Nr. 88 Erstes Blatt 161. Jahrgang Donnerstag, 13. April 1911 GiehenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberyeffen Ter Sletzener «nzelga erschein« täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich SiebenerZamilienblätter, zweimal wöchentl.Nreir. blatt fürdenKrelsGiehen (Dienstag unb^reüaq); zweimal monatl. tand- wirtschaftliche Seitsracen srernsprech - Anschlüsse. für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse lut Depeschen: Anzeiger Gießen. vezn gSpretSr monatlich 7b Vi., viertel» jährlich Alk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich Kd Ps.; durch die Bost Mk. 3.—viertel« lährL ausschl. Beslellg. Zeilenpreis: lokal 16-I3fw ansivärtS 20 V'enniq. Chefredakteur: A Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August Doey. für .Feuille« ton'. .Verinrschtes' und .GerichtSsaal-- R. Reu» Bofaflotuönu! nnb Verlag der vnihl'schen Unio.-Vuch. und Stelndruckere« R. lange. Neda!,Ian. LspedMon und vruckerel! SLuIftratze 7. ZE. dm bis vormittags 9 Uhr. vüdingen: Fernsprecher Nr. 50 Seschäftzftelle vahnhosstrahe 16a. Anzeigenteil: H. Beck. Die heutige Nummer umfafet 16 Seiten. Neue winzerunruhen in Lrantreich. Die Winzer im Marnedepartement sind eigentümliche llÖTTtge und gewalttätige Menschen. Sie haben vor dem Osterfeste ganz Frankreich in Unruhe und Schrecken vei> setzt Und die abscheulichsten Greuel verübt. Der Grund war folgender: Im französischen Senat hatte der Abg. Lenoir den Antrag einaebracht, die Regierung zu ersuchen, die Abgrenzung aller Weinbaugebiete, die im Dezember 1906 fest gelegt worden war, wieder aufzuheben und allen Weinproduzenten und Champagnerfabrikanten Frankreichs somit das gesetzliche Recht zu geben, ihre reugnisse nach Belieben herzustellen und zu bezeichnen. Als der Senat den Vorschlag T-enoix mit großer Mehrheit angenommen batte, da brach die kaum verhaltene Wut der Winzer in der Marne mit geradezu elementarer Gewalt los. Das aus 102 Mitgliedern bestehende Winzerkomitee vielt gerade unter dem Vorsitze seines Präsidenten Balour- oet die Sitzung ab, in der über die Lage und die zu ergreifenden Schritte beraten wurde. Daher waren die Führer ferin von ihren Mannschaften und konnten auf diese keinen beruhigenden Einfluß.ausüben. In jener Sitzung gelangte denn auch eine beschwichtigende Tagesordnung zur Annahme, in der das ganze Vertrauen der Winzer der Marne in die Entscheidung des Staatsrates gesetzt lvurde. Inzwischen sei den Winzern Ruhe und Mäßigung anzuempfehlen. Diese weise Tagesordnung kam nicht mehr zur Kenntnis der großen Masse der Winzer. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich dagegen von den Städten aus die telegraphisch übermittelte Nachricht von dem erwähnten Senatsbeschlusie, und dies war das Signal zu einem schrecklichen Aufstand, über den heute folgende Meldungen vvr- liegen: Die Erstürmung und Plünderung brr Champarnerhäuser. Paris, 12. APril. Der gestern vom Senat angenommene Beschlußantrag, in dem die Regierung aufgefordert wird, alle Abgrenzungen der Äein baubezirke abzuschafsen, hat unter der Winzer- bcvölkerung des Marned,eparteme«rts die größte Erregung Hervorgernfen, die bereits heute »acht in den schlimmsten Zerstörungen zum Ausdruck fant. Jn den Ortschaften Damery und Dizy wur> den fünf Champagnerhäuser, die in dem Ruf sranden, Wein!aus anderen Departements zur Champagner bereitung zu benützen, angegriffen. Besonders in Dizy wurden arge Verwüstungen angerichtet. Die Kellereien der Firma Castellane wurde,t vollständig ausgeplündert; von den dort lagernden 2 3 00 00 Flaschen Champagner soll fast nichts übrig geblieben sein. D^r gesamte Wein wurde in die Gossen abgelassen und die Leute wateten stellenweise bis zum Knie darin herum. In Damery bombardierten die Ruhestörer die Maschinen mehrerer Eham- vagnerfirmen mit Steinen. Besonders arg wurde das .Haus oes Weinhändlers D e l v o u i n mitgenommen. Die zur Wiederherstellung der Ordnung ausgebotencn Dragoner und Gendarmen trafen erst ein, als das Zerstörungswerk schon vollbracht war. Tie Winzer hatten, um das Anrücken der Truppen zu erschweren, an drei Punkten Barrikaden errichtet. Nachts kam es zu einem Zusammenstoß zwischen Dragonern und Winzern, wobei mehrere Winker verwundet wurden. Die Ruhe störer hißten an den Bürgermeisterämtern in Damery und Comnieres eine rote Fahne und empfingen bie Truppen mit dem Rufe: „Hoch das 17. Regiment!", eine Anspielung auf die Meuterei dieses Regiments, das im Jahre 1907 zur Unterdrückung des Winzeraufstandes im Süden Frankreichs Aufgeboten worden war. In Reims herrschte nachts große Beunruhigung, da sich das Gerücht verbreitete, daß eine große Anzahl aufrührerischer Winzer in geschlossenem Zuge anrücke. Den Truppen wurde Bereitschaftsbefehl erteilt und sämtliche Kellereien der großen Champagnerfirmen erweitert militärische Bewachung. Der Verband der Winker wird heute morgen die Gemeinderäte, Bezirks- und Generalräte auffordern, ihre Entlassung zu geben. In einer Meldung aus Ep ern ay werden diese schlimmen Nachrichten