1 an: Anzahl ■trohmatr., Anz. 2.- Volbnatr., Anz. 5.- ’atentmatr., Anz. 3.- 1 Speise, zimmer oder 1 Herrenzimmer oder 1 Salon mit Garnitnr ilaf. irner hn- imer ehe Kreditbewilligung, 14-16. lel,Coslnmes hlung.---------- i Umzug. ttmanD. Blockstrasse l01che Vorteile, HcVd3^’durch ,4/iß. det beqQetDen :1 kaufen. |etzt kaule ich gegen I J Zsth- ii. JtluWi'11 für den Wintcrbcdarl dbc MäuScbenI Zgiailaü Lagnom bonom p do date lldorador -igenbcimer flC|bfleitöi8 !nduimc । rftsH «**Ä*Se J rmüdertrotl^ tvacbsene em Jo(j. i LahusenSE^Elsen Durch seSe,ffirk^^V: satz del.tb Lebertra°'J/ pP ' beliebCnn zu ' nellU123(j und 4- HSssK- '^feinst® Nr. 249 Ter «ietzenrr Anzeiger crscheinl täglich, außer Eonntagi. — Beilagen: viermal wöchentlich «iehenerÄomilienblötter; iioennal wudientLKrtis» blatt (ürbtnKteH (Sieben (Tienätagunb fVreitan); zweimal mönotl- £anö« wirtichastliche Seitfragen rnipredi - 'llnidjlüffe: fiir bie fHebaftion 112, Verlag u. Expedition 51 Wb reffe für Tcveschcnr «nzeiger «fcßen. Unuchme von Anzeigen t Die lanesmimmer tvi vormittags 9 Uhr. M Jahrgang Erstes Blatt Montag, 25. Oktober M VezngSpreiS: monatlich75Bt., viertel- jährlich Alk. 2.20: durch Wbholc- u. Zweigstellen monatlich 65 i:i.; Durch die Bost oiertcl- jdbrL auSschl. Bettellg. Zeilenvreiü: lokal läPf^ anoivartS 20 Pfennig. hesredakleur: A- d^oetz. Bcrantivortlich für ben politischen Teil: Slugiift General-Anzeiger für Gberheisen DDMI Rotationsörui! und Verlag der vrübl'schen Univ.-Vuch- und Sleindruckerei N. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schnlstraße 7. Lanb-'E.Hest-^ur'b«, vüdingen: Zernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a. Anzeigenteil: H. Beck. Dte heutige Nummer umsafzt 10 Seiten, ürkische Truppen und Araber unter Scheich Abdul t a n das des Zeichen des von Baden herüberwirkenden Großblocks aber sann es keinem Zweifel unterliegen, daß die Sozialdemo- iratie die Liberalen bei Stichwahlen gegen das Zentrum unterstützt und umgekehrt. Liberale und Demokraten haben ein festes Wahlabtornmen abgeschlossen und der liberale Landesverband hat den Demokraten, die im letzten Landesansschuß überhaupt keine Vertretung befaßen, fünf aussichtsreiche Wahlkreise überlassen, während in nahezu sämtlichen Wahlkreisen die Demokratie sich zu einer Unterstützung des Liberalismus verpflichtet hat. trat Tromm. Tic Ergebnisse bis 3all Uhr nachts lauten: 19 Zentrum, 7 Sozialdemokraten, 7 lothringischer Block und 2 Liberale endgültig gewählt. In Meh stehen 2 Liberale, in Bifchweiler 1 unabhängiger Fortschrittler, m Mülhausen 3 Demokraten und in Straßburg 3 Liberale uuü 2 Demokraten in aussichtsreicher Stichwahl. Zn den meisten übrigen Wahlkreisen haben die Sozialdemokraten Stick)wahlchancen. Lothring en sind größtenteils klerikale Blocktandidaten, in den übrigen Bezirken Zentrumskandidaten gewählt. Der italienifd)4ürtijd)e Krieg. Gefechte bei Ben Chasi. sind bereits gemeldet. Trotz der überstandenen Mühen ist der Geist der Truppen sehr gehoben und ihr Gesundheitszustand auS- ^^".Giornal d Italia" schreibt über den Kampf bei Ben Gvasi: Tie Türlen und Araber halten sehr schwere Verluste, denn die Ztaliener zeigten sich, trovdein sie durch dic^ schwierige Landung sehr ermüdet waren, als mbige und sichere «schützen, andererseits war die Wirkung des türkischen Feuers nur eine begrenzte, so daß die Verluste der Italiener weniger schwer waren. Jin Kample geiallen ist von den Offizieren der Fähnrich zur Lee Bianco. Unter den Verwundeten besindet sich der Fregatteniapttan Frank, der zweite Kommandant eines Kriegsschisses, der trog einer-Lchutz- wunde die Matrosen weiter zum Angriff vorsührte. ft o n st a n t i n o p e 1, 22. Okt. Nachrichten, die im Ministerium des Innern eingegangcn sind, melden eine schwere Niederlage der Italiener bei Bcnghasi, die durch Vie Revolution in China. Peking, 21. Okt. Hier ist ein Telegramm eingelaufen, daß der Zamen des Bizekönigs Tsinan- su ungefähr 160 Meilen südlich von Tientsin abgebrannt sei. Amerikanische ^Missionare in der Provinz Tschili wurden von Studenten warnend darauf hingewiesen, daß morgen in der Nähe von Peking eine revolutionäre Bewegung zu erwarten ist. Bemerkenswert ist, daß ähnliche Warnungen den Missionaren in Wulschang zugegangen sind, b e v o r der Aufstand dort ausbrach. Konsularberichte aus Ztschang, das mehrere Tage isoliert war, bestätigen die Nachricht, daß sich die Stadt in den Händen der Aufständischen befindet. Die Lage in Hankan. öanfau, 21. Okt. Gegenwärtig herrscht in H ankau Ruhe. Unter den Streitkräften der Aufständischen Rom, 21. Okt. (Agencia Stesani.) Ein Radiotclegramm, heute abend von dem General Briocola, dem Kommandanten Expeditionskorps in Eyrenaika eingelaufen ist, meldet: In der N a cht v o m 19. zum 20. Oktober wurden bie it al i e- nischenTruppeninBenghasivonBeduinenmehr- m a ls angegriffen. Tie Stadt wurde morgens am 20. Okt. besetzt. Nachmittags machten die Beduinen einen Angriff auf das Torf Sabri; sie wurden zurückgeschlagen. Tie an Land gelebten Truppen sind letzt um Benghasi geiammelt, sie verließen den Strand bei Giuliana, wo die Ausschiffung der Truppen stattge- Tie Ergebnisse. S t r a ß b u r g , 22. Okt. Nach den bis 11 Uhr 30 Min. vorliegenden Meldungen über die heute in Elsaß-Lothringen zum ersten Male auf Grund der neuen Verfassung bei ganz ußerordentlich reger Beteiligung borge- ommenenWahlen zur Zweites K ammer sind gewählt: 2 Liberale, 19 Kandidaten des Zentrums, darunter Wetters, Pfleger und Gilliot, die eigentlich zu den Nationalisten zählen, 5 Sozialdemokraten, 9 Kandidaten des Lothringer Blocks und ein unabhängiger Agrarier. Nachwahlen haben, foweir bis jetzt bekannt ist, in 24 Wahlkreisen stattzusinden, bei denen u. a. auch die beiden Führer der Liberalen, Gebrüder Wolf, in Betracht kommen. Ter Nationalist Blumenthal kommt in eine ungünstige Nachwahl, ebenso der Zetttrumskandidat Laugel. Von bekannten rühereu Landesausschußabgeordneteu sind außer den bereits genannten wiedergewählt vom Zentrum Romey, Labroife, Tr. Schott, Wiltberger, Telsor und Hauß, vom Lorhringer Block Pierson, Weber-Bolchen, Bourger, Labrotse oivic von den Sozialdemokraten Emmel, Bohle und Peirotes. Der „Berliner Lokalanzeiger" meldet noch: Tie Wahlbeteiligung war äußerst rege. Man rechnet in einzelnen Wahlkrctien aus eine Beteiligung bi» zu 80 Prozent. Tie Liberalen uns Demokraten fommcii in tast allen Wahlkreisen in die Stichwahl, die am nächsten Sonntag slatlsindet. In Straßburg wurden zwei Sozialdemokraten gewählt, Boe hie und Peirotes. Tic vier übrigen Straf bitt ter Mandat i find noch ausständig. Im Wahltrrise Hagenau i|t die Wahl des Zcnlrumskandidalen Hau ß gesichert; in S ch l e t l st a d t wurde der Zentrumskandidat Tr. P f l e g c r, in S a a r g c m ü n d H o e n (Ztr.) und im Wahlkreise Er |tcin - Benfeld der Zentrumskandidat Gilliot gegen den liberalen Kandidaten Joeger und den Sozialdemokraten Ziegler, glatt gewählt. In Niedcrbronn wurde der Unabhängige Tr. Michel gegen den Sozialdemokraten Renner gewählt. In Mül haus en-Land erlangte Dr. «pahn jun. 1824 Stimmen, in Mülhausen-Stadt I siegte der