Zweites Blatt 161. Jahrgang Nr. 249 Erscheint täglich mtt Ausnahme de- Sonntag». Plocksti Urteil: Die „Glttzener ZamkllenblStter" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, da» „Kreisblatl fir dev Kreis Sletzea" zweimal wöchentlich. Tie .^andwirtschaftlichev Lett- fragen“ erscheinen monatlich zweimal. stein . Ole» Montag, 25. Gttober 19U Rotatton-drnck und Verlag der vrühl'sche» Universität» - Buch- und Steindruckerei. 9t Lange, Dießen. ntilge, q ld Apotheken Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- ftrafee 7. Expedition und Verlag: 5L Redakliom^UAIIL Tel.-Lldr^ AnzeigerGteßen» tzS-H be > Coit - Mk. in allen Lose-Get^. erhältlich 68 ebe 4 Akten. Stunde. entscheid leiss*^^' . verkauf . ure. det St6b»tachtet dM Leinen m und vet. Ein Kolonialffanöal in Zrantreich. O Paris, 21. Cft. Ein sehr bedenklicher M011 ia£ftaut>ai m.rd aus U b j b a gemelbel. Tort traf am Freitag abeub ber französische Oberkommissär bes algcrisch-inarvtlanischen Grenzgebietes, General T 0 u t 6 c, birekt aus Algier über Oran im Automobil ein unb schritt unoerzüglich zur V e r h a f t u n g b c s Kommissärs ber französischen Regie r u n g , Konsuls Testailleur, des frattzösischen Vizelonsuis L a r g e 0 n , bes Zollhauptmanns P a n b 0 r i unb bes Kabis von llöjba, die sämtlich schwerer Be st e ch u n g e 11 bei nicht eintvanbsfreicn Terraingeschäsien unb, wie es scheint, auch bes W a f f e n s ch m u g g e l s bezichtigt werben. Auf Befehl bes Generals Toutve ivuroen alle telephonischen unb telegraphischen Verbindungen zwischen libjba unb Lran unterbrochen, da offenbar bie Befürchtung gehegt würbe, baß etwaige Mitschulbige benachrichtigt werben könnten. Im Ministerium des Aeußeren, auf bessen Intervention bie erwähnten Verhaftungen zurückgeführt iDorbeu waren, war man von diesen überrascht, weshalb bas Auswärtige Amt sich unverzüglich nach Tanger wandte, um von dort Aufklärungen zu erhalten. Tas Kriegsministerium seinerseits verlangte von dem General Toutee einen eingehenben Bericht. Konsul Testailleur würbe zu dem General Toutee beorberr unb sofort nach seinem Erscheinen in dessen Auftrage sestgenommen und umgeben von einer Kompagnie Tirailleurs nach dem Militärgesängnisse abgesührt. Herr Testailleur, ber am 17. August 1834 geboren x|t, nahm an ber Mission Brazza am Kongo von 1886 bis 1889 teil, wurde bann nach Tuneften versetzt unb am 23. Dezember 1904 mit einer besonderen Mission nach Marollo geschickt. Bei der Besenung von Udjda durch die französischen Truppen wurde Testailleur zum französischen Regi.rungs-Kommisiar für jene Gegend ernannt. Wie es scheint, wurde das^Mtin- sterium deS Aeußeren durch eine Tepeschc der Gattin Testail- leurs von dessen Verhaftung benachrichtigt. Verschiedentlich wirb die Vermutung geäußert, baß es sich in Wirklich- Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhesfen Ferdinand Hiller. ?lls nach einer gtäitzcndeu Aunührung des „Messtas" nn Jahre 1884 Ferdinand Hiller den Taktftock nicberlegie uns in sein Tagebuch das Wort „fine" cinirug, endete schon ein ^znhr vor seinem Tobe eine glänzende mtistlalische Laufbahn. ^er Sohn einer