161. Jahrgang General-Anzeiger für Gderheffen Di« „Otehemr ^xmlllenbiatter** werden dem viermal wöchentlich beigelegt, bas „Kreliblatt für bei Kreli «leben" »weunal wöchentlich. Die ^andwlrtfchoflllche» Mi» fragen" erfchemen ewnadidj zweumU. Nr. 60 fünftes Blatt 161. Jahrgang , —— Gießener Anzeiger Samstag, U. März 1911 Rotationsdruck und Verlag der Brübl'fchen Universuäts - Buch- und Sleindruckerei. R. Lange, Sieben. Redaktion, Expedition und Druckerei: Eckul« strabe 7. Cxpedttton und Verlag: 3lebattwn:e^ll2. Tel.-Sldru AnjeigerGteßen. tragen: 3. Mit hv° /, gesetzlich nichts anderes als MAGCI» Würze feilgebalteu werden darf. tPfei I drei eck- Seifen Verkanfs- stcllen durch dieses Plakat kenntlich. geführt; bei später angerneldeden Installationen muß bcr Hausanschluß vom Abnehmer bezahlt werden Die Verkaufspreise für die einzelnen Abnehmer be- Nur rcht mit dieser 9)1 art« — dem Md)er — demNennzeichen deL Eeoitscheir Verfahrens. Fabrikant: Angnst Jacobi, Darmstadt. kommen leicht verdaulicher Form eine Reihe von Bestandteilen von ungewöhnlich hohem Nährwert, die blutbildend und appetitanregend sind. Darum ist <5coffo Emulsion ffit Erwachsene und Kinder ein so überaus wertvolles Kräftigungsmitte Krankheit vorzubeugen ist leichter als fic zu heilen. Vorbeugen heißt aber nicht- anderes. »als den Körper widerstandsfähig machen. Läßt stch dies bei der gewöhnlichen Nahrungszufuhr nicht erreichen, so sollten Sie zur Unterstützung der Er- nähruna eine Zeitlang Scotts Emulsion nehmen. Diese enthält in voll« Haupt näher an den Boden ,u kommen, herunter. Gerade um diesen Bergrücken mußten sich die Winde brechen. Bald wurde ich rechts-, bald links geworfen, bald herum ergedruckt und bald aufwärts geschleudert. Es war derart kritisch, baß ich den Motor gant abstellte, um die Erde auf düse West ;u erreichen. Der Gleitilug gelang glatt unb ohne Ltost. JRit 20 Meter Auslaus landete der Flieger auf einer idealen stelle. Es war die höchste Zeit, denn 10 Meter vor mir türmte sich eme Berglehne ani. Ich atmete erleichtert aus, als alles vorbei war, denn ich hatte in den wenigen Minuten, die der Flug dauerte, gefahrlich-c Momente durchleim, um so mehr, als ich über liefe Abgründe und über tiefe Stellen hinwegschwebte» wo eine Landung unmöglich war: abwechselnd Wald, Felsgeröll, Stl'rzbäche usw. An einen zweiten Aufstieg war nicht zu denken, da der Wind stärker geworden war und da auch wieder Wolken auszogen. Wie mir zum Sohn, lag während des ganzen Ausstiegs die Koppe klar und deutlich da, leider für mich nicht erreichbar Bei einem derartigen Wind und dieser Windrichtung ist überhaupt meiner Ansicht nach an ein Umfliegen der .Viopvc nicht zu denken. Ich hoffe, das ,edoch bei günstiger Gelegenheit: „achziiholen. Vorläufig kann ich nur sagen, dav ich viel gelernt habe. Derm ff obres. *Das neue Abfahrsignal. Die Zugführer- und Stablaternen sind nach einer Berliner Meldung der Frkf. Ztg. neuerdings mit grünen Vorsteckscheiben ausgerüstet worden, weil weißes Licht auf den Stationen häufig zu Mißverständnissen Anlaß gegeben hat. Vom 15. d. Mts. ab sollen nun die qrüngcblendeten Laternen von allen Stationsbeamten und Zugführern im Abfertigungsdienst angewendet werden. Vom 1. Mai d. I. ab tonunt auf den Fern-Personenzügen des Eisenbahndirettionsbezirks Berlin der Ruf „Abfahren" in Fortfall. 