Die heutige Nummer umfafet 14 Seiten. M 44-49 46-4» 40-45 86-0? 8M TH. 7M «P U4 IM 45-47 38-42 93-1* 88-ü 76-» 41-45 39-43 33-39 91-M 91-4; 20-26 56-60 52-65 45—61 H-8 Ml 5RI 50-64 50-53 '5“'S 41-00 35-00 ceber 12.00-ib) ilegr. der rte: Rartcftir i S.00-0^) ffcfl idjtDomllto). Kühe unb jjfff» • nfi Iang(m. y lL Neue englische Entschließungen in der Hlüttenrüjlungsjrage. London, 14. Rtärz. 1911. Nach der weiteren Erörterung un unreryause wiederholte Grey Asquiths Definition von dem Zwttrnäcgte- Stand in bezug auf die europäischen Mächte und betonte, besser als der Zweirnächte-Scand sei der von Mc. Kenna gebrauchte Satz „eine Flotte, die stark genug sei, ihre lieber macht zur See gegen jede denkbar wahrscheinliche Kombination zu beha-upten". Die Entschließung Macdonalds könne er nicht annch- Der elsaß-lothringische Oersassungrentwurf im Vudgetaurschutz. : Berlin, 14. März. Ter Reichstagsausschuß für die elsaß-lothringische Verfassung trat heute zum ersten Male nach der Entgegennahme der Er rlärung bts Staatssekretärs Delbrück zusammen. Zentrum (Tclsor,', Volkspartei ^Tr. Müller-Meiningen. u.:D bic N a t ion alliberalen (Baisermann haben Anträge gestellt, die übereinstimmeird die von den verbündeten Regierungen zugestan denen drei Bundesralsftimmcn in der dargebotenen Fassung an nehmen. Die Anträge der Volkspartei gehen im übrigen in der Hauptsache aus die Regierungsoor!cyläge zurück, die Anträge der Nationalliberalen wollen darüber hinaus eine gefekliche Sicherheu schassen gegen eine weitere Ausdehnung der Besugnissc des Stat Halters. Ter Zcntrumsantrag will dem Statthalter die Befugnis geben, die Minister zu ernennen und zu entlassen. Ter Wortführer der Reichsvartei stellt sich aus u... neuen Standpunkt der Vorschläge der Regierung. Ter Redner verlangt insbesondere die Pllcze der deutschen Sprache uni schärfere Ueberwachung der sremdiprachigen Zeitungen, sowie Au tausch von Beamten und Lehrern. Der Wortführer des Zentrums betont, daß Elsaß-Lothrin gen jetzt mit in das Reichsregiment eintrete; das fei ein Fort ichritl, den seine Partei annehme. Die praktische Bedeunin der drei Bundesrats stimmen bezüglich einer Uebereinslimmung ikchit, eg y en nicht d« ' Xurin bai . «ittelstJ Da :q0« • Politil «u vnhkhrL "h stns-ngu °ßte«er. dl-sn Reicht, fluch der tze. i buben, Ter n der SoM verband, bei vertritt ban Nittelstor^. satte, beringt* (Eine neue russische Kote. Der russische Gesandte in Peking hat der chinesischen Regierung offenbar wiederum eine Art Verweis erteilt, wie aus folgender Meldung hervorgeht: Peking, 14. März. (Meldung der Petersburger Tele- graphen-Agentur.) Der russischeGe sandte erhielt den Auftrag, dem Waiwupn eine Note zu überreichen, in der erklärt wird, die russische Regierung erblicke in der Antwort der chinesischen Regierung über die Beschränkung des russischen Handels durch Monopole und über die Errichtung von russischen Konsulaten im Bezirk Kobde Beweise unfreundlicher Beziehungen seitens Chinas. Dieses entstelle den genauen Sinn der Vertragbenimmungen durch daä Bestreben, den russischen Untertanen und dem russischen .Handel gewährten Vertrags rechten jede Bedeutung zu nehmen. Die russische Regierung fordert die chinesische auf, die Folgen einer derartigen Handlungsweise zu erwägen, die unvermeidlich zu einer Störung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen Rußland unb China führen würden. Sei°A :rhSrite dak SW ^5 bittet uns um Ausuayme der naa-fvigenden Seiten: In gegnerischen Kreisen führt man neben anöeren Grurrden auck den an, daß ein Sozialdemokrat das nächstemal wieder verdrängt werden könne, während man Tr. Werner, wenn et erst einmal gewählt sei, wahrscheinlich nie wieder los würde. Man hoift, daß wir bann zu einer Verständigung, unter Verzicht auf einen eigenen Kandidaten, geneigt seien. Wir möchten dazu erklären, daß von einem solchen Rückzug unseres Kandidaten und seiner Partei niemals die Rede sein lann. Wohl roaren und sind wir auch noch heute zu einer Verständigung mit den Natwnal- libcralen, die entschieden gegen die Sozialdemokratie Stellung nehmen, bereit, die Verhandlungen in Friedberg und Büdingen unter Verzicht auf Aufstellung eines eigenen Kandidaten in Darm- ftabt und untere Mitarbeit für Herrn Dr. Ofann beweisen das zur Genüge. Wenn die Nationalliberalen durch Stimmenfreigabe den Sieg der Sozialdemokratie herbciführeu, so ist natürlich jede Verständigung für die allgemeinen Wahlen ausgeschlossen. Wir würden dann sofort nach Beendigung des Wahlkampfes in Gießen, in ganz Hessen mit unserer Arbeit einsetzen. Bei dem Kampfe würde dann die Sozialdemokratie wohl der lachende Tritte fein. Wir haben den Kampf aber nicht geivollt, nehmen ion aber selost- verstäudlich an, wenn er uns angetragen wird unb senden zwei unserer tüchtigsten Parteiselretäre nach Hessen hinein. Wer dann den Vorteil hat, werden wir ja bei den allgemeinen Wahlen sehen können, liniere Wühler sind so fest, daß lic sich nicht abwendig machen lassen, sondern uns die Stimmen halten. Tie sotlshrittliche Volkspartei hält am Donnerstag übend eine »r auensmannerver- sammluug ab, in der Stellung zur <:ttchwahl genommen werden soll. Tie Stellungnahme in der Bürgerschaft. Man schreibt uns: Ge,r.crn, Dienstag, aoeub tagte im Hotel Einhorn dahier eine Versammtung von Angehörigen der verschiedenen bürgerlichen Parteien, um zur Reichstag s st i ch w a h l Steilung zu nehmen. Nach längerer Aussprache wurde beschlossen, einen Wahlaufruf an alle bürgerlichen Wähler zu erlassen, in dem aufgefordert roeroen soll, mit aller Entschiedenheit für die Wahl Dr. Werners einzutreten. Zn einer weiteren Versammlung wird alles weitere festgelegt werden. ES herrschte eine sehr zuversichtliche Stimmung und wurde allerseits der Meinung Ausdruck gegeben, daß der Erfolg nicht ausbleiben könnte, wenn zeder vaterländisch gciimite Wähler seine Schuldigkeit tue. Bit» L l“.'ni0taö Vb"?nE. tttroriinty °°s>Nken, bei “Greint c ^unqtn * ,toetb«! vor loaht 'miten und des Bundes'der Landwirte der national- tibe raten ParteidenR am en „Schurkenpartei" entgegenschleuderte unb das bis zum heutigen Tage .licht zurückgenommen hat. Für jeden der noch ein klein irenig Ehrgefühl besitzt, tft cs klar, daß eine so verletzte Partei unmöglich für die Wahl dieses Mannes den Finger zu rühren imstande ist. 2. Hat sich auch die offene Be- tämpjung der Nationalliberalen im jetzigen Wahlkampf, infolge geheimer Verabredung, in besseren Formen wie früher vollzogen, so hat man doch im stillen um so hinterlistiger intriguicrt, indem man die Fortschrittspartei mit Material gegen die Nationalliberalen versorgte, um den Zwist zwischen den Liberalen zu schüren. Die Gegenagita- !