wohlhabenden Franisurter Familie, geboren am -A. 1*1- tober 1811, iuud:-3 er in den glücklichsten Verhol mm en heran und seine sehr früh sich zeigende Begabung fand die lorgiamfte 4.lüge. Dor junge Virtuose durfte Goethe uonpielcn und empfing von beni Altmeister einen Kuß, er sah Beethoven, und em gutes Geichul Krachte ihn mit den hervorragendsten Menschen feiner Zeu zusammen. Naäzdem er in Frantsurt ein Jahr den eaecilienoereui dirigiert hatte, ging er nach Paris, wo in ieiner eleganten Wohnung alle musikalischen Notabilitäten verkehrten. Im Hame Roffmis lernte er seine Gattin, die berühmte Sängerin Amol la Y>ogee kennen, und als er mit ihr in Rom bie Flitterwochen verlebte, fdjuf er neben anderem das Oratorium „Tie Zerstörung ^eruia- lems" und eine Anzahl seiner Männerauarlette. Mendelswhn, sein Freund, bewog ihn, nach Leipzig zu kommen, denen Muitt- leben damals in voller Blüte stand unb wo er mit Robert iinb Klara Schumann innige Freundschaft schloß. In Tresden brachte er seine beiden Opern „Ter Traum in der Christnacht" unb „xer letzte Hohenstause" zur Erstaufführung. Damals stand er mit dem noch unbekannten Richard Wagner in freundschaftlichem Verkehr. Es war eine fleißige Zeit und manches Orchesterwerk, manches Klaviersiüä ist damals entstanden. Im ganzen hat er über ^00 kompoiitionen geschaffen. Als Mendelssohn nach Berlin gegangen war, dirigierte Hilter für ihn die Opernhauskonzerte, rcirtie bann eine Weile als Musikdirektor in Düfselbors und ging hierauf nach Köln, das seine zweite Heimat wurde. Rur kurz wurde oieier ständige Aufenthalt dadurch unterbrochen, daß er einmal m Parts und in London bie italienische Oper dirigierte. Hillers Kompositionen haben sich zum guten ^eil überlebt, unvergessen aber bleibt seine Tätigkeit als Tirigent und reproduzierender Künstler,, utid lange uachgewirU hm und wird noch wirken, was er als Mufil- pädagoge und Munischriftsteller geleistet hat. Er war nickt das, was man einen Virtuosen nennt, wohl aiur ein Künstler in voller Bedeutung des Wortes. Trotz seiner für das Äiavieripiei anscheinend nicvt geeigneten Hand spielte er meinerfjaft unb war em vorzüglicher Interpret von Bach, Haydn, Mozart und Beethoven. Als Begleiter hat er kaum seinesgleichen gehabt um Xirigcnten= pult q. L. der Gürzenich-Konzerte war er unübertrejilta). xu Wv .r&eIHL S°"Ä'U°?S Illi# Weltstädtisclies Varie Dir-: K Obm; . üllllt. der einzig dE s*"' .Miriam 6111***$ Sl*> . Wels, ««v die Eintrittspreise beträchtlich erhöht hat, liegt für das HauS Wahnsried doch eigentlich keine Veranlasfung vor, seinen „Idiakts- rnus" besonders zu rühmen. — Ein Tenkmal für den Komponisten bes „Home, sweet Home". Ter Schöpfer des so berühmt gc- wordemn Liedes „Home, sweet Home" hat nun im Staate Reu- port sein Tenkmal erhalten; die Universität von Union hat John öarvarb P a h n e diese Ehrung dargebracht, ä.er bekannteste Musiker Amerikas hat den größten Teil fernes Lebens im Auslande verbracht. Als junger Bursche ging er zur Buhne unb wurde in England Schauspieler. In London tritt er auf, beginnt Stücke zu schreiben, fompomert. fdfließlid) die Mufik zu seinen Stücken