KZ? M. 2« Grschetnl »glich mit ÜuSnebme deS Sonntag». General-Anzeiger für Gberheffen um f«, Hauptstraße 105. Die ftfmiierinitc Frage ist die der Ersatzkassen. Ich runfl> icn cr vertritt, mürbe aber viel teurer werden als die jetzige : fast, das; auch hier die Grundlagen des Entwurfs gorm Nun sind unö Vorschläge von Verbänden gemacht worden, uptsachc sich als stichhaltig erweisen werden. 2Bir bic rLn foto Einrichtungen haben, wie z. 8?. von der Münche. nRiiesle Drillmaschin611 isreau: (Telephon TS glich von 6 bis 7 Dl fahlaim.vfcroii' Samstag, 2(. Gttober (9U RotanonSdruck und Verlag der Brühlfchen UnwersitätS • Buch- und Sieindruckerei. 9L Lange, ®in>en. Abg. Trimborn (Ztr): Wir werden alles tun, das Gesetz noch in dieser Session wenn sie sich z. B. selbständig machen. Tenn die Beiträge find so doch, daß sich rasch eine Summe von 1UOO M. und mehr an- sammelt. Tie Hiuterbliebenenbezüge sind viel zu gering. Co ist 3 B. im Oie setz die niedrigste Rente für ein Kind mit 3.44 M. angegeben. Co etwas sollte man doch erst gar nicht ins Gesetz hineinnehmen. Eine befonbere Vergünstigung sollte den Ersatz- kasien nicbt zuteil werden. Dir werden unS an der KommissionS- beratung im Jntereffe der Angestellten beteiligen. Abg. Dr. Ltrrscmann (Natl.): Die erste Lesung deS Entwurfs eines Vcrsicherung'-gesehes stc Angestellte wird fortgesetzt. Mb. Deutscher Reichstag/ 193. Sitzung. Freitag, den 20. Oktober. Um Tische des BundeSratS: Delbrück. Präsident Graf Schwerin-Löwitz eröffnet die Sitzung 1 Uhr 16 M mitten. Das Prluatbeamfengefefo. Redaktion. Expedition und Druckerei: Schul- strafte 7. Erved-.lion und Verlag: &L Redaktiome^KllL. Tel.-AdruAnzeigerGießen, Die ^Oietzener ZamillenvläNer" werden dem „Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das „Xrclsblen fftr den Kreis Oirtzen" iroeimal wöchentlich. Die ..tandwinschastltcheo Setp erscheinen monatlich zweimal. ^'°rchnallciistjcs^ und Ledersohle lcn 3195 Mk. netto rchnallenstiefel ^chsbesatz Herren M netto Liszt am Klavier. Zu seinem 100. Geburtstag (22. Oktober 1911). ~ ,Orpheus rufjrte die Tiere des Waldes und bewegte die L-teine, aber Liszt rührt das Orchester, daß cs r-erftummt" — mit dielen begeisterten Worten suchte ein Pariser Kritiker daü unvergenlime Klaoieriviel des jungen Liszt zu schildern, als er zum erlten ..^ale in Paris spielte. Tatsächlich Ixittc das Orchester der italienischen Oper, mit dem zusammen Liszt konzertierte ubcr Ieinem S-Piel einen Einsatz versäumt. Gleich bei dem ersten AuNreten erregte das ans Märchenhafte grenzende Klavierspiel Liszt, mit Kiner Technik, die alles bisher Gesehene und Gehörte weit hinter sich lieft, „ödireden und Staunen", wie es in einem seitgenonumen Gerichte des ersten Konzertes des jungen Klavrarvirtuoien hietz- „Tie phantastische Außenseite," so hieß es, „ist nur die .Vulle eines inneren Vulkans, aus welchem Töne gleich flammen und Mesentrümmern hervorgeschleudert werden, nicht etwa ichmcicheino, sondern kolossal donneriid. Da denkt man weder an lerne Joarwe, noch an seine Technik, noch an das Instrument. Ganz hivgegeben einem ungeahnten Eindruck packt er unsere schildert ein solches Klavierspiel auf5 Glücklichste W war in Rom, in einem Kreise, wo sich viele junge Munter uni> Acusike- rinnen nach dem Abendessen um Lii-i versammelten Dann wurde Klavier ge'pielt und gesungen. „Liszt selbst spielte gewöhnlich nicht und wehe dem, der ihm darum bat. Eine Antwort voll schneidenden Sarkasmus wurde ihm zuteil. Nur eine Schuleria Liszts, eine junge Polin von großer Schönheit unb Talent, vermochte es, ihn ans Klavier zu locken. Saß er aber einmal daran, bann spielte er darauf los, stundenlang, bis an den frühen Morgen. Atemlos saßen wir da, unterbrachen ihn mit keinem Laute unb schwelgten im Zuhören Es hätte niemanb gewagt, ihm ein Kompliment oder eine Schmeichelei zu sagen. Der Arme, der es gewagt hätte, den Flügelgott zu unterbrechen, wäre mit einem seiner Zornesblitze niedergeschmettert worden. Er spielte unb phantasierte über das, was Wagner eben der Welt offenbart hatte: et webte eigene glänzende Passagen hinein, er umschrieb Sckubertsche Lieder und brach nur hier und da einen Moment ab, wenn ihm ein Uebergang unmöglich dünken mußte." aller Meister war. In München hatte Moscheles gerade ein Konzert gegeben, bei dem der Hof amoesend war. Danach ipielte Lifzt, und nach dem Konzert sprach der König mit dem jungen Künstler und fragte ihn: „Du Kleiner, hu hast dich getraut, nach Moscheles aufzutreten?" Ter junge Lijzt aber hatte stcy getraut! Am 31. März 1837, als Liszt bereits der graue, reife Künstler wat, spielte er in einem Wohltätigkeitskonzert in Paris zusammen mit Thalberg, unb damals sprach die 'Nirstin Belgiejoso das treffende Wort, das bas Klavierjpiel bkider Künstler miteinander vergleicht „Thalberg ist der erste ÄlavierjVieler der Welt. Und Liszt? — Liszt! Silit! ist der einzige! >sn ter Technik seines Spiels wagte Silit denn auch die unerhorteiten Tinge. Was Back, was Elementi, ivas andere Theoretiker des Klavierspiels gesagt hatten, war für ihn nicht gültig: er ging ganz neue Wege: er hielt die Haiid anders als vorgeichricben war, unb setzte