|W9Lj sdraiiev nge die f ßymd 51.00 6SJ»-“3 50.00 51.00 6LOO-»1 51.00°-^ Zur Stichwahl in Gietzen-Srünberg-Kidda. Zwei Zuschriften von uationalliberalen Vorstandsmitgliedern an uns lassen erkennen, welche Gegensätze gegenwärtig in der nationalliberalen Partei herrschen, lieber bad angebliche Wort Dr. Werners von der „Schurkenpartei" wird Klarbeit geschaffen werden müssen, heute tagen nochmals die Nationalliberalen, morgen will die fortschrittliche Volkspartei ihre Stichwahlparole ausgeben. Der Wahl- ousschuß für die Kandidatur Werner sendet uns Ausführungen darüber, welche Stellung die wirtschaftliche Vereinigung in der Zukunft einnehmen werde, wenn diese oder jene Entscheidung eintreten sollte. Tas amtlich festgestellte Ergebnis der ReichStagsersahwahl weicht von dem vorläufig ermittelten nicht ab. Außer den euf die vier aufgestellten Kandidaten abgegebenen Stimmen wurden noch 12 zersplitterte und 4 3 ungültige Stimmen gezählt. Die Stichrvahl findet, wie wir schon mit- 1 eilten, am Dienstag, 21. März statt. Nationalliberale Auseinandersetzungen. Eine Zuschrift von nationalliberaler Seite lautet: men, weil sie eine Einschränkung der Ausgaben fordere, ohne die Tatsache anzuerkennen, daß Englands Ausgaben von >eu Ausgaben der anderen Machte abhängen. Im Verlauf der Aussprache, die mit der Ablehnung der Entschließung Mac Donalds mit 276 gegen 56 Stimmen und der Annahme des von der Regierung gebilligten Amen dements Kings endete, erllärte Sir Edward Grey u. a Lassen Sie wich lagen, daß gerade, als Frankreich in den letzten Jahren die Differenzen mit Deutschland in der Mirokk.- frage beilegte, dies dem herzlichen Verhältnis zunscheu uns und Frankreich leinen Abbruch tat. Ebensowenig beeinträchtigte cs das herzliche Verhältnis zwischen uns und der russischen Regierung, alS diese kürzlich die sreundl'chaftliche Znnesprrche in Potsdam hatte. Wir nnimd.cn nickst mehr, als daß unsere Freunde mii den anderen Mächten auf gutem Fuße stehen. (Beifall.) Was Oesterreich-Ungarn anbelangt, so erllärte dessen Minister des Aeuhern vor kurzem, daß beide Regierungen willens seien, zu den alten vertrauensvollen Bczirimngcn zurückzukehren. Ick kann diese Erklärung nur warm begrüßen und genau cbenio erwidern. (Beifall.) Er, der Redner, nehme auch dieselbe Stellung ein wie der deutsche Rcick^kanzler, und er fügte hinzu: Wir haben nicht den Wunsch, abseits zu stehen und wir batten nickst den Wunsch, daß unsere Beziehungen zu irgend einer Macht io beschaffen sein sollten, daß dadurch herzliche Bezichnngcn zu Deutsch land unmöglich würden. , Es sei gesagt worden, daß vieles durch ein Abkommen erreicht werden könnte: es sei besonders ein Abkommen mit Deutschland angeregt worden. Dazu sei ein sehr vor sichtiges Vorgehen notwendig. Er habe stets den Ausdruck „Beschränkung der Rüstung" vermieden: das werde im Auslande so gedeutet, als ob England anderen Ländern Beschränkung auf erlegen wollte. Kein Land würde sich das gefallen lassen, Deutschland am wenigsten von allen. Er habe stets den Ausdruck „wechselseitige Beschränkung der Ausgaben" gebraucht. Nur innerhalb der Grenzen jenes Flottengesetzes könne vielleicht etwas zwilchen beiden Regierungen geschehen. Er fei stets der Meinung gewesen, daß ein v s fe n er A us ta u s ck von Informationen zwisa.-m beiden Regierungen durch die Morine Attaches gegen llebcrrafj'ungeii sichern und jede von beiden Nationen überzeugen würde, daß keine von beiden versnckw, der anderen einen Vorsprung abzugewinnen. Ein Abkommen könnte vielleicht zu einer Verlangsamung der Ausgaben führen ober dazu, doß das gegenwärtige Programm Deutschlands keine Steigerung erfahren würde. Alles dies könne Gegenstand von Erörterungen zwirnen den beiden Regierungen sein und c_- wäre in jeder Beziehung vorteilhaft, wenn ein Abkommen erzielt werden könnte. Deutsch'anb 1 übe seinerseits Englands Budget nie als herausforbernd angesehen. „Was wir anftreben müssen, ist eine heilsame Bewegung, die das Hebel an der Wurzel faßt, und die öffentliche Meinung c Iler Länder so beeinflußt, daß ji< die Flut der Ausgaben der Wett zum Stillstand bringt. Zweimal im letzten Jahr, im März unb September, regte Präsident Tast Maßnahmen zur Förberung des Schiedsgerichtswesens an, bic üon größerer Bedeutung seien, als irgend etwas, was ein praktisch, r Staatsmann in ।einer Stellung je zuvor zu unternehmen gewagt. Der Gedanke Tafts solle nicht ohne Echo bleiben. Die Regierung würbe einen Vorschlag bieser Art mit Freude begrüßen, aber es würbe sich dabei um einen gewaltigen in seinen möglichen Folgen so rccüreidjeiiben Schritt handeln, baß er der entschetbenben Sank tion des Parlaments bedürfen würde. Er glaube allerdings, daß man dies erhalten könnte." Die letzten Sätze Gregs riefen, dem Parlamentsberichterstatter des Daily Ehronicle zufolge, große Beweguna, enthusiastische Beifallskundgebungen hervor. In den Kreisen der libc ralen Partei wird angenommen, daß ein permanenter Schieds- gerichtsvertrag mit den VcreiitigtenStaaten in vcrhältnis ntäßig naher Aussicht stehe. tion besorgte man also auf solche Weise um so gründlicher. Gegenüber der Freisinnigen Polkspartei hat sie Gestalt angenommen, die jeder Beschreibung spottet, und uns den .