16V Jahrgang Erster Blatt Die heutige Jtafirmer umsaht 14 Seiten. Lahnen Nach dem Dortrag, der vom jtaijer mit großem Beifall ausgenommen wurde, unterhielt sich der Kaiser längere Zeit mit Herrn von Gwinner und schüttelte ihm die Hand. Das A a i s e r p a a r ist am Montag in Automobilen aus Berlin in Potsdam eingetroffen. Der italienisch-türkische Krieg. Tie Ausweisung der Italiener. Köln, 11. Dez. Tie „*toln. Ztg." meldet aus Konstantinopel: Es unterbleibt vorläufig infolge der Vorstellungen des deutschen Botschafters die Au s w c i s u n g der Italiener aus Smyrna. Die Ausweisung der Italiener aus befestigten Plätzen wie .Gallipoli wird von der Negierung ausrecht erhalten. Tie Fruge der Lesfnung der Dardanellen für russische ^ricgssclstise ift hier nach einem Vorschlag des russischen Botschasters erwogen worden. Dieser Vorschlag laust tm wesentlichen aus die Wiederherstellung des Bet träges von Hunkiar Iskelessi vom 8. ^Iuli 1833 hinaus. Tic Nr. 292 t« Wietzener Änjetgct etfdicmi läßlich, niieet Eoiuuaq-. - Beilagen: r i , m ct 1 wöd enkliU, tiche>ier§amiiiendlLtttr, tirrtmol rodeten il.Kt eis« !att färben Kreis filtBcn (Iiriieinß nnbÄttiiM); vvennol rionnil taub» wirlsüsaftticheSeilttc e„ Rerniöied) - 'Jtnfdih'me; hit die Nedaklioii 112, i'frlaa u. ExpeDiton 51 5«Di ehe für Teveicbenr ober tiatflaiir allein tm etrubcl der Erörterungen, oder der die ganze auswärtige und innere Politik Frankreichs in ihren Bereich ziehenden Anfragen zugrunde geht. Tas fühlt auch Herr Caillaur selbst, der auf einmal die Anfragen weiter hinaus geschoben zu sehen wünscht, weil er furchtet, daß die Aussprache über die Marokfopolitik die .'lummer derart erregen wird, das; er mit feiner Beantwortung der Anfragen aus fein Bettrauen in ocr Kammer mehr rechnen kann. Es sind formelle Gründe, wie bic Erledigung des Budgets, die Beratungen über die Privilegien' der Dank von Frankreich, über die Saisfabits- gc|en;diahen und über die franzöfisch-jar'atiiich.'u Handels» a'machungen, die Herr Caillaur jer.t vorsck icbt. um bic Beratung der Anfragen noch über Neujahr hinauszu.zö- gern. Und ebenso tst es wohl auch nur eine Ausrede, wenn Herr Caillaur, der dem Senat versorochen hat, ihm das Marokko-Abkommen unmittelbar naui seiner Berat' schiedung durch die Kammer ;u iitucrbrei en, es setzt als unmöglich bczeichuet, gleichzei.ig der Dera.ung des Ma- rotkovertroges im Senat uud der Anfragen ui der Kammer beizuwohnen. Dazu liegen die Gebäude der beiden Körperschaften viel zu nahe beieinander, jo daß sich. ro:nn Herr Caillaux wirklich wollte, leicht gewisse zeitliuie Vereinbarungen treffen l'.ßer.. Herr Caillaux will aber nicht, i ud ebensowenig wollen iln seine Gegner aus dcm Halseiien lassen, das sie ihm aus her Marolkooesvrechung und den Anfragen zu schmieden ge• denken. Nun dro. t zwar der Ministerpräsident, das; er, wenn b Kammer nicht in eine wettere Verschiebung der Ansragenberatung cinwiilige, die Vertrauensfrage, und zwar für das Geiamtlaoinett, ftc.ien würde. Ader soweit sm) die echt untlflre parlamentarische Lage heule üderblitten läht, dürfte et damit wenig Glüc! haben. Tenn man will ihn beseitigen, man will einen Mann stürzen, der bei den Ver- i aiiblungcn mit Dentschmud über bic Kongolonzelttonen angeblia) weniger patriotisches Ehrgeiühl gezeigt hat, als oer Minister des Auswärtigen Marauis de s.iücc, den man hier troj) oder in feinem Reu'ort vorgelommenen Unregel- inäßigi.itcn Legen Caillaur ausipsttt. Man w.tt ian ha>l bar machen bajur, daß er — ent Tiitator - durch per kuliche Cmifjäre in Brüssel AnttiupsUng suchte, um die Landung eines englischen Expedttionsio^ twrzubcreiten, wo ci ooch davon untertiüjict kin muhte, Daj mit der englisch u Bundeshilfe in jenen trihichen Tagen noch lange Wege ijatte. Und man will ihm schließlich auch ades das zum Borwurf nmdjeit, was sein Minister Dttcasss in früheren Bahren gesündigt hat, und was jetz. ein für grämend) günstiges Aoiommen mit Spanien aber Norowcstmarotto er» lujiDcrt. Der Außenftehendtz vermag nicht zu erkennen, wieviel von diesen Dorwürsen gegen caillaux verechtigt ift. Daran, aber Lonimt es für diejenigen, die Catttaux uud sein Kabinett stürzen wollen^ natürlich gar nicht an. ty^r sie handeli es liüj nur darum, sich an die Lteile der jetzigen Minister zu setzen, sei es mtt Hil,e einer ausgiebigen Marollobesprechung, in es mit Hilfe bei Anirapen, die s u.-- reichen, ins Uferlose hinztehen werden. Caillaux ist nichts mehr als eine rebeiibc Leiche. Die Beratung des Manne-Dudgetr. Paris, 11. Tez. In bet Kammer erklärte im Verlause der Aussprache über das Marinebudget Dainlev 6 , es bc,tehc [eine Organisation des O derbefehls in der Ma- eine. Ter Diaiinemmiuec Telcajss enuibcite, alS bet Höchst- loinmcnDicmioe der gesamten 3cc,irci:truite sei van jetzt ao^Der Cberbeschlshaser der zwei Mittelmcergcsc. waDct benimmt. TaS brüte Geschwader irürbe sich in dem c.ncn Jyalle, der uns be- schästigte, unverzüglich mit den betoeu Geschwadern vere mgen. saures berief sich auf eine Unterredung mit dem Kavilan schwerer. Tieier habe enlärt, daß funulnbe im Gebrauch be* fmdlichen Pulvervorräte schon ernmal zeruiahlen seien, ge- Dienstag, 12. Dezemder 19U fitein abvret I: ntoTTOtlid)75 D’» fiertet» >. /SA * •' 'r fi,rA Qk 'wKr -l: ale* Wff M HM monatlich 6b L'.: d^ .ch Bahnen und führte aus: 3m 3ahre 1888 geriet die von Haidar Pascha auS tührenbe -Zahn ist Zalstungsschwit-rigkeiten, und die Deutsche Bank kaufte ne hu entichloisen an unb baute sie aus. später wurden aum sranzoiiiclie uuo englische Flnanzkreiie beteiligt, ober das Deutschtum hat den wesentlichen Anteil an den l’al.nbai: Trotzdem ist die Bahn fein deutsches Unternehmen, i. rb.