Die heutige Nummer umfahr 10 Seiten. trua sie dem verschie-I stattgefunden. Nach längerer Beratung ersolgte die Genehmigung karacnden Publikums der Ladung. An die Beratung schloß NÄ dann em Vortrag des -nS £iift u i Oberlehrers Dr. Becker: Bon Padua bis Marburg, Mitteilungen aus dem Universitätsleben in alter Zeit. vor der Stichwahl in Giehen-Grünberg-Nidda. Nach bet amtlichen Feststellung "betrug die Zahl der Stimmberechtigten bei dieser Wahl 29830 gegenüber 28 330 int Jahre 1907, also nur 1500 mehr, nicht 2000, wie die „Franks. Ztg." ausgerechnet hatte, die 30 400 Stimmberechtigte diesmal in Anschlag brachte. Im Jahre 1907 wählten 80,8 Prozent der Stimmberechtigten, diesmal 78,79 Prozent. Bon national liberalerSeite schreibt man uns: Die in der Presse verschiedentlich veröffentlichte Mit- siegen wird. Gerade der Führer der Freisinnigen in löoicit, Psr. Korell, hat kürzlich in der Becker - Versammlung m Darmstadt den monarchischen Standpunkt seiner Porter besonders bc tont. Ja, er ging noch weiter und erhob gegen die „2>nnmt. 3tg.z/ — übrigens zu unrecht — den Vorwurf, nur hatten ferner Partei die staatserhaltende Gesinnung abgesprochen. Lus dmer Aeufierung des freisinnigen Führers wird man wohl tchlrehen dürsen, daß er mit der Parole, die die „Frantt. Ztg/ für Gießen Nidda bereits ausgibt, nicht einverstanden fein wird, und ebenso wenig wird 'dies die große Mehrzahl derjenigen frei,innigen Wähler sein, die mit ihrem Führer aus monarchischem und staatserhalten - dem Boden stehen, bcitn mit diesem Standpunkt tlt ein Eintreten für die Sozialdemokratie nicht gut vereinbar. Von einem En'olg, trotz des Stimmenverlustes von rund 1000 Stimmen, möchten wir beinahe auch bei den vereinig t en Deutsch sozialen und Bündlern sprechen. Was ist nicht alles von dem AuSeinandersall der früher auf Kohler vereinigten Stimmen geredet und geschrieben worden. Das M aber nicht eingetreten, denn bei 9000 Stimmen tft der Verlust von 1000 Stimmen noch lange fern AuseinanderfÄlen. Zieht man da» Fehlen der Person Kohlers und den rechtsfeindlichen Zug, der im Augenblick die Partei der Mitläufer beseelt, in Betracht,, so haben sich die Deutschsozialen und der Bund der Saiibttnrte vielmehr recht gut gehalten. Für ihren Kandidaten Dr. Werner bei der Stichwahl einzutteten, ist'Pilicht aller bürgerlichen Wähler. Am schlechtesten abgeschmlleti haben d« Nation al live r a l e n Dennoch ist cs vielleicht ein allzu hartes Urteil, wenn in einigen Blättern von einem „Zusammenbruch der National liberalen" geredet wird."___________ Wahlrechtsreform in Mecklenburg-Schwerin. S ch w e r i n, 13. März. Tie Großherzogliche Regierung erläßt an die Landtags kommisfare ein Reskript und dazu eine Anlage mit den Grundzügen: Eine anderweitige Zusammensetzung des Landtags. Darin lairi) aus geführt: _ „ _, "Ter Landtag besteht für Mecklenburg-Schwerin aus 92 Abgeordneten, nämlich aus 24 Abgeordneten der Ritterschaft, 24 Abgeordneten der Landschaft und der beiden Seestädte Rostock und Wismar, sieben Abaeordneten des ländlichen Großgrundbesitzes, zwölf Abgeordneten des ländlichen Kleingruiidbesitzes und der übrigen ländlichen Bevölkerung, zehn Abgeordneten der städtischen Bürgerschaften und der Fleckengemeinden, einem .Abgeordneten der Landesuniversi- täf, einem Abgeordneten der Geistlichen, drei Abgeordneten der übrigen wissenschaftlichen Berufsstände mit Hochschulbildung, zwei Abgeordneten der Handelskammer, zwei Abgeordneten der Handwerkskammer, zwei Abgeordnete der Landwirtschaftskammer und vier Abgeordneten, die vom Großherzog ernannt werden. Für die Wahlen des ländlichen Großgrundbesitzes soll das Großherzogtum in sieben Wahlkreise eingeteilt werden. In jedem Wahlkreise wird em ländlich er Ab geord neter gewählt. Die Wahl erfolgt un- Härungen, die ich als absolut richtig ansehe, bie 17 Schiffe von den deutschen Werften nicht vor tfrutp jahrl913 abgeliefert werden. Er klagt und) an, im Jahre 1909 irregeführt zu haben. Ich soll zu mein e r Verteidigung zeigen, wie ich zu diesem Irrtum gekommen bin. X* y kaäiu jetzt noch rechtfertigen daß ich von dem Hause im Jal;re 1909 die vier Eventual; chlifte verlangt habe. Tie großen deutschen Schiffe .lverden in vier Ban raten bestellt. Im Winter 1908/09 er; ah ich! auv dem mir vorliegenden deutschen Budget für 1909/10, dap die ersten beiden Sauraten für vier Schifte, die 1908 auf Stapel ae.'egt waren und zu dem Bauprogramm 1908,09 gehörten, fast 1300 000 Pfund betrugen, d. h , die beiden Bauraten waren bis au; 90 000 dem Betrage der drei ersten Bauraten für die Schiffe des Programmes 190b 0< gleich. Eine starre Vermehrung des Geldbetrages, der für oen Bau der Schiffe verwendet wurde, konnte eines von zwei Dingen oder beides bedeuten, nämlich, entweder, daß die Schiffe schneller gebaut werden würden und daß mfolgedefsen größere Bauraten in den ersten zwei Jahren nötig, oder daß die Schiffe viel größer und kostspieliger fern wurden. Tas war, was ich zu erwägen hatte. Ich wußte damalv, daß zwei Kontrakte des Bauprogramms von 1909/10 un Jahre 1908 zugestanden worden waren, und daß eines der beiden Schiffe begonnen und