lozml- demokratische Zieichstagsabgeordtteie Emmel mit 3188 Stimmen; der Liberale Di e m e r - Heilmann errang nur 583 und der Zentrumskandidat Spalter 258 Stimmen. In Mülhausen II blieb ebenfalls der Sozialdemokrat Schilltg mit 3094 Stimmen gegen Liberal und Zentrum Sieger; in Mülhausen III findet eine 9t achwahl statt. Tie meisten Stimmen erhielt der Derno- Die Wahlen in Elsaß Lothringen. Tas erst vor 40 Jahren eroberte Reichsland nennt seil Frühsahr 1911 eine Verfassung sein eigen, um die es, namenl lich hinsichtlich des Wahlrechts, der Wahlordnung und der Wahlkreiseinteilung, mancher deutsche Bundesstaat beneiden konnte. Vor allem hinsichtlich des Retchstagswahl rechts, das in Elsaß-Lothringen fast vollständig eingefuhrt ist, während das alte Preußen noch darum kämpfen muß, und in den rückständigsten aller deutschen Bundesstaaten, den beiden Mecklenburgs, überhaupt erst davon die Rede ist, das uralte ständische Wahlrecht in ein weniger ständisches umzusormen. Schon aus diesem Grunde bedeuten die am Sonntag in den Reichslanden abgehaltenen ersten Wahlen unter dem neuen Wahlrecht ein historisch-politisches Ereignis ersten Ranges, dessen Bedeutung noch dadurch erhöht wird, daß man auf Grund der Wahlaussälle in Elsaß- Lothringen, allerdings wohl erst nach den Nachwahlen am 29. Oktober, in der Lage fein wird, Schlüsse zu ziehen auf 'den Ausfall der kommeiiden Reichstagsneuwahlen, zum min» besten — da cs Konservative im Voaefenlande nicht gibt — hinsichtlich des Verlustkontos des Zentrums. Ta Elsaß-Lothringen vorwiegend katholisch ist, hat dort das Zentrum einen ganz vorzüglichen Nährboden. Ter jetzt sterbende Reichstag verzeichnete unter den 15 Adge- ordneten Elsaß-Lothringens zwei Anhänger des Reichs- Zentrums, sieben des Zentrums speziell elsässischer Färbung und drei unabhängige Lothringer, die dis auf den liberalen Abgeordneien Grögoire in saft allen Fällen mit dem Zentrum stimmten, während es die Reichspartei nur auf ein, £ic Sozialdemokratie nur auf zwei Mandate brachte. Und in dem jetzt selig entschlafenen Landesausschuß war die Macht des Zentrums in allen seinen partikularistischen Schattierungen womöglich noch größer. Als nun die clsaß lotdringiiche Verfassungsreform zustande kam, erfuhr das Zentrum, das dazu Beihilfe geleistet hatte, in den Kreisen seiner elsässischen und lothringischen Mitläufer mannigfachen Widerspruch; es ließ es sich daher angelegen fein, unter Führung des bis» hörigen Demokraten Blumenthal einen National- bunb (natürlich sranzhfischer oder wenigstens reichslän- bischer Färbung- zu gründen, der die mit der neuen Verfassung unzufriedenen Elemente an sich locken sollte, während es andererseits selbst die Angel nach den unabhängigen Lothringern auswarf. Das erste, das wohl nur dazu bestimmt war, die Wähler von der Reichsfinanzreform ab- nilcufen, brachte es mit sich, daß im Zentrum scharfe Differenzen zwischen Einheimischen und Mtdeutschen, also Zugewanderten, ausbrachen. Ein Wahlabkommen zwischen Zentrum und unabhängigen Lothringern aber, wie es das Zeiitrum un Auge hatte, wurde durch das Dazwifchentreten des liberalen Blockes (Rationalliverale und Fortschrittler) verhütet, wobei die oben erwähnte Spaltung im Zentrum eine nicht geringe Rolle spielte. Mit der Sozialdemo - fratic, die in allen 60 Wahlkreisen Kandidaten ausgestellt hat, ist kein festes Wahlabkommen seitens der Natio- nalliberalcn und Demokraten vereinbart worden. Im Asis überfallen wurden. Die Verluste der Italiener s o 11 c n 8 0 0 M a n n , die der T ü r k c n 115 betragen. Die Italiener ließen bei der Flucht viele Waffen und Munition auf dem Schlachtseldc. In Benghasi herrscht unter den Italienern Disziplinlosigkeit. Ein von den Italienern beschlagnahmter Tampser. Konstanlino pcl, 21. Olt. Tcr von ben Italienern beschlagnahmte und durch eine türkische Gesellsä-ast gewartete englische Dampfer „New a", welcher samt der Ladung freigelasscn wurde, traf gestern in Prevesa ein. Nach Aussage des Kapitäns fon fixierten dieItakiener 13 2 ft i ft c n Munition, 7 Gewehre und Gendarmerieuniformen. An Bord des Tampfers befanden sich 112 Soldaten, 7 Offiziere, ein Zivilkaimakan samt Familie und 7 Zivilisten, welcüe sämtlich gefangen genommen und zunächst nach Tarent, später nach Malta gebracht wurden. Ter deutsche Rat an die Psorte. Entgegen den Irrtümern auswärtiger und deutscher Blätter stellt die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" fest, daß Freiherr v. M a r i ch a 11 die Pforte zu einem möglichst raschen Friede n s s ch 1 u ß unter bedingungslosem Verzicht aus Tripolis nicht gedrängt habe. Er besckiräuktc sich darauf, die Absichten der Pforte zu erkunden und Mitteilungen entgegenzunehmen. Unter diesen Mitteilungen befanben sich Wünsche wegen Vermittlung, worauf der Botschafter, da keine posilioen Vorschläge der Pforte zugrunde lagen, noch nicht eingehen konnte, Tas Bombardement von Homs. Tripolis, 22. Olt. Turch das Bombardement von Homs ist von den Einwohnern niemand getötet worden. Morgens war die Ilaltenische Flagge auf der Zitadelle gehißt. Im Lause des TogeS wurden Truppen mit Kriegsmaterial auSgeschifft. 400 Personen, darunter ausgewieiene Ucberlnufer, Kriegsgefangene und das Personal des Noten Kreuzes, verließen Homs auf einem Dampfer. Hauptmann Parazzini (unternahm mit feinem Flugschiff einen Flug. Gleich bei der ersten Landung wurde der Motor mit Sand bedeckt und ist unbrauchbar geworden, so daß er zur Reinigung abmontiert werden mußte. Parazzini kam zu dem Schluß, daß die Verwendung von Flugzeugen wegen des Sandes unmöglich ist. funben hat. Kriegsmaterial wurde im Hafen von Benghafi aus- gefchifff. Tie feindlichen Streitkräfte bestanden am 19. und 20. Okt. außer den türkischen Truppen aus wenigstens 2000 Beduinen. Man glaubt, daß bie türkischen Truppen mit 12 Kanonen sich auf bie Hochebene zurückgezogen haben. Tic Verluste der Türken werben auf wenigstens 200 Tote unb eine große Anzahl Verletzte geschätzt. Von den italienischen Land- tnippen sind 7 Offiziere und 54 Mann verwundet; ein Unteroffizier, zwei Korporale und 13 Soldaten wurden getötet. Tie Verluste der Marine die Kunst ausstellt. P. schau' ttauß „Befreit", H. Wolf, „Auf ,Tem Unendlichen", R. freilich eine Schuld in der äußerlichen Sensationsgier vieler Hörer wie in der einseitigen Methode mancher unserer „Klavier-Handarbeits-Kurse" vulgo Konservatorien! Doch hierüber vielleicht ein andermal mehr. Freuen nnr uns heute, daß wir hier Kräfte besitzen, denen die Technik nicht Selbstzweck, sondern Grundlage zu künstlerischem Aufbauen ist. Auf die weiteren diechäyrigen Konzerte unseres Vereins sind wir nach diesem vielversprechenden Anfang sehr gespannt und wir wünschen, daß unser Publikum durch fortdauernd rege Teilnahme sich ein „Reifezeugnis" für einer Wanderung"- wollen wir mit dem Künstler nicht rechten: es ist dies übemviegend Geschmackssache. Dem Tempo des „Hochzeitsliedes" war die Sprechtechnik des Sängers nicht ganz gewachsen. Tas Publikum war dankbar und errang sich eine hübsche Tareingabe. Herr Prof. Traut- mann, der mit Ausnahme der Bachschen Sonate den ganzen Mend über