unb beauftragte den Hauptousstanbsausschuß, eine allgemeine Be- wegung der organisierten Arbeiter einzuleiten. lAm 2. Januar begannen in Prag neuerlich die Verhandlungen der Parteien des! Landtages, um den böhmischenLand- tag arbeitsfähig zu machen. Tie Verhandlungen, art denen die Führer sämtlicher Gruppen, auch die der Radikalen teilnahmen, dauern fort. 2lit5lanb Der französische allgemeine Arb'eitsverband beschloß, auf die vollständige Befreiung Durands zu dringen Deutsche Kolonien* !— Der Sitz des zukünftigen ober st en Reichs" kolonialgerichtshofes wird nicht Hamburg, sondern B e r* l i n werden. Wie wir hören, ist das Reichskolonialamt fest entschlossen, seine Zustimmung zu dem Gesetze nur zu geben, wenn- der Gerichtshof in Berlin zur Errichtung kommt. Tas Reichskolonialamt ist der Meinung, daß, die koloniale Rechtspflegerin Zukunft bedeutend erschwert werden würde, wenn .Hamburg Sitz des obersten kolonialen Gerichtshofes würde. Es müsse unbedingt verlangt werden, daß dieser Gerichtshof am Orte der obersten • Kolonialzentralbehörde errichtet wird, yu beachten ist auch, daß die große Mehrzahl der kolonialen Erwerbsgesellschaften und der kolonialen Interessenten ihren Sitz in Berlin hat, während in Hamburg die Zahl dieser Gesellschaften nur sehr gering ist. Der Ausschuß zur Vorberatung des Gesetzentwurfs zur Errichtung des obersten Kolonialgerichtshofes hat einen Beschluß über den Sitz des Gerichtshofes noch nicht gefaßt. Dieser Beschluß soll in dell nächsten Tagen gefaßt werden. Heidistagsabg. 5chmid-3mmeiiftadt f. Immen st adt, 2. Jan. Der Rerchstagsabgeordnete des Wahlkreises Schwaben 6, Alois Schmid, ist dem „Allgäuer Anzeigeblatt" zufolge in der vergangenen Nacht gestorben. Schmid war Zentrumsmann und Privatier in Jmmenstadt, er saß seit 1893 im Reichstag. Bei der Wahl int Jahre 1907 erhielt er in der Hanvtwahl 12 013 Stimmen, während sein nationalliberaler Gegner 10 633 und der Sozialdemokrat 1999 Stimmen.erhielten. Bei der Stichwahl siegle Schmid mit 13 836 gegen 10 831 Stimmen. Tie Nationalliberalen hatten das Man- oat im Jahre 1874 und 1887 besetzt. Zu den Arbeitsdispositionen der Reichstags Wirb uns von gut unterrichteter parlamentarischer Seite geschrieben: . . Der Aeltestenrat des Reichstags wird gleich nach dem Zusammentritt des Plenums den Arbeitsplan für die nächsten Wochen festsetzeii. Als wünschenswert wird allgemein eine Uebereinkunft der Fraktionen betrachtet, die dahin gehen soll, eine Uebereinstimmung zu erzielen über die Erledigung der vorliegenden Gesetzentwürfe. Da die Verabschiedung des gesamten vorliegenden Materials kaum zu erwarten ist, so ist es notwendig, sich klar zu werden, welche Gesetze als die wichtigsten vor den Neuwahlen noch unter Dach zu bringen sind. Es ist beabsichtigt, vor dem Beginne der 2. Laushaltslesung, die voraussichtlich am 17. Januar ihren Änsang nehmen wird, die Novelle zum Strafgesetzbuch als ein dringendes Notgesetz und die erste Lesung der elsaß-lothringischen Versassungsgesetze zu erledigen. Ta eine Einigung über das Arbeitskammergesetz in der nächsten Zeit voraussichtlich nicht erzielt werden wird, so wird die dritte Lesung dieses Gesetzes vorläufig noch hinausgeschoben werden, was schließlich gleichbedeutend mit einem Scheitern des Gesetzes ist. Auch die glatte Erledigung des Hausarbeitsgesetzes wird sich nicht so leicht erreichen lassen, da auch hier zwischen der Mehrheit des Reichstags und der Regierung verschiedene Differenzen bestehen. Aus die Erledigung des Zuwachssteuergesetzes legt die Regierung großen Wert und betrachtet die Erledigung dieses Gesetzes als einen Teil der .Haushaltsberatung, das gleiche gilt für das Reichsbefteuerungsgesetz. Im allgemeinen wird also in der Zeit bis Ostern neben dem Haushalt und den mit ihm verknüpften Gesetzentwürfen das übrige Material nicht erheblich gefördert werden. Wenn die zweite Haushaltslesung am 17. Januar beginnen sollte, so stehen für die Haushaltsberatung nach Abzug aller Feiertage 60 Arbeitstage bis zum 31. März zur Verfügung, ein Zeitraum, der erfahrungsgemäß bisher für die Haushaltsberatung aus- aereicht hat. Vor dem Beginn der Osterferien steht sodann noch eine Woche für das übrige Material zur Verfügung, während nach Ostern der Reichstag höchstens noch 6 Wochen wird zusammengehalten werden können. In viesen 7 Wochen sollen Gesetze zur Verabschiedung gelangen, die an Wichtigkeit und Umfang kaum hinter dem bürgerlichen Gesetzbuch zurückstehen; es sind dies die Reichs- versicherungsordnung, die StrafproZeßordnung und das Privatbeamtenversicherungsgesetz. Schon heute darf angenommen werden, daß alle 3 Gesetze unerledigt bleiben werden und ihre endgültige Verabschiedung erst dem neu- gewählten Reichstage Vorbehalten werden wird. Berlin, 3. Jan. Die Morgenblätter melden: Das Pri- vatbeamtenversicherungsgesetz wird dem Bundesräte, 'm den nächsten Tagen zugchen, seine Hauptpunkte werden gleichzeitig veröffentlicht werden. Dem Reichstage dürfte das Gesetz Lnde Januar zugehen. ' Deutsches Ketcb, Kaiser Franz Josef wohnte am Sonntag üb'eitS einem IV2 stündigen Familiendmer in Schönbrunn in bester Sttmmung bei. । Er unterhielt sich mit Mitgliedern des Kaiserhauses anaeregt unb nahm die Neujahrswünsche entgegen. Er begab sich zur gewohnten Stunbe zur Ruhe. Die Nachtruhe würbe burchaus nickt gestört. Der Kaiser stand Montag in der gewohnten Stunde auf unb erledigte nach dem Frühstück seine gewohnte Tagesarbeit. Das Befinden ist sehr gut unb gibt nicht zu den