wie folgt bestätigt: Eine Kolonne Weinbauer traf um halb 10 Uhr mit roten Fahnen an der Spitze in Dizy ein. Die dortigen Weinbauer, welche auf der Mairie versammelt waren, vereinigten sich mit den ankommenden. Alle wandten sich gegen ein Champagner- Haus, erbrachen die Türen zu den Kellern und Weinlagern und zerschlugen alles, was ihnen in die Hände kam. In den Lagern befanden sich 23 00 00 Flaschen Champagner, auch die Geschäftsburcaus wurden geplündert. Mit dem Material der Weinlager errichteten die Winzer drei Barrikaden in den Straßen Dizys und steckten Tonnen und Teer in der Nahe einer Barrikade in Brand. Tas Feuer wurde durch die Bevötlerung gelöfchr. Ueberall in den Straßen lagen Glasscherben und Flaschenreste. Auf den Bürgermeisterämtern von D zy und Cumieries wurden r o t e F a h n e n gehißt. Aehnliches ereignete sich in Damery, wo ebenfalls ein Champagnerhaus geplündert wurde. In Eperuay erreichte die Erregung ihren Höhepunkt. Truppen bewachen alle Straßen. In Damery wurden die Winzer durch Rauchsignale und Sturmläuten herbeigeruseu. Sie bewaffneten sich mit Hacken, Piken und Balken und rannten bei fünf Champagner- firmen die Türen zu den Weinlagern ein. Dort schlugen sie die Tonnen entzwei und zerbrachen die Flaschen. Sie machten die Fuhrwerke unbrauchbar, warfen die Waren auf die Straße und versuchten die Häuser mit Stroh in Brand zu stecken. Das Stroh fing infolge der Feuchtigkeit des ausgegosscnen Weines fein Feuer. Alles wurde zertrümmert. Ein wahrer Strom von Wein ergoß sich in den Straßen Damerys. Zwei Schwadronen Dragoner wurden durch Barrikaden aufgeha.'ten. Frauen warfen sich vor diePferde, um sie nicht durch- z ul assen. Mitternacht war es den Dragonern noch nicht gelungen, in das Dorf einzudringen, das in eine Art Festung verwandelt ist. Reims, 12. April. Der Zug der Winzer hatte sich gegen Dizy, Venteuil und Hautvillers zu gebildet Die Leute führen Rebstangen mit sich und fingen revolutio.^ näre Lieder. Der Zug gelangte bis in fcie Nähe von Ay, wo fetzt zwei Schwadiwneu Dragoner liegen: obgleich die Straßen gesperrt waren, gelangtes doch viele Winzer durch die Weinberge in die Stadt: airdere wurden außerhalb von Ay von den Truppen zurückgehalten. Gegen 12 Uhr mittags versuchten die Dragoner die DLenschen zu zerstreuen: viele weigerten sich aber, zu weichen und warfen sich vor die Pferde. Die Winzer beabsichtigen fet.t, nach Epernay zu ziehen. Die militari) e Besetzung des Weinbaugebietes. Reims, 12. April. Alle Punkte des Weinbezirks wurden heute morgen militärisch besetzt. Ansammlungen wurden verboten. Gendarmerieabteilnng'en bewachen die Häuser von Damery, die heute Nacht geplündert worden siird. Paris, 12. April. Die parlamentarischen Vertreter des Marne Departements mit Leon Bourgeois an der Spitze haben an den Winzerverband in Epernay ein Telegramm gerichtet, in welchem sie diesen beschwören, gegen alle Gewalttätigkeiten Einspruch zu erheben und die Winzer daran zu erinnern, daß der Erfolg jeder gerechten Sache auf der Achtung vor den Gesetzen beruhe. Amtsniederlegungen. Epernay, 12. April. Die Gemeindebehörden von Damery und Umgebung legten ihre Aemter nieder. Vom Rathause in Damery weht eine rote Fahne. In der vergangenen Nacht wurde in Venteuil das Kelter- Haus zerstört. Heute morgen wurden Raketen im ganzen Weinbaugebiet abgeschossen, um die Winzer zusammenzurufen, die zu mehreren Tausenden auf Epernay marschieren. Anfragen in der Kammer. Paris, 12. April. Die Kammer beriet die Anfragen betreffend die Haltung der Regierung gegenüber der Abgrenzung der Weinbaugebiete. Berry maß die Schuld an den beklagenswerten Vorgängen im Marnegebiet der widerspruchsvollen Haltung des Ministerpräsidenten bei, worauf Ministerpräsident Monis erwiderte, er habe stets dieselbe .Haltung beobachtet. Berry forderte sofortige Abschaffung der Abgrenzung. Combrouze verteidigte die Abgrenzung und sagte, die Kammer dürfe nicht unter dem Druck des Aufruhrs darüber beraten. Ministerpräsident Monis erklärte: Das Gesetz müsse a b g e ä n d e r t werden. Allerdings ist der jetzige Augenblick ungünstig. Diese Abänderung muß forgfälug überlegt werden. Ich bedarf des vollen Vertrauens der Kammer, nm die gegenwärtigen schmerzlichen Schwierigkeiten zu überwinden Die Stunde, über die Abgrenzung hier zu verhandeln, ist vorbei. Dies muß dem Ausschuß Überlassen werden, mit dem die Regierung zusammen arbeiten wird. Nicht durch Worte, sondern durch Taten gedenke ich die Ordnung wieder her* zustellen. Jaurös forderte Aufrechterhaltung der Abgrenzung, bis wirksame Maßnahmen zur Unterdrückung der Fälschungen ergriffen seien. Le fev re wünschte bestimmt zu wissen, was die Regierung zu tun gedenke. Ministerpräsident M o • nis erklärte, die von Dalimier eingebrachte Tagesordnung annehmen zu wollen. Klotz verlangte ebenso wie Lefevre, daß Monis sich deutlicher erkläre. Der Redner kommentierte in beißender Schärfe dessen Weigerung, mehr zu sagen; trotzdem werde er im höheren Interesse des Landes sein Vertrauensvotum für das Ministerium