-i i ein türkisches, das mit deutschem uiid tciuv i,c Iran iü’Tac.ii .'tupitoi finanziert ist. 3m AussichtSrat der Lag •aiDuatn ,izen eis Deutsche, acht Franzosen und cm ^chlvcizcr Tie Bahn bringt der Türkei letzt ettva 18 Millionen Mark an steuern ein. Tie Dahn wird von Mofsul noch Dem stimm oon Bagdad geführt, von wo aus einige Abzweigungen gevlon! sind. Tie Gei'arntlosten der AnatoUschcn Bahnen bctrag.n em - albe Müliaroc Mark. Ter Vortragende gab xurn Schluß der ichecen Hosmung Ausdruck, daß die kleinaslatischen Bahnen, das smanzteile Nuckgrat der türkischen Staaten fein würden. Ne t oll T1L2.— viert rt- jdbiL ai. td)L B< tr.la. 3eilenoxe:4: lokal 15 liC» aiHUnarti 20 i'*cnmq. G hdrebafteur: A fiter aiitrocrtlid) int den polinscheu Teil: Auou't . General-Anzeiger für Gberhessen SSL Auzetger ttlcxcu. v » * ' ’ _ . . « raih. tiit ,stdöi unb Lnnahme von anjeijen nofofionsbrucf und Verlag der Vrühl'schen l!nio.-Vuch- und Steinörudertt H. tauge. Redaktion, tlrptöthon nno vruaerei: .chuipraye r. uan6-. oe-i'. «Ui den b!s MmUtS^Tub“ Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftrpelle vahnhofpratze 16a.______________ unyrnteik H- V-«r. Laillaux und die teputiertenfammer. Schon als Ende Cliobcr die französischen Llbgeordneten aus den Ferien nach Paris zurückkeurten, schien die Stellung des Kabinetts Caillaur, daS tm 3uni infolge des Uiigläcksfallcs von Jfsn das habineit Monis abgelost hatte, erschüttert. Ja, man glaubte sogar, mit der ihquibation bce radikalen Regimes überhaupt rechnen ?u müssen. Die Haltung Caillaux in der Marolkofrage, namentlich hinsichk- lid) der die sranzöfifche Eitelkeit verletzenden Kongoab- tretungen an Deutschland, die unalaublichc Nachlässigkeit in der Marine, die das Unglück des Panzerschiffes „Liberia" verursacht hatte, die Lchiebpulverfrage überhaupt und auch die Streitigkeiten zwischen der Militär- und Zivil- bchörde in lldscha waren für die Franzosen Grund genug, mit einem Ministerium ober wenigstens mit feinem Präsidenten unzufrieden zu fein. Tennoch gelang es Herrn Caillaux, am 14. November von der Kammer ein Vertrauensvotum zu erhalten, frei.ich nicht aus eigener ftrait, sondern nur, weil der Marineminister Telcasse durch cm ruhiges, selbstbewußtes Austre^cn allen Gegnern des Ministeriums innerhalb der radilal-sozia.isti^'en Regie- rungomchrheit mit Ausnahme der Sozialisten imponierte. Schon damals fragte man sich, auf wie lange wohl Caillaux durch Delcasss gerettet sei. Denn daran ist kein Zweifel: Caillaux besitzt persönlich keine Freunde. Seine Ma^jl- begierde, sein um )Cben Preis Herr,chenwollen tonnen weder seine Mi.iistertollegen, noch die Abgeordneten vcriragc-:, die übrigens, wenn sie selbst den Ministerprasidcntenj.uhl bestiegen, genau dasselbe tun würden. Die französisckze Kammer hat sich seitdem in der Hauptsache mit der Beratung des Budgets beschafiigt, so daß der kritische Tag für Herrn Cai laux uno vie.leicht aua für sein Gesamtministcrium erst der kommende Tonnerc- lag sein wird, wo endlich nach langem Hinauszögern seitens der Regierung das deuisch-franzö,ische Marotte-ttvkommen und die Kongoabtretungen zur Erörterung stehen. Tie beiden Verträge sind nun zwar im Ausschuß anstandslos angeiwmnten worden, so daß an ihrer endgültigen Sanktionierung durch Kammer uno Senat nicht zu zlvei- • dji ist. Aber cö gab Streit iß reiten genug zwisKeu der Re- gterung und der Kammermehrhett (mit Ausnahme der deinen, Caillaux stützenden Gruppe), ehe man sich darüber einig war, in welcher Weise das Abtommen genehmigt werden sollte. Auf den ersten Blick scheint diese Frage nur formelle Bedeutung zu besitzen. Und doch hing von ihrer Beantwortung die Existenz Herrn Caillaux aiS Miniüerprasident mehr oder weniger al'. Er setzte deshalb alles daran, die Parteien davon zu überzeugen, daß eS für das Ansehen Frankreichs am besten sei, wenn das MaroNo-Abkommen debattelos angenommen würde, während feine Gegner sieg die Gelegenhett nicht entgehen lassen wollten, durch Auf- rollung einer großzügigen Aussprache die Lunocn Eaü- laux in dieser Angelegenheit an den Tag zu siegen. Herr Caillaux hat dabei den kürzeren gezogen. Tenn die Kam- merkonsnenz hat vor einigen Tagen beschlossen, bie Ma- rattoaussprache in aller Ausführlichkeit stattftnden zu lassen, und sich hinsichtlich der Anfragen, die Caillaux mit der Marolioangelegenheit zunächst vereinigt zu sehen wünschte, um den Kampf gegen seine Gegner auf breiterer Grundlage führen zu können, dahin entschieden, daß die Anfragen von der MaroNoangelegenhcit aetrenni werden, ihrer Beratung aber unmittelbar folgen sollen. Diese Enticheioung ist natürlicg der Existenz der Ministerpräsident! cyast Caillaux' ungünstig, wenn sich aud) heute noch nicht sagen läßt, ob das geiamte Mintitenum wisst Vorräte ingar mtiircre Mo!c Faur^S crHärti- rotV.tv, S • en Ideen beschäftigt. 6ö wird Sie vielleicht überraschen, zu Horen, Die Verteilung der Nob.lpreise. Tie feierliche Verteilung ber diesjährigen ^Nobelpreise fand am Sonntag nachmittag im großen Saale Der Muitkakabemie in Ltockholm statt. Tort hatten «ich die Vertreter dec Negierung, de^ Divlomatifchen Zrvrps, von Wistcnichaft uni) Kunst ver- ianimdt. Nachdem der König mit Familie emgttrosfen war, hielt Tr. Terncbdadh, Mitglied des Voruandes dos Nobclini.i. luts. eine Rede über die Bedeunmg der Nobelpreiie. L.