beträchtlich im Bau gefordert worden war, von dem anderen wußte ich, daß es zwar noch nicht auf Stapel gelegt, aber das Material beschafft wcu: und alles für die Stapellegung vorbereitet war. War ich in Kenntnis dieser Tatsachen berechtigt, das zu denken, daß vielleicht der in den ersten beiden Jahren bewilligte große Berrag dazu bestimmt war, diese Schiffe zu bestellen, : für welche bie Kontrakte bereits vor April 1909 zugestanden waren? tortung über die Stichwahlparole der Atatitnianibernten Par- tei des 1. Hess. Reichstagswahlkreises ist verfrüht, wert die für diese Entscheidung allein zuständige Jnstanz(Wal;l kreisvorstand und engerer Vorstand des Nativnalliberalen Vereins zu Gießen) erst am nächsten Mittwoch, 1 »6 Uhr, in Gießen zu diesem Zwecke zusammentritt. Der Wahlausschuß für die Kandidatur Werner ersucht uns um Aufnahme folgender Notiz: Die „Darmstädter Ztg.", Nr. 60, vom 11. Marz 1911, schreibt nach Erwähnung der Erklärung der „Franks. Ztg." (Parole für die Sozialdemokratie): „Es bleibt nur bie vostnung, daN die freisinnigen Wähler nicht alle dieser Parole folgen werden. Wenn wenigstens ein Teil von ihnen bei der Stichwahl zu Hau;e bleibt, dann ist noch Aussicht, daß der bürgerliche Kandidat Werner — Ballontelegraphie. 3inn ersten Akrte ist es gc-< langen, durch elektrische Wellen eine Verständigung zwischen einem schwebenden Ballon und der Erde herzustellen. Wie aus Frankfurt a. M. gemeldet wird, stieg von dem benachbarten Griese- Heim am Piontag ein Freiballon auf und die ihm nachgefandteu elektrischen Wellen wurden von einer mitgenommenen Empfangs^ Hatton ausgesangen. Bis zu 600 Metern war die Verständigung sehr gut. — Ein Riesenhono rar. Aus Loudon wird berichtet: Nachdem nun die Unterhandlungen zwischen dem englischen Impresario Whitney und den .Verttetern von Richard Str au st wegen Ueberlassung der Aufführungsrechte des „Rosenkavaliers' für England und Amerika endgültig zum Abschluß gekommen sind, zeigt es sich, daß das von Wlsttney zu zahlende Honorar einen Rekord in der Geschichte der Operntantiemen darstellt. Die Bedingungen, die für den „Rosenkavalier" gefordert und schließlich auch gewährt wurden, ü6en"teigen alle Summen, die bisher vom Ausland für eine Oper bezahlt worden sind. Der Kontrakt gibt Whitney das Aufführungsrecht für England und Amerika nur aus ein Jahr und zwar vom 1. Juni 1911 bis zum 1. Juni 1912. Natürlich ist ein Verlängerungsrecht vorgesehen, von dem wahrscheinlich auch Gebrauch gemacht werden wird. Als ersten Vorschuß mußte Whitney 90 000 Mk. hinterlegen mit der weiteren Bedingung, daß innerhalb von vier Wochen noch 160000 Mark bar den Vertretern Richard Strauß' ausbezahlt werde,, müssen. Wer diese Garantic;umme von einer Viertelmillion - repräsentiert nur das Minimum der Einnahme, die dem Komponisten zufließen soll. Hat das Werk in England und Amerika guten Erfolg und große Einnahmen, so steigen automatisch die iantiemeni'ummen, und es ist daher wahrscheinlich, dast dem Schövser des „Rosenkavaliers" während dieses einen Vertrags- jahres noch westaus größere Summen aus Loudon und Amerika zufließen werden. — Kurze Nachrichten ava Kunst u. Wissenschaft. Robert Kochs Schriften. Auf Veranlassung der Erben von Robert Kock sollen dessen Werke, abgeschlossene Bücher, Abhandlungen, wichtige Gutachten und dergleichen in authentischen Texten der ganzen wissenschaftlichen Welt zugänglich gemacht werden. Tie Ausgabe wird durch die Professoren Dr. Gaffky und. Dr. Schwalbe besorgt werden. Nun st, Wissenschaft un» Leben. — KonzertdesBauerschenGefanyvereins. Im gut besuchten neuen Saale der Universität sand am Sonntag das diesjährige Stiftungskonzert des Bauer- schön Gesangvereins statt. Bei den sorgfältig gewählten a eapeUa-Nummern, die verheißungsvoll — die kommende Maienzeit vorahnend — jnit dem dankbaren Ehore „Neuer Frühling" von Petschke und zwei Soloquartetten, „Frühlingsgruß" von Schumann und „Ich hört' ein Vöglein pfeifen" von Sch auß begannen, zeigte der stattliche Verein auch in diesem Jahre seine schon so oft gerühmten Vorzüge: ausgezeichnete Schulung und ein besonders in den Baßstimmen auffallend schönes Material, das namentlich auch in den mehrfach besetzten Soloquartetten zu vollster Würdigung kam. Sehr gut ausgearbeitet waren die beiden Kunstchöre: „Auf Bergeshöhen" von Sauer, dessen erster Teil mit einer glücklichen Stimmungsmalerei beginnt, und die nicht leichte „Meeresfahrt" von Schwartz. Die zweite Hälfte des anregenden Programms, die hauptsächlich dem Voltsliede gewidmet war, brachte d.n bekannten Sch u- b er t scheu „Lindonbaum", die eindrucksvoll gesungenen „Drei Röselein" von Silcher, die portugiesische Volksweise „An die Heimat", und den von Rille gesetzten „Zapfenstreich", letzteres eine Prachtleistung des Chores und seines verdienstvollen Leiters. Für den reichen Beifall bankten die Sänger mit dem liebenswürdigen „Mein Liesel", während das Soloquartett nach dem fein abgetönten Vortrag des ernsten „Schwesterlein" und des gefälligen ^.Abendständchen" sich noch zu der Zugabe des gern gehörten „llebers Jahr, mein Schatz" verstand. — In der Solistin des