"2°. < •1, 'sen eltertiiey 21 nzer hFt* Spitzen 30,45 «-65k NO Meter 95 p, ilzea 20 md 25 Pt, 20 und 30 p. lMtll5,18,30Pi; irein; armer schul- rar __________________V» , 81/. Uhr, ag mVeremshm itöberstraße 11 ti M rg den 6. Zauvüi -nstags und Freu--! 43. Der Vorstands uiöe werden gebet« ,Zur alten Pop ,n Bepperling * )e>nen. «ef jWM Gieseen. 161. Zahrgang Zweiter Blatt Nr. 15 Gießener Anzeiger Erscheint täglich mit Ausnahme deS Sonntags. General-Anzeiger für Oberhessen Tie „Siebener Zamillenblätter" werden dem .Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, da- „Kreisblatt für den Kreis Sieben" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweunal. Montag, 16. Januar (9U Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen UnivcrsilalL - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: Redaktion: e-^112. Tel.-2ldruAnzeigerGießen. mb. Deutscher Reichstag. 106. Sitzung, Sonnabend, den 14. Ianu «L, Am Tische be8 Bundesrats: D r. LiSco. Präs. Graf Schwer in. Löwitz eröffnet die Sitzung nm 11 Uhr 20 Min. Die durch die Umwandlung der Veterinärbeamtenstellen sowie die Umgestaltung der Militär-Veterinärakademie veranlaßte kleine Novelle zum Militär st rafgesetzbuch und Militär st rafgerichtsordnung wird in dritter Lesung verabschiedet. nie kleine Sfrafgefefonovelle. Dritter Tag. 5 248 a betrifft den DofdiebffahL Dieser Begriff bürd in das Strafgesetzbuch neu eingeführt. Wer aus Not geringwertige Gegen st ände entwendet ober unterschlägt, wirb mit Gelostrafe bis zu 300 Mark ober mit Gefängnis bis zu brei Monaten bestraft. (Ter Regierungs- entwurf wollte ein Höchstmaß von sechs Monaten vorsehen.) Ab. gesehen von ber Zulassung einer Geldstrafe wird der Not. d i e b st a h l zum A n t r a g S d e l i k t gemacht mit Zulässigkeit der Zurücknahme deS Strafantrags. Weiter wird bet Mundraubparagraph, der bisher sich nur auf Nahrungs- und Genußmittel bezieht, auf Gegen- ftänbe deS hauswirtschaftlichen Gebrauchs ausgedehnt. Die Kommission hat außerdem den Notdiebstahl auch dem Fall gleichgestellt, daß jemand aus Not sich oder einem Tritten geringwertige Gegenstände zum Schaden eines anderen durch Täuschung verschafft. Dr. Becker (Zentr.)" wünscht eine Erweiterung deS Notdiebsl.chlspara'graphen dahin, daß mildernde Umstände mit Ausschluß der Gefängnisstrafe ei«- geführt würden. Staatssekretär Dr. LiSco gibt die Berechtigung der Motive für diese Anregung zu, bittet aber die Frage der mildernden Umstände bei Diebstahl nicht vor der großen Strafrechtsreform anzuschneiden. Abg. Frohme (Soz.)' begründet einen Antrag seiner Parteifreunde auf Straflosigkeit des Notbettelns. Eventuell soll die Straflosigkeit fakultativ gemacht werden. Abg. Dr. Müller-Meiningen (Vv.): Die Anregung des Dr. Becker entspricht einem Anträge von uns aus der Kommission. Wenn die Freunde des Herrn Becker wollen, können sie diesen Antrag durchsetzen und die Negierung wird dann sicher nicht Widerstand leisten. Absolute Straflosigkeit des Notbcttelns geht nicht an. Das würde die Bettelplage horrend vermehren. Aber trotz juristischer Bedenken könnte man für den Eventualantrag stimmen- Geheimrat Dr. Joel: Die Annahme des sozialdemokratischen Antrags würde die Straflosigkeit des Bettelns überhaupt bedeuten, denn gebettelt wird ja immer nur aus Not. Die Frage des Abolitions- rechtes, der Strafbefreiung, sollte erst in der großen umfassenden Strafrechtsreform in Angriff genommen werden. Abg. Kolle (Wirtsch. Vg.)' führt aus, daß feine Freunde in bezug auf die Anregungen geteilter Meinung seien. Abg. Dr. Stadthagen (Soz.)r. Es ist erfreulich, daß der Gedanke sich endlich durchgerüngen hat: Delikte aus N o t begangen sind anders zu bewerten. Die Gesellschaft ruft doch erst die Not hervor und man müßte eigentlich die Gesellschaft einstecken. (Lachen.) Der Re- gierungßvertreter meinte, es würde immer aus Not gebettelt. O nein, die Großgrundbesitzer betteln nicht aus Not um die Liebesgabe. (Unruhe rechts.) , Abg. Varcnhorst (Rp.)k Meine Freunde stellen sich auf den Standpunkt der Kom- missionöbeschlüffe. Das Betteln ist zu einer Landplage geworden, gegen die etwas unternommen werden muß. Dr. Bccker (Zentr.): Da die Fraktionen sich jetzt nicht mit einem Anträge beschäftigen könnten, behalte ich mir vor, meine Anregung in der dritten Lesung zu einem Anträge zu Verdichtern Abg. Groeber (Zentr.) begründet einen Eventualantrag, wonach daS Betteln aus unverschuldeter Not straflos bleiben soll. Der Tatbestand der unverschuldeten Not müsse objektiv festgestellt werden. Geheimrat Dr. Joel bekämpft auch diesen Antrag. Er ist ganz unmöglich, denn in seinen Konsequenzen würde er ein Recht auf Betteln geben. Dbg. Dr. Heinze (Natll): Bei Annahme deS Antrages Gröber werden alle Bettler sich damit entschuldigen, daß sie aus Not gebettelt haben. Wir können ihm daher nicht zustimmen. Abg. Dr. Frank (Soz.) 7 Tie Konsequenz verlangt, daß nicht nur die Bettler, sondern auch die Landstreicher straffrei bleiben, wenn sie unverschuldet in Not geraten sind. Aus Gründen der Menschlichkeit hatten wir unseren Antrag aufrecht, Abg. Dr. Wagner (Kons.)2 Wir können hier nicht einen neuen Strafausschließungsgrund in das Gesetz bringen. Es würde eine große Verwirrung in die Rechtspechung hineingetragen werden, wenn bet Notlage ba5 Betteln straffrei ist. Abg. Groeber (Zentr.)Z ES darf uns nicht verübelt werden, wenn Mr auf einem Weg, den die Regierung eingeschlagen hat, etwas weitergehen. Wenn man glaubt, daß man durch Strafen das Betteln verhindern kann, dann müßte man zuerst den Hansabund bestrafen, denn der lebt doch vom Betteln. .(Gr. Heiterkeit und Zuruf liius: Und der Papst?) Abg. Dr. Müller-Meiningen (Vp.): Wenn bei jedem Bettler durch den Richter erst die Not fest- gestellt werden soll, dann wird das sehr lange dauern, und der Mann wird nur länger in ber Untersuchungshaft sitzen. Staatssekretär T r. L tseo bekämpft gleichfalls den Antrag Groeber. Bei ber Abstimmungüberden Antrag Groeber, für den sich Z e n t r u m, P o l e n und Sozialdemokraten erheben, ergibt sich die Notwendigkeit eines Hammelsprungs. Mit ja stimmen 95, mit nein 79 Abgeordnete. TaS Hartz Ist also beschlußunfähige Nächste Sitzung nach einer Viertelstunde. Schluß VA Uhr. 107. Sitzung. Vizepräsident Dr. Schultz eröffnet die Sitzung um 1% Uhr. Er schlagt vor, die Beratung beim folgenden Abschnitt der Novelle fortzusetzen. Abg. Stadthagen (Soz.):' beantragt dagegen, die vorher mit dem Hammelsprung abgebrochene Abstimmung zu erneuern. Ties wird mit kleiner Mehr- heit beschlossen, und der durch das Amendement Gröber geänderte Antrag der Sozialdemokraten über das Notbetteln mit der gleichen Mehrheit wie vorhin, ohne Hammelsprung, angenommen. Danach bleibt Betteln aus unverschuldeter Not straffrei. Der Erpreffungsparagraph. Tie Novelle gibt dem § 253 folgenden Wortlaut: „Der In der Absicht, sich oder einem Tritten einen rechtswidrigen Vermö- genSborteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, daß er durch Gewalt od:r Drohung zu einer Handlung, Duldung oder Unterlassung nötigt, wird wegen Erpressung mit Gefängnis nicht unter einem Monate bestraft." Durch diesen Wortlaut wird zum Unterschied von dem bisher geltenden Paragraphen klar Zum Ausdruck gebracht, baß Zum Tatbestände der Erpressung auch die Beschädigung des Vermögens eines anderen gehöre. Jlacf) den Motiven ber Regierungsvorlage soll diese Aenderung den Mißstand beseitigen, daß Erpressung auch bann angenommen wirb, wenn ber Täter mit ber Ausübung eines ihm zustehenden Rechtes broi’t unb dabei keinen anderen VermögenZvarteil erstrebt, als wie es im Handel unb Wandel üblich ist, ohne baß dabei eine Schädigung des Vermögens eines anderen in Frage kommt, namentlich auf dem Gebiete des gewerblichen Lohnkampfes. D i c Sozialdemokraten