Nr. 261 Erstes Blatt 161. Jahrgang Montag, 13. November 19U Ter ««ebener rlnzelpe« O A 'W<* O erscheint Li glich, außer ▼ CW ■ ▼ Gietzener Anzeiger ffcmlpred) - Sliddihipe K Ä W Mr die Redaknon IIS, WJT •S-s-s™ General-Anzeiger für Gberheffen j7a*e,eiajeönum»nac llokationsdruck und Verlag der Vrühl'fchen Univ.-Vttch- und Zteindruckerei H. Lange. Rcdattion, Expedition und Druckerei: Zchulstrahe 7. bis vormittags 9 Uhr. Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a. vezuaSvretS. monatlich7LPs^ viertel- jährlich Mk. 2.20: bür* Abhole- u. Zweig icllcn monatlich G3 i'f.; durch die Post 9211.2.— viertel- jährt ausichl. Beu tilg. ZeilenpreiS: lokal lüP', auSivarir 20 Pteumg. Ehesredakleiir: 21 Goch. PeraiitwoNlich für den politischen Teil: August Goeq; für .ttcmlle- ton*, .Pennifchreö* und .Veilchtssaal": St Neurath: für .Stadt und Land*: E.Hcß: tür den Anzeigenteil: H. Beck. Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten. Der Sd)Iu6 der lHaroffoausfprad)c. Nach breitafliflcr Schlacht hat der Reichstag am Sonnabend das Marolko-Ablomnicn nnb die verschiedenen da- mit im Zusammenhang stehenden Anträge aus Verfassungsänderung dem BudgclauSschusz überwiesen. Tas bedeutet vorläufig einen Sieg der Volksvertretung über Herrn v. Bethmann-Hollweg und seine Regierung, die da glaubten, dem Reichstage das Marokko-Abkommen lediglich z»lr „Kenntnisnahme"' unterbreiten zu können, aber im Verlaus der dreitägigen Aussprache nicht einmal den Mut sanden, auf diese staatsrechtlicke Frage einzugehen, angesichts der Mißstimmung, die im ganzen Reichstage (mit Ausnahme der Sozialdemokratie) gegenüber der Marokkopolitik herrschte. Und doch loagen wir schon bei Betrachtung der ganzen dreitägigen Schlacht nickt an einen endgültigen Sieg der Volksvertretung zu glauben Zwar waren alle bürgerlichen Parteien in der Verurteilung dcS Marokko-Abkommens mehr oder minder einig, zwar stellten sich auch die Konservativen nach ihrer schroffen Abkanzelung durch Bcth- mann-Hollweg aus die Seite der übrigen Parteien, die eine Revidierung der Verfassung hinsichtlich der kaiser- lichen Machtbefugnisse über Gewinn und Abtretung von Schutzgebieten zugunsten der legislatorischen Gewalt des Reichstags fordern. Aber mit diesem Erfolg — Verurteilung des Marokko-Abkommens und Ausbau der Rcichs- versassung — hätte man schon am zweiten Tage die Ma- rotkoaussprache schließen sollen. Es war nid)t wohlgetan, daß diese klare Lage durch die Redner des dritten Tages verdunkelt wurde und die ganze fernere Aussprache schließlich, weil eben über das Marotko-Ablommen nichts sachliches mehr zu sagen war, verflachte und in Partcigezänt auslief. Aber die Abänderung der Verfassung steht dennoch jetzt im Mittelpunkt des Interesses. Man würde den Schluß der Marotkovcrhandlungcn als ein Zeichen neuer und besserer Zeiten ansehert können, wenn nicht das dem Reichstag zugegangene Weißbuch über Marokko mit seinen ganzen — sage und schreibe — 2\ > Seiten bewiese, wie gering Herr v. Beihmann-Hollweg das Gewicht des Reicks» tags einschatzt. Dieses Weißoucy eickhütt nicht, wie es der Reichstag wünschte, das gesamte -)totcnmatcrial über die deutjch-sranzösisct>en Marotkoverhandlungen und den Notenwechsel zwilchen Teutfchlcurd und England, sondern nur zwei Aktenstücke, die das veröffentlichte Marotto-Abkommen insofern für Teutickland ungünstiger erscheinen lassen, als Herr v. ftibeilen darin auf die deutsche tLuoicnbetcüi- gung am marokkanischen Bahnbau verzichtet, und das Pro- tettorat Frankreichs über Marokko darin ausdrücklich atu erkannt wird. Tenn die Leffnung des Hafens Agadtc für den internationalen Verkehr, sowie die in Aussicht genommene Schlichtung deutsch-sranzöiischer Differenzen durch das gerade in jetziger Zeit recht sragwürdibe Haager Schiedsgericht steht doch lediglich aus dem Papter. Eine Ergäujuog des Marokko- und Kongo-Vertrages. Der Inhalt eines Notenwechsels zwischen dem Staatssekretär von Kiderlen und dem fran- zösischcn Botschafter Eamb on, von dem bereits bei den französischen Verhandlungen in Paris die Rede gewesen ist. ist nunmehr auch dem Reichstage zugegangen. In bie) em Notenwechsel werden noch einige Punkte betreffend Marokko fest gelegt. Für den Fall, daß die französische Regierung die lieber na ljme des Protektorats über Nlaroklo erforderlich halten sollte, werben seilens der beut- schen Regicruiig dein keine Schwierig ceüen m den Weg gelegt werden. Tic in Artikel 1 des deutich-fraiuösiscl-en Abtomniens deutscherseits der Regierung eingeraumtcn Befugnine iüib.n natur-- gemäß auf alle Fragen Anwendung, die einer Regelung durch Verordnungen unterworfen und in der Algceirasakte vorgesehen sind. Betreffs der öffentlick>en Arbeiten hat die deutsche Regierung davon Abstand genommen, eine vorl-ergehcnde Feustcckung der Quoten zu verlangen, die der bculid)cn Industrie bei Eisenbahn bauten in Marokw zuzufallen haben. Tie französische Regierung bat erklärt, daß sie in Bezug auf öffentliche Arbeiten, deren Ausführung Angehörige eines der beiden vertragschließenden Staaten übertragen erhalten sollten, die Bildung von Interessen- tengcmcinscl'aft.n zwischen ihnen stets begrüßen würde Außerdem hat die französische Regierung der deutschen Regierung die Zusicherung gegeben, daß der im Interesse aber Nationen liegen:c Eisenbahnbau Tanger — FeS öffentlich ausgc schrieben »»erden soll, bevor die Ausschreibung irgend eincS anderen BahnbaueS in Marokko erfolgt. Desgleichen tvird die französische Regierung b.t der m<. tragen, den Hasen von Agadir dem internationalen Handel zu öffnen. Endlich wird die französisch: Regierung aus Wunsch der deutschen Regierung bafür Sorge tragen, daß, sobald ein Gesamtplan für die im allgemeinen Interesse liegenden marokkanischen Eisenbahnen zur Ausarbeitung gelangt, die marokkanisä-e Verwaltung hierbei die wirtschaftlichen Interessen des Landes auf das gewissenhafteste berücksichtigt. Insbesondere soll die Führung der Linien so gewählt werden, daß eine Ver- bindilng der erzhaltigen Gegenden mit den ösjcntlichen Eisenbahnen und mit den für ihre Abfuhr bestimmten Häsen tunlichst erleichtert wird. Wenn die in Artikel 9 des Abkommens vorgesehene Rechtsordnung in der Zukunft in Marokko eingeführt ist, wird die französische Regierung, sobald die Skonsulargcrichie ersetzt sein lverden, dafür Sorge tragen, daß die deutschen Staats angehörigen vor den neuen Gerichten die gleicl>e Stellung ein nehmen werden wie die französischen Staatsangehörigen. Tic deutsck>e Regierung bat erklärt, daß sie nach dieser Regelung ihre Konsulalsgerichtc gleichzeitig mit denen aller Mächte einziehen werd?. Beide Mächte sind übercingekoinmen, alle Mei- nilngsverschiedenh.iicn, die sich ans dem Marokkovertrag ergeben könnten und sich nicht auf diplomatischem Wege regeln lassen, einem Schiedsgericht zu unterbreiten, welches nach Maßgabe der Bestimmungen der S?aager Konvention vom 18. Oktober 1907 zu bilden ist. Bei Meinungsverschiedenheiten bei der G r en - a b st e cl u n a in >1 o n g o soll ein von den beiden Regierungen gemeinsam gewählter Schiedsrichter, der einer dritten Macht angchören muß, die Entscheidung fällen. Beide Regierungen werben es gcin fehen, wenn zwischen den beiderseitigen Staatsangehörigen I n l e r e s s e n g e m e i n f ck a s- t c n für Unternehmungen in den durch das deutsch-französiselre Abkommen berührten Kolonialgebieten gebildet werden. Eine sottfchrittllche Volksversammlung. Berlin, 13. Nov. In einer Versammlung des Zentralausschusses der Fortschrittlichen Volkspartei, der am Sonnlag im Reichstagsgebäude zusammentrat, nües Äbg. Wiemer auf die durch bie Attacke des Reichskanzlers gegen Herrn v. Heybebranb zugesprtzte Lage hin, warnte aber Davor, ben Glauben zu unterstützen, als ob nunmehr eine Entwicklung in liberaler Richtung zu erwarten sei. Der Redner schilderte den voraussichitichen Verlauf der Verhandlungen im Budget- ausschuß über Marokko, kennzeick)nete