— Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. Der Deutsche Landwirtschaftrrat und die Ernährung der läudüchen Bevölkerung. In dec Bollversammlnng des Deutschen Landwirtschailscat^- in Berlin wurde am geftriaeii Dienstag auch die Frage beraten. „Hoben in 'Der Ernährung der ländlichen Bevölkerung Tculsch lande wesentliche Aenderungen stet tg es und en?" Zu dem Thema haben die Jcirtralnellc für Volkswohlfahrt und der Teutiche Verein für ländliche Wohlfahrts- und Heimat- erfolgte jedoch noch nicht, da man erst die Ergebnisse der gemeinsamen Beratung beider Finanzausschüsse n(Unarten will. , Die verfassungsmäßig vorgeschriebene g e m e i n f a m e Beratung der Finanzausschüsse b erber S t ä n d e k a in in e r n über den Staatsvoranschlag für 1911 und den damit in Zusammenhang stehenden Gesetzentwurf, betr. die Schuldentilgung dauerte von 3 Uhr nachmittags bis gegen 8 Uhr abends und zwar unter Vorsitz des Ans- schußpräsidenten der Ersten Kammer, (Grafen zu G r b a ch - Fürstenau und in Gegenwart des Staatsministers Ewald, des Ministers des Innern v. Hombergk und mehrerer Geheimräte des Finanzministee.ums. Es fand zunächst eine sehr eingehende, animierte Aussprache über die Schuldentilgung statt, wobei Geh. Rat Tr. Be der namens des verhinderten Finanzministers die Regterungsvorlage vertrat und ausführlich die unbedingte Rotwendigleit einer Tilgung der Staatsschuld in dem Umfang, wie sie die Vor- Inge fordert, näher darlegte, lieber die weiteren Verband - hingen der beiden Ausschüsse darüber wird wieder einmal ein absolutes Stillschweigen den Pressevertretern gegenüber beobachtet, doch können wir zuverlässig mitteilen, daß die Meinungen über das M a ß der jetzt für 1911 erforderlichen Schuldentilgungen sehrt weit auseinander gingen. Während die Redner aus der Zweiten .Hammer die Gründe der Regierung im allgemeinen anerkannten und für die geforderte bcrjtärttf Schuldentilgung im Betrage von 2 18ö 030 Mart eintraten, stellte sich der Ausschuß der Ersten .Hammer auf beit Standpunkt, daß angesichts der jetzigen ungünstigen Lage eine so hohe Summe nicht dafür bereit gestellt werden könne. Sie schlugen vor, für dieses Jahr mir eine einprozentige Amorti- jation der Bau-Schuld il ä. im Betrage von 74 397000 Mr. zu beschließen, dagegen nicht, wie die Regierung es verlangt, aus dem Anteil Hessens an den Eisenbahnüberschussen weitere 1577 000 Mk. für die Eisenbahnschuld zu verwenden, sondern, da die letztere eine werbende Schuld sei, einen Teil dieser Summe für die Gewährung einer Teuerungszulage für die Beamten zu verwenden. Da trotz "her langen Dauer der Beratung eine Verständigung zwischen beiden Ausschüssen nicht erzielt wurde — sie soll aber „angebahnt" sein — erfolgt morgen früh 9 Uhr noch eine Fortfetznng der Beratung über die Schuldentilgungs- frage. Bei der Beratung über das Budget für 1911 wurde im allgemeinen eine Verständigung erzielt. 2htslanö. Am Sonntag wurden alle Mitglieder despersischcnMed- schlis mm Rege nten berufen, der sich über die voli- tische Lage äußerte. Seine Auslassungen wurden nicht ver- öncntlichr, aber cs besteht Grund zu glauben, daß er die Ab- geordneten beschwor, angciidi5 der ernsten Lage des Landes Meinungsverschiedenheiten beiseite zu lassen. Er habe ferner er> tlärt daß er den Eid erst ablege, wenn eine feite Mehrheit in Medi'chhs gebildet sei, denn ohne eine solche Mehrheit tonne lein Sabinen gedeihlich arbeiten. Lbschon man annimmt, daß ber Regent persönlich einem Kabinett der sogenaimten Gemäßigt ten zimcigt, scheint er doch zu wünschen, daß das gegenwärtige Kabinett noch eine Zeit lang im Amte verbleibt. Ter Premierminister stattete dem Regenten einen Beuch ab. Aus Hessen. R. B. Darmstadt, 11. Febr. Der Vorstand der Zweiten Kammer hat heute eine Beratung über die Erledigung der parlamentarischen Arbeiten abgehalten und be> schlossen, die Kammer für Mittwoch, 22. Februar, vormittags 10 Uhr, einzuberufen. Wie wir schon früher bemerkten, werden in den ersten Beratungstagen zunächst zahlreiche noch rückständige Beratungsgegenstände, meist kleinere Anträge und Vorlagen, erledigt werden. Tie Haushaltsberatung ist als letzter der 27 Beratungspunkte auf die Tagesordnung gesetzt. die Einführung einer Grundsteuer an dem Widerspruch mit den Lehren des Konfutsius und den Versprechungen der Mandschudtmastie scheitert. So kann man es verstehen, daß sich die Regierung vorläufig mit einer Erhöhung der Branntweinsteuer und der Einführung einer Einkommensteuer für Kaufleute und Handlungsgehilfen begnügen und im übrigen eine kleine Anleihe auf den Markt werfen will. Damit aber wird das Vorparlament nicht einverstanden fein, das eine organische finanzielle Erneuerung Chinas in größtem Maßstabe verlangt und deshalb auch dem Angebot des amerikanischen Morgan-Loeb-Trust (2.50 Millionen Taels) einen energischen Widerstand entgegensetzt. Finanzielle und Versa,sungslämpfc sind das Symbol, unter dem sich die Erneuerung Chinas vollzieht. Erst wenn sie ausgefochten sind, kann China daran denken, die Rolle in Asien einzunehmen, die ihm gemäß seiner alten Kultur und feiner Bevölkerung von 400 Millionen gebührt Allerdings liegt die Befürchtung nahe, daß dieser Weg zur Er ncucrung jäh unterbrochen werden wird durch auswärtige Konflikte, oder daß die Pest China in eine Zeit innerer Wirren nach Art der Boxerunruhen stürzt, bei denen es die Mächte für ihre Pflicht halten, einzugreifen. Das ist natürlich ein Standpunkt, der jedes nähere Eingehen auf da chinesische Budget in der Richtung finanz- Mischer Würdigung uninöglid) macht. Doch ist zweifellos Jcr Fehlbetrag größer, als es das Finanzministerium wahr ,aben will. Und wenn dieses in einem Rachtragshaushalt chon jetzt Iß Millionen mehr anforderte, mithin das Ge- iimtdefizit jetzt 53 Millionen Taels beträgt, also über ein Sechstel des Einnahmesolls ausmacht, so beweist das, daß die chinesischen Finanzen recht brüchig sind. Das wäre nun wohl für den Augenblick zu ertragen, wenn nicht die Handelsbilanz Chinas im letzten Jahrzehnt ein durchschnitt- Elches Pafsivum von jährlich 130 Millionen ergeben hätte, 'limmt man noch hinzu, daß sich in China durch seinen Eintritt in die moderne Kapitalwirtschaft infolge des niedrigen Silberpreises eine Valuta Anarchie geltend gemacht hat, so -wird aus allen diesen Momenten klar, daß China dem Staat-bankerott entgegentreibt, wenn es nicht für zweckdienliche finanzielle Reformen sorgt. Glücklicherweise fehlt es durchaus an Grundlagen für olche Reformen. Der Außenhandel zeigt in der Ausfuhr une steigende Tendenz, die. in den Ziffern 1907: 264 Mitt. Sael-3, 1909 dagegen 339 Millionen ihren Ausdruck findet. Auch der Silbervertehr hat sich inzwischen gefestigt und warf gegenüber dem Goldverlust (9,12) einen Gewinn von 19,17 Millionen Taels ab. Der Wechselkurs, der 1908 einen Spielraum