Sechstes Blatt D. 290 161. Jahrgang Eriche« tRßNch mti thtine^me kd Benntofi. Die wCT JavrillenbUtttr** wrrtr dem ,Än4f!«irr* etermai a>dd)tniltes Sckraff.n weicht nunmehr träger Gewöhnung, und eine geistlose Mechanisierung devnt sich weiter und weiter aus. Tie Arbeit sinkt zur Routine, und was feurige Liebe schus, das muh die Gewohnheit fas AlttogS und eine kühle Intereisenbcrechnung mühsam aufrecht erhalten. Zugleich iptidu der freudige Enthuiiasmus der fugend einem nüchternen Realismus, der Trägheitswid.rstand der Verhättniffc, den die Jugend so gering anschlug, wird nun roll anerkannt unb lähmt ahnt Cühmn AuNänvung. dasselbe jjilt von der Macht des Kleinen und Gemeinen sowie des Zufalls, der oft lange Arbeit und wohl angelegte Pläne in leichtfertigem Spiel zerstört. Ist es dem Indrvidiium zu verdenken, wenn cs unter solchen Eindrücken uiid ÜTtalmiiioeri das Verlangen nach einer Beherrfchnng der Tinge einstcllt und mögliche auf eine Anpassung an seine Umgebung b-dacht ist ? 9Iud) ist das gddlidwftlidx Leden, dem das Individuum sich jetzt dienstwillig einfügt, eifrig beflissen. Dem Gefühl innerer X.'ciTt enkgegenzuwirken, das jene Wendung nahelegt Tie Gesellschaft lüft cS an Anerkennung der Arbcits- letftung nicht fehien, iie versteht es, den Ehrgeiz des Individuums aiuuftndydn und seine Eitelkeit zu beschäftigen: auck» ersinnt sie nnt unermüdlichem Gijn Unteihaltungen und Zerstreuungen,Spiel, Sport uiw., die als Surrogate echten Lebens durch lcifanfd)aftlidK Erregung Augenblicks die X*c*rc des Ganzen verdecken möd)ten. Aber das Gefühl der Leere tKridx-udxm heißt nicht die Leere selbst überwinden: in aller künstlich erzeugten Erregung führeti die Seelen kein wahrhaftiges Leben, sind, sie innerlich tote Seelen, lind nun regt sich oft eine wehmütige Sebnfudit nach der Kindheit, nw das Leben in loeitem Ausblick vor dem Menschen lag, wo die Möglichkeiten sid) twch nidit eingeengt hatten, wo die Pulse kräftiger schlugen. Sdtliefclid) versagen die Kräfte zur Arbeit, es gilt einen Rücktritt von ihr, das Grersenalter beginnt. Tiefer Abschied von der Arbeit, die mehr und mehr zu einer Bürde- wurde, mag zunächst rote eine Erleichterung und Befreiung mieten, zur Freude wird ieltf die Ruhe, der harte Kampf erlifd)t, eine weidwre Stimnuina kommt auf, als unbeteiligter Zuschauer wird der Mensch geredeter im Urteil. Tas Greisenalter ist die Zeit der Kontemplation, aber die Kontemplation hat sich hier von der Produklion geschieden: so hat, waS hier an Weisbeit entsteht, einen matten und unmidtttxnen EHarateer, es ist mehr geeignet, das Scheiden oom Leb.n zu erleid«ern, als diesem nnditräglid) einen Wert zu verleihen. Tie Beleuchtung, die sein Verlauf von hier aus erhält, wird eher dem Pessimismus als dem Optimismus günstig sein. Tie Natur gab ledern von uns ein Kapital in das Leben mit, aber dies Kapital war begrenzt, und wir baden es allmählich ausgezehn: waS sollen wir nun iwch beginnen'? Wir falten mancfa Erfolge, aber sie liehen die -Seele vergessen und verkümmern, und sie selbst geraten in Unsicherheit, wenn Zweifel an einem Sinn und Wert des Lebens im ganzen erwachen, dem alle Arbeit des Einzclnen dient. Und wie sollten sie hier nicht erwachen'? Wir strebten von Augenblick zu Augenblick und hofften stets mit Errrickmng der nächsten Höhe den lohten Anstieg erklommen zu haben, aber immer wieder erschienen neue Gipfel und zwangen uns weiter und weiter zu wandern. Tos Loben kam nicht zu sich selbst und faßte sich nicht ein Ganzes zusammen; io batten wir den Strom der Zeit nichts entgegenyuieben, sondern trieben wehrlos mit ihm dahin. £m Hoffen und Harren auf ein Glück, das irgendwoher kommen teilte, entrann uns die Gegenwart und schließlich daS gmue Loben, es war mehr ein Suchen und Haschen nach Leben, ein Lebenwvllen, als wahrhaftiges Leben. Linewertvollcwaffensammlungim Berliner5eagl)aus. Durch eine Zuwendung aus dem Dispositionsfonds des Kaisers ist eS fam Berliner Zeughaus möglich geworden, eine hochbedeutende Waffensammlung zu erwerben, Deren Reichtum an mittelalterlichen Schwertern das Zeughaus in dieser.Hinsicht zu einer der aller= reichsten Sammlungen der Welt macht lieber diese wichtige Neu erworbung gibt Tr. P o st in den Amtlichen Berichten aus den Königlichen