Nr. 89 Erstes Blatt W. Jahrgang Samstag, 15- April IW Der Siebener Snzelger erscheint täglich, ander Sonntag-. - Beilagen: viermal wöchentlich GletzenerZamilienblStler; zweimal wöchentl.NreiS' blatt sür den Ureis Liehen iTienStag und ^rcünq); zweimal monail. Land wirtlchaftliche Seilfraren Kerniprcd) - Anschlüsse; für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen: Anzeiger Gtcßcrr. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberyessen Nummer Bofaflons6ra(f und Verlag der vrühl'schen Unlv.'vuch. und Sttinbntderei H Lange. Redaktion, Erpeditiou und vruckerel: 5-nlstratze 7. bis vormittag- 9 Uhr. Büdingen: Zervsprecher Nr. 50 Geschäftsstelle vahnhofstratze 16a. vezagSvret»: monatlich 7 5 -B1W viertel- sährlich Akk. 2^0; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Akk.2.—viertel- jabrL ausschl. Bestetig. Zeilenpreis: lokal 15Pf, auSwäNS 20 Pfennig. Chefredakteur: A Goetz. BerantwoNlich für den politischen Teil: August Goey; für .Feurlle- ton*, .BenntschteS' und ,®crid)idlaal*': R. Neurath; für „Stadt und Conb-: E.Heß; für den Anzeigenteil: H. Berk. Die heutige Nummer umfaßt 18 Seiten. Ostern. » (SUfeen, 15. April. Die Frühlings feier schüttet wieder ihren reichen Segen aus. Ein lachender Himmel schaut zwischen die druckbela- denen Alltage auf uns nieder. Ein wechselreiches Bild: gestern noch frostige Tage und rauhe Windstöße, heute die milden Lüfte, die in so 'kurzer Frist alles verwandeln, der Natur den schönsten Schleier überwerfen und schon die süßen Düste des Sommers ahnen lassen. Natur und Geist, so spricht man d o ch zu Christen ... Es ist ein weises Walten gewesen, daß das Fest der Auferstehung Christi auch das schönste und sinnreichste Erwachen der Natur symbolisiert. Ohne Ostern, wie hätte man's da? Wenn man die Botschaft nicht sinnenfällig hörte, da fehlte auch sicher aller Glaube. Denn der ist mit dem Leben verwachsen in dessen wechsel- vollen Gaben, und er muß sich alle Tage erneuen. Mehr als wisscnsstolze Pharisäer brauchen ihn die Mühseligen und Beladenen. Wie man die Gotteshäuser errichtete, damit die Andacht vor dem Ewigen die Gläubigen vereint und über das Gewöhnliche hinaushebt, so wandelt in der majestätischen Frühlingshalle der Natur sich auch das Herz des spröden, empsinüungsarmen Erdenpilgcrs, und er darf die Freuden genießen der gemeinsamen Feiertage, die ihn mit höherem Wellenschläge über sein Alltagsleben hinausführen. Die aus Handwerks- und Gewerbesbanden flüchteten, sie find selber auferstanden! Wie die Natur die Erde verjüngt, so sprießt auch der Geist aus neuen Nahrungs- quellen. Wie viele Systeme und Lehrgebäude sind wieder „auferstanden", nachdem sie einst vergessen worden oder zusammengestürzt waren! Und doch soll der Geist, die Erkenntnis, dem Menschen Stetigkeit, ein Wachsen seiner Kultur, geben. Die milde Lehre des Erlösers ist aber von ) Bestand gewesen all die Jahrhunderte hindurch, während ! die Irrtümer und „Systeme"- wechselten. Die christlrche Lehre steht in liebevollen Beziehungen zur Natur; so manches wissenschaftliche Beinhaus dagegen ist der Natur völlig ab- gekehrt. Abstrakte Grundsätze stürzen oder verirren sich in trauriges Oedland, während doch Geist und Natur nicht notwendig durch dieselben Formeln regiert zu werden brauchen. Des Menschen Verstand vermag viel und ist eine unschätzbare Gabe; aber er kann nimmer die Welt aus ihren Angeln heben. Darum soll er die Bilder der Natur nicht zerkrümeln; sie sind ewig und nicht in einem „Prinzip" auslösbar. Auch der menschliche Geist ist nichts Selbstherrliches. Er feiert seine tägliche Auferstehung im Wechsel 1 ©ftcrblumen. (Nachdruck verboten.) Ms der liebe Gott die Blumen erscyaffen hatte, bestimmte er sie für die Erdenkinder, denn er meinte, Blumen und Kinder gehören zu einander. Die Blumen freuten sich auf ihre neue Heimat, noch mehr aber freuten sie sich auf die -Ander, denen sie das Erdendasein verschönern sollten. Jede erhielt vor der Ausreise noch ein neues buntes Kleidchen und die Engel hatten alle Hände voll zu tun, um die verschiedenen Wünsche zu erfüllen, denn eines wollte immer schöner sein als das andere. Als alle eingekleidet waren rief Gott einen Engel namens Frühling, und befahl ihm, die Blumenschar auf die Erde zu geleiten. — 9tun stürzte die buntgeschmückte Gesellschaft zum Himmelstor hinaus, die kleinsten zuerst. — Eines von ihnen, namens Schneeglöckchen, hatte in der Eile sogar ein neues Kleidchen vergessen und lief nun, nm zuerst unten zu sein, dem langen Zuge im weißen Hemdchen voraus. Auf der Erde angekommen suchte sich jede Blume ein passendes Plätzchen: Tas Schneeglöckchen, weil es fror, int sonnigen Laub Walde, das bescheidene Veilchen am Zaun, das blaue Leberblümchen im feuchten Dickicht des Eichenwaldes, das hellgelbe Primel am Bach, das Gänseblümchen und die goldgelbe Schmalzblume auf der Viehweide, die meisten und schönsten der Blumen jedoch suchten, weil sie vielleicht aiich die eitelsten gewesen sind, die ?tähc des Menschen auf. Ganz leise über Nacht waren sie gekommen, aber nicht unbemerkt. Die Vögel hatten ihre Antunst wahrgenommen und die Meisen riefen vom