abgeben. Monte« bello erklärte, er werde ebenfalls für das Ministerium stimmen, wenn es fein Versprechen halte, daß die Frage dem Ministerrat unterbreitet bleiben werde. Monis er- miberte, er mache sich dazu anheischig und stelle die Vertrauensfrage. Der erste Teil der Tagesordnung Dalimier, nach welchem die Kämmer in Ruhe die Lösung der durch die Abgrenzungen aufgeworfenen Fragen zu verfolgen beschließt und an die Vernunft und an das Ver trauen der. Bevölkerung appelliert^ wird mit 542 gegen 7 Stimmen angenommen. Ter zweite Teil, der der Regierung das Vertrauen aus spricht, mir 323 gegen 97 stimmen, der Rest, der die Erklärungen der Negierung billigt und den weiteren Zusatz ablehnt, mit 328 gegen 138 Stimmen. Schließlich wurde die Tagesordnung im ganzen in einfacher Abstimmung angenommen. Die Erklärungen des Ministerpräsidenten Monis und die Abstimmung über die Tagesordnung der Kämmer werden wahrscheinlich die Folge haben, daß dis Abgrenzungs frage im Senat wieder auf- gerollt wird Wie heute abend verlautet, wird ein Senator, vielleicht Clemeneeau oder Poincare zu Beginn der morgigen Sitzung des Senats eine Anfrage über diesen Gegenstand einbringen. - '• "'*J .— *1 '--JL1" !?■—'------" 2lit5 Hessen. Der Finanzausschuß der Zweiten Kammer wirt», wie man uns aus Darmstadt mitteilt, seine Tätigkeit nad) Eitern, am Dienstag den 25. Avril, hneber aufnehmcn und n er la n dze n t r a 1 e in Wölfersheim (Lberhessen) zu beschäftigen haben. Bei. der m der vorigen Woche vom Finanzausschuß in jlcitung mehrerer Reaierungsvertrcter vorgenommenen '-SeHdtfigitn'j des staatlichen Kohlenbergwerks und der Prüfung der Pläne für die vrojektierten Neuanlagen soll das ganze Projekt bei der Melncheit der Ausschußmitglieder einerecht günstige Beurteilung erfahren haben. Kunft Wissenschaft und Leben. — Bei Nachgrabungen im alten Stadtteile von Bonn wurden eine große Anzahl von Brandgräbern aus dem 2. Jahrhundert und Sk'elettgräber aus deni 3. Jahrhundert aufgedeckt. Bei den Leichen fanden sich feingeschliffene Gläser, Kannen und sonstige Trinkgefäße. Tie Brandgräber waren mit gestempelten Ziegelplatten der in Bonn stationierten 1. römischen Legion umstellt. — Preisaufgabe. Die Dr. Heinrich Brock-Stiftung der Balneologisri)en Gesellschaft hat als erste Preisaufgabe folgendes Thema gestellt: „Vergleichende Untersuchung über die Geschwindigkeit Der Resorption oon Mineralwässern und über Die dadurch bedingte Beeinflussung der Stieren tätigtet". Der Preis betragt 800 Mark. Die Arbeiten sind in der üblichen Weise bis zum 1. November 1912 an Geheimrat Professor Dr. Brieger in Berlin N. 24, Ziegelstraße 18/19 zu senden. — Eine Luftschifferkarte. Erst vor wenigen Tagen ist! von der geographischen Abteilung des französischen General st abes Die erste der Dienen Luftschifferkarten erschienen, und bereits in den nächsten Tagen wird die Ausgabe zweier Weiterer Karten erfolgen. Tie Luftschisferkarten zeigen einen Maßstab von 1: 200 000 und werden in einer Auflage von nur 100 Stück gedruckt. Die Grundfarbe der Karten ist weiß: die Straßen sind darauf jc nach ihrer, Bedeutung und ihrem Umfang durch einen einfachen schwarzen Strich oder durch einen Doppel - strich gekennzeichnet. Wälder, Weinberge, Gehölze usw. sind durch grüne Farbe kenntlich gemacht, steil abfallende Straßeit und Böschungen durst) Rot, wahrend Flüsse, Kanäle und Bäche durch Blau markiert sind. Durch geeignete Zeichen in Sristvarz sind auf den Karten die Silhouetten aller großen Bautet:, die dem Flieger in den Lüften besonders auffallen und als Anhaltspunkte dienen tonnen, ausgezeichnet, Schlösser, Kirchtürme und Fabriken, wahrend zu gleicher, Zeit die Schuppen für Lenkballons und Flug- mafrinnen, die Gasfabriken und die Niederlassungen der aeronautischen Gesellschaften auf die gleiche Weise, jedoch in roter Farbe, deutlich gekennzcicynet sind. Eine zweite Karte wird nad> einem anderen System einen genaueren und ergänzenden Ueberbiick über Bodenbeickafsenheit und Geländeverhältnisse bietet. Diese zweite Karte wird von dem ständigen Navigationsausschuß des Ministeriums der öffentlichen Arbcstcn ausgeführt. Bei den kommenden großen Manövern werden diese ersten Landkarten für Lnftschisser ihre praktische Brauchbarkeit zu erweisen haben. — Ein Brief Amundsens. Eine letzte Botschaft des norwegischen Polarfahrers A m u n d s e n, der nun von Madeira aus die Fahrt in die südliche Polarregion angetreten hat, wird in norwegischen Zeitungen veröffentlicht. Der Bries ist in Madeira aufgegeben und an ein Mitglied des Ausschusses gerichtet, das die Finanzierung von Amundsens Expedition betrieben bat. „Sie hätten es eigentlich schon längst erfahren sollen," so fchreibt der Polarfahrer, „dock) ich konnte mich nicht entschließen. Ihnen schon vorher Mitteilungen zu machen. Ich habe den EntscÄuß ganz allein gefaßt und muß auch die Verantwortung tragen: die „Frcmi" geht direkt von Madeira in die antarktischen Regionen und wird an der Seite der Engländer an dem Wettkampf um den Südpol teilnehmen. Der ganze