beantragen, nm den Ausschluß der Anwendung des Erpressringsparagraphen im Lohnkampfe in jedem Falle sicherzustellen, Aenderungen ber Worte „rechtswibrigen Vermögensvorteil" unb „Drohung". Statt dessen soll gesagt werden: „Gewinn, den zu erstreben nicht in Wahrnehmung seines berechtigten Interesses oder dem eines dritten liegt" und „Bedrohung mit einer strafbaren Handlung oder mit einer Strafanzeige oder mit der Verbreitung einer für den Bedrohten oder für eine ihm nahestehende Person ehren- kränkenden Behauptung. Für den Fall ber Ablehnung biefer Anträge soll dem § 253 hinzugesetzt werden: Die Drohung mit einem Nachteile, die der Verkehrssitte entspricht: insbesondere die Drohung mit einer Einstellung ber Arbei t oder mit einer Sperre, ist keine Drohung im Sinne dieser Vorschrift. Ferner: Das Verlangen, einen Arbeitsvertrag z u schließen, andere in Arbeit zu nehmen, andere Arbeit?, bebingungen, insbesondere höhere Lohne oder kürzere Arbeitszeit zu gewähren oder bestimmte Forderungen als Voraussetzung für Fortsetzung oder Aufnahme der Arbeit zu erfüllen, sowie bas Verlangen, einer Wohltätigkeitsanstalt, einer öffentlich- rechtlichen Korvoration, einer Armen kaffe ober einer religiösen, politischem, gewerblichen ober gemeinnützigen Vereinigung eine Zuwendung zu machen, ist nicht als rechtswidrig unb ber baburch erstrebte Vermögensvorteil nicht als ein rechtswidriger zu erachten. Abg. Stndtsiagen (Soz.): begründet eingehend die sozialdemokratischen Anträge. Die Bestimmung ber Regierungsvorlage will das Reichsgericht in beuig auf die Anwendung des Erpressungsparagraphen auf den Lohnkampf vorbeugen, nachdem das in neuerer Zeit auch gegen Arbeitgeber in Anwendung genommen ist. Aber mit dem Wortlaut wird die Absicht nicht erreicht. Diese Rechtsprechung des Reichsgerichts ist erwachsen aus der Zeit, in der Put Hamer erklärte, hinter jedem Streik lauere die Hhdra ber Revolution. Der Wortlaut ber Vorlage würde dem Richter bas Recht unb die Ausgabe geben, zu entscheiden, wieviel die streikenden Arbeiter berechtigterweise fordern dürfen. Die Arbeitskraft an sich muß als entsprechende Gegenleistung bewertet werden. Vermögen im juristischen Sinne ist nur ber Gelbwcrt ber Sache, niemals die Arbeitskraft. Nichts hat so verbitternb gewirkt, als daß man friedlich für bad Wohl ihrer Familie strebende Arbeiter als Erpresser bestraft. Abg. Groeber (Zentr.) 7 Das deutsche Strafgesetzbuch umschreibt den Tatbestand bet Erpressung soweit wie keine Geietzgebung der Welt. Leider geht die Rechtspraxis in der Anwendung des Gesetzes noch weit über den Willen des Gesetzgebers hinaus. (Hört! Hort! bei den Soz.) Ter „rechtswidrige Vermögensvoricil" wird so ausgelegt, daß man kaum noch sagen kann was keine Erpressung ist. Als rechtswidriger Vermögenvorteil wird von den Gerichten jeder Vermögensvorteil ausgelegt, auf den man z. B. in Vertragsverhandlungen noch keinen begründeten Rechtsanspruch hat. Ganz unsinnig! Es kann nur ein solcher sein, ber der Rechtsordnung widerspricht. Tic Sozialdemokraten geben von der falschen Mei. nung aus, daß nur Arbeiter unter der falschen Auslegung leiden; sie trifft alle bürgerlichen Kreise. Die Anträge der Sozialdc- molraten bringen leine wirkliche Verbesserung, sondern beschränken sich auf eine kasuistische Feststellung. Ich bitte das Reichsjustizamt, bei ber allgemeinen Revision des Strafgesetzbuchs diese Frage besonders im Auge zu habe«. Geheimrat Dr. v. Tischcnborf stimmt dem Abg. Gröber zu. Der Tatbestand ber Erpressung mft seinen Merkmalen, insbesondere dem rechtswidrigen Vermögens- vorteil unb ber Drohung kehrt in vielen anderen Tatbeständen wieder. Darum müssen wir unL hier darauf beschränken, dem dringendsten Mißstand abzuhelfen durch die Feststellung, daß der Versuch des Erpressers immer auf Schädigung des Vermög.'nS eines anderen gerichtet sein muß. Dem Wunsch des Abg. Grober für die allgemeine Revision wird entsprochen werben. D i e Anträge der Sozialdemokraten werden abgelehnt. Der Paragraph in der Fassung der Vorlage angenommen« Tie von der Novelle neueingeführte ZuiäKigkeH der Zurücknahme des Strafantrages bei ßaustriedensbrudi ist ohne Erörterung angenommen. Turch § 355 wird die Novelle dahin geändert, daß dew Tele« grammgeheimniS das Femfprechgeheimnls gleichgestellt wirb. Auch bieS wird debattelos angenommen.' Abg. Stadthagen (Soz.)L begründet eine lange Reihe von Anträgen auf Deseiticsimg aller polizeilichen Plakatverbote und -bescliränkungen, ber Straf- Vorschriften gegen den Kontraktbruch und die Koalition der ländlichen Arbeiter und des Gesindes usw. Der Redner nennt es himmelschreiend, daß ein Gesetz gegen die rohe Mißhandlung Jugendlicher das Züchtigungsrecht gegenüber dem Gesinde nicht beseitige. Tagelang konnte man reden über die Hunderttausend,! bestehender Polizeiverordnungen. Tagelang! (Heiterkeit!) Wenn Sie spazieren gehen, verletzen Sie mindestens hundert Polizeiverordnungen. (Heiterkeit.) Wenn Sie deswegen nicht bestraft werden, so deshalb, weil c8 soviel Schutzleute gar nicht gibt (Heiterkeit.) In Mitteldeutschland besteht eine Polizeiverordnung, wonach die jungen Burschen die jungen Mädchen nach 10 Uhr abends nicht besuchen dürfen. (All- seitige Heiterkeit.) In einer anderen Stadt ist ber Kuß p o l i> zeilich verboten. (Erneute Heiterkeit.) Man verbrenne diese Polizeiverordnungen und Deutschland hat wirllich keine« Nachteil davon. Woher sollten unsere Bürger die Zeit zum Arbeiten bekommen, wenn sie alle Polizeiverordnungen lesen sollten, denn Unkenntnis schützt doch nicht vor Strafe I Entlasten Sie unsere Mitbürger! Begraben Sie wenigstens die vor 1900 erlassenen Verordnungen. (Beifall der Soz., Lachen rechts.) Abg. Dr. Müller-Meiningen (Vp.): Zur Zeit des Blocks wurde von der damaligen Mehrheit eine Resolution angenommen, daß die landesgcsetzlichen Vorschriften über öffentliche Anschläge beseitigt werden sollen. Ich möchte die verbündeten Regierungen, die damals Versprechungen über eine eventuelle Durchführung der in der Resolution enthaltenen Wünsche abgaben, bei dieser Gelegenheit an jenes Versprechen erinnern. (Beifall links.) Die sozialdemokratischen Anträge werden darauf gegen die Stimmen ber Sozialbemokraten abgelehnt. Die zum Entwurf eingelaufenen Petitionen sollen au* Vorschlag der Kommission als erledigt angesehen werden. Abg. Heckscher (Vv.) bittet, diese Petitionen, die vielfach wertvolles Material zur allge. meinen Strafgesetzreform enthalten, weil man im Volke nicht wußte, daß es sich bloß um ein Notgesetz handle, der Regierung als Material zu überweisen. Einleitung unb Ueberschrist der Vorlage werden angenommen. Damit ist die zweite Lesung beendet. Das Haus vertagt sich. Nächste Sitzung: Montag 2 Uhr (zweite Lesung bet Reichswertzuwachs st euer). Schluß 4Uhr. Die preußischen Zw.'ckoerbandLgesetze. In einer Betrachtung der Entwürfe des allgemeinen Zweckverbandsgesetzes und des Zweckverbandsgesetzes für Groß-Berlin, mit dem die preußische Regierung vor den eben eröffneten Landtag treten wird, schreibt die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" unter anderem: Der Entwurf will das Juhitut der Zweck)erblinde nach zwei Richtungen weiter entwickeln, indem er einerseits die Verbindung von Stadt zu Stadt ermöglicht, und andererseits das Geltungsgebiet am die ganze Monarch.e, besonders Rh.inlano, Westfalen und Hannover ausdehnt. Ferner soll namentlich mit bein star.eu Maßstab der Steuer kraft Tür die Verteilung der St.mmenzahl und Beitragslasten gebrochen werden. Der Entwurf zielt auf eina freiere Anpassung des Maßstabes an den lomretcn Einzcl- zmeckverband hin. DaS Bedürfnis der gemeinschaftlichen Verwaltung einzelner Kommunalangelegenheit.n, wie zum Beispiel der Wasserleitungs-, Entwässerungs-, Elektrizitüts- und