zwischen 29 und 37 Pence hatte, schwankt heute nur noch um 2 Pence, und die Gesamtwirkung dieser Erscheinungen kam dadurch zum Ausdruck, daß die Zahlungsbilanz, >te 1906 noch ein Minus von 96 Milionen Taels auswies, 1909 nur noch ein solches von 24 Millionen zu verzeichnen hatte. Das ist ein Zeichen dafür, daß infolge der ständigen Erweiterung seines Eisenbahnnetzes und der fortschreitenden Jndustrialis ieruug des Landes sich auch die Möglichkeiten erweitern, die Landesprodutte gewinnbringender als früher zu verkaufen. Unter diesen immerhin Zünftigen Auspizien für die 'inanziette Fortentwickelung Chinas war es nicht gleichgültig, daß die Frage, ob das Budget dem Vorparlament zur Beschlußfassung zu unterbreiten fei, im Sinne des Fortschritts entschieden wurde. Man hatte ja zunächst sehr loenig Zutrauen zu diesem „Staatsrat", zu dieser Ver- fimmlung alter Großväter, aber, wie in der Frage her schnelleren Einführung einer wirklichen Verfassung, so hat C5 dieser Areopag von Greisen verstanden, auch in der Frage des Budgets und der finanziellen Sanierung Chinas seinen fortschrittlichen Anschauungen Geltung zu verschaffen. Steht doch das Vorparlament jetzt, nachdem sein budgetäres Recht ancrldiint ist, vor Entscheidungen, biejür ganz China epochemachend sein dürften. Es will nach einer Prüfung des von der Regierung vor- gelegten Budgets Mittel schaffen für die Deckung des Fehlbetrags. Das wäre leicht zu erreichen durch eine auswärtige Anleihe; nur sagt man sich, daß eine solche schwer unter- Subringcn märe, da das Ausland wegen der Beamten- ftorruption, wegen des Fremdenhasses und auch wegen der Ä e st augenblicklich für China herzlich wenig übrig hat, wenn inan nicht in eine internationale Finanzkontrolle willigen und dadurch England, Rußland, Japan, Amerika usw. ein Mikbestimmungsrecht einräumen will. So scheint das Vorparlament Steuererhöhungen oder die Einführung neuer Steuern fordern zu wollen. Tas ist aber äußerst schwierig, rilicht nur, weil bann erst die Selbständigkeit der Provinz- atzouverneure gebrochen werden muß, sondern auch, weil z. B. Dcufjcbcs Kcicb. Dec Entwun eines Fortbildungsschulgesetzes für Preußen wind in nächster Zen dem preußischen Landtage zu- gehcn Rach dem Gesetz sind alle Gemeinden mit mehr als 10000 Einwohnern verpflichtet, Fortbildungsschulen zu errichten für alle männliche» Arbeiter unter 18 Jahren, die in gewerblichen und lauimänni'chen Betrieben bcichastigt sind. Der Besuch der Fortbiidunasschulc soll drei Jahre dauern. Tic Errichtung gemeinsamer Fortbildungsschulen von Heineren Gemeinden, die weniger als 10000 Einwohner haben, in ihrer Gesamtheit diese ^ahl aber erreichen, ist gestattet. Die Erhebung von Lcknlgeld ist zulässig, daci jedoch nicht mehr als 30 Mk. pro Jahr für den Schüler betragen. Der Bittschriften aus schuß des Reichstags hat Bittschriften von Frauenvcreincn um Erlaß eines Reich srheatcrgesetzes, welches allen Buhncnairgchörigen ein Minden man von hygienischem wie rechtlichem Schutz gewährleistet und den besonderen Interessen der weiblichen Bühnenangc- horigcn Rechnung trägt, durch Regelung der Kostümfrage sowie durch einen größeren Schutz der Mutterfchait, dem Reichskanzler als Material überwiesen. — Eine Bittschrift, den Arbeite' r i n n c n in P u tz g e s ch ä s t c n an Sonnabenden die Beschäftigung über d Uhr nachmittags hinaus zu gestatten, weil diese Einschränkung für die Putzgeschäftc Schaden im Gefolge habe, wurde dem Reichskanzler zur Erwäaung überwiesen. Das preußische Abgeordnetenhaus nahm den Gesetzentwurf betr. die Verböserung der Wohnungsverhältnisfe der Staatsarbcitcr und gering besoldeter Staatsbeamter in drittel Lesung an. Aus den hessischen Zinanzausschüfien. R B. Darmstadt, 14. Febr. Ter Finanzaus - schuß der Zweiten Kammer vollzog heute in Gegenwart ber Regierungsvertreter, SLaatsminister Ewald, Minister v Hom bergt. Geh. Rat Dr. Becker (als Vertreter des Finanzministers die Beratung des Gesetzentwurfs, betr. bie Tilgung der Staatsschuld. Nachdem Geh. Rat Tr Becker eingehend die Regierungsvorlage begründet und die Notwendigkeit einer verstärkten Schuldentilgung bargetan hatte, fand eine lebhafte Erörterung über bte hauptsächlichsten Bestimmungen statt. Eine Beschlußfassung Der Reitstagrwahttamps in Giehen-Grünberg-Nidda. Die Wahlgeschäftsstelle der Wirtschaftlichen Vereinigung bittet uns um Aufnahme nachstehender Erwiderung. 1. Das Wort von den „rheinhessischen Franzosen" wird nicht" „beifeile geschoben", sondern nur erklärt, wie auch in ber Langsdorser Versammlung geschah. Wenn die Freisinnigen glauben, cs gegen uns ausspielen zu müssen, so arbeiten sie mit illopal^'Mitteln. » 2. Die Zündholzsteucr wird von unserem Kandidaten bolamvn und dafür die T i v i d c n d c n st e u e r vor geschlagen. Es wird sich zeigen, ob der Freisinn für diese wirklich und allein das Kapital treffende Steuer zu haben sein wird. Es gibt Leute, die daran zweifeln. . ... . Wohl darf aber dazu bemerft werden, bafi ,vrci|utniflc und Liberale f. Zt. in der Kommission einer Petition für Einführung einer Streia Holzsteuer zustimmten, daß führende liberale Blätter iBerliner Börscnlurier, Magdeburger Zcttung, Hannoversch er Courier i, auch der Abg. Osann für diese Steuer eint raten. a.aß erst kürzlich der nationalliberale Abg. Wachhorst de Wende tm Reichstag erklärt hat, im Falle der Annahme einer brauchbaren Besitzsteuer hätte seine gesamte Frattion der Zündholzsteucr zu- gc stimmt. 3. Der Kasfcezoll lommt für den Kaffeepreis "bcnwwcnig ausschließlich m Frage, wie ber Kornzoll für Frucht- unb Brot- pceis. Der Weltmarkt gibt die Entscheidung. Wem aber haben wir das plötzliche Anziehen der Kafsecprcifc gerade in der letzten Zeit zu verdanken? Weshalb hört man in ber Freisiamspresse kein Wort von jenem „Raubzug" des Großspekulantentums des Staates Sao Paulo, dem der Staat Brasilien eine Anleihe von 300 Millionen Mark garantierte, um sieben Millionen Sack Ke ff ec dem Verkehr zu entziehen, aufzuspeichern und damit den gc'funfeuer. Kaffeepreis künstlich zu heben? Bon diesen 300 Millionen Mark Anleihe werden 4 0 Millionen an deut- I d- e n B ö r s c n untergebracht, und so bieten dieselben/ Leute zur jährlichen Ausbeutung des deutt'chcn Volkes um 100 Millionen die Hand, die mit ihrer grvßlavitalilttscken Lrgani- intion, genannt Hansabund, gegen die Parteien zu Felde sieben, b’c die undanlbare Aufgabe der Finanzrcsorm erledigt und das Reich zum Wohle unserer ganzen Vollswirtschaft aus der Misere gerettet haben. t ~ ... , Aber von der Börie redet der tyrenutn nicht, lein Kamvt gebt nur gegen „Ritter und Heilige". Das aber ist beileibe leine „Hetze"'! ., ., . , r , . Dock weiter! Der Reichsichatziekretar Lvdow hat )td) in öffentlicher Reichstagssitzung bahiit ausgesprochen, daß die An> regung zur Erhöhung des KasseezollS von s r c i f i n n t g e r Seite °U’9Se freisinnige „Wescrzcitung" hat sich mit Entschiedenheit für bic Erhöhung ausgesprochen: ber freisinnige Führer Müller-Sagau hat im Reichstag wochenlang ente von ihm heran sgegebciw Wochenschrift verteilen lafs.n, tu der eine Erhöhung des Kaffeezolles tu solchem Umfange gefordert wurde, daß daraus 80 Millionen Mark für das Reich herauskommen sollten, wahrend der fogenanntc, überhaupt nickt existierende „fchwarz-blane Block" nur 4'0 Millionen bewilligt hat. Tie tmfuuugen Abgeordneten Bormann und Packnicke sind dagegen sogar für einen Zicko- ri emo 11 also eine Belastung der ärmlten Leute curgctrctcn! 