Abends, Frau Ella S t e f f e n s-H a r n i s chf e ge r aus Frankfurt a. M., hatte der Verein eine Sängerin mit an sich schöner, volltönender und gutgebildeter Soprcm- {fthnnie gewonnen, nur schien uns gestern die Sängerin die Größenverhältnisse des Saales zu überschätzen, so daß sie 'm Tongebung und Deklamation hier und da des Guten zu -viel tat, womit wohl auch ein leichtes, aber immerhin be--. merkliches Detonieren zusammenhing. Mit einer Reihe ----------------------- --- .. - - dankbarer Lieder von Bruch, Reinecke, Pittrich,'stadt hat dieser Tage dte Gründung der Ortsgruppe Schäfer, Gound und Zaubert 1 v , denen Geschmacke des mit Beifall nicht kargenden Publikums Rechnung. — Unser einheimischer Pianist, Sperr Julius H a h n , brachte in dankenswerter Weise bas tiefempfundene „Des-dur-Pr£tube" von Chopin, die reizvolle „T-moll- Gavotte" d'Alberts und den unverwüstlichen „Hochzeitstag auf Troldhaugen" von Gr ie g warmblütig und technisch abgerundet zu Gehör. Für die feinsinnige Klavierbegleitung bei der letzten Stummer des Abends, dem Podbertskh- schen, in den a capella-Sätzen recht heiklen Chore „A m Ilsenstei n", der unter der umsichtigen und energischen Leitung des unermüdlichen Herrn Gör lach noch einmal Chor und Solisten zu einem wohlgelungenen Abschluß vereinte, sei ihm besonderes Lob gezollt. -2- — Deutscher Wissenschafter-Verband. Zu Pfingsten vorigen Jahres wurde in Kassel der „Deutsche Wiu'en- schatter-Verband" gegründet, dem eine Anzahl Verbände wissenschaftlicher Vereine mit 1900 Aktiven und 12 000 alten Herren beitraten Es sind dies: Der Arnstadter Verband mathematischer und naturwissenschastlicher Vereine mit 18 Vereinen, das Eisenacher Kartell akademisch-theologischer Vereine mit 14 Vereinen, der Goslaer Kartellverband medizinisch-naturwissenschastlicher Vereine mit 9 Vereinen, der Naumburger Kärtellverband klassisch- vhilologischer Vereine mit 11 Vereinen, der Verband akadernisch- b ist arischer Vereine (teilweise an öUerreichrschen Hochschulen^ mit 7 Vereinen, der Verband theologischer Vereine, sog. Leipziger Verband mit 11 Vereinen und der Weimarer Kartellverband neu philologischer Vereine mit 9 Vereinen. Inwieweit weitere Verbände, besonders die an technischen Hochschulen, ferner fachrvissen- schastliche Einzelverbindungen — es sollen noch 30 vorhanden fem — in Betracht kommen, läßt sich noch nicht Voraussagen, da man von diesen Verbänden so lange absehen zu sollen glaubte, bis die schwierigeren Fragen der Organisation gelöst und damit eine Festigung eingetreten sei. Alle diese Erörterungen werden wohl bis zur Einberufung des er st en deu t s chen W i s s e n s ch a f te r- tages, der im kommenden Sommersemester statt finden soll, ihren Abuhlüß finden. Neben diesen Fragen der Organisation, die von dem Elberfelder Arbeitsausschuß bearbeitet werden (Leiter ift Dr. Tenhaeff in Elberfeldl, regt sich in vielen Ortey Teutschlands der Gedanke, durch ben engeren Zusammenschlust der Alten Herren in Ortsgruppen den bereits bestehenden A. H.- Verbänden die gemeinsame Grundlage zu geben. — In Dar m- Klagen im englischen Unterhaus über die englische Zlottenrüftung. Die Riesenfummen, bie Großbritannien wieder für feine Seerüstung aufroenben will, haben >u interessanten Auseinandersetzungen im englischen Unterhaus geftihrt. Besonders uns Deutsche interessieren diese Vorgänge, denn nicht nur wird Deutschland immer zum Vergleich heran- aezogen, solidem es wurde diesmal amtlich angegeben, daß frühere amtliche englische Angaben über das Steigen der deutschen Flottenrüstting f al s ch waren. Es wird gemeldet: London, 13. März. Im englischen Unterhaus beantragte der liberale Abgeordnete Murray Mae Donald folgende Entschließung: Tas Haus betrachtet mit Beunruhigung das enorme Anwachsen der AuS- qaben für Heer und Flotte während der letzten ^ahre und ist der Ansicht, daß diese Ausgaben vermindert werden sollten. Mae Tonald wies bei Begründung der Ent schließuirg aus die fortschreitenden anwachsenden Ausgaben für Flotte und Heer während der lebten 16 Jahre hin und fragte, welcher Art bic vom Aus lande drohende Gefahr sei, daß sie die Fortsetzung solcher Ausgaben rechtfertige. Großbritannien sollte in der Verminderung der Rüstungen ein Beispiel geben. Mc. Sienna fuhr fort: Ick zog den edtiuß, ban beabnchttgt war, die Schiffe früher zu vollenden und hatte aucb keine Mlt- leilung von dem Gegenteil. Ter Vertrete der Admiralität in Deutschland hatte kein Mittel, eine gegenteilige ^ntormation zu erlangen, ich tonnte nur solche Schlüsse ziehen, wie es du Tatsachen gestatteten. Am 29. Februar habe ich meine miPTuiifllid)e Erklärung korrigiert und dem Hause bic offiziellen deuttcheu iaten der Ablieierungstermine mitgeteilt. Was den Grund anlangt, n drum ich die Forderung nach vier Ev ent-u a l! ch : Hcn nicht zurückgezogen habe, so wird sich das Haus ermnern, daß der größere Betrag der ersten zwei Lauraten eine Vergrößerung der Schiffe bedeuten muhte, wenn er nickst -eine Beschleunigung des Baues bedeutete. Mc. Kenna kam zum Schluß aus die Zukunft zu sprechen und erklärte, 2 1 deutsche Schisse wurden von den Wersten