mitzmvirken hatte, bewahrte sich als hervorragender Klavierspieler und, was mehr und seltener ist, als feinsinniger unb verständnisvoller Begleirer. Wie manchen Klavier-Arrobaten horten wir schon, oer das Paraderoß einer Liizffchen Rhapsodie gewaltig zu tummeln wußte, aber als Begleiter tlagüch aus dem Sattel sank. Hier liegt — Gießener Stabtt Heater: Tie Haubenlerche. Wilbenbruchs füßliches unb wenig glaubhaftes Schauspiel von Der Haubenlerche, bas sich mit psychologischen Begrünbungen nicht lange aufhält unb bie Menschen so formt, wie sie jedesmal gebraucht werben, halle gestern wieber einen starken Erfolg. Tie knalligen Effekte rissen nut, zwischen Lachen unb Weinen schwankte bie Wage, unb jeber Aufzug endigte unter lebhaftem Beifall. Glücklicherweise war ber Schluß des Werkes klug gekürzt. Tie Aufführung unter Herrn Bakofs Leitung war flott und flüssig. Frieda b e Bruyn spielte bie Titelrolle unb sie spielte sie so, baß man bie Unnatur bieses Mädchens weniger empfanb. Rührend und unschulbsvoll, voll munterer Lebendigieit unb Daseinslust, scheu unb verwirrt war sie, unb ihre temperamentvolle Tarsteilung wuchs im letzten Aufzug, als all Die emgebärnrnte Verzweiflung machtvoll losdrichl, zu einer überzeugenden Wucht heran. Herr Kaiser fanb für Die gewagte Lchattenffgur des August echte, warme Herztöne und hauchte ihr bas vom Dichter vergessene Leben ein. John Rappeport spielte ben Luftikus Hermann mit famoser Unverfrorenheit unb war im letzten Aufzug von einer ganz cerblüffenben Lebensechtheit. Mila be la Ehape11 e wahrte als Juliane ihre schlichte Würde. Hermann Norden verkorverte ben Ale Schmalenbach mit prächtiger Natürlichkeit und bot eine glücklich beobachtete Figur aus ben£ Volk'. In den kleinen Rollen bes Bültgesellen und ber Fran Schmalenbach gaben Herr Grosser und Fräulein Scholz zwei kleine, aber feine Eharakterstubien. ü. Süsses Begräbnis" und „Hock-zeitslied", Schubert Gietzener Aonzerwerein. 1. Konzert: ttammermufitabend. Gießen, 22. Oktober. Tie Zeiten liebevollster und allgemeinster Musikpflege bevorzugten die Kammermusik; leider haben jetzt unsere großen Herren meist anderes zu tun, als an jenen idyllischen Tagen, wo ein gutes Hausorchester selbstverständlicher Luxus und Bestandteil vornehmen Lebensgenusses war. Mögen heute die breiteren Schichten unseres Volkes an die Stelle jener einzelnen aristokratischen Gönner treten und sich von massiveren Prusik- und sonstigen Genüssen hinweg zu der feinsten Kunstblüte: der Kammermusik wenden. Aehnliche Geschmackswandelungen sehen wir ja auf dem Gebiete der Malerei, besonders der Landschaft: Die Effekt-Bilder mit ihren theatermäßig zugestutzten Szenerien treten in den Hintergrund gegenüber der intimen heimischen Landschaft; ein einfacher Wiesenbach, ein Feldweg mit blühenden Bäumen genügen uns mit ihren unaufdringlichen und herzbewegenden Reizen. Bald werden wir hoffentlich auch in der Musikpflege soweit sein, daß unser Konzertverein für so vortreffliche Abende wie der gestrige die Aula in Anspruch nehmen muß! Gestern zeigte der Klubsaal nur noch wenige Lücken; die Hörer waren sichtlich in aufnahmefähiger Stimmung und folgten ben Darbietungen mit warmer Teilnahme. Mit Recht: denn Programm wie Leistungen verdienten durchweg Interesse und Anerkennung. Tas wunderbar lebensvolle für Spieler und Hörer stets gleich dankbare und genußreiche B-dur-Trio Beethovens OVioline, Violoncell und Klavier) eröffnete würdig den Abend und hinterließ wohl die tiefsten Eindrücke. Man weiß nicht, soll man dem von Geist und Wohllaut funkelnden Eingangssatz, oder dem genialen Scherzo mit seinem bald grüblerisch wühlenden bald schwungvoll aufjaucl zenden Trio, dem innigen Thema mit Variationen, oder dem übermütigen Finale die Palme zuerrennen; überall ist ein ganzes Füllhorn blühendsten Lebens und Erfindens ausgegossen. In der Mitte des Programms stand eine Sonate für Violine allein von echt Bachscher Größe und herber Innigkeit; sie gab Herrn Redner aus Frankfurt würdige Gelegenheit, seine großartige «Beherrschung der Violine zu zeigen, tyc hier oft bis an die äugersten Greiizen ihrer natürlichen Ausdrucksmöglichkeiten gezwungen wird. Schumanns dankbare — wemi auch schon etwas verblaßte — Trio-Phantasie- Stücke beschlossen die instrumentalen Tarbictungcn; besonders ansprechend fanden wir das „Duett" und einige Stellen des „Finale". Tas Zusammenspiel der bewährten Frankfurter Gäste, A. Redner, Violine, und I. Heg ar, Violoncell, mit unserem Professor Trautmann (Klavier) war im ganzen tadellos; der geistige und technische Gehalt der Werke wurde fein und wirkungsvoll herausgearbeitet, einige kleine Unebenheiten sind ohne Belang. Zu loben ist aucy die Tempo- nahme, die sich von dem des Effekts halber manchenorts beliebten Hetzen freihielt; die Verständlichkeit für die Hörer gewinnt hierdurch sehr? Ten vokalen Teil leistete Hofopernsänger M. T r o i tz s ch (Wiesbaden) mit seinem wohlkungeiideii und geschulten Bari- toiL lieber die Wahl der Lieder (Löwe „ilcächtliche Heer- sind Anzeichen großer Tätigkeit vorhanden. Bereits hat ein leichtes Scharmützel stattgefunden. Für Montag wird ein'ernst es Treffen erwartet. Vuanschikai. Peking, 21. Okt. In einem D a n k s ch r e i b e n a n den Thron erklärt Yunschikai, er müsse krankheitshalber seine Abreise nach Hube aufgeben. Er werde mittlerweile Vorsichtsmaßregeln ergreifen. Von Seiten des Thrones wurde ihm befohlen, möglichst schnell abzureisen und dadurch die Aufmerksamkeit und das Vertrauen des Thrones zu rechtfertigen. Der erste Transport von Verwundeten aus dem Süden ist hier ernge- troffen. Wie verlautet, haben die Aufständischen Tschang- scha eingenommen. . Nach hierher gelangten Berichten ist im N o r d e n v o n Kwangsi eine Brigaoe kaiserlicher Truppen von Truppen der Au f st ä n d i s ch e n, die über starke Artillerie verfügen, beschossen worden. Die Kaiserlichen haben sich in Verwirrung nach Simpang-Ehow zurückgezogen. Die Eröffnung der chinesischen Nationalversammlung. Peking, 22. Okt. Die Nation alversamm l u n g wurde namens des Regenten vom Prinzen Shihto eröf,net. Tie Thronrede enthält keine Anspielung aus den Ausstand. Sie hebt den Wunsch hervor, eine konstitutionelle Regierung durchzuführen. Im zweiten Berliner Reichstagswahlkreis wurde von einer Vertrauensmänncrvcrsammlung der Fortichritt- lichen Partei der bisherige Reichstagsabgeordnete für ranzig, Mommsen, als Kandidat aufgestellt. Der Wahlkreis wird gegenwärtig durch den Sozialdemokraten Fischer vertreten. Der Vertrag mit Großbritannien über die gegenseitige Auslieferung von Verbrechern zwischen Deutschland und gewissen britischen Protektoraten ist dem Reichstage zugegangen. In dem Vertrage wird verschiedenen Wünsche englischer Kolonien über die bisherige Auslieferungspraxis Rechnung getragen. An sich ist der Vertrag ohne Bedeutung. Ausland. Der russische Ministerrat brachte in der Reichs dum a eine Gesetzesvorlage ein, in welcher gefordert wird, die Bekämpfung der Trunksucht zur Aufgabe des Staats zu machen. Deutsche Kolonie«. Der Gouverneur von Teutsch-Osta frika, Freiherr v. Nechenberg, hat, so teilt