Nr. 259 Erstes Blatt 16J. Jahrgang Mittwoch, 11. Oktober 1911 Der Slthrnrr Anzeiger erscheint tätlich, ander SonntaqS. — Beilagen: viermal wöchentlich SirbenerZamllienblätter; zweimal ivöchenll.Nreir- dlatlsürdenNreirSieben wirtschaflliche Zettkragen Ferniprech - Anschlnsse: WZW General-Anzeiger für Gderyessen h^na, ca, ka unD botou, wörtlich Holzschuh, bedeutet, grobes Schuh- roert und gleichfalls Hemmschuh für Karren. Tas Handwerk des Holzschuhmachens hieß schon früher Sabotage. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts wurde dem Wort auch nur diese Bedeutung bei gelegt, -tonn wurde die mit Der Techsel, dem Werkzeug des Holzschuhmachns, 'Saboteurs, verrichtete Arbeit an der Techselung ^olilchwellen sur Eisenbahnen auch Sabotage genannt. Tas ilt die ^er|te technische Anwendung des Wortes „Sabotage" im guten 'Sinn, -tte Bedeutung von schwer tanzen, plump aus- areteit ober gar eine Arbeit wegen Ungeschicklichkeit verpfuschen, finden wir schon bei einigen Schriftstellerti des 13. Jahrhunderts; aber nur im verächtlichen Sinne. Erst durch bie organisierten Arbeiter Der letzten Jahrzehnte hat das Wort Sabotage Verwcn- Smng. gesunden als Bezeichnung sür schlecht verrichtete Arbeit, die ne aussuhren, um an gewissen Arbeitgebern tückische Rache ?u nehmen,^obne ähr Verantwortung gezogen werden zu können, ^u diesem tstnne kritisierte auch der Pariser „Lichtkönig" Pataud La- letzte Theaterstück des Mitgliedes der Acadcmie Francaise, Äourget, mit Der „iotiüierung, daß Die Arbeitergestalten Bourgcts leine richtige Sabotage aussühren. Eine Zerstörungswut, sagte ^ataub, sei keine Sabotage mehr und würde Dem Arbeiter ge- tjprlidjer als Dem Arbeitgeber, ba dieser ihn zur Verantwortung Stehen könne. Man kann Sabotage eine zum System erhobene Sorglosigkeit nennm, welche der Arbeiter durch Den Zusall enrschul- SeV?nn,- xie j^niltung dieser tückischen Gesinnung erfordert also Uebcrlegung, Um'icht und Mäßigung in der Bosheit. Tes- fallen auch Die „Saboteure" bald aus Der Rolle, wenn sie ui tcr Litze des Kampfes und des Streikes an Die direkte Zer- llorung ton ossentlicyen Einrichtungen gehen. Tiefe Wurerschei- rrungen 'ind nicht von Tauer, und können gesetzlich geahndet werden. Dagegen ist Der Arbeitgeber beinahe machtlos gegen tückische, feige Sabotage. Der Bäckergeselle wirft eine Handvoll Sand in den Teig — '21 erger Des Meisters über das Wegbleiben der Kunden. Jin Maschincnrauin „fällt" so viel Staub in Das Schmieröl, daß alles heißläust und stillftehen muß. Bei der Montierung einer großen Maschine wird eine kleine Schraube vergessen oder eine halbgebrochene venvendet, Damit viel bezahlte Zeit verloren geht, wenn man nachher Dem Ucbel nachsorscht. Bei der Eisenbahn genügt cs, einen Draht halb zu durchschnetben, Damit ein Beamter, sobalD er das Ucbel entdeckt, alles zum Stehen bringen muß. Ter Saboteur will fein Unglück herbeisühren, "will nur Störung, '21 er g er. Leider ist eine Störung oft die erste Ursache eines Unglücks. Mit Sabotage beabsichtigen aber die Arbeiter nicht nur Rache zu nehmen, sondern auch weniger Arbeit zu leisten und mehr^Lohn zu erhalten, wenn der Arbeitgeber mürbe gemacht ist. Sabotage wird angeordnet, um einen renitenten Arbeitgeber, Den man durch BoykoNieren nicht ge- Tügig machen konnte, durch schlechte Arbeit oder durch Herbeiführung unwirtschaftlicher Umstände zu zwingen, sich den Gewerkschaften zü unterwerfen. In dieser Hinsicht ist Sabotage auch eine Kraftprobe in Den modernen sozialen Kä-npsen. I. le Bihan. 9. vv.v UVll Schumann lecher für die — GießenerStadttheater. Tie Kinder der Exzellenz, Der bekannte Roman Ernst von Wolzogens, den der Versa,ser in Gemeinschaft mit W. Schumann leider für die Bühne bearbeitet hat, umerhielten gestern das gut besetzte Haus ein paar stunden lang. Tte jlatt durchgearbeuete Vorstellung, Die Herr Bakof leitete, hatte Schwung, und die Darsteller waren alle vor leichte Ausgaben gestellt. Tie Klischeesiguren der beiden verantwortlich zeichnenden Verfall er verlangen nichts weiter als durchschnittliche Mittel, um zu wirken. Erfteulicherweise erhoben sich einzelne Leistungen aber bedeutend über das erforderliche Maß. Herr Ba kos war cnn prächtiger, bärbeißiger Maior, Der nur im Gang ^ein wenig unmilitärisch war; un übrigen hatte ihm Die faule vriedensznt seinen Soldatenhumor treu bewahrt. Herr Kaiser radbrechte seinen Normann mit Geschick und Dernpera- ^nt, Herr G u h n e li^te seine Schwiegertochter unermüdlich, J -"och Vorschrift die Hacken zusammen und war ^Uerlemnam nur ein wenig „gewichtig", und auch alle Die anderen hatten ihren lebhaften Ameil am (Milden, Besonders twch Fräulein de Brupn als liebliche Trudi und Fräulein De la Ehapelle als Asta. Fräulein Brehm war eine besorgte Mutter, Herr Rappeport ein blutjunger, glücklicher Bräutigam, Herr Volck ein wackerer Diener unD Herr Großer ein zutraulicher Verleger. Tie Harmlosigkeit unterhielt die Zuschauer, die nicht mit ihrem Beisall kargten, anscheinend sehr gut, und auch am Schlüsse mußte sich der Vorhang noch mehrmals heben. — Fridtjof Nansen feierte am 10. Oktober in seinem Heim am Kristianiafjord feinen 50. Geburtstag. Für seine Entwicklung bezeichnend ist, daß er, kaum 20 Jahre alt, als ein echter Nachkomme der alten Wikinger seine erste Eismeerfahrt auf dem Seehundsfänger „Viking" unternahm. 