üulturgrah zeigt, auf dem man auf jener Seite zum Teil noch steht. 3. Ist es für einen wirklich liberalen Mann leicht oder auch nur möglich, für einen die prinzipielle Bekämpfung einer Religionsgesellschaft propagierenden Mann einzutreten? 4. Wäre es nicht geradezu Verrat andern Führer der liberalen Fraktton Ern st Bass ermann, einerlei, ob man sich zu dessen Ideen in jeder Beziehung hingezogen fühlt oder nicht, hätte man nach der Kriegserklärung der konservativen Richtung des Herrn v. Heyoe- branb bet dem sicher in Aussicht sieheirden Kampf die Reihen des Letzteren gestärkt, um alle liberalen Wünsche mit vernichten zu helfen? 5. Welche Rolle hat der Bund der Landwirte in Friedberg gespielt, als er den Nationalliberalen verdrängte und damit dem Sozialdemokraten zum Siege verhalf? Wie hat er s i ch hierverhalten; als er den ausrein- st e n Motiven s i ch für die Sache o p f e r n d e n P rose s s o r der Landwirtschaft Gis ev iu s zu Fall brachte? Hat er nicht in Alsfeld-Lauterbach den national- liberalen Kandidaten beiseite geschoben, nm den Antisemiten äur Proklamation zu bringen? In Lübeck hat der B u n o d e r L a n d w i r t e beschlossen, den gegen die Sozialdemo traten aufgestellten gemeinsamen liberalen Kandidaten nicht zu unterstützest, sondern eine eigene Kandidatur aufzustellen, weil die liberale Rehrheit des Reichstags den Landwirten weit gefährlicher fei als die Sozialdemokraten! Und diesem selbstsüchtigen Treiben gegenüber sollte die nationalliberale Partei unliberal genug sein, ihre Anklang er zur Wahl eines Antisemtten und Bünolers zu zwin- Bc” ? Nein, mit erfreulicher £f|Ciu)eit und ft ar er Erkenntnis ter heutigen politischen Situation hat sie diesen Zwang auszuüben avgelehnt unb es jedem überlassen, zu wählen ober jid) der Aostimmung zu enthalten, je nachbem er es mit lein em liberalen Gewesen vereinbaren tarnt ober nicht. Eine nationalliberale Partei vergibt bic Landwirtschaft md ihre Bedeutung nicht. Sie freut sie nicht geringer «in wie in früheren fahren, aber sie hält sich fern von ban Treiben einer demagogischen Jntevessentengruppe, die den Deckmantel „Landnnrljcha.t" benutzt, um die eigensten Jn- aerejfen sicherzustellen, vielmehr noch wie die Soziardemo- Eine gestrige Notiz, die Mitteilung über die veröffentlichte Wahlparole der Nationalliberalen Partei sei verfrüht, beruht auf einem Irrtum. Die Parole ist nach Einbe- -ufung des zum Beschluß bevollmächtigten erweiterten Wahl- kreisvorstandes, in dem fein Vorsitzender, sein Sck;ristführer unb der Vorsitzende des Wahlausschusses anwesend waren, den Grund des Zusammentretens belanntgegeben und die Abstimmung vorgenommen haben, beschlviien worden, und sie ist nach jeder Richtung hin verbindlich. Die ergiebige Aussprache in der Versammlung selbst hat die einstimmige Annahme durch die Mitglieder gezeitigt, und wenn der Vorstand aus dieser Abstimmung bic einzig richtigen Konsequenzen zog, so geschah es deshalb, weil er draußen bei der Agitation Versprechungen gemacht hatte, die über den fetzigen Beschluß hinausgingen. Die Parole selb/t hat ja bei manchem, nicht mit der Politik Vertrauten, Kopssckütteln erregt; bei jedem aber die jetzige politische Lage richtig Beurteilenden kann sie nur Zustimmung unb Befriedigung finden. Wer sich b/r Vorgangs bei ber letzten Reichstagswahl fratie, die vor kaum acht Tagen bei der Wahl in Jmmenstadt dem nationalübcralcn Kandidaten gegenüber dem Zentrum zum Siege verhalfen hat. So bedauerlich auch der wahrscheinlich nicht zu vermeidende Sieg der Sozialdemokraten ist, so erfreulich wird es auch sein, wenn aus der Niederlage der bürgerlichen Parteien die Erkenntnis hervorwächst, daß eine Uebcrjpannung der Verhältnisse feiner Seite zum Vorteil gereicht. Möge daraus für die im Spätjahr stattsindende Hauptwahl bic richtige Folgerung gezogen werden. Ein anderes Vorstandsmitglied der natio- n alliberalen Partei, das an der Samstag-Sitzung nickt tcilgenommen hat, vertritt den entgegengesetzten Standpunkt: Der am Samstag unter dem frischen Eindruck des Wahlkampfes gefaßte Beschluß des Vorstandes des Gießener Nationalliberalen Vereins, für die Stichwahl die national- liberalen Stimmen freizugeben, hat weit über die Grenzen unseres Wahlkreises hinaus berechtigtes Aufsehen erregt. Daß dieser Beschluß der Auslieferung des Mandats an die Sozialdemokratie gleichkommt, bedarf keines 'Beweises, unb eine solche Parole widerspricht dem Wesen und den Traditionen einer Partei, die den Wahlspruch „Dem Vater- lande, nicht der Partei" stets hochgehalten hat. Daß es den Nationalliberalen nicht leickt wird, für einen Mann zu stimmen, der im vorigen Wahlkampf die nationalliberale Partei für eine Schurkenpartei erklärt haben soll, ist begreiflich, und man muß verlangen, daß Herr Werner diese Beleidigung, falls er sie wirklich ausgesprochen hat, jetzt öffentlich zurückuimmt. Aber was uns auch von dem Vertreter des rabiialen Antisemitismus trennen mag, ihn im Kamps gegen den Sozialbemokraten zu unterstützen, ist die Pflicht jedes na.tonalgJinnten Mannes. Der Beschluß des Vorstandes am Samstag ist umso unbegreiflicher, als die Vertrauensmännervcrsammlung am 29. Januar bereits beschlossen hat, in der Stichwahl unter allen Umständen für den bürgerlichen Kandidaten gegen den Sozialdemokraten cin-mtrctcn, ja ausdrücklich wurde hinzugefügt, daß eine Vertrauensmännerversammlung über diese Frage nicht mehr einzuberufen sei. Wie ist es möglich, daß sich der Vorstand des 'National.iberalen Vereins Gießen über diesen Beschluß der Vertrauensmäimer des ganzen Wahlkreises einfach hinweggesetzt hat? Es ist dringend zu wünschen, daß die auf morgen einberufene Versammlung des Aahitreisvorstandes und des engeren Vorstandes des Nationalliberalen Vereins •u öieß.n den Beschluß üom Samstag, der zweifellos ungültig i|i, beseitigt. Da die Vertrauensmänneroer,ammlung vom ‘-9. Januar ausdrücklich eine neue Vertrauensmänner- Versammlung für überflüssig erklärt hat, ist eine solche nicht unbedingt notig, aber vielleicht wäre ihre Einberufung doch zur Klärung der so überraschend verwirrten Lage wünschenswert. A. K. Ter Wahlausschuß für die 5'anbibatut Tr. Werner ÄS Hr. 65 Erstes Blatt M Jahrgang Mittwoch, V. März lW Ler Siebener Anzeiger A ZS ® monatlich75^,oietfel- eridiemi taflltdi, am;er ▼ Lj . H ▲ ▲ ▲ nchrlich Mk. 2.20; durck MiiAillAit A-t* 1| A A-tf »«ass IUI 171*17|l VI zl ssä-ä blatt für Öen Kreis (Sieger. IQ ■ ■ H ■F ■■■ ■ ■ OT ■ Z ■ ■ ■ W Ä KM« M H ZerlenpreiS: lokal IbP'., ■ D wU M W ■ EL W/ B M. ™ ausmart? 