Sllaß.n- bahnanlagen wächst immer mehr, weil die Amagen dadurch rentabler werten und andererseits ost ihrer Natur na^) in.ertommunal sind. Gerade für die Industriegebiete Rheinland und Westfalen kann ine Wirksamkeit des Gesetzes b-deMeist) ie.n. Aus den beionoercn Bestunmungen des Entwurfes Aum Zweckverbandgesetz für Groß-AerAn ist hervorzuheben, daß die Verbandsoersammlung außer dem den Vorsitz füijreuben Oberbürgermeister von Ber.in noch 99 Mitg.ieder zählt, die auf die Verbandsrullglleder nach der Einwohnerzahl mit der Maßgabe verteilt werden, daß kein Mitglied mehr als ein Drittel der Stimmen haben darf. Hiernach werden auf Berlin 33, Charlottenburg 11, Schöneberg 6, Mxdorf 8, Deutsch-Wilmersdorf 4, Lichtenberg 3, Spandau 3, Landkreise Teltow und Nieder-Barnim 16 bezw. 15 Stimmen fallen. Provinzial-Ausschuß der Provinz Lberyessen. L. Gießen, 14. Jan. Anwesend: Provinzialdirektor Dr. U.inger, als Vorsitzender, 5 ordentliche Mitglieder und 1 Ersatzmitglied. Beginn: 9 Uhr, Ende: I-/2 Uhr. 1. Stiege des Ortsarmenverbandes Frtedberg gegen den O r l s a r m e n v e r b a n d Ilbenstadt wegen Unterstützung des W. Lucas. Lucas mußte wegen nrcunjeit tu das Bürgerho,vital Friedberg ausgenommen werden. Er Halle durch mehrjährigen un- umerbroa-eneu Auscmhalt den Umer>chtzrtn.slloohu keine Anforderung für 1910 stollge.unden hatte. Tie Firma mochte in ihrer ReMrsichnft geltend, daß die Beschwerde vom 26. Februar 1910 sich gegen rede Veranlagung zur Kanalgebühr richte^ totVtn auch UM Re Kte b-L F-sr IfiO 0ie JMe, 8er Se- schwerde stattzugwni. In der heutigen Sitzung führte der Vertreter der Firma aus, daß der §2 der Kanalgebühren^rdnun^ so zu verstehen sei, daß als „wirtschaftliche Einheit nur der ^eil des Grundbesitzes der Firma angesehen werden könne, der zum Betrieb erforderlich sei. Man könne aber unmöglich verlangen, daß von dem Rest des Grundstücks, der landwirtschaftlich benutzt werde und verpachtet sei, ebenfalls Kanalgebühren entrichtet wurden, sonst komme man zu ganz ungeheuerlichen Konsequenzen. Die gruiidbuchmäßige Bezeichnung dürfe nicht in betracht kommen, da dies dem Sinne des 8 2 wider,preche. Der Vertreter der Stadt Gießen machte dagegen geltend, daß nur dn grundbuch»- mäßige Flächengehalt in betracht komme. Die Bannrngersch^ Liegenschaft habe als ein Grundstück nur eine Nummer und cs sei unmöglich, nur den bebauten Teil heranzuziehen. ^nn in dem § 2 stehe, daß die Grundstückseinteilung nicht maßgebend sei, so solle dies nur verhüten, daß jemand fein Gr/indllua ui verschiedene Parzellen teile, auf einer derselben em Gebäude errichte und dann auch nur für diese Parzelle Gebühren entrichten wolle. — Der Provinzial-Ausschuß erklärte den Rekurs, inioroeit er sich gegen die Veranlagung für 1910 richtet, für wrmell zulässig und erkannte demgemäß zu Recht, daß die Firma wr das genannte Jahr nur insoweit zur Kanalgebuhr heranzuziehen sei, als der ihr gehörige Grundbesitz als Fabrikhosrerte in betracht komme. Die Beschwerde der Firma gegen ihre Heranziehung zu der genannten Gebühr in den Jahren 1908 und 1909 wird als formell unzulässig zurückgewiesen Die Kosten des Verfahrens sowie eine Verhandlungsgebühr von 25 Mark hat die Stadt Gießen zu tragen. t. f ; av, 3. RekursgegeneinenPolizeibefehl des KreiÄ- vmts Gießen bezüglich des Sofguts Utphe. Es wurde die Einnahme eines Augenscheins durch eine Kom- wission des Provinzial-Ausschusses beschlossen. , 4. Antrag auf Entziehung der Befugnis zum Anleiten von Lehrlingen gegen Schlossermeister Otto Ebersohn von Hungen. Ebersohn hatte einen Lehrling nach 2Vsjähriger Lehrzeit LH. entlassen und die Ausstellung eines ordnungsmäßigen Zeumilsses verweigert. Der Vater des Lehrlings wandte sich an die Hand- werkskammer nach Darmstadt und nun stellte sich heraus, dav Ebersolm überhaupt keinen Lehrvertrag abgeschlossen hatte Auf eine Anfrage der Kammer, warum er den Lehrling entlassens habe, gab er feilte Antwort, so daß diese schließlich sich genötigt sah, bei dem Kreisamt Gießeii Antrag auf Entziehung der Befugnis zum Anleiten von Lehrlingen zu stellen. Das Kreisamt entsprach diesem Antrag auf gründ von Ermittelungen, die besonders auch ergaben, daß der fragliche Lehrling sehr viel zu Hausarbeiten, landwirtschaftlichen Verrichtungen usw. verwenoet wordeii war. Ebersohn verfolgte Rekurs an den Provinzial-Ausschuß, der zwar von einer Entziehung der fraglichen Befugnis absah, aber die Erwartung aussprach, daß Ebersohn für die Folge seinen gesetzlichen Verpflichtungen wehr wie seither nachkomme. Die Kosten des Verfahrens mit Ausnahme der durch die anwaltliche Vertretung des Ebersohn erwachsenen Kosten wurden der Handwerkskammer auferlegt. 5. Aufbringung der Kosten des Geländeerwerbs für die Nebenbahn Grebenhain — Gedern. Es wurde folgendes Urteil verbindet: Die Kosten des Geländeerwerbs für die Nebenbahn Grebenhain—Gedern sind von den uochoerzeichaieten Gemeinden nach dem bei jeder derselben angegebenen Beitragsverhältnis aufzubringen und zwar von Bös-Gesäß 5 Prozent, Illnhausen, Nieder- Moos und Bannerod je 10 Prozent, Ober-Moos, Vaitshain und Kaulstos je 20 Prozent, Nisder-Secmen 30 Prozent, Siechenhausen und Volkartshain je 40 Prozent, Crainfeld, Grebenhain, Gedern und Mittel-Seemen je 50 Prozent, Herchenhain 75 Prozent, Bermuthshain, Hartmannshain und Ober-Seemen je 100 Prozent. Die Kosten des Verfahrens haben sämtliche beteiligten Gemeinden nach Maßgabe ihrer sich hiernach ergebenden Beitragspflicht zu tragen. Außerdem hat iede Gemeinde die durch ihre anwaltliche Vertretung erwachsenen Kosten zu tragen. Von Erhebung eines Aversionalbetrages wird abgesehen. 6. Enteignung in Gemarkung Ober-Gleen für die Wasserleitung Kirtorf. Nachdem die Gemeinde Kirtorf nachgewiesen hat, daß laut Quittung an die Gemeinde Ober-Gleen die zuerkannte Entschädigung bezahlt worden ist, wurde die Enteignung des Rechts der Röhrenverlegung in den im Urteil näher bezeichneten Grundstücken ausgesprochen. Beikibs!unbgebungen zu phll. Köhlers Tod. Ms Langsdorf wird uns mitgetei.lt : Ms Anlaß des Hinscheidens des Abg Köhler-Langsdorf liefen zahlreiche schriftliche und telegraphische Beiieisdskund- geonngen ein. Der Staatsminister Dr. Ewald drahtete: „Bei dem Heimgänge Ihres um die Landwirtschaft unserer Heimat hochverdienten Gatten bitte ich Sie meiner herzlichen Teilnahme versichert zu sein." Ter zweite Präsident der Zweiten hessischen Kammer Korell telegraphierte: „Von schmerzlichem Bedauern erfüllt die Zweite Kammer die soeben emgetroftene Trauernachricht von dem Heimgänge ihres hochverehrten Mitgliedes Köhler-Langsdorf. Im Namen der Zweiten Kammer und im eigenen Namen drücke ich Ihnen das wärmste Beileid ans." Dr. Rösicke-Gersdorf übersandte von Berlin folgendes Telegramm: r. ."Ties ergriffen von der soeben erhaltenen Nachricht von dem Hmicheiden Zhre^> Herrn Gemahls spreche ich Ihnen mein aufrichtige^ Mitempsinden, mein inniges Beileid zu dem großen Schmerze aus, den sie sämtlich in Ihrer Familie erlitten haben. Das fibirfen des »eintgegangenen für den deutschen Bauernstand wird ihn in meinem Gedächtnis und dauernd im Gedäckstnis des Bundes der Landwirte dessen Vorstand durch mich fein aufrichtiges Mitleid ausspricht, lebendig bleiben." 