Samstag, 15. M M Erstes Blatt 161. Jahrgang GietzenerAnzeiger Die heutige Nummer umfaßt 18 Seiten. Vezng»vret»: monatlich 75 "ÖL,»iertel- iährlich DU. 2.20; durch Ur. 164 Ter siebener Lnzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. — Beilagen: viermal wöchentlich SießenerZamiliendlätter, zweimal wöcheutt.Ureir- Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Ps.-, durch die Post L!k.L.— oieriel- läbrL atk-schl. Bestell^. JeilenpreiS: lokal IbPs, auSwärtS 20 Pfennig. Chefredattcur: A. Goetz. VerantwoNlich für den grauer Theorie geboren sind. Aber man mutz Iatho ja, ?o beißt es von seinen Freunden her, aus der Kanzel hören Und da * Spruchlollegium hat sein ersprießliches Wirken gleichfalls anerkannt. Man hatte den idealistischen Kanzel , Prediger offenbar gar nicht so weit treiben dürfen, sich auf Worte zu versteifen. Man hätte ihn ruhig in seinem (Yartcn lassen sollen, von dem er nach dem hochnotpeinlichen Gericht mit so viel Liebe sprach. In dem Garten, wo ein fühlendes >?crj, fein kalter wissenschaftlicher Gärtner die Blumen hegte. ♦ Ter Fall Iatho hat wieder einmal die Nebel gelichtet, die über unserem kirchlichen Leben lagen. 80 Berliner Geistliche und zahlreiche Pfarrer in den Rheinlanden und anderen Gegenden Deutschlands haben ihr Mißfallen über die Absetzung Jathos ausgesprochen. Tie Schlldhattcr über das Spruchlollegium verfahren in ihren Erörterungen nicht glücklich. Tie lonferoatiDc „Kreuzzeitung" schilt über die „Verarmung an christlichen Werten" und über „weibliches, weibisches Christentum", treibt Zpott sogar mit den erheben den Faustworten „Gefühl ist alles, Name ist Schall und Rauch". Schwärmerei und Phantasterei aus religiösem Gebiete ist gewiß verständigen Menschen zuwider. Aber allem zu vor hat der Buch staben glaube keinen Bestand. Wahres religiöses Gefühl atmet eben doch in den Worten leiser Scheu und Ehrfurcht vor dem Unendlichen: „Wer darf ihn nennen? und wer bekennen, ich glaub ihn. Wer empfinden und sich unterwinden zu sagen: ich glaub ihn nicht ?" Und wenn das Spruchtollegium Jathos Bekenntnis, die Men scheu seien „aus Gott erzeugt und kehrten im realsten Sinne wieder zu Golt zurück", als Irrlehre und Diesseits-Religion bezeichnet hat, so. liegt nach unserer Meinung doch ein so großes Gott v c r t r a u c n in dem genannten Ausspruch, daß lich auch in diesem Punkte Wider,pruch gegen Jathos Absetzung regen muß Wer wird sein Nachfolger werden? Iatho dachte trotz der Absetzung in seinem Wirkungskreis zu bleiben, und seine Anhänger werden es ihm ermöglichen. Tie große Zahl der Proteste, die von seinen Amtsbrüdern ausgegangen find, wird es der Gemeinde von Alt-Köln sicher ermöglichen, einen Geistesverwandten an seinen Platz zu bringen. Koblenz, 14. Juli In der Presse wird vielfach die Berinmnng ausgesprochen, die evangelische Gemeinde von Köln werde nicht in die Lage kommen, einen Nachfolger Jathos zu wählen, da dis beschlossene, aber ..och nicht erösfentlichte Psarr- besctzungSgesev di- kirchenregimontliche Belegung einer Stelle vjiiei,e in Dein Falle, iXu, Oie Erledigung durch ein Tisziplinarverfahreir gegen den Slelleninhaber eingetreten sei: voraussichtlich werde bis zum Eintritt der Vakanz am 1. £ kl ober das Geietz noch veruf’eiuliü.i iveroen. Tie le&icre innahme wird deshalb nicht zutref'en, weil die Hindernisse, die sich der Ber- vsfentlickung des Gesetzes entgegengeslcllt Haven, noch nicht bc- seiligt sind, auch bis 1. Oktober nicht beseitigt werden können. Aber auch wenn das Psarrbesetzungsgesetz bis zum Eintritt der Möliier Vakanz in Kraft getreten wäre, so würde es au? den bc lrefienden Fall nicht anwendbar sein. Tenn das Verfahren des Svruchtolleginins sollte ,a gerade das Tlszipunaroerfahren in loldicn Fällen wie in dem Jathos beseitigen. Tas Verfahren vor dem Spruchtollegium kann auch deshalb nicht unter das Pfarr- besetzungsgefetz fallen, weil das Spruchkollegium erst nach dem Psarrbesetznngsgese>) ins Dasein getreten ist. Die evangelisch c Gemeinde von A lt - Moln wird es daher in der xtanb haben, einen Nachfolger Jathos selbft zu wählen, und deni Kirchenregiment bleibt nur wie bisher die Bestätigung des Gewählten überlassen. blattfiiröcuKreist&iefotn tTienStag und Freitags: zweimal monoil- Land wirtschaftliche Seitfragei 7.emsvrech-Anschlüsse - politischen r«it: tzluaust WW General-Anzeiger für Gberyessen ZGM Annahme von Anzeigen Hotationsbrud und Verlag der Vrühl'fchen Univ.'Vuch- und Zleindrnckerei R. Lange. Redaktion, Erpedilion und Druckerei: Zcbulftratze 7. Land-:'E.Heß^ für den L ^nniiOtag6n9mühr' vüdingen: Zernsprecher Nr. 50 Seschäfttstelle vahnhofflrahe iba. _____________ H. Beck. politische Wochenschau. Gießen, 15. Juli. Auch nach der Veröffentlichung der ausführlichen Begründung des kirchlichen Urteilsspruchcs über den Pfarrer Iatho gewinnt man die Ueberzeugung, daß das preußische Spruchkollegium nicht weise gesprochen hat Tie Herren haben sich ersichtlich Zurückhaltung attserlegt, haben fein Derdammnisurteil gefallt, sondern in ihrer Charakterisierung des Falles den Kölnischen Neuerer mit Schonung und Milde behandelt, "'eradc aber weil man seiner Gesinnung, seinem Charakter vorzuwerfen hatte, sondern die Werke seiner Nächsten i- seelsorgerischen Tätigkeit anerkennen mußte, berührt cs so schroff und hart, oaß über diesen Mann als Diener der Kirche der Stab gebrochen wurde Tie gedruckte Begründung des Urteils hält sich an keine bestimmte Grenze, innerhalb deren nach der Ansicht des Spruchkollegiums die Lehrtätigkeit des Pfarrers sich haben müßte. Und es ist auch ganz richtig, daß in der evangelischen Kirche die Freiheit des Christenmenschen weite, freie Bahn haben muß. Es wäre verkehrt, den Spruchrichtern Ungerechtigkeit oder Willkür vorzuwersen. Totzdem sie, wie gesagt, eine sichere Grenzlinie zwischen Rcchtgläubigkcit und Irrlehre nicht gezogen haben. Sie haben dem Kölner Idealisten mit nüchternen, sorgsam abgewogenen und »utrefsenden Worten nachgewiesen, wie weil seine religiösen Auffassungen von der Lehre der Landeskirche sich entfernt haben. Was aber bedeuten Worte int religiösen Temen und Empfinden? Ter Herr sieht das Herz an. Es ist mit dem Glauben ähnlich wie mit der Andacht vor einem Kunstwerk Zu dessen Preis kann man viel gute und schöne Worte Vorbringen, aber wenn ich mit Metlichen- und mit Engelzungen rcoctc, so könnte ich doch seinen ganzen Inhalt damit nicht erschöpfen. Es gibt nuci) im religiösen Leben Sphären, in die man mit Worten nicht leicht hinein lann. In Gleichnissen und Beispielen hat Jesus uns seine hohe Persönlichkeit offenbart. So war er ein Schöpfer, uiib mit den Schriftgelehrten hat auch er sich überworfen. Und sogar in der prosaischen Wissenschaft bieten noch so scharfsinnig und gewissenhaft gewählte Worte ost nur etwas Halbes und Unfertiges. Man kann zum Beispiel Kants Lehre annähernd richtig interpretieren und doch an dem Geist und Charakter des Mannes unwissend vorübergehen. Da liegt der Blüte feinster Tust über den Ganzen und Ungeteilten. Wie viel mehr aber erfordert es noch, die subtilen Wahrheiten und Ahnungen eines christlich gläubigen Gemütes objektiv auszudrücken! Man soll Gott doch im Geiste und in der Wahrheit anbeten. Wenn Pfarrer Iatho gelehrt haben soll: „Gott sei die uraufängliche Kraft, von der wir nicht wissen, ob sie ursprünglich blind war un6 erst in ihrer Verfeinerung zur G^isteslrafl im Menschen sehend geworben ist, ober uö sie als ewige Vernunft und ordnende Weisheit oie erste Bewegung im All hervorrief", so märe das sicher kein der höchsten Beivunderung werter Erguß. Es sind eben auch nur Worte, die in ihrem ersten Teil sogar recht phantastisch anmuten, im letzten Satze schon eher dem 0‘cmüte aoge- lauscht sind. Auch in den anderen in der Urteilsbegründung angeführten Stellen vom Bekenntnis Jathos, namentlich über Schuld und Sünde, stehen anfechtbare Sätze, die aus Hom gegen Köln. Wir haben schon mehrfach auf die Meinungsverschiedenheiten hingewiesen, die sich im Katholizismus bentertoar gemacht haben und bei der vielbesprochenen Lstcrdienslag:-. konscrenz auch für die weitesten Kreise ruchbar wurden. Tie „Kölner Richtung" will in der Zentrumspolitik rnög lichste Unabhängigkeit von :stom und dem Vatikan, schon um das alte Scheingefecht aufführen zu können, das Zen- trum sei keine konfessionelle Partei. Offenbar sind die Leute um die „Köln. Volksztg." auch um einige Grade „moderner" gefilmt als ihre Widersacher, -rie alten Streitigkeiten wurden aufs neue angefacht durch ein Buch des Dominitanerpaiers und Professors A. Maria Weiß, der gegen die „Gefahr des Laienregiments" und damit gegen die Kölner Richtung ins Feld zog. Hand in Hand mit ihm ging auch die vatikanische Presse gegen Köln vor. Besonders die „Correspondence de Rome" drückte sich^fo scharf aus, das; der Mitbesitzer der „Köln. BoNsztg.", Tr. Bachem, sich in einem spaltenlangen Artikel ^dagegen wehrte. Er schrieb da u. a. sehr unzweideutige Sätze: „Tic „Corr, dc Rome" ist gewiß kein offizielles £rgan der römischen Kurie. 