20 Plennig. säK v/ ■ r i v zeruiorech - Anschlüsse. politischen Teil: August General-Anzeiger für Oberhessen Annahm? von Anzeigen RotüfioTtsbrtid und Verlag der vrühl'schen Univ.'vuch- unb Stctnbrnderei H. Lange. Redaktion, Erpedltion und Druckerei: Zchnlstraße 2anbe: E.Heß; für den S iomutatafl9n9nLihr" Büdingen: Fernsprecher Nr. 50 Geschäftsstelle Bahnhofstraße jöa,__2l"reiäente.i: H. Beck. taKdSJ» «innert, weiß, daß dr r jetzige Ka ndidat der" Anti .. 'cmiten unb des Bundes der Landwirte der national Preußens im Bundesrat sei nicht erheblich. Der Redner vertritt den Zentrumsantrag. Die freisinnigen und natronalliberalen Antragsteller erläutern ihre Anträge. Der Vertreter der Konservativen nimmt Bezug auf seine Erklärungen bei der ersten Lesung im Plenum; er »volle sie nicht wiederholen. Seine Parte» stehe nach wie vor auf dem ablehnenden Standpunkt. Der Vertreter der »virtschaftlichen Vereinigung bekennt sich-gleichfalls als entschiedenen Gegner der Vorlage. Das elsässische Mitglied der Reichspartei bedauert die Auffassung des Redners der wirtschaftlichen Bereinigung, der dre Verhältnisse Elfaß-Lothringens augenscheinlich nur aus beit Zeitungen kenne. Ein Vertreter der Sozialdemokraten wendet nch gleichfalls gegen die Ausführungen des Redners der Wirtschaftlichen Bereinigung. Die Elsaß-Lothringer hätten den „Sozialismus der Dummheit", den Antisemitismus entschieden abgelehnt, das sei das beste Zeugnis für die politische Reise der Bevölkerung. Die Ab st i in in un g ergibt in der Hauptsache die Annahme der Anträge der Linken. In dem Zentrums-, antrag hieß es: Die Staatsgewalt wird in ihm (dem Reichslande) vom Kaiser in» Rainen des Reiches ausgeübt. Die Worte: „im Namen des Reiches" werden mit 14 gegen 13 Stimmen abgelehnt. D ie Best ini mun g^en über 0 i c drei Bundesrats- Üimmen in der von den verbündeten Regierungen Dior geschlagenen Fassung werden mit 18 gegen 0 Stimmen angenommen. Dagegen stimmen die Konservativen, wirtschaftliche Vereinigung und Sozialdemokraten. Ein Mitglied der Reichspariei Ivar bei der Wstimmung nicht anwesend. Auch die Wiederherstellung der Paragr. 1 und 2 der Regierungsvorlage, wonach die Staatsgewalt in Elsaß-Lothringen vom Kaiser ausgeübt wird und an der Spitze der Landesregierung .nn Statthalter steht, der front Kaiser unter Gegenzeichnung des Reichskanzlers ernannt und abberufen wird, wird mit der gleichen Stimmenmehrheit 18 gegen 9 Stimmen beschlossen. Weiterberatung: Mittwoch. Kreis Friedberg. Deutsche Kolonien. Berlin, 14. März. Wie das kaiserliche Gouvernement aus T i e n 1 s i e n meldet, ist das S ch u tz g e b i e t b i s jetzt seuchenfrei geblieben. UeberlandMtrale Wölfersheim. Gießen, 15. März. Der zweiten Kammer der Stände ist nunmehr eine dringliche Regierungsvorlage zugegangen, in der für den Bau einer Brikettfabrik nebst elettrischer Zentrale zur Abgabe elektrischer Energie an die Provinz Oberhessen auf dem staatlichen Braunkohlenbergwerk Ludwigshoffnung in Wölfersheim die Bewilligung eines Betrags von 1 905 000 Mark gefordert wird. Geplant ist: a) eine Brikettfabrik mitt 4 Pressen, erweiterungsfähig auf 6 Pressen zu errichten-; b) eine elektrische Zentrale zu erbauen, ausreichend für den Bedarf des eigenen Betriebs und denjenigen, welchen die Provinz Oberhessen im Höchstfälle zu decken gedenkt (1600 000 K. W. St.); c) die Grube für den größeren Bedarf dec Brikettfabrik aus- und frorzuriästen einschl. erstmaliger Vorrichtung eines Tagebaues an dazu geeigneter Stelle, so daß die Grube alsbald zum gemischten Betrieb — d. h. Gewinnung der Kohle teilweise im Tief- und teilweise im Tagebau — übergehen kann. 1. Gesamte innere Einrichtung der Brikett- fabrik einschließlich Montage erfordert 740 000 Mark, 2. Bauarbeiter» an der Fabrik 320 000 Mark, 3. Brikettsckmppen und sonstige Nebengebäude 30000 Mark, 4. Fuhrwerkswage, Fuhrwerk und sonstiges Inventar 40 000 Mark, 5. Erweiterung des vorhandenen Bahnanschlusses 25 000 Mark, 6. Kosten für elektrische Zentrale a) soweit für den eigenen Bedarf nötig 240 000 Mark, b) soweit für den eigenen Bedarf der Provinz nötig 430 000 Mark, 7. Aus- und Vorrichtung des Grubenbetrrebs 280000 Mark. Summa- 2105 000 Mark. Hiervon können durch den Bestand des Erneuerungsfonds gedeckt werden 200 OOO Mark, verbleiben neu anzufordern 1905 000 Mark. Man hofft, außer einer 4proz. Verzinsung und einer l,9proz. Tilgung des Anlagekapitals noch so viel für die Erneuerungs- und Erweiterungssonds zu erzielen, daß ein später etwa notroenbiger Ausbau des Betriebs möglichst ohne Erhöhung brö Anlagekapitals erfolgen kann. Bei fortschreitender Entwickelung des Werkes ist für später eine andere Verrechnungsweise des Ueberschusses vorgesehen. ' Der Besuch des Kaisers und des Kronprinzen in Wien. Wien, 14. März. Den bisherigen Dispositionen nach trifft Kaiser Wilhelm um 10 Uhr 30 Min. vormittags am 24. März aus dem Penziger Bahnhof ein, wo er von dem Kaiser und den Erzherzogen empfangen wird. Es wird eine Ehrenkompagnic mit Fahnen und Musik gestellt. Nach der Begrüßung wird die Fahrt nach Schönbrunn erfolgen, woselbst der Kaiser während seines lOstündigen Aufenthaltes wohnt. Um 1 Uhr nachmittags findet Familiendejeuner statt, um 6 Uhr abends Tafel im Schönbrunner Schloß. Voraussichtlich erfolgt die Abreise nach Venedig zwischen 9 und 721O Uhr abends. Die „Neue Freie Presse* meldet: Das deutsche Kronprinzenpaar trifft a»n Sonntag dem 9. April morgens hier