nr. 112 vierter Blatt 161. Jahrgang Erscheint kä-Iich mit Ausnahme des Sonntags. r>e „Gießener ZamillendlStter" werden dem .An-eiqerE viermal wöchentlich beigelegt, bol „Krtisblati fir -en Kreis Liehen" zweimal wöchentlich. Die „Londwirttchastttchen Lett« fragen" erscheinen monatlich zweimal. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhejsen Samstag, 15. Mai 19Q Notationsdruck und Verlag der vrühvlche» UniverfitLts - Buch- und bleindrucker«. 9L Lange, Gießen. Redaktion, Expedition and Truckerri: Schule strahe 7. Expedition und Verlag: Redaktion: 112. Teß-Abr^ 2r^«gerSrr^n. Sind die Ausgaben Hessens für die Erweiterung unserer vabnlagen seit 1896 unter.Zwang erfolgt oder nicht? AuS Gießen erhalten wir folgende Zuschrift: Wie au-3 Gcipr.ichen int hiesigen Publikum hervorgehi, ist ti'lra in einen», wesentlichen Punkte des Pr^utznch Hessttchen Cüciibahnrcrirag:» ein schwerer Irrtum verbreitet, ein Irrtum, der 1896 idion von dem Abg Woliskehl gegenüber dem Zentrums oi'gehölig« >i ?lbg 3(hmiit in der 2 M (immer berichtigt worden ist. Man nlaubt n-imlidj, Hessen fei durch den Vertrag gezwungen, die Gelder zu b c iv i l i i g c n , die Preußen für Bahn ermeitcrungen in unserem Lande, soweit Dessen diese zu befahlen hätte, fordere, und inan wein and) vielfach nicht, das; diese von uns verausgabten Gelder unfern Gc^ winnanteil erhöhen. Abg Wolsskehl sagte damals: „Es ift auSdriicklidi gewahrt in Ziffer 20 des SrfiluB« Protokolls, b a •:» Erweitern ngsprojekte, solche, die für hessische Rechnung aus geführt werden, unterbleiben müssen, wenn Hessen gegen diese Projekte Einwand erhebt." Nadi Artikel 12 des Ber trafl-3 soll Preußen in diesem Hall befugt sein, die betr. im B?r- febrvintcreffe für nottvendig rradileten Aufwendungen für eigene R chnung mit der Wirlimg zu madien, daß die Zinsvergütung der preuhisd>en Teilungsziffer zunächst. Diese Bestrmnrung hat Herr Gross; in seiner zweiten Broschüre abgedruckt: aber seine Aus- führungen an anderen Stellen erwecken den Glauben, daß Hessen bine Ausgaben machen muss c. So schreibt er in seinem Artikel in der Frkf. Ztg. vom 11. April: „Hessen hat zu leisten, lu a 4 non i h m verlangt w i r d und zu nehmen, w a ö es bekommt. Aus diesem Boden sind seither die Reinerträge Nisse des Gemeuischaftsnetzes verteilt und die unausgesetzten Mehr fordernilgen Tür Neu und Umbaute» bestehender Bahnhöfe, Strecken und Anlagen sowie für Fuhrrnittel usw. erhoben und gezahlt worden, und diese Iorderungeti wachsen beständig weiter, ohne Rücksicht aus die feit Jahren sehr ungünstige Finanzlage Hessens." Sind solche Ausführungen nicht geeignet, dem Publikiiin die Mei nuui beizubringen, Hessen sei in diesem Punkte wehrlos und sei gezwungen, sick, in Schulden zu stürzen, die ihm nichts cin> bring n ? Herr Gross; hat zwar üt der erwähnten Broschüre iS 22) selbst geschrieben, dah nad) dem Vertrage, — die he s fische Regierung immer noch Herr im Lande sei. Richtig! Aber di.- oben zitierten Sätze der Frkf. Ztg. atmen einen anderen Geist. Warum aber hat unsere hessische Regierung in der Aera Gnaulb dock) stets die «Gelder-gegeben und hat die Bauten nicht auf Mölten des preußischen Staates ausiühren lassen? Hätte sie dies nicht getan, so wäre unsere Eisenbahnschuld nicht um 109 Mill, g.wadnen 'Herr Grooß gibt schon 1910 ein Wachstum von 121 Millionen an. Er rechnet offeribar die bewilligten, aber noch nicht ausgegebenen Gelder mit. Hub 35 Millionen haben unsere hessische Regierung uitb unsere Kammern allein auf dem Äerbljoh für die Unmenge von unrentablen Nebenbahnen. Uni er Land bat sein Bahnnetz um 45 Prozent vermehrt seit. 1896, Preußen nur um 20 Prozent. Unsere Nebenbahnen wurden von ■896 dis 1906 um 245 Prozent vermehrt. Uns er Eisen dahnnetz ist das b i d; t c u c in Deutschland und deshalb zweifellos weniger rentabel. Nun zur Beantmortuiig der obigen prüfte. Nachdem 93 c r trag bekommen mir für neue Boll bahnen , Bad» e r m. : t c r u n g c n , neue große Bahnhöfe und der- g l e i d) e n unsere Teilungsziffer um 3 P r o z e n t er b ö 1) t , für Nebenbahnen infolge geringerer Rentabilität n u r uni l> . Prozent. Da die Eisendahnrente in der 3eit billigen Geldes höher war als ber zu zahlenbe Zinsfuß, so rentiert.- n | i di bi e zuerst erwähnten Beträge um e t w a s m e b r als l Prozent. Jetzt ist infolge des höheren Zinswyes, wie Ministerialdirektor Ssfcnberg schreibt, auf 'Jin trag He lseus diese Bertragsbestimmung geändert worden. Wir bekom men letzt für Ausgaben der c r ft g c n a u n t c n Art I Prozent, für die Ausgaben zu Ncbciibahnzioecken 2 Prozent Wie Herr Cifenbcrg schreibt, „madile man nt Hessen ) o - gar sehr gern solche A usw end un gen". Bi ein es er achtens sind es in erster Linie die von unseren Ständen und unserer Regierung bewilligten Nebenbahnen, die ja zweifellos wirtschaftlich iclyr vorteilhaft für unser Land sind, die uns litten doch an Zinsen 1 bis 2 Prozent, wozu bann noch etwa zwei Drittel Prozent für Amor tisation zu rechnen sinb von diesen 35 Millionen. Das