im Frühjahr 1914 abgeliefert werden, 3 0 britische Schüfe würden zu demselben Zeitpunkt vollendet sein. Posenbys Annahme, daß das vermehrte Budget in bet Zukunft 50 Millionen betragen wird, sei irrig. Wenn keine weitere Aenderung des deutschen Flottengesetzes erfolgt, und wir haben allen Grund, fuhr Mc. Kenna fort, zu glauben, daß dies nickst der Fall sein wird, so wird das Budget für 1912/13 eine Verminderung im Vergleich mit 1911/12 zeigen, aber wir könnest keine Verpflichtung übernehmen, bevor wir wissen, Ivie die fünp tigen Entwickelungen der fremden Flotten beschaffen sein werden. Der Radikale Ponsenbl; unterstützte bie Entschließung Er erklärte, baß alle nicht zu rechtfertigenben Ausgaben für bic Rüstungen nicht nur eine Belastung der Steuerzahler, sondern eine ernste Herausforderung an fremde Nationen seien. Peitsenbn nahm Bezug auf bic kürzlichen Reben des Staatssekretärs im Rerchs- marineamt v. Tirpitz und bes Abgeordneten Schrader und richtete die dringende Aufforderung an ben Staatssekretär des Aeußern, Sir Edwitrd Grey, er möge jede Gelegenheit ergreifen, um Deutschlanb Freundlichkeit zu zeigen. Der Liberale King beantragte das folgende Amenbe- mient; Die Aufrechterhaltung großer Rüstungen würde bic Herbeiführung einer internationalen Vereinbarung für bic Beschränkung der Rüstungen willkommen hmßcn. Ter E r st e L 0 r d b e r A b m i r a l i t ä t M a c K e n 11 q, sagte- Pensenby hat das Bezuggiehmen auf Deutschland nnb bic deutsche Flotte in dieser Erörterung mißbilligt. Ich kann ihm bic Versicherung geben, baß es absolut unmöglich ist auf an mich gestellte Fragen zu antworten ober bic Politik der Admiralität zu erläutern, wenn nicht auf fremde Hotten Bezug genommen wirb. Natürlich ist bie Macht, die ich auswahle, biejenige, welche bic zweitstärkste Flotte besitzt. Damm muß ich bic Stärke der Vermehrung unserer Flotte mit ber deutschen vergleichen. In Erwiderung auf bic Beschwerde der Radikalen, daß es der Regierung nicht gelungen sei, die Ausgaben zu vermindern, wies Mao .sienna" barauf hin, daß bie in ben Jahren 1906 uno 1908 beschlossenen Abänderungen des deutschen Flottengesetzes die Bestimmung für bie beutsche Flotte in den darauf folgenden Jahren in Zweifel ließen. Pensenby, erklärte Mae rtenna, versetzte mich in bic Lage, zu meiner Verteidigung bie Worte zu erklären, bic ich bei ber Einführung des Budgets im Jahre 1909 gebrauchte. Er führte meine Worte an, um zu beweisen, daß entgegenmeinerAn nähme, Ende 1910 würden neun d eursche Dread- no u g t h s vollendet sein, tatsächlich nur fünf vollendet waren und daß, während ich voraussetzte, im Herbst 1912 würden 17 Schiffe vollendet sein, ich nunmehr zugäbe, daß nach den nrir gemachten amtlichen Er N. 62 Erstes Blatt - M. Jahrgang Dienstag, U-jnaij ^ü MEjetzenerAnzeiger ssswsk V V,, -ep SSÄXP »■«=£ tzeneral-Anzeiger für Hberhefsen Ztz-tzM mittelbar itnb' itffehtFieheimHaltung der Wahl tvegen der geringen Anzahl der Wähler in Frage gestellt wird, mit benachbarten Ortschaften (Gutsbezirken) zu einem größeren Wahlbezirke bereinigt werden. Der konservative Fraktion beantragt, den Reichs- tan^ter ju ersuchen, die notwendigen Verfügungen zu er» lasten, durch welche dem in Innungen und Genossenschaften organisierten Handwerk die Aufträge und Lieferungen der Reichstriebsverwa,ltung^ll^ soweit mpgltd), jiitrteiü werden. Die nak'ionälliberale Fraktion des Reichstags beantragt, die verbündeten Regierungen zu ersuchen, dem Reichstag tunlichst bald einen Gesetzentwurf vorzulegen, betr. die Unfallfürsorge bei Arbeiten, weiche freiwillig zur Rettung von Personen und zur Bergung von Gegenständen vorgenommen werden, unter besonderer Berücksichtigung der bei solcher Tätigkeit vorkommenden Feuer-, Wasser- unb anderer Gefahren, ferner die verbündeten Regierungen um Vorlage eines Gesetzentwurfs zu ersuchen, durch den die Bestimmungen sozialer Natur, die das Handelsgesetzbuch für die Handlungsgehilfen trifft, auf die technischem Beamten übertragen werde, schließlich die verbündeten Regierungen zu ersuchen, dem Reichstag tunlichst bald einen Gesetzentwurf vorzulegen, welcher bezüglich der Gehilfen der Rechtsanwälte, der Rechtsagenten, Notare und Gerichtsvollzieher, ferner der Beamten und Angestellten der Krankenkassen, der Angestellten von Versicherungsgesellschaften auf Gegenseitigkeit, von Vereinen, Auskunfteien, von Müchev- revisoreu, Konkursverwaltern und ZentralbuchführunAsbe- trieben über die Arbeitszeit, die Kündigungsfristen, dieSonn- tagsruhe, die berufliche Aus- und Fortbildung die gleichen oder ähnlichen Schutzvorschriften vorfieht, wie sie das Handelsgesetzbuch und die Gewerbeordnung hinsichtlich der Handelsangestellten enthält. Zur zweiten Beratung des Haushalts für den Reichskanzler beantragt die wirtschaftliche Bereinigung den Reichs» kanUer zu ersuchen, den sozialen und wirtsckxmlichen Frieden, zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern dadurch zu fördern, daß die Verwaltungen angewiesen werden, bet Vergärung von Arbeiten und Lieferungen für das Reich möglichst nur solche Firmen zu berücksichtigen, die sich verpflichten, in ihren