Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. Interpellation ist ein Unter in 'Jlnfpruch genommen bauen werde. aber die Jugend ist glaube es nicht," erwiderte Bacon ja Phantasievolt er als das Alter." die Führer, die einslußreichsten Männer dieser bisher mach tigen Partei hätten bisher nicht ein Mandat für das Abgeordnetenhaus und kämen alle nur in die Stichwahl. Ter gestrige Tag bedeute einen Sieg der freisinnigen Welt anschauung; dieser Umschwung werde auch Pas Gefühl der Zusammengehörigkeit zwischen Dien und dem deutschenVolke in Oesterreich stärken. Tic chrichlichsoziale „Neichspost" gibt die Parteinicderlagc zu und findet die Tatsachen, die sich gestern in Wien zeigten, erklärlich durch die traurigen parlamentarischen Verhältnisse, die die ans praktische Erfolge angewiesene Arbeitspartei, wie die christlichsoziale es sei, an positiver Arbeit behinderten. Toch, so schlicht die „Rcichspost", seien die Besitzstände in der Reichshanptstadt für die Christlichsozialen auch heute noch so gewaltige, das; die Partei ruhig arbeiten und die neuen Erfolge einer spä teren Zeit abwarten könne; die chrichlichsoziale Idee sei unbesiegbar. schied zwischen Leanspruchung der Zeit und Vergeudung der Ewigteit", war die nicht mitzzuverftehende Antwort vom Richtersluhle. Ein Anwalt bemerkte: „Euer Ehren werden diesen Falt als etwas ganz Besonderes im Gedächtnis bc- halteit." Richter Baeon: „3ic haben soviel Zeit darauf verwandt, mir das beizubringen, das; ich es nie vergessen werde." Ein junger Anwalt meinte einmal, er glaube Bedeutung der Truppenlandung in Larrasch übertrieben. Wenn wir nicht nach El Mfar gegangen wären, so wären die französischen Truppen hingegangew Spanien bat seine Pflicht erfüllt. Wir können aus unsere Rechte nicht ver zichten. Wir Haden durchaus keine kriegerischen Ideen in Marokko. Wir haben genug int Innern des Landes zu tun, als das; wir Abenteuer nach außen suchen follten, und ich habe den Generalen in Couta und Melilla entschiedenen Befehl gegeben, alle Truppenbewegungen zu vermeiden, die zu falschen Auslegungen Anlas; geben könnten. Nach einer Blättermeldung aus Madrid verlangte El Geb bas in einem an die spanische Regierung gcridi teten Einspruch kategorisch die Räumung von Elks ar und Larrasch, da andernfalls der Machsen sich weigern würde, seine sinanziellcit und sonstigen Verpflichtungen Spanien gegenüber zu erfüllen. In Larrasch ist der spanische Kreuzer „Carlos V." cingetrofsen; er landete 250 Mann. für seinen M(teilten gebe cs Heuchelei und Unwahrhafkigleit wußte der Verstorbene mandimal mit großer Feinheit zu geißeln. Ta erschien vor ihm eine Tante und sagte aus. Die und die habe gräßliche Worte gebraucht, die |ic nicht wiederholen möchte. „Darf ich sie ails schreiben'?" „Ja wohl", antwortete Richter Bacon der prüden Tante, „wenn Sie wissen, wie sic geschrieben werden." Bacon war aber nicht nur ein Mann von Win, sondern er besaß auch ein tiefes piuchologisches Verständnis und echt humanes Empsindctt. Von ihm rührt z. B. das Wort her: „Wenn ein Mann in Schulden gerät und der Druck der Armut sich äußert, bann fliegen die feineren Empfindungen zum Fettster hinaus." lind er hatte den Mui, sich der in der Regel verachteten Klasse der Geldver- leih er anzunehmen, indem er das waprhast weise Wort svrach, „der Geldverletyer sei meist ebenso redlich wie der Schuldner." „Im allgemeinen gibt es teinc Unwahrheit, vor der ein Mann, der Geld borgen will, znrüascheut, und wenn er dann das Geld zurüctbc.>alten soll, dann wieder- holt er natürlich diese Operation." K. F. f Der Aufstand in Albanien scheint sich seinem Ende zu zu neigen. Nachrichten aus amtlicher i -rtischer Quelle zufolge sind die aufständischen Malissoren vollständig umzingelt. Ein Epmmuniqus der niilischen Negierung teilt einen durch Irade sanktionierten M i n ist er b c sch lu ß mit, demzusolge den Malissoren eine lOtägigc Frist zur U n t e r iu e r | u n g und Ucbcrgabc gewährt und zugesagt wird, das; sie wegen aufrührerischer Handlungen nicht, verfolgt werden. Ter Ministerrat hat ferner beschlossen, unter Berücksichtigung der besonderen Verhältnisse der Gebiete der Mu:igoren, sowie des Eindrucks der Folgen der letzten Expedition einige Maßnahmen zur He bung der Malissore.t zu treffen. Ter Sultan hat 10000 Pfund zum Wiederaufbau der im Verlause der militari- scheu Operationen zerstörten Häuser gespendet und dem Oberlommandierenden mit geteilt, obige Beschlüsse den Aus ständischen zur Kenntnis zu bringen. Gegen die Aufständi Id;eit, die sich innerhalb dar gewährten Frist nicht unterwerfen, sollen sehr scharfe Maßnahmen ergriffen werden. Nack) Informationen der Pforte hat der Sultan mich eine allgemeine Amnestie erlassen. eine Verteidigung. „Ich — op. — SBcttcraucr Geschichte n n b Landes-- künde. In dem soeben erschienenen dritten Bande der von Oberlehrer F. Treber feit 1909 lnrausgegebenen „Friedberger Geschichrsblätter" iinden mir auf 208 Seilen iricbct 22 gediegene Beiträge zur hessischen und insbesondere Wetterauer Geschichte. Ten ncmcinnürigen Beürebimgen oes Vereins eiitioredxnb dürfen auch diese irov aller wissenschaftlichen Gründlichleit allgemeinverständlichen Abhandlungen auf die Be Achtung zahlreicher Fachleute und Laien rechnen. Von einer genaueren Besprechung der verdienstlichen Arbeiten müssen ivit hier natürlich absthen. Sie '»e.g.ii, welch vielseitiger geschichtlicher Stott nicht nur im Stadtarchiv zu Friedberg, sondern auch in vielen Keinen Wetterauer Gemeinoearchioen der Verarbeitung harrt. Tic stofflich sehr mannigfachen Abhandlungen in Heft a der „Friedberger Geichichtsblauer" sind vornehmlich Beiträge zur Geschichte der llnigegcnb von Friedberg, Bad Hom bnrg, Franlsurt, Haimu, Heldenbergen, Langenbergyeim, Echzell, Wohnbach, Hungen, Gießen, Butzbach und Bad Nauheim. Nam [id : 1. Professor Tr. Ioh. PH. Tie'ümvach 1786—1860. Treber.) 2. Ehemalige Augustineriäülcr in Frieobeig. Prätorins.) 3. Ter Au'rubr in Friedberg 1525. 'Treber 4. Der Friedberger Brrrg- grar Johann Brendel von Homburg und PHUivo Mclanchthon. Säiäier 5. Stubenmechlsordnung und Invcntarium oom Jahr 1560. Treber 6. Gutachten der Reichst'ammergerichts-Kommis- sion wegen der 1683 beabsichtigten Verlegung des Reichst mim ?r- geeichtes von S: . er nach Friedberg. 2erj-a 7. Imtruktion für die evangelischen Kirchenmuiner in Friedberg aus oem Jahre 1768. Muller. 8.' Friedberger Begräbnisstätten. Tteher . 9. T'r Se.o nnordversuch -.art Gutzkows im .Hotel Trapp zn Friedberg 1865. Moser. 10. Tas Kriegsjahr 1866, mit beson derer Berücksichtigung der Ereignisse in der Wetteiair und^den angrenzenden Gtti.an. Treber 11 . 12, 13. Apothcea. Sar wechte. Biiang. Hirsch.) 14- Zur Geschichte Der Wollenweber- mmt zu Friedberg i. d. W. im 16. Jahrhundert. Bergsr 15. Zur 6-eschichte des Leprosen od! Guttcuthauses ;u Friedberg i. d. W. 1541—1549. Bcrgsr. 16. Einkäufe eines Friedberger Avotheicrs in den Frankfurter Messen im Fabre 1620. Hergör. 17. Kriegsnöte der Reichsstadt Friedberg i. o. D. J647—1649. .Berger./ 18. Ein konfessionelles Muriojuni zu Hcldenbergcn aus der zweiten Hälfte des 16. uno enn Anfang des 17. Jahrhunderts. .Tiehl. 19. Wie es Wohnbach ;u Ende des 7jährigen Krieges ergangen ist. Maser. 20. Tic Unruhen nm und in Hungen in den Jahren 1830 und l>48. Staubach. 21. Ander Geschichte von Eck'eil. 