161. Jahrgang viertes Blatt Nr. 248 r^cheml «glich mit Ausnahme H Eannta-L. 1b em SN Wz Ausübung seines AmleS absprach. weit bis 75-Mk. • bis 55- Mk. bis 30- bis 60- Mk. Darum nur die echte Scotts Emulsion vermischte- D/i Chauffeurkurse. der Wüste denken. । Neuste Nachahmung billiger aber L- 30.- bis 40-Mk. Emulsion die einzige nach dem Scottschen Verfahren hergestellte, seit 35 Jahren bewährte Lebertran-Emulsion ist- von Scotts Emulsion verleiten läßt, die eben so gut* sein soll. Dec und Capes 9hir echt mit dieser Marke—dcmFischer — dem Garantie» Zeichen bei Scott» scheu Derstchreubl Samstag, 21. Gttober 1911 Rotottonebnid unb Vertag bet Ctübl*M)tx Unaxrfuäil • Buch- unb 6ieinbrufh* d-ologic der Hebung von Nervenarzt Ti Meher (-tatijig) gibt interessante Ausschlüsse über unser Tonbewußtsein, über die phv- iiologiid.cn Grundlagen der Hebung und/die vnidiologndyai Gesetze ihres Ablaufs. Wolfs Abhandlung über „Mozarts a moll »Jionbo mit Notenbeispielen) behandelt ästhetische unb formelle Fragen in klarer, anregender Weise. Biographischttrilische Skizzen über een Komponisten Paul Juon sowie über bic Sängerin ne n M u nk l-e- Maa« unb Jifcher-Maretzki (mit Bildern) sowie über den Bkiinchner Geigenbauer Jiorini (ebenfalls mit Porträt unb Abbildungen bon einer seiner Meister geigen), ein prächtiges Bild vorn neuen «tiitt- gacter .Hostheater bilden neben Konzertberichten unb Notizen den aktuellen Teil des Heftes. Sehr lebrreidi ist ein Außatz des Leipziger Rechtsanwalts Tr. Freieslebcn über die Ältliche Be- grcnjiing des Urheberrechtes. Tie Erinnerungen des Hl ^ahre alten Momertmeifters Edmund Singer sind ebenso fern tote intcr- fifaiit geschrieben. Künstlerplaketlen sorgen für den werteren Bilderset muck des Heftes Vom musikalischen Roman „Pianisten' beginnt der dritte Teil. Besprechungen, Brieslasten, sowie als Musübeilage ein Klavierstück von Paul Juon und eine Bachsche Sarabinde in der Bearbeitung für Violine und Klavier von E. Singer ergänzen die werwollen Anßätze. Verlag von Earl Grüniuger in Stuttgart. Am Nachmittag wird das 87. Regiment von Siena verstärkt, es folgen die 40er, die 82er und andere Truppen. Jnztvischen werden die Mannschaften am freien Strande in der Nähe des Garageschforts gelandet, südlich der etabt, wo die Wüste sich unmittelbar bis ans Meer erstreckt. Von hier aus spart man ein Stück Wegs bis ^ur Front. Während ich auf-die Sandbünen hinauSblicke, in Richtung auf die türkische Oase, sehe ich langsam einen Gefangenen nahen. Er marschiert inmitten einer Patrouille, die ihn schon in einer Entfernung von vielen Meilen beobachtet batte und tmim festnahm Sein schmutziger Jellab, das Bronzegesicht und der schwarze Bart lassen an einen 03''***'* Teihigen Fassons en Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gderhefjen Der Krieg im Lande. Der erste Tag des tripolitanischen Feldzuges wird -mem'alt, von den jungen Soldaten vergessen werden, die am T onnerstag zum ersten Male in die Wüste hinausgeschickt wurden und hier die .Hindernisse und Entbehrungen kennen lernten, die ihrer noch Harpen." Mit diesen Worten beginnt der in Tripolis weilende englische »Korrespondent Percival Phillips eine fesselnde und lehrreiche Schilderung der un gewöhnlichen Verhältnisse, unter denen die italienischen Soldaten im Wüstensmide ihre Pflicht erfüllen sollen. „Die ersten, die die Eigenart dieses Krieges kosten soll teu, waren die Mannschaften b. ziments aus Flo renz, kräftige, prächtig gewachsene