macht ] a li r l i di einen Unterschied zwischen Soll und Habe n von etwa 780 000 M art zu 2,25 Prozent gerechnet. Um diesen Preis hat unser Land die durch bi-- Nebenbahnen mehr erlangte Wirtschaftlich teit. _ ... Es heißt entweder: Unser Land hätte entweder diese wirt schattlidien 93orleile entbehren müssen und dadurch seine sonstige EistnbahnreMe um etwa , Mill, erhöbt oder es büßt jährlich •'< Million z u und hat die Nebenbahnen. Aut tiefen Punkt legte auch Herr tttegierungsrat Endres in seinem hiesigen Vortrag großes Gewicht Bei seiner großen Amor^ tikatlonsforderuiig 1,65 Prozent müßte Herr Grooß den finanziellen Verlust mit 1’. Mill, einsetzen. Wemr iemanb den Vorwurf erhebt, die eiultigen Vertrag- schließer hätten uns diese Lage, also auch die Schulden als fton- trauens der Bestuniuungen a u f g c z w u n g c n, so ist dies falsch. Es darf einerseits nidit vergessen iverben, daß unser Anteil sich wie oben angegeben, um 4 Prozent erhöbt und uns die Möglich feit, so viel für Hebung des Verkehrs in allen Berufszweigen^ind Bcrufskreisen gegeben hat. Wenn jemand die eingetretenen Tat- lad'en aus rein finanziellen Gründen verurteilt, so darf er nidit vergessen, unseren heft'iid>en gesetzgebenden Morixridiaftcn von 1897 ab den Vorwurf zu madien, von dem im Vertrag gegebenen Rechte der Verweigern n p ber Anforderungen der vrenßi - sd;eii Baliuverwalnmg an die hefsisdie Staatskasfc keinen Olebraud) gnnadit und nicht zu Preußen gesagt zu haben: Wenn du int Berlehrsinteresse diese Ausgaben für nötig hältst, so mache sic gefälligst ai deinei Tasche Der Meinung aber bin ich, daß wir mit dem Ausbau unteres Bahnnetzcs cnblidi einmal ein maßvolles Temvo ein- schlagen m u s s e n, uamentlidi mit dem Erbauen von Neben - bahnen, die geradezu, und insbesondere infolge der großen Tidiiig - teil unseres Bahnnc. es, unsere Bahnrenten verzehren. Bei alle d'nn darf nicht Übersehen laerbcn, daß unsere Eisenbalmvalitik seit ixstti, wie Herr Pros. Dr. Biermer schon in seiner Vorrede betont, unserem Lande in teilt wirtschaftlicher Bezielumg die größten Dienste geleistet hat. Es muß zugegeben werden, daß die finanzielle Seite zu trmug beachtet morden ist. Tas liegt aber nidit an dem Eisenb.rhnvcrtrag selbst. Unsere Regierung wird lüuflig den aus der Zweiten 51 (immer an fi-* herantret enden Eisen bahnwünschen gegenüber zugelnöpfter sein müssen, als bisher. Regierung und Abgeordnete müssen eine Politik einichlagen, die die iinanüdle Seite neben der wirtsdiaftlichen in gebührender Weise berücksichtigt. Pwf. Luley. Zu Lust von Darmstadt nach Bafel. Darmstadt, 12. Mai Oberleutnant Real von der 1. schweizerischen Milttürabtel lung flog auf einer deutschen Eulermaschinc von Darrn^ (tobt in die Schweiz. Der aktive Schweizer -Oberleutnant Real, der bei August Euler das Fliegen erlernt hat, bat das seinem Lehrer während der Ausbildung gegebene Versprechen, von Darmstadt ui seine Heimat zu fliegen, heute erfüllt. Er flog unter sehr u n günstigem Welter und Windverhältnissen vorgestern von Darmstadt weg und brauchte bis Bensheim 20 Minuten, wo er wegen des böigen starlcn Windes glatt landete. Von Bensheim bis Baden Baden, brauchte er nur 1 Stunde 6 Minuten. In Baden-Baden übemadnete ber Flieger. Ter vorgestrige Tag idaubie ihm iniloge des Sturmes, der (Zwitter und des Regens l.'ine Weiterreise. (Aftern ist Oberleutnant Real von Baden- Baden nad) Basel, mit einer kleinen Unterbrechung in Heidersbeim in Baden, geflogen, roo er um 8 Uhr 10 Minuten abends glatt landete Der Flug erfolgte ohne jede vorherige Vorbereitung, xic Fluguiaschine wurde weder von einem Mechaniker nodi einem Motorwagen begleitet, noch hatte der Flieger andere Werl;euge als einen „Engländer" und eine kleine Zange bei sich, noch war an irgend einem Ort Cel oder Benzin bezw. Betriebsston bereit» gestellt. Er mußte iidi auf der ganzen Strecke da, wo er landete, seine Betriebsmittel selbst beitban.-u, io daß der Flieger, wie im Ernstfälle, ohne jede vorlwrige Versorg img ganz aut lidi leibst und auf d>- Mensdnm angewiesen war, i denen er zufällig landet? Oberleutnant Real hat die Absidil, noch werter in tue Schwei; bis Bern zu fliegen Es Durfte dies ein bisher tin$;g dastehender Fall sein, daß ein ausländischer Flieger von einer deutschen Schul- m fein Vat'rland flieat Ter Apparat, auf dem schon mehrere Ferittlüge unternommen wurden, gehört dem Frankfurter Flugsportklub. roanöem und Reifen, SSder und Sommerfrischen. H öben 1 u stku i or t H o chw al dbau s e n am Vogelsberg. Es drängt einen iormlith, den Erholungsbedürftigen zuzurusen: Fetzt solltet Zdr in den Vogelsbttg [ominai, jetzt, wo ..alles, alles sich gewendet hat", wo „iluliider Vogelsang das Eiwadieu der Natur begleitet in sumvhonnchem Einklang. Die reine anregende kräftige Luft ist das ganze Jahr vorhanden, aber zu keiner Zeit ist die Natur so schön, so sreudvoll schön, so reid) an Farbe burd) den Blütenslor in Wald, Ham, Feld und Hag und das saftfrische Grün der Wälder. - Miltenberg. Tie bayerische '?lnrtdftabi Miltenberg in Unterfranken, in idyllischer Lage zwischen Lpessart und Odeii^ wald, 130 Meter über der Nordsee, gegen rauh? Nordwinde durch die vorliegenden Svessartberge gesdüitzt, andererseits Fluß unb Wald allzugroße Hitze verhütend, erfreut iidi eines milden gleichartig warmen und doch erfrischenden .stlimaS und ist das Zick za Ist reicher Misflüaler und Sommergäste Die Gliederung d:r Berge macht die Landschaft reid) an schönen Bildern und Aus« blirfvn, herrliche Nadel und La,ibhot;-Waldungeii mit gut gepflegten markierten Wegen und Sipbäilkeii, direkt bei her 2tobt. Miltenberg, dessen Geschichte Über 2 Jahrtausende zurückreicht, hat interessante Baudenkmäler und zählt heule über 1000 Einwohner: katholische, evangelische und Israelitiidie äirdien und Schulen. Real-- und Handelssdmle, Proghmimsium. Höhere Tochter- schule usw : Wasserleitung. Kanalisation, elektrisches Licht, ms- derne Sdiwrmm nnd Badeanstalten mit Luft und ionnen- Bädern, (liegenbeit zum Rudern und Fischen. Äerzte und Apotheke gleichfalls am Platze. AIS dreisackfer Eisenbahn knoten - punkt auch Fuhrwerke zur Verfügung ist Miltenberg auch geeigneter Ausgangspunkt für Tages Touren — Nordseebad Borkum. Illustrierter Führer miS Ortsplan und airielfarte. Jahrgang 1911. Expedition durch W Schmalbcs Buchhandlung in Emden. Alftährlich mbt die Borkumer Badedirektion den vorliegenden, banblidicn Führer, der kostenlos verabfolgt wird, nen hercuis: der diesjährige ist soeben erschicneti. Er enthält alles Wissensw . ^iiber das Bad und die Insel, wie auch Ratschläge für die Reue. TaS 72 Seiten starke Heft erhebt sidi weit über ine 'Rabemoivltc: u. a. inrrb in dem Manuel „Seeluft und Seebad" die Bed:utuno der Nordseelider als klimatische Mur orte und Badeorte aut wunitsdwftiicher Baiis begründet. Von den Neueinrichtungen für 1911 verdient besonders erwähnt zu werden die Waitdelnalle unb Promenade am Strand, deren mittlerer Teil mit überdachter vvalk. Er- srischnngsraum, Mnnivavillon nnd .stonzertplatz uttd zwe^ mach^ tigen zum Strande hinabsühreiiden Freitreppen zum Sommer fertiggcftcllt sein wird Tic Anlage, deren Gesamtkosten aut über eine Btertelinillwn iidi beziffern wcrdeii, ist ein Bauwerk, das einzig in feiner Art dastet.t und den bevorzugtesten Mittelpunkt des Badelebens in unmittelbarer 9Lcihe des Are er es bilden wird. Außerdem werden vier Tennisplätze nahe am Strand emge- riclnet werden, so daß auch zur Ausübung des Ballfports aus- reidwnd Gelegenheit ist. Eine Neuerscheinung ist der Borkumer Tattersall, der aud) Spazierritte am Strande ermöglicht. Unter den Illustrationen findet sich neben Tarstclluiigen über das Bad und seine (hnriditungen mancherlei, was Anspruch auf allgemeineres Interesse hat, B. die Bildckten über das Rettungs- wesen zur See, die Bogelkolonie, Levchttürni', Seebundjagd, See- und Strandbilder. Ein Anhang Einwohncrverzeichnis, Rur und Badertaxe, Auskünfte über Hotels und Pensionen, :lioisewege. Die ber diesen Barbaren wohnt kerne Muse " Diese Berackuung war cs, der die Leistungen der deutschen Frühhumanisten, des Eichstätter Tomherrn dllbrccht von Evb (ber in seinem Ehc- buch die Frage beantwortet, ob ein Mann sich verheiraten solle), des wün^mbergtsckcn Kanzlers Mclaus von Wnhe und des Autors der neuentdeckten Schrift allmählich ein Ende bereiteten. blickten. Hat doch R o g g i o , der berühmte päpstlickie Sekretär und Aittor der Facetten, gefragt: „Sind die Deutschen Menschen? Nein, schlaftrttnkene, blodc, schnarchende Gc schöpfe sind cs und niemals nüchtern." Und Eampano schrieb: „Leben ist hier gleichbedeutend mit Saufen. Barbarei der Geister ist ganz unglaublich. I-reunde Wissenschaft sind äußerst selten, der Eleganz gar keine: für das Studium der Humanität fehlt alle Fassungsgabc. Bei _ Die Weimarer Nationalfest spiele für die deutsche Jugend finden betannrlich diesen Sommer wiederum statt, und zwar in drei Wochenreihen vom 25. Juli bis zum 12 August. Jede deutsche Sdmlerschaft, die von einem Lehrer geführt wird und sich bis zum 15. Mai d. I. meldet, erhält Frei platze im Großhcrzoglidren Hoitheater zu den Vorstellungen von Hebbels „Nibelungen", Shatefvearcs „Wie es euch gefällt" und Schillers „Räubern" und freien Eintritt zu den Weimarer Dichter Häusern und Museeii. Für die beiden ersten Wochcnrechen siiid die Anmcldmigen aus Nord- und Mfttcldeutfdiland so zahlreich gewesen, daß faiun noch ein Platz zu haben ist, zu der dritten Wochcnreihe 8. bis 12. August, die namentlich für die süddeutschen bestimmt ist, haben sich aber erst etwa zweihundert Schüler gemelder. Da die FesEpiele durch die Entschließung des Reichstags, sie läbrlid) mit 10000 Mart zu unterstützen, Reichs- sadw geworden sind, wäre es 'ehr erwünscht, wenn aud) 1'dton diesmal Hinreichend Süddeutsche tcilnähmcn. Finden auch die Süddeutsd.en - ungleich den Norddeutsdien — in der Thüringer Natur meist nicht mehr Anziehendes als in ihrer Heimat, io sind dock' die Multurcinbrüde in Thüringen ganz außerott>entlich reich und vielseitig außer Weimar kommen namentlich Erfurt, Eisenach mit der Wartburg. Jena, Rudclsburu, Naumbi'rg mit Dom tn Betracht und im Bunde mir den Vorstellungen sehr gecign.t, demschcr Jugend einen gewaltigen idealen Eindruck für das ganze Leben zu geben. Die '?