9hl r wo in dieser Be- ziehuno örtliche Verhältnisse, Gewohnheiten der Reisen^ den, Rücksichten auf die Verladung, der Poststücke usw. zunächst noch hinderlich sind, sollen die Reisenden, die Zug- und Postbeamten durch geeignete Maßnahmeli (z. B. durch den Ruf „Einsteigen" oder „Türen schließen") auf die Abfahrt des Zuges aufmerksam gemacht werden. Wo die Zugabfertigung durch den Zugführer erfolgt, soll der Abfahrauftrag durch Signal 29 (zwei mäßig lange Pfeifentöne) gegeben werden, es sei denn, daß auf besondere Anordnung hin, wie für den Stadt- und Vorortverkehr, ber Auftrag auch vom Zugführer durch den Befehlsstab erteilt wird. D er Befehl zur Mfahrt darf erst erteilt werden, wenn der Zug &nr Abfahrt wirklich bereit ist, insbesondere, nachdem das Zugbegleiterpersonal seine Dienstobliegenheiten beendet und feine Aufmerksamkeit dem Auf-, sichtsbeamten zugewendet hat. Hierbei ist sorgfältig zu beachten, daß das Abfahrsignal sowohl vom Lokomotivführer, als auch vom Zugbegleitpersonal tatsächlia, bemerkt wird. Bei )Nebel und beschränkter Sichtbarkeit müssen die Auf- sichtsbeamten nötigenfalls näher an die Maschine herantreten. Bis Anfang Dezember sollen die Bctriebsänrter berichten, ob sich das neue Verfahren, insbesondere die grüne Signallaterne, bewährt hat. Kleine Lageschronik. In Taschkent ergab eine Untersuchung, daß den Stationsvorsteher bedeutende Di e b st ä h l e ausgesührt hat. Außerdem be,aß er einen regelrechten Harem, wobei Damen als Telephonfräulein angegeben waren und als solche Gehalt bezogen. Der Stationsvorsteher wurde verhaftet. • © c ot 18 Emulsion wird von unB ausschliehlich im großem verlaust, und zwar nie lose nach Gewicht oder Matz, sondern nur in verst^'/lten Originalflaschen in Karton mit unserer Schutzmarke l Fischer mit dem Dorsch). Scott & Bowne, ®. m. b Frankfurt a. M. Bestandteile: Feinster Medizinal-Lrbertran 150/», prima .Glyzerin bo.o.unterphoöphorigsaurer nalks^.unterpborphorig- saures Natron 2,0, pulv. Tragant 3,0, feinster ar ab Gummi pulv 1,0, Wasser 129ß, Alkohol 11A Hierzu aromatische sGmulston mit Zimt-, Mandel» und Gaultheriaöl fe 2 Ztopfca. Die Pflege der Stimme erweist sich immer mehr als ebenso notwendig wie diejenige etwa der Hände und der Zähne. Unter allen Mitteln, die eine klare freie Stimme schaffen, wohltuend auf Rachen und Hals wirken, üblen Geruch aus dem Munde nehmen, hat sich keines nur annähernd so verbreitet und behauptet, als die in ihrer Wirkung unvergleichlichen Wy bert-Tabletten. Sie gehören zum eisernen Bestände jedes Haushaltes, wie Seife und Zahnpulver. Die lange ausreichende Schachtel kostet in allen Apo- heken 1 Mark. Depot in Giessen: Pelikan-Apotheke, Kreuz 2. Angabe von Elektrizitätsmessern bezahlt, so wird die Kilowattstunde 30 Psg. kosten. In diesekn Fall hat die Gemeinde für