juristischen Fakultät: Eß soll der ftrafrea;tliche Inhalt der Reichs-Polizeiordnunaen Ieil der von 1o30 syftemattsch und entwickelungsgeschichtlich zufammengestellt werden. — Von der medizinischen Fakultät: 1. für den akademischen Preis: die Verbreitung der Proteusgruppc-in der näheren und weiteren Umgebung des - ~ ¥ ,------- . Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Das „Berliner Taae- Menschen, nebst Anhalten der isolierten Stämme im Tier- ^ur^ zu Herrn D r. Werner. Er hat sich mit I blatt'' erweckt den Ansmein als seien von Berlin nn- ekpcwiment. 2. für den Balserpreis: der Wert der miri^ S>r^hitrr1tr?I,Cr “ 0 \ aurd. Matteis gewagt und I beim Vatikan diplomatische Verbandlunaen «her ^onfunktivaldeckung bei der Behandlung von perforierenden Ä-VL 260at00%f?* iÄ£‘fS f“« ,af"belec .Ä im @angV um"die Zu! nach Ateratur Erbschaftssteuer zu erheben: sie hat diesen Antrag "in der Äom» j a u n 9 Karserbesuches von Rom zu -1 f o P h i, ch e n ö-aiiutat: 1. aus - 'langen Wir stellen fest, daß selbstverständlich von solche der Gruppen, die durch Drehungen Bki-sinndsnnn.-,,, »- .• L . J um feste Puncte einer Ebene erzeugt werden. (Siehe: Jour- -------------. . t. Damit entfallen auch die ^gewandte Mathematik, Band 128 etroloumzolles. Beide — ungerechte Steuern erster I r.ung en, die das „Tageblatt" aus jener falschen Anaabe der Physrk: Es sollen die Messungen m?^olos^niede Familie durchschnittlich jährlich mcklzreht. I des Peltieresfekts auf tiefe Temperaturen auc gedehnt tu er» den; 3 aus der Landwirtschaft: Unter,uchungen über den kabri k an ten beschloß, die Arbeiter uni! ^bLrLn, gestellt überfoäiatbemofratifcf)c' Bestre'bungen? " H^7"er''uns^ein^^ver-1 ^sten Montag an ausz usperren/ E?Lommen 1500 berraQenöen^a nn nunftige Einkommen-, Vermögens-und Erbschasts- Arbeitnehmer tn Betracht. auch die Halste des Brei es ruer-annt m> Lhm ft e u e r herbeiführen - das wird dem Baterlanve mehr nützen wie einen VrFs bewirbt m ütinSa k VltL) unt- all.eine Luxus steuern, die nur Bettelpfennige der AusLattS die ZteUuL Wn iS eTm ber?eihcn auf Reichen fmd. E Krumm I •iUSlwlW. I r.^.^tellung der Aufgabe folgenden Semester anderUniver- Ein Ausschußantrag in der französischen Kam- I^ckt Gießen immabriöuliert gewesen sein. JedeBewerbungs-- m e r über ein Verbot der Nachtarbeit der Bäcker! n3ir e 1 n e n ^erlai fec haben. Die Bewerbungs- lautet im Hauptabsatz wie folgt: x\t in der abzufassen, in der die Ausgabe ge- i _.r?ie ^brstellung des Brodes und der Kuchen ist in der Nacht T"el ist ein Kennwort anzubringen. Die Berlin 15 D-ebr 23ei bem Iw-utinpn ^pthrr ms - Hugo Schmidt brer iN rhren praltftchen Leistungen erfolgen, und was sich bewährt hat, brutsch er Verband: Vortrag von Professor Dr. G i s e v i u s - n ° r f 'r,15; 6; Oberkonfistonalprafident i. P. das behalten wir. Wir sind in Preußen am Werke, diese innere ^tc Entwicklung der Landwirtschaft, 1871-1911. Abends 871 LfÄ feFÄ Kc L^^r Tecknahme zur Kolonisatwn mck gröberem Nackchruck als bisher zu betreiben. Sterns Garten. I L^ten Ruhe bestattet. Auf Wunfch des Verfwrbenen wurde am lBravo!) Nicht mir durch Urbarmachung und Besiedelung - Oberhess Geschichtsverein: Vortrag von Pros. I durch Pfarrer pmgeldei gesprochen. Hierauf der Mooren und Haideflächen, sondern auch dadurch, daß mir ?