üuneü>ung har bei der „Geschäftsstelle des Deutschen Schillerbmides", Weimar, zu erfolgen. Es können aud) einzelne Schüler, die mit ihren Eltern kommen, teil» nehmen. . — Eine moderne Fnduuriehal le. Em mertwur- digeS Bauwerk, das zur Vorführung der ErrungeirfchaftiM der moderen Lerkehrstechnik dienen soll, wird in Neuvork erstehen, uni> t-as erforderliche Bauiapital von 8 Mülionen Mark ist bereits gesichert Das Bauwerr ist dazu bestimmt, Flngmaschrnem Mowr- boote, Auwmobile in der Fahrt zu zeigen, auf dem Tache ist Line bisher unbekannte Schrift des deutfchen 5rühhumanismus. In ber Münchener Hof- und Staatsbibliothek hat setzt ber Basler Univcrsitätsprofessor Tr. Rudolf Lug in- buhl einen Wiegendruck ausgcfunben, bet eine bis hör unbekannte Schrift aus der großen geistigen Bewegung dar- stellt, die zur deutschen Renaissance und Reformation env porsiihrt. Vermutlich dem Jahre 1478 angehörig, und in Straßburg gedrttckt, ist die Schrift für die Schweiz und Süddeutschland deshalb von besonderer Wichtigkeit, weil sie eine in sich abgeschlossene D a r st e 11 u n g des berühmten Burgunderkrieaes Hari« des Zkuh- n e n bietet, geschrieben und gedruckt unmittelbar nach diesem folgenschweren Ereignis. Tic Inkunabel führt den '-utel Nicolai de preliis et oceasu ducis Burgundie histoma Nachforschungen ergaben, daß überhaupt nur •> >rtürf des kleinen, nur 36 Seiten umfassenden Druckes vorhanden iinb. -i.er Autor, ber unter dein überwältigenden Eindruck des Schicksals Karls deo Kühnen steht, betrachtet den ftampt, wie Luqinbühl in ber Deutschen Literaturzeitung aussührt, als einen Kamps zwischen Deutsch und Welsch. Er beginnt iein Werk mit der Verwunderung darüber, daß die ^.eutichen, bereit Taten nicht weniger groß seien ald bic anderer Völker, sie vergessen ließen, obgleich es ihnen nicht an Poeten und Rednern fehle und dies vielleicht im Gedenken an ein Wort Sallusts über die alten Römer, lieber Ausgezeichnetes zu tun, als Ausgezeichnetes zu reden _^er Zweck seiner Studie bestehe hauptsächlich darin, den Leiern zu zeigen, wie vergänglich weltliche, aus ein zufälliges Glück ausgcbaute Macht ist. Und als er zum Schluß seines Werkes seine Scknveizer Landsleute wegen ihrer Mut- und Disziplinlosigkeit tadeln muß, schreibt er die schönen Worte: Es ist Pflicht eines jeden Historikers, fidt bei feinem Volke einer schmeichlerischen Vertuschung schuldig zu machen, sott dem die Geschichte so darzustellen, daß ihre Wahrheit aus sich selbst spricht. '?iid)t weniger interessant ist, was Nico laus über seine Darsteliungswefte sagt: ,,Meter lang und ebenso breit} ist, und 300 Personen aus einmal zu den oberen Stockwerken oder auf das Dach führen kann. Im Unterbau dieses Industriepalastes wird ein mächtiger „Ratskeller" eingerichtet, der 6000 Gästen Raum bieten soll. Das Hauptgcschvß wird Läden enthalten, aber tne sieben höheren Stöde bienen ausschließlich AusslcllungSzwecken. Eine interessante archite!ionische Ncuerimg ist der bewegliche Boden des großen mutieren Hose« Durch einen sd)wierigen Mechanismus Tann der ganze Boden je nach Betwrf gehoben ober gesenkt werden, so daß man B. im mittleren Hose in der Höhe des 9. Siockwerles eine Ausstellung veranstaltet und das 10. unb 11. Stockwerk bann zu Logen und Galerien benutzt. Das merkwürdige Bauwerk soll in den Madisons Garten erstehen, die fertigen Pläne sind gegenwärtig dem Stadtbaurat von Neuhor^ zur Genehmigung eingereicht. — Eine, die viel älter sein wo! Itc, als sie wa r^ Tie angeblich älteste Frau Teuisdüands,^ die am 1. Mai in Spitzcndorf ftn Bäuerischen Wald verstorbene Frau Josepha Eder, ist, wie die M. N. N. mitteilen, nicht 117, sondern nur 83 Jahre unb 46 Tage alt gewesen. Sic war infolge kümmerlicher Ernährung und harter Arbcft frühzeitig verwelkt und verwittert^ unb als sie vor 42 Jahren aus Böhmen nach Bayern kam mit ihrem damals 70 jährigen Manne, den sie kurz vorher geheiratet halte, da galt sie als gerade so alt wie er. Und der Glaube anderer an ihn gemeinsames hohes Alter war das Einzige, was der Mann der armen Frau hinterließ, dre als Witwe wieder von Almosen (eben muRic, wie zuvor. Als jedoch vor fünf Jahren ihre Ortsgcnoft'en die Zeftwigen auf die vermeintlich 104 jährige aufmertfam machten uni> fic alljährlich fest dem von Sommcrtourlstcn befudn uno beschenkt wurde, harte bic 2llte bessere Tage, und sie glaubte selbst daran, daß sie 105 ober, wenns sein solltze, auch 115 Jahre alt sei, und beannvortetc die ewigen Fragen nach ihrem Alter sehr einfach mit den Worten: „Jo, jo, bin holt recht oft!" Bor ein pcun: Jahren öffnete em gut gemeintes Gedicht des Münchener Schrift* stellers Marimrlian Schmidt, bei bic Not des alten Weibleins i'chudcrtc, Herzen und Hände, so daß außer einer Menge anderer nützlicher Geschenke ein