Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. der 21ms Hessen. Englische Arbeitzeit in den Ministerien. Morgen sinket in der Aula der Uniuerfitül die offizielle Feier des Umvcr'itätsjubiläums bezw. d.ren Eröijnung flau, in deren Verlauf die kaiserlich- Botschaft d u r d» och Kronprinzen zur Verlesung gelangen wird, b:t zu diesem jtvcd morgen srüh um G Uhr m Breslau cintrifft. — Münchener M o z a r t f c st f v ie lc. Tie Mozartseil- spiele in München wurden kürzlich durch eine ausgezeichnete Ton Giovanni»Aufführung eröffnet. Am Lrcheüer pull verwaltete Eortolczis das künstlerische Erbe Mottls sehr tüchtig und zuverlässig, aber doch nicht mit dem Temperament einer kongenialen Persönlichkeit. Broderscus Ton Juan war mehr der behaglich heitere Bonviant als der dämonisch hin rcißenbc Liebessicgcr. Aber er wird die Rolle, die er sehr fdwn singt, auch in dieser Hinsicht sich noch mehr gewinnen lönneu Charakteristisch, von seinem Humor, war Geis als Leporello, höchst eindrucksvoll der Komlhur des Herrn Bauberger. Herr Wolf lang mit feinem, sicherem Geschmack den Ton Lttaoio Tic Besetzung der Frauenrollen war besonders gelungen. Frau Rosetti, die entzückende Zer ft ne, reazooll und graziös, Frl. Ulbrig als Elvira, stimmisch sehr gut und darltellerisch er greifend, und, sic noch überragend Frl. Fort: aus Dresden, stimmlich prachtvoll und in manchen Augenblicken monumental als Tonna Anna Tas internatwnole Publikum, in dem wir bc kannte Persönlichteüen der Hunftroclt bemerkten, spendete vielen Beifall. . — (Ein neues Selbstbildnis Holbeins. In der Baseler össentlichen Kunstsammlung ist jetzt, wie dem Cicerone berichtet wird, eine bisher gänzlich unbekannte farbige Hand Zeichnung Hans Holbeins ü. I. ausgeitelll Tos Blatt, das aus England flammt, wurde von dem ausgezeichneten Holbein- Benner und Herausgeber des Corpus der sämtlichen Handzeich nungcn des Meistere, Pros. Paul Ganz, als eine Arbeit aus Holbeins späterer Zeit, aus den Jahren feines Icßten Baseler Aufenthalts gegen 1538 bestimmt, und zwar »st die Arbeit besonders deshalb imereffant, weil sie ein Selbstbildnis des Künstlers darstellt. . — Ein Kritiker Liszts. Als Liszts eine Zeit lang in einem kleinen Torfe wohnte, mietete der norwegische Maler Tirrls das "Nachbarhaus, um hier ruhig uno ungestört zu arbeiten Er setzte lich, so erzählt der Grulois, am nächsten Tag vor kme Staffelei, als Die Klänge des Klaviers hörbar wurden. Tirilt wurde ärgerlich, und als das Konzert zwei stunden gesäuert hatte, stand er wütend auf und sah nun auf dem Balkon des Nachbar Hauses einen würdigen Greis mit langen weißen Haaren. „Sind solchen Einnadmeauelle gefallt Bor der überzeugenden -hhrfung dieser materiellen Faktoren scheim selbst die alte daner»! m Angst vor der Verpreustung fast völlig geschwunden »n sein, wenigstens ist es bezeichnend, daN nur noch das „Bayerische Vaterland" diese Töne eines ehemals weit verbreiteten und hn eingewurzelten Partikularismu- .-.n'anaal Tast sich Sachsen und Hamburg später der Deutschen Lottcricgemeinschafl anschließen werden, unterliegt keinem Zweifel. Eine Reichspostgemeinschaft, eine Reichseisenbahn- gemernschaft würden wir noch freudiger begrüßen, als die „Preußisch-süddeutsche Klassenlotterie". lieber die A u s n a h m e d e s V e r t r a g s i n B a y e r n meldet der Münchener Berichterstatter der „Franks. Ztg", daß er fast kritiklos hingenommen werde: „Daraus deutet die stille Ergebenheit, mit der die Preise Bayerns die Ankündigung des Vertragsentwurfs fast kritiklos hinnimmt. Tie sachlichen und ideellen Bedenken, die noch bis vor wenigen Jahren Regierung und Volksvertretung zur glatten Ablehnung jedes Lotteriegedankens int bayerischen Parlament zusammenführte, sind mit einem Male verstummt. Dieselben Blätter, in denen Die moralische Gegnerschaft gegen alle Lolterieproiettc von jeher am lautesten zum Ausdruck kam, schweigen oder sind gar zu begeisterten Lobrednern dieser Art Finanzgemeinschast mir Preußen geworden, weil ihnen das ungemein Bequeme einer haben wird, zu existieren, aber unter dem Namen „Preußisch- Süddetttsche Klassenlotterie" fortleben soll. Wir müssen gestehen, das: wir diesen Namen recht unglücklich gewählt inden. Wie kommt man nur zu diesem in seinen beiden Bestandteilen völlig auseinanderfallenden Wort? Umfaßt denn Preußen ganz Norddeutschland? Ta sage man doch lieber gleich, da der Anschluß Sachsens und Hamburgs an die jetzige Lotteriegemeinschaft ja nur nod) eine Frage der Zeit sein kann, „Deutsche .stlassenlotterie" und dokumentiere dadurch, daß auch ans dem Gebiete des Glücksspiels die deutschen Bundesstaaten vereint sind. Tie Lolterieverträge, die Bauern, Baden und Vürttem- berg nach mehrjährigen Verhandlungen am vergangenen Sonnabend mit Preußen abgeschlossen haben, sind natürlich auf die Gelbbedürftigkeit aud) dieser Staaten zurück^ zuführen, sowie daraus, das; man es wegen des Fehlens einer Staatslotterie in diesen Staaten trotz aller Verbote liickft verhindern konnte, daß viel Geld aus Süddeutsdftand nach Preußen hinausging. Wie stark in Süddeutschland das Verlangen war, sich an die preußische Klassenlotterie angeschlosscn zu sehen, geht daraus hervor, daß man keine wetteren Forderungen stellte, als Aenderung der Firma und Ausnahme üon drei süddeutschen Mitgliedern in das Direktorium, Forderungen, deren erste Preußen bewilligte, die zweite aber schon dahin abänderte, daß die drei jüd- deutschen Staaten nur durch ein gemeinsames Mitglied in der Generaldirektion vertreten werd eit sollen, das Bayern rorzuschlagen hat. Selbstverständlid) haben nicht diese süddeutschen Forderungen die Lotterteverhandlungen verzögert, sondern die Einigung, welche Bayern, Baden und Württemberg über ihren Anteil an der um etwa 50 000 Toppelnummern erweiterten Lotterie zu treffen hatten. Hierbei ging Bayern — lund Do* erschwerte die Verhandlungen wesentlich — sehr vorsichtig zu Werke und hat es durchzusetzen verstanden, daß seilt Gewinnanteil für die ersten fünf Jahre der zunächst aus 15 Jahre sestgelegten Vertragsdauer aus'2 215 000 Mark bemessen wurde, während es vom sechsten Jahre ab für jedes im voraufgegangenen Jahre und im Durchschnitt der beiden Ziehungen innerhalb seines Staatsgebietes ab« gesetzte Los 42 Mk. erhalten soll. Aehnlich, wenn and) vielleicht bei ihrer geringeren Volkszahl nicht so glänzend, dürfte es sich mit Baden und Württemberg verhalten: nur find in der gestrigen „Norddeutschen" darüber keine Einzelheiten angegeben. Tas eine aber ist jedenfalls sicher: die "drei süddeutschen Staaten lönneu auf Grund dieses Vertrages auf ganz erhebliche Einnahmesummen rechnen, ohne irgendwelches Risiko dabei zu übernehmen. R. B. Darmstadt, 1. Aug. In sämtlichen Bureaus drei hessischen Ministerien ist seit voriger Woche die sog. englische Arbeitszeit eingesuyrt worden, d. h. -es wird von früh 7 bis mittags 1 Uhr durch gearbeitet und nur eine kurze Frühstückspause gemach.'