t e s unb tor- Zwischenfalles. I lgewre.en, seine | politische Lagesschau. Tie Aufhebung der Exporttarife dürfte der Landesciferwahnrat gegen Ende des Monats beschließen. Tiefe Maßregel ist bereits vom Reichskanzler bei den Teuerungsbesprechungcn angetündigt worden. Für die preußischen Häfen sollen die Ausfuhrtarife in Kraft bleiben. Dem Beschluß des Bundesrats, die Einfuhrscheinordnung dahur abzuändcrn, daß die Einfuhrfcheine nicht mehr für 6 Monate, sondern nur für 3 Monate Geltung haben und bei der Einfuhr von Kaffee und Petroleum nicht mehr verwertbar find, wird in parlamentarischen greisen leine Bedeutung beigelegt. Diese Maßregel dürfte auf das Wirtschaftsleben kaum einen größeren Einfluß ausüben. Die Herbeiführung einer Kaleuderrcform und der Festlegung deS Osterfestes dürste als gescheitert betrachtet werden. Die deutsche Regierung Halle bekanntlich im Parlament im Frühjahr dieses Jahres erklärt, daß sie einer Kalenderresorm nur näher treten könne, wenn die übrigen großen ihiiturncüionen sich dieser Frage freundlich gegenüber stellen. Die deutsct-e Regierung steht auf dem Standpunkte, daß eine folche Reform ,ich nur durchführen laffe, wenn sie auf einer internationalen Konferenz für alle europäischen Staate« c,«geführt werde. Namentlich in Englaird wird aus eine Reform des gregorianischen Kalenders hingcarbeiict. Der Handelskammctkon- sreß in London hatte vor einiger Zeit bei der schweizerischen Regierung den Antrag gestellt, eine internationale diplomatische Konferenz in dieser Sache einzubemifen. Der chweizerische Bundesrat hatte sich der Sache angenommen und bei allen 'Xalioncn angefragt, ob die Einberufung einer solchen Konferenz durchführbar sei. Die Antworten der meisten Stabilen lautete« austvcick)end, namentlich Zta- icn und Rußland hatten erklärt, daß sie an dieser Konferenz ücht leilnehmen wurden und diese Bestrebungen nicht unfertigen würden. Dadurch dürfte die Ängclegetcheit vorläufig erledigt sein. Reichstagserfahvahl-Vsrbereituttgen. Die nationalliberale Vertrauensmänner-Verfammlnng des Wahlkreises K a ife r s l an t ern — Tür khe i m beschlaf', die Kandidatur des Professor- Hummel-Karlsruhe (Fortschr. Volksp) zu unterstützen. , Tas Zentrum stellt für den Wahlkreis Duisburg — M ü l- heim a. Ruhr, den Arbeitersekretär Äloft-Essen auf. Anstelle des bisherigen Vertreters Manm Spahn stritt das Zentrum im Wahlkreis H ö ch st — W a r b u r g den Freil-errn von Mcrfcring als Kairdidaten auf. „ . Im Wahlkreis Höchst — Ufingen haben die National- liberalen den Pfarrer Kuester-Höchst als Kandidaten aufg.'iteilt. Im Wahlkreis Solingen hat das Zentrum den Ehcf- rebalicur Kraus Düren als Kandidaten proklamiert. Das nationallibcralc Wahllomitec des zweiten Hannoverschen Wahlkreises Aurich — Wittmund beschloß einstimmig, Dr, Seniler als Kandidaten wieder auszustellen. Tie Fortschrittliche Volkspartei hat im Wahlkreise Bo chu in— Gelsenkirchen beschlossen, an der Sonderkandidalur Pieper sestzuhallen und bat weitere Verhandlungen mit den National- liberalcn abgelehnt._____________________________ Deutsches Reich. Die „Voss. Zeitung ' schreibt: Fu den Wandelgängen des Reichstages wird bestimmt versichert, daß die dent j ch- konservative Partei keineswegs einmütig das Verhalten des Herrn v. Heydebrand gebilligt, ein Teil der Fraktion vielmehr, insbesondere Gras v. Kanitz, mit großer Entschiedenheit dagegen gesprochen und den Standpunkt des Reichskanzlers vertreten habe. Der Notenwechsel zwischen der deutschen und der englischen Regierung wegen der u a r 1 - wright-Affare wird dem Dudgetausschuß des Reichstags vorgelegt werden. Es handelt sich bei diesem Notenwechsel bekanntlich um die Anfrage der deutschen Regierung über das bekannte Interview in der „Neuen freien Presse". Die meisten Berliner Blätter drucken eine Notiz dec „National-Zeitung" ab, wonach Staatssekretär von Kiderlen-Wächter eine einstündige Unterredung mit dem Abgeordneten Erzberger hatte, wobei Herr v. Äiderlen vertrauliche Mitteilungen über die Stellungnahme des Reichskanzlers zum BerfafsungsLuderungsantrag des Herrn Freiherrn o. Hertling gemacht und dem Zentrum > abgeordneten auch verschiedene Aufschlüsse über schwebeiide F-ragen, die sich auf die auswärtige Politik begehen, gab. Wie das „Berliner Tageblatt" hierzu hört, soll Herr Erz- Forderungen schriftlich zu wiederholen mit dem Hinzufügen, daß die russische Regierung im Falle der Nichterfüllung sich Maßnahmen zum Sckmtze der russischen Interessen Vorbehalte. Tie Note überreichte der Gesandte qeftern. Petersburg, 13. Nov. Tie gestern von dem ruf ft- djen Gesandten in Teheran der persischen Regierung über- reichte N o t e droht für den Fall der Nichterfüllung der Forderungen mit dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen. Ter Rücktritt bt8 Regenten und des Kabinetts. London, 13. Nov. Tie „Times" meldet aus Teheran von: 12. Nov.: Der Regent und das ganze Kabinett sind infolge des rufsifchen Ultimatums zurückgetreten. Teheran, 14. Nov. Vom Auswärtige« Amt ist dem russischen Gesandten mitgeteilt worden, daß die persische Negierung daö russische Ultimatum noch nicht beantworten könne, da es fein Kabinett gäbe. Eine Anfrage im Unterhause. London, 18. November. Zm Unterhause fragte Ronalds hay, ob die Regierung benachrichtigt sei, daß Rußland der persischen Regierung vorgestern mitgeteilt habe, falls nicht die periischen Gendarmen von dem Besitztum des Bruders des Exschahs Schoa es Saltaneh zurückgezogen und dem russischen Gesandten eine Entschuldigung überreicht würde, wurden die diplomatischen Beziehungen zu Persien abgebro- ch c n. Pariaments-Unterfeiretär des Aeugern A e l^a n d erwiderte: Wie ich erfahren habe, verhält sich die Sache so. Die englische Regierung ist an der fraglichen Angelegenheit, die Anlaß des Streitfalles ist, unbeteiligt. Sie würde jeden ernsten Bruch der Beziehungen Rußlands zu Persien l e b h a f k b e d a ue r n. Ich bin nicht in der Lage, gegenwärtig weitere Erklärungen abzugeben. Finanzinteressen russischer Beamten in Frage kommen. In dem Streitfall, der jetzt zu der russischen Kriegsdrohung geführt hat, handelt es sich um das Gut des Schua es Sultane!), eines Bruders des früheren Schah, das von der perji|d)cn Regierung beschlagnahmt werden sollte, indem sich aber die Russen häuslich niedergelassen hatten. Wir erhalten folgende Meldungen: Petersburg, 13. 