Zweiter Blatt 161. Jahrgang Nr. 165 Erich eint täglich mit Ausnahme des Sonntags. esse Der Beigeordnete erklärt, und Boden, hier also im /' Es MC den Neubau des Eießener Amtsgerichts betrifft, uni) die der Ltaüwerordnctc Grünewald gestellt hat. 2. ... ... .. .. . . . s. .... »...i- ,'imnrr KClt 1 IQ Gießen befduiftigr und am in welcher Weiserer die an Das schon bestchenDc Die ..Eletzener Za-illenblätter" werden dem »Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, daS „KreUblott für de« Krell Siehen" zweimal wöchentlich. Tie .^aNdwirtschastllchen Lett, fragt«" erscheinen monatlich zweimal. Redaktion, Expedition und Druckerei: 'schul- srraße 7. Expedition und Verlag: Redaktion:^S 112. T el.-Adr_-Anzeiger Dießen. im®11”" zreitag, 14. Zull 1911 "Rotatiok^druck und Verlag der Brühl'schen UniversttälS - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Sir LIdon Sorst, Statthalter von Aegypten f- Der bisherige diplomatische Agent Großbritanniens in Leayptcn, 3ir Eldon Gorst, ist am Mittwoch früh gestorben lieber die Persönlichkeit Gorsts und seine Verdienste schreibt uns unser Londoner Mitarbeiter: £ London. 12. Juli. Als aitcfler Sohn Sir John Gorsts wurde Sir Eldon im Jahre 1861 in Neu Seeland geboren. Seine Studien legte er in Eton- und im Trrnity-Eolleg in Cambridge zurück. Nach Verlassen dec Unromiuit bcrcdcrc er sich für die juristische Lau' imhn vor und im Jahre 18M.3 trat er al? Privatsekretär Lord ilandoph Churchills ins politische V.bcn ein Im Jahre 1886 begab sich Sir Eldon Gorst als offizieller Sekretär Lord Cromcrs nach Kairo, um vier Jahre später in den Dienst der ägypttfd/en Negierung einzutreten Als Berater des Ministeriums den Innern wurde er nut der Reorganisation der ägnp lisch en Polizei belraur. Sein Organisationstalent fand seine prompt Anerkennung, als ir nach Durchführung der notwendigen Resorinen zum Ritter - -tjinuiaubcur des Bath Ordens ernannt wurde. Im Jahre 1904 mürbe er nach England ins Ministerium des Auswärtigen als Gehilfe des Untcrstaatssekrctärs für auswärtige Politik berufen. Glücklicherweise bedeuteten die brci Jahre Aufenthalts in Whitel/all keine Unterbrechung für die ägyptischen Erfolge. Sie bedeuteten im Gegenteil für Sir Eldon eine Vorbereitungsperiode für die großen Aufgaben, denen er sich gegenüber sal), als er im Jahre 1V07 nach dem Rücktritt Lord Croncrs zu denen Nachfolger ernannt lvurde. Als sich Sir Eldon Gorst vor vier Jahren nach Aegypten begab, da gab cs in der Seffent- lichkeit nur eine Stimme, und die verkündete, baß nur c r der richtige Mann für den Posten sei. Nicht nur, daß er arabisch verstaub, er sprach cs mit der Geläufigleit eines Angeborenen. Während Lord Cromcr die Stelle eines Diktators in Aegypten beficibctc, kam i ihn ja selbst der Tadel Batiours traf, der aussührte, daß tu eine Politik der eisernen Hand daS Prestige Englands in Aegypten aufrecht erljaltcn ‘öiinc_____________ bett habe, durch einen Flügelanbau dem Bedürfnisse abzuhcljcri ES entstand in der Kammer die Ansicht, daß die Stadt das Proielt eines Neubaues an der neuen Querstraße, parallel mit her Lst-Anlagc, wesentlich deshalb gefördert habe, weil sie den Beginn der Bebauung dieser Straße und m Verbindung damit die Verwertung ihrer dort liegenden Wicscngrundmrcke wumchte Man wat vollkommen einig darüber, daß als die für die Rechtspflege zweckmäßigere Lösung, bet der zudem erhebliche Geld mittel erspart werden, die Erweiterung des bestehenden Justiz gebäubc« nach der Fuldaschen Besitzung zu erscheint. Es ist klar, daß die Anschauung der leitenden Stellen in Regierung und Landtag als ob die Stadt Gießen die Verwendung staatlicher Mittel sinanuellen Interessen der Gruudbesilicr dienu bar machen wolle, außerordentlich nachteilig sein würde für die Beurteilung ihrer Wünsche und Bedürfnisse in der Jukun't und ich habe deshalb mit allem Nachdruck dem lb mm ctaatsminiiter auf seine Aeußcrung, die Errichtung eines Flügelanbaues sei lediglich behindert durch die Weigerung der Stadt bezüglich btr Führung der Landgrascusttaße, erwidert, daß ich nicht zwetile, die Stadt werde, zumal ja dtc Landgrasensttaße ohnehin keine gerade Baufluckulinie habe, gerne die Versetzung geiichmigeu, um dem Fiskus entgegenzulommen und zu ermöglichen, daß er ,o baut wie es dem Bedürfnisse entspricht und wie cs im Inter- der Staatsfinanzen cnuünidg erscheint. An Großh. Bürgermeisterei richte ich die Anfrage: ob dieselbe bereit ist, die Versetzung der Landgrafen,tratze um 8—10 Meter nach der Fuldaschen Besitzung zu und eine entsprechende Aenderimg der Baufluchtlinie zu bewirken. Beigeordneter Keller bemedt dazu, daß inzwischen vom Ministerium an die Bürgermeisterei der Antrag gestellt sei, ine geplante Straßcnverlängcrung über die Wiesen nach dem Philosophenwald nm 10 bis 12 Meter nach links zu verlegen, und daß demnächst der Staat der Stadt Skizzen darüber vorlegen werde, " ' Amtsgerichtsfragc durch einen Anbau Gerichtsgebäude zu lösen beabsichtigt. 