'Jlbrr sic crsct.int m Rom, in der ndd'iten Um- gibuiig des Heiligen Balers. Sie gibt sich bauernb den Anfchein, ter authentische Interpret der Auflassungen dcS Vatikans zu um. Wenn in einem solchen Crgau in solchem Tone solche -tutflc gegen die kiräuttreuen deutschen Katholiken vorgebracht werden, io ist cs ganz selbstverständlich, daß das niet : ohne Cinflntz auf das Ansehen der römischeit Kurie bleiben kann. 9hir mit dem größten Bedauern iprca.c ich diesen Proteft aus. -renn ich fähigen Katholiken das Vertrauen zu dem Mittelpunkte der kotho- lifchen Christen einer gewissen Probe ausgesetzt werden kann. Auch Die „Zentralauslunstsstelk für die tatholifche Presse" wandte fich neuerdings gegen die Kölner Richtung und ließ durchbiicktti, daß die vatikanischen Kreise über „gute Informationen" verfügten. Hieraus beziehen sich einige Aufsehen erregende Erklärungen des Nuntius Frü h - wirt, der dem Zentrum beiipringt und die aufgeregten Wogen wieder zu glätten versucht: 'M ü n ch c n, 14. Hnli Gegenüber den B c r d ä d; t i g u n g e n, die der deutsche K a t I; o 1 l , i s m u s und der Erzbischof von Köln in ausländischen Zeitungen erfahren, die -uni Teil an einen Artikel der „Correspoiidaucc de Rome" anknüpfen, er mächtigt der Nuntius Frühwirt den „Bancriscken Kurier" zu der Erklärung, daß der Artikel der „Correspondance de Romc", dessen Ton er selbst mißbillige, in keiner Weise von den h u h e r c n zuständigen Behörden inspiriert sei. Cr protestiere auf das entschiedenste gegen den Artikel der ausländisch-m Zeitungen, in dem so ichwere Autiagen gegen Oie Katholiken Deutschlands und das Zentrum erhoben würden, in der man loqar den Schotten nur die unantastbare Person des durch seinen Hirtcneiier rühmlichst bcLumtcn E r z b i s ch o f s v o n .Kö 1 n wer fen möchte. Von zuständiger Seite iverde ihm versichert, daß an der Berösfentlichning dieser Artikel weder Msgr. Benigui noch ein anderer Prälat einen unmittelbaren ober mittelbaren Anteil habe. Damit werden die Mißhelligkeiten aber nicht aus der Welt geschasst und das einmal bestehende Mißtrauen kaum beseitigt. ______________________________________ Das Nationalfest in Kranlreich. Turch herrliches Weiter begünstigt, wurde am gestrigen Freitag das Nationalfest in ganz Frankreich mit großer Begeisterung gefeiert. Ernstliche Zwischenfälle mürben bis jetzt nicht gemeldet. Tie von den Syiidikalisten beabsichtigte Kundgebung in der Umgebung des Saute-Gc fängnisses ist unterblieben Das Gefängnis wurd« rnili Der Schrecken -er Waidbrände. Tic Sommerhitze Hal uns auch dieses Jahr, wie schon so ost vorher, die traurige Nachricht von gewaltigen Waldbränden gebracht, die in Nordamerika wüten. 1910 und 1908 kamen gleiche Meldungen, di. ein Schrecken erregendes Bild der Verwüstung durcti Feuersbrünste boten. Ter Materialschaden wurde 1908 auf 400 Millionen Mark berechnet; aber auch in früheren Jahren waren schon Bauholz, Gebäude und anderes im Werte von 200 Millionen Mark verbrannt. 1908 wurde eine ganze blühende Stadt von 5000 Einwohnern Chisho 1 m in der Nähe von Duluth durch das Feuer dem Erdboden gleich gemacht. Um eine Vorstellung von der riesigen Ausdehnung dieser Brände zu geben, sei erwähnt, daß 1908 zu gleicher Zeit ein Wald von 300 Kilometer Länge, d. h. eine Strecke wie die Eisenbahnverbindung zwischen Berlin und Hamburg, in Flammen stand. 1871 wurde sogar mehr als der zehnjährige Holzverbranch des ganzen Landes durch Waldbrände zerstört und der Schaden auf die ganz unglaubliche Summe von 8827 Millionen Mark geschätzt. Ter Tnrchschnittsverlust in den letzten 20 Jahren wird auf etwa 100 Millionen Mark im Jahre beziffert.: in der gleichen Zeit find in den Bereinigten Staaten durch Waldbrändc mehr als 2 00 0 M enschcn umgekommen. Tcr Brände läßt sich bei bem riesigen Umfang, den sie furchtbar schnell an nehmen, nur in seltenen Fällen s?err werden. Tic Feuersbrunst, die 1908 einen der herrlichsten Wälder der Welt, den von TeS CHutes in den blauen Bergen des östlichen Origon zerstörte, hatte bereits eine Ausdehnung von 27 Kilometer erreicht, bevor es möglich wurde, einen energischen Kamps gegen das Berderben bringende Element einziileiten. Neun Tage lang arbeiteten 200 Männer, b.wör sie das Feuer zum Stehen brachten, die nächste größere Wasscrauelle ivar 27 Kilometer, der nächste Crt, von dem ans die Mannsckmst verpflegt werden konnte, 75 Kilometer entfernt. Die Urfadien für die Brände sind zum großen Teil in sträflichem Leichtsinn zu f'uckfen. Man hat fcftgel'tellt, daß von 300 Feuersbrünsten, die in einem Jahr in dem an Wald so reichen, nun schon so arg Dcriüüftcten Adiron - dack-Gebiet ausbrachen, 121 durch Funken von Lolomotivcii bciDorgcrufen wurden, 88 durch Haufen von Laub, die man brennen ließ, 29 durch Lagerfeuer, die von Jägern und Touristen angelegt wurden und seck)s durch glimmende Asche von Zigarren und Tabakspfeifen. Tie größte Gefahr geht al io von den Eisenbahnen ans, zumal diese lerne Vorrichtungen für Rauchoerbrenimng besitzen und bei den Lokomotiviührern eine erschreckende Gleichgültigkeit dagegen herrscht, ob die Funken ihrer Maschine über offenes Feld hinspringen oder vernichtend in die dichtbelaubten Stämme fahren, Ter Kampf gegen die Waldbrändc, der von der Regierung der Bereinigten 'Staaten mit aller Macht aufgeitommeu ist, wird daher vor allem mit strengen Gesetzen gegen die Eiienbahn- gesellschanen geführt werden müssen. Erst wenn die Eisenbahnen mit Petroleum Heizen pnd rechts und links von den Geleisen schützende Abstände von 30 bis 150 Fuß angelegt sind, werden die entsetzlichen Schädigungen auihvrcn, durch die z. B. in Nord- und Sudtarolina und in Georgia statt der Waldungen zum größten Teil nur noch Buichwert und verkohlte Baumstümpic ohne die Möglichkeit einer Wiederaufforstung zurückgelassen sind. Eine tatkräftige Propaganda gegen die Waldbrände wurde Aniang 1908 durch die Begründung der „National Conversation Commis- non" eingeleitet, die bereits viel für die Crhaktnng des Wald- beßandes getan bat. Auch die sorttamtliche Zentralstelle der Regierung m Washington hat viel zum Schutze der Wälder getan uni> feinen klugen Einrichtungen ist es zu verdanken, daß in jüngster Zeit die staatlichen Waldungen von Ricsenbrändeii ziemlich verschont worden sind. Tie Waldungen wurden von dem Forttamr mit großen Fahrstraßen durchzogen, Schneisen sind angelegt, von denen jede Spur von Holz und Reisig entfernt sein muß; in der heißen Jahreszeit, die die größten Gefahren birgt, durchziehen Patrouillen, die sogenannten „Rangers", Die mit ausgezeichneten Ferngläsern und vorzüglichen Pferden ausgerüstet sind und sehr rasch ihre Fcuermeldungen machen können, die staatlichen Waldgebiete. Tvzu find die Forsten mit einem von Jahr zu Jahr enger werdenden Netz von Telephon- leitnngen versehen, die den Nachrichtendienst außerordentlich er- Icichtern. Tiefe Vorsichtsmaßregeln haben wenigstens die Regierungsforsten in den letzten Jahren vor größeren Feuerschäden bewahrt, aber in dem weiten privaten Waldgebier wüten sie unaufhaltsam fort. $ — T c r Bildhauer Professor Reinhold Begas in Berlin