bie Finger, wie es ihm gerade recht war; er wagte Sprünge und Zerlegungen, bie man Tur unmoglia) gehalten hätte und machte sich nach bet Schilderung Bies einen Fingersatz zurecht, der kein anderes Prinzip bat, als das des rücküchtslofen Opportumsmus. Stalen, mit einem ,nutzer gehauen, Triller mit abwechselnden Fingern ge,vielt, Menger Parallelismus in den Passagen, die in Oktaven zer'allen. lchwerer Fingersatz, um Stellen herauszuholen, die jonn zu leicht gleiten — überall statt der akademischen Regel ein Zugrei.en nach der Wirkung des Augenblicks, ein Gestalten nach den Zmvulien des Ausdrucks, — so wirkte Liszt wahre Wunder, die ihm lein zweiter nachmachen konnte. Besonders in seinen eigenen Kompositionen machten sich stir andere Klaviervirtuosen die Schwierigkeiten als beinahe unüberwindlich bemerkbar, unb einer seiner glanzenbsten Kompojitwnen, der H-moll Sonate, bie Schumann genribmet ist, legte Bulow deswegen bet Tonfolge es d es, des d des den boshaften -t-ext unter: „Ihr könnt alle nichts." Was anderen unutersteigbares xiiiibcrnis war. war für Liszt reines Kauder,piel. bie Technik war A ihn das, was dem Gelehrten das Abc bedeutet, und io war das Klavier für ihn nach seinen eigenen Worten das, „roa5 dem Seemann seine Fregatte, dem Araber «ein Pjerd — mehr noch, es war bis jetzt ,dies Selbstbekenntnis stammt aus tem Jahre 1837) mein Ich, meine Sprache, man Leben s. s öcuw auf Grund diese» Gesetzes -u geben. Die Grenze von 5000 Mk. hält die Mebrbeit meiner Freunde für richtig. Tie darüber hinauSaehende Forderung des H a u p t a u » f ch u s s e s — dem man hier doch für feine Mitarbeit an den eigenen Jntercffen der von ihm vertretenen Kreise nicht so große Lobeserhebun- p t n zollen sollte, auch nicht am Schluß einer Legislaturperiode (Heiterkeit) — ist unberechtigt. Wohin soll e» führen, trenn au.b die Herren .(treib unb Mommsen der Versicterung unterstellt würden! Gewiß ist c5 nicht entwürdigend, aber man soll nicht bie Leute bevormunden, die für sich selbst sorgen können. CS ist um so weniger angebracht, als dieses Gesetz ausgezeichnete Veftimmun. pen über die freiwillige Versicherung hat. MerkN'ürdig ist, daß man bei diesem Gesetz die in der ReichSversicherungSordnung mit guten Gründen fallen gelassene Rückerstattung der Beitrage an weibliche Versicherte wieder einführt. Schwierigkeit wird in vielen Fällen die M'grenzung machen, ob jemand Monteur, Werkmeister oder Vorarbeiter ist ufw. ES kommen da zwei ganz verscknedcne Instanzen in Betracht-, man sollte die Bestimmung un Cie setz treffen, daß die OberversichcrungS- ämter an die Entscheibnngen deS Re>chsverficherungSamtS ge- bunben find. Bedauerlich ist der Ausschluß der Frauen von der Rechtsprechung; sie werden doch in die ärztlichen Ehrengersthle usw. zugelaffen. Ter Reichstag Hal, wenn ba.< Gesetz in Kraff getreten ist, gar nichts mehr zu sagen. Er ist z. B. vollständig ausgeschloffen von der Nachvrinung der Beiträge und Leistungen. Sollte es nicht auch vom RegierungSstandpunkte zweckmäßig sein, ihn dabei zu beteiligen? Wo man alle die ehrenamtlichen Pensionen — auch hier wieder 20 000 — hernehmen soll, wird allmählich fraglich-, es wird damit doch etwas zu versckiwenderisch umgegangen. Wie einfach unb leicht, mit wie wenig Personal nnrb das in England gemachtl Der Redner erörtert zum Schluß kurz die Frage der Ersatzkaffen und erklärt, daß seine Freunde nach Kräften mitarbeiten werden, bal Gesetz möglich st rasch zu verabschieden. ,(Beifall.), Gewiß, die Prioatbeamteiwersicherung hat auch Gegner. Tie Stimmung f ü r diese Versicherung ist nun am Abschlüsse zcbn' jähriger Sorarbeiteit nicht mehr so einheitlich wie früher. Be. drohte Iuiereffenten regen sich aller Orten. Sie haben da) Recht, ihre Interessen zu vertreten. Sie haben aber nicht das Recht, die Dinge pefsimistischcr zu malen als sie sind unb einseitig, alle Leistungen herabzusetzeu. Bei anderen — bei den Aerzten und Diplomingenieuren — bäumt s i ch das >standesgefuhl auf. Sie wehren sich gegen den Zwang ganz mit Unrecht. Dann werden wir uns zu entscheiden haben über das A n - ------------ — ~ .. .gebot der Lebensversicherungen, die eventuell diese i-orberungen Maß halten; um so mehr werden wir uns bemühen, ^ern^erunfl scjHst übernehmen ober sie auf neuer Grundlage auf- einen Vorschlägen volle Würdigung entgegenzubringen.^ Was ^guen wollen. Diese Vorschläge — jetzt vor ToreS'chluß — ie Ersatzkassen anlangt, so wird in der 5don'mission zu f^^en viel zu spät. Tie Lebensversicherungen haben Zeil genug prüfen fein, wie weil auch neu zu gründende Kassen zuzulaffen g^rät, sie haben sie versäumt. Dir sind im übrigen durchaus sind. An bic Beitragsgrenze von 8 Proz. werden wir uns halten immcr für- staatliche Organisationen. Wir überweisen gern müssen; 4 Pro^. des Gehalts bedeutet für den Angestellten eine nichtige Aufgaben auch privaten Betrieben, die oft bester und erhebliche Belastung, und damit wird man auSkommen müssen, billiger arbeiten. Doch fetzt haben wir uns noch mit der Vorlage ES gibt doch auch zahlreiche Angestellte, bie lediglich mit unter- unb ^ren statistischen Grundlagen zu befassen. ES ist vollkommen Seorbneten