die „Nordd. Allg. Ztg." mit, auf dringenden ärztlichen Rat telegraphisch um Gewährung eines vo rzeitige n Heimaturlaubes gebeten. Tein Antrag wiirde oom Staatssekretär des Neichs- kolonialamtes stattgegeben, v. Nechenberg tritt mit dem nächsten Dampfer die Heimreise an. Die Geschäftsleitung übernimmt der erste Referent Geheimer Negierungsrat M e t h n e r. Kirche und Schule. Pfarrer Jatho hielt am gestrigen Sonntag in einer Berliner Volksversammlung einen Vortrag über, „Kirche und Reich Gottes". Der große Saal war fast ganz gefüllt; Jatho wurde lebhaft begrüßt. Er erklärte zu Anfang, eine engherzige Richtung habe ihn wohl aus dem Amte gestoßen, der Gemeinschaft der Kirche aber bleibe er treu. Unsere kirchlichen Gebilde sollten die Augen offen halten für die Einfachheit und Schlichtheit der Religion. Auch er halte eine Kirche im modernsten Sinne für möglich. Das aber sollte ein Dom sein, nicht aus kalten Steinen und Mörtel errichtet, sondern aus Erde gebaut, in die das menschliche Herz als Samenkorn zu setzen sei, um es zur Entfaltung zu bringen. Am Schlüsse seines Vortrages erntete Jatho starken Beifall. Aus Stadt und Land. Giegen, 23. Oktober 1911. •• Tageskalender für Montag, 23. Oktober.: © t a b t- theater: Volksvorstellung: „Kabale und Liede." F ü n i u h r t e e zum Besten des Frauenbundes der deutschen Kolonial-Gesettschalt, mit Lichtbilder-Vortrag. Von nachmittags 5—8 Uhr im Gesellschastsverein. O e f f e n t l. W ä h l e r - V e r s a m m l u n g der natlib. Partei. Redner Fabrikant A. K l i n g s v o r und Reichs- und Landtagsabg. Dr. O s a n n. Abends 88/< Uhr in Steins Garten. *"Jn Audienz empfangen wurden vom Groß- h erzog am Samstag u. a.: Pfarrer Widmann, Hofprediger in Gedern, und Amtsrichter Schneider von Bad- Nauheim. ** Ordensverleihung. Der König von Preußen hat dem Garn.-Verw.-^Oberinspektor a. D. Walter in Lich in Anerkennung der geleisteten 47jährigen treuen Dienste in der Armee den Roten Adlerorden 4. Klasse verliehen. ** Die Vereinigung für gerichtlich e Psychologie und Psychiatrie in Hessen hält ihre 14. Hauptversammlung am Samstag, 4. Nov., in Darmstadt ab. Die Tagesordnung lautet: 1. Besichtigung der Erziehungsanstalt O h l y st i s t bei Gräfen- hausen. Abfahrt vom Bahnhof Darmstadt im Wagen mm 10i/4 Uhr. 2. Sitzung im Hotel Heß um 2 Uhr mittags. Bericht. Geschäftliches. Vortrag des Professors Dr. Tanne m a n n - Gießen: Straf- und zivilrechtliche Beziehungen der Paranoia, illustriert durch Fälle aus der Praxis der hessischen Gerichte. 3, Gemeinschaftliches Gssen im Hotel Heß. •• Stadttheater. Da das erste Opern-Gastspiel am 30. d. M. stattfindet, muß die Aufführung von Aristophanes „Frösche" mit den Herren Hacker, Jürgas und Lehrmann vom Darmstädter Hoftheater auf einen späteren Termin als den ursprünglich in Aussicht genommenen, 31. Oktober, verschoben werden. Die Vorbestellungen für „Die Frösche" behalten Gültigkeit, falls nicht direkte Abbestellung erfolgt. ** Zigaretten st euer. Im Interesse unserer zahlreichen, mit der Zigarettensteuer unterliegenden Waren Handel treibenden Leser machen Mir an dieser Stelle auf die einschneidende Bestimmung in § 15 des Zigarettensteuergesetzes besonders aufmerksam, wonach derjenige, der sich gewerbsmäßig mit dem Verkauf von Zigaretten, Zigarettentabak, Zigarettenhülsen und -Blättchen befassen will, dies vorher der .Steuerbehörde anzuzeigen hat. Die Anmeldung hat im Bezirk eines Steueramts bei diesem, im übrigen aber unmittelbar bei dem zuständigen Hauptsteueramt zu erfolgen. Die Beachtung dürste umsomehr erforderlich sein, als Zuwiderhandlungen gegen die betreffenden gesetzlichen Vorschriften mit besonders hohen Strafen, bis zu 300 Mk., geahndet werden. ** Christianentag. Der in den Tagen vom 16. bis 18. Oktober unter den Eisenbahnern veranstaltete Blumentag für den Erweiterungsbau des Christianen- heims in Erfurt hat hier in Gießen rund 300 Mark eingebracht. ** Verein ehemaliger 116er. Am Samstag abend hielt der Verein ehemaliger 116 er seine Herbst-Mitglieder-Ver- sammlung in der Restauration Sauer ab, die von über 100 Mitgliedern besucht war. Der 1. Vorsitzende, Rechtsanwalt Kaufmann, erstattete Bericht über die Tätigkeit des Vereins im abgelausenen Halbjahr. Der Ausbau des Vereins ist außerordent- ltch gefördert worden, und die Zahl der Mitglieder ist auf 375 ^gewachsen.. Der Verein war bestrebt, mit dem Regiment, den Gießener Militärvereinen und den auf vaterländischer Grundlage stehenden bürgerlichen Vereinen Gießens ein gutes Ver- haltms anzubahnen. Dies ist ihm, wie sich aus der großen Zahl der gegenieitigen Einladungen ergab, geglückt. Der Verein wurde in den Hassia-Verband hessischer Kriegervereine ausgenommen. Der Vorsitzende schloß seinen Bericht mit einem Appell an die Kameradschaft unter den Mitgliedern und dem Gelöbnis der Anhänglichkeit an das Stammregiment, sowie der ^.reue zum Chef des Regiments, auf den er ein begeistert aufgenommenes Hurra ausbrachte. Die Tagesordnung wurde aus- nahmslos nach den Vorschlägen des Vorstandes erledigt. So befchlotz Die Mitgliederversammlung, daß der Vorstand mit dem hleiigen Regiment und den verschiedenen Vereinen und Verbänden |y Überall erMItiloh. | Auergesellschaft L Berlin 0.17 . 1Ä * für Aflötte -finit L s ’Äo ® Sd** I pS teil« sä • i-' äs* iS Milüipnw ’nrMin . ,o Armeekorps | Ortschaften Mülba^ andm f ,-MitärverMw ! Zriechenla , seiner hier W Behandlung i Vier- bis stn ebenfalls im ch. Ebei jjigen Sira lbesümmt mn ibmiit ein Gei schäften des : N &nih bit bortige M Der Ta gericht zu 2 verunreinigt meinte, er i schehen sei. als unbegrih ^toigung Ter Ärbe ’m Mittel w; morden. Ti gleichzeitig d Berufung ei angehalten, Angabe M an die Lar die Uiüersu . . in ... öttdem si haben wi 2 l Ärtl Sp Simmet Angebot im Men-Buse Tro Liefe Die Liese mterzelchnelen 31 Oktober 191: , Vertrags emer des Ba eite Angebot tot für Kolonia Uber 191110 Uh lll.Bataib Temei feigen Bul J®® können ?"^ag, den ^Wfletei ""ökskhen metbi Aus Hessen. Die Freiheit der Landesuniversität. Der fortschrittliche L an d t a g s k a nd i d a t für Gießen, Prof. Ur st ad t, ersucht uns um Aufnahme folgender Bemerkungen: Ich habe nicht gesagt, nur mit schwerer Mühe sei es gelungen, die Einsetzung eines Kurawrs bei der Universität zu verhindern. Ich habe nur ausgeführt, daß ich für die weitgehendste Selbstverwaltung der Universität sei. Deshalb hätte ich es mit Freuden begrüßt, daß der vorübergehend erwogene Gedanke, einen besonderen .Kurator anzustellen, wieder fallen gelassen sei. Denn der Kurator hätte sich vielleicht auch in preußischem Geist auswachsen können zu einer außerhalb des Professorenkörpers stehenden Gewalt, die der Universität auch aufoktroyiett werden und ihr juristisch-bureau- kratisch im Nacken sitzen könne. Dio „Berichtigung" bestätigt im Grunde den Sinn dessen, was von uns in der Versammlung notiert und wiedergegeben worden ist. Vom Geh. Justizrat Prof. Dr. Biermann erhalten wir folgende Zuschrift: Nach dem Bericht im Gießener Anzeiger Nr. 248 hat Herr Professor Urstadt in einer fortschritllichen Wählerversammlung Folgendes gesagt: Nanientlich auf