und wird so Tichter, -sdjauipieler und Muftker in einer Person. Tas berühmte „Sweet Home" ist nichts anderes als eine Arie aus feiner Oper „Claire" oder „Das Mädchen von Mailand", die im Jahre 1823 im Covenk Garden gegeben wurde. Erst 1832 kehrt Payne nach Amerika zurück, wird spater zum amerikanischen Konsul in Tunis ernannt und stirbt loo2 in Nordasrika. — Nordlicht-Studien. Ter „Umschau" zufolge wird Pros Birkeland Ehnstiania^ auf dem Haldetoppen am itaafiorb, einer G.gc'.ib, bie besonders start von Korpuskelstrahlen der Sonne getrof’en wird, ein Lbervatorium errichten,^das das ganze Jahr hindurch m betrieb sein wird. Von d.m Llations- aelände aus werden große unterirduche Gange in die Folien gesprengt, damit den Forschem Schutz vor dm fchweren Wuuer- ftürmen geboten werden kann. — Kurze Nachrichten aus Kunst unb Wissenschaft Sudermanns Tragödie „T er Bettler von S Y r a kus" ist im Verlage der I Cotta'chen Buchhandlung als Buch erschienen. — „Tie kleine Freundin", eure neue Cpereue ton Oskar Strauß, Text von Stein und WUlner, erlcöie im Kant Heater in Wien ihre Uraufführung und fand viel Beifall. Tie Musil ron Oskar Strauß ist ganz leichte Ware, die dem Ge 'ü mack des Vublirums zu viel Rechnung trägt. — Ter endgültigen Ernennung des Frhrn. v. P u 11E a m e r zum interimistischen Leiter der Eönigl. Schauspiele in Hannover ist Freitag nachmittag die Generalinieiidanten Grai c. Hülsen-Haeseler g.wlgt, dem in Zu- lunn das Hanitorersche Hoftheater, wie es icponjjet der Wiesbadener unb Kasseler Hofbühne seit Jahren der Fall ist, unter* stellt sein wird« Etwas über Teuerung in tvberheffen. Aus Oberhessen sendet uns ein Leser unseres Blattes folgende sehr willkommene Ausführungen, bei denen es nichts verschlägt, daß der Verfasser auch an eine annehmbare Marokkoernte glaubt: In der vergangenen Woche hatte ich Gelegenheit, einen großen Teil der Provinz Lberyessen zu bereisen, wobei ich nicht versäumte, mit Landwirten und Gewerbetreibenden über den Ernteausfall, über die Geschäftslage unb bie Herbstbestellung zu reden. Natürlich wurde überall geklagt, wobei bet Krieg, ber jebeti Augenblick ausbrechen könne, berücksichtigt würbe. Zunächst tonnte ich seststellen, baß bie Ernte besser ausgefallen ist, als es von ben Lanblcuteu bargestellt zu werben pflegt. Die Getreibeernte ist zwar nicht gut, aber genügen b ausgefallen; ber Kern ber Halmfrüchte ist durchweg sehr schön unb mehlreüst geworden, unb bie Halmfrüchte kamen gut unter Dach Wie in ben heißen Jahren 1863, 185b, 1893 unb 1893 ließ bie Bestockung zu wünschen übrig, es gab wenig Garben, aber treffliches Mehl liefern bie Körner. Tas bekannte Sprichwort bewährt sich loieber: Die Sonne scheint keinem Bauer zum Laube hinaus. Wegen zu geringer Fepchtigkeit tonnten sich bte Hackfrüchte nicht genügend entwickeln, trotzdem sind bie Ergebnisse keineswegs so schlecht, wie vielfach behauptet wirb. Auf san bigem, steinigem Boben lünnien im heißen Sommer 1911 die Knollengewächse nicht gedeihen. „Wenns gerät im Sand, gibts Teuerung im Land", sagen bie Leute in besseren Lagen. Tie trefflich geratenen 1911er Kartoffeln besitzen einen