• u u k e l: Eine neugefimbene griechische Geheimschrift aus Ne b e l unter Ni-der- namentlich m menfchenärmeren östtichen Landesteilen die der Zeck der Religwnsmlfchung. Abends 8V- Uhr im Cafe Ebel. Kranz^ eh^e ^rt^ Weiter legten Kranze Bauernstelle n zu vermehren trachten. Die wirtschaft- , Oberhefs. Gesellschaft für Natur und Heil - rvan im Auftrage des Vorstandes des Land^- liche fozialeund damit allgemeckt staatliche Bedeutung solcher Unter- HLUP bc: Vortrag des Privatdozenten Dr. Dem oll: Ueber vom 9Wten Kreuz. Generalarzt Dr. Lindemann für nehmirngen kann nicht hock) genug veranschlagt werden. Es genügt Instinkt. Abends 8-/- Uhr int Hör,aal des physikalischen Instituts mFreuv. Sanitatskolonne vom Roten Kreuz, nicht, mit einem mißgünstigen Seiteiiblick auf die Städte über! * q"I fI°r •®£Mie£en der theologifchen Fakultät der die Bevölkerimg des platten Landes zu klagen. Abwenden können I II. Landesuniversität. Für das Jahr 1911/12 • s. Anwalts- Fchr. °.S°dgehir der Wagen wo Getöteten lonr Werben. Won chchr. (Sour b iH < derart gefördnt, Stüde freigelegt ein vrovisorisches menschliche lieber ' Stiftur J’it Förderung ÄuÄande hat chemisches i 6on 700000 9 JAV Haa ZTJAVOIfS gegen Hopfsckuppen gegen Haarausfall Javolisiere dein Haar V Javol das Beste Hospiz V“""' eräug Schwesternhaus, Uieatea. toftaooeeetr. 1. 3*11 verkaufen EinschönesHaus in guter Lage mit Laden und Spezereigeschäft in grobem Ort in der Nabe Gießens, auch zu jedem anderen Geschäft geeignet, weg^ngsbalb. preisw. zu verkauf. Näheres in der Geschäftsstelle des Giehener Anzeigers. (01158 Ein fast neues Bett u. leichte Fcderrollc vlatzmangels zu verk. 01178» sJidb. Frankfurter Str. 7311. A« MMslhcs $iHorö™^ balb. unt. sehr gut. Zahlungsbed. tos. InlL zu verk. 'Jtett 500 Mt.. ictjf 100 5«. Goechestr. 482. 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FS., vormittags 1OV8 Ubr anfangend, komm: im Budinger Stadtwald in den Dlstriklen Kallenwiesenrain und Salzlache nachstehendes Nutz- und Brennholz zur Versteigerung: v L , 1. Bau und Nuvbolz. 65 Stück Elchenstämme. 15—35 Cun Durchmesser, 25 Jftm Inhal», zu Bau- und Wagnerholz geeignet. 129 Stuck Fichtenstämme, 11—34 Ctm. Durchmeffer, 13—25 Mir Länge. 56 Fstm. Inhalt. 5 StückKie sernstämme, 24—39 Ctm. Durchmeffer, 5—12 Mn. Länge, 15 Steck' Lärckenfiämme, 17—28 Ctm. Durchmeffer. 23—32 Mtt Länge. 17 Fftm. Inhalt. 28 Stück desgleichen, 11—16 Ctm. Durchmester, 12—20 Mn Lange. 7 Fftm. Inhalt. 200 Stück Fichten-Derbstangen, 6—10 Ctm. Durchmesser, 6—12 Mtr Länge, zu Leiterbäumen und Gerüst-Stangen iauglich. 2. Brennholz. Bekanntmachung. Es ist eine Beratungsstelle für Säuglingspflege rn Büdingen errichtet worden, die den Zweck bat, Müttern unentgeltlich ärzt licken Rat in Ernährung und Pflege ihrer Säuglinge zu erteilen. Diese sollen möglickst früh nach der Geburt» zur Matserteilung und regelmähigen Beobachtung zur Beratungsstelle gebracht werden. In geeigneten Fällen wird auch die Unterstützung durch Lieferung guter Milch, oder Gewährung von Sllllprämien oder Kiuderwäsche ermöglicht werden. Leiter der Beratungsstelle ist Herr Dr. med. Otto Brettel. Sprechstunde findet alle 14 Tage Freitags, von 10—11 Ubr