9kov. Der Petersburger Telegraphenagentur zufolge hat die vom Finanzbeirat Morgan Shuster angeoronete und teilweise durchgesührte Beschlagnahme des Hauses des an ruchische Untertanen verpachteten Landgutes des Prinzen Schua es - u 11aneh, dcö Bruders des Ex- schahs, zu einem Konflikt mit dem russischen Generalkonsul geführt. Tiefer erfuhr von der Besetzung des Hauses uno des Landgutes durch Geiwarmen. Er entsandte koniularbeamte, die die Gendarmen entfernen sollten. Obgleich die russische Gesandtschaft erhärt hatte, sie erhebe bei der rUmfiszierung des Eigentums von Anhängern des Ezschahs teiue prinzipielle Einwendung und fordere nur Garantie für die mit dem Eigentum etwa verknüpften Zntercsien der rus,ischcn Untertanen, wäre eS bei der Entsendung von Konsularbeamtcn beinahe zu feinem blutigen Konflikt getommen, da die Gendarmen auf die Beamten das Gewehr an legten und nur durch einen zufällig anwesenden perjischen Offizier am Feuern verhindert wurden. Tie persische Regierung richtete an den russischen Gesandten zwei Waten, in denen sie die Abberufung deS Generalkonsuls und der Konsularbeamte« forderte. In Anbetracht des durchaus korrekten Verhaltens der Beamten wurde dem Gesandten vorgeschrieben, sich mit dem persischen Minister des Aeußern mündlich freundschaftlich aus einanderzusetzen, die persischen Noten zurüctzu- geben und Genugtuung zu fordern. Tie persische Regierung verweigerte dies unb for verte eine gemeinsame Unter)uchung des •^em5ufolge wurde der Gesandte nunmehr angewic , . fir. 2b8 Ws viatt Jahrgang Dienstag, 14- November Ml GietzenerAnzeiger politischen Teil: A.must GWW General-Anzeiger für Gberhefsen A'DM Annahme von Anzeigen Rotationsbrutf und Verlag der vrühfschen Univ.'vuch- und Steinörudcrel R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulstraße 7. den K ionnittogtTub" Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Seschastrstelle Bahnhofstraße 16a. ___________^'^gemeil: p- Die heutige Nummer umfa&t 12 Seiten. __ (Ein persisch-russischer Streitfall. Rußland bat der persischen Regierung ein Ultimatum überreicht, und das persische Kabinett sowie der Regent Nasr-ul Mult sind aus diesem Grunde zuruckgetretcn Der Grund zu diesem Vorgehen lag darin, daß die persische Regierung freie Hand haben wollte gegenüber Personen persischer Nationalität, die ihrem Laude reaktionäre Schwierigkeiten machen. Rußland maßt sich aber ein Schutzrccht iji Persien an, obgleich auf Grund der Konvention von 1907 England und Rußland die Unabhängigkeit des Landes ancrfamit haben. Und Rußland geht so weit, das „Schutz- recht" nicht nur auf russische Untertanen, sondern auch über persische Reaktionäre auszudehnen. Ter persische Finanzbeirat Morgan Shuster hat dieser Tage in der „Times" auch durchblicken lassen, welche besonderen Gründe Rußland oft leiten mögen. „Fragen Sie die russische Botschaft," so meinte er, „warum die Prinzessin Bauoui Uzma in JSpahan nicht der persischen Regierung die Tausende ovn Toman Steuern zahlen soll, die sie seit Jahren schuldet. Sie werden bei der Antivort ein Lächeln nicht unterdrücken können." Es werden häufig die persönlichen Die Macht öcs Unbefangen. Bon Frithjof Raufen.*) Im Anfang war die Welt dm Mensä-cn cm LUnchen. Alles, was außerhalb des Kreises des Genaubekalmten lag, war ein der Phantasie geweihtes Heun, ein Tummelplatz der Fabelwessl aller Mythen: ganz draußen aber lag das Reich des Tuntels unb der Rebel, wo fDiecr und Land und wimmel in eine geronnene Masse zusammenflosien — unb dahliuer öffnete sich der ungeheure Schluno be» Abgruiideo und der leere Raum des schreckens. AuS dieser Ptärcbcnwelt haben die nüchternen Linien der Hörbild)ui Lanbschaft )ich im Laufe der Zellen lang)am cinpor- gehobeil. Mil unsäglicher Mühe ist das Auge des Men,chen Slück für Stück nach 'Jtorben vorgedrungen, über Berge unb Wälder und Tmidra unb durch die Nebel längs her oben EiS- meertüften — in Sie große Stille, wo io viele Käinpje unb Lewen sich abspieiten, so manche traurige Niederlage, wo 10 mancher stolze Sieger spurlos unter der weiche« Schnecbede ocridiwatw. Wenn der Gedanke in wachem Traum incheiid burch die Zeiten jurüdeilt, so zieht, ein einziges gewaUigcs kspoi aut die Fähig keil des menschlidien Geistes, sich einer Idee ijinjugebcn, sei sie richtig ober verkehrt, an uns vorüber ein cnbloier Zug kämpsender, mit Reif bebedter Gestalten in dicker Kteidung, einige schlank und kräftig, andere gebeugt mib so schwach, datz ne )id) kaum vor den ödrtitten lveitcr swleppen können, Diele abgezehrr und vor Hunger und Kälte und an Skorbut irerbenb: aber alle blicken sie in die Ferne, nach dem Unbekannten jenseits der unier- gehenden Sonne, ivo das Ziel des Ringens zu ftnden «ein toll. Wir seben einen Pythcas, Uug und mutig, über die Fäulen des Herkules hinaus iwrdwäns steuern, uni Britannien und Nordamerita zu enldeaen: wir sehen starke Wikinger mir eincTu Cttar, einem Leif Eiriksfon, m offenen Scbnien über grope Meere in Eis utto llnwetter hmeiwegeln unb d.n Nebelschleier von nner nngeseyenen Welt hinioegzichen; wir sehen einen Tavis, einen Bassin nad) Nordwesten, einen Barents nach Nordonen Vordringen und neue Straßen erschließen, während ein Hud'on, den Eis und Winter nid)t besiegt hatten, durch eine erbärmlich. Schandtat feiner Begleiter an ödem Strand ein einsames Grab findet. Wir sehen die glanzende Erscheinung eines Parry da, wo er vordringt, alle überwinden, einen NordensHöld ruhig und sicher neuen Ansichten Bahn brechen und einen Toll am rät sei Hape Weise in treibendem Eis rerfd'winden. Wir sehen Männer, von der Berziveiflung getrieben, einatider ersdiießeti und am- 5ehren, aber wir leben auch edle Menfd)en, die wie ein De Long sterbend ihr-.- Tagebücher vor der Vernichtung zu bewal?reu suchen, bis sie dabei zwammenbrecheii. In der Pkitte des Zuges schreitet eine lange Prozession, *) Aus dem neuen, dieser Tage bei F. A. Blockhaus in Leipzig erschienenen zweibändigen uiuftriciien Werte „Nebelheim" pes berühmten Forschers. hunderlnnbdreißig Männer, die sckiwere Boote und Schlitten wieder Iübwärt3 schleppen, doch ite brechen im Gehen zusammen: sic bleiben unterwegs liegen, einer nach dem anderen, und bezeichnen den Weg durch ihre Reichen: das ftnd Franklins Leute. Und dann das letzte Drama, der Grönländer Brönlunb, der iid) durch Kälte unb Winternacht über die Eisfelder schleppt, nachdem der Führer MyliuS-Erichien und fein Kamerad Hagen auf langen hosfnungslofen Eilmärschen hn Schnee erfroren sind. Er erreicht das Depot, mir um dort den Tod zu erwarten; aber er weiß, daß die Karten und die Aufzeichnungen, die er treu dahin getragen hat, gefunden und gerettet werden. Er bereitet |id) ruhig vor, den stummen Gast zu empfangen, und schreibt in feinem lückenhaften Dänisch in lern Tagebuch: „Kam am Fjord 79 um, nachdem iaj vernicht hatte, über das Inlandeis heiinzukehren, im Ako wat November. Kam hier bei abnehmendem 'l'Lonb an und tonnte nicht weiter wegen erfrorener Füße und wegen der Tunlelhcit. Tie Leia-en der anderen liegen mmen im Fiord vor Gletichern (ungefähr 21, Meilen). lagert narb am 15. November und Mylius ungefähr zehn Tage ßanad). Jörgen Brönlluid." Welch eme Geschichte in den weniaen Zeilen! Tie Kultur fenkr ihre Fahnen am Grabe diefes Eskimos. Was iuducn sie alle im Eise und in der