jede Straßtznlampe einen jährlichen Mindestverbrauch von 25 Mk. zil garantieren. Das Zählermessungssystem wird nur bei Gemeinden mit mehr als 1500 Einwohnern in Frage kommen. In beiden Fallen muß die Straßenbeleuchtung so eingerichtet werden, daß auf je 100 Einwohner 2 Lampen entfallen. Wünscht eine Gemeinde, daß für die Beleuchtung von Nebenstraßen anstelle einer 5Okerzigen Lampe zwei Lampen mit je 25 Kerzenstärken treten, so hat sie für jede dieser Lampen 20 Mk. für das Jahr bei halbnächtigen Lampen und 30 Mk. jährlich bei ganznächtigen Lampen zu bezahlen. 2. Kostenlose U Überlassung der zum Aufstellen von Leitungsgestängen und Transsormatorenstationen erforder- lidjen Straßen, Wege, Grundstücke und Gebäude. Gemeinden, welche auf die unter 1 und 2 wiedergegebenen Bedingungen nicht eingehen oder überhaupt auf den Anschluß jetzt verzichten, müssen, sofern sie überhaupt jemals auf Anschluß rechnen, ihre Zustimmung dazu geben, daß die Straßen und Wege zur Turchleitung des Stromes nach anderen Orten unentgiltlich benutzt werden dürfen. Die Ortsnetze werden auf Kosten der Provinz hergestellt und unterhalten. Tie Abnehmer erhalten die Elektrizitätsmesser gegen eine monatliche Mieke von 40 bis 60 Pfg. Die 5? a u s a n s ch l ü s s e von der Straßenleitung bis zur Hauptsicherung innerhalb des Gebäudes werden während der Bauzeit auf Kosten der Provinz aus- hanr Grade über seinen Riesengebirgrflug. Der bekannte Flugzeugführer Hans Grade aus Magdeburg beschreibt den von ihm gemachten Versuch, vom Fuße des Riesen- gcbirgcs aus die S ch n e e k o p V e zu erreichen und diese zu umkreisen, in einer längeren Schilderung in interessanter Weise. Vorausgeschickt sei, daß der Flieger infolge der böigen, sehr ungünstigen Winde nicht bis zur Spitze der Schneekoppe gelangte, sondern unweit von ihr niedergehen mußte. Der Flug Ivar lehr gefährlich und aufregend, wie aus nachfolgenden Mitteilungen GradeS hervorgeht: , Kurz nach dem Abflug wurde ich stark heruntergedruckt und strich in 20 Meter Höhe über die Häuser, die im Tal lagen. Ich hatte ziemlich meine Maximalgeschwindigkcit und gab fortwährend Höhensteuer. Als ich dicht an der Berglehne war, hob mid) der aufsteigende Wind mit gewaltigem Stoße in die Höhe. Dann wandte ich mich nach links und flog Über das Tal von Stumm bub d. Hier traten gewaltige Böen ein, welche den Apparat bin unb her schaukelten, wie ich es noch nie erlebt habe. Der sonst so stabile unb ruhige Apparat schaukelte bald rechts und bald links, Differenzen von 10 und 20 Meter wurden in kurzer Zeit durch die plötzlich cintretenben Böen hervor- gerufen. Ich roanbte mich in großem Bogen mehr nach dem Äbilugsort zu, gegen den Nordwind, strich in einiger Höhe über den nächsten Kamm hinweg, um Plötzlich in die Höhe gehoben zu werden. Vor mir lag jetzt ein Tal, stark abfallend nach dem Bahnhof Krummhübel und Schmiedeberg zu, ansteigend bis zu der Kirche Wang, rechts begrenzt von einem 300 Meter höheren Kamm, an welchem ich, um den Flugplatz zu erreichen, links vorbei fliegen mußte. Da ich die stark niederbrückende