vormittags, beginnend Freitag den 24. ds. Mts. in einem Zimmer des neuen BolkSi'chulgebäudes (Erdgeschoß) statt. Ich fordere alle Beteiligten aus, vertrauensvoll tue Hilfe der Beratungsstelle in Anspruch zu nehmen und bitte die Bevölkerung, vor allem die Herren Aerzte, die Hebammen, die Stadtschwestern, die Krankenkassen und die Damen des Alicefrauenoereins der Einrichtung ihr lebhaftes Interesse zuzuwenden und anregend aus den Besuch der Stelle hinzuwirken. (Bd18/, Büdingen, den 13. Februar 1911. Der Vorsitzende der Zweigstelle im Kreise Büdingen: Boeckmann. Bekanntmachung. Betreffend: Kriegsbeorderungen. Die Mannschaften des Beurlaubtenstandes werden daraus aufmerksam gemacht, dah in der Zeit vom 10. bis 25. März dS. IS die Kr'egsbeorderungen und Paßnotizen zur Ausgabe gelangen. Tie Aushändigung derselben erfolgt durch die Bürgermeistereien. Falls die Mannschaften während dieser Zeit nicht selbst zu Hause sein können, haben sie eine andere Person des Hausstandes mit Empfangnahme der Kriegsbeorderungen bezw. Pahnotizen zu beauftragen. Die bis setzt noch nickt zur dienstlichen Kenntnis gebrachten Wohnungsveränderungen stnd sofort zu melden. Jeder Mann — ausgenommen die aus Wanderschaft abpe- meldeten Leute — der bis zum 25 März ds. Js. abends keine Kriegsbeorderung oder tzahnonz erhallen hat hat hiervon sofort seinem Bezirksieldwebel mündlich oder schriftlich Meldung zu erstatten. Dte vom 1. Avril ds. IS ab nicht mehr gültigen alten toter Kriegsbeorderungen und weihen Pahnotizen mit roter Umrandung sind an dieicm Tage durch die Mannschaften selbst zu vernichten, die neuen gelben Äriegsbeorderungen und die weiden Pahnoiizen mit gelber Umrandung an der inneren Seite des vorderen Pahdeckels einzukleben. ES wird ferner noch darauf hingewiefen, dah die Kriegs beorberunnen und Pahnotizen nur für den Kontrollbezirk (Haupt meldeami Friedberg oder Bezlrkskomvagnie Büdingen) Gültigkeit haben, in dessen Bezirk der beir. Mann wohnhaft ist, beim Ver ziehen ,n einer, anderen Bezirk also ungültig und vom Bezirksfeld roebel des seitherigen Bezirks abgenommen werden. Weiter werden die Mannschaften noch darauf aufmerksam gemach», dah die Gendarmen und Polizeibeamten berechtigt find, die Militär-Vaviere insbesondere auch hinsichtlich der Striegdbeotbe- rungen und Pahnotizen zu prüfen, und den etwaigen Aufforderungen der obigen Beamten auf Borzetgung der Militär-Papiere alle unbebmgt Folge zu leisten ist. Frtedoerg, den 14. Februar 1911. Grofcherzogliches Bezirkskorrnnafdp. 1 TgT Winterkur für JjT W B NervenKranke=l Or. M. Sohulze-Kahleyss, Nervenarzt hmbM I8HBH Sanatorium Hofheim im Taunus. e AuSbrüchc SBürtitnibiig. Aberverkalkunq Lebensschwäche 1 1 igtr finabt Ä XtTOt W' ipezialarzt jur niibt hier iji der Charaitel 1(1) 1 KD 1 Blutvergiftung Tuberkulose 1 (1) 1 (1) 1 vom —15. Fahr 1 "1(1) vom Troß, ^ttnbecf oon ri°9 hat bem nnstadt Serbiens!. lener bei bem Müller jum chejsin. en würbe bem rdt eine Lehrer« m SchularnlS« die 2. Lehrer- - Erledigt Lehrerstelle jn Dcrmifcbtc». • Stiftungen. Die Leopold Koppelstiftung zur Förderung der geistigen Beziehungen DeulschlandS zum AuSlande hat sich bereit erklärt, für ein physikalisch- chemisches Forschungsinstitut einen einmaligen Betrag von 700 000 Mk. zur Verfügung zu stellen. Die Sunune Dem „B. T." aiiolgc herrscht in Beilin znrz«t eine Znsluenza-Evidemie Etwa 12 000 bis 14 000 Personen sind crfranlt. Die jlranfhcit zeigt heftigere Svmptorne und die Sterblichkeit ist größer als im Boriahrc Dem Rektor Schilien und dem Prorektor der Universität Dessau—Bitterfeld Probefaftrren vcranstattetc, bat sich währt. Es wurde mit einem Versuchs zug von 260 loroten crnstmid-slvs eine t Geschwindigkeit von 105 Kilometern er- alMfibent i.