frühesten Morgen an immerzu „Tie Blumen kommen, die Blumen kommen". Manche Menschen meinten *roar, sie hätten den Landleuten nur zugerusen „Sicheln feil, Sicheln feil", aber das war ein Irrtum gewesen, denn die Vögel kümmern sich um solche prosaische Sachen noch nicht. Der Buchfink hielt, als er das hörte, eine Weile im Hausbau inne, schwang sich auf den nächsten Ast und sang sein schönstes Liedchen, wahrend die Amsel oben vom Giebel des Hauses in den frischen Morgen hinein flötete, daß die Kinder darüber erwachten. Mit Jubelgefchrei begrüßten die Kinder die neu erschienenen Himmelsboten. Aber nun begann für die armen Blumen eine bittere Leidenszeit, denn die Kinder begnügten sich nicht damit. der Sinneneindrücke, int Auf und Nieder der Schicksals- strömungen, und auf seiner höchsten Stufe eint ec hie äußeren Sinneseindrücke und Schwingungen ber Seele zu harmonischem Einklang. Darüber darf die praktische Arbeit und Not des Tages nicht vergessen werden. Die Mühseligen und Beladenen müssen in ihren Lebensbedürfnissen auch materiell gehoben werden; das ist nicht das geringste Gebot unserer Zeit. Völlig einander gleich können die Menschen nie werden, und ein solcher Zustand wäre ja auch erdrückend und unwillkommen. Jeder Sck)afsende aber soll die Früchte seines Fleißes ernten können. Der Natur können in stiller Gelehrtenstube noch manche Geheimnisse abgelauscht und dem Leben nutzbar gemacht werden. Wenn wir bann die Werkstätten wieder verlassen, so soll der frohe Geist Auferstande- ner uns umgeben. Osterglocken und Osterfreude klingen heute in eine politisch arg gespannte Zeit hinein! Dem Tag der Auferstehung — Viele denken sich darunter den Tag der Reichstagsneuwahlen — sind wir noch nicht ganz nah. Es werden noch manche „ohnmächtige Schauer körnigen Eises" auf die Flur geworfen werden. Aber einmal wird auch hier der Frühling wiederkehren. Wenn in der deutschen Volksvertretung ein Ruck nach links, der unvermeidlich scheint, vollzogen sein wird und die heute unzufriedenen Geister wieder hoffnungsvoller an die Arbeit gehen. Rücktritt öes amerikanischen Botschafters in Berlin. Washington, 14. April. Der Botschafter Hill in Berlin ist zurückgetreten. Präsident Taft nahm das Rücktrittsgesuch an. Botschafter Hill erinnert in seinem an den Präsidenten gerichteten Abschiedsgesuch daran, daß er bereits beim Antritt desselben, seine Absicht zurückzutreten, ausgesprochen habe, jedoch auf persönlichen Wunsch Tafts auf seinem Posten verblieben sei. Nachdem nunmehr die Hälfte der Amtsperiode des Präsidenten verstrichen sei, scheine es ihm angemessen, dem Präsidenten, indem er die ihm erwiesene Wertschätzung aufs dantbarste anerkenne, sein Gesuch um Verabschiedung zum 1. Juli einzuhändigen. Es sei ihm eine große Freude gewesen, seinem Lande auf einem ehrenvollen, verantwortlichen Posten zu dienen. — In seinem Antwortschreiben erwiderte Taft: Nur höchst ungern willfahre er dem Gesuch, ihn von dem Posten zu entbinden, den er in einer Weise ausgefüllt habe, die er, der Präsident, wertschätze, sowohl was die Tätigkeit der Botschaft betreffe, als auch die Beziehungen zur deutschen Regierung. Er sei erfreut darüber, daß Hill noch bis zum 1. Juli auf seinem Posten verbleibe und versichere ihn nochmals feiner Hochachtung. Tie Tatsache, daß der Botschafter Hill noch auf seinem Berliner Posten bis zum 1. Juli verbleibt, wird dahin aufgesaßt, daß keine dringenden Gründe für seinen Rücktritt vorgelegen haben. Man nimmt an, daß der Rücktritt Hills auch mit dem bisherigen Brauch sich an den bunten Farben der Blumen zu freuen. Armevoll wurden sie abgerissen; oft gaben sich die Kinder nicht einmal soviel Mühe, fte zu einem Strauß zusammen zu fassen, sondern trugen sie lose in der Schürze auf den nächsten Spielplatz, wo sie bald zertreten auf dem Boden umherlagen. Da, die ungezogensten von ihnen rissen sie mit der Wurzel -aus dem Boden und warfen sie achtlos fort, sobald btc Blumen über die lieblose Behandlung ihr Köpfchen hängen ließen, ober wenn schönere am Wege standen, denen es ebenso erging wie den ersten, die nun welk die Wege verunreinigten. Nach kurzer Zeit waren Gärten, Wiesen und Felder wieder verödet und den bescheidenen Bewohnern der Hecken und Wälder wäre es nicht besser ergangen, wie ihren eitlen Schwestern — wenn der Zug des Frühlings mit feinem Blumengefolge nicht immerzu neuen Zuzug gebracht hatte. Inzwischen war Ostern herangekommen. Tie Kinder waren durch das Suchen der bunten Eier von den Blumen abgelenkt und nun konnten sie wachsen, blühen und sich ungestört ausbreiten und vermehren. Diese Blumen nannte man, weil sie alljährlich zum Osterfest blühen Oster- bl u m e n. — — Eine solche Blume ist das Busch-Wind- röschen, weiße Anemone ober Hainblume, Anemone nemovosa. Tie braunen, wagrecht im Boden liegenden Rhizomen haben schon im Herbst vorgebildete Blätter und Blüten, die aus der Erde brechen, sobald im März die Frühlingssonne den Boden auf taut. Tie zarten Blättchen und Bluten würden aber den schweren Waldboden nicht durchbrechen können, wenn ihnen nicht eine Einrichtung Hilfe tarne, die sie befähigt, den auf ihr