höheren Nahrtingstvert als bie in nassen Jahrgängen gewachsenen Knollen., folglich kommt man mit kleineren Mengen ebenso weit, als mit wesentlich größeren in nassen Jahren, b. h. wir haben hier roieber einen Ausgleichs poften. „Mit Vielem tomnit man ans, mit Wenigem hält man Haus", heißt ein anberer Grunbsatz. Tie Gemüse arten unb bie Rüben sinb klein geblieben; mit bcm Cbftertrage sind manche Leute sehr zusrieben (z. B. Kirschen), anbere flogen. Hier gilt bie Rebensart: Wer bas Glück hat, führt die Braut heim. In ber oberen Wetteran, wo ein tiefgrünbiger Boben vorhanben ist unb es an Wasser nicht fehlt, sinb bie Lenke recht zufrieben yut ben Bobenerträgmssen, unb vergnügt kassieren sie bie schönen Summen ein. Auch ber Raturfreunb kommt in diesem Sommer und Herbste auf seine Rechnung! Eine so wundervolle Laubfärbung, wie sie seit Herbftansang aufgetreten ijt, hat man seit vielen Jahren nicht gesehen. lieber bie F u t t e r v e r h ü l t n i s s e wirb mit Recht geklagt, Kraftfutter muß angegeben werden, unb bas kostet Gelb. Tas Viehabschaffeu soll man sich sehr überlegen, weil bas Anschafjeu große Opfer sorbert, besonders wenn bas folgcnbc Jahr futterreich wirb. Im Vogelsberg machen sich bie Hutweiben sehr angenehm bemerkbar. Wenn bie milbc Witterung anhült, wirb es ein großer Segen für bie Gebirgsbewohner sein, dann bringen sie ihren Viehbestanb durch ben Winter, unb ber Aufenthalt im Freien kräftigt bie Gesunbheit ber Tiere. „Es kann sein!, es kann auch nicht sem!" sprach Jonas Mayer von N. unb ber weise Ben Akiba soll gesagt haben: „Es ist alles schon bagewesen!" — Aber Hungersnöte wie in ben Jahren 1817 unb 1847 kommen nicht mehr vor, darüber dürfen sich auch bie Angstmeier beruhigen. Ter heißeste Sommer in ben letzten 20 Jahren war bet von 1893. Tie Lanbwirte in Lberhesfen pflegen bas halmgetreibe, nachbeni es in Garben gebunben ist, in Puppen aufzustellen unb wochenlang auf bem Felbe stehen zu lassen. „Es zieht besser aus!", sagen bie Leute. Ta brach ein Regen herein, der wochenlang anhtelt, bte Korner wuchsen aus unb würben minderwertig; die Viehpreise gingen immer weiter zurück. Einsender kaufte um 30 Mk. eine Kuh, iveil sie der Eigentümer nicht mehr ernähren konnte und sein Gläubiger, ber 36 Mk. zu fordern hatte, nur biesen Betrag bot. Tas Jahr 1893 war ein böses Zahr, besonbers für bie kleinen Bauern, aber ein Wein gebieh, ber zu ben Königen bes Weins im 19. Jahrhunbert gezählt würbe: 1811, 1834, 1846, 1857, 1865 unb 1868.— Ten Weinbauern ist ber 1911 er herzlich zu gönnen: sie hatten fünf schlechte Ernten hintereinanber gehabt. — Auch einige Worte über die h erbst s a a to estell ung mögen folgen: sie ist bis jetzt, Etibe Oktober, recht gut vonstatten gegangen. Es gab Feuchtigkeit, zwar nicht reichlich, aber hinreichend, um die Wintersaaten zu bestellen. Bon Mäuseplage hört man nichts mehr: wahrscheinlich ist eine Epidemie unter dem Ungeziefer ausgebrochen, bie bie Schädlinge millionenweise wegraffte. „Tat flutscht better" riefen bie Pommern 1813 a. b. Katzbach, als bie Feuerschloßmusketeii bes Regens wegen nicht mehr losgingen, weshalb die Soldaten