$. Teilnahme zw lenen wurde ar nochcn. »iem l unter %itber legten fträn;: rdes des Land^- nbemann sin i Roten Krem ien Fakultät dr enc war. Zusttz Hess. Anwati^ des Diakon»»^ igold sür da Jnftuenza Blindbarmentziindung 1 (1) ES starben an : Zusammen: Erwachsene. 'm 1. Lebensjahr: im Antrieb bei ter bem janM in irgend eine® 4°i Ä nennen, der w Bußpredigten^ entgegen Zähre >n ^nnel 40000 eilen, die kM e nicht etw® d» e auch Summa 6 (3) 4 s2) 1 1 (1) A n m.: TU in tuu.muern gehvi>-* Ziffern geben an, wie otcl der Todesfälle in der betreuenden Krankheit auf von auswärts nach Wirfn-H iphrnffif,* f? kommen bis zu Ende an. „ _ — Gin altrömisches Laftschiff. In einer Kiesgrube nördlich der bei Straßburg gelegenen Wanzenau haben große Dampsbaggec eine Menge altrömischer Gegenstände, die offenbar die Reste einer untergegangenen Schiffsladung verstellen, zu Tage gefördert. Es tarnen über 30 Mühlsteine mit entern durchschnittlichen Gewicht von 50 Pfund zum Vorschein. Das Material ist dasselbe, aus dem die meisten in der Umgegend gefundenen römischen Mühlsteine bestehen: Basaltlava, die nach der Ansicht Sachverständiger ans den Basaltlagern bei Niedermendig gebrochen, wurde. Von den Mühlsteinen wurden 28 ins Straßburger elsässische Museum gebracht; sie allein machen ein Gewicht von 770 Kilogramm aus: das Schiff muß also recht tragfähig gewesen fein. Man fand von ihm größere Holzteile, darunter auch ein fast l'/s Meter langes gebogenes Holzstück, das offenbar als Schiffsrippe gedient hat. Außerdem sind zum Vorschein gekommen ein 37 Zentimeter langer Schifssbohrer, eine Ruder ftange, ein eiserner Schiffsstachel mit zwei Spitzen und eine 4 Kilogramm schwere Bleikugel, bie, an einer Stange befestigt war. Einige Kupfer- und Bronzekessel sowie verschiedenartige Werkzeuge sind Reste des Küchen- und Handwirkszeuges und zahlreiche Münzen mit den Bildern der Kaiser Gallicnus, Quintillus unb Tetrius geben Aufschluß über die Zeit, da das Schiff den Rhein hinauf fuhr: es war im letzten Drittel des zu Ende gehenden dritten nachchristlichen Jahrhunderts, als das Schiff seine Ladung von Mühlsteinen von der Moselmündung den Rhein herauf zu bringen hatte unb unterging. Kleine Tageschronik. Emil Masse, der frühere langjährige Mitinhaber der Firma Rudolf Mossc, ist in Berlin gestorben. Ein in Altona wohnender Geschäftsmann, der seit längerer Zeit kränklich war, nahm vor etwa zehn Tagen ein Schlafs pulver, nach dem er in einen sechstägigen Schlaf verfiel, und daran starb ohne das Bewußtsein wieder erlangt zu haben. Untersuchung ist eingeleitet. Sn Duisburg drang der Hafenarbeiter ©auberg in ohnuna des Hafenarbeiters Kratz und verlangte von dessen Frau zehn Mark. Als sie ihm das Geld verweigerte zog Sauberg einen Revolver und verletzte die Frau