4JC[ VCIUCUIUHCLC unuu, daß die Behauptung, die Stadtverwaltung habe im Interesse der besseren Verwertung von Grund und Boden, hier also im Jnterefse der Wiesenbesiyer, es unternommen, die Erbauung eines Gerichtsgebäudes an der neuen proieltierteii Straße hcrbeizuführen, in keiner Weise zutreffe. Es siche, wie die Angelegenheit nun liegt, zu hoffen, datz die Amtsgerichtsfrage sür Gießen tunlidift den Wünschen der Juristen entsprechend gelöst werden wird. Die Ansragc Grünewald wird zur weiteren Behandlung gleichzeitig mit dem Anträge des Ministeriums der Baudeputation überwiesen. zu versehen, wodurd, Mehrkosten von etwa 4300 Mk. entstehen, wird zwar angenommen, rüst aber eine längere lebhafte Aus spräche hervor. Stadtv. I a n n weist darauf hin, da,» vor einigen Jahren ein Beschluk gefaßt wurde, nach dem vor allen Schulgebäuden bei Ncupflailerungen geräuschloses Pflaster her gestellt werden soll, er müsse sich wundern, weshalb der Beschluß an der Süd Anlage vor dem Gymnasium nicht Anwendung gefunden hätte. Es störe das Geräusch der Wagen auf dem Kleinpflaster den Untcrrichtcr. Beigeordneter Keller bestreitet, daß ein derartiger Beschluß der Stadtverottmeien Versammlung vorliegt. Es sei auch dec Verkehr an der Süd 'Jlnlagc vor dem Gymnasium mit dem lebhaften Wagenverkehr an der Nord-An läge gar nicht in Vergleich zu ziehen. Stadtv. Urstadt erklärt, das; der Verkehr in der Bismarckstraße Derartig gewacwen fei, daß das dadurch hervorgertiscnc Geräusck» der 'Ißaiun für deu Schulbetrieb läftig sei, besonders während der bessert Jahres zeit, wo man doch der friidpn Luit wegen gern die Fenster osicn halte. Es sei überhaupt unbegreiflich, daß man nickst schon irnii c bei allen Pflasterungen der Straßen vor den Schulen gerämch- loses Pflaster angewendet habe. Stadtv. Eichenauer regt an, bei der Befestigung des Fahrdammes der Ludwigstrane vorder Realschule und vor dem Kollegiengebäudc geräuschloses Pflaster herzustellen. Stadtv. £* a b c u i ri) t bemerkt, er wolle den Rednern, die bisher sich für gerästsckstoses Pflaster begeistert hatten, die Freude nicht verderben, er müsse aber sagen, geräuschloses Pflaster gäbe c e überhaupt nicht. das könne er aus der Erfahrung an der West Anlage jagen, wo das geräuschloseste von dem geräuschlose,i Pflaster vor Der Mädchen - schulc angeroenDct worDen sei. Das Gerassel sei auch Dort hörbar unD störend. Dagegen ließe sich eben nichts tun Beigeordn. stcllcr bemerkt, die Ansichten über das Pflaster der Wen Anlage seien sehr geteilt, Hauptlehrer Knauß habe ihm beuch- tet, daß die Lehrer der Mädchenschule sich sehr zufriedenstellend Darüber ausgelassen haben. Stadtv v a b c n i ch t bemerkt, ihm gegenüber haben sich gerabe Die Lehrer so ausgesprochen, wie er es hier in Der Versammlung getan habe. StadtverorD ncter *ö a u b a d) erfiärt, es gäbe geräuschloses Pilaster, es komme dabei ganz aui das Material an, welches man anwende, allerdings auch auf das Geld, welches man dafür bezahlen will. Der geräuschloseste Straßenbelag sei ja anerkanntermaßen Holz- pflaster, es dämpse dies das Geräusch Der Wagen vollständig, aber auck, Asphalt erfülle diese Bedingung. Stadtv. ,*ö c i d) c 1 > h c i m tritt dafür ein, daß vor den id/ulcn bei Verstellung von Ncnpflasterungen geräuschloses Pflaster Anwendung sinden soll. Beigeordneter Keller erklärt, daß an die Versammlung demnächst eine Vorlage wegen Pflasterung Der LuDwigstraße gelangen ivirD und daß dann Die Anträge von heute ja gestellt werden können. Ein Telephon für den Branddirektor, um Diesen bei FcuerrnelDung anzurufen, wirD genehmigt. Ltadt- oerordneter Plank regt an, weitere Derartige Teleplwuvci brn-- düngen zwischen dem Polizciamt und mehreren zuverlässigen Leuten Der Feuerwehr herzustellen, uni diese zur schnellen Bereitschaft beim nächtlichen Ausbruch eines Feuers hei anzuholen. Er gibt eine scharfe, aber berechtigte Mriiü des I ein gen Feueralarms, der für die hiesigen Verhältnisse nickst mehr vastend und der die ganze Stadt icDesmal unnötig in Bewegung >etzl. Beigeordneter Keller verweist daraus, daß >a in aller Zeit darin Wandel gti'diaTTen werde. Tic Versammlung bt- willigt einen Nachtragskredii von 2100 Mk zur Besdfannng neuer Kuppelungen sür die SdiläutbcJbcr städtischen ireiwilligen Feuerwehr und zwar nad) demselben System roi. sie die (^ailicbc Feuerwehr bereits hat, Die auch Tür Das Gas und Wasserwerk, das Schlachthaus und für Das Kanalamt beschafft luerDcn, io daß wir dann in Der Stadt eine einheitliche^ Kuppelung bei allen Aemtern uno besonders au di bei beiden Feuerwehren, be kommen Ferner sollen 200 Beile zur Ausrüstung Der Leiter- manni'chaften der Feuerwehr besd/afft werden. Verschiedenes. MM lelmnng des Geiuckies, was einstimmig geicksteht — W und G. Sckfuchard