bie Unsicherheit der Lage und betonte bie Notwendigkeit der Abwehr gegen die Sozialdemokratie. Der Hauptzweck des Wahl- kämpses sei die Beseitigung der jetzigen Mehrheit. Angriffe der „France MUilaire". In einem Artikel über bie Dilauz der Marokkokrise kommt „La Franee Mili tut ' zu folgendem Ergebnis: „Frankreich geht aus der Krise moralisch und politisch gestärkt hervor. Es bat niemals bester die Bedeutung ieiner Macht und die Festigkeit seiner Bündnisse unb Freundschaften empfunden gegenüber der Lchwääie derienigcn Macht, bereit Feindseligkeit für uns eine ständige Trohung ist. Nun scheint diese Drohung für den 'Jhigenblid beseitigt. Aber sie besteht tatsächlich weiter, iveil im Grunde sich nichts geändert hat. Tas Abkommen über Marolko war nur ein Zwischenfall und ein Vorwand. Andere Zwischenfälle und Vorwände werden folgen. Geivissc Leute, die allerbings immer seltener werben, sagen nun: Es muß jetzt eine Verständigung zwisä)cn Frankreich und Teutschlanb euurcten, die Zeil der Aussöhnung ist gekommen, der Zankarßl, Marokko, ist beseitigt, und nichts mehr ttcht einer engen Annahrung zwischen den bciocn großen Völkern entgegen, die so dazu geschaffen sind, ftd) zu verstehen. Aber solches Gerede hat keinen SfurS mehr, aucp nicht in Berlin. Man erklärt dort sckwn heute, daß die Reibungsflächen nur noch vennchrt finb. Es ut entschieden besser, alles osten aus- zusprcchen. Wir wüßten kaum etwas lächerlicheres, was auch Aus öem vorvbuche von Nelson; „victory". Bei Sothebv in London wird dieser Tage eine wertvolle Reliquie zum öffentlichen Verkaufe gelangen, ^nämlich ecn^ Bordbuch vom Flaggenschiffe „Biclory" aus den Tagen der Säilaät von Trafalgar. Tie Eintragungen barm stammen von dem Leget- meiner Atkinfon. Von diesem Besitzer ist das Buch im Wege der Erbschaft bis auf den Enkel weilergegeben worden, der es nun öffentlich versteigern läßt. Tie Engländer werden Atkinfons^Bericht über bie Schlacht von Trafalgar unb ben Tob ihres großen S e c h e 1 b e n M e s f o n mit einer gewissen Rührung leien, denn er ist, obwohl fast zugleich mit den Ereignissen aufgesetzt, dock ganz knapp, trocken und sachlich gehalten. Ucbrigens enthält er einige Angaben über den Signalwechsel zwischen Nelson und der Flotte am 20. und 21. Oktober 1805, die der Adnnralitatsberickt nicht ocröfsentlichl Hal. Ter Bericht über die Sckiackt bei Trafalgar selbst beginnt ganz trocken: „Flaue Brise, wolkig." Tann wird die Stellung zur feindlichen Flotte angegeben, unb hierauf heißt es, daß vier Minuten nach 12 die Backborbgeimützc das Feuer eröffneten. Kurz vor halb ein war das allgemeine Ge^eLl im Gange, und nun folgt die erste Eintragung über Nelsons Verwundung: „Um 1 Uhr 15 wurde der Right Honourable Lord Viscount Nelson K. B. and Eommairdcr in Chief an der Schulter verwundet. Um 1 Uhr 30 strich die ,.Rcboutable" die Flagge und wir hörten auf, mit unseren Steuerbordgcschützen gegen sie zu feuern." Tie Fortsetzung berichtet nur in ganz kurzen Worten über den Verlaus der Schlacht, und um die Zeit, wo der Steg entschieden war und daS Feuern bereits nachließ, folgte wieder ein: Eintragung." Tas Feuern hielt bis 4 Uhr 30 an, wo Lord Nelson. . . (ber Titel ist nicht wieder ganz ausgeschrieben an feinen Wunden starb, nachdem ihm die Siegesnachricht überbraart worden war." Von Nelson selbst ist in dem Schlachtberichte weiter nicht bie Rede, vielmehr berichtet Atkinson ganz gleichgültig, wie er einen schwer beschädigten Mast ausbessern ließ, bann schildert er das Welter unb berichtet, wie er Grog und Wein verabreichen ließ. Erst am 6. November, wo ein TankgotteSbienst stattfand, berichtet er wi:der über die Schlacht ben Verlauf des Tank- gottesdienstes ctedoch nur kurz angedeutel- und über den Plan eines Nelfond.nkmales. Aus dein Bordbuche kann fein Unbeteiligter eiunchmen, daß Atünson viele Schlachten unter Nelson mitgcmacht hatte und iym recht nah.'stand. Man nmß sich übrigen» darüber wundern, wie Arkmson sein Bordbuch so luhi hat icor eiben können, denn er selbst hatte einen Schuß in bie Schulter erhalten. K. F. E. K. Tie Einweihung des „französischen Institutes" in Petersburg. Ta» 'ranzösiich: Innilul, bas dazu bestimmt ist, in der Hauptstadt Rußlands als Vorkämpfer französischen Geisteslebens und sranzösisckjer Kultur zu wirken, ist nun mit großer Feierlichkeit crö inet worben. Tie Hauptpunkte in dem Plan des Instituts bilben Geschichte, Philosooyie, Kunst und Literaturgeschichte. Ti-.- Vorlesungen über Kunst bat Pro'. Reau von der Universität Nancy ubcriwmmen, französische Literatur ließ Pro:. Hautecoeur, sranzösiichc Literaturgeschichte Pro'. E a m m a r b, außerdem werden im regelmäßigen Turnus eine Remc bekannter französischer Gelehrter im Institut Vorlesungen halten Eine große Biblwthek französischer Literatur ist Dem Institut angegliebert, und >oll vor allem dazu dienen, die Vorherrschaft der deutschen wissenschaftlichen Literatur in Rußland zu brechen. „Tas cusl^ndi'che Bucher- wefen in Petersburg", so berichten französische Blätter, „ut vollkommen von der deutschen wissenschaftlichen Literatur monopolisiert, und tamit drohte in Rußland der Empruck erweckt zu werden, als ob Frankreichs,geistige Schöpferkraft in den Hintergrund gedrängt fei." Tas franzöfische Institut hot die Aufgabe, den Franzosen die auf diesem Gebiete in Rußland entrissene Vorherrschaft wiederzuerobern. — TeutschesTheater-Ädreßbuch 1912. Tas Jahrbuch des Teutschcn Lübncn-Vereins, das im Verlage O:stcr- held & Go., Berlin 23. 15, fortab alljährlich im Oktober zum zugleich weniger der Vürdc beider Völker entsprechen würd', alS wenn zwilchen Frankreich und Teutschlanb nun eine K o in o- bic der Zärtlichkeiten gespielt würde. Es ist viel besser, die Wirklichkeit ins '?lugc zu fassen und sich eimuridnen auf bis endgültige Anseinandcrfetzung, die der inarok- kanifckcn Krise doch einmal folgen muß. Alles in allem, die Bilanz ist für und aktiv: aber vergessen wir nicht, daß es fick dabei um Zukunftswerte handelt. Blicken nie nickt ruckvans, sondern vorwärls!" Der italieiuid):türtifd)c Krieg. Verstärkungen der Türken vor Tripolis. Tripolis, 12. Nov. (Agenxia Stesani.) Gestern inülag fanden einige bedeutungslose Scharmützel bei Stdi Mesri statt, wobei die türkisckse Artillerie einige Schüsse abgab, die keinen Sckxrden anrichtetcn. An der Ostfront wurden zwei Züge Grenadiere, die Arbeitern, welche das Schußfeld von den Trümmern säuberten, als Bedeckung bcigcgcbcn waren, plötzlich durch einen A n - griff der Araber überrascht. Die Grenadiere, die das Feuer erwiderten, hatten sieben Verwundete. Ein ttund- ichaster berichtete, die Araber hätten in dem Kampfe am 9. November hundert Tote und Venvundetc gehabt. Tie Verluste der Türken seien iticht bekannt. Unter ihren Tote» sind zwei Offiziere gewesen. Wie es hei ßt,^ hab en die Türken vor Tripolis größere Streitkräfte mit Feld - und Gebirgsartillerie zu- sa m m e n g c ä o g e n. Auch über drei Maschinengewehre verfügen sie, haben aber wertig oder feine Munition Vor Homs unb Suara wurden ebenfalls reguläre türkische Streitkräfte bemerkt. Gestern fand aus Anlaß des Geburtstages des Königs von Italien ein Empfang der Notabeln der Araber und aller religiösen Belenntnisse statt, die die Ge- fühle der Huldigung und die Glückwünsche für ben König zum Ausdruck brachten. Am Nachmittag sand ein Empfang sämtlicher Konsuln, der fremden Militärattaches und der hervorragenden Perfvnlichteilen der europäischen Kolonie statt, an dem auch die Geistlichkeit, die Vertreter der Presse und der Arbertervereinigungen teilnahmen. An bie Armen und Moscheen wurden Unterstützungen verteilt. Nückwirkuogen in Algier. Paris, 12. 