4 Die Branntweinliebesgabe wäre beseitigt worden, wenn nickü gerade die Freisinnigen das Branntweinmonopol, das die Regierung vorscklug und das den Wegfall jener Steuerrückvergütung bedeutet hätte, abgelehnt, haben wurden. .. 5 Daß die Freisinnigen, die,clb,t in unverantwortlicher Wcve persönlich hcnen" man lese nur die unfeinen Angriffe gegen unfern Bewerber im hiesigen Freisinnsblatt, bic kleinen Sckcrze bC‘3 Unterzeichneten in Bleichenbach als „Mio6bcit:n orbmaritcr ^orfe" bezeichnen müssen, wissen alle, die das wahre Gencht des Freisinns kennen. Wir warnen sie aber den Sogen zu über- )'canncii' Wir müßten ihnen sonst eine lange Lmc freisinniger Antisemiten vorhalten, von dem verstorbenen Abg. Len^mann bi- -u den Gießener Sladträten, von denen einer cm anttiemitlsches Weihnachts-Flugblatt ickricb, ein anderer ein »och auf bic Anti- femiten ansbrachte, ein dritter seinen Gesangverein als beionders gut empfahl, weil er keine Juden aufnehmc. Vidcant conmlcs! Die Wahlgci'chäftsstelle der Wirtfchaftlichen Vereinigung, Gießen, Eisenbahnhotel. Z. A.: Max Hesse, Parteisekrelär Die chinesischen ßinanzen. Soll daS Ricsenreich China innerlich gesunden und für ben sich immer mehr vorbereitenden Kampf mit Rußland ae rüst et fein, so gehören dazu in erster Linie gute Finanzen, ti nun die vornehmste Bedingung für eine geregelte Finanzwirtschaft ein geordnetes Budget ist, hat das chinefische Finanzministerium jüngst den ersten Versuch gemacht, ein solches aufzustellen, und eS auch dem Vorparlament unterbreitet. Es schließt in den Einnahmen mit 296 Millionen 7acls (ä 2,47 Mk), in den Ausgaben dagegen mit 333 Mitt. Taels ab, so daß es demgemäß einen Fehlbetrag in Höhe iwn 37 Millionen ausweist. Doch haben diese Zahlen keine 7echnungSmäßige Grundlage, weil es in China bisher an mein zentralen Rechnungshof, bei dem die Einnahme- und >lusgaoerechnungeu des GefamlreicheS zufammenlausen und geprüft werden, fehlt, so daß man lediglich auf Vermutungen und Angaben der Provinzgouverneure angewiesen ist. Wie lückenhaft und anfechtbar diese aber sind, ergibt nch zur Genüge daraus, daß im Gegensatz zu den amtlichen rxeftitellungcn die besten Kenner ber chinozischen Finanz- i'erhältnisse, nämlich der frühere Vorsteher des Seezottunte-', Hart, und der Leiter des statistischen Amtes, M o r i c, die Einnahmen und Ausgaben Chinas ganz anders unschönen. Der erste beziffert sie für 1911 auf 88 lwzw. 101 Millionen Taels, ber letzte auf 103 bezw. 136 Millionen Taels und fügt zur Erhärtung feiner Behauptungen hinzu, baß von den tatsächlichen Einnahmen, die er auf 281 Mill. Taels annimmt, nur rund ein Tritte! wirk.ich nach Peking gelange, während Bonnern übrigen ein Viertel in den Händen ber örtlichen und drei Viertel in den n b e n der Provinzialbehörden hängen bleiben. Wenn aber das Finanzministerium trotzdem auf bie Summe von 296 resp. 333 Millionen Taels kommt, so liegt das daran, daß es hier auf der einen Seite die Solleinnahmen und nicht die Jsteinnahmen dem Vorparlament bekannt gibt, während eS auf der anderen Seite die Jstaus- Ilaben in Berechnung stellt, wodurch die Unterschleife b?r ertlichen und Provinzialbehörden verdeckt werd.n Wenigstens lassen sich anders die gewaltigen Posten, wie Zivildiensl •23 Millionen, Schatzamt 2.5 Millionen usw, nicht erklären. ttr. 59 Erster Blatt 161- Jahrgang Mittwoch, \5.8edruar Der «letzener Anzeiger ® d m^ariick^5Pf.,vietter- W Gwßener AmeWk ÄÄ5einrareii ▼ ▼ I ■ 7,er..iorech.A..fch..., e: TM volitischen Teil: August tzeneral-Anzeiger für Oberyefsen LsWS Annahme von Anzeigen ßofationsörud und Verlag der Vrühl'schen Univ.-Buch: und Steinöruderei 8. Lange. Nedaklion. Erpedition und Druckerei: §chulstrahe Land'': E.Hcß; für den bis vormitmg?"^ Büdingen: Fernsprecher Nr. 50 Geschäftsstelle Bahnhofstraße ,6a. wwnteu: H. Beck. pflege in etnei* Sitzung gemein)ame Leitsätze ausgestellt, die der .Versammlung vorlicgen unb in denen gesagt wird: „Die schnelle Entwicklung der Städte und die Ausgestaltung des Verkehrswesens habet! auf dem Lande aus Unkenntnis einer richtigen Ernährungsweise und bei einseitiger Rücksichtnahme auf den Gelderwerb eine zu ft ft r f c Entäus; er nn g der eigenen Produkte, na- inentlich dec Milch, veranlaßt und dadurch in manchen Gebieten gesur.dhcitbedenkliche Veränderungen der Ernährungsweise bewirkt. Diese Erscheinungen können neben anderen bedauerlichen Ursachen zu einer Verminderung der konstitutiven Kraft der ländlichen Bevölkerung führen, wie dies für einzelne Gebiete bereits tatsächlich sestgestellt ist. Sollen das deutsche Bauerntum unb das Landvolk überhaupt für die städtische Regeneration und für die Wehrtüchtigkcit der Jungbrunnen bleiben, so sind eine Reihe von Maßnahmen notwendig. Für ihre Durchführung kommen vor allem die Bundesregierungen, insbesondere als Unterrichts- und Gcsundheitsbehörocn, die Land- wirtschastskammern, die larrdwirtschaftlichen Genossenschaften, die landwirtschaftlichen Vereine und die privaten Wohlsahrtsorgani- sationen in den einzelnen Verwaltungsgebieten in Betracht." In den Leitsätzen werden dann eine Reihe von Maßnahmen wirtschaftlicher und hygienischer Ratur sowie solche zur Belehrung der ländlichen Bevölkerung und zur Vertiefung der Kenntnisse über die ländliche Bevölkerung empfohlen. Dec Berichterstatter zu der Frage, Landesökonomierat Dr. Herz (München) meinte, daß wesentliche Aenderungen in der Ernährung der ländlichen Bevölkerung Deutschlands stattgefunden haben. Fast überall 'sei die Kost besser geworden. Aus dem Lande werde im allgemeinen mehr Fleisch, zumeist auch mehr Bier und mehr Obst, dagegen 'leider weniger Milch genossen als früher. Milch und Käse würden als die billigsten Eiweißquellen in der Stadt besser gewürdigt als auf dem Lande. Durch Mitarbeiten der einschlägigen Faktoren in Stadt und Land müsse man all- mählich ein besseres Verständnis für gesunde Ernährung wecken. Die Versammlung nahm einen entsprechenden Antrag an. Aus Stadt unb Land. Gießen, 15. Februar 1911. ** Tageskalender für Mittwoch, 15. Febr. Deutschnat. Handlrmqsgehilfenoerband: Vortrag des Herrn Schröder aus Köln: Pensionsversicherung der Privatangeslellten. Abends 91/« Uhr int Einhorn. Kauf