nwllen ihr Grundstück nach der Wolkengaf'e hin hurd) eine Bleudsteumiauer abschließen und erhalten dazu Die Genehmigung Ed Noll will in Der Großen Müblgas' an Wohii- ^us errichten und Dieses aus praktischen Gründen eine Klanig- kett hinter der Strasenilucht zurück'Nsten. and, b- -i v\ wird tie Genehmigung erteilt mit Der Bedingung, Daß Das Gebäude einen Vorbau erhält, der einen gewissen Nebergang zu Dai .hachvar- gebäuDen bilden soll. — Ein Baugeinch tür ein WohnhauS De4 Architekten PH. N i e o 1 a u s, das auf dem hinteren Teil des ehe mal-' Bottschen Anwesens am Seltersweg, nach Der cab Anlage tmauo, errickstet werden soll, wird z u r ü d g e n c I (t, weil Die Formalitäten wegen eines zu schaisenden 3ugange- vom Zelters- meg Her noch Der Regelung bedürfen. — a.ie Lchornfteinanlage im Neubau Busse, Kaiser Allee, ist gesetzwidrig angelegt und lernt nach Ansicht Der Brandversichcrungs Inspektion und auch der Baudeputation zu Mißbelligkeitcn führen, x\c Stadtverordneten treten einem Antrag bei, worin eine AenDeruug^der Anlage, die auch leicht ausführbar ist, verlangt wird. xem Fabrikanten P. I. Möbs wird die Erbamutg eines Lagers und .Kontorgebäudes 15 Meter hinter Der Baufluchtlinie aui seinem Fabrikgrundstück, Ecke RoDheitner -straße und ibarbt Alice, genehmigt. — Ebenso wird Die Anbringung von Laden vor den Fenstern des Hauses Senckenbergstraße 8 zugetanen, obgleich sich Die Fenster nur 1,50 Meter von Der Lbcrflache des Bürgersteiges befinden — Friedrich Linker Hat auf Dem vofe seines Anwesens, LuDwigstraße 16, eine Hölzern. Automobil Hal le errickstet, meldK den L»osrMim Derart cinengt, das, er nach der Bauordnung nicht mehr Die tuüigc Größe Hat, auch ist Die unschöne Valle von der Straße aus sickstbar. Aus diesen Gründen wird der ^ispcnS nicht befürwortet. — Einem Gesuch des $). L a n g sd o r f, seinen Vorgarten nad) dem Wetzlarer Weg mit einem yoliipaliei absdstießen zu dürfen, wird stattgegeben. - Der Doch- und L teibau- gesellsdxist Winn u. Co. wird Die Genehmigung erteilt, einen Graben in der Marburger Straße zu überbrüden. Ein Antrag, vor dem Sdsttlgebäude der Stadtknabenfdstile in Der NorD-Anlage Die Straße statt mit Dem vorgesehenen Klcinpslaster mit geräuschlosem Pflaster SHpittß der ^t Universität errid)ten kann, nnd in dieser ^rage eine Jntereffen- & aemciiiidjaft zwischen Staat und Patronat besteht, und da man ferner — namentlich auch in Rückficht auf die beabuckstigtt Um, versitätsgründuilg in Frankfurt a. M — die Errichtung der ^"N" ür recht dringlich ansieht, so regt die Zentrale bei der,.^tadt- jerroaltung au, sich bei dem Bau des JNflittitcs finanziell öl _ aeteiligcu. In der Eingabe wird darauf Hingewiefeu, datz eine tanze Reihe von Städten aus eigenen Mitteln Kinderkliniken er ichtet habe, und daß sich die Gießener Stadtverwaltung nieder . ,)olt dahin ausgesprod-en habe, nach ihren Krackten milzuwirten, im die Universität Gießen aus ihrer Höhe zu liatten. Tie Ltadtverordneienversammlufig verweilt die Eingavc -ur Vorberatung an die Finanzdeputation _ Anträge des Stadtverordneten Sommer. Der Stadtverordnete Sommer hat der Versammlung cincti Antrag wegen der Fortführung der Landgrafenstratze bi- »um Philosophenwald unterbreitet, den Der Gietz e n e r -l n^ e i g >. r bereits veröffentlicht hat. F-erner beantragt Profeffor -sornimr, die Frankfurter Straße bis zu Der Bahnüberführung bei Klem Linden weiter auszubanen und ferner die Fortführung der Bürgersteige in der Wilhelmstraße vorzunehmen. ^ie Anträge werden der Bandepulalion überwiesen. , . , . Beigeordneter Keller verlieft darauf folgende Anfrag.. Tte Neuen Hess. Volksblätter l.mben vor einiger ßcit lid) mit dem Projekt Der Errichtung eines AmtsgertchtsgebauDeo i . vyitbiu uiiuuIub* —I Schlüsse des Artikels emen Pasttt- beigenigt, durch welchen Der Ansicht Ausdruck gegeben wurd., als habe her Staat mit seinem Projekt finanziellen ^nterenen Dtr Stabt Gießen nnd anDerer Grundbesitzer Vorspann leisten munen. In Der Verhandlung der Ständekammer vom b. l. wurde von verschiedenen Seiten der Meinung Ausdruck verliehen, daß in Der Tac die zweckmäßigere Lösung Der ivragc einer -ter mehrung Der GerickKslokalitäten — nämlich Dur» einen Anbau an das bestehende Gebäude — unausführbar gemadst worden durd) die Weigerung der Stadt Gießen, die Landgrafenstra,, um einige Meter nach der (xuldafchen Befitzung zu zu ven^eti. Der Herr Staatsminister hat schließlich ausdrücklich erklärt, dal, nur die Ablehnung Der Stam Gießen bezüglich Aenderimg D.r Ztraßenbanfluchtlinic der Landgrafenstratze den Diskus vcrhrn. 