Kälte? Schon jener, der vor «echshundert Fahren den Königsspiegel schrieb, antwortete: „Wünschen du zu wissen, was Lerne in jenem llaiioc luchen ober warum Leute bei so großer Lebensgefahr dorthin fahren, so wisse, daß eine dreifältige ’Jiimr in dem 'JJiannc i|t, Cic ihn dazu treibt. Ein Dell ist Wette: er unb Neigung zur Berühmtheit : denn cs ist die Natur des Mannes, dortym zu ziehen, wo Au^iicbt aur grote Gefahr nt, uno sich dadurch einen bkamen zu machen Ter zweite Tell ist Wißbegterde: denn es ist auch Re Natur des Mannes, daß er bie Gegciwen, von denen man ihm erzählt Hai, keimen uno leben unb aucy wissen will, ob es bor: io ist, wie man ihm getagt hat ober nicht. Ter brüte Teil ijt Gewinnsucht; benn die Leute suchen üoerall nach Geld und Gut und gehen bonl-in, wo jie hören, bau man es gewinnen kann, wenn auch grove Gefahr dabei sein sollte." Tie GeiLiane ocr artniazcn cntbecauigen zeigt, wie bie Entwicklung des ^ensa-engeschleans üüs dura» große Illusionen gefordert worden ist. Wie die cittbedimö Wettindieits durch Kolumbus einem groben Rechenfehler zu veioanten ist, jo lockte die iabelhafte Jniel Brazil einen cabot auf das Meer hinaus, und er ianb Nordarnerila. Phantafn:J.tU'wncn über offene Polar- meere unb oneue u.urcysahNe.l naaj len Reicytumern xyatois jeiveit-;’ des ci|C5 trieben trog der Mißerfolge üeure immer von neuem dorthin; oi. Polargegenden nmioen nacheinander erforscht. Jedes DOilltanbige ^mgeyen in einer ^bee gut uns etwas, |eu>u wenn cs etwas anderes itt, als erwartet ttntb. Bor auem aber i|t die Genyüyte oso oourfährten eine einzige große kintjaltunj der -oary: des Unbtiaiuuen uoer das menny.^,1 Gemüt, vielleicht größer uno deutlicher erkennbar, als sie cs in irgend einem anderen Teile des Lebens des Meusd>enge|'d)lechtes ift Nirgends sind wir langsamer notgedrungen, nirgends hat jeder neue Schritt vorwärts so Diel Anstrengung, so viele Lcidcn und Entbchrungen gekostet, und nirgends haben die errungenen Entdeckimgcn wohl weniger materielle Vorteile versprochen — und dennoch standen jederzeit neue Kräfte bereit, um vorwärts zu stürmen und die Grenzen der Welt noch weiter hinauszuruckenl Toch hat dies Kämpfe gekostet, so schenkt es auch Freuden. Wer mag das Gefühl in Worten auszudrucken, wenn bie letzte schwierige Eisscholle besiegt ist uno vor dem Ange das Meer tiach neuen Reichen hin offen liegt ? Wenn der Nebel sich verzieht und eine Berg' pitze nach der anderen, immer ferner und rem er, auf Eenen noch nie ein Menschenauge geruht hat, auftaucht, und gan* hinten am Horizont ferne Gipfel über dem Meeresianoe sich aiiitürmen, am Himmel übet ihnen der gelblichweiße Widerschein der Fitnfelder — wo der Gedanke neue Kontinente aufbaut! — Schon seit den Reisen der alten Nordmänner haben bie Eismeerfahrten der Menschheit allerdings auch materielle Werte ge- 'iint:, ine reiche Fischereigebiete, Wal- uno Robbenfang unb anderes; fie haben wi|senschaitlid)e Werte durch das Rennen.ernen unbekannter Gegenden und Verhältnisse gegeben. Aber sie haben uns noch sehr viel mehr eingebracht; sie haben den menschlichen Wille« zur Ueberwituung von Lchwiengleiien gestählt; |ie jinb in der Schlaffheit wechselnder Zeiten eine schule der Männlichteik und der 5elb'Uiberwtnbung gewesen uno haben oer auftvachienden Generation männliche Ideale vorgehalten; sie haben der Phantasie Nahrung gegeben, dem Mino Das Märchen geschenkt unb tie Gedanken der Erwachsenen über btc Mühut des Älrtagsleoeits h.nausgeschoben. Wird unsere Geschichte nicht armer, wenn wir ihr ine arktiichen Reisen nehmen? Vielleicht haben sie barjn der Menichhert bas Größte gegeben. Wtr sprechen von b.r einen Entdeckung des Nordens, wann der erste Memch die nötb.ichen Regionen der Erde erreichte; was wi>icn wir aber baiwn ? Wir f.iuien ja nur bie allerleßun Schritte ott WanDerungen der Memchen aut Der Erde. Welche Spanne ron ^ehntau'enDen von Fayr.n liegt zwisdien o:m ,j?n- Jdercrn oder Kelten, denen wir Dor: in der Snutzen, in oer frühesten Dämmerung der Geschia-te begegne«: Wie rer|d)Wuibenb kurz erscheint, damit verglichen, bie ganze spätere Zeit, die wir die geschichtliche nennen. Was ui jenem langen ersten Zeüranm geschah, ist uns noch ein Geheimnis. Wir wissen nur. Daß Eiszect aiü Eieb.u |olgie uno Jtoiocuropa, teUmnic auch Asien unb Nordamerika, mit mächtigen Glenchcrn bedeckte, bie ui diesen Gegetiden alle spuren t-er eilten menschlichen einiicoiung vernnscht habt«. Tazwuchen wärmere Perioden, in denen die Rketuchen wieocr norowarts vordrangen, um von neuem durch die nächste Eisdecke vertrieben zu weroen. Gar vieles laut darauf fchliege«, dag die Wanderung vtp Menichen gen ytoeben bald nach der letzten Eiszeit erfolgte. Heer und Flotte «und die Prinzessin Viktoria Luise ein. en sich .Hockstand, Seitstütz, Liegestütz n. a. Das Gastspiel der Herren Hacker, Darmstädter Hoftheater mit Äristo- N1 r«a« bf (S. Anzeige). ** Stadttheater. Von einem : „So Köln, 13. N Motors bei Len tiohensteuer ist z> feierlichen Vereidigung Prinz und Prinzessin ...... linb Prinzessin August Wilhelm, Prinz Joachim, Prinzessin Friedrich Leopold nebst Tochter, Prinzessin Viktoria Margarete, die Verlangen Sie überall ausdrücklich das Fabrikat der W olfram-LaiiiDCti Act.-Ges. Augebnrg Ständ.Laper u. Vertretung Allgem. Elektro- u. Maschinentechnischer Ve tr. Louis Geiershöfer. Frankfurt a. M., Neue Mainzerstr. 31. Herren des Kaiserlichen Hauptguartiers, die Generalität, die frcmdherrlichen Offiziere und die direkten Vorgesetzten der Pots- damer Truppen hei. Dm Al Na. Tic Ja, Gai We Me Unb Hier. Md Mülle Will: WirNi Wer k - Ui Ist UI ^Gründung- '"dverbandes $r. Ahr.' Anhouö in Berl L , iuionnnfn, um । ^.hrranivachsende I «Wschlicben. J™r den Anwe hcrger schon während der Verhandlungen mit Frankreich von Herrn von kiderlen informiert worden fein, während dienichtschwäbischen Führer einer anderen Partei, die Herrn v. Kiderlen vor dem Abschluß der Verhandlungen mit Frankreich um eine Unterredung ersuchten, nicht einmal eine Antwort bekamen. ” Die militärischen Kontrollversammlungen im Kreise Gießen nehmen morgen in Lang-GönS ihren Anfang. Die Kontrollpflichtigen aus der Stadt Gießen haben am 21. und 22. Nov. Kontrollversammlung. •• Der gesu chte Sultan. Durch Ausschreibung des Amtsgerichtes Bad-Nauheim wird auf Veranlassung eines Frankfurter feinen Herrengardcrobe-GeschäfteS dem Prinzen Raschid, Sultan von Sansibar, früher in Bad-Nauheim, jetzt unbekannten Aufenthaltes, öffentlich die Klage wegen einer Forderung von Mk. 1378,5 0 nebst 4 Prozent Zinsen zugestellt. Der Prinz soll sich zurzeit in London be- frnden. Weiter verlautet, daß der Prinz, der sich im Inter- Kreis Wetzlar. O Krofdorf, 13. Nov. Die im Saale von Gastwirt Moos veranstaltete Bezirks-Geflügel- und Kaninchcnans- st e l l u n g war überaus gut beschickt. Trotz der ungünstigen Witterung war der Besuä) rege. Hessen-Nassau. ? Rodheim a. d. Bieber, 13. Nov. Der 6. November ist der.Gründungstag des ältesten Vereins, des Gesangvereins „Eintracht", am hiesigen Ort. Aus diesem Anlaß wurde am Samstag abend im Stammlokal bei Gastwirt Bechthold das Stiftungsfest gefeiert. Leider hat der sonst rührige Verein jetzt keinen Dirigent, da es auf dem Lande vielfach an tüchtigen Gesangs-- lcitern fehlt. Ter Abend ist dennoch auf das beste verlaufen. — Gestern nachmittag hielt die im Jahre 1906 gegründete freiwillige Feuerwehr ihre Schlußübung ab. Interessant war der Brandangriff auf das Anwesen des Gastwirts Karl Schlier»/ bach der trotz des strömenden Regenwetters viele Zuschauer anlockte.