ein. Die Kronprinzessin kommt zum erstenmale nach Wien. DaS Kronprinzenpaar wird in der Hofburg wohnen. Dcntfrctyes Reich. Die Beratungen über den Enttvurf eines Gesetzes betreffs Dersicherung der Privatbeamten, werden demnächst im Bundesrat beginnen. Nack» einer Meldung des „New Port Herald" aus Mexiko ist am Dienstag vormittag in V e r a Cruz >ein A u f st a n d ans- yebrodien, ein Amerikaner wurde getötet, 6 Polizeibeamten ver- warndet. Die Tore der Gefängnisse wurden geöffnet, so daß 7 0 Gefangene entfliegen konnten. Marinesoldaten unterstützten die Zivil- und Milüärbehörden. Die französischen Jn- , rerchseu werden durch ein französisches Kriegsschiff wahrgenommen. Die Nali-propaganda int vudgeiausschuh. :: Berlin, 14. März. Der Budgetausschuß des Reichstages setzte Vute bie zweimal unterbrochene Kali-Besprechung wieder fort. Ein Vertreter der Volkspartei spricht dem' Zentrum seinen Dank aus, daß es durch seine Anträge die Angelegenheit schon in der Kommission zur Erörterung gebracht habe und den Polen für die Abtretung ihres Sitzes an Dr. Heim. Der Redner ist der Meinung, daß die Kaliindustrie auch setzt nach dem Kaligesetz vor einer Katastrophe stehe. Es herrschten in ihr Uebergründung und ungesustde Kurssteigerung und es würde nur zwei bis drei Jache dauern, dann sei sie in der alten Notlage. Deshalb solle man diese Industrie nicht mit Steuern belasten.. Die Absicht des Gesetzgebers sei gewesen, daß der Bundesrat die Rabatte festsetzte. Dieser Pflicht habe sich der Bundesrat zum größten Teil, nämlich für das Rohsalz, entzogen. Die Rabattstufen von 12 000 bis 500 000 Doppelzentner Kali seien zu groß, der Bundesrat habe diese Stufen kleiner zu gestalten, dazu müsse er Zett finden. Diese großen Stufen hätten es bewirkt, daß für Rohsalz nur drei große Abnahmeverbände existieren, an die sich die kleinen Verbände anzuschliefeen gezwungen seien. Auch die Spesen seien dadurcy nicht verringert, sondern vermehrt. Nach den Abnahmeerträgen des Kalishndikats mit den .Mmahrneverbänden sei es verboten, die Rabatte weiterzugeben. Gegen die Propagandabeihilfen habe sich die Volkspartei schon bei der Beratung des Kaligesetzes gewandt, weil es nicht möglich sei. sie ein für allemal festzusetzen' das Bedürfnis wechsele und sie seien viel zu hoch. Selbst Mitglieder des Kali-Syndikats hätten ihm fror Erlaß des Gesetzes gesagt, daß mit den Propagandageldern geaast und geschmiert würde. Man wsise jetzt nicht, was mann mit den Propagändageldern tun solle, und da habe das Zentrum noch den Mut, die Erhöhung der Abgabe von 60 Pfg. auf 1 Mk. zu beantragen: Die verbündeten Regierungen müßten sofort durch Gesetz eine Minderung der Llbgabe und Herabsetzung der Preise herbeizuführen. . Der Wortführer der Retchspartet erkennt bte mtßltche Laae der Kaliindustrie an und möchte sie daher auch nicht mit einer Steuer belasten. Der Redner vertritt sein Amendement zu dem konservativen Antrag, wonach der für die Förderung der Moorkultur ausgeworfene Betrag von 100 000 Mk. auch für die Heidekultur verwendet werden soll. Der Redner beantragt weiter, einen Teil der Gelder zu sonstiger Förderung der Landwirtschaft zu verwettden und insbesondere auch des Baumwollenbaues in den deutschen Kolonien. Ein Reservefonds sei zulässig. Die einzelnen Positionen sollten gegenseitig deckungsfähig sein. Der Hauptwortführer des Zentrums erklärt, in einzelnen Punkten fei er zwar 'anderer Meinung als der Abgeordnete Heim, laber in den Hauptfragen seien .feine politischen Freunde mit Heim einig. Handelsmini st er Shdow hat gegen den Antrag der Volkspartei unb der Sozialdemokraten, auch die kaufmännischen und intmftriellen Verbäirde an den Propagandageldern zu beteiligen, nichts einzuwenden. Den Anträgen auf Berücksickstigung der Kolonien hinsichtlich der Baumwolle stimmt ^er im Prinzip zu, 100 000 Mark seien aber ausreichend. Der Re,ervefonds sei nicht bedenklich, da er sich bei den großen und neuen Gebieten der Propaganda Nicht zu einem Geldlvpf entwickeln werde. Das in den 9lusschuß mit dem Mandat der Polen eingetretene bayerische Zentrumsmitglied beantragt 50000 Mark zur Förderung des Weinbaues und den gleichen Betrag zur Förderung des Hopfenbaues zu verwenden. Unterstaatsrekrelär Richter hat Bedenken gegen die fort- schrittliche Ent schließ ung auf Verlegung desKali- syndi kat s, da das ohne Genehmigung des Kalisyndikats nicht gut ausführbar sei. Hiergegen macht der Wortführer der Volkspartei darauf aufmerksam, daß bei Beratung des Kaligesetzes einige Verträge Vorgelegen haben. Es wird über diese Entschließung der Volkspartei abgeftimmt, sie wirb angenommen. Im übrigen wird die Besprechung Mittwoch fortgesetzt. 2. Friedbery, 14. März. Unsere städtische werb e-Akad em re feiert in diesem Herbst ihr zehnjähriges Bestehen in unserer Stadt. Die Stadtverordneten werden den Dozenten und Studierendeir bei dieser Gelegenheit einen Kommers geben. Zurzeit ist die Leyr« anstatt stärker denn im Vorjahre besucht. Etwa 150 Studierende besuchen die Akademie, 14 Dozenten halten an ihr Vorträge ab. L. Ober-Mörlen, 14. Marz. Da die projektierte Bahn Nauheim—Usingen in den nächsten Jahren wohl nicht ausgeführt wird, eine Anzahl reicher Dörfer unserer Umgebung, an den Vorhöhen des nörolichen Taunus gelegen, eine Bahn wohl nie bekommen werden, so ist die Gemeinde Obermörlen mit einem Vorschlag hervorgetreten; sie hat die Oberpostdirektion Darmstadt ersucht, eine Auto« mobilpost einzurichten. Sie soll von Nauheim über Ober« Mörlen nach Zregenberg gehen. Von dort aus soll fit über die Taunusdörfer Fauerbach und Hochweisel nach Niederweisel und wieder zurück führen. Hierdurch würdeL alle Dörfer in unserm Umkreise Verbindung nach einer Eisenbahnstation der Main-Weser-Bahn erhalten. Selbst« redend müssen die Gemeinden Opfer bringen und werden das auch tun. zirk die Vereine Grüningen, Holzheim, Langgöns. Die M» Haltung eines Bergfestes alle 2 Jahre wurde genehmigt, desgleichen das volkstümliche Turnen