4 für 30; Ehrenerklärungen. Der Beigeordnete Keller verliest ein Protokoll, worin Stadtverordneter Jughardt erklärt, daß er seine Behauptungen gegen den Stadtverordneten Troß, nachdem er sich^ von ihrer Unhaltbarkeit überzeugt habe, zurücknchme, und Stadtverordneter Troß erklärt, daß er die Beleidigung gegen den Stadtverordneten Jughardt zurücknehrnc. Tie Parteien verlangten nach Dfm Protokoll, daß dessen Inhalt in öfsentlidjer Stadtverord-- neten-Bersammlung verlesen werde. Ter Name der Irrenanstalt Tcr Wunsch der Stadtverordncten-Versammlung, die Irrenanstalt Heilanstalt Waldheim zu nennen, hat das Ministerium zur Prüfung der Frage veranlaßt, ob es überhaupt nötig sei, den drei Landes Irrenanstalten Phantasienamen zu geben. Man ist zu her Ansicht gekommen, haß hierzu keine Veranlassung vorliegt,, will aber hon Wünschen der Stadt entgegenkommen und die Giegener Anstalt Großh. L a n d e s h e i l - und P^f l e g e a n st a l t bei Gießen nennen, wenn die zuständigen Instanzen-damit einverstanden sind. Tie Versammlung beschließt, das Ministerium zu ersuchen, den vorgesdstagenen Namen baldign, mindestens aber vor Trucklegung der Formularien für die Anftalt, zu bestimmen. Bangksuche und Ti?penje. 300* SUS fiefnWja 15. ?°.1 'cadii- St*“- $ev'^ Bauunternehmer Wehrum hat au seinen beiden Neubauten in Der Glaubrechtstraßc Aenderungcu gegen den genehmigten Bau plan vorgenommen ies handelt sich um Anbringung verflhicserter Fachwerkwände . Es hegt ein Gesuch um nachträgliche Genehmigung vor. Tie Baudeputation schlägt vor, den Tispens nicht zu befürworten, wc,l die Stadtvcrorhilelen ein für , alle Mal be schlossen haben, daß nachträgliche Tispense sür bereits ausgeführte (iigciunäd.tigteitcn nicht m ehr gegeben iv c r - den sollen. Stadtv. Schaffstaedt erklärt, da,; es doch recht ungesunde Verhältnisse sind, wenn, die Baurevisionsbeam- ten diese Abweichungen von den genehmigten Bauplänen zu- lassen. Beigeordneter Keller verweist darauf, daß tue Beamten dies nicht hindern können, da sie erst zur Abnahme, der Bauten foinntcn, wenn die Eigenrnädstigleiten begangen nnd, die übrigens Dorgenontmni werden in der Erwartung, her Beamte übersehe hie Ungehörigkeit, ober er laße iic stillschweigenb passieren. Stabiverordiieler Eichenauer meint, baß bie Handlungsweise des Bauherrn au» im vorliegenden Falle eine grobe Mißachtung her Beschlüsse des StadtverorDnetenkollegiums darnelle, die man fid) auf feinen Fall bieten lassen bürre. Man henke häufig in ben Kreisen her Bauenben, wenn man bie Berfamm- lung vor eine vollzogene Tatsache stelle, müfi'c bicic xsa uiib sirnen dazu sagen. Talwr bitte er bie Kollegen, ^im Prinzip ben Antrag her Teputation einstimmig anznnehmen. Stabtverorbneter Troß erkennt bie Grünbe für bie Mlehnung bes Dispens gesuckfcs an, aber bei Vorwurf, her in Den 'Ausführungen des Kollegen Sa.-aifstaedt erhoben, bestehe. Ter Reoisionsbeamte hätte die Eigenmächtigleit des Bauherrn hinoern müf'en, nötigenfalls hätte er den Ban still legen müssen. Beigeordneter Keller weist daraus hin, daß der Beamte alle '-—4. Wochen auf bin Bauten kontrolliere: es genüge aber bie Zwischenzeit, um Arbeiten am Bau auszuführen, bie nicht genehmigt sinD. Ltabiv. $ u h n bemerkt, baß es ungeheuer witraubenb sei, wenn man wegen einer Kleinigkeit, die sich erst roährcnb des Bauens herausftelle, die Erlaubnis cinhole, vom genehmigten Plan abweichen zu dnr- fen Stadtv G r ü n e w a l b ist her Ansicht, haß man ben Bauenden Helfen soll. Es sei eine nicht zu beirreitc,Tti>e Tatsache, hie jedem beiannt ist, her sck)on selbst gebaut Habe, haß iid) nwbrenb des 'Hnuen- bas Leoürfnis einstelle, Veränd-.rungen am genehmigten Plan vorzunehmen. Wer iid) ein Haus bauen laßt und nicht Fachmann ist, weiß in bieien Singen nicht recht Befcheib. Es liege bei ben ganz unb gar veralteten Bcitunmungen Der Bau- orbnung tatsächlich cm Notstand vor, uni» bis die neue Bauord- uim3 einmal kommt, die ia Dann aur verfchiebenen G.bieten Wandel bringen wirb, kann es nod) sehr lange bauern. Bis bahm •ue eine Beichlcunigung Ki i.p.nser'.cDigungen not. Mau wll d^e Bürgermeisterei ermächtigen, daß biesc nach^Pruiung .dci -ad,läge kurzerhand entscheidet, ob ein erbetener -i-ispons befürwortet'wird oi.-r Nicht, rXiMit ben Baurnterenenten kein schaden durch verzögerte Fertigstellung her Bauten erwachn Bci- acotimetet Keller verweist darauf, batz in bieiem dullc bte Stadtverorhneienvcriammlung sehr lcichl Den Lntscheib der Bur- aermeisterei iimftvßen kann. >Ltahtv. H a u b a ch bemerkt, datz der Vorschlag Grünewald dem £bcrbürgcrniemer Die alleinige Entscheidung überlaise unb das hätte doch aud» »ein Mitzliches. Beigeordneter Kell e r bemerkt, baß er die Anregung Grünewald, ei' er int Interesse he- bauenden Publikums Tur zwcckmamg halt, her Baubeputation zur Lerarnng unterbreiten imrD. ViAleidu iinhet man einen gangbaren Weg, die Erledigung solcher Dispense zu bcsdfleunigen, .im vorliegenden Falle bitte er aber uni *ib- Auf Antrag der Eisenbahnbchördc genehmigen Die Stadtver' ordneten die Verlegung eines Telephons. Ferner wirD Der Kredit bewilligt zur Hersicllung rcsp Anschlleßung em.? Bau- auartier- der Firma Winn u. Eo , Hoch- und Tiefbaugeiell schalt, an her Marburger Straße, aui dem Neubauten errichtet werden sollen. Eine Kreditbeantragimg zur Einlegung biT Gas- und Wasserleitung m der Seilenitratze au Der Marburger Straße zwischen Den Hausern 3* und 40 H. W. Rinn will Dort bauen, finbet d-.e Zustimmung der Versammlung T.'c Berechnung der Reinerträge Der Parzellenvermessung, Deren eilige Fertigstellung vom Staat gewünscht wirD, wird nad) An:rag des städtischen Vermessungsamtes an einen Geometer als Privat- arbcit zu 31 Der Taxe, Die Der Staat Der StaDt vergüte!, vergeben.