'Der Bauernverein zu Bergen Bevischierte: „Zum plötzlichen Tode Ihres geliebten Mannes, unserem lieben, treuen Freunde sprechen wir Ihnen unsere innig? Teilnahme aus." Auch die Land tagsolbgeordneten v. Brentano und Meisti sandten Beileidöte.egramme. r Heimgegangene auch der Wertschätzung linksstehender Politiker erfreute, zeigen folgende Telegramme: "Nehmen Sie mein höfliches Belleid entgegen für den Tod des ausrichtigen Mannes. Pfarrer Korell" ~ JF™ Jamllie mein Beileid bei dem Tode Ihres vortrefflichen Mannes aus. Krumm, Gießen" So eckig und schroff Köhler als Politiker und Verteidiger von Recht und Gerechtigkeit werden konnte, so offen und ehrlich, io zartfühlend und nachgiebig, so mild und weich, herzig war er als Freund und Gesellschafter. Wenn der erstere Teil seines Wesens gar manchen von sich abstieß so wirkte der andere Teil wohltuend und anziehend. Aus Stadt und Land. . Wie Ben, 16. Januar 1911. staatliche Unfallversicherung. Heber die Festsetzung der von den Trägern der staatlichen Unfallversicherung M gewährenden Entschädigungen herrschen ni den Kreisen der Versicherungsnehmer vielfach iwd) irrige Ansichten, zu denen der Vorstand der laud- und forstwirtschaftl. BerufsgenDssenschaft für Hessen zu Darmstadt uns das Nachstehende mitteilt. Die Hohe einer diente wird in jedem Fall unter Berücksichtigung der körper- Irchen Verhältnisse eines Verletzten festgestellt.' Eine Rente soll kein Schmerzensgeld darstellen, vielmehr nur einen Ausgleich für den Berittst an Erwerbsfähigkeit bilden. Schönheitsfehler ober geringfügige Verletzungen, die einen wirtschaftlich meßbaren Schaden nicht zur Folge haben, können nach den Entscheidungen des Reuhs- versicherungsamts zur Gewährung einer Rente nicht führen. Dahin gehören alle Verletzungen, die die Erwerbsfähigkeit um weniger als 10 Prozent schädigen. Durch den Verlust einzelner Fingerglieder wird die Erwerbsfähigkeit in der Regel nach Abheilung der Wunde und Eintritt der Gewöhnung nicht gemindert, ebenso nicht durch eine geringe Herabsetzung des Sehvermögens auf einem Auge oder durch geringe Steifigkeit einer Hand oder eines Fußes. Damit die Erwerbsbeichränkung auf 10 Prozent eingesetzt werden kann, muß die Arbeitsfähigkeit eines Verletzten wegen der Unfallfolgen gegen diejenige eines gefunden Arbeiters im Jahre ungefähr um 30 volle Arbeitstage zurückstehen. Dementsprechend hat das Reichsversicherungsamt erkannt, daß die Behinderung bei einzelnen Arbeiten, wie z. B. Säen oder Melken, wegen Versteifung oder Fehlens einiger Fingerglieder nid)t als wesentlich beeinträchtigt anzusehen ist. Was den Jahresarbeitsverdienst, nach dem eine Rente zu berechnen ist, angeht, so bleibt er oft hinter dem tatsächlichen Verdienst des Verletzten zurück, weil der Jahresarbeitsverdienst, wie er der Rentenberechnung zugrunde gelegt wird, durchschnittlich ist, indem bei seiner Festsetzung auch die Erwerbsverhältnisse älterer und jüngerer Arbeiter mitberücksichtigt werden müssen. ' Zu in Beteranen-Appell, der gestern mittag um 12 Uhr auf dein Trieb statlfand, hatten sich außer dein Offizierkorps des Regiments „Kaiser Wilhelm* ans dem Bezirk etwa 15(^ ehemalige Kriegsteilnehmer eingefimben. Oberst Weim e r- Nidda hielt eine kurze kernige Ansprache, worin er auf die Bedeutung des Tages hinwies. Hieraus begab man sich zum gemeinsamen Frühschoppen in die .Liebigshähe^. Der Frühschoppen wurde ziemlich lange aus- sedehnt, zumal die alten Kämpfer sich viel mitzuteilen hatten. • • D ie W o h l tätig teils - K o n ze rt e des Kron- bauerschen Qnartettverems, die sich feit einer Reihe von Jahren zu Guniien hilssbedüritiger schulpflichtiger Kinder als segensreiche Einrichtungen beivährt haben, sollen auch in diesem Jahre ihre Fortsetzung finden. Als Tag ist der Sonntag, den 12. Februar, bestimmt worden und trotz den überreichen musikalischen Darbietungen, die dieser Winter uns bringt, unterliegt es keinem Zweifel, daß für diesen schönen, edlen Zweck niemand fein Scherflern verweigern wird, zumal das Konzert als solches durch Hinzuziehung hervorragender Kräfte auch in musikalischer Beziehung den erstklassigen zuzuzählen ist. • • Die Schlachtviehpreise sind in unserer Gegend, nachdem sie im Dezember zurückgegangen und namentlich Kälber sehr preiswert geworden waren, nach Weihnachten wieder in die Höhe gegangen und stellen sich zurzeit in 1. Qualität für den Zentner Schlachtgewicht roie folgt: Ochsen 86-88 Mk., Rinder 82—84 Mk., Kühe 75 bis 76 Mk., Kälber 83—86 Mk., Schweine 69—71 Mk. Der Preis für schlachtreife Schweine ist in unserer Gegend um 2 — 3 Mk. für den Zentner höher als die Notierungen des Frankfurter Marktes. ' Nadfa hrerfest. Gelegentlich des am 8. d. Mts. in Wetzlar einberufenen Fahrwartetags des Gaues 9a (Sieg- Lahn) des Deutschen Radfahrer-Bundes wurde beschlosien, den FrühjahrSgautag in Verbindung mit einem großen Gala-Sportfeste und darauf folgendem Balle am 12. März in Gießen abzuhalten. Mit dem Arrangement der Festlichkeit, die m der Turnhalle stattfinden soll, wurde der Radklub „Germania^-Gießen beauftragt. Der Gauvorstand ist zurzeit nut der Festlegung des Programms beschäftigt. * • Im Stadttheater war in der Nacht von Samstag auf Sonntag das Wasser in den Heizkörpern der Heizkammer gefroren, so daß am Sonntag früh zunächst keine Wärme in den Zuschauerraum zu bringen war und noch ivährend des Festaktes eine empfindliche Kühle herrschte. Es wurden sofort Maßregeln ergriffen, die eine Wiederholung dieses Mißstandes in Zukunft unmöglich machen werden; es wäre aber auch jetzt wohl ein Einfrieren der Heizkammer vermieden worden, wenn in der fraglichen Nacht nicht die Verbindungstür zum Kesselraum geschlossen gewesen wäre. ♦♦ In Am erika verstorbene Hessen. Phll. Köhler, 78 Jahre alt, in Troy; Hch. Horn, 64 Jahre alt, aus Schlierbach, in Dayton; Joh. ö er bei, 82 Jahre alt, aus Lang-Göns, in Washington; Phll. Klotz, 64 Jahre alt, aus Lampertheim, in Chllicothe; Aug. Marxhausen, 77 Jahre alt, in Detroit; Joh. W. Schaum, 54 Jahre alt, in Milwaukee. Kreis Lauterbach. = Engelrod, 14. Jan. Bei der heutigen Bürgermeisterwahl wurde der Postagent und Gastwirt Karl Schaaf I. hier mit 46 von 89 abgegebenen Stimmen zum Bürgermeister gewählt. Der seitherige Bürgermeister Christ. Henkel, der das Amt 18 Jahre bekleidete, hatte eine Wieder- toaftf abgelehnt, trotzdem wurden 42 Stimmen für ihn abgegeben. Stimmberechtigt waren 96 Personen. Kreis Schotten. § Vom oberen Vo gelsberg, 16. Jan. Seit Er- öffnung der Vogels berg bahn werden die wildreichen Wälder unseres Gebirges auch von Jägern aus der Ferne bevorzugt und die Pachtsummen mancher Gemeinden, deren Jagden an die Dahn unmi.telbar anschlie'.en, haben lich ganz erheblich, manchmal weit über 100 Prozent, gesteigert. Kreis Friedberg. L. Friedberg, 15. Jan. Das Eis fest, das der Eislaufverein heute auf seiner Bahn abhielt, erfreute sich eines ungewöhnlichen Besuchs. Auch die Umgebung hatte viele Schlittschuhläufer geschickt. Die Bahn ist tadellos. Schon am Morgen tummelten sich viele Läufer auf dem Eise, zumal von 11—12i/^ Uhr die Mi.i.är-Musi.fchule konzertierte. Von mittags 3 Uhr fand ein Jugend-Preislaufen statt llm 51/2 Uhr fand die Verteilung der Preise (Bücher und sonstige Gegenstände) an die 30 Meger statt. Gegen Abend zogen der Vorstand des Vereins und die Preisgekrönten mit Musik durch die Stadt. m. Bad-Nauheim, 15. Jan. Neben Land- und Reichstagswahlen haben wir in diesem Jahre auch Er- gänzungswa hlen zur Stadtverordnetenver- ) ammlung vorzunehmen. Bei Einführung der Städte- ordnung IM wurde die Zahl der Stadtverordneten von 12 auf 15 und die Zahl der Beigeordneten auf 2 erhöht Von diesen scheiden in diesem Jahve 5 aus und ferner muß eine Ersatzwahl für den Beig, Lutz stattfinden, so daß letzt 6 Stadtverordnete zu wählen sind. — Gastwirt und Fuhrhalter Georg Lampert hier, der am Samstag vor 8 Tagen in Nieder-Mürlen auf einer Geschäftstour durch das AuSreiffen der Pferde aus dem Schlitten geschlenderl und schwerverletzt wurde, befindet sich auf dem Wege der Besserung. Doch dürfte es noch Wochen dauern, bis er wieder arbeitsfähig wird. x Bad-Nauheim, 15. Jan. Auf Veranlassung deS Ortsgewerbevereins hielt heute abend in der'Turnhalle Professor B r 0 ck m an n-Offenbach a 9Ji. einen interessanten Vortrag über „Streifzüge buiZlj die Brüsseler Weltausstellung", der