Kunstsammlungen ausführliche Kunde. Tie Sammlung stammt aus dem Nachlaß des ausgezeichneten Gelehrten Bietor Fav, der das ganze Gtebiet mittelalterlichen Kunst- und Kuiturledns durchforschte und die Ergebnisse f mtt wichtigen Sammlungen u id Studien in einem Qror.cn, u in nm Lcbz.itcn nur bis zum Buchstaben G ersdüenenei, lerikalen Hand- bud'e niiderlkgte. Nach seinem Tode ging der grösste Teil Der reidifalhgrn .'hinfhamnilung, die Gan in mehr als 20 übriges Samnilertäliflfnt .uiuimmcnncbradn butte, als Bfrmui. tnv> an Den Louvre über Ein,eine '.'Ibteilungin aber nnirben veritr.g« rt, Mninter auch die umfängliche Wajicwammlung, die ein Pc. u>r Waffen Händl er auskaune. Tiefe Sammlung, die runb 170 < '.icke zähll, darunter 40 Sdxtmn-, 45 Tolche. 30 Stangen und Scklagwai'scn, 18 Sporen, L schmiedeeiserne Gesdiützrohre und btei Helme, ist nun in den Besitz des Berliner Zeugdause.' gelangt. Tie Sammlung zeichnet sich nicht io durch hervorragende Steak von ho dem künstlerisdren Reiz aus, ald durch twllständige 'S nen von Waffen guten MiNriidüagcs. Besonders roidmg ist die Stbmerterfolge, die fast lückenlos die Entwicklui- v.-n der tränhidicn Spatba bis zum Renaffsaneesdui ert veranschaulicht. Tie sränkisdx- Spatha, die das älteste Suld Erstellt, füllt die empfindlichste Lücke in der Sdm>rrim"annnhing fa. Zen b.uifeS aus; sie ist eine vornehme Waffe, wie man auS d-.nn gut er fall cum Gesäß sehen kann, dessen Cisenteile früher noch mit edle ran Material geschmückt gewesen sein müssen. Vielleicht al. interessantestes Stück der (Sammlung darf ein frülyriymanildn..., bei Paris ausgegvabenes Scfawrt mit gut erhaltener Schcifa gelten, dessen stark verrostete und abg brochene Klinge fanilidx Spuren von TamaSziemng austveist. Mit dem Sdunert zusammen I mir ix die Oese einer silbernen EÄttelschnalle ausgegraben. u ren plumpe Pslanzenornamcnte aus vertieftem und vergoldetem Gninfa eine Tatierung in die vvrckristlidie Zeit wahrscheinlich machen. ToS Sd»rert aber kann nickst aus so früher Zeit stammen, fa die falb- kreisförmige Bildung des Knaufes die Waffe in d..-. 11 bis 12. Iahrfanderl weist. So must beim auch die^Annahme von (Wat) bezweifelt werden, der daS Schwett mit Ixt Schnalle in Zusammenhang brackste und es einem fricsisckxm Normannen auS der PZagerungszeit von Paris 885 in die Hand gab. (Sine Neifa sehr schöner Sckrvertcr mit feinen silbertauschierten Inschriften auf der Klingi- und schöngeschnittenen Sbtäuteit gehört dem 12. und 13. Jahrhundert an. Aus der großen Zeit von Scfavertern des 14. bis 16. Jahrhunderts ist eine fogennnnte Ochsenzunge bc^ merkenswert, eine derbgearbeitete nmchtiae Hausn ehr, bereu Sdwtt* beit auf ihrer Gebrauch.fähigkeit beruht Bon .> n 45 Solch-n, die vorwiigend dem 14. und Lj. Jahrhundert angelwr. n, gleicht xj't kein Stück dem anderen, und es entfaltet sich ein ‘-Hili* goti'cher irormircubiglett, bic sich an dieser leichteren Waffe freier au klebte als an dem ernsten Schwert. Einige dieser 'Tvlctzmesser sind ine Meisterwerke brr Waffenkunst. Unter den Sdwtzwaffni der Sammlung steht in ersa-r Linie ein gotisckxr Topfhclm, her bis auf das zertrümmerte Sctr ilcL ück gut erhalten ist und eine Lucke bet Zeugfanssammlung ausfüllt. In einem lebendigen Gegensatz zu diesem ungefüge kraftvollen Kopfschutz steht eine dem 16. ober 17. Iahrhunfart angehörige elegante türkische Kessel Haube, deren Hauplzierfa die iilbertamdiicr- ten breiten Schriftzeichen, deren Sinn noch nu'. entiitjer* ist, und die vielleicht ein bloßes Tekorotionselement bilden, üarit.'icn. $d}redensbilöer vom Leben in Tripolis. Bon dem traurigen Schauspiel, das jetzt dir Strafen von Tripolis bieten, entnnrft im Journal der in J"rip 'ckenfa französische Korrespondent Christian -Houel ftprccLic1 • tlfar „Ein Mrmat ist seit der Besetzung der Stabt Trivi lis curch die Engländer verstrichen. Man müßte jetzt eine ^rlanh btj Todes aufstellen können. Aber die italienischen Bebörden sind zweifellos angesichts der riefenfaften Hekatombe vemick.lercc Menschenleben vor dieser Ausgabe mrucfaeschreckt. Man schätzlk vor der Eroberung die Bevölkerung der Stabt Tripolis aus 40 000 Seelen. Man wird von dieser Zahl heute 10000 ataivfan müssen, und vielleicht bleibe ich dabei noch hinter der Wahrh.