. Tiefe zunächst nur versuchsweise eingeführte Arbeitszeit hat zweifellos vor den bisherigen Bureaustundeu Deuchte bene Vorzüge, besonders den, daß die Beamten bei der jetzigen großen Hitze nur einmal den Weg zwischen Bureau und Wohnung zu machen brauchctt und die Nachmittags stunden zur treten Verfügung haben, soweit es ftd) nicht um bestimmte Nessortchess ober Beamte hanbett, deren Geschäftstätigkeit ihre Anwesenheit meist auch noch in den Abendstunden erfordert. Von den drei leitenden Ministern weilen die Herren Staats- und Fustizmtnister Tr. Ewald und Minister des Innern v. H o m b e r g k bereits seit einiger Zeil in der Sommerfrische Dagegen widmet sich Finanz Minister Tr. Braun auch während der jetzigen heißen Tage ohne Rücksicht auf die enylische Arbeitszeit mit außergewöhnlicher Frische und Elasttzität den mannigfachen Ausgaben seines Ministeriums. — Tie Tienststunden in den Aus dem Wege zur deutschen cotterieeinheit. Tie Spielleidenschaft des Menschen und ganz besonders des Deutschen ist nicht anszurotten, so viel mau auch da gegen gekämpst hat. Hatte sie doch nach Tacitus schon über den alten Germanen eine solche Macht, daß er imstande mar, sein Weib, ja, schließlich sich selbst zu verspielet! Seit Ende des Mittelalters hat man nun versucht, dieser Leiden schäft gewisse Dämme zu ziehen, indem man alteret Staats- lotterten einrichtete und private Glücksspiele, sowie and' das Spielen in fremden Staatslotterien gesetzlich verbot. Es ist ja im Grunde genommen durchaus unlogisch, wenn ein Staat, wie z. B. Preußen, die privaten Glücksspiele verbietet, zu einem Spielen in der kgl. preußischen Mlaffen- lotterte aber durch zahlreiche Kollekteure geradezu animiert. Man hat das in Bayern, Württemberg und Baden, wo keine Staatslotterte existiert, aud) aufs energischste getadelt, scheint aber neuerdings dort einzusehen, daß eine staatliche Alassenlotterte doch ihr gutes hat, indem sie einer Reihe von gutgesinnten Persönlichkeiten wie z. B. Offiziere a. T., regierungstreue Zeitungsverleger usw.» durck) Überweisung von Kollekten eine anständige Existenz sichert und überdies für den Staat Vdillionengewinne abwirft, die Herr Fiskus ja immer gut brauchen kann. Tic preußische Klassenlotterie stammt aus dem 18. Jahrhundert, hat aber im Laufe der Zeit manche Umwandlungen erfahren, und zwar keineswegs zugunsten des spielen den Publikums. Es haben fick; ihr immer mehr deutsche Bundesstaaten, zuletz 1 lsaß Lothringen (Dezember 1010), angeschlossen, so daß letzt neben der vreußi scheu Klassenlotterie nur nod) eine sächsische und H a m - bürget Staatslotterie in Deutschland besteht. Diese E> । bdi preußischen Kll sfemotterik war dadurch nötig geworden, daß ftd) das Verbot, in einer fremden Lotterie, z. B. der früheren Mecklenburger, zu spielen, nicht recht durchsühren ließ, und Preußen dadurch namhafte Verluste hatte; denn ein Teil seiner Lolteriegewinne floß naturgemäß ins außerpreußisdic Land, Gleichzeitig oberjvar burd) den Anschluß der anderen kleinen ncirbbcutftiien Staaten und Elsaß Lothringens eine Neuordnung der preußischen Klassenlottcrte, namentlich hinsichtlich der Vermehrung der Lose, geboten, so das; die preußische Klassenlotterie jetzt 380 001) Vollose zu vergeben hat, wobei man, um den großen Apparat zu vereinsachen, D o p-p c (nummern ein führte. Wenn also das Los 10 813 gewinnt, so gewinnt aud) 10843a. Ist diese Neueinrichtung zu begrüßen, so sind die Gewinn- aussichten schlechtere geworden , sie sind nach dem Ausspruch wissenschaftlicher Spiclgrößen sogar schlechter, als in Monte Carlo. Das eine aber hat and) die verbesserte preußische Lotterie beibehalten, daß, nach "Abzug der Reichsstempel, abgabe und der Einnehmergebühr Don der Gesamtsumme, nod) von den Gewinnen ganze 13' _* Prozent abgezogen werben. Und da überdies die „idjt verkauften Nummern bei der Ziehung nicht aus der Gesamtmasse der Lose entfernt Verden, so hat der Staat, wenn Gewinne aus biefc fallen, eine Einnahme von etlichen Millionen, zumal die Lotterie- »iehung ja jährlid) zweimal stattnndet, es sich also, wenn alle Lose verlaust sind, dabei — das Vollos kostet 200 Mk. — um 152 Nrtllionen Einsätze handelt. Nun wollen sid) auch die d r e i s ü d d eu t s che n S t a a - ten ohne Klassenlotterte, also Bayern, Württemberg und Baden, der preußischen xlassenlotterie an- schließen, die damit am 1. Juli 1912 als solche ausgehört Der Kaiser in Zwinemimde. Swinemünde, 1. Aug. Der Kaiser unternahm c efter» eine Ausfahrt im Automobil Zur Abendtasel war 3rau Konsul Stand! aus Heringsdorf mit Familie ge- laben Ter Kaiser wohnte beute vormittag von 10 Uhr ab dem Schießen nach der See des ersten Bataillons bc> Fußartillerieregiments v. Hindersin (1. Pommersches :'-echs- kämpf lvaren 47, für den Drcikanipi 2b Studenten gemeldet. Gleichzeitig begann das große Gefechtturmer, wozu bewnders zahlreiche ausivärtigc Nennuligcn cingcgangcn waren. Auch em Tennisttirnier wurde im Laufe des Vormittags ocranitaltet. Ebenw beganneii die Vorläufc zum Hochschul-Eftbolenlaui uno zur icknoc- bischen Bercinsstasettc. Ein großer Teil der .F-cst- und EhrengaNc pilgerte hinaus, um die Stampf- und Wettspiele un tan*uf eh en, die ttotz der auch heute drückende» S)i6c einen ichonen Vertäu) nahmen und Zeugnis von dem hohen Stande der akademlichen Leibesübungen ablcgtcn. Z»zwischen sind fast sämtliche osftziellen Vertreter zu den Jubiläumsseierlichleiten hier cingetroficn. Darunter bennbet nm als Vertteter der Gießener Universität der Rektor Geh. vMiuz- rat Prof. Tr. Biermann. Insgesamt sind 46 europatiche und außereuropäische Staaten vertreten. Daneben haben auch zahlreiche deutsche und außerdeutschc Akademien Telcgtcrlc cm- fanbt. . % , Ter heutige 1. August ist gerade der -tag, an dem vor 100 Jahren durch die Zlabinettsordre Ä'önig Friedrich Wilhelms Itt. die Brandenburgische Provinzial-llmversität in Frankfurt a. l. mit der nur aus 2 Fakultäten bestehenden Leopoldina in Breslau vereinigt und die neue Volluniversität Breslau geschahen wurde. Spenden und Stiftungen. Eine sckivne Spende ,>at die schlesische Landwirtschaftslamm er Der Universität zu ihrem heutigen Zubeltage Übergebe». Ei»e unter ihre» Mitgliedern cmgdeitetc Sammlung von Beiträgen zum Neubau und Ausbau der landwirtichaft- lichen Institute der Universität Breslau ergab die Summe von rund 100 UOO Mark. Als ivichtigye Stiftung des Uni- versitatsjubiläums aber erscheint doch Die Sck; anung eines Breslauer Studentenheims durch Die Schenkung eine» Baugrundes zur Errichtung eines solchen durch Die Stadt Breslau. Tas neue Heim soll sich gegenüber dem alten Breslauer^ Uni- versitätsgebäude erheben und allem Anschein nach wird D;e Jubelfeier auch die erforderlichen Mittel für den Neubau mit aufbruigen helfen, zu dem schon letzt aus den Kreisen derer, die ihre Ausbildung und damit ihre wirtschaftliche und ge,ell,chaitliche Poutton der Breslauer Universität verdanken, in hochherziger Wefte verschiedene Summen gestiftet worden sind. Auch die Mömglidie Münze hat sich durch eine Festgabe betätigt, die heute er» malig zur Ausgabe gelangt und zwar an die Ehrengäste, sowie an Die früheren und jetzigen Studierenden der Universität. Es sind dies 4() 000 neue Dreimarkstücke, die auf der einen •scitc Den deutsche» Reichsadler mit Der Umschrift: „Deutlches Reich Tret Mark" und auf der andere» Seite Die Bildiiitte von 'Friedrich Wilhelm III. und Wilhelm II. nebst der Umschrift : „1JSU Friedrich Wilhelm III., Wilhelm II. 1911, Uni- vcriit.it Breslau" zeige». Tie Münze ilt von Protesior Amber g modelliert. Eine weitere Spende ist Dem phhsikalisÄen Institut ber Universität von der Akkumulatoren-Aktiengesellsckait zu Haaen >» Westfale» ut Form einer Hochspannungsbatterie von 4000 Volt übermittelt worden Frau .»ommerzlenrat Hanswaldt in Magdeburg stiftete einen Perot Fabrm'chen Znterferenzapparat von ^obi in Paris im Werte non 7000 Mark und eine Spektrometer einrid)tung mit Rowlandschern Äonkavgitter im 2-erte von 10000 Mark. Während draußen in Grüneiche die sportlichen Veranstaltungen auch am Nachmittag ihren Fortgang nahmen, fand in der Aula Der UniDcrntät die Neuwahl des Rektors statt An Stelle des Zubiläumsrektors Professor H i l l e b r a n d t wurde Geheimer Regierungsrat Professor M ncier gewählt. Um 7 Uhr abends versammelten fick die Ehrengäste im ^tadttheater, wo die Universitätsbehörden sie in zJrce.auö Mauern willkommen hieße». Tas Theater war ie,llich geiMudt unb bot im Glanze der strahlenden Beleuchtung einen wunder,choncn Anblick. Während des Festes versammelte )id), ote Breslauer Studentenschaft an der Uferzeile zu einem imposanten Fackelzug, Der sich zum Stadttheater, am Denen Balkon Der Rektor und die Ehrengäste standen, bewegte. Vom Zug wurde eine xclegation non icd’" Mitgliedern des iiudeuttschen Fub.läumsaus'councs ab- acorbnet, um dem Rektor die Huldigung der cuiDcntcirtbau aus- ;u pred en Mit Dem Gesang des „Gaudeamus iguut' begann bann ter Abmarsch des Fackel zu g es durch die Wallmaye am Pawis vorüber nach dem Palaisplatz, wo die gackeln zu,ammen- geworien wurden. Mit einem Fubiläumskommers der Nichtinkorporierten in Paschkes Restaurant schloß der heutige Festtag wirkungsvoll ob. Nr. 179 Erster Blatt W. Jahrgang Mittwoch, 2.