einen kleinen Einblick g währte in den Wettstreit der Nationen, wie er sich in Brüssel abspielte. Mehr als 100 Lichtbilder, von denen einige auch den Ausstellungsbrand und die durch ihn angerichteten Verwüstungen Wiedergaben, erläuterten die sehr bi ä l g aufgenommenen Aus.uhrunaen des Redners. — Im Vortragsverein veranstaltete am Samstag d 's Frankfurter Rebner-Quartett seinen vierten dies-winierlichen Beethoven-Abend. Zur Wiedergabe kamen: Opus 18 9ti. 4 G-moll und Opus 130 B-dur. x Bad-N auheim, 13. Jan. Recht zu leiden hat auch hier das arme Wild. An dem so belebten Wiesenweg zivischen hier und Friedberg, wo sich sonst kaum ein Stück Wild sehen läßt, beobachtet man jetzt viele Ketten Rebhühner, ganze Scharen Hasen unb selbst Rehe. Eine große Seltenhell Dürfte es hier wohl fein, daß vom Hunger geplagte Feldhasen bis in belebte Straßen der Stadt kommen, wie das hier und auch in Friedberg (Kaiserstraße) in den letzten Tagen einige Male geschehen ist. m. «Ober-Mörlen, 15. Januar. Im Alter von 71 Jahren verschied in der Nacht auf Samstag Frhr. Viktor Nordeck zur Rabenau. Der Verstorbene, ein noch äußerst rüstiger Mann, war nur einige Tage krank. Er hatte den 66er Feldzug mitgemacht, trat Dann kurz nach dessen Beendigung in den Ruhestand und wurde von Großherzog Ludwig IV. zum Rittmeister ä la suite beim 1. Leib- Garde-Dragoner-R g ment Nr 23 ernannt. Seinen W hn- sitz hatte Herr v. Raoenau bis vor einigen Jahren in Gießen, bis er in sein inzwischen von Frau v. Fechenbach in Dieburb (eine Schwester des Geschiedenen) erworbenes Stammsckl § hierher über.iedelte. — Unsere neue Rodelbahn, wohl eine der schönsten und ge,ahrlosesten in der Gegend, hat doch heute bei dem großen Andrang einige Opfer gefordert. Der Fahrradhändler Wagner von hier stürzte mit seinem Schlitten und wurde von nachfolgenden so schlimm überfahren, daß er in ein benachbartes Haus getragen werden mußte, bis es einer herbeigerufenen katholischen Krankenschwester nach beinahe zwei Stunden gelang, ihn zur Besinnung zu bringen. Tie Verletzungen am Kopse des Verunglückten sind bedeutend. X. Büdesheim, 15. Jan. In den Voranschlag der preußischen Eisenbahnverwallung ist u. a. auch ein Betrag von 48000 Mk. eingestellt zur Herstellung eines Heber» holungsgleises auf unserem Bahnhofe (Strecke Vilbel- Heldenbergen). Ferner soll auf dem Haltepunkte Kaichen der Strecke Friedberg-Hanau ein Ueberholungsaaeis für 99 500 Mk. hergestellt werden. Starkenburg und Rheinhessen. -0. Mainz, 15. Jan. In der Nacht zum Sonntag brach auf dem rechten Rheinufer ein großer Brand aus, der allem Anschein nach angelegt worden ist. Es brannte das ausgedehnte Lager des Dachdeckermeisters Rach in Mainz, in dem neben allerhand Material eine große Menge Dachpappe, Teer in Fässern usw. aufgeftadpelt war. Im Nu stand die ganze Halle in Flammen uno an eine Rettung war nicht zu denken. Neben der Feuerwehr aus Mainz-Kastel erschienen drei MUitärfeuerwehren, die alles aufboten, um die umliegenden Lagerplätze zu schützen. Stark bedroht war das Kohlenlager von Thomae und' eine Ma- terialgatle der Eisenbahn. Die Mainzer Feuerwehr konnte erst später zur Hilfe eilen, nachdem sie zwei kleinere Brände in Mainz gelöscht hatte. Das Feuer war mit Wasser nicht zu dämpfen, da am Rheirrufer keine Hydranten zur Verfügung standen und teilweise die Pumpen einfroren. Die Mainzer Wehr kam auf dem Ueberfahrtsboot angefahren und nun wurde die Dampfpumpe des Schiffes in Betrieb gefetzt, die eine mächtige Mrkung hatte. Es gelang, die bedrohten Nachbar lager zu retten, die Rachsche Halle wurde dem Erdboden gleich gemacht. -0. Worms, 15. Jam Zu dem Leichenfund auf der Landstraß« zwischen Weinsheim und Horchheim wird gemeldet: Am Tage vor dem Fund der Lerche des immer noch unbekannten Fremden, die in sitzender Stellung an einem Baume hing, war ein Reifender in Horchheim und Weinsheim in verschiedenen Wirtschaften eingekehrt, wo er den Gästen reichlich Bier zahlte. Der Mann hatte, wie bemerkt wurde, größere Geldsummen bei sich und man will von einem anwesenden zweifelhaften Menschen den Ausspruch gehört haben: „Dem könnte man vielleicht den Kragen abmachen." Auch soll ein verdächtiger Mensch später einen Hundertmarkschein habe wechseln lassen. Die Bevölkerung nimmt an, daß ein Mord vorliegt, die Polizei rechnet dagegen mit der Möglichkeit eines' Selbstmordes. Jedenfalls wäre es sehr auffällig, wenn ein Selbstmörder zuerst seinen Schirm zusammenfchlüge, dann beim Sichauf- hängen schwere Verletzungen erlitte und sich schließlich zum zweiten Mal an einem anderen Baum in sitzender Stellung aufhinge, denn darüber tft kein Zweifel, daß der Mann zuerst an einem anderer: Baume hing. Er war aufgeknüpft mit einem Strick, wie sie zum Strohbinden verwendet werden. r. N^Ü?bessen, 13- Jmr. In den Kreisen der rhemheinschen ForstfrQmde hört man gegenwärtig lebhafte Klagen toer. allrurerchlrche Abholzung des Waldes, an dem RHemdes,en ohnÄ>res nicht «ich ist Eben ist man dabei, im Weller- mald zwilchen Ingelheim und Heidesheim auf der Höhe etwa em Dutzend Morgen Privaiwald abzuholzen. In einer Reihe werterer Distrikte m Rheinhessen werden größere Waldflächen ausgehauen und mancher Forstmann sckKttelt bedenklich den Kopf Darüber, Auinal m den letzten Jahren, besonders in den Kreisen ■ömgen und -Narnz, grotze Lücken in die Schläge gerissen wurden. So fielen mehr als 40 Morgen zum Bau der Pulvermagazine zwilchen Heidesheim und Uhlerborn unter der Axt, nachdem kurz vorher dre gleiche Fläche zwischen Heidesheim und Budenheimi war, deren Holz zur- Ausschachtung des Bahn- iMes m Wiesbaden Veyoeudung fand. Der Anlage des Waldti vau,enschen Schlosses mrt Park mußten im vorigen Iah« etwa 20 Morgen a^gezerchneter Waldbestand weichen. Wenn es im gegenwärtigen Tempo mrt der Abholzung weitergehen soll, dürste bedeutender wirtichaftlicher. (Schaben unausbleiblich sein. Fach» -fJc^)n eme Verschlechterung der Regennasser- Verhältnisse beobachten. Hessen-Nassau. ö' der gemeinsamen Sitzung des Mabistrats und der S.adtverordneten wurde der ieitlierige bewahrte Bürgermeister Ernst Scheuern, unter dessen ersolbreicher jEätigfeit die Stadt sich in hervorragender Weise entwickelt hat, einstimmig auf 12 Jahre wiedergewählt. — Die Gemeinderechnung für 1C09/10 schließt in Ein- nahme mit 274 544 79 Mk., in Ausgabe mit 273 968.28 Mk. ab, )o daß ein Ueberschuß von 576.51 Mk. verbleibt Das neue städtische Auguste-Viltoria-Kcankenhaus erforderte eine Ausgabe von insgesamt 223100 M? 'gegenüber einem Kosten- Voranschlag von 188500 Mt. Zwecks Deckung der Hebert Gedenket der hungernden Vögel! • u Meteorologische veobachtungen der Station Liehen. 7«8 9? 976 WH SM rirw>l «44 9*1 7M4 371 478 948 4*5 7IM 171 eoe 67 319 37 966 8015 8* M 137 70 *4* 154141 488 156?*8 *76 152784 604 153 IM 803 W 5*7 70* 94* llOVl 75 504 155*07 4?9 71, 61 S«? 91? 442 556 309 89 M 95, 1571®o 110Q| 8*9 725 51 158078 ila SR? TU. 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(Nachdruck verboten.) 523 742 878 1147 638 837 916* ?*1 94* 9?1 3* lOn«1 «M *74 1 1 4,4 791 95 *9 r*nni «w 14«*5 110 *1 465 «7* r*e 480 601 910 *1 14648* 54* «*6 *»? 8* 44 147IT1 «85 704 950 1 4-1'80 275 438 869 1 49'17 478 W *54 150*24 150 369 4«, 557 778 151255 «05 901 58 227 3* 4 5 72 792 94 [ 2001 159'97 *15 573 781 8** 160**1 453 *5 9* *1*7 9*8 101905 187 *01 KPfi'R Tf> ,41 57« 61? 20 758 *67 Fd*75 55 4«* 5*4 «67 *9 94 94, 57'0* 5*1 K4 *6 F400] 722 58047 hon' =0171 yy 5*4 602*2 407 559 791 994 61 15« R"i«esen-Lotterie findet statt u M- and U. FeUnwc uu. Nummern In (Ohne Gewlhr.) 183 80 24, 382 429 Nummern In (Ohne Gewehr.) 15 6« 451 765 79 88 878 9005 234 *44 81 919 5.190 94 4*9 800 751 *41 174040 490 518 807 1 751*9 219 Ml 409 5, 62 653 57« 81« 176(03 10 200 10 835 416 i173 7,4 M 92S 177206 178198 505 948 179013 155 «1» 958 130038 60 196 252 4*4 345 687 890 1 8 1 275 372 56» 44* 43 1100 J 913 187.195 302 SSO 765 894 1100! 