«r Hraii- bent der Alademie der Wüsenschattcu a.ah'goen teilte mit, datz der Preis für Physik Projesior Wilhelm W i e n - W u r z du r g füc die Entdeckung der Gesetze der Warmeausurahlung, der Preis I2r Chemie Madame Curie in Dicrkennung ihrer Berdienite um die Entwicklung der Chemie durch bic Entdeckung der Grund- Elemente Radium unb Pclonium iuerfannt worden jet xer Nestor des Carelimichen IniNtuts Proienor Marner tetlle mit, MB «ullftranb für bk flrbeuen uba Des Auges Den Preis für Medizm erhalten habe., gab der Sekretär ber schwedischen Akademie ii- ^men bekannt, datz der Preis für Literatur Maurice Maeterlinck verliehen irurde. Ter stiinig überreichte den drei erftgenanntat ^LnCrciS. 2a Maelcrluick durch Krankheit rerhindcrl ist, nahm der vet- gische Gesandie in seinem Flamen den Preis entgegen. Ani Abend fand ein Festbankett finit, an dem etwa 300 'Bet» wncn teilnahmen, darunter Prinz und Vnnzesim Carl.und Prinz Cu.aen von Schweden, loime Prinz Gustav unb Lrin»einn von Tänemar!. Ter Unweri'itätslanzler Graf Wack'tmeiuer brack'iü cm Hoch aus König Gustav,. Prinz Carl aur Altred Jtobd auS Professor Mörner ersuchte die belgiichcn Geianbien, ..taet^linck einen Gruß zu überbringen und trank auf die anweienden Preis- t ager. Tor belgische Gciandte dankte irn Namen Prolmior Bai- lincks. Professor Gullstrand, Madame Curie und Prof. »ien drückten persönlich ihren Tank aus. Ten Nobel-friedens orels erhielten ber hcbatimr <11 frei) Fried in Wien und Staatsminister A s s e r, Sutglteb des r.iedcrlänDischen Staatsrats im y a ag. Tas Mitglied dec- holländiichen Ltaatsrates, staat-mi. nier ^lsser, soll Die Ab ich: geaußett haben. Den ihm ?urallenoen Betrag (70 000 Mk.) nach Abzug Der Abgaben iur s:aar und (jemeinbe Arbeiterinstitutionen zur Förderung des Imernanonaten daß bei einet meiner Aufführungen wichtige Aendetungen noch eine halbe Stunde früher oorgenommen wurden, als Die Vorstellung begann. Aber das ift Tatsache." Reinhardt hat bereits mit den Berliner Künstlern, Die mit ihm gekommen sind, geprobt und alles ist bereit, daß nun bic Proben in Der Arena Der Llymvia beginnen können. „Ici persönlich rechne nicht Damit, eine einzige richtige Nachtrutz zu haben, bis bie Olympia zur Premiere ihre Pforten öffnet." » — Ein hinterlassenes DcrSbrama von Francois Copvse. Aus Paris wird berichtet: Ein bisher un- :tcnnt£3 Versdrama von Francois Covpee, von dem man bisher nichts gewußt hatte, wirb bemnädiit in bei Revue der Lcst.ntliLieit übergtten weroen. Tie hinterlassene ürceu des oabingegangcnen Lichters führt den Tuet „Ter Gefangene": Die Handlung spielt im 18. Jahrhundert.. Tie Heldin des Werks ist eine berühmte Favoritin Ludwigs XV., bic Coppse in seiner Liastung als einen gütigen unb rnnen ^Charakter ichilbett. Bei einem Tode hat Coppsc bad vollcnbete s^nanum Dieses Werkes $urüdgciQn'cn: zwei Trittei bcs Stückes traten bereits gci'chricbin unD zeigen bic schmiegsame unb zarte Vctskunit des Tichtecs ui ihrem besten Liafte. Ter Entcl d.-s verstorbenen Poeten, Jean chlonval, hat es üoettwrnmen, das fehienoc letzte Trsttel zu er- ganzen und io Die Arbeit seines GioSparers zu Ende zu führen. „Ter Gefangene" iriro auch das Licht ber Rampe erblicken: bereit» Ende Dieses Monats wird das Werk tm „Th<ätte Francois Loppse" aufgefühtt werden. — Kurze Nachrichten au5 Kunst und Wissenschaft. In Jlunaen ut am tf. c -X. bet Prioa^dozent jai Gcburtchllic unb Gynäkologie an brr doriigcn Unioenüüt 2t. mcö. Karl Hörmann im 37. Lebensjahre gestorben. — Tr: Geheime Iusrizrat Tt. jur. Siegfried Brie in Breslau bc gebt am 13. b. M fein 30lähtiges Tokroriubiläum. Ter G- lehrte steht im 74. Lebensjahre. — In London ist der Bota nilcr S.r Joseph Talton Hocker im Alter von 94 Jahren gestorben. — Zu auswäntgen Mitgliedern Der Lanbwit- ichaftlichen Akademie in Stoctholm nrurcen P: - 3 c ring- Berlin, unb von der Akademie der Witten" - a borg Die Pro'efiorLN o. Wüatnowttz-Mollendott unD Xici&- 3.dm, iemet Madame CuriS-Berlin gewählt, Haltung Oesterreich-Ungarns in dieser Frage ist ablehnend, indessen liegt keine amtliche Aeußernng vor. In dem Vertrag von Hunkiar Jskelessi ging dre Pforte mit Rußland ein Desensivbündnis ein und verpflichtete sich, keinem fremden Kriegsschiff dre Durchfahrt durch die Dardanellen zu gestatten. Deutscher Reich. Der Kaiser verlieh dem Für freu zu Schaum- burg-Lippe den Schwarzen Adlerorden. JnderbadischenZweitenKammer wurde über die Anträge der Nationalliberalen und Sozialdemokraten auf Einführung der Verhältniswahl für die Wahlen zur Zweiten Kammer verhandelt. Minister v. Bodman äußerte, gewichtige Bedeitten gegen den Proporz und behielt sich die eirdgültige Stellungnahme vor, bis sich beide Kammern über die Frage ausgesprochen Patten. Dre Vertreter aller Parteien erklärten sich indessen wegen der Vorteile des Systems für dieses. Tie Anträge wurden einstimmig angenommen. Mit Rücksicht auf die Rei ch s t a g s w ah le n vertagte sich das tzaus auf Dienstag den 23. Januar 1912. Ausland. Das englische Ob^r-aus ijat in der zweiten Lesung die Versicherungsbill einstimmig angenommen. Aus Sradt und Land. liegen, 12. Dezember 1911. Zur Eröffnung der neuen Gießener Bncherhalle. Mit der am Sonntag erfolgten Eröffnung der neuen Bücherhalle hat diese, seit etwa 13 Jahren bestehende gemeinnützige Anstalt seit ihrer Gründung den wichtigsten Fortschritt gemacht. Es ist deshalb begreiflich, daß der Vorstand des Lesehallevercins gerne die Gelegenheit benutzte, um den Vertretern der Behörden und den sonstigen Freunden einen Einblick in das neue zweite Heim des Vereins zu geben. Erschienen waren zu der schlichten Eröffnungsfeier u. a. Regierungsrat