-ii zurück. Noch immer kehren die Totenwagen, die nnauSgcsqu bi*1 Su> »t durchfahren, hvchbeladen von ihrer traurigen Nerse zunick. Zu Beginn der Dfhipation vermochten sie ityrer Aufgab nid-4 zu genügen, und der Leiter des Aerztewesens ntui,te ringeitefan: ,Lch bin gezwungen, die Toten au' der Straste liegen z» lassen, da es unmöglich ist, sie alle fortziffckwffen." Täglich starben 400 Menschen. Man fat diese furchibaren Ste^eziffern unter der eingeborenen -’kfalfennig der 1 .ta zur Last legen wollen. Die Wahrheit aber ist, dost die meisten der Unglücklichen nicht an der Cholera, sondern Hungers starben. Lranen-^euilleton. Wenn Männer ihre grauen schlecht behandeln. Salomonische Urteile fallen die Richter in Amerika. In Cbi- ligt> kam l B. jüngst ein Gfaitreitiglcitdfan zur Verhandlung, wo e- (idi darum handelte, dast der Mann seine Frau angeblich schlecht Ikbfliibelt hatte. Tic Frau war zur Verhandlung mit ihrem Balm Ein schwierige» Problem. Radikale Krittter haben den Töchtern und Söhnen Alteng- lands oft vorgenwrfen, sie seien das prüdeste Volk der Erbe. Der von 100 Abgeordneten aus allen Teilen Englands besuchte Kongrest der britischen Sckmnmmklubs unb Wasser'Portvereine, der gegenwärtig in London tagt, scheint bas Gegenteil zu beweisen und deutet jedenfalls daraus hin, dast Englands Tamemvelt nicht immer so prüde ist, als ihr Ruf sie erscheinen läßt Ter »ongrest sah süh genötigt, sich sehr ringe fand mit dem Badekostüm far englischen Tarnen zu beschästigen, das nickü immer in Einklang mit der strengen Lebensauffassung aller Schwimmer zu sein scheint. Tie Vorsitzende des Darnenschwimmklubs von Brighton fühlte sich betvogen, aur dem Longrest einen Zusatz zu den Desnmmungen über ine Badetestüme zu beantragen, der eine heftige Auseinandersetzung und einen leidenschaftlichen Streit der Meinungen ennacktc. Der Antrag lautete; ,,Tarnen dürfen als Stoff zu ihrem Lafakostüm künftig mcht mehr Seide benutzen, und der Badeanzug must einen kurzen, wenigstens aber drei Zoll langen Aermri crfalten." Der Verband der Sckiwimnrklubs und Waisersportvernnc will mit dieser Bestimmung den in den letzten Iabren immer häufiger aufrreienfan Sritrfen „engherziger Serien" entgegen tret en. Tenn Altenglands schöne Töchter scheinen für ihre Kadekostüme mit Vorliebe besonders zarte und dünne Seidengewebe gen»Hi zu haben, die an Un» durcksichtigtent sehr viel zu wünschen übrig kiesten. Aber der radikale Vorschlag des Ta men i'dmrim mCute von Brighwn drang schliestlich doch nicht ganz durch. Auf allen Setten des grasten Saales der Memorial Hall sprangen die Abgeordneten auf, dem schmiegsamen Seiden ko stüm eriianoeu in der Schar der männlichen Schwimmer begeifert: Lobrcdner, und man einigte sich schliestlich barairi, dost nicht die Serbe an sich zu tadeln sei, sondern nur die mit ihr ort verbundene Turchficfargteit des Gewebes. Es emstand große Aufregung, als ein älterer Herr genauere 3uf3ämng darüber erbat, xocä man als burdflidgig betrachten dürfe, wo die Turchfichtigkeü beginne unb wo sie anffare. Schließlich endete die erregte Aus- Das £eben -es Menlchen. Don Geheimrat Prof. Tr. R. Eucken. Dieser Abschnitt, den wir der neuen Auflage ,9.-12. Taufend) ®n Endens Pucfa „Ter Sinn und Wert des Lebens" entnehmen, nag unseren Lesern eine Vorstellung geben von der tief iitnerluben DarilellungSweise des Jenaer Philosophen. Der Verlauf des Lebens durch die verschiedenen Lebensalter hindurch, wie die Grfaprung ihn zeigt, stritt sich als ein Auf- Zeigen unb ein Absteigen dar, damit aber alS ein überwiegender Seeluft, alS eine grofa Enttäuichung. Beim Eintritt in das Leben wird das Individuum Dom engen Greife der Seinignt steudig begrüstt und zärtlich gepilcgt, auch den Weg des Heran- ^vachsenfan befaren Liebe und Gute, und so wenig kleine Schmerzen '-nd Sorgen fehlen, sie stören die L> fansentiattung und die Lebens- lüft nicht wesentlich Ta die Tlbfangigkeit noch keinen Druck erzeugt, so entwickelt das Dndesaller einen Slanb farmlojni dstückes, zu bu trnb.n, eine etIstsch bildende straff des Lebens ist unverkennbar 'Ukt bei aller solckxw Leistung kommt im weiteren Verlauf fac . rben (hi einen kritiscfan Punkt, den am meisten kritischen Punkt dn/eri-s ganzen Toseins. Die Werrdung zur Arbeit zwingt, fas Auge