1888 und 1889 führte er die allgemein bewunderte Turchquemng Grönlands aus Schneeschuhen aus. Turch seine Expeditwn hm Nansen der Benutzung des Schneeschuhs auch in Mitteleuropa Bahn gebrochen. Aus seiner großartigen Expedition auf der berühmten „Fram" in den Jahren 1893—96, die er in seinem klassischen Buche „In Nacht und Eis" beschrieben hat, bewies er, daß um den Nordpol kein Festland sich ausdehnt, sondern eine ungeheure über 4000 Meter tiefe Tiefsee; er machte damit all den Fabeln, die auch in der Gelehrtenwelt im Schwange waren, endgültig ctn Ende. Seiner Liebe zur Erforschung der Polarländer blieb er treu, auch während er norwegischer Gesandter in England war xjcfct erscheint von ihm ein epochemachendes Werk „Nebelheim" bei Brockhaus. Nansen entrollt darin ein grandioses Gemälde der unbekannten Entdeckungsgeschichte der nördlichen Länder darunter auch Deutschlands. — Kurze Nachrichten aus Kunst- unb Wissen- [ajaft Im Oktober gibt Hugo von Hosmannstal im Insel- Verlag einen Band gesammelter Werke heraus, der seine gesamte Lyrik, die Vorspiele und die kleinen Trarnen, darunter „Tor und -tob", „Die Frau im Fenster", „Der weiße Fächer" usw enthalten wird; das Buaj wird z tucarf tonen. — Ausstellung }u iojia 1912 Tte internationale Ausstellung in Soüa ? croTmct und am 31. August (13. Sep» tember, 1912 geschlossen. Xie Ausstellung wird sämtliche Er- zcugniisc der Industrie, d?s Handels, der Landwirtschaft Dei jiunit, des Unterrichtswesens, der Gesulipheitslehre, Der Nab- rungsmtttel ynD des Lportwefens umfassen. " , aHr nahmt worden waren, sind alsbald wieder frei gegeben worden. Die italienischen Behörden stellten fest, daß trotz ihrer Zugehörigkeit rur feindlichen Nation bei ihnen die Bedingungen dcS uttcr» nationalen PriscnrechtS, nach denen sie als Prsie bcttachtct werden könnten, nicht zutreffen, Eine Seeschlacht? 1 Rom, 10. Ott. In der letzten Nacht lief daS Ge- -Lücht um, daß ein Kampf zwischen italienischen '©djiffcn und türkischen Torpedobooten, die 'auf der Fahrt nach dem Roten Meer begriffen geioesen wären, stattgefunden hätte. Das Gerücht ist von „Vita" und „Mefsagero" mit Vorbehalt wiedergegcben worden. :.(Sine amtliche Bestätigung liegt nicht vor. Die Durchfahrt durch die Dardanellen. K o n st a n t i n o p e l, 10. Okt. Die Pforte beschloß, die Durchfuhr neutraler Getreidedampfer durchdieMeerengenzu gestatten, falls die Dampfer nicht nach italienischen Kriegshasen bestimmt sind. — Die Vs orte erläßt aus Grund der Londoner Konvention, der die Türkei nicht beigetreten ist, eine Verordnung betreffs Kriegskonterbande mit gewissen Aenderungen. Hicr ist ein Prisengericht eingesetzt worden. Die Maßregeln in Konstantinopel. Konstantinopel, 10. Okt. (Sin Zirkular des Justizministeriums an die Justizbehörden enthält genaue Anweisungen über die Behandlung der Italiener auf Grund des Völkerrechts. Tie Instruktionen gelten bis zum Friedensjchluß. Zufolge einer Anfrage der Katasterverwaltung bejchlvtz der Ministerrat, daß während der Dauer des Abbruchs der Beziehungen Italiener Immobilien nicht erwerben dürfen. „Jeni Gazelta" erfährt, daß der im Hinterlande von Tripolitanien ansässige Scheit N u s s i den Italienern den Heiligen Krieg entarte. Der Sultan ließ den Blattern zufolge Imam Iabia für das Angebot, 100000 Mann für den Heiligen Krieg gegen Italien stellen zu wollen, seine Befriedigung aus,prechen. Auch der Großwesir antwortete dankend und fügte hinzu, die angebotcne Hilfe sei vorläufig unnötig. Die Antwort der Mächte. Konstantinopel, 10. Okt. Brie verlautet, find die bis gestern abend einaetroffenen Antworten der Mächte auf den letzten Schritt der Pforte bezüglich Tripolis in dem Sinne gehalten, daß die Mächte sich über die Anfrage der Pforte ins Einvernehmen setzen werden. Der Beschluß über die Ausweisung der Italiener soll der Kammer unterbreitet werden, weil die Regierung die Verantwortung für eine so schwerwiegende Angelegenheit nicht allein Übernehmen will. Eine Kriegskarte der Mittelmeerlander ist noch im Verlag von Earl Flemming in Berlin erschienen. Sie enthält in zwei größeren Uebersichten die Gebiete um das gesamte Mittelmeer und die Länder von Nordafrika mit ganz Tripolis, Tunis, Algerien und Marokko. Auf Nebenkärtchen sind die wichtigsten Häfen und Städte sowie Albanien dargestellt. Sine Rede bc3 englischen Krieg?minister?. London, 10. Okt. Der K r i e g s m i n i st er hielt in .Aberdeen eine Rede, in der er ausführte: Wir machen eine Krisis durch, die ohnegleichen in den Auswärtigen Angelegenheiten da st eh t. .Möchten wir doch nicht andere Nationen kritisieren, sonsern lieber ihr Vorgehen mit Teilnahme verfolgen. Wir waren die ersten auf dem Plane und eroberten große Teile des bewohnbaren Erdteils. Da Deutschland und Italien um 100 Jahre zu spät entstanden, hatten sie nicht die gleichen Vorteile wie wir. Wenn sie den Wunsch gehabt haben, sich auszubreiten, so war doS ihre Sache, darüber zu urteilen. Wir waren geneigt, in unserem Urteil über die Schwierigkeiten anderer Nationen ziemlich engherzig zu sein, doch bleibt die Tatsache bestehen, daß wir auf unsere eigene Sicherheit bedacht sein müssen und daß wir berechtigt sind, an unsere eigenen Interessen benfen. Grey erhielt den Frieden fast sechs Jahre, wir sind bestrebt, diesen Rekord zu bewahren. Deutsches Netch. Das Kais er paar und Prinzessin Viktoria Luise sind iDrenstag früh im Sonderzug von Groß-Nominten nach Königsberg abgefahren. In Königberg trafen das ^Kaiserpaar und die Prinzesiin Viktoria Luise Dienstag 'nachmittag ein. Der Kaiser fuhr durch die flaggengeschmückten Straßen zur Kaserne des Grenadierregiments „König Friedrich Wilhelm I." Nr. 3, wo im Offizierkasino i,Frühstück stattfand. Um 3.10 Uhr erfolgte die .Abreise der Mafestäten nach Hubertus stock. Dem Vernehmen der „Nordd. Ällgem. Ztg." nach ist als Nachfolger des für Wnchen bestimmten Wirkl. Geheimen Rats v. Dreutler aus dem Gesandtenposten in Christi ania der bisherige Botschaftsrat in Wien .Graf Obersdors in Aussicht genommen. | Der Staatssekretär bed Rcichsiuui^amts Dr. LiSco hatte eine längere Besprechung mit den Mitgliedern des Strafprozeß-Ausschusses über die Frage, ob in die weitere Beratung der Strafprozeß-Novelle