Betrieben zur Regelung und Sicherung der Lohn- und Arbeüsbedingungen auf den Abschluß von Tarifverträgen hinzuwirken. Dritter hessischer Handwerkertag. d. Mainz, 13. März. Im großen Saale der „Mainzer Liedertafel" hatten sich heute vormittag mehrere hundert Handwerksmeister versammelt. Ter Vorsitzende der Handwerkskammer, Gewerbcrat Falk, begrüßte die Vertreter der Behörden. Die Handwerker hätten bisher in .Hessen recht Erfreuliches erzielt und sei man besonders der Staats- rcgicrung für ihr Entgegenkommen dankbar. Er schloß mit einem dreifachen Hoch auf den Großherzog. Ministerialrat H ö l z i n g c r dankte für die Einladung zu der heutigen Tagung. Er wünschte den heutigen Beratungen und der Weiterentwicklung des Handwerks besten Erfolg, die Regierung werde die Bestrebungen des Handwerks stets unterstützen. Oberbürgermeister Dr. Göttel- mann hieß namens der Stadt die .Handwerker willkommen. lieber das Verdingungswcsen erstattete Syndikus E n c, c l b a ch einen Bericht. Er wies darauf hin, daß zu der heutigen Tagung Anträge zum Verdingungswesen eingebracht worden seien. Zunächst gab er eine Uebersicht über die Tätigkeit der Handwerkskammer auf diesem Gebiete. Es könne keinem Zweifel unterliegen, daß die heute geltenden Vorschriften den bestehenden Verhältnissen wie auch den Interessen der Unternehmer unb Kleinhandwerker Rechnung tragen. Als vor fast 11 Jahren die .Handwerkskammer errichtet wurde, habe sie cs als ihre erste Aufgabe angesehen, den ständigen Klagen über die Vergebung von Arbeiten an G e n c r a I u n t e xr ite ömer möglichst den Boden zu entziehen. Heute, da fast an jedem selbst kleinen Platze durchaus tüchtige, leistungsfähige .Handwerksmeister und gut eingerichtete Werkstätten vorhanden sind, hat die Vergebung von Arbeiten an Generaluntcrnehmer, die doch ihrerseits die Arbeiten an die einzelnen .Handlvcrksmeister weiter vergeben, im aHcjemcinen keine so große Berechtigung mehr als früher. Dem wiederholten Eintreten der Handwerkskammer in diesem Sinne, nicht nur bei den Staatsbehörden, sondern auch den Städten, größeren Gemeinden, überhaupt bet allen bauver- gebenben Stellen des Landes, sei es denn auch zuzuschreiben, daß der Handwerkerstand zurzeit mehr direkte Berücksichtigung erfährt, als es vorher der Fall gewesen ist. Nächstdem müßte es die Aufgabe deS Hanbwerkerbaues fein, bett Forderungen bes Hand- werkes Nachbruck zu verleihen, baß ihm eine größere Mitwirkung bei beit staatlichen Arbeitsvergebungen zugesicherf werbe, baß besonders ber Erlaß über bas Veroingungswesen von 1893 im Sinne ber Wünsche bes Hanbwcrkcrstanbes ergänzt werbe. Durch das letzter Tage erlassene neue Ausschreiben bes Staatsministe- riums ftnb viele Wünsche ber Handwerker z. B. Vollständigkeit der Verdingungsunterlagen, der Ausführungsfristcn, Zeitpunkt der Ausschreibung usw. sowie besondere Forderungen des .Handwerkes erfüllt, die dahin gingen, daß bei engeren Ausschreibungen den Bewerbern eine Zufuhr zu den Selbstkosten der Entwurfsbearbei- beituna gewährt werden kann. Aber auch nach anderer Richtung hat die Handwerkskammer Untersuchungen angestellt, welche Verbesserungen noch stattfindcn könnten. Wohl sind schon Vorschläge gemacht worden, aber in der Praxis haben sie keinen Eingang finden können. Wer ohne Voreingenommenheit die Tätigkeit der Handwerkskammer betrachte, müsse auch zugeben, daß es ihr gelungen sei, manche Mißstände zu beseitigen. Der Redner ging alsdann noch auf die einzelnen Anträge und die ergänzenden Vorschriften für das Veroingungswesen näher ein. Von großer Bedeutung sei das Vorgehen des hessischen Staates, zu begrüßen sei auch die Vorschrift, daß bei den Arbeiten die Beschäftigung der einheimischen vor den ausländischen Arbeiten vorgezogcn werden. Es folgte eine eingehende Besprechung. Herr Grasneck-Bad-Nau* heim wünschte, daß bei Aufstellung von Voranschlägen Handwerker herangezogen wurden. Es müffe bekannt gemacht werden, daß der, der 10 Proz. unter den Voranschlag gehe, nicht berücksichtigt werde. Herr W i n n - Gießen bemerkte, das; es doch besser gewesen wäre, wenn der Verdingungserlaß erst dem Hand- werkcrtag zur Beratung überwiesen worden wäre. Baurat Wagner wies darauf hin, baß von Zuziehung von Sachverstänbigen außer bett Bauämtern nicht bie Rede sein könne. Herr Winn- Gießen widersprach den großen Abbictungen bis zu 20 Proz., man solle die Voranschläge auf Grund richtiger Kalkulationen aufstellen unb die Unterbietungen ausschließen. Herr Lipp-Friedberg bemerkte, baß die .Handwerkskammer sehr viel gutes gebracht habe, aber das nütze alles nichts, wenn dem Schlendrian des Sub- missionSwesen kein Ende bereitet würde. Nur dem, der den Meistertitel besäße, gehöre die Arbeit. Schlossermeister Schwarz-Mainz führte aus, es sei noch immer Gepflogenheit, daß hei den Submissionen der Billigste den Zuschlag erhalte. Weitere Redner aus Gießen, Erbach, Friedberg usw. wünschen, daß bei Vergebung von Submissionsarbeiten nur Meister in Betracht kommen dürsten, der geprüfte Meister müsse das Vorrecht vor allen anbereit Mitbewerbern haben. Auch sollten bei staatlichen Arbeiten keine 20 Proz., sonbern