aus die Leistung zu richten, und lenkt damit den Menschen tont eignen Innern ab, sie verlegt den Schwerpunkt des Lehens nein und mehr in fas Verhältnis zur Umgebung und macht fas Individuum »um Diener ihrer Wunsche. Das ergibt so lange feine sckstvere Verwicklung, als fas Feuer der Jugend noch anhatt sind das Werk fas Tages erwärmt: aber allmählich erlischt jenes tfeuer, es erschlafft mehr unb mehr bie Jugendkrast ber Natur, tntö eS fragt sich nun, ob, was fainit verloren gebt, irgendwie rrsetzbar sei. Damit aber ist der kritisckre Punkt mrirfrt unb steh das Leben vor einer Enffckteidung. Nur geistige Kraft oerman ixe fintenbe Natttr zu ersetzen, sie könnte es aber nur, wenn bu «dfhge Anregung, die an fas Individuum flam, in ihm genügend Liurzel geschlagen Hütte, um ein selbständiges Leben zu führen und hm stamvs gegen die Hemmungen aufznnehmen. Ties aber gc ' shieht, wie rin unbestreitbarer Augenschein zeigt, in den weitaus weisten Fällen nick'!, bas geistige Leben wirb nicht sowohl burch i sich selbst als durch fas Tricbn»erf des gesellschaftlichen Lebens ! e.ffrecht gehalten: fas aber besagt gerade nach unseren Tat» kgungai iMosern ritten schroffen Widerspruch, als fas Geistes- jlcheu im Selbständigwcrden der Innerlichkeit sein Wesen hat; tzird eS demgegenüber unter eine fremde Ordnung gebeugt, so als Ausnahme bekannt, nämlick der Richter Cleland in Chikaßo, I der felsenfest davon überzeugt ist, die meisten ehelichen Streitig* | feiten hätten ihren Grund m mangelnder Kochkunst der Ehefrau. Sobald nun dieser Richter über einen Fall zu entscheiden hat, wo die Frau ihren Gatten wegen „Grausamkeit" oder „Verlassen" vor Gericht gefordert hat, entscheidet er, zunächst habe die Frau ein paar Wochen lang für ihren Mann sehr gut zu kochen, unb wenn sic ihn eine Zeitlang von diesem Otesichtspuncie mt5 behandelt habe, könne sie ihren Fall noch einmal Vorbringen. Vor einiger Zeit soll dieser utervvürdige Richter übrigens 50 so entschiedene Fälle rum zweiten Male verhandelt haben, und das Ergebnis war, daß bei dieser zweiten Verhandlung in allen Fällen sowohl die Frauen wie die Männer bekannten, sein erstes, vorläufiges Urteil habe alle Streitigkeiten bei gelegt. St. F. jinf dem Arm gekommen, und das erste, was der Richter nun an* । erbnrte, war, daß das Bahn dem Vater zum halten übergeben , würbe. Das Kinb befand sich in. dieser neuen Umgebung an- , fcrincnb recht wohl, und hierauf sagte der Richter: „Ich sehe, < kic können gar nicht so ein schleckner Gatte und Baler sein. 3d) verurteile Sie alte dazu, jetzt mit Ihrer Frau nach Hause , p gehen und die nächsten vier Wochen hindurch werden sic Köen Mend zwei Stunden lang mit dem Kinde aus dem Arme auf* und abgebenHierzu ist zu bemerken, faß dieses Urtril einer Art Ebegerich! (Court of Tomestie Relations gefällt Mtbe, wie solche in vielen Staaten ber Union bestehen Ganz eigentümliche Straten vslegen, wie eine englische Wochenschrift erzäblt, bic lalifomifthen Richter auf Grunb be- knbacr Gesetze gegen „schlecküe Ehcmärmer" zu verhäng en. Cf in Ifbtmann, der in Kattsomicn seine Frau verläßt, mutz darauf c faßt fein, zur Straßenreinigung verurteilt zu werden, kincrlei ob er nun em Crgclbrchcr ist ober zu den Spitzen der besellschaft gehört. Tatsächlid) sind solche Urteile wirklich ickwn Erhängt und auch vollstreckt worden. In Lllabama, woher diew Gesetzgebung zu stanrntzew scheint, war früher sogar eine noch bittere Art der Bestrafung üblich: Männer, bie ihre »yrauen fähigen, mußten zur Strafe die Straßenreinigung übern'•hm en ober in schlimmeren Fällen in den Kohlengruben Zwangsarbeit verrick'ten. Ter erste, auf fan dieses Gesetz angewendet wurde, 2ar ein schwerreicher Juwelier, der an fas Üppigste Leben ge- Wöbnt war. Ter Richter behandelte ihn aber nicht anders, als der ärmste Arbeiter int. gleichen Falle bcbanbeli n»rben ttäre, anb ber Juwelier mußte einen ganzen Monat hindurch bie Straften reinigen. Einen humoristischen Beigeschmack Hat ein Urteil, bas ein itdjtcr in Brooklyn gegen einen schlechten Ehemann gefällt Haben teil, der feine Frau verlassen hatte. Tas Urteil lautete: ,,'od) »-'rurtrile isic, jede Woche mit Ihrer Frau unb Ihrem Jrinbc ftnen Ausflug nach Conen Island zu machen, sie täglich wenigstens ritmal zu