allermindestcn Sorgen Anlaß. Man hofft, der leichte Schnupfen werde in einigen Tagen behoben sein, bis dahin unterbricht der Kaiser seinen Aufenthalt in Schönbrunn nicht. Wie mit dem italienischen Minister des Aeußern, di San Giuliano, wechselte der Reichskanzler auch mit dem österreichisch-ungarischen Minister des Aeußern, Aebrenthal, zur Jahreswende herzliche Telegramme. Ferner erhielt der Reichskanzler ein Glückwunschtelegramm von dem russischen Minister des Aeußern, S s a s 0 n v w. Aus Qcjjcn. ** Die hessischen Baubeamten waren am Neujahrstage in Frankfurt a. M. versammelt, um über die von der Hessischen Regierung angeordnete Entlassung einer Anzahl schon lange Jahre im Staatsdienst stehender Baubeamten zu verhandeln und dagegen zu protestieren. Nach lebhafter Aussprache wurde ein Ausschuß gebildet, der beauftragt wurde, eine geeignete Entschließung zu verfassen und der Regierung zu überreichen. **Ausdemhes fischen Staatshaushalt. Zur Förderung der Wohnungs für sorge für Minderbemits-- t e l t e ist in Kap. 49 a des Staatsbudgets ein erheblich höherer Betrag als seither vorgesehen lvar, für Darlehen zu Wohnungs- zwecken aus der Landeskreditkasse vorgesehen, der voraussichtlich auch bebürftigen Gemeinden zu gut kommen wirb. In Kap. 69 des Staatsbudgets sind unter ? ct-meter für Tagegelder, Reisekosten, Bureaukosten usw. zusammen 9700 Mk. weniger eingestellt worden. Bei Kap. 73, Laitdw. Vereins- und Genossenschaftswesen, sind für die Unterstützung der landw. Milchversuchsstation ebenfalls 2000 Mk. weniger unb Kap. 74, Bodenmeliorationen, sogar 5000 Mk. weniger für Vergütungen an Hilfspersonal vorgesehen. politische Tagesschau. Straflosigkeit des Bettelns. Zur zweiten Beratung der Novelle zum Strafgesetzbuch ist von sozialdemokratischer Seite der Antrag gestellt worden, in allen Fällen, wo Betteln aus Not er- olgt ist, Straflosigkeit einzufühten. Diesem Anträge oürste, so schreiot man uns aus Berlin, von der Regierung nicht stattgegeben werden. Es wird anerkannt, daß die Regelung der Strafbarkeit des Bettelns verbesserungsbedürftig sei, es ist auch beabsichtigt, bei der allgemeinen Revision des Strafgesetzbuchs diese Frage im Zusamn^enhang mit verwandten Fragen, wie z. B. Diebstahl ode^ Mundraub aus Not, zu regeln.,' Jrn Zusammenhang mit diesen Fragen ist alsdann auch die weitere grundsätzliche Frage zu lösen, ob und in welchem Umfange den Gerrchten ein allgemeines Strafmilderungs- oder Abolitionsrecht einzuräumen sei. Im übrigen ist die Regierung der Meinung, daß an eine glatte Erledigung der Novelle zum Strafgesetzbuch in der laufenden Session nicht zu denken ist, wenn sich die Parteien nicht auf die Grundlage der Ausscbußbeschlüsse stellen und auf die Einbringung weitergehender Anträge verzichten. Dies gilt besonders von den Fragen d-r Vwr- sektion und des Schlichtens. Es ist selbstverständlich, daß Streitfragen, die zu einer Vertiefung politischer und religiöser Gegensätze führen können, im Rahmen eines Notgesetzes nutzt zur Entscheidung gebracht werden dürfen. Das zrauenstudium in Deutschland im Winter 1910-lt. (§) Im Herbst 1908 wurden bekanntlich den grauen, denen für die Immatrikulation bis dahin nur die, süddeut schen Universitäten offenstanden, sämtliche deutsche Universitäten zugänglich gemacht, was sofort eine Verdreifachung der Zahl der Studentinnen und ein Anwachsen auf 1108 zur Folge hatte. Indessen ist das Frauenstudium toeiter so fortgeschritten, daß diesen Winter die studierenden Frauen auf 2 412 anwuchsen und 4,4 Prozent der deutschen Studentenschaft repräsentieren gegen 2169 und 3,5 Prozent im letzten Sommer. Diese starke Zunahme beruht auf einem höheren Zufluß aus dem Reiche selbst und besonders aus Preußen, denn von der heutigen Gesamtzahl sind nur etwa 320 Ausländerinnen, die etwa zur Hälfte aus Rußland und zu einem Drittel aus Amerika stammen. Auf die einzelnen Fächer des akademischen Studiums verteilen sich die heutigen Studentinnen wie folgt: Philosophie, Philologie, Geschichte und verwandte Fächer studieren 1370 gegen 975 im Vorjahr, mirhin mehr als die Hälfte, Medizin 527 gegen 476, Naturwissenschaften und Mathematik 356 gegen 287, Zahnheilkunde 49 gegen 46, Staatswissenschaften und Landwirtschaft 60 gegen 27, evangelische Theologie 7 gegen 5 und Pharmazie 5 gegen drei. Es zeigt sich darnach mit jedem Jahr mehr, daß die gebildete Frau in höherem Maße sich nur aus gtoet Gebieten betätigt: dem höheren Lehramt und der Medizin. Ein volles Drittel der Studentinnen finden wir an der Universität Berlin, nämlich 806 /gegen 626 im letzten Sommer), 222 sind in Bonn eingeschrieben gegen 204, Göttingen hat 193 Studentinnen gegen 160, München 192 (176), Heidelberg 162 (191), Breslau 117 (100), Freiburg 108 (116), Leipzig und Münster je 80 (51 und 68), Greifswald 64 (60), Marburg 57 (68), Königsberg 56 (56), Halle 45 (37), Jena 42 (41), Gießen 38 (36), Tübingen 36 (35), Kiel und Straßburg je 31 (je 34), Erlangen 30 (22), Würzburg 14 (9) und Rostock 8 (5). Darnach sind eben an den 10 preuß. Universitäten 1671 Frauen eingeschrieben, an den 3 bayerischen 236, an den 2 badischen 270, und an den 6 übrigen einzelstaatlichen, einschließlich der reichs.än- dischen nur 235. Ans der Zunahme der studierenden Frauen haben darnach die preußischen Un versitäten einen ungleich größeren Nutzen gezogen als die süddeutschen und Leipzig. Mit 1772 Frauen, die diesen Winter als Hörerinnen zu Hr. 2 Erst« Blatt 161 Jahrgang Dienstag, 5. Januar M SS=SB flll*ß* ****** M44 **!