in der kommenden Sitzungsperiode des Reichstags noch cingetreten werden könne. Nach der Ansicht maßgebender Persönlichkeiten dürfte die Verabschiedung der Strafprozeß-Novelle schwerlich in der letzten Sitzungsperiode dieses Reichstages erfolgen. In den W i n t e r k u r s e n der Bereinigung für staatswissenschaftliche Fortblldung, die in Berlin statt,mden sollen, wird der frühere Staatssekretär des Reichskolonialamts Dernburg im Dezember Vorträge Mer seine Reiseerfahrungen in Korea und CHma halten. Die sozialdemokra tische Fraktion brachte im Reichstag drei Anfragen ein, eine wegen des Standes der Verhandlungen bezüglich oer Marottofrage, eine zweite wegen der Teuerung der notwendigen Lebens- und Futtermtttel, die dritte wegen angeblicher Verstöße seitens der Behörden gegen den Wortlaut des Vereins- und Versammlungsgesetzes. Vom Internationalen Komitee der Baum- tvollspinner und Webervereinkgungen, das am Dienstag in Benin 7ug'e, wurde beschlossen, daß im Jahre 1912 eine Studienreise der Baumwvlllndustriel- len nach Aegypten unternommen werden soll. Ferner wurde der Entwurf eures einheitlichen Kontraktes für den Einkauf von Rohbaumwolle vorgelegt und genehmigt. Nachmittags fand noch eine Sitzung des Sonderausschusses zur Einführung des einheitlichen Baumwoltkontrattes statt. Bei dcn Nachwahlen zum olbcnburgischcn Landtag wurden im ersten Wahlgang gewählt: Oberbürgermeister Tappenbach, Ratsherr Wessels, Srof-ssor Dnrstshosf. Alle drei sind Fortschrittler. Dieser Erfolg der Fortschrittler ist darauf zurückzuführen, daß die Sozialdemokraten mit ihnen zusammengegangen sind. . . _ In Karlsruhe wurde nm Dienötaa die 8. Deutsch- nationale Konferenz zur Bekämpfung o e 5 Mädchenhandels mit einer gut besuchten öffentlichen Versammlung eröffnet. Der Vorsitzende, Neichstagsabg. Exzellenz v. Dirks en, begrüßte die Erschienenen und ging dann auf die Geschichte der Bewegung ein. Er kennzeichnete die Ausgabe der Organisation unb beleuchtete bas Wesen beS Mädchenhandels. Major a. D. Wagener sprach sodann über die Bordells, deren Beseitigung er fordert. Sodann sprachen Monsignore Dr. Wortmann und Pastor Günther über die Mädchenfürsorge von katholischer und evangelischer Seite. Am Mittwoch findet die Hauptversammlung der 8. Deutsch-nationalen Konferenz statt. Tie „Vossische Zeitung" meldet aus Dessau: Die Konservativen stellten für den WahlkreiSBernburg - Balle n- [tebt den Generalkonsul a. D. Irmer in Den au als R-ichStagS- fanbiDatcn auf. In bt i e i fand am Dienstag abend eine große Versammlung dcS v'l o t t e n v c r c i n § stall. Der Präsident bcS Deutschen FlottenvercinS, Großadmiral von K ö st e r, gab seine Ansicht über die Flottcnvermchrung kurü). Seine Rebe weckte lebhaften Beifall. Am Schlipse der Versammlung wurde ein Telegramm an den Reichskanzler abgesandt, in dem die dringende Bitte und der lebhafte Wunich auSgeiprochen wird, die Wehrmacht zu Wasser weiter auLzubaucn und cntiprcchendc Vorlagen noch ftir b„n Haushalt des Jahres 1912 den gci-tzgebcndcn Faktoren zugehen zu 1 a i icn. ArrsLaird. Ans Hank au wird gemeldet: Im Zusammenhang mit der Entdeckung einer Bornbensabrik auf einer ru,sifchen Besitzung wurden zwei Personen verhaftet. DaS Wirtschaftsgebäude war Mit Anlagen für die Herstellung von Nitroglycerin und Dynamit versehen. Eine aufaefundene Laudlarte zeigt, daß ein A n g r i f f a u f Wuchang beabsichtigt war. 28 Revolutionäre wurden in einem chcnesiichcn Gasthaus zu Wuchang üertjajiet und vier vor bem Wernen deS VizetönigS enthauptet. Wie auS Perrng iwü) gemciü-t icito, sind Szetschuan und die Swdl I a t | d) u l u i n b von den A u fständische n eingenommen worben. Zn bei- Provinz yuennan |uib die Negiecungstruppen geschlagen worden.__________________________ Ans Stadt rind Land. Gienen, 11. Ottober 1911. Ta^eSkalcnber für Mittwoch, 11. Lft. Stadt- theater: „Ter Aieister von Palmyra". Anfang 7 Uhr. •• Lehrcrpersonalien. Ucbertrag en mürbe bem Lehrer Ang. Lift zu Ensheim eine Lehrcrstcllc an der Ge- mciudcschule zu Langen. ** Elscnbabn-Personalien. Ter Eiscnbahn-Ver- kehrSinspektor Friedr. Will). Löhr, Vorstand deS Elsenbahn. BcrtehlSanlleS Gießen, ist in gleicher Eigenschaft nach Köln versetzt. " Ein Blumentag zu Gunsten deS Eisenbahn- Töchterdorts unb des Christianenheims Ersiwt. Von, 16. bis 18. Oft. findet im Bereich der preußisch-hessischen Staatsbahnen für Erweiterung des Christianenheims ein Blumentag statt. Tann werden von Elsendahnertöchtern an die Eisenbahndediensieteli Blumen und Postkarten verkanft werden. Ten Blumen Verkäuferinnen ist dann der Zutritt zu sämtlichen Anlagen und Gebäuden der Staatsbahn ge- jiattet, zu allen Behörden, Aemtern, BureauS und Dienststellen, zu den Stellwerken, Weichensteller- und Bahnwärterhäusern, zu den Aufenthaltsräumen des Lokomotiv- und Zugpersonals, zu den Bahnhöfen, Güterabfertigungen, Kassen, Werkstätten, Lokomoliv- und Wagenschuppen, auf den Bahnstrecken, in den Blockstationen, in den Magazinen kurz im ganzen Bereich der StaatSbahiien. Da oct der Eisenbahn mehr als eine halbe Million Beamten und Arbeiter in Betracht kommen, so kann man einen reichen Erfolg erwarten. ** Das Wasserwerk der Provinz Oberhessen bei Inheiden hat gestern mit der Wasserlieferung an die Stadt Frankfurt begonnen. ** Dic Zahl der Landtagswähler im Kreis Gießen, foioeit er in diesem Jahre an der Wahl beteiligt ist, beträgt 13 434. Hiervon sind 4834 Wähler über 50 Jahre alt und haben sonach die Berechtigung, zwei Stimmen abzugebcn. Bon oen 3602 Wählern der Stadt Gießen Haven 1192 zwei Summen. ** I n das alte Gießener Studentenleben versetzt uns ein Bild, daS gegenwärtig int Schaufenster der Kunsthandlung Carl Ludw. Leib ausgestellt ist. Das noch gut erhaltene Aquarellbild stellt den Auszug der Gießener Studentenschaft