Bureauarbeiten beschäftigt find und im Werte ihrer unri^tig daß die en Klassenkampf predigt Der Anschluß an die Jnvalidenversiche- ongezeigt. O' Sünftes Blatt 161. Zahrgang Gies r Anzeiger rpflüge»itBof'"grB"d''p „I lind Wendepf * >»■■*** n„d c-, lalia" , t90d^k,n hd Giess®" f*a ’ >rk>n" An*aof’ .a0 bei® A cbten ^^-bausschuhe inb ^ederwhle ^Sltnetto "«r-ÄMsichuh, unb Ledcrsohle nett» iunb -ederfohie MS netto uirt-Tabletten* ises A1L j?k. 2.50. sS »■Ferment UT-S^S-iil glaube aber fast, daß auch hier bie Grunblagen bcs Entwurfs gorm ^un sind uns Vorschläge von Verbänben gemacht worben, tn der Hauptsache sich als stichhaltig erweisen werben. Wir ^lche Einrichtungen haben, wie z. B. von der M ü n ch e- werden mit dem größten Eifer Mitarbeiten, daß der Entwurf Pensionsanstalt für Journalisten unb Schriftsteller, noch in dieser Session verabschiedet wird. .(Deifall.), wird uns niemanb verdenken, wenn wir diese Vorschläge bc- sonders scharf und mit einem gewissen Soup<;on betrachten. Bei Abg. Schmidt-Berlin (Soz.). t)er Zulaffung von Ersatzkaffen wird man vorsichtig fern muften. Bei der Bedeutung der Vorlage können wir auf eine ein-1 a^cc mnn wird sie nicht verweigern können. Sie bleiben als gehende Beratung nicht verzichten. Denn es gibt doch auch Gegner j^nkurrenz neben der staatlichen Organisation und geben uns Gc- der Vorlage, weil sie nicht weit genug geht. Vielfach fürchtet man, Icflen$cjf bie Kosten unb Leistungen zu vergleichen. daß sie nur Enttäuschung unb Verbitterung Hervorrufen wirb. u zgir wünschen bie Vorlage möglichst rasch zu erledigen. W,r Wir wünschen, baß au8 ber Vorlage etwas wirb, unb baß sie t)Qn?en bcm H), Gandenbergersche Maschinen- fabrik Georg Goebel, Darmstadt (G. P.). Außer Wettbewerb (Mitglieder des Preisgerichts) haben ausgestellt: Mayer & Schmidt (Offenbach). Landkreis Gießen. — Lang-Göns, 20. Okt. Aus der Schweinezüchterei des Anton Konr. Stoll hier wurde ein drei Jahre altes Schwein mit einem Gewicht von 588 Pfund im Schlachthaus zu Gießen geschlachtet. -m. Hung/n, 21. Okt. Die Unsitte des zu frühen Aus steigens aus dem noch in der Fahrt befindlichen Zuge mußte gestern abend ein auswärtiger Arbeiter schwer büßen. Ms der Zug in die Station einfuhr, öffnete er die Waggontür und sprang ab. Dabei kam er aber z u F a l l und zog sich im Gesicht erhebliche Verletzungen zu, so daß er vom Stationspersonal verbunden und zum Arzt gebracht werden mußte. Kreis Lauterbach. ~ Lauterb ach, 20. Okt. Am 1. November tritt für die Stadt und den Kreis Lauterbach eine Aenderung mit gleichzeitiger Beschränkung der Sonntagsruhe im Handelsgewerbe in Kraft. DHt Rücksicht auf das Eintreffen und den Abgang der Bogelsbergzüge hat der hiesige Handelsverein einen entsprechenden Antrag gestellt und das Großh. Kreisamt hat auf Vorschlag des Vereins die Verkaufszeiten an Sonn- und Festtagen von 8 bis 9 Uhr vormittags unb 12 bis 3 Uhr nachmittags festgesetzt. An den beiden letzten Sonntagen vor Weihnachten wird die Verkaufszeit von 12 bis 7 Uhr nachmittags ausgedehnt. Seither waren die Verkaufszeiten von 7 biA 9 Uyr vormittags und 1 bis 4 Uhr nachmittags festgesetzt. — Der 25jährige Sohn Jakob des Dachdeckermeisrers Christian Zügler hier stürzte bei Ausbesserungsarbeiten des Kirch end ach es zu Uetzhausen von 14 Nieter Höhe ab. Er erlitt schwere Verletzungen, so daß seine Aufnahme in das Krankenhaus erforderlich wurde. Starkenburg und Rheinhessen. m. O f f e n b a.ch, 21. Okt. Die Lohnbewegung in den hiesigen Metallwarenfabriken hat einen friedlichen Ausgang genommen, nachdem die Zugeständnisse der Arbeitgeber in einer gestern abend im Saalbau abgehaltenen Metallarbeiterversammlung, die von über 2000 Personen besucht war, angenommen worden sind. Es handelt sich um den Abschluß eines Abkommens zwischen den Organisationen. Danach bleibt die Arbeitszeit auf 54 Stunden in der Woche bestehen. Alle über 20 Jahre alten Arbeiter, die einen Stundenlohn von 59 Psg. nicht haben, erhalten eine Zulage von 2 Psg. Die Aufbesserungen, die seit dem 1. Juli erfolgt sind, werden mitgerechnet. Bezüglich der Akkordarbeiter übernehmen die Arbeitgeber die Verpflichtung, daß diese den durchschnittlichen Lohn verdienen. Der Stundenlohn der Akkordarbeiter wird mit 9/10 des durchschnittlichen Akkordverdienstes veranschlagt. Als Grundlage dienen die Wochenlöbne der letzten sechs Wochen. Außerdem wurden den Arbeitern noch einige Zugeständnisse bezüglich der Verbesserung der Fabrikräume in Aussicht gestellt. d. Mainz, 20. Okt. Im Hinterbause Leichhofstraße 14 wohnt die Familie des Taglöhners Martin M a t te s. Der Mann arbeitet in einer Favrik in Raunheim und fährt jeden Abend nach Hause, während die Frau uachmittags Zeitungen austrägt. Die Familie besitzt vier Kinder (darunter ein ihnen anvertrautes fremdes Kind) im Alter von 6 Monaten, 2 Jahren, 5 und 8 Jahren. Heute nachmittag um 21/2 Uhr bemerkte eine Frau Paukes, die im gegenüberliegenden Hause wohnt, daß in der im zweiten Stock liegenden Küche der Mattes deren fünfjähriges Mädchen Hedwig in hellen Flammen stand und in der Wohnung yerumlief. Sofort benachrichtigte die Fran den Hausbesitzer Metzger- meister Reichert, der mit dem Glasergehilfen Schilling in das Hinterhaus lies und dort die verschlossene Wohnungstür einschlug. In der Schlafstube bot sich ihnen ein schrecklicher Anblick. Die fünfjährige Hedwig glich einer Flammen- säule und jammerte schrecklich. Tie beiden Männer warfen das brennende Kind in das Bett und hüllten es ein.. Sie trugen das Kind dann mit dem Bett in den Hof, woselbst der Schutzmann Batz versuchte, die fest am Körper des Kindes angebrannten Kleider abzureißen, wobei sich der Beamte die Finger verbrannte. Das Kind wurde in das Rochushospital gebracht. Das Kind scheint mit brennenden Streichhölzern gespielt zu haben, wobei Zeitungspapier in Brand geriet. Um 7 Uhr starb das Kind. Der neue Veckerprozetz. 