*»*** Ät «nass y V *r sssaxä •ääS“ General-Anzelger für Gberhessen Annahm--0° »n,-!g-n Rotüftonsbnii und Verlag der vriihl'schen Univ.-Vllch. und Steindruckerei R. £ange. vedaltion, Expedition und Druckerei: Schulftratze 7. und Ja °ämntt°7s"s"uhr" Expedition für viidingeu: vahnhosstratze 16a. - Telephon Nr. 50. Anz-ia'-nt'-il: H. ®een Schriften des Dichters findet sich neben über hundert, zum großen Teil ungebeugten Briefen von feiner Hand, die wohl einer Publikation wert wären. Mehrere der Nachkommen Arndts und viele Freunde seiner Schriften haben alle diese Sclmtze zur Verfügung gestellt. Aber nod’ eine andere Merkwürdigkeit ift mit diesem kleinen Aduscum verbunden. Der eifrige Sammler hat da, oller- dings in etwas losem Zusammenhang mit dem Andenken -tondtS/ 50jährige treue Dienste" verlieben. Haler (+ (+ 7) (- ( + Straßburg (— (4-2.76); Mai in Erdhaufen gefeiert; war dann in der Frühe auf dem (- (- (+ - (- (— (— 208 206 221 ) ) 1) 4) ) 4) 1) ) 1) ) 149 173 165 164 166 162 151 170 164 154 160 162V, 170 163 206.25 Königsberg Tanzlg Stettin Polen Breslau Berlin Magdeburg Halle Leipzig Dresden Rostock Hamburg Hannover Tnsseldorl ) ) ) 4) 1) 1) 2) 4) ) 1) 2) 2) 2) ) 2) ) 2) 4) ) j ) (4- ( + (- 156 l— 165 (- 150 (— 147 (- 193 (— 192 (- 202 (4- 198 <4- 201 ( + 1*5 (4- 197 (4- 193 (— 198 192 198 Getreide-Wochenbericht der Preisberichtsstelle des Deutschen Landwirtschaftsrats vom 20. Dezember 1910 bis 2. Januar 1911. 141V, 143V, 144 138 143 146 147 155 152 152 143 152 160 152 165 157 V, 167*4 16o Großherzo« .. „ der Neujahrsglückwünsche Hi R om erschienen. Das Werk bildet den ersten Versuch eines allgemeinen Verzeichnisses der mittelalterlichen und modernen Münzen, die in Italien ober von Italienern in anderen Ländern geprägt sind. Üd ist ab gefaßt aus Veranlassung des Königs von Italien, der den Erlös auS dem Verkauf des Werkes für das Institut der W a i s e n von Sl für die italienische RnNiismatis che Gejells chaj t bestimmte Wilhelm-Ntng erschossen. Hessen-Nassau. (+2V.) (4- 2) (- ) (ßeridHsfaaL Hamburg, 2. Ian. Der seinerzeit vom Schwurgericht wegen Ermordung der Pion, leibertn M e i k l i zum Tode uevui teilte o o i u e wurde vom Senat zu l e b e u S l ä u g l» ch e in Zucht- Daus begnadigt. herausgegcben werden. — KurziRawrichten aus Kunklu W ' < < n » ck> o ' > Der erste Band des Werkes „Corpus nummorum Jtalicorum" ist wiederherstetten lassen. w sJ)lainj, 2. Ian. Der Fabrikant Dr. Levt auS Breslau bat sich heute morgen in feiner Wohnung im Kaiser. ^^^-Ordensverleihung. Der Großherzog hat der Gemeindehebainme Eva Gerdig zu Weiten-Gefäß ans An- laß ihres 50jährigen DiensljubiläumS d,e Silberne Verdienst- Medaille des LudemigS-Ordens mit der Inschrift „Für — Niederwalgern, 2 Jan Am Neujahrsmorgen wurde aus der Nebenbahn Niederwalgern—Herborn, auf der Strecke zwischen den Stationen Erdhausen und Weidenhausen, vom ersten Frübzug ein auf einer Ltaat«tomun‘SI Muhle bei Erdhaufen befthäftigter Mann überfahren, kch«i t Der Mann hatte die Silvesternacht in einem Wirtshaus pnivemrarsvorlesunaen zu gelaßen sind, betragt z. 8- die Zahl der am deutschen Universitätsunterricht Teil haben» den Frauen 4184. Die Zahlen der Hörerinnen der einzel- !nen Hochschulen schwankt zwischen 256 (in Berlin) und 8 {in Marburg). Au» Stadt und Land. Gießen, 3. Januar 1911. "Tageskalender für TienStag, 3. Januar. Stadttheater: „Ueber die Kraft/ Anfang 8 Uhr. München — . . _ ,, Weltmarktpreise: Wei-en: Berlin Budapest April 187.90 ( + 2.75); Chwago Mat 149.60 (4- 2 06). Roggen: Berlin Afai 155.75 (4- 0.50). Haier: Berlin Ma« 155.25 (4- 1.75) Mk. 203*/, ( + 31/,) 191 (— Frankfurt a.M. 202*/, Alannheim Wege nach seiner Wohnung auf den Bahnkörper geraten, auf diesem eine Strecke entlang gegangen, dann von dem Frühzug Niederwalgern-Herborn ersaßt, überfahren und getötet worden. )( Aus dem Kreise Marburg, 2. Jan. In Münchhausen brannten in der Silvesternacht die Gebäulichkeiten des Landwirts Derghöfer nieder. Es toirt Brandstiftung vermutet. — Bei einer Treibjagd in Allna wurde einem Jäger ein Augeausgeschoss en. — Beim Rodeln in den Lahnbergen ereigneten sich mehrere Unfälle. Zwei Schwerverletzte wurden in die Marburger Klinik gebracht. x Gladenbach, 2. Jan. In der Nähe unseres Ortes wurde gestern früh ein Müllerknecht vom Zuge der Marburg-Herborner Bahn überfahren und entsetzlich verstümmelt. Der junge Mann stammt aus Reiskirchen. ♦ Kirchhain, 2. Jan. In Itzenhain machte ein 84 Jahrealter Greis seinem Leben durch Erhängen ein Ende. Haltung in ein neues Stadium getreten. Zahlreiche Kampfe stehen dem deutschen Meister noch bevor, und i)t es fch^r, vorauszusagen, welcher von den Teilnehmern wohl den ersten Preis davontragen wird. Interessant verlesen wie der die Kämpfe des gestrigen Abends. Als erstes Paar rangen D e b ie-Rheinland und Wing ar ts-Wurttem- berg. Letzterer verteidigte sich gut, konnte aber nicht verhindern, daß Debie schon nach 8 Minuten siegte. Joei alb gemeinem Beifall betraten bann; Eberle und Eody B r l l die Bühne. Zuerst hielt sich der Indianer in den Grenzen ber Wohlanständigkert, als er damit nichts erreichen konnte, nahm er zu unerlaubten Griffen seine Zuflucht. Er hatte aber wenig Gelegenheit, seine Roheiten anzubrrngen. Unter lebhaftem Ringsn waren schon annähernd 20 Minuten verstrichen, da gelang es Eberle im letzten Moment den Indianer durch Kopfgriff auf beide Schultern zu werfen. Der Indianer erhob (Anspruch und meinte, Eberle hätte ihn an den Haaren festgehalten, mußte sich aber schttetzlich ins Unvermeidliche fügen. Zum Schluß siegte dann I a k s v n- Amerika über Bilkan - England nach 8 Minuten. Heute ringt Eberle gegen den an erster Stelle stehenden Nurlah ferner findet der Protestkampf Hitzler-Bill feine Erledigung, Roggen F/J ** Neujahrsempfang am hessischen Hof. Der g empfing am 1. Januar zur Entgegennahme v«, ^.