durch zwei Schüsse schwer und erschoß sich dann selbst. Auf bem Düsseldorfer Friedhof wurde bei der Leichenfeier für seine Frau der Schauspieler Germain Haine vom Schlage getroffen. Die erste preußische Vollbahn lokomotive mit elektrischem betrieb, die kürzlich auf der Strecke fielt. Dem „B. T. soll für die Erbauung uni» Einrichtung be§ Instituts sowie des Direktorhauses verwandt werden. Ferner hat die Stiftung einen Betrag von 350 000 Mark in zehn Jahresbeiträgen von je 35 000Mark für die Erhaltung des Forschungsinstituts zur Verfügung gestellt. Die Koppelstiftung hat dabei die Bedingung gestellt, daß der preußische Staat einen Zuschuß für das Institut bewilligt. Das Institut, von dem schon früher die Rede war, soll in Dahlem errichtet werden, wie daS chemisch-organische und anorganische Forschungsinstitut, das die Kaiser-Wilhelm-Gesellfchaft zu errichten beabsichtigt. * Tas Muscum der Straßenrufe. Die Gründung eines Museums des Wortes in Paris, in dem die Wandlungen des Sprachgristes phonographisch feftgehalten werden sollen, bat einen unternehmenden Pariser Lehrer dazu getrieben, auch seinerseits ein Museum zu errichten, das zum mindesten eine interessante Ergänzung der bereits bestehenden Einrichtung bringen soll: ein Mus eum der Straßenrufe. Mit einem stattlichen Grammophon ausgerüstet, liegt der Lehrer in seinen Muße- stunden in den Straßen und Boulevards auf der Lauer, nm all die langgezogenen, wechselnden und charakteristischen Rufe der Pariser Straßenvertaufer auf die Platte seines Apparates zu bauneu. Wo immer sich irgend ein Verkäufer sehen läßt und durch seine Ruse die Aufmerksamkeit her Hausbewohner erweckt, eilt der eifrige Lehrer mit seinem Grammophon herbei und bittet um Wiederholung. Die Fischfrau, die Gemüsefrau, der Vogelfuttermann, der Korbmacher, der Blumenverkäuser und die schrillen Tenorrufe der italienischen Gipsfigurenhändler sind bereits für die Naänvelt gesichert. Nur zwei haben den Verlockungen des fanatii'd?en Sammlers getrotzt: die Frau eines Stuhlflechters, die singend in den Straßen einherzieht, um Aufträge für ihren Mann zu erlangen, und jener stämmige Herkules, der in den Seitenstraßen in seiner dumpfen Baßstimme mit dem gröhlenden Rufe „Tonneaux, tonnoaux!" die Bürger erschreckt wid leere Fässer Taufen will. Die Frau des Stuhlflechters hatte emo Heidenangst vor dem Apparate, uni) keine Macht der Welt hätte sie dazu gebracht, vor der großen Schalltrompete ihren Ruf zu wiederholen. Der Faßkäuser aber wandte dem Straßenruf- iammler verächtlich den Rücken unb hörte die Bitte nicht einmal Amtlicher Wetterbericht. Verlauf der Witterung seit gestern früh: Die eurovaischr. Druckverteilung wird für eine Fortdauer bc8 Frostes immer ungünstiger. Hebet dem atlantischen Ozean tauchen fortgeleht tiefe Z»)klonen auf, die feuchte und milde Siidwestwinde von Westen her langsam über Europa führen. Heber den britischen Inseln bis Westfrankreich ist sehr mildes Wetter eingetreten und nur noch über Mittel- und Snddeutschland, von Osteuropa abgesehen, herrscht uüter dem Einfluß eines südlichen Hochdruckgebietes Frost. Rand- wirbel der Tiefdruckgebiete im Nordiveslen des Erdteiles bringen auch in unserem Webtet Erwärmung und geringe Regen. Wetteraussichten in