feiert, wie bereits mitgeteilt, heute seinen 80. Geburtstag. Er ist am 15. Juli 1831 zu Berlin als Sohn des Hofmalers Karl Begas geboren. Seine Ausbildung erhielt er auf der Berliner Kunstakademie, arbeitete dann in den Ateliers von Ludwig Wichmann und Rauch und begab sich 1856 nach Rom, wo Böcklin und Lenbach nicht ohne Einfluß nur ihn gewesen nnb. 1861 erhielt er einen Ruf als Professor an die Kunstschule in Weimar, gab indessen seine Lehrtätigkeit bald auf und ging zum zweiten Male nach Rom. 1866 kehrte er nach Berlin zurück, um das mit dem ersten Preise gekrönte S ch i 11 e r st a n db i 1 d aus- zufübren. , „Sarkophage des Kaisers und 'n ticrin Fri'oricki m Potsdam", Aalionaldenkmal mr Kaiser Wilhelm I. in Berlin 1893—97 , Nationalocnlmal für Den Fürst, n Bismarck, ebenba 1901 enthüllt, die Gruppen Waldemars uns Kaiser Wilhelm I. in der Siegesallee in Berlin, die Büsten Kaiser Friedrick)s III. und Wilhelms II. — Ein neuer Komet. Auf der L i ck - Stermvaete in Kalifornien wurde am 6 Juli, wie ein Telegramm Prof. Pickerlings au die Astronomi-che Zentralstelle in Kiel melcci, ein neuer Home: eiubcä;, «xc ein s o auffälliges Lbjetr barflcllt, daß er bereits mit einem Opernglas wahrgenornmcn iveroen konnte. Nach der ersten Beobachtung zeigte ölt Komet, der sich im Sternbilde cce- Fub manns, nahe der Grenze oes Perseiw bejinbet, eine südwestlich • Bewegung und einen gleichfalls im Cvernglai'e sichtbaren Schweis. Am 8. Juli hat Pros. Wolf von der Königstuhl-Sl'rnwarte bei Heidelberg den Atom.-ten Photo graphiert und seine Helligkeit mit 7,5 angegeben. Ta Die Sterne bis einschließlich 6. Größentlasic mit bloßem Auge sichtbar sind, so bvinoet sich der Korn t nur I Auch die Remeiv-Sternwarte zu Bamberg hat nach telegraphischer Meldung den Kometen inzwischen beobachtet: nach oen Dortigen Wahrnehmungen bewegt er sich jedoch nicht ui südwestlicher, sondern in n o r b ro e ft (i ch e r Richtung,, so daß seine Höhe am Himmel zunimmt imo oie Gelegenheit zu seiner Beobachtung günstiger würde. Tie Gegend des Himmels, in der der Korner verweilt, befindet sich nämlich in der gegenwärtigen Jahreszeit jenseits des Himmelspols in unterer Kulmination, was oie Beobach-rung namentlich während der Zeit dec hellen Nä.chte, die in unseren Breiten zurzeit noch nicht beendet sind, erschwer:.. Zur Bestimmung der Bahnelcmeme des .Kometen, die über seinen weiteren Lauf Aufschluß geben können, müssen nähere Beobach tungen abgewartet werden. £b der neue Komet 1911 b ein auch mit bloßem Auge sichtbares Lbjekt werden wird, läßt sich im Augenblick noch nicht sagen. kf. T e r A u f b r -t ch d c r v i e r t e n S ü d p o 1 c x o e d i t i o ii. In der nächsten Woche wird die rienc Südvvlexpeoition, die Tr. M a w s on leitet, die Abreise antreten. Scott und Amunosen sind schon im Eise des südlichen Polarmeeres angJangt, die deutsche Expediiton unter Filchner ur jüngst abg.reist, und so ist Tr. Mawson c:r vierte, : r sich zum Si pole ausmocht. Wi^ o:r Londoner Korrespondent der „Polititen" erfahrt, roiro die Aurora, Tr. Mawsons Expeditionsschiff, unter australischer Flagge segeln. Arisch bewacht. Morgens fanden einige Zusammenstöße statt; zw»i Verhaftungen wurden vorgenommen. In Longchamps fand in Gegenwart des Präsidenten Falliöres, aller Minister und des diplomatischen Korps Parade statt. Der deutsche Botschafter Freiherr v. Schön und der Minister des Aeußern unterhielten sich in herzlicher Weise. Während die Truppen an dem Präsidenten vorübermarschierten, manövrierten drei lenkbare Luftschiffe über dem Felde. Bei der Rückkehr des Präsidenten veranstaltete eine Anzahl Camelots du roi eine Kundgebung; es kam zu einer Schlägerei mit dem Publikum, das gegen sie Partei ergriff. Zahlreiche Verhaftungen wurden vorgenommen. Angriff auf einen Deutschen in Kuba. Hav anna, 14. Juli. Das Wohnhaus von Br. Meyer, eines reichen Deutschen in Trinidad in der Provinz .Santa Clara wurde von Banditen angegriffen. Meyer selbst tvurde bei der Abwehr des Angriffs schwer verwundet. Die Banditen ergriffen hierauf, ohne geplündert zu haben, die Flucht. Sie werden durch Gendarmen verfolgt. Der deutsche Gesandte richtete wegen Angriffe auf das Wohnhaus des deutschen Staatsangehörigen Meyer in Trinidad, wobei dieser schwer verwundet wurde, energischen Protest an die kubanische Regierung und forderte Entschädigung. politische Tagesschau. lieber einen gegen die wurttenibergrschen Katholiken geplanten Schlag beschwert sich die „Germania", das Berliner Zentrumsblatt, mit folgenden Ausführungen: Die Katholiken Württembergs stehen vor einer Gefahr, deren Folgen unübersehbar sind. Das Kultusministerium beabsichtigt die kleinen katholischen Pfarreien, die unter 300 Seelen haben, aufzuheben und zusammenzulegen. Noch vor nicht langer Zeit hat der Minister angekündigt, daß.er,die „Auseinandersetzung zwischen Kirche und Staat" herbeizuführen beabsichtige; er erklärte dann nachher, daß es sich bei dieser Tendenz nur um eine „finanzielle Auseinandersetzung" handeln solle; d. h. der Staat würde der Kirche eine „jährliche Rente" garantieren, dagegen aber für sich das Recht in Anspruch nehmen, noch mehr als seither in die kirchlichen Angelegenheiten hinein zu regieren. Diese Rente soll, wie bei der Debatte über die Gehaltsaufbesserung der katholischen Geistlichen der volksparteiliche Führer Liesching verraten hat, in Zukunft nach dein „Bedürfnis der einzelnen Kirchen" bemessen werden. Die Absicht der Regierung: die kleinen Pfarreien aufzuheben, ist dazu angetan, das „Bedürfnis" der katholischen Kirche geringer zu gestalten, als es heute ist. Entsprechend diesem künstlich so gestalteten geringeren Bedürfnis sollen denn auch die Leistungen des Staates in Zukunft niedriger werden. Um es kurz zu sagen: Ter Staat will vor der Trennung noch säkularisieren. Bloße Sparsamkeitsgründe sind bei diesem Plane der Regierung nicht maßgebend; hat doch der Finanzminister erst kürzlich in der 1. Kammer die Finanzlage nicht günstig genug schildern können. Das eine ist sicher: Die katholische Bevölkerung in Württemberg wird sich eine derartige Schmälerung ihrer Rechte nicht ohne weiteres gefallen lassen; und wenn sie auch seit Jahren allen Angriffen und Verdrängungen seitens der Regierung und der Liberalen und Radikalen gegenüber Stillschweigen beobachtet hat — dieses Mal wird sie ihre Position entschieden zu verteidigen wissen. Die Mahnrufe erschallen bereits in der katholischen Landespresse. Die Lage der außerordentlichen Professoren. Die Vereinigung außerordentlicher Professoren Preußens gibt soeben eine ausführliche Denkschrift über die Zwitterstellung dieser Gruppe von Universitätslehrern heraus. Die Denkschrift, die natürlich auch außerhalb Preußens interessiert, wird in den „Nationalliberalen Blättern" von akademischer Seite in bemerkenswerter Art kommentiert: „Die außerordentliche Professur war ursprünglich nichts als ein Durchgangs- und Warleposten. Die Extraordinarien sollten in Ordinariate einrücken, welche frei würden. Auch jetzt ist noch ein Teil der außerordentlichen Professuren so gedacht: wird an einer Universität, die Zahl der Studierenden eines Faches zu groß, dann stellt die Regierung dem Ordinarius zunächst gewöhnlich einen Extraordinarius an die Seite. Bedenklicher wird dies Verfahren schon bei Abzweigung neu austömmender Wissenschaften, wie Ohrenheilkunde, Dermatologie, Geologie, neuere Literatur, Kolonialrecht und dergl. Ist doch diese Entwickelung so weit gediehen, daß jetzt für den größeren Teil gerade derjenigen Fächer, auf deren Ausbildung der Fortschritt der Wissenschaft in erster Linie beruht, überhaupt keine Ordinariate oder doch nur an wenigen Universitäten vorhanden sind. Mehr und mehr hat sich die Praxis eingebürgert, neue Lehr- bedürfnisse statt durch Vollstellen nur durch Hilfsstellen zu befriedigen! Grell beleuchtet diese Verhältnisse das Zahlenmaterial, Die letzter: Vorbereitungen sind schon im vollen Gange, und gegenwärtig werde:: 50 grönländische Polarhunde nach London geschasst, um an, Bord des großen Walfischsängers „Aurora" eingeschifft zu werden, Der wahrscheinliche Tag der Abreise ist der M, Juli. lf. Fortschritte der isländischen Frauen-Be- luegung. In Island hat die Sache der Frauei: in letzter Zeit bemerkenswerte Fortschritte gemacht: Dem Allthing waren zwei Anträge auf Verfassungsänderung vorgelegt worden, der eine wollte das aktive und passive Wahlrecht zum Allthing allen Männern über 21 Jahren, im Besitz der Ehrenrechte usw. geben und soglei vorsehen, das Wahlrecht durch Gesetz auch auf die Frauen ausgedehnt werden könne; der andere beantragt kurzweg gleiches Wahlrecht für alle Männer und Frauen. Der 9 gliedrige Ausschuß verwarf den ersten Antrag und entschied sich für den zweiten, auch das Allthing wird allgemein als dem Anträge günstig geschätzt Die verheirateten Frauen sollen unbeschränktes Wahlrecht haben, auch wenn sie in Gütergeineinschaft mit dem Manne leben. 