4. Stettin, 20. Okt. 1 IV. Unter ungeheurem Andrange des Publikums wurde heute der Prozeß gegen den Rittergutsbesitzer Becker zir Ende geführt. Der Vertreter des Nebenklägers v. Maltzahn, Rechtsanwalt W a l d 0 w, beantragte eine erhebliche Freiheitsstrafe. — Ter Verteidiger des Angeklagten, Rechtsanwalt Dr. P e r n d t, betonte, daß es sich hier entgegen der Ansicht des Staatsanwalts um einen politischen Prozeß handele, denn niemand werde den Angeklagten für etwas anderes ansehen, als einen politischen Kämpfer. Becker habe nicht den Kläger v. Maltzahn persönlich angegriffen, sondern nur das System. Es sei natürlich, daß Becker mit seinen Standesgeiwssen nicht harmonieren konnte, denn diese sehen den Staat nur als eine Einrichtung zu ihrer und ihrer Nachkommen Alimentierung an. Der Angeklagte ging von dem Grundsatz aus, daß er auch als Gutsvorsteher das Recht der freien Meinungsäußerung haben müsse, die ihm nach der preußischen Verfassung gewährleistet sei. Sein zweiter Grundsatz sei das unbedingte Gerechtigkeitsgefühl gewesen. Daß die Verwaltungsrichter nicht gesetzlich vorgingen, sei aus den Zeugenaussagen von Rackow und Hecht hervorgegangen. Der Angeklagte konnte annehmen, daß er aus dem fteisinnigen Lager in das konservative sollte hinübergezogen werden. Solche Fälle sind, wie die Angelegenheit des Bergrats Gotheins beweist, schon ftüher vorgeiommen. Der Angeklagte habe Gruiidgehabt, den Behörden gegenüber mißtrauisch #u fein. Der Verteidiger meinte, die Bestellung Eberls zum Gutsvorsteher sei eine grobe Taktlosigkeit des Landrats g eines en, und beantragte Freisprechung des Angeklagten. Becker führte in seinem Schlußwort aus, daß aus dem Dis- ziplinarurteil klar hervorgehe, daß der einzige Grund, aus dem er diszipliniert werden konnte, das öffentliche Interesse gewesen sei und fragte, wo das öffentliche Interesse im Falle Osteroth geblieben sei. Er habe nichts zurückgenommen, soweit die Steinschlägerangelegenheit in Betracht komme. In seiner Auffassung >ei er durch die Verfügung des Regierungspräsidenten bestärkt worden. Tie Ideen, in die er sich „verrannt" haben solle, seien das Programm dec fortschrittlichen Volkspartei. Wenn er sich verfehlt habe, werde er die Folgen tragen, seine Ideen werde er, aber weiter verfechten. Gegen Abend wurde das Urteil gefällt, wonach Becker wegen Beleidigung in drei Fällen zu einer Gesamtstrafe von drei Monaten Gefängnis und Tragung der Kosten verurtellt wird. In zwei Fällen wurde der Angeklagte freigesprochen, da ihm hier der Schutz des § 193 zugebilligt wurde. In der Urteilsbegründung wurde dem Angeklagten in dem Falle Häwert der Schutz des Paragraphen 193 versagt, ebenso in dem Falle der Verwaltungsklage, wo er die Richter als bestochen und den NebenUäger, Landrat Maltzahn, als politisck)en Agenten agrarischen Demagogentnms bezeichnete. Sonst wurde ihm der Schutz des Paragraphen 193 zugebilligt. .Als ftraf- erfchwerend wurde angesehen, daß die Beleidigungen nicht etwa in der Hitze des Wahlkampfes gefallen sind, sondern wohlüberlegt waren und nach acht Jahren erhoben wurden. Andererseits wurde dem Angeklagten zugutegehalten, daß er aus Erregung heraus gehandelt habe, seine politische Richtung häufig Anlaß gegen die ihn ergriffenen Maßnahmen gewesen und auch, daß er leicht erregbarer Matur fei und die politischen Kämpfe ihn .-r- bitterten. > JE Vermischtes. * Ueber den Verlauf der Fahrt des Suftn schiffes „Schwaben" gab der Führer Dr. Eckener folgende Schilderung: Bei der Abfahrt in Düsseldorf herrschte starker Nebel, daß man die Hand vor den Augen nicht sehen konnte; der Wind war ziemlich mäßig. Wir hielten uns anfangs an die Bahnlinie, die fast direkt nach Münster führt. Inzwischen wurde es hell und unter uns lag in heller Sonne der Teutoburger Wald. Da es ziemlich kalt war, hatten wir nur geringen Gasverlust und zogen in gleichmäßiger Höhe dahin. Je weiter wir nordwärts kamen, umso heftiger wurde der Wind, der stellenweise bis zu 5 Meter in der Sekunde anschwoll. Wir hatten überhaupt auf der ganzen Fahrt Gegenwind; die Leistung des Schiffes war deshalb nm so anerkennenswerter. Bei Bremen bekamen wir eine starke Seebrise. Besonders interessant war die Fahrt über Hamburg, wo wir ein wunderbares Panorama genossen und die Menschen auf den Dächern und in den Straßen, die nnauf- hör^ch riefen unb winkten, deutlich erkannten. Die Fahrt von Hamburg bis Johannisthal ging glatt von statten. Wir hatteii auf