auf den Gleiberg im Jahre 1826 vor. Der leider nicht bekannte Maler des interessanten Bildes hat mit glücklichem Humor die Lagerung der Studenten vor der Burg wiedergegeben und die auf oem Bild befindlichen Personen sollen teilweise porträtähnlich fein. DaS Bild, das dein Gleibergverein von Sani- tätSrat Dr. Scharfenberg in Michelstadt geschenkt worden ist, wird am Freitag nach dem Gleiberg gebracht werden. Es soll die einzige bildliche Darstellung des Studentenauszugs von 1823 fein. • • Stadttheater. In bem Vaudeville „Polnische Wirtschaft, das am nächsten Sonntag zum ersten Viole gegeben wird, tritt Frl. Else Jüngling, die als Saison- galt unserer Bühne für dieses Jahr fest verpflichtet ist, zum ersten Male vor daS Publikum. Schon der Name der Novität scheint große Zugkraft auszuüben, nicht miuder aber der unserer jetzigen «Soubrette, die ja als Mitglied des Tarmstädter Hoftheaters vor einigen Jahren öfter hier gastiert und besonders als allerliebste Nltouche große Trilimphe gefeiert hat. Auch soul't ist die Novität, die von Herrn Worben inszeniert wird, mit ersten Kräften besetzt und derart sorgfältig vorbereitet und anSgeiiattct, daß an einem durchschlagenden Erfolg des populären Werkes auch hier nicht zu zweifeln ist. ♦ * Der A l I g. Staat § eiscnbaftuverein hatte dieser Tage im Stadttheater für seine Mitglieder eine Sondervorstellung von „Glaube und Heirnat" veranstalten lafjen, die sehr gut besucht war und in bester Weise verlief. * *BondcrGießcnerHütte. Tie Sektion Gießen deS deutschen und österreichischen Alpenvereins beriet gestern abend über daS Huttenbauprojelt. Nach einem eingehenden Bericht deS Vorsitzenden Prof. Hcdderich faüden die Anträge des Vorstandes die einmütige Zustimmung der Versammlung. Die Zurichtung des Holzes für den Hüttenbau soll, wenn nicht die Witterungsverhältnisse es verbieten, noch in diesem Monat begonnen werden, so daß die voll- ständige Fertigstellung der Hütte für den Beginn der Reifezeit 1913 zu erwarten ist. Die Hütte kommt auf den Göß- bichl am Gvßgraben in Kärnten in hochalpine Umgebung zu stehen und wird außer den WirtschaftSräumen 8 Zimmer mit 14 Betten und zwei Zimmer für Matraüenlager enthalten. Mit der Führung der Hüttenbaugeschäfte wurde ein Hüttenbauaussa)uß beauftragt, in den Prof. Hedderich, Kaufmann Sauer, Fabrikant Meyer, Architekt Meyer und Kaufmann Kühn gewählt wurden. • • Vorsicht. In letzter Zeit wurden abends zwischen 8 und 10 Uhr aus Hausgärtcn mehrfach Wäschestücke gestohlen. • • Fahrrabmarder. Einem jungen Manne wurde vorgestern daS Fahrrad am hellen Tage von der Straße weg geiiolilcn. Ta» Rad trägt die Maike „Göncke* und die Fabriknummer 177 694. Vor Ankauf wird geivarnt. • • Die Schneegänse ziehen fort. Gestern nachmittag zogen innerhalb drei Stunden nicht weniger als sechs Züge Schneeganse über Lieh südwärts. Wie ihre Wiederkehr im Frühjahre allgemein als cm Zeichen von Eintritt warmer Witterung begrüßt wird, so ist umgekehrt ihr Zug nach Süden als sicherer Vorbote von Frost onzusehcu. * * Zugverspätung. Heute morgen kam der D.-Z. 180 (planmäijigc Ankunft um 6 Uhr), mit 2 Stunden Verspätung hier an, so baß die Durchgangskurswaaen ihre planmäßigen Züge nicht erreichen konnten. Tie große Verspätung entstand durch Entgleisung eines Güterzuges auf der (Abdrücke bei Magdeburg. * * Ausbildung in der erften Hilfelciftung der plötzlichen U n g l ü ck s f ä l l e n. Die freiwillige Sanitäts- kvlonne vorn Roten Kreuz vcranltaltet, beginnend am nächsten Montag, in ihrem Uebungslokal im alten Spital, Seltersweg 11, wieder einen AusbildungScursuS unter ärztlicher Leitung. Daran können unbescholtene männliche Personen jeden Standes nicht unter 20 Jahren kostenlos tcilnchmen, wenn Jie sich verpflichten, an allen 12 Uebungsabenden regelmäßig sich emzusinden. Es wird nicht verlangt, daß alle Teilnehmer nach Beendigung des Kursus Mitglieder der Sanitätskolonne werden, man will hauptsächlich die zur ersten Hilfeleistung nötigen Kenntnisse möglichst vielen Personen beibringen. Allerdings rechnet die Sanitäts- kolonne darauf, aus den Kursusrcilnehmern eine Anzahl von Mitgliedern zur Erhaltung unb Vermehrung ihres Mitglieber- bestandeS zuge,ührt zu bekommen, lieber den Zweck der AuSvilbung im Samariterwesen und die Sanitätskolonnen schreibt Generalarzt Dr. Rühlemann: „Die größte Wohltat für jeden Verwundeten oder in anderer Weise Verunglückten besteht darin, daß derselbe sobald als möglich der Lebensgefahr entzogen unb an einen Ort gebracht wird, wo ihm ärztliche Behandlung, Ruhe und Pflege zuteil werden kann. Wenn nun auch jeder gute Mensch bereit ist, einem verwundeten oder verunglückten Neben- mcnschen diese Hil,e angedeihen zu lassen, so ist doch nicht jeder befähigt, dieselbe so zu teilten, daß sie wirklich zum Nutzen gereicht; viele sichen in solchen Fallen ratlos da ober ergreifen in der besten Absicht doch nicht die geeigneten Maßregeln unb bewirken durch ihren Eifer mehr Schaben. Denn oft ist e5 möglich, durch rafche provisorische Hilfe, bevor man die Ankunft des ArzteS erwarten kann, weiteren Schaben zu verhüten, ja selbst einen Verblutenden oder einen Erstickten bem Tode zu entreißen; auch ist es nicht gleichgültig, wie ein Verletzter aufgehoben und transportiert wird. ES bedarf hierzu keiner weitgehenden medizinischen Kenntnisse, sondern nur einer Belehrung darüber, woraus eS bei dec ersten Hilfe antommt; sie ist kein erster Unterricht Über ärztliche Behandlung, sondern nur eine Art Hant>- fcrllgkeitsunterricht, bei welchem vor schädlichen Hilfeleistuntzcn gewarnt wird, nur Notbehelfe gelehrt und die richtigen Handgrifje praktisch eingeübt werden» In dieser Weise wird, um die Leiben der auf dem Schlachtfelbe blutenden BatertandSverteibiger zu lindern, schon seit langer Zeit