Montags am Gau- tum fest in dem Jahre, an welchem kein Bergfest stattfindet. Als Bergfest wurde der Dünsbcrg bestimmt. Ein Antrag Bad-Nauheim: das Einzelwettfechten auf Gauturufesten bis auf Widerruf zuzulassen, wurde genehmigt. Die Haftpflicht. Versicherung der Gauvereine, die in diesem Jahre abläuft, wurde auf io Jahre erneuert zum Sähe von 6 Pfg. für aktive Turner unb 3 Pfg. für Zöglinge. Zur Abhaltung des Gau- festes in Schlitz wurde der 9. und 10. Juli fest gelegt. ** In Amerika verstorbene Hessen. Johanna Fleck geb. Heerz, 65 Jahre alt, aus Grünberg, in New- York. Mich. Schilling, 64 Jahre alt, aus Wald-Uelvers- heim, in Dumont. Kath. Sch efsei, 73 Jahre alt, aus Pferdsbach, in Allegheny. Leonhard Mohr, 65 Jahre alt, aus Mümling-Grumbach, in Dayton. Jost Ho chstein, 79 Jahre alt, aus Inheiden, in Johntown. Elise 58 ob elf geb. Bolt, 68 Jahre alt, aid Heppenheim, in Mex. Pulaski. ** Maul- unb Klauenseuche. Neue Ausbrüche der Seuche sind festgestellt aus: Kalb ach, Kreis Obertaunus, Regierungsbezirk Wiesbaden. Landkreis Gießen. x Klein-Lind en , 14. März. Das zweijährige Kind des Schaffners K. M. erlitt soschwereBrandwunden. daß es der Gießener Klinik zugeführt werden mußte. Die Mutter wollte das Kind baden und hatte kochendes Wasser zurecht gestellt. Das Kind riß das Gefäß herunter und schüttete den Inhalt über Brust und Leib. :/: Heuchelheim, 14. März. Der Gesangverein .Teutonia" veranstaltet nächsten Sonntag im Saale der Wirtschaft von August Rinn ein Konzert im Sinne der Wohlfahrts- und Heimatpflege. Die Darbietungen bestehen aus Vokal- und Instrumentalmusik. 8. Lollar, 14. März. Infolge Blutvergiftung wurde heute der auf den hiesigen Eisenwerken beschäftigte Schreiner Langenhagen nach Gießen in die Klinik verbracht. Er hatte sich eine kleine Verletzung an der Hand zu- gezogen, die er nicht beachtete. — Einen traurigen Anblick bot heute hier ein Epileptiker, der sich nach Entledigung und Zerreißung seiner fast sämtlichen Kleider im Ort herum- trieb. Er wurde, nachdem man ihm wieder etwas Kleider beschafft hatte, von der Polizei zur Bahn gebracht und weiter befördert. --L i ch, 14. März. Die Abgangsprüfung an der hiesigen Präparandenanstalt findet am 30. und 31. März statt. Die Aufnahmeprüfung für die neueintreten- ben Schüler ist auf den 2. Mai festgesetzt. Da die Anmeldungen zu dieser Prüfung bereits zahlreich einlaufen, seien die Interessenten darauf aufmerksam gemacht, daß die Prüfung nicht mehr besonders ausgeschrreben wird, und daß die Anmeldefrist mit Ostern abläuft. r. Hungen, 13. Mär^. Unter Vorsitz des Präsidenten Korell-Angenrod wurde heute anstelle des verstorbenen Landwirtschaftskammermitgliedes Kühler-Langsdorf Herr Otto Schneid er-Utphe als Mitglied der Landwirtschaft^«' kammer für den 3. Wahlbezirk Lich-Hungen gewählt. Herr Schneider war seither Mitglied des Landwirtschastskammer- Ausschusses; an seine Stelle wurde Herr Ph. Seibert Tilgungen gewählt. Im 9. Wahlbezirk Schotten-Laubach wurde ebenfalls heute anstelle des verstorbenen Landwirtschafts- kammer-Ausschußmitgliedes Bürgermeistier Jochim Laubach Bürgermeister Lehr-Ruppertsburg gewählt. Aus Staöi und Land. Gießen, 15. Marz 1911. •* Tageskalender für Mittwoch, 15. März. Stadttheater: „Ter Raub der Sabinerinnen". Anfang 7 Uhr. Wählerversammlung der wzialdenwkratischen Partei. Redner Reichstagsabg. Göhre. Abends 8'/, Uhr im East Leib. ♦* TiLelv erleihung. Der Großherzig hat dem Mitglied der Beleihungskommission der Landes-Hypothekenbank Baurat Friedr. Raupp zu Darmstadt den Charakter als „Geheimer Baurat" und bem Konzertsänger Paul Schmedes aus Wien den Titel „Kammersänger" verliehen. "Konkursstatistik. Im Jahre 1909 wurden insgesamt 283 Anträge auf Konkurseröffnung gestellt und 147 Konkurse eröffnet, hierunter 86 auf Antrag des Gemeinschuldners. Wegen Mangel an Masse wurden abgewiesen 66. Beendet wurden in demselben Jahre 166 Konkurse, davon 99 durch Schlußverteilung, 27 durch Zwangsvergleich, 6 wegen allgemeiner Einwilligung, 34 wegen Maffemangels. Die Schuldenmaffc betrug Mark 8 286 695, bevorrechtigte Forderungen Mk. 209 614, nicht bevorrechtigte Forderungen Mk. 8077 081, die Teilungsmasse Mk. 1439492, die Zahl der Konkursgläubiger 7783, die Summe der ausgefallenen Betrüge bevorrechtigt Mk. 93127, nicht bevorrechtigt Mk. 7 130 358. Aus einen Konkursgläubiger entfiel durchschnittlich ein ausgefallener Konkursforderungsbetrag von Mk. 928, die Kosten des Konkursverfahrens betrugen 13,18 % der TeiliingSmaffe. **DerTurntag des Turngaues Hessen sand am Sonntag hier statt. Erschienen waren fast der gesamte Gau- und Tumausschuß, sowie 93 Vereine mit zusammen 127 Vertreter. Aus dem Bericht des Gauvertreters H e l m - Gießen entnehmen wir folgende Zahlen: Gesamtmitgliederzahl 11134 (1910: 10 589), aktive Turner über 17 Jahre 8921 (8564), Zöglinge unter 17 Jahre 2213 (2035). Zahl der Frauen unb Mädchen 541 (445), zum Militär eingezogen 405 (387). Zahl der Vereine 104 (95). Der Bericht des Gauturnwarts Will-Gießen gab ein umfassendes Bild über das turnerische Leben des vergangenen Jahres. Gaurechner Post-Alsfeld erstattete den Kassenbericht des Gaues wie folgt: Einnahmen 2698,40 Mk., Ausgaben 2630,60 Mark, Kassenvorrat 67,80 Mk., Gesamtvermögen des Gaues 749,91 Mk. Die Festsetzung der Gausteuer für 1911 ergab den seitherigen Satz von 27 Pfg. Die nun folgende Wahl der Gauausschußmitglieder, des 1. Gauvertreters, 2. Gauschriftführers, 1. Gauturnwarts unb Gaurechners brachte die Wiederwahl der seitherigen Ausschußmitglieder unb zwar: Fr. Helm-Gießen 116, Hrch. Grün-Kirchhain 113, W. Will-Gießen 109 unb Hermann Post-Alsfeld 114 Stimmen. Die Jubelfeier des 59jährigen Bestehens des Gaues, verbunden mit dem Gauturnfest in 1912, wurde, wie schon mitgeteilt wurde, den beiden Gießener Vereinen übertragen Das Fest soll in größerem Rahmen gefeiert werden. Der Antrag des Gauausschusses, anstelle der Gauturnfahrt Einführung von Bezirkswetturnen in volkstümlichen Hebungen mit vorausgehendem Turngang wurde probeweise auf zwei Jahre genehmigt. Als Tag wurde der 28. Mai bestimmt unb zwar für den 1. Bezirk sWetter, 2. Bezirk Wetzlar- hiebet ginnet 3. Bezirk Schotten, 4 LZezirt Alsfeld, 5. Be-. 