Soldaten^die ausgesandt wurden, um die am äußersten Südrand der Oase bedrängten Matrosen zn unterstützen. Guten Mutes stapften sie bis über die Knöchel tief durch den Staub der weißen Straße, die von der Stadt durch den Hamenji-Vorort führt, wo die Türken unter freiem Fimmel ihr Hausgerät versteigern unb sich zur Rückkehr in ihr Vatcrlanb rüsten Vorbei an dem großen mohammedanischen Friedhof mit seinen verwahrlosten (Gräbern führt der Weg durch einen Palmenhain stinaus an die Grenze des bewohnbaren Landes. Mit dem ^Morgengrauen begonnen die Truppen sich in unregelmäßigen Schlangenlinien längs der ersten Sanddünen vorwärts zu arbeiten. Hier sand ich sie dann eifrig grabend, immer noch in ihren schweren Tuchuniformen, ohne Schutz vor der glühend herniederbrennenden Sonne und von Myriaden zudringlicher Fliegen cingchüllt. Unausgesetzt füllten sic läck)erlich kleine Feldflaschen aus den großen Blechgesäßen, die geduldige Ochsen von der nächsten Wasserstelle herbei schleppten. Fm Regimcnte von Florenz wütete der wildeste Durst und stete Wajseruot. Mit bangen Besürchtungeu muß man an die künftige Sterblichkeitsziffer denken, wenn diese Soldaten einige Wochen lang unter solchen Bedingungen diesem Klima preisgegcben werden. Zch sah Offiziere, die cius den öffentlichen Brunnen inmitten einer arabischen Menge gierig Wasser tranken, ich sah Soldaten sofort nach der Landung rohes Obst essen und eisgekühltes Bier trinken, ohne daß der sanitäre Stab die Leute warnte. Die prächtige Mannszilcht unb Marschdiszipliu, burch bic bic 84er bic Be »Minderung aller erränge,i, ist fein Abwehrmittel gegen derankheitskeime, die überall an dieser ungesunden Küste lauern. Eruige der Leute lagen vollkommen erschöpft im Schatten der Palmen. Tic Mehrzahl suchte, als bic 4 Fuß linbcu Gräben mit Saubsäckeu fertiggestellt waren, diesen Standort durch Palmblätter und durch ihre eigenen Uni Ivrmröcke vor der tropisck)cn Sonnenglut zu schützen. Sechs Schritt weiter, und ich stehe in der Wüste. Einige 300 Meter vor mir haben inmitten bc* brennenden Sandes 8 Manu mit ctncm Sergeanten als Vorposten einen kleinen Hügel besetzt, umt dem aus der Blick meilenweit nach Süden schweifen ähnlidi wie Mehl behandelt werben. Tic zweite Form der Trodenfartoncln, die Lchmtzel, werben folaentermaßen herqcfleilt: Tie ebenfalls sauber gewaschenen Kar- loi,ein fallen in eine homftehcubc Schnitzclinaschinc, wie |ie m den Zuckerfabriken gebraucht wird, unb werden burch bieielbc in Heine prismatische Schnitzel zerschnitten. Hieraus fallen biefe rohen Schnitzel in eine eiserne, sich drehende Trommel, durch weiche die Heizgase einer besonderen Feuerung strömen, xie Fenergase werden mit kalter Luft so weit gemischt, biß lie bei der Eintrittsstelle in die Trommel eine Temperatur von etwa 200 Grab C haben Tie aus der Trommel herausfallenbcn getrockneten Sd uitzel werd« ,, abgelühlt unb können in Säcken ^anfgefangen werden. Tic Schnitzel sind ebenfalls ein vorzügliches Futtermittel, ulilerfcheiden sich aber äußerlich infolge der verschiedenen Her stellungSweise wesentlich von den Flocken. Zur me,ttchlichen Nah rung sind die Schnitzel ungeeignet, weil sie durch bic direkte Be ruhrung mit den Feuergasen einen leicht brenzlichen Beigeschmack hnlcn. Teswegen nehmen auch Schweine, die sehr empfindlich sind, nicht gerne Schnitzel. Tahingegen verfüttert man sie mit Vorliebe an Pferde unb rühmt als Vorzug der Schnitzel, daß Ire von beit Tieren tüchtig gekaut unb