9!ov. Aus Algier wird gemeldet: Tie tunesischen Unruhen haben auch Ijter ihre Rückwirkung aus- geübt. Turch arabijche Anschtagszettel wurde die musel manische Bevölkerung aufgebracht, die Italiener zu boykottieren, vor dem italienischen Konsulat Straßen- fimbgebungm zu veranstalten unb für die Türkei eine Geldjammliuig einzuleUen. Tie Anschlagszettel wurden von der Polizei entfernt. Die goloene Medaille für militärische Tapferkeit. Rom, 13. Nov. Ter König zeichnete durch einen Erlaß dir Fahnen des 64. Infanterieregiments und des 11. Bersaglieri-Regiments mit der goldenen Medaille für niilitärische Tapferkeit aus. Tie Auszeichnung ist den Regimentern für ihre heldenhafte Haltung in den Kämpfen bei Tripolis, bei Soiara Sciat und Sidi Messri, am 23. und 26. Oktober, verliehen worden. Deutsches Ueich. Tas 16. Bittschriften Verzeichnis ist int Reichstage cmsgcgeben worden. Die meisten Bittschriften liegen zum Privatbeamten Pensionsgesetz vor. Daneben ymidett es sich um solche in Sachen der Teuerung und der übrigen dem Reichstage vorgclegten Gesetzentwürfe. Von den Bittschrillen allgemeinen Inl)al1s seien folgende erwähnt: Zuziehung von Drei Mitgliedern des ReickMags zu den Sitzuiigen des Staalsministeriums bei Fragen der auswärtigen Politik, Zulassung gut ausgebildeter Taubstummer als Zwischenbolmetscyer bei der Vernehmung von Taubftummcnangeklagten. Ferner wird vorgeschlagen, dem geplanten Kolonial- und Konsulargerichts- h v s den Namen Siedlungs- und HandlunZsschutzgericht bei» Preise von 2 Mk. erscheint, liegt nun zum ersten Ntale vor. Tas Werf ist 1200 Seiten stark Die redaftionclle Anordnung ist sowohl in ihrer gcichidt kombinierten logiscken Reil^enforgc als auch durch die verschiedenfarbigen Papiere sehr übcriichilich. 2:r Nocizenteil auf weißem Schreibpapier emhält die Rubtilen: Merkmge für bie Th aterpraxis, Kalendarium, Verlehr-miorma- honen, Rollenverzcichnis: m rosa folgt em größerer reoaftionclter Teil, bann in blauweiß die Perfonaloerzeichiusse der deutschen Theater und in geibem Papier anschließend bas Register dazu. Wichtig find die Kapitel: Bühnenvertnebsstellen, Uraustührungen, die gangbaren Stücke des Spielolans und ihre Verleger, Regiepläne, tantiemenfrcic Stücke, ipater frei werdende Autoren, Adressen unb Werke der Bühnenautoren. Eine Bchliographie tu fort alle Werfe auf, die mr die Theater Praxis wichtig smd. Ein Verzeichnis der vermietbaren Theaterfäle Deutschlands unb die Zusammenstellung b:r Freilichtbühnen (68- schließt sich an. Der Theatertell ist durch neue Inchrmatwnen sehr nützlich bereichert. Tie den Ort betreffenden Angaben sind leicht aufiinb» bar und praktisch erweitert. Ten Abschluß des Jahrbuches bildet das Register und eine Liste gastierender uno ehemaliger Bühnenkünstler. Ein Nachtrag, in Dem alle nach dem 1. Oktober ein» getretenen Veranoerurmen enthalten sind, wird jeoem Besitzer des Adreßbuches ans 2ktlangen frei zugestellt. — Kurze 81 a m r i ty t c n aus xunft und Wissenschaft. Aus der Türkcnsckanzc in Wien in der Nähe feinrr früheren Wohnung wurde das T e n t m a l von I o f e f il a i n ; r Gegenwart des Direktors d:s Hofburgtheaters Barons ovn B. x ger feierlich enthüllt. — Ter Laryngologe Geheimer Medizmalrcu Dr. ^raenkel ist in Berlin im 77. Lebensjahre gestorben. — Ter „Reichsanzeiger" meldet die Ernennung des Profe-sors Toblcr in Heidelberg zum ordentlich.» Professor in Breslau. — In Taris ist ter besonoer- durch seine Büdcr aus Venedig befannt gewordene Maler J i e m im Alter von 90 Jahren gestorben. Überall etMItiloh. Auergesellschaft . Berlin 0.17 , bei Nacht. Zu der am Samstag unter gebrachten Notiz wird uns von beteiligter daß die darin enthaltenen Angaben sehr Landkreis Gießen. " Gießen dieser Spitzmarke Seite mitgeteilt, übertrieben seien. „ wurde. Schon in .Vaterland" von Pauli zeigten sie Ausland. Nach Ausfall der Stichwahlen, die am Sonntag stattfanden, wird sich der neue schweizerische Nationalrat aus 118 Freisinnigen, 37 Katholisch-Konservativen, 15 Sozialdemokraten, 12 Mitgliedern des liberal-protestan-t tffchen Zentrums und sieben Mitgliedern der sozialpoli- tifchen Gruppe zusammensetzen. Das neue portugiesische Kabinett hat sich in folgender Zusammensetzung gebildet: Augusto Vascon- cellos, Präsidium und Aeußeres, Silvesbre Falcao, Inneres, Sidomo Paes, Finanzen, Antonio Maciera, Justiz, Oberstleutnant Silveira, Krieg, Augusto Barrets, Marine, Kapitän Fruitas Rib eiro, Kolonien, und Estevan Vascvncellos, öffentliche Arbeiten. König Peter von Serbien ist am Sonntag abend in Begleitung des Ministerpräsidenten zum Besuch des Präsidenten Falliör es nach Paris ab gereist. ?Dutenhof Ti jetzt serüggestell dohnt werden. 2e leinen hergesiellt: in der Mhe des tmem hiesigen den. — An dem E Moß sertiggeste gestellt werden, dl lann. X Dorlar, j Kirchen- und Ml. Jwljlteit tynm: Tc auf btt billigen St ißiilitidje beule vormii Men Geibel in sein WpMg bereitete ihm F Kirchenvorstand Kommen und der G r; An beiden Ocli Vie Revolution in China. Futschau, 11. Nov. Die Man dschus wurden gestern geschlagen. Jetzt sind sie im Damen des Gouverneurs versammelt. Man erwartet noch einen Kampf. Diebe plündern und zünden alles an. In der Stadt herrscht Verwirrung. ? Allendorf a. d. Lahn, 11. Nov. Die „Spinnst ub e" scheint noch nicht abgekommen zu sein, denn die Burschen und Mädchen vom 15. bis zum 20. Jahr sieht man auch dieses Jahr wieder am Abend in den Häusern zusammen, um sich die langen Winterabende zu verkürzen. Leider sind sie von dem früheren Gebrauch, „dem Spin- nen", in diesen Abendstunden größtenteils abgekommen, ÄnKichi ^roßh. < -Iranksurt tzndsbain, der Ma ütamerun; lii j"den Zoologisch k, »um Teil sehr s E*4 *8 «“« die außerord. Wfnge «Naja Ml Lit." log. Schr, JJE1 Meter Höhe^ Bei die ^rzen Querbinden i ist die bu A brichnnende N al Äe> sh einen ihre volle Wucht. Am vollendetsten war der Chor „Zieh mit" von Angerer. Besonders hervorzuheben sind: „Der Steuermann" von Wengert und „Zu Schuls im kleinen Friedhof" von Angerer. So kann der Verein, wenn man von einigen Schwankungen, besonders in den schwierigeren Chören, absieht, mit seinem Erfolg zufrieden sein. Die Zuhörer kargten auch nicht mit ihrem Beifall. Als Solist war Herr Laux (Bariton) erschienen. Dem Gesang Wolframs aus „Tannhäuser" dürfte Herr Laux doch noch nicht Kurz, gewachsen sern. Wir vermißten den verständnisvollen Vortrag. Besser gelangen ihm „Schneeglöckchen" von Dorn und „Ein rheinisches .Mädchen" von Hoppe. Herr Laux verfügt über eine gute Stimme besonders in den tieferen Lagen; nur bedarf sie noch der gründlichen Schulung. konnte mit einer gewissen Spannung dem gestrigen Konzert in der Aula entgegensehen. Ein gut geschulter Chor, auf alle Winke seines Dirigenten L. Sanner achtend, ließ sich hören. Der Verein verfügt über ein gutes Stimmenmaterial. Namentlich gute Bässe, die im letzten Chor „Das Liebchen im Grabe" vorteilhaft hervortraten. Auch die Denöre taten ihr möglichstes. Die Uebergänge aus „forte" irr „piano" hätten wrr uns etwas besser gewünscht. Doch auch dem „piano" wurden sie in vielen Chören gerecht, o z. B. in „Ich hört ein Vöglein pfeifen", das übrigen^ ehr natürlich zum Vortrag gebracht >em ersten Chore „Ans .Vaterland" vc telegen. Der Deutsche Lanowirt,chaftsrat bittet, den Kurpfuschern die Behandlung ansteckender Krankheiten von Menschen und Tieren zu verbieten und bei Tieren alle FMle von schweren Störungen des Allgemeinbefindens, iuÄ> esandere von Fieber, in das Verbot einzubeziehen. Der Konflikt zwischen dem bayerischen Zentrum und dem Verkehrsmini ft er ist noch nicht beseitigt. In der Kammer gab der Zentrumsabgeordnete Lerno namens seiner Partei eine Erklärung ab, in der er sagte, die bekannten Ausführungen des Ministerpräsidenten genügten nicht. Gerade diese Aeußerung des Herrn Verkehrsministers vom 8. November mit jener vom 7. November, sein ganzes Verhalten in der Angelegenheit des süddeutschen Eisenbahnverbandes und bei der Beratung der Anträge betreffend die Verbesserung der Menst- und Lohnverhältnisse der Staatsarbeiter, sowie insbesondere sein Eingriff in die Geschäftsleitung des Präsidiums und damit in die Rechte