Welcker, Beigeordneter Keller, Stadtv. Petri als Vertreter der Gewerbevank, Lehrer Müller für den Bürgerverein, einige Stadtverordnete, Professoren usw. Ter Vorsitzende des Vereins, Rektor Prof. Dr. König, warf einen kurzen Rückblick auf die Geschichte der Lesehalle, die in ihrer Entwickelung durch^die räumliche Beschränkung auf das eine Torhäuschen am Selterstor sehr gehemmt worden sei. Es sei deshalb außerordentlich dankenswert von der Stadtverwaltung gewesen, daß sie nach verschiedenen anderen Versuchen zur Abhilfe der Raumnot, die aber ergebnislos waren, dem Verein auf sein Gesuch hin nicht allein das Torhäuschen am Theater überlassen, sondern dieses auch für die Zwecke der Bücherhalle eingerichtet habe. In dem anderer: Torhäuschen bleibe nur die eigentliche Lesehalle, die jetzt ebenfalls vergrößert und besser eingerichtet werden könne, wobei der Verein wiederum auf die Hilfe der Stadtverwaltung rechne. Aber auch zahlreicher: arrderen Körperschaften und einer Anzahl hiesiger Bürger ist der Vereir: zu Dank verpflichtet. So vor allem dem unermüdlichen Förderer der Lesehalle, Herrr: Schuchardt, der die ganze schöne und zweckmäßige neue Einrichtung der Bücherhalle gestiftet habe, Herrn A. Klingspur, der für eine Reihe von Jahren größere Beträge zur Ergänzung des Bücherbestandes gegeben habe, dem Kre^s- amt, der Bezirkssparkafle und der Gewerbebank für ihre Beiträge, dem Bürgerverein für die Ueberlassung seiner Bibliothek kommunaler Werke usw. Für eine Reihe von Jahren sei jetzt dem Bedürfnis genügt. Die Büchergestelle böten noch viel Platz zur Aufnahme von Büchern, so daß für Freunde der Anstalt noch immer Gelegenheit zur Betätigung sei. Geh. Hofrat Pros. Dr. Haupt dankte im Namen des Vereins dem Vorsitzenden, Prof. König, der niemals den Mut verloren habe und dem es zu verdanken fei, daß die Lesehalle erhalten geblieben und sich so günstig weiter entwickelt habe. Die neue Bücherhalle macht einen sehr freundlichen Eindruck. Die Innenwände sind herausgenommen und der recht beträchtliche Raum ist ganz mit neuen Patent- büchergestellen angefüllt, deren sich keine große öffentliche Bibliothek zu schämen hätte. Freundlicher Wandschmuck macht die hell getünchten Wände recht behagttch. Elektrisches Licht vervollständigt die zweckmäßige Ausstattung. Das Dachgeschoß ist als Re,erveraum vorgesehen. — Wir möchten diese Zeilen nicht schließen, ohne auch unsererseits aus diese moderne Einrichtung aufmerksam gemacht und fte der eifrigen Unterstützung — sei es durch Geld, sei es durch Bücherspenden — empfohlen zu haben. * Tageskalender für Dienstag, 12. Dezember: Stadttheater: „Uriel Aeosta." Anfang ö Uhr. — In Audienz empfangen wurden vom Großherzog am Samstag u. a. Lehrer Becker von Dorn- Assenheim, Oberamtsrichter Dr. Fuhr von Orlenberg und der Rektor der Ernst-Ludwig-Schule in Bad-Nauheim Pros. Dr. Zimmer. ** Landeshypothekenbank. Der Großherzog hat den Gerichtsassessor bei der Landes-Hypothekenbank Herm. Hesse aus Gießen zum ständigen Hilfsarbeiter bei dieser Bank unter Verleihung des Amtstitels „Fiiurnzamtmann" ernannt. ** Hess. Jung-Deutschland. Ter Großherzog hat den Generalmajor ä la suite Frhrn. v. H e y l xunt Vertrauensmann für die Organisation der Jung-Deutschland-Bereine in Hessen bestimmt. ** Prof. Marcell Salzer, der üderall beliebte und stets jubelnd begrüßte Vortragskünstler, der uns schon so manche vergnügte Stunde bereitet und sich hier einen großen Freundeskreis erworben hat, war gestern aoeno m unserem Stadktheater zu Gast. Trostz der schon mehr auf Weihnachten gerichteten Stimmung der Zeit, war bas Theater sehr gut besucht und folgte den ständig sesselnoen und sein pointierten Vorträgen bis zum Schlüsse mit unvermindertem Interesse. Prof. Salzer wartete diesmal mit einem völlig neuen Programm auf, und hatte schon mit den ersten Worten die Zuhörer ganz aus seiner Sette. So ging es von Anfang bis Ende mit sieghaftem Hun:or dahin, und wenn uns auch der Vatenttöfter von Rioeamus etwas gar zu geräumig schien, das Haus jubelte ununterbrochen. Sebr sein gab Prof. Salzer die Kleistsche Aneioole aus dem Krtege 1806 und mit unheimlich packender Wucht formte er die erschütternde Novelle „Die 11. Kompagnie" von H. L. Rosegger, in der der junge Steiermärker ein gewaltiges Gemäloe von der Fremdenlegion des Jahres 1870 entwirft. Von den übrigen Vorträgen, die alle mit schier grei:zenlosem Jubel ausgenommen wurden, erwähnen wir wegen des beschränkten Raumes nur noch die Rede des Abg. Frlser über die ihn: ft, die Frankfurterin, die Geschichte von bei: Pantoffeln, die Autofahrt von Wolzogen, lülüic die beiden köstlichen Aufsätze oes Karlchen Mtes- nick (Pros. Salzer) über Kaisers Geburtstag und die Entwickelung der .Fahrzeuge. - Oberhessische Gesellschaft für Natur- und Heilkunde, Naturwissenschaft! iche Abteilung. Am Mittwoch abend findet im Hörsaal des Medizinischen Instituts im Kollegienhause, 1. Stock, eine wissenschaftliche Sitzung statt. Prioatdozent Dr. Meyer wird über „die Entstehung der deutschen Kalisalzlagerstätten" sprechen. Bei dem großen Interesse, das sich politisch und technisch den wertvollen Salzen zuwendet, erscheint es von Bedeutimg, auch einmal weitere Kreise mit den wissenschaftlichen Ergebnissen dieses ausgedehnten Bergbaues bekannt zu machen. Wirtschaftliche und koilimerzielle Fragen sollen dabei ganz ausgeschaltet sein. — Gäste sind willkommen. * * Gießener Militärtonzerte. Am Sonntag nach- mittag hatte Obermusikmeister Löber wiederum zum Konzert auf Der Liebtgshöhe eingeiaben. 