Kapitälchen von 3500 Btark für die Alts. Aiiianimenlam. An einem cimigen Tag gingen 92 Postanweü'unyen nir sie cm und aus fast allen Städten und sehr tnelcn Orten Banerns, aus O esterreich - U ngarn, oer Schwei-, aus Italien und Frankreich waren Sendurrgen eingelaufen. I<.oensafts schres mit dct merkwürdigen Alten eine Frort aire dem Leben, die als seltene AusiNibme ihres Geschlechts gerne viel älter sein .vvltte ats sie war, aber nur br Not gehorchend, nicht ben eigenen Triebe, Die Ieuungcn hatten iic aber zur ältesten Frau Demlchlands. und d.cr angren^enben Dörfer gemacht. Fahrplane) gibt viele DrnThjdjc Wtnrc. Vorwort wird darauf ansinerksam gemacht, daß der Anfang der Saigon, speziell der Monat Juni, sich in hervorragendem Masse zu einem Aufenthalt an der Nordsee eignet; ähnliches gilt auch für die Herbslinonate. Die Bedeutung des V.rdeöl .geht aus der Besucherzahl hervor, 26 386 im Sommer NNO, die höchste Zahl, die während des 61 jährigen Bestehens des Bades erreicht wurde V o n de r H a r z l 1 u b - R o n t e n k a r t c für 1911 ist der 23. Jahrgang erschienen; sie wird auch dies Jahr Tausenden von Harzreisendcn ein unentbehrlicher Ratgeber sein. Bare lieber« sichtüchkeit, Zuverlässigkeit und Billigkeit — sind ihre Vorzüge. Auf der Musette findet der Wanderer die Fahrpläne aller Harz- Hahnen, Bosten, Postomnibusse, der neuen Automobilomnibus- Linien, unb die Zusammenstellung der Sonntagskarten nach dein Harz. — Allen denen, die beim Herannahen des Sommers gewillt sind, eine Sommerfrische auszusuchen, wird das von den Schriftführern des Harzklubs Huch und Hoffmann 1910 in ö. Auflage herauSgeaebene Verzeichnis der Sommerfrischen, Kur- und Badeorte im Harz als zuverlässiger Ratgeber willkommen sein. DaS Mchleiu, mit vielen Abbildungen aus' gestattet, unterrichtet den Leser über alle int Harz vorhandenen Sommerfrisck>en, einzelliegende Pensionen, Förstereien und Sanatorien und meldet die Anzahl der in den Orten ^ur Verfügung stehenden Gasthöfe, Sommertvohnungen und Logterhäuser. Als besonderer Vorzug sei betont, das; das Verzeiclpiis lediglich dem Interesse der Fremden dienen soll, aber nicht zur Reklame des Harzes und einzelner Orte ober gar Wirte. Neu lnnzugekommen ist ein Verzeichnis aller erschienenen Führer und Karten für den Gesamtharz und für die einzelnen Orte und eine Uebersichtskarte aller angegebenen Sonunerfrischen. — Hobbing 's Kursbuch der Schnellzüge im Deutschen und Internationalen Verkehr. Nach den amtlichen Bekanntmachungen bearbeitet. Verlag von Hobbing & Co., G. m. b. H., Berlin SW. 11. Kursbuch studieren ist meist keine vergnügliche Sache. Besonders der Reisende, der auf langen Strecken durchfahren will, muß viel Zeit und Mül>e aufwenden, um seine Route aus 3 und oft noch mehr Einzelstt ecken zusammenzustellen. Diesem leidigen Zustand hilft „Hobbing's Kuröbnch" ab, das alle direkten Strecken des Kontinents darstellt. Dieses Ziel zu Iverwirkticheu war nur dadurch möglich,^daß im wesentlichen lediglich Schnell- und Eilzüge und lediglich Schnellzugsstationen ausgenommen wurden. (Personenzüge siitd nur so weit berücksichtigt, als sie Zwischenglieder zwischen internationale n Linien verbinden). Aus die geschilderte Weise war es möglich, die Fahrpläne des ganzen Kontinents in dein handlichen Hobbing's Kursbuch zu vereinigen. Als wichtiger mciterer Vorteil kommt dazu, daß jeder Zug am Fuße des betr. Fahrplans mit seinen besonderen Eigenschaften — den einzelnen direkten. Wagen, den Wagenklassen usw. — charakterisiert ist, so baß dem Reisenden das mühsame Suchen nach den einzelnen Verkehrsbemerkungen erspart bleibt. Das Stationsverzeichnis des Buches ist derart übersichtlich und ausführlich gearbeitet, daß es auch dem unerfahrenen Reisenden das Aussuchen von Strecken mit großen Entfernungen ohne weiteres ermöglicht. Dörscn-Wochcttbcricht. — Franks n r t a. M., 12. M ai. Ebenso wie nit der Neuyorler Börse hat auch an den deutschen Märkten der A b w i ck 1 u n g s p r o z e ß in den letzten Tagen meistere Fortschritte gemacht. Wenn den verschiedenen politischen Fragen, die gegenwärtig auf der Tagesordnung stehen, auch gerade feine tiefergehende Bedeutung beigelegt wird, so verursachen sie dadurch, daß sie so lange von sich reden machen, immerhin ein Gefühl des Unbehagens. Dazu kommt, daß man stets mit der Möglichkeit einer unerwarteten Zurückziehung der amerikanischen Gelder, die gegenwärtig in Europa stehen, rechnet und infolgedessen der Flüssigkeit des Geldmarktes nicht recht froh werden kann: endlich mögen aber auch die Vorbereitungen für die beginnende Reisezeit dazu beitragen, die Unternehmungslust ein« zuichräulen. Tatsache ist jedenfalls, daß das Geschäft an der Börse nachgelassen hat und da die Kurse infolge des Fehlens neuer Käuserschichleu nicht mehr weiter steigen, entfällt auch der Anreiz «um Tnrchhalten der bedeutenden Positionen für dos spekulierende Publikum, so daß dieses sich jetzt eher zu Verkäufen entschließt. Die Abnahme des BescliäftigiingSgrades in der amerikanischen