-' Prof. Dr heutige ^»chtunge deutsij KW dem 'ur Z ^HörigTp Zlusland. In der Angelegenl>cit des Aftikaforschers Krause teilte die italienische Regierung dem deutschen Botschaft er mit, daß eine Untersuchung des Vorfalles eingeleitet und gegebenen Falles Krause für den Verlust entschädigt würde. Ter italienische Gouverneur von Tripolis sei angewiesen, alle Krause gehörenden Gegenstände, soweit auffindbar, zurück- z u c r st a t t e n. Auf Antrag des Seepräfekten von Lorient wurden heute sämtliche alten Vorräte des P u l v c r s B, die sich im Pulvermagazin von Lorient befanden, mittels eines Transportdampfers auf offener See versenkt. Vorstellung findet außer Abonnement statt, doch gelten Gur scheine. Am Freitag, 24. November, fällt dafür die Vorstellung aus., — Nochmals sei auch an dieser Stelle auf das französische Gastspiel am Mittwoch nachmittag 3 Uhr hingewiesen, das mit M o l i ß r e s „Les f e m m e s s a v a n t e s" eine mich dem weniger .Sprachkundigen interessante Vorstellung bietet, da die Gäste, wie die letzten Jahre erwiesen haben, sich durch vorzüglich deutliche Aussprache auszeichnen. ** Eis enbahnpersonalien. Der Gütervorsteher Kabe ist in gleicher Eigenschaft zum 1. Dezember von Gießen nach Altenkirchen versetzt. — Ernannt wurden: der Telegraphist Schröder zum Telegraphenassistent, der Meichcnsteller im Probcdienst, Kern, zum Weichensteller und der Aushelfer Schäfer, alle in Gießen, zum Weichensteller. Der Hilfsbahnwärter Schramm in Dillenburg wurde zum Bahnwärter ernannt. Versetzt wurde der Bahnwärter Klös von Gießen nach Nidda. ** Missionsvortrag. Es dürfte wohl in wei- tereir Kreisen interessieren, daß es gelungen ist, Missionsdirektor Spi eck er aus Barmen zu einem Vortrag über seine Visitationsreise in Niederländisch-Jndien (Sumatra, Java, Mas) zu gewinnen. Ter Vortrag wird am Montab, 20. November, in Steins Garten gehalten werden. Dtrektor Spiecker hat eine ganze Fülle interessanter Dinge erlebt. U. a. hat er bei seiner Anwesenheit in Pearadja, dem Mittelpunkt der Batakmission, wo auch das Missionsspital steht, an dem der unter uns vielen bekannte Missionsarzt Dr. Winkler wirkt, die Familie des im Kampf gefallenen Singamangaradju, des letzten der großen Zauberer und Priesterkönige der Bataks, durch die Taufe in die christliche Kirche anfnehmen dürfen. ** Frauenturnen. Die Uebungs stunde, die hier am Sonntag für die Leiter von Franenabteilungen des Gaues Hessen von Gauturnwart Will abgehalten wurde, nahm einen sehr befriedigenden Verlauf. Sie gab aus verschiedenen Gebieten neue Anregung und neuen Stoff zur Verarbeitung. Zu gleicher Zeit diente sie der Vorbereitung zu der 50 jährigen Jubelfeier, die der Gau Hessen im nächsten Jahre hier begeht. Dem geplanten Auftreten der turnenden Frauen bei diesem Fest war der erste Teil der Vorturnerstunde gewidmet. Gauturnwart Will nahm zu diesem Zweck einen sehr ansprechenden Aufmarsch mit Keulenübungen durch, die auch unter Musikbegleitung ausgeführt wurden. Alsdann folgten an der wagrechten Leiter unter Bastian-Alsfeld l.eichtere und schwierigere Hangelübungen. Klos- Friedberg entwickelte eine Gruppe Schrittarten mit angehängter Freiübung. Die Vorführungen am Reck, bei denen Uebungen im Stutz und Hangstand mit solchen der Beine und Arme in die verschiedenartigste Verbindung gesetzt wurden, können, wie Beispiele zeigten, sehr schön zu Gruppen für Schauturnen mit Musikbegleitung ausgcarbeitet werden. Am Barren leitete Günther -Marburg eine Gruppe Uebungen, die zum Teil schon durchgebildete Turnerinnen erforderten. An die einfachen Uebungen im Schwingen schlossen sich .Hockstand, Seitstütz, Liegestütz u. a. mehr an. An den Schaukelringen ließ der Gautunrnwart Uebungen turnen, dic besonders die Kraft der Arme in Anspruch nahmen und auch die Rumpfmuskulatur stärkten. Einige Reckspiele beschlossen das Turnen. mit a" ! »Q rerur ' SW i*. ÖlÄ 11 »cknde-Ä Eben AngE Sm Dorl e0'i As Ale ofljj Iber DienstM Adakien mit «ne laiitek !B!SS!=5W I 0 Laubalt), '«rsige Z'veigve^ Wt un-junfhgcn tit Gerung )u Fuf zuv w bie lstsenbak ich bei Kaffee uni). Wljchc Stimmung ■ttcd) den Wunsch i) Mclnder Rahenfr KiTheateMuiid wesentlichen Berscho die den ^Wirkend Krsiingsabteilung ic irten. Tazmischen illzurasch warm die )tr U-Uhrzug brad jviück. — Di e Rekruten Vereidigung der Garnison Potsdam fand am Montag vormittag im historischen Exerzierhaus, das festlich geschmückt und in dem ein Altar aufgebaut war, statt. Ter Kaiser traf gegen 11 Uhr und mit ihm die Kaiserin Ferner wohnten der in Eitel Friedrich, Prinz Gerichtssaal. -s- D o r t mu n d^ 11. Nov. Die FolgeneinerOhr feige. Vor dem hiesigen Schivurgerichi Halle sich der Schlosser Ernst Schmidt wegen Körperverletzung mit Todeseriolg zu verantworte». Der bisher unbestrafte Angeklagte arbeitete znsammen mit einem Schlosser Kraisinger auf der Zeche Zollern II. Angeblich durch eine Unvorsichtigkeit des Schmidt kam eine Kette in dic Turbinen- Anlage und die sehr dringliche Arbeit mußte unterbrochen werben. Kratz,nger ließ sich dazu hinreißen, Schmidt eine Ohrfeige zu gebe». Schmidt ergriff darauf ein Stück Eisen und scblug damit von hinten aus Kraisinger ein. Ein Teil des Eisens drang in die Schä'deldecke ein. Trotz der schweren Verwundung arbeitete K. noch bis nachmittags, dann begab er sich in das Krankenhaus. Er erhielt einen Verband, starb aber zehn Tage nach der Verletzung. Bei der Sektion ergab sich, daß Knochensplitter in das Gehirn gedrungen waren und dort eine Eiterung verursacht hatten. Ter Gerichtshof verurteilte darauf Schmidt wegen Körperverletzung mit Todesersolg unter Zubilligung mildernder Umstände 'zu ' zwei Jahren Gefängnis. ~ Hamburg, 11. Nov. Bet d e m 16. Husarenregiment in Schleswig sind in den letzten Monaten in einer ganzen Reihe von Fällen Mißhandlungen von Rekruten durch ältere Leute ansgedeckt worden, die den Gegenstand einer umfangreichen Untersuchung bilden. Augenblicklich schweben gegen 2ö0 Ermittelungsoenahrcn. Der Vertreter der "Anklage hat sämtliche Rekruten der 2. Eskadron durch den Untersuchungsrichter i» Flensburg vernehmen lassen. Als Ergebnis der