'Der Besuch war der.gewöhnliche; es ist immer dasselbe damöare Publttum, das bar recht gut. Ausnahmsweise wurde em nicht allzuoft oorkommeuves unb mit solcher Fertigkeit und Geschwindigkeit im Ton vorgetragenes Oboe-Solo zu Gehör gebracht. Man darf Herrn Löber zu solcher Kraft gratinieren. Vorteilhafter wäre eS gernejen, wenn die Begleitung d.r Eharakteriitit des Jnjtruinems beiser angepaßt würde. ioei derartigen Vorträgen dürste eine einfach besehe Begleuung erhöhte Wirkung zeitigen. Auch die beioen Flöiiiten kamen inu ih.er Konzertpotta recht zur Geltung. Der Deifatt brachte d>es allgemein zum Ausdruck, >o daß Herr Looer mn Zugaoen nicht geizte. Ter bekannte wcichtand, dag eine „rocht ost benutzte ±iir“ auffallend itörcnb anschlägt, ist leider immer noch nicht obgefteilt. * *100 Mark Belohnung. In letzter Zeit sind mehrfach die Erker sch eiben von hiesigen Geschäftshäusern mittels eines scharfen Jnfirumentes zerkratzt und beschädigt worden. Emer der Geschädigten sichert 100 Mk. Belohnung dem zu, der den oder die Täter so namhaft macht, daß sie gerichttich belangt werden können. * * Verhaftet. W egen Verbrechens gegen die Sittlichkeit wurde geiiern ein junger verheirateter Mann von hier in Untersuchungshaft genommen. * * Am kupfernen Sonntag yaoen, wie uns mitgeteilt wird, auch Geschäfte- am Seltersiveg usiv. bereits recht flotte Umsätze erzielt. Landkreis Gicszcn. ----- Wieseck, 11. Dez. Am Mittwoch, 13. Dezember, abends 8 Uhr, findet Gemelnderatssitzung mit folgender Tagesoronung statt: 1. Nachträgliche Genehmigung von Arbeiten für den erhöhten Fußsteig in der Schulstraße. 2. Erlaß der Gebühren für Arbeiter-Fahrkarten. 3. Wahl von drei Mitgliedern zum Schulvorstand. 4. Errichtung einer Wasserleitung nach der Marburger" Straße. 5. Kanalanschllisse und Einfriedigungen in dec Grabenstraße; hier: Herstellung durch die Hausbesitzer. 6. Reinigung der Schulen. = Londorf, 11. Dez. Die sehr schadhafte Orgel, die 46 Jahre lang im Gebrauch der hiesigen eoang. Kirche war, ist von Der Firma Gebr. Link in Giengen a. b. Benz umgebaut worden und wird zurzeit von bieier Firma wieder aufgestellt und montiert. Tas neue Prachtwerk wird künftigen Sonntag nachmittags geweiht und am Montag der Kirche übergeben. — Kirchenorgeln unserer Nacybargemeitwcn Geilshausen und R ü d d l n g s h a u s e n werden ebenfalls von der Firma Link umgebäut und voraussichtlich Mitte Februar k. I. dem neuen Gebrauch übergeben. — Ter hiesige Radfahrer- Fest-Ausschuß hat mit den Vorarbeiten zum Stiftungsfest 1912 begonnen und ist beitrebt, auch wirklich ein zweckentsprechendes Fest zu arrangieren. Mehrere Vereine haben ihr Erscheinen zugesagt. Kreis Büdingen. (O.) Ortenberg, 10. Dez. Dieser Tage scheuten auf der Straße Bleichenbach — Ortenberg die Pferde eines hiesigen herrschaftlichen Fuhrwerks vor einem Automobil. Ein Pferd stürzte. Ter Kutscher spannte es aus und führte es nach Ortenberg, wo zwei Veinorüche festgestellt wurden. Das wertvolle Tier wurde sofort enchossen. Personen wurden bei dem Unfall nicht verletzt. (n.) Vad-Salzhause n, 11. Dez. Das zu erbauende Kaufmannserholungsheim ist nun von der Firma Trott in Nidda in Angriff genommen. Der Bau muß so rasch gefordert weroen, daß seine Einweihung bestimmt im August 1912 erfolgen kann. Kreis Schotten. () Laubach, 11. Dez. Ter Erweiterungsbau des Grast. Solms-Laubachschen Johan n-Friedrich-Stists, der den Zweck haben soll, älteren, seldstzahlenden Männern und Frauen ein Heim zu bieten, wurde kürzlich vollendet. Gestern nachmittag fand in: Beisein des Grasen Wilhelm, des Kreisrats Kranzbühler, des ^kreisbauinspektors Witzler, der gräsl. Beamten, der Pfarrer unb Aerzte, die Einweihung statt. Ter Bauleiter, Kreisstraßenmeister Sommerkorn, ließ dem Grafen durch einen kleinen Zögling des Stifts den Schlüssel überreichen. In einem als Speise aal vorgesehenen größeren Raume fand sodann der Weiheakt statt. Graf Wilhelm sprach zunächst über die geschichtliche Entwicklung der Anstalt, die schon 1700 als Armenhaus begründet wurde. — Im Lause der Zeit wurde daraus ein Krankenhaus, dem sich in einem besonderen Bau später eine Kinder sch ule anschloß. Nachdem durch bet: Genannten Der Neubau dem Gebrauch übergeben worden war, fand die allgemeine Besichtigung statt. Ter Neubau enthält in drei Stockwerken eine Reihe von Einzel- und Doppelzimmern, einen gemeinschaftlichen Speisesaal, Schlafsaal für Kinder, Schwestern- zimmer, Baderäume usw. Pfarrer Nebel sprach den an dem Bau Beteiligten seinen Tank aus. Zweistimmige Gesänge des Jungfrauenvereins verschönten die Feier. Zum Schlüsse fand ein gemeinschaftlicher Kaffee für die Teilnehmer statt. Starkenburg iuiö Nl)..nm'sten. (W.) Darmstadt, 12. Dez. Prinz Ludwig von Battenberg hat der Erdbebenwarte Jugenheim, deren Seismograph durch die Nähe der Landstraße unb ber Eisenbahn störend beeinflußt wird, Räume auf dem Schloß Heiligenberg zur Aufstellung von Seismographen zur Verfügung gestellt, wo die Fundamente auf festerem Grunde aufgeführt werden können. Es soll im Laufe des Winters mit der Einrichtung des neuen Observatoriums begonnen werden. Hessen-Nassau. [j Marburg, 11. Dez. Die Persönlich keilen der beiben scstgenommenen Berliner Äutomobtldiebe iinb jetzt sestgefiellt. Der eine ist der 17 Jahre alte Aitto- mobitichlo,,er Eafimir Fsiz.ack aus Posen, fein Genosse der etwas ältere Fournier Paul Bachtel aus Berlin. Beide ent» oeckten am Donnerstag, als sie sich arbeitslos in Berlin umhertricben, an der ^cke Friebrich->Behrenstrajze bas vor einem Hause stehenoe Automobil bes praktischen Arzies Dr. Heilborn, das sie bann bestiegen