m. Verein weibl. Angestellter. Diskus s i o n s a b e n d: Verkäuferin oder Kontoristin eine Standes- rage? Abends 8l/< Uhr Blockstraße 5. * **.Landesuniversität. Nachdem Professor Dr. Erhard Schmidt in Erlangen den Ruf auf den Lehrstuhl der Mathematik an der Universität Gießen als Nachfolger des Geh. Hvfrats Prof. Pasch abgelehnt hat, ist auf den Lehrstuhl der o. Professor an der Deutschen Technischen Hochschule in Prag, Dr. Gerhard Kowalewski, berufen worden. Geboren 1876 zu Alt-Järshagen bei Schlawe in Pommern, auf dem Gymnasium zu Graubenz ausgebildet, studierte er zunächst in Königsberg, hauptsächlich Mathematik unter Hilbert und Minkowski, daneben Philosophie und erhielt dort für seine Arbeit: „lieber Kants Raumargumente" den Schreiberschen Kantpreis. Dann setzte er seine Studien in Greifswald und Leipzig fort. In Leipzig, wo er sich eng an den großen norwegischen Mathematiker Sophus Lie anschloß, erwarb er auch 1898 den Doktorgrad und habilitierte sich ebenda ein Jahr darauf für das Fach cher Mathematik. 1901 wurde Kowalewski als a. o. Professor nach Greifswald und 1904 in gleicher Eigenschaft nach Bonn berufen. Einen Ruf als ordentlicher Professor an die Bergakademie zu Clausthal als Nachfolger von Prof. Dr. Horn lehnte er 1907 ab und siedelte Ostern 1910 an die Prager deutsche Technische Hochschule als Ordinarius an Stelle von Prof. Anton Grünwald über. Ein großer Teil seiner Arbeiten bezieht sick) auf den Ausbau der von Sophus Lie geschaffenen großen Theorie, insbesondere die Theorie der Transfor- mationsgruppen. Er veröffentlichte die Werke: „Grund- züge der Differential- und Integralrechnung"; „Einführung in die Determinantentbeorie, einschließlich der unendlichen und der Fredholmscyen Determinanten"; „die klassischen Probleme der Analysis der Unendlichen". Außerdem besorgte Kowalewski eine deutsche Ausgabe der „Geo- metria intrinseca" des italienischen Mathematikers Ernesto Cesäro. ** O r d ensung elegenheit en. Der Großherzog hat den nachbenannten Personen die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen der ihnen von dem König von Preußen verliehenen Auszeichnungen erteilt: dem Post- direktor Blaß zu Darmstadt für den Roten Adler-Orben 4. Klasse und dem Oberbriefträger Joh. Müller in Mainz S"ir das Preußische Allgemeine Ehrenzeichen. Ferner hat er Großherzvg dem Geh. Oberregierungsrat und Vortragenden Rat im Reichsamt des Innern Bernh. Jaup zu Berlin die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm von dem König von Sachsen verliehenen Komttir- kreuzes 2. Klasse des Albrechts-Ordens erteilt. — Der König von Preußen hat dem hessischen Regierungsrat Krug von Nidda zu Mainz und dem hessischen ForstKttttfi, Wissenschaft und Leben. — „Der Bettler von Syrakus" nennt Hermann Sudermann seine neueste Bühnendichtung, ein Versdrama, eine Tragödie in fünf Auszügen nebst einem Vorspiel, das zur Zeit der Kampfe zwischen Griechen und Karthagern um die Herrschaft über Syrakus spielt. Sudermann, der Bühne gegenüber vorsichtig zurückhaltend, — der im vorigen Jahre auf den deutschen Bühnen weitaus am häufigsten aufgesührte modernen Dramatiker darf sich diese Zurückhaltung gestatten — hat, wie der B. B. C. meldet, sein^iWerk den Bühnen noch nicht übergeben. Die Besetzung der Titelrolle, eine echte Mitterwurzer- oder Kainz-Duf- gabe, mag auch einige Schwierigkeiten bieten. — Schwere Anklagen gegen die Gräfin Tolstoi werden in Moskauer Blättern erhoben. Es wird dort erzählt, daß die Gräfin, die als sehr geizig und geldgierig geschildert wird, ihrem Manne die letzten Lebenstage verbittert habe, und daß er nur deshalb aus Jasnaja Poliana entflohen sei, weil er mit ihr nicht mehr habe zusammen leben können. Dte Bauern von Jasnaja Poljana kamen oft heimlich zu Tolstoi und beklagten sich bei ihm bitter über die Härte der Gräfin, die alle, die auf den Feldern des Grafen ihr Vieh weiden ließen oder in den Wäldern des Grafen Reisig sammelten, aufs strengste bestrafen ließ. Eines Tages mußte der Graf ru seinem großen Schmerz mitansehen, wie der Zirkassier, den die Gräfin als Waldtzüter angestellt hatte, ,an einem Stick einen Bauern wie ein Stück Vieh hinter sich herschleppte: der Mann hatte das große Verbrechen begangen, in dem Gutswalde dürres Holz auszulesen. Der Bauer war ein guter Bekannter Tolstois, der mit dem klugen Manne ost über die Existenz Gottes unb über religiöse Fna0cCn 5U frechen pflegte. Tolstoi bat den grausamen Zirkassier fast flehentlich,^ daß er den armen Bauern freilassen möge. Der brutale Waldhüter beschimpfte jedoch den Grafen und nannte ihn, angeblich im Namen der Gräfin, eilten „alten Narren". Tolstoi ^^ann laut zu weinen, und lief mit dem Bauern bis zum Gutshof nut: hier brach er erschöpft zusammen und mußte bann mehrere -tage das Bett hüten. Die Gräfin v,erbot ben Bauenr nuch, Erdbeeren und Pilze in ben Wäldern -fru. sammeln: wer bei solchen Beschäftigungen ertappt wurde, imube sofort als Dieb zur ArtzeigL gebracht, Mes das wirkt« aut Tolstois Gemüt meister Ludw. Neuschaser ebendaselbst den Roten Adlcr- orben vierter Klasse verlieben. ♦* Pfarrperfonalten. Der Großherzog hat den von dem Grafen zu Erbach-Erbach auf die erste evang. Psärrstclle zu Reichelsheim (Dek. Erbachs präsentierten Pfarrverwalter Ludw. K l i n g e l h ö f f e r daselbst für diese Stelle bestätigt. * • Hofjunker. Der Großherzvg hat den Referendar Adolph Freiherrn von Gemm in gen- Horn berg zum Hof- junker ernannt. * • Da§ Wahlbureau für die Kandidatur Dr. Werner befindet sich von heute ab im Eisenbahnhotel in Gießen, Friedrichstraße 4. (Siehe Anzeigenteil der heutigen Nummer). • • Im Kunstvercin wird eine Kollektion Ge- inäldc des MalerZ Geh. Hofrat K u e h l - Dresden zur Ausstellung gebracht. Es ist daß erste Mal, daß der Künstler hier mit seinen Arbeiten vertreten ist. Wie schwer eine solche Kollektion zu befommen ist, beweist, daß schon im Januar v. I. bie Vereinbarungen getroffen wurden, daß für Februar 1911 eine Kollektion für den Kunstverein Gießen vorzumerken sei Kuehl's Bildern wurden auf allen Kunstausstellungen im Jn- lande und Auslande die höchsten Auszeichmingen zu teil. Die Natwnal-Galerie Berlin und Pinakothek München haben eine große Anzahl seiner Werke aufzuweisen. Es sei daher schon jetzt auf diese interessante Ausstellltng, die am Sonntag eröffnet wird, hingewtesen. ** Eine heitere Begebenheit lockte dieser Tage auf dem Gießener Bahnhof eine große Schar Neugieriger auf den Bahnsteig. Zwei Gendarmen warteten mit zwei männlichen Sträflingen und einer verhafteten Frauensperson auf den Zug, der nach Neustadt- fährt. Ein Bauer aus dem SchNxrlmgrund fand sich in seiner altdeutschen Tracht auch auf dem Bahnsteig ein. Er wandte sich an die Männer des Gesetzes und diese erklärten, daß sie auch nach Neustadt fahren' wollten. „Do kann ich jo met uch faorn", sagte