'Hahn. 22. Gräber bei Langenbergheim in Oberhessen. Helmke.) über die Abgrenzung der Charn- Cine französische Wiinjkrfrifis in 5icht. Nicht burdt seine Marokkopolitik, sondern über eine innerpolitische Frage, die Abgrenzung der Weinbaubezirke, scheint das Kabinett Monis in den nächsten Tagen, vielleicht heute schon, zu stürzen. Es liegen über die Situation in Paris folgende Meldungen vor: Paris, 14. Juni. In dem Ministerrat, der gestern nachmittag stattfand, und an dem nur Minister Cruppi nicht teilnahm, konnte eine Einigung Über die Antwort auf die morgen int Senat stattfindende Die österreichischen Reichsrairwahlen. . Tie bis jetzt vorliegenden Ergebnisse der österreichischen Reichsratswahlen geben, obwohl sic zum großen Teil noch nicht endgültig sind, doch schon ziemlich scharf umrissen die hauptsächlichen Churakterzügc des neuen Hauses. Tic Zerfahrenheit der christlichsozialen Partei hat ihre erste blutige Niederlage erlitten Tas entmutigte deutsche Bürgertum ist sich endlich wieder seiner Stärke und polili scheu Werbekraft bewußt geworden. Seine Sehnsucht nach einer freiheitlichen und gemäßigt nationalen Partei, die freilich heute noch nicht existiert, ist offenbar. Unverkennbar ist nid)t nur in Wien, sondern in ganz Oesterreich der untilleritale Zug, der bnrd) die Wahlen geht. Tic liberale Presse jubelt denn audi über das sensationelle Ergebnis. Tic christlichsozialc Presse ihrerseits verhehlt nidjt, daß ihre Partei eine schwere Niederlage erlitten. Am besten hat die Partei des deutsd)nationalen Verbandes abgesdmitten, der um viele Mandate verstärkt in das neue Haus cintreten wird. Tic christlichsozialc Partei ist dagegen in ihren innersten Grundvcsten erschüttert. Obwohl die Sozialdemokratie im Wiener Wahlkreise einen Stimmenzuwachs erfahren hat, ist doch ein Abbröckeln der sozialdemokratischen Mandate uiWcrfennbar, ein Zeichen dasür, daß das Bürgertum sich von der Sozialdemvtratie abgewandt hat. Tic Regierung trägt dem bei den Wahlen offenkundig gewordenen Volks willen nach einer weniger agrarischen Politik als bisher Rechnung. Tie Parlamentarisiernng des Kabinetts Bie- ncrtt) steht nicht mehr aus der Tagesordnung. Tic nächste Zeit wird mit größter Wahrscheinlichkeit einem Beamten Ministerium gehören. Tic Aussichten für den deutsch-tschechischen Ausgleich in Böhmen sind durch die Wahlen weder verbessert noch verschlechtert worden. * Wien, 11. Juni. Von den Wahlen für die gestern zur Besetzung gelangenden 419 Mandate sind 436 bekannt. 179 Stichwahlen sino erforderlich, darunter 11 Neuwahlen in Galizien mit Toppelmandatcn, so daß sich die Zahl auf 190 erhöht. Endgültig gewählt wurden 246 Abgeordnete, nämlich: 6-1 Ehristlicbfoziale, 13 Sozialdemokraten, 11 Tc111fdi -5rc11)cmid)c, 34 Tschechen, 12 Polen, ■> Bukow uw Ruthencn, 25 Sud|lawcn, 10 Italiener, 5 Rumänen, 1 Alldeutscher, 1 Zionist und 2 Wilde. Tic TcutschfreiheiUidien gewinnen die Ehristlichsozialcn verlieren 2 und die Sozialdemokraten vertieren 8 Mandate. Tic deutschen Sozialdcmokratcii verlieren bisher ad)t Mandate an die deut,ch-Freihcitlichen, gewannen dagegen eins von ihnen. Tic tschedzischen Sozialdemokraten verloren zwei an die tschechischen National Sozialen; die itaUeniidjcu Sozialdeinokrateii verloren ein Mandat, dagegen gewannen die Sozialdemokraten in Guuzien zwei. Ter Gesarntvertnst der Sozialdemokraten beträgt bisher acht. T ic Deutsch-Freiheitlichen iomnicii in Stichwahl mit den Sozialdemokraten in 40 Bezirken, mit den Christlich- Sozialen in 19 Bezirken. Tie Christlich-Sozialen Ummen mit den Sozialdemokraten ebenfalls in 19 Bezirken in Stichwahl. Tic Deutsch-Freiheitlichen gewannen ein Mandat von den Christlich Sozialen. 37 Stichwahlen finden zwischen Tfdjcnjcn und Sozialdemokraten, vier zwischen Italienern und Sozialdemokraten statt. Die bcut)'d")frcihci11id)cn Organe feiern ben gestrigen Wahltag als eine 9c i c b e r l a g e ber Ehristlichfozia l c n in Wien, die von ihren bisherigen 20 Wiener Mandaten in der Hauptwahl sich nur zwei sichern konnten. Selbst parlamcntari$cfycs aus Seffctt. R. B. Darmstadi, 14. Juni. Im Finanzausschuß ber 2. Kammer fand heute unter Vorsitz d?s Avg. Dr. Osann eine wichtige gemeinsame Beratung mit ter Regierung stall, wobei den Hauptpunkt die heute ein gebrachte neue Vortage über die Nachtragsforberung für die K v st e n der Vertretung Hessens im Bundesrat bildete. Als Regnrungsvertreter waren Staatsminister Ewald, Finanzminister Braun, Geh. Staatsrat v. 5t rüg, der Chef der Schulabteilung, Geh. Rat Süffert uiü> Gey. Oberfchistrat Scheuermann zugegen. In ber neuen Regierungsvorlage wird ausgesührt, daß Der Mangel eines Bureaubeamt.il bei Der Gc sandischaft in Berlin schon seit Jahren empsunben werde und daß der Staatsministcr schvn bei Beratung des Voranschlags für 1911 auf die Notwendigkeit Der Bewilligung größerer Geld mitttl iür eine Acnberung der dortigen Verhältnisse hingewieseu habe. Es erschien jedoch zwccknräßig, wenigstens eine kurze Zeit ter Erfahrung deS neuernannten Gesandten Frhrn. v. Biegelebcn abzuwarreu und dessen Urteil nach eigener Anschauung zu hören. Ta sich Die Hilfe eines Bnrcaubeamlen für die Gesandtschaft in mehrfacher Richtung als erforderlich gezeigt hat, sowohl für die Leitung und Instaiibhaltung Der Registratur, als auch für die Besorgung der Selrelarials- und Kanzleigcschäste, des Rechnuiigs wesens und der 5üeDiiioiieii, io ist in Aussicht genommen, einen einzigen Beamien als Bnreaubeamten atuunchmen, bei Dem Die Qualifikation für Die Besorgung aller Dieter Geschäfte vorhanDen ist. Auf Grund der Mitteilungen des Gesandten bringt Die Re- fie bemüht gewesen. Richter Bacon: „Bier Acrztc? Und Sic sind dennoch am Leben geblieben? Großartig!" Ein Zeuge erklärte, er wolle nur die Tatsachen und die reine Wahrheit sagen, woraus Bacon versetzte: „Was für ein prächtiges neues Erlebnis wird das für einen Mann in meiner Stellung fein." Wie gegen die Zeugen, so konnte der Verstorbene and) gegen die Vertreter der Parteien recht ausfällig werden. 'Einmal sprach einer der Anwälte die Hoffnung ans, das; er doch wohl nicht die Zeit oes Gerichtshofes unbillig Liu weiser Richter. Zum Tobe von Francis Bacon. 79 Jahre alt ist vor wenigen Tagen ber englische Richter Francis Bacon verstorben. Richter Bacon hatte in ganz England einen, man kann wohl sagen einzigen Rui, und den verdankte er dein unerschütterlichen gesunden Men- fchenvcrstande, ber Schlagfertigkeit und bem Humore, die er in ben langen Jahren seiner richterlichen Tätigkeit in ungezählten Fällen au ben Tag gelegt hat. Vor einer Reihe von Jahren gaben einige Bcmcriungen, die er auf dem Richterstuhle gemacht hatte, Veranlassung -zu einer längeren Zeitungssehbc. Es erschien nämiid; vor ihm die Frau eines verschuldeten Mannes recht pomphaft ungezogen und erklärte in ihrer Aussage, sic habe einen gewissen Teil des Einkommens ihres Mannes ans ihre Kleidung verwandt, weil mau „doch ein biochen respektabel uusfehen mödjrc". Hierauf antwortete Richter Bacon: „Respektabilität hängt ebensowenig von Federn, Schinud und schwarzem Sammet wie davon ab, ob man einen Wagen halten kann. Ter Hut einer Frau sollte nicht mehr als 7i.o Shilling kosten." Frauen uub Männer traten hieraus in"eine lebhafte Erörterung über diesen Anespruch Des Richters ein, wobei natürlidr die Männer auf feine Seite traten, die Frauen dagegen Einspruch erhoben.' Richter Bacon, selbst ein Junggeselle, hat wiederholt seine Stellung dazu benutzt, um gegen die Putz- und Ausgaben sucht der Frauen scharfe Verwahrung einzulegen. Sehr zahlreich sind die witzigen Bemerkungen, die von ihm berichtet werden. Einmal erklärte eine ber Parteien, die vor ihm erschienen waren, eine Tante, sic könne es nicht mehr aushalten, die Lügen anzuhörcn, die hier vorgcbrachr würden. Ridwer Bacon bemerkte trocken: „Temen Sie bloß an mich — ich muß sie ieben Tag meines Lebens hören!" Eine andere Tante rief in einem Prozeß emphatisch aus: „Wenn idi solche Geschichten höre, dann schlage id) Lang hin." „Wenn das die Wirkung auf mich wäre - versetzte Bacon — bann könnte id) Zeit meines Lebens ans den Boden liegen bleiben.' Eine Frau war Geld schuldig geblieben und brachte als Verteidigungsgrunb Krankheit vor. Vier Acrztc feien um pagnc nicht erzielt werden. Ein neuer Ministerrat ist auf abends 9’ 2 Uhr einberufen. Ticjc Mitteilungen firbcrn die Gerüchte über eine bevorstehende Krise und über Uneinigkeit im Kabinett. Es wird erzählt, die Minister Steeg und Cailcaux waren verschiedener Ansicht darüber, ob morgen int Senat die Vertrauensfrage gestellt werden solle. In der Kammer wird der Eintritt der Krise nur nadi Stunden berechnet Es wird sogar gesagt, daß Herr Caillaux der eigentliche Stnrzer des Kabinetts wäre, und daß er sich mit einigen Kollegen, besonders mit Tclcaife, verbinde, um für das nächste Kabinett bereit zu fein. (Sine wettere Me.duna besagt: Tic M i n i st c r k ri f c gilt aiv unvermeidlich. Tie Winzer wollen von Vor- icMägcn eines Ministeriums, an bci.cn Spitze ber bestgehaßte Monis steht, überhaupt nichts wissen. Seinem i>kachsol- gcr, so versichern sie, würben sie vertrauensvoll entgegen- lomrncn. Nr. 158 Erster Blatt W. Jahrgang Donnerstag, 15. Juni 1911 Der «tthener Anzeiger ÄGHB! • A» /k W* ä Be;na»preiS: erscheint täglich, außer ▼ monallich75P'.,viertel- WM fiic bei hmi §23 ?r Fabrikate 3oU und des betine. 