^-glückwünsche: den Preußischen außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister Frecherrn v. Jenisch und Gemahlin; den Großbritannischen Geschäftsträger Mr. Harford und Gemahlin; den Legationsfetretar von der Russischen Gesandtschaft Baron Pilar v P lchau; die General- und Flügeladjutanten, die General- und Flügel- abiutanten ä la suite, die Oberhofchargen, den Vorstand des Kabinetts, den Hofmarschall, den diensttuenden Kammerherrn der Großherzogin, den Oberhofprediger; den Divisionskommandeur, die Brigade- und Regimentskommandeure des Standortes Darmstadt, den 1. Präsidenten der Kriegerkameradschaft „Has.m", die Rommanbeirre des Gen- darmeriekorps und des Train-Bataillons Nr. 18; den Staatsminister, den Minister des Innern, die Präs bm'en ber Lanbeslollegien, den Zweiten Präsidenten der Zweiten Kammer der Stände und den Cberbürgermeifter von Tarm- vermischte». * Die Bahn auf den höchsten Beetz Deutschlands. Das Projekt einer Bahn auf den höchsten Berg Deutschlands, die Zugspitze, das im letzten Jahre wiederholt die Oeffentlichkeit beschäftigt hat, steht erneut im Vordergründe des Interesses, und zwar aus einem ganz besonderen Grunde. Das ursprüngliche Projekt sah eine Zahnraddampfbahn oder eine elektrisch betriebene Zahn- radbahn vor, die sich ausschließlich auf bayerischem Boden bewegen sollte. Dieser Idee ist nun eine Kon ürrenz entstanden, gegen die sich der bayerische Lokalpatriotismus auflehnt: man, d. h. eine Gesellschaft hat die Ab.icht. auf österreichischem Boden eine Schwebebahn bis zum Gipfel der Zugspitze zu bauen. Gegen die drohende Gefahr hat jetzt zunächst die Alpenvereins-Sektion Garmisch-Partenkirchen mobil gemacht, indem sie folgende Resolution av das Verkehrsministerium richtete: „Die heute abend ir Garnisch-Partenkirchen in Angelegenheit der Zugspchebahn tagende stark besuchte Versammlung der die wirtschaftlichen Interessen der Gegend vertretenden Vereine bittet das hohe K Staatsministerium, an dem Grundsätze feslzuhalten, daß eine Bahn auf den höchsten Gipfel Bayerns und des Deutschen Reiches nur auf bayerischem Gebiete zu erbauen ist. Die Versammlung bittet das h. Ministerium, alle Gesuche zur Erbauung einer Bergbahn, die von diesen Grundsätzen abweicht, nicht zu genehmigen und auch einer Zufahrtslinie, die den Bau und Betrieb einer Bergbahn auf österreichischem Gebiet begünstigt, die Konzession zu versagen, weil einmal ideelle Gesichtspunkte vorliegen sowie durch die stattfindende Ablenkung des Verkehrs die materiellen Interessen unseres Tales, Bayerns und des ganzen Reicks geschädigt werden." Gegen das österreichische Projekt wurde eingewendet, daß es eine Bahn schaffen wolle, die während der Hälfte deS Jahres infolge der Schneeverwehungen unbrauchbar sein würde. (Das beste wäre schon, wenn über- I Haupt keine Bahn auf die Zugspitze gebaut wurde. D. Red.) Wenn sich der Geschäftsverkehr in der letzten Zeit aiub in den durch die Feiertage und den Jahresabschluß gezogenen engem Grenzen bewegte, so war eine feste Grund,timinung im allgcrmuwn dock unverkennbar, denn nicht minder reserviert als tie Bedarfs- gebiete verhielten sich nahezu überall die Warenbe,itzer. Ganz besonders gilt dies für Argentinien, dessen Weizenernte amlliämingee befestigend. Die Forderungen für russische Futtergerste sind fest geblieben. Dem Maisgeschäft brachten argentinifd>e Türre-Mel- bungcit und ermäßigte amerikanische Schätzungen keine Selebung« Es stellten sich die Preise Vir inländisches Getreide am letzten Markttage in Mark pro 1000 kg je nach Qualität, wobei das Mehr (+) bezw. Weniger (—) gegenüber der Borwoche in Klammern () beigefügt ist. wie folgt: Weizen 200 (4- 2) insgesamt ringen vier Paare. . ** Zu der Mitteilung über die Gasvergiftung, die in der Neujahrsnackst ftattfanh, wird uns mitgeteilt, haß < Herr B elz nicht in die Klinik gebracht zu werden brauchte und sich vollständig erholt hat. Ter Vorfall wurde durch den Frost । verursacht und bietet feinen Anlaß zur Beunruhigung. ** Billige Briefe nach Amerika. Folgende Schiffe befördern Briese nach den Vereinigten Staaten von Amerika zum Preis von 10 Pjg. für je 20 Gramm: „Kronprinz Wilhelm" ab Bremen 5. Jan., „President Grant" ab Hamburg 7. Jan., „Moltke" ab Hamburg 11. Jan , „Rhein" ab Bremen 14. Januar, „Prinz Frtedrtch Wilhelm" ab Bremen 17. Jan., „Pennsylvania" ab Hamburg 19. Jan, „Brandenburg" ab Bremen 21. Jan., „Kaiserin iqnqe neue «.inmc I Auguste Viktoria" ab Hamburg 26. Jan., „Kronprinz Wil- '** Eisenbahnpersonalien. In den Ruhestand wurde ( Bremen 31. Januar. Postschluß nach Ankunft Bahnmeister Dickel in Alsfeld versetzt. Die Prüfung zum K. ^hrügc. Es empfiehlt sich, die Briefe mit einem Unterassistenten haben bestanden die ^'^bahng-'falten Augus^Leitvermerk wie „direkter Weg" oder „über Bremen oder S ch n e i b e r in Niedev-Ohmen, Friedr H a h n in Wetzlar, o d) u 1 amt.ura// ,u versehen Die Portoermäßigung erstreckt sich t led?gte L e h r er st elle: Die mit einem evang. von Amerika, nicht auch nach anderen Gebieten Amerikas, Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu z. B. Kanada. Deckenbach. Mit der Stelle ist Organisten- und Lektordienst Kreis Alsfeld. verbunden. O Alsfeld, 2. Jan. Ein hiesiger Bäckermeister warf ♦♦ Aus dem 18. Armeekorps. Schnrttspayn, ^^11 Hund, den er abschaffen wollte, in den heißen Major a. D., zuletzt ß la suite des Fußart.