Eisenindustrie und die dadurch bedingte Erhöhung der Ausfuhr hat zur Abschwääumg auf dem i n t e r n a t i o n a 1 e n E i s e n- markt entschieden beigetragen und was die heimische Montan- Industrie betrifft, so sind die hochgespannten Dividendenhoffnungen Starr-esaiiitsiracbrichte>i. Giehen. Aufgebote: Mai 5. Otto Jperbcl, Pfarrassistient in Langen, Bez. Darmstadt, mit Martha Schmeckenbecher in Gießen. — 8. Hermann Trink aus, Oberpostschafsner in Gießen, mit Katharina Kraft in Guxhagen. — 8. Wilhelm Rudolph, Piaiwforte- bäübler, mit Maria Räuber, beide in Gießen. — 11. Karl Rockel, Kaufmann in Lauterbach, mit Berta Hedrich in Meick>es. — 11. Dionysius Broich, Hüttenarbeiter in Duisburg, mit Susanna Hansen in Keldenich. Eheschließungen: Mai 6. Joseph ©utencuer, Vizefeldwebel und Zahlmeister-Aspirant, mit Wilhelmine Eidmann, binde in Gießen. — 6. Wilhelm Werner VII., Installateur in Egelsbach, mit Karvline Schmidt in Gießen. — 6. Lndivig Sommer, Schlosser, mit Marie Friedrich, beide in Gießen. Geborene: Mai 1. Dem Glaser Heinrich Franz Beck ein Sohu, Friedrich Peter Heinrich. — 2. Dem Postboten Johann Georg Hofmann ein Sohn, Georg Hermann Paul. — 2. Dem Pianisten Jakob Stephan Stephan» ein Sohn, Ernst. — 3. Dem Gärtner Gustav Wittmann eine Tochter. — 4. Dem Kreisstraßen- wart Wilhelm Kipper ein Sohn, Otto. — 6. Dem Fuhrmann Georg Schneider eine Tochter, Marie Cölestine. — 7. Dem Ober-Telegrapheuleitungsaufseher Heinrich Wagner ein Sohn, Wilhelm Hermann Erich. — 8. Dem außerord. Universitäts-Professor Dr. Johann Georg Mönckeberg eine Dodster, Gisela. — 8. Dem Kaufmann Inda Rosenthal eine Tochter, Ilse. — 8. Dem Möbel- Packer und Tienstmann Jakob Rinderknecht eine Tochter, Auguste SJiargarctc. — 10. Dem Schuhmacher Konrad Steber ein Sohn, Karl Konrad. Gestorbene: Mai 6. Irmgard Olga von Hippel, 9Jahre olt, Blockstraße 13. — 8. Heinrich Bernges, Dienstknecht, 27 Jahre alt, Wiesecker Weg 40. — 8. Johannette Volp, geb. Atthaus, 77 Jahre alt, Ludwigsttaße 46. — 10. Elisabeth Möhl, 42 Jahre alt, Baljnhofsttaße 26. — 11. Karvline Synofezik, geb. Dom- nick, 27 Jahre alt, Bleichstraße 38. — 12. Sluguft Lerch, Fabrikarbeiter, 21 Jahre alt, Schillerstraße 23. Atten-Buseck. Aufgebote: Mai 11. Ludwig Wagner, Weißbinder, mit Margarete Wagenbach, beide in Alten-Buseck. Bad-Nauheim. Aufgebote: April 15. Friedrich Wilhelm Minder, wissen- schanl. Hilfslehrer, mit Louise Theodore Ella Langenbach, beide tu Bad-Nauheim. — 25. Gustav Wolf, Kaufmann in Bad-Nauheim, mit Hilda Spiegel in Wertheim. Eheschließungen: April 1. Konrad Langgöns, Straßen- wart in Bad-Nauheim, mit Katharine Elise Hirsch in Friedberg. — 4. Dr. Heinrich Schwalb, uralt. Arzt, mit Anna Margaretha Parr, beide in Bad-Nauheim. — 11. Ernst Hermann Neumann, Bankbeamter in Frankfurt a. M. - Hausen, mit Karvline Luise Irsch in Bad-Nauheim. Ge b o r e n e: April 2. Dem Badewärter Wilhelm Stamm IV. eine Tockter, Ida. — 3. Dem Gastwirt Johannes Erdmann Dutschmann ein Sohn, Friedrich Johannes. — 11. Dem Musiker Robert Paul Limbach _cin Sohn, Ernst Horst. — Dem Kutscher Rudolf Eilbacher ein Sohn, Karl Rudolf. — Dem Installateur Valentin schlosser eine Tochter, Friederike Karvline. — 12. Dem Handarbeiter Heinrich Weber- ein Sohu, Heinrich Wilhelm. — 24. Dem Jinan zaspirant Johannes Schnell ein Sohn, Andreas Johannes. infolge der sich immer deutlicher anWudigenden großen Schwierigkeiten bei der Erneuerung der Hauptverbände neuerdings ins Weichen geraten. In Anbetracht des geringen Entgegenkommens, das in den bisherigen Verhandlungen von den Hüttenzeck^cn den reinen Kohlenzechen gezeigt worden ist, sind maßgebende Fachleute zurzeit wenig optimistisch für das Zustandekommen des Kohlen-Syndikats unb fassen die Notwendigkeit staatlicher Regelung immer mehr ins Auge. Inzwischen verlautet, daß eine weitere Steigerung der Umlage beim Kohlensyndikat in dlussicht steht, die natürlich den Betriebsgewinn der Kvhlenzeck>en weiter schmälern würde. Unter dem Einfluß dieser Meldungen kam die gedrückte Tendenz namentlich am M v n t a n m a r E t e scharf zum Ausdruck. Nachdem die Kurse der führenden Werte etwa 3 bis 4 Prozent geworfen wurden, zeigte sich aber später wieder einige Deckungsbegehr, zumal neben Meldungen über eine Einigung zwischen den beiden großen Roheisen-Gruppen höhere Dividendentaxen für die Laurahütte etwas Anregung boten. Man schätzt die Dividende auf etwa 6 Prozent. Hierdurch wurde nicht nur dieses Papier, sondern auch andere schlesische Hüttenaktien gestützt. Unsicher war die Haltung von anderen I n d u st r i e p a p i e r e n, namentlich von Elektrizitätswerten, in denen die Ueberspeknlation stärker zum Ausdruck tarn, indessen sind größere 'Kurseinbußen gegen die Vorwoche nicht zu verzeichnen. Schwächer lagen einzelne Maschinenfabrikaktien, von benen Badenia 7 Prozent, Dürkopp 12 Prozent verloren. Aluminium Neuhausen haben 10 Prozent ein gebüßt auf die Meldung, daß die zwischen der Gesellschaft, der British Aluminium Co. und den französischen Werken