der Schwälmer. Da hielt auch schon der Zug, der noch einen Gendarmen mitbrachte. Die beiden ersten Gendarmen stiegen mit ihren Gefangenen ein. Als nun hinterdrein der Schwälmer auch auf den Gefangenenwagen stieg, nahm ihn der neue Gendarm in Empfang und wollte ihm auch Fesseln anlegen. Das schallende Gelächter des Publikums und das Gezeter des Schwälmers klärte ihn bald auf. Entrüstet wandte er sich an die Männer der Ordnung: „Bo auch will ich naut mt messe, ich fahr met ordentliche Leu." Sprachs und verschwand im Abtei- 4. Klasse. ** Maul- und Klauenseuche. Neue Ausbrüche der Seuche sind gemeldet aus B r e i s a ch, Baden; Neuenbürg und Lomersheim, Württemberg. Landkreis Gießen. -----Großen-Buseck, 13. Febr. Der Wetterau - 2a hngau-Sängerbund hielt am 12. Februar im Saale ber „Germania" feine Jahresversammlung ab. Der Vorsitzende, Lehrer B u ß - Leihgestern, gab einen kurzen Bericht über das verfloßene Geschäftsjahr. Anknüpfend an die Worte des Liedes: „Was uns eint als deutsche Brüder", das als Masieuchor neben einem weiter gewählten Chor: „Frühlingsfreude" von W. Gernhardt-Gießen, in 1911 vom Bunde als Massenchor geübt wird, forderte der Vorsitzende die Versammlung auf, zur Hebung des deutschen Liedes und zur Einigkeit in den einzelnen Vereinen und im Bunde nach besten Kräften beizutragen. Die RechnungSadlage ergab einen Zuwachs an Barvermögen. 2(CIc auf Grund der Satzungen ausscheidenden Vorstände wurden tviedergewählt. Neugemählt wurde der 2. Vorsitzende und zwar Herr Größer-Großen- Bufeck. Das Andenken des verstorbenen 2. Vorsitzenden I. Bolte-Lollar ehrte die Versammlung durch Erheben von den Sitzen. Neu in den Bund ausgenommen wurde der Gesangverein „Eintracht"-Wieseck. Durch Abstimmung fällt das diesjäyrige Bundes-Sängerfest im Juli nach Lollar. Liedervorträge der Bundesvereine „Germania"-Großen-Buseck und „Eintracht"-Leihgestern trugen zur Unterhaltung der Versammlung wesentlich bei. ---Muschenheim, 14. Febr. Gestern abend sand die Hauptversammlung des Landw. Konsumvereins statt. Der Direktor teilte mit, daß der Anfang von 8 auf 7 Uhr verlegt werden mußte, da um 9 Uhr in dem Lokal eine öffentliche Versammlung der Reichstagswähler stattfinde, in der sich der Kandidat der Wirtschaftlichen Vereinigung vorstellen wolle. Die Versamm- luna, die sehr stark besucht war, wählte als Rechner an Stelle des Lehrers Günther. Herrn Karl Eller I., das seitherige Vorstandsmitglied Hch. Weisel II., dec Präsident des Aussichtsrats Wilhelm Schwarz, sowie die Aufjichtsrats- Mitglieder Karl Weisel II., Heinrich Hofmann II. und Wilhelm Leschyorn II. wurden durch Zuruf wiedergewählt. Es wurde beschlossen, von dem diesjährigen Ueberschuß an die Mitglieder 5 Prozent Dividende zu verteilen. 51 rciS Büdingen. -1-. Büdingen, 14. Febr. Am hiesigen Wolfgang. Ernsl-Gymnasium haben am 9. d. Mts. 15 Ober-Primaner die Abgangsprüfung bestanden. Fünf wurden von der mündlichen Prüfung befreit. Von den nachbenannten Abiturienten widmen sich der Theologie: Lutze aus Gelnhausen, Jul. Strack aus Orleshausen; der Heilkunde: Block und Rapp aus Büdingen, Henrich aus Düdelsheim, Meier aus Obec-Mocksiadt, Schmitt aus Lindenfels, Veith aus Friedberg; der Forstwissenschaft: Haacke aus Büdingen; bei Landwirtschaft: Friedr. Strack aus Orleshausen und NoS aus Düdelsheim; der höheren Handelswisfenschaft: Loebenberg aus Wächtersbach; der Alt-Philologie: Kraft aus 9libba; dem Militär: Clauß aus Langenselbold und der Marine: Koeniger aus Schotten. Kreis Friedberg. L Bad-Nanheim, 14. Febr. Die Arbeiten an der Herstellung der drei Sprnd elum sassu n ge n werden emsig betrieben. Jetzt sieht man, wie wundervoll die weißen Kalksieinumfastungen der Sprudel mit den Gebäuden be§ Sprudels harmonieren. Die gärtnerischen Anlagen im Sprudelhofe werden ebenfalls schön werden. Mit ihm wird man in einigen Wochen beginnen. nt. N iedcr-M örlen , 14. Febr. Pfarrverwalter S chnell ist als Pfarrer nach Holzhausen versetzt worden. An feine Stell: kommt Pfarrer Dietewich aus Pfeddersheim. Dem scheidenden Pfarrer Schnell, der sich hier großer Beliebtheit erfreute, brachten die Vereine am Montag abend eine Ovation. Die Einweisung des neuen Pfarrers erfolgt am Donnerstag nachmittag. — XSin eigentümlicher Fund wurde in den Usawiesen am Promcnadeweg nach Nauheim gemacht. Ein Federbett mit Kissen wurde durch Kinder aus einem großen Drainagerohr gezogen und niemand weiß, wie dies dahin gekommen und wem dasselbe gehört. Es wird vermutet, daß es von einem Diebstahl herrührt. m Ober-Mörlen, 14. Febr. Welch große Opfer unsere Gegend für Vernichtung der Vdäuse unb Hamster bringen muß, beweist die Tatsache, daß unsere Gemeinde im Herbst v. Js. über 7000 Mark dafür aufwenden mußte. Um diesem Uebelstand auch int Frühjahr tvirksam entgegenziitreten, müssen abermals einige tausend Mark aufgewendet werden, sonst bleibt von ber Aussaat nichts übrig. Nieber-Mörlen hat für Vernichtung dieser Landplage über 3000 Mark, Bad-Nauheim beinahe 4000 Mark, Steinfurth über 3000 Mark aufgewendet. Und doch macht sich allenthalben keine Verminderung bemerkbar. m. Steinfurth, 14. Febr. Die Bodenpr «r'se haben durch die Rosenkultur eine Höhe erreicht, wie sie in der ganzen Wetterau nicht mehr vorhanden sind. Ein Eigentümer verkaufte kürzlich 24 Normalmorgen Land für über 80 000 Mark und hot trotzdem den Zuschlag nicht erteilt. Die Pachtsummen für beit Normalmorgen sind von 35 Mark auf 55—60 Mark gestiegen und dabei ist kaum Gelände zu bekommen. Hessen-Nasjau. 2$. SchweinSberg, 14. Febr. Zu dem gemeldeten Eiub ruchs di eb stahl bei dem hiesigen Pfarrer ifl noch zu bemerken, daß der oder die Diebe, um in das Zinnnec zu kommen, einen in einem Nebenhaufe stehenden Sarg benutzten und diesen, um nicht entdeckt zu werden, in die Stube zogen und dort sieben ließen. Sie erbeuteten etwa 300 Mk. in Papier, Gold und Silber, mehrere goldene Ringe und einen KrönungStaler. Dem Polizeihund aus Wetter ist cs nicht gelungen, eine richtige Spur zu finden. * Au s dem Kreise Biedenkopf, 14. Febr. Güte in Hatzfeld abgehaltene, zahlreich besuchte Versammlung beschäftigte sich mit dem Projekt, den nördlichen Teil des Kreises Biedenkopf durch eine Bahn, welche das Lahn- mit dem Edertal verbindet, zu erschließen. Es wurde ein diesbezüglicher Beschluß gefaßt und eint Kommission gewählt. Die Bahn soll von Biedenkopf pus über Eifa oder Weisenbach nach Hatzfeld führen. . ,, -. ■ .......