gut mit Speichel vermiicht werden müssen. Tic dritte Form der Trorfcnfartorfcln, bic Scheiben, haben bisher keine große Bedeutung erlangt; sie gleichen im wesentlichen den Schnitzeln. . ,, . Erwähnt fei noch ein anderes Verfahren, bei welchem ^ben frischen Kartoffeln durch mechanische Pressen ein großer Teil des hohen Wassergehaltes entzogen wird. Bekanntlich haben die rohen Kartoffeln 70 bis 80 Prozent Wasser: dieses wird durch hydraulischen Truck bis auf 20 Prozent herausgepreßt, worauf die übrigblcibcndc Kartoffelmasse durch Tampf getrocknet wird. Aus dem herausgepreßten Wasser wird Eiweiß gewonnen, das zur menschlichen Nahrung dient. . . Wir sehen, daß sich eine wichtige Induttne von hoher volkswirtschaftlicher Bedeutung entwickelt hat. Leider lauten die Nachrick teu über bic bies'iährigen Kartoffelernten so ungünitig, daß allgemein mit einer Mißernte gerechnet wird unb die Trocknungsanlagen in diesem Jahre vielfach nicht m Betrieb kommen werden. Nur der Osten Teuischlaiids hat etwas reichlichere Nicderichlagc gehabt, so das; die Kartosfelcrnte dort etwas besser ausfallen bunte. Turck, eine Mißernte wirb natürlich bic Seboutung ber Kartonei» trodnung nicht geschmälert. Bann. Ein Offizier erlaubt mir, beu Posten zu besuchen. Tic Reise geht durch losen, heißen Sand, cs ist, als wären bic Jüßc bleischwer geworden. Leere türkische Patronentaschen ringsum erzählen von dem jüngsten Angriff der Türken, unb hier liegen auch Kochgeschirre unb manche anbereu Erinnerungen an bas türkische Lager, bas hier aufgeschlagen wurde, nachdem die Garnison die Stadt geräumt hatte. Ter Anblick dieser öden toten Wüste genügt, um jede Begeisterung in einem menschlichen Herzen zu erdrosseln. So weit bas Auge reicht, stur kahle weißlich schimmernbe Saubbüneu, die hier unb bn vom Winde erhöht und erniedrigt werben. Fern nm Horizont ein kleiner purpurner Fleck, ber fast wie eine Wolke aus sicht: bas sind bic fernen Gariani-Bcrgc, bic helfendarricre, hinter ber die größere, die große Wüste lC9t^n einer Saubfurchc auf dem Hügelkamm kauern in ihren schweren zugeknöpften Unitormröcfcn bic Außenposten und starren auf dies Bild der Trostlosigkeit hinaus. Nirgends ist ein Baum sichtbar, nirgends ein grüner Fleck. Nur im Si'ibosten gewahrt man ein großes weißes Gebäude, das Haus, in dem die Türken eine laubwirtschaftlick>c Schule zu errichten versuchten, um die Araber zu erziehen. Aber alles war avhängig von einem artesischen Brunnen, und der trocknete aus. Irgendwo an der Grenzlinie dieses toten Horizontes sind die Türken, die lieber ber arbarrnungslos glühenden Sonne trotzen wollen, als sich ergeben . .. Noch sind die Italiener von übersprudelnder Fröhlichkeit. Man isr erstaunt, wie viele Soldaten fremde Sprachen sprechen. Einer von ihnen, ein Kellner aus London, stapft durch den Sand zu mir herüber, um Neuigkeiten zu hören, und ein paar andere übergeben mir Postkarten mit hastig hingekntzel- ten Grüßen für die Freunde daheim. Rheinisches Technikum Bingen cErocfentartoffeln. In den letzten Jahren hat sich eine neue Industrie entwickelt, welche bereits zu großer volkswirtschaftlicher Bedeutung gelaugt ist. Während es früher bei reichen Kartoffelernten schwierig war, lie Kartoffeln rationell zu verwerten, da das große Angebot die Marktpreise sehr hcrabfrüdtc, ist man heute m der Lage, den Ihbmd-iiß an Kartoffeln durch Trocknung tor dem Verderben ^u schützen und in ein ganz vorzügliches Futter zu vertvandeln. x.r auch die Trockenkartoffcl in einer besonderen drorm zur memch- licken Nahrung dient und bereits vielfach dem Brot zugeietzt wird, durfte sie wohl allseits Interesse erregen. Tic Trockenkartofsel kommt hauptsächlich in zwei timd),ebenen Jarmen in den Handel, nämlich als Flocken und als Schnitzel. Tic Herstellung der Flocken geschieht auf folgende Weise: -tie sauber gewaschenen Kartoffeln werden in einem eisernen ^.