getroffene Vereinbarung, wonach fein Aluminiummetall unter 136 Mk. per Tonne abgegeben werden soll, von letzteren gekündigt worden ist. Eine Kurssteigerung von 46 Prozent erfuhren dagegen die Aktien der Deutschen Gold- und Silber-Scheide-Anftalt ivohl noch int Zusammenhang mit der überraschend gekommenen Divideitden- erhöhung auf 40 Prozent. Holzverkohlung haben ihren vorwöchigen Kursrückgang ebenfalls wieder eingeholt. Nürnberger Pinselfabrilen gewannen IOV2 Prozent, während Zellstoff-Waldhof 6V2 Prozent verloren. Banken neigten vorwiegend wieder zur schwäche, ebenso T r an s po r tan sta 11 en , dagegen konnten S chif fahrtsakt ie n sich etwas erholen infolge der sachlichen Darlegungen über die Geschäftslage der großen Gesellschaften. Heimische Anleihen konnten bis jetzt nur wenig vvm leichteren Geldstande profitieren und fremde Renten hatten zum Teil unter den politischen Meldungen etwas zu leiden. Privat-Diskonto 215/i6 Prozent. Handel. — Der Bierverbrauch in Deutschland scheint, narhdem er einige Jahre lang flurnrfgegangen war, sich jetzt doch luieber zu heben. Im Rechnungsjahr 1910/11 ist die Einnahme aus der Brausteuer und UeberganqSabgabe int norddeutschen Brau- fteuergebiet auf 120 Mill. Mr. gestiegen: nn paushalt waren nur 111,5 Mill. Mk. angefetzt. Atich der Umstand, daß seit etwa einem Jahre die Einfuhr von Braugerste in anhaltender und starker Zunahme begriffen ist, läßt darauf schließen, daß sich Produktion und Verbrauch von Bier in Deutschland wieder vermehren. — Deutscher R v g g c n e 5 y 0 v t n a ch F r a u k r e i ch. Seit dem vorigen Jahr findet em Parker Abfluß von Roggen aus Deutschland nach Frankreich statt. ES scheint, daß die Franzosen dem Roggenbrot allmählich Geschmack abgewinnen, denn daß der deutsche Roggen in Frankreich hauptsächlich als Brotgetreide Verwendung findet, dürfte daraus zu schließen sein, daß sich gleichzeitig auch die Ausfuhr von deutschem Roggeumehl nach Frankreich zu enhvicfeln beginnt. Die Ausfuhr vou Roggen unb Roggcmuehl nach Frankreich hat betragen: Roggen Roggenmehl Jahr 1909 .... 115 dz 8 dz „ 1910 .... 560 528 „ 65 766 „ 1. Quartal 1910 . . 135 „ — „ 1911 . . 324 900 „ 85 957 „ UebrigenS ist Frankreich zurzeit auch ein recht bebeuteiiber Abnehmer von deutschem Weizen. Es hat im Jahre 1910 978 000 dz Weizen aus Deutschlaud erhalten gegen 9323 dz im Jahre 1909; im ersten Quartal 1911 betrug die deutsche Weizen- auSsuhr nach Frankreich 622 319 dz gegen 250 dz gleichzeitig 1910. Märkte. Gießen, 13. Mai. Marktbericht. Auf heutigem Wochen- markte kostete: Butter pr. Pfd. 1,25—1.30 Mk., Hühnereier 1 Et. 6—7 Pfg., Enteneier 1 Stück 8—0 Pfg., Gäuseeier 1 Stück 10 bis 12 Pfg«, Hase pr. St. 6—8 Pfg., Käsematte pr. St. 5—6 Pfg., Tauben pr Pr. 0,80—1,00 Alk., Hühner pr. St. 1,00—1,60 Tif Hahnen pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Enten pr. St. 1,80-,2,20 Mt' Gänse das Pfd. 75—80 Pfg., Ochsen fleisch pr. Pfd. 86—94 Pt>' Rindfleisch pr. Pfund 86—90 Pfg., Kuhfleisch 70 Pfg., Schweine', fleisch pr. Pfund 70—90 Pfg., .Kalbfleisch pr. Pfd. 88—92 Pf,,., Hammelfleisch pr. Pfd. 60—88 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Jlg. 10.90 bis 12.00 9)1 f,, Weißkraut das Stück 30 bis 40 Psg^ Zwiebeln per Ztr. 10,00—12,00 Mk., Milch das Liter 20 Pfg., Aepiel per Ztr. 20 bis 80 Mk., Nüsse 100 Stück 50—60 Pfg., per Ztr. 0—Du Mk., Bohnen per Pfd. 00—00 Pfg. Marktzeit von 7—1 Uhr. kirchliche Nachrichten der evangelischen Gemeinde Büdingen. Sonntag Kantate, den 14. Mai: Vormittags 10 Uhr: Pfarrer Schäfer. Katechismuslehre (Knaben). Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Göbel. Kollekte für die evangelische Diaspora im Auslande. Die Amtswoche hat Pfarrer Göbel. Katholische Gottesdienstordnung. Sonntag den 14. Mai 1911: Nidda: 8X Uhr. Büdingen: 10 Uhr. Mrteorologiiche Beobachtungen der Station Eichen. Wetter a p c o Z o.X u 3 _ «*3 12. 2" 747,7 18.2 10,5 67 8 2 9 Sonnenschein 12. 9“ 743,7 13,4 10,0 88 8 2 8 13. 7« r<43,4 12,4 9.3 88 8 2 0 Sonnenschein Zchste 5 'emperatur a in 11. bis 12 . N ai - - f- 18,9*3. Niedrigste ■ , 11. . 12. r=5 h 9,8 0C. Niederichlaa — 0,5 in in. D'c zarte Mcnschenpstanzc will gehegt und gepflegt sein unb gedeiht nur, wenn die Ernährung richtig ist. Nestle'S Kinder, mehl erfüllt alle Anforderungen, die man au ein Stärkungs- unb ausschließliches Nahrungsmittel für Säuglinge und kleine Kinder stellen kann. Eine halbe Dose erhältlich in jeder Apotheke, Drogerie usw. zu 75 Pf. und eine ganze Dose zu MO Mk. Gratis, probe und illustrierte Broschüre über die Pflege des Kindes durch Nestle-Gesellschast, Berlin W.57, Bülowstraße 56 H. ss80,, Kassensdiränke Fr. Krogmann Dahnhofnirasse 30 Dlo/3 Fernsprecher 401 Mundwasser ________ _ Wenn Sie Ihr Kind gesund, munter und geistig frisch sich entwickeln sehcn wollen, so geben Sie ihm Dr. HmnmeNS Hämatogen. Warnung! Man verlange ausdrücklich den Namen Dr. Hommel. tv'/, Sterbefalle: April 27. Jafobine Unzicker, geb. Un- zicker, 79 Jahre alt. vutzbach. Etzeschließwngen: Mai 6. Ludwig