der Kammer haben die bekannte zum Beginn der Finanzausschußsitznng vom 8. November von dem ÄLg. Dr. Pichler abgegebene und von meinen politischen Freunden gdriUigte Erklärung veranlaßt. Es ist daher nicht richtig, das; der von dem Finanzausschuß in jener Sitzung gefaßte Beschluß von nicht zutreffenden Voraussetzungen ausgegangen ist. _ Wir durften erwarten, daß der Herr Berkehrsminister oder an seiner Stelle der Herr Vorsitzende des Ministerrats in einer öffentlichen Sitzung der Kammer der Abgeordneten eine die Mehrheits- Partei befriedi gende Erklärung abgibt, wie dies in früheren Jahren von der Staatsregierung wiederholt geschehen ist. Eine solche Erklärung ist bis jetzt nicht abgegeben worden. Demnach ist die in der Finanzausschußsitzung vom 8. November geschaffene Situation nicht geändert. M wird also vollen Ernstes der Sturz des Ministers verlangt. Die „Franks. Zig." will aber aus München wissen, die Regierung werde fest bleiben und der Prinzregent billige ihre Haltung. In Berlin fanden am Sonntag mittag in verschiedenen Stadtteilen Berlins zwölf stark besuchte sozialdemokratische Friedensdemonstrationsversammlungen statt. Es sprachen von Ausländern Van- dervelde-Brüssel, Tornas-Paris, Huysmen-London, Dr. Renner und Winarsli-Wien. Nach längeren Reden wurde eine lange Erklärung einstimmig angenommen, in der gegen den italienisch-türkischen Krieg protestiert wird. K M v^^vflegeN' I sÄ j Iä.7 Mer ur A-SA Ms K Sir»« rZ&e18 Meyers: äs? «SM Ihtiie w61' S-s Acher Teilnehm fveranftalieten ' Starte Milan, MHZ .^inivesenJ. S**1 fcN 2ble bl i«Ü*Ä8 S^iotber.bei' in 4‘9tl .Dnrt«-. U“U) n Ans Stadt und Land. Gießen, 13. November 1811. In Audienz empfangen wurde am Samstag vom Großherzog u. a. Baurat Haag von Friedberg ** Erledigt ist Ostern 1912 eine Lehrerstelle an der höheren Mädchenschule und dem Lehrerinnens emi- nar zu Mainz. Erforderliche Lehrbefähigungen: Mathematik, beschreibende Naturwissenschaften und, wenn möglich, Geographie oder Physik. Verheiratete Lehramtsassessoren oder junge verheiratete Oberlehrer wollen sich innerhalb 4 Wochen bei der Mi- nisterialabteilung für Schulangelegenheiten melden. ** Große Ausstellung des Verbandes der mitteldeutschen Rotviehzüchter 1912 in Gießen Landrat von Heimburg, der Vorsitzende des Verbandes der mitteldeutschen Höhenviehzüchter, machte gestern in der Hauptversammlung der Herdbuchgesellschaft für das Vogelsberger Rind die Mitteilung, wenn es der Stand der Maul- und Klauenseuche in Deutschland zulasse, werde im September 1912 in Gießen eine Ausstellung aller deutschen roten Gebirgsviehschläge stattfinden. Er bemerkte, daß diese Ausstellung für Oberhessen ein Ereignis werden würde, wie es auf diesem Gebiet noch nicht dagewesen sei. ** Ueb er das Konzert des Männergesangvereins „Mozart", Siegen schreibt man uns: Man Vielleicht gelingt dies Herrn Musikdirektor Kreutzer, der । die Begleitung übernommen hatte. Auch den Gesängen < des Herrn Laux spendete man reichen Beifall. ft. ** Stadttheater. Am Freitag wird als 7. Freitagabonnementvorstellung ein neues Lustspiel' von Leo Wal- tper Stein und Ludlvig Heller, „Di e Ahnenga 1 err e", gegeben. Die Neuheit erlebte vor etwa drei Wochen im Darmstädter Hoftheater die Uraufführung mit durchschlagendem Erfolg. Das Stück darf als eines der originellsten ■ und dabei liebenswürdigsten Lustspiele der letzten Jahre bezeichnet werden und ist inzwischen von einer Rethe größerer Bühnen zur Aufführung angenommen < worden. — Nochmals sei auf das französische Gasts piel A. Roubeaud am kommenden Mittwoch nachmittag hingewiesen, bei dem Molieres „les semmes savantes" zur Aufführung gelangen. Stück sowohl wie der Ruf der hier ja bestens eingeführten Gesellschaft A. Roubeaud dürften tarke Anziehungskraft ausüben, zumal ja für Schüler und Schülerinnen kleine Preise gelten und dieselbe Ermäßigung auch für Abonnenten gilt. ** Kun stv er ein. An Stelle 'der Sammlung M. Casper-Filser gelangte nunmehr die bereits schon an gekündigte Sammlung farbiger Radierungen von M Motha - Genua zur Ausstellung. Sämtliche ;etzt noch ausgestellten Bilder, auch die von Otto Jung-Stuttgart, bleiben nur noch bis einschließlich Sonntag hier. ** Die S ektio n Gießen des Deutschen und Oe st erreicht schen Alpenvereins feierte am Samstag abend in den festlich geschmückten Räumen des Gesellschaftshauses ihre 25 jährige Jubiläumsfeier, zu der sich eine große Anzahl von Mitgliedern, Freunden und Gästen eingefunden hatte. An der Stirnseite des großen Saales war inmitten von Tannengrün eine prächtige Alpenlandschaft hergerichtet, die die entzückend? Aussicht von der zu errichtenden Gießener Hütte auf die Kärntner Alpen darstellte: den schönen Hintergrund mit dem Fernblick auf die Hochalmgruppe hatte Herr L. Petry III. mit sehr gttt wirkender Plastik gemalt. Während des Festessens sprach zunächst Frl. Barnaß einen gehaltvollen, formschönen Prolog, dessen Verfasser Prof. Altendorf war, worauf der Vorsitzende, Prof. Hedderich, in einer humorvollen, klugen Rede einen kurzen Ueberblicf über die Geschichte der Sektion Gießen gab. Eine „ausführliche Lebensbeschreibung" der Sektion behielt sich der Redner für eine Festschrift vor. Er verglich die Sektion — „mit jener Zirbelkiefer, die an der höchsten Waldgrenze im Hochgebirge steht, deren Krone gepeitscht wird von den rauhen Stürmen, die aber gerade dadurch ihre Wurzeln fest um die Felsen klammert, um Wind und Wetter Trotz zu bieten. Wenn auch nicht so herrlich änzuschauen wie ihre Schwestern des Tales, erfüllt ie dennoch ihren hohen Zweck, denn sie ist gepflanzt, um den Talbewohner zu schützen, gegen den Sturz der Lawinen. So die Sektion Gießen. Nicht prunkvoll sucht sie dazustehen nach außen hin, sondern sie will nur den Zweck erfüllen, zu dem sie gegründet ist, nämlich ihr Scherflein beitragen zur Erschließung der Alpen. —" In launigen Worten ging der Redner dann auf die Vorbereitungen zu dem längst gewünschten Hüttenbau auf dem GöMichls über, um schließlich ein Hoch auf den Deutschen und Oefterreichischen Alpenverein auszubringen, das lebhaft und begeistert ausgenommen wurde. Nach dem Mahle, das leider vorzeitig abgebrochen werden mußte, weil das „Tafelobst vom Gößbichl" (2200 Meter) in diesem Jahre trotz der Hitze nicht reit geworben war, wurde das Versprechen hinterm Herd aufgeführt. Mit überraschendem Geschick entledigten sich die Mitwirkenden ihrer Aufgaben und sie konnten außerordentlichen Beifall einheimsen. Ein Reigentanz von echten Tiroler Dirndeln, die wie die Mehrzahl der Gäste in „ftaatfen Gewandeln" erschienen, wurde so freudig ausgenommen, daß sich die Damen zu einer Wiederholung entschlossen. Danach fand unter „feierlicher Zeremonie" der Ritterschlag derer vom Silbernen Edelweiß statt. Unter heilkräftigen Beschwörungsformeln wurden die Herren, die der hiesigen Sektion 25 Jahre lang angehören, von dem Vorsitzenden zu Rittern geschlagen und mit dem silbernen Edelweiß ausgezeichnet. Es waren dies die Herren Geh. Justizräte Dr. G utfleisch und Dr.,Gareis (München), Kaufmann Friedrich Kühn, Kommerzienrat Schaffstädt und Fabrikant I. Barnaß, von denen die drei letzten persönlich anwesend waren und unter großem Beifall ihre Auszeichnungen entgegennahmen. Es folgten dann Liedervorträge des aus Mitgliedern gebildeten berühmten Kärntner Quartetts, das ehre vorzügliche Schulung bewies und ebenfalls mit lebhaftem Beifall bedacht wurde. Musik, Tanz und Scherze jeder Art wechselten danach in bunter Folge, und die lustige Stimmung, die schon gleich zu Anfang eingetreten war, steigerte sich erheblich, als der Tanz begann und die Paare in schillernder Farbigkeit durcheinander wogten. Während der Tanzpausen trat das Kärntner Quartett noch mehrmals auf, und der Ausverkauf der Buden ging recht flott von statten. Als dann schließlich die Münchener Bier halle eröffnet wurde, wurde es erst recht fidel, und erst spät in der Nacht, als es schon tagte, traten