^August J9U Tn «ketzener Anzeiger HöM • 2^. \^T d «scheint täglich, außer W _ ▲ ,ährlich Mk. L»: durch = (n jenen er zlmdöcr === VJIV11V11V »• 44 U1V »J1V ♦ Fernsprech - Anschlüsse. volürschen Leil: August General-Anzeiger für Gberhessen SSSe Wnjeigcr Gießen. v » _ . . ▼ ratb; für „Stadt unb Annahme von Anzeigen Hotationsörud und verlaq der vrübl'fchen Univ.-Vuch. und Zteiikdruderei H. Lange. Redaktion, Expedmon und vruderet: Schulfkraye r. oanb-; E.beß: \m den S «rmmSTÜf)" Büöingtn: Sentfprtd)« Nr. 50 6efd)äftsMe v-hnh-Iftrotz« 16a.____________ y. S.ck. stäbtischen ^Verwaltungen Darmstadts sind in folge der tropischen Hitze ebenfalls auf die Zeit von 7 bis IVo Uhr verlegt. Deutsches Ueich. Das Reichsgesetzblatt vom 1. August enthält die Reichsversicherungsordnung vom 19. Juli 1911 Nebst Einführungsgesetz. Ausland. Der Ehef der Jndustrieabteilung im russischen Mini ste riu m für H a n e l und I n o u st r i e, Litwinvw- Falinsry, ist nach Deutschland, Frankreich und Italien entsandt worden, um das Arbeiterversicherungswesen dieser Länder näher Tennen zu lernen. Lin Brief Koffer Wilhelm; über Glmütz. Zum 100. Geburtstage der Kaiserin Augusta wird der 'Geheime Archivrat Dr. B a i l I e u auf Anregung der Großherzogin von Baden und mit Genehmigung des Kaisers einen Teil der Aufzeichnungen und Briefe aus dem Nachlasse der Kaiserin Augusta veröffentlichen. Die Deutsche Rundschau ist schon jetzt in der Lage, hieraus einiges zum Abdruck zu bringen. Aus der Fülle des Interessanten dürfte pin Brief des Prinzen Wilhelm an seine Gemahlin, den er am 2. November 1850 geschrieben hat, besonderes Interesse erwecken, weil er die Erregung des Prinzen über die Vorgänge von Ölmütz sehr gut wiederspiegelt. Die wesentliche Stelle des Briefes lautet: Gestern mittag 1/212 Uhr sendete mir der König eine telegraphische Depesche aus 2Bicn, nach welcher Oesterreich bis zum 6. November 100 000 Mann in Böhmen konzentriert haben werde. Und daß die Bayern in Hanau eingerückt seien. Ich eilte gleich nach Sanssouei, um weiteres zu hören: der König bat mich, nach Berlin zu fahren und Brandenburg und Stockhausen zu sagen, die Armee soll sofort mobil gemacht werden, die Befehle Tonnten sogleich abgehen und des Königs Order an den Kriegsminister später vollzogen werden. Um 2 Uhr dampfte ich her nach Berlin und fand die Minister en eonseil. Ich entledigte mich rasch meines Auftrages und empfing zur Antwort, daß soeben beschlossen sei, nm 5 Uhr nach Sanssouci zu dampfen zum Conseil, dem ich beiwohnen möchte. So geschah es. Beim Aukommen sagte mir Radowitz rasch ins Ohr: „Man will sich glatt an Oesterreich unterwerfen: sprechen Sie ja ein festes Wort!" Ich traute meinen Ohren nicht! Die Debatte begann. Der König war felsenfest in seiner Ansicht: Erst Mobilmachung und dann Unterhandlung auf die Warschauer Punkte. Radowitz, Ladenberg und 1di unterstützten ihn eifrigst. Die anderen verlangten keine Mobilmachung und offiziell Erklärung der Aufgabe der Verfassung des 28. Mai. Der König wollte hierin nicht weiter gehen, als Brandenburg in Warschau hierin gegangen war, weil in dieser Auffassung (?) das andere eigentlich stillschweigend liege, was er dem Kaiser von Oesterreich privatim auseinandersetzen wolle. Eine Einigung war unmöglich und auf heute 10 Uhr wurde in Bellevue die Fortsetzung angesetzt. Der König war sublim in seiner Darstellung, königlich, herzlich, patriotisch aber felsenfest wie gestern. Dreimal fragte er: „Nun, meine Herren, wollen Sie mit mir gehen?" Keine Antwort? Er erlaubt ihnen, sich unter sich zu beraten. Ich war erschüttert, daß der König und ich die hellen Tränen vergossen! So trat ich noch einmal zu den Herren und beschwor sie, das Wrik, was sie geschaffen, V/2 Jahre verteidigt, nun im entscheidenden Moment nicht aufzugeben und sich und dem König diese Inkonsequenz zu ersparen. Ich lief in den Garten um mich zu erholen. Nach IV2 Stunden, um 2 Uhr, ließ der König die Herren wieder vor. Brandenburg er- Tlärte, daß die Majorität bei ihrer Ansicht verharre. Die Minorität Radowitz, Ladenberg und von der Heydt machte ihr Expose durch Radowitz meisterhaft, ganz im Sinne des Königs. Wiederum resümierte der König wundervoll! Nochmals beschwor er die Herren mit ihm zu gehen. Ich tat alles, was in meiner Macht stand. — Vergebens. Endlich sagte der König: „Ich mache vom konstitutionellen Recht Gebrauch; da ich meine Ansicht nicht aufgebe, so ziehe ich mich zurück; das Ministerium ist populär, ich darf es nicht entlassen, gehen Sie Ihren Weg, meine Zustimmung haben Sie nicht!" — Ich war vernichtet, ebenso her König selbst. Die Wahl war entsetzlich für ihn, so zu handeln oder das Ministerium gehen zu lassen. Ich hätte letzteres getan. Aus Stadt «nd Land. Gießen, 2. August 1911. * * 75jährige Juviläumsfeier des Lanbes- tzewerdevereins. Die Festlichkeiten zur Feier des 75 jährigen Bestehens des Landesgewerbevereins werden ttm Samstag, den 23. und Sonntag, den 24. September in Darmstadt abgehalten, außerdem ist für Montag ein Ausflug ‘an die Bergstraße in Aussicht genommen. Um mit der Feier ein dauerndes Andenken zu verbinden, soll die bereits bestehende Stiftung 'zum Besten Unbemittelter Hand- Sie der Klavierspieler, den ich eben gehört habe?" „Jawohl, mein Herr." „Was Sie da vollführen, ist höchst nervenaufreizenld." >,Ach, Sft verabscheuen das Klavier?" „Jjch hasse es." „Das ist bedauerlich, aber, lieber Gott, es ist eben mein Beruf." „Aber Sie stören mich bei meiner Arbeit. Und überdies spielen Sie hundsmiserabel." „Finden Sie wirklich? Es ist das erstemal, daß man mir so etwas sagt." Wütend aber rief Diriks zurück: l,,Man hatte Ihnen das schon längst sagen müssen!" Es entstand leine kleine Pause, nach der der greife Meister des Klavierspiels schlicht erwiderte: „Ich heiße Liszt." — Neue Versuche über di e „Gl0ri0le" des Menschen. Aus Neuyork wird berichtet: Bereits vor einigen Monaten überraschte der amerikanische Arzt Dr. Patrick O ' D 0 n- «eil von Chicago die wissenschaftliche Welt mit der Mitteilung, daß es ihm durch ein besonderes chemisches Verfahren gelungen sei, eine im Dunkel wahrnehmbare Ausstrahlung des Menschenkörpers festzustellen, die durch eine Art Gloriole denk Umriß des ganzen Körpers folgt, bei gewissen Krankheiten Veränderungen aufweist und mit dem Tode erlischt. Der amerikanische Forscher hat inzwischen seine Studien und Versuche fortgesetzt und in diesen Tagen im Hospital von Chicago sogar photographische Aufnahmen diefer Menschlichen „Gloriole" auf die Platte zu bannen vermocht. Man photographierte die Ausstrahlungen eines Sterbenden, und dabei zeigte es sich, daß sofort mit dem Eintreten des Todes die Ausstrahlung endet. In Gegenwart einer Reihe von Aerzten wurden bann im Kunstinstitut von Chicago Vorführungen Deranftaltet- Die Modelle wurden, in ein Leinentuch gehüllt, in ein Tuukel- Sirnmer gebracht, dort legten sie in Der Finsternis ihre Hüllen ab, und nach Vornahme der von Dr. O'Donnell entdeckten chemischen Prozesse, tauchte in der Tat als schwaches, nebelhaftes Leuchten die Ausstrahlung sichtbar auf und ließ so die Umrisse der Körperformen genau erkennen. Um zu beweisen, daß es sich hierbei nicht Um Illusionen der Beteiligten handelt, mürben bann brei Krankenschwestern aus bem Hospital gerufen, die von dem Verfahren und dem Zweck der Versuche nichts muRten. Tie Schwestern sahen jansangs nicksts, als dann aber einer der Aerzte mit den Händen in einer gewissen Entfernung den Umrissen der Körper folgte, sah eine der Schwestern sofort Lichtstrahlen" zwischen den Fingerspitzen des Arztes auftauchen. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen- schäft. '4. er Rnmcmist, Geheimer Rat, Professor Dr. jar. August Thon begebt am 14. August die 50jälnige ToklorjubeUeier. Ter Senior der I e n a e r Juristenfakultät ist am 18. Februar 1839 zu Weimar geboren. — In Braunschweig ist am 30. d Mts der Komponist, Herzoglicher Musikdirektor, Hof- und Domorganist Professor Heinrich Schrader im 68. Lebensjahre g e ft 0 r b e 11. wertslehrlinge und ausgezeichneter Schüler _ der Hand- werkerfchulen eine Erweiterung erfahren, dieser Stiftung soll ftoch ein Kapital von 6000 Mk. zugefügt werden; außerdem werden noch weitere Beiträge für diese Stiftung aus den Kreisen beteiligter Gewerbevereine erwartet. "DaS Gesetz, die Land stände betreffend, nebfi AusführungSbestimmungen mit Wahlanleiinng, sowie Gesetz über die Bildung der Landtagswahlkreise ist soeben im Staatsverlag erschienen und durch alle Buchhandlungen zum Preise von 1 Mk. zu beziehen. * * Ferien-Sonderzug. Am Sonntag, 6. August, geht Um 9 Uhr abends ein von Metz kommender Sonderzug von Gießen nach Berlin, der früh 7 Uhr in Berlin, Potsdamer Bahnhof, ankommt. Fahrkarten 3. Waaenllasse sind mit achtwöchentlicher Gültigkeit für 23,10 Mk. für Hin- und Rückfahrt zu haben. Die Rückreise kann mit jedem fahrplanmäßigen Zuge erfolgen. Auf Hin- und Rückreise ist je eine Fahrtunterbrechung gestattet. Die Reise geht über Kassel, Nordhausen, Magdeburg. * * Manöversendungen. Aus Anlaß der bevorstehenden militärischen Herbstübungen wird darauf hin- gewiesen, daß Sendungen an Soldaten mit richtigen und deutlichen Aufschriften versehen werden müssen. Zur genauen Aufschrift gehören: Familienname, möglichst auch Vorname (bei Sendungen an gleichnamige Empfänger desselben Truppenteils noch weitere unterscheidende Bezeichnung), Dienstgrad und Truppenteilregiment, Bataillon, Kompagnie, Eskadron, Batterie, Kolonne usw. — Da für unverzögerte Nachfendung nach den Stand- und Marsch- quarticreit entsprechende Einrichtungen getroffen sind, so empfiehlt es sich, als Bestimmungsort nur den ständigen Garnison ort anzugeben. Ausnahmen sind nur bei Anwesenheit von Truppen auf Uebunasplätzen angebracht, wenn dem Absender der T r u p p e n ü v u n g s p l a tz genau bekannt ist Uno die Truppen sich längere Zeit dort aufhalten. Tie Angabe eines Marschquartiers als Bestimmungsort ist wegen der dadurch häufig entstehenden Verzögerungen nicht zweckmäßig. •• Die Trichinenschau in unserem Schlachthof wird seit etwa 14 Tagen mit dem vom Schlachtyofdireklor Garth- Darmstadt, einem geborenen Gießener, erfundenen Trichinoskop auSgeübt. Während früher ein Beamter zur Untersuchung von vier Schlveinen eine Stunde Zeit brauchte, wirb durch den neuen Apparat in der Stunde an 20 Schweinen die Beschau vorgenommen. Dabei werden die Augen des Beamten weniger angestrengt als ftüher, da der Apparat das Objekt bedeutend vergrößert. ** Bestrafungen wegen Verstoßes gegen die Seuchenvorschriften sind jetzt in Oberhessen an der Tagesordnung Und die Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft Gießen mehren sich täglich. Es handelt sich meistens um Viehhändler und deren Leute, die entgegen dem Verbot die Stallungen 'betreten oder Vieh von Ort zu Ort treiben. Handeln diese Leute fahrlässig, so müssen sie mit einer Geldstrafe belegt werden, die die Schöffengerichte sehr hoch bemessen, ist aber der Verstoß wissentlich begangen, so wird auf Gefängnis erkannt. ** Das Freibad für Frauen an der Lahn wurde im Juli von 4151 Badegästen besucht. Tie starke Benutzung der Anstalt hat die Bürgermeisterei veranlaßt, die Badezeiten auch auf die bisher noch frei gewesenen beiden Wochentagen auszudehnen. Mittwoch und Samstag von 5—8 Uhr ist die Anstalt nur für erwachsene Personen freigegeben. Für Kinder dagegen ist die Badegelegenheit an diesen beiden Tagen bis 5 Uhr bemessen. ** Zur Beibehaltung der katholischen Feiertage. Die Bischofskonferenz, die demnächst in Fulda stattfinden wird, dürfte erst die endgültige Entscheidung bringen über die vom Papste gewünschte Verlegung einiger Wochenfeiertage auf den Sonntag, wenigstens für Preußen. Der Papst hat bekanntlich dem Ermessen der Bischöfe anheimgegeben, wie weit sie mit dieser Maßregel gehen wollen. Nicht nur in süddeutschen, sondern auch in oen westdeutschen katholischen Gegenden wünscht man die Beibehaltung des Fronleichnamstags am Donnerstag der übernächsten Woche nach Pfingsten, und wie es scheint, ist das auch der Wunsch der meisten Bischöfe. Wenn dabei verschiedentlich die Meinung laut geworden ist, daß auch die zweiten Feiertage nach den großen Festen in Wegfall kommen könnten, so beruht diese Meinung auf einem Irrtum. Der Ostermontag, der Pfingstmontag und der zweite Weihnachtsfeiertag sind gesetzliche Feiertage und können durch bas einseitige Verbot einer kirchlichen Behörde überhaupt nicht abgeschafft werden. . Kreis Büdingen. — Bad-Salzhausen, 1. Aug. Bis zum letzten Juli b. Js. sind 48 9 Kurgäste und 115 Passanten, im ganzen 604 Kurfremde, angekommen (bis zum gleichen Tage in 1910 — 464 Kurfremde). Bäder wurden bis dahin 5629 abgegeben (in 1910 — 5023). Kreis Alsfeld. A Alsfeld, 1. Aug. Auf unserem Pferde- und Prämienmarkt herrschte ein äußerst lebhafter Geschäftsverkehr. Es waren aufgetrieben 224 Pferde, 68 Rinder, 155 Schweine und 141 Ziegen. Zur Prämiierung wurden für die Pferde 1400 Mk., für Rinder, Schweine und Ziegen 1300 Mk. verausgabt. Der Schwalmgrund, der durch seine hervorragende Pferdezucht bekannt ist, hat wieder gut ad- geschnitten. Leider übte die Maul- und Klauenseuche und der Futtermangel auf den Handel ungünstigen Emfluß au§. Zum Ziegenmarkt waren Händler selbst aus Köln erschienen. Die Ausstellung war mit landwirtschaftlichen Maschinen, Wagen, Geschirren und Geräten beschickt. Kreis Schotten. A Neu-Ulrichstein, 1. Aug. Ein Kolonist der Arbeiterkolonie ist nach Unterschlagung von 100 Mk. spurlos verschwunden. Kreis Friedberg. L. Bad-Nauheim, 1. Aug. Die höchste Zahl von Kurfremden brachte uns für dieses Jahr der 27. Juli. Seit diesem Tag ist ein kleiner Rückgang von Fremden zu verzeichnen. Im ganzen werden 1800 Fremde mehr unser Bad besuchen wie im Jahre 1910. — In der Zeit vom 31. August bis 5. September dieses Jahres finden auf unseren staatlichen Tennisplätzen TenniSpreiSspiele statt. Starkenburg und Rheinhessen. ck. Mainz, 2. Aug. Auf der Landstraße von Kostheim wurde gestern abend von dem Automobil eines Groß, grundbesitzers von Argentinien, das von Frankfurt kam und von einem französischen Chauffeur geleitet wurde, daS 20jährige Dienstmädchen Elise Schneider, das in Castel bedienstet ist, überfahren und lebensgefährlich verletzt. Im hie l'igen Hospital mußte sofort eine