in allen Kriegsheeren ein Teil der Mannschaften zum Krankenträgerdienste eingeübt, während zu demselben Zwecke zahlreiche nicht dienstpflichtige Manner sich unter der Fahne des Roten Kreuzes zur Bildung freiwilliger Sanitätskolonnen gesammelt unb derselben Ausbildung unterzogen haben, um im Etappen- und Heimatgebiet beim Krankentransport unb in der Krankenpflege, zur Not auch im Hilfsdienst des kämpfenden Heeres Verwendung zu finden. Es ist aber ein Gebot der Humanität, nicht allein den verwundeten Kriegern, sondern auch den im Kampfe ums Dasein, bei harter Arbeit, in ihrem Berufe, sowie im täglichen Verkehr Verunglückten die bestmögliche Hilfe zuteil werden zu lassen, unb es ist daher wünschenswert, ja notwendig, baß möglichit viele Menschen lernen, wie in solchen Fällen zweckmäßig zu versal;ren ist. Wenn die Mitglieder der Sanitätskolonnen ihre ursprünglich für die Rückbeförderung der im Kriege Verwundeten ungeeigneten Kenntnilse bezw. ihre Geschicilichkeit auch in Friedenszeiten auf die Hiße bei plötzlichen Unglücksfällen und den Transport Verwundeter und Kranker ausdchnen, jo werden dieselben bei richtiger Auffassung biefer Tätigkeit oft viel nützen können unb andererseits durch die Gelegenheit der praktischen Ausübung des «5amariter> dienstes im Frieden um so tüchtiger für ihre eigentliche .Bc- ftimmuitg werden." ** Eine nachahmensmerte Aittomobilver- fügung hat der Landrat des Kreises Limburg, Büch- king, an die Ortspolize.bchörden und Gendarmen seines Krcifes erlassen: In letzter Zeit sind wiederholt Klagen darüber bei mir vorgebracht worden, daß Kinder und halb erwachsene Personen auf vorübergehende Automobile mit Steinen oder Sand geworfen oder die Insassen sonst in roher Art und Wei,e belästtgten. Ich beauftrage Sie, diesem groben Unfug energisch entgegenzu- treten und alle Fälle, in denen Steine oder anoere Gegenstände nach Automobilen und den darin sitzenden Personen geworfen oder durch das Anhängen an das Verdeck belästigt werden, unnachjichtlich zur Anzeige und zur Bestrafung zu bringen. Es rst ebenso Pflicht der Polizei-' bchörden, verständig daher fahrende Automobils ah rer vor derartigen Behelligungen zu schützen, als es Ausgabe der Polizei ist, das Publikum vor Ausschreitungen der Automobilfayrer durch übermäßig schnelles Fahren auf belebten Straßen und in Ortschaften zu bewahren. Zudem tragen derartige unliebsame Vor- kommnisie dazu bei, auf die Bevölkerung und die Erziehung der Jugend im Kreise ein schlechtes Licht zu werfen, was sicherlich jeder Kreiseingeiesfene bedauern wurde. Die Orts- polizeibehörden wollen diese Verfügung ortsüblich bekannt machen las,en und nameutlrch die Ettern darauf au,merksam machen, daß sie auch zivilrechtlich für die Sach- oder Per- jonenbeichädigungen haften, welche ihre Kinder durch den oöenerwähnten Unfug etwa anrichten. Kreis Bübingen. = Bad Salzhausen, 10. Ott. In der Saison 1911 waren 915 (1910 776, Kursremde anwesend. Jul ganzen wurden 1911 9743 Bäder (1910 8680) abgegeben. Durch die Bektrlr.lt Atswerke und TasUdlaUons- »LAMPEN Bestbcwährto Glühlampe 70% Stromersparnis Grand Prix Brüssel 1910 geschürte zu beziehen. Auerfesclhchnft, Berlin 0.17 Starkenburg und Rheinhessen. rm. Darm stabt, 10. Ch. Die Beisetzung bc5 Land^agS- «baeordneten I Pennrich m Dingm sand heute nack>mi tag cuf dem dortigen Friedhöfe unter sehr zahlreicher Beteiligung satt. U a Holle sich der Staatsminister Tr. Ervald, KreiSral Steeg-Bingen, Äbg. Korell, Vizepräsident der 2. Kammer, Bürger- meister Nefs-vingen, fom« zahlreia^ Vl-georvnete, StoDii-rr* ordnete, Parteigenossen des Verstorbenen und Freunde einge- finden. Ter Trauerzug benagte sich vom Trauerhause, wo die Reiche ausgebahrl war, nach dem gegenüber dem Niederwald- denkmal mitten un:cr Reben gelegenen Friedhof. £)icr sprach veistl. Rat Engelhard das übliche Gebet, worauf Bürgermeister Neff-Bingen in bewegten Worten der Trauer der Stadt Bingen Ausdruck gab. Vizepräsident Korell gab im Namen der Kammer und befand. rS des Präsidenten HaaZ der Trauer um Pennrich Ausdruck, dabei der h roorragenden parlamentarischen Tätigkeit Pennrichs gedenkend, die immer ver- sShncnd wirkte. $bg. v Brentano widmete dem Entschla- s-nen im Namen der Zenlrumssraklion warme Worte. Ferner sprachen noch Stadtv. Ohler-Bingen im Namen der Zen- ^umSparlei Bingen, Redakteur F. Schmidt im Namen der Redaktion und des Verlags, Setzer Mey im Namen deS Per- itmald und Bahnbcamter Soder im Namen p.r Alters- g noffen. m. Offenbach a. M., 10. Oft. Mit dem Bahnhofs- projekl befaßte sich heute eine dringliche Sitzung der Stadt- verordneten. Vor (Eingang in die Tagesordnung gab Stadtv Ulrich namens der sozialdemokratischen Sladtperordnetcnmchrhei! rir.e Erklärung ab, die sich gegen die Entscheidung des Kreisamtec hi ver Frage der Stellvertretung des Bürgermeisters richte!, b-S den Beigeordneten Porth und nicht den von der Stadtvcr „rtnetem'crsammlung gewählten Beigeordneten Rech zu Unrechi ;vm Stellvertreter des Bürgermeisters bestimmt habe. Nur die tiingliche Angelegenheit der Bahnhvfsfrage sei für ihn und seim lkreundc bestimmend, den Verhandlungen unter dem Vorsitz bei Jj'.fi. Vorth beizuwohnen. Tie Erledigung der Dalmhofsfragi. li.dete den Gegenstand einer eingehenden, dreistündigen Erörterung l"t handelte sich um die grundiätzliche Genehmigung des von dei (isenbahndirektion der Stadt unterbreiteten EntnmrseS, dann Vv. ersorderlick>en Mittel zwecks baldiger Inangriffnahme deo Imbaues twef) in den Voranschlag eingestellt werden können. Das Ergebnis der am landcspolizcilichen Prüfungstermin vorgebrachtcn Beschwerden gegen das bestehende Projekt rmtrbc eingehend erörtert link' die auf Kosten der Stadt auszuführendcnSonderivstnsche lcbhaf. l^vrochen. Tie gewünschte Unterführung der Sprendlinger