füffen und ihr wöchentlich fünf Dollars zu geben, ferner müssen Sie ihr von Zeit zu Zeit einen Blumenürautz lTL:briugen. unb Ihrer Schwiegermutter dürfen Sie feine Ein* vi.ichung in den Hausbalt erlauben. Dieses Urtril bezieht sich tuf vier Wockxm. Wenn diese vorbei find, haben Sie hier bi tber zu erfcheincn, und wenn Sie das Urtril nicht befolgt klen, werden Sie wegen Widersetzlichkeit bestraft/ . . Tie meisten der amerikanischen Eherichter neigen dazu, ffcv I cxi die Sette der Ehefrau zu stellen. Nur einer von ihnen isti rinanbericBung mit dem Drichlusic, faß Enalcrnd-s Damen fünf zum Schwimmen nur Kostüme tragen bürrrn, „fan n S । m • durchfichtig ift7'. Damit ist freilich fas Todesurteil r jene ganz zarten, dünnen (Selbengeroebe gesprochen, bie sich bu brr bei ber badenden Damenwelt Englands einer ganz besonderen diebfa hrit errrniten. Aber bic schönen Englänfarinnen mögen sich famit trösten, faß es leicht hätte viel idjiimmer kommen können Tie w ise Mäßigung der Männer brachie wenigstens den Anttog, bie - kux - kostümc ber Tarnen mit Aerrneln zu Derfir, n, zu Fall, wenn auch im weiteren Verlaufe der Serhanblungni beschlossen wurfa, künftig Polowettkarnpfe an Wasser, bei denen bisher .Herren und Tamai gemeinsam kämpften, aufs Strengste zu verbieten. Neber die Lpeisegerüche in der Lüche. Wenn jemand zur Kochzeit an einer Küchentür vorubertkmmt unb es ziehen ihm seine Düfte, bie von kochenden Svrisen her- rüpren, durch bte Nate, so macht er urotMtlfirrlid) bre D.!.t Re ist, ist eine irrige, bi* auf Unkenntnis her pbnfifalifchen Vorgänge, bie sich beim Kochen ber Sfaiier ab* spielen, beruht. Es müßten, wenn dieser Satz richtig wäre, bic Speisen um so besser schmecken: je feiner es vorher beim Zubereiken m ber Lüche geduftet hat, aber -s ist leider fas gerade Gegenteil ber Fall. Je ftärter cs in ber Küche nach ben einzelnen Speisen buftcl, je mehr haben dicselben an vlnonm verloren und um so fader schmecken sie nachher. Beim Kochen auf dem .Vohlenherb, denen Fever nicht noch B^Xlri reguliert werden kann, verffüchiigen sich aber mdit nur bic aromatischen Teile ber Spriien, sondern, idäd noch schwerwiegender ist, es verdampfen auch die ^uhrialze, wodurch die Speisen an Nährwert bedeut end herabgesetzt rverben. Tiefer Umstand wurde bisher von der Hausfrau gar nicht gewertet: fic nahm es vielmehr bei ihrem alten tafaenbtrb als setbstverstandlich hin, faß beim Lochen auch ordentlich gedampft wurfa. Heute liegt der Fall anders. Wir hab n ifasfarfa, L> renTrenner genau auf tue nötige üwchtemperatur, fac mristens sogar einige Grade unter dem Siedepunkt liegt, einstellbar find, so i ß <■; möglich ist, die Sfaifen gar zu locken, ohne faß fas Geringste daran verdampft, wodurch denselben fas volle Aroma und btc Ncchr-- salze erhalten bleiben. Lücheiidampte entstehen nur noch bei einer unaufmerksamen Köchin. Konnten bie Verluste, so lesen wir in fam Kochbuch „T>e < '<_ Lche", von E. Ehrensberger, bie an Nährwerten bnre> t.e alte Lochmelhofa auf bem unvollkommenen Kohlcnherd ar eine Aufnahmestelle für Kranke geschaffen, aber darin konnten nur 100 Menschen Unterkunft finden. Hunderte und Tausende irrten und wankten in den Strafen umher, in den Moscheen und auf der Gasse fielen die Menschen zu Hunderten tot zu Boden, und die zahlreichen Totenwagen verlnochten nicht einmal die Sterbenden aufzunehmen. Die tägliche Abgabe vvn Brotrationen erstreckte sich nur auf eine kleine Zahl Bevorzugter: die übrigen aber, eine gewaltige Menge, die hilf- und ziellos durch die Stadt umher irrte, suchte gierig im Rinnstein nach Küchenabfallen, um wenigstens einen Tag noch den unvermeidlichen Tod zurückzuscheuchen. 'Der Anblick von Leichen und vvn Sterbenden auf der Straße ist so alltäglich geworden, daß man sich kaum noch darum bekümmert; man steigt über die Leichen und Sterbenden hinweg uird geht weiter, ohne sich umzusehen. 