412i onvoaes^ ^.crbiinqct k ""HOIO-S hr °r7n ' Pa?e! m-gtor.fr ' 1O,CI1 3teir Qbjuget,. >°-tzran^, s^ölöTtr dm.veitpiah, '°>-HcrrcL AvvcN- i.WB ■.Öflil-' ehulhef 311 119. ibnnrt) auSivvj MÄI :c ivrnd. (flo | । it. bleibeni 'eben hnbcifs .oiiqkit mir« )Ci! . Jj । iit uiid it» 'rinnt und S oi. untere liölnn. an».»; JZÄ; >pf • (viniittn) * loo5,v r-l?5 aal n"®Ä aiiko v i'1- gsermrq einen solchen Beamten mit einem MltgebaU ^n 40°0 W nnb eüier nicht pensionsfähigen Lolalzulage von 1^00 Mart in Vori'chlaa sonne 320 Mark Wobiiungsgcldzuichup. Es cr- scheint d?r Reqiernno weiter noch erforderlich, znr hinreichenden Unter ftifcßintg des Bundesratsbevollmächtigten durch einen werteren Bevollmächtigten für die Bewältigung Tatläkert im Bundesrat die Hierfür int ^aprtel 15 für „Jlnälnartigc unb BundcSverhältnifse" angeforderten Mittel älc erhöhen und ne fordert daher, i für eine «ergutiii^g an den Geiandten für Bureanmicie 1500 Marl und 2. Tur vermehrte Tätigkeit stellvertretender Bnndesratsbcvollmächtigter an komnnifarilchen Wagegeldern 6500 Marl, im ganzen also mehr 13830 Mark. Hierbei würden aber in Abzug kommen von der im Kap. 15 angeforderten Miete für Blircauräume 630 Mark und für Registraturaushilfe 1200 Mart, so das; also ein Gesamtzuschuß von *11990 oder rund 12 000 Mark erforderlich nnb mithin die Anforderung im >lap. 15 des Voranschlags von 38 000 auf 50000 Mark erhöht wird. Staatsminister Ewald erläuterte diese Regicrungvorlage und führte aus, das; die jetzigen Schreibgehilfen in Berlin diese Stellung aufgesagt haben und daß sich nunmehr dringend ein Ersatz durch eine definitive Straft empfehle. Akten und Slegiftratur der Gesandtschaft befänden sich eben noch in der Wohnung des .Herrn v. Gagern und mußten geordnet und nach der Wohnung des Frhrn. ö. Biegcleben übcrgcfüljrt werden. Dazu sei unbedingt iwtwendig, eine neue Kraft in der Person eines mittleren Beamten anzustellen, eines bisherigen Ministerialbeamten Schäfer, der auch schon provisorisch nach Berlin übergesiedelt sei. Der Staatsminister empfiehlt bei der Notwendigkeit der neuen Ordnung die baldige Zustimmung der Kammer zu der Vorlage. Der Vertreter des Zentrums im Ausschuß erklärte, das; er der Forderung materiell durchaus zustimmen müsse; er erkläre aber es formell für unerwünscht, daß diese Forderung außerhalb des einjährigen Voranschlags gestellt werde und regt an, sie bis zum ^nächstjährigen Voranschlag zurückzustellen. Staatsminister Ewald erwiderte, er habe ja schon bei der Haushaltsberatung daraus auf inertfant gemacht, daß diese Vorlage kommen würde. Er wolle um eine Ueberschreitung des Voranschlags zu vermeiden, streng konstitutionell handeln und die Anforderung noch nachträlich in den Voranschlag einstellen. Dabei könne er erklären, daß davon abgesehen worden sei, einen zweiten akademisch gebildeten Beamten nach Berlin zu senden, weil man hoffe, mit einem auszutommen; allerdings würden die Stellvertretungen des Bundesratsbevollmächtigten jetzt häufiger in Frage kommen, als früher. Ter Vertreter der nchionalliberalen Partei hob hervor, daß mäteriell die Notwendigkeit der Forderung begründet sei. Er habe auch schon früher bei der Voranschlagsberatung darauf hinge- roiefen, daß -auf die Dauer die Geschäfte des Bundesratsbevollmächtigten ohne eine geordnete Registratur und vollständige Schreibhilfe garnicht durchgeführt werden könnten. Wenn aber diese Notlage ancrlannt werde, so müsse auch sofort eine Abhilfe geschaffen werden, schon deshalb, weil die Stellvertretung des mittleren Beamten in Berlin recht viel Geld kosten würde. Wenn der Beamte, der zurzeit in Berlin absolut notwendig sei, außer- etatsmäßig beschäftigt würde, so müßten ihm Tagegelder gezahlt werden, und diese betrügen weit mehr, als die jetzige Anforderung der Regierung. Der Vertreter der Sozialdemokraten bezeichnete die neue Anforderung weder materiell, noch formell für gerechtfertigt, während der Vertreter des Bauernbundes nicht gegen die sachliche Begründung der Vorlage, wohl aber gegen die Anforderung in der jetzigen Zeit außerhalb des Voranschlags Einwendungen erhob. Alle diese Punkte versuchten der Staatsminister und Geh. Staatsrat v. Krug zu widerlegen. Eine Beschlußfassung im Ausschuß soll erst in der nächsten Sitzung erfolgen. Zur Beratung kam darauf der Antrag Bach ntbetreff der Reliktenveriorgung der Vo l ks s ch u l l ehr e r. Ter Ausschuß beschloß, da anßeichalb der Besoldungsordnung die Durchführung des Antrags nicht möglich sei, ihm zurzeit keine Folge zu geben. — Zu der Vorstellung des Lehrers i. P. Hillebrand wurde von der Regierung dargelegt, daß der Petent feiner starken Nervosität wegen seinen Dienst nicht mehr versehen konnte. _ Die Vorstellung wurde für erledigt erklärt, desgleichen die Vorstellung der K r e i s st r a ß e n m e i st e r um Gleichstellung mit den übrigen mittleren Beamten; die Frage könne nur mit der Durchführung der Besoldungsrevision geregelt werden. Die Vorstellung des Stadtvorstandes zu Alsfeld, betr. den Staatsbeitrag zur dortigen Walpurgiskirche, wurde abgelehnt, weil zurzeit keine weiteren Mittel dafür vorhanden sind. 3um Schluß beschäftigte sich der Ausschuß noch mit den drei Anträgen der Abg. Ulrich, Reh und M o l t h a n inbetreff des Eisenbahngemeinschaftsvertrages. Finauz- miuister Braun stellte sich auf den Standpunkt, daß die Regierung in der Frage so lange Zurückhaltung zu beobachten habe, bis auch die erste Kammer ihre Ansicht darüber kuudgegeben habe. Die am weitesten gehenden Anträge der Abg. Ulrich u. Gen. sowie Reh u. Gen. wurden dann bei der Abstimmung abgelehut, dagegen der Antrag M o l t h a n und Genossen, dem auch schon der Bauernbund sowie die Nationalliberalen in Antrag 559 der 84. Sitzung der 2. Kammer ihre Zustimmung gaben, angenommen, der folgenden Wortlaut hat: „Hohe Kammer wolle die Regierung ersuchen, alsbald nach Zufammentritt des nächsten Landtags zur Klärung der seit Fahren über die Revision des Gemeinschaftsvertrages in der Oeffentlichkeit behandelten Fragen vorlegen: a) eine genaue Uebersicht über die auf den hessischen Linien der preußisch-hessischen Eisenbahngemeinschaft seit Bestehen des Vertrages eingetretenen Betriebssteigerungen und die dadurch bedingte Werterhöhung, b) eine genaue Uebersicht über die seit Bestehen des Vertrages notwendig gewordenen Kapitalaufwendungen Hessens, sowie über die in nächster Zukunft noch in Aussicht stehenden Aufwendungen." — Die nächste .Ausschußsitzung findet Mitte kommender Woche statt. Deutsches Reich. Der Bundesrat stimmte dem Antrag betreffend die Erhöhung der Prägemenge der anläßlich der Feier des 100jährigen Bestehens der Unioersität Breslau herzustellenden Neichssilber- münze, dem Antrag betr. die Prägung von Bismarcks stück en in Form von Denkmünzen, zur Erinnerung an den verewigten Fürsten Georg zu Schaumburg-Lippe und dem vom Reichstag angenommenen Entwurf eines Gesetzes betr. Tagegelder, Fuhrkosteu und Umzugstosten der Äolonialbeamten, ebenso der Vorlage betr Aenderung der Zuckerstener-AusMrungsbestimmungen, der Vorlage betr. die Ausführung eines Gesetzes wegen Aenderung des Zündwarensteuergesetzes, der Vorlage betr. die Leuchtmittelsteuer- Aussühriingsbeftiminuugen, der Vorlage betr. Aenderung und Ergänzung der Zündwarensteuer-ÄUsiuhrungsbestimniungen und der Zündwarenlagerordnung, der Vorlage betr. Aenderung der Ausführungsbestimmungen zu 8 17 des Weingesetzes und der Vorlage betr. weitere Ausführungsoorschriften zum Gesetz über den Ab,atz des Kalisalzes zu. Der preußische evangelische Oberkirchenrat hat vier Berliner Pastoren, die in der Protestversammlung in Sachen be* Garvers >atho in der Hasenheide gesprockien hatten, einen Verweis erteilt. 