Nr. 102 Erstes Blatt M. Zahrgang Dienstag, 2. Mai IW »GietzenerAnzeiger für die Redaktion 112, v zäa V ** =«£“ General-Anzeiger für Gberyessen a"!.Nummer Aolationrdnick und Verlag der vrühl'schen Umv.'vuch- und Zleindruckerei R. tauge. Redaltlon, Expedition und Druckerei: Scbttlstrahe 7. bis vormittags 0 Uhr. Büdingen: Fernsprecher Nr. 50 SefchäftLstelle Bahnhofstraße 16a. Bezugspreis: monatlich7öPs^viertel- . 'ürlich M. 2.20: durch Abhole- il ZweigsleUea ntonailicb Go Pf.: durch Dici'oft Mk.2.— viertel- jäbrL auSschl. BeKellg. Bcilenprctd: lokal 15'Vi^ auswärt» 20 Pfennig. Ehesredakteur: A. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August Goetz; für .ftcuttle- ton*. ,®crmdd)lc5e und „DerichlSsaal": $L 9ttu- ratb; für ,€tabt und Land": E.Heü: für den Anzeigenteil: H. Beck. Die heutige Nummer umfaht 10 Seiten. Berufsrichter oder Laienrichter. i. Don juristischer Seite wird uns hierzu geschrieben : In einer Zeit, in der von den verschiedensten Seiten eine ausgedehntere Mitwirkung der Laien bei der Rechtsprechung verlangt wird, und da demnächst auch im Reichs tage die Entscheidung darüber fallen wird, in welchem tlmsang Laien bei der Strafjustiz verwendet werden sollen, ist es angezeigt, einige neuere Aeußcrungen aus berufenem Munde zu dieser Frage weiteren Kreisen des Volkes bekannt ;u geben. R e ch ts a n lv a l l Fr. Weinberg in Berlin schreibt in der Deutschen Richterzcitung .Heft 8 von 1911 über. „Anwaltschaft und Laienjustiz in Strafsachen": „Fast einmütig haben die öcimibcn Richter, hat insbesondere ihre berufene Vertretung, der beiitichc Richterbund, gegen eine Erweiterung der Laienkonipeten; Stellung genommen. Wie stebt aber zu dieser für unser ganzes Rechtsleben so hochwichtigen Frage die deutsche Anwaltschaft? \)at sie nicht die gleichen Interessen zu vertreten wie der deutsche 'jftirf)t.*rbnnb? und im Verein mit diesem einmütig den Bestrebungen aus Verstärkung des Laien elements enlgegenzutretcn? Ich meine, das; die Bcjahnng dieser «Irage so selbstverständlich wäre, daß gar nicht viel Worte darüber verloren zu werden brauchten, wenn sie nicht unseligerweise in den politischen Parleitainps hineingezogen worden wäre. Was aber Hal die Gerichtsorganisation, was insbesondere die Frage der Verstärkung des Laienclenrenls mit der Politik zu tun? Ttitübcr, datz bestellende Gesetze ordnungsgemäß angewandt werden durch unparteiische, imabhängige und möglichst gut auf ihr hohes und schwc.es Amt vorgebildete Richter, sollte meiner Meinung nach auch zwischen den strammsten konservativen und den mv entwcgtesten Demokraten nicht die geringste Meinungsverschiedenheit möglich sein. Ganz sicher sollte aber bei uns Anwälten doch eine von nur fachmännischen Erwägungen getragene Auflassung die vor- ,, rrschende sein und sich nicnianb durch die parceipolitisckc Brille, die er nun grade trägt, blenden lassen. Ich glaube, wenige von denen, die sich von politischen Rüc!sichten und Erwägungen frei- gemacht haben, werden geneigt sein, die Erfahrungen, die wir mit unserem bisherigen Laienrichtertum gemacht haben, als so Ermutigend zu bezeichnen, das; Veranlassung bestände, ans der Bahn der Experimente sortzuschreiten und den Einfluß des Laienrichtertums noch über die Regie" ungsvvrlagc hinaus in so un- ,eheuerlicher Weise zu verstärlen. Wenn einzelne grade vorzugsweise als Verteidiger tätige Berufsgenossen in dieicr Frage eine abweichende Auifassunng zu vertreten scheinen, so habe ich mich ichon iviederholt gefragt, ob für ilyre Stellungnahme nicht der ('Haube maßgebend iit, das; ihre sorenfische Reihorik vor den Laienrichtern einen geeigneteren Resonanzboden und eine gröbere ^rfolgSmögliclttett auch bei einem sänildigen Angettagten finden latin als vor rechtsgelehrten Richtern. Nein, die mit der Laienjustiz bisher gemachten Erfahrungen ermutigen ganz gewiß nicht. Das Schwurgericht ist in Wirllichleit das Zerrbild eines Gerichts. Nirgendwo »st die Gefahr, bafe ein Unschuldiger verurteilt, und die Aussicht, das; ein Schuldiger frergesprochen wird, gröber vls fier. Taß gegen die Schwurgerichte im allgemeinen keine wesentlichen Ein- irände gemacht lucrben, liegt einfach daran, das; ja doch mit verschwindenden Ausnahmen die Urteile des Schöffengerichts in Wirtlichkeit die UrteilSsprüche des Vorsitzenden sind und offenbare Fehlsprüche regelmäßig in der Berufungsinstanz korrigiert werden. Nicht in der Gerichtsorganisation beruhen die Mängel unserer Strafjustiz, sondern in unseren veralteten Gesetzen, in unserer modernen prozessualen