3um Nahrungsberg-Vebauungsplan. Gießen, 14. März. Zum Nahrungsberg-Bebauungsplan erhielten wir fok genbe Einsendungen aus dem Leserkreis: Auf das Eingesandt in 92r. 60 Ihres Blattes kann eilt Mitunterzeichner der betr. Eingabe an die Stadt nicht um« hin, dem Einsender seinen und der Petenten Dank dafür zum Ausdruck zu bringen, daß er in so entschiedener Weise das „allgemeine Interesse für die Sache angeregt Hal. Es ist und bleibt doch der Nahrungsberg das schönste unb gesundeste Baugelände, das Gießen noch aufzuweisen Hai, trotz Nähe der Siechen- und Irrenanstalt. Ob diese 6eibei Anstalten Empfehlung oder Warnung für Baulustige feil werden, wird die Zukunft lehren. Beide Anstalten sind im Bau und der Sage der Gebäude so gehalten, daß sie für das Auge in feiner Weise störend wirken tonnen, ebensowenig wird bte Nähe der Anstalt, die am Walde liegt, eine« Vernünftigen stören. Welche Gründe den Einsender leiten so sehr gegen die Eingabe Stellung zu nehmen, ist uiw verständlich. Es können dieses nur ganz persönliche Jnte^ essen und keine „allgemeinen" sein.*) Dieses beweisen feine Auslassungen gegen den Bebauungsplan des vorderen Nahrungsoerges, den er „getretenen Wurm" nennt. Der seinerzeit vorgelegene Plan, der aus seiner Versenkung wieder hervorgezerrt werden soll, ist in der Ausführung gut und ideal schön, nur Leiber schwer ausführbar, da einige bebaute sehr wertvolle Grundstücke hindernd int Wege stehen; sonst ist nichts an dem Plan auszusetzen. Der östliche Nahrungsberg hat eine solche Straßensührung nicht nötig, da hier schon sanft abfallendes, nach Süden und in unmittelbarer Nähe des Waldes gelegenes Gelände vorhanden und dabei preiswert zu haben ist. Rechnet man hinzn, daß durch die beiden Anstalten die Entwässerungsanlage (Kanalisation) teilweise schon ausgeführt ist, so dürste ♦) Darin irrt der Schreiber, der Schreiber per fraglichnl Einsendung ist völlig jintÄttretfiert Red, Wic einige Zeitungen mitteilen, ordnete das Amtsgericht Berlin-Schöneberg die B e s cb l a g n a Ijm e des Manuskripts des vorn Regierungsrat n. D. Martin verfaßten Zahrbuchs „Die Millionäre" an. In dem eingcleitctcn Ermittelungsverfahren wurde der „Nordd. Allg. Ztg." zufolge, festgestellt, daß die van Martin in dem Manuskript angegebenen Zahlen über das Vermögen und das Einkommen der aufgeführten Personen mit den in den Steuererklärungen unb den Vermögens- anzeigeit der Staatssteuerlisten enthaltenen auch nicht an - nähernd üb er einstimmen, so daß der nach dem Zirkular der Verlagsbuchhandlung begründete Verdacht, daß dem Verfasser amtliches Veranlagurrgsmaterial zur Verfügung gestanden hat, sich nickst aufrecht erhalten liefe. Die Straßen-Eifenbahngesell schäft in Hamburg hat 15 Führer und Schaffner wegen Zugehörigkeit zum Transportarbeiter-Verband entlassen und erklärte, daß auch ferner keinem Angestellten die Zugehörigkeit zum Verbände erlaubt werde. Infolgedessen wird ein Aus st and der Straßenbahn- angeftellten als in Aussicht stehend bezeichnet. Aus Paris wird gemeldet: Ein Dekret der Fremdenlegion hebt das Dekret vom 15. Januar 1910 auf und setzt den Artikel 6 und 7 des Gesetzes vom 10. März 1831 wieder in Kraft. üfuitgank : am 30. ua ie neueintttir. F Da die Änrnt- I einlMfen, |t r I it, baß bit $r. I wird, und h >es Präsiden^ es terftortar angsbors hm üanblvmslhcii-- C")(t M statm . SeibeNll- --Luibackmrk ianbroWti* )ochün-LM^ t ?- am £!? Ultlleittn c K'°di°Ä « int a».i ^n8 betz nu? 'stAteSt. - 'n- WÄ V65 xb-ch»^ ®'e- r»lL> lil «* "ach, die prMmr ahren W-’ fer unsere-'' Taunus ist die Qm® getreten; l't • t, eine lv.;' iheün überhört aus soll - tzochveisel/- )ierdurch W^- biuia nach/?. irhallen. igen und At tyc zehn. Die Äadlvw enden bei diein :it ist die Lehv EtM Ä Sa- mten holten a ndlvund,- n mußte. ^ndes M, herunter $ eJön9»etjt| >w Saale > 'm Sinne > "ngen bestes tvergistuk. beschäsil-, die Klinik n der hand j.< "urigen Snt' >ch Gntlebigm: 'M Ort benr ' etwas film- acht und u>e- v,sz E $aulul"9c halten, duu. । Sn,ebef Salbe, l'A'i i Liniender . u nehmen.'^ neriönllche J arvlan. "en, U M erhielten M ei'esb^derl' i des vor s.. ' nenn', n rtbun»^ M ö°r» "nd i"\ . reibe* r Watte« t Stabt E üen D»» L n«3 biefrn Gründen fragtuSer Teil zur Grschliehung reis ' Die noch im Umlauf befirchliche Eingabe wird ja den Herren Stadtverordneten d h. dem Baucnrsscvuß zur Besprechung vorgelegt, und ist daS „Allgemeine Interesse damit gewahrt. — Die Sorgen des Einsenders um die beiden verren, die nach seiner Ansicht so schlecht spekuliert haben, sind überflüssig Die Sorgen überlassen Sie diesen Herren. — Doch zu „Drahtzieher" gehören „Puppen , die sich ziehen und schieben lassen und in diesem -pinne Jet diese Bemerkung entschieden zurückgewiesen. Trop der Gcgenarbeit einiger wenig sernblickenden Herren haben die Unterschriften von der Interessenten sich für die Eingabe etzklärt und mit einem Gesamteigentum von ca. /.?0O3 Odm. DaS ganze in Frage kommende Gelände, mittlerer und östlicher Nahrungsberg, enthält ca. 85000 Qdm finb' alfo dafür 9 Prozent, demnach Interesse genug dafür. Wenn die Frage einer freiwilligen Zirsammenlegung behandelt werden muß, so werden auch die Widersacher zur Besprechung der Frage eingeladen: es ist dann die beste Gelegenheit gegeben, sich offen gegenseitig auszusprechen und wird wohl auS manchem Saulus ein Paulus werden. • Wir begrüßen es mit Freude, daß in Nr. 60 des „G. A " Me Aufmerksamkeit der Gießener auf den Nahrungsberg und seine Bebauung gelenkt wird. Der NahrungSberg ist, wie jeder richtige Gießener weiß, das schönste Fleckchen Erde in unserer Gemarkung. Denn über ihm eine groß- zügige und weitsichtige Baupolitik waltet, so wird er in 50 Jahren der schönste Stadtteil von Gießen sein, um den