18 3042 150 93 257 «91 18402? 255 [200| 835 63 455 511 81 709 M 86, 185387 45« 12001 «38 «01 18612« 329 37 8« 41* 510 804 68 187«75 836 188106 8 21 236 507 661 189181 661 6M 1*6] 888 30055 262 M9 376 951 3112, 34 329 659 856 6« (100) 321,9 861 96 7,2 98 33058 229 309 619 779 3 4101 730 35iS8 8*1 642 3K"49 168 482 778 3 7 074 223 93 466 82 877 954 3 8057 263 94 331 81 456 70 721 39070 (200] 335 455 607 4 6 931 40694 823 41342 421 833 780 42017 M3 [100] 40 513 911 96 4 3 035 89 4 4*45 75 4 5 295 483 94 579 616 28 825 936 80 4 6'250 32 545 740 981 4 700 1 42 140 95 273 490 740 «J (10001 904 4 8150 302 574 634 738 346 (100] 49249 [100] 303 781 874 95 50186 269 84 407 500 12 77 [100] 871 9,4 50 51013 436 62? 839 904 5 2'4? ,35 349 749 [100] 840 938 53.-68 307 887 5 4006 20 129 99 305 ,4 684 792 969 5 5130 451 860 ,7 [100] 92 56071 [200] 288 [100] 4«6 626 28 [ 300] 83 5 7125 70 370 [NO] 77 682 740 681 5 8630 [300 ] 69 752 *14 59310 31 469 511 768 818 60273 [300] 94 431 678 61157 249 94 512 674 998 623UZ 42 740 808 6 3083 « 7 369 4 22 32 3 0 4 1 92 2 37 92 6 4000 546 6 5059 154 811 580 6 6099 113 ( 200 ) 56 237 623 710 67226 399 673 78 76, 68074 450 [100] 582 725 814 81 85 6 9 534 793 869 8, 91 7O011 ,60 456 94 609 68 7110, 82 453 520 732 873 945 1100] 7207, 319 [300] 878 914 5, 53 7 3120 447 56 405 542 719 (10001 47 58 890 7 4077 412 39 166 861 919 75018 68 116 [100] 207 10 313 591 617 878 90 76223 626 7*1 806 994 7 7 085 182 287 370 7 8**4 344 464 76 534 55 65!) 84 S06 7 9101 205 51 525 37 «11 74* ««? 80'39 232 304 500 81121 53 317 400 831 82*68 568 80 650 772 875 967 91 83*57 84'07 711 813 52 «5011 235 853 70 516 80 86117 892 599 629 66 826 87017 45 m <*o <«i ?= 70? ** 33?«< 7* 4<« 7*» *?8 34«4« ?*« 95* 35'*7 «*O (Wl 3«im ? ?** 7*n 37*39 *0 9° 1*9 759 «7 94 W *0* 902 44 38165 97 30* 77 407 9» 39t*5 ,91 (1001 4*1 glichen Kranken. eüm9> ihn zur Be- lun Kopfe des L«. m Loranschlaz der a- auch ein Lelra.- ng eines lieber- ofe (Strecke Adel, tepunkce Sa ich en ^rholungsguis für rionl 15 ,4« M.1 T4 «?1 *04 9*5 «3*0? 179 551 «0 1 979 #$40*’ 5.1* «91 «« F5n*4 *1 5*1 *1* 744 *7* RRni? 16* *14 (i'Xil R7l«* r*nnl 75 **? «ni 9-1 ««'**> *11 [100] 479 57« 95 *15 R9*1« *n 406 *5 506 797 **< °* 7019* *6* ?* 4=? 7101« 721*5 *6* *1 73*?* o?4 74154 5R 59B 749 9*2 75'M 763 *1? *59 76557 «71 79 81* 11 774’5 575 7«« 99« 7«nn [100] 90 248 95 560 946 47 7<» *o« 84 879 5«? 7*0 «5 9*« 806»* 1*5 7?7 945 71 7« «1*3« 4« 4?« 47 49 «4* 70* W *98 «2117 81 «60 7*4 «3n«0 567 f?Onl «40 747 90 R4.<»1 1«1 439 5« 70 651 8-5015 10* 47 2*5 «97 **6 904 «R 1*9 70 «40 87259 Sti 425 86 79 879 989 88516 22 895’« 83 6?* 791 909 90617 48 2«* «34 17 717 997 9 1 6*9 l?6n’ *13 9200 3M 368 (800] 470 88 574 636 785 902 93354 404 277 4*1 70« 18359* 7*1 1P446* 81 5« 744 48 70 *1 *06 SM 1«6’43 79 ?** 474 788 «** 976 1 88056 UL 189266 875 406 909 Die Ziehung der 2. Klawe 13009, 152 ?42 818 33 998 131601 K ?9 407 1« 8« 880 1321«8 415 91 13305« ,1? 65* 845 135*88 «13 749 *3« 138'61 So, 4«6 83 197 2*4 309 438 76 [100] 13 8057 94 887 868 90 78 7*« 917 140259 hno] 6? 8,3 ’S «*4 fww) 7«6 78 90 «1* 174142 87 24« 8«4 175’0* 3*6 40* «0« 7»5 945 17R’4« 590 «98 177'** 2.84 61 857 4M 599 786 928 8? 178*1* «66 745 931 17963« 178 4 79 511 «*6 1800«* 97* 181179 588 «1 74 7=1 [100| 1821*1 58« 94*27 95079 62* 786 819 945 9 8674 477 776 8,4 9732« 4*1 501 647 9 8 746 (1001 99"*» ,47 46, 76 684 100684 99 119 6«4 710 1010S7 », 87 87 1 44» 627 746 901 4 1 02 265 8R8 59, SOI »88 103 >6« 191 351 782 57 84* »14 104*96 895 509 «78 722 1 0 5018 287 422 851 1O6078 33* 56 «91 107263 95 I»«) *tf 94 414 86 7? 650 9,4 1 08-545 87 649 7tt 109188 41 257 81* 446 6N 91 76* 86 *54 928 1 10024 465 845 *69 11 1059 1900] 175 78 FK) TU 16 «12 92 964 11201# 90 141 1 13'47 774 *16 910 78 1 14 197 519 67 704 *44 [100] 919 52 1 156,8 8M 843 932 41 1 16018 9« 501 10 1, 674 1106] 8« 6« 117208 3,0 4? 405 *09 118107 4* 189 (1001 848 551 604 48 (100) »2* 119689 109 ,9« 82« 5* 61 504 684 9*9 71 12009* 1*9 365 M 624 *69 121109 96 ,15 88« »1 40* 83 56* 642 711 40 936 '100) 122071 847 51* 123'28 47 ,11 ,* 70 1 24"17 858 i 1001 «„ 719 *28 1 25 m 501 **9 93 9*7 1 2 6601 59 98 315 1 27*80 588 61» TT 12863« 90 7*7 1 29 '21 56 57 809 I 100) 914 104 80 ,76 569 670 88'43 3,4 640 847 8 9 367 610 757 945 90160 »5 3,1 443 66 6? 696 877 91«« SM 92-333 493 577 939 64 66 9 3114 482 6*4 873 ** 94004 «SS flOO] 929 [ 00] 95144 352 415 [100] 798 96149 [100] 68 78 [100] 318 01 809 97079 1« 347 776 9,7 39 9 8012 ,76 316 4«* '1001 967 99640 »1 751 »4 «51 053 100020 75 161 453 806 101006 40? 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Januar nachmittag«. Her die Gewinne Ober 50 Mark «lad den betreffenden 2. Ziehung I. Kl 224. Kgl. Preuss- Lotterie. Ziehung vom 14. Januar vormittags. Sur die Gewinne Ober 50 Mark sind den betreffenden 643 812 931 [300] 149 122 200 469 IIOO] 714 150413 [ 200J 59 620 »54 151*9 140 563 748 68 94 1 5 2253 82 1100) 95 336 871 153176 Ml 50 66 5,2 «73 714 *40 154*87 4«8 802 1 55’19 85 1100 ) 310 5«? 74 637 750 , 300 ) 5, 83« 75 »42 1 5 63?! 7*0 843 41 ] 57009 11001 15 31 87 *84 1 58059 228 46 95 »48 15902* 171 818 408 545 732 160'2, 695 771 945 53 1 6 1 242 465 598 «50 904 4* (MO' 171 14 2 4*7 670 *61 143113 T*> 407 «02 N IM 144A«? *4 17* 810 67 506 «5* 760 *9 |100| 9*3 145006 755 168746 1692*6 17 0097 ,37 *40 452 85 (100J 785 834 (100j____ 64 5 7 35 89« 17 2010 448 598 *00 9 V 995 4.78353 |50"| 4Gn*6 *17 40« 5.1 M SW M» TT7 41**1 W 7« ««* r?nnl 9-9 4?«*-« (1001 174 INI 5« 71 459 «0 5 * *?* 47 (?nnl 59 97 43*75 *9 *7« 79, an« 55 9=n 44i«4 *10 4* 497 «uo <• 7*4 «« 4Sl*4 *5 *07 77 5«4 K?« ** 77* 9?« 91 *>907 *R 406 545 «?1 741 •14 44 2^**4 707 PS1 90« 40 24'13 2*7 576 «06 2 5«?? 11* *7 .11* 5*7 795 **4 ?«’•' 42* «• 5«0 «O 704 *?* 2 7 VH p« «4? 45 90 790 283« 67 580 656 865 flOO] siegt also wohl feinem Zweifel, daß sie in Hanau angeftaft worden ist. Nachdem sie abgescklachtet und der Stall desinfiziert war, ist, die Seuche am 6. Jan. für erloschen erklärt worden: in Nieder-Wöllstadt am 8. Jan. in dem Bestände eines Händlers von 8 Kühen. Diese find am 1. Jan. aus dem Regierungsbezirk Frankfurt a. O. eingefübrt und zur Quarantäne angemeldet worden. Sämtliche 8 Kühe ftnb alsbald abgeschlacktet worden, so daß nad) erfolgter Desinfektion die Seuche auch in diesem Falle erloschen ist. lürebe und Schule. Der Abbö Turm-el, Priester der Diözese Rennes, wurde vom Erzbischof verständigt, daß sein Werk „Geschichte der The^- logie vom Trientiner bis zum vatikan.schen Konsll" auf den Index gesetzt worden sei. Abbs Tucmel unterwarf sich dieser Entscheidung, bemerkte jedoch in seinem Antwortschreiben an den Erzbischof, daß sein Buch int Jahre 1906 die Billigung des Erzbischofs von Paris erhalten habe und unter den Auspizien der Jesuiten geschrieben worden sei. Spielplan der Gießener Stadtthraterr. Direktion: 8)ermann Sleingoelter. Tientztaa, 17. Januar, abends 8 Uhr 14 Tienstaqs-Abonnv. ments-Borfiellunq, unter Mitwirkung der RapeUe des hiesigen Jnfanlerie-ReqinieniS: .Er und feine idjroefter." Ende IO1/, Uhr. Mittwoch, l«. Ja i., abends 7 Uht: 13. ittwochs-AbonnementS- Borslellung: .Das Veiitnant6münbel * Ende 911 Uhr. Freitag, 20. Januar, abends 8 Uhr: 13. Freitags-Adoiinements-Borstellung: „Othello/ Traueifoiel von William Lhakefpeare. Ende 11 Uhr. Sonntag, 22. Januar, nachmittags 3', Uhr, bei kleinen Prellen, unter Mitwirkung der Kapelle des hiesigen Jillanterie - Regiment«: Er und feine Schwester/ Ende 51/, Uhr. Abends 71/, Uhr, bei ((einen Prellen: „Maria Stuart/ Schauspiel in 5 Akten von Friedrich o. Schiller. Ende 10Uhr. In Dorbereiiung: „(Glaube und öeimat* — „Faust* — »Herr und Diener' — „'Man fall keine Briefe fchrelben." 