Hessen am Freitag, dem 17. Febr. 1911: Lebhaftere südwestliche Winde, trüb, geringer Regen, Tauwetter auch im Gebirge. Mittelgebirge (Taunus, Vogelsberg) leichte Neuschneedecke, sehr gute Schlbahn. Letzte Nachrichten. Rouen, 16. Fedr. Der Kapttän eines spanischen Schisses teilte bem hiesigen spanischen Konsul mit, daß ein gleichzeitig mit seinem Schiff in Rotterdam auSge« laufen es spanisches Schiff Schiffbruch gelitten habe. Dabei seien 70 Passagiere umgekvmmen. Eine Be- stätigung dieser Nachricht liegt rricht vor. Moskau wurden die A b s ck i e d s g e f u ck e bewilligt. Ter Komponist der seinerzeit sehr populären Operette „Madame Ang et", Charles Leeoeg, ist im Alter von 79 Jahren in Paris gestorben. Als der oortugissische KriegSmimster die Kaserne der Stadt D u a r d a besuchte, stürzte der F u ß b o d e n des ErnpsangSsaaleS ein. 150 Personen wurden verwundet. In Paris ist die Prinzessin Rodziwisl, eine Schwester des Spiclbankpächters von Monte Carlo, geworben. IDöchentL Uebersicht -er Todesfälle L ö. Statt Siede«. 6. Woche. Vorn 5. bis 11. Februar 1911. Einwohnerzahl: angenommen zn 31,300 (int1. 1600 Manu Militär). SterblichkeitSziffer: 10,0 a, nach Abzug von 3 Crt6ivemoen : 5,0 Kinder Wulto.^ ^inif*1^ ■ d-i «'Ei 180 917 Reihen QUi ^derltniüer. ^erbungs. ;e, Ausgabe ge. ^ngen. Lu ^uizusendeii ■ Äennruon ‘c Angabe bei Abung ist an ®fe! der Uni. berinnbigt bi( «weiaverern Darmstadt der Deutschen SchDerftiftung, Prvfesior 1 Diugeldei sür den Borori Weimar der Deutschen Schiller- stifttmg, Oberleutnant a. D. Lotheisen für die Freiimllige ^amtät^Hairptkolonne, ferner der Evang. Arbeiter und Hand- nrt-rftrrocrcui, die Vertreter der Zweigvereit« und Haupttolonnor tvm Roten Kreuz in Mainz, (Kriogerverein, Gießen unb 2llzep, der Verein Feierabend u. a. Außerordentlich groß war cnc Zahl der sonst noch gespendeten Kränze, unter denen auch ein solcher von dem Großherzogspaar zu bemerken war. Zu dem Lisenbahnunglück bei Courville. Das schauerliche Eisenbahnunglück bei Courville, wo drei Züge auseinanderfuhren und in Brand gerieten, hat seit gestern glücklicherweise keine neuen Opfer gefordert. Es ist vorläufig bei zwölf Toten geblieben. Tie Ursache soll im letzten Grunde in dem stürmischen Wetter zu suchen sein. Nach einer ErNärung des Direktors ist der Lokomotivführer des auffahrenden Zuges und der Bahnhossvorsteder von Courville verantwortlich. Wir erhalten darüber folgende Drahtnachrichten: Paris, 15. Febr. Nach den letzten Nachrichten über die auf der verstaatlichten Westbahn stattgehabte ^ata= sttophe von Courville beträgt die Zul)l der Toten zwölf und die der Verletzten fünfzehn. Tie Au fräumungsarbei- t e n auf der Westbahn werden längere Zeit beanspruchen, da die eisernen ^Schwellen, die infolge der Hitze vollständig verbogen sind, und die losgerissenen, in kleine Stücke zerborstenen Schienen einen wirren Trümmerhaufen bilden. Das ^euer glimmt noch in den Ueberresten. In der Holzverffeiduna des Speisewagens wurden noch verschiedene Leichenteile gefunden, deren Jdenttfizierung sehr schwer sein wird. Ein Reisender erkannte unter den Leichen die seiner Frau und seiner Schwiegertochter. Drei andere Personen seiner Begleitttng und vier weitere Mitglieder seiner Familie befinden