— T ic Genehmigung von Rechnungen. die nur formale Bedeutung hat, wird ohne Debatte an-gesprochen. — D er Bruiinen am LudwigSvla^tz ist nach Mitteilung des Siadtv. Petri entfernt worben: Siabtbaumcstter Brau- bad) habe erklärt, daß der Brunnen ausgeleiert geweeu ieu: lir stelle den Antrag, Dort roicDcr einen Brunnen zu erneuten. Da erst DcDürfnis besieht. LtoDtv. GrünewalD spricht 'em Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhejfen ite tatet fc! Phrenolüßin 1 Von höchsten -£)erridmhcii am- geurteilt u. wikienichMMii'. 0. Form des.Kovieo nhb üir. Der Hand «ckickial - Jiifn Täglich 3« sprechen. Bestimmtes Honorar wird nicht Bahnhofstraße 31, 1 L Größerer Geinngverein'n e« 15Minuten oonGie^nc sernt, sucht vio'ort einen mchn, Dirigentei Sm » te|-RestaurrßähR ior ®«hüiing1cSjiS!ieTI1» 2nfln;in6 mu $erSnmeii (o qm bebau - lUlQinnien ober vOien verqeben mnvhtcn,u r arbeiten, Vos liü Jj» Zeichnungen sind b?i h,» 91 tonnen, solange berK 1 und beitcüfleii- trimenbung von 1.- >'"d 0,70 Mk. kr tiun sogen werben. ' Wbotc mit entsprech« oen 44. d. Mts., vorvi 111 vernegeit einzureichen ^uiüilagssrist fi Kattien. ß?nScn«SeRA3uli WMIM «encniöegl8.ft. sliöjch. hl Heute Mi,tag 4 Ubr /reffen t gr- O'mmachqiir! 15731) in allen Krögen. fielMelr, aiierkroue, vrimaLualiiär', entner 5Mk. frei Hans oftrr? W. Hanke/ :euen Binie 7 Televbv^ Verwundern ans, daß das Tiefbauamt ohne Genehmigung der Stadtverordncten-Versanrmlung überhaupt einen Brunnen von der Straße wegnehmen kann. Stadtv. Haubach sprich: sich im gleichen Sinne aus. Stadtv. Eichenauer bittet, trotzdem dem Antrag Petri zuzustimmen und zu beschließen, daß das Ablauf- berken des Brunnens so gestaltet ist, daß es als Tränke für Hunde und Vögel dienen kann. Beigeordneter Keller tritt ebenfalls für die Aufstellung eines Brunnens am Ludwigs- Platz ein. Die Versammlung beschließt demgemäß, Für das einzig vorliegende Gesuch einer Wirtschaftserlaubnis des Ehr. Schuler, Licher Straße 59, der seine Schankerlaubnis auf den Borgarten ausgedehnt wissen will, wird die Bedürfnisfrage bejaht. Eilige Anträge. Birkenstock u. Schneider beantragen, ihnen zu gestatten, vor ihrem Neubau an der Friedrichstraße das Vorgartengitter statt in Eisen, wie dies die Bauordnung vorschreibt, in Holz Herstellen zu lassen. Ein gleicher Antrag liegt vorbetreffend des von der Stadt geplanten Bedürfnishäuschens am Lindenplatz, da^, in Fachwerk errichtet werden soll. In beiden Fällen wird den Anträgen entsprochen. Eine Aenderung des Straßenbahnfahrplans soll in der Weise herbeigeführt werden, daß die letzten Wagen ab Bahnhof nicht um 10 Uhr 7 Minuten, sondern um 10 Uhr 15 Minuten ihre Fahrt antreten, weil der Frankfurter Schnellzug, der 10 Uhr 6 Minuten fahrplanmäßig einlaufen soll, sehr häufig Verspätung hat. Dem Anträge wird durch Zustimmung der Stadtverordneten entsprochen. Drei Anfragen des Stadtvewrdntten Grünewald werden noch zuni Schluß der öffentlichen Sitzung erledigt. Er erinnert daran, daß er angeregt hat, den Wagenführern der Straßenbahn Urlaub zu gewähren. Der Oberbürgermeister habe sich damals zustimmend geäußert und er habe annehmen müssen, daß man dem Wunsch der Leute nach einigen freien Tagen nachkommen würde. Er habe nun erfahren, daß die Direktion den von den Leuten gestellten Antrag abgewiesen habe, weil sie keine Beamte seien. Und erst, wenn sie drei Jahre bei der Stadt seien, Anspruch auf Urlaub hatten. Es handle sich hier nun nm Beamte, die einen sehr verantwortungsvollen Dienst haben, denen müsse man entgegen- kommen. Beigeordneter Keller bemerkt, daß er in der Angelegen-- hett nicht informiert sei. Die Bestimmung wegen der dreijährigen Dienstzeit fei vorhanden, aber wie schwierig der Ersatz für beurlaubte Wagenführer auch sei, er persönlich wäre der Ansicht, daß man diesen Leuten einen Erholungsurlaub gewähren könne. Stadtverordneter Eichenauer wlll, daß den Wagenführern noch in diesem Jahre ein Urlaub gewährt werde. Beigeordneter Keller stellt in Aussicht, daß die Frage nach Rückkehr des Oberbürgermeisters in der nächsten Stadtverordnetensitzung erledigt werden solle. Auf die Anfrage Grünewalds, wann endlich die Ruine in der Neustadt vom Erdboden verschwinden wird, bemerkt Beig. Keller, daß dies bereits veranlaßt worden wäre, wenn Frau Schneider