Operation vorgenommen werden, doch dürste daS Mädchen die Nacht kaum überleben. Der Wagen wurde von der Polizei beschlagnahmt, der Chauffeur vorläufig festgenommen. _ ~Die Eindrücke einer wettsliegers. Der vielgenannte Schiffsleutnant de Conneau, der unter dem dem Publikum geläufigeren Namen Beaumont bei dem Fernflug Paris—Rom al^> erfter oa3 Ziel erreichte, der Preisträger des kürzlich zum Austrag gebrachten europäischen Rundfluges und der aussichtsvollste Wettbewerber um den 200 000-Mark-Prels, ben bie/Wt> Mail" für den augenblicklich statt find end en englischen Rundflug ausgeworfen, hat das Höhensteuer mit der,0'bder vertauscht und plaudert in dem Blatte, das den Preis gestiftet, aus dem Schatze seiner Erfahrung über die seelischen Eindrücke und Sensationen, die der Wettkampf in den Lüften bei ihm ausgelöst hat. Wir entnehmen dem interessanten Artikel des erfolgreichen französischen Fliegers, der wie kaum ein anderer berufen ist, sich zu dem Thema der Psychologie des Fliegers zu äußern, das folgende: ^Beobachten Sie einmal die Flieger in dem Augenblick, wenn sie sich zum Aufstieg rüsten. Sie schweigen oder sprechen nur wenige knappe Worte. All ihre Aufmerksamkeit wird durch die peinliche Untersuchung der Maschine absorbiert, der sie ihr Leben anzuvertrauen im Begriff sind. Wortlos unterziehen sie jedes Detail der Ausrüstung einer minutiös en Kontrolle, vor allem den Mechanismus des Motors, dieses metallenen Herzens, das den delikaten Organismus von Holz, Kein- waiid und Stahl mit Kraft und Leben erfüllt. Sie sind wahrhaft schlecht beraten, meine Damen, wenn Sie just diesen kritischen Augenblick wählen, um den Flieger mit der Unterzeichnung von Ansichtsposttarten zu behelligen! Jetzt heißt es für den Flieger der Toilettenfrage sein fürsorgliches Interesse zuznwenden und für den anmutigsten aller Sports das entstellendste aller Sportkostüme anzulegen, die dicken Handschuhe und Strümpfe, das ungeschlachtene Oberzeug, den Balaklawahelm, die Schutzbrille, das wollene Halstuch, kurz all das seltsame kostümliche Drum und Tran, das einem das Aussehen eines Wesens aus einer anderen Welt verleiht, eines Marsbewohners oder des Mannes im Monde. Ist das geschehen, handelt es sich darum, Kompaß und Karte einer gewissenhaften Prüfung zu unterwerfen. Läuft die Karte auch tadellos auf der Rolle und sind auch all die anderen Kleinigteiten des technischen Einzelwerts, auf das ich hier nicht näher eingehen will, in ordnungsmäßiger Verfassung? Endlich ist die Stuiide des Starts herangekommen. Unter dem ohrenbetäubenden Geknatter des Motors entwindet sich der Aeroplan den sein Hinterteil haltenden .Händen und läuft hurtig über den Boden. Dann gerät er ins Hopsen unb erhebt sich mit einem eleganten Schwung plötzlich in die Luft. Pfeilgeschwind ftitzt er einem unbekannten Punkt des Horizonts entgegen. Ter unangenehme Eindruck des ruckweisen Stoßens und Rüttelns, das die Unebenheit des Terrains beim Anlauf bedingt, w.rd in der Luft durch das Gefühl eines fünften Dahingleitens abgelöst, eines Gefühls, das sich mit Worten nicht ausdrücken läßt. Die Angst und Aufregung des Starts sind vergessen und haben dem Gefühl der Ruhe und absoluter Einsamkeit Platz gemacht. Der Mensch ist verschwunden, er ist ein Vogel geworden. Er fliegt, aber er hat nicht die Empfindung der Bewegung. Wie beim Aufstieg im Luftballon hat man den Eindruck, daß die Erde unter einem versinkt Tie Menschen, die man tief unten sieht, erscheinen erst als kleine, bewegliche schwarze Punkte, dann kann man nur noch Gruppen unterscheiden, und schließlich hat man allein noch das Bewußtsein einer schwarzen Masse. Die Tinge fließen ineinander und schwinden dahin. Die Häuser erscheinen wie Würfel, die auf ein Billardtuch geworfen sind, die größten Städte wie Niederlassungen von Liliputanern. Nur das Meer und die hochragenden Gebirgszuge wahren in diesem Kleinkram ihre Größe und zwingen den Flieger zu respektabler Bewunderung, der sich das ununterdruckbare Gefühl der Furcht beigesellt. Vom Licht berauscht, steigt der Flieger höher unb höher, die Geräusche der Erde erreichen, von her Musik des Motors Übertönt, sein Ohr kaum mehr. Unter dem Druck des Gefühls der völligen Welteinsamleit steuert die Maschine weiter nach oben unb fliegt über Täler unb Berge. Alles Gegenständliche ist aus dem Gesichtskreis des Fliegenden ae- schwunden, die Luftstraße breitet sich frei und nach allen Richtungen übersichtlich vor ihm aus. Erst jetzt hat er das volle Bewußtsein zu fliegen, bas Bewußtsein des Losgelöstseins von der Erde, des Lufteroberers, der sich die Luft untertänig macht, wie der Mensch den Ozean in seinen Dienst gezwungen, der sich in der Luft frei bewegt und sie nach seinem Willen auf einer Maschine eigener Erfin- bung bnrcheilt, der Maschine, die dem leisesten Wink gehorcht, die mit der leichten An mm des Vogels steigt unb sinkt, sich wendet und dreht. Und die Gefahr ? Da, gerade ihretwegen liebt man ja im Grunde das Fliegen so sehr. Just weil die jüngste Eroberung des Menschengeistes uns jeden Augenblick mit Vernichtung droht, ist sie uns eben eine so heiß umworbene Geliebte geworden. Wer bei ben großen Wettflügen über Lanb stellt sich dem Menschen noch em anderer Reiz dar. Es hat nicht allein die Nervensensation gegen das trügerische Element der Luft zu kämpfen, sondern es ringt in ihm außerdem noch mit anderen; Menschen, die gleich ihm zu dem Zwecke die Luft durchf- schiffen, um wie Wandervögel das heißersehnte Ziel schnelle möglichst zu erreichen. Tie Begierde, über die Gefahr zu triumphieren, wirb so noch durch ben Ehrgeiz gesteigert, als erster am Zielpunkt anzulangen, an dem die Menge ängstlich ferner Ankunft harrt, um dem Sieger jubelnden Willkommensgruß zu entbieten. Das ist der eindrucksvollste Moment der Flugreise. Wenn der Mick des Fliegers zuerst auf ben großen kahlen Fleck fallt, wo er fernen Schwingen Ruhe gönnen darf, wenn er die ihm so wohl Vertrauten Zeichen erkennt — die wehenden Flaggen, die wertzen, als Signale bienenden Tücher, die freübig begrüßten Feuer, die ihm ben Weg weisen unb bie Menschen^ menge, bie sich an den Barrieren bringt — wenn er mit einem Wort das Ende der Luftreise erreicht weiß, bann schwellt seine Brust ein allbeherrschendes Lustgefühl von einer Süße unb einer Kraft, daß alle Sorgen des Starts und alle Gefahren der Fahrt im Handumdrehen vergessen fmb. Und wenn bas Enbziel eine Stabt ist, wenn diese Stabt gar eme Metropole wie Rom ist, so ist dieses Gefühl Io überwältigend, daß man es keinem verübeln kann, wenn er einen Augenblick eine hochmütige Regung nicht unterdrücken kann. Angst, Freube, Stolz, Furcht, Einsamkeit, Hoffnung^niit Verzweiflung wechselnd, Kämpfe, Unfälle, Trauer, eiegesfreube unb über allem der tiefwurzelnbe Instinkt ber Selbsterhaltung, bas sinb so in der Hauptsache bie wesentlichen Empfindungen, bie man bei ben großtti Konkurrenzfliegen durchlebt, unb die dem geistigen Auge bes Fliegers bas Bild des menschlichen Lebens in einer Folge scharf umriffener SrilmnungMrchriftke entrollt." befett, friR er gcrobetu Biergarten straßc btiRi. Unb last i ’inben sich lange Tisch« unb ringsherum eine buntbemütztc Ue Mieter eine« Hauses mußten -Kindtr«H ■KcriEXcs magen-' darm kranke B esf bewährte gesunde und zwanzig Zähren muß man beuten. Wenn dieser Artikel dazu beilragm sollte, eine öffentliche Besprechung iin Stlidtverordnetcnkollegium herbeizuführen, bann wär,' cs sehr im Interesse unserer Stadt. Noch ist eS nicht zu spat! . _______!