sich unter den Verwundeten und Toten, die noch nicht identtfiziert werden konnten. Der „Figaro" schreibt anläßlich der Katastrophe: Es deraeht keine Woche, ohne daß sich irgend ein Unfall auf dieser unglückseligen Bahn ereignet. Wenn dabei nicht immer Menschenleben zugrunde gehen, so ist das lediglich dem Zufall zu verdanken. Die Verantwortlichkeit des Staates ist darum keine geringe; wenn der Staat wirklich unfähig ist, die Sicherheit der Reisenden zu verbürgen, dann muß er zum mindesten dafür sorgen, die Gefahren, von denen die Reisenden bedroht sind, nicht noch zu vergrößern. Der Staat muß die Zahl der Züge unb ihre Geschwindigkeit verringern und oie Zalil der Aufentl)alte vermehren. Der Verkehr wird darunter leiden, man wird die Unfähigkeit des Staates verwünschen, der ein industrielles Unternehmen leitet, das offenbar über seine- Kräfte hinausaeht. Aber zum mindesten darf man hoffen, daß man keine Toten mehr zu beklagen haben wird. Courville, 15. Febr. Der Direktor der Staats- bahn erklärt, die Verantwortung für das gestrige Eisenbahnunglück trügen der Lokomotivführer des auffahrenden Zuges, der die Signale nicht beobachtete und der Stationsvorsteher von Courville, der den Güterzug zur Zeit der Durchfahrt des Schnellzuges rangieren lteß. Der angeschuldigte Lokomotivführer erklärte dem Staatsanwalt, der infolge des Windes niedergeschlagene Rauch habe ihn gehindert, die Signalscheiben zu sehen. Der Brand der Wagen war um Mitternacht gelöscht. Drei von den zehn Getöteten konnten noch nicht aus den Trümmern geborgen werden. Von den Verletzten schweben vier in Lebensgefahr. Courville, 16. Febr. Die Aufräumungsarbeiten sind derart gefördert, daß bis zum Rachmtttag ein großer Teil der Strecke freigelegt ist. Man hofft, morgen den Zugverkehr über ein provisorisches Gleis aufnehmen zu können. Es wurden noch menschliche Uebcrrefte, die aber unkenntlich waren, geborgen. SieberW Ä Marzocc- derA ührre b« M V; ileberttE bc„ [Unit «ö bri^ ■n»iK tos iä M -'M IM iitaer Otloheriesl Kaffee, Konditorei Grosser Tanzboden -w Münchener sowie Helles Bier direkt vom Fatz Eintritt pro Person 30 Pfg. Eintritt pro Person 30 Psg. Annemarie. Augusta Grosse (V16/, Gießen, 16. Februar 1910. 01204 Schriftführer de? Vergnügungs-Ausschusses. Neu eröffnet! 1132 Biograph Giessener Schreibstube XflT* Kirchenplatz 15 “WC 01107 (01194) Plockstr. 12 Plocketr. 12 oU mäßigen Preisen unter strengster Diskretion. (B10/2 K 15/11 Nr. 20, entgegengenommeru Dn/: 2llicrfrmtetibrrrtn für Krankknpslrqr ib=/3 K 5/11. Seltersw. 23. Tel. 27. Marktplatz 21 Telephon 4G (BPZ- K 116/10. Klnemategraph 01183 Bahnhofstrasse 54 Bahnhofstrasse 54 MiW Wiolcrsporl Ma Weißweine Vogelsberg Eintritt frei. 01196 Eintritt frei. empfiehlt (148 Sonntag den 26. 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Eine tutete' X Revue" ro Verfasser weist den meisten Ai ms eine erträc Hesche und $oi ■tytiidlftc Seratf; Angestellten i aber, trasser Egl |i6etn, Leitern u M. Arbeitsta lern, die kein hc Slajic annehmen Shgiene wird ni Sitzgelegenheiten tmsm ans offen Seim zn snrchtb datz die Krankhc otgane unter t schrecklich höher« rWnden. 2 N man den pölchf« Wei ^esANffe in m den 3arenh VIS1TKARTEN in jeder beliebigen Schriftart und Kartonsorte,