Str., die 256 000 Mk. Kosten verursachen wird, wurde gegen die cl Stimmen der bürgerlick>en Parteien abgelehnt. Tie wesentlichster kTanderungen de- bestehenden Projekts, die auf städtische Kosten lluSaefübrt werden sollen, besteben in der Verbreiterung der Grenz sraben-Unterführung mit 16 000 Mk. Kostenaufwand, der Vcr> lepinn des GelcisanschlusseS nach der Tempelseemühle vom Per- i'7 onaft eine vorerst nicht zu vollstreckende Strafe von 24 Stunden vafl ausgesprochen. Ter Zeuge Pauly erklärt hierauf, er „verurteile" den Vorsitzenden wegen der in den Zeitungen wieder- gegebenen Behauptungen zu 1500 Mk. Geldstrafe. Ter Angeklagte wurde wiederum wegen einer Äußerung: „DaS wollen un- oarteiische Richter seinzu tirrer Disziplinarstrafe von Kostbeschränkung aus Wasser und Brot für 48 Stunden uerurttilt, ’ie er mit den Worten hinnahm: „Meinetwegen 100 Stund.-u bei Wasser und Brot, ober auch den Kopf ab! Die Richter sind moralisch gerichtet, die Oefsentlichkeit wird mir reckzt geben." Gras Metternich forderte bann eine Pause, da er essen wolle. — Nach deren Ablauf protestierte der Angeklagte gegen jede Disziplinarstrafe, da er bie Aeußerung lebiglicb seinem Sßertcibiger gegenüber gemacht habe, als sich der Vorsitzende bereits außerhalb des Saales befand. Sodann fand die neuerliche Demebmuna deS Oberleutnants o. Fetter statt, der sich nochmals da»u äußern soll, ob er bte Absicht gehabt habe, Frau Dolly Pinkus zu heiraten und ob er Gesck-enke angenommen habe. Ter Zeuge erklärt hierzu, er habe nie bie Absicht gehabt, bie Tochter ber Frau Wertheim zu heiraten. Wohl habe er ein größeres Darlehen erbeten und zuerst 3000 Ms auf einmal und bann weitere 3000 Mk. in Raten von je 1000 Mk. erhalten Später sei er von Frau Wertheim an die Rückzahlung erinnert worden. Die Absicht, Frau Tolly Pinkus nicht zu heiraten, habe er wieberholt, so auch seinem Regimentskommandeur gegenüber, deutlich ausgesprochen. Zum Schluß der Verhandlung gab der Staatsanwalt noch ein Aktenstück bekannt, wonach GrafSchulenburg trotz seiner einerzeitigen Angabe, er würde bem Angeklagten auch mehrere hundert Mark auch für andere als die von ihm angegebenen Zwecke lilr Verfügung gestellt haben, diesem selbst kleinere Beträge nicht geliehen hat. Dagegen hat er, um den Angeklagten vor dem Offen- tmrungSetbc zu bewahren, einen StunbungSantrag wegen der Gerichtskosten eingereicht und um kleine Ratenzahlungen gebeten. Nachdem der Angeklagte noch eine Zusammenstellung seiner Schulden und ber abgezahlten Saträge gegeben hatte, würbe bie Sitzung auf morgen vertagt. Bei Beginn sollen sofort die Plädoyers ihren Anfang nehmen. » ErklärungenvonWolfWertheimundFrauWert- 6 ei m zum Prozeß Wolff-Metternich. In ber Verhanblung bc5 Metternich-ProzesseS sind die Vorgänge im Hause Wolf Wertheim ber Gegenstand eingehendster Befragungen gewesen. Jetzt veröffentlicht Herr Wolf Wertheim im „Kleinen Journal" eine längere Erklärung, bie nach ihrem Inhalt sensationell wirken muß und jedenfalls noch weitere AuSeinairdersetzunaen zur Folge haben wird. Es heihi darin zunächst, seine Frau werde bic Anzweiflung ihrer Glaubwürdigkeit bis ins kleinste an der Hand von unzweifelhaften Akten in einer längeren Schrift widerlegen: sie sei nach den äußeren Umftänoen berechtigt gewesen, ihre eigene Unter» idjrift anzuzweifeln. Er wolle nicht auf bte Briese entgehen, ;ie man einem nervös erregten zwölfjährigen Kinbe t ä g» i ch abgerungen habe, um das Alibi für bie Entführung 'm er Millionenerbin zu haben. Tann heißt c5 weiter: Dr. Landsberger habe sich bie Spesen seiner Entführung mit 7 00Ö0 Mark von Frau Wertheim be- .; a fj l cn lassen und nachher noch (Weiber für Geschenke cingcforbert. Dafür halte er sich bei seiner Scheidung verpflichtet, sich nicht mehr gegm bie Familie Wertheim zu wenden. Er habe Wertheims Stieftochter Tolly durch seine Geliebte entführen lassen, ,ic er auf der Hochzeitsreise besuchte, unb bei anderen Besuclzrn 5en Namen von Prof. Simmel mißbraucht. Die Erklärung roenbei ich bann »egen Oberleutnant v. Vetter, ber im Prozeß als Zeuge aufgetreten ist, der vollständig als z u kü n f t i g e r M a n n von Frau ;>olly behandelt worden sei, und mit dem es erst im Januar zum Bruch gekommen sei. v. Vetter habe vom Wider- itanb seiner Mutter gegen die Verlobung gesprochen und bie Ab- icht geäußert aus bem Regiment zu treten, weshalb er auch beim Prokuristen Wertheims kaufmännischen Unterricht genossen habe. Tie Sicherung seiner Zukunft durch Adoption unb Ankauf eines Gutes u. a. fli bereits tm September v. I. in Aussicht 'genommen worben. Aul seine Bitten fei ihm, ba sich biefe Tinge tu die Länge zogen, eine fortlaufende materielle Zuwendung gewährt worden, die er bis zum ersten Februar angenommen habe: allmonatlich habe er 1000 Mark von Frau Wertheim geholt, die er beim Abschied in eine einmalige Zahlung umg'wanvelt haben wollte. Aus diesem Verhältnis des Herrn v. Setter zur Familie folgert Herr Wertheim, daß es sich bei den Hoffnungen des Grafen Metternich nur um Utopien gehandelt habe. Tiefer habe verschwiegen, daß aleich ihm andere ber Familie gleichgültige Herren harmlose Gäste im Hause gewesen, daß im Tezember dreimal wöchentlich Tanzprobcn von Frau Tolly mit einem andern Herrn stattfanden und sich niemand um b-*n irgendwo her- umsitzenben Metternich tommcr'.e. Am Silvester war Frau Wertheim erkrankt, unb Metternich, der bie Tischkarten legte, habe sich selbst zum Tischherrn seiner Tochter gemacht. Von Gästen darüber geneckt, gab Frau Wertheim Me:ternich jenen Auftrag zum Esplanade-Hotel, welcher den Erfolg hatte, daß bic Familie Wertheim über seine Schwinbelmanöver aufgeklärt würbe unb er nicht mehr bas Wertheimsche Haus beteten durfte. Gleichzeitig veröffentlicht die „Vossische Zeitung" eine Zuschrift