Plan ist in der Stille ausgearbeitet und wohl durchdacht, so daß ich alle Hoffnung auf einen günstigen Erfolg habe. Ich beabsichtige mit neun Gefährten zu landen. Die „Fram" wird dann in den Atlantischen Ozean zurückkchren und ozeanographische Beobachtungen vornehmen. Im Jahre 1912 wird das Schiff zurückkehren, um uns wieder auf- zunchmen. Wir werden uns dann nach Neuseeland wenden und von dort telegraphisch Bericht über die Erfolge unserer Bemühungen geben: von Neuseeland geht die Reise dann nach San Franzisko. Bitte übermitteln Sie den anderen Mitgliedern des Komitees meine herzlichsten Grüße und meine Entschuldigungen dafür, daß ich unabhängig von ihnen diesen Entschluß gefaßt habe. Wir haben Proviant für zwei Jahre und viel Arbeit vor uns. Ich schicke Ihnen meinen letzten Gruß und warmen Dank für alles, was Sur für mich getan haben. Ich will alles, was mir in meinen Kräften steht, tun, um Sie zu beschämen." Dieser plökliche Entschluß Ünnmdieus, die geplante Expedition in die nördlichen Eisrcgionen am zu geben und den Bug seines Schiffes statt nach Norden" nach ruben zu richten, macht begreifliches Aufsehen, unb man wird miü Spannung erwarten, ob es dem kühnen unb viclbewährten nor- wegnchen Forscher gelingen wird, der britischen Erpedition des Kapttan Scott im Kämpfe um den Südpol zuvorzulommeu. * Die Tugenden der Frau und die Statistik. In einer lustigen Rundfrage hat sich ein großes Pariser Blatt an seme Leser gewandt: man wollte Durch eine große Msrirnmung test stellen welche zehn Eigenschaften bei der Frau am höchsten SU schätzen und am meisten zu wünschen seien. Bis jetzt find nicht weniger als 60 ersttebenswerte Eigenschaften bei der Frau entdeckt worben. Aber die meisten Stimmen sind bisher der Reih: nach auf folgende Eigenschaften gefallen: Güte, Orbnungssinn Hingebung, Sparfamteil, Sanftmut, Kluaheit rntb Frennbliclsteitt Tie Güte ist also wichtiger als der örbnungssinn, denn auf |ie sind bereits 19 308 Stimmen gefallen, während der Ord- nungsftnn bisher 18 470 erhielt. Tie Hingebung steht mit 17 904 Stimmen an dritter Stelle, Treue, Geduld unb Bescheidenheit aber rangieren erst an achter, neunter unb zehnter. Tie Willenskraft gar steht erst an 24. Stelle. Nur 2326 Stimmen forte’n von bet Frau auch Eleganz. Für Selbstbewußtsein imD StE bei der Frau plädieren nur 528 Stimmen, und diele Tugend steht Damit unter, 60 als zweiundfünf-igste. Lehrreich und • gleich ein Trost für die modernen Trauen bleibt cs, daß nur c9 Stimmen von der Frau Demut fordern. Die Unterorbnuna des Weibes unter den Mann steht damit an allerletzte Stelle — Kurze Nachrichten aus Kunst u. Wissenschaft Der Rühlsche Chor zu Frankfurt -a. M. hat nach bet glanzvollen Wiedergabe des 100. Psalms von Reger vom Groß- Herzog von Hessen die Einladung erhalten, dieses Werk am 28 Mai in Darmstadt zweimal hintereiirander zur AuiMrung zu bringen. Deutsches Reich \ - t1 Der Ertrag des württembergijchen Blumentages QuoaoaoQüOD Der Vorstand. vlli* ptima-Fahrräder - Kunstverein. Die Ausstellung ist aucy am Kar- sreitag geöffnet Neu ausgestellt sind zwei Porträts von Helene Oncken. Ausland. Auf Ersuchen CrNppinS genehmigte PrLsideM Fal- liöres, daß der Direktor der Kassenabtcilnng im Ministerium des Aeustern, Hamon, seines Amtes entsetzt wurde. Hamon ist verhaftet worden. Gegen ihn wird u. a. die Beschuldigung erhoben, daß er Bezahlungen ohne entsprechende Belege geleistet und bei dem Dau von Botschafterpalais im AuLlande Unregel- H 1 sind Die besten und b 3 I Fakrrüder von 36.50 i AI Derkaus direkt an V; ff Fordern Sie meinen kUJ Prachtkatalog füt 19 xr werden staunen U Zhnen von mir gebotenen' HJImmann, Hannover 205 ®cgrünt>et !86X Lannoversch, Fahrrad- und Nä-ma|chinenwerke E™3 ßttüig, 111 , fe® Wo. . QtZDtSLds Fabrik Dteldor! Mk L OUeeeldort . dauer’scner Gesangverein Karstkitags-AMlig Bieber—Bischoffen—Herborn. Abfahrt Biebertalbahn 8°® vorm. Sür Nach-ual-Lreneu inHerborn. Restauram Metzler. Der Ausflug am 2. Ofterseier- tag nach dem Gleiberg fällt aus. Der Borttand. taereio Men M Karfreitag Tmngang mit Damen. Garbenteich— Jägerpfad—Kloster Arnsburg—llich. Abmarsch 1 Uhr v. Ludwigsplatz ftinrmung wurden 920 Stimmen gegen und nur 52 Stimmen [für die Wiederaufnahme der Arbeit abgegeben. Wien, 12. April. Bei Ausbruch des Ausstandes der Fleischergesellen kam es zum Zusammenstoß zwischen den Ausständigen und der Polizei. Die streikenden Fleischergesellen zogen von Laden zu Laden und holten die noch arbeitenden Gesellen heraus, selbst mit Gewalt. Verschiedentlich mußte die Schutzmannschaft well sie angegriffen wurde, blank ziehen. Stolze - Schrey. Unser nächster Unterrichts - Kursus beginnt Freitag den 21. April, abendö U Uhr im Vereinswkat „Schipkapafr". Bahnhofstraße 7. Honorar Air. 6.