Untersuchung wurde zunächst gegen einen eheinaligcn Gefreiten vor dem Kriegsgericht Anklage erhoben, der einen angeblich unsauberen Rekruten jedenfalls in ansgedehnten Gebieten Europas, nachdem der Rand des Inlandeises langsam nach dem Innern Skandinaviens zurückgewichen war, wo die Eisdecke am längsten Bestand hatte. Aus dem Urzustand — als die Menschen in den Wäldern lund auf den Ebenen der warmen Zonen umherstreiften und von dem, was sie gerade fanden, lebten — entwickelten sich in den ersten Anfängen mit langsamen Schritten frei umhcrstreifen.de Fänger und Jäger einerseits und ackerbauende, ansässigere Völker andererseits. DÄ Nomade mit seinen Herden bildet erst eine spätere Kulturstufe. Die Jägerkultur war notwendig zum ersten Vordringen aüch in die nördlichsten, weniger günstigen Regionen der Erde und zum Ansässigwerden in diesen Ländern. Tie nördlichen Länder mögen daher zuerst von den umherstreifenden Fängern gefunden worden sein, die auf der Suche nach neuen Fanggebieten längs der Flüsse Und Meeresufer vordrangen. Ein spähendes Jägcrauge war es, das zuerst einen Strand und die vielen Inseln in der Hellen, träumerischen Sommernacht sah und über das schwarze, düstere Nordmeer hinschaute. Und der weitgewanderte Weidmann schlief im Schneehaufen ein, während die Zaubcrstrahlcn des Nordlichts über ihm flammten, Über dem ersten Opfer der eisernen Faust der Polarnacht! Viel später kamen der Nomade und der Ackerbauer und siedelten sich auf der Spur des Jägers an. ** D i e „S ch ö p f u n g" v o n H a y d n gelangt int nächsten Konzert des Gesangvereins „San g erkranz" zur Aufführung, das auch für N i ch t m i t g li e d er des Vereins gegen Bezahlung zugänglich sein wird, um den Genuß des Werkes jedermann zu ermöglichen. Tie Aufführung findet am Totenfestsonntag — 26. November — statt, der sich zur Aufführung eines religiösen Tonw-erkes besonders eignet. "(Sin Winterfest veranstaltet, wie an? dem Anzeigen- teil ersichtlich, der Schiklub Wintersport am 25. d. M. (Großherzogs Geburtstag) in seinem Klublokal, dem Ne- taurant Metro pol. Der Klub, dessen vornehmste Aufgabe in der Erschließung des Vogelsberges als Wintersportgebtet besteht, will damit seinen Mitgliedern einmal Gelegenhei geben, auch außerhalb des Winterfeldes in lustiger Geselligkeit zusammenzukommen. ES ist dazu ein heiteres Programm aufgestellt worden, und allerlei Ulk und Kurzweil wird die .Interhaltung wohl bald in recht gemütliche Bahnen lenken. Von einem Sprunglauf ist wegen dcS beschränkten Raumes zwar Abstand genommen (es fehlt auch ein Sprunghügel), im übrigen aber ist für die Gäste aufS beste gesorgt. ** Zu dem Al p e nv e r ei n s f e st- Be r i cht sei mitgc- teilt, daß Geh. Justizrat Prof. Dr. G a r e i s in München Mitgründer und Ehrenmitglied der Sektion ist, aber für die Verleihung des silbernen Edelweißes um deswillen nicht m Frage kam, weil er der Sektion einige Zeit nicht angehörte. — Der Hintergrund, der das Entzücken aller Besucher des Alpenfestes hervorrief, ist, wie berichtigend bemerkt sei, von Maler Hollmann hergestellt worden. ** Aus dem Kolosseum wird uns geschrieben: In der gestrigen Vorstellung herrschte eine freudige Festestimmung vom Anfang bis zum Schluß. Sie kam wohl >aher, daß ein jeder Besucher infolge der Ankündigungen mit hohen Erwartungen gekommen war und diese noch weit übertroffen sah. Das Publikum folgte mit großer Aufmerksamkeit den Darbietungen und belohnte jede Nummer mit rauschendem Beifall, wie er selten in Gießen zu hören ist. Wohl schwerlich dürfte auch — selbst an sehr großen Varietes — ein zweites Programm existieren, welches an Reichhaltigkeit und Gediegenheit das nur noch $toei Tage währende jetzige Programm des Kolosseums übertrifft. Ganz besonders wußte der einzig dastehende Klavier-Humorist, Rezitator, Stegreifdichter u. m. Schüff nebst. Gemahlin zu fesseln. Solch köstlicher taufrischer Humor ist wirklich selten zu finden und muß erquicken. Schon allein dieser, in ihrer Art hochkünstlerischen Darbietung wegen ist ein Besuch des jetzigen Programms sehr zu empfehlen. Das geschah Jahrtausende vor jeder geschriebenen Geschichte, Und von diesen ersten Landnahmen wissen wir nur das, was uns die Reste erzählen können, die wir gelegentlich in der Erde finden; sie sind sehr spärlich und sehr unzuverlässig. Erst weit später, im vollen Tageslicht der Weltgeschiw ziehen Männer mit der bewußten Absicht aus, das Unbcfanm ■ nm seiner selbst willen zu erforid)cn. Jene alten Fänger lockten wohl neue Jagdfelder und mögliche Beute dorthin, aber auch sic hat, bewußt oder unbewußt, die Lust an Abenteuern, dic Sehnsucht. nach dem Unbekannten, dazu getrieben; so tief in der Mcnschenscele liegt diese göttüdje Macht, die vielleicht die Triebfeder der größten aller unserer Taten ist. In ollen Gegeitden und zu allen Zeiten hat sie den Menschen auf der Bahn der Ent- mcklung vorwärtsgebracht, und so lange das Ohr des Menschen die Wogen über der Mecrestiese rauschen hört, so lange das Mcnschenauge dem Spiele des Nordlichts über stillen Schneelandern folgt und so lange der menschliche Gedanke ferne Himmelskörper in dem endlosen Raume sucht: so lange wird auch das I**’*•“■* vmuuut, uuti uve ^cmz, uve |ia) im ^nier» Märchen des Unbekannten den menschlichen Geist führen, vor- clfc iemcc Gesundheit viel im Aublande aufhält, zu Gunsten warts und aufwärts! ! seines SohNeS dem Throne entsagen will. Landkreis Gichett. , Steinbach/ 11. Nov. Eine schon lange für unseren Ort erstrebte Wohlfahrtseinrichtung ist Anfang dieses Monats mit einem Spar- und Kreditverein nach Raiffeisenscbem Muster dahier ins Leben gerufen worden. Die Genossenschaft hat unbeschränkte Haftung und ist dem Verbände hessischer landwirtschaftlicher Genossenschaften zu Darmstadt beigetreten. Ihre Mitgliederzahl beträgt bis jetzt 80, sie verteilen sich auf Steinbach unb Albach. Weitere Zutritte stehen in Aussicht. Tie Geschäftstätigkeit der Kaise beginnt mit dem 1. Januar 1912. ~ Grünberg, 13. Nov. In den schönen Anlagen auf dem Hainkopfe auf der Seite nach dem romantischen Brunnenlüe fand gestern eine einfache, aber würdige Feier statt. Galt cs doch zur Erinnerung an die Errichtung des ersten Turnplatzes auf der Hasenheide bei Berlin vor nun 100 Jahren durch Ernst Ludwig Jahn und seine Schüler, eine Jahn-Eiche zu Ehren des Turnvaters zu pflanzen. Etwa 30 Turner mit dem Vorstände des Turnvereins begaben sich am Nachmittage, trotz unablässigen Regens, vorn Brunnentale zum „Hainkopfe". Tort angekommen hielt an dem aus dem Grünberger Stadtwalde vorher beschafften hübschen Eichbäumchen der Elwen-Vorsitzende des Turnvereins, Karl Hermann Jöckel, eine von Herren kommende, packende Ansprache. Er schloß mit dem Wunsch, daß das Bön-uchen auch ferner unter Gottes milder Sonne wachsen und gedeihen möge in einem glücklichen, einigen deutschen