von Frau Wertheim, worin diese erzählt, sie habe am 19. September an bte Staatsanwaltschaft bie Bitte gerichtet, Schriftsteller Paul Goldmann zu laben, um eiblich festzustcllen, ob er im Auftrag gehanbelt hätte, als er ihren Mann, ihre Tochter unb sie, jeben einzeln in ber intensivsten Art unb Weise, beschwor, baß sie nicht zum Metternich-Prozeß fahren sollten. Er habe gezagt, aus ber Zeugin würde eine Angeklagte, eine Kata- tropfte würbe eintreten. Er sei von ihrem Mann im Hotel lebiglich um eine Gefälligkeit ersucht worben und habe gleich das Gespräch auf den Prozeß gebracht, bann am Abend das Gleiche bei ihrer Tochter getan, worauf sie ihn um Unterrcbung ersuchte. Derr Goldmann habe ihr wiederholt gesaat, daß sie vernichtet würde und sie gewarnt, nach Berlin zu fahren. Dr. Goldmann bat vorher im „Berliner Tageblatt" erklärt, er habe Frau Dolly Landsberger auf ihre Frage seine Llnsicht geäußert unb bann auf ihren besonderen Wunsch auch mit Herrn unb Frau Wertheim darüber gesprochen. Kleine Tageschronik. In der zweiten Nachmittaasstunde brach am Kurfürsten- bamm 127 in Berlin ein gewaltiger Dachstuhlbrand auS, der besonders die Wohnung des Afrikareisenden sHcobeniuS gefährdete, in der wertvolle Sammlungen aufbewahrt sind. Es gelang, die Gefahr zu beseitigen und des Feuers Herr zu werden. In Helmbrechta (Oberfranken) wurde eine 17 jährige Schubmacherstochter, die mit ihrem Bruder vom Tanz beimkehrte, vor ihrem Elternhaus von zwei Fabrikarbeitern m 11 Zaunpfä hlen erschlagen. Sowohl der Bruder, mit bem die Arbeiter zuerst Händel anfingen, als auch die beiden auf das Hilsegeschrei der Tochter herbeieilenden Eltern sind äuss roheste mißhandelt worden. An der Stadlarenze von Luckenwalde hatten zwei Knaben einen etwa drei Meter tiefen Gang in einen Sandberg gegraben, als die Seitenwand plötzlich nachgab und einstürzte. Zahlreiche Bewohner machten sich sofort an bie Befreiung ber Knaben. Der eine wurde bereits t o t an das Tageslicht gefördert, bei bem anberen hatten bie ärztlichen Wieberbelebungsversuche Erfolg. In bem Dorfe Sßerron bei Lafleche würbe eine Frau e_r m o r b e t_, während bie übrigen Familienmitglieber auf bem Selbe beschäftigt waren. Als Täter würben zwei Solbaten ermittelt, die bei einem Einbruchsversuch die Frau mit einem Knüppel erschlugen. Sie gestanden die Tat ein. In der Nähe des Bahnhofes Gesete entgleiste ein Güterzug. 15 Wagen wurden umgeworfen und teilweise stark beschädigt. Infolge eines Felssturzes an ber Lime Belfort—« befangen wurde ein Güter » ug teilweise jertrüm« mert. Ein anderer Zug rannte in bte Trumme, hinein und erlitt ebenfalls große Beschädigungen. Der berühmte spanische Torrero Machaauito wurde in bet Madrider Arena von einem Stiere tödlich verletzt. Aus Rio de Janeiro wird gemeldet: Nach qtringet Unterbrechung haben die seit acht Tagen herrschenden Wolkew« brüche wieder begonnen unb unberechenbaren Schaben verursacht. Besonders schwer heimgesucht wurde die fruchtbare Gegend zwischen Port Jtajahy und Blumenau im Staate Santa Satbarini sowie die Stadt Blumenau selbst, deren Eutwohner deutsche^ Ursprungs sind. Nach Meldungen au8 Südost-Colorado unb dem Nord- osten Mexikos sind bort weite Strecken überschwemmt. Viele Personen sollen umgekommen sein. Tie entstandenen Verluste sollen sich auf fünf Millionen Dollars belaufen. Die Lage ist ernst, ba etz an Lebensrnittel, mangelt. 21mtlid}tr Wetterbericht. Oeffentlidje Wetterdienststelle Gießen. DeiteiaiiSuchteu in Venen am Tonneisiag, oen lS. Oktober 1611; Zunächst heuer, irocken, tags marin, leichter Nach frost; fpäiec wieder Trübung, morgen Nacht milder. Letzte llcidiricbtcn. Tie Landtagkwcchl in Tarmflabt. bS. Darmstadt, 11. Olt. Der Vorstand deS national- liberalen Vereins hat gestern den Direktor der LandeS- Hypothckenbank Bastian endgültig als Kandidaten für die Landtagswahl in Darmstadt ausgestellt. Eine Folge brr engluchen Ausstande. Lo ndon, 10. Okt. Wie amtlich befanntgegeben wird, bildete die Regierung auS Vertretern der Arboügeber und Arbeiter einen Jnbustrrerat, ber bic Aufgabe bat, Fragen, die Gewerbe st reitigkeiten betreffen oder geeignet sind, Streitigkeiten ftciDorjurufcn, zu untersuchen und eine geeignete Tätigkeit zur Beilegung und Mkürzung industrieller Auseinandersesrungen zu entfalten. Dieser Jndustrierat wird keine ZwangSbefugnis haben. ES ge» hören ihm je sechs Vertreter ber Arbeitgeber unb Arbeiter ber Hauptinbustrien, darunter ber Eisenbahnen an. Präsident iit Sir George Asquith vom HandelSamt, der mit bemerkenswertem (Srfolg für die Beilegung der Ausstände tätig gewesen ist. Der italicnifch-türtifche Krieg. Rom, 10. Okt. Die Agenzia Stefani meldet: Der Regierung ist mitaeteilt worden, daß ein großer Teil der Bevölkerung von Tripolis seit einiger Zeit Manael an LebenSmitteln leidet. Sie sandte infolgedessen das Militärtransportschiss „Garigliano" mit Lebensmitteln dorthin. „Garigliano" traf heute in Tripolis ein. Vrrmittluni im italieniidi-tiirrifdjen Krieg. Paris, 11. Olt Nach dem „Petit Parisien" steht ein Gesamtschritt der Großmächte zur Vermittelung zwischen Italien und der Türkei bevor. Die (Großmächte hätten bereits begonnen, ihre Ansichten hierüber auszutauschcn. Unseren Anzeigenkunden zur gefälligen Beachtung Um den größeren Anzeigen für die <5am8tat^mtmitrei! eine sorgfältige Satzausstattung zu sichern, empfiehlt eg sich dringend, die Aufgabe ein bis zn>ei Tage vorher zu bewirken. Bei der großen Menge der Anzeigen kann nur bei rechtzeitiger Bestellung eine wirkungsvolle Anordnung ge* währleistet werden. Verlag der Sietzener Anzeiger. IVO Gunft des Publikums wie Palmin (Pflanzenfett) redtes ablegen vorbild- '. Palmin Palmona (Pflanzen- liehe Qualität unterer Produkte. H.Scblinck & Cie.Fl.