80 liberale Berliner Geistliche haben nunmehr an den evangelischen Oberkirchenrat eine Eingabe gerichtet an der sie zwar diesem daS Recht suerfennen, einen Pfarrer für das nwo er gejagt hat, zur Verantwortung zu ziehen, ihn aber für nicht befugt erklären, eme Entscheidung darüber zu treffen, ob, wann ober wo er reden dürfe. qu. Steife, die den Reichskanzler am Sonntag nach baden führt, gilt lediglich einer Besichtigung der , °? e 11 .c Jur Vlsniarckdenkmal bei Bingerbrück. Ter ReichS- kanzler wird von Wiesbaden aus in Begleitung des Oberpräsi E^EN Frhrii. v. Rheinbaben nach der Elisenhöhe fahren unb am Montag wieder tu Berlin eintreffen. Am Samstag trifft der König von Sachsen in SÄüit« ajen ein, um dem Prinzregenten einen Besuch abznstaUen. Ausland. Etwa 200 Mitglieder des Verbandes m i 11 l e r e r R e i ch s- ^ost- und Telegraphen beamt en in Berlin find auf ihrer Reise nach Oesterreich in Prag angelommen. Tie Gäste statteten dem Rathause einen Besuch ab. Sie wurden hier von Bürgermeister Tr. Gros mit einer freundlichen Ansprache begrüßt, die ebenso herzlich von dem Vertreter der deutschen Beamten erwidert wurde. Nachmittags besuchten die Gäste die Post- und Telcgraphendireltion, hierauf die Telephonzentrale unb weitere Sehenswürdigkeiten der Stabt, wobei zwanzig Postbeamte ihnen als Führer beigegeben wurden. Der Zar tritt nebst Familie am 20. Juni auf der Kaiserjacht „Standard" eine vierwöchentliche Erholungsfahrt in die Schären an. Eine Zusammenkunft mit Kaiser Wilhelm I I. ist nicht geplant. Die venezolanische Regierung beobachtet die Bewegung des Schisses „Konsul Grostuck", auf dem sich angeblich der frühere Präsident von Ven^'iela, Castro, befindet. Tie Regierung beabsichtigte, das Schiff zu kaufen unb leistete Anzahlung darauf. Sie will daher das Schiff, wenn Castro es erworben haben sollte, als Pirat en schiff behandeln. Das Schiff führt angeblich die deutsch e Flagge. Der Seekukausftanö in den gtzeanhösen London, 13. Juni. Ein Mitglied des internationalen Ausschusses der Vereinigung der Seeleute erklärte, bet Aus - st and, der heute in allen Häsen von Großbritannien und Irland erklärt werden würde, werde sich auf das Vereinigte Königreich, Belgien und Holland beschränken. Die anderen im internationalen Ausschuß vertretenen Länder, nämlich Deutschland, Dänemark und Norwegen beteiligten sich tatsächlich nicht an dem Ausstand, hätten aber den von dem AnSstand betroffenen Ländern ihre Unterstützung zugesagt und, wenn Arbeitswillige von irgendeinem nicht beteiligten Lande gesendet werden sollten, so sei es mehr als wahrscheinlich, daß der Ausstand an Ausdehnung zunehmen । würde. Der Ausstand in England werde die gesamte seemännische Bevölkerung, ungefähr 150 000 Mann, umfassen. Liverpool, 14. Juni. Heute wurde hier der See- mannsausstand erklärt. Rotterdam, 14. Juni. Nur ein Schiff hatte heute früh mit der Anwerbung Schwierigkeiten, sonst war nichts vom Ausstand zu bemerken. Die Besatzung einiger holländischer Schiffe ließ sich bereits gestern anheuern und schied so aus der Bewegung aus. Der Dampfer „Ryndam" von der Holland- Amerika-Linie, der Samstag in See geht, heuerte gleichfalls. Wenn der Rotterdamer Lloyd morgen Schwierigkeiten mit der Bemannung des Postdampfers „Wilis" haben sollte, so ist eine chinesische Besatzung bereit, sich anmerben zu lassen. Am st e r d a m, 14. Juni. Bisher sind die M a n n s ch a f t e n von sechs Dampfern ausständig. Tie Zahl der Ausständigen beträgt ungefähr 200. Die Besatzung des Dampfers „Celebes" der Niederland-Compagnie, der nachmittags eingelaufen war, schloß sich dem Ausstand an. „Telegraf" sagt, die Reeder seien in keiner Weise beunruhigt, da im Auslande eine Anzahl von Seeleuten angeworben wurde, die nach Amsterdam kommen würde. Antwerpen, 14. Juni. Heute vormittag zeigte sich keine Ausdehnung des Streiks. Tie fälligen Dampfer der Red-Star-Linie gehen ab. Die Konferenz zwischen den Vertretern der Reeder und der Seeleute im Stadthaus fand nicht statt. Die Reeder erklären, daß sie die wichtigste Frage der ShiPPingmaster selber lösen werden. sraor miO Lano, Gießen, 15. Juni 1911. Die Frequenz unserer Landesuniversität beträgt int laufenden Somrnersemester, wie wir schon mik- teilten, insgesamt 1453 Besucher. Im vorigen Halbjahr waren 1251 Studierende immatrikuliert, von denen 277 ab- aingen, während der Zugang 341 betrug. Die Gesamtzahl der Studierenden beträgt sonach 1315, darunter 33 Studentinnen. Hierzu kommen 6 Hospitantinnen, 78 Hörer und 54 Hörerinnen, so daß sich eine Gesamtzahl von 1453 Besuchern ergibt gegen 1476 im So mm er seine st er 1910 und 1409 im Wintersemester 1910/11. Von den 1315 Studierenden waren 840 aus Hessen (darunter 6 Damen), 415 aus anderen deutschen Staaten, nämlich 281 aus Preußen (fünf Damen), 46 aus Bayern, 22 aus Baden, je 9 aus Sachsen, Sachsen-Koburg-Gotha und Hamburg, 8 aus Württemberg, 7 aus Elsaß-Lothringen, 6 aus Oldenburg, 4 aus Sachsen- Meiningen, 3 aus Mecklenburg-Schwerin, je 2 aus Braunschweig, wachse n-W eim ar-Esenach, Schwarzburg-Sondershausen, Reuß j. L. (darunter eine Dame) und Bremen, so- ciner aus Lübeck. Der theologischen Fakultät gehören 76 Studenten an, darunter 10 aus Hessen; während Rechtswissenschaft 136 studieren, darunter 2 Damen. Von den 424 Studierenden der medizinischen Fakultät studieren 257 Medizin (darunter 122 Hessen), 160 Tierheilkunde (40 Hessen), 7 Zahnheilkunde (5 Hessen). 15 davon Damen. Von den 679, die der philosophischen Fakultät an- gehören, sind 16 Damen. Es studieren davon Philo ftphie 34 (13 Hessen), Pädagogik 11 (7), Mathematik 89 (70), Naturwissenschaften 93 (82), Chemie 38 (5), Pharmazie 25 ' (6), Forstwissenschaft 19 (8), Landwirtschaft 60 (51), Geschichte 17 (14), klassische Philologie 75 (66) und neuere Philologie 218 (186). Der Vorbildung nach studieren mit Reifezeugnis vom Gymnasium 765 (darunter 192 neu immatrikulierte), vom Realgymnasium 287 (49), von der Oberrealschule 189 (79), mit Zeugnis für das Fach 57 (11) und mit sonstigen Zeugnissen 17 (10). * ** Der Groß Herzog besuchte am Mittivoch zwischen 12 und 1 Uhr das Museum für Völkerkunde. Der hohe Herr, der bekanntlich eigene Sammlungen ähnlicher Art .besitzt, zeigte großes Interesse für das Gesehene, sprach seine volle Zufriedenheit mit den Sammlungen aus und erteilte wertvolle Ratschläge in Bezug auf die Art der Aufstellung und in Einzelheiten Der kunstgewerblichen Dechnik. — "Zur Mittagstafel im Schlosse waren außer den Herren und Damen des Gefolges der Rektor geladen, der 'Provinzialdirektor, der Oberst, der Landgericht-Präsident, der Oberbürgermeister sowie die beiden Mitglieder der Ersten Kammer Geh. Justizrat Prof. Dr. Schmidt und Geh. Kommerzienrat Gail. — Nachmittags um 4 Uhr fand unter den hohen, schönen Bäumen des Botanischen Gartens, ans grünem Rasen, der Empfang der bei dem Verkaufstag tätig ge- lvesenen verheirateten Damen durch das Großherzogliche Paar statt. Die eleganten hellen 2 am en gestalten gaben eine günstige Belebung des sonst so stillen Gartens, nur hätte die Sonne etwas häufiger durchblicken können. Pünktlich erschienen der Großhcrzog und die Großherzogin unter ihren Gästen, begrüßten in liebenswürdigster Weise bekannte Damen, ließen sich andere vorstellen und bald herrschte eine ungezwungene Stimmung unter den Anwesenden. Tee, Kuchen und Erfrischungen wurden herumgereicht. Mit freudiger Genugtuung wurde von allen Mitwirkenden der geradezu glänzende Erfolg des Verkaufstages hervor- gehoben. Nachdem die Großherzogin zum Schlüsse des Empfanges den Leiterinnen der ein seinen Stände noch iijr Bild mit Unterscynsc uoergeben harte, verabschiedeten sich die hohen Herrschaften und zogen sich ins Schloß zurück. Zur weiteren Ausstattung des hiesigen Schlosses besprach ,ich der Großherzog mit dem Möb elf ubri kanten Th. Brück und bestellte eine Anzahl nach seinen eigenen Joeen und Zeichnungen anzusertigerider Möbel zu feinem persönlichen Gebrauch im hiesigen Schloß. — Tie Rückreise des Großherzogspaares nach Jagdschloß Wolfsgarten erfolgte um 1/2? Uhr in mehreren Automobilen unter den lebhaften Hochrufen der Menge. — Tas Ergebnis des Verka isstages beziffert sich auf die stattliche Summe von 58 300 Mark, so daß Gießen int Verhältnis zu den anderen Städten des Landes einen großartigen Erfolg gehabt hat. Ter- Verkaufstag am 8. November 1909 in Mainz brachte einen Reingewinn von 61000 Mk. Ter 1. Veriaufstag in Darmstadt am 14. November 1908 brachte nur 28000 Mk.; einschl. Geschenken wurden 40 000 Mk. gelöst. Die Gesamteinnahmen in Offenbach vom 14. November 1910 waren annähernd 60 000 Mk., der Reingewinn etwa 50 000 Mk. *• Ordensverleihung. Der König von Preußen hat dem preußischen außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister in Darnifladt Dr. Freiherrn von I e n i s ch das Kreuz der Ritter des Königl. Hausordens von Hohen- zollern verliehen. Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde dem Lehrer Hch. Fries zu Hackenheim eine Lehrerstelle an der kath. Schule zu Bingen. Stadttheater. Dadurch, daß Direktor Steingötter als Leiter des Nauheimer Kurtheaters von diesem Sommer ab auch die Operettenvorstellungen im Kurtheater Bad Homburg übertragen worden sind, war er in der Läge, ein erstklassiges Personal für die laufende Spielzeit zu engagieren. Bewährte Operetten- kräste sind es denn auch, die in der Vorstellung des „Grafen von L u x e m b u r g" am kommenden Dienstag in erster Reihe stehen und die hochgespannten Erwartungen, mit denen man hier gerade der Erstausführung dieser reizenden Operette entgegenfieht, dürsten voll befriedigt werden. ** Au sderChronikder Universitätsbibliothek. Aus den in den „Mitteilungen der Zentralstelle für die Landesstatistik^ veröffentlichten Tabellen feien im folgenden einige wohl auch weiteren Kreisen erwünschte Angaben über die Entwickelung der Universitätsbibliothek Gießen int Budgetjahre 1910/11 mitgeteilt. Diese Angaben lassen erkennen, daß der erfreuliche Aufschwung, den die Landesuniversität in den letzten Jahren genommen, im ab- gelaufenen Jahre auch in der steigenden Benutzung der Univ.-Bibliothek sich deutlich bekundet hak. Die Zahl der außerhalb der Bibliothek verliehenen Bücher, die im Jahre 1886/87 rund 10 740 Bände betragen hatte, war nach zehn Jahren, im Jahre 1896/97, etwa auf das Doppelte, auf rund 20 400 Bände, angewachsen. Im Jahre 1904/05 war die Ausleihe auf 30 579 Bände gestiegen unb erreichte int Jahre 1909/10 die Zahl von 42 809, im Jahre 1910/11 die Zahl von 48 572 Bänden. Die Versendung von Büchern nach auswärts mußte mit Rücksicht auf die Bedürfnisse des akademischen Unterrichts in ziemlich engen Grenzen gehalten werden. Sie belief sich trotzdem im Jahre 1910/11 auf 2400 Bände. Erheblichen Umfang hat der durch die Universitätsbibliothek vermittelte Bezug von Büchern aus auswärtigen Bibliotheken angenommen. Im Jahre 1910/11 sind 1118 Bände aus der Hofbibliothek Darinstadt, 1039 aus anderen Bibliotheken (Berlin, Göttingen, Straßburg, Müu- chen, Leipzig usw.), außerdem 129 Handschrifteii und Archivalien aus auswärtigen Archiven unb Bibliotheken entliehen worben. Die Zahl der Entleiher ist von 391 im eommer- semester 1889 auf 1180 im ^ommersemester 1910 unb auf 1194 int Wintersemester 1910/11 gestiegen. Von diesen 1194 Benutzern gehörten 86 dem akademischen Lehrkörper an, 580 waren Studierende, 269 nicht der Universität angehörige Gießener, insgesamt 935 Gießener, 207 sonstige Angehörige des Großherzogtums und 52 Nichthessen. Die Zahl der stubeiitischen Benutzer betrug in 1909 unb 1910 etwa 47 Proz. ber Gesamtzahl der Studierenden. Ter gesamte Zuwachs der Universitätsbibliothek belief sich tm Jahre 1910/11 auf 14 737 katalogisierte Schriften. Von diesen gingen der Bibliothek 192 vom klassisch-philologischen Seminare zu, 282 von der Oberhessischen Gesellschaft für Natur- und Heilkunde, 99 von dem Oberbessischen Geschichtsverein, 58 von der hessischen Vereinigung für Volkskunde, deren Bibliotheken mit der Univ.-Bibliothek bereinigt sind. Der Lauschverkehr der erstgenannten Gesellschaft erstreckte ich auf 442, derjenige des Oberhessischen Geschichtsvereins auf 275, derjenige ber Vereinigung für Vollsknnbe auf 70 Anstalten unb Vereine. Durch eigenen Tauschverkehr (mit 179 Universitäten, Akabemien, Gesellschaften usw.ft erster als Pftichtexemplare und Geschenke erwarb die Bibliothek 4617 Schriften, sowie 7632 Schul- und Universitäts- chriftett. Gekauft wurden int vergangenen Jahre 1824 Bände. Der gesamte Bestand der Bibliothek belief sich am Ende des vergangenen Jahres auf 246143 Bände, 1.27 795 Dissertationen und Programme, die seit 1886 gesondert aufgestellt werden, rund 1500 Bände Handschriften unb etwa 550 Urkunden. " Die Sonderzüge am Verkaufstag. Man chrcibt uns: Wie wenig c5 gerechtfertigt ist, den so oft vorgebrachtcn Wünschen nach späten Abendzügen von Gießen nach den Richtungen Fulda und Gelnhausen zu entsprechen, beweist die geringe Frequenz der Abend-Sonderzüge am 13. ds. MtS. aus Anlaß des Verkaufstages der Großherzogin. Sonderzug nach Alsfeld war mit sieben Personen, Sonderzug nach Büdingen mit zwölf Per- onen besetzt. — Nach unserer Anschauung befindet sich der Einsender dieser Mitteilung wohl auf falschem Wege, wenn er die zu geringe Frequenz der beiden Sonderzüge als Beweismittel gegen die Einführung ständiger Späl-Abendzüge auf beiden Strecken anführt. Die beiden Sonderzüge wurden für einen bestimmten Zweck geschaffen, nicht wegen der bestehenden Verkehrsbcdürfnisse, sondern um dem VerkansStage der Groß- Herzogin zu dienen. Ihre geringe Frequenz würde also höchstens bewetsen, daß die Besucher des Verkaufstages aus jenen Gegenden den Sonderzug nicht abwarteten, sondern die rüHeren fahrplanmäßigen Züge benutzten. Sonderzüge, die bei besonderen Anlässen verkehren, pflegen in der Regel im Publikum nicht genügend bekannt zu sein, wie denn überhaupt die Staatsbahnverwaltung mit öffentlichen Bekanntmachungen sehr sparsam zu sein pflegt. Weuc Züge müssen ich immer erst im Publikum einführen, bezw. ,herum- iprechen", bis sie eine genügende Frequenz aufweisen. AuS eigener Erfahrung ist uns bekannt, daß der oor mehreren 3at)ren neu eingelegte Zug nach Frankfurt, der Gießen um 3,15 Uhr nachmittags verläßt, m der ersten Zeit sehr spär- ich besetzt war, mährend er jetzt zu den beftfrequenllerendsten auf der L-trecke gehört, trotzdem er nur von Fronhansen aus verkehrt. „ Der Standpunkt des Herrn Einsenders erinnert an ben Ausspruch de§ seligen Generalpostmeisters Nagler, der das Eiscnbahnprojekt Berlin—Potsdam mit den Worten abtat, daß ja nicht einmal alle Postwagen zwischen beiden Städten besetzt seien. Wie denn überhaupt die Häusigkeit des Ber- w»Sltf®“%i e »«Ii9 * jjt z-hr-«i>i Mkin b t § M zurück. - Klein-L ,t|eg.7cn ’ lö. Sttilung-s- M, d-»> “"L® । der lliagegend.ha^ Großen- »HM ein 4 Hungen, 1 weiteren und nähere frischenden Regen bcc Gegend seit vielen Fluren auheror! Landleute hier niehr erwarten. Ueberall lich hat der Wetter lechzenden Fluren, ist, wünschen die Lan fruchte baldigen Nu großen Teil noch zu am Himmel zeigt, ei nötige Feuchtigkeit li getäuscht, und so nü oder Leitungswosser Allen, al. XNidda, V dieser Tage mit e in Lber-Lais nach des Metzgers schon übersteigen und di aber an den spitze sehr schwer. Außei tiefe Rißwunde vo so starker Blutverl krank darniederlie- v. Sinbljein ®eorg bofmann meiiibeeinneljti teiligungju&rab stacht, dessen Ehrer Längerbund, dessen war, ließen am Gr, Steher und «Stört, . + Obex-Wri Pfingsten wurden unseres Lrtes bin der anscheinend bi Patrone entstanden Mtterung im so. i weilte nun der Un' i aahnr zwei verdacht das Ergebnis dieser öu ersahren. 