dem Gebiet des Schulwesens 'zeige sich das Wirken der Reaktion. Die Freiheit der Universität werde von ihr bedroht und nur mit schwerer Mühe sei es gelungen, die Einsetzung eines Kurators zu verhindern. Als bisheriger Rektor der Landesuniversrtät erkläre ich demgegenüber Folgendes: Die ^ausgestellten Behauptungen können auf Tatsachen nicht gestützt werden. Die seit dem 1. Oktober d. I. bestehende Verwaltungs- organisation der Landesuniversität ist vom Senat selber ausgearbeitet und von der Regierung anstandslos genehmigt worden. Ein Kurator ist der Landesuniversität niemals angesonnen worden. Möglicherweise hat der Redner Kurator und Kanzler verwechselt. .Das Kanzleramt ist allerdings auch in der neuen Verfassung der Landesuniversität beibehalten worden, es ist aber bekanntlich seit mehr als 20 Jahren mit dem Rektorat vereinigt und gänzlich -unschädlich. Wodurch sonst noch die Freiheit der Umversität bedroht sein soll, ist ebenfalls nicht verständlich. Vielleicht hat der Redner an die bekannten Angriffe der orthodoxen Geistlichkeit gegen unsere theologische .Fakultät gedacht. Diese haben aber bet der Regierung gerade kein geneigtes Gehör gefunden und sind in den Kammern bisher kaum behandelt worden. Die Berührungspunkte zwischen Kammern ttnd Universität sind sehr gering. Sie bestehen fast nur darin, daß die Kammern alljährlich das Budget der Landesuniversität zu bewilligen haben. Hier aber sind bischer kaum jemals nennenswerte Schwierigkeiten entstanden, und die Tätigkeit des Referemen für das Budget der Universität, des Abgeordneten Brauer-Ofleiden, der seines Amtes stets mit großem Verständnis Md uneingeschränktem Wohlwollen gwaltet hat, verdient jegliche Anerkennung. Die Landtagswahl in Großcnlinden-Heuchelheim. ,<-■ ließen- 22. Ott. Eine liberale Vertrauens- münnerversammlungbeiderRichtungen, fortschrittliche Volkspartei und Nationalliberale, tagte heute .nachmittag im Lenzschen Felsenkeller, um sich mit der -Landtagswahlim Wahlkreis Großen-Linden- Heuchelheim zu befassen. Von den Rednern wurde die .Notwendigkeit einer gemeinsamen liberalen Kandidatur be- iüont. Mehrere Redner vom Lande hoben hervor, daß das liberale Element des Wahlkreises eine Kandidatur erwarte, andernfalls sich der Wahl enthalte. Darauf wurde Bürgermeister Kreiling-Heuchelheim als Landtagskandidat endgültig aufgestellt. Alsbald erfolgte auch die Wahl eines Ausschusses, der die Wahlagitation ausnehmen soll und einen Wahlaufruf aufstellen wird. In einer Anzahl von Orten werden schon in den nächsten Tagen Versammlungen stattfinden. Deutsches Kelch. p In der bayerischen Kammer der Abgeordneten antwortete der Minister des Aeußern Dr Graf v. Podewils-Dürniz auf die Anfrage der Sozialdemokraten, warum die.Staatsregierung während der deutsch-französischen Verhandlungen in der Marvkkoangelegenheit von dem Bayern zustehenden Recht der Einberufung des Ausschusses des Bundesrats für auswärtige Angelegenheiten keinen Gebrauch machte, daß er bereit sei, die Anfrage zu beantworten, sich dies jedoch mit Rücksicht auf die noch schwebenden Verhandlungen vorläufig versagen müsse. Für die bayerische Regierung und den Landtag bestehe aller Anlaß die gleiche Zurückhaltung zu üben, die sich die Reichs- lertung für die parlamentarische Behandlung des Geaen- standes auferlegte. Aus Hagen wird berichtet: Bei regnerischem Wetter fand am Sonntag unter starker Beteiligung die Einweihung des Turms bei Hagen statt. Der Turm ist 24 Meter hoch und hat ttwa 60 000 Mark gekostet. In dem Turm fSet nn e n j; ? V" "V r mit vielen Erinnerungs- Men aus dem Richternachlaß. Unter den Festgästen befanden sich die Abgeordneten Wremer, Gyßling, Wagner, Sommer und Wr. Kruger. Die Feter am Denkmal wurde mit einem von Alb Trager verfaßten Prolog eröffnet. Die Festrede am Turm hielt 0eü?,bte/..rba6 ^ne Partei die politische Arbeit am Gerste Richters werterführen werde. Abends folgte ein Kom- mcrs, aus dem u. a. Pros. Krüger sprach. △ waren er die kaufen ernte ist im Vogelsberg gut ausgefallen. Die Knollen sind stark und sehr wohlschmeckend. Das gute Wetter hat die Aussaat von Korn sehr begünstigt, viele Aecker stehen schon grün da. , auf dem Brandplatz zum Markt gekommen. Da Wurst erheblich billiger abgab als man sie sonst zu gewohnt ist, hatte der Mann bald ausverkaust. Kreis Schotten. H ar t m ann s h a i n, 22. Okt. Die Kartoffel- Kreis Friedberg. L. Friedberg, 21. Ott. Die Räumlich keit en des Amtsgerichts waren seither schon beschränkt. .Nun sind im Juni d. I. vier große Dörfer dem Gerichte neu, zugeteilt worden. Dadurch ist der Raummangel noch größer geworden. Auch hat das Gebäude noch sonstige Fehler. Die Behörde sah sich deshalb genötigt, an einen Neubau zu denken, hat aber den Bau eines neuen Amtsgerichts einstweilen verschoben. In diesen Tagen ist der erste Srock des Hauses, der seither als Wohnung des Oberamtsrichters diente, frei geworden. Dieser Stock wird nun zu Gerichts- Räumen eingerichtet. Dadurch ist man einem Wunsche der Friedberger Einwohnerschaft gerecht geworden, die das Amtsgericht gern im Mittelpunkt der Geschäftsstadt behalten möchte. — Bis zur letzten Stunde hatte man gehofft, daß das Ministerium die Abhaltung unseres H erb st- Pferde Marktes gestatten würde. Gestern morgen nun fiel die Entscheidung dafür, daß der Markt nicht sein darf. Die mit dem Markt in Verbindung stehende Verlosung findet nächsten Mittwoch statt. Starkenburg und Nheinhesfen. w. Darmstadt, 22. Olt. In Berlin-Charlottenburg ist Generalmajor zur Disposition Benno v. Heineccius im Alter von 81 Jahren gestorben. Er war zuletzt Kommandeur des Feldartillerie-Regiments in Darmstadt, v. Heineccius machte die Feldzüge 1864, 1866 und 1870/71 mit und war Ritter des Eisernen Kreuzes erster Klasse. d. M ai nz-Mo mb a ch, 22. Ott. Heute vormittag wurde die neue evang. Kirche und das Gemeindehaus cin- geweiht, außerdem wurde das 25jährige Bestehen der evang. Gemeinde gefeiert. Mombach, das zum größten Teil katholisch ist, hatte Festschmuck angelegt. Um 9.50 Uhr traf das Groß- herzogspaar im Automobil ein. Die Schulkinder, die Feuerwehr, die Sanitätskolonne hatten Spalier gebildet und empfingen das Großherzogspaar mit Hochrufen. Am Eingang zur Kirche wurde das Großherzogspaar von Provinzialdirektor Geheimrat Dr. Breidert, Regierungsrat Weber, Oberbürgermeister Dr. Göttel- mann, Bürgermeister Dr. Schmidt, Ortsvorsteher Freber, Ober- konsntonalrat Euler, dem Ortsgeistlichen Dr. Berk, Geheimen Klrchenrat Frohnhäuser-Mainz, Dekan Lic. Jacob, Pfarrer Schneider-Darmstadt und Stadtpfarrer Dingeldey-Darmftadt empfangen und in die Kirche geleitet. Nach beendigtem Gottesdienst wurden zwei Kinder getauft. Die Weihehandlung der neuen Kirche wurde von dem Oberkonsistorialrat Euler vorgenommen. Es sand die Einführung der Gemeindeschwestern vom hessischen Diakon» senverem durchs dessen Geistlichen, Pfarrer Schneider- Darmstadt, statt. Zum Schlüsse der Feier fand ein Rundgang durch die Kirche und das Gemeindehaus statt. Um 11V- Uhr fuhr das Großherzogspaar wieder im Automobil nach Darmstadt zurück. — Am Nachmittag fand Kirchenkonzert statt, in dem die Hosopern- sangerln Frl. Elisabeth Kaiser mitlvirkte. Hessen-Nassau. h. Marburg, 21. Okt. In der heutigen Sitzung des Kreistages für den Kreis Marburg wurde betreffs der Wiederbesetzung des durch den Tod des Landrats Geh. Reg.