_■! _ _____ ______ , I ■■ Letzte Nachrichten. Zeugfeldwebel Müller hat fein Gnadengesuch zurückgezogen. m. £f fenbacf) a. M., 2. Ang. Der Dom EbertriegS- geeicht zum Tode verurteilte ZeugfcldwebelMüller, der kürzlich ein Gnadengesuch an den Kaiser gerichtet hat, hat dieses Gnadengesuch zurückgezogen. Feuer in einer Irrenanstalt. Ottawa, 2. August. Zn der Irrenanstalt zu Ha- milton (Ontario) brach gestern früh Feuer aus, wobei achtPaltentenocrbrannten, während etwa tausend unversehrt geborgen werden konnten. Bei den Rettungs- arbeiten zeichneten sich Feuerwehr und Polizei wie die Wärter der Anstalt in gleicher Weise auS. Die Wrrren in Persien. rtmlucher Wetterbericht. Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen. Wetterausilchre« m peilen am TounerStag, dem 8. August 1911: Trübung, meist trocken, etwa- kühler, strichweise Gewitter. Nahrung fUr: sowie ► schwächliche. in Cer Entwicklung " zurückgebliebene Kinder. Tie Fremden, die in dieser Reisezeit den Schmutz und die Düste des sommerlichen Baris zu genießen bekommen, mögen zweierlei nicht vergessen: erstens, daß sie als gläubige Lutena pilger auch, mit Montaigne, die „verruss' unb „tachee" im Antlitz unserer ynß iligen Hcillgen zu verehren haben: zweckens, daß sie von Gluck sagen Irinnen, tm Jahre 1911 unb nrchl im Zeitalter Philipps-Augusts oder Heinrichs des Pielgeliebten oder auch noch unter der Regierung Louis Philipps bi. ^em zauderm besucht zu haben Eine Schmutzstadl ist^unser gutes alte- Parieben immer gewesen, unb wir kennen Fanatiker, die aus diesen .Schmutz als Zeichen alter Kultur sehr floh sind. Tie Pariser scheinen diese interessante Unsauberkeit auch im Mittelalter schon geliebt zu boLcn, denn sie waren in stetem Per- — Alte Breslauer Kneipen. Man schreibt unS aus Breslau: Tie 3ubelieier der Alma mater Leopoldina wird di le alte Herren nad» der Oberstadt ziehen, unb sicher werben sie aud) die Stätten au'iuchen, ba sie einst bas Glas geschwungen baten. Ter genius loci ist ieudnrrvblub. Breslau ill reich an ftneipen, „ unb ein Teil feiner berühmten Promenade ist so dicht mit Bicr- Strafen nicht -um I gärten s ' 1 “~*r - A Landau, 1. Aug. Die pfälzische S3in|_er« reoolution vor Gericht. Wie noch erinnerlich sein bnrue, +u.„n. ------- ... ... kam es im Frühjahre in verschiedenen p'älstichen Geniemden zu Tatsache zutage gei ordert bat. Es ist nämlich ein rüsten-1' xiDLomatiiche Korps tut Schritte zu bemfe: WtiizerliatvaUen, die ihre Ursache m einer Anordnung der bayer. L r ^as bisbcr nur mr 9lil gemnden worden war. Taburchs^ , 77,^, kL_ x n ♦ e * » StaatSreglerung m Bezug auf das Abreiben der Rebstöcke hatte. c3 zur Gewltzheck, baß in einer • Tic j-iaüiegel tollte die WeilcroerbreNung des pcu- und ^aiier- (Snnnentnc6icier an den ^riebeneidjlus vor 40 Jähem landen, er mutiqten die deutschen Turner zu gleichen Untemebmitnaen^u:: We.be de- BölkerschtachtdenkinalS in Leipzig. Ter Fert- turnwart Bolze vom letzten deutschen Turnle't in Frank- luri a. TL schließt baber leinen Bericht über die Eilbotenläust von ‘Amorbach, vom Spichererderg bei Saarbrücken, von WorrnS, von Traben-Trarbach a. b. Tlofcl, von Koblenz nach dem 9luhet- walddei.kmal mck den Dorten: »Denn daü große Teuf mal, bae Bölkerichlachldenkmal bei Leipzig, eingeroeibl wird, dann soll Ger- mar.ta vom Niederwald durch 6ilbolenldu inflrumcnten ausgerüstet sind und die es an Fleiß auch gennfe, wie wir annehmen, nicht lebten lassen, von deren Wirksamkeit aber doch nicht Gemigcnbcs zu bemerken ist. Die Verwaltung ist eben auch brüte noch ohnmächtig gegen die Schmutzlieblaaberei des mv gebildeten Volkes. In manchen Häusern bcr Arbeitervororte unb in den armen inneren Vierteln herrschen Zustande, von denen man sich m Berlin und anderen bculidyen Großstädten nicht» trau- men läßt. Die Hausbewohner fammeht heute oen Unrat m eisernen Mafien, bie eigentlich geschlossen sein sollten unb die nach einem früheren Präfekten „Poubelles" genannt werden. Die Kasten werden vor die Hau-türcu gesetzt unb in den frühen Morgcn- stunven von schweren ttarren abgeholt. Vorher haben aber schon ganze Legionen von Lumpensammlern die „Paubelles" auf wsn- vvllen Iichalt untersucht, unb bei diesen Nachfvrscknmgen die Hälfte beS angcjammcltcn Mebridno wieder auf die Strane fallen lassen. Dazu kommen bann halb die Abfälle brr Gemüse-, Lbstz- unb Fsich- magen, die in ganzen Batterien an rücken unbjnit ihrem »trai>en- l>anöct die Wege sperren. In der inneren Stadt ist es sdjon in den Vormittagsstunden wieder so schmutzig, als wenn es gar keinen Reinigungsdienst gäbe. Dazu tonnni, daß ment gerate m den beißen Monaten vloistich aus geheimnisvollen Gründen bie pariser Schmutz einst und jetzt. W. Paris, im 3ult. betoorgehoit, roabrntb Ienme. der GfeL kür die Demokraten ein- kpranq. Am Freitag roriqer Woche Haden diese deideii Tiere einen ■gemailt begonnen, desten Ziel, wie sich von lelbft verficht. das -M( . c '?au< in Saldington ifL Zeder der beiden Wettkämpfer trägt em großes Schild mit dem Texte ,1912 im Weißen Paule oder lol !* Natürlich sind zahlreiche Welten aul den Auvgang dieses eitlaukeS abgcfd)lof:en worden. Cannon imb Thompson |dt'q l aben auch geweliet, jedoch nur um eine Zigarre. Nach einem Benchle des .Journal des Xeboti” scheint es, als ob die Vetzorden den beiden Wetilaukern aus alle erdenkliche Weise ent- aepaitommen, denn sie hurten alle Wege unb Liege benutzen, ohne er»i um Erlaubnis fragen ru muffen, sa, sämtliche Fährboate nuiffen sich ihnen zur Verkügung tieUen. Tic Beraiistatter des '12eitlaute« rechnen bamit, haß ihre vtenutzigen Fdmpen zwei bis drei Triochen draiichen, um die ganze Strecke zuruckzutegen. • Nachhaltige Wirkung Gerichtsvorsipender izum Zeugen): „Sind Sie vorbestraft?' — Zeuge: ..Zawohl, vor zwaniig Zabren mü drei Mark für Baden an verbotener Stelle. ' — Vorsitzender: „Unb bann?" — Zeuge: „Tann Habe ich — nie wieder gebadet!" Wassericitung ihren Dienst versagt. Zevt sind ziemlich alle Pariser Arondiiicinents nut Aitlagen sum Zermahlen, Zerstamp'en, Slussondern der gesammelten. Äb- fälle ausgerüstet, und mit dem gewonnenen Dungmaterial können öOOOU Hektar Land versorgt werden. AlS neulich die Wiener Stadtväter den Parisern ihren Beiuch abfiatleten, zeigte man ihnen auch mit Stolz diese „l^adoue' -Werkc. Und dennoch müllen alle Pariser, die ausländische Städte kennen gelernt hoben, bei ihrer veunkehr im Anblick des Pariser Schmutzes entsetzt die Äünde juiammeiifchlageii. Tie Erziehung zur Reuilichkeit fehlt eben. Wie sollen die kleinen Pariser Kleinbürger- und Arbeiter- tinder in ihren engen, ungesunden, schmutzigen Wohnungen uiid ui den du Hern, unsauberen Schulskuben Sinn für Keuckichleil lernen? Zst die Nachlässigkeit doch sogar in önentlichen Gebäuden erstaunlich Und dabei ist Paris noch blitzolank uiid musterhaft bngieiuidj im Vergleich zu französischen Provinzstadten und zum Lande! (^cncbtsiauL r mitÄ^ s ben btt, er tnter^ian i?^1 leger« W ernt fie ,ue «w- d durch S^ = :t;?et ii' Ä - "los untenLv? S3? U* -ff» en crnit(L tÄ T’ toenti 6u S nbenÄet^dtß 1 zu wLÄ sein fürfoS! ^..unmutigsten alü ?^anzulegen, btt S^rene Cb«- ^°llenc ^che Drum und Tran 's aus einer anderen ober es Mannes im '. nch oatum, ÄompQt >ung zu unterwerfen ■ *oue und sind aurfi Aschen Einzelwerlr, n milk, in orönunfl;- e Stunde des Start; etaubenden ßefnattcr an ben sein hintertci! ber den Boden. Tann. . mit einem eleganten ieilgeschwind supt er ltS entgegen. Ter un> tostens und Rütlelne ■ Anlauf b.dingl, iv rt . sanften Tahingleitenorten nicht ausdrücln Starts sind vergessen absoluter Einsarnkeii i mben, er ist ein 9?oßt' : bie Empfindung bei tbalton hat man bin Tie Mensihw. ft als kleine, feny : nur noch ter allein noch i>&r. Tinge sliefeen inte* iufet erscheinen |rü fen sind, die größten iputancTii. Aur k . ,ge wahren in diesem . en Flicgcr zu rcspel f mterbrüdbarc Gesuh. eqer höher und höhet, der Musik des Mm >r bem Truck des rt die Maschine »eitet Berge. Alles Gege^ ! »cs Ui'S-"dc"L, i frei unb nach aller is. Erst ic6t W Bcwusttscm btä&/ robercr^, brtto k ch deii cz-M'« ouft frei iewegt ui» ^ine eigene-to' ' em leisesten ®i”[ ° Gefahr? Tu, 8« » c bad FlieS-n -IA Ä ÄC :bem no* wif ä’*i ji l sch-ck ct|ieSKe0ef°‘T; n, ■ iaa f w ind^ /fällt- W>«'Ä drangt jpeiß, boj sS-tz LS-Z ,e Ztadt '' lz, A «K unb P hei W iie aeist'^ äfi LingesanSt. ........ __ vvl(Wlw ... . Für Form und Inhalt oller unter dieser Rubrik stehenden Artikel den Straßen der Weltstadt weiden zu lassen. Tic braven Bürger I zum Cofer iliatiuslirche bilocn, nuilien ihr blühen* in ben alten, schlichten Kneipen. bcg Dasein beenden unb von. ber Bilbsläche verschwinden. 3n * Tie Freundin des Exkönigs. Tie jugendliche und der Weise die schönsten ; rafeenbilbcr zi^ verdcrbm ift unram, schone Pariser «rettldiva Gabn TeSlvs, der die Katastrophe, ja geradezu unverantwortlich ut eS, die Straß«» die glltLicher- bie Mönig Planucl um ben Thron brachte, zu internationalem weite breit unb, famtlid) finjucngcir Chiu oweckel wud das :Hui m rholicn. iii. w e sich ber „N.-w-Pork American" aus Hon Großhcrzogliche schloß nt bedauerticher Weise gedrückt mch der hon melden läßt, soeben gegen ein Wocheichoiwrar von 16000 Mk Ausblick aut einen uicurodigcnle iu 1 ü rbie B für eine amerilanische Kunstreise verpflichtet worben, aus ber sic wenig erfreulich sem. ,^n Ergänzung deS eingangs erwähnten ihr königlicher Verehrer begleiten soll. Tas; sich ber portugiesische Artikels fei noch daraus hmgewiefen, daß man nahm das | JrWmg baw verstehen sollte, erscheint freilich so wenig glaubhan stets an — zur „stabterwelterung fauler Mabt wie baS Gerückt, nach bem bie schone Gabi; bie wieberhollcn veiratS- Nr. 9 loroic (Lenz unb OUmann) „^1b anträge bes Königs zurüdgewiesen haben soll. Dagegen ist cs ein Etgentlmi genommen morben inb ES sieh nur noch ofiem-3 Geheimnis bafe bei miige entthronte souverän ber in kleine Häuschen Nr. •> oL/ubmaa). r ^nu unb bie ~jirt|d>ait London ganicreuben Diva nach wie vor ergeben ist unb dieser Er „Zum schiefen Balken Nr. 7 wwie daS VäuSch nebenbei! durch fortgefetzte Aufinerksamkeiten Ausdruck gibt. Darau-' Nr. U, txc, ^useichlEn Grundsmck 17/lri (vochlwtter), ms^ machte Wobt) Teslvs bem sie besuchenben Berichterstatter gegen gesamt sur runb 80 000 Mark zu haben sind-. Diese ^.Lehm Über nicht das aennafte Hehl. „3d; besitze Perlen tm Werte von Pasteten brohen alle bem ZuiammiNisturz. Alw unmtSführb^, weil vielleicht zu teuer, ist bie Aw. ubrung ber ^bec eines Marll- platjeö an biejer Stelle nickst. Nach lungeren Zähren könnte man ben Gedanken der Zurüdverlegung ber Hauser Ltnb. Lotz und Müller anigrtuen, um eine bequeme Straße in brr Längsachse nadi bem nördlichen Stadtteil durchzuführcn. Nicht nur an Die Gegenwart, sondern an die hoffentlich sich weiter entwickelnde Ausb.hnung unserer lieben Vaterstadt in zehn über nickt daS geringste Hehl. „Id, besitze Perlen im einer Million," erzählt sie, „aber mein Liebluigsichrnuck ist em Kollier, bas mir Manuel geschenkt hat unb das 100 000 Mark gekostet hat. Aus Brillanten mache ich mir nichts, bafür höbe ich eine wahre Leidenschaft für Perlen, die schöner als Brillanten (inb unb weniger auf bänglich wirken." Aus bie Frage nach ccm Aufbewahrungsort ihrer kostbaren Pcrlcnkollektion rief sie ihre fiammerjungfer herbei, öffnete ihr bie Bluse unb holte ein Leber bentelchen hervor, das das Mädchen um den Hals trug, „vier ruht mein Schatz in sicherer Hut", erklärte die über die Maßen vertrauensselige Besitzerin, „beim kein Mensch wirb aus ben Gc batiken kommen, meine Perlen am Busen meiner Kammerzofe zu suchen." Für bie bevorstehenbe Amerikafahrt hat sich Gabn Deslys bereits burch ben Aufwanb von 200 000 Mark für Panier Toilettenschöpsungen Halbwegs gerüstet. Znzwifchen tritt sie täglich in ber Lonboner Alhambra in einer „Les Debüts bc Ehichml" benannten Soloszene auf, deren eindrucksvolle Ncauisiten ein tost-1 bares Primkbetl unb ein nicht minber kostbares Negligee buben. Beibes finb Geschenke König Manuels unb tragen ihr mickriges Teil zum Ersolge ber Vorstellung bei, von benen ber junge ürfönig, ber hinter ben Kulissen unb tn ben Garberoben als staubiger Gast verkehrt, nicht eine einzige versäumt. ' Eine wichtige E n t b e ck u n q in Afrika. Einer ber inleiesfaiilefie» Teile sowohl für den Geographen wie iür ben Geologen ist bei T s ch a b s e e unb feine Umgebung. Nach bei» politischen Verhällnisfen ließe er sich mit bem Bodensee vergleichen, nut hem er überdies eine gewisse Aehnlichkeit ber Form teilt, obgleich er selbstverständlich um em Vielfaches grober ist. Wie beim I Bodensee sind nämlich auch beim Tschadsee die wer politisch an I eine Mehrzahl von Mächten verteilt, denn hier stoßen der fron- ; ö 11fd) e Besitz einerseits durch baS Nigergebiet, anbcricits burd) Dari iranzösische Kongogebiet, bann der englische Besty nut Sloib- Nigeria unb endlich der deutsche mit dem Slorbztpsel von Kamerun zusammen. Ter Ts ch abfee ist ein stark im Ber» schwinden begriffenes Binnenmeer, unb wem, feine Aus- Dehnung heule uoch auf 15 000 Geviertkilometer anaegebeit wirb, |o ist sie uiijiveifelbaft früher viel bebeutenber gewesen. Noch jetzt mutz man 5000 Gevierltilomeier Fläche hinzurechnen, die zwar kein freies Wasser mehr aufweifen, aber trotz ihrer Bewacksung zum (Eed'oben gehören. Man kann noch heute mit ziemlicher Sicherheit sestsiellen, daß vor gar nicht sehr langer Zeck die Flache des Sees 27OO) Gevierikilometer unb nach sehr uarken Negen-> 2 Aua Einem Telegramm aus Port« ^laluriorscher jchon manche wicktiqe Untersuchung angestellt, zuletzt aeblichkell weiteren Widerstanbev emgefehen und emgewil- 2t. (ß Qi Harb, der vom Koloiiialminister befonherS bamit bc- [igt, sich binnen drei Tagen unter dem schütze fremder austragt gewesen ist. Tleier O,etehrte hat unter onberem m bem ^lflggen einzufchiffen. Ter Präsident erbat diesen Auf- Tschadsee em T,er entdeckt, bellen genaue Eriorschmia, wie sie >etzi um Viaßnaijmen zur Berijinderung einer Plünde- I der Laäser Akademie vorgelegt worben ist, einens ehr^vichN gel ^er Hauptstadt durch die Revolutionäre zu treffen. 7 I Das diplomarifche Korps tut Schritte zu demselben Zweck. .............................q&iS-ÄW wurms »eiüinbeut. Tie Näbetsiüurer würben m Hast genommen d/^SüDeii der Lidy'chen Wüste hinburch in einer Wafseroerbindung Führern das Versprechen abzunehmen, baß bie Hauptstadt und auch iür bie übrigen Teilnehmer an Den Krawallen erwartete I ^sianben bähen muß. ohne 'Storung der Lrdnung besetzt werden soll. man ein ziemlich Ickarics Vorgehen her Behörde. Aber die Ltaats- ßi. Liu Wettrennen um die amerikanisch e • regierung hat mck Rücksicht auf die große Erregung berWinzer- P xä, j p e n t s ck a f i. Es ist zwar noch über em Fahr, b»S tue BreSlau, 2. Aug. Ter Kronprinz ist heute früh keife von der Anwendung der Aufruhrparagrapheii Abstanb ge- t ber bereinigten Staaten sich zu entscheven haben, obJte 54g hier angekommen. noinmen. Somit gelangt die ^ttigelegenheu tveber vor bem l euien Republikaner oder einen Demokraten als Präsidenten haben I — ---——--- Schwurgericht, noch vor der Straikammer ivr 3*rhnnbluug; ftc 11V0[iCHf troyhem ist die Frage: Temolrat oder Nepublikauer vor wird sick) vteundjr nm eine schöfieugcrichtllche 53crbaublung be* CUUqer Reit ui Gon eg 3 -1and aufgeworfen worben, und un schränken. ^-o>i den 21 Perjoiien, gegen Die Uuterfuchung eingeleuei barmt ist em merlwürbtqes Wettrenuen Deranjaliet worben war, sind nur noch vier uitter Anklage gestellt, gegen Die luorfen das sie entfcfreiben soll. Gegenwärtig ist eS noch im übrigen 17 ist das Veriahreu emgesielU worben. Tie Anklage Tie pauptbeteiligten dabei siub her bekannte Ltaaisniarnt lautet auf Ruhestörung, Widerstand mid Beteidiguiig von Gent armen (Sdnn0,,f £erc rhomoson, der Lener der Vergnügungseuirtchinngen Zi>r Verbrnidtung m aus den 0. August Termin vor dem Schösjen-1 ou ($onCn Ugland, Judy, ein Gle>ant, unb 3«>"uc, emJanUmutiger gerichi Edeiikoben fPialz> angelegt. |(ueL Cannon unb Thompson geueien ins Gespräch über Die ■ ’ ..