3eben ßflff verbreiteten * einem hiesig I Mücke, 14 I m '? ^wahr ein ehende „Mückennü bewundernswürdigen L-LÄ Ls-x einen Mpnr,^ 1 «Item to fr® « fe'Äi ein in fcen Vorfeä »utragen }Aen < ber. 2ec Raben Kampf s^ "rde drin le an der LH Sc UlN Jfälto in 000 L" Tie (*.' •000 Ui * J bevoll. 3enijA n Hohen. ,r otein» ln diesem 'gen mt sdcn sind, Tür die Bretten; lung des Dienstag artigen, «er reizen- l werden, d i b l i (> nttalstelle 'seien im rwünschte 'bibliotyek Angaben , den die n, im ab> hung der Zahl der im Zahrc nach zehn Peltc, auf )4/05 war reichte im c 1910/11 i Büchern fmsse des gelialicn 10/11 auf die Uni- aus aus- ' 1910/11 1039 ans :g, Mun« id Archi- mlliehcn ionimcr-- mb aui bicfen ät an ouitifttt ii. Txc ib W Dn sich im n. 'M »logischen chast für ieschichts- Ht-Munbe, nigt sind crftrcdtc itsvereins unbc aus schverkehr ten usw.), >ie Siblio* iversitäts- ahre 1824 belief sich 13 Bände, : 1886 ge- nbschrislcn i g. Ma» den so ost )on Gießen entsprechen, § onder* fstages der it sieben >ölf Per- bet sich d" Lege, wenn Beweis' mdzüge ans wurden |u( bestehenden der Groß' würde also i*‘3 sondern die ocrzüge, d>- v Siegel»« denn über' U Beton«'' rüge i'"'l>"' Hern-«' .. »|u5 eilen. 6#" * I Mt \*v S' •& kebrS auf den oberhessischen Bahnen vielfach nur als ein besserer Postbetrieb erscheint. Nach empfindlicher Trockenheit kam gestern nachmittag ein kräftiger Regen, der für das Pflanzen von Dickwurz und Gemüse, für Kartoffeln und Saaten dringend nötig war. Die vor Pfingsten gesetzten Pflanzen find fast sämtlich wegen der Trockenheit zugrunde gegangen. •• Fahrradlicbhabcr. Einem Arbeiter wurde vor« gestern am Hellen Tage, während ec sich in der Bahnbos« straße in eine Wirtschaft begeben, ein Wart bürg «Fahr rod. daS er auf der Straße stehen gelafien hatte, gestohlen. Als Täter kommt ein Bursche im Alter von etwa 23 Jahren von mittlerer Größe mit dunklcin Anzug und Sportmütze in Betracht. Seinen Spazierstock ließ der Dieb am Tatorte zurück. ßanöTtciS (Sichen. = Klein. Linden, 14. Juni. In dem herrlich gelegenen Garten zur /tiurg' findet nächsten Sonntag das 16. Stiftungsfest der Freiwilligen Feuerwehr statt, dem am Samslag abend ein Kommers vorausgeht. Eine größere Anzahl ausivärtlgcr Wehren ans Gießen und der Umgegend haben ihre Teilnahme am Feste zugeiagt. = Großen« Buseck, 14. Juni. Ter Gesang, verein .Sänger kränz', dec zehn Jahre besteht, nahm in Lang.Göns zum ersten Male an einem GesangS-Weltslreit teil. Unter der Leitung deS Dirigenten Sommcrlad von Beuern errang ec in der 1. L.-Klasse mit 196 Punkten den 2. Preis, gewiß ein schöner Beweis seiner Leistungsfähigkeit. 4 Hungen, 15. Juni. Während die Gewitter in der weiteren und näheren Umgebung wenigstens ab und zu er- frischenden Regen brachten, blieb gerade die hiesige und Licher Gegend seit vielen Wochen damit verschont, so daß die Fluren außerordentlich ausgetrocknet sind und die Landleute hier mehr noch als sonst den Regen mit Sehnsucht erwarten. Ueberall hört man Klagen der Bauern. Hoffenl- lich hot der Wcttergott bald cm Einsehen und segnet die lechzenden Fluren. Trotzdem die Heuernte schon im Gange ist, wünschen die Landleute im Jnterefie der Saaten und Hack- fruchte baldigen Rieberichlag. Die Tickwurzeln sind zum großen Teil noch zu setzen; von jebeni Wölkchen, das sich am Himmel zeigt, erwartet man, daß eS die zu dieser Arbeit nötige Feuchtigkeit liefert, aber bis jetzt wurde jede Hofinung getäuscht, und so muffen die Bauern mit manchem Faß Bach- oder LeitungSwafier nachhelfen. Kreis Büdingen. x jZ i b b a , 14. Juni. Ern 5t auf mann von hier fuhr dieser Tage mit einem hiesigen Metzger vorn Sängerfest in Ober-Luis nach Hause. Ta bei der Rückkehr bc£ Horror des Metzgers sa)ou verschlossen war, wollte es der Kau,mann übersteigen und dann von innen öffnen. Tabei blieb er aber an den spitzen Eisenflüben hängen und verletzte sich sehr schwer. Außer anderen Schäden trug er eine lange und tiefe Rißwunde vom Knöchel bis zum Knie davon, wobur-N so starker Blutverlust eintrat, daß nun der Verletzte schwer krank hariiicbcriiegt und große Schmerzen leiben muß. V. Lind he im, 14. Juni. Gestern wurde hier Herr Georg Hofmann, der über 40 Jahre das Amt des Gc- mein dec in nehmers verwaltete, unter zahlreicher Beteiligung zuGrabe getragen. Ter Gesangverein Ein - tracht, heuen Ehrenmitglied und her Nihber-Seernental- Sängerbuiih, dessen langjähriger Kassierer der Verstorbene war. ließen am Grabe durch ihre Dirigenten, bie Lehrer Steher unb Stört, prachtvolle Kränze niederlegen. 4- Ober-Widdersheim, 14. Juni. Kurz vor Pfingsten wurden abends gegen 11 Uhr die Bewohner unseres Ortes durch einen heftigen Knall erschreckt, der anscheinend durch das Zerspringen einer Tynamit- patronc entstanden war. Besonders heftig war die Erschütterung im sag. Unterborf wahrzunehmeu. Kürzlich weilte nun der Unters u chungsrichte r hier und vernahm zwei verdächtige Personen über die Sache, lieber bad Ergebnis dieser Untersuchung war nichts Bestimmtes zu erfahren. Jedenfalls entbehren aber die in her Umgegend verbreiteten Geriia;te der Begründung, daß eine Bombe einem hiesigen Einwohner geworfen worden jci. Kreis Alsfeld. G Mücke, 14. Juni. Ein 93jähriger Mäher, das ist fürwahr eine Seltenheit. Der in diesem Atter stehende „Mückenwirt" Bräuning, der sich noch einer bewundernswürdigen Rüstigkeit erfreut, stand bei her Heuernte in den Wiesen unb mähte seinen Schwaden wie ein Junger. Tas Rezept zu die,em Alter voller Rüstigkeit lag bei diesem Greise in einer von Jugend an geübten Mäßigkeit unb regen Arbeitsamkeit. x Ruppertenrod, 15. Juni. Unglaublich klingt es, wenn von einem Katzennest auf einem Baume bie Rede ist. Dem ist aber doch so. Eine Katze hat sich einen Weihenbaum an der Straße erwählt und dort in ihrem Rest, das in einer kleinen Vertiefung im Stamme sich befindet, zwei Junge geworfen. Um das Idyll zu vervollständigen, befinben |icy rechts unb links, vom Katzennest nicht wert entfernt, zwei Reiter von Fliegenichnappern. Ob darin wohl die Jungen auf kommen werden? — Ein Ipannender Kampf zwischen einem sehr starken Hühnerhabicht unb mehreren Raben wurde in nächster Nähe unseres Torfes beobachtet. Ter Habicht stieß auf ein in den Wiesen gehendes Huhn und suchte es fort» zutragen. Tie Raben stürzten |icy wütend auf den Räuber. Ter mußte seine Beute fahren lassen. In dem Kampf mit den Raben ermattete der starke Habicht so, baß er sich am Bachesrand niedersetzte und nicht bemerkte, baß sich jemand von hinten ihm näherte. Der Mann griff tapfer zu und fing den Habicht. Tas schöne Exemplar wanderte zum Präparator. Streik Lauterbach. pp Engelrob, 14. Juni. Heute wurde hier unser neugewählter Bürgermeister, PoslhaUer und Gastwirt Hch. Schaaf durch das KreiSamt verpflichtet und in den Dienst eingewiesen, nachdem ihm von der Lberposldircktion die Genehmigung zur Annahme deS Bürgermeisteramtes erteilt worden ist. Durch die Wahl hatte sich unser Ort in zwei feindliche Lager gespalten und deshalb gerichtliche Strafen zugezogen, möge jetzt der Friede wieder einkehren. Kreis Friedberg. -l». Butzbach, 14. Juni Heute wurde die sterbliche Hülle des am 12. Juni verstorbenen Borfckmßkafferechners i. P. Heinrich Forbach von hier unter sehr großer Be teiligung von Leidtragenden zur letzten Ruhe bestattet. Ter Verstorbene war noch der einzig lebende Gründer des Gesangvereins „Orpheus". Im Jahre 1864 wurde er bei der Gründung des Vorschußoereins zürn Rechner gewählt und begleitete dieses Amt bis zuin Jahre 1906. Auch das Rechneramt des Faselmarltkomitees wurde ihm bei der Gründung übertragen, das er noch bis zu seinem Mieden geführt hat. T em Ortsgerichte gehörte er Jahrzehnte an Trotz seines hohen Alters — 85 Jahre — erfreute er sich bis m bie letzten Tage einer seltenen körperlichen Gesund f)cit, hie es ihm ermöglichte, noch seine Tätigkeit in voller Geisteefri.che auszuüben. Ter Großherzog hatte ihn schon vor einigen Jahren durch die Verleihung des Ritterkreuzes des Scroienfrorbcnv Phi.ipps des Großmütigen ausgezeichnet. Der Gesang, Turn- unb