die letzten Nachzügler den Heimweg von dem schönen Fest an, das in allen seinen Teilen glänzend verlaufen war. ** Feuerwehr. Bei der Feier des 56jährigen Stiftungsfestes der Gieß ener freiw. Feuerw ehr am Samstag abend wurde den Feuerwehrmännern Phil. Klotz und Peter Walther das vom Großherzog verliehene Ehrenzeichen für 25jäbr. Dienstzeit, durch Regierungsrat Langermann und oas von der Stadt Gießen gestiftete Diplom für 15jährige Dienstzeit dem Heinrich Herbert, durch Beigeordn. Keller überreicht. Die vom Landesverband Hess. Feuerwehren bestimmte Dienstauszeichnung für 20jährige Dienstzeit erhielten Hch. Heb eil' und Fritz Schneider, für 10jährige . Karl Grüger und Emi Sieck. ** Die Hauptversammlung der Landwirtschaft s kämm er tritt zur Beratung der Revision ihrer Satzung am 20. Nov emb er im Synodalsitzungssaä zu Darmstadt zusammen. Am 14. November sind et eine Vorstandssitzung statt. ** Petri Heil. Im Schaufenster der Papierhandlung I. P. Sann, Bismarckstraße, ist der präparierte Kop eines 18pfündigen Hechtes ausgestellt. Der K'op wog im frischen Zustand 33/4 Pfund. Der Hecht wurde am 7. Oktober in der Lahn, in der von W. Bittendorf,, Wißmar, gepachteten Koppelfischerei gefangen. denn kein Mädchen ist mehr, mit einem Spinnrad? in der Spinnstube anzutresfen. Londorf, 10. Nov. Der hiesige Radfahrer- Ver e'i n Rabenau feiert am Sonntag, 19. d. Mts., im Vereinslokal „Gasthaus zur Stadt Gießen" sein Wrnter- vergnügen" Das sehr reichhaltige Programm verspricht >en Besuchern einige genußreiche Stunden. Tie Musik wird von einem Teil der 116er Regimentskapelle ausgeführt. — Pfingsten 1912 feiert der Verein fern 10 jah - riges Stiftungsfest, wozu schon mehrere Vereine ihr Erscheinen zugesagt haben. Göbelnrod, 12. Nov. In unserer Gemarkung and gestern eine große Treibjagd statt, bet der 22 Hasen, 2 Nehe und 3 Fasanen zur Strecke gebracht wurden. Neinhardshain, 12. Nov. Den Anschluß an das Elektrizitätswerk Wölfersheim hat unser Gemeinderat im Beisein des Negierungsrats Dr. Mcrck-Gießen beschlossen. Meisterbriefe an ■ molgte heute. Tie 3' M 1910 uni) tiihing Heilanden!' «rang zn unterzieh« Mn, 8 traten v. -Wen. 2er, 23 BK, Greiner, 7 Ä osdinaber, 4 -Eabbi etta, 3 Weißbinder i Spengler, «pictoar urigen Gewerben je R.B. Darmsta ^iilschtum im ürin abend in M M Besten der beut cWioeüe des ton Ä außerordentlich stc at und Prinz un Isnb wohnten der '2 par diesmal „Alt-D Kreis Büdingen. § Echzell, 12. Nov. Die Zweigvereine Frankfurt, Scho tten und Nidda des Vogelsberger Höhenklubs waren heute trotz des regnerischen Herbstwetters hierher gewandert und gaben sich in dem Stefan- chen Gasthaus ein Stelldichein, an dem auch der^Vor- itzende des Gesamtvereins, Oberamtsrichter Nispel-Schot- ten, teilnahm. An Freunde des Vogelsberges von hier und der Umgegend waren vorher Einladungen ergangen und so konnte im Anschluß an die Tagung hier ein neuer Zweigverein des Vogelsberger Höhen- tlubs gegründet werden. Bei den neugeplanten Markierungen durch Vogelsberg und Wetterau wird auch Echzell durch eine Hauptlinie berührt. h. Berstadt, 12. Nov. Heute nachmittag fand hier die Vertreterversammlung der Vereinigung ehemaliger Angehöriger des Jnf.-Regts. „Kaiser WilhelnL Nr. 116 statt. Der große Saal der „Reichskröne" war bis auf den letzten Platz gefüllt und wäre viel zu klein gewesen alle Teilnehmer an der Versammlung aufzunehmen, wenn nicht eine Anzahl von Ortschaften ihre Teilnehmer an der Versammlung wegen der bestehenden Seuchengefahr abgesagt gehabt hätte. Es hatten sich etwa 300 Kameraden eingefunden. Als Vertreter )es Ofsizierkorps waren Hauptmann von Haehling, Oberleutnant Wehrheim und Leutnant Moeller erschienen. Der erste Vorsitzende der Vereinigung, Apotheker Hempel aus Köln, eröffnete die Versammlung mit einer Begrüßungsansprache, worauf Herr Hauptmann von Haehling die Grüße des Regiments überbrachte und mitteilte, daß im Gießener Offizierkorps nunmehr ein Aus- 1 'chuß gewählt worden sei, dessen Aufgabe in der Festlegung des Programms zum hundertjährigen Regimentsjubiläum bestände. Nach Festlegung des Programms sollte mit den bestehenden Regimentsvereinen in Unterhandlung getreten werden. Der Vorsitzende wies darauf hin, daß der Verein eine Anzahl neuen Ortschaften ausgenommen hätte und betonte Erneut besonders, daß die Mitgliedschaft der Vereinigung nur bann erwartet werden könne, wenn dst Aufzunehmenden Mitglied eines der „Hassia" angegliederten 'Krieg^rvereins seien. Um. das Interesse der in der südlichen Wetter au belesenen Ortschaften noch mehr zu erhöhen, soll eine große Versammlung am zweiten Sonntag im März in Nieder-Wöllstadt abgehalten werden. — Ms Bertrtter des neu gegründeten Gießener Vereins überbrachte dessen zweiter Vorsitzende, Ober-Delegraphenafsistent Reitz aus Gießen Grüße. Das Sommer fest des Vereins soll am zweiten Sonntag im Juli in Wölfersheim in großem Stile abgehalten werden und es werden alle die Ortschaften, die bis jetzt noch nicht der über 1000 Mitglieder zählenden Vereinigung beigetreten sind, dringend aufgefordert, ihren Beitritt alsbald zu erklären. Kreis Lauterbach. k. Freien-Steinau, 11. Nov. , Das den Herren 1 Walter unb Prinz gehörige, sehr schön gelegene Hofgut . Elisabethen Hof zwischen Ulmbach und hier ging für den Kaufpreis von 225 000 Mk. samt dem toten und lebenden Inventar an Herrn v. Bergen über. Kreis Schotten. (?) Schotten, 12. Nov. Im Anschluß an eilte Kon- ferenz des Bezirks lehrerv er eins Schotten fand gestern auf 1 dem Lehrerheim eine Abschiedsfeier für die seitherige Pächterin, Fräulein B. Maul, statt. Eine be- . tvächtliche Zahl Schottener Bürger hatte sich zu der Feier eingefunden und Bürgermeister Krumm bekundete durch sein Ersck>ernen die guten Beziehungen, die zwischen dem Heime und der Stadt Schotten bestehen. Der Vorsitzende, Lehrer Ludwig Dern-Offenbach, widmete der scheidenden Pächterin für ihre 12jährige treue Wirksamkeit Worte der Anerkennung und überreichte als Zeichen des Dankes ein prächtiges Blumenarrangement, das eine gerahmte Photographie des Lehrerheims mit entsprechender Widmung barg. — Das Heim wird Ende dieser Woche geschlossen, doch bleibt" es nach Abschluß der Neuverpachtung künftighin auch während der Wintermonate geöffnet, da der Mntersport int Vogelsberg immer mehr zunimmt. + Eichelsachsen, 12.Nov. Im Beisein der Schottener KreiSschulbchörde und der Kreisbauinspektion wurde heute hier ein neues zweiklassiges Schulhaus eing eweiht. Lehrer Kaiser sprach an dem alten SchulhauS die Abschiedsworte und verschönte die Feier durch den Gesang der Schulkinder. ~ Herb stein, 12. Nov. Für die von dem Kreis- ausschust für ungültig erklärte Beigeordnetenwahl, die an Zeugengebühren die Gemeinde lasse etwa 200 Mark kostet, findet am kommenden Mittwoch Neuwahl statt. Entgegen der regen Wahlagitation vor der ersten Wahl herrscht oiesmal auffallende Ruhe, wozu die letzte Brandkctta- strophe wohl einen guten Teil mit beitragen mag. Außer dem in der ersten Wahl als Sieger hervorgegangenen Kandidaten Küb el ist von der Partei des seitherigen Beigeordneten Ruhl, der nicht mehr kandidieren wiro, der Untererheber Joseph Anton Wiegand als Kandidat ausgestellt worden. Kreis Friedberg. f. Friedberg, 11. Nov. Eine der Bedeutung des Tages angemessene Feier zu Ehren des Geburts- tages Luthers hatte die evang. Vereinigung (Zweig- | verein des Evang. Bundes) am Abend des 10. November veranstaltet. Im Mittelpunkt des Festes stand die treffliche, 1 tief zu Herzen gehende Rede des Pfarrers 0. Schlosser- j Wiesbaden mit dem Thema: „Die Reformation, eine Tat 1 des Wissens und Gewissens." Der Gedankengang war im ! wesentlichen folgender: Luther, der deutsche Professor, bekennt sich zu der Sprachforschung der Humanisten und geht an keinem wirklichen Ergebnis der Wissenschaft vorüber. bester Glühkörper ■ ■■ ist nur echt in Originalpackung mit Aufschrift Degea ' itt einen Bruch des Schulterblattes uni» ion- ernt Bei dieser Stellung bildet die schwesel^elbe, mit Vermischter schweig) geschaffene den Geist vvn Men Ltstr ReaeS Programm: 3 Herren 3 Damen. Frankenthal < Rheinpfalz) Gießen, Ludwigstr. Höflich ü lobet cm Kyffhäuser-Techniknm Frankenhansen \.