=6. )t auch „welch“ (febmalzähnlich) zu h Butter-Margarine), die ficb jeden Tag mehr bürgern sowohl als Koch- und Backfett wie < als Brotaufstrich. — Das beweisen am betten zahllosen Nachahmungen, die gewiß ein Amtlicher leit Bekanntmachung. Vetr.: Maul- und Klaueuscuche im Mrcije Gießen. Nachdem die Maul- und Klauenseuche in Ober-Hörgem und Ettingshausen erloschen ist, werden die über diese Ge- mark,ingeu augeordncteu Sperrmaßregeln hiermit aufgehoben. Tic Geiuarkung Lber-Hörgern wird dem gebildeten Bcobachtniigsgebiet zugeteilt. Die Gemarkunge» Grliuberg, Harbach, Hattenrod, Münster, Nicder-Bcssingeu, Nouuenroth, Lber-Vesstugeu, Lueckborn, RöthgcS und Rod- Heim uit Hof Graß scheiden auS dem gc.bildeten Beob- achtungAgebiet aus. Gießen, den 10. Oktober 1911. Großherzogliches Kreisarnt Gießen» f . , I. D.i Langerrnans. * > 1 > Familie Kröck. 6236] Heuchelheim, den 11. Oktober 1911. Ein dramatischer Zweiakter. 08421 Außerdem ein vorzügliches Programm. LLN- 0 08401 M Allabendlich 8 Uhr 08891 Bahnhofstraße 54. (08420) Bahnhofstraße 54. Röhmeslagen . per Pfd. 20 Pfg. Heller-Linsen per Pfd. 20 u. 25 ■ W-' ft - tl WM,- NkneLMsenfrüchtcr V V 25 30 22 25 „ große . . . „ extra große . Erbsen, gute geschält . . ,, Viktoria, gute geschält X 'O/ Freiiv. VtrjitigertlW. Am SamStag, den 14. Oktober 1911, abends 8 Uhr, wird zu Kcsselbach im Bureau der Großh. Bürgermeisterei das zum Nachlaß der verstorbenen L u i s e V o i t h W w e. gehörige Grundvermögen, bestehend au5 Tshnhans mit ßrflbprtcn, meistbietend öffentl. versteigert. Gießen, den 10. Okt. 1911. Der Nachlassverwalter. «« Variete-Theater. Direktion; K. Ohm. was die Schreibfedem-Fabri- Kation zu leisten vermag __ i Auswahl 25 Pf • 1 Gros 012: M 2.50 SoenneckenScbreibfedem-FabrikpOnn Berlin Taubenstr. 16 » Leipzig Markt 1 Brüssel 1910; Grand Prix Frische Bücklinge 3 Stück 20 M. Neue Rollmöpse 4«2tr.=®o|c 2.20 $f, NmBismarckheringe^'2.-"Mk Nene Rufs. Sardinen 'S'' 2.«»Mk Dr. Bersmann's 62! Nerven Tropfeil „Bonal“(ed)t Baldriandeitillcf lind. 51ovsschmerz, SchlafloMke^ Aufregung LI.-. Otto Scha«!; Soennecke Federn Das Beste : ■ Dr. Geyer verreist Vertreter sind die Herren: Dr. Meyerhoff, Süd-Anlage Dr. Ploch, Asterweg 34 Dr. Richter, Frankfurter Strasse 4 Dr. Schliepliake, Goethestrasse 44 Dr. Stuhl, Süd-Anlage 7. £S7O|?ler Kriegserinnerungen. Großartige historische und dramatische Handlungen. Unbedingt schöne Momente sind in dieser Vorführung enthalten. Nach den Kopien berühmter historischer Gemälde begegnen wir u. n. dem Hünen Bismarck, Napoleon, Thiers, J-avre. Noch me lstes gelungen, Bismarck so genau zu kopieren, wie in diesen Szenen, man kann sich den großen Helden nicht naturgetreuer denken. Teuer erkaufte lEShre Drama aus dem Leben, von der Nordischen Filmfabrik Kopenhagen. Fritzchen als Nraftathlet der neueste Schlager von dem kleinen Fritzchen Abölard. Eine seltsame Botschaft, amerikanisches Drama. Lea desinfiziert, Burleske. Die Aufopferung des Indianers spannendes Drama. Teddy Holzbocks Eroberung hochkomisch. Str AMiihl her „Mona Lisa" ni dm Psriser 8m«. Tufmne, 6ifmt, du M mr's angetan, Änbild. [Drucksachen aller Art gLggy liefert In jeder gewünschten Ausstattung preiswert die Brühl’sche Universitäts-Druckerei, Schulstr. 7 [iiebigshöhe Jeden Donnerstag nachmittag von 4—6 Uhr: 07885 XaS« Konzert Kinematograph. Dankfagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Mutter, Großmutter, Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frall Kch. KM geb. Seiner sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Glück sprechen wir unseren herzlichen Dank aus. FMillii]8HÄDii»oiBlloleihiiz,Mei Wir beabsichtigen bei genügender Beteiligung auch in diesem Jahre wieder einen Nusbildungskursus in der ersten Hilfeleistung bei Unglücksfällen usiv. unter ärztlicher Leitung abzuhalten. Unbescholtene Herren jeden Standes oder Berufs, nicht unter 20 Jahren, welche sich der Mühe unterziehen wollen, regelmäßig je einen Abend der Woche, zusammen 12 Abende, an den Uebungen teilzunehmen, wollen sich am Montag, den 16. er., abends 8l/2 Uhr, im Uebungslokal auf dem alten Spitälhof, Seltcrsweg 11, pünktlich einfinden. Der Unterricht erfolgt kostenlos. v"/>» Der Borstand. Ortsgruppe Giessen. Diejenigen Mitglieder, welche an Unterrichts-Kursen in dopp. Buchhaltung, Schönschreiben, Lackschrift, .Stenographie (Snnem Gabelsberger oderStolze-Schrech teilzunehmen beabsichtigen, werden gebeten, sich zu ein. Besprechung am Donnerstag, 12. d. M>, abends 9 Ubr, im Hotel Kobel einzufind. (v11/»0 Tapisssriewaren. Hervorragende Herbst - Neuheiten in angefangenen und vorgezeichneten Handarbeiten in grösster Auswahl und billigsten Preisen s°n„r. ii. Fuhr sonrr- Herren-Westen, neue schöne Dessins. 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Oktober 1911 abends 8 Ubr 2. Freitag-Abonnem.-VorstellM Gewöhnl.Preise Gewöhnl. PrE NORA 0(1.: Ein Puppenhei«1 Schauspiel in 3 Akten von Henrik Ibsen. Nahrhaft und leicht verdaulich ist | Baimen-tt-Kate feines Aroma Probe und Prospekt umsonst lief or in haus Kreuzplatz 5.Kreuzplatz 5. LiÜttiiXllCHn 'r'+iniirtKwiMmihjSi Deutscher Flotten-Verein Kreisgrnppe Gießen. Am Freitag, den 13. Oktober, abends 8*/a Ubr im Einhorn: Vortrag mit Lichtbildern des Herrn Kontreadmiral z. D. Recke Thema: „Welche Bedeutung haben die Panzerkreuzer für die deutsche Florte im Hinblick auf die jüngsten Ereignisse." Der Vortrag, gehalten von einem unserer befähigsten Seeoffiziere, verspricht hochinteressant zu werden und laden wir die Bürgerschaft Gießens hierzu höflichst ein. Va> I Der Borstaud der Kreisgruppc olNirm sm! int Deutschen Flottenvererne. Extra-Einlage 'W k istifi Bohnen, große . . per Pfd. 20 u. 2a , Hdi. KolbHeiidi Seltersweg 12 pwas] Telephon 285 | I Zrische Zische / _ Oboran verritüi Kaf per 30, 1.40, 1.60, 1.80