Vater-- lande. Nachdem auch die anderen Vorstandsmitglieder die üblichen drei Schaufeln Erde dem ftisch gepflanzten Bäumchen unter entsprechenden Widmungen zugefügt hatten, schloß mit dem Gesang des Liedes: „Frei und unerschütterlich wachsen uns're Eichen", die einfache erhebende Feier. Kreis Alsfeld. H. Hopfgarten, 12. Nov. Ein schlechtes Ende nahm die anfangs sehr hübsche Nachfeier der Kontrollversammlung am Freitag für die hiesigen Kontrollpflichtigen. Sie benutzten unterwegs einen vorbeisahrenden Wagen. Auf diesem entstand unter dem gedrängt stehenden Häuflein ein heftiger Wortwechsel, bei dessen Ausartung Einer plötzlich in weitem Bogen über die Straße in eine am Rain stehende Schwarzdornhecke segelte. Llußer Hautabschürfungen am Körper stich sich der Geworfene einen längeren Dorn in das rechte Bein, der von einem Llrzt entfernt werden mußte. Die Schlägerei nahm dann erst ihren vollen Umfang an, so daß die Gendarmerie einschreiten mußte. dr. Breidenbach, 12. Nov. Spurlos verschwunden ist seit dem vergangenen Dienstag die bei einem hiesigen Landwirt bedienstete 16jährige Dienstmagd Katharina Dittmar von Romrod. In einem zurückgelassenen Zettel gibt sie an, man könne sie nur in einem Wasser suchen, im Himmel gäbe es ein Wiedersehen. Ein Polizeihund konnte keine Spur von ihr auffinden. Kreis Friedberg. X Bad-Nauheim, 13. Nov. Auf vielseitigen Wunsch hin hat Oberlehrer Tr. Strecker heute abend in den 9räumen der Ernst-Ludwig-Schule wieder mit Winter Vorlesungen, dic jede Woche einmal stattfinden, begomien. Tie Vorlesung behandelt dieses Jahr „Tic Vorgeschichte der französischen Revolution im Lichte der neuesten Forschung". — Im hiesigen Vortrags- v e r e i n wird noch diesen Monat ein Rezitativ nsabcnd! stattfinden, für den Fran Lydia Lerner-Sioltzc, eine Enkelin des bekannten Stolpe, gewonnen ist. — Tic nächste Veranstaltung b?” Bildungsvereins wird eine Kindervorstellung des Rhein- Mainischen Theaters sein. Langes reizendes Märchen „Weihnacht im Walde" kommt zur Darstellung. Starkenburg und Nhcinhessen. .m. Offenbach a. M., 14. 9lob. In unser r Stadt herrscht zurzeit eine, starke Zunahme der T p p h u S c r k r a n ku n g e n, bereit Zahl in den letzten 8 Wochen auf 16 gestiegen ist. Tavon ist ein Fall tödlich verlausen. Tcr Ttzphnsherd erstreckt sich auf 8 Familien, doch haben die amtlichen Ermittelungen nach einer gemeinfchaftlick>en Ansteckungsquelle bisher kein Ergebnis gezeitigt. Die Typhuserkrankungen sind wahrscheinlich ans den Genuß ungekochter Milch ziirückznsühren. S v ir r l v s v cr- sck)wunden ist seit dem 5. November die 57jahrigc Witwe Margarethe Ried mann, geb. Nenbert. Die Fran hat sich unter Umständen aus ihrer Wotznung nufernt, die daraus schließen lassen, daß sie sich ein Leid angetan hat. Jürgas und Lehrmann vvm , _____ ..... ...... phancs „Frösche n" konnte nun endgültig auf Montag, 20. November, festgesetzt werden: die alten Billetbestellungen behalten .Gültigkeit. — Ms Feftvorstellung zu Großhei^ogs Geburtstag am Samstag, 25. November, wird Goethes „Iphigenie" mit Frau Baumeister in der Titelrolle gegeben werden. Diese Aus Stadt und Land. Gießen, 14. November 1011. ** Tageskalcnder für Dienstag, 14. November: Stadttheater: „Der Pfarrer von Kirchfeld." Anfang 8 Uhr. ** Kreisschulinspektoren. Der Großherzog hat den Kreisschulinspektor bei der .Kreisschulkommission Worms Professor Tr. Karl Frenzel zum Kreisscbulinspektor bei der Kreisschulkommission Darmstadt und den Oberlehrer an dem Realgymnasium und der Oberrealschule zu Gießen, Professor Joseph Luley zum Kreisschulinspektor bei der Meisschulkommission Worms unter Belassung seines Chcrrokters als Professor ernannt. ** Lehrerve rsoualien. Bestätigt wurde der von dem Fürsten zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg auf die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Wald-Amorbach, präsentierte Schulamtsaspirant Fritz Gevert aus Hamburg, liebertragen wurden dem Lehrer Fritz Goll zu Breitenbrunn, dem Hauptlehrer Gg. Simrock zu Klein-.Krotzenburg, dem Lehrer Jak. Strauß zu Sprendlingen, dem Schulamtsaspiranten Gg. Neeb aus Hahn (Kr. Darmstadt), der Schulamtsaspirantin Helene H o o s aus Wöllstein, der Schulamtsafpirantin Elisabeth Müller aus Michelstadt, der Schulamtsaspirantin Johanna Diehl ans Darmstadt, der Schulamtsaspirantin Hermine W e y hu s e n aus Bremen, der Schulamtsaspirantin Kunigunde Elisabctha T h a r t aus Frankfurt a. M. und der Schulamtsaspirantin Bertha Domen aus Köln Lehrer- und Lehrerinstellen an der Volksschule zu Offenbach. ** Ernennung. Der Großherzog hat den StclleNanwärter Ernst Weihe in Laubach zum Pedellen nn dem Gymnasium Fridericianum zu Laubach ernannt. •• Gehaltserhöhung für die Gießener Lehrerschaft. Die Lehrer unserer Volksschule, die vor vier Jahren die letzte Gehaltsaufbesserung erhalten hatten, stellten bei der Stadt den Antrag, eine weitere Gehaltserhöhung eintreten zu lassen. Nach den Anträgen würde der Stadt eine dauernde jährliche Mehrbelastung von rund Mark 40 000 bis 50000 erwachsen. ** Kandidatur Klingspor. Man schreibt uns: Die für Dienstag abend für Wieseck vorgesehene Wählcr- versammlung kann erst Donnerstag abend stattfindcn. Gerahmte Bilder Unger ahmte Bilder Einrahmungen in jeder Preislage im AuSschnill 28 Pfg. vrsel Lanolin '■ Spurlos ütiJ Dienstag die bei eind Dienltinapd flalborid ziirückqelossknrn Zetiu wm Wasser suchen, tr| Ein Polizeihund tonn Kunsthandlung J Hirz Seltersueg 22 pari, und I. Etage Itflrumtnt anzusehafftn. Gedl !• schöntm Etui. — Ganz« Tie man .NKh.thBnnc^n )heeai»cbe 1 _ ^^hrl^eartiwlhwt<1<^(»ariotuet>urgHaiaefe^a Bilder dort ausgfy.'iebnet wurden, erstatrcle ein Maier Anz.nge. Tie Trafikantin Nenietky und ihre Tochter wurden in ihrem (Acschäftslokal in Prcfiburg ermordet aidgeiiinbcn. Mörder dürsten etwa 300 Sirenen geraubt haben. Bisher hat von ihnen keine Spur. tagsabgeordneie und Landos-Parletfekretur brr hessischen iovalbcmofratifthcn Partei, Crb, ist heute nacht an Asthma und Arterienverkalkung gestorben Johannes £rt> war 1854 zu Ttzfcn - - !ln. IchlechtkS tn> :t,et der fiontroJ Kontrollpflichl^ drenden Wagen, ti Gehenden Häuflein f] h,ng Emer plötzlich J 'ne am Rain sieder! schnrsungen am flörr n Torn in da? reL werden inuöle. 1 n Umfang an, so de Johannes Crb war 18.,4 zu Tcefcnbad) in Cbcrbnfcit geboren und be, uchte dort bie Volks schul- Bon 1872 bi 3 1874 umt er nabrikarbcrler in Clfenbad), 1871 -1*77 genügte er seiner i\‘üitär- Ptlicht und war dann wieder bis 1888 FabriKlrbeuer Tunn war er zunächst AvnsumvereinS-Laaerhatter, sp.uerkin Burcaua, lnlse bei der Ortskrankenkasse und »eit einigen fahren % irteiirfictäi. Tem Landtag gehörte er seit 1902 als Vertreter des Wahlbezirks Ossenbach — Land an, in dem tvfot eine Nemoabl auf drei Jahre stattzufinden hat. Orb war tm Landtag gvwöbnltch bei Redner seiner Partei in sozial pol tuschen srragen. Amtlicher weNerdekichk. 