— Der Vorstand deS Stcnograpben-Vereinö StolLe-Schrev. IvW« qqooooooood NuS Korfu wird gemeldet: Der Kaiser- die Kaiserin und die Prinzessin Viktoria Luise wohnten am Mittwoch vormittag den Ansg rbungen bei dem 7 'e fGaritza bei, wobei der gewaltig« schlangenumwundene ge- IMgelte Leib einer Gorge zutage gefördert wurde, welcher fzu dem bereits gefundenen Gorgehaupt paßt Der Kaiser verfolgte die Arbeiten mit gespannter Aufmerksamkeit. Die lDaiserin und die Prinzessin machten Photoaufnahmen. Achtzig türkische Abgeordnete und Notabeln [werden, dem ,^okalanz." zufolge, eine Gesellschaftsreise nach Deutschland unternehmen. Wehr, abzuhalten. Wehren der Kreise Gießen und Wetzlar werden eingeladen. = Steinbach, 12. April. Bei der heute vorgenommenen Bürgermeisterwahl wurde der Sohn des seitherigen Bürgermeiste Herr Jakob Krämer II., mit großer Stimmenmehrheit (142 gegen 25 Stimmen), bei reger Wahlbeteiligung, gewählt. Unser seitheriger Bürgermeister Heinrich Krämer hat 27 Jahre hindurch das Vor- trauensamt des Ortsoberhauptes innegehabt; gewiß ein Zeichen dafür, daß er dieses Amt zur Zufriedenheit dev Gemeindeangehorigen geführt hat. Herr Heinrich Kramer hatte bei Ablauf seiner letzten Amtsperiode die Wabl eines Nachfolgers oder seine Wiederwahl vollständig in das Ermessen der Wähler gestellt. Die heutige Wahl hat gezeigt daß das Vertrauen, das dem Vater geschenkt worden war, auf den Sohn übergegangen ist. Es mag nicht unbemerkt bleiben, daß die Vorbereitungen zur diesmaligen Wahl allerseits in verhältnismäßig ruhiger Weise getroffen wor- >en waren, und was für den Eingeweihten wohl besonders interessant ist, zu hören, daß in nicht einem einzigen Falle das so beliebte Freibier irgend eine Rolle gespielt hat oder es zu irgendwelchen ähnlichen Gunstbewerbungen gekommen ist R. Oden hausen, 12. April. Lehrer Neeb, der seit 1. Oktober 1910 für den beurlaubten Lehrer Schweitzer den Schuldienst hier versah, ist vom neuen Schuljahr ab nach Friedberg i. H. an die Taubstummenanstalt als Lehrer versetzt worden. Sein Scheiden wird hier sehr ungern gesehen, denn t«r junge, «ehr tüchtige Lehrer war sehr beliebt bei Alt und Jung. Am meisten vermißt ihn der hiesige Mannergesangverein, dessen Dirigent er ivac, welel>es Amt er mit großem Eifer versah. oh. Eberstadt, 12. April. Beim Walzen der Saatfelder entsprangen gestern zwei vor eine Glattwalze gespannte wild gewordene Pferde. Ihr Lenker geriet unter die Wellen und wurde überfahren, ohne körperlichen Schaden zu erleiden. Die Tiere stürmten weiter in der Richtung nach Oberhörgern und rasten die Bahnhofstraße und den Bahndamm entlang. Bei den Wettermühlen wurden sie aufgefangen. Stuttgart, 12. Aprll Der Blumentag zur Silbernen Hochzeit des Königs paar es hat int ganzen Lande 506 000 Mk. ergeben, darunter in Stuttgart allein! 95 000 Mk. Das Ergebnis wird beute von dem Komitee dem Königspaar übergeben, das Sie Spende wohltätigen Zwecken zuwenden wird. Im „Staats anzeig er" erläßt das Königspaar eine Dankeslundgebung, in der es heißt: Noch unter dem überwältigenden Eindruck dieser Feier stehend, dursten wir heute das alle unsere Erwartungen übersteigende reiche Erträgnis des im ganzen Lande veranstaltenden Blumentages aus den Händen des hier gebildeten Hauptaussclzusscs cnt- gegennehmen. Mll tiefer und aufrichtiger Rührung haben wir aus mündlichen und schriftlichen Berichten entnommen, wie bei- ♦♦ Die Prüfungskommission für die Prüfung im H u f b e s ch l a g besteht für Oberhessen aus Kreisveteri- närarzt Dr. Knell zu Gießen, Lehrschmied an der Veterinäranstalt Gg. Lamberth zu Gießen, Gutsbesitzer Oetönomierat Karl Müller zu Neuhof bei Leihgestern. Vorsitzender ist Geh. Obermedizinalrat Prof. Dr. Lorenz 'hu Darmstadt _ _ ** Bes ivwechsell Kaufmann Philipp Wagner ver- aus mündlichen und srtzriMicyen -oerrcyien eniiwmmen, rare oin- at m feinem letzten Buche, ,,A>er a l aus die Fragen des türkischen Bahnbaues, soweit es sich um türkisches und der neue Glaube , den Vorfchlag gemacht, man solle Gebiet handelt, das an das Schwarze Meer und damit an russisches die leidende Menschheit durch die Kunst aufrichten, und Gebiet grenzt, und brachte niemals anderweitige Wünsche vor. wenn wir nicht irren, so ist es Ernst Hornefser gewesen, Die Frage, ob Rußland schweigend zusehen werde, wenn ßer in unseren Tagen den Rat gegeben hat, man solle Alexandrette in ein neues Hamburg verwand.elt Gebeugten und Duldenden auf die griechische Dichtung wird, wird dahin beantwottet, daß die Türkei ein souveräner verweisen. Beide Vorschläge beweisen, daß auch geist- Staat und daß diese Frage andere Staaten, die größere totrb- VülIe Männer dem Leben oft wie unerfahrene Kinder schaftliche JMeressen m AlexMidrette haben, mehr interesfiere. gegenüberstehen. Die Geschichte vor 1900 Jahren bat bewiesen, daß 2lri)CitCrDCU)C9Un9» I ber einzige Helfer für die leidende Menschheit der Siu drohender Bergarbeiterausstand. ist, dessen Todestag die Christen morgen feiern, Jesus Halle a. ©., 12. April. Die Bergarbeiter Christus, der Heiland, nicht der Heiland, der durch Deutschlands, der Gewerkverein der christlicben Berg- die Fluren GaliläaS wandelt, auf dem Berg der Seligarbeiter und die polnische Berufsvereinigung richteten an vreisungen steht und die Kinder segnet, sondern der Hei- die