nicht gebeten hätte, ihr zur Räumung ihres Hauses noch 10—14 Tage Frist zu gewähren. Auf die dritte Frage Grünewalds, woran es liege, daß mit dem Bau der Oberrealschule nicht begonnen werde, antwortet Beigeordneter Keller, daß die Fassade beim Ministerium gewisse An- stiände gefunden habe. Grünewald erllärt sich von dieser Antwort wenig befriedigt. Wegen übler Gerüche der Abfälle auf bent Schlachthof beklagt sich Stadtv. Plank. Beig. Keller sagt Abhilfe zu. Stadtv. Eichenauer klagt darüber, daß die Wieseck nur wenig Wasser habe und infolgedessen ebenfalls unangenehme Dünste verbreite. Damit ist die Tagesordnung der öffentlichen Sitzung erschöpft. Ans Statt unt Land. Gießen, 14. Juli 1911. •• Die Hauptversammlung der »Deutschen geologischen Gesellschaft", zu der ein sehr reichhaltiges Programm aufgestellt ist, findet vom 5.—20. August in Darmstadt Junb seiner Umgebung statt. Die sich an die Tagung anschließenden Exkursionen bewegen sich in der Zeit vom 17. bis 20. August in Oberhessen, wobei Quartiere in Gießen genommen werden. •• Deutsche Gesellschaft für Kaufmanns- Erholungsheime. Die kürzlich veröffentlichte Stiftung des Geh. Kommerzienrats Heichelheim von Mk. 5000.— zu Gunsten der Deutschen Gesellschaft für KaufmannS-Erholungs- heime ist mit Rücksicht darauf ganz besonders bemerkungswert, daß durch diese Stiftung nicht nur die Gesellschaft unterstützt wird, sondern es werden den Satzungen der Gesellschaft gemäß zur freien Verfügung des Stifters alljährlich 50 kostenfreie Verpflegungstage für Angestellte gewährt. Den Angestellten steht dabei die Auswahl unter sämtlichen Heimen der Deutschen Gesellschaft für Kaufmanns-Erholungsheime offen. Es wäre zu wünschen, daß dieses Beispiel lebhafte Nachahmung fände. — Wie sehr in ganz Deutschland die Bestrebungen dec Deutschen Gesellschaft für Kaufmanns- Erholungsheime Anklang gefunden haben, geht daraus hervor, daß im Laufe der vorigen Woche allein für Mk. 70000.— Stiftungen erfolgten. Landkreis Gießen. — Wieseck, 12. Juli. Der Gesangverein Jugendgrund beschloß in seiner am 9. Juli abgehaltenen Hauptversammlung, am 16., 17., 18. Juni 1912 sein 30jähriges Stiftungsfest, verbunden mit nationalem Gesangs-Wettstreit, zu feiern. -m. Hungen, 13. Juli. Nach mehrwöchiger Trockenheit und großer Hitze der letzten Tage brachten heute nach^ mittag mehrere über unsere Gemarkung ziehende Gewitter den so lange ersehnten durchgreifenden Regen. Es war auch höchste Zeit. Auf den Aeckern sind schon viele Dickwurzpflanzen verdorrt und zugrunde gegangen. Auch die Frucht, die Kartoffeln und die Futtergewächse haben sehr gelitten. Obstbäume stehen stellenweise ganz gelb wie im Herbst und die Früchte können sich nicht richtig entwickeln. In den Gärten mußte man fleißig durch Begießen nachhelfen. Deshalb ist auch hier ein Minderertrag zu verzeichnen. — Die Reife der Himbeere hat begonnen. Die Stauden sind dicht behangen, aber durch die Trockenheit sind die meisten Früchte klein geblieben, weil sie zur Reife kamen, ehe sie voll entwickelt waren. Kreis Friedberg. * Bad-Nauh eim, 12. Juli. Tre neue Trinkkuranlage ist jetzt so Igut wie sertiggestellt und teilweise bereits in Benutzung genommen. Mit seinen großzügig ausgestalteten und ungelegten Kolonnaden sowie in der Art seiner Ausgestaltung bilden die Bauten der Anlage eine Sehenswürdigkeit unseres Weltbades auch für diejenigen Besucher unserer Badestadt, die nicht der Kur wegen Herkommen. Die Baulichkeiten sind zum größten Teil in Vor- satzbekon hergestellt und durch Ornamente aus der Großh. keramischen Manufaktur Darmstadt wirkungsvoll gehoben. Wirkliche Prunkstücke Hilden der Brunnen zum Gurgelraum und das eigentliche Brunnengebäude, zu dem Artur Gräf«-, Gießen die kunstvollen schmiedeeisernen Tore geliefert, hat, an denen der Meister volle sechs Monate gearbeitet hat. Diese Tore, von denen zwei mit dem hessischen Löwen geschmückt sind, sind in süddeutscher Renaissance geschmiedet und zeigen in ihrer Ausführung, daß die Kunst, das spröde Eisen durch Hammer und Feuer zu z-wingen, in Oberhesfen noch ausgeübt wird, wenn sich ein Besteller findet, wie in diesem- Falle der Staat, der die Kunst auch entsprechend lohnen kann. 4 Qantei unt Verkehr, Volkswirtschaft. — Von der Elektrotechnik. Nach einer Londoner Blättermeldung vereinigten sich siinanzleute und elektrotechnische Firmen, nm große elektrische Werke in allen Teilen der Welt an- zulegen. Mehrere leitende französische und englische Institute sind an dem Unternehmen interessiert. Verantwortlich für „Aus Stadt und Land" i. V.: K. N e u r a t h. Müller'sche Badeanstalt^ Wasserwarme der Lahn am 14. Juli: 20° ll. Airchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Sonntag den 16. Juli, 5. nach Trinitatis. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Matthäus-( gemeinde. Vormittags 9V? Uhr: Pfarrer Schwabe. Beichte und heil. Abendmahl für die Matthäus- und MarkuS- gemeinde. Anmeldung bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Vormittags lll/4 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Pfarrer Schwabe. Zn der Iohanneskirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer. Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Lukas- gemeinde. Vormittags 91/, Uhr: Professor D. Schian. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Johann es gemeinde. Pfarrer Adolph. Abends 8 Uhr: Bibelbesprechung im Johannessaal. katholische Gemeinde. Gottesdienst. Samstag den 15. Juli 1911: Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht. Sonntag den 16.Juli, 6. Sonn tag nach Pfingsten. Vormittags von 61/- Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht. „ um 7 Uhr: Die erste heil. Messe. , um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. ■ w um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. , um 11 Uhr: Heil. Messe mit Predigt. Militargottesdienft. Nachmittags um 2 Uhr: Christenlehre; darauf sakrameittalische Bruderschafts-Andacht. Israelitische Reügionsgemeinde. Sottesüienst in der Synaqoae (Süd-Anlages Samstag den 15. Juli 1911: Vorabend: 7.45 Uhr. Morgens: 8.30 Uhr. Nachmittags: 3.30 Uhr JugendgotteSdtenst. Sabbatausgang: 9.30 Uhr. INTERNATIONALE HY GIENE-AUSSTELLUNG DRESDEN ign Weltausstellung für Gesundheitspflege MAI—OKTOBER. Die Beurteilung ist eine feiten einmütige, wie sie eine Ausstellung feit Menschengedenlen nicht gefunden hat! gcitaltige Tat, Industrie und haben. .. Tie Ausstellung stellt einen Triumph deutscher Organisattonskunst, deutscher gründlicher Arbett und Wissen- “ar- - AM0 ^^rre-^ und so reichhaltig, wie man ein,cr solchen Ausstellung auch bei hoch gestellten Ansprüchen kaum hätte erwarten können. (Tägliche Rundschau.) c wohl das erste Mal, daß ein Problem von solchem Ernst einem internationalen Massenpublikum vor- gelegt wird, und man kann nur hoffen, daß der Respekt, der enDc”etM$er? gezeigt wird, gerechtfertigt wird. Tas stille Dresden ist eine Weltstadt geworden. (Schlesische Zeitung.) ... Tie Ausstellung darf als eine der großartigsten Leistungen auf diesem Gebiete betrachtet werden. (Medizinische SUni£) Mit der m Dresden eröffneten Hygiene-Ausstellung ist ein großartiges, m der Geschichte einzig daitehendes Werk vollendet worden. (LaPlata-Zeitung, Buenos Aires.) Sie Ausstellung stellt eine plastische Geschichte der menschlichen Kultur dar. (Bohemia.) ... In dieser Wirkung und in der Turchdringung der breiten Masse mit hygienischer Erkenntnis liegt die Bedeutung der Ausstellung. Sie will namentlich der Aufllärung dienen. (Kölnische Zeitung.) So wie diese Ausstellung ausgebaut ist, wo alles darauf abzielt, Laien, und Fachleuten Wissen und Belehrung in der leichtesten, anschaulichen Form darzubieten, darf man sicher fein, baß sie nutzbringend sein werde für Millionen von Menschen. Jeder wird belehrt und bereichert in seinem Wissen um die menschliche Gesundhett und die Gefahren, die ihr gerade in unterer Zeit drohen, ... (Königsberger Hartung sche Zeitung.) , • • • Ihre segensreiche, nutzbringende Ausstrahlung wird unser VolS und Vaterland noch spüren, wenn sich schon längst die Pforten zum Ausstellungsplatze in Dresden wieder geschloffen haben werden. (Leipziger Tageblatt.) Eines steht heute schon fest: Tie Internationale Hygiene-Ausstellung zu Dresden wird die deutsche Aus- stellung des Jahres 1911 sein. (Rheinisch-Westfälische Zeitung, Essen.) ... ein epochemachendes Unternehmen ist, wohl geeignet die Gewohnheiten vieler Menschen in neue Bahnen zu lenken' (Dxesduep Auzeigex.) , - Es ist nicht daran zu zweifeln, daß die Internationale Hygiene-Ausstellung nach Inhalt und äußerer Ausgestaltung die bedeutendste aller bisherigen deutschen Ausstellungen sein ‘ (Frankfurter Leitung.) Die Dresdner Hygiene-Ausstellung... ist wohl die groß- k-tlS^UntreT,ne^un9 auf dem Gebiete der Hygiene, die je tue Äelt gesehen hat. Wiener Journal') . - ... Diese süberwältigende Anteilnahme ist schon ein Beweis, baß bte Internationale Hygiene-Ausstellung weit über Tresben und wachsen hinaus eine Bedeutung gewonnen hat, wie sie Veranstaltungen auf diesem Gebiet bisher kaum zukamen. (Der Tag.) • • ■ Eine Stadt eine Stätte der Gesundheit ist diese Aus- stellung. . Ein Weck, wie es großartiger bisher nicht dem Gedanken der Hygiene biente, einer Kulturtat, auf die wir stolz tem tonnen. Und nicht nur wir, die gesamte zivilisierte Welt mit uns, ... @clie $tcic $Ie(]-e- Sicn) ... Tie internationale Hygiene-Ausstellung in Dkesden bedeutet eine: Knlturtat ersten Ranges. (Leipziger Neueste Nachrichten.) Dresden. Wachsens herrliche Residenz, das Wallfahrtsziel vieler Tausend© von Besuchern, birgt in diesem Jahre die * Weltausstellung für Gesundheitspflege in seinen Mauern. 