unb über Torgau nach Kassel snhren. Bon Dort aus fuhren sie nach Marburg, wo sie uyr Schiasctt ereilte. Da bie beiben Autofahrer völlig mittellos waren, erschwindelten sie sich unter allerhand Vorspiegelungen unterwegs Benzin, Lebensmittel unb Quartier. Der benachrichtigte Arzt Dr. Heilborn traf heute früh hier ein, um fein uorigens recht böse zugerichtetes Auto wieber in Empfang zu nehmen. (23.) Frankfurt a. M., 11. Dez. Im Hauptbahnhof wurde die Gouvernante Hartmann verhaftet, die in den letzten Monaten durch Diebstähle erwa 20 000 Mark erbeutete, Obgleich sie schon mehrfach mit Zuchthaus bestraft ist, gelang es ihr, fte-s aus Grund, gefälschter Dienstbücher .Vertrauensstellungen zu finden. w. Wiesbaden, 11. Dez. Bei der heutigen Stichwahl zur dritten Klasse der Stadtverordneten wurden drei Bürgerliche und zwei Sozialdemokraten gewählt. Bisher hatten die Sozialdemokraten nur einen Sitz gehabt. Line feige Bluttat in Metz. lieber einen im Streit erfolgten Mord an einem Hoboisten, der mit dem Vorsitzenden ber Lorraine Sportive in Zwist geraten war, wirb uns aus Metz gemelbet: Metz, 11. Dez. Der Hoboist Marsch vom 130. Inf.« Regiment war mit Samain, bem Vor fitz enben ber Lor- raineSportive, in ber gestrigen Nacht in ber Römerftraße in Streit «geraten, wcftrcnbbessen schlich ein anberer uei vier Leute, oie sich in Samains Begleitung befanden, von hinten an den Hoboisten heran, hielt ihm einen Revolver ins Ohr und schoß ab. Tie Kugel ging dem Mann durch das Gehirn und führte nach wenigen Minuten den Tod herbei. Samain und sein Bruder wurden verhaftet. Es wird vermutet, daß der Bruder der Täter ist. Im Lause des Vormittags sind auch die drei Gefährten ber Samains verhaftet worben. Alte fünf sinb heute nachmittag auf Anordnung der Staatsanwaltschaft in Unter- suchungs.-ast äbgesührt worben. Einer ber Beteiligten namens Martin giot zu, geschossen zu haben, will aber in bie Lust gefeuert haben. Die Sttvbt ist in größter Aufregung. Brand eines Uineniatographen-Theaterr. Paris, 11. Dez. Wie hiesigen Blättern aus Lüttich telephoniert wird, entstand gestern abend in einem Kinema-Thea- ter infolge eines B o m b e n - At t e n t a ts eine Explosion. In dem Theater befanden sich an 3000 Personen, lieber vierzig Zuschauer wurden verwundet, darunter acht lebensgefährlich. Unter der Menge entstand eine furchtbare Panik und in dem Gedränge erlitten zahlreiche Personen Verletzungen. Von den im Kinematographen-Theater Verwundeten ist einer gestorben. Auch die anderen schweben in Lebensgefahr. Tas Gericht hat die Sicherheit gewonnen, daß es sich bei der Explosion um einen Bombenanschlag gehandelt hat, dessen Urheber nach $JJtclbungen einiger Blätter der Verstorbene gewesen sein soll.________________________________________________________________________ Welterculsilciuen m Venen am Mittwoch, oen 13. Dezember 1911: Wolkig, meist trocken, kühl, slrichweiie Morgennebel. Letzte Nachrichten. Vom hessischen Ltberalismus. bs. Darm stabt, 12. Dez. Die Forb erun g en der fortschrittlichenVolkspartei an bie nationalliberale Partei wegen bes nochmaligen Einigungs- Versuchs lauten: Der Landrsausschuß sieht sich so lange außerstande, auch nur einer fortschrittlichen Wahlkreisorganisation die Zurückziehung lhres Kandidaten und bie Unterstützung bes nationalliöeralen Kaiwidaten mit irgendwelcher Aussicht auf Erfolg zu empfehlen, als sich nicht die nationaUiberale Partei durch öffentliche Aufforderung an ihre Organisation im Wahlkreis Bing en —Alzey für Zurückziehung der dort aufgestellten Kandidatur und Unterstützung des sortfchrittlick)en Kandidaten ausspricht, als deutlichen Beweis dafür, oatz es ihr mit dem gemeinsamen Kamps in: Interesfe Der liberalen Politik ernst ist und sie die anttliberalen Tendenzen in ihrer Partei nicht billigt. Der Landesausschuß der nationalliberalen Partei beschloß daraufhin, daß zu seinem lebhaften Bedauern die fortschrittliche Volkspartei durch diese Erklärung wieder den Standpunkt vettrete, daß die gesamte Einigung in Hessen Von Dem Wahlkreis Alzey-Bingen abhänge. Es sei der nationaUibt» raten Partei aus Den schon früher mitgeteilten Gründen unmöglich, auf diese Beengung einzugeyen, die noch weitgehender sei als die früher gestellte. Auch die Einigung wegen Der Wahlkreise Gießen und Alsseld scheine angesichts der Haltung Der fortschrittlichen Volkspartei nicht zustanDe zu stimmen. Die nationalliberale Parteüeituug bedauere dies lebhaft, wolle aber feststellen, daß sie nicht an diesem Aus gang schuld fei. Petersbur g, 11. Dez. Die Reichsduma hat die Gese^esvorlage betr. die Reorganisation der Stadtverwaltung in Polen nach längeren Erörterungen angenommen, ebenso einen Artikel, nach welchem sämtliche seitens Der Stadtverwaltungen mit den Regierungsbehörden zu wechselnden Schristsrücke in russischer Sprache abzufassen sind. Äründliche Auseinandersetzungen in einer Stadtduma oder Stadtverwaltung können je nach Wunsch in russischer oder polnisch« Sprache geführt werde::. Der PräsideM einer Stadtduma mufc bie Sitzung in russischer Sprache leiten. Ferner wurde ein Artikel angenommen, nach welchen den Geistlichen das Wahlrecht zugesprochen wird. j Bekanntmochuttg. B e tr.: Maul- und Klauenseuche im Kreise Gießen. Nachdem die Maul- uns Klaueuseuche tu Ronneuroth erlojcheu ist, werde» die über diese Gemartuug angeord- ueteu Spcrrmagregeln hiermit aufgehoben und oteselve in das bestehende Beobachtuugsgcbiet eiubezogen. Für da» Beobachtiingsgebiet gelten die Besttmmuugeu unter IV, V n,ib VI unserer Be.autltuiachuug vom 11. v. Mts. (Gießener