lastenden. Druck zu überwinden. Sie sind nämlich an dem jeften Teil des jungen Stiles krückenartig gekrümmt. Die Spannung an ber Krümmung wird mit zunehmender Wärme qrötjer, schiebt die Erde nach allen Seiten auseinander, bis sie schließlich nachgibt, und nun erst richtet sich der junge Trieb aufrecht und wendet Blatt und Blüten dem jeweiligen Stande der Sonne zu Man beobachte einmal beim Spaziergang, wie alle die weißen Brüten vormittags hauptsächlich naa) Südosten, am Nachmittage mehr nach Westen gerichtet sind. -- Das Buschwindröschen wächst hauptsächlich in Laubwäldern; es bildet in jungen Buchenschlägen, z. B. im Philosophenwald, oft reine Bestände im Einklang steht, beim Regierungswechsel aus allen wick' tigen Posten neue Botschafter zu ernennen. Die Winzerunruhen in Frankreich. In dem Weingebiet wurden am Donnerstag elroa 4 0 Verhaftungen vorgenommen. Die Lage nrirb immer bcknohlicher Es scheint, daß die aufrührerischen Winzer nach einem g c meinsamcn Plan handeln. Jn Pierry und Damem ist das Zerstörungswerk vollendet. In Epernay wurden zwei Häuser geplündert, ein drittes konnte von Dragonern, roddh1 gegen die mit Rebpsäblen bewaffneten Winzer blank ziehen mußten, bcjdyüfct werden. Die Menge stieß beleidigende Drohungen aus, ein Leutnant wurde aus dem Sattel gerissen, doch konnte er sein Pferd wieder besteigen. Mehrere Verl-aftungcn steigerte nur noch die Wut. Tic Winzer in A y demolierten das Champagner» haus vollständig; Die Trappen sind dem Aufruhr gegenüber mad>t- los. Das Haus des Bürgermeisters und zwei andere Häuser wurden geplündert. Die Winzer tragen nichts fort, zerschlagen aber alles, was ihnen unter die Hände kommt. Am Nachmittag und Abend des Donnerstag herrschte Ruhe. Gegenwärtig be finden sich in Epernay 15 000 Mann Militär. Starte Patrouillen verhindern Zusammenrottungen. Gegen 11 Uhr nachts gelang es den Truppen in 9t b r die aufrührerischen Winzer zu vertreiben, die einen Straßenzug in Brand gesteckt hatten, so daß in einer Länge von 800 Metern nur verkohlte und rauchende Ruinen übrig blieben. Bei einem Zusammenstoß wurden zahlreiche Meuterer verwundet und sodann von ihren Kameraden davongetragen; auch mehrere Soldaten erlitten ziemlich schwere Verletzungen. Die Jagd auf die Meuterer, die fisch zumeist in die Weinberge geflüchtet hatten, dauerte bis ein Uhr nachts fort. Die Untersuchung ergab, daß sich unter den Winzern viel arbeitsscheues Gesindel bciano und den Hauptanteil an den Plünderungen und DiÄ- stöhlen hat. Die Deputierten und Senatoren der Marne hatten eine lange Besprechung mit den Mitgliedern des Ausschusses des Winzerverbandes. Das Ergebnis der Bespreclnmg und der Auskünfte, die sie erhielten, war der Eindruck bei ihnen. Daß bei den GewalttätigteUen von gestern die Helfershelfer und A n st i f t e r Leute gewesen sind, welche fremd in der Gegend sind oder die mindestens die Frage des Weinbaus in der Champagne Durchaus nicht interessiert. Am Nachmittag begaben sich die Parlamentarier nach Ay, um die niedergeürannten und zerstörten Häuser zu besichtigen. Der Munizipalrat von Ay zog seine Demission zurück. Die Delegierten ber Winzer von 16 an den Unruhen beteiligten Gemeinden erklärten, ihre Ausgabe wäre, zu protestieren, Brandstifter gäbe es unter ihnen nicht; die Plünderungen und Brände seien, wie man beweisen könne, das Werk von Anarchisten, die ans anderen Gegenden gcfomnvjn wären und sich unter die Winzer gemischt hätten. Das Mißtrauensvotum gegen Stolypin nicht angenommen. Der russische Reicysrat verhandelte am Freitag über das gegen den Ministerpräsidenten Graf Stolypin eingebrachte Mißtrauensvotum. Nach einer längeren Verteidigungsrede des Grafen entstand eine lebhafte Aussprache. Bei der Abstimmung erklärte der Reichsrat mit 99 gegen 53 Stimmen die Interpellation durch die Erklärung des Ministerpräsidenten als nicht erschüttert und ging zur Tagesordnung über. Die anwesenden Minister, die gleichzeitig Mitglieder des Reichsrates sind, enthielten sich der Absttmmung. Da bei der Abstimmung die Zahl der von der Erklärung Stolypins nicht befriedigten Reichsräte Zweidrittel nicht erreichte, so und verschwindet wieder, wenn der Wald sich dicht belaubt. Es siedelt sich auch bisweilen in Gärten an und eine gefüllte Form des Buschröschens ist als eine seltene Zierpflanze geschätzt. Eine andere „Cfterblume" ist die gelbe Anemone, A. ranunculoides. Sie ist der vorigen sehr ähnlich, trägt aber anstatt weißer Blumen gelbe Blüten. Sie ist weniger häufig, und kommt um Gießen, außer im botanischen Garten, wo sie im Rasen massenhaft verwildert ist, wocd im Hangelstein und am Dünsberg vor. Eine dritte, vom Voltsmunde als „Osterblume" bezeichnete Pflanze, ist die gemeine Küchenschelle ober Wolfspfote, Puisatilla vulgaris. Sie gehört zu den Ge wüchsen, die noch zu Dillenius Zeiten am Gießener Stadt walbe häufig vorkamen, die aber, gleich den Schneeglöckchen, im Hangelstein seit etwa 50 Jahren vollständig ausgerottet sind. Die herrliche Frühlingsblume, blau mit goldgelben Staubfäden, kommt aber noch vereinzelt vor in der Umgebung von Lich, bei Annerod, Münzenberg und bei Nauheim Aber wie