7 D®r Ausstellung ist die Lösung der Aufgabe gelungen, den Menschen in leicht fasslicher Art über alle Fragen der Ge- sundheit zu belehren. Mit ganz neuartigen Methoden und Anschauungsmitteln wird der Besucher spielend unterrichtet über di© ±5eschanenheit des menschlichen Körpers in allen seinen Teilen, über seine Lebensvorgänge, über die Krankheiten und Schädigungen des Körpers und die Möglichkeit ihrer Verhütung; über alles was mit dem menschlichen Leben zusammenhängt: Arbeit und Erholung, Wohnung und Kleidung; über die Grundsätze einer richtigen Ernährung wird in besonderen grossen Abteilungen das Wissenswerteste dargestellt. & So werden jedem Besucher gewissermassen in Unterhaltungsform Schätze an Kenntnissen geboten, di© ihm für sein ganzes spateres .Leben von ungeahntem Nutzen sein können. b Durch künstlerische Feste aller Art, Konzerte, grosse sportliche und andere Veranstaltungen, sowie durch einen neuartigen Erholungspark, der von vielen Tausenden von Menschen täglich besucht wird, ist dem Besucher nach der Besichtigung der Ausstellung reichlich Gelegenheit zur Erholung und Zerstreuung geboten. Auf der Hauptausstellungsstrasse, der berühmten, 40 Meter breiten Herkules-Allee, flutet täglich ein gewaltiger Menschenstrom, hört man alle Kultursprachen der Erd©. Die Ausstellung bietet ein Leben und Treiben, wie man es sonst nur in einem grossen Weltkurort finden kann. 6 gfll^ ... Tie Internationale Hygiene-Ausstellung bedeutet eine Tat, xu deren Ausführung sich Wissenschaft, Technik, und Kunst aus aller Herren Länder die Hand gereicht (Hamburger Nachrichten.) öff, SÄ»? "i , Heul ».■Stühle papierkör|)e ’ fr n? crdflun9 eflir’ « F'yien tonne Revar eÜLSeirceüer &ln £ rrassHSa LLM » Gieß« ’ Walltoritrake 3* empfiehlt la. M-ftfl- Pfund 74 M I».Rindswür^ he M empfiehlt MitWl im MM „ Mchs-he „ Kartoffe' ^empfiehlt billj Georg Wallt Marktplatz 21 T-l nkMüber der Enaelc Jäm Arrfe-el Reiner K NH Än von 90 Pig.1 Gebrüder Ad SM U Mäusbnrg 1 Äwiebelkiu v Slrben DienStag, Toi Vi.' rametag von an stisch. Zwiebe ^ackereiLchomber,Wa Neues Saueri Neue Salzgu^ Neue holl.M-H ?'!eue ilal. 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S-L-s . .5 3 3 ■ — ®H 1,a0' Uv, e*8o u. v- s; = v» y - ■O«JC c ?e HZ a — ’ä 5 e ä — K'L i» -- 3 7-3X >»'. - - ’S ■rÄ 5?cy r*2 = '- £E~ c8? "O । M ,L^2 - i*§üi -uo=r <& E «- 3^ — « 3 — e <= cVi© : = jö — ZÄ O ©Js L .5 P ä a.S: <3 c »19 ~ ■£ = w vS c a 5 5 5^^,*© s> «Z2-Sb S-o” E 4ZZi a c-,2 _C .3-0 3 — 3 v w ”22» * = cS.?©S •»$ e ä u. = rvtc2 *6 32 -S' •• e «-» - <-» © •*- = .r wc **2 3 »5 ■c «d E SZ D «Z L Z- L.T 910 p na e - 8 ** CT *■* ” -3 P «b62 -8^ 5 ~5 — • s5 E g g L V >o -O Cj o -jS^50» c Z- KS fg 2 E CÄ 2~ ^^3 “Q |£ »5-i2o ” 5? O1©2 s" 2 8xf -Ec .. -u 2 ** Ä._ 2» ± =E5> ©j ”Sg - k" = "O a o o ; =|i=tsä L HZ LG. 5EELA”e C4 3 äS =^2 g.-*® _ST' 2 „2 3-5.' 5m - * 31- •*- ä'=r^cx M-- A 2 ” LZHZ flfe «c; = er E-- ö 2 t J? J-J3 X 0,0« ö2 = 5r*Ä. 3-fl S .. = o < E fi^H5 E ftÄS E -3 -O © <3 eg^ ©•# » ZZE - - 5 § Ä e .L w 3 ol> ® E=S. s o?S' Knaben-K^e ■Hüte nbaren Preise. rckiliili *3 tiD G Z 01 K (9 (D Giessen sf Z <7 ® na 3 'M 8S £1 cd Q e ra»wI»tL « N CT 5-e: ® *ZHK L -W S X B 'Sl'Ei AS na 19 -=> 1.75 und L 5.90 S 62-' ®E U-- 6C = -(9=: 55? B CT >2 i-, 9”'S) 519 8*ti 55- -L L LL 8 21 E 8 s?s •5 3 a _ -2^ Eta s? en -Z gl 5 eSSk § § o 3622 e 3 AC 5u 2Z 3 e «» E- *« L- = O1 L2 E*® ö Q. 2 « (9 *= 00 --»623» a LZ T '5 .8 «s: = CO = k-62 EWS »Es a 2.40 M 2.25 1.95 1.50 2C?*JgP- re e - — CT S 9 E®’ 3 -ti) s « Go £ ■ü'.tr CT ^CC6O l-M* J®!' -.Unruhe. äl.OOM. Pelikan-Ay ©S CT (9^-3- -2§ . S0, |*95 a2^s — 3) " o (9 G« • Nr-K-A »*£Ö ' Nr. g-37 o K a «ZL 2§ü 3 -Wa • 7 50/7.8°, 8150 ' ihruno „ nerkouil- L b-» * in W« “" ei® 19 s— 3g)67 3 _ ^2 E UNF injoiaduöx jadifnqai .0 »nv aaiaiu *2 §*a ra^-c cs| •267«^ s.l S-ßQ® icitsposten ümpfe u. 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Tei Glauben iihnli Zu dessen tzrk bringen, aber redete, so Io nicht erschöpf! in die man m nissen und Ze feit offenbart Schriftgelehrte in der profaifi und gennffenfn und Unfertige*. nähernd richtig üharakter des i der Blute seins! Wie viel mehr heilen und Ah objektiv auszut in der Wahrhe Wenn Pfai uranfiüiglidje! sprünglich blin (MfteSiraft im al* ewige Zerr wegung im Ali höchsten Bewun nur Worte, die anmuten, im le lauscht sind. Au angeführten 3h über Schuld uni Der , Sie Sommerh J vorher, die tt< Macht, die in < Sc Meldungen' Än3 durch ,ycu T QU! 400 Uj, Mnivr ,ollci um -i. ^'adt von ^"lh durch i VrZ7 B°rs SQlh J" 9tben, S Su11 ^00 i ft* d-- » °U! bujL, schätzt.?'M aus etiDn i^uti gleichen 3Ä M' ™el)i * Si lo6t sich j,ij " J "'tant ii “■ störte, f)Qu.Il, bevor ?fLCrcit Verderbe., T091^ b-rit-1, 200tS‘ oie iintf.f-,u Man Ort, a2c größer 'a Kilometer^ a »roßen? r.ent| J,c,t9eften7 f In lt \Cni a» MÄ-1’° “MeÄ °ri r?l0otOciuip,C au ltcniien n ■ lour unb yA’^rbeit ... sahnen Qu^cifen. gilben 5 ruwol Wigkeit? bei bei giften