ämpuaß mit dem Abdamps der Tampfmaschute etwa 25 Minuten lang gedämpft, bis sie gar sind. Alsdann fallen sic zwischen zwei »ch nad) innen drehende, gußeiserne Walzen, welche so eng aneinander gestellt sind, daß sich die Walzeiwberfläche nur mit einer pipin dünnen Kartoiselmassc überzieht. Tic Walzen selbst werden un Innern mit hochgespanntem Kcsscldamps ton etwa loo Olraö L gt heizt, wodurch die feuchte KartoN'clmasse bis auf etwa 1> Proz. Feuchtigkeit getrocknet miro. ')?adi 31 Umgang der Walzen wird tic getrocknete Kartoffclmasse durch Stahlmesser abgclölt nnb fallt in einem langen, weisen Schleier in einen unteren Behälter, aus dem die Flocken durch ein Hcbclwcrk auf den Speicher befördert werden. Statt des hochgespannten Wasserdampies hat man neuer dings auch versucht, hochsiedendes jDel bei einer Temperatur von etwa 240 Grad zu verwenden, was sich gut bewährt bat. xtc Alodcii bilden nun ein vorzügliches Futter für alle landwirt- sck ältlichen Nutztiere, insbesond. rc für Schweine, Schafe und Rmd- v'irl). Aber auch zur menschlichen Nahrung können sic, wie bereits erwähnt, verwendet werden: doch ist es nötig, sie nachher noch linem besonderen Reinignngsprozessc zu unteriverfen, wobei lic , . • ■ ■ ■ i verbraucht für diese Arbeit mehr Wer viel geistig arbeitet er sich aus der täglichen Nahrung ersetzen kann. Der wirksame Bestandteil des Biocitins ist Nervensubstanz, nämlich das nach dem Verfahren von Professor Habermann gewonnene physiologisch reine Lecithin. Biocitin kräftiqt daher geschwächte Nerven und erhält die ge.st.gen Kräfte auch bei starker Inanspruchnahme auf der Höhe. Ein Geschmacksmuster und eine belehrende Schrift über rationelle Nerven püe ge v er send et g r ati s und franko die Biocitin-Fabrik Gm.b.H., Berlin S <7. ♦ Kostbare Finger. Aus Neuyork wird berichtet: Der bekannte böhmische Geiger Jan Kubelik ist nun in Neuyork ciugctroffcn, um, wie er versichert, seine ,,un- imbCTruflid) letzte" Gastspielreise in Amerika zu machen. Gleich nach feiner Ankunft ließ sich der berühmte Virtuose ausfragen und verblüffte neben anderen einbrucksvollen Mitteilungen die Reporter burch einen zahlenmäßigen Beweis von'ber Kostbarkeit feiner Geigerfinger. Nach 1 einer eigenen Angabe hat er als vorsichtiger Geschäftsmann keine Finger versichert unb zwar für genau 23a 000 Dollars, al|o rund eine Million Mark. ff. Sprengstoffkauer. Einen eigenartigen Gcichrnack , bas Bronzegeiiwi > beweisen in ber englischen Marine die Matrosen, die, wie andere an lanen an einen einfachen Nomaden I den Kautabak benutzen, ihrerseils Kordit verzehren. Kordit in Aber der schürftre Blick hat Fehler in'oas neue englische Puwer. da- m inner ,-r»°r-nden W.rknn- Fiir die Herbst-Saison 1S11 E$li FLUGE 5toe«r 187.- 285.- 365.- 395.- Grosses Lager und Versand in allen gängigen Installations-Materialien D’/i. Verkauf nur an Installateure und Wiederverkäufer • Anfrage erbeten! 8S Direkter bentscher Post- nttb SchueNdampferdienst. 280 e# BüfettsM°umu.uznn MjjsE-IjvM -°n,iz nuftb. poL Jfi Talon Polster- von 10% an Vertikos Sb- ”