Borschußverein hatten am Grabe Kränze niedergelegt. Hessen-Nassau. - Hietzenhain, 14 Juni. Am Sonntag, 18. Juni, findet hier tu der Kreisstadt oes Schwalmtales, bie sogen. SalatktrmeS statt. Auf diesem Feste, bas von bett jungen Schwälmcr Burschen in ihrer sehr tleibsamcn Tracht unb von den jungen Schwalmerinnen in ihren malerischen Kostümen reinlich besucht wiro, bietet sich Gelegenheit, hon berühmten Schwülrner Tanz kennen unb bewundern zu lernen. Neben weiteren Sehenswürdigkeiten auf dem Festplatze sorgt auch eine gute Wirtschaft in her neuen Halle in reichlichem Maße für das leibliche Wohl. Schwurgericht. th. Gießen, 15. Juni. Brandstiftung im Schlosse Ilbenstadt. Gestern verhandelte bas Schwi.'rgcricht gegen den 18 jährigen Diener Daul Becker, geboren in Ttcrdori mt Westerwald, roegen Brandstiftung. Die Anklage vertrat Oberstaatsanwalt Hofmann. Die Verteiotgung führte Rccrtsanwatt Peters. Als medizinischer 3ad;DcrHaitoigcr wohnte Medizinalrat Tr. Haber- ko r n der Verhandlung bei. Es waren nur wenige Zeugen zu hören. Tcr Angeklagte ist gcftdnbig, daß e. am 21. April b. I. .abends beit Beriuch gentadit har, das Schloß seines Tienstherrn des Grafen Friedrich Alt-Leiningen-Westerburg-Jlbcnstadt zu Jlbcnstadt in Araud zu setzen. .'lls Motiv dcr lat gibt bet Angeklagte an, er habe von ber Gemahlm eine unperbiente Zu rcchtweisung und habet ein hartes Urteil über seine früheren Tienstherrichaften hören müssen, bei denen er cs sehr gut gehabt hat. Hierüber fei er in Zorn geraten, unb ba fei ihm dec Gedanke gekommen, das Schloß anzuneckeu; er will gegen den Gedanken angekämvtt haben, aber er hätte i.'.-n übermannt. Hierzu kam, daß er — allerdings ganz unberechtigt — der Ansicht war, daß man ihm zu Unrecht einen Lohnabtug gemacht hatte, unb bann hoffte er, daß das Schloß durch einen Brand sv zerstört würde, daß der Gras feine Wohnung nach Schloß Westerburg verlegen unb er bann seiner Hermat Tierdorf näher fein würde. Der Angeklagte gibt an, wie ec den Brand angelegt hat. Er hat mit Streichhölzern in einem Fremdenzimmer das Bell angezsmdet unb recht raffiniert Vorsorge unb Einrichtungen getroffen, daß es schien, als sei jemand von außen eingebrungen unb habe bie Tat begangen. Das Feuer wurde baiö nach Cent Entstehen gelöscht. Ter Schaden betrug 850 Mark. Mau vermutete den Brandstifter nod) im Schloflvark, jo daß der Graf diesen absuchen ließ. Hieran beteiligte sich ber Angeklagte, der sich hierzu mit einem alten Jagdspeer bewaffnet hatte, so eifrig, daß er sich verdächtig machte. In ber Beweisaufnahme gaben ber frühere Lehrer unb feine früheren Ticnstherren dem Angeklagten ein glänzendes Zeugnis. Auch Graf Schlingen und dessen Dienerschaft erflärten, Becker sei tüchtig unb ordentlich gewesen, unb niemand kann lagen, das; sich Becker schon einmal rachsüchtig ober jähzornig gezeigt hätte. Medizinalrat Haberlorn givi sein Gutachten dahin ob, daß der nod) junge Mensch geistig vollständig gesund sei und für das, was er getan habe, voll verantwortlich fei. Tie Schuldiragc aur Versuch dcr vorsätzlichen Brandfli-tung wird von den Gc- schworenen nach kurzer Beratung bejaht. Ter Gerichtshof füllt jein Urteil dahin, daß dcr Angeklagt- mit 1 Jahr Gefängnis zu bestrafen ist und darauf zwei Monate der Umerfuchungshaft in Anrechnung zu bringen sind. Strafmildernd komme in Betracht die Jugend des Angeklagten, fein offenes Geständnis unb sein guter Leumund. Strafverschärfend ober sei zu berücksichtigen bic Gemeingefahrlichkcit ber Tat unb der Umstand, daß ein Grund für den Angeklagten nicht vorlag. CanOwirtfd.mft. X Lißberg, 14. Juni. Bei der heutigen Heu gras Versteigerung ber fiskalischen Wiesen würben durchgängig sehr hohe Preise erzielt. Tas Futter steht infolge her anhaltenden falten Frühjahrswitterung dünn, das Bodengras fehlt. Ein Normalmorgen kam im Turch- schnilt bis 48 Ml. zu stehen. Ebenfo teuer waren die Preise bei ber Gräslicy Stolbergschen Grasoerpachtung unb angrenzenber Gemeinden. Die jüngst versuchte Verpachtung ber fiskalischen Wiesen auf 12 Jctyre würbe der niederen Preise wegen behördlich nicht genehmigt. Sport. * 2 6. Mainzer Regatta. Die große, zweitägige Regatta des Mainzer Ruder-Vereins nimmt am nächsten Samstag, öem 17., um 41 2 Uhr nachmittags ihren Ansang Ta diesmal die Brette der Bahn nur das gleichzeitige Fahren von fünf Booten gestattet, so müssen am Samstag vormittag bereits Vor- rennen stattfinoen, deren Beginn auf 10 Uhr festgefetzl ist. Am Nachmittag werden dann neun Hauptrennen gestartet, bei benen außergewöhnliche icharic Kampfe in allen Bootsgattungen zu erwarten sind, ba bie schwächeren .Konkurrenten bei ben Vorläusen ausfcheiden. Ten Abenb des ersten Rcgallatages beschließt ein großes Nachrfest auf ben Terrassen und im Garten der etabt- alle. Am Sonntag, bent 18., beginnen bie Hauptrennen um Zi/z Uhr nachmittags, an biefem Tage werben bie Ausscheidung-- Bekanntmachung. Die Abfuhrfrist für gesteigertes Holz innerhalb unterfertigter Lberforucrei ist bis zum 15. Juli 1. I. verlängert. Später erfolgt foritgcridjilicbe Anzeige. Gießen, den 11. Ium 1911......, Großhrrzoguche Oberwrsterei Scheffenberg. T r a u l rv e t n. B1S/« Beil Allen, allen die uns durch ihr freundliches Gedenken zur SILBERNEN HOCHZEIT erfreut, sagen hiermit herzlichen, aufrichtigen Dank. Heugras-Versteigerung. Dienstag den 20. Juni l. I., vormittags 8 Uhr anfangcnd, wirb bas der Gemeinde AUenborf a. b. Lda. zusichenbe Heugras verfleigerk. Tie Tornbachwiese, Koller- brunnenmiese und Baumslück vor bem Berg werden bei ber Versteigerung nicht oorgezeigt unb kommen beim Anfang der Versteigerung zum AuSgebot. Zusammenkunft bei ber Ziegelhütte. Allenborf a. d.Lda., am 13. Juni 1911. Großh. Bürgermeisterei Allenborf a. b. Lda. Rein. 38'9 rennen vormittags von 8> Uhr an abgebalt en. Von ben 10 Haunrennen am Sonntag interessieren am meiste» der Ausgang b.s Großherzogs-BiererS, des Großen Einers, des Kaiser-Vierers und des (VroRcn Achters, aber and) die anderen Rennen iverben einen bodünicreffanten Verlaus nehmen. 7 Rads vor». Am Sonntag veranstaltete der Radfahrer- Verein Alten-Biiseck \\v-c\ Rennen über je 75 kni und zwar Abteilung A. offen für Mitglieder des Tciiiidicn Radialirerbundes, Klasse B. offen für NichtbundcSmilqliedcr. Aiich dcr Rav kl ul' (Berinania Gießen entsandte zu den Rennen einige seiner Mitglieder unb hatte nnckistebeiide glänzende Erfolge zii verzeichnen. Ableilnng A: I. Preis Fr. Linker. L Preis Käb (trotz Olcden- deicki) 4. Preis Ester. Abteilung B; 1. Preis Hartmann. 3. Preis Spieler. nationaler Deutscher Rundflug. Schwerin, 14. Juni. Rach Beendigung der hiesigen Schauflügc erhielt Lindpa int ne r den Ehrenpreis des Großherzogs und des Prinzen Heinrich her Niederlande, Könitz den her Großherzogin-Mutter, Büchner den des Lustschrffahrtsvlereinö Ortsgruppe Schwerin und Wien- cziers den des Tr. Tust-Baflhort. Zu dem morgen früh 4 Uhr stattf'iiidenden Start hat der Großherzog fein Er scheinen zugcfagt. Es starten bestimmt Wiencziers, Krung unb Lindpaintner. Heute mittag waren die Herren der Fluglciiung, Major von Tschudi, Dr. Tust und Kapi- tanlculnant Kaiser, vom Grvßhcrzvg zum Frühstück ge- Libcn. Der iiroßherzog verlieh Major v. Tschudi das Ehrenkreuz des Grctsenorbens, ."lapitänleulnant Kaiser daS Ritterkreuz desselben mit her Krone. Flugplatz Johannisthal, 14. Juni. Der Flieger Gustav O 11 o«München verschickte feine Maschine von Johannisthal nad) Lüneburg; er will von dort aus an dem deutschen Runofluge teilnehmcn. Tcr Flieger Paul Lange und Leutnant v. (Verrissen sind nach Homburg abgereist und werden dort ebenfalls zum deutschen Runbflug starten. (ßericbtsfaal. R.