9Betterau6fid)ten tn {‘eficn am Mittwoch. Den 15.November 1911: Pjorgemiebcl, tagsüber wolkig, meist trocken, etwa« kälter. wandern ttnö Keifen. O Laubach. 13. Nov. Gestern nachmittag unternahm bei hiesige Zweigverein des P D. C. einen ^amilienhrrbfi auSflug, der wie alljährlich nach Lardenbach führte. Infolgt Wr ungünstigen Witterung waren eS nur wenige, die die Wo.», hernng zu Fun zunlcklegten, die größere Anzahl her T.chlnchmer brachf die Eisenbahn nach dem gewühlten Ziel. Nachdem man sich bei Kaffee und Kucken gestärkt, entwickelte sich bald die reckt- «hltckc Stimmung. Ter Vorsitzende, Oberlehrer WeiSbart. lincd) den Wunsch zu gutem Verlauf der Wanderung aus. In ab wechselnder Reihenfolge wurden von jungen Tarnen und Herren en Theaterstück und mehrere Lieder zum Vortrag gebracht, die zur wesentlichen Verschönerung des Nachmittags beitrugen und für b’.c den Ntitwirkenden reicher Beifall zuterl wurde ?luch die -lesangsabteilung fang mehrere Lieder, die ein verdientes Lob sanden. Dazwischen huldigte die Jugend eifrig dem Tanze. Nur allzurasch waren die Stunden fröhlichen Zusammenseins verstrichen, b r 11-Uhrzug brachte die Teilnehmenden wieder in die veimat AltÄck. Eingesandt. n>ahrscinen Sitz in Berlin haben. Kleine Tayerchronik. Sine Damentuckigrobbandluna im Mittelpunkt von Berlin urbe im Lause des letzten Jahres vom Fabrstubliührcr durck - lebst ä hle um etwa 20 000 Mk. geschädigt Der Täter -vurbe verhaftet. Die Kriminalpolizei in Leipzig hob in einem Hotel in Spi elern est aus D r e i si i g meist auowartigc Ositts- lefitzer, .Kaufleute und Viehhändler beteiligten sich am Spiel. £ie Umsätze waren ziemlich grost. Ein großer Geldbetrag wurde befchlagnalmtt. In Dresden ericblug der Arbeiter Schubert feine beiden 'linder. Ter Grund des Verbrechens ist noch nicht aufgeNört. Auf einer Treibjagd bei Halle wurde ein Treiber von einem unvorsichtigen Schützen durch einen Sckuß in den Zopf ge lötet, ein zw.iler Treiber wurde schwer verwundet. In Gerste münde versuchte ein ISjähriges Dienstmädchen durch Beigabe von »kleesalz zu den Speisen, sowie durch Zusetzung von Gift zu einer Flasche .stognak ihre verrschaft zu vergiften Die Speisen halten einen schleckten t^.ichmack und wurden deshalb nicht penoffen. Ein Chemiker stellte das Gist fest. Das ansck)cin-nd nicht ganz normale Mädchen soll durch ein Gistnwrddrama, daZ sie in einem .stinematographentheater fah, zur Tat veranlastt worden fein. In dem Landgericht in Stettin stahlen Einbrecher den '?(ftenfaftcn, der die Strafakte in dem Tarlebensschwindelprozest gegen Songousch und Genossen enthielt. Von den Tätern fehlt jede Spur. In stönigs Hütte entstand während der Schachlarbeiten durch plötzlich auftretendes Grundwaiser ein Erdrutsch. Die Erbmassen verschütteten vier Arbeiter, von denen, wie bie aus- • Gesellschaft bekannt gibt, fc schwer teils Icirtit verletzt geborgen worden sind. Nach dem Vierten wird noch gesucht. ~ Als in Kielte lRussisch-Polen) die Frau des Besitzers Sir ko in SnwaNi mit einem offenen Lickt den Keller betrat, in dem Selber lagerte, erfolgte eine Explosion. Das Haus verbrannte. Das Ehepaar Sirko und sein dreijähriges Mädchen sind verbrannt. Mehrere Personen wurden verletzt. ■ suchung abgehalten. Er kaufte armen Malern Bilder ab, beseitigte bereit Signatur und piweite seine eigene hinein. Er sandte die Ofcmalbe zum Salon Arüste Franeais. Als bie Citfticbiffnbrf. Unfall dos „M. I". Köln, 13. Nov. „M. I" nahm infolge Versagens des Motors bei Lengerich eine otlandung vor. Das -öhensteuer ist zerstört und die Ballonhülle beschädigt. hechnjhmt 20 Mg. txtro Garant e: Gdd sofort zurtick. wenn nicht gdillt. — WeIhnachts-Katalog Ixintfarti g über Harmonikas, Zrthtm sowie sämtliche Musiki ns trumtnte. Spklwaren usw. frxlia und franko. i Bnsberg k Compagnie, Heuenrnde Ho. 273 (m» üteere Marke „fteiirnifl“ allem eSm«» Kab'.iau ohne fiopj, l-12=ifnnb. j. 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Der Präsident schloß den Landtag mit einem $od) auf ben Regenten, in das auch bie anwesenben Sozialdemokraten einstimmtcn. Tte Ctickjwahlparolc der Nat'vnalliberalen. bs. Darmstadt, 14. Nov. Der Vorstand der national- liberalen Partei hat gestern abend einstimmig beschlossen, bei der Stichwahl in der Stadt Darmstadt nachdrücklich für den Kandidaten der sortfchrittlichen Volksparter Sfadtv. Henrich einzutreten. Der LandeSanöfchnß der nationalliberalen Partei hat beschlossen, die Anhänger der Partei in den fünf Landtags- Wahlbezirken Darmstadt, Höchst, Pfungstadt, Gernsheim. Rodheim-OberroSbach und Büdingen, in denen bürgerliche und sozialdemokratische Kandidaten einander gegenüber stehen, aufzufordern, mit aller Kraft für dic bürgcr- lichen Stichwahlkandidaten einzutreten. Eciknkiwikj schwer verletzt. Warschau, 14. Nov. Während einer Fasanenjagb auf bem Gute Pawlowice wurde der polnische Sckniftstcllcr Seien» kiwicz von einem Jagdgaste durch zwei Schüsse am Shtie und an der etirnc schwer verletzt. Er kam nach Warschau ins Kranven- l-aus. öinc überwundene LabinettSkrifiS in Japan. Tokio, 14. Nov. Die Krisis, die im Kabinett wegen tc‘5 Budgets entstanden war, endete augenscheinlich mit dem Siege des ^inanzmmisters Über den K r i c g s u n d M a r i n e - mini st e r. Der Kriegs- und der Marinernimsler verlangten beide die Aufnahme von Airleihen, die Verminderung des Amortisation,» fonds zur Deckung her Erhöhung d.r Land und Seestreilträfle, was der Iinanzminister ablchnte. Unter dem Druck der Bankier^ Vereinigung und der öffentlichen Meimmg entschied sich nun der Premierminister Marguis Saionji zugunsten tnS Finanzministrrs. Er stellte ben Kriegsminister vor die Alternative, entmeber seine orbcrungen zurückzuziehen ober zurückzutreten._______ Kur ganz, kurze Zeit genügt, um die kräftigende und erfrischende Wirkung de« UioNon zu bemerken. Meine Frau verbrauchte 2 Pakete von Ihrem Biosan in za. 8 Wochen, vro Tag nahm sie 2 mal 2 Kaffeelöffel voll. Bor dem Gebrauch hatte sie wenig Avvetit und Schlaf und mar immer sehr aufgeregt. Schon nach den ersten 14 Tagen war der Genun von Crsolg. Tab Sillgemeinbefinden besserte sich bedeutend unb das Mdroergerotcbl nahm zu. Besonders machte iidi auch ein gutes Aus» sehen bemerkbar. Mit Geschmack und Bekömmlichkeit war meine Iran sehr zufrieden. Hersbruck b.Nürnberg, 2».Iunt 1911. A M eck, Postadiunti, Turnftrafie. Unterschrift beglaubigt ffuvventhal, 9lotar. Biofon das beste und billigste Wahr und Kräftigungsmittel seiner Art, Tofe izirka 1; Kilo) Mark 3 — in Apotheken, Drogerien. Ber- langen Sie vom Biosonwerk i)ransurttMaiMGratiSprobe n.Broscküre. ___________________________________________ b", und Kaninclicn-ll» ch bet ungiinfhgen La. vermischter. * Gründungsversammlung deS Deutsche» In RsendverbandeS. Unter bem Vorsitz des Generalfeldmarschalls Hkrzellenz Dr. Frhr. v. d. Goltz traten am Montag morgen un «betreubaitv in Berlin eine Anzahl hervorragender Persönlich- jJ feiten zusammen, um alle Drganilationen, bie sich der Fürsorge für j die Heranwachsende Jugend gewidmet haben, zu einem Verbände Mpchnnmenzuschliesten. Unter den Anwesenden waren viele Vertreter hoher staar kesklWft für Kid- naH ^ölftrtiinhc. Zweiter Vortrag ronncrStag, 16. November 1911, 81/, Uhr, in der großen Aula der Universität: Herr Prof. Dr. Georg Wegener, Berlin: „Das heutige Indien nach Studien und Beobachtungen während der Reise des deutschen Kronprinzen" - - - mit Lichtbildern. IabreSbeitrag sür Mitglieder u. deren Angehörige M. 4.