1— Auch das Frauenbildungswesen kann sich neuer Errungenschaften rühmen: Das isländische Unterhaus hat einen Gesetzentwurf angenommen, der den Frauen das Recht gibt, an sämtlichen Lehranstalten des Landes Unterricht zu genießen und ihre Prüfung zu machen und alle Beamtenstellen des Landes zu bekleiden. Island wird noch im Laufe dieses Jahres seine Mne Universität erhalten. Wenn das isländische Oberhaus diesem Entwurf auch zustimmt, so erhalten damit die Frauen die volle Glerchbcrechtigung mit den Männern in Bezug auf die höhere Bildung und die höheren Berufe. r , — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen- • D:e 36. Versammlung des Deutschen Vereins für offentl:che Gesundheitspflege findet zu Dres- bWahl berechtigt sind, welche einem Gemerbe- verein oder einer sonstigen Vereinigung angehören, die die Förderung der gewerblichen Interessen des Handwerks verfolgen, auch wenn diese Vereine nicht miiürestens zur Hälfte ihrer Mitglieder aus Handwerkern bestehen". Das Reichsamt des Innern hat damals geantwortet, daß dieser Antrag bei einer etwaigen zukünftigen Revision der einschlägigen Bestimmungen der Gewerbeordnung einen Gegenstand der Erwägung bilden werde. Der Vorstand des Verbandes hat nunmehr dem Reichsamt des Innern wiederum eine entsprechende Eingabe mit ausführlicher Begründung übersandt. Ausland. Der revidierte Vertrag zwischen England und Japan ist am Donnerstag in London unterzeichnet worden. Er enthält einen allgemeinen Schiedsgerichtsvertvag mit einer drittel: Macht abschließt, so soll der revidierte Vertrag dieser Partei nicht die Verpflichtung auferlegen, einen Krieg mit der Macht zu beginnen, mit der für sie ein solcher Schiedsgerichtsvertrag in Kraft ist. Ter Vertrag tritt sofort in Kraft und bleibt zehn Jahre ü: Gültigkei.t Es sind sonst leine Abänderungen des ursprünglichen Vertrages vorgenommen worden, mit Ausnahme der Fort- lassung des Artikels, der Japans Stellung in Korea betrifft. Aus Sarag 0 ss a wird gemeldet: Der hier ausgebrochene G e sam taus stand hat einen bedenklichen Umfang angenommen. Nach einer Stvaßenkuudgebung kam es zwischen ©treifenöen und der Polizei zu einen: heftigen Zusammenstoß. Fünf der Arbeiter wurden getötet und 30 verwundet. In Mexiko ist noch keine Ruhe eingekehrt. Aus Puebla wird berichtet: Bei dem am Mittwoch und Donnerstag erfolgten Zusammenstoß zwischen den Regierungstruppen und den Maderisten wurden über 40 Personen, darunter einige Frauen, getötet. Tie Maderisten flohen in die Berge, wo sie den Kampf fortsetzten. Der Anlaß zu dem Zusammenstoß soll ein Angriff durch betrunkene Revolutionäre auf das Gefängnis gewesen sein. Ans mitt Land. Gießen, 15. Juli 1911. •• Tageskalender. Jubiläums?Wandcrversan:m- l u n g des 0 berhessischen Bienenzüchterver e: ns (Ausstellung auf der Liebigshoye). Heule, morgen und übermorgen. Hessischer Verein für L u f t s ch i 1 s a h r t (Ortsgruppe Gießen): Ausstieg der Freiballons .Hessen" und „Taunus" vorn:. Uhr am Gaswerk. Männer-Turnverein: Coinmerfest im Philosophen- wakd. Sonntag nachmillag 3 Uhr. Bauernjest in Bettenhausen. Sonntag und Montag nachmittag. Kinematograph: Neuer Spielplan. Aiograph: Neuer Spielplan. * ** Staatsmintster Dr. Ewald ist in Urlaub gereift. ** Dem Ehrenritter des Johanniter-Ordens Minister Hombergk zu Vach hat der Herren-Meister des Johanniter-Ordens Prinz Eitel Friedrich in der Kirche zu ©onnenburg am 24. d. M. den Ritterschlag und Die Investitur erteilt. ** Das Großb. Regierungsblatt Nr. 16 vom 14. Juli hat folgenden Inhalt: 1. Landtags-Abschied. 2. Bekanntmachung, das Uebereinkommen mit der Königlich Preußischen Regierung wegen gegenseitiger Anerkennung der Prüfungszeugnisse für das Lehramt an höheren Schulen betreffend 3. Verordnung, die Hegezeit für männliches Rehwild betreffend 4. Gesetz zur Aenderung der Gebührenordnung für die Großh. Notare vom 30. Dez. 1904. ** Aus dem Militärwochenblatt. Fitz au Lt. tm 5. Großherzogl. Hess. Jnf.-Regt. M. 168 zur Unter' osftzterschule tn Jultch versetzt. Hmtgen — Lieh;' ?re Volkslieder- goetter zurzeit verfügt, dieselbe Wirkung auch hier erreicht werden wird. Wie bereits betanntgegeven, gelten für diese Vorstellung die gewöhnlichen Preise der Winkerspielzeit. ** In der Streitsache zwischen den Stadtverordnete nJughardtun dTroß, die in der vorgestrigen Staotverordiietenversammlung durch einen Vergleich entschieden wurde, teilen wir heute auf Wunsch eines Der beteiligten Herren den Wortlaut des Vergleiches mit, weil er infolge eines Hörfehlers nicht ganz richtig wieder- gegeben wurde. T . _ , . t Gießen, 12. Juli 1911. I. Herr Jughardt erklärt, daß er auf Grmw der von Herrn Troß :n dessen an Herrn Oberbürgermeister Mecum gerichteten ^werben vom 30. Mai 1911 gegebenen Sachdarstellung die Ueberzeugung gewonnen hat, daß diese Darstellung zutreffend« erscheint, als die ihm von anderer Seite in der fragliche:: Angelegenheit gemachten Artgaben. 11. Herr Troß nimmt die in dem vorerwähnten Schreiben enthaltenen, Herrn Jughardt beleidigerwen Aeußerungen unter dem Ausdruck des Bedauerns zurück. . Jn- Vorstehende Erklärungen sollen von dem Vorsitzenden :n der nächsten offentlechen Stadwerordneteusitzung der Vor-, sammlung durch Verlesen zur Kenntnis gebracht werden. Zur Beglaubigung: gez. Keller. ** Der deutsche Flottenoerein (Landesverband für das Großherzogtum Hessen) fährt heute mit Sonderzug von Frankfurt nach Hamburg. Gießen an 957, ab looo. ** Der Staatseisenbahnverein Burbach(West- falen) Sinn macht seinen diesjährigen Sonimerausslug am 16. und 23. Juli hierher. Es werden jedesmal etwa 1000 Personen daran tellnehmen. Die Ankunft ist auf 140 Uhr mittags und die Rückfahrt auf 700 Uhr abends festgesetzt. *’ Eine französische Ferienkolonie tn Mainz wird demnächst tns Leben gerufen. Es ist bis jetzt eine größere Anzahl Knaben und Mädchen gemeldet, die am 15. Juli in Begleitung ihrer Lehrer in Mainz eintreffen und die zum größten Teil in Mainzer Fanullen Aufnahme findet. * * ** lieber die Ohren-Kapuzen für Pferde Kn legen wohlmeinende Besitzer ihren Pferden s^th ber und des Eindringens von Ltaub Ohrenklappen an. Das :)t recht und müßte von allen getan ™an ra$tc auf die Troddeln an: Stirnrande, bafe sie nicht, well zu lang oben den Pferden stets vor den Augen ^V^9un9 ^gen die' Augäpfel schlagt pUeQC; »11 Cl* öuburd) zu beseitigen, daß man die UN- 1 a9an’ wegtäßt oder die Quästchen so S?? •u5ec bcn 2lU9en enden. Allen, die mit Pferden taÄÄ 4 ewf0-w“'i6Ten $ieicn «« Landkreis Gießen. 