Wirkung der über die Berglehne steigenden Welle schon nach dem Abflug gesehen hatte, konnte ich diesen Flug nicht wagen. Entweder mußte ich über den nächsten Wald, um nach den Flugplatz zu kommen, oder ich mußte vorher landen. Das erste schien mir nicht ratsam, da id> nur die Querseite des Platzes erwischen konnte. Kurz entschlossen sah ich mich nach einem Abstieg um. Das war die Ueberlegung einiger Sekunden. Ich sah von weitem ein Haus an einer Berglehne stehen, vor dem sich nach meiner Schätzung ein Platz von 100 Meter Länge und 50 Meter Breite ausdehnte. Diesen mußte ich erreichen. Ich lenkte also zum Abstieg hinunter. Ta ich aber im sogenannten Hangerwind war, wollte der Flieger gutwillig nicht herunter. Ich stellte daher den Motor ab und ging in ziemlich steilem Gleitslug, um über- a für Licht- 45 Psg. für die Kilowattstunde, b. für Kraft: 25 bis 12 Pfg. für die Kilowattstunde. Großabnehmern wird von Fall zu ,vatl ein besonderes Abkommen getroffen werden, >ies tft bereits geschehen mit den Eisenwerken Hirzenhain sowie mit der (Stabt Friedberg für ihren eigenen Bedarf sowohl tote zum Weiterverkauf an den Bahnhof. Für das 2. Betriebsjahr ist etn Energieverbrauch von 1248000 Kilowattstunden vorgesehen, für das 6. Betriebs jahr ein solcher von 1608 000 Kilowattstunden, für das 11. Bctricbsjahr ein solcher von 1983 000 Kilowattstunden. Tie Gesamtkosten der Stromverteilungsanlage sind aus 2 800000 Mk. veranschlagt. Die Betriebskosten belaufen sich im 2. Betriebsjahr auf rd. 295 000 Mk., im 6. aus ft». 327 000 Mk., im 11. auf rd 359 000 Mk. Ihnen stehen an Einnahmen gegenüber im 2. Betriebsjahr 278OOO Rik., im 6. 351000 Mk., im 11. 421000 Mk., so daß tm 2. Betrieb»- jahr mit einem Fehlbetrag von 17 000 Mk., im 6. mit einem Ueberschuß von 27 000 Mk., im 11. mit einem solchen von 62000 Mk. zu rechnen ist. In den Ausgaben ist neben einer Verzinsung von 41/4 Proz. eine Kapitaltilgung von 1 Proz. enthalten, jedoch keine Rücklage zum Erneuerungsfonds. Tie Provinz wird diesem deshalb vorerst jährlich 50 000 Mk. zu führen, so daß ihm im 2. Betriebsjahr ein Zuschuß von 33 000 Mk. = 1,44 Proz. des Anlagekapitals zusließt, im 6. Betriebsjahr ein solcher von 77 000 Mk. = 3,17 Proz des Anlagekapitals, im 11. Betriebsjahr cm solcher von 112000 Mk = 4,6 Proz. des Anlagekapitals. In den Berechnungen der Ausgaben für das 6. und 11. Betriebsjahr ist auf die erfolgte Kapitaltilgung und den hierdurch verursachten Rückgang des Zinsaufwandes keine Rücksicht genommen. Desgleichen sind die Einnahmen aus Zinsen des Erneuerungsfonds nicht in Rechnung gestellt. Anderseits, sind jedoch auch die Ausgaben für neue Hausaiischlüsse, für Erweiterungen der Ortsnetze, ferner für neue Transformatoren außer acht gelassen. Der jährliche Kapitalbedarf dieser Erweiterungen wird keinesfalls größer sein, als die Verminderung des Anlagekapitals durch Tilgung und Rücklagen Der Buchwert des Unternehmens nimmt also ab oder bleibt ungünstigstenfalls innerhalb der ersten 10 Jahre konstant. Aus alledem ergibt sich, daß es sich hier um ein finanziell gut