- Rats v. Negelem erledigten Landratsamts der auf Antrag des Meilen der Kreistagsmitglieder Kaufmann Bücking folgender Beschluß gefaßt: „Der Kreistag verzichtet auf sein Vorschlagsrecht mit dem Wunsche, daß die Regierung den mit der komml||ari|chen Verwaltung beauftragten Landrat von und zu Löwenstein dem Könige als Landrat vorschlägt." Als Mitglied des kurhessischen Kommunallandtages an Stelle v. Negeleins wurde Kreistagsmitglied Bürgermeister Breitstadt-Hassenhausen säst eilistimmig gewählt. Große Meinungsverschiedenheiten zwischen den ländlichen und städtischen Kreistagsmitgliedern brachte die Frage der bereits im Bau begriffenen Wanderarbeits- Itatte ui hrestger Gemarkung. Von ersteren wurde betont, daß es mn hpm s anb? irborftmthr halte, Arbeiter zu bekommen, ehemaliger 116 er in Verbindung treten soll, um rechtzeitig die Vorarbeiten für eine würdige Durchführung des 1913 stattfinden- den Regimentsjubiläums zu beginnen. Einstimmig beschloß sie weiter, daß den Hinterbliebenen eines jeden Mitglieds im Sterbe- salle auö der Vereinskasse eine Beihilfe von 100 Mk. gewährt werden soll. Um diese besonderen Ausgaben decken zu können, wurde der Mitgliederbeitrag um 2 Mk. für das Jahr erhöht. Auch dieser Beschluß wurde einstimmig gefaßt. Die vom Vorstand vorgelegte Trauerordnung wurde genehmigt. Bezüglich des einheitlichen Vereinsanzugs wurde festgelegt, daß mit der Anschaffung von blauen Mützen begonnen werden soll. Die Winterfestlichkeiten wurden wie folgt festgelegt: Anfangs November Lichtbildervortrag über die deutschen Kolonien: 24. November Groß- Herzogs-Geburtstagsfeier: 16. Dez. Weihnachtsfeier: 28. Januar 1912 Kaisers-Geburtstagsfeier (Abendunterhaltung mit Ball) im Cafä Leib. Nachdem noch aus der Versammlung heraus dem Vorstand für seine Mühewaltung und die gute Vorbereitung der einzelnen Vorlagen der Dank der Mitglieder ausgesprochen worden war, ging man zum gemütlichen Teil über, der die Mitglieder beim Gesang froher Soldatenlieder lange zusammenhielt. *^TerEvangeli|che Ar beiterverein feierte gestern sein Stiftungsfest. Nachmittags fand ein Feftgottesdienst in der Johanneskirche statt, in dem Pfarrafsistent Schor lerne r die Festpredigt hielt. Die durch den Gemischten Chor des Vereins zu Gehör gebrachten Chöre „Harre meine Seele" und „Ich bete an die Macht der Liebe" verliehen dem Gottesdienst ein besonderes Gepräge. Bei dem Abends in Steins Garten abgehaltenen Familienabend hielt Privatdozent Dr. Vogt eine sehr beifällig aufgenommene Ansprache. Im übrigen trugen die Darbietungen des Gemilchten Chors unter Leitung seines Dirigenten, Musik- lehrcr Gernhardt, die Deklamation der kleinen Schnabel, sowie bas airigefiiljrte Theater MU „Der Nachtwachter" wesenttich zur Verschönerung des Abends bei. ** Gieß ener Eisverein. In der Hauvtver- sammlung des Eisvereins wurde mitgeteilt, daß das sür einen geplanten neuen Hausbau vorhandene Kapital 10 000 Mark beträgt. Der Eisverein wird fürHen kommenden Winter einen Warteraum mit Heiz- uird Kochgelegenheit für die auf der Bahn beschäftigten Arbeiter Herrichten lassen. Beschlossen wurde, die seitherigen Vergünstigungen für die Besucher der Volksschule, bestehend in Freikarten, freie Lauftage und Dauerkarten zu sehr billigen Preisen, bestehen bleiben sollen. Der Abendlauf soll im Interesse der kaufmännischen Angestellten weiter ausgedehnt werden. Außer betn seitherigen Jugenopreislausen ist für 1911/12 ein großer Wanderpreis-Kunstlauf offen sür Läufer aus Hessen und Hessen-Nassau geplant, für den ein Preis bereits zur Verfügung gestellt ist. ** Wur st verkauf auf unseren Wochenmärkten. Am Samstag war ein Landmetzger aus dem Nassauischen das zweite Mal mit einem größeren Vorrat Wurst- Unscr bester Glühkörper J wJ U t; U W. ist nur echt in Originalpackung mit Aufschrift JÖegea/' erh»^ Fritz Rosenbaum Löweuaaste SO ou 692. 8 '&ftoeola&e,Sra Hnee g SIMHHHMHMHk» 5 char »felb c jct Teilnehmer, Aietzener Strafkammer. ) Gießen, den 20. Oktober 1911. eicheBerufung. Kinematograph Bahnhofstraße 54. 108842) Bahnhofstraße 54. Reichhaltige Abendkarte. 6414 Uq! Jäger! schweren Körber. 6526 Zwiebeln 6193 Mk. .Vobcngrin." Freitag, den den 28 crt.: narf)initiafl4 Montag, den Dienstag, den Kohlenfüller Kohlenkasten Ofenschirme Feuergeräte 10 Pfand 50 Pfund . 100 Pfund bei Abnahme von 10—20 Sack Rabattmarken der abgängigen Bullen auf Lebendgewicht zu ücrfoufcn. Reflektanten können ihr Angebot pro Zentner schriftlich bis zum Donnerstag, den 26. Oktober, nachmittags 2 Uhr, auf hiesiger Bürgermeisterei einreichcn, woselbst auch die Bedingungen eingesehen werden können. Gleichzeitig beabsichtigt die Gemeinde einen schönen sprung- fähigen Simmentaler Bullen anzukaufen, und können Besitzer chr Angebot innerhalb 14 Tagen schriftlich einreichen. Alien-Buseck, am 21. Oktober 1911. Großh. Bürgermeisterei Alten - Buseck. eren Wochenmärk- -etzger aus dem Nassau- IWten Vorrat Wurst- Markt gekommen. Ta ib als man sie sonst zu n bald ausverkaust. n. Oft Tie Kartoffel, ^gefallen. Die Knollen . Das gute Wetter hat stigt, viele.Siedet stehen Spielzeit zirka V\2 Stunde. Erzielte, wo aufgeführt, beispiellose Erfolge. Gewöhnliche Preise. 85000 Mt. erhält Frl 2lsta Nielsen für die zehn Monopol-Films als Gage. _________________ Aachener Lambertz-Printen LL. Weih), Schokoladen-Hans :: Mäusburg 16. Mitglied der Rabatt spar Bereinigung. [©35 kleine haltbare Winterware Dienstag ein Waggon eintreffend. Bullenverkauf. Die Gemeinde Alten-Buseck beabsichtigt einen 1.10 4.75 0.25 8.75 Wir haben schon manches gebracht. Ader heute Übertreffen wir selbst unsere früheren Darbietungen und alles bisher Erschienene bei weitem mit dem schwarzen Heb. Kalbfleisch Seltersweg 12 osr5O Telephon 285 .Der Rosenkavalier.' Schauspielhaus. Montag, den 23. Oktober'»: »Zopi und Schwert.» Dienstag, den 24. Choher: ,3m bunten Rock.' Mittwoch, den 25. Choher, abends 7-4 Uhr: .Glaube und Heimat ' Donnerstag, den 26. Okt.: Tic Journalisten.' Freitag, den 27. Cftobcr, abends <'/, tlbr: Glaube und veimat.' Samstag, den 28. Oktober: .Madame eanB* w^ne*' Sonntag, den 29. Oktober, nachmittag« 3-4 Ubr: .nlachs- inann al« Erzieher.' Albend« 7 Uhr: .Madame «ans-Gsne. Montag, den 30. Oktober: ,Im bunten Rock. ^.lenStag, den 3l. Lklober: .Madame SanS-Gene.' Mittwoch, den I. November: .Madame SanS-Göne.' *) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abend« um 7 Uhr« Sport. -- Fußball. Gestern standen sich der Verein für Bewegungsspiele und der Sportverein von 1900 mit ihren ersten und zweiten Mannsckwften gegenüber. ^ie ersten Mannscl)aften spielten auf dem Sportplatz an der vardt, die zweiten auf dem V. f. B>Sportplab an der Marburaer «trabe Die erste Mannschaft des V. f. B. gewann nach scharfem mtb schnellem Spiel durch bessere Technik und Kombination nut 2:1 Toren und hat damit seine beiden KreisrneNterschaslsspiele gewonnen. Dadurch sieht der B. s.B. immer noch cm der .durch sein erstes Spiel erworbenen ersten Stelle m der Liste des hem,men streifed. Die zweite Mannschaft des V. f. B. verlor gegen ihre viel kräftigeren Gegner mit 5:1 nach schönem Spiel. Aninachsten Sonntag spielt die erste Mannschaft des V. f. B. in Marburg und die zweite hier gegen Marburg zweite auf dem B. f. B- Sportplatz. der haudtver. be witaeteüt, U dar °uv°4ndene surren kommn- W uni. Kochgelegen, ;ten Arbeiter fcK Vergünstigungen bEtgen Preisen, dlauf soll m Interesse lter ausgedehnt Iverden. -lausen ist für 1911/12 - .