7 intTJr?Ut V' dei dem gestern abend gegen 7 Uhr über unsere Gemeinde hinZiehenden Gewitter feytug ** T a sRei ch s p 0 st a m t hat Anordnungen getroffen, um die Verbreitung der Maud- u n b K l a u en - seuche durch das Postbestellpersonal zu v erhuteu Jeder Postbote, dem das Auftreten von Seuchen rn setnem Bestellrevier bekannt wird, hat dem Poj'tamtsvorsteher Meldung zu erstatten, der sogleich die erforderlichen Maßnahmen trifft Die von den Landesbehörden aus Grund des Vteh- seuchengesetzes bekannt gegebenen Einschränkungen des Personenverkehrs sind selbstverständlich auch von dem Post- bestellpersonal genau zu beachten, hierbei kann tn Frage kommen, vorübergehend die Bestellung ober Postverbin- bung nach einer verseuchten Ortschaft a u f 5 u I) e b e n oder die Verbindung zu verlegen. In verseuchten Ortschaften soll den Landbrresträgern das Betreten der verseuchten Stallungen, Dungstätten usw. unter allen Umständen verboten werden. Auch das Betreten der Grundstücke, auf denen die Seuche herrscht, ist möglichst zu vermeiden. Die Postsachen sind tunlichst am Grundstückseingang oder durch die Fenster des Wohnhauses auszuhändigen, wobei eine Berührung mit dem Stallpersonal zu vermeiden ist. Unter Umständen sollen die Besitzer veranlaßt werden, an der Außenseite des Grundstückes einen Briefkasten oder sonstigen Behälter anzubringen, in den gewöhnliche Briefsendungen und Zeitungen nieoergelegt werden können. Läßt sich das Betreten des Grundstücks nicht vermeiden, so hat der Landbriefträger bei dessen Verlassen sein Schuhzeug mit einem geeigneten Mittel zu desinfizieren, das der Besitzer nach den polizeilichen Anordnungen bereitzustellen hat. Unter besonderen Umständen können die Sendungen an Bewohner verseuchter Niederlassungen bei der nächsten Postanstalt oder Posthilfstelle niedergelegt werden, von wo sie von den Empfängern abzuholen sind. Es kann auch die Bestellung an eine zu bevollmächtigende Person geschehen. Während der Dauer einer Viehseuche soll ein Wechsel in dem Bestellpersonal der verseuchten Ortschaft möglichst nicht vorgenommen werden. Die Bestellung seuchefreier und verseuchter Orte und Gehöfte ist tunlichst zu trennen. Dabei können verseuchte Ortschaften , von seuchefreien Niederlassungen abgegliedert und zu einem besonderen Bestellrevier zusammengesaßt oder seuchefreie Ortschaften vorübergehend benachbarten Postanstalten zugeteilt werden. Landbriefträger, deren Viehbestand verseucht ist oder die auf verseuchten Grundstücken wohnen, sind tunlichst aus dem Bestelldienst vorübergehend zurückzuziehen und im inneren Dienst zu verwenden.. Welche Maßnahmen sonst noch im einzelnen Falle zu treffen sind, soll von den Postämtern unter Beachtung der behördlichen Anordnungen und in Anpassung an die öffentlichen Verhältnisse entschieden werden. ** Volkslieder tag des Mitteldeutschen Sängerverbandes. Zu seinen wichtigsten und vornehmsten Aufgaben zählt der unter Leitung des Provinzialdirektors Dr. Ufinger stehende Mitteldeutsche Sängerverband die Pflege des deutschen Volkslieds. Diesem Zwecke sollen dienen dieHerausgabeheimatlicherVolks- l i e d e r, sowie besondere Volksliedertage. Die erste derartige Veranstaltung sand im Jahre 1909 als Mendelssohnfeier statt; ihr reiht sich in diesem Jahre die zweite an. Es hat sich zu diesem zweiten Volksliedertage, der am 30. Juli, nachmittags von 3V» Uhr ab, auf der Liebigs- höhe statlfindet, bereits eine stattliche Anzahl von Vereinen gemeldet, und weitere Meldungen sind in Aussicht gestellt. An die Chorgesänge wird sich ein Jnstrumentaltonzert anschließen. Die Veranstaltung wird nicht nur den Sängern uno Verbandsangehörigen, sondern — gegen geringes Entgelt — auch dem großen Publikum zugänaig sein. Später sollen auch in anderen Bezirken des Verbandsgebiete^ >! 1 (Butzbach — Bad-Nauheim — Friedberg; Hungen — Lieh;' Grünberg—Alsfeld—Lauterbach usw.) weitere Volksliedertage abgehalten werden. ** Stadttyeater. Nochmals sei auf die Aufführung von Leo Falls Operette „Die geschiedene Frau" am kommenden Dienstag hingewiesen. In den Kürtheatern zu Bad-Nauheim und Homburg wurde damit ein durchschlagender Erfolg erzielt und es ist nicht zu zweifeln, daß mit dem vorzüglichen Personal, über das Direktor Stein- PETEN!.. ä MQUJBEJITZERM 25%RABATT WZWWW^W im. ■: I r,T‘ Tf\rj V) t- • fr'--' ,>- i2J , Salem 'den 7-^N , ein ßn/trumentaltou^ virb nidjt nur den Länger« m — gegen geringes Ent» im zugänaig \dn. Später en des «serbanbfyebiete; > ebber9; Hungen-Äch-^ usw.) weitere VollslieSep Mals sei auf die Äuffüh« Die geschiedene Frau" am [en. In den Arlheatcti-. ; wurde damit ein durch cs ist nicht zu zweifeln, al, über Las Tireklor Ltm- Wirtung auch hier erreich! rutgegeben, gelten für biefe Preise der Äinterspielzeit zwischen den Stadt« nd Troß, die in der voc« mmluirg durch einen Lei« wir heute auf Wunsch eines rtlaut des Vergleiches mU, s nicht ganz richtig wieder« ließen, 12. Juli 1911- er auf Grund der von vew raemieiltir 'JJiecum gerichiem legebenen Sachdarstcümg diese Darstellung Mresimda Seite in der ftaglutzen ünge« dem vorerwähnten Schreib« eidigenden Außmmgen M sollen von dem 'dwerordnetensiMg der «» werden s»“ ist« £ «"'ES'- •BS’SgSÄ jSrfÄg; i ®i#n’ „rn °dl"d g r r°«r nbftiirfßpibnernieiben. »■ u,szuhändiA°?°dttb»« a öu betineihp?^-?81 eiv> WZ?/ Unter Ähnliche VnÄ^^e: können Kd^nae» ' sem SchüL 5 leien bnAmt c*nec 1 ^ngen b'ereitzMr^sKer j onnen die Ä Ilen W- 'sungen bei ar l .edergelegt tverb^ nQ^len Wfinb Jh'bon^ i 0”W9enb1 Ä ** toerben1'*11^^^! Ä*ä* *> «btt mtot ” *rten i' bt“n Wtftanb ?ten Grundstücken mobnpn lenft vorübergehend luriirf' Beat^tung btt bthitdlicht« 19 an die öffentlichen Lei. KD 2(1) 1 1 etter. Sreid Büdmgerr. Es starben an: Zusammen: KD KD Staatskommissar Sie Presse Spwel Aiten-Buseck OÖ762 vom 2.—16. Jahr: des öffentlichen Lebens. Wer sich ständig über alle Fragen des Zeitungswesens unterrichten will, lese den „Zeitungs-Verlag , das Organ des Vereins Deutscher Zeitungs- verleger, HANNOVER. Abonnementspreis vierteljährlich 3 M. Probenummern kostenlos von der Geschäftsstelle Erwachsene: nn 1. Lebensjahr: 1(1) - 2(1) - 2lmiH(t)cr weuervericht. Oessentliche Wetterdienststelle Gießen. Beitau' dec Witterung leit gestern irüh: Daö nordöstliche Ties ist nach Süden vorgedrungen und stellt einen WitterungS- umschlag m Aussicht. Nördliche Winde werden Abkühlung bringen, vorläufig sind leichte Regelfälle zu erwarten. Wetteransstchteii in veilen am Sonntag dem 16. Juli 1911: Trübung, leichte Regenlälle, kühler. lvöchentl. Ueverstctzl ocrdodesfalle Ld.Stoöt Sietzen. 27. Woche. Vom 2. bis 8. Juli 1911. Einwohnerzahl: angenommen zu 31,800 (intL 1600 Mann Militär.) SterblichkeitSziiier: 10,0 •/<>•, nach XUbiug von 8 OrtSiremden. 6,0 %n» Kinder Lungentuberkulose verziehier Tarnikatarrh SUdmpfen Böe-artigen Neu- buduiigen ___________________________________________ Sumnia: 6(3) 4 <8) 1 1 A n m.: in Situ...i.icrii Gcjco-Zisfcrn geben an, roic bid der Todesfälle in Der uct;f।:. nö. 1 ...t.niji'it auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Giessener Schreibstube In unserer wegen Vergröberung nach Seltersweg* 50 sranrrpnaoffe.fr. Bureau d. Hr.Rechtsanwalt U.Notar fRömfielb) o®Se^«n “ £?e.bimbe haben wir zur Beauemlichkeit unserer Herren Auftraggeber einen n Diktier-Apparat neuester Konstruktiou ausgestellt, zu dessen Besichtigung und evtL Benutzung wir ergebenst eurtaden. , --- Büdingen, 15. Juli. Ronneb urgfest. Wir roeisen nochmals darauf hin, daß am nächsten Sonntag, ;6. b6. Mts.» zwei Aufführungen des Festspieles stattsinden werden: eine vormittags 11 Uhr und eine nachmittags 41/, Uhr. Die Eintrittspreise zur Vormittagsvorstellung sind besonders ermägigt, um jedem zu ermöglichen, sich das in- .eresiantc Spiel anzusehen. (25 und 50 Pfg., nachmittags ,0, 100 und 150 Pfg.) Für die Besucher der Nachmittags, jotfleüung, die von Stadt oder Bahnhof Büdingen kommen, leben mehrere Leiterivagen am Kriegerdenkmal um 21/, Uhr bereit. •• Der V. H. C. Büdingen unternimmt, wie bereits mitgeteilt, am 29. und 80. Juli eine zweitägige Odenwald. tour. Ter ttlub fährt um 5 Uhr 20 Mm. von Büdingen über Gelnhausen nach Hanau, wo er um 7 Uhr 11 Tim. ein» trifft. Von da gehts um 7 Uhr 37 Min. mit dem Eilzug nach Erbach. Nach der Besichtigung des SchloffcS fühlt die Wanderung über Obcr-Vioffau, Lärmfeuec (Rast), Rohrbach, Unterostern, Bockenrod, Fronhofen nach Reichelsheim — 4, Ltunden. Em Leiterwagen (10 Dl.) bringt die Teil- nehmec dann nach Lindenfels. Von dort wird nach Reichels» beim zurückgegangen (P/4 Stunde) oder gefahren. In Reichelsheim wird nn .Adler* übernachtet, wo schöne Zinnner mit Frühstück für 1,50 Mk. bercitgehalten werden. Am onderen Tage geht cS über den Rodenstein, dlennkirchen, Brandau, Beedenkirchen (Neunkirchen—Beedenkirchen Eisenbahn» fahrt), Felsenmecr, Felsberg, Auerbachec Schlosi nach Auerbach, 5 Stunden (oieUeicht vorher noch Fürstenlager). Führer sind die Herren Allwohn und Reidel. Kreis Schotten. st,. Schotten, 14. Juli. Heute nachmittag 8/*3 Uhr ereignete sich hier ein schrecklicher Unglücksfall. Das vier Jahre alle Söhnchen des Kaufmanns Karl Schlöcb VI. wurde von der fahrbaren Rlotocbandsäge des Karl Lotz von Schollen, an der es spielte, überfahren und aus der Stelle celötet. DaS eine Rad ging dem Kinde über den Kops. Cb den Besitzer deS Fahrzeuges irgend eine Schuld an dem Unglück trifft, wird die gerichtliche Untersuchung ergeben. a Im Vogelsberg ist noch eine natürliche wohl» ncnbc Gastfreundschaft bei den Lanolcuten zu finden. Kam ! a erhitzt, durstig und hungrig ein Grüppchen Frankfurter Touristen in Sr . . . fels (auf dem Berge liegend) an; Vvj nächste war also, sich im einzigen Gasthau,e gehörig . u erfrischen. Aber die Wirtsleute hatten bei der Heuernte niet zu tun, die Haustürc war zu. Ein biederer sJiaa)bar iilunbiflt sich nach dem Begehr der Touristen und als diese Tictmilch und Brot begehrten, meinte der Vogelsberger: ).aS können Sie bei mir auch haben, auch ist gerade frisch ge» d-uttert. Das wars, was die Touristen wollten und sie taten bei vorgesetzten Schüsseln, Bauernbrot und Butler, als rb sie daheim waren, zur Freude des Landmannes. Nack), f er wollten sie bezahlen, aber da kamen sie an den Un- rechten. Für Derartiges nahm der Bauer nichts, er hat ja eiic- selber, der Besuch Ivar ihm lieber als Geld. Trotz- t ein, die Frankfurter verließen mit Tankesworten und einer Einladung nach Frankfurt das gastliche Haus, sie hatten Ä Marl zurückgelassen. Starikiibiirg nutz Rheinhessen. Dcrimicbtc». »DaSSt reich holz als Lebensretter. Eine Schreckens- szene spielte sich vor wenigen Tagen im St. Josephs-rwspilal zu varthkord im Staate (ioniieciicut ab. Drei Ehirurgcn halten begonnen, einen Kraulen zu openeren. Die höchst schwierige und umltandliche Lperatlon er'orberte die peinlichitenVorsichtsmaßiegeln, schales "Kiöpasjen und die größte Sorgfalt. Ter Saal war von clcttrischem Licht taghell erleiichtet; man Halle den Kranken ein» geschlalcri und die Tätigkeit der Äerzte Halle soeben ihren Slnfana genommen. Da, im krittichen Moment, versagte plöglich da« Licht und r'lerzle wie Krankcnivärter uanden in volhlaiidigem Dunkel da. Ein astgemeiner Schiel deS Schreckens wurde laut; noch zwei Minuten »md der Tod des Patienten mußte emtreten. Ta halte einer der Krankenwärter die Gcmesgegemvart, ein Streichholz aii- znzüiiden, und d-.eser im buchstäbltchcu, ivie int übertragenen Siime [tcotüolle l'ininU (and solort kKachahmung: alle Krankemvärtcr liinöcien ebenmild so schnell wie möglich Streichhölzer an, und bei dem flackernden, zitternden Licht dieser Streichhölzer tonnten die Merzte ihre schivicrige Arbeit zu Ende führen. Ter Kranke war flCCCl»CD i e staatsgefährliche Badelrepve. Mit welcher Leidenschastlichkeit Sarah Bernhardt auch ihren Landsleuten gegen» über ihre patriotischen Empmiduiigen zur Schau stellt — das Schicksal hat cs dock) gewallt, daß die berühmte Tragödin von ihren eigenen Laiidsteuten einmal landcsverräterischer Absichten bezichtigt wurde. Tte .G-oinocöia* erzählt dies luiiifle Erlebnis, bei dem die Schauspielerin von den Gemeindebehörden von Welle- U e - e n »'J)l e r beschuldigt wurde, einen Eimall englischer Truppen aus dem Geheiligten Boden tzrankreichs zu begünstigen. Sarab Bernhardt hatte damals von ihrer dicht am strande liegenden Villa eme kleine Holztrevpe zum Aleeresn>er bauen Iahen, um ungestört und ohne von Neugierigen belästigt z»i werden, z»im Bod au de» Strand komineu zu können. Aber diese Badetreppe erregte da« patriotische Astßirauen des Gemeinderates, und eines jdionen Tages erschien der Bürgermeister, von dem ooilzahllgen Gemeinde, rat begleitet, m der BMa der Lragödin. Aftt gemrchteii «hauen Wrack; der Sladtge>valtige: ,Madame, treffen Sie schleunigst'Maßnahmen, um jene Holztreppe vom Strande zu beseitigen. Es ist ein Verrat gegen Jranlreich, sie dort stehen zu Iahen und damit, mn es kiirz und bündig zu sagen, sreiwillig unser en aemöeii von jenseits des Kanals Hille zu einet Landung zu bieten. -tod) es aelang Sarah Bernhardt, die patriousche Angst des Gememderates auf Grund langer Erllärungen zu beiänhtgen, und nach umltand» lichen Verhandlungen durste die staatsgefährliche Badetreppe schließlich stehen bleiben. * Nachwirkung. Bauer: „Du musil aber gestern über den MüllersevP sehr erbost gewesen sem . . . gleich drei Manchen hast ihm im Wirtshause gegeben?" — „Sa, und dann un xraume noch fünf!" Nicht übersehen! erhalt. koMor.L »MfUhiltchen Prorpekt ta rJTd^r^hllU Le.iranttilt u. Lehrrodkerel Brauntchwelfl, y)l a i n i, 14. Juli. Aus dem G a rn i s 0 n S s p e i ch e r dcS ietejigen Regiments Nr. 117 Halle vorgestern ein Untcrosstzter >:i 6. Mompagnic desselben RegimeMs trotz Verbotes geraucht. Schließlich warf er den noch glimmenden Zigarettenreit achtlos beiseite. Plötzlich erfolgte eine heftige Explosion, durch die bä Unteroffizier schwere Brandwunden im Gesicht daoontrug. Tic RegimeMswehr löschte das Feuer bald. Die Zigarette war mit einer Düte voll Pulver, die wahr,d-emtich,gestohlen und von dem nod) unbekannten, gestörten Täter an dieser teile r. eggeworfen worden war, in Berührung getommenn und hatte t ico entzündet. Der Unteroffizier ist IL Tgbl. gestern seinen Verletzungen erlegen. . . ra._ . ! 'JJiaiiu, 14. Juli. (Bismarck-Denlmal und Bismarck» Brücke.) Zu dieser Frage Dctöffentlid)en die Mainzer -lages- blätter folgende als „bahnamtlich^ bezeichnete Mitteilung: ,^n der letzten Zeit ist wiederholt die Meldung aufgetaudn, dah ine -?lb sicht bestehe, an Stelle des geplanten Ra t io n a l d c n k- mals für Bismarck eine monumentale Brücke über den Rhein zu bauen, die zu Ehren des großen Kanzlers den 9tanteii Bi:marck-Brücke führen solle. Diese Bismarck-Brucke soll dann em 'Gegenstück sein zu der hiesigen Kaiserbrücke. An Mnlttchcr teile ist von einem derartigen Plan nichts bekannt, eine zwischen Gingen und Nüdesheim oder zwei anderen Rheinorten leiicr Gegend zu erbauende Eiseubahubrücke würde em rem itaatiidxs llntcinclyiiicn sein und selbst bei Amvendung der ganzen modernen Bruckeiiarchiteitur dock; niemals ein Tenlmat ersetzen tonnen, cme Brücke in Eisenkonstruktion, wie sie dort unten m Betracht fonunt, läßt auch einer etwaigen kunsüerischen Ausgestaltung nur sehr wenig Spielraum, die ^lufstellung einer Buite oder eines ötanb» dildes Bismarcks dürfte wohl kaum audreid)en, um ba8 geplante Bismatt>Natwnaldcntmal zu ersetzen. Wie schon srüher mit- ti et eilt wurde, ist über die Brückensrage bei deii beteiligten «taaten keinerlei Einigung erzielt. Als Euenbahnbrücke ist sie uberslüiiig und wird von Preußen und Hessen mit entsprechender Zurück-- Haltung behandelt, weil es sich um Ausbringung ovn verichlcden^i Üliilltoncn sür beide Staaten handelt. Tas Reich hat wohl gewine milittirische Interessen an der Brücke, aber ist knapp m den Pertilgbaren Mitteln. Weigern sich Preußen und Hen.en weithin, die Kosten in der Hauptsache zu übernehmen, so bunte dte Brücke ittdx zustande kommen ober das Proiekt doch emftnxuen hinauSgeschoben werden." Graf Wolff-Melternich. Berlin, 15. Juli. Bor der 10. Strafkammer des Land gerichts 1 begann gestern der Prozeß gegen den I^jährigen Grasen W 0 ls s- M et t er n ick) wegen Mrebit|d)rombcld in 31 Fällen Und wegen versuchten Betruges. Der Angeklagte ist seit dem 23. Dezember in Untersuchungshaft. Zu der Verhandlung sind 37 Zeugen geloben. B.i den einzelnen Betrugsfällen handelte es sich mein um die Hergabe von Wechieln, aut denen sich Graf Metternich Geld beschafft häl; ferner um den Ankauf von Automobilen und anderen Waren. In allen Fällen behauptet die Anklage, daß der Angeklagte durch seinen klingenden Namen und auch dadurch, daß er überall von der Heirat mit der Tochter des Warenhaus» besitzers Wolff-Wertheim oder einer reichen Amerikanerin sprach, die Geschädigten zur Vergabe von Geld ober Waren veranlaßt bat. Tie Aussagen der Frau Wertheim belaiten den Angeklagten >ehr schwer. In ber heutigen Verhandlung wurde nun von dem Verteidiger des Angeklagten ein Antrag gestellt, der allgemeines Aussehen hervorries. Ter Verteidiger nahm Bezug auf das Zeua- nis verschiedener Berliner Rechtsanwälte, wodurch sich die völlige Unglaubwürdigkerl der gestrigen Aussage der Gattin des Warenhausbesitzers W 0 lf f- W er t be im ergeben sollte. Das Gericht beschloß nach kur^r Beratung, den ganzen Prozeß zu vertagen. ryucksachen aller Art liefert in jeder gewünschten Ausstattung preiswert die Brühl'sche Universitäts-Druckerei. Schulstr. 