-Rcgts. General- Ba^of en. Als das gequälte Tier Anstrengungen machte, Felozeugmeister (Brandenburg) Nr. 3 unb llnt-rbireitor ber ^arau§ zu entrinnen, stieß er es wieder zurück. Die Tat, Art.-Werkstatt in Spandau, an Stelle der ihm bei jeincr bie bereits im November geschehen ist, wurde durch einen Verabschiedung bewilligten Uniform jenes Regts., die Er- ^ückergehilsen, der sich mit dem Meister entzweite, zur laubnis zum Tragen der Uniform des Großherzogl. Art- Anzeige gebracht. Das Gericht beschäftigt sich gegenwärtig Korps, 1. Hess. Feldart.-Regts. Nr. 25 erteilt. mit der Angelegenheit. ** S t a d 11 h e a t e r. Auf die Anffühning des neuen Lust- Kreis Lauterbach. SHF »EsF'SSrS s£ u» Ä ää p besonderes Interesse darf auch der am Montag, 9. Januar, statt- von dem Scharfschießen im September v. herruhrendin finbenbe einmalige Vortragsabend von Marcell Salzer be- M^nUion hcschästigt ist, wurden die Vorgefundenen 10 nicht anspruchen. Der im ganzen deutschen Reiche bekannte Vortrags- vollständig krepierten Geschosse einige hundert Meter meister wird am obigen Abend in unserem Ltadttheater einen L m Drte entfernt gesprengt. Zur Beförderung der befte lebende Rezitator." Bert. Lokal-Anz.: „M. S. ist nnbe- liche Kiste enthielt. Zahlreiches Publikum hatte sich bei d^r ft ult en er Meister auf dem Gebiete humoristischer Bortragskunst." Sprengung eingesunden; den Sicherheitsdienst und die Ab- Münchener Allg. Ztg.: „M. S. ist der weitaus beste humoristische sperrung hatte die Gendarmerie versehen. Rezitator ber Gegenwart." Frankfurter Gen.-Anz.: „M.. S. Lauterbach, 2. Jan. Der von der Gendarmerie ist ein Humorist von Gottes Gnaden." Um»oeitnen Kr^en verhaftete Einbrecher hat auch im Kreise Alsfeld Verden Besuch zu ermöglichen, sind bekanntlich "kleine Preise der- ... . Einbrüche verübt und bereits eingestanden. Den einbart worden. Vorbestellungen werden tm Theaterbureau ent-1 J^ainen c^0|e| ^örfter, wie er sich zuerst nannte, hat er be= fleoenoenDn^mel^. , > Neben dem bereits reits geändert. Da er ohne jegliche Papiere ist, wird es wohl »'S*.»««.«" Verband ber bei den Großh. Hauptsteueramtern beschaf-r.rj'nhprn tiaten unb angestellten mittleren Beamten gebildet. irf 9 . - .. Ueber 100 Teilnehmer hatten sich eingefunden, um sich Starkenburg und Rheinhessen. bei musikalischen und deklamatorischen Darbietungen der rm. Darmstadt, 1. Jan. Aus ber Rodelbahn Künstlerinnen und Künstler aus den eigenen Reihen, bei o^im glüeft ist am Silvesterabend ein hiesiger Student einer sinnigen Bescherung durch einen versereichen Weih- jn ^ä()e ^er Ludwigshöhe. Er wurde an, Kopse und nachtsmann und einer Verlosung, die die glücklichen jGe-I unfen Hand ziemlich stark verletzt und mußte in bas &Z ä Srantenbau« aufgfnommen werden Dw P°tt,ei Lehrer N°ss.Pftmgst°d.. wurde ein prächtiges Bild über-hat. nun Vorschrht ^eri.^noch d-r ♦♦ Ringkampf-Konkurrenz im Kolosseum. Bobsleighs, sowie bas Aneinanberhängen mehrerer Schlitten Durch das Hinzukommen Heinrich Eberles ist die Beran- jst verboten. ——.—■——————■—■—I h. Mainz, 2. Jan. Am Samstag besuchte eine hie- rtroaä nanj Neues geschaffen: eine Parirätgalerie aller unserer siege Dame, geriert mit dem modernen großen Hut an modernen deutschen Schriftsteller. Er hat nad) und jiacb alle dem stch ebenso l ange Hutna e l n befmützm, ern Waren- bebintcnbercn mobenien deutschen Schriftsteller und ^chriftstel- haus. Im dichten Gedränge wendete dre Dame ihren Kopf, lerinnen gebeten, ihm ihr Bildnis nebst einer Widmung einzu- mobei eine andere Frau durch dre langen Hutiiaoeln zwei senden. Der Erfolg war ganz überraschend, denn saft keiner ber mächtige blutende Risse ins Gesicht erhielt. Die Fahrlässig- misgeforderten linätmlidxm und weiblichen) Romanschriftsteller, ^er Dame, deren Name festgestettt wurde, dürfte sie Dramatiker usw. ist diesem stummen Kongreß serngcblieben. Da . ,u Rehen kommen. — Ein Böschnngsrutsch- bängen ihre Porträts mit einem Motto oder einet längeren 0 in brei Instanzen verloren hat, S*ft °ke',° ^.b^n "°bb7rusm E'i! mird bed^iende Kosten °°rursach°n 8Z0M Mk waren Welmnit lieft man hie Unterschriften: Wildenbruch, Lüiencron, von dem Bauunternehmer eingeklagt, als der Prozeß für Bierbaum und als den letzten, der heimging, Wilhelm Raabe, die Stadt in der zweiten Instanz am Oberlandesgericht ver- Dinxck die Verschiedenheit der Formate ist eine störende Eintönig- loren war, beliefen sich die Kosten schon auf lo 000 Mk., feit des Anblicks ber bilderbedeckten Wände vermieden. Mag nun kommen noch die Kosten für die letzte Instanz, das die Anbringimg wegen des allmählich sich fühlbar machenden Reichsgericht, hinzu, die etwa 7000 Mk. betragen sotten. Raummangels mitunter schwierig werden, mögen auch einige bti ersten Stadium des Prozesses wollte der Bauunter- minorum gentium sich.zwiicheii die Sterne mn literarischen Himinel I ^hnier einen für die Stadt billigen Vergleich abschließen ernged rangt haben, bai Resultat ist doch eine wohl mrgtnM onno «n. i «nirfninfl3m (di nnc» lieber so vollLndig an^utreffenbe Porträtsammlung des modernen und sur den Betrag von 30M Mk. den chungsrutfcy nne^ literari)d)cn Deutschlands, ein Unikum in literarhistorischer Be- der herstetten und seine en ft banden en ^Iten selb st