— ' 1 Das Ende der Pfeil-Affäre. v. Pfeil und Klein-Ellguth, Hauptmann im 129. Infanterie-Regiment zu Graubenz, der wegen Mißhandlung feine ersten und feiner zweiten Frau in mehrere Prozesse verwickelt lvar, ist Ende Oktober v. Js. vor den Ehrenrat gestellt wordw unb dieser hat auf Abschied unter erschwerten Bedingungen erkannt, nämlich auf schlichten Abschied ohne Pension unb unter Verlust d es Rechtes die Uniform unb ben Titel Hauptmann zu tragen. Ter Kaiser hat jebodi nach Vorlegung dieses Spruchs von seinem Beg na d i a ungs- recht insoweit Gebrauch gemacht, als er dem Grafen Pfeil den Titel Hauptmann a. D. beließ. Der Pensionsverlust und bie Aberkennung der Uniform bleibt jedoch bestehen. — Gras Pfeil war bereits nach Ginleitung der verschiedenen zum Teil noch schwebenden Strafverfahren des Dienstes entsetzt worden, erfchicn aber noch zu der letzten großen kriegsgerichtlichen Verhandlung im Juli 1910 vor dem Gericht der Königlichen Kommanbantur in voller Uniform. Er hatte sich damals wegen Mißhandlung ganz furchtbar ein; dazu kam noch, baß er sich — ob mit Recht ober mit Unrecht, mag bahingestellt bleiben — einredete, daß seine Frau ihn nach unb nach zu isolieren unb von bem Verkehr mit ber Außenwelt fernzuhalten suche. Diese Wte veranlaßten ihn, ein Ende zu machen und sich non der Lebensgefährtin loszusagen. — Lvic Fullers Lichtkleid. Die Tänzerin Loie Fuller, die als Erfinderin der Lichttänze berühmt gemorbtn ist, hat sich burd) bie Erfindung des Radiums so fesseln unb begeistern lassen, daß sie aus ihr auch für "den Bühnentanz dkutzen ziehen wollte; sie richtete zu biefem Zweck in ihrer Wohnung im Quartier Latin zu Paris ein vollständiges chemisches Labora- torium ein und ließ sich bei ihren Forschungen über neue Lichteffekte von einem alten Gelehrten gute Ratschläge geben. All ihre Forschungen verliefen jedoch resultatlos; ficjjat dieser Tage einem Londoner Mitarbeiter des „Piceolo della Sera" mitgeteilt, baß sie sich von ber llnausführbarkeit ihres Planes, bas Publikum mit Radiumtänzen zu überrafchen, überzeugt habe. Ihre chemischen unb physikalischen Studien hätten sie jedoch zu Forfchungen übet gewisse phosphoreszierende Substanzen geführt, und sie habe auf diesem Gebiete Erfolge gehabt, bie überall Bewunberung erregen dürften. „Ich habe mit", so sagte die Tänzerin, „ein leuchtendes Kleib her^estellt, das soviel Licht ausstrahlt, baß bei meinem bloßen Erscheinen auf ber Bühne des verbunkelten Tcheaters der ganze Saal bis in die entferntesten Logenwinkel nur durch das Kleid taghell erleuchtet werden wirb. Das Lickst wird so intensiv sein, baß alle Zuschauer, selbst bie auf der Galerie, bei seinem Schimmer ohne jede Anstrengung unb Ermüdung ber Augen bie Zeitung und in ber Zeitung auch die kleinen Anzeigen werden lesen können." Auf die Frage, wie sie biese wunderbare Leuchtkraft des Kleides erzielt habe, antwortete Loie Fuller, daß bas Gewand mit bestimmten phosphoreszierenden Salzen bestreut und durchtränkt fei; es werde zuerst ein violettes Licht ausstrahlen, das bann stufenweise, aber ziemlich rasch sich in blaues unb zuletzt in weißes Licht verwandeln werde: dieses rveiße Licht werde als Wunder aller Wunder bald in der ganzen Welt Aufsehen erregen. . . . Mau wird ja sehen! — Eine Erntemaschine für Baumwolle. Dor kurzem ist einem in Boston lebenden «Irländer namens George A. Lowry eine Erfindung gelungen, mit ber sich viele Techniker vergeblich abgemüht hatten. Es handelt sich um eine Baum- woll-ErntyMÄML, mit b-a ein unseftfeute Shaabc tnermtbd^ viertelmal so viel Arbeit leisten kann, als ein mit ber Hand arbeitender Mann. Fachleute haben berechnet, daß die norbameri-' lanischen Baumwollstaaten von den 100 Millionen Dollar, die siee jetzt für bas Ernten ber Baumwolle ausgeben, künftig mit Hilfe ber Lowryschen Vorrichtung 75 Prozent ersparen werden. Daß bann auch ein beträchtliches Sinken ber Baumwollpreise ein* treten muß, ist selbstverständlich. Der Mechanismus der Erfindung ist ein sehr einfacher. Er wirb burd) eine, von einem Mann bediente Gasolimnaschine von 4 H.P. getrieben. Auf der Maschine sitzen vier Burschen, von denen jeder mit zwei 4 Zoll langen mechanischen Armen aus Aluminium versehen ist, deren Leichitgkeit und Ausfülirung es ermöglicht, sie ohne jede Schwierig Text nach jeder gewünschten Richtung zu bewegen. An diesen Armen entlang läuft ein endloses Band aus Tuch und Gummi mit einer Geschwindigkeit von 110 Metern in der Minute: es ist mit Haken besetzt. Berührt die Vorrichtung auch nur einzelne Fasern einer Baumwollkapsel, so genügt bas zur Entfernung des ganzen Inhalts ber Kapsel. Die Wolle passiert rasch bas Band, bis sie ein; Bürste erreicht, von der sie in einen zu ihrer Aufnahme bestimmten Behälter gefegt wirb. — Ku rze Nachrichten aus Kunst u.Wissen sch ast. Das von Oberleutnant Filchner erworbene Schiff „Deutsche land" ist nach einer gründlichen Veränderung für die Südpolreisi von Sandejoerb nach Hamburg äbgegangen. — Vor. Kapitän I. C. Berni er, der im! vorigen Sommer Kanada ver> lassen bat,, um bie Nordwe st durchfahrt auszuführen, tf: jetzt die erste Nachricht eingetroffen. Er teilt darin mit, daß ec von Winter Harbour an der Südküste ber Melvilleinsel, wo cr- bereits vor zwei Jahren den Winter zubrachte, in die Me. Elurr einbringen wollte unb noch vor Beginn bes Winters 1910/11. bu Herschelinsel an ber Mackenziemündung erreichen wolltt. Hrei wollte er den gegenwärtigen Winter zubringen. Andernfalls gedachte er wiederum im Winter Harbour zu überwintern. Ld bet erste Plan geglückt ist, kann man natürlich erst im kommenden Frühjahr erfahren. — Geheimer Regierungsrat Wolfgang v. Oettingen, Direktor des Goethe-Nalional-Museums, wurde anstelle des verstorbenen Geheimrats Dr. S n p haN zum D t re t« tor des Goethe-Schiller-Archivs ernannt. B Jjfjiin'9 Md eingele>'et- betraut ivorde»- . SSs Stob, - Mm., y W w ‘J'wdien Steh 70 feiern, 32 6fto. Reisig, •®<6ld)ibauien tie A ÄFe ''"d . Qn Mi iu ReAardsh ®te&en,, Ö • § mV??'® 26 » 28 s -Sy,« 7 %‘Wt lü »m Men- 8Nnfe[6, ' Eine Ge storben W- U Mt rmd M ßr ein W &n Zärtl"W Meskranke m c $uppe mt na) Mzeua ntemal ilit demselben ge * hunger! Menen S)imget to seinen cinu tanner feiert mr 5 ivahrend 80 neben wird, darin aifimmen. ,Dr. jfligung, daß er tat Erreichen se Asicht, sÄ zu Di tätigen Wnümge He beste Taktil * Na mar spielte sich dieser Allein ab, eine mite. Ein Evl bühner mit eine gar streitsüchtiger Mchen und sie Wer zeigten di die Schlvanzseder üirgenS umring hüspascha. Das Mg's über ihn 1 sürdigste bei der iiitij beteiligten; «fceren zusammc «i! diesen Borg rdnaten Eheman 'Napoleo hboleon nach de Mkreich mit lei unb nn tza Wnbe von Tleü ^Landsleute d Ahmten Qener Smge sah man । Farbe zu Hause ’WH- i glufnaW u dem gemelbrel |tn Pfarrer ill nx H m in daS 3>im| stehenden 6org h I -erden, in die Ml eten etwa 300 . olbene ffingty uS Wetter ist *$£• erteilt * iigtn ,n Anlagki,,! • Mil ihn. I ^MvalterLj,, I m- Sht feine 8^1 • Dem scheel '»erneute, br&l n- Die Ginmi;Q| nachmittag I am PromeiM^I Kissen wurde i-l Sogen und nianl dasselbe gehört || rührt. cd grobe Loser J itb vamsler braal rde im tzerbsi t I m diesm Uebdhtl i, müssen flbex'l ionft bleibt mm d r Vernichtung!»l beinahe 400U M Und doch mch -dcnprer'se tyJ ie sie in bet gar.