—. ^EinirittovreiS sür Nicktmitgliedcr M. 1.—, für rtudterendc tH. —.60. (v1*/11 Sorte (i find in der Zlicker schen Univ- Buchhandlung und in der ! ^reeS'schen ^»ofbuchbaudlung zu haben. 1 . Jahreskarten für Studierende auf sämtliche Bortrage M. 1^0 mb bei dem vausverivalter des ZollegiengedaudeS au haben. Mitglieds und (.siutrittSkartcu sind am Eingänge zur lala vorzuAeigen._____________________________ 3 chörige Patent-Mund - Harmonika werden, so wählt ta Mitbürger, Mahler! Am 17. November sollt Ihr durch die Stichwahl darüber entscheiden, wie Gießen und Wieseck in den nächsten wahren im Landtaa vertreten sein werden, ob durch zwei entschieden liberal gerichtete, energische und unabhängige Manner oder auch durch ein Mitglied der nationalliberalen Partei, die infolge ihrer Abhang,gkest vom Bund der ^andwirte und den Antisemiten in der Vertretung liberaler Interessen so ost versagt. Unser Kandidat steht fest auf dem Boden des Programms der fortschrittlichen Volkspartei, deren zielbewußte, volkstümliche Tätigkeit im Landtag Anerkennung im ganzen Land gefunden hat. Im Einklang mit der Partei, und ohne Widerstände aus den Reihen der eigenen Fraktion fürchten zu müssen, wird er eintreten: für Erhaltung «nd Vermehrung der Volksrechte, insbesondere für Beseitigung des Pluralwahlrechts und der Kautelen, für eine gerechte Steuerpolitik, welche die unteren Einkommen entlastet, für die Gesundung der hessischen Finanzen durch Revision des preußisch hessischen Eisenbahnvertrags, durch Vereinfachung der Staatsverwaltung, durch Sparsamkeit im Staatshaushalt, für eine gerechte Wirtschaftspolitik, welche die Entwicklnng von Handel, Jndnstric und Gewerbe tatkräftig fördert — gegen die einseitige Begünstigung agrarischer Wünsche, für Erhaltung und freiheitlichen Ausbau unserer bewährten Schnigesetzgebnng, insbesondere für die unbedingte Aufrechterhaltung der Simultanschnle, für die Berücksichtigung der Interessen der Beamten, Lehrer und staatlichen Arbeiter, für eine freiheitliche Reform des Bcamtcnrechts, für freies Koalitionsrecht der Arbeiter feder Art, für Wohlfahrt, Freiheit und Gerechtigkeit im Hessenlande. Mitbürger, Wähler! Wenn ihr wollt, daß diese Grundsätze nachdrücklich und unerschrocken zur Geltung gebracht den Kandidaten der fortschrittlichen Volkspartei, ' ■ Professor 6 Orsladl in Giessen. Der Wahlausschuß der fortschrittlichen Volkspartei. in Wieseck bei Ziegler Freie Aussprache. Freie Aussprache. Sonntag 5 Uhr Wochentag 8 Uhr Der Wahlausschuß. V»/11 Hotel zum Einhorn Täglich Künstler - Konzerte des ungarischen Salon-Quintetts Kälnian hiebigshöhe Jeden Donnerstag nachmittag von 4-6 Uhr: 6812 XafteXieztrt Zur Stichwahl! Oeffentliche Wählermsammlungen der Fortschrittlichen Volkspartei. Mittwoch, 15. Novbr. abends 8$ Uhr pünktl. Redner: Dr. Strecker, Bad-Nanheim Stadtverordneter Prof. Urstadt Donnerstag, den 16. Novbr. abends 8$ Uhr zu Gießen in Steins Garten. Redner: Gutsbef. Arthnr Becker, Bartmannshagen Stadtverordneter Prof. Urstadt Oberhessischer Geschichtsverein. Moflitt MMtt-BtchiMlW Donnerstag, den 23. November, abends 8Vs Uhr, im unteren Saale des Cas« Ebel. Tagesordnung: 1. Geschäftsbericht des Vorsitzenden. 2. Kassenbericht des Rechners. 3. Vorstandswahl. 4. Vortrag des Herrn Pros. Dr. K. He l m: Religionsmischungen im germanischen Heldentum Widaliir Klingsper MMWlq io Wieseck Donnerstag, 16. Nov. abends 8^ Uhr bei Herrn Gastwirt W. Dorfeld. Redner: Rechtsanwalt Kaufmann. Prgerilerm Giessen. Unsere Mitglieder nebst deren Damen werden zu einer Besichtigung des Liebig-Museums unter Wrung öes Hem Professor Dr. Sommer, Mittwoch, den 15. ton», Nachmittag 4 Dhr pünktlich hierdurch freundlichst eingeladen. Der Vorstand Zur Landtagsstichwahl. An die Wähler der Sozialdemokrat. Partei! Wie bekannt, ist nächsten Freitag die Stichwahl zwischen dem nationalliberalen Kandidaten Herrn Klingspor und demjenigen der Fortschrittlichen Volkspartei, Herrn Prof. Urstadt üon zunehmen. Welche Stellung unsere Partei zu dieser Stichwahl zu nehmen hat, kann im Hinblick aus bte politi che Situation in Hessen keinen Augenblick zweifelhaft sein. Unmöglich für unsere Wähler, daff sie einem Nattvnalliberalen zum Landtaasmandat ver- Helsen können, auch nicht indirekt durch Stimmenthaltung, auch nicht, wer! der natronalllberale Kandidat persönlich sich allgemeiner Sympathien erfreut. Das Verhalten der Nationalliberalen ni der Wahlrcchtöfrage, in Steuer- und anderen Fragen, ihr Protest gegen tue Bestätigung des Beigeord' neten Cihnert in Offenbach, womit sie den Grundsatz des gleichen Rechts mit Fuhen traten —, alles dies zwingt uns, gegen die Wahl eines Nationalliberalen entsch,eben Stellung zu nehmen. Unsere Aufgabe muff vielmehr sein, die Linke des Landtages nach Möglichkeit zu stärken, deshalb fordern wir unsere Wähler auf, am Freitag dem Kandidaten der Fortschrittlichen Volkspartei in Giessen, Herrn Prof. Urstadt bic stlrtlt^ä^,Iei}.c!6c§Qrteih.eunbe! Der Beschlutz des Wahlkomitees bedarf keiner weiteren & gründung. Geht am Freitag alle zur Wahl und wählt d " Prof. Urstadt, Giessen. Das Sozialdemokrat. Wahlkomitee. Eintritt Mittwoch, des helmtea höflichst Ur. 268 V! llir TM Tie Türken M recht vorüber Paris, Iva _ berichtet, I" bm und häM o wäre, lyurbi tS die Aalienc Heburtstagssere Soden von Tri Störungen gebi am Montag von in Seusationsn Man sucht verx bemänteln, und SkS jährlicher und nehme an, daß abgefeilt hätten lürliche Erfind! nisches Blatt, es türkischen fi setzen bestimmt die gut bewafsr der Geist der hoben, was italienische Vor Tripolis den ersten M der itulieni leriekaserne un Der Angriff wu die von Artille doch sechshundl entfernt, nanu seuers, ^unt S unter einen L mit sich. Geg ähnlicher \ nischen Trupp hatten. Berlin, ris.-An Jt'on nein Mj ein den türlijdie sindliche Lch Tripolis störer „Dari « längs des lr l'chen Grenze gi> von Kontrel beschoß er das 1 «lch, zwang di ^hrscheinlich $ .. ^vn Beng Wen angeto ^ße unberänbei Eonstanti «‘«Heiler au $ie 't-llieuischen ^f Grey p bega ;u Ugmdtz Me» Ä“1* “ui NM \ "“fall, %ni M der er LA^ ii intet'L 501 Ä V'ltaNe>i ÄS tzüL Hd. st.?*,»«