'Die rauchenden Ruinen von Casablanca mit ihren leichimbesäten Straßen haben niemals einen so grauenvoller! Eindruck erwecken können wie dies Tripolis von heute, wo Tausende vvn Menschen röchelnd auf dem Pftaster verenden. Gestern bin ich einem der unheimlichen Totenkarven auf seinem Wege gefolgt. |$/en ganzen Tag über ziehen sie schwerbeladen durch die Straßen. Vor dem französischen Restaurant unter den Arkaden, in denen die Basare sind, lagen vielleicht hundert menschliche Körper, in schmutzige Tücher und Lumpen gewickelt. Ein pestartiger Ber- wesungHauch ging von ihnen aus. Im Borübergehen sehe ich zwischen zwei LÄchen den Kopf eines jungen hübschen Mädck>ens sich aufrichten; die großen schwarzen Äugen aber liegen tief in den Höhlen, das Gesicht scheint nur noch aus Knochen zu bestehen, ich konnte den Anblick nicht ertragen. Sie macht eine Anstrengung, Um den gräßlich abgemagerten Arm zu einem Zeichen der Bitte emporzuheben. Hier ist es der Hunger, der mordet. Neben ihr, Unter einem zerfetzten Leintuch, bewegt sichs noch ganz leise: eine alte Frau; so schwach, daß man ftiPt, daß das Ende naht. Und auf allen Gesichtern liegt derselbe Ausdruck rettungsloser Verzweiflung, in allen Augen glüht dieselbe hoffnungslose Bitte: um ein wenig Nahrung, um ein wenig Hilfe. fDer Totenkarren Bleibt in der Straße halten, unmittelbar vor 'diesen Gruppen. Ein Araber betastet flüchtig die Körper. Wer sich nicht mehr bewegt, wird auf den Karren geworfen. Schon sind drei Leichen aufgeladen. iDann entdeckt man eine junge Frau inmitten von drei Kindern. Sie ist noch nicht tot, sie liegt in den letzten sZügen, sie hat nicht mehr die Kraft, ein Zeichen zu geben. Wie eine Feder nimmt sie der Araber empor und legt sie auf die Toten, wo. sie mit einem ftanglosen Seufzer niedersinkt, wahrend die drei Kinder ümsvnst nach ihr rufen. Jetzt liegen schon sieben Sterbende über den drei Toten auf unserem Karren; am ©rtbe der Straße wird man noch einen Leichnam auf den Haufen werfen und dann auf der Masse einher stampfen, damit die Ladung fest liegt und beim Fahren nicht herabfällt. Und diese grauenerregende furchtbare Arbeit wird seit einem Monat Tag Ur Dag verrichtet, ohne daß ein Erche abzusehen ist. Man wundert sich nicht mehr, daß die Sterblichkcitstziffer mit der Zeit zurückzugehen beginnt: die Zahl der Ueberlebenden ist ja so zusammen geschrumpft. Und doch kann man Ur diese Schrecken die italienischen Behörden nicht verantwortlich machen, sie haben getan, was iu ihren Kräften stand. Alle Kolonialkriege werden immer dieses Grauen unb diesen Schrecken nach sich ziehen. Als man vor einigen Jahren die herrenlosen Hunde Vvn Konstantinopel auf einer wüsten Insel aussetzte, ging durch Europa eine Woge echten Mitleids mit den armen Tieren. »Die Tausende aber, die in Tripolis hilflos Hungers sterben, gehen unter der vollkommenen Gleichgültigkeit der Kulturwelt zugrunde. Und so bleibt nur die Hoffnung, daß mit der Zeit, die alle Wunden heilt, auch auf diesem mit so viel Blut getränkten Boden die Zivilisation sich ausbreiten möge und daß künftige Geschlechter ohne Gewissensbisse im Schatten der Palmen die (Segnungen des Friedens und die Freuden des Lebens genießen dürfen." e”."!!’-!.’!!__LJ!!! '"■l".1.".-1. —11 ।___LL Vermischtes. kf. Kinematograph und Schauspieler. Im letzten Jahrzehnte hat sich den Schauspielern eine neue, recht unerwartete Einnahmequelle eröffnet. Der Kinematograph hat, wie man weiß, auch die Schauspielkunst in ihren Dienst genommen, und die Summen, die beliebten Bühnenkünstlern dafür gezahlt werden, daß sie vor dem kinernatographischen Apparate spielen, sind sehr erheblich. Zu den beliebtesten „Erzentrikwmikern" von Paris gehört Max Dearly, der an den „Varietes" angestellt ist. Ihm zahlt eine Kinematographengesellschaft jährlich die Summe von 4800 Mk. allein dafür, baR Dearly, die Verpflichtung übernimmt, für keine andere Gesellschaft zu spielen und zum Zwecke ihrer Aufnahmen immer zur Verfügung zu stehen. Dieser Vertrag ist dadurch öffentlich bekannt geworden, daß die Gesellschaft sich kürzlich geweigert hat, die zweite Rate der fälligen Summe an 'Dearly zu b zahlen. Sie hatte ihn nämlich im verflossenen August aufgefordert, vor ihrem Apparate zu spielen. In dieser heifren Jahreszeit aber war Vüchertifch. — Eine überaus praktische Neuheit ist Griebens Steife» Notizbuch 19 12 mit einem kleinen Wörterbuch in vier Sprachen in biegsamem Leinenband (Grieben-Einband) mit Bleistift, Teckü- tasche und Gummiband. Verlag von Mbert Goldschmidt, Berlin W. 35. Griebens Reise-Notizbuch dürfte als ein in seiner Art wohl einzig da stellender praktischer Reisebegleiter