der Fahrt stündlich etwa 125 Kilogramm Betriebsstoff verbraucht, also einen Verlust von rund 1400 Kilogramm gehabt. Der Ballon zeigte infolgedessen einen ungeheuren Austrieb und schoß jedes Mal, wenn wir landen wollten, wie eine Rakete empor. Mir sahen uns schließlich genötigt, Gas zu opfern und verloren etwa 600 Kubikmeter. — UeberdieDauerfahrtdes Militär- Luftschiffes „L. Z. 9" werden folgende Einzelheiten gemeldet: Tas Lustfchiff geriet zwischen Koblenz und Metz in dichten Nebel. Die Gefahr war nahe, daß es an die französische Grenze kam. Jnsolgedessen wurde der Kurs geändert und der Plan, Metz zu erreichen, aufgegeben. Zwischen 9 und 10 Uhr vormittags wurde das Ziel, die Baden-Badener Lustschiffhalle vom Luftschiff gelichtet. Der Kreuzer manövrierte in der Umgebung der Halle lo lange, bis die vorgeschriebene Fahrtdauer von 20 Stunden erreicht war; dann ging er nieder und landete vor der Halle. Die Abnahme durch die Militärbehörde ist noch gestern erfolgt. 0- aj_c,n t- 'AKr lesen int „Neuen Wiener Tageblatt : Takt ober Talent — welchem von beiden gebührt der Vorrang? Takt oder Talent im Geschäftsleben, — das ist die Frage Die Engländer hohen sich für den Takt entschieden und mit ihnen ihr Landsmann Mr. Taun, der über das Thema „(Srtolg un Geschaftsleben" in der Londoner „Memorial Hall" eine Reihe von „taktvollen" Bemerkungen zum Besten gibt. Mr. £aun fagt an einer stelle: „Talent ist nicht zu unterschätzen, Talent ift etwas — Takt ist alles. Takt ist kein sechster Sinn, aber er ist das Leben aller fünf Sinne." Und er prägt folgende Aphorismen: „Talent bedeutet Macht. Takt fertiges Können, Wisien, Gewandtheit/ — „Talent weiß, was zu machen ist, Takt, wie es zu machen ift." — „Ter Talentierte verdient Re- spett, der Taktvolle wird respektiert." — „Tatent ist ein Schatz, Takt bares Geld. Mr. Tann hat zehn Gebote aufgestellt, „ ^m Geschäftsmann den Erfolg sichern müssen. Also vor Takt muß er haben, dann'muß dem guten Geschäftsmann Gründlichkeit, Charakter, Methode, Genauigkeit, Pünktlichkeit, Regelmäßigkeit zu eigen sein, er muß mäßig und besonnen, vor a em aber em harter Arbeiter sein. „Welcher Geschäftsmann, fahrt Herr Taun fort, „könnte sich rühmen, alle diese Tugenden in seiner Person zu bereinigen? Dies verlangt sie aber von ihren Untergebenen, ohne ihnen mit gutem Beispiel voranzugehen!" Sarabie« für Sträflinge scheint das Clinton-Graf)chasts-Gefängnis in Dannernara zu sein. Wie aus Neuyork berichtet wird, erhalten die Inf assen dieser eigenartigen Strafanstalt alles was ihr Herz begehrt. Nicht nur Luxusgegenstande und Delikatessen werden den Sträflingen ohne Bedenken ausgefolgt, sie erhalten auch, was sie aufs innigste wünschen, Waffen und Gegenstände, die ihnen zum Turchbrennen behilflich sein können. Tie Auf- nur für dringende Fälle sicher anzutreffen: D •’/, Dr. Piech, Asterweg 34. — Dr. Stuhl, Süd-Anlage 7. 19. Bullen Meteorologische Beobachtungen der Station Sieben. pro Wetter 86—83 50 87 tri 50—52 b • I -48,3 44-47 73—78 45 75 19. höchste Temperatur an« 76-84 80 46 73-76 39 74 40-00 80-00 40 80 52-53 67—68 52 67 67—68 52 67 52 67 53 D’V.» Hannover. hat der hv*/, Fahrt des Lust- er Dr. Eckener p : Kuhl. 6487 Settersweg 83 6502 Total-Ausverkauf 6489 der wir Walter. 6491) 6496 Bedarf sehr billig zu decken. 6488 C. F. Schwarz Söhne idl Carl Schwarz Stahl. Giessen Ecke Weitergabe Ecke Martt Eier 6480 seich frische Liedeier Gebrüder Bcrdur Telephon 231. 6499 .Pfeil drei eck- Seifen 67 59 46 51 Schale Preis 100 l>fj. 10,0 10,3 6,7 6 5 10 103-105 90-95 76-87 68-71 83 88 Q i slill still •8 & S still slill 158 12,7 6.2 75 95 94 10 Stück 50 Stück 100 Stück 10 Stück 50 Stück 100 Stück er. er 35 30 '49,6 Sonnenschein Bew. Himmel Nebel 65—70 55—64 66 anSver- 82—85 87—90 104 92 81 69 Verkauf«- Mellen durch dienen Plakat kenntlich. AnMen, Pülktüts, lllfttre, tSajrs, $o;tntr Mäntel, Zsnni, Hosen usw.snr Herren, ZüiiMt n. Knoden, soioie sä»tliche = Berufs- und Arbeitskleidung und Unterkleider = desgleichen unser Stofflager bestehend aus BuckstinS, Kammgarn usw. zu Anzügen, Paletots, Hosen, Talaren usw. zu enorm billigen Preisen abgeben, um raschmöglichst das ganze Lager zu räumen. ES ist dies eine selten wiederkehrende Gelegenheit, seinen Tage lang zur Einsicht der Interessenten offen. Burkhardsfelden, am 20. Oktober 1911. Großherzogliche Bürgermeisterei Hoffmann. Kirchliche Nachrichten der evangelischen Gemeinde Büdingen. Sonntag nach Trinität»«, den 2 2. Oktober: E r n t e d a n k f e st. ichtsbehörden haben gerade noch rechtzeitig einen unterirdischen Gang entdeckt, der eine ziemliche Lange aufmies und allen Gefangenen zur Flucht verhelfen sollte. Bon der Wascherei aus war der Tunnel gebohrt worden. Der Haupträdelsführer war während des ganzen Tages in der Wäscherei beschäftigt und hatte mit mathematischer Genauig- reit, Breite, Tiefe und Länge des Tunnels berechnet. Frey in Lang-Göns: Tie Firma ist erloschen. Gießen, den 14. Oktober 1911. Großherzoglichcs Amtsgericht. grauerfeier halber bleibt mein Geschäft morgen Sonntag geschloffen. Fr. Levermann Einsicht der Beteiligten offen. Keffelbach, den 20. Oktober 1911. GroßH. Bürgermeisterei Keffelbach. Schwalb. >500 Stück aus den Markt getrieben. Tie Preise stellten sich für Ferkel io narb Alter und Cunh:6t nui 20—6u Mk. da« Paar, starke Läufer »mb Einteaeschweme entsprechend höher. In Schweinen sand ein flotter Umsatz statt. « ch a Weidemastschafe 6 d) iv e i it e. Tollfleischige Schweine b»S zu 2 Zentner Lebendgewicht........ Lollfleischige Schweine über 2 Zentner GroßH. Bürgermeisterei Ruttershausen. Klinket. [B’Vio SchladstiverleZ l,öd)slens 6 Jahre alt 49—51 Junge, fietfdiige, nicht auSgemäslele und ältere au-gemästets 44—48 stillste skhioere Baiern (nur zum Aufschlagen) (V o 11 ii S m n r f l wie alljährlich hier statlgefnnden. Er war vom fdiönftcn Herbstwetter begünstigt und wie früher halten flch gewaltige Menschenmassen aus der näheren und ferneren Umgebung dazu eingeinuden. Da die Maul- und Klauenseuche in der Umgegend erloschen war, durste zum ersten Riale seil länger als einem Jahre wieder Viehmarkt slatlfinden. Rindvieh war trotz der Futterknappheit nur ivenig auf dein Markt. Tie Preise für Rindvieh sind noch hoch. Schweine, hauptsächlich Ferkel, waren etwa 76 Pfg. 3.70 Mk. 7.30 Mk. 84 Pfg. 4.10 Mk. 8.— Mk. 0), Kälber 91, und Schweine Durch- Idmittsprei; pro 100 Bfintb Ucecnt- stzl, Stet y. 20 20 21 Bekanntmachung, Der auf den 24. und 25. ds. MtS. anberaumte Pferde- und Viehmarkt wird nicht abgehalten, dagegen findet die Verlosung statt. Friedberg, den 20. Oktober 1911. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Ueberstaud: Rinder Uebersrand, Kälber nnb Schafe kauft, Schweine geräumt. < Grünberg, 20. Cft. Gestenr und vorgestern 62 55 49 42 Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Dorf-Gill für 1912 Nj. liegt vom 24. Oktober 1911 einschl. ab acht Tage lang auf unserem Bureau zu jedermanns Einsicht offen. Dorf-Gill, 20. Oktober 1911. GroßH. Bürgermeisterei Dorf-Gill. Ungejochte.......... Bnll en. Dollfleischige, ausgewachsen^ höchsten SchlachtiverteS Bekanntmachung. In das Handelsregister Abt. A. wurde eingetragen 1. die Firma: R. Sternberg zu Gießen; Inhaber der Firma smd Fabrikant Salomon Sternberg und der Kaufmann Moritz Sternberg zu Gießen. Die offene Handelsgesellschaft hat am 1. April 1911 begonnen. 2. bezüglich der Firma Wilhelm Bekanntmachung Der Voranschlag der Gemeinde Daubringen für das Jahr 1912 Rj. liegt vom 23. ds. MtS. ab acht Tage lang zur Einsicht auf hiesiger Bürgermeisterei offen. Daubringen, am 20. Oktober 1911. Großh. Bürgermeisterei Daubringen 5 z es Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Kesselbach für 1912 Rj. liegt vom 25. d. MtS. ab 8 Tage auf unserem Bureau zur Zufcklagsftist 3 Podien. Wetzlar, den 21. Oktober 1911. Der baulcitenbe Architekt: Hermann Mülies X.'ebenbgeivid)t 52 -53 Vollfleijchige Schweine über 2'/, Zentner Lebendgewicht 50-51'/, 64-65 Fleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht .......... 52'/,-53'/, 66-67 Färse n. Kühe. Dollfleischlqe auSgemästete Färsen höchst. Schlachtioertes 44—43 Pollsteflchlge auSgemäslele Kühe höchst. Sd)lachtwertes bis zu l Jahren . . 39—41 Altere auSgemästete Kühe und ivenig gut enliuideUe inirgere Kühe und Färsen 33—37 Mäßig genährte Kühe und Färsen . . 29—32 K ä l tr er. Feinste Mastkälber 61—63 Muttere Mau- und beste Saugkälber. 54—57 Geringere Aiast- und gute Saugkälber 46—52 Geringere Satigkalber 40—44 Bekanntmachung Der Voranschlag der Gemeinde Burkhardsfelden für das Rechnungsjahr 1912 liegt vom 24. Oktober 1911 ab acht Arbeitsvergelmng. Die Gemeinde Heuchelheim vergibt zuin Ausbau einer Straße folgende Arbeiten und Lieferungen: Pflasterarbeiten, einschl. Lieferung der Materialien veranschlagt Mk. 1040.— ChaussierimgSarbeiten, einschl. Liefer»,ng der Materialien veranschlagt Mk. 1520.— Achsen. Loli fleischige, auSaeu,ästete, höchsten wegen gänzlicher Geschäfts-Aufgabe Infolge hohen Alters und plötzlicher Erkrankung wollen unser gesamtes Lager bestehend auS yiiebriglte , .19 bliederschlaq: — 0,0 mm. Vormittags 10 Uhr: Pfarrer Wobei. (Ali,Wirkung deS Kirchenchors). Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Becker. T»e AnttSwoche hat Pfarrer Godel. Katholische Gottesdienstordnung. Sonntag, den 22. Oktober 1911: Nidda: 8>4 Uhr. Büdingen: 10 Uhr. WllbtM PfcrdeverfilhtrllllisSliereitl. Die noch rückftändlgen Beiträge, welche bis -um 10. No vember l. I. nicht bezahlt find, werden ohne weitere Aufforderung durch Nachnahme von den Restanten erhoben. Grünberg, am 20. Okt. 191L Heinrich Zimmer II., Rechner. Zahltage jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag vor- mittag. (D*‘/»o W Nicht übersehen! "öl Janre UnU ertadt. koeteaL Msahrlkhen Proepekt ta Hl. LindwIrttchifU. LahriMlill u. LettraolkerN BresMdiwele, ~M*Uaenrec 158. Grtwll, ««Ue< AwbÜi Becbnnicwfnkr. n. Molkere.beeinLKoetnnL SteUesremittlfc Auftriebe Rinder 64 (Ochsen 11, Kühe 54, Schafe 26, Ed)weine 258. Tendenz: Rmder schleppend, Kälber, lebhaft. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Ruttershausen für 1912 Rj. llegt vom 25. ds. MtS. an acht Tage lang auf der unterzeichneten Bürgermeisterei offen. Ruttershausen, den 19. Oktober 1911. L'eäcnb» s »iah:- prvidjt tcn-btSoon-Ji! Arbeitsvergebung. Die Arbeiten für die Erbauung einer Waflerleuung für das Gräflich Solms - Laubach sche Hofam Obernseenerhof bei Schotten, und zwar: Erdarbetten. Maurerarbeiten, JnftallarionSarbeiten und Eifentieferung, sollen vergeben werden. Voranschlag und Bedingungen liegen von Montag, den 23. ds. MtS. bis Samstag, den 28. ds. Mts., vormittags 10 Uhr, während der Dienftstunden beider unterzeichneten Stelle zur Emfichl offen. Offerten werden bis Samsiag, den 28. ds. Mts., oorminags 11 Uhr, portofrei und mit entsprechender Auifchriit versehen, erbeten. Zufchlagsfrist eine Woche. Laubach, den 20. Oktober 1911. D’*/io Gräflich SolmS-Laubach fche Rentkammer. Sirn bau m.■ Die nach- A n »md am Noeatag. den 22. Okt.* utehendeB ÜVlZilC von 12 Uhr mittag» Uia Ii Lhr u»cku IMc Gebote der Heizung. 1. Spare am Brennftost, nicht am Ofen! DaS heißt: wähle nicht das billigste, sondern das beste Osenspftem. 2. Heize ständig und mild, so daß Tag und Rächt gleichmäßige Wärme erhalten wird. 3. Lasse Deinen Oien nicht ausgehen, Du ersparst Geld und Zeit für das tägliche Anmachen und die Wiedererwärmung der auSgekühlten Räume. 4. Heize die Raume, nicht die Schornsteine! DaS beifu: wähle den Ofen so groß, daß er, auf schwachen Brand gestellt, die Räume genügend erwärmt. 5. Bediene Deinen Ofen regelmäßig, und er wird Dich am wenigsten beanspruchen, (k Lasse den Ofen für die Gesundheit, d. h. für ständige Lüftung sorgen. Heize also Deine Wohnräume nur mit guten, nicht zu kleinen Oefen, die durch starke, feuerfeite Steinwände 'PatentPhänrrsteinei eine milde Wärmeabgabe haben, leicht regulierbar sind lind ständig die verbrauchte Zimmerluft durch den Schornstein abfaugen «Germania Bentilations-Rcgu- lierunni, hermetisch schließende, ausgeschliffene Türen haben, so daß die Oefen langsam und dauernd brennen ^Dauerbrandöfen» Patent Germanen) und dadurch wenig Brennmaterial und wenig Bedienung brauchen. Die ausschließliche Berwendung von Anthrazitkohle darf nicht Bedingung sein. Man fordere die kostenfreie Original-BerkaufSliste Ausgabe 1911 Nr. 0113 von jeder besseren Ofenhandlung, wo nicht erhältlich vom »Fabrikanten Germania Ofen- und Herd-Fabrik Winter & Co., Für den Neubau der König!- Unteroffizier-Schule in Wetzlar mlo len die Arbeiten und Lieferungen für die Geländeregelung und bi.e Herstellung einer provisorischen Zufahrtstraße in öffentlicher S-rrdingung in einem Lose vergeben werden. Zeichnungen, Maffew dsrechnungen und Verdingungsunterlagen liegen werktags von I 8—12 . Uhr vormittags in den Geschäftsräumen deS Unterzeichneten ujt Cinndunabme aus. Verdingungsanfchlägc werden gegen Er- iteettunfl der Selbstkosten von 2.— Mk. abgegeben. Vernegelte und nuu emsprechender Aufschrift versehene Angebote sind bis zum öi7öffnung-.lermin Samstag, bcii 28. Oktober, vormittags El lU>r, an den Unterzeichneten einzureichen. dis 20. Oktober -- 4- 16,5 ’Q , 20. , - -f- 4,0 *0. Börsen-Wochcri bericht. = Frankfurt a. M., 20. Okt. Die Börse beobachtet seit einigen Tagen wieder große Zu- rückhaltung Nachdem in der vergangenen Woche Deckungen und Rückkäufe den Preisstand etwas gehoben hatten, haben die unsicheren Verhältnisse in der Politik und am Geldmarkt ,u nachträglichen Abwicklungen Anlaß gegeben und die Shirfe auf bett meisten Gebieten wieder zurück gedrängt. $u den alten politischen Sorgen sind mit der Revolution in China n?ue ae- treten. Auch kühlt man sich durch das lange Hinziehen des türkisch- italienischen .«Konfliktes wieder bedrückt, da hierdurch die Möglichkeit unvorhergesehener Zwischenfälle gesteigert wird und auch die Marokko-Ätiäre erweckte Unbehagen. DaS andere ungünstige .'komenl, das die Börse stärker berührte, war die am offenen lSeldmarkt sich empsindlich bemerkbar gemachte Versteifung öerZinssätze. Man war sich zunächst nicht recht klar bauern, auf welckie Ursachen diese Versteifung zurückru^ühren war Es liegt ober in dieser Ersch.inung kein besorgniserr'gender Moment, denn sie erklärt sich daraus, daß man nach Ueberwindung des Herbsttermins den Umfang der Rückflüsse überschätzt und b:e Geldsätze am offenen Markt auf einen Stand l^rabgesetzt hotte, der weder der Jahreszeit, noch den derzeitigen, durch die großen fiüdwLlungen an das Ausland hervorgerusenen besonderen Ter bältnissen entsprach Gegen die Mitte des Monats bin, bei ter die Za hlungsverpflichtungrn sich erfahrungsgemäß stark vermehren, hat sich nun geradezu eine Knapph it des Geldstandes fühlbar xentachl. Das ist nach Erledigung dieser Ansprüche wieder besser geworden, und die Geldsätze dürsten, wenn nicht besondere Er- eiginsse cinlrrtrn, bis zum Monatsschluß keine wesent iche Der- Lnderung mehr erfahren. Wenn somit auch direkte Geldbelorg- tiffe nicht mehr vorliegen, so beanspruchen die Geldverhältnisse doch weiter bic ernste Aufmerksamkeit; denn fraglos leiden sowohl der heimische wie der internationale Geldmarkt zurzeit wci er unter dem Einfluß der politischen Beunruhigung und so lange in dieser Hinsicht Feme Klärung erfolgt, erscheint es and) dringend ptboten, in den Geldansprüchen mögltchst Maß zu halten, wenn ridü zum Jalwesschluß ernste Sdnvierigkeiten einlreten sollen. iLie schon erwähnt, befleißigt sich di.' Börse angesichts