mit ben Kolben auf bie Franzosen losbroschen. Fast man bie Lage, wie sie sich jetzt — Enbe Oktober — barftelU, ruhig ins Auge, so kann man zu der Ansicht gelangen: Tie 'Jiai)rungSpiittel werden im Frühjahr 1912 wahrscheinlich billiger sein, als sie es im Herbst 1911 waren — wenn es feinen Krieg gibt. An einen Krieg glaubt Einsender nicht. Wer will die Verantwortung übernehmen? Wer will ihn anfangen? Tie Franzosen hüten sich, mit uns anzubinden. Tie stelzbeinigen Engländer möchten uns, je eher, je lieber! einige Völker auf den hals Hetzen, wie sie die Japaner auf die Russen gehetzt haben. Die Russen formen in China und Persien gute Geschäfte machen und die Japaner hoben auch Appetit darnach. Tie Italiener haben ihre Pfote in der Klemme, wie der Bär — ber ben Honig lecken wollte — die (einige darin hatte, als ber Fuchs den Keil aus der Spalte zog. Ter kranke Mann läßt Allah einen guten Mann sein; Mohammed ist sein Prophet, dessen Mantel der Sultan anbetet. Wer will mit uns anbinben? Keine Ration Hot ein solches Heer unb einen solchen Kaiser wie wir. Wir werden auch in der Marokkoangelegenheit nicht übertölpelt. Rur ruhig Blut! Wer mit uns anbinben will, soll nur kommen! Tos ist meine Meinung! Ich glaube an feinen Krieg. von ihm geleiteten Ausführungen ber_Matthäus-Passion, der Hau dclf'ckcn Oratorien, der Haydnschen LRöpfung, der Becthovenfchen Messe waren Leistungen eilten Ranges. Er beherrfchte die ~ r- ckester- und Chomienen unb prägt; ihnen ben stempel feiner künstlerischen Persönlichkeit aus. S.ine „Hebungen jum .suiüiuni ter Harmonie und des Komrapunltes", eine frucht feiner Astrk- iamlcit als Direktor der Kölner Mufitfchule, werden vielfach aufgelegt, noch heute gebraucht, feine Muntlruilc'n haben bleiocnbcn SBert ebenso wie seine Werke mufilalifchen und biographifchen Inhalts, wenngleich iic ihm manche Angrist'e eintrugen Er war eben ein treuer Anhänger Cer »äffischen schule. Als Menfch war er ein burd) unb durch vornehmer Charakter, der forderte und half wo er konnte, ein Freund der Gefelligkeu, fehr gebildet und rin seiner, humoristischer Redner, ^dfiücre Krankheit trübte feine lebten Leben-nahre uno führte am 10. Mat I880 »einen Tod herbei. Er hinterließ eine sehr umfangreiche,^ wahrscheinlich fehr mter- essante Briefiammlung, die, nach einer ieuamcntsflaufel, 2o Jahre nach seinem Hinscheiben veröffentlicht werben follte. — Siegfried Wagner gegen Richard Strauß Siegfried Wagner, der sich, wie die Berliner Wochcwchrift ,,-ter Turm" mitteilte, in einer Unterredung fehr, fehr ungu.inig unb abfällig über Richard Strauß^ausgesprocheti hat, erklärt nun in einem Telegramm an bas „Berliner ^.ageblatt , er tenne ixm Inhalt bet ihm sugeid-n.bcn.n-Sorte md)t. „s;e ivaren i-benroUs ma;t für bie Cefjentliaifeit berechnet, ba ich mir fein Urteil über Werke erlaube, bie ich nur zum -teil lernte. ers einmütig ist die Zuneigung aller unserer Deutschen im Auslände zu Hamburg Wie kommt bas? ®pre^nS®ie br8äu67n t,on ®euS M ben Minernfm,rUsn,eo-n,uc ,H°'"burg hörm.»