Krug, Sergeiank, mit Elisabethe Buß, beide in Butzbach. Geborene: Mai 4. Dem Fuhvknecht Friedrich Zimmer-. männ eine Tochter, Emma. — 6. Dem Weißbinder Heinrich Jung ein Sohn, Heinrich Konrad. Sterbefälle: Mai 6. Georg Weickhardt, Buchbindermeister, 37 Jahre alt. Bübingen. Aufgebote: Mai 6. Sebastian Hain, Bäcker, mit Barbara Schlett, beide in Meinaschaff. Eheschließungen: Mai 7. Otto Ludwig Wittekind, Maler und Weißbindermeister, mit Enrilie Hemmiug, beide in Büdingen. Geborene: Mai 4. Dem Schuhmacher Wilhelm Heinrich Jecke^ eine Tochter, Anna Elisabeth. Sterbefälle: Mai 7. Konrad Herbert, Verwalter, 67 Jahre alt. — 8. Ludwig Rau, Maurer, 76 Jahre alt. grieöberg. Es chließun g en: Mai 8. Karl Philipp Schertel, Dienstknecht, mit Katharine Schäfer, beide in Friedberg-Fauerbach. Geborene: Mai 3. Dem Großh. Kulturinspektor Friedrich Heyl eine Tochter, Annaliese. — 6. Dem Etsenbahnschaffner Adalbert Gehbert ein Sohn, Hermann Adalbert. ^oterbefälle: Mai 3. Franzisla Scherf, geb. Steinhauer, 37 ^>ahre alt. — 7. Georg Buß IV., Landwirt von Rodheim v. d. H., 71 Jahre alt. — 10. Fri^erike (Äerwein, geb. Roth- schlld, 83 Jahre alt. Grohen-Bufeck. E h e s ch l i e ß u n g e tr: Mai 7. Konrad Nicolai, Musiker, mit Elisabethe Gans, beide in Großen-Buseck. c h ° r e n e: Mai 2. Dem Maurer Philipp Buchtaleck II. ein Sohn, Wilhelm. — 7. Den: Bahnarbeiter Wilhelm Kloos ent Sohn, Wilhelm. — 9. Dem Eisendreher Otto Weiß eine Tochter, Frteda. S t e r b e fälle: Mai 8. Christoph Schwalb VIII., Landwirt, 76 Jahre alt. Heuchelheim. Eheschließungen: Mai 7. Wilhelm Heinrich Balser II., Taglöhiter von Rödgen, mit Katharina Neidei von Heuchelheim. Geborene: Mai 3. Dem Metzger Wilhelm Nesseldreher ein ^ohn, Otto Wilhelm. — 5. Dem Landwirt Philipp Kröck X eine Tochter, Emma. Kktn=£hiöcn. Aufgebote: Mai 10. August Müller, Hilfsheizer in Klein-Linden, mit Emilie Härter in Isert. Eheschließungen: Mai 7. August Sleger, Eisenbahngehilfe tn Klein.Ltnden, mit Luise Riedesel in Gießen. Kroföorf. a) Standesamt Krofdorf: Gemeinden Kinzenbach, Krofdorf-Gleiberg, Vetzberg. d)L>tandesamtLaunsbach: GemeindenLaunsbach,Wißmar Aufgebote: April 29. Ludwig Becker, Fuhrmann, mit Karottne Gerlach, beide in Vetzberg. — Mai 4 Karl Mandler, Postbote in Gießm, mit Emma Abel in Mrmborf. — 6. Konrad Römer II., Aiaurer in Vetzberg, mit Eltsabetha Winter, geb. Becker, .in 'Krofdorf. — 9. Heinrich Bittendorf, Wagner, mit Karvline Körber, beide in Wißmar. Geborene: April 27. Dem Pflasterer Emst Röhrsheiit zu Krofdorf ein Sohn, Karl. — Dem Maurermeister Georg Foc- bad) zu Wißmar eine Tochter, Frieda. — 29. Dem Taglöhmr Friedrick) Bechthold zu Launsbad) ein Sohn, Friedrich Wilhelm. — 30. Dent Eisenbahnschaffner Louis Kraft zu Wißmar ciitr Tochter, Anna. — Mai 1. Dem Hüttenarbeiter Friedrich Mandln zu Wißmar eine Tochter, Ottilie. — 2. Dem Daglöhner Wilhelm Winter zu Launsbach eine Tochter, Anna. — 3. Dem Weißbinder Johann Georg Mandler zu Wißmar ein Sohn, Otto. «Sterbefälle: Mai 1. Elisabeth Reuschling, geb. Medebach, Kinzenbach, 59 Jahre alt. — 6. Wilhelmine Leib, Fabrikarbeiterin, Krofdorf, 24 Jahre alt. Laubach. Geborene: Mai 5. Dem Weißbinder Heinrich Heil« berget ein Sohn. Leihqestern. Geborene: Mai 3. Dem Grubenarbeiter Paul Szyrp kowiak ein Sohn, Paul Bruno Lich. Eheschließungen: Mai 6. Arthur Bruno Srani, Schreiner, mit Anna Elisabethe Zörb. — 11. Ludwig Wolf, Landwirt, mit Marie Magdalene Jung. Geborene: Mai 4. Dem Kreisoeterinärarzt Paul Hermann Walter eine Tochter, Irmgard. Sterbefälle: Mai 4. Karl Werner, 4 Tage alt. — 9. Johann .Christoph Winn, Maurer, 84 Jahre alt, Oberstadt. Lollar. Aufgebote: Mai 6. Otto Rein, Elektromonteur in Benrath, Kr. Düsseldorf, mit Emma Körner in Lollar. — 8. Ludw g Heinrich Rohrbach VIII., Schlosser, mit Margarethe Rau, beibe in Lollar. Geborene: Mai 4. Dem Polizeidiener Friedrich Heuscr eine Tochter, .Emilie. Londorf. Sterbesälle: Mai 7. Friederike Becker, geb. Göbch 53 Jahre alt, Schotten. Eheschließungen: Mai 7. Karl Heinrich Albert, Stricker, mit Anna Martha Schmalz, beide in Schotten. Geborene: Mai 2. Dem Metzger uüd Landwirt Heinr:ch Rühl I. ein Sohn, Heinrich. wiefeck. Geborene: Mai 8. Dem Bahnarbeiter Karl Wemcr ein Sohn, Ernst. Sterbe fälle: Mai 6. Ludwig Deibel II., 81 Jahre alt Zamilien Nachrichten aus anderen Orten. Geburten: Herrn Otto Ströhmaun in Herborn ein Soll«. Verlobte: Fräulein Johanna Meckel mit Herrn Gri 'i Haustein, beide in Herborn. Gestorbene: Frau Elisabethe Zoll, geb. Schmeicker, n Elpenrod. — Frau Emilie Jrmg, geb. Krebs, tu Ober-Ohmen- — Herr Dr. med. Heinrich Rapp in Darmstadt. - Frau^Wit« e Johannette Zimmermann, geb. Panzer, Frau Wilhelmine Schare:, geb. Hachenbach, beide m Wetzlar. — Herr Heinrich Bergbaus^' in Niedergirmes. — Herr Johannes Friedrich m Altenberg. A:rr Adam Schmidt in Bonbaden. LÄS* lUNg. Fernsprecher *01 Bahnhofstrasse 30 linke 08146 Bad Vilbel Hords ecbodWittdün Bad Hersfeld /wasser/ Langi. Borsteb. ein. Sanatoriums. 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