Anzeiger Nr. 267) uns die hierzu erlasseucu Ergänzungen vom 30, November 1911 (Äreisvlatt Nr. 94). Gieße», den 11. Tezernver 1911. Großherzogtiches Kreisamt Gießen. I. B.: langer mann. Amtliche Mlllltmchnllgeil öer Stallt Gietzea. Zur Bekleidung armer Konfirmanden zu Ostern 1912 sind folgende Lieferungen zu vergeben: 1. fertige Knabcu-Anzüge aus schwarzem Stoff 2. jltzwarzer Kaschmir ooer and. Stoff zu Mäbchenkleideru 3. farvigcr Ftauetl zu Unteirdcten. Angebote sind unter Beifügung von Mustern, auch zu dem Futter für die Knaveuanzüge, und mit cutivrechender Auffchrift verseheu, verschtoiien v»S iväteitcns 21. Dezember 1911 ans Armenamt, Anerweg 9, einzureicheu. _________ B1»/» Die ErDarveueu für den Ausbau der Damm- und Schiller- ftraße bis zum Lamm der Mam-Weser-Bahn und der diese beiden Straßen verbindenden Straße näcUn der Bahn sollen Montag, oc» 18. bs. Mtö., vormittags 11 Uhr, auf unserem Tiefbauamt oev geben weiden. Die Berotngungsuntertagen liegen daselbst offen und find Angebote aus Bororuck dahin elnzureichen. — Zuschlags ttlst 4 Wocven.___________________________________________________ B1J/n Fn den Wagen der städtischen Straßenbahn wurden in Der Zeit vom L bis 30. Nov. d. I. uachiotgende Gegenstände gesunden: 1 Paar KinderhauDschuoe, 3 Herrenschirme, 1 Damen- voitemonnaie, 3 Damenschirme, 1 Zeitschrift „Daheim", 1 Patel Fleisch. Die Sachen tdunen aus dem Bureau des Elektrizitätswerkes und der Slrayenbahn, ^aynstraße 28 sZimmer Nr. 4j in Empfang genommen weiden. _________________ ________ (Lon heute ab verkaufe meine Reisekasse-Kollektion in Spiel- u. Galanteriewaren zu staunend billigen Preisen, darunter auch eine Anzahl besserer Puppen, Festungen, Kaufläden, JPuppeiiziiumern usw. 010084) A. Scheid, Sctülierstr. 23 p. WMtW.32THchlMcB.42T Vorzügliche IM pre.swerte vw utliv Schade & jtir^ Füllgrabe’s h I v S Kellerei — n Gl. 83 Psg. mit jlSllM-Mlhllllg n Paset w u 32 naturreiner Rotwein Paket 25 n n 6tiiiit«6r6icn 40 LchnittMgkl 2 P'd.-Lofe ^fo. ’ J/ ° , loo Ma. Pia. 155 7465 hierzu höflichst eingeladen. tranernden Hinterbliebenen. Die 11. Dezember 1911. 7457 Treis a. Lumda, den Mittwoch nachmittag 3 Uhr statt. Die Beerdigung findet 7406 Michelstadt, den 9. Deiember WIL Tie Gewinnliste des Kanarienzucht- und Logel- 18 28 22 100 120 7» Waldböckelheimer Oppenheimer Roter Tischwein Cötes du Rhone ■’ * — auS eigener Weißer Tischwcm, Fl. ÄniSgcbäck V* Buttergebäck, Pfd. 110, V* LpckulatiuS, vorzüglich, l/4 Ltaugeuwargel 1520, 145, 100 Psg. Karotte«, geschnitten. 30 Psg. 2viuat 45 Psg. — Kohlrabi 40 Psg. Frostfort“ bester koSmer. Balsam geg. Röte, Beulen, L 50Pia- ÄdlerTrogerie. (075, Otto Schaaf. Basler Vcbf lldlClt ß"btklti«S echte aUpuluer und itiauiUesuttcr 3 P. rtu Junge Erbsen 18 Psg. feinere Sorten 60, 78, 94 Pia. Erbsen m.Karotten 50Ps. in Streiten. V alnu»r HaiiclnÜR*e Pnranüeac Maronen Ananas Weintrauben Apfelainen Tafel-Mandeln Tafel Koslnen Feixen und Datteln lose und tu Packungen KandierteFrUehtc empfiehlt in bester Qualität CarlSchwaab Hoflieferant 1#e lioenus extra ^90 Psg. feinste Süßratnii-rasel-Margarinc JV ersetzt frische Vanbbuttcr Spar« im Karton Psd. 80 Psg. — feine Süßladm-I'iargarme — ÄölliIU86«tttt,??S"!yl2 54,5 (> W Lchuialz, garantiert teilt, Pfd. 04 Big. do. schwarz ohne Stein 100 Psg. Mirabellen, 2 Psd. Dose 72 Psg. Pflaumen mit 2tem, füb, 48 Psg. „ in Estin und .Buder, 44 Psg. Reiueelaudeu 90 Psg. An die Feier schließt sich eine Besichtigung der Arbeiten der Kinder und der Seminaristinnen an; diese Ausstellung bleibt auch noch Mittwoch von 11—1 u. 2—6 Uhr geöffnet. L. Moeser, LbkilkhiMI. Zur Deckung der Kosten werden freiwillige Gaben gerne entgegengenommen. Karten für reservierte Plätze werden im Seminar, Garten- slraße 30, abgegeben. ________________________________ Lisknit-Misihullg P(d. Psg. HeWtl «edjlDercin ^oijtnid)B§. Zwcigvcrei» vicßeu. DZir beabsichtigen wieder eine Anzahl Kinder (Halbwaisen) zu bescheren. Anmeldezeit bis zum 19. Xfjcmbcr, non 2—4 Uhr, bei Herrn Marl Beil, Marourger otr. 42. 7460) Ter Vorstand. Kolonialwaren, Delikatessen, Konserven, Weine Mkkn-M'Wz «/, Honig-Lebkuchen Schokolade-, Lebkuchen- Herzen Hm llho Trauringe in grösster Auswahl sowie in anerkannt bester Qualität empfiehlt zu Weihnachtsgeschenken : : zu den billigsten Preisen ; ; blatt besonderer Anzeige Die Geburt des dritten Kindes (Gertrud) zeigen wir ergebenst an. Rechtsanwalt F. Schäfer und Frau geb. Buderua garrn'.iert ratunü geröstet, kräftig und von feinstem Geschmack. Psd. Illi Psg Todes-Anzeige. Gestern morgen 10 Uhr verschied nach kurzem Leiden meine liebe Frau, unsere herzensgute Mutter frrni Kchmnc Zchmidt Um stille Teilnahme bitten Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: UudreaS Schmidt und Kinder. do. dünn nut Äüofen stärkere Lorten 1^5, 145, üiessener Fröhel-Semiiiar, Die Weihnachtsfeier des Seminar-Kindergartens findet Dienstag, den 19. Dezember er., «achm. 4 Uhr in Steins Garten statt. Freunde unserer Sache weide:. Gießen (Sonnenstr. 3), 12. Dezember 1911. Die Beerdigung sinder Mittwoch, 13. d. MtS^ nachrw 3 Uhr aus dem neuen vriedhor stau. '** Milch Vlockichokolade Block 20 Psg. Painllc Scoololade Zafcl 15, >80 Psg. Seine Speiie»Schokolade iafcl 20, 25 Psg. «touoam vlaudjcu « Pid. 35 Psg. Praliueeo Pid. 20 Psg. 0>üHi vetrr*, Ltudt', Mexiko - Schokolade 41 nn garantiert rein, MttlQOr (cicht löblich. X'fb. ”18. SpcjiaUliiillinng fein und a.omatisch feinste Qualitäten Pfd. 160, 180 Heute Xienotaa, 12. Tczcmber, cintreffenb: I V/t Waggon Apfelsinen und I I iSÖÜO Kilo pr*ma Zitronen | Echte Valencia-Apselfinen, nur süße Ware 3 Stück 10 Psg- 12 -tuck Psa- - Stück 5 W(U Tu^eno L Psg. - Stück ü Psg. Luvend /U Psg. - Lmck S Psg. Duyenü >ö Pig. — Cnftra grobe W Psg. Tutzeno E L(ü — Echte Messina ■ Zitronen ------- Llück 1 Psg^ Tvd. 45 lifg. — Stuck 5 Psg.. Dtzd. K Psg. üiira fltOBC Stuck 7 Psg-, Luvend 70 Psg. Walnüsse Psuno 30 Psg. - Hasel-VLüsfe Pfund 42 Psg. - ■ xjflr tjür Lviederoertauier extra billlge Preise "Wl Spanischer Garten, R. Mase Baduvoiür. 