291'1* 4*5 77 59» «11 ROM? 14? 44 49 «1 M« 771» «7 -7* s?00l «4 31«7* Sport. — Fußball. Am Sonntag trafen sich die hiesigen Vereine auf dem Trieb zum Austrag des Meisterschaftsspiels der 2. Serie. Der Verein für Bewegungsspiele war durch sein knappes, wohldurchdachtes Kombinationsspiel dem Giestener Sport-Verein von 1900 überlegen, konnte jedoch gegen seinen Gegner nur ein unentschiedenes Ergebnis erzielen, das Sport-Verein 1900 erst in der letzten Sekunde durch ein erzieltes Tor herzustellen vermochte. Beide Mannschaften spielten mit einem Mann Ersatz. Durch dieses unentschiedene Ergebnis ist wohl beiden Mannschaften die Aussicht auf die Meisterschaft genommen, die Siegen zufatten wird. Die 2. Mannschaften genannter Vereine trafen sich im Wettspiel auf dem Sportplätze an der £>arbt und lieferten sich mit 3:3 auch ein unentschiedenes Ergebnis. ÄaldeS'A. m STgcü Kskr WV hel,i” Lg Alt« ä K °°" (3:c5 Re tarn i. $eid ühenfund auf btt rchheün Mrd p Leiche des immer aber Stellung er in Horchheün m» eingekehrt, w et Mann hatte, n« ich und man M an vielleicht b-- jger MwA lpA lassen. M rliegl, He W Lelbstmouer ein Selbstmorde ntn beim S-M11 -ich schließ sitzenderstelM /aß der Mann/ : war ausg« kitiben vermemc würde. So erklärt es sich, daß jeder hoffnungsvolle Zug un8 der Union von unserem Markte registriert wird. Würde doch eine Kräftigung des Weltmarktes auch den Verbaudssorgen von ihrer Schöne nehmen. Wichtiger als die Hoffnung auf Amerika waren für die Kursentwicnung der Montanmerte Meldungen aust der heimischen Industrie. Dazu Fusionsgerüchte. Wie gewöhnlich, werden herartige Gerüchte stets von den Beteiligten Dementiert, aber in Verbindung mit den Verbreitungen jur Erneuerung der Verbände werden sie immer wieder auftauchen und auch wohl oft recht behalten. Es wurden ferner günftige Betriebsausweise von Stahl- und HüNemoerken in Aussicht gestalt und aus dem westlichen Kohlenrevier wurden bedeutende Kohlen- und Koksversendungen nach Belgien infolge des dortigen Streikes gemeldet. Bei dem Zusammentressen dieser Nachrichten liest die Börse die Zurückhaltung fallen und nahm Terkungs- und Meinungskäufe vor. Ausgehend von der festeren Haltung der Montanwerte zeigte sich größere Kauflust für andere I n d u st r i e» Papiere, von denen Elektrizitatswerte und Maschinenfabrikaktien im Vordergründe des Interesses standen. Die Mitteilungen in den Generalversammlungen des Siemens-Schuckert-KonzernS haben günstigen Eindruck gemacht, besonders die Ankündiauna, dast die Werke mit Neuaufträgen reichlich versehen sind. Schließlich wurde die Phantasie auch noch durch die Berliner Schnellbahnprojekte angeregt, die jetzt in ein aktuelles Stadium treten. Chemische Werte traten mehr zurück, nur Scheideanstalt war stärker gefragt und 17 Proz. höher. Kursbesserungen von 3—6 Pro-, sind vielfach zu verzeichnen. Ein Ereignis für die Börse war auch die Dellarierung der 10 prozentigen Tividendenbasis für die Canada Pacific Bahn, wovon audi die hier gehandelten amerikanischen Bahnen im Kurse profitierten. Fest lagen Anatolier und Jtal. Meridionalbahn, ebenso Schis fahr tS- aktien. Banken stellten sid) gleichfalls zum Teil höher. Dagegen war das Interesse für den Anlagemarkt mit dem Erwachen der spekulativen Tätigkeit wieder erlahmt, wenn sich auch heimische und fremde Fonds ziemlich behaupteten. Der @rfolg der Ungarn-Emission gab etwas Anregung. Am Geldmarkt ist eine wesentliche Veränderung nicht emgetreten. Privatdiskont 39/16 Prozent. ■ Börsen-Wochen bericht. — Frankfurt a. M., 13. Januar. Das Geschäft an der Börse ist wieder lebhafter geworden und die Grundstimmung ist, abgesehen von Reineren Schwankungen, ziemlich fest. Auch auf dem M ontanm a rkte konnten sich die Kurse erholen, wenn auch dieses Gebiet das Sorgenkind der Börse bleibt. Die Zahl derer ist nicht gering, die dem deutschen Mon- tangewerbe für die nächste Zeit eine wenig günstige Entwicklung in Aussicht stellen. Indessen besteht doch die Hoffnung, dast eine erhöhte Aufnahmefähigkeit am Weltmarkt einen Ausgleich bieten könnte für die schärfere Konkurrenz der deutschen Werke untereinander, die in der Sucht nach Verringerung der Selbstkosten Riesenbetriebe geschaffen haben und künftig mit Produktionsmengen auf den Markt kommen werden, an die vor einiger Zeit niemand gedacht batte. Im Augenblick sind die Aussichten für den Weltmarkt nicht sehr verlockend, allein bei der konsequent durchgeführten Produktions-Einschränkung des amerikanischen Marktes wäre es denkbar, daß schon eine Annäherung des Verbrauchs an die Produktion erreicht sei, was natürlich den Wendepunkt in der dortigen Eisenindustrie bedeuten Bietzcner Strafkammer. X Gießen, 13. Januar. Gefährliche Körperverletzung. Wegen der Begleitung eines Mädchens kam es zwischen Burschen von Vilbel und Nieder-Dorfelden zu einem Streit, in dessen Verlaus der Maurer I. G. D. von Vilbel einen anderen mit einem Stück Gasrohr eine große Wunde am Kopf beibrachte. Tas Schöffengericht verurteilte D. wegen gefährlicher Körperverletzung zu 3 Monaten Gefängnis. Die von dem Angellagten eingelegte Berufung wurde zurückgewiesen. Unter Ausschluß der Dtfffntlitfeit wurde der 17jährige Tagelöhner L. F. aus Hartmannshain wegen Sittlichkeitsoerbrechen an zwei Mädchen zu 3 Monaten Gelängnis verurteilt. Die für seine Jugend verhältnismäßig hohe Strafe wurde durch seinen Dang tu Unsittlichkeiten begründet : auch eine Vorstrafe wegen tätlicher Beleidigung wirkte straserhöhend. Die onvorschriftSmahige Angel brachte einen hiesigen Angler einen Strafbefehl über 3 Mk. ein. Sein Einspruch war am Schöffengericht eriolglos. da entgegen der Ansicht des Angeklagten, das Schöffengericht zu der Ueberzeugung kam, daß die von ihm benutzte Dandangel, die mit einem Drahtvorfach versehen war, nicht als einfache Handangel in Betracht kommen kann. Tie Strafkammer hielt die von dem Angellagten benutzte Angel für eine einfache Handangel und sprach ihn frei unter Belastung der Staatskasse mit den Kosten, einschließlich derjenigen der Verteidigung durch einen Rechtsanwalt, da es fic) um eine prinzipielle Frage handelte- Wegen Tierquälerei bekam der Fuhrunternehmer K. R. in Gießen einen Strasbehl über 60 Mk. Auf seinen Einspruch setzte das Schöffengericht die Strafe auf 40 Mk. feit. Der Angeklagte verlangte Freisprechung, indem er geltend machte, die von ihm benutzten Pferde seien nicht in so hohem Maße aufgescheuert gewesen, wie dies behauptet sei. Er habe aud) Vorsichtsmaßregeln getroffen, daß die Wunden trotz Benutzung der Pferde Hellen konnten. Die Strafkammer verwarf die Berufung. ,n Zn dem Strafkammerbericht vom 10. Januar ist nachzutragen, daß im Urteil gegen den Betriebsleiter der Gieß. Pneumatikwerke wegen Unterschlagung von Gummi eine in Fulda begangene, ähnliche Straftat inbegriffen ist. Die Mail unb Klauenseuche in Hessen. Die Seuche wurde nach ber Dünnst. Rtg. feftaefteüt: In Worms im Schlachthof am 21. Oft. 1910 unter Schweinen, die aus den Beständen eines Schweinehändlers in Ntannheim stammten. Die Schweine wurden alsbald obgeschlochtet und die Seuche war damit nach erfolgter Desinfektion erloschen; in E r f e l d e n bei den Gemeindefaseln und bei einem Landwirt am 11. Nov. Die Seuche hat seitdem in Erfelden in 16 Gehöften geherrscht und wurde am 31. Dezember für erloschen erklärt. Die Einschleppung ist mit größter Wahrscheinlichkeit durch den Schwiegersohn des Faselwärters erfolat. Dieser hat mit seinem Schwiegervater anfangs Oktober das Gehöft des Faselstalls bezogen und war bis November m Diensten bei einem Viehhändler in Erfelden. Er Ijat am 7. November einen Transport ostpreußischer Milchkühe in den Stall des Viehhändlers verbracht. Er will die Kühe in