fundiertes Unternehmen handelt, wofür allein schon die in sehr auskömmlicher Weife vorgesehenen Abschreibungen Zeugnis ablegen. Der Anschluß weiterer Gemeinden lüber 85 hinaus) konnte naturgemäß in den vorstehenden Wirtschaftlichkeits- berechnungeii nicht vorgesehen werden. Es bietet in technischer Hinsicht der Anschluß aller Gemeinden des Ver- soraungsgebietes nach dem vorliegenden Projekt keinerlei Sckstvierigieiten. Zuerst sind natürlich die wirtschaftlichsten Linien zu bauen, an die sich alles andere planmäßig später angliedern wird. Wann dies geschieht, kann man heute noch nicht mit Bestimmtheit Voraussagen. Tritt jedoch die Entwickelung des Verbrauches in den zuerst angeschlossenen Gemeinden in der Weise ein, wie es erhofft wird, so wird der weitere Ausbau des Leitungsnetzes nicht lange auf sich warten lassen. Die Provinz wird also, wenn ein Teil des vorgesehenen Zuschußes von 50000 Mk. durch Entwicklung der Ennahmen in dem Gebiet des ersten Ausbaues frei wird, den frei werdenden Teil verwenden können, um damit den Anschluß weiterer Gemeinden zu finanzieren. (Eleltrijitätsroert Wölfersheim. Gießen, 11. März. Der nunmehr im Druck vorliegenden und den Pro- pinzialtagsabgeordneten zugegangenen Darstellung der geplanten Ueberlandzentrale entnehmen toir folgendes: Rach dem zwischen dem hessischen Fiskus und der Provinz Oberhessen getroffenen Abkommen totrb der Staat alsbald auf der Grube Ludwigshoffnung bei Wolfersheim eine elektrische Zentrale erbauen und betreiben, wahrend pie Provinz auf ihre Kosten die Leitungsanlagen zur Fernleitung und Verteilung der elektrischen Energie her- ftellt. Rach der Fernleitungsslizze führt eine Hauptleitung nad) Hungen, die sich von hier einerseits über Langsdorf nach Li ch verzweigt, anderseits nach La u b ach und Grünberg. Eine zweite Hauptleitung hat die Richtung nach Stockheim, verzweigt sich jedoch vor dieser Gemeinde nach Hirzenhain und nach Düdelsheim. Zwischen diesen beiden Hauptleitungen ist eine Verbindungsleitung gedacht, an die u. a. die Gemeinden Nidda und Schotten angeschlossen werden. Eine dritte Hauptleitung führt quer durch die Wetterau nach Nieder- s l 0 r st a d t. Von dort geht eine Abzweigung bis Alte 11» stad t und Lindheim, eine andere bis Groß-Karben, Klein-Karben und Rendel. Für den Anschluß der Stadt und des Bahnhofs Friedberg ist ein Erdkabel vorgesehen, das vom Kraftwerk bis zu einer Uebergabestation führt, die an der Grenze der Stadt F-riedberg geschaffen werden soll. Eine weitere Fernleitung ist in westlicher Richtung vorgesehen. An sie sollen die Gemeinden Obermörlen, Steinfurth, Rockenberg, Holzheim, Grüningen usw. angeschlossen werden. In nördlicher Richtung ist eine kurze Leitung über Wohnbach nach Bellersheim gedacht. Letztere und das Kabel nach Friedberg werden unmittelbar mit bcr Spannung der Zentrale — 5000 Volt — gespeist. Für die übrigen Fernleitungen ist eine Verteilungs-Spannung von 16 000 Volt vorgesehen. An Erweiterungen des Fernleitungsnetzes ist für später in Aussicht genommen eine Hauptleitung auf der westlichen Seite der