48, ytliale vismarckitr. 11 sEcke Ludwtgftr.s Wir machen hiermit die schmerzliche Mitteilung, dass am Montag unerwartet mein lieber Gatte, unser guter A ater, Bruder, Schwager, Onkel, Grossvater und Schwiegervater Herr Elias Ziegelstein im Alter von 75 Jahren sanft entschlafen ist. MtEP * ”k° 18 extrasetneS 00 Psd. 20 f Weizenmehl, prima Psd. 16 „ Magnet-Mehl " Säckchen — gesetzt, cicichützl 74959 — 5 Pfd. 95,100 Psg., 1U Psd. 18», 195 Psg. Tantjaguug. £ür die herzliche Teilnahme an dem schweren Verluste memeS lieben Mannes und Vaters sagen wir allen, besonders Herrn Pfarrer Gombel für die tröst- reichen ‘-Worte, sowie den Vereinen für daS zahlreiche Erscheinen und dem Kirchenchor für den Gesang unseren innigiien Dank. Frau Witwe Neeb und Kind. BuckhardSfclden, 11. Dezember 1911. Schade & WUW Füllgrabe’s JL JUI JU seine Qualität vereint mit niedrigem Preise. ßtillonJiii^nüv.vfb.^ 50,70 vf8 — kräftig und aromatisch — LM.MWing-/.Psd.50,80,W fein u. ausgiebig l/e P|d. 25, 40, 50 Todes-Anzeige. ♦ Gestern nacht verschied unser liebes Söhnchen Karl im Alter von 14 Monaten, was wir hierdurch tief- betrübt Mitteilen. Die trauernden Eltern: Uug. Müller und Frau. Dießen (Hillebrandstr. 2), den 12. Dezember 1911. Die Beerdigung sindei Mittwoch, den 13. Dezembc^ vormiuagS 11 Uvr auf dem neuen urleööof statt. ,4b4 Konserven + Produkte erster deutscher Fabriken ♦ Schade i Füllgrahe— Bahnhofstr. 26 GIESSEN Telephon 186 . Kirschen, Ä 68 w 150 , Kirchenplatz 14 Kirchenplatz 14 an der Stadtkircbe 7466 an der Stadtidrche L-Psd.-Tose OE Unlcrcnbcn OJ Pfg. -LK W1VUHUVU VI-7 ...... - _____— -------------— schutzvereins Gießen erscheint voraussichtlich morgen 31161* Art dbeilb m der Zeitung. ShidMuuaalcitnim' I ,,e,ert ln ’ede' oewünschten Ausstattung preiswert die ____________ £le ! Brühl'sche Universitäts-Druckerei, Schulstr. 7 Giessen, den 12. Dezember 1911. u 1. Chor mit Orchesterbegleitung: Festgesang Leop. Geller Nach zehnjähriger Praxis in Hungen und vorher• gegangener, mehrjähriger Tätigkeit als Assistenzarzt habe ich mich hier als prakt. Arzt niedergelassen Dr. Heinrich Wagner West-Anlage 27 p. — Fernsprecher 874 Sprechstunden: Vorm. 8—9 Uhr, nachm. 2—3 Uhr. Sonntags nur vormittags. I4M 30 000 000 Mk. 4Vlo Anleihe von 1911, Serie VH •(eingeteilt in 30 000 Teilschuldverschreibungen über je 1000 Mk., Nr. Nr. 49 001 bis 79 000, Tilgung frühestens zum 1. April 1920, verstärkte Tilgung und Gesamtkündigung zum 1. Oktober 1920 zulässig) der Bank für Hande! und Industrie Niederlassung €*i ssen (Darmstädter Bank) MMtiMng in der neuen Aula der Universität am 17. Dezember, abends 5 Uhr. Allgemeinen Elektricitäts-Gesellschaft zu Berlin Wir haben im Verein mit anderen Firmen von obiger Anleihe den Teilbetrag von 22% Millionen Mk. übernommen und legen denselben Montag, den 18. Dezember WH zum Kurse von lOOVIo zur Zeichnung auf. — Anmeldungen nehmen wir von heute an entgegen. — Der amtliche Prospekt kann an unserem Effektenschalter eingesehen werden. Theater-Variete ^== KOLOSSEUM . —i— Direktion: Karl Ohm. Telephon 645. noch ___ einige Tage das wirklich A.292 auch i Form die Gew kleine Geld Herr ö. k °Und laute, Mr jkiderlen-2 g r a P & ie FJJ tenible ennem frtmteit indem 2t?5 verleid Der Ä mit denen er auch in Harm kann sich bar genaueren Er der Staatssek von 1909, vo Levres-Zervi berührt. 2. Einzelgesang: 3 Weihnachtslieder a) Die Könige .......• • •) b) Simeon.......... > Peter Cornelius e) Christus der Kinderfreund ..... | 3. Chor mit Klavierbegleitung: Verleih’ uns Frieden .... Fel. Mendelssohn-Bartholdy 4, Einzelgesang: a) Heilige Nacht ......... b) Christkind kam in den Winterwald . . e) Weihnachtsfreude ......... 5. Chor mit Orchesterbegleitung: Weihnachts-Kantate........ G. Lewin E. Hildach E. Humperdinck Carl Hirsch Mitwirkende: Gemischter Chor: Die vereinigten Chöre der Höheren und Erweiterten Mädchenschule u. des Landgraf-Ludwig-Gymnasiums. Solisten: Fräulein Ida Stammler aus Giessen; Herr Heinrich Reinhardt aus Darmstadt. Klavierbegleitung: Herr H. Röse, stud. phil. Orchester: Mitglieder des Orchester-Vereins und der Regiments- Kapelle, sowie andere geschätzte Kräfte. Eintrittskarten 1 Mk., numerierter Platz 2 Mk. Die Karten sind bei Herrn Ernst Challler und abends an der Kasse zu haben. Der Reinertrag soll der Weihnachtsbescherang für arme Kinder zu gute kommen, db/19 Akadem. Bismarckbund. (antiultramontane Vereinigung) -------- Ortsgruppe Giessen —------- Freitag, den IS. Dezember, abends 8’/3 Uhr, in Steins Garten Oeffentlicher Vortrag des Herrn Wahl. Generalsekretär des antiultramontanen Reichsverbandes: Die Lehren des Mainzer Katholikentages 7453 Der Vorstand des A. B. B. Eintritt 30 Psg. Damen sind herzlich eingcladen. Klnematograpb. «abnbofftrake 64 010071) Babnbositraste 54 Schlagende s etter tiefergreisendeS Drama aus dem Bergmannsleben in noch nie dagewesener Vollendung. Rosaliens Hochzertsnacht eine Posse im Bilde. Eine Jagd üMn Ozm die Verfolgung des Bankiers Claude, der die Bank vou Frankreich um größere Summen betrog. 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