-] Eigentümer ueilm] 0 000 Mark unb rl achtsllmmen jüi!: -60 Mark gntitt- 5*. yM irlidj^; Sol'y i, u. W t\ ihte Dnsamm )txt nördlit >utd) eine Bandet, zu erschür? 5 gefaßt und- ion Biedenkopf- ^führen. _ M pauptmnn im ii Mißhandlung t « «mit ä«W£ »tixricit )ic Unit«;”;. Ser nt'c^roDKrhan^ LZZ ausgeb^ ntdt * ?! durchs' !ir; Jeher NN 5 -r. «q. ' nurmit echten HeitmanrüFarben Schutzmarke: Fuchskopf im Siern 8'°', W c i a a n b. Dalt 1096 404 26 5000 3700 1C5 Nm. Buckcn-Sdieitholz 2 R n. (en--StMnine 4. Kl., 30—32 Etm. Dchnr — 0,89 Fstm. 7 Erchen-Stämme 5. Kl., 25—29 Etm. Dchm. — 3,46 Fstm. 10 Eicken-Stämme 6. Kl., bis 25 Etm. Dchm. -- 2,87 Fstm. 85 Stück Ficht Paris bleiben, wurde bem Papste Pms VII. vor gestellt und (wttc auch eine lan^c Audienz bet der Kaiserin Josephine, die der guten Camilla Diamanten schenkte. Als die alte Amme nach Aiaeeio zurückkehrte, brachte sie 10000 Franks mit beim, und zugleich das verbrieste Neckt auf eine Pension von 4600 Franks im Jahre. Aber die Wohltaten N d s Aüer- bauö mit großer Mehrheit dem Kriegsminister Schcich ul Islam einslimm g ihrBertrauenanö. Tem B a uten» minister wurde mit 70 gegen 13 Stimmen, dem Unter- rich tsminister mit 56 gegen 33 stimmen ein M i ß - trauensvotum erteilt, lieber den Minister des Aeußcrn sand feine Abstimmung statt, da eine Erklärung des Großwcsivs dem Obmann mitteilte, daß der Minister eine Persönlichkeit fei, die sein Vertrauen genieße. Der Bautcnminister und der Ilnterrichtsmintster sollen cnifge» fordert werden, ihre Entlassungizu nehmen, da sie sonst durch parlamentarische Anfragen ober während der BudgetauS- spräche gestürzt würden. Die feit den Anleiheverhandlungen zwischen dem Finanzminister und der Ottommrbanf bestehenden Reibungen wurden behoben. Die Bank ermäßigte die Zinsen des eine Million Pfund betragenden Kontokorrents des Ministeriums von 7 auf 0V2 Proz Authentischen Nachrichten zufolge wird der Sultan im Mai nach Albanien reisen. Der Generalstabschef I z z e t P a s ch a wurde zum Kommandanten des Expeditionskorps im Jemen ernannt. Holzversteigerung. Dienstag den 21. d. M., vormittags »'/, ttbr, werden im Gasthaus von Herrn Mar Bedcr zu Belteröbain aus dem Distriti Brcitelob versteigert: . RO Ltömme: 28 Kiefern 4. Kl. — 16,69 Fstm., 58 Kiefern o. ÄL — 20,65 Fstm, 7 Lärchen 5. Kl. — 1->6 Fitm.^ 11 Achten 3. Kl. -- 12.69 Fstm- 18 Fickten 4. Kl. = 17,65 Fstm., 53 Fickten 5a. Kl. - 30,89 Film. 178 Fichien 5b. Kl. 47,04 Fstm. Tcrostangcn: 2 Lärcken 1. Kl. — 0,18 Fstm., 116 Fickten 1. Kl. - 8,45 Fitm., 155 Fickten 2. Kl. - 4,41 Film, und 170 FichiewReisstangen. Sckcitcr, Rm.: 6s Kielern, b Fichten: Knüppel, Rm.: 10 Bucken, 4 Eicken, 70 Kiefern. 32 Fickten: Knüvvcl-Reina, Rm.: 72 Kiefern, 18 Fickten: gew. Reisig. Rm.: 146 Bucken. 22 feidicn, 2 Kiefern, 10 Fichten (Schichtliauieni. Stöcke, Rm.: 2 Buchen, 54 Kiefern, 39 Fiditen. Die Nummern der zur Berucigerung kommenden Kiefern- Holzversteigerung. mcindcwald Salzböden, Diitr. 5a u. 2b Juinid, 7b Greußen, 14 Schottenholz u. Totalität zum ^rtaur (Sichc' »8 Stamme 3 u. 4 Kl. — 29^8 Festm., 2 Rm. ^cklckt nuhbolA‘^VtL, 1° Rm Scheit, 20 Rm. Knüppel, 130 Rm. Reiser. Uckc- I Slamm 3. Kl. « '^57 Festm., 54 Rm. Sckett, Rm. Kumpel. 1 Rm. Siodbolz, 8^Rm. Reiser. Nadelholz: ^Stamme 2., 3-, 4. Kl — 3L02 Festm, 69 Stangen 1. bis 5. Kl. — 2,21 Festm., 2 Rm. Knüppel, 2 Rm. Tckeit, 21 Rm. Reiser. Kroidor», den 14. tycbruar 191L ® - w Der Bürgermeister: Braun. ■KB neucuer ckinc- 4 äs 'ischer Ernte. 3 «WBesteGeschmods- ■ D» MW Mischungen,ver W lall schied.Preislage ■ v^? und Packung, aiöler Drogerie Seltersweg 39. Otto Schaak. 817 a Städtische^ Friedrichs - Polytechnikum zu CÖthen (Herzogtum Anhalt) Neu eingerichtete Stadien-Abteilungen: Handelsingeuiearwesen, Znckertechnik. Besinn des Sommer-Semesters am lü. April 1911. Das Verzeichnis der Vorlesungen und Uebunsen für das Sommer-Semester 1911 kann kostenlos durch das Sekretariat bezogen werden. ssl0/e Der Direktor: Divl-Jng. Prof. Dr. Foehr. (ßcricboiaaL cL Pfaffensck wabenheim, 14. Febr Eine Ent scheidiing von prinzipieller Bedelltuna für alle Vereine hat das Reick« geeicht In einer den hiesigen Turnverein an« gehenden Angelegenheit gelallt Jin Jahre 1908 hatte der Verein da« Gauturnlest des Gaues Rheinheffen übernommen. TaS Feit wurde m der üblichen Weife durch Schießen von Böllern am Vorabend eingeleitet. Mit bem Abichießen war der Spengler Hörbrand betraut worden. Ter Mann führte feine Tätigkeit auch aus, le,der aber zersprang einer der Böller unb der Spengler wurde furchtbar ■ zngerichtet Ein Arm wurde zerschmettert und mußte abgenommen werben, der Leib wurde ihm aufgeriffen und monatelanges Siechtum war die weitere Folge. Der Aermste wurde gänzlich eriuerh5- nn’äbia und stellte nun an den Tunwerein Haftpflichtansorücke. Der Prozeß wurde zwei Jabee lang burdiaefübrt und jetzt bat bas Reichsgericht das Urteil gefällt, daß der Turnverein entweder eine lebenslängliche Rente von jährlich lb'»0 Ult ober eine einmalige : Grosse VoIHs-Vorstelloag des Der Vorstand. 1088 Eintritt frei! Eintritt frei! D"/2 Fische 3 ff ff Rhein. Kaufhaus Gesellschaft ff ff Durchmesser // ff Q IB1^ 1084 Der Vorstand. 3. Pfd. 50 Pfd. 35 Pfd. 24 Orchester: Cembalo; Orgel: Die Dem Dirigent: Solisten: 40—49 50-59 40-49 30-39 ff ff Pfg. Pfg. Pfg. Pfg. Neuen Baue 17 Frankfurter Strafte Herr Universitätsmusikdirektor Professor Gustav Trautmann Frau Sophie Schmidt-Jilin" aus Darmstadt (Sopran) Fräulein Clara Lion aus Frankfurt am Main (Alt) Herr Anton Kohmann aus Frankfurt am Main (Tenor) Herr Otto Schwendy aus Berlin (Bass) Der Akademische Gesangverein unter gefL Mitwirkung der Evangelischen Mädchenchorschule und der Evangelischen Knabenchorschule Das Konzert-Orchester des Palmengartens zu Frankfurt a. M. Herr Assessor Curt Blumenau Herr Organist Otto Gör lach aus Giessen Bratfchettfische Holl. Augelschellfische Pa. Nordsee-Kabliau HL •nlf Mädchen-Vereins Theater, Gesänge, Reigen, Vorträge Souutaa den 19. Februar, präzis V-4 Uhr, in 50 ' 5,2 45 birb Marie geb. Bender in Hungen Inhaberin der Firma. Prokura der Christian Jokcl Ehefrau ist erloschen. Georg/Jokel ist Prokura erteilt. Hungen, 30. Januar 1911. Großh. Amtsgericht. GASMOTOREN-FABRIK DEUTZ . FRANKFURT%. S3BK J Sieb, den 10. Februar 1911. Großh. Bürgermeisterei Sieb. Därme r. Die glückliche Geburt einer Tochter zeigen hocherfreut an Oberförster Schaefer und Frau geb. Schuchard. Mittwoch den 22. Februar 1911, abends 5% Uhr, mit einer Hauptprobe: Dienstag den 21. Februar, abends 51/2ühr, in der Stadtkirche Achtes Konzert Erstes Chor-Konzert Eintritt IO Pfennig. Kinder 5 Pfennig. Wer mehr gibt, dem sind wir sehr dankbar. Oratorium in drei Teilen von G. F. Händel -----------Zum ersten Male in Giessen .....— ■— Drucksachen aller Art Ausstattung stilrein u.preiswert - die ßrühl'sche Univ.