Main-Weser-Bahu, die über Ockstadt, Rodheini bis N i e d e r e r l e n b a ch führt. Tas neue Projekt weist gegenüber dem ursprünglichen folgende Vorteile auf: Durch den Verzicht auf ein eigenes Werk wird der Provinz ein großer Kapitalaufwand, der durch den Bau einer Zentrale mit Stauweihern erforderlich gewesen wäre, und damit ein erhebliches Risiko erspart bleiben. Auch ist ohne weiteres einleuchtend, daß eine Zentrale bei Wölfersheim weit günstiger für den besseren Teil des Versorgungsgebiets gelegen ist als Liß- berg, so daß sich mit dem gleichen Kapitalaufwand eine größere Einwohnerzahl anschließen und em größerer Energieabsatz erreichen lassen werden. Ein sehr wesent- stcher Vorteil ist schließlich darin zu erblicken, daß die Ge- mtiuben von jedem Risiko befreit sein sollen, an dem sienach dem früheren Projekt durch den Zw a n g der Ueber- nafnnc von Anteilscheinen teil hatten. Das neue Projekt erstreckt sich auf rd. 85 Gemeinden mit 71350 Einwohnern, wozu noch die Stadt Friedberg mit 9500 Einwohnern tritt Die Gemeinden, die angeschlossen zu werden wünschen, müssen folgende Verpflichtungen übernehmen: 1. Einführung elektrischer Straßenbeleuchtung Die Kosten der Beleuchtungsanlage samt den erforderlicheliLeitungen undBeleuchtungSkörpern übernimmt die Provinz: ebenso trägt diese die Reparaturkosten. Die Gemeinde hat nur für die Kosten des Stromverbrauchs, des Lampenersatzes, sowie des Ein- und Ausschaltens aufzukommen. Ter Stromverbrauch wird entweder nach einem Pauschalsatz berechnet ober nach Zählermessung fest- gestellt. Im allgemeinen soll nach einem Pauschalshstem für Lampe und Jahr gerechnet werden, und zwar fotCen kosten: eine halbnächtige Metallfadenlamve von 50 Kerzen für Lampe und Jahr 30 Mk., deSal. eine ganznächtige 45 Mk. Wird der Stromverbrauch der Straßenbeleuchtung nach 1 Millionen von Hausfrauen a MeGCI. • ’ ° ___■ mit dem Kreuzstern ■ ______________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ I N°ck,ÜUcu >°U° man nur aus °r°d°r Lrigin-IU-ich-. da in di-I-r I de ult, was „ie verspricht. I r . <• «. • v <2 I H {r if z» k rt I ♦ HA Ft I ft 486 B•*/» L 746 Fernsprecher 401 Bahnhofstrasse 30 1667 wollen. 8e/e & Unserer werten Kundschaft zur Kennt. nie, daß wir 01852 Mundgeruch Gilbert, Bürgermeister. cdMuhum Streäi&M 1695 Gegründet 1829. Telephon 2295. I UhrwtrBu.u | Um» Ue4ko4wr « tlalria (Mikl •53k Gruelle, L Zimmer und Küche 2 Zimmer und Küche Bet*, ead BeC- Un. Lbet 0wiae>- 6ooarvlru»o and «a Tlxhhrtl Meitblneebee-, Elefcvn- end R* rum-IneenJeere Gicht, Rheumatismus, Nieren- und Blasenleiden, Griess- und Stein - Beschwerden, Zucker, Broschüren gratis, [ss“/, Adresse: „KroncaqueUe*4 Bad Salzbcunn. 82 Gießen, den 9. März 1911. Großh. Kulturinspektion Gießen. H. S t e i n b a ch. So $3 Seminar-Kindergarten- Zum Schulanfang treten einige Kinder auS, und können deren Plätze wieder besetzt werden. Begin« des Seminars n. Kindergartens am 24. AprU. Anmeldungen bis zum 1. April erbeten. Nähere Auskunft und Prospekte bet Ia Moeser, Oberlehrerin, Gartenstraße 30. Die ftädftsk^^P^rdNnartt-Somwtsstmr. Elegant schnellaufend & unverwüstlich »tnd n So • sr Für Mk. Wem Wel-Lenimr mit Pensionat. Staatlich konzeffiouiert. 