Bezirksvorstände des mitteldeutschen land, der am Kreuze hangt. Sein Beispiel an Geduld Braunkohlenbergbaus das Ersuchen, den am und Gottergebenbeit, sein Gehorsam gegen den himmlischen 15. April in Kraft tretenden Tarif zu genehmigen. Die Vater, sein unerschütterliches Gottvertrauen, das ihn auch Antwort wird bis zum 12. Aprll erbeten, widrigenfalls der in der dunkelsten Stunde noch gewiß macht, daß Gottes Aus stand beabsichtigt sei. Gestern antworteten die Liebe über ihm ist und daß Gott ihn Wege des Friedens E Grubenverwaltungen, daß sie nur mit gesetzlich bestimm-1 führt, auch wenn er ihn unter den Händen der Ungerechten tten Vertretern der Belegschaften verhandeln würden. Die sterben läßt, seine Zuversicht, mit der er in das dunkle Eigenart des Mitteldemschen Bergbaus schließe die An- Tor deS Todes tritt, indem er seinen Geist bestehlt in Wendung eines Lohntarifes aus. ©ine Verkürzung bet Ar- seines Vaters Hände, das allein gibt Trost und hilft über- beitszeit fei gesundheitlich nicht notwendig und wtttschast- winden in der 9tot des Lebens. Einst war das Kreuz so lieb undurchführbar. verachtet wie im Mittelalter der Galgen. Heute ist es * I erhöht zum Siegeszeichen. Es hängt in unseren Zimmern, Berlin, 12. Aprll. In einer Versammlung der es steht auf den Altären, es glänzt und gleißt im Mittagsausständigen Arbeiter der Allgemeinen ^cht und in der Abendsonne auf den Kirchtürmen. — Elektrizitäts-Gesellschaft erhob sich ein tumul- In der Kathedrale St. Bavo zu Gent hängt ein wmider- tttarischer Lärm, als die Leitung des Metall- und Trans- hgres Gemälde des altflandrischen Malers Hubert van portarbeiter-Verbandes Wiederaufnahme der Arbett emp° Eyck, die „Anbetung des makellosen Lammes". Himmel fahl. Bei der schlieMchen Vornahme einer geheimen Ab- und Erde tun sich hier auf vor unseren Blicken. Gott, ........1 ber Vater, erscheint und segnet die Gemeinde, ihm zur Rechten sitzt Maria, zur Linken Johannes der Täufer. Der Jubel des Himmels ist geschlldert in den singenden und musizierenden Engeln. In der Mitte aber ist dargestellt, wie das makellose Lamm sein Blut vergießt und wie alle es anbetest: die Märtyrer, die helligen Jungfrauen, bie Apostel, die Bischöfe, bie Fürsten, die Könige, die Richter, die Einsiedler, sogar bie Männer des alten Testamentes. In tounberbar leuchtenber Farbenpracht hat hier bie Phantasie des Künstlers es verewigt, daß Jesus Christus den Opfertod für bie Menschheit gestorben ist. H- & „Ich litt seit 3 Jahren an fidb- lichetu AuSschlag mit furchtbarem Hautjucken. Durch ein halbes Stück Zucker'S Batcnt-MediLi"al-Seise D.R.P. Nr. 13898» hab. ich das liebel vollst.beseitigt- H.S., Poliz>Sery." üSt. 50 Ps. 115% ig)u.l.50M.M%ig, stärkste Form». Dazu 8uct^ Creme (nicht fettend u-tnilbj /5 Pf. und 2 Ar. in der Universitätö- Avotd., beiÄug.NoU, C.Seibel, W. Kittinger, Otto Schaaf und Emil Karn. Ul % Orchester-Verein Karfreitag-Tour Butzbach — Ztegenberg — Wtnter- ftein — Friedberg. Abfahrt uori Gießen 8° Uhr, für Nachzügler 2a Uhr. Treffpunkt Nenaur. Wmdecksr Sriedders. Kreis BüdingekUi = Bübin gen, 12. April. Blumentag. Gestern abenb versammelten sich im Hotel Stern auf Einladung von Kreisrat Boeckmann 31 junge Mädchen. Der Vor- itzende war über das lebhafte Interesse der Erschienenen ür den Blumenverkauf am 7. Mai sehr erfreut, setzte die Bedeutung des Vlumentags unb bie Ausgabe ber Verkäuferinnen auseinander und nahm die Wünsche über Zuteilung zu den einzelnen Bezirken entgegen. Die Stadt wird in 5 Bezirke geteilt; der Verkauf auf der Straße und in geeigneten Häusern erfolgt in der Zeit von 1/312 bis 1, 2 bis i/25 unb i/25 bis 7 Uhr von je besonderen Abteilungen; außerdem werden alle Züge von 8 Uhr morgens bis 7 Uhr abends besucht. Die Verkäuferinnen gehen immer zu zweien. Das Komitee kann mit dem Erfolg seiner Aufsoroerung recht zufrieden sein. Wer von jungen Mädchen sich noch weiter beteiligen wlll, wende sich schriftlich oder persönlich an Oekonomierat Andrae oder Kreisrat Boeckmann. — In einer heute (Mittwoch) abenb ab gehaltenen Ausschußsitzung erstattete Kreisrat Boeckmann Bericht über die einleitenden Schritte und bie Vorbereitungen in den kleineren Gemeinden des Kreises, in denen mit Liebe und Verständnis an die Sache b eräuge treten wird. Die Gesang- und Turnvereine, sowie die als Musikkünstter in Betracht kommenden Personen hoben nach dem von Oekonomierat Andrae erstatteten Bericht ihre Mttwirkung am hiesigen „Bunten Abend" zugesagt, außerdem wird Dr. Brettel einen kurzen einleitenden Vortrag halten und ein einaktiger Schwank durch Damen und Herren der Mrgerschaft zur Ausführung kommen. Kreis Alsfeld. A Alsfeld, 12. Aprll. Na-cytem unser KreisziegenSucht- nerein im Winter Tiere nach Argentinien geliefert hatte, ging diese Woäie wieder eine Sendung Ziegen, Böcke und Lämmer nach Leipzig ab. Für eine Ziege nM Lamm wurden 100 Matt bezahlt. Kreis Lauterbach. ---Schlitz, 13. April. Die Berliner Morgenblätter melden folgenden, aus Kassel datierten Vorfall, ber jetzt telegraphisch durch ganz Deulschland