-Druckerei AS. J ILiebigshöhs grotzes karnevalistisches Luch toir den Ilnlcrseeboot U. Sitte! für die H Sil Stolz erkci aicrer Marine c ü'oet auf dem ' dichierunq zu ei Sir werden uns Staaten so, solai film wird. T c Ssncii also erst v. Nrüstuuasm Ä stellt. Englai Äen sicherlich wi visch gewesen. Liebigshöhe. Donnerstag““?,? Kaffee-Konzert Eintritt 20 Pfg. (269 Kaus.Ltreinweibl. Angestellt. Plockitrafte 5III Diskusionsabend.: Mittwoch den 15. Februar 1911 abends 8>/a Uhr. Referentin: Frau M. Schmidt Thema: Verkäuferin od. Kontoristin eine StandcSfragc? Alle Mitglieder, sow. alle Buchhalterin., Filialleiterin., Kassiererin., ftoteriitin. u. Verkäuferin, werden sreundl. um ihr Erscheinen gebet. 5 187. SÜ“ to « Präsiden j fit 15 Die zw Liebig I liefern schnell und billig eine Tasse gui-e Fleisch’ brühe, Bekanntmachung. In unserem Handelsregister A. wurde der Firma Chr. Jokel in Hungen eingetragen: An Stelle des verstorbenen Christian Jokel ist nunmehr die Christian Jokel Ehefrau, Buchen-Stämme 2. „ 3. lief bei vrrsia «nn ein Strien -MN stellen Ihr unsere J« M'Oände l ^Ntunfl bat Wilich ttiti) no( M vt- Hofs in diese Ritter und vom 20. Februar ab alle Karten bei Herrn Kaufmann Louis Lind, gegenüber der .Stadtkirche. Zur Hauptprobe Mk. 1.50, für Mitglieder (nur bei Chai 11 er) Mk. 1.—. Schülerkarten Mk. —.50. Ocffnnng der Kirche 4^/i Uhr. vI5/2 Es empfiehlt sich Texte u Programme möglichst frühzeitig sich anznschaffen DeulsÄlnnd to tat UntcrfcebootiJ Wien. Man ^r -^rgessen! §jt Stolz gedenk geretteten in bon? !kndenz ^ebe ich j yt die nn Velle |i feil des Pnnze aiotlenpohtu l-n- Ä Loge s-'n, u Lesensive muh sie w fönnen, wo ehi W nach Kräften bi jii retten. Der $ jira necessitas, d hrt uns gestern eil her erörtert hoher im Znlereßc der Umlauf waren. ‘ Filbelmbaven uni lißengcschäste. h der Reichskar ^ir würden ir öfter sehen l L-s Floticngeseh jeder politischen i EintrittckflrtAn * I-Platz Mk. 5.— (am Altar u. 1. Reihe der Emporbühnen). II. Platz Mk. 4.— .... „ ■ - Schiff vordere Reihen und 2. Reihe der Emporbühnen). III. Platz Mk. 3.— (am Altar untThinTere Reiben der Emporbühne links). IV. Platz Mk. 2.50 (hintere Reihen im Schiff). Unnumeriert bezw. Stehplatz Mk. 2.—. Studentenkarten Mk. 1.—. Texte in der Musikalien- Handlung Ernst Challier (Rudolph’s Nachf.), Studentenkarten auch bei Herrn Hausverwalter Bessere | Heo-Anzüge zu verleihen bei Karnbach Babubofstr. 27. Brenntzolz-Verfteigerung Im Lieber Stadtwald, Distrikt Kleinhäuserberg und Ettings-- häuserkovf werden Donnerstag den 16. d. M., vormittags 10 Uhr an fangend, nach Zusammenkunft und Anfang auf der Nieder- Bessinger Chaussee am Waldeingang verstergert: Scheiter, Rm.: Buchen 138, Hainbuchen 6 (rund), Eichen 30, Elsbeer 2 lrund) Knüppel, Nm.: Buchen 200, Eichen 170 Neisig-Wellen: Buchen lDurchforstung) 10600, Eichen (Durchforst.) 7000 Stöcke, Nm.: Buchen 30, Eichen 100, Fichten 30 96 Stuck Eichen- und Hainbuchen-Derbstangen au Deichseln 150 Stück tziclüen Dcrbstangen, zu Sparren geeignet Nutzknüppel, Rm.: Eichen 21 (2,2 Meter lang). Das Waaibureau für die fadidatsr Ir. Werner befindet sich im Eisen53a^oi-IHote8 Goessein, Friedrichstr. 4 und hat eigenen Anschluß an den Fernsprecher unter Nr. 888. Wir bitten alle Mitteilungen über Beriammlungen der Gegner und sonstige Meldungen «Wünsche über eigene Versammlungen usw.) von jetzt ab mündlich, brieflich oder durch Fernsprecher nicht an einLeinePersonen, sondern an das Walrlvureau gelangen zu lassen. Meldungen vertraulicher Natur bitten wir an den Leiter desWablbureauS,Herrn Generalsekretär Hcnningfeu,persönlich zu richten. [D15/. Der Wahlannschnas ftir die Kandidatur Dr. Werner. Alldeutscher Verband. Donnerstag, 16. Februar, 8*/t Uhr, in Steins Garten Univ.-Professor Dr. P. Gisevius: „Die Entwickelung der Landwirtschaft 1871—1911“. Deutschgesinnte Männer und Frauen sind freundlichst eingeladen. kttt QJ ,1| ICC inal r<' gn '«er 8 Die i1?® „ im Schnitt Pfd. 26 Bahnhofstraße 26 Sclterswcg 27 [a15/2] •n LZ Slaotssx .. 2en Vars pM beqri BP Sas Siglen $jf( gBJn batayf “. Deutzer Mototeni Deutscher Hof Willi. Flamme Morgen Donnerstag (”“ Mrtz, tfuppc Morgens: Wellfleisch mit Kraut. Cale Amend Donnersta«* den 16. Febrnar b«ir$$ti$cher übend im Wintergarten Anfang 8 Uhr. Eintritt frei. 1100 _ . ff 4 ,, i) ,, Ktrschbanm-Slammhol^ 0,29 Fstm., Lindcu Stammholz 0,25 Fstm., KiesermStämme 2. Klasse 5 Fstm., 40- 49 Ctm. /, 3. „ 15 „ 30-39 ff 4. „ 44 „ 25-29 ____ 5. „ 12 n unter 25 Knabcn-Pknsiomt koethtsAle, s'MbM a. M. I Privatreal- u. Handelsschule, erteilt Einjäbrigen-Zcugnis. Gute Verpflegung und Aussicht. Sorgs. Ueberwachung der Schularbeiten. Pensionspreis mkl. Schulgeld 9M—1000M. Prosp. durch d. Direktion. Holz-Submission. Aus den Waldungen der Gemeinde Daubringen soll folgendes Holz auf dem Submissionsweg vergeben werden. Eichen : 3. Klasse, 1 Stamm = 0,58 Fstm.; 4. Klasse, 1 Stamm = 0,45 Fstm.; 5. Klasse, 19 Stämme = 6,28 Fstm. Kiefern: 3. Klasse, 18 Stämme = 13,09 Fstm.; 4. Klasse, 41 Stämme — 23,43 Fstm.; 5. Klasse, 58 Stamme .= 23,68 Fstm. Fichten: 3. Klasse, 1 Stamm = 1,54 Fstm.; 4. Kl., 12 Stämme ---- 7,82 Fstm.; 5. Klasse, 95 Stämme = 32,87 Festmeter. Die Angebote sind pro Festmeter nach Sortiment und Klassen, verschlossen mit passender Aufschrift, bis spätestens Samstag den 18. Februar If. Hs., nachmittags 3 Uhr, an unterzeichnete Bürgermeisterei einzureichen, wo alsdann die Oeffnung der Offerten erfolgt. Der Zuschlag erfolgt nach Sortiment und Klassen. D aub ringen am 10. Februar 1911. 1018 Großh. Bürgermeisterei Daubringen. Walter. $ttii= Md NHch-VttßkiWing. Sodann werden in den Distrikten Eisenknute, Dickestelle, Gansweide, ,Kle!nhntiserberg und Eltingöhäuser Nopf Freitag den 17. ds. Mts., vormittags 10 Uhr anfangend, nach Zufamiiienkunst und Anfang auf der Nteder-Besiinger Chaussee am Waldeingang veritetgerl: Eichen-Stämmc 1. Klasse 15 Fstm., 60—72 Ctm. Durchmesser, ff 2. „ L4 „ 50-59 „ Heues Wtafc Giessen Direktion: Hermann Steingoetler. 17. Dienstag- Abonn.- Vorstellung Mittwoch d. 15. Februar 1911 Faust I. Teil 2. Abend Tragödie von (Goethe. Ans. 8 Uhr. (a16/.) Ende 11 Uhr. Freitag bett 17. Februar 1911 Einmaliges Gasiivtel des Wiener Kunü-Theaters. Unter SDitituirtunu derKavelle bcS hies. Ins.-Regt. „Kaiser Wilhelm' sJir. 116 Toppelselbstmord Bauernposse von L. Anzengruber. 2lnfang 8 Uhr. Ende IO3/* Uhr. stehend n. liegend für alle Gasarten u. flüssige Brennstoffe Sparsam. Unverwüstlich. Billig. [eher 88M üoioreo in Boirieu bezw. io Auslühruoff- Fahrbare Motoren Fahrbare Kreis- u. Bandsägen (Selbstfahrer) Komplette Dreschsätze Lokomobilen - Sauggas-Anlagen Deuizer Diesel - Motoren Banwinden. Pumpweike. Lokomotiven. Motor-Boote. Kompl. Metzgerei-, Bäckerei- und Schreinerei-Maschinen-Einrichtnngen. 0X0 Bouillon Würfel der