lange noch! Dann wird auch diese Perle aus unserer einheimischen Flora verschwunden fein, weil es leider immer noch unverständige Menschen gibt, die meinen, sie könnten die Blumen im Garten fortbringen. Tas ist ein Irrtum. Sie wächst verpflanzt ebenso wenig weiter, wie der Frühlingsenzian von den Wiesen bei Rödgen, dessen Vorkommen durch das unsinnige Ausgraben, namentlich aber durch das Ab reißen der Blumen durch Bauernkinder, die Sträuße nach Gießen zum Verkauf bringen, ernstlich gefährdet ist. Von Gartenpflanzen ist aUaemein als „Cfterbüime" bekannt die gelbe Narzisse, Die man in manchen Gegenden auch Märzbecher ober Osterglocken nennt. Sie wächst wild: in ber Eifel, im Schweizer Jura, sowie in Italien, Südfrankreich und Spanien. Sie ist eine uralte Gartenpflanze, und wahrscheinlich durch die Römer nach Deutschland gekommen. An manchen Orten, oft fern von jeder menschlichen Behausung, findet man sie massen haft verwildert, und bann meistens in ber gefüllten Form. Man sagt, baß da, wo die gefüllte „Osterb.ume" anschei nenb wild vorkommt, man die Stätte verschwundener schäften zu suchen habe, die in den Kriegen vergangener Jahrhunderte dem Erdboden gleichgemacht worden sind. F. R. kann die Frage, ob eine ungesetzmäßige Handlungsweise der Regierung vorliege, der Entscheidung des Kaisers nicht unterbreitet werden. Ausland. Der montenegrinische Geschäftsträger in Konstantinopel hatte am Freitag mit dem türkischen Minister des Aeutzern eine längere Besprechung, in der er die Beschuldigung zurückwies, daß Montenegro die Ma- lissorenbewegung unterstütze, die neutrale Haltung Montenegros zusicherte, aber die Möglichkeit einer Beteiligung von Angehörig-en der Malissoren und Verwandten des Satraschstammes an der Bewegung Luaab. Das Reutersche Bureau erfährt, Daß England bezüglich der Lage in Marokko keine Vorstellungen bei Frankreich erhoben habe. Frankreich unterrichtete kürzlich England von den Schritten, die es bei gewissen etwa eintretenden Fällen zu tun gedenke, England aber machte keine Bemerkung dazu. Wohlunterrichtete englische Kreise drücken die Ansicht aus, daß oie Lage in Marokko in Wirklichkeit nicht so kritisch ist, wie sich einige, mit den marokkanischen Verhältnissen nicht Vertraute einbilden, und glauben -nicht, daß den Europäern Gefahr drohe. Aus Fez wird vom 7. April gemeldet, daß die vom Sultan mit beträchtlichen Geldopfern angeworbenen, berittenen Beni U r i a n i mehrere Läden plünderten und eine Karawane aus - raubten, was unter der Bevölkerung von Fez große Beunruhigung hervorrief. Die Konsuln Deutschlands, Frankreichs und Englands hielten wiederholt Beratungen ab mit dem Gouverneur Hadschid Hamed, einem Sohne El Mokris, läber die zu ergreifenden Sicherheitsmaßnahmen. Es heißt, daß der Gouverneur dabei eine wenig ent» gegenkommende Haltung gezeigt habe. (Ein Unfall der Deutschland. Düsseldorf, 14. Avril. Als heute Nachmittag 4 Uhr das Luftschiff „Deutschland" der Luftschifsahrts-Aktien- gesellschaft auf der Golzheimer Heide aus der Halle gebracht werden sollte, wurde es derart gegen die Hallenwand gedrückt, daß der rechte hintere Propeller, sowie die gesamte hintere Steuerung abgerissen wurde. Ebenso wurde die Ballow- fcülle sehr stark besc^digt und einige Ballonets freigelegt. — Die Deutsche Luftschiffahrts-Aktiengesellschaft teilt mit: Beim Herausbringen be5 Luftschiffes „Deutschland" stieß es mit dem hinteren Propeller an der Steuerbordseite und dem Seitensteuer an der Backbordseite gegen die Ecken der Halle. Propeller und Steuer wurden erheblich beschädigt, so daß sie ausgewechsell werden müssen. Wegen der Ersatzteile ist nach Friedrichshafen telegraphiert worden. Doch dürfte es mehrere Tage in Anspruch nehmen, bis feje Ersatzteil anlangen. Der Grund des Anstoßes liegt darin, daß die Leute das Kommando mißverstanden und auf das Luftschiff einen falschen Zug ausübten. Aus Stabt und Land. Gießen, 15. April 1911. •* Tageskalender Mi lrtärkonzert auf der Liebigshöhe. Dienstag nachmittag 4'/, Uhr. Kolosseum: Täglich Lichtspiele. Kinematograph: Neuer Spielplau. Biograph: Neuer Spielplan. - Titelverleihung. Der Großherzog hat dem Kammersänger Willy Fahr zu Darmstadt den Charakter als Professor verliehen. •* Der Turnverein Gießen, gegr. 1846, unternahm gestern seine erste Wanderung in diesem Jahre nach dem Kloster Arnsburg. Mit einer Beteiligung von über 120 Turnern und Turnerinnen ging es den Schiffenberger Weg entlang über Hausen, Garbenteich (Jägerpfad) dem Ziele entgegen. Gegen 4 Uhr erreichte man Kloster ArnSburg, wo Rast gemacht wurde. Nach Besichtigung der alten Klosterbauten und nach Vollendung einer photographischen Aufnahme der Beteiligten ging eS dem Endzrele Lich entgegen. Durch die mangelhafte Zugverbindung war ein großer Teil der Teilnehmer genötigt, die .Fidelltas" frühzeitig abzubrechen. Der übrige Teil unterhielt sich noch in recht gemütlicher Weise. Man kann den gestrigen Ausflug als wohlgelungen bezeichnen, und konnte daraus ersehen, daß ein guter turnerischer Gerst im Turnverein herrscht. ** Der Gießener Ball-Spiel-Klub 1904 versammelte sich gestern morgen um 5 Uhr in der Walltorstraße, um seinen ersten Frühjahrsausflug zu unternehmen. Der Marsch ging über Wieseck, den Hangelstein und Daubrmgen nach Staufenberg; er war jedoch schon frühzeitig beendet, so daß man am Mtttag noch bei dem Wettspiel zwllchen dem Sportverein 1900 und Hoheuzollern Halle a. d. S. als Zuschauer anwesend sein fonnte. ** Einerohe Tierquälerei beging gestern mittag ein etwas angetrunkener Backsteinarbeiter in der Marktstraße, indem er einen kleinen Hund mit einem dicken Stock furchtbar mißhandelte. Die Passanten waren darob sehr empört, und wollten dem Rohling einen Denkzettel geoen. Der Täter lief davon, hatte aber damit kein Glück, indem er einem Schutzmann in die Arme lief, der ihn sistierte uni) zur Anzeige brachte. Landkreis Gießen. 