berichtet wird: Bei der Vorstellung einer Akrobaten-Gesellschaft in Schlitz sollte ein Arti st mit verbundenen Augen über ein gespanntes Turmseil schreiten. Plötzlich gab die Befestigung nach und der Viann stürzte zehn Ate ter in die Tiefe. Nach den von uns eingezogenen Erkundigungen handelt eß sich um einen ganz unbedeutenden Vorfall. Daß Gestell, an dem das Seil befestigt war, kam ins Nutschen und der Seilkünstler fiel herunter, ohne irgend welchen Schaden zu nehmen. Kreis Friedberg. ^.Friedberg, 12. April. Wegen der immer noch bestehenden Gefahr einer Ansteckung der Klauentiece durste auch der heutige Vieh markt nicht abgehalten werden. Ter abgehaltcne Krämermarkt brachte wenig Verkäufer und ebenso wenig Käufer. Kreis Wetzlar. = Ehringshausen (Kreis Wetzlar), 11. Aprll Gestern morgen gegen 4 Uhr würbe auf dem Bahndamm kurz vor ber Station Ehringshausen der in den 30er Jahren stehende verheiratete Drahttteher Reiner Severin als Leiche aufgefunben. Anfänglich nahm man an, baß Severin aus dem fahrenden Zug oesprungen sei, während neuerdings Untersuchungen angeftellt werden, ob nicht etwa ein, Verbrechen vorliegt. _____________________________ Weiteraussichten m Hellen am JreUag oem 14 April 1911: Vorübergehend bei schwacher LuÜbewegung Aufheiterung, später wieder Trübung und strichweise geringer Regen, etwas wärmet. Institut Boltz Ilmenau L Lbür. thv"/. Ein].-, Fähnn-, Print-, Abitur.-(Ex.) Schnell, sicher. Vr. frei. Stenographie. DimeMg, 20. AM 1911 abends 8'/, Uhr im Hotel Cinborn, L Stock Be» ginn neuer lleörgänge für Stoppten- tahteoscMeii für Damen und Herren. (SefL vorherige Anmeldungen an oerrn Stubb Weserstr. 16 oder zu Beginn des Unterrichts. v6/« Gteuogravben-Gesellschasi „tzlabelsderger". UM w a Ml lieber 800 Anzüge sollen billig verkauft werden. Gute Ertan für Massarbeit n n, J. Jttmann | D ssß'K D-,ng«r Plockstr. 14|16 Kredit nach auswärts. Die MiNHMlk bei W& 1 habe ich käuflich übernommen und den —== Wirtschastsbetrieb g Q neu eröffnet , m.r. • M I 2550 Sultaninen 2551 im Neuheiten in Friedrich Teipel Lästige Haare,bol " »eficht. an b. Armen, entfernt Weine E Husten Mark Anzahl. in verschiedenen Preislagen Rosinen Corinth en für iiscn c es 2 zu tter« der intcr und Kinder-Strohhüten Kinder-Schürzen Kinder-Kleidchen Kinder-Sweaters etc. in reicher Auswahl von den einfachsten bis su den elegantesten Ausführungen s empfiehlt zu billigsten Preisen = urbc s o p usi- ege, oll. d)t= lige tun . s- Ug tb* /I n Mosel- Rhein- Bordeaux- 4"« der hefte Lehrmeister. Noch vor einem Jahrzehnt hatte mancher Landwirt ein Achselzucken für die künstlichen Dünger; heute weiß er, daß er durch sie bei geivissenhaiter Kultur den doppelten Er- Donnerstag, 15. April M Rotationsdruck and Verlag der Br üblichen Universität» - Buch- und Steindruckeret. 91 Lange, Dießen. im Gesicht. —----, uz ros. vr.Grnuwald'S Enthaar- ungSvuder. D. L5U Niederlage: Pelikan Avotbcke. Kreuzvlatz 2 Vertreter: Herr Dr. Meyerhoff, Süd-Anlage 7 Herr Dr. Moeller, Liebigstrasse 47. Für die Feett&ge empfehle ich noch meine anerkannt guten wohlgepQegten Weiss- und Rotweine. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- strotze 7. Expedition und Verlag: es® fil- Rebcftion-.e^ 112. Tel.-AdruAnzelgerDtetzen. Giessener Fleischhalle W.°— ja» ro:"32 prima Mastfleisch Per Psd. 70 Pfg. prima Rindswurst per Psd. 80 4-sg. LanSwirtschaft. X. Mücke, 12. April. Welche Ausdehnung die Anwendung künstlicher Dünger genommen, da? zeigt jetzt wieder ihr Bezug durch die Bahn. (Sanze Waggonladungen werden da bezogen lind gehen in die umliegenden Ortschaften. Unsere Landwirte sind durch die Er'ahrung belehrt worden und der Eriolg ist Verteidigungsausschuß begutachtet. Sie werde noch in diesem Jahre von der Duma beraten. Die Duma beschloß die Dringlichkeit der Vorlage und nahm sie in allen drei Lesungen ohne Abänderungen an. l'ger essen Grösste Auswahl in Schaumweinen und Champagnern. Verlangen Sie bitte meine Preisliste [2133 Mandeln per Pfand 118 und 130 Pfg. Haselnusskerne per Pfund 85 Pf» Feinste Süssrahmmargarine per Pfund 65, 75 und 100 Pfg- Für bevorstehende Feiertage bringe meine vorrüglicheu Weiss- und Rotweine zu billigen Preisen in empfehlende Erinnerung. Weinstube Seibel Ludwigsvlav un Plockstr. 14|16 Giessen Karfreitag 11—3 Uhr geöffnet. la selislgekellerler iplelv.io »u Bowlen geeignet, empfiehlt H. Schäfer 1% we. sm») Kaiser-Allee 4 Dr. Stuhl während der Feierteg» (15. bis 19. April) verreist. Carl Schwaab Weinhandlung empfiehlt seine garantiert reinen Kaufet E»-derer c>ch werde stets bemüht sein, meinen werten Gästen einen recht angenehmen Aufenthalt zu bieten. Für gute Speisen und Getränke (Ihrmgs Bier) ift bestens gesorgt. Um geneigten Zuspruch bittet .. Heb. Zolzer. Sehr preiswerte llnterrijclse netile Waschröcke DMk. 1,95. 2.10, 2.75, 3^5 pro Stück, Moire-Röcke In vielen Farben Mk. 4,45, 4,80, 5,80 u. 6,25 pro Stück, hmo seifie Stickerei-Böcke Mk. 2,45, 3,40. 