wir allseitig beneidet werden. Eine weitsichtige Baupolitik muß aber m. E. damit rechnen, daß bis dahin der Schienengürtel, der den NahrungSberg im Südosten einengt, voraussichtlich beseitigt, mit anderen Worten, daß der Lauf der Bahnstrecke Fulda-Gießen bis dahin verändert ist und diese beispielsweise von Norden her in den Gießener Bahn- Hof einmündet. Diese Voraussetzung muß man m. E. stetig im Auge behalten, ihre Erfüllung allein ermöglicht eine wirklich großzügige Baupolitik für das geradezu ideale Baugelände zwischen Schiffenberger Weg lErnst-Ludwig- Straße^ und Licher Straße. Die Terrainspekulation in allen Ehren — aber ihre Wünsche haben sich, wenn irgendwo, in der Frage der Bebauung des Nahrungsberges dem Gc- meinwohle unterzuordnen. ES wird ganz richtig gesagt, daß allen Gießenern, die sich für daS Aufblühen ihrer Vaterstadt interessieren, die Nahrungsbergfrage am Herzen liegen muß. Ganz falsch wäre es, etwa zu denken: WaS sollen wir uns über einen künftigen Stadtteil Gedanken macken, >offen Ausbau die meisten von uns doch nicht mehr erleben werden? Das wäre Kirchturmpolitik, etwa der vergleichbar, die unsere Väter leitete, als sie vor nunmehr 42 Jahren, das spätere rapide Wachstum der Stadt nicht ahnend, sich eifrig darum bemühten, daß der Bahnkörper der Ober- hessischen Eisenbahn nur ja recht schön durch die Gießener Gemarkung gehe, damit sie für ihre bis dahin noch gering- wertigen Aecker und Gärten eine für die damalige Zeit hohe Entschädigung erhielten. Die verhängnisvollen Folgen dieser Kurzsichtigkeit haben wir heute zu tragen. Die Frage nach dem Bebauungsplan des Nahrungsberges ist für den Augenblick durchaus nicht drängend, aber d i e Allgemeinheit (nicht bloß die Boden,pekulation) sollte sieandauerndimAugebehalten! 'Für einen Bebauungsplan ist das Verlangen, daß er sich auf den g a n z e n Nahrungsberg erstrecke, durchaus berechtigt; er muß aber von vornherein auch mit dem vvrauszusehenden künftigen Fortfall (Verlegung) der Teilstrecke der Linie Fulda—Gießen rechnen?______________ . — KurzeNachrichlenausKunstundWissen- schaft. In Berlin ist der Kustos bei den Königlichen Museen Dr. Phil. Leopold Messerschmidt gestorben. — Im Alter von 63 Jahren starb in Bonn der Komponist, Musikdirektor Wilhelm Petersen. — Der ord. Honorar- Professor für Physik und Meteorologie an der Universität Leipzig, Kaiser!, russ. Wirklicher Staatsrat Dr. Phil. Arthur von Dettingen vollendet am 16. ds. das 75. Lebensjahr. Sein Geburtsort ist Dorv^t in Livland. niärhe. fe. Frankfurt a. M., 14.März. &eu- und Strobmarkt. Anae'abren waren 7 Danen Heu und 3 Wagen Stroh. Man notierte: Heu 8,00—8,40 Mk., Stroh (Kornlangstroh) 2,40 btS 2 i-o Mk. A irrslroh 0,00— 0,00 Mk. Alle- <ür 50 Kilo. Geschält gedrückt. 'Tie Zufuhren waren au4 Oberhessen, den Kreisen Dieburg nnd ^ombergk führte aus, daß der Rebierung noch keine amtliche Kenntnis von der Sache, die eine innervreußische Angelegenheit sei, geworden sei. Sie werde sich bemühen, Schädigungen der Universität und der Stadt Gießen fernzuhalten. Der Titel wird bewilligt. Bei Titel „Landwirtschaftskammer" entsteht eine längere Aussprache, an der sich die Aba. Reh, Ulrichs Brauer, 'Wolf, Bähr und Breidenbach beteiligen. • m Offenbach. 15. März. Gegen den Vorsteher deS städtischen Kanolbanamtcs, Ingenieur Kol löge, war ein Disziplinarverfahren mit dem Endziel der Dienstentlassung beantragt worden. Nachdem sich vorher herauSgestellt hat, daß Kolloge mit vierteljährlicher Kündigung angestellt ist, wurde vom DcrsassimgsauSschuß beschloßen, bei der Stadt. verordneten-Versammlung zu beantragen, ihm zum 1. Juli zu kündigen. Paris, 15. März. Ter Ausschuß des Verbandes der Hafenarbeiter hat beschloßen, für den Gesa mtauSstand einzutreten. In den einzelnen Häfen wird bereits lebhaft agitiert Rom, 14. März. Wie die Blätter auS Neapel melden, dauert der E i n st u r z an Dem Kraterrandfort, begleitet von unterirdischen Lärm. Der obere Bahnhof der Drahtseilbahn ist stark beschädigt. Der Sturm, welcher hier wütet, verhindert die seismische Beobachtung. Genaue Abbildung in Naturgrösse. Quaker Oats Pakete enthalten Gutscheine, für welche wertvolle schwer versilberte l-öffel gänzlich kostenlos erhältlich sind. 500,000 Gratis- Löffel für Quaker Oats Konsumenten. Diese Löffel tragen keinen Reklameaufdruck, sind von grosser Haltbarkeit und eine Zierde für jeden Tisch. Machen Sie bitte folgenden Versuch: Bei Ihrem nächsten Kaufe eines Paketes Quaker Oats entleeren Sie den Inhalt auf den Tisch. Dann beachten Sie die grosse Menge, welche Sie für Ihre geringe Ausgabe erhalten haben. Untersuchen Sie weiter, ob Sie irgend welche Unreinlichkeiten zwischen den Flocken finden können. 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Weller und der trostreichen Worte deS Herrn Pfarrer Glück sagen wir aus diesem Wege unfern tiefgefühlten Dank. Die tranernben Hinterbliebenen. Heuchelheim, den 14. März 1911. 1’69 Muß- und Seefische Schleimlösend 8 wirf. „Satti*. P.MPfg. Die best. Menthot-EucalvotuS-BonbonS bei Husten, Katarrh, Verschleimung ! Adl.: Pelikau'Lvoth^^reu-vl.2 J. M. Nchnlbof 1091 Televbon 119. Promoter Versand nach auswärts Schöne Roicuttäbe in.allen Gränen. Vaum- u. Waichviäble, BZaschicilstützcn, sowie Hacken-, Beil- u. -Schaufelstiele emvi. btil. , ft. Gcrtb, Sandmannilr. 11. 171 (hniku NiiüImüii., LUKtro- end Bd- rtat«.'.ne*ol bis 2.- da ich in diesen Qualitäts-Kaffees noch alte Bestände am Lager habe. Echt Malz-Kaffee ft,g-n-Packung) w.-wt 25Psg. Kneipps Malz-Kaffee, Kardinal-Malz-Kaffee Kandierter Korn-Kaffee, Mjöglilh iuißtlW Psd. 25 Psg. Seeligs kandierter Korn-Kaffee. Jakob Maternus \ > Zubehörteile spottbillig. Prelslist Rrt < > . > J. 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März 1911, abends 8 Uhr, in der Turnhalle (Steinstrasse): KONZERT Programm: Gemischte Chöre, Männerchöre, Frauenchöre von Schubert, Schumann, Meyer-Olbersleben, Podbertsky u. a., sowie Sopran- und Baritonsoli. v18/,