nur 10 Proz. Unterbietung gestattet werben. Baurat Wagner wies darauf hin, daß bei den öffentlichen Submissionen auf Grunb der Preisverzeichnisse die Voranschläge ausgestellt würben. Es sei auch nicht bas Prinzip, bei bem neuen Erlasse an den Niebrigstbietenben bie Arbeit zu vergeben. Der Vorsitzende, Gewerberat Falk, sprach namens ber Ver- sammltmg ber Regierung Dank aus, da sie mit dem neuen Erlaß einen bedeutenden Schritt nach Vorwärts getan habe. Ueber die „Verleihung von Privilegien an Ge - id c v b e f tb u 1 e n" berichtete Syndikus Engelbach- Darmstadt. Der Redner sand eS bedauerlich, daß diese Angelegenheit mit der eine gewisse Schärfe angenommen hat, eine Schärfe, die ber Sache nicht zum Vorteil gereichen kann. Wie liege nun bie earfje? Die Großh. Zentralstelle für die Gewerbe sei 1905 in Verhandlungen mit ber Hanbwcrkskammer eingetreten, damit den Baugewerkschulen und den Gewerbeschulen des Landes die gleichen Rechte möchten zugesprochen werden, die auherhes- sische Baugewerksäuilen damals betritt besaßen. Es handele sich darum, daß die Prüflinge des Maurerbandmerkes, die sich der Meisterprunutg unterziehen unb die Abgangg 13 einer der vorgenannten Schulen bestanden haben, von der Anfertigung Ber Prüfungsarbeit unb der mündlichen Prüfung in mehreren Fächern befreit fein sollen. Tie Begründung besagte, daß dadurch der Wert des Besuchs der Gewerbeschulen erhöht werde, daß den Meisterprüfungen besser vorbereitete .Handwerker zugefükwt würden, zumal auch der Umstand in Betracht tarne, daß ehemalige Gewerbeschule! bei den Prüfungen allen anderen Prüflingen in ihren Kenntnissen voraus gewesen seien. Diesem schloß sich bmm Antrag der Haupklehrer der gewerblichen lUrterrichtsanstalten, der sich in gleicher Richtung bewegte und gleichzeitig die Einführung von Abgangsprüfungen an den Gewerbeschulen forderte. Die Handwerkskammer habe alsbald zugestimmt der Verleihung des betr. Rechtes an die Baugewerkschulen, nicht aber an den Gewerbeschulen und zwar gingen unsere Bedenken, die wir auch beute noch aufrecht erhalten, dahin, daß man für junge Leute von 17 Jahren nicht dieselben Rechte sichern kann, wie sie die Ab- gangsprüflinge an den Baugewerkschulen in der Regel mit 21 Jahren erlangen. Die Meisterprüfung wird in ber Regel mit dem 24. Lebensjahr abgelegt unb bie Absolventen der Bau-, gewerkschulcn haben demnach nicht lange .zuvor ihre Kenntnisse durch die Prüfungen nachgewiesen. Anders die Gewerbeschüler, sie haben in der Regel noch 7 Jahre bis zur Meisterprüfung, jedenfalls dürfte da manches verschwitzt werden. Auch der int verflossenen Jahre in Stuttgart stattgefundene Deutsche Handwerks- und Gewerbekammertag, die Interessenvertretung des deutschen Handwerks, hat sich einmütig gegen jede wettere Privilegierung von Schulen ausgesprochen, da sie bereits besteht und zwar auf Grund eingehender in ganz Deutschland vorgenommener Erhebungen, bie bargetan haben, daß nur in Betracht kommen die Baugewerkschulen und weiter eine Anzahl von Fachschulen, Einrichtungen vorzugsweise unb finanziell gehalten von beit Fachverbänden, deren Leiter und Lehrer meist aus bem Handwerkerstände hervorgegangen sind. Mit den in Hessen bestehenden Gewerbeschulen können die Fachschulen nicht verglichen werden, wie überhaupt in ganz Deutschland nicht eine einzige den hessischen Gewerbeschulen ähnliche Anstalt privilegiert ist. Die ganze Privilegierung stellt ein Experiment bar, besten Wirkung heute nicht zu übersehen ist, sie werben es deshalb begreiflich finden, daß wir bisher, wenn wir gewissenhaft unsere Aufgabe erfüllen wollen, unsere Bedenken aufrecht erhalten mußten, daß wir die Verleihung von Privilegien an Gewerbeschulen nicht empfehlen konnten und daran ändert auch der Umstand nichts, daß der Bezirksverein Büdingen-Schotten der Ansicht ist, daß die Handwerkskammer von den Leistungen unserer Gewerbeschulen nicht ausreichend unterrichtet sei. Die Gewerbetreibenden sind in dieser Frage selbst verschiedener Ansicht und solange dies ber Fall ist, übernehmen wir bie Verantwortung nicht, einen Weg autzuheißen, von dem nicht abzusehen ist, wohin er führt. Lassen wir die Entwicklung ihren Gang gehen, lassen wir aus den Verhältnissen heraus bas Gute sich Bahn brechen, dann muß es auch den Einrichtungen unb dem gesamten hessischen Handwerkerstände zum Segen gereichen. Nach längerer Besprechung erklärte der Vorsitzende, daß eß sich in der Sache nur um eine Aussprache handele, man müsse erst noch Erfahrungen sammeln. Herr Schön-Büdingen wünschte, daß die Gewerbeschulen die Berechtigung erhielten, die Meisterprüfungen zum Teil erlassen zu tonnen. Ueber das „M eisterprüfungswesen" berichtete Obermeister Lantz-Darmstadt. Der Bezirksverband Friedberg beantragte, die Meisterprüfung dahin abzuändern, daß die theoretischen und praktischeu Prüfungen nicht allein in den drei Provinzialstädten, sondern auch an sonstigen größeren Orten, z. B. in Kreisstädten ober bort wo Gewerbeschulen bestehen, abgehalten werben können. Die Bückerinnung Oppenheim beantragte Abnahme ber praktischen Arbeit am Wohnsitz bes Prüflings. Eine Anzahl Redner befürworten biese Anträge, weil ben Prüflingen dadurch größere Kosten erspart würden. Ueberldie „Fürsorge für die gewerbliche Jugend" sprach Tünchermeister Kl in g e l s ch m i t t - Mainz. Die jungen. Leute, die ein Handwerk erlernten, befanden sich während der Dänen ihrer Lehre in einer kritischen Zeit. Der Lehrling selbst habe bcs Essen an. wurde lebhafter Beifall zu teil. - Maul- und Klauenseuche. Neue Ausbrüche der Seuche sind gemeldet aus Dürreneb erSdorf, Fürsten, tum Reuß j. L.; Weißenbocn, Herzogtum S.