tragen, ziel-ung. Dr. P. K. die Stadt lehnte aber jeben Vergleich ab und verlangte in — Neue H andschr ift en von Kopernikus. In ihrer Wiederklage vollständige Herstettung des beschädigten den Anckftven der Stadt Stockholm wurden, wie das Journal des Dammes, ohne jede Vergütung. Nun hat die Stadt die Döbats mitteilt, eine Reihe kostbarer Handschriften und bisher 20 000 Mk. an den Unternehmer, die hohen Kosten zu tragen unbekannter Manuskripte von Kopernikus aufgefunden. '^ie unb bie ^usammengerutschte Bö,chuiig auf ihre Kulten Bibliotheksverwaltung von Upsala, ine ein großes biographisches > D - - - Werk über Kopernikus vorbereitet, hat die Veröftentlichung des Fundes dem Dr. Birkenmeyer von der Universität Krakau an» vertraut; die Dokumente sollen im Laufe des kommenden Jahres Mjte ein 'ganzen geraten, denl ,a^en Unb Sun. bk t.66 toirt l°Y in Willen. J N lneh. die wlkres bDni 3uoe und Ä bricht rt>fQ,n e »erm leiht tln Ljuchi. föaftküÄ >911, nl N in den >°9entii tngoi m allfltntcinat - sie Bebüiis. drum. Ganz mit amtlidKr» >0000 lonnen bti BvyahreS. ül bi? id)lcd)tt xn Öäfen b> itflten Tagen n btm trnnuen « nbtnvtiiig aru rfit vemochlen t iu tniiitbtn, fil rint Veite« 1 aualän&iidjtr xt rückt. Die cKmbertfnnins en, bti L den in Berlin Tb ixnia 8er* nm in oesserm ? geringen und ichcZ .3nttrt(k e tjoTbenmgti rgeröe sind seit ichr Tünt'Hltl* leine Belebung« t» Getreide am Cualimi, wobei der Vorwoche in Haier 156 (- ) 165 (- ) 1W(- ) 147 (- 2) 149 (- ) 173 (- ) 165 (- ) 164 (- 1) 166(4- 1) 162 (+ p 151 (- 2 170 (- ) 164 (+ 2) 164 (t < lo0(- l«l% * 170 (- 163 (- L, 20656 (f^\' 14V.6O + 2.05). r Berlin Giften fes 'S Sen,wt !Z! «s W bis tMat •nöe Ärttiv ! i! heute aben^ Es "«K sK , ein« J“ öfter- fipfl 8,ü ?*• M je» rfft »utbi rtt^^fibet* 4$ ja 0'1 Fallen von 68 Sich, den 3. Januar 1911. 053 Alten-Buseck, den 3. Januar 191 L 050 Lollar, den 2. Januar 1911. Hausen, den 2. Januar 1911. 029 Hühnerhund zügel 024) Vchifsenb. Weg 1«V. Die Beerdigung findet Mittwoch um 2 Uhr statt. (id’/1 ii;| W:. Iü verkaufen It-.,»r-MefitckeINrr^liodr»°s irid)cn bet Ecotte jdjen 55erfqT)«n‘! Offerten unter Loblenz. -kur ed)t mit dieser Marke—demFNcher — dem ©aranhe» Letzte Nachrichten. Berlin, 3. Jan. Der hessische Gesandte und Bunde«- ratkbevollmächtigte in Berlin, Freiherr von Gagern, ist heute Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher ^"nahmebei dem Hmicheiden unserer unvergenttchen Gatttn, Mutter Schwester, Grotzmutter, Urgroßmutter u. Schwiegermutter Margarethe Schmidt tnrote für die vielen Blumenspenden und für die trostreiche Grabrede des Herrn Pfarrer Freitag sagen wir unfern herzinnigsten Dank. Im Namen sämtlicher Hinterbliebenen: Adam Schmidt, Türmer. Nachruf. Wir machen hierdurch die schmerzliche Mitteilung, daß unser lieber Sangesbruder der 1. Vorsitzende unseres Vereins Herr Justus Ruu nach kurzem, schwerem Krankenlager sanft entschlafen ist. In ihm verlieren wir einen eifrigen Förderer des Gesanges, den langjährigen zielbewußten und wohl bewährten Fübrer unseres Vereins der ledem Mitglied ein leuchtendes Vorbild war. Sein Tod bedeutet für uns einen unersetzlichen Verlust. Wir werden rhm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Gesangverein Eintracht W. Schreiner, 2. Vorsitzender Es hat Gott dem Allmächtigen gefallen, unsere liebe Gattin, Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester und Tante Frau Margareta Fiuk geb. AHW nach langem Leiden im Alter von 66 Jahren zu sich zu rufen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Fink I. Fräulein, 26 Jahre alt, evana., angenehm. Aeutzere, roünfdu die Bekannt sch- ein. nicht zu ig- Herrn (Witwer nicht ausgeschloisen) zu machen zwecks späterer Heirat. Zu erfrag, m der Geschattsstelle des Giebener Anzeigers. >020 für reisende HOSPIZ Damen evang Schwesternhaus, tiieeeee. »oaaneMtr. I. MefalluGlas Chemische Fabrik Düsseldorf A.-G. Düsseldorf J Amtlicher Wetterbericht. Berkaus der Witterung feit gestern 'ruh: TaS gestern tm Norden lagernde Tief ist ralch nach deut Mittelmeer gezogen. Hoher Truck bedeckt Skandinavien. Infolgedessen weben allentbalbe»! nördliche Winde, die Abkühlung gebracht haben Niederfchlagesind nur in geringem Aiatze geialleu. Es tst feuie bedeutende Blenderung der Witterung in Aussicht. Wetterausuchten in Heilen am Mittwoch, dem 4 Ian. ivn - Wollia, Schneefälle, schwache öfilldfe Winde, etivaS kalter_________ M. 3000 ss! Ä gesucht. Feuerkassenwert 20000 M- Schriftliche Angebote unter 084 uu den Giegeuer Llnzeiger erb. «Ml TUcht. Biollnlcbrcr gesucht Anerb. mit Preisangabe unter Q. 8. 50 ttadtpostlagernd. Todes-Anzeige. Hierdurch die schmerzliche Mitteilung, daß mein lieber Gatte, unser Bruder, Schwager und Vnfel Herr Justus Rau nach kurzem, schwerem beiden im Alter von 33 Jahren beute nacht sanft entschlafen ist. Im Namen der trauernden Hmterbltebenen. Tercse Rau Wwe. geb. Staubach. Alten-Buseck, Allendorf a. d. Lda., Rödgen, Trohe, den 1. Januar 1911. Die Beerdigung findet Mittwoch den 4. Januar, nacUm. 2 Uhr, in Alten-Buseck statt. Leihgestern, den 2. Januar 1911. Die Beerdigung findet am Mittwoch dem 4. Jan., nachm. 