-n nleur- u. w-rttmeirtr.Abtai’unT Pr?n * asc Inen-La or-to- hash- und e stige ®erklungen Sohn tarnen mit « 4 X % 4 M. bie Todner innere Verletzungen, Vater und Verstauchungen davon. Kleine Tagerchronik. , Da« den Dmrn t gelegene hssgui nd hier ging t(n toten und lebend« Mila Stern Hugo Löb Verlobte ♦ Ein schwerer Straßenunfall ereignete sich gestern in Berlin. 2er Grundbesitzer Biermann aus Wllhe.msruh ®C5" Nicht übersehen! I Janre I^ate erhalt. kcslenL ausftthrliehen Prospekt der LandwIrUchafll. Lshranststt n. Uhrmolkeral Braunschweig, Madamenweg 158. GrludL, gedieg. Ausbild. inm Verwalter, BechnnngtfiTrr. u.Molker* beamt. KoetenL äteilenvermitt’c. In 18 fabreu 3600 Sctottler, Direktor Kraust 4 rjiHftf- .lljcfiaft 0.11 1 Gelegentlich ihres 70. Geburt tage» stiftete 5 rau Geheimrat Henschel, Mitbesitz rin der Lokomotiv- und Maschinenfabrik Henschel & Sohn, in Maffei für die Arbeiter, Löerkmeister und Beamten 100 000 Mark, 100000 Mark um Bau von Ein- fannlunbäuicr für Arbeiter und 70000 Mark zum Besten des Vaterländischen .Frauenoereins uont Roten Mrcuz. In Berlin wurde im Üaufdaus des Westens einer Tarne eine Handtasche mit 2500 Mark Inhalt gestohlen. Der Dieb wurde noch nicht ermittelt. Tie Wilhelm Müller scheu Eheleute in Potsdam vermachten dem Berliner Magistrat 1 >8 000 Mark zur dauernden Unierbadun.i der Wärme hallen für Obdachlose auf dem Alcxanderplatz. ÄuS Furcht vor Erblindung erschoß sich in der Tauentzienstraße in E h a r l o t l e ii b u r i in seiner Wohnung der 53 jährige un - verheiratete Bankier Richter. Ter Millionendeiraudant Hehler auS AugSburg ist in Griechenland verhaftet und an den deutschen Gesandten in Athen and geliefert worden. Er wird m diesen Tagen über Triest nach Augsburg gebracht werden. AuS dem ganzen Jun gebiet werden heftige Schnee- fälle gemeldet. Man befürchtet eine Schädigung der Wintersaaten. In dem Hügelland von Wisconsin und Central Illinois wütete am SamSlag ein listiger £ rfa n, der außerordentlichen Schaden anrichrete. JnJonesville sind während des Sturmes neun Personen umgefommen; viele haben anderweitig Säzaden erlitten. Tie in der Stadt Virginia in Illinois an- gerichtetcn Berlx'erntigen sind besonders groß. Drei Personen, die dort in ber Kirche Zuflucht suchten, wurden durch einstürzende Trümmer getötet. Im Torfe Zemborzicc sind 50 Gehöfte, die 120 Häuser umfassten, mit allen Vorräten nie berge b rannt war mit feiner Qrau, ferner Bodner und 'einem Sohn aut dem Einspännerwagen nach Berlin gefahren. Plötzlich scheute das Pierd vor einem Automobil und ging durch. THe vier Insalfen deS Wagens wurden in iveilem Bogen auf den Iadrdamm geschleu- berL Tie Frau r Billiges Fleisch. Tie Ehesnu deö Hilfsarbeiters W. 'S., A. geb. B ftlein-ftarbcn hatte sich von einer Bekannten, der Frau Bekanntmachung. Ter Voranschlag der Gemeinde H euch en, eim für das Jahr 1912 liegt vom 15. ds. Mts. an acht Tage lang auf dem Bureau der unterzeichneten Bürgermeisterei zur Ein- ficht der Interessenten offen. 6924 Heuchelheim, den 12. November 1911. Großh. Bürgermeisterei Heuchelheim. Kreiling. u. a.: „Ter «djuftcronfcl" 3<önio Hcrodes- Feuerwehr- etc. zu gehn vticgt, konnten imoige der herrschenden Dunkelheit und deS allgemeinen TurcheinanderS und bei den von Parteileidenschaft beeinflußten Zeugenaussagen nur wenig- Schuldige ermittelt werden. Gegen vier Per'onen wurde schließlich Anklage n e rn . örperverletzung erhoben und am 27 September l I vor dem Schöffengericht zu Grünberg verbandelt. Ta3 Urteil lautete argen den Maurergesellen C. G. auf 20 Mark, gegen den Grubenarbeiter H. F. auf 50 Mark, gegen den Dienstknecht H. P auf 15 Mar! und gegen den Taglöhner P. H. aus 15 Mark Geldstrafe. Während G. sich bei dem Urteil beruhigte, hoben die anderen drei Berufung eingelegt. Ter eine von ihnen behauptete, er habe in Notwehr gebandelt, die beiden anderen gaben an, sie feien überhaupt nicht beteiligt gewesen. ES wurde eine grössere Anzahl von Zeugen vernommen. Aber wie in erster Instanz wurde auch tn der Berufungsverhanblung d e strafbare Beteiligung b.r drei Angeklagten in einwandfreier Weise nachgewiesen. Tie Berufung wurde deshalb kostenfällig zurüdgewiesen. Gerichtsscral. R.-B. Darmstadt, 12. Nov. Etil uinfangreicher Verbrecher- vrozest beschaitigle gefient die hiesige Strafkammer. Tie beiden vielfach schwer vorbestrasten Angeklagten, der 23jäl)tige Anstreicher Cito iraiij und der 30jährige Alaurer Joseph Üump, beide aus Wiesbaden, waren einer groben Reihe von T i e^> si ä l) l c n an« gelingt, von denen nachweislich neun im Vaufe deS September v. I. auSgestihrt tmaben, und zivar in der Umgegend von Cffenbach, Langen, Dreieichenhaui, dann wieder in Büttelborn unb mehreren Crien längs der Bahnlinie zwischen Frankfurt uni) der Bcrgitraste. Tie beiden Gauner erschieiien meist in der Maske zweier armer Handwerksburschen. Wenn sie emc güniüge Gelegenheit gefunden halten, drangen sie gewaltsam in die Wohnung ein und nahmen alles nut, was nur irgendwie zn Geld zu machen war. Zur lieber« sührung der Verbrecher waren etwa 40 Zeugen aufgeboten worden. Tas Gericht verurteilte den Angeklagten Xlanj zn 5 Jahren Zuchthaus unb o Jahren Ehrverlust und den Angeklagten Lump zu 10 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust. ~ Detmold, 10. Noo. (Ter verklagte Stras- a n st a l t s d i r c k t o r.) Ter seltene Fall, daß der Tireklor einer Strafanstalt von einem seiner früheren Schutzbefohlenen verklagt wird, ereignete sich vor dem hiesigen Schöffengericht, vor dem iich der Strafanstaltsdirektor Major a. D. v. b. Lanken wegen Beleidigung zu verantworten hatte. Ter Strafanstaltsdrrektor, dessen Verhalten übrigens auch im Lippeschen Landtage Kritiker gefunden hat, hielt eines Tages selbst die Morgenandacht ab. Dabei kam er auf die Verhältnis,e eines Mannes zurück, der früher als Strafgefangener seiner Obhut unterstand, aber inzwischen entlassen worden war. Ter Direktor erwähnte tadelnd, hab der Entlassene es nicht verstanden habe, mit seinem Vater in ein gutes Verhältnis zu kommen. Hier lag nun em Irrtum des Slrafanslaltsdirektors vor: der Entlassene stand mit feinem Vater gut, dagegen hatte der Bruder öfters mit dem Vater Streit. Nach einigen Tagen erfuhr der Betreffende durch einen inzwuchcn ebenfalls cnllafjenen Gefangenen, welche Worte der Tirektor über ihn gebraucht habe, und stellte daher Strafantrag wegen Be- leibigung. Ter Gerichtshof sah eine Beleidigung aus § 185 des Str.-G.-B. für vorliegend an und verurteilte den Beklagten zu zehn Mark Geldstrafe. Strafmildernd kam in Betracht, daß der Beklagte das Opfer einer .Verwechslung ge> worden war. * EinTenkmal für die Toten von Radbod. Auf dem Zechenfriedhof wurde am Sonntag, am dritten Jahrestage des entsetzlichen Unglücks, das Denkmal für die Lpfer der Katastrophe enthüllt. Zwischen den Massengradern erhebt sich die von Professor Müller (Braunschweig) geschaffene Tenkmalsanlage. Die Figuren atmen den Geist von Meunier. Auf einem 6 Meter hohen Sockel erhebt sich ein hohes Dolomit-Steinkreuz. Flankiert wird dieser Sockel von zwei Wänden, in denen die Namen der Toten cingcmcifjdt sind. Vor diesen Wänden erhebt sich wiederum ein Postament auf Dolomitgestcin, das die Figuren trägt. Tas eine stellt einen Bergmann dar, kniend, barhäuptig mit der Bergmannslampe und der Bergmannshaue. Tie Hände sind gefaltet und ruhen auf dem Stil der Haue. Tie Gruppe auf dem zweiten Postament bildet cm Gegen- ftuef hierzu. Eine sitzende Frau hebt vertrauensvoll den Blick zum Himmel, mit ihren Händen umfaßt sie ein ttnendcs junges Mädchen, das von Schmerz überwältigt den novf in ihrem schoße birgt Die Nvsten für das 2 en final tragt