^chstt-i Cut enischiehener Jteoubli- Dcriniicbtes. Hauer, behauptete natur lieb, Die Reviiblikaner würben liegen, • Gilbotcnlduie Der Deutidjen Turnet zu r I sich"^d<8ür, Do^Lchtcksal stlbst'zu Weihe des Bolt er schl^achld en kinatS. Die günstigen Er» I *“ '9 (Sone’) F stand gibt eS eine Menge Tierschau- folge iiöd Kilometer in 23 etunhen 4Ä Minuten, oder burckickultt- befragen. Aut U> eg >. ” ö c>abp, der Elefant, her lich 100 Meter ill 14,6 Sekunden, unb Die begeiferte aumo^me, fieUungenun^ausbe«n ist, die die biesjahrigen üilboicnläufe der mutelrgeuuicgen Turner zur »berufene Vertreter der Repuvtitaner, oeten ^.arieuw^ q«t u, Johannesstrasse 17 (gegenüber der Johanneskirche). Fernsprecher 168 u. 2089. WiüiMer Verein Samstag, den 5. August, abends 8 Uhr, in «M «ftsitaps iss hiesigen WM Oer Vorstand Besuch Familie H. Pieper. 06250] Bei dem Beginn der Schulferien heilt Nervosität, Flilß- mid Seefische Asthma, Schlaflosigkeit Telephon 487 3261 Krofdorfer Strasse 12 Z Giessen, 2. August 1911. 06261 vi Bad Salzhausen eisern© Schrankfächer unter Selbstverschluss des Mieters rss Marktstr. 9 L. Süss Wettergasse Alleinverkauf d. berühmten ,Herz‘-Schuhwaren tiolzkehl- leisten mit Metall- Ueberzug ca. 1000 verschied. Profile vorrätig. . Wir laden unsere Mitglieder nebst w. Angehörigen hierzu ein und bitten um zahlreichen abgegeben. Giessen, 31. Juli 1911. Statt Karten. Die glückliche Geburt eines gesunden Mädchens beehren sich anzuzeigen Max Löwenberg und Frau geb. Abraham. Schnaken stechen nicht, wenn man sich mit Recentipulin (Glas 50 Pfg.) einreibt. [4676 Adler-Drogerie, Seltersweg 39 Otto Schaaf. MefedluGlas , Chemische Fabrik Düsseldorf t-G. . OUeeeldeH H Hetz, Eis- und —— ■ — ,Nuch?hmoviptrB weiz»e men errrfiek.* ■ » ■ Vereinigte Chemische Werke Aktiengesellschaft, Pbteilnng Lanolin-Fabrik Martinlkenteldo Chjtrlotusnbu'-K, Snlmfer 16 in unseren mit allen Errungenschaften der Neuzeit ausgestatteten feuer- und diebessicheren Panzer - Gewölben in empfehlende Erinnerung. Die Fächer sind in fünf verschiedenen Grössen vorrätig, und werden auch für kürzere Seit als Jahres- dauer unter entsprechender Ermässigung des Preises Wasch-Anstalt Schwan Licbigstrntzc 63 übernimmt jede Art Wäsche zum Waschen u. Bügeln bei absoluter Schonung. Für nur Waschen und Trocknen billigste Berechn. [05745 Deutsche Märchen in Versen, 2 Mk: Zu beziehv. Weideseld in Schroda. 36751 Danksagung. Für die zahlreichen Beweise wohltuender Anteilnahme an unserem schweren Verluste sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank. Gießen, 2. August 1911. ßko^ßemdön, bunte und weifje Oberhemden, sowie Zacken und Bolen ===== In großer Auswahl ■ — Hug. Waag, Selferswsg 60 ßsSO£&4E>3 HUfglled der Rabaff-Soar-Vereinigung EsS ts» fc'.'S Cream unserer Unsere ftsarfce „irteiiring“ allem ES'lä8 empfehle allen Eltern meine Schuhwaren für Knaben und Mädchen. Wegen vorgerückter Saison verkaufe sämtliche braune Schuhe u. Stiefel zu bedeutend herabgesetzten Preisen. Fliegenschränke empfiehlt zu äuhersten Preisen Edgar Horre, Haus-- u.Küchengeratehandl. Li ebhaber eines zarten reinen 6cfld)tCS mit rosigem iuacnbfrifdjen flusfchen ur.b blendend schönem Criut gebrauchen nur die echte Steckenpferd - Lilienmilch-Seife v. Bergmann ck Co., Radebtul Preis ä Stuck 50 Pfg., ferner macht der Lilicnmilch Cream Dada rstc und spröde Haut in einer Nacht weih und sammetweich. Tube 50 Psg. bei: P. I. MöbS, Carl Seibel, (5mil Zrarn. D*/s In Büdingen: Panl Hofstetter. 1 Grotzherzvgl. heff. lkurhaus. «ml 1 ‘imnftt. b. fd>önft«n »orfanlafltn 1 SfäHKM* u.b»tabl.,»d)w7fel, । *-l,Wi**OueneH ®oelbabet Im Lause, enlec^ebett ' bei mhftijrftea Vkeife». dnrch den Jrchaba KEMttke. •ee t < • e e ee • ec< o eseeeeeeeww Zeitgemässe B-asSsn-EänrieMungen Ladenschränke mit rahmenlosen Kristallglas-Schiebetüren, Laden» tlsch-Glasanfsätfe, Aassiellungsschränke ubw. usw. liefern in vor- ■zOglicher AusfOnrnng zu billigen Preisen ältestes, grösstes and besteingerichteles Unternehmen dieser Art. Gegründet 1306. Ernst Rockhausen Sohne, Waldheim Sa. 18. mitteldeutsche Kreditbank Giessen Kalfertempei bei Waldlustkurort m. Hotel 400 m üb. d. M. e, . , ^orrl. Vape m. prachtv. TVernbL Zimmer m. cpplrein I. Caun. V-M.4.auch ohne Pens, aufTg.u.Wch. 1 1 ^uun. ...vue Preise. Prosp. frei. Tel. 20. C*/s Lanolin and Lanolin em Taunus 400 m ü. d. M. | (Das deutsche St. LUoritz) Höhen- und Merven-Kurort. Direkte Bahnverb. m. Frankfurt a. M. u. Wiesbaden Nachkuren unseren Vereinsgärten, Nord-Anlage 15 Konzert Kuverts mit Firma billigst Srühl'sche Unioerfitäts^ruderei. R. Lange. Gietzen Wir bringen hierdurch unsere a e s Luftkurort Altenbiapg 20SDH11. u. Alsfeld a d. Strecke Gietzen-Kulda. Durch prächtige Lage u. waldreiche Umgeb, vielbesuchter Aufenthaltsort f. Sommerfrischler. LogicriiaQs Gastbasss zur Läsre^e z:~=— Besitzer: Georg Herdt. :: Telephon 2U. Jicmc -Seine. Anerk. vorzügl. Küche. Prachtv., grotzer schatt. Garten. __ Spezial-Offerte! Nasswäsche: ^0 Pfund (Mindestgewicht), nur weisse --Wäsche, vor dem Waschen trocken gewogen, kosten Mk. 2.40. jedes weitere Pfund 8 Pfg. — Lieferzeit 1—2 Tage. Roll wasche : 30 Pfund (trocken), weiße, bunte und --------------- wollene Wäsche. kosten Mk. 5.40, jedes weitere Pfund 18 Pfg., kleinere Quantitäten werden aufs Stück nach der Preisliste berechnet. — Lieferzeit 6—8 Tage. Abholen und Rückliefern gratis durch meine Wagen. Dampf waschanstalt Edelweiss 1 / Besondere * L-— empfohlen: ßlasschau- kästen aus Kristall- Olas ohne Einlassung j D.B.-Pätent. Todes-Anzeige. Gestern morgen verschied plötzlich infolge eines Herzschlages meine liebe Gattin, unsere liebe Tochter, Schwiegertochter und Schwägerin Frau Maria Schäfer geb. Weigel im 29. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Anton Schäfer II. Familie Wilhelm Weigel I. Klein-Linden, 2. August 1911. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 3. August, vormittags 10 Uhr, in Klein-Linden statt. [06269 *^*^-*^^^^*^^**^ Ijiebigshälie Am Freitag, den 4. August, abends 81/» Uhr Militär-Konzert ausgeführt von der Kapelle des hiesigen Inf. -Regts. „Kaiser "Wilhelm“ unter persönlicher Leitung des Obermusikmeisters Herrn W. Löber. 06271 Anfang abends 8’/« Uhr. Eintritt 40 Pfg. J« M. Schaihof 1031 Telephon 119. Prompter Bersand nach auswärts Morg., Donnerstag, v.8'/,Uhr an — Neustadt 47 sowie sämtliche Artikel zum Hausputz empfiehlt Prosp. frei durch die städt. Kurverwaltung. Grand Hotel Königstein (Königsteiner Hoi) L Ranges. Herrl. Lage. Komfort. Frühjahrsaufenthalt. Hotel launusblick Knr|*a”N <• Range* £gstaur. u. Cafe. Zentralheiz. Lift. FJektrficht.^Bäder. Hotel Bender schönster Lage. Pension. ■s- , .. .----------------- — Man verlange Prospekt. - rark-Holei und Kurnarten ä?"L ^erndchr.; Orouter Park, —----uiguiiuu angen. Aufenthalt. Gute Küche Sanatorium Dr. Amelune* für Magen- undfe —-------—---------- n Nervenkranke. Sanatormm Dr. Kohnstamm s