-Altenburg. Landkreis Gießen. -- Watzenborn, 13. März. Am Samstag feierte der Gesangverein „Sängerkranz" sein 35 jähr. Stiftungsfest. Der Saal zum goldnen Stern war überfüllt. Einige schöne Gesangsvorträge und Konzert füllten den Abend'aus. Besonders ein gemischter Chor fand großen Beifall. Der Verein beteiligt sich an dem Gesangk- wetlstrert in Lang-Göns. Tie Konzertstücke der Kapelle Harnisch-Steinberg fanden stürmischen Beifall. Der Präsident Jobs. Harnisch hielt eine Ansprache, die mit einem Hoch auf das Blühen des Vereins und auf den bewährten Dirigenten Harnisch schloß. Besonders gedachte L. Schäfer noch der Ehrenmitglieder des Vereins. X T r e i s a. d. Lda., 13. März. Gestern abend hielt der Zweigverein des Evang. Bundes im Saale des Gastwirts I Will hier seinen zweiten Fam ili en ab end in diesem Winter ab, der auch von Nichtmitgliedern zahlreich besucht war. Nach einer Begrüßungsansprache von Pfarrer Büchner, der bei dem gegenwärtigen Streit der politischen Parteien auf das alle Evangelische Einigende hinwies und zu treuem Festhalten an den Heilsgütern der evangelischen Kirche aufforberte, hielt Pfarrer Ausf eld-Gießen einen durch fd}öne Lichtbilder veranschaulichten Vortrag über bte evangelische Mission in Ostafrika, der den einstimmigen Beifall der Zuhörer fand. Hierauf erstattete der Schatzmeister des Zweigvereins, Lehrer Hederich, den Kassenbericht über das erste Vereinsjahr. Besonders dankbar wurden auch die schönen Volkslieder des Kirchengesangvereins und die Gcsangsvorträge von Schulverwalter Seipp ausgenommen, die zur Verschönerung der Feier ganz be- sonoerS beitrugen. = BurkhardSseld en, 13. März. Unser Beigeord» neter Johannes Gottwalz, der im Jahre 1875 zum ersten mal gewählt wurde und dieses Amt bekleidet, hat m dieser Zeit zweimal monatelang das Bürgermetileramt und Standes-1 amt geführt und war 25 Jahre beim OrtSgericht tätig. ®ri verzichtet wegen seines hohen Alters bei der bevorstehenden^ Beigeordnetenwahl auf feine Wiederwahl. Kreis Büdingen. -- Nidda, 13. März. DaS Ehrenzeichen für Mit- alieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen durch (htt- lchließung des Großherzogs Hch. Ludw. Stein zu Nidda, KreiS Lauterbach. ~ Rixfeld, 13. März. Bei der Wahl eines Beigeordneten wurde der Landwirt Konrad Schrimpf hier einstimmig zum Beigeordneten gewählt. Von 85 Stunm- berechligten haben nur 32 von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht. Der seitherige Beigeordnete Hch. Elchenauer hatte vor Ablauf feiner Wahlperiode sein Amt niedergelegt 21 Wallenrod, 13. März. Nachdem der hiesige Bahnhof erst vor zwei Jahren eine Erweiterung durch Anlage eines UeberholungSgeleises erfahren hat, wird im Lause NN d» Influenza Kgl“; überall ärztlich verordnet. Erbältlich in Apotheken, Drogen- und Mmeralwasserhandlungerr. t»sUA Haupt-Devot: D. Weisel, Gießen, Lonnenstr.6» Lel.88. Canbwirtldmft Paris, 13. März. Auf dem heutiaen Vieh markt in ß a »111 e 11 e wurde em Rückgang der Preise furOchsen um 60 bis 80 Francs per Stück verzeichnet Dies ist auf das Verbot der Einfuhr nach Baden und Bayern zurückzuführeu, das infolge des Auftretens der Maul- und Klauenseuche in ver- schiedenen Gegenden Frankreichs ergangen ist. Sport* unterrichtet sein müßten, erklären, daß ihnen von einer --- Fußball. Auf dem Sportplätze an der Hardts solchen Absicht nichts bekannt ist. spielten am Sonntag die erste Mannschaft des Gießener -----i-- ■■---------- 1 - - —----— Sportvereins von 1900 gegen die erste Mannschaft des «rf. rtcfinliPtt" Fußballklubs Borussia zu Fulda. Fulda, das in gkyvven . diesem Jahre die Meisterschaft seines Bezirks erringen Schönow, Post Wutschdorf, Neumark, 2d. März 09. konnte, enttäuschte etwas. Tie hiesige Mannschaft spielte .Unser Töchterchen Olga hatte vor 3 Jahren Masern und durchweg überlegen, die Läuferreihe hielt das Spiel voll- Lungenentzündung durchgemacht, die sie zwar glücklich überstand, ständig Der Sturm war in der ersten Hälfte gut, in der wodurch aber der Organismus des Kindes sehr an Widerstands- Leiten Hälfte spielte er etwas schlapp. Mit 3:0 Toren lähigteit verlor. Seitdem hat sich d.e Kieme besonders nn Wmter ähi p ml «ff pti der biefiaen Mannschaft me mehr recht wohl gesuhlt, mchtä wollte chr mehr schmecken, und endete das Spiel zugunsten oer yieflgen ^cannscyasl. ro,c roQcen immer froh, wenn der Wmter hinter uns lag. Um unser ----------------------------------- , Rinb zu kräftigen, entschlossen roir uns, Olga, als sie 7 Jahre alt DerItlllChtC», war, Scotts Emulsion zu geben, die von ihr sofort gern genommen * Einsturz auf dem Krater be9 Vesuv. Aus wurde. Mit den erzielten Erfolgen sind wir sehr zufrieden^ denn V.ortici n,.rb untrem 13. 