1 Uhr statt. vormittag in der Klinik des Dr. Flatow gestorben. Freiherr v. agern war am 9. Okt. 1844 zu Monsheim in Rheinhessen geboren. Nach Absolvierung des juristischen Studinins war er im MKbn V^waltungs- dienst tätig und zwar mit großem Erfolg, da er als einer der hervorragelidsten Verwaltungsbeamten Hessens galt^ Von 1888 bis 18.18 war Herr v. Gagern Provinzialdirektor von Oberhessen und Kreisrat des weises Hetzen, von da bis zum Frühjahr 1909 Provinzialdirektor von Rheinhessen und8$”rUorititommif|ar bet Festung Mainz Im Vor,gen ^abre wurde er als Nachfolger des Herrn v Nr.idhardt hjsi sclier Gesandter in Berlin. Die Nachricht von dem unerwarteten Tod des hochverdienten Beamten wird überall in Hessen, namentlich aber in Oberhessen um das er sich hervorragende Verdienste erworben hat, aufrichtiges Bedauern Hervorrufen. Heute morgen verschied nach längerem Leiden unsere innigst- geliebte Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter und Schwester Wine Bender N * Hess im Alter von 76 Jahren. Um stille Teilnahme bitten 049 Die trauernden Hinterbliebenen. _ Tropfen. Geolin \ putzt 1 k blitz - blank J Gediegener französischer nnb englischer Unterricht v. erfahren. Lehrer, der länger und wiederholt in Frankreich und England war ^Grammatik. Konversation, Sttl- und Aussatzlchre». Näh. zu ertrag. .unter 010362 in der Exved. des Gietz. Anz. Gelegenheitstransvort mit ein. Möbelwagen Kiefieu-Frauklurr für Ende dü. BUS. gesucht. Schrift!. Angebote unter 043 an den Giebener Anzeiger erb. Eleganter Schlitten Zweispänner, sehr gut erhalten, zu verkaufen. v< ____Dr. Wagner, Huugen. Mtzersililitten b'e betör' 14 p" Schönes Pferd, schweres Pony bill. abzuged. (86 Näheres Riegelpsad ISA- Wädchan empfiehlt sich, im MllOlllkll Wäscheausbcncrn. SelterSweg S6, ittebenb. lll. Eine alleutstehendc alt. Tarne sucht ebensolche zum rreund,chatt-- lieben Verkehr. Schristl. Angebote unter 044 an den Gienener Anzeiger erb. Danksagung. Kür die uns in so reichem Matze erwiesene Teilnahme bei dem Hinscheiden meines lieben, unvergetzlichen Hell« Formeriilkisttr Justus Bolte besonders für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Gnkmaun. der Schwester für die liebevolle Pflege, seinem Gesangverein und allen Storporadonen, vielen Kranzspenden und für die so überaus zahlreiche Benlei* tung zu sMer letzten Ruhestätte sagen wir unfern herz- heben Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Bolte. Ganze u. Teile alter fünft!. Bisse M frankfurter ^irma nur morgen Mittwoch in Gtetzen Hotel LDtz Frantiurt a. M., Cofienhetmer Strotze 14 pari., Mai 1909. .Mein dreijähriges Söhnchen Wilhelm ^tte -ettt«, Winter die Atasern Atvar glücklich iwerhanden, war aber dadurch sehr von Kräften gekominen, und seine Widerstandsfähigkeit war sehr zurück- oeaanacn. Ich gab dem Kleinen nun eine Zeit lang ecotlf S 11 zu seiner allgemeinen Stärkung und Wiederaulricht.mg, was nur auch bestens gelungen ist! Nach verhaltn.smamg kurzem Gebrauch ist der Kleine heute em „dicker, wilder Junge, dessen Befinden nichts zu wimfchen ubng lagt . Dost SeollS Entulfion so vorzüglich wirkt m Entkräflung ist einerseits auf ihre zweckmäßige Zusammensetzung auö nährstoffhaltigenBestand- teilen zuruckzuführen, andererseits auf baS langerprobte Seottsche Verfahren, in dem dieselben in eine so leicht verdauliche unb wohlschmeckende Form gebracht werden, daß jung und alt Scotts Emulsion gern und mit Erfolg nimmt. Da dem Präparate zahlreiche Nachahmungen erwachsen sind, empfiehlt eS sich, beim Einkauf ausdrücklich Scotts Emulfw« zu verlangen, deren äutzere Verpackung nebenstehende Schutzmarke aufweisen muß. Man laste „„sich auf keinen Fall N°ch°hn.ungen aufdränge^ Lcok'S Emulsion wirb von uh« aueicbUefeltd) nn qrofjen •?,rfau^l nie I°ie °ach SewiXt "ber Mah, ionbem nur in i«^8«»« Satten mu umerer Schuvmatt. i&ndjer mit bem Dorich). Sc°u 6 «»»-* *• «• ° *' 8Äunrbteüe^S ^anUnertaai le t X Theater. 3 Vorder-u. 2Rückv!ätze, 1-Rang, ^-i,°°sab^nemen^°b»uneb°n. Ein Schlitten, Nord-Anlage 35 wegzugshatber feböned Wohnhaus zu verkaufen. (5^ _______Hcrmauu Elle. Wer ist Kassa - Abnehmer für unsere beiden (1 kl. u 1 Gröberer) Kassenschränke i Offerten unter H. 257 an den Gtetzener Anzeiger erb. Wims 'erkauft ^0)nn®r 5 ÄrförF u verkaufen. 041)___Gbclstratzc l 1II. 038) Gut erb. grotz. Kinderstubl- schlitten b. abzug. Schlllerstr. 9 v. ...... ■ OdUi ne gegen d» vetnrid) teilt5 oder LmdMerci «es. <«s "«w Räderet- »°M. ich founi: «urüct.^, Konstantinopel, 3. Jan. Die Reste der Drusen wurden östlich von K-rak im Sandschak hauran von den türkischen Truppen angegrrssen und rn die Wüste aeorängt. Tausend Drusen ergaben sich- Aschen Truppen verloren drei Offiziere und 10 Mann. Die Verluste der Drusen sind unbekannt. Ein ausgezeichneter Crsolg. BBS SS. SiM« KääS ittÄttSÄ, S oer Soc ety betonen. Die Uhr hat vier Zrsserblatter, Warum? Sie sah nidjt, ->ab er bereit; gebunden denen ein jedes einen Durchmesser von mcht weniger hielt ihn für frei. Hätte er den Rmg getragc, viel Leid «» 2ö Rufi bat; bie Eine neunjahriae Gemeinde- : hat ein. Gewicht vort 3x,J «fein tartrit*"’.nSdtte“, Tons und das Glas, das jede der °;er Flachen gegen dm ^^Tage^hr ^Mthema. , die Unbilden der Witterung schützt, wiegt ^^ 20 Zentner, wig pinm Mann mit vielem Geld. Er mutz hübsch fein unb Die Minutenzeichen auf den Zi ferblattcrn sind je 14 Zoll Sr mutz T«ktor sein. Wir zogen vorn 1 Treppe ® neümnb r ent ernt, w’ die Stundenzahlen haben Sü 8 SrnmeÄ? etwa; Wohn-, Schlas-, Kinder. Warte- Smech- oS hnn 3 ctufi unb Zoll. Wie ungewöhnlich diese .»nmer Die Möbel erhalten nnr von uns. (Vater ist Möbel- sS,Ä'gl*"äXä'ä“ S'VÄfi'feÄ S1f1?«5SÖ'ÄHäÄ«-i hahpr so berichtet eine englische Wochen)chrrft, so kon ^rausgegeben wurde. Eines Abends nach emem Bankett gab er struiert, daß es einem Winddruck von 11 Tons L(eLLL 01 » Die Frau als Mann, Im Armenhaus »u^Ebelse«^mckund^ln^von. ^Pl^ halt?