2$. Lich, 15. April. Unser GesanFverein „Cacilia" wird sich nach einer Pause von vielen Jahren in diesem Sommer wieder an einem Gesangswettstreit beteiligen und zwar am Sonntag nach Pfingsten in Lang- Göns. — Zu dem Fund der Kind es l eiche sei noch mitgeteilt, daß die in Verdacht stehende Dienstmagd geständig ist. Das Mädchen wurde, da es sich in der Sache nur um eine Fehlgeburt handelt, nicht verhaftet. Die Leiche war in die Dunggrube geworfen worden, kam dann durch das Fahren des Düngers aufs Feld, wo sie unter einem MistHiufen gefunden wurde. = @Tün berg, 14. April. Nack) ihrem Jahresberichte war die Höhere Bürgerschule zu Grünberg im letzten Schuljahr von 129 Kindern 1(96 Knaben und 33 Mätchen) besucht, unter denen 77 aus Grimberg sind. Die übrigen Kinder fiamen ■SU Fuß oder nrit der Bahn aus Den umliegenden Orten, z. B. aus Niever-Ohmen 8, Londorf 5, Lauter, Merlau, Queckbom 4, Lumda 3, Trais a. d. Lumda 2 uff. Neben dem Leiter her Anstalt, Rektor Angelberger, unterrichteten noch fünf ordentliche Lehrer und drei Hilfskräfte. Dem Unterricht liegt der amtliche Lehrplan für Realschulen zu Grunde; außerdem ist für Schüler, die später ein Realgymnasium besuck^en sollen, wahlfreier Unterricht in Latein eingerichtet. Mit Genehmigung des Ministeriums wird nach den Osterferien an der Schule eine weitere Klasse, die Unter-Sekunda errichtet, nach deren Besuch das Berechtigungszeugnis zum Einjährig-Freiwilligen Militärdienst erlangt werden kann. Mit der Gründung Der neuen Klasse ist auch die Schaffung einer weiteren Lehrstelle verbunden. Das Für die vielen Beweise inniger Anteilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen Herrn Ludwig Seipp sagen wir herz ichen Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Lollar, den 13. April 1911. 2597 AM?- tzraffee-Großrösterei sucht für eine zum größten Teil gut emgefübrte Tour Hessen, Oberhessen, Hessen-Nassau, Waldeck, Westerwald u. anstoßende Geblete (Westfalen, Thüringen) einen Wgk» iinh d-skldft gilt mMrtei Reisenden der für die gleiche Branche mit nachweisbarem Erfolg gereist haben muß. Nur Offerten, die obige Bedingungen erfüllen, finden Berücksichtigung. Genaue Angaben rc. unter F. C. 4269 an die Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers.__________sss"/< Privat-Lchr-Jnstitut für Schnittzeichnen und Kleidermachen. Der Unterricht in den Sommerkursen beginnt Mon- tag, den 24. April. Gefl. Anmeldungen erbeten. Prospekte zur Verfügung. Marie Sack, M. „uW. Wem, Schanzen straffe 22, Ecke West-Anlage |M70 Hack- und Häufelpflüge zum Behacken und Häufeln der Kartoffeln empfehlen CUU Ph. ijiarlh & Co. Frankfurt a. IW. Bekanntmachung. In dem Konkurse über das Vermögen des Phil. Döll I. von Rödgen soll die Schluff- Verteilung erfolgen. Nach Befriedigung sämtlicher bevorrechtigter Ansprüche sind 7ö25 Mk. 67 Pfg. zur Verfügung. Zu berücksichtigen sind 24228 Mk. 61 Pfg. nicht be- vorrechtigte Forderungen oder 30,8 %. Das Schlußverzeich- nis liegt auf der GerichtSschrei- berei Großherzogl.Amtsgerichts Gießen zur Einsicht aus. Gießen, den 15. April 1911. 2569 L. Althoff, Konkursverwalter. Mache meiner inerten Stunb- schäft die Mitteilung, daß ich Dienstag vorm. bcu 18. Avril einen größeren Transport Fsiti und M in der Stallung von Gastwirt Hegp in Laubach direkt am Bahnhof zum Berkaus bringen werde. 1 WMMW W. Heute Gesal». Schweinefleisch 45 Pfg. Dienstag, 18. April 1911, vormittags 9 Uhr, wird in dem Laaer der Firma Goldenberg & Marcus hier, Hüttengleise 1 Wagy. öffentL rneistbiet. versteigert, t08031 Geißl e r . Gerichtsvollzieher Whkückjselii: Kaiserkrone, Perle von Erfurt, Paulsens Juli, sowie alle Sorten L-cise- nnö empfiehlt billig [2603 J. Wessel Sonnenstr. 6. Telephon 88. Gabelsberger Neue Anfängerknrse für Damen und Herren für Stenographie und Schreibmaschine beginnen am Montag dem 24. April 1911,abd*.8V$Uhr, in unserem Unterrichtszimmer im (£af6 Ebel. Anmeldungen sind schriftlich oder mündlich an Herrn Sekret. Lob, Gr. Müblgasse 43, zu richten. Iv4/« DameikYerein Babelsberger Babelsberger Steeograpbea herein (E. V.) gegr. 1861.__ Achtung! Am 2. und 3. Otterfeiertag ist mein Karussell, Schießbude usw. mit eleftr. Betrieb geöffnet. Zur gefälligen Benutzung ladet ganz ergebenst ein 03021 J. Walldorf. NN Rohbau bereits überwinterte neue Schul aeb«"!