(Widerspruch an Deutschland fn A . -^enkt der Kolonist über See Hrfmkehr ssb sieb S ÄUrß fei?c Heimat, bas erste, was er Ä Sn “nÄmb', D--HMnisff? Schied-gerkch.e' rammt? Und vergessen tn na$ Berlin leine .Hau^ hat Bebel (Soz.): LÜS politischen G^den"für°Lamw 3Urü<*' alS^ob tvw ungefähr aus denselben Grünen ssi^ st'mmen. Wir stimmen früher für Leipzia als Sih Hamburg, aus denen wir M unsere Berliner tbgeorbnefen ^finb^r18 getreten sind. Sache liegt boch aana e,\-.*xn° fUT Hamburg. Die -uteMt'L w? ift?n am besten Tätigkeit betoegtIic81' in der sich seine einmal für eine länaere §""'burg. Wir sollten aber tMen. toiebiet Zeit d-r ffleÄ b‘caeiS‘ 20 Jahren, s-st- bie Regierung erst am Yunnu^ verbraucht hat, weil Plötzlich mit einem „tfrajwrfjmba^ Varenhorst (Np.)» ’S ziemlich rbedeutend?* Eü^si>b^uug, ob Hamburg, ob Berlin, Gründen, abec auch nicht aus Km C-ouS lokalpatriotischen Hasenort meines Wahlkreises^Ä^irucksichten, sonst müßte ich den -veilerkeit.) Ich bin versänli^^Klagen, nämlich Buxtehude. 1x5 J Uin ^iowlich für Hamburg, und zwar aus ;"D 01 -inen Log >r onlommt, 7/aus antommen Maujfühen ^entlichr«b. le.N. ÄÄS SfeS verdenS«? ’9en ihr K- s° 1 *■ tDofie$'P Iren, fcj« »*te ÄZLtz «*>Ä toe,tet beslehrn ragt &J.]Un0 aus. ^'Ske't-Weiseln. Mn tültb ab. er seinen «niiag >"S der Antrages 'ahmederAn. ch'st der be. )heb der Te. Gutachter zu. cumz stimmte mit [ti - 'bürg als Titz be, mit einer Etimme Berlin entschieden, hmbar gegen. ! ifion Unannehmbar on der in anderen irrfluh gerade nicht ltungsbeamten ein. ' der Regierung ist, foir haben noch nicht erzichtet. Eo wird tt mit grober Snt- Hofs ein. Materielle mdelt sich um eine ng im aller« reisten Ranges für Reiche, dich (fnl. ht ein besonderer im maritimer wir haben allen was binüüerweist em Antrag I, g*"»W 'N, und die grob" $ 1**$ 4 San'burS' § .z-W' y - , Serif’' «°°'A )»fI' iburg- unv [e' ^utteTon W* wird ersolgreM t gewisse EinDr tcht vertraglich s» nerzeit Lage' sprich!.. M , m k e i t s g r u n de flösse sind nicht,u 'ten Richtern hab;". Nachweisung über den Stand der Maul- und Klauen Meteorologische Beobachtungen der Station Stehen. ¥S\ ■s Wetter bis 22. Oktober — + 16,5 *0. Höchste Temperatur am = 4- 11.5'6. 22. 5,0 mm. Kaufhaus Fritz Nowack GROSSE Reste-Tage a18A. s SW SSW Niedrigste Niederschlag 79 87 79 4 4 6 9 10 9 41 SZ - 3 und Lwn, Vie beide äT3 5er Genossenschaft angShong vom ÖkrtSF anerkannt wurden, obgleich sie durch den Hauptauösckmß ihrer Mitgliedschaft jur verlustig erklärt worden waren. Das 0t« richt entschied im Sinne OsterricthS, bab nur dem Abgeordnetcntag der Genossenschaft ein Kündigungsrecht znstehe. die Entlassung also unnnrham sei. Die Genossenschaft Deutcher Bühnenangchöriger hat gegen das Urteil Berufung eingelegt, i Regen Regen, stürm. Wind Ctiftfcbiffobrf. Schneverdingen, 21. Okt. Heute nackMittag ist btt Flieger TackS, nachdem er mit einem Eindecker ztvci Rundflüge ausgeführt hatte, abgestürzt: er mürbe tödlich verletzt. Baden-Oos, 21 Okt. Das Luftschiff „L. Z 9" ist um! 9 Uhr 55 Min. unter Führung deS Oberingenicnrs Dürr nach Friedrichsl-asen aufgestiegen und um 1 Uhr 40 Min. dort glatt gelandet. Eharlottenburg, 21. Okt. Mit dem wicderhergestellten Militarlustschifs „M 4" nmrbc beute abend 5 Uhr unter Führung des Hauptnranns Jena und deS Ob er Ingenieurs B a s e na ch einet drciviertclstündige Prusungssahrt unternommen. -Ztz K 2 es 21. 