7 ü btzd ö 31k., Gürtel 2 40 u. 60 Pfg. C. Röhr & Co. ------Thüringische -------————— Technikum Jimenau Werkmeist’er. Prospekt Mainz, 13. Juli. Im Mainzer Krematorium haben im 2. Vierteljahr 1911 104 Einäscherungen stattge- iunben. Bon diesen waren 35 aus Wiesbaden, 16 aus Mainz, 6 auS ltöln, je 3 aus Aachen und Düsseldorf, je 2 aus Gonsenbeirn und Hagen t W., je eine aus Auerbach, Antwerpen, Bingen, Biersladt, Bretzenheim, Biebrich a. Rh., Koblenz, Krefeld, Diey a. d. Lahn, Duisburg, Elberfeld, Frankfurt a. M-, Godesberg, Gießen, Geistenheim, Homburg v. d. H., Hombressen, Kostheim, Kiel, Kreuznach, Knll- berg, Lübeck, Lcüibenheim, Langenlonsheim, Limburg, Mühlheim et Rh-, Metz, Nhmegen, Niedernhausen, Nieder-Walluf, Remscheid, Rüdesherm, Sayn, Sonnenberg, Schönlankc, Wald-UelverSheim und Wahn. Unter den Eingeäscherten waren 73 männlichen und 31 weiblichen Geschlechts Der Religion nach waren 70 evangelisch, 16 katholisch, 4 frei- christlich, 10 israelitisch, 1 Mennonit und 3 Dissidenten ch. AuS Rheinhessen, 15. Juli. Tie Blüte der Reben hat ihr Ende erreicht. Der Abschluß war viel, viel besser wie im vergangenen Jahre, in dem die nasse, regnet ische Witterung sie außerordentlich beeintrachng.e. Ter Heuwurm hat wohl großen Schaden angerichtet und auch ein starker Sauerwurmjchaden ist, wenn es nicht gelingt, die Motten allgemein und in großer Zahl abzusangen, zu erwarten, aber immerhin wird ein besserer Ertrag als 1910 sicher sein. Tas allgemeine Weingeichaft bewegt sich nicht in lebyasten Dahnen. Bezahlt wurden in der letzten Zeit für das Stück 1909er 1200—1400 Mark, für das Stück 1910er SöO—llOO Mark. Hefftn-Naffau. )( Marburg, 14. Juli. In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten wurde nach zweistündiger Aussprache beschlossen, unsere Pferdebahn, soweit die jetzige Linie, also die Strecke Hauptbahnhof-Wilhelmsplatz in B.tracht kommt, bis zum 1. Oktober zu elektrisieren. Dagegen stimmten drei Stadtverordnete. Die Stiften, welche 205000 Mark betragen, sotten durch Anleche gedeckt werden. Wiesbaden, 14. Juli. Die älteste Einwohnerin Wics» babend, die Witwe Emilie Wahl, feierte heute in verhält» unmäßiger Rüstigkeit ihren hundertsten Geburtstag. Die Stadt Wiesbaden sandte ihr einen Glückwunsch. ter Blitz in dte Wölsnung des Kreisstraßenwarts Röder, ihne zu zünden, zerschmetterte einen Dachsparren und drang turch die Stuben und den Hausgang, hier und da eine ge- inge Beschädigung zurücklassend, zwischen des Röders Frau nd Mutter hindurchfahrend, ohne sie zu verletzen, in den WMMUAM Mehrere komplette Schlafzimmer in echt Eichen und Nußbaum poliert, mit Jntarstencinlagen. n« «ah 9ßft an, bestehend aus 2 Bettstellen, zwei 'ÜDlintt m IwL dUlL- Nadrischranten mit Mrmor, 1 Waich« v tomnwbe mit mod. Marmoraufsatz und Sviegettoiteue, einem 2tür. Spiegelschrank, 2 Stühlen, 1 Handtuchhalter. in 3itttasÄiC|Ctnf)0lj 3)11.13O.— breit'?lnsdBerntasung. 1 Nahmen mit Topsbren, 1 Tisch, 2 Stühle, 1 Handtuchhatter. litag lalisMger Wohegseiitilioiei in bester Ausführung. K. Müller Söhne ♦ Fabrik Kleine Gaacsd- ronit. In der Habsburger Straße'in Berlin wurde ber_Sornct Heinke in seiner Wohnung mit durchschnittener «chlag■ aber tot auigefunben. Aus dem Sopha lag mit Blut besudelt besinnungslos se-.nc Frau, welche Lvfol getrunken batte. Vermutlich ermordete sie den Mann und rootttc dann Selbstmord verüben Tas Motiv bildet vermutlich Euersucht. Zu der Mordtat wurde anfdxincnb ein Rasiermesser benutzt, welches unter Dem Tische gefunden wurde. Die Frau liegt nn Krankenbans boi'nungslos darnieder. Aus Potsdam meldet man: Der Mann, welcher angeblich den Tod des Dienstmädchens aus Polcdnitz verschuldet har, stellte sich. Er ist ein angesehener Potsdamer Burger und er» ttärtc, ec und das Mädchen seien durch einen vorüber- sahrenden Dampfer in den Wellenstrudel geraten. Tas Mädchen sei untergegangen und es sei ihm nick» möglich gewesen, ihrer wieder habhaft zu werden. In seiner stopslosigkeit sei er -urückgeschwommen. In Blankenbergbe ist in der Nacht »um Freitag der bekannte Zcitungsverlegcr August Huck gestorben. Er war am 24. Februar 1849 Offenbach geboren. Vücherttfch. — Tie „Illustrierte Zeitung" (Leivzig, Verlag von I. I. Weber) macht in ihrer neuesten Nummer 3550 vom 13. Juli ihrem Namen wieder alle El)re. Eine Fülle akttieller und sonstiger Jllustrattonen belebt das Heft, dcsfcn rcid, auegeftatteter Inhalt den verich.coenarliastcn Interessen Rechnuna trägt. Tie ersten 7 Seiten sind der vieler Woche gewidmet. Von der Prinz-Hein- rick-Fahrt werden uns die bemerkenswertesten Momente vor« führt. Auck) sonst ist das Hest tn seiner aktuellen Reichhaltigkeit wieder ein hervorragendes Dokument deutscher Zeitschristen-Aus- l'iattung. _, . — ..Neueste Pariser Moden" bringt tn leinem letzten Hest ein.- stattliche Anzahl praditiger Modelle. Die Kimonomode, die fid) in letzter Zeit so viele neue Anhängerinnen verfchasftr, ilt wieder start vertreten und der Niesen-SckmiUbogen, der jeban Hef: beiliegt, bringt unter anderem ein eleaanteS und doch praktisches, leicht ausführbares Kimotwkleid. Aber auch, Blusen, Rocke. Straßen- und Hauskleider jeder Art sind in großer Anzahl vorhanden, desgleichen MinPeigarbcrobe, elegante Wäsche und Vorlagen zu drei reizenden Handarbeiten. Wollende etwas feines rauchen dann empfehlen wii Jhnen: ÄAleik™ 4H II ■! CIGARETTE DES FEINSCHMECKERS. Neu! V L^lemGold JJL Goldmundstück- Cigarette 1^1 WciS fÜl SjC / No 3k" 4. 5, 6, 8, 10 . Preis: 3/t 4-, 5, 6, 8, 10 Pfd-d.St. Orient.Tab u Cigaretten Fabrik ..yenidze" Jnh. Hugo Zietz; Dresden.____ 1 ta-Timm Eielei Solllltag, lli. Jrili, non ilchmittllgs 3 Uhr 06, im Philosophenwald: Sommer-Fert verbunden mit vM/~ Schülei^WsttM^gw^ (Auskämpfung des Jahnschildes) Schauturnen der Turner und Zöglinge, Lerterpyramiden Konzert und Tanz. Kinder unter 12 Jahren haben freien Zutritt. Der Vorstand. Fintrif f SnrPlQlP" Einzelkarten 2OPfg., Fainilienkartcn 50 Pfg., für Mitglieder lin Vorver- 41111111110^1 CiPü. fnilyn,irf)pi Lang LWicderstein, Marktstr.4, u. Gg. Todt, Plockstr.il. -ln der Tageskasse: für Mitglieder und Nichtmitglicder nur Einzelkarten für 30 Pfg. D. H. V. Ortsgruppe Giessen. Sonntag den rfr 16. Juli 1911: Müg mit Tanz nach Dntenboseu tJagdschlötzchen) Abfahrt mit den Zügen: 31J oder S25 Mr. Um zahlreiche Beteiligung bittet v“/7] Ter Vorstand. Besondere Einladungen ergeben diesmal nicht.