zu betrachten sein. Äußer einem Kalendarium und kurzen Abschnitten: Gepäck- rarif, Zoll, Paß, vergleichende Geldtabelle, cr|te Hilfe bei Unglücks fällen, Reisebureaus, Versicherungen für Unfall und Gepäck, Reichs bankplätze usw. enthält das Buch eine Anzahl Notizblätter, sowie ein 28 Seiten umfassendes Wörterbuch in deutsck>er, französischer, englischer und italienischer Sprache. Uebevaus praktisch sind ferner die perforierten Wäschezettel, die so eingerichtet sind, daß man sie leicht ausfüllen und sich gleichzeitig eine Kopie zurückbehalten kann: auch die perforierten Nachsendungsformulare für Briefe, übersichtliche Tafeln für Ausgaben, Adressen und Geschenke, ein, praktische Aufstellung über alles, was man auf die Reise mitnimm! (zugleich als Kontrolle, was wieder zurückgebvacht werden mußf und vieles andere, entsprechen durchaus dem Bedürfnis des Reisenden. — Tas literarische Echo. Halbmonatsschrift für Lite» raturfreunde (Begründet von Tr. Josef (Sitlinger. Herausgegebcn von Tr. Ernst Heilborn. Verlag: Egon Fleischel u. Co., Berlin W. 9). Tas 2. De-.emberheft ist weben mit folgendem Inhalt erschienen: H. Lilienfein: Sören Kierkegaard. — Monty Jacobs: „Deutsche Stilkunst". — Egon Freiherr v. Kapherr: Ter Schamane. — Sigmar Mehring: Ein ftanzösisck^er Denker und Dichter. — Kurt Martens: München. — ... Kteistgedenk- blätter. — Echo der Zeitungen und Zeitschriften. — Echo des Auslands. — Echo der Bühnen. — Kurze Anzeigen. — Notizen. — Nachrichten. — Ter Büchermarkt. — Das lustige Salzerbuch. Im Verlag vvn A. I. Benjamin in Hamburg hat Marcel Salzer, der ja auch hier wohlbekannte und hochgeschätzte Bortragskünstler, eine Auswahl seiner Vortragsstücke herausgegeben, die gewiß manchem Freunde seiner weiteren, urspringlichen Kunst willkommen sein wird. der Schauspieler nicht in Paris, und in dem darüber entstandenen Prozesse erklärte er dieser Tage vor Gericht, es sei unsinnig und unbillig, vorauszusetzen, daß ein Mann von seiner Stellung sich im August in Paris aufhalten werde. 'Das Gericht betätigte bteie Auffasftmg, die Gesellschaft muß zahlen und Herr Dearly braucht auch in Zukunft nicht des Kinematographen wegen während der heißen Jahreszeit in den Mauern von Paris zu ichmachten. lf. Was den Amerikanern die Tuberkulose kostet. Ein amerikanischer Statistiker wirst die Frage auf, wie groß die wirtschaftliche Schädigung der Bereinigten Staaten durch die Tuberkulose ist. Er rechnet damit, daß in den Vereinigten Staaten alljährlich 200000 Menschen an der Tuberknloie sterben: für jeden setzt er als Wert ein Kapital von 8000 Dollars an, und nach dieser etwas eigentümlichen Rechnungsart schädigt die Tuberkulose die Vereinigten Staaten um 1600 Mcklwnen Dollars gleich 6Vs Millionen Mark. kf. Was man in der Seine fischt. An manchen Stellen ist die Seine ein wahres Anglerparadies, an anderen jedoch gerade das Gegenteil. Wer in Paris einen Mann mit der Angel an der Seine stehend findet, sieht vielleicht mit teilnahmsvoller Neugier zu, wonach der Unglückliche angelt, und wenn et nach einiger Zeit sieht, wie dieser nicht einen tfifa), solchem eine Katzenleiche herauszieht, lächelt er schadenfroh. Ties Lächeln ist etloas voreilig, denn eine aus der Seine herausgefischte Katze kann, wie der Gaulois meint, unter Brüdern ihre zwei Franks wert sein, also mehr, als ein Fisch von erheblicher Größe. Tas Wertvolle an der Katze ist natürlich ihr Fell, das zu Pelzwevk verarbeitet wird. Tiefe Art der Fischerei scheint in der Seine nun nicht gerade selten zu sein, Ivie aus einer amtlichen Aufstellung über das heroorgeht, was im letzten Jahr in der Seine und der Marne an Tieren „gefischt" worden ist, die nicht zu den Fischen gehören. Es waren nämlich: 6255 Hunde, 715 Katzen, 885 Ratten, 350, Hühner, 90 Tauben, 41 Enten, 255 verschiedene Vögel, 135 Kaninchen, 140 Ferkel, 17 Ziegen und 25 Hammel! * Ter Zorn der Dichterin. Die englisch-italienische Tichterin Anni Vivanti veröffentlicht in der „Times" ein Strafgedicht gegen die „Verleumder Italiens", gegen „die Fremden, die aus den nordischen Landen kommen, um Madonna Italia, wenn sie festlich geschmückt ist wie eine leichtfertige Schöne, die1 zum Tanze geht, zu umschmeicheln und mit Liebesseuszern zu verfolgen, in den Stunden der Not und der