der vielen Unklarheiten einer außerordentlichen Zurückhaltung. Zu einem tdersturzten Optimismus, nie er stellenweise schon wieder be- rtachtet werden konnte, liegt um so weniger Grund vor, als die ferneren Verluste, die dem Publikum in letzter Zeit zugesügt wordni sind, noch auf lange Zeit hinaus nachwirken müssen. Ten kaufen, die ans den zahlreichen Zusammenbrüchen der letzten Wochen viel Ulalcrial ausgenommen haben, kann es übrigens nur <» wünscht sein, wenn im Börsengeschäft eine gewisse Stetigkeit -blatz greift und der Gesundungsprozeß sich allmählich vollzieht, (ine gewisse Stütze betten die deutschen Märkte in letzter Zeit in der gebesserten Haltmtg Reuhorks und günstigen Bericki- lm aus dem Wirtschaftsleben. Die Erhöhung der Roh- eisenpreise vermochte allerdings eine stimulierende Wirkung nickt mehr auszuüben, da die nach der vollzogenen Einigung mit tvr Lurcmburger Gruppe erfolgte neue Preisfestsetzung eigentlich nur die Legalisierung einer längst bekannten Tatsache betautet. Eher verstimmte es, daß die im Gefolge der Roheisenpreise er- tNirtete Heraufsetzung der Halbzengpreisc seitens des Stahlwerks- r»rbandes vorläufig iwch unterblieb. Leitende Montanwerte Imtan durchsdmittlich 3—4 Prozent nnetar eingebüßt. Andere ' ndustriepapiere zeigten ebenfalls vonviegend schwächere .Haltung Auf 2^ankaktien drückten die neu erwachten polnischen Besorgnisse. Von Bahnen waren Amerikaner .gebes- scrl, Sdrantungbabn nach stärkerem Rückgang erholt. Auch Fabrikant: JKuet Jacobi, DarnaUdt. Schiffahrtswerte, die zunächst im Zufammenhan \ m-.t b n beunruhigenden Vorgängen in Dhaften angebolen waren, erfuhren auf die Einigung im nordattantisdnm Passagepoo! eine kräftige Erholung. Heimische und fremde Fonds lagen gedrückt. Prwatdiskonto 4'/t Prozent. Märkte. dlcint, 2L Okt. Tlarttb eritfit. Auf heutigem Wocken- marfte kostete: Butter pr. Pkd. 1,35—1.45 Hühnereier 1 St. 9—10 Pfg^ Käse pr. St. 6—8 Isg^ Käsematte pr. St. 5—6 Pfg. Tauben vr Pr. 0,80-1,00 9J1L, vubner pr. St. 1,00—1,60 Mk., Hahnen pr. Stück 0,80—1,80 Mk^ Enten pr. St. 1,80-2,20 Mk^ Gänse das Psd 68—70 Pfg, Ochsensleisch pr. Pfd. 82—90 Pfg, Rindfleisch pr. Pfund 84—86 Pfg^ Kuhfleisch 70 Psg^ Schweinefleisch pr. Pfund 70—90 Pfg^ Kalbfleijd, pr. Psd. 74—78 Pfg.^ Hammelfleisch pr. Pfd 60—80 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Kq. 7.00 bis 9.00 'l'if., Weißkraut das Stuck 15 bis 30 Psg^ Zwiebeln per Ztr. 10,00—12,00 Pik., Milch das Liter 22 Pfg. Aepiel per Ztr. 10 bi8 20 TIU Aüffe 100 Stück 50—00 Pfg., per Ztr. 0—00 Biriren das Pfund 10—20 Pfg., Zwelschen der Ztr. 14-15 Mk. Alarktzeit von 8—2 Uhr. r.6 Wiesbaden. Viebhof- Marktbericht vom 20. Okt. Voranschlag und Bedingungen liegen auf dem Bureau GroßH. Bürgermeisterei zu Heuchelheim zur Einsicht offen. Angebote sind schriftlich bis zum Freitag, den 27. Okt. 1911, nachm. 5 Uhr, bei der unterzeichneten Behörde abzugebcn. Heuchelheim, den 21. Oktober 1911. Großherzogliche Bürgermeisterei Heuchelheim. Kreiling. 6509 Bahnhofstraße 27 a«/l0 sührer Dr. , Düsseldorf herrschte flark Augen nicht sehen (onnii nelten uns an,angs an x führt. JnzM'chen M:- r Sonne der xeutiW en mir nur geringen >öhe dahin. Je w 3 der Wind, der stelü^' voll. Wir hatten öu> Leistung des 6* ter. Bei Bremen bekenn- interessant war die iW- Panorama Müen M n den Straßen, die unw! «Die MM »WW Uten, Sas zu Ar" desMtäl- Tauerfah ggneDd:- ende Ernzelhetten » (1 m f'^Äan, «-d 4 »eit und mjttags rourKl ib 10 Uhr ^Mschiss g | n der Umgeouu» Ährtdau« d-- salli :be ist W C lesen tnl ", gebul; welchem von in GeschastEst cntj^ ich für Taun, der g^otio( $aE Londoner „ gibt. ungen s'S$jr» «« "“"sei»«1 X is" ter in san f, 311!“1 I 6afttf » Ls K>!- ■ J,ib I .lid) ihj ; beiden Min ° fe[t reiben (. 'M ~~ 20. C6 ““ • GdidTRönlut ücht Hammel' EimichS^xe. ! (UL ?£r e“. ‘a aU Ihrn ls WotfÄ‘t flinj; I« «US bataS.” Z-SM gehabt, den iöchK Bertcibigec meinte, bie 'iv ^e.Me Taktlos^ |te §retiprechmg des An- rt aus, ba| aus dem Dis, r. einzige Grund, aus bem hS^'3n£te>,e SMsen t^eicHe im Falle Lslerolh nominen, soivcil bie Suin- lne. In seiner Auffassung nerungsprasidenien bqrndi olkstzarte,. Wem er sich tragen, seine Ideen werde loend wurde das Urteil tgung in brei fällen im teil Gefängnis und Sn zwei Fällen wurde dn litt der Schutz des § 193 e bem Angeklagten in bcr. graphcn 193 versagt, eheir': wo er die Richter als b. it Maltzahn, als politische i bezeichnete. Sonst wuck .93 zugebilligt. As ftraj- e Beleidigungen nicht ttK en finb, fonDein wohluk' )ben rouiben. Mererjv 'n, baß er atü Errege ; Dichtung häM 3r_i> gewesen und auch, datz »litischm dämpft ibn ji- MORWt)#- das Beste von Telephon Nr 12833 Mk. in allen Lose-Geschästen Zikhuilg b«8tinrn»t nUjßtll Mittwoch 64i)7 erhältlich Grösstes oberhess. Möbel-Waren-Versandhaus mit Kreditbewilliguug. Plockstrasse 14-16 Giessen, Kataloge gratis und franko 1911 Mott Rabattmarken 6193 Emil Otto Bahnhofstraße Bahnhofstraße 6492 Tcleph. 581 Steinstr. 48 Die Handschuhfabrik von 6506 infolge der öligem. Knappheit 11t alsbaldiger Einkauf zu empfehlen Antwerpen. (36441 Dose >lreu;vlaU 5. Kreu-vlatz 5. 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