°llen für Läufer aus für den ein Preis be- Spielplan der vereinigten granffurter 5tadttheater. Gpernhau». Montag, den 23. Lklober, abends 71/, Uhr: .Fräulein Teufel.' Dienstag, den 24. Lklober'): .Der Eoangelimann.' Mulwoch, den 25. Lklober, abends 6'/, Uhr: Donnerstag, den 26. Oktober: . Margaret he." 27. Lklober: .Der fliegende Holländer." Samstag, 'Der Troubadour." Sonntag, den 29. Lklober. 3* Uhr: .Mignon.' Abends 7 Uhr: .Werlher.' 3 i* Oktober, abends 71/, Uhr: .Fräulein teufet.* 31' Chobcr: .Die Afrikanerin.' Mittwoch, den 1. November: Amtlicher Wetterbericht. Oeffentliche SB c 11 c r bie n ft ft c 11e ® ie6e n. WelleianSstchten in bellen am Dienstag, den 24. Oktober Wil. Aufheiterung, meist trocken, Temperatur wenig verändert, spater wieder Trübung. Letzte Nachrichten. Ter italienisch-türkische Krieg. Tripolis, 23. Lkt. Auf funkentelegraphischem Weg wird die Besetzung Ternas ge-meldet. Tripolis, 22. Lkt. veute vormittag führte Hauptmann P i a z z a auf einem B l 6 r i o t a ppa r a t vorzügliche Fluge ans, die unter den Arabern großes Erstaunen und heftigen Schrecken hervoniefen, weil diese dem Apparat eine übernatürliche Kraft zuschneben.^ ^^^^^^g^^^ruppenin .Homs wird energisch fortgesetzt. In Benghasi sind tot 11 er c Truppen eiiigctroffcii Die Ausschiffung vollzieht sich in vollständiger Ruhe. Lberst Albera ist mit anderen Offizieren der Karabimere in Tripolis eingetroffen. # Das deullch-franzostsche Abkommen. Paris, 23. Okt. Wie der-„Matin" mitteilt, ist das fr an- zösisch-deutsche Abkommen bis auf einige Einzelheiten jetzt abgeschlossen. * London, 23. Okt. Etwa 50 —60 B o o t e haben während des heftigen Sturmes bei Southa Schiffbruch gelitten. Die Landungsbrücke bei Dover wurde schwer beschädigt. F eueranzunder RabatuSpar- Verdampf schalen Vereinigung Wräl*IHT laSCh dl Ludwig Kröll, Ploekstrasse Haus- und Kuchen-Artikel-Spezialgeschäft. ihm ausgekauften Knochen weiterhin in dem seitherigen Lager aufzubewahren. Ta dieses an eine zu erweiternde und neu her- zurichtende Straße zu liegen komme und üblen Geruch verbreite. Der Angeklagte kam der dlusforderung nicht nach, sondern berief ich darauf, dost sein -knochenlager als gewerbliche Anlage im Sinne des K 51 der Gewerbeordnung anzusehen sei. Der Betrieb könne ihm deshalb nur untersagt werden, wenn ihm gleichzeitig eine Entschädigung gewährt werde. Nach umfassender Beweis aufnahme gelangte das Gericht zu der Ueberzeugung, das; es sich mn keine gewerbliche Anlage, sondern lediglich um eine kaus- männiidK Niederlage handle, deren Betrieb nach Landesrecht and) ohne Gewährung einer Entschädigung unterlagt werden könne. Da der AngeNagie indessen nicht böswillig der Aufforderung nicht nachgekommen ist, erkennt das Gericht nur auf drei Mark Geldstrafe. v , m . . Beleidigungen durch Briese. Ich bin ein freier Mann und kann schreiben an wen und was ich will. Also sprach der Kaufmann L. K. von Gießen. Und da er auf Veranlassung eines Mitbewohners ausziehen mutzte, so s-tzte er sich hin und schrieb diesem einen Bries, der von Be- leidigungen geradezu strotzte. Damit der Hausherr, der gekündigt hatte, nid)t leer ausging, sandte er diesem ebeinalls einen Bries, dessen Inhalt auch nicht sonderlich schme,chelhait war. Die beiden Beleidigten aber erhoben Prwattlage und der Brieiichrciber würde vom Schöffengericht zu zwei Geldsttafen von 20 Mk und 30 Mk. verurteilt Ter Angeklagte leit' Berufung ein und bat freut* um Herabsetzung der Strafe. TaS Gericht war aber bet dem scknver- beleidigenden Inhalt der Briefe nicht in der Sage, seinem Wunsche stattzugeben. Die Berufung wurde in beiden fallen oenoorjen. Zur Jagd-Saison bringe ich die weltbekannten Patronen: Jagdkönig, Fasan, Specht, Silvana* etc. der Pulverfabrik Hasloch am Main in empfehlende Erinnerung. A Dickere, Büchsenmacher Giessen, Schanzenstrasse Meinige Fabrik-Niederlage der Polverlabrik, U.U., Basloch. Kleine Tageschronik. Tie AutomobilauSstelluna in Berlin hatte während ihrer zehntägigen Tauer 112000 zahlende Besucher zu verzeichnen. , „ . Nach einer Meldung aus Radom (Russtsch-^olett) wurden im Öpatower Bezirk reiche Bleilager entdeckt. ■r das ^"a-7 gefch. # ntor' lM, S »”M. w’*- »ÄH »iHtung ftsanimlunq Ljjlm *E gute SQorberJi! 5 bnr- der au^efbÄ u"9 b«: ubtt, i«nb tin tnigm bi, &,?’“111’ ."K ßf «id, Branö in Stambul. In Stambul wütete am Samstag nachmittag um 6 Uhr ein großer Brand, welcher gleickizeitig in den Stadtvierteln Baja zet, unweit des Kriegsministeriums, und in Kum - staPu am Marmaraufer zum Ausbruch kam. Mehrere hundert Käufer sind nicbcrgebrannt. Man schreibt uns darüber: K o n st a n t i n o p e l, 22. Lkt. Der B r a n d in S t a m b u l, der um 6 Uhr begann, erlosch gegen 2 Uhr nachts: seine Aus Dehnung ist dem herrschenden Wassermangel zuzuschrcibew Xie abgebrannten Stadtviertel waren ausschließlich von Türken, meistens wohlhabeiiden, bewohnt. Mehrere Konaks, die persiiche Sckmle und eine Moschee sind niedergebrannt. Das Feuer brach in einem Konak ans. Die genaue Zahl der abgebrannten Käufer ist unbekannt: sie soll vierhundert übersteigen. Die Schätzungen des Materialschadens schwanken zwischen 200 000 und 400 000 Pfund. Verluste an Menschenleben sind nicht zu beklagen. Der erste Polizeibericht erklärt, daß das Feuer durch Unvorsichtigkeit entstanden sei. Während des Brandes wurden über fünfzig Diebe verhaftet. In Stambul herrscht große Aufregung, da ein Uebcrgreisen aus die angrenzenden dichtbevölkerten Stadtteile befürchtet wird. Der Minister des Innern und der stfttiegsminister erschienen auf der Brandstätte. -. »- liefert billigst die Brühl’sche K lllffiPTO m|f f I Till 9 Universitäts-Buch- und Stein- IXUVtJI lo Illi l rilllla druckerei, Gießen. Schulstr.7 rg- )ie Räumlichkeiten r schon beschränkt. 