Königsberg abgeholt haben. Dabei hat er jedenfalls in Berlin am Potsdamer Bahnhof mit anderen Bediensteten von Viehhändlern vertebrt; denn die Kühe find dort ausgeladen, eingestellt und gefüttert worden. Diese waren allerdings am 11. November noch frei von seuchenverdächtigen Erscheinungen, sind aber einige Tage später an der Seuche erkrankt. In sämtlichen Gehöften, aus denen Tiere vom 7. bis 11. November bei den Faseln waren, ist die Seuche auf getreten; in Darmstadt im Schlachthof am 7. Dez>. bei geschlachteten Schweinen. Die Schrveine, 14 Stück, waren die Woche zuvor von einem Händler aus Essen nach Darmstadt geschickt und in dem Gehöfte eines Wirts eingelegt worden. Sämtliche Tiere wurden abgeschlachtet und nad) Desinfektion des Stalles die Seuche für erloschen erklärt; in A r Heilgen am 13. Dez. in einem Gehöfte. Ueber öie Einschleppung konnte etwas Bestimmtes nicht ermittelt werden. Die Seuche ist in Arheilgen wieder erloschen; in Bischo fsheim am 15. Dez. in 12 Gehöften. Sie hat dort schon einige Zeit vorher geherrscht. Untersuchung wegen Unterlassung der vorgeschriebenen Anzeige n|"t eingeleitet. Die Einschleppung nach Bischofsheim ist jedenfalls durch den Verkehr der Bediensteten einer Händlerfirma erfolgt, die im Bahnhofsball zu Bischofsheim ihre Ifür die Militär-Konservenfaärik zu Mainz bestimmten 'Schlachttiere einstellt. Bei einem Transport solcher von 28 Stück wurde tags darauf die Seuche auch fesbgestellt; in >K 1 e i n - W i n t e r n h e i m am 15. Dezember in dem Gehöfte eines Landwirts. SDie Art der Einschleppung wurde nicht ermittelt; in I b ersh eim am 19. Dez. in einem Gehöfte und in Eich am 21. Dez. in 6 Gehöften. Die Seuche hat in diesen Orten bereits über eine Woche geherrscht, bevor sie angezeiat wurde. Ueber die Einschleppung wurde nichts ermittelt, doch soll zwischen dem verseuchten Gehöfte ein Dienstbotenverkehr stattgefunden haben. Untersuchung wegen verspäteter Anzeige vom Seuchenausbruch ist eingeleitet; in Bretzenheim am 24. Dez. in einem Gehöfte und in Ebersheim am 28 Dez in einem Gedöste. Die Art der Einschleppung wurde nicht ermittelt, ooch wird vermutet, daß zwischen dem verseuchten Gehöfte in Ebers- Heim und dem in K'lein-Winternheim Personenverkehr statt- gesunden habe; in Düdelsheim am 31. Dez. bei der Kuh eines HäTidlers. Die Kuh war am 16. Dezember in Glcruberg gekauft, am 20. Dez. nach Hanau verbracht, am 21. Dez. dort auf den Markt aufgetrieben und an demselben Abend nach Düdelsheim zurückgebracht worden, wo sie zur Quaran- •tane angemeldet wurde. Der Bestand in G.auberg, aus dem die Kuh stammte, ist seuchenfrei geblieben. Es unter» schreikung wurde beschlossen, Sei der anstalt in Kassel ein Darlehen von 20 000 der Restbetrag soll aus laufenden Mitteln genommen werden. Das Wohnungsgeld der Volksschullehrer und -Lehrerinnen wird von 500 auf 600 bczw. 350 auf 420 Mark erhöht. -o-. Fellingshausen, 15. Jan. Am Samstag nachmittag gegen 4 Uhr scheute das Pferd des Fleischbeschauers Elös, der mit seinem Schlitten von Crumbach kam, unb nahm fernen Weg mit rasender Geschwindigkeit durch unseren Ort in der Richturig nach Rodheim. Während der Fuhrmann schon oberhalb Fellingshausen herausfiel, luurbe ein milfahrendes Mädchen erst später herausgeschleudert. Oberhalb Rodheim, auf jenr abschüssiger Straße, rannte das rasende Tier in ein bespanntes Steinfuhrwerk, kam zu Fall und brach dabei das Rückgrat. Zum Glück haben die beteiligten Personen keine bedenlluchen Verletzungen davongetragen. Markte. Gießen, 14 Jan. Marktbericht. Auf beuttflem Wochen- markte kostete: Brater pr. Pid. 0,90—1.00 ML, Hühnereier 1 St. 10—11 xVfg., Enteneier 1 Stück 0 Pfg., Käse pr. St. 6—8 Pß, Käsematte pr. St. 5—6 Pfg., Tauben pr. Vr. 0,80—1,00 Mk., vühner pr. St. 1,00—1,60 Mk^ Bahnen pr. Stück 0,80—1,80 Mk^ (Snten pr. St. 1,80—2,20 Mk^ Gänse das Psd. 75-80 Psg., Ochsenfleisch pr. Vld. 84— 92 Pig., Rindfleisch pr. Piund 84—b8 Pfg,. Knhfleisch 70 Pfg., Schweinelleisch pr. Pfund 80—96 Pfg., Kalb- steifch pr. Psd. 76—80 Pfg., vannnelfleisch pr. Pfd. 60—84 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Kq. 7.60 bis 8.00 'Dir., Weißkraut daß Stuck 20 bis 30 Pfg., Zwiebeln per Ztr. 5,00—6,00 Mk., Milch da4 viter 20 l'iq., Birnen per Pfd. 15-20 Mk., Aepfel per Ztr. 10 bis 15 Mk., diüsje 100 Stuck 50—60 Pfg., per Ztr. 0—00 Mk^ Bohnen per Pfd. 00-00 Pfg Marktzeit von 8—2 Nbr. n, unt^ - i, fÄsstf x 273 # 6;. v^Eteeir- #,ina der raSi R: Lb,t I R® bieejr Jan 1911 lönromeier auf 0° reduziert Temperatur der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke Grad der Bewölkung In gehnirl der slchid. tzimmelsfl. Wetter 15. 2MI <58,7 -5.2 2,5 80 N 2 0 Sonnenschein 15. <59 2 -93 2,1 97 NE 2 0 Klarer Himmel 16.1 <60,8 -11-6 1,7 93 N 2 0 Tunst Nie chlle Temperatur ar b vielte . „ n 14. 14. bis 15. , 15. Jar mar — — 8,5 ’ D. — 18.7 '6. Heute morgen verschied nach schwerem Leiden mein lieber Mann, unser treubesorgter, guter Vater, Schwiegervater, Hungen, Giessen, den 15. Januar 1911 DM/i) Löweugafse 20. elephon 692, Telephon 487 Krofdorfer Str. 12 I Seit 16 Jahren in Deutschland ein^eführt und beliebt. ! dieser echt Schutzmarke, hv%) Im Namen der Hinterbliebenen: Dorothea Köhler Wwe Die Beerdigung findet statt Mittwoch den 18. d. Mts., nachmittags 3T/4 Uhr. Die trauernden Hinterbliebenen. I. d. N.: Marie Witte geb. Arnold. Gießen (SelterSweg 14), Bad-Nauheim, den 16. Januar 1911. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Jokel K. Frölich und Frau geb. jokel Familie Altvater „ Bender Die Beerdigung findet Dienstag den 17. Januar 1911, nachmittags 4 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 441 im 58. Lebensjahre. Um stilles Beileid bitten Drucksachen aller Art Ausstattung stilrein u.preiswert Amerikan. Neuplätterei für Herren- ===== Wäsche. — Spezialwäscherei für Haushaltungen, Ausstattungsgeschäfte und Hotels. 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Heute morgen 5 Uhr entschlief sanft nach langen schweren Leiden unser lieber Bruder Herr Wilhelm Leifert, Buchbinder. Um stilles Beileid bitten Die trauernden Hinterbliebene«. Gießen, Neuen Baue 5, 16. Januar 1911. Die Beerdigung findet Mittwoch nachmittag 3 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. ( \039 1 L. Minlos & Go., Köln-Ehrenfeld Hoflieferanten. a vas ein nuuu-raKeL Kosiei nur 23 rtennige. 0 Zu haben in Drogen-, Kolonialwaren- und Apotheker-Geschäften. En gros von der Fabrik: in seinen Eigenschaften und Wirkung von dem hochangesehenen Chemiker der Seifen-Industrie Herrn Dr. C. F. Deite in Berlin auf das glänzendste begutachtet gibt blendend weisse, völlig geruchlose Wäsche und schont das Leinen in denkbarster Weise. Es reinigt die Wäsche schnell, sehr gründlich und verursacht leichteste Arbeit. Todes-Anzeige. Gestern morgen 53/4 Uhr entschlief sanft nach längerem, schwerem Leiden mein lieber Gatte, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Heinrich Wilke im 67. £e6en§jabce. Dampfwaschanstalt Edelweiss Friedrich Wftrner, Giessen Bruder, Schwager und Onkel Herr Christian Joke Grossh. Beigeordneter M ttgmmio Giessen Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht unsere Mltgueder von dem Ableben des Kameraden und lieben Ehrenmitglieds Ph»l pp Schaefer geziemend in Kenntnis zu setzen. Die Beerdigung findet Dienstag den 17. I. Mts., nachmittags 3 Uhr, vom Portale des neuen Friedhoies aus statt und bitten wir dem Verstorbenen durch recht zahlreiche Beteiligung die letzte Ehre zu erweisen. v /* ___________Der Vorstand. BeiiiM wmi Aiisglsilen bei Glatteis und Schnee wird sicher verhütet durch A. Kilbinger’s WMMM Bequemes Tragen und Anschnallen, absolut sicheres Gehen Äug. Kilbinger Seltersweg 79 423 Tel. 276 Kein Hasten mehr! 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