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Die bei Herstellung der Wasserversorgungsanlagen für die Gemeiudeu Sellnrod—«rotz-Sicheu u. Klein-Eichen-Larven» bach im Kreise Schotte« vorkommenden Arbeiten und Lieferungen sollen durch schriftliches Angebot vergeben werden und zwar: A. Wasserversorgung Sellnrod—Groß-Eichen. LoS I Sammelkammer Los n Rohrgräben und Rohrleitungen (Guß- oder Schmiedeeisen) für die gemeinsamen Zuleitungen (rund 7 km) SM UL Hochbehälter Sellnrod (120 cbm Nutzinhalt) LoS IV. Ortsrohrnetz Sellnrod (rund 3,5 km) LoS V. Hochbehälter Grob-Eichen (180 ebm Nutzinhalt) Los VL Ortsrohrnetz Groß-Eichen (rund 4,8 km). B. Wasserversorgung Klein-Eichen—Lardenbach. Los I. Quelliassung und Sammelkammer (rund 120 m Eickergalerie) Los n Hochbehälter (100 cbm Nutzinhalt) Los HL Zuleitung und OrtSrohrnetz (rund 9,4 km). Plane und Bedingungen sind bei der unterzeichneten Behörde «nzusehen. Angebotsvordrucke gegen ganz freie Einsendung (nicht in Briefmarken) von je Mk. 1,50 für A. Los I, HI und V, und B. Los I und II, für die übrigen Lose je Mk. 2.50 sind von unS zu beziehen. Angebote fiub verschlossen und mit entsprechender Attsschrist versehen, aus der Losttummer, Gruppe und Unternehmer zu ersehen ist, bis spätestens Donnerstag deu 30. Marz 1011, vor- mittags IO1/- Uhr, für Sellnrod—Grost-Gtche« und 11‘/, Uhr für Klein-Eichen—Lardenbach auf unserem Bureau, Frankfurter Straße 20, Zimmer Nr. 4, einzureichen. ES können nur Angebote aus Vordrucken ohne jede Textändernng und Zusätze Berück- stchtigung finden. Eröffnung in Gegenwart der Bieter, freie Auswahl bleibt ausdrücklich vorbehalten. ZufchlagStrift 14 Tage. Bestehend aus einem sehr gediegenen Schlafzimmer in Mahagoni oder Goldbtrke. Schweres Speisezimmer, Vornehmes Herrenzimmer Ä,Gid>e®Ä Moderne Pitch pine-Küche Elegante Einrichtungen 2067.- £ 2690 Seit Jahrzehnten als erstklassige Qnalitiitsmarke allseitig anerkannt. D16/» Fr. Krogmann Ständiger Lagevbestand co. 300 Aimmeveinrichtnngen ea. 100 rNufterzimmer. 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Arbeitsvergebung. Die zum Ausbau einer Straße tm Orte Metn-Linden erforderlichen Arbeiten und Lieferungen sollen im Wege des schriftlichen Angebots vergeben werden und zwar: ChaussierungSarbeiten mit Steinlieferung veranschl. zu 2469 M. Pflasterarbeiten v , 655 , Schriftliche Angebote wollen auf Großh. Bürgermeisterei Kleiu-Lindeu bis nächsten Dienstag den 14. März d. I., nachmittags 3 Nhr, abgegeben werden, woselbst auch der Voranschlag eingesehen werden kann. 1672 Gießen, 8. März 1911. I. A.: N o h r e r, Kreisstraßenmeister. Bekanntmachung. Unser Verein läht die nachfolgenden landwirtschaftlichen Borttage^ a^ten.