die Bergwerksgesettschast Trier. Tie Sammlungen, die zugunsten der Hinterbliebenen der 3.,0 Verunglückten veranstaltet wurden, haben rund zwei Mill. Mark ergeben. Von diesem Gelbe werden gegenwärtig 235 Witwen, 626 Halb- und 17 Vollwaisen unterstützt I 1 sein tzin,' ’ 3Mm DeJ;; 'den. V-/ Wstojeu ~;.' «'Nuch ! mehrere | ,7l der 22 V wurden ' I " W \ Buchertisch. >—। „Tie Deutsche >1 ricgsm ar ine" — so betitelt sich die neueste, am 2. November hcrausgcgebene Sondernummer der Leipziger „I l l u st r i c r t c n Zeitung" (Einzelpreis 1,50 M7.), mit der der Verlag von I. I. Weber eine feiner bedeutsamsten Publ uilioncn vorlegt, die das öffentliche Interesse in weitgehendstem Masts in Anspruch, zu nehmen geeignet ist. Tic Frage nada dem gegenwärtigen Staube unb dem künftigen Ausbau unserer deutschen Kriegsmarine beschäftigt feit dem bciiticb- französischei'. Marokkohandel mit feinen unerquicklichen Begleiterscheinungen die national gesinnten Kreise in er holst em Grade, und deshalb wird diese überaus stattliche Sondernummer, die auf ihren bU Seiten über unsere Wehrkraft zur See, deren Entwicklung von den ersten bescheidenen Anfängen an bis zu ihrer heutigen imponierenden Gestalt, über ihren weiteren Ausbau, Über die deutschen riricgsfchisfslverftcn unb bereu gcitcigertc Leistungsfähigkeit j^e gewünschte Auskunft gibt, überall willkommen fein. Tie bildliche und textliche Äusstattung der Nummer übertrifft alle Erwartungen. — TaS literarische Echo. Halbmonatsschrift für Litcraturfreunde (Begründet von Dr. Joses Gttlinger. Heraus- gegeben von Tr. Ernst Heilborn. Verlag: Egon Fleischel L Eo., Berlin W 9). Tas 1. November heft ist soeben mit folgendem Inhalt erschienen: Arthur Elocsser: Penthesilea auf der Bühne. — F. Schotthoeser: Maurice Tonnay. — Georg Witkowski: Wilhelm Meisters theatralische Sendung. — Earl Muller-Rastatt: Wackenrodcr. — Walter TurszinSky: Exotische Romane. — Ernst Lissauer: Moderne Lyrik. — Eck>o der Zeitungen und Zeitschriften. — (5cho des Auslands. — Echo der Bühnen. — Kurze Anzeigen. — Nachrichten. — Vorlesungs-Ehromk. — Ter Büchermarkt. Der Händler L. W. von Weidenhausen hatte am 15. Juli l. I. zu Ockstadt Kirschen gelaust. Als die üirschcn verladen und zur Babu gebracht werden sollten, nahm er einen weiteren Korb Kirschen, der einem Händler aus Niederklcin gehörte, an sich und ließ ihn mit seinen Kirschen alpenden. Um die Wegnahme zu verdecken, hatte er sich von dem Fuhrmann den von dem anderen Händler ausgestellten Frachtbrief geben lassen und hatte die Anzahl der Körbe von „sechs" in „fünf" abgeändert, -ter Angeklagte gibt an, baß lediglich ein Versehen vorliege, muy aber zugeben, daß er den Frachtbrief abgeändert habe Ei ist vorbestraft und wird wegen Diebstahl.- im Rückfall und wegen Urfunbenfälfdmng zu einer Gesamtstra c von drei Monaten und drei Tagen Gefängnis verurieilt. Muß an ernt > iten sfeier für die sa. ul, statt. M itte sich zu dtt H mm bekundest m en, die 5. Der MW Lefe der scheidens ,5Ä" geschlossen, doch b^ ' di- ”"eK«S Si'sS die » t/f rMr9Än kE »icitQ ME, Gictzcner Strafkammer. )( Gießen, 10. Nov. Nachklänge zur Bürgermei st erwähl in Beltershain. lieber dem sonst so friedlichen Dorfe Beltershain lagerte im letzten Jahre eine schwarzblaue Wolke. Es war die Bürgermei'ter- Wahl, welche die Betvohner in zwei feindliche Lager geschieden hatte, die sich selbst als die schwarze Partei und die blaue Partei bezeichneten Jede Partei hatte sich als Versarninlungsort ihrer Anhänger eine Wirtschaft ausgewahlt, von der auS die Wahl- arbeit betrieben wurde, ganz nach anderwatts, auch in gröberen Gemeinwesen berühmt gewordenem Neuster, Als die Dahl vollzogen war und die blaue Partei gesiegt hatte, hörten die Gegen- I«tze nicht auf, und es wurden, besonders unter den jungen Burschen, gegenseitige Drohungen laut. Was lange im stillen gegärt hatte, kam am Abend des 2. Juli l. I zum Ausbruch. Einige junge Burschen von der schwarzen Partei kamen an der Wirtschaft vorbei, in welcher die blaue Partei noch tagte. Um Herausforderungsruf genügte, um von beiden Seiten Reserven hereinzuziehen unb bald darauf befand sich fast ganz Jung-Belters. |iin in einer regelrechten Keilerei. Hierbei setzte es blutige Köpfe, wenn auch glücklicherweise lebensgefährliche Verlesungen nicht vorkamen. Wie es nun gewöhnlich bei solchen Gelegenheiten verbreitert. Bei dieser Stellung bildet die schweiel^elve, nm schwarzen Querbinden versehene Kehle einen wirkungsvollen Gegew» sutz zu dem tieiui ^u-warz uv» uui.gui ü^ipers. uuic ».«. iqouiten Giftschlangen ist die bunt unb doch äußerst diskret gefatbk, jammt- artig erscheinende Nashorn-Puffotter, di» in einem tlcinai sehr niuntercn Ezemplar vertreten ist. Einige As sala - Ries en- schlangen, eine landlcbende G e l e n t s ch i l d k r o t e und zwei wasserlebenbe Schwarzfchildkröten vervollständigen die itol» Idtuui initgebradHer Reptilien. Für die Rauboogclsammlung stiftete Herr Haas einen sehr seltenen afrikanischen Falten und einen prachtvoll ausgcfärbten Angola g e i er. 8 % Handel. ** Die Ausnahmetarife für Futter- Und Streumittel, Düngemittel, frische Kartoffeln, Gernüseund Hülsenfrüchte werden von jetzt ab im Bereich der preußisch-hessischen usw. Staatsbahnen auch für die in Frankatur abgefertigten Güter gewährt, jedoch nur im Wege der Rückerstattuna und mit der Maß» gäbe, daß die Rückzahlung nur an den im Frachtbriefe bezeichneten Empfänger (Adressaten) erfolgt. Die Frachtermäßigung wird gleichzeitig auch aus geschälte Hülsen- srüchte (Bohnen, Erbsen, Linsen) ausgedehnt. ä von _____________ w___. eine* dortigen Arbeiters, bet häuslichen Arbeiten aushclien lassen. Sic benutzte die Gelcgenljcit unb ließ sich durch ein Kind der anbcrcii Frau auf deren Namen bei einem in der Nähe wohnenden Metzger ür 30 Psg. Wurst auf Borg holen. Als dies geglückt war, sandte ie das Kind nochmals hin unb ließ sich für eine Mark Braten Irisch holen. Sic gab hierbei dem Stinb einen Zettel mit, in dem sie die Mutter des Kindes als Bestellerin anSgab und deren Namen zur llnterschrist mißbrauchte. Kurze Zeit darauf jvollte die Arbeiterfrau durch ein anderes Kind bei einem Krämer em Zehnmarkstück wechseln lassen. Tie Angellagte fing dae> Kind heimlich ab und nahm ihm daS Geldstück auS dem Portemonnaie. AIS die Sache herauSkam, zahlte sie zwar die Wurst und das Fleisch unb gab auch das Zehnmarkstück zurück. Dies kann aber die bis jetzt noch unbestrafte Ängeklagle nicht vor Strafe schützen. Sic erhält menen Betrugs in zwei Fällen, wegen Urkunden- älschung und Tiebstahls eine Gesamtstrafe von einem M onat Gefängnis. ä , Teuere Kirschen. Vogelsber-u- pnfaen herbk, “) m dem Steiar. •m auch der Jta Nispel^hv!. Serges von hie: ^4ung hrn £lr bergerhöbcn. leuzeplanten Mai-V :au wird auch tzch.I nnttag fand hier bull rnnipunq ehe. I.Mct Wilhelm mchskronc" wai b'j W klein gewesen allz | men, wenn nicht ei« ! an der Skrfammlun: igt gehabt hülle fe rtben. W Sertreta aehling, Dberleuhur: Der erste Borsiv.nt- s Köln, eröffnete tut e, Voraus Herr (>aiur.- Regimentö übeibiümii D5 nunmehr ein Aue- in der 3tflkgung bei lüsjubiläum bestünde den bestehenden Regi- werden. Der Loi> in eine Anzabt neun ntc Ment besonder-, dann erwartet ivtrbr i> eines der „öaffu das Interesse der m ten noch mehr zu r zweiten Sonntag in den. - Als Berlrcktt erbrachte dessen zweitcr i h aus Öiefjen Grüße Hten Sonntag im Jul: inlten werden und t noch mdrt der ubfi ^treten iinl>, dringst fären. Amtlicher Wetlerdericht. Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen. WetterauSlicbteu m He,ien am Tieristag, Den 1-t.Nooember 1911: WechsetnD beicödt, meist trocken, Temperatur wenig verändert. Die Ziehung der 4. Arnstäbler Geldlotterie wurde wegen ungenügendem Losi-Absatz auf 1. unb 2. Dezember 1911 verlegt. । ■ •. e=» liefert billigst die Brühi -.che Kuverts mit v irma 00887 A. Hopfeld. g* muß auch zu allen Zetten der ^rolestanusmus dte freie -Forschung pflegen. Doch nicht das wrfsenschattliche Moment har die rttrche erneuert, sondern die Geivissenhaftig- 'eit, die Luther schon von Jugend auf eigen war, treibt lnr ins fctofter und,läßt ihn nach dem „gnädiaen Gott" ragen Seine Gewysenhastigkeit als Seelsorger feiner Ge- -netnbe treibt ihn zum Sarnpf mit Rom. Durch diese Ge- -oissenhaftigkeit hat ec die Eigenart unserer Mirdjc bcitimmt. -;enn die evangelische Arche an Luthers Erbe festhalten will, muß sie sowohl die Freiheit des an Gott gebundenen igewissens betonen als auch von der Freiheit deS Forschens nicht abgehen. So müssen wir kämpfen für die Freiheit des Wissens und den Emst des Gewiffens. Ten m-kjattvollerr Vortrag umrahmten in würdiger Weise einige .Charakterbilder auö der Reformationszeit" aus der Tich- nma E. F. Meyers: Huttens letzte Tage", die von Semi- nariften ivirkungsvoll zum Vortrag gebracht wurden. Der mujitalische Teil des Programms wurde ausgefültt durch meyrerc irische, packende Gesänge bev Seminaristenchors unter Leitung ihres verdienswollen Musitdireklors Sdjmibt, purch einige Darbietungen bes Posaunenchors unb zwei cemcinfame Gesänge, in einem humorvollen herzlichen Schlußtvort bankte Prof. O. Scho eil für bie freunblüf)- trnfien Begrüßungsworte bes Prof. Lamvos unb bie gebie- eenen Darbietungen bes Abenbs. Er gab bamit bem Tank sämtlicher Teilnehmer Ausbruck, der sich in bem Ergebnis her veranstalteten Sammlung sichtbar funbgab. Starkenburg und Rheinhessen. R.B. Darmstadt, 12. Nov. Tu U ebc r r ci dju n g der 5? ei ft er btief e an bie Jungmeister der Provinz Starfenburg erfolgte heute. Tie Zahl der Prüflinge betrug bei den Prüfui im Herbst 1910 und Fiuhicchr 1911 182, von denen 150 die Prüfung bestanden 27 der Prüstinae hatten sich einer Nach juiung zu unterziehen. Von den Prüflingen haben 23 nicht teftanoen, 8 traten von der Prüfung zurück unb 1 wurde aus- cklchlossen. Unter den jungen Mcistern b.linden iich: 45 Porte jcmllcr, 23 Bäcker, 12 Metzger, 14 Schlosser, 7 Buchdrucker. i f Schreiner, 7 Schuhmacher, 6 Schmiede,. 6 Maurer, 5 Friseure, b Schneibcr, 4 Weißbinder, 4 Stanunfeg wählten Pfarrer Teubner fbisher Hiljsprediger in Elbm'eld) au| der hiesigen Station empfangen hatten, wurde der neue I Geistliche I3.uk vonuittag durch den stellvertretenden Supcrintciu | knien Geibel in fein Antt emgesührt. Einen gleich herzlichen m faipfang bereitete ihm die Filialgemeinde Etzbach am Nachmittag. [| Der nirchenvorstand war bis zur GemarkungSgrenze entgegen- mPkonimcn und der Gesangverein trug auf dem Schulhos ein Lied * k>r. An beiden Orten war die Kirche bis auf den letzten Platz jpielplan der vereinigten Hranisurter Ztadttheater. ©pernljaui. Montag, den 18. November, abends 71/, Uhr: »Der Bettel- fhibenL" Dienstag, den 14. November *): „Ter Rosenkaoalier/ Mittwoch, den lö. November: »Der NreifchüN.' Donnerstag, den 16. November: »Iphigenie aut XauriV Freüag, den 17. November, geschlossen (Museums-llonzert). EamStag, den 18 November: »llönigSkinder.' Sonntag, den 19. November, nachmittags 37, Uhr: »Die Geisha/ Abends 7 Uhr: .Tie vugenotten.E Montag, den 20. November, geschlossen, xlenßtag, beit 2L November, avends 6 Uhr: »Die Walküre.' Mittwoch, den 22. November (Buß- und Bettag) geschlossen. Schavspielhaur. Montag, den 13. November'): .König Lear.' Dienstag, den 14. November: .Alles um Geld.' Mittwoch, den 15. November: König Lear.' TonnerLiag, den 16. November, abend- 7X Uhr: 'Madame Sans-GSne.' Freitag, den 17. November, abends ’*/ Uhr: .Glaube und Heimat.' SamStag, den 18. November: T*aS weile Land.' Sonntag, den 1U. l'tovember, nachmittags Uhr: .'Dlabame Sans Gene.' Abends 7 Uhr: .Tas iveitt Land.' Montag, den 2V.November: .Alles um Geld.' TienStag, den 21. dtooember: .TaS werte Land.' Mittwoch, den 22. Nov., geschloßen. ' *) Anjang, wenn nicht anders bemerkt, abeudS um 7 Uhr, Eisenbahn-Kotel. TienStag, 14. November, 7 Ubr: f*: Humoristisches Konzert des bcXannien Singspiel'Em'emble „Ernst Berghans" aus Elberfeld. Itfüllt. Heffcn-Nasfau. = Frankfurt a. M., 10. 9iov. Lehrer Haas in Wai- vandshain, der wieder nach zweijähriger Lehrtätigkeit in Tuala (Mameruiij lurzlich in die Heimat zuruckgclehrl ist, Hal siir den Zoologischen Garten eine größere Kollektion lebender, zum Teil jeljr icltcncr Tiere, milgebracht. Besonders be- merkenswert ist eine madjiige afritaniidje Verwaiidte der Brillen- chlange, die anßerordenttich giftige, sogenaimte Riesen-Hut- d) l a n g e «Naja Mclanoleucus ', ein zwei Meter langes Tier, >as in der sog. SdirediulUnuj seinen Vorderlech bis zu einem halben Meter Höhe aufridjtci, wobei der Hals sich schildartig "▼nlon ende MARIANNE Iffl I 1 Li Danksagung Der Wahlausschutz a13/11 Familie Pauline Görlach. 6938 Abends 6939 Giessen und Frankfurt, den 12. Nov. 1911. IgrohesSchlachtfestnEonzerl Wochentag 8 Uhr 6735 Sonntag 5 Uhr MW 6"yCiia“"r^?^nCU,^*T il 3 Schretuervereinigung Gießen | Fritz Rosen bau m W Löwengasse 20. clephou 692. DWii Präp. Mk. 1- 2 Gieren • Krofdorfer Strafe 12 Neuheit! Neuheit! Celephon 487 Celephon 487 SM: ? hu. '’tChö - 2 2 2 » 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 Worte unsern in unübertroffener Ausführung, vornehmer matter Glanz, fadellofer Zitz, keine rauhen Ränder, liefert die amerikan. Heuplätterei der 2 Z 2 Annahme-Stellen in Alsfeld und Wetzlar. Regelmähigerfuhrwerksverkehr nach Wetzlar u. Butjbach. Cäglicher Poft- u. Bahnverland, Otto Görlach Friedrich Gör lach Julius Habermann des Herrn Pfarrer Ausfeld sagen wir herzlichsten Dank. Hotel zum Einhorn Täglich Künstler - Konzerte des ungarischen Salon-Quintetts Kaiman 11 Attraktionen ersten Ranges Glanznummer dei. Abends: - SchüfF — Schüff! Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste, insbesondere für die guten, tröstenden Giessen (Süd-Anlage 23), 11. November 1911. 6936 bestehend aus und der Schüft' „Teile Ihnen hierdurch mit, daß ich Ihre Herba-Seife für einen Ausschlag an Brust und an den Armen verwendet habe und bin jetzt gänzlich davon befreit.“ Ortsvorstand Ott, Hochbach. Obermeyers Herba-Seife zu haben bei: O. Schaaf, Adler-, W. Kilbinger, Löwen-, E. Karn, Zentral-, Äug. Noll, Kreuz-, K. Seibel, Germania-, A. Schäfer. Viktoria-Drogerie, Gustav Wal er, Drog., Ernst Noll, Kaiser-Drogerie, sowie in allen Apoth., Drog. u. Parfüm, ä Stück 50 Pf., 30 % stärker. sprechen wir hiermit unseren innigsten Dank aus. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Konrad Seipel. Cß V . Z7/-7J*Z?£.TT£" 9 IW in APOTHEKEN u. DROGERIEN Der Kaiser feigem- der s Schotten, den 7. November 1911. Ter Großh. Kreisbauinspektor: ______ Witzler. Tr Fischer,MUgi hräiibent v. * Heinrich von Pr mia-üolstein unb form trug, bie . Luise würben ai meister Dr. Fuß verorbnetenoorste leitmben Gesang meister eine Ans; Eurer Majeslä m Schimherrn b des Friedens hüt, aus dessen R zu bringen unb Nc tzrit unb Würbe es als unieim Könij bie dem Geschieh Glück unb Unglüc als Herzog unser desonberen Dank grüßen dürsen. deutschen Stabte, tagten, sind einui Tort im Osten rm deutschen Sü unsner nordische eigenem Antriebe beuitMeii ju bi im M/rchmer Ke M- 1 M Stadttheater Giessen Direktion: Hermann Steingoetter. Dienstag, den U.Novbr. 1911, abends 8 Hbr: 7. Dienstag-Abonn.-Vorstellung Gewöhn!. Preise Gewöhn!. Preise HamoiMM Volks stück mit Gesang in 4 Akten von L. Anzengruber. Ende 10-/« Uhr. Mittwoch, den 15. Nov. 191L nachmittags 3 Uhr: Gewöhn!. Preise Gewöhn!. Preise Einmaliges Gastspiel der franz» Gesellschaft A.Rouband, Paris LesFemmesSavantes Komödie in 5 Akten von Molisre. Ende gegen 5 Uhr. .. Abonnenten zahlen kleine Prciie geg. Vorweis des 2. Ermählgungs- kuvons, dieselben Preise Schüler und Schülerinnen. Abends 7 Ubr Gewöhnl.Preise Gewöhn!. Preise 6. Mittwoch-Abonn.-Borstellung Danksagung. Für die herzliche Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Mutter, Grossmutter, Urgrossmutter, Schwiegermutter und Tante Frau Marie Koch Witwe