4,75 u. 5,90 pro Stuck. Lüster-Röcke ,ss» Reste-Lager Lisa Bernard Schellfische aus Ei» in feinster lebend. frischer Ware soeben eingetrosfen und billigst bei August Wallenfels, Marktplatz 17 Tclcvbou 262 Prompter Versand auch nach auswärts. 7™ Alitglied des RabattfparveremS. 0^'iDte noch vorh.Warenbestände, wie la. Schwerzer Taschenubren, Zimnieruhrew Wecker, StomerS, Uurtctten, Brillen. Zwicker und Atanichetienkndoie gebe weg. Aut- gabe des Ladengeschäfts zu den denkbar billigsten Preisen ab. Für I guten u. richtigen Gang eurer jeben Uhr 2 Jahre schrntliche Garantre. ltzg. Koch, Uhrrw. Bahnhof,tr. 14. sraffec-Grotzrösterer sucht für eine zum größten Teil gut emgefuhrte Tour Hessen. Oberhesscn, Hessen-Nassau, Waldeck, Westerwald u. anstoßende Gebiete (Westfalen, Thüringen) einen tüdjtigen tuii lchldß $nt tinjtfflrttii Reisenden öec für die gleiche Branche mit nachweisbarem Erfolg gereist haben muß. . Nur Offerten, die obige Bedingungen erfüllen, finden Berücksichtigung. Genaue Angaben rc. unter F. C. 4269 an die Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers.__________l«"/. Plünderungen in Zez. Paris, 12. April. Aus Fez wird der „Agence Havas" unterm 7. April gemeldet: Der Stamm Benourain, der hier angekommcn und sich seine Hilfeleistung durch mannigfache Forderungen hat bezahlen lassen, verübt jetzt zahlreichePlün- derungen. Nachrichten aus Fez vom 4. April besagen, daß die Garnison durch eine Abteilung Haymaund Beni Ualin 0er stärkt worden ist. Die Einwohner hoffen, daß die der Stadt von den Beni 9)1 ter drohende Gefahr beseitigt ist. Die Bcrarber fielen plündernd in das Gebiet der Udaia ein, die dem Maghzen treu geblieben sind. Heiserkeit, Katarrh und Verschleimung, Krampf- n. Keuchhusten, als die femschmeckenden Kaisers Brich-KmwM mit den .Tret Ta tuten". äOfla not beaL Beugn. 0. Aerzten dtJUU u. Privaten verbürgen den sicheren Erfolg. Paket 25 Pfg., Tose 50 Big. Su haben den ! Georg Wallenfels, Markwb 21, Ang. Wallenfels, Marktplatz L, E. Tort, Walltorswaße L. Lteiubamer, Bahnhofstr. L yieuen Baue 17, Seltersweg 27, Ecke Klinik- and Frankntrt. Str., 21votbeke ». goldenen Engel in Gießen, 21. Lchascr, Bictoria- l Drogerie, tu Giegen, Ldr. toterer in Gießen, Steuttadt, Jacob Maternus inGießen, Fr.Volk 11. in Heuchelheim, Bb- Becker Vll. in Heuchelheim, Wild. Rubl in | Grohen-Buseck, Laudw. Bezug und^ Absatz in Lollar. ______ Ichöueu Garterikies per Pfund 19 Pfg- 6 Pfund 90 Pfg- ,IM!S"'Ml k 21 5 Pfund 100 Ptg. Feinstes Blütenmehl Ä HO Pf» S^ckeb™ 210 Pfg. In Handtuchoackchen 6 Pfund 105 Pfg. 10 Pfund 200 Ptz. !, Allgemeine Kaninchen- und Gef'ügel-Ausstellung .. zu Kinzenbach. :: bei Gastwirt Hrch. Pensch (Bahnhos) am 1. u. 2. Ostertag Gleichzeitig Konzert am 1. Tag, Tanz^ am 2. Tag und Preisschießen. zwo! " «arfrettag, abenvs 81/« Uhr Vortrag tm LeremSbauL der SiadimIIston Aberltt-be 1». Amu: $15 Hit Der kckMWte Den moöcrntn MfMtN iÖ jßflen. Ebenso finden an den beiden Ostertagen, abends N/. Mr, das^st Bortrage statt. U4äöUi Ostermontag, Blaukrcuzvortrag: M W Mser Bull kN Whoi zv W Emrritt h*i iLr icdsrmas«- "WS Tyurikg. Bauernkäse Thüring. Stangenkäse allerfeinste goldgelbe Delikareh. wäre, reinstesAarurprodukt. Bost- Lolli Ack- ü— franko ^Lachnahme. Beste BezugSauelle für Lbieder» vertäuser. ä , w*/1 Walter Fischer, Lbaferei, ______Buttstadt, Tbüring. Visitenkarten luefert rasch and bittlgM ßrühfedH TÄglich frisch ein treffend: Kopfsalat Blumenkohl 16 Pf. a®/< 46 Binisch. Kaufbaos lürLebensinillel Bahnhofstrasse 26, Frankfarter Strasse Ecke Klinik-Strasse, Seltersweg 27 t Deutsches Reich In dem neu eröffneten Sdiufifiaus Wolff Sieben • Seifersweg 19, Neubau wird Imstande fein, unser Renommee so zu verbreifen, als unsere Kraft. Sdmhhaus Wolff a18/< Seifers weg 19, Neubau Keine Rekkme die Öfter Woche, keif zu entfalten. diese den, (S das £ die „51 auf d Freui. c groß. Gebe: an B sicher werdl von wahr schle: schle' und und Frie und die wen der die der vol gel de Lft Arbeiterbewegung. Sin drohender Bergarbeiterausstand letzte, Leber Ausland. Auf Ersuchen CruppinS genehmigte Präsident Fallt öreS, daß der Direktor der Kassenabtcilung im Ministerium des Aeußern, £> amon, seines Amtes entsetzt wurde, toamon ist verhaftet worden. Gegen ihn wird il ,f»ahme. Von 3-6 Uhr Kinder- u. Lchülervorstellung. Heute Donnerstag «rt ja»««, -««itt-g von Eintritt für Kinder uns Schüler I« Pfg. 029M Klnematograph. Babubofslrabe 54. (02052) Bahnhofstraße 54. Programm für Karfreitag und Heute. Emma. Die glückliche Geburt eines gesunden Mädchens zeigen hocherfreut an Kreisgeometer Knapp und Fran Else geb. Allendorf. Giessen, 12. April 1911. 2544 Concordia. KMilagÄmr s» KohechlAWetzlu Abfahtt 1" Uhr mit der Biebertalbahn. Der Vorstand. Alle diejenigen jungen Frauen und Mädchen (über 15 Jahre), die gewillt sind, sich bei dem Blumen- !tag als Verkäuferinnen zu beteiligen, lade ich zu einer Besprechung aus Mittwoch ta 19. April, i*. 3 Uhr, in Lirins kirte« höflichst ein. Bv-’/< Der Vorstand des Hauptausschuffes: Frau Dr. Ufinger. Der Stadtauflage liegt eine Beilage der Fa. ÄRF Friedrich Linker, hier, Ludwigstr. 16, bei.