-B. Darmstadt, 14. Juni. Vor dem Schwurgericht stand beide öte 2)jä()tige ledige Fabrikarbeiterin Margarethe Rupp nuS Cfjenbnd) wegen Toischlagverstichs. Tie geständige Angeklagte beabsicljligle am 21. März ds. Js., ihre beiden uiiehclichen Kinder ilild sich selbst durch eine Kleesalzlosung zu vergiften. Tas jüngste, noch nicht eui Jahr alle Kind nahm jedoch den ihm gereichleii Trank nicht, das andere 4 ^ahre alle Töchterchen blieb durch sofortiges Erbrecheit von schädliche,» Folgen bewahrt, und die Ruvv selbst, die uiiter der Wirkung des imftes bewiisttlos geworden und von einer Hausbewohnerin autgehinben ivurbc, konnte im Krankenhaus wieder l)-.cgcudlt werden. Tie Angeklagte hat im ö. Lebensjahre ihre Mutter tuid spater ihren Vater verloren unb scheint in der Erziehung vernachläfsigt zu seit,. Seit dem Jahre 1904 hat sie nut oem jüngeren Schraubendreher Scharbt ein Verhältnis, aus bem bic beiden minder hervorgegangen finb. Seit Herbst hatten sich bicse Beziehungen geändert. Sajardt wollte von einer Heirat, weil fein Lohn nicht ausreictste, nidns wissen. Nach einer letzten heftigen Auscinandersetzung zwischen beiden bei dem Vormund Der Binder faßte die Rupp ben Entschluß, mit den Ambern aus Dem Leben zu gehen. Tte Beweisaufnahme gestaltete sich günstig für die Angeklagte unb gab ein klares Bild ihrer bedrängten unb verzweifelten Lage. Tas Gericht erkannte auf Freisprechung. X. Hanau, 14. Juni. Ter verantwortliche Redakteur Zander von der „Frallkslirter VolkSsliinnie" halle anschließend an ein Ltrajkammerurleil, das die (^oldarbeiters-Ehefrau Gast ivegen Begünstigung in einer Hehlerei-Affäre mit 6 Monaten Ge- iäugms bedachte, die Lohnverhältniffe der Goldketlenfabrik Grubener Ichari krillsiert und sich dadurch einen BcleldigmigSprozeß zugezogen, der bannt endete, daß er mir 600 Alk. Geldstrafe bedacht wurde. Tie otraifamincc panan als Berufungsinstanz Hal in ihrer heutigen Sitzung diese Strafe auf 3 Monate Gefängnis erhöht. kirchliche 2Lachrichten. b$luuni|U|c ttrusttt'udgrirufüfüfl. Sotterdienlt. Sabbatfeier am 17. Juni 1911t tfteitng abend 8.00 Uhr. Samstag vormittag 8.00 Uhr. SamStag nachmittag 4.00 Uhr. Sabbat-Ausgang 0.40 Uhr. Wocheiigottcsdiensl: Alorgens 0.00 Uhr, abends 7.30 Uhr. Amtlicher Wetterbericht. Welteratisfichteu ui Helfen am Freitag dem 16 Juni 1911: Trub, RegeniäUe, kühl. Letzte Nachrichten. Wien, lü. >uni. Tas heutige „Frcmbcnblat t" fchreibt: Tie letzten Nachrichten über ben ctanb deralbanesifchenAn- gelegen beiten werben, >oweit bic von ihnen gefchiloertcLage anbüueru sollte, geivib überall mit Genugtuung aufgenvinmen werden. Aus Der mültartschen Lage in Albanien folgert oie türkifche Prejse ivohl mit Recht, daß ber Ausstand als beenoet gelten Dürfe. Tic Erfolge ber Truppen gewähren ber Pforte oie Möglichkeit, ohne Einbuße an ihrem Prestige eine verföynliche Haltung gegen hie AtnnanDifd-en cuizunehnten unb nad) den vorliegenden Mel - Düngen scheint es, daß sie in diesem Sinne vorgehen will. Aud) bie Albancfen selbst iomten den Wechsel in ber Lage erleichtern, wenn sie nun bie Gelegenheit benutzen, sich mit her legitimen Regierung zu verständigen und auf gütlichem Wege bic Berücksichtigung ihrer Lvunschc zu erlangen. Man darf Die Erwartung ausipred en, daß sie bic Gung des Augenblids nicht verpaffen werden, tiurd) Bestätigung her ihrer Staatstreue seitens der tür- ineben Presse ousgefiettten Zeugnisfe ncuerlid) ihre Bedeutung für das vtlomaniichc Reich zu erneuen. s3tad) Den Waffenerfolgen Der Türtei Hai Die monienegriniidje Regierung fortan Doppelt bie Pflicht, auch ihrerseits alles zu tun. Damit bie Albanesen bie ihnen von ber Türkei gebotene Freunbeshanb ergreifen. Lonbon, 15. Juni. Ter Führer ber Seeleute, Wilson, vertrat heute in einer stark besuchten Massenversammlung vor den Toren ber Weftinbia-Tods in einer leidenschaftlichen Rebe Die Forderungen der Seeleute. Tie Entschließung, daß ber Krieg erklärt werden solle, wurde nahezu eimnmmig angenommen. Es wurden bie Raleten als Signal für ben Beginn bes Ausstandes abg-cfeuert. Auch in Glasgow und in anberen Häfen ist ber Ausstand offiziell erklärt worden. Nach Berichten aus Tublin, New-Eastle, ^unberiino und Gimsby w.rd Der Ausftanb dort nur von geringer Bedeutung fein. Maorio, 14. ^uni. Ter fpanische Oberleutnant Sil- veftre, Befehlshaber der marottanifchen Polizei, ist in Lar- r a f ch e i n g e t r o f f e n, um bie Leitung ber Operationen zu übernehmen. herteW Meier kmMeWrk vormals Fernie in Giessen. Tie am L Juli l. IS. fälligen Eouvons unserer I. flelligen 4 0igen Obligationen und unserer II. flelligen 4'/, igen Ovli- gattonen nnd bei unserer Gewerrschastskasse in Gießen, bei dem Bankhause Fatob Grünewald in Gießen, bei dem Baukhauie Tal. Qpvenbeim jr. & Eo. in Köln a. Rb. und bet dem Bankhaufe Louis David in Bonn a. Rh. zahlbar. ,385~i Gießen den 1s. Juni 19H. Sur den Grubeuvorikand: Justizrar Grünewald, RechtSonwalt. Grünbersf. findet Freitag nachmittag 3 Uhr statt, Die Beerdignn 3860 Für die trauernd Hinterbliebenen Bürgermeister Zimmer, o Darmstadt, am 14. Juni 1911. Todes-Anzeige. Heute vormittag io1/, Uhr entschlief sanft nach längerem Leiden meine gute Frau, unsere liebe Mutter, Grossmutter, Schwiegermutter, Schwester und Tante Elisabeth Zimmer geb. Henkel W Tie Lieferung von 160 cbm Pflastersteinen aus Hartgeitciu (Basalu soll verdungen werden. Angebots illuster liegen liier zur tinfidit aus und tonnen für Ml. 0,55 lPostauwcisung) bezogen wcrdell. ldisn Tie 2lugcbvlc werden nm 24. Ainii 1911, vormittags 11 Uhr, geöffnet. BottendungSfrisr drei Wochen. Zuschlagsfrist 1 Woche. Well la r, den 10. Juui 1911. Königl. Cisenbabubetriebsamt. K 46/11 B,5/g Donnerstag, "20. oiilt 1911, nachmittags 3 Uhr werden in unserem Amtszimmer die dem Friedrich Wilbelni Schmidt und Ehefrau geb. Nvmeiser zugeschrie- bcnen nachstehend vcrzetchnctcn Parzellen versteigert: 6/21^,'100 220 qm Grabgarten am Siech loh. 6 22 ---> 583 qm Hvfreite daselbst. (Hotel Lietoria) Gießen, den 14. Juni 1911. Großherzogl. Orlsgericht Gießen. G r 0 s. if'iiipfrhlitiuicu: Freibank. 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Juni, abends: Gesellige Zusammenkunft mit unseren Heuchelheimer 5llub- geuossen aus dem Heuchelheimer Mühlchcn. Taineu iviükommen. Abmarsch 8V< tthr von der Bahnbrücke. v,$ /< Sektion Giessen D.&Oe. A.-V. Sonntag 18. Juni: Büdingen — I Ronneburg - Büdingen. 5 Stunden. Abfch rk 818 norm, nach Büdingen. |\1 । n 16-16- 11. Adbs. piinftl. Koni ti I. bir. SWIlliealer Eieki Direktion : Hermann Steingoetter. Dienstag den 20. Juni 1911, abends 8 Uhr. | Operettes-Gastspiel to B d-NauheiBieF Kurllealers unter Mitwirkung der Kapelle des hieß Jnf.-Regts. Kaiser Wilhelm Novität! Novität! Oer Oral von Lnxenilinrö. Operette in 3 Alte» v. Fr. LShar. Tic Herren Studierenden genieß- an der 2lbeudkasse Preisermäßig- Zfß~ Der Vorverkauf beginnt Sonntag den iS. Juni 1911, vormittags 11 Uhr an der Kaffe des ‘•— «lS/- * 4’ 155,11 Sie ,we* ^teisMatt fc n-öchenll'ch- fragen" m Zur stc ist ei* eins von E 'Zersichernn Tie am: 12. lung'en„des 4-eu i sionskaiic u"v d^ 'u| Gtgenieitigker stcherungsgeietzes T *unVeItb J zur ö-rage b r Ul für die Itaa.ll chc i Privatangeitelllen versammlilngei! |p. über die Erivartun welche in privaten von Berufsorgani dauernd audi nach qeivahrt werden^ < Daß die seit ^ahrcf Kassen zu ZnidM Sterblichkeit^, >)N Lersichcrnng rechn zogen werden. (£t: insbesondere and) > sZnvaliditätöpenswn vermeiden, ivcnn d nneingcschränkte Z> entmurf vorgesehen wird und wenn a ichlossenen Einzeiv ben gesetzlichen vo artffalt befreien. das Rcnteiutusma sichert werden. D bot der sozialen 1 die Unlerilehmimg und ähnlichen Üasi ist, auch den ein? den Zwang des ( des Arbeitgebers Jahren Pcrsicheri zum Teil schwerer sind in lotter Z möge H>iri) iibci | fifdjetei bet c yiotbjeefiiftc gefm die in Norderney i dem Treiben der t Es scheint die; da ffahrten. in besiiw die englischen F zunuke machen, cjischereikreuzer len Plan cinrid 11 Mischern Der Ost Ichwedlscher i läuser in den £i unz hat die Pn mehr rentabel ift vermeiden, ha öic $ Dezember 191 *rn staatlicher zur Ausriistung bei iettatn genäht «usgeftoßet werde, «wi.it, L WQ[ieVen*n^n9.ei°9' "Zuschläge,i $ anbcidist Mion", Aj'°b-ko, liefe hnt- r eine ShnliL? der M den mPn •ntd9e>'. DW ^ichichli,.^ des " SUNl f|))jh^n Und bin «rieSiet.g0 bis SfiSSi RÄI ^Idjdin! Stete