« wird iuj Laufe des Sommers bezogen werden. Kreis Friedberg. -1- . Butzbach, 13. April. Die große Glocke des hiesigen Stadtki rchturmö ist gesprungen und bestand die Absicht, durch Löten die schadhaften Stellen zu reparieren. Ein Vertreter einer Glockengießerei machte jedoch den Vorschlag, die alte Glocke gegen eine neue umzutauschen und Angebote von verschiedenen Glockengießereien merben in nächster Zeit bei der hiesigen Stadtverwaltling eingehen. Es soll auch die Absicht bestehen, gleichzeitig ein elektrisches Läutewerk an die berefts in der Kirche vorhandene elektrische Leitung anzuschließen. Starkenburg und Rheinhessen. ttr. Offenbach, 15. April. Der Kreistag des Kreises Offenbach hält am 24. April eine Sitzung ab, deren Tagesordnung u. a. die Beratungen über die Erbauung einer elektrischen Bahnverbindung zwischen Seligenstadt und O f f e n 0 a ch enthält und größeres Interesse Hervorrufen wird. Die Bahn soll ihren Ausgangspunkt im rechtsmainischen Alzenau nehmen, bei Seligenstadt den Main überschreiten und bann meist aus der Kreisstraße nach Offenbach geführt werden. wandern und Reisen, Lader und Sommerfrischen.' ---- Bad-Nauheim. Der kalte Nachwinter, der sich plötzlich so unangenehm fühlbar machte, ist entschwunden; im Park und Hain leuchtet das Mitte junge Grün, und an allen Aesten sprießen die Knospen. Äm 16. April wird offiziell die Saison eröffnet, und bis dahin regen sich noch überall hielt fleißige Hände, um Die jungen Reize des Bades durch saubere Aufmachung zu unterstützen. Der Staat ist auch in diesem Winten im Ausbau des Weltbaoe-s weiter tätig gewesen. Die schon so lange besprochene Sprudelfassung ist zur Ausführung gekommen, ebenso die neuen Trinkanlagen, unö wenn beides auch noch nicht ganz vollendet ist, so läßt doch das bis jxtzt Geschaffene bereit- erkennen, daß hier wie dort sich in kurzer Zeit etwas ganz Eigenartiges und besonders Geschmackvolles präsentieren wird. Am 1. Osterfeiertag wird zur Eröffnung der Saison die Kapelle des Großh. Artillerie-Korps aus Darmstadt je nach Witterung auf der Terrasse oder im Konzerthause spielen, während das Winderftein-Orchester, bas sich seit mehreren Wochen auf einer Konzert-Tournee durch Oesterreich-Ungarn, Rumänien, Bulgarien und Die Türkei befindet, am 2. Feierta g seinen! Einzug in Bad-Nauheim halten wird. Automobil-Vertreter: Wilh. Hamel. Glessen. Bleichstrasee Für Fahrräder: Adam Kircher, Giessen, Bleichstrnase. Rüsselsheim Man N verlange Preisliste, 2772 Oppenrod, den 13. April 191L Heuchelheim den 16. April 1911 Die trauernden Hinterbliebenen: Karoliue Döring uebtt Kindern. Die Beerdigung stndet erften Feiertag nachmittags um 4 Uhr in Ovvenrod statt. Todes-Anzeige. Verwandten und Bekannten die traurige Mitteilung, daß mein lieber Mann, unser guter Vater Johannes Döring II. Gattwirt heute nachmittag um 5 Uhr im Alter von 50 Jahren nach schweren, mit Geduld ertragenen Leiden faust em» schlafen ist. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an unserem schweren Verluste, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Glück, sprechen mir hiermit unseren innigsten Dank aus. 2579 Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Gg. Heukelmaun. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die zahlreichen Blumensvenden, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Gußmann bei dem uns betroffenen schweren Verluste unserer lieben, guten Tochter sagen allen unseren innigsten Dank. (2565 Fmlit L. Hofmann II. Danbringen, den 14. April 1911 Todes-Anzeige. Heute nacht '/L Uhr entschlief in der Klinik $u Gießen nach kurzem schweren Leiden meine geliebte Gatttn. untere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Schwester FrmKchmmßch fleB. Stfitnitt im 54. Lebensjahre. Familie Hahn. Familie Lauer. Albach, den 14. April ßtL 2566 Die Beerdigung findet am t Feiertag, nachm. 4 Uhr statt. Eröffnungs-Geschenk eine Vergrösserung Vorstand. ! v13/,) 12 Visit für Kinder 2.50 1000 Mark 1 Photographisches Melier I. Ranges mit enorm billigen Preisen Bahnhofstr. 64 [02988 Dritten Feiertag: a, Frühschoppcn.Konzrrt I2 Cabinet (matt) M.8.— I2 Visit (matt) M. 4 — Sonntags von 9 Uhr an geöffnet. WTO MWt 26-38 Caf^ Leib WltntttArltOk 36—38 des Unterrichts. v54 sowie L, 2. und 3. Osterfeiertag 03026 Erstklassiges Schlager-Programm Die Kronprinzenreise | I Der Fernsprecher Drama. > [2601 ES ladet 63fL ein Die Direktion. Ifl Zum Ostend 2. Feiertag 03002 2. Feiertag 03002 , E. Tanzmusik Uebungs-Abend. J Restaurant Metropol. 2539 Giessen uflö br« Carl Schund? [SS Sdterewg §r Ä-> 'M Gleiche Geschäfte in Friedberg, Mainz, Wiesbaden, Mannheim, München M (rott der sich bei uns in der Zeit von Sonntag den 9. April bis inkl. Montag den 1. Mal ganz gleich in welcher Preislage photographieren lässt. 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Ostern 1911. mb eat« Statt Karten. Elisabeth© Ohr Fritz Kaiser Verlobte . > 'M f. zahlen wir demjenigen, der nach weist, dass wir zur Herstellung unserer Bilder nicht die erstklassigsten Materialien verarbeiten. Fronhausen a. d. Lahn Ostern 1911 <*♦.» bid'VüU8’ Kinder- nnd Schüler - Vorstellung W" Eintrittspreis 10 Pfß. *1S Rauchen gestattet. FeuerSgesabr nicht Vorbauden. Aufbewahrung der Garderobe unentgeltlich. X 1 Die glückliche Geburt eines gesunden Jungen zeigen hocherfreut an Oberlehrer Fritz Lamby und Fran Bretel geb. Kindhäuser. Giessen, den 14. April 1911. 