^ bcn 191L nachmittags 3 Uhr, in 2llbach im Gasthaus von Wilhelm Lauer über das Thema: ^Welche Maßnahmen sind zu ergreifen, um die Simmentaler Zucht rentabler zu gestalten." Referent: Oekonomierat Weitzel-Lich. 2. Sonntag den 19. März 1911, nachmittags 3 Uhr, in Birklar im Gasthaus von Jobs. Engel über das Thema: ^Welche Maßnahmen und zu ergreifen, um die Simmentaler Zucht rentabler zu gestalten; die Vorteile des Herdbuchwesens." Refelent: Oetenomie- rat Weitzel-Lich. 3. Donnerstag den 23. März 1911, abends 7*8 Uchr, ut Treis a. Lda. im Gasthaus von Wilhelm Benner über das Thema: »Welche Maßnahmen sind zu ergreifen, um die Simmentaler Zucht rentabler zu gestalten." Referent: Landwirtschastskammersekretär Schwarz-Gießen. , 4. Sonntag den 26. März 1911, nachmittags 3 Mr, tn Nonueu- rotb im Gasthaus von Adam 5koch VIII. über das Thema: ^Welche Maßnahmen sind zu ergreifen, um die Simmentaler Zucht rentabler zu gestalten." Rezerent: Oekonomierat Weitzel-Lich. 5. Sonntag den 26. März 191b nachmittags V*3 Uhr, in EttiugSbauieu tm Gasthaus von PH. Sommer VL über das Thema: «Zuchtwahl und Aufzucht der Simmentaler." Referent: Landwirt- fchaftökammersekretär Schwarz-Gießen. Zu recht zahlreichem Besuche dieser Borträge wird hiermit emgeladen. Gleichzeitig werden die Gr. Bürgermeistereien der Vortrags- und umliegenden Orte ersucht, den für Sie in Betracht kommenden Bortrag mehrmals ortsüblich bekannt machen zu lassen. Gießen, 7. März 1911. Der Vorsitzende deS ArciS-Rinderzucktvereins Gietzeu (Simmentaler). ________________________________Welcker. B v*/- Am 15. März, vormittags 10V, Uhr, sollen auf hiesigem Güterschuppen überzählige Güter alS: 13 Maulkörbe aus verz. Draht, 1 Damenjackett neu, l eis. Rohre, 5 und 6 Mtr. lang, 1 eis. Benzinfab, leer, 1 Korbflasche Salzsäure, 116 Äg., 1 Faß Mmeralöl 199 Kg., 1 Bmrd Jsolierrohre, 1 Puppenwagen, leere Säcke und sonstige Emballagett ösientlich an den Dieiftbietenden gegen sofortige Barzahlung verkauft werden. Gießen, den 10. Aiärz 1911 Großberzogliche Güterabfertigung. v"/, Faselochsversteigerung. Mittwoch den 15. l. Mts-, nachmittags 4 Uhr, wird ein der Gemeinde gehöriger, zum Sprung untaugltch gewordener, 2^/,jähriger Faselochse in dec Hofreüe beS Halters Euler versteigert. Grüningen, den 10. März 1911. 2iebun Mk. Geld Geld UL ). April 1911. versendet das General-Debil* Cai LolteriebanK Bade-Ginrichhingen Sauggasmotoren - Anlagen Ueber 100 000 PS. Im Betrieb Gasmotorenfab ik A.-G., Köh-Ehrenteld (vorm.C. Schmilz) frinuart». W.-Borkf nll.-lm, -72 000 000 Trinkmit Trinkmit u 000 Haui-Mieicn Besuch gerne entgegen. Re-»-" I. B. Häuser, Gieße«, i* i*' ^✓AVAVAVAVAVAVAVAVAV^ AAAVAAkAUW. 0 0 0 g! 01 B 0 ärztlich empfohlen,ist keine Limonade, sondern schmeckt wie Bier und sieht aus wie Bier. ist in Flaschen zu beziehen durch alle mit Plakaten bezeichneten Verkaufsstellen. Wo noch nicht vertreten, wende man sich 1350 Grösste und bedeutendste Spezial-Fabrik OrGas- Badeöfen. — Verkauf nur d rch die Installations- geacnäfto — Kataloge kostenlos und portofrei. Weltausstellung Brüssel 1910 Grand Prix Dlplöme d'Honneur Kgl. Preuss.Staatsmedaille u. viele aadere Auszeichnungen Präzieionsmotoren für Gas, Benzin, Spiritus Dieselmotoren. ! Hochachtend M. Hirsch-Grünebaum. 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