21. Gericht-saal. Braunschweig, 21. Okt. Der Arbeiter Mänicke aus Allrede, der beschuldigt wird, seine beiden Kinder ermord e t zu haben, wurde der „Braunschweiger Landcszeitung" Zufolge wegen vorsätzlicher und überlegter Tötung zum Tode und zehn Jahren Zuchthaus verurteilt. FrauMänicke wegen vorsätzlicher Tötung ohne Ueberlegung in zwei Fällen zu drei Jahren Gefängnis und fünf Jahren Ehrverlust. Schwerin, 21. Okt. Das Reichsgericht entschied in Lieber* einstimmung mit dem Landgericht und dem Oderlandesgericht Rostock in dem Prozeß der Mecklenburgischen H n p o - treten« und Wechselbank mit dem Mecklenburgischen Ritter- schastlichen Kreditverein, daß der Kredilverein mit Rücksicht auf die von ihm ausgegebenen Pfandbriefe die Talonsteuer selbst zu tragen habe. Es ist damit endgillig sestgestellt, daß die T a l o n st e u e r nicht vom Besitzer, sondern vom Aussteller der Wertpapiere getragen werden muß. London, 22. Okt. JnStokeonTrano begann gestern die Verhandlung gegen den wegen dreifachen Mordes angeklagten Deutschen Karl Kramer. Nach Verlesung der Anklageschrift wurde der Prozeß auf acht Tage vertagt. Tie Klage Tr. Osterrieths gegen die Bühnengenossenschaft Tarn am Samstag vor dem Landgericht! in Berlin zur Verhandlung. Dem' Dr. Osterrieth, Generalsekretär der Genossenschaft, wurde — wegen Veröffentlichung eines der Genossensck)aft nicht genehmen Artikels — vom Vorstand die Stellung gekündigt, und als er die Kündigung vor Gericht anfocht, wurde er entlassen. Die Klage bestreitet dem Genossenschaftsoorstand das Recht zu einer solchen Entlassung. Rechtsanwalt Heine führt, als Vertreter des Klägers, aus, die Ab- geordnetew-Versammlung habe Dr. Osterrieth angestellt und nur dieser stände ein Kündigungsrccht oder Entlassungsrecht zu. Dr. Schlesinger, als Vertreter der Genossenschaft legt dar, daß die Anstellung nach der Satzung einzig vom Hauptausschuß ausgehe. Die Abgeordneten-Vcrsammlung sei gar nicht in der Lage, ein Kündigungsrecht auszuüben, da sie nur einmal im Jahre für zwei Tage zusammemrete. Dr. Osterrieth, der se.bü erschicnen war, meinte, Satzungswidrigkeiten seien bei der Genossenschaft „an der Tagesordnung", das bewiesen auch die Prozesse Voigt Kleine Tageschronik. In Halle belästigte der Lithograph Knoche in seiner Wohnung die Tochter seines Wirtes. Das Mädchen wicS ihn zurück und daraufhin brachte er ihm einen Stich in die Wange bei. Als der Vater des Mädchens herbeieilte, sprang Klwche aus dem F e n ft e r der im zweiten Stock belehnen Wohnung und blieb tot liegen. Jil Eharlottenburg wurde die 65 jähriae Witwe labbert von einem Straßenbahnwagen umgestoßen und so schwer verletzt, daß sie bald nach dem Unfall st a r b. In Böhldorf wurde der Schmiedemeister Wichert ern schossen im Bett aufgefunden. Er schien ermordet zu fein, seine Frau ist verschwunden. Wie der „Altmärker" mitteilt, verlautet, daß die Frau ermordet wurde und Wichert Selbstmord begangen habe. Doch fehlen bisher Unterlagen hierfür. Zu der