03024 Restaurant Bäulke, llaiser-Allee. Zweiten Feiertag: Tanzmusik. Wes.' F sich tföJ Eit,Jn- |l bte oaj« PttoK tntli Fsch loubtQ Han SBmta Fte schon ft P Httontmti P noch nijn lltnt btttiji I tilDüS gaiy Jitrtn toirbi lhc loMä > öitteninfll nährend baj *rtn Woche, Öhinümai, j dog jeuiffl Am 2, Oster-Feiertag ■ KONZERT— ausgefuhrt v. Mitgliedern der Kegimentskapelle Nr. 116 2602 Karl Pfeil. BiirgergeseWst. Am 2. Qsterseiertag Frühtour nach der Burg Gleiberg. Ge» meinsamer Abmarsch morgens 7'/, Uhr von der Lahnbrücke v11/, Der Vorstand. Stolze - Schrey. Unser nächster Unterrichts - Kursus beginnt Freitag den 21. Avril, abends 9 Uhr im BereinSlokal ,Lchivkavast^. Bahnhosstrahe 7. Honorar Mr. 6.— Der Borstaud deS Stcnograpben'BereiuS Stolze-Schretz. [v% ra9 bei ppung qj I f1 die lUn9 Ml P’ Qto^ Jren FW, bei I Wt aus btj I Gesangverein Heiterkeit 1. Feiertag: Vorniittiiübki Mitglied etidcl LndwlgSvintz. 2. Feiertag: Ausflug nach der Karlsruh laut Karte. S. Feiertag: Frühschoppen im BereinSlotale. NB. Die verebriichen passiven I Mitglieder sind besonders herzlich eingeladen vu/t______ Der Borstaud. dauer’scher Gesangverein Am 2. Osterfeiertag: Allsftß llach lohnen SamStag den W. Avril 191L abends 9 Ubr. im BereinS lokal: Ordentliche Santversamlng TnaeSordnung lt. 88 der Sahunn ___________Ter Borstand» Ltenographen-Veretn „Ltolze Schrey". Statt Karten! Hedwig Dapper Heinrich. Runge Verlobte. Glessen. Lep ahn. Ostern 1911 lch«(nuw chstraw. Privat« Tanz-Unterricht erteilt zu jeder DageSzeit Karl Schmidt, Tanzlehrer ________Wehsteingasse 31 (427 Stenographie. Donnerstag, 20. iljril 1911 abeudS 81/, Ubr im Hotel Einhorn, L Stock. Beginn neuer Lehrgänge für Stenographie s. tehiomtMei für Damen und Herren. Gest, vorherige Anmeldungen au Herr« Kuhl, Weserstr. 16 oder zu Beginn Berta Serresse Karl Noll Verlobte Neuwied a. Rh. Ostern 1911 s < , < ♦♦ aller Hrt, Hefige Bekucbtungöhorpcr ~ x —— ■ ■ billig fie prelle Langjährige Garantie für alle Bilder, Beste Materialien. Erste Arbeitskräfte. Tnrngesellscbaft Büdingen Am 2. OMerfelerta< Spaziergang nach der Köhler '^orn-KIiPPe Abmarsch 2 Uhr nachmittags oom KreiSamt. WM)Der Borstand. Drama im Goldlande Packendes Drama aus Wild-West. Tollbildl Schnederedeng. Florentinisches Idyll wunderbar.historisch getreues Lebensbild. Travertiner Steiubrüche Naturaufnahme. Bom Ballspiel in den Tod Fesselndes Drama. Der blaue Nil Wunderbare Reiseskizze. Rose von Tenderlein ö^OOE ganz auf gefüttert Güte der richtet sich Taffet D i e Stoffe natur- Dolerokleid aus blauer Serge. Großer Matelotkragen, reiche Treß- und Seidengarnitur Mk. 195.— Wegener & Schlötcl Goethestraße 9.1L Frankfurt a. M. Mlk es ein ganz leichtes wollenes Jackenkleid anzuschaffen, so ist ein Voile oder besser noch ein E t a m i n e am Platze. Diese Kleider sind dann UnssifBestrelleiv geht hauptsächlich' dahin, die etwa notwendig werdenden Abänderungen von sachkundigen, geübten Händen ausführen zu lassen, damitxdie Anforderungen, die mit Recht an ein Kleidungsstück ge- stellt werden muffen, fei es billig oder teuer, einfach oder pompös, in denkbar bester Weife befriedigt werden können. Es erfordert eine leichte Mühe aus unseren Vorräten das für einen gewollten Zweck dienende Kleidungsstück auszuwählen, und sehen wir es gerne, wenn sich die Damen durch zwanglose Besichtigung über die Moderich- tung und dem von uns Gebotenen orientieren. Dabei bieten wir die Gewähr der Bequemlichkeit, da unsere großen Räumlichkeiten eine leichte Uebersicht über die verschiedenen Artikel gewähren. Außerdem fte- Einsache, vornehme Form bet Jackenkleider, in allen erdenklichen Stoffen der Mode vorrätig. Jacke auf Halbseide oder reinseidener Duchesse Mk. 39.- 48.- 62.- 76.- 89.- Wdgener & Schlöte! Goethestraße 9, LL hen 25 Anproberäume zur Der-» Lfüfliin& 5)1 e F KnK M 5er großen Viel!« feitigfeit doch meist in einfacher, eleganter Schneiderarbeit gehalten. Der Rückenschnitt zeigt sich in vielfach loser Art. Zwei- oder dreiteilig geschnitten, läßt sich die Form den Wünschen der Trägerin, ob die Taille mehr oder weniger sichtbar sein soll, anpassen. Durchschnittene Rückenteile sind modern, um mit aufgesetzten Blenden die kurze Taille — Empireschnitt — zu mar- fieren. Liegt ein gestreifter Stoff vor, so wirken die Schräg- und Quer-Lagen des Stoffes be- sonders eigenartig. Die Aermel sind an der Achsel eng gestellt, ohne Faltenlage. Entweder mit Ausnähern gearbeitet oder glatt rund eingesetzt. Unten endigt der Aermel mit einer Manschette, welche, mit Stoffblenden eingefaßt, die Einlage des Revers zeigt. Andere Garnituren sind, soweit es sich um Tresse oder Soutache. handelt, der (Stornierung des ganzen Kleides entsprechend angebracht. Die große Revers Rettung ist markant für diese Saison. Entweder sind die Revers nur aus dem Stoff des Kleides gefertigt, oder sie zeigen Einlagen in passender Seide, in abstechSn- den Tuchfarben oder gepnnktem