9U? 9emelbet: ®ef.em M«WÄÄ‘»Ä mittag erfolgte auf dem Krater deS Vesuv em großer Einsturz. I ^ene <^funb Qn Gewicht zugenommen. Tie Gewichtszunahme be- DaS Gestein stürzte in einer Länge von 300 Metern 80 Meter beulet in diesem Falle auch die langherbeigesehnte erhöhte Wider- tief ab. DaS Ereignis war von einer Erdersch ütte ru ng ftanbsfrafr. lgez.) Paul Malow und Frau, begleitet und rief ein d°nner°hnUcheS Getöse hervor. Der obere SoottS Emuffion nt fett Jahrzehnten erprobt y 1 - . .. . - ----- ' - > und beliebt Im Laufe der Zett sind ihr aber zahlreiche Nachahmungen erwachsen, deren Packung dec echten Scotts Emulsion oft täu* schrnd ähnlich nachgemacht ist Wer sich daher vor Enttäuschungen, die minderwertige Emul- fionen nach sich zrehen, hüten will, dec verlange ausdrücklich Scotts Emulsion und bestehe darauf, das Gewünschte auch zu erhalten. Das Kennzeichen der echten Scotts Emulsion ist unsere nebenstehende Schutzmarke. bulcs Wahres rate obermalige Erweiterung NottstndenIzahl kostbarer cghpttfchcr Juwelen und Rcliquro» und zwar ist eine bedeutende Vergrößerung de. Bahnsteiges UN Werte von^vrer Mlawnen ToU«S ge^ vorgesehen. Die Pläne sind zurzett auf der Burgermelstere, ^n;ösische Millwnär L^ebaudy, „Kaiser der Sa- Wallenrod offengelegt. I hara", im dortigen Hafen eingetroffen. D-as Gericht in Kreis AlSfelv. LaS Palmas beschlagnahmte das au<- zwei Jachten bestehende 8 Ruppertenrod, 13. März. .Heute nachnnttag um „Geschwader". L.-baudy schiffte sich auf Anordnung der 2 Uhr zog über unseren Ort ein so s ch w e r e s G e w i 1.1r, Regierung nach Lissabon ein. „ wie es sonst nur im Sommer aufzutreten pflegt. Es blitzte bem P enin s ular-Ex p reß zu g wurde zrmschen . so häufig und heftig und donnerte so stark, trne bei einem orta Bologna der Po st wagenerbrochen Hieben vn -y---- —o - • <>.(* I Gewitter im Mai. Dabei ging ein Hagel nieder, der I b c u t f rh c beraubt toorben fein. sitätSprofeffor vanCalkerin einer längeren, großzügigen Fest- Augenblick Dächer und Straßen mit Hagelköriiern wie eine f——. i- -w rede auf die nationale Bedeutung deS festlichen TageS hm. ^eiße Decke überzog. Die Hagelkörner waren so dick wie flailtcL Sein Hoch galt drm Kaiser und dem Sraßherzag. sowie dem. ^aselnüsse^ Das 'st da-> Zwitter, bas I q 5tanftnbad). 13. Mär;. 6 rufe sand im »iefigen der bis in ein selten hohe-Alter hinein mit hingebender Pflicht« erste war am 2 März Der Wetterregel nach soll c^nneindewalb die letzte Nutzholzvcrsteiaerung statt. ES erfQCuna und unerschütterlicher Treue für Bayern« Wohl« em fruchtbar Jahr bedeuten^ kam vornehmlich Kiesernbolz zum Aufgebot uiw wurde Stammholz ; Lrf „nd Deutschlands Einigkeit, Größe und Herrlichkeit Kreis Friedberg. rr. F^stmeter bis 20 M7 bezahlt. Fichteuftanacnl. Kl^se fahrt und Deut chlanosv - Friedberg, 13. März. Vom 1. Aprrl an totrb ]0 Stück 12 Mk. 2. Kl 10 St. 10 Mk und 3 Kl 10 et. da- höchste geleistet, waS Menschenkraft averyaupt zu '^sicn A m t s a e r? ch t s b c zir k vergrößert. Tie 8—9 Mk Brennholz kam im Raummeter au, 6 Mk. Ofcmetnbe- miftanbc, — für den die herzlichsten Wünsche, ^uer An. unser AmtSg e r ch t S b ! un§ Bönstadt werden wald und Jagdnutzung sind die nie versiegenden Einnahmequellen hänglichkeit aus allen deutschen Gauen zu der ,ubelerMten I Freimreden dar Lbreamtsrichterwah. unstr-^or^ Jsarstadt sich hinlenlen. - dem Prinzregenten Lmtvold. deS man diesen Teil deS Gebäudes für Amtsraume ItriciErtifcti 6er UcOaftiOlt. Königreiches Bayern Verweser. An da» begeistert ausge. unb Don ,inem Neubau absehen. Hierdurch wird UriCfta tCtl ^r 4U, ausoteiiei. o u O unt«r»h°dvh-rrgsaurei Rait V, uni«rt-,oSph°rig aure. Ätarrou Pul». Xrogattt i Mär» betrua bte Zahl ber Todesfälle 28113, roaS eine l M feinster arao. »ummt pmo. ia Gaffer i»x>. xurotjoi iul H»-»»» Erhöhung der Zahl der Todesopfer um 6000 gegen die -°°°",ch- Liston «« UOi It -■ rr°°f-n. vorige Woche bedeutet. Am meisten sind von der Seuche flicht nur von feinstem Wohlge- bie Vrooinren Punjab und Bengalen heimgesucht. Die . Stabt Tom bat; felbft sieht oot bem S.ginn ein« bet schmack. sondern auch sehr^billig ist furchtbarsten Epidemien, welche sie bisher erlebt hat | der echte Kardinal -Ma af fee I Man Kleine Tagerchromk. versuche ihn! Eine bekannte Berliner Persönttcykeit, der Gatte der Hofschauspielerin Nuscha Butze, Dr. Heermann,) Rote Packung machte durch Erschießen seinem Leben ein Ende. Der Verstorbene führte eine Zeitlang gemeinsam mit seiner Gattin die Direktion des „Neuen Theaters". Mtt seinen Brüdern gründete er ein beliebtes Reit- und Fahr-Institut Der Arbettaeberverband der Lausitzer Tuchindüst rie hat beschlossen, vom L Oktober ab für alle Arbeiter den zehnstündigen Arbeitstag einzuführen. Aus dem archäologischen Museum ber Pennsyl-. tu Ahriadelphia wurde eme Lu- erall zu haben eachteni tljchrin^ D Bad-Nauheim Tas Komitee. bv'^l Neuenweg 36, zu oerm. 1348 Logis. Sonnenstratze 11 6 Zimmer 1749] geb. Walter. [01955 16 Monate alter L Avril an vermieten. (22.) 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