________ O. F. F. Sonntag den 16. Jnli l. I.: Abfahrt nach Rodbeim a. d. B. 10-° Ubr. Um zahlreiche Beteiligung wird gebeten. [v13,7 Uniform: Tuchrock und Helm. ________Tao Kommando. T». W. F. Sonntag den 16.Juli:Abfahrt des Vorjtaudes n. Rodheim a. d. B. vormittags 10zo Uhr. Abfahrt der übrigenAlannschaftU°Uhr mittags. Zusänunenkunft beim II. Hauptmann Sauer. Uniform: Tuchrock und Helm. v15/? Das 51ommando. Köhler-Osokintiisclii. <3Me Mitglieder des Denkmal-Ausschusses werden auf Montag de» 17. Juli, nachmittags 4 Uhr, in das Festzelt von H. Krauß in LAA" Bettenhausen "W zu einer wichtigen Besprechung eingeladen. .Vollzähliges Erscheinen erwünscht. d»',W. Bähr, Landtagsabg. flsss-f mik lAciiiW Ortsgruppe Giessen. Sonntag den 16. Juli gegen 8 Uhr vormittags Doppelaufstieg der Ballone „Besses“ und Jannes“ Interessenten erhalten Eintrittskarten zum Füllplatz bei Herrn Rechtsanwalt und Notar Römheld. v"/7 Bauern-M z« Bettenhausen. Ein Ränkespiel sondergleichen hat in den letzten Tagen von gegnerischer Seite eingesetzt, um unser Fest zu vereiteln. Das große Unglück, das unsere Holzheimer Bcrufsgenossen A-etrofsen hat, wird als Vorwand benutzt, um gemeine Nachzucht am politischen Gegner ausüben zu können. Eine in der Nähe besindliche Lügenfabrik setzt die tollsten Märchen in Umlauf. Wir stellen fest, daß Bettenhausen und sämtliche angrenzenden Orte senchenfrei sind und wir in vollem Bewußtsein der schweren Verantwortung alle nur denkbaren Vorsichtsmaßregeln getroffen haben. Die behördliche Genehmigung zur Abhaltung des Heftes tft erteilt. Alle gegenteiligen Nachrichten sind Schwindel. Laßt euch durch die schamlosen Treibereien unserer Feinde nicht vom Besuch des Festes abhalten. Ein prachtvoll geschmücktes Dörflein ruft euch den herzlichsten Willkommgruß zu. Auf dem herrlich gelegenen Festplatze wollen wir ein paar Stunden in echt deutscher Gemütlichkeit feiern. Deshalb sei die Parole am morgigen Sonntag für alle Freunde unserer deutschen Sache in Stadt nnb Land: Ais mch Mtkchchü! O»/7 Der Festausschutz. Theater-Cafe Ernst Ludwig Heute Samstag großer Operetten Abend verbunden mit 4525 italienischer Wacht» Verstärktes Orchester ograph Blockstraße 12 05777 Blockstraße 12 Heute und folgende rage ein grojjnrtigcr Zchlngce als HM- Extra-Einlage Geldheirat z= Tragödie eines Herzens. == Gespielt von Madame Dorly, Paris. Geldheirat ist ein Trauerspiel und ist von den Künstlern so gespielt und inszeniert, das; es den Beschauer fesseln, ergreifen und erschüttern kann. Darin liegt der besondere Wert, die Eigenart, die Kraft dieses Films. Eine solche Leistung mutz auch den Berwöhntesten, der dem Lichtspieltheater noch kühl gegenübergestanden, zu seinem Freunde machen. Wer Geldheirat gesehen, dem ivird der Name der iHnbame Dorly im Gedächtnis bleiben, als ob er selbst sic von der Bühne mit Beifallsstürmen überschüttet hätte. Nicht Theater sondern nackte Wahrheit. Nicht Sensation sondern ergreifende Dramatik. Außerdem das vollständige neue Schlagerprogramm Ein tapferes Mädchen Grotzes amerikanisches Drama. Original-amerikan. Cowboy-Film. Pas Verbrechen dies Sohnes Fesselndes Drama aus dem Leben. Fritzchen als Moralprediger Schläger^ Sultan für eine Nacht komische Szene. ^atude grotzes spannendes Drama. Müller in Abendgesellschaft Humoreske. Tonbild: Weil ich dich liebe Kinematograph. Bahnhofstraße 54. (05746) Bahnhosstrake 54. Jim, der Maultiertreiber eine Bergwerksgeschichte, ergreifendes Drama. Der Nebenbuhler eine tolle Humoreske. Die schwarze Kappe großes äußerst spannendes Detektiv-Drama. Meyers Erlebnisse als Volkszähler, Ulk über Ulk. Lichte AlWMe eitles Geisteskranken großes ergreifendes Drama. Die neuesten Ereignisse aus aller Welt sehr interessant. Apres la bal, Tonbild. Vereine (äeiangperein „Gemütlichkeit“. Sonntag den 16. Juli, nachmittags 4 Uhr: V1’/, Familien-Ausflug mir arr- Tanz nach der „Karlsruhe". Freunde des Vereins sind Herz. Irchst eingeladen. Ter Vorstand. Bad-|(aildw - VerHehrsiesl Sonntag den 1(5. Jnli 1911 veranstaltet von der (vrotzhcrzogl. Bade- u. Kurvcrwaltuug, der Stadt Bad Nauheim und den Verkchrsvcrclneu. 7—8 Uhr morgens: Frübkonzert an den Trinkkurautagen. II1/«—1 Uhr: Am Tciutieicrtrc Promenaden Kouzer- des Musik- korvs des Grotzhcrzogl. Hess. Fcldartillcrie-Rcg. Nr. 61 aus Darmstadt. — Abholung der gestifteten Banner, — Schaufensterwettbewerb mit Preisverteilung. Nachmittags 4 Uhr: Großer Blumenkorso u. Blumenschlacht im Sprudelhos. i Vorher Parade der geschmückten Wagen vor der Terrasse und Bewertung durch die Herren Preisrichter. 4—6 Uhr: I>oppe!konzerf der Kurkapelle auf der Terrasse und des Mufikkorps des Grotzherzogl. Hess. Feldartillcrie-Reg. Nr. 61 aus Darmstadt an den Sprudeln. Darauf Prcisvcrteiluna vor der Terrasse. Abends 8 Uhr aus der Terrasse: Dovvclkonzert der Kurkavcllc u. des Musikkorps des Grotzherzogl. Hess. Feldartillcric Reg. Nr. 61 aus Darmstadt. Illumination des Kurhauses und der Terrasse. |bvT/? Eventuelle Teilnehmer an dem Blumenkorso crsahren Näheres durch die„Vcrkehrskomruission" in Bad-Nauheim. Kaufmännischer Verein. Sonntag den 16. Juli Sommerfest in Steins Garten (Konzert, Kinderbctustigungcn u. Tanz) Anfang 5 Uhr. Wir bitten um zahlreiche Beteiligung. vI5/7 Ter Vorstand. 5O.(Jnliilännis-)Wandemrsaiffllnn!i te Mncta BieaeozöcMer-teiiis am 15., 16. und 17. Juli 1911 zu Giessen verbunden mit einer Ausstellung; lebender Bienen, Bienenerzeugnisse, Bienengeräte und asiatischer Literatur. — Das Fest findet auf der Uebigshöhe statt. ~~~~ ■ Fest- Ordnung, Samstag den 15. Jnli: Von 9 Uhr ab: Kommers m „Steins Saalbau“ unter gütiger Mitwirkung Giessener Vereine und der Kegiments-Musik des Kaiser-Wilhelm-Regiments. Sonntag den 16. Juli: Vormittags 11 Uhr: Eröffnung der Ausstellung durch den Ehrenvorsitzenden Herrn Provinzialdirektor Dr. Usinger zu Giessen. Von 11 bis 1 Uhr: Gartenkonzert. Nachmittags von 4 Uhr ab: Konzert und Tanzmusik. Abends 8 Uhr: Beratung des Vorstandes mit dey Lokalkomitee. \ Montag den 17. Juli; Von 91/2 bis IO1/., Uhr: Frühkonzert. Um IO1/, Uhr: Generalversammlung im kleinen Saaft der Liebigshöhe. Tagesordnung: 1. Begrüßung und Berichterstattung des Vorsitzenden. 2. Rechnungsablage für 1910 und Beratung des Voranschlags für 1911. 3. Vortrag des Herrn Lehrer Sommer-Inheiden über die Bedeutung des Honigs als Nahrungsmittel. 4. Anträge der Zweigvereine. 5. Wahl des nächstjährigen Versammlungsortes. Um 1 Uhr: Gemeinschaftliches Mittagessen. Hierauf: Freiverlosung für die Mitglieder, Bekanntgabe der prämiierten Mitglieder, Verlosung. Von 3 Uhr ab: Honigmarkt. DWr Von 4 bis 8 Uhr: Konzert. ESST* Eintritt: Sonntag 30 Pfg., Montag 20 Pfg. "WL Den Besuchern der Ausstellung steht eine Tombola zur fleißigen Benutzung zur Verfügung. 'Restaurant Windhoh Kalte und warme Speisen zu jeder Tageszeit - Täglich frisch Kaftee^ebäck :: Schützer Auerhahnbräu, hell ViuLtr. 10Pfg., dunkel ;7ioL'r. 12 Pfg. :: Schattiger Garten :: HerrlicheTurin- aussicht :: Korporationen und Vereinen große und kleine .". Säle zur Verfügung :: Auto-Garage und Pferdeställe .. N723 Kohlheyer. Nelles Wltheatkr Sitö». Herutann Steingoetter | Dienstag den 18. Juli 1911, abends 8 Ubr: Operetten-Gastsptel des Bad-Nauheimer Kurtheaters. Unter Mitwirkung der Kapelle des hiesigen Inf.-Reg. Kaiser Wilhelm. Novität! Novität! „Die geschiedene Frau“ Operette in 3 Akten von Victor Leon. Musik von Leo Fall. Die Herren Studierenden genießen an der Abendkasse Preisermähigung. — Der Vorverkauf beginnt Sonntag den 16. Juli 1911, vormittags 11 Uhr, an der Kasse des Stadttheatcrs. [C13/? Für diese Vorstellung gelten ermäßigte Preise, d. h. die gewöhnlichen Preise der Winter Sviclzcit. NmiMontkiilii Sonntag den 23. duli: Familien Ausflug nach vü!t Dutenhofen zu Mitglied Jäger. Zusammenkunft: Franks. Str, Ecke Klinikstr. Abmarsck) 3 Uhr nachmittags, Nachzügler 3.25 Uhr. ö 16.1?. Lblg. I. ST Mittgs.Uzoh.M sil. . $i= fßk Sie «äd)»'1*#. W» " darübcb ^“5 Hjchcinl^ IJI- ^0 dattdwl Danach au Aniang.>?,^ •»SÄ tes? Daraus.erst«" Havcusteen tzisahrungen Püchnprüsungsstell Dem hinaus v Zu Beginn b( lung erstattete übe genossenschaftliche Wanderlehrer O bin Antrag: Hannover ist s "ichverivertungs-G Mlsle Grundlac Ms. Der G? Nid)fcit juif Q| ^WöM'jgeii 5 ^Wsiellcit für p Munft 11 v eines ' T . N ftÄ Setboni: [°Wtn yntrn SÄ’“ W- M« 01l k Wiet iÄ * Zum Sbem„' te* ffl' S KK KLA SrÄ sorge« ' m^teit die "der ijCri5K. iönne des GmeralaM slossenc Geschalt t)ad!5 an la bat. Lire Za besonders uq lL und Liehzucht-eno und Äerwallu-tg ^üterzertrümmeru ifc $n* heivorgerusen. -ö gültiges Uricu w iüt die landwirt Ateresse vcrsahren Mgeirr sichen Kosten rou gewarnt. Neue minderwertiger zugehcn sei, ,geg Gesahr cinzuschri 1911 insgesamt 4973 Mi/lwnen < fapstal 409 Will jentral-Güi5 uni Menen gegen /^mreschastllcher gegen 85 im Lo larlehnskaisen de- 1730 im Vorjahr . im Porjahrc. 2 gegen 1379 MilO schassen 11 gcger Jnr Anschlus sekretär Dr. von Entwilke! einen nachteilig nissc der Lani den einstimmig Streit zwischen fasse in Neuw schaftskasse eingeh berahing vertagt.