Foulard, welcher auch als Garnitur für Mäntel Anklang findet. Glatt fallende Röcke zu den Jackenkleidern haben die Faltenröcke beseitigt. Schmale Vorderbahnen mit Queransatz bis zur Hinteren Bohn dürften ausschlaggebend sein. Durch eingearbeitete Stoffzugabe können wir die Weite resp. Enge des Rockes nach Wunsch der Dame einstellen. Die hinten überfallende Bahn ist im Anklang an den Hosenrock teilweise lose gearbeitet, eine Neuheit, welche viel beachtet worden ist. Wir sorgen bei der Zusammenstellung unserer Sortimente, daß wir für möglichst vielseitigen Bedarf das dafür geeignete Kleidungsstück vorrätig haben. Dementsprechend haben wir in allen Artikeln jede notwendige Größe in der Saison zum mindesten am Lager. Jede Weite für korpulente Damen ist mit Sorgsamkett berücksichtigt. Bei unserem Unternehmen unterstützt uns ein großes, gut geschultes Atelier-Personal ganz wesentlich. Zuschneider und Directricen, welche langjährige bewährte Erfahrung zur Verfügung stellen, ermöglichen eine exakte, richtige Ab- . änberung, damit der gute Sitz der von uns > gelieferten Kleidungsstücke gewährleistet werden kann« Jackenkleider.blaueSerge, auf schwarz vorrätig. Großes Revers m. Peau- besatz. Gleich Form auch nnr mit Stoffbelag des Kragens Ml. 42.— 65.- 82.— Wegener & Schlöte! Goethestraße 9.1L u ManteMeid aus Homesvunartigem Stoff. Der Monte! präsentiert sich als Jackenkleid Mk. 95.— Wegener & Schlöte! Goethestraße 9.1L Farbiger Tuchmantel mit Stoffapplikation. Breites f roß.Revers, halb auf Halb- eide gefütt, Empireform, Mk. 48.— Wdgener & Schlöte! Goethestraße 9, 11 Frankfurt a. lich nach der Preislage; die Fabri- kation ist aber so weit vorgeschrit- ten, daß die Kleider in der gewiß billigen Preislage von 30 Mk. an den an sie gestellten Anforderungen Stand halten. Darauf legen wir eben bei der Verarbeitung besonderen Wert, daß die Haltbarkeit und Zuverlässigkeit der Gewebe nichts zu wün- scheu übrig lassen wagen er & öcnlotci dürfen. Manche Goethestraße 9,11. Stoffe in Kamm- Frankfurt a. M. e»™ »nLCh-vi-t. mamentuch m blau ainb schwarz, sind langjährig von uns ausgeprobte Qualitäten, welche, der Mode entsprechend, in den verschiedenen Webarten stets wieder berieten pnt WnOW Fruhsab saison, welche eine große Fülle von Neuem auf dem Gebiete der Mode bringt, behauptet sich nach )vie vor das I a ck e n k l e i d. Mit Beharrlichkeit wird an der Vervollkommnung dieser ebenso schönen wie praktischen Tracht gearbeitet, sodaß gedes einzelne Kleid ein abgeschlossenes Ganzes ■bittet, wenn Hut, Schirm rc. in der Farbe mit dem Kostüm abgestimmt sind. Beachtenswerter Weise haben wir in den Kreistagen von 60—80 Mk. Jacken-Kleider fer- stigstellen lassen, welche wohl die höchste Leistungsfähigkeit repräsentieren. Durch die beson- feere Anfertigung, welche wir in hervorragenden ^Confectionshäusern bewerkstelligen lassen, haben wir den größtmöglichsten Einfluß auf die Güte feer Stoffe, Wahl der Farben und Bestimmung feer zu verwendenden Futterstoffe und der übrigen Zutaten. In den Schnitten lassen wir die zur Zeit besten und beliebtesten Formen in richtigen Größen unserem sehr umfangreichen Sortimente zu Grunde legen. Die Mode bringt die Stoffe in mannigfaltig Her Wohl auf den Markt. Neben den stets not- wendigen dunklen Tönen, namentlich marineblau knd schwarz, sind für den Uebergang, zum Frühjahr, leichte englische Stoffe und solche in englischem Charakter in allen grauen, braunen und lreseda Farben vorherrschend. Solche halbschwere Aöpergewebe gibt es mit und ohne gleichfarbi- jgen, wie auch abstechenden Noppen. Leichtere Kammgarngetoebe sind mehr in glatten Bindungen von der Grundfarbe vertreten, welche teils hervortretende, teils nur verschwommen angedeutete Streifen zeigen. Diese Stoffarten, wie vuch die tuch-ähnlichen Gewebe gibt es in reinen Rarben, namentlich grau und braun. Da, wo feer Geschmack zu einem ausgesprocheneren Muster neigt, dürfen Streifen, im Grundton Deller oder auch dunkler gewebt, empfohlen werden, wie überhaupt die Mode die schmalen Streiken sehr bevorzugt. Nach der Jahreszeit wird sich die Schwere ioder Leichtigkeit der gewünschten Stosse richten. Sind die engL Herren stosse und die darnach fa- brizierten für die Jetztzeit, den Uebergang, am besten geeignet und am vielseitigsten verwendbar, so werden die Kammgarngewebe, welche vor- ^^$6^ in grauen Melangen gemacht werden, wärmere Jahreszeiten zu empfehlen fein. Soll ein noch leichterer Stoff in Anwendung tfbmmen, so steht Alpacca zur Verfügung. Diesen Stoff haben wir in schwarz und blau für Jackenkleider am Lager und die gestreifte Modesrichtung ist auch hier vertreten, indem Alpaccas qnit schmalen Weißen abgesetzten Streifen in blau vder schwarzem Grund zu haben sind. Für die Sommersaison findet Leinen in mannigfaltiger Abwechslung Verwendung; in weiß, Lern und den erschienenen Modefarben. Uni Farben sowyhl^ie Seifen stehen auch hier 6ur Wahl. Garniertes Jackenkleid in einfarbigen Stoffen, gleiche oder ähnliche Garnitur mit Tressen und Veau-Garnitur, in einfacher oder reicher Ausstattung zu Mk. 49.— 65.— 82.— 95.- Wegener & Schlöte! Goethestraße 9,1L ?