Trauer aber sich von dem Liebchen verächtlich und kalt abwenden und, ohne an ihre eigene Schuld zu denken, verleumden und verdammen." Tiefen bösen nordischen Liebhabern der Madonna Italia werden die eigenen Söhne der schönen Frau gegenübergestellt, die es umgekehrt machten: während sie in den Tagen des Glückes an der Mutter allerlei auszusetzen haben und tadeln und mäkeln und schmälen, halten sie in schlimmen Zeiten treu zu der Aermsten und beweisen ihr so, daß die wahre Liebe nur bei ihnen ist. Wenn aber Madonna Italia Äs neuen Schmuck den goldenen Halbmond im Haar tragen wird, ioerben auch die nordischen Schmeichler sich wieder einstellen und ihr wieder viel Schönes sagen. Tie vornehm denkende Dame wird ihnen dann wohl die Tür ihres Hauses öffnen, ilyr Herz aber nimmermehr — — „stolze und verletzte Italia, dein Herz nimmermehr!" — Na also, — nun wissen wir wenigstens Bescheid. * Altägyptische Haarwuchsmittel. „Knete sechser-1 lei Fett zusammen: Fett vom Löwen, vom Nilp'erd, vom Krokodil, von der Schlange, von der flalje, vom Steinbock I" So lautet ein altägyvtifches Rezept zu einer Haarwuchspomade. Obwohl im alten Pbaraonenlande die Verrücke eine große Rolle spielte, wollte man aus schönes, starkes, eigenes Haar anscheinend durchaus nicht verachten Ständig wurden haarstärkende Mittel ausgeprobt und manche Jnschristen verraten uns, daß ein in Honig zerstoßener Eselszahn am meisten geschätzt wurde. Eine ägyptische Königin schrieb allerdings Langohrs Hul eine größere Wirkung zu als seinem Zahn und sott darum Eselsmße zusammen mit vunde'üßen und r aitelkörnern in Oel zu einer Prachtpomade. Als die letzte Rettung bei Haarausfall galt wohl allgemein Gazellenkot mit Sägespäneii, Sei und Nilpferdfett. Nicht nur das eigene Haar scheint aber den ägyptischen Schönen am Herzen gelegen zu haben, ihre Gedanken beschä'tigten sich vtelmehr auch stark mit der Lockenpracht der Feindin und Nebenbuhlerin. Fretuidlicher Natur waren diese Gedauleu natürlich »richt, sondern strebten eifrig nach der Erlangung eines Mittels, mit dessen Hilfe man „Verhaßten das Haar ausgehen lassen" konnte. Solche Drittel stellten ein Wurm namens „anart" und eine Blume namens „sepet* dar. Wenn man diese in Cel sott und sie dem Gegenstände seiner Abneigung aufs Haupt praktizierte, so erkrankte die betreffende Person an Haarausfall. Glücklicherweise gab es aber ein auS geriebener Schilokrötenschale und Nilpferdiett be- nehendes Gegengift, das — wenn es rastlos zum Einreiben benutzt wurde — solche Tücke unwirksam machen konnte. ♦ Gute Auskunft. Fremder: „Hält der Zug hier so lange, daß man ein Schnitzel verzehren kann?" — Geschäftsristsender: „O, gewiß!" — Fremder: Sie kennen wohl den Fahrplan genau?" — Geschäftsreisender: „Nee — aber die Schnitzel * M ißverständnis: Lotterie Kollekteur: „Sv, hier ist das gewünschte Los. — Nun macken Sie aber endlich einmal, daß Sie herauskornmen." — Kunde: „Na, solche Grobhett ist mir denn doch noch nicht vorgekommen." ite »vuonn kennen die Vorzüge von PallTtlft (Pflanzenfett) und Palmona (Pfianzen-BufMr» Margarine) ab Spelfefett und ah Brotaufftridx Diele Pro« dukte Und von abfotuter Reinheit, leicht verdaulid) (kein flufltoßen, kein Sodbrennen I), lehr preiswert und gän» Udb fed von tietlichen Fetten. - Man vermeide die zahb IPrfffithfehl reichen Nachahmungen, betrachte ihr Vorhanden» Idn vielmehr als einen Beweis für die varbHdlkhe Qualität unterer Produkte. H. Scbllndt & Cie. 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Kaufen Sie nur bei solchen Firmen die die versprochene Garantiezeit auch überdauern. DM" ‘ ‘ stM« * , Irojen" erlel Operngläser Feldstecher Nte Militär, Meile und ?lagd mit bester Optik. FM WM [7290 Jünglinge und ypo raten, Mi ■ eehtung und eine teitung ist leicht «nn kann ein Ii Eine große : kinematogro El sehr gute F nunliiisscn in a> ni Frage- und A ?che fönritfihnig M einer eleßri yl|M dann blc Wuchtige kleine '1-aöachte Vorn Hvcherkegelbahnen mi Au,- und Abl N^^kleine rich sntichast hitjien Krone abe J« neuen Erfind Winmensten ist ft und, gleiche pf ootmen Sjt Mderbesch Grösstes Lager feinster Möbel für Herrenhaus sowie in einfachster Ausführung für Arbeiterheim Stets Eingang ne“e™“er eigenen und Entwürfen bedeutender Architekten für ____