-"schr^hinter hält sich gegenwärtig eine Greisin von Zehren auf, drc 60 Jahre i Droschke her. „Die Note ist falsch!' — „Für Sie ist sie gut rlues gebens a l s M a nn verkleidet, m den verschredenstm mann- f kB« T fr hat 6? ra-ne in der sa m Privat» Labe sich an all Ml zur') jbtn von a erkennung, versländnu Tm^ damit crmo Mundet,,! tü?‘Iani) h ^rr - ^lischen f Rom Aschen De Gemische 3». n^Tnt H» *l»ri 'Motte ««en® 8»®et »et», “nnt » b-r j: h'iehe' btr urtüfi di- Hut weit unter Preis Emst Bloedi&er Nacht Erstes Spezialhaus für moderne Innendekorationen Giessen ausserdem Entscheidungskainpf Eggeberg; (Finnland) Debie (Rheinland) gegen Biograph Plocketr. IS Plockstr. 12 Der Herzog von Arles großes spannendes Drama. Im Wald und auf der Weide amerikanisches Drama. Max nimmt ein Bad Eisenbahn - Fahrbeamten - Verein! statt. 70, Hrau Jann gegen gegen Eberle (Deutschland Bilkan (England) Xurlah (Türkei) Lemmertz (Köln) Walltorstr. 36-38 0JO59 032 u ustclle für nachmittags und abends. SUegelvfab 2L Direktion: Th. Rösch. Grosse gflufmäiltficn LÄ-t.-.r.sln' Internationale Rin>;kampf Konkurrenz um die Prämie von 3000 Mk. in bar. Heute Dienstag den 3. Januar ringen: WT Beginn der Schlusskämpfe. "UU Ein Mädchen für häusliche Arbeit tagsüber ges. 32) (Orohcr Stcinwcg 17. 2 Mädchen, am liebsten vom Lande, nach aus» rodrtd fof. ges. Näb. Hessenstr. 8. SamStag den 7. Januar 1911, abends 8 Nhr, findet im Saale des (SaU Leib unsere diesjährige Mädchen s. fof. u. fp. Näh. vUUJl d. Fr Hetzgcr gemerbsm. Bermittl, Kaiser-Allee 24 Hth. i040 Ferner Protestkampf Hitzler (Bayern) gegen Codv Bill (Mexiko) NB. Hitzler hat gegen seine Niederlage, welche er von dem Indianer im Entscheidungskampf erlitten hat Protest eingelegt mit der Begründung, der Indianer hätte ihn nicht genügend fixiert. Ein grosser Teil des dem Kampfe beiwohnenden Publikums ist mit Hitzler einer Meinung und wünscht ein einwandfreies Resultat. Um jedem gerecht zu werden ist der Kampf für ungültig erklärt worden und kommt derselbe heute noch einmal zum Austrag. Vor den Ringkämpfen das durchaus erstklassige Variete- Programm. Beginn der Vorstellung 8 Uhr. Beginn der Ring- kämpfe 9‘/3 Uhr. Im vord. Restaur. neues Barnen Orchester. große brillante Humoreske. Vereitelte Absicht aus dem Leben. losung und Ball Um starken Bestich bittet D'/t Der Borstand. Cliina. Buchhalter 11. ftorro spoudcnt sucht Stellung. Schriftliche Angebote unter 027 an den Gießener Anzeiger erb. (Ocbilb. in- Dame aus besser, tyomilie m. flott. Handschr. sucht Stellung für schriftliche Arbeiten oder Kassiererin. Schrift!. 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Klnematograph Bahnhofstrasse 54 00033 Bahnhofstrasse 54 Cancini' Kunstfilm 350 m lang, historisches Drama. übmaaa anf Abwegen humoristischer Schlager. Mit der Liebe spielt man nicht dramatische Handlung. Moritz M sein Doppelgänger größte Heiterkeit. Bilder m der deetieo H Wen Zeppelin- WI$cliiil-$lniieorei$enaclid.Spilzl)erpffl I. Teil. 9lktuell. Die Schlüssel des hl. Petrus, Märchen. Meyer und Frau fliegen aus, humoristisch. Sonbitb: Die Afrikanerin gtinitfltll 0. E. Caruso I Neues Stadt-Theater Giessen Direktion: Hermann Steingoetter Montag den 9. Januar 1911. abends 8 Ehr« bei kleinen Preisen Einziger Lustiger Abend von Marcell Salzer --------------- Neues Vortrags-Programm ------------------ Heitere Dichtungen in Vers und Prosa von Wilh. Busch, Otto Emst, D. v. Liliencron, A. Moszkowski, Borries v. Münchhausen, Rideamus, P. Rosegger, Frbr. v. Schlicht, Ludwig Thoma, H. F. Urban u. A. [D®h Liebigshöhe. Donnerstag Kaffee-Konzert Gintritt 20 Psg. (M Giessen Direktion: Hermann Steingoetter. Dienstag den 3. Januar 1911, abends 8 Ubr 12. Dienstag-Abonnem.-Borstellg. Neber die Kraft I. Teil, van B. Björnson. Ende 10 Ubr. Mittwoch den 4. Tezbr. 1911, abends 7 Ubr 11. Mittwoch - Abonem. - Borstellg. Hohe Politik. Lustspiel von Skowronnek. Ende O’/s Ubr. (a’/x • Voranzeige: Montag den 9. Januar, Lustiger Abend: Marcell Salzer bei kleinen Preisen. Liederkranz Unsere aktiven Mitglieder werden gebeten, fld) Mittwoch den 4. Januar 1911, abds. 9 Ubr, nn unteren Saale des C a f 6 Ebel vollzählig einfinden zu wollen. (v*/i Der Vorstand. Bayrische Vereinigung Giessen n. Umgebung. Heute Dienstag abend 9 Ubr im Bereinslokal „Wagnersrub" Monarsversammlui Tagesordnung: Vortrag über Heimatgefei Landsleute stets willkommen. Mora. Donnerstag aoends 9 Ubr Monats- Versammlung im H otel Lchlfl. (v*h khriKlilh-ivziilkr Sercin und DtM-soziilkr Urteilt. Unter Hinweis aus die Bekanntmachung des Henm Oberbürger- melsters ersuchen wir unsere Mitglieder um zahlreiche Beteiligung an der Jubelfeier am 15. d. '1k. Karten sind spätestens bis zum 5. d. M. auf der Bürgermeisterei — Zimmer Nr. 15 — unter ausdrücklicher Berufung auf die Zn- aehörigkeitzum Berem zu bestellen. D*/1 Die Vorstände. 7 Zimmer Süd Anlage 2. Stock. 7 Zimmer, Badezim. re. (ev. mehr) per 1. Avril an ruh. Familie zu vermieten. Dckriftl. Anfr. unter 76 an ben Gieftener Anzeiger erb. | 6 Zimmer | 581 Schöne 6 Zirn. Wohnung, 1. Etage, mit 2 Ralf., all. Znb., mod., ver 1. Avril zu vermieten. Kaiser-Allee 7. Besch. 2. Et. 67) Eine schöne 6-Zimmerwobn. mit Loggia. 2. Stock, Henselstr. 8 per 1. Avril zu vermieten. Näb. Karl Habn, Löberstr. 17. OstÄnlaqc 30 Parterre-Wohnung, 6 Zimmer. Veranda, Garten, m. Zuveb-, auf sofort oder 1. Avril zu verm.[1 I 6 Zimmer | 9] Schöne 5 - Zimm. -Wohnung, 1. Stock, nebst Zubehör,