9hm örser bem Gerichte neu (uinintMWl nod) große: wd) fonftigt Tehi5 igt, an einen $eiM i neuen Lmtsgerichls igen \\t der erste -wck des Obelmtsruhte:-' wird nun zu Gericht an einem Wunsche btt it geworden, die das der Gcschäftsstadt bc- Stunde hatte man ge* ltung unseres H er b,:« . Kestern morgen mm .er Markt n i cht seut cbindung stehende Ber- itt. leinhesseit. n xrlin-Chatlotten , jP.piiito v. peineccius Am, aTinltabt. v.veweccmr i, 1870/71 mit und Wi heute vormittag mrde Gemeindehaus ein “ AS®Vo6- “ÄS «ZK« Mvorstehcr A Keimen ichm Dr- Ä Karrer !an Ltc. L ladt emo- : Dingeld^Da^ttesdltch ad) beend'^ du neuen Weihr^b^^genommen. sJBss rsS«? statt. ll.m7l mitabt °uruL wirkte. ;Ä"»S S5ä$55s =Traum = Großes Mimodrama aus dem Leben einer Zirkusreiterin in 4 Akten von Urban Gad. 1381 Meter lang. — In der Hauptrolle die unvergleichliche Kinodaistellerin Isla Nielsen > mi man den Wanderen auch noch solche Paläste ^r l4^000 M5 i «stelle ivüroe es noch schlimmer werden. Tie Wanderer möch 1, arbrit” bann brandne man aud> ferne »toatmuta. n Teutiddanb 'ihnen mürbe bebrütet, bah 19 gerabe burdi bie "c^ni XurMfen befummle und au» mm btefer gebauten Wan- ,ea?bett1ft-tt7 AddMe erwartet roürbe^ Es tarnen bann nur l/r» Mdte »anberer na» Iturbefini, benen ei nut bet Arbeit kj» ^undstreicher wurden wir dann los. 3" bi ei cm ulr ? bitte die hiesige Wanderarbeitsstätte schon hOUO^Jit romiger Icrorbert, iuv* im Boriahr. das fei der beste Beiveis. Der Antrag, . u»;6oo Mk bei ber L.'andcski>dttkai,e zu 4»o zu borgen, fand tenn Itanabme. Die Anstellung der Lehrerin der Wanderhaus- tcttsi'chule n-uibc ausgesetzt, nx-d man crlt noch Enahrungen jjmincln will, ob die Vinritfrtung sich für die Dauer halten läßt. - M arburg, 22. Lkt. 'Äm Freitag, 20. Oktober, 8- < Ubr, fira hk-r der Ballon „Warburg" des hessischen Vereins für «'umd’iifahrt mit drei Herren aus Marburg und Prof. Sievers Er grlar I iilbunam staffel, Göttingen nach dem Harz, wo ll3/« Ubr bei : cha r z i eld eine Zwi s ch enl a ndung gelang, um den einen ss "lT Teilnehmer, der abends in Gießen zurück sein wollte, au^ I Heben Tie übrigen Fahrer landeten glatt um 5'/- Uhr bei I » i d a 6 n nahe Brandenburg a. Vavel. , X Bad Orb, 22. Lkt. Tie Bewohner der zum Abbruch [rftinimten beiden Lrtschaften Lettgenbrunn und Bill- b a d) hatten sich nicht da.;u bewegen lassen, die von der Militär- Verwaltung gebotenen beträchtlichen Preise anzunehmen, so bau 1 ti* Militärverwaltung bereits Schritte unternommen hatte, dic K,..enzen des geplanten Truppenübungsplatzes für das ■ It. Armeekorps weiter nördlich zu verlegen, um diele beiden W Ortschaften auszüsckialten. Nunmehr haben sich die Bewohner ■ Pillbachs anders besonnen und ihre Antworten zu dem von der W l'lüihirDcnualtung gebotenen Summen zur Vernigung gestellt, ■ j0 daß, wenn auch Lettgenbrunn sich dem Beispiele VilIbachs onschsießt, die staufverhandlungen wieder aufgenommen werden. B). Wiesbaden, 21. Lkt. Der König von "Griechenland ist gestern abend hier eingetroffen, uni I seiner hier weilenden Gemahlin, die sich bekanntlich in der 1 ^-Handlung des Augenarztes Grafen Wiser beftndet, einen "'vier- bi-3 fünftägigen Besuch abzustatten. Ter König ist ebenfalls im Hotel „Vier Jahreszeiten" abgefticaen. ch. Eb erb ach, 22. Lkt. Tie Verlegung oes hie- igen Strafgefängnisses nach Freiendiez wird firimnit am 1. Oktober 1912 erfolgen. Aus Eberbach soll >vnn ein (Genesungsheim für Unteroffiziere und Mannhaften des Heeres gemacht werden. Lieferung von Kolonialwaren. Die Vicferung des Bedarfs an Kolonialwaren soll bei bem nnterzetchneien "Bataillon für die Zeit vom 1. November 1911 bis 3L Oktober 1912 neu vergeben werben. ip"/» Bertragsbebingungen liegen auf bem .'iahlinenter - GeichmtS- »lmnter des Bataillons - Neue Kaserne — zur Einsicht auf. Versiegelte Angebote für bie ganze Vicferung mit ber Aufschrift »Singe- lwi für Kolonialwaren" flnb bis zum Eröffnungstermin am 2(). Lt- tober 191L 10 Uhr vormittags, an bte Küchenverwaltnng etnzureichen. III. Bataillon ^nt'antcric-Ncainicnts ^Kaiser Wilhelm _________________<2. Grostb. Hcff.) Nr. 11«._________________ Holzverkauf iu der Fürstlichen Cbcriöritcrci Lich. Zu bem fubmisfionswetfen Holzverkauf am 6. November zu Liehen haben wir angemclbct: m , , , 120 ttstm. Eichen-Lchwellenbolz, 140 ?yftm. Eicken-Grubenbolz, 120 »firn. Kiefern-Bauholz, 45 Fftrn. Kiefern - Grubenholz. sintereffenten erteilen mir bereitwilligit Anskiinft. to-? Ersolgr Der Arbeiter B. Seb. von ^antsberg mar vom ^dioiLmgeridü in Vilbel loggen Bettelns zu einer geringen Hast strafe verurteilt herben. Da er aber wegen Bettelns vorbestraft ist, war er gleichzeitig der Landespolizeibel>örde überwiesen worden.^ Er legte Svntsung ein und gab an, er imoe leoiglid) um ein Stück Bio ungehalten, während er um Arbeit nackigesragt habe. Da diese ' Angabe nicht widerlegt wurde, hob das Gericht die Ueberweisung Ijai die Itandespolizeibehörde auf und erklärte die Strafe durch bic Untersuchungshaft für verbüßt- straff enverunreinrgung. Der Taglölmer A. S. von Gießen war vom hiesigen Schöffen- giricht zu 2 Mk. Geldstrafe Derurt.ilt worden, weil er dte Stras-e ||t>rr mir einigt hatte. Er beruhigte sich aber hierbei nicht, sondern meinte, er müsse frei gesprochen werden, da es zur Nachtzeit geliehen sei. Ta dies jebod) einerlei .ist, wird seine Berufung als» unbegründet jjirürfgeroiefen. Reichsrecht und Landesrecht. Auf Gntnd einer Verordnung des Kreisamts Alsfeld hatte > bte dortige Bürgermeisterei dem Händler A. K. untersagt, dic von ©Kein Glchtiker verdnme eine häusliche Trinkkur mit der AKMmnnnNhniiMer I,ithiontermntqnelle Broschüre frei durch Brunnenvenvaltung Gichtbad Assmannshausen am Rhein. DU Trinkkur mit 60 F/atchtn hat mich für do« gantt Jahr fr-di ro» GirhianfäJlex rrhaltm. Vr «nid.Sch. <• 0. Depot für Giemen .• Jean Weiael, T lephon 83a, Steins Garten. Mittagstisch in uni) äuget llbountient. Hiesige und Münchener Biere. Weine erster Finnen. i Seit 16 Jahren in Deutschland ein^eführt und beliebt. ! dieser Nur Schutz- echt marke. mit En gros von der Fabrik: hv*7i . tian-idatur Wngspor UM. Wählerversammliing 08841 Der Wahlansschns; Freie Aussprache. enesHeim Großen-Buseck, den 23. Oktober 1911. 6539 Die Beerdigung findet Dienstag, den 24. Oktober, nachmittags 2 Uhr, statt. Kolosseum h13/. Hof) gelangen zu lassen. willkommen. 6464 Hessen bei. D“/io flr.24 Lrschrir DerVznstckdtev Afevhe - Lose Ziehung bestimmt nächsten Mittwoch. 8ofc ä 1 - So[e=®c,®1 Redner: 1. Fabrikant A. Klingspor. 2. Reichs- und Landtagsabgeordneter Dr. Osann c’7w DieJ .Anzeii st° Montag, 23. Oktober, 8% Uhr = in Steins Garten. ™ Dl9/i, ZimmerWu^en- Das Schiessen beginnt am 23. Oktober im Schützcnbaus und findet jeden Montag abend statt. Freunde des Schießsportes in seinen Eigenschaften und Wirkung von dem hochangesehenen Chemiker der Seifen-Industrie Herrn Dr. 0. F. Deite in Berlin auf das glänzendste begutachtet gibt blendend weisse, völlig geruchlose Wäsche und schont das Leinen in denkbarster Weise. 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Oktober 1911, abends 8'/« Uhr, und die Kameraden des 2. Löschzuges Donnerstag, 26. Oktober 1911, abends 8*/< Uhr, im Turmbaus einzusinden. Die Steigermann- schastcn haben ihre Rettungsleinen mitzubringen. Uniform: Dienstanzug — Müße. B^/io Das Kommando. W: deB e- MtDbai In bei -roßen T- AM den über i Herbilbe|te wobei der berücksichtl die ernte dargestellt mar nlchi der Halm geworden, Wiei ließ die B aber tret' Lprichwo keinem geringer genügend wegs so digem, st die Knoll gibts Te Lagen. 2ie einen ho gewachse Mengen Men, posten, man hl arten Obsteri andere hat, r wo ei: Wasser Bobern Summ A Herbjw iiaubf i/'t, [lat. üibei geklagt, K .Geld. Di weil das das folge 3m : angenehm wird es e dann brin der Anfenl „Es kann Mayer von „Es ist al wie in bei vor, baiüb Ter he oet von li Amgetrei! Mfen au lassen. 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