gestrigen Aufführung „Maskenball" im Stadtthcater zu Hamburg, wo Caruso sang, wurde eine große Anzahl falscher Galeriekarten von einem unbekannten Wanne zu verhältnismäßig hohem Preise verkauft. In Paris explodierte in einem Caf6hes Gericht in ein allgemeines Reichsgericht umzu- nxmbebu Der Herr Gesandte für die Hansastädte hat bann geschildert, welches Leben unb welcher Geist in kolonialer Beziehung in Hamburg vorhanben sei. TaS ist nicht abzustreiten. Ich be- Haupte aber, baß das in anderen Orten des Reick)eS ebenso der ist, daß in dieser Beziehung der koloniale Geist in keiner Weise von Hamburg gemacht worden ist. Es unterliegt keinem Zweifel, daß das Gericht gerade aus ZweckmäßigkeitS- gründen, und die find allein für uns maßgebend, in Berlin sein maß. Eö handelt sich ja zunächst um Richter im Nebenamt, unb da ist Berlin viel giinftigcr und sehr viel zentralisterrer. Ich bitte daher, für Berlin einzutrettn. Damit schließt bie Aussprache. Ter Kommissionsbeschluß, Berlin als Sitz des Gerichtshofs zu erklären, wird mit großer Mehrheit angenomme.n. Für Hamburg stimmen nur geschlossen die Sozialdemokraten und die Harten, ferner einige wenige Abgeordnete auß den anderen Parteien, im ganzen etwa 50 Abgeordnete. Damit ist diese Vorlage in zweiter Lesung erledigt.X ' Das Haus vertagt sich. Montag, 1 Uhr:. ß)i e Inle tzella tion über die Teuerung. Schluß gegen 3 Uhr. seuche in Hessen vom 14. bis 20. Oktober 1911. Kreis: Am 14. Okt. waren verseucht: Vom 14.-20. Okt. sind neu uei- feucht: Boni 14.-20. Okt. ist die Seuche erloschen in: Tarmstadt . AenSheim . Tieburg . . Erbach . . • Äroß-Geran beppenheim Offenbach. . Sieben . . . 9ll5felb . . . Bübingen. . Friedberg . Lauterbach. Schotten. . Mainz . . . Alzey.... Amgen . . . Ccpenbeini Vorms. . . Zwingenberg, BenShetm Viernheim Tubenhoien, Hausen, Ticlesheim, Hainslabt, Weiskirchen, Stlein- Auheim, Offenbach, Mühlheim, Kl.-Krotzen- burg Ebcrstabt, Obbornhofen, Utphe, Bellersheim, Steinberg, Arnsburg Berstabt, Heuchelheim, Echzell, Ranstadt Selters (Santbarf), Heldenbergen, Münzenbcrg, Wohn- bach, Büdesheim, Melbach, Griedel, Bönstadt, Trais-Munzen- bevg, Rockenberg, Beienheim, Rendel, Klein- Karben, Ober-Wöllstadt, Dorn-Affenheim, Dorheim, Osienhciin, Vilbel, Brllchenbrücken, Affcn- beim, Nieder-Florstadt, Södel, Frredberg-Jauer- bach, Nieder-Wöllsladt, Groß-Karben, Kloppen- beint, Kirch-Gons, Bauern beim, Ilbenstadt, Reichelsbeim, Wickstadt, Weckesheim Angersbach, Lauterbach Flomborn Grolsbeim, Gensingen, Ockenbeim Wollsheim, Nierstein Hamm Mörfelden Obertshausen Klein- Stetnheim Dorf-Gill, Langsdorf, Hungen Dortelweil, WölierSbeim, Burg- Gräfenrod, Maffenheiin Mainz Schlachtho' Pfeddersheim Worins Schlachthaus Zwingenberg Mörfelden Hausen _ I Gambach Mainz Schlachthoi Worms Schlachthaus Okt. 1911 Barometer am 0° reduziert Temperatur der Luft Absolute Feuchtigkeit 22 '37,0 14.3 9,6 22 V« <85,6 12,6 9.3 23 15 <37,5 11,7 8,0 Zu vermieten | 5 Zimmer | In meinem Hause Lckottstr. 10 Parterre ist eine schöne [5245 S-ZimermhNllNg Zubehör per sofort event. auch später zu oerm. 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