Anschauungen nickt entsprechenden Siras- prozepordnung und dem vom Standpunkt unserer heutigen strafrechtlichen Wissenschaft gradezu an.iauierten Strafgesetzbuch. Auf die Mängel dieser Gesetze sind u i. derjenigen Ereignisse in unserer Strafjustiz zurückzuführen, die im Volke als unverständlich oder doch befremdend empfunden, dann aber von der großen Menge sowohl, wie leider mich oft von der Presse, zum Teil aus Mangel an Verständnis, teilweise aber aus einer tendenziösen Animosität den „weltfremden" ober „verknöcherten" Richtern in die Schuhe geschoben werden. Es ist tief bedauerlich, daß gegen solche ganz und gar unhaltbaren Meinungen, die unsere Richter mit Bitterkeit erfüllen und ihnen manchmal ihr schweres und verantwortungS volles Amt geradezu verleiden müssen, die deutsche Anwaltschaft nicht mit größerer Entschiedenheit und Unerschrockenheit Stellung genommen und dazu beigetragen hat, das; sich der Glaube an die Rickttigkeit jener Vorstellungen in urteilslosen Köpfen umso fester einnisten konnte. Dafür Zeugnis abzuleg n, daß die gradezu crt"n"icrer.bc Mehrheit der deutschen Richter nicht nur in Pflicht treue ihres Amtes waltet, sondern auch neben der erforderlichen juristischen Vorbildung für ihre Stellung mindestens das.Mas; von Kenntnis des realen Lebens, sowie namentlich Menschenkenntnis besitzt, wie ein gebildeter Laie, das scheint mir gradezu eine Ehrenpflicht derjenigen zu Tein, die nächst den Richtern der Rechtspflege als Organe zu dienen haben und Schulter an Schuller in täglicher Berufsarbeit mit ihnen zusammen sind. Wichtiges steht aus dem Spiel! Es wäre ein Unglück für unsere nationale Rechtspflege, wenn die dem Reichstag vorgelegte Strasprozestordnung nicht Gesetz würde. Aber zehnmal Reckst bat die Regierung, wenn sie, nad)bcm die Reichstagsmehrheit diesen Entwurf in den grundlegenden Bestimmungen der Gerichts- versassung, insbesondere durch die Besetzung der Berufungsinstanz mit einer Laienmajorität, ins Bodenlose versckwndelt hat, bei ihrem Nein bestehen bleibt. Lieber die alte Strafprozessordnung mit all ihren Mängeln bestehen lassen, als einen Bankerott unserer ganzen Strafjustiz, den jene so gestaltete Vorlage zur Folge haben würde. Noch ist cs Zeit, allerdings die slerhöckste! bereinigen wir unser gewichtiges Votum mit dem ter deutschen Richter. Wenn beide, Richter und Aulvälte, als die berufenen Vertreter der Rechtspflege einmütig sind in ihrem Urteil und im Namen der Rechtspflege unbeirrt durch polnische Erwägungen den Ruf erschallen lassen, das „fundamentum regnorum" ist in Gefahr, so wird hieran weder die öffentlidtc Meinung, noch der Reichstag achtlos Vorbeigehen können." Ter Berliner Amlsgerich 1 srat I a st r o w besprach in Nr. 1 der Iurislilchen Wochenschrift von 1911 den Einfluß der Zivilprozcßnvvelle ans das amtsgericht- lichc Verfahren und wies darauf hin, daß beim Landgericht I Berlin die Kammern für Handelssachen in relativ sehr geringem Umfang mit Berufungen beschäftigt würden und ersucht« um eine Aeußerung aus Anwaltskreisen über die Gründe dieser auffallenden Erscheinung. Darauf hat sich derselbe Berliner Rechtsanwalt Fr. Weinberg in dem Heft 4 der Deutschen Richterzeitung von 1911 dazu geäußert. Er führt etwa aus: Es erscheine ihm ganz zlveifellos und sei ihm in zahlreichen Fällen von Kollegen bestätigt worden, daß die Berliner Anwaltschaft im allgemeinen bestrebt sei, möglichst alle Berufungen vor die Zivilkammer zu bringen, auch dann, wenn die Voraussetzungen für die Zuständigkeit der jammern für Handelssachen gegeben seien, und zwar deshalb, weil man in der mit drei rechtsgelehrten Richtern besetzten Zivilkammer das besser besetzte Gericht erblicke, von dem mit größerer Wahrscheinlichteit eine zutreffende Entscheidung zu erwarten sei. Dabei sei schon die Erwägung ausschlaggebend, daß man es in der Zivilkammer mit einem wirtlichen Kollegialgcricht zu tun habe, bei dem mindestens zwei Richter — der Vorsitzende und der Referent — sich durch genaues Aktenstudium mit dem Streitstosf bekannt gemacht hätten und den Streitstoff rechtlich zu durchdringen vermöchten. Dies allein gewährleiste die Güte der Entscheidung. Die Handelsrichter seien dazu nicht in der Lage, nock; seltener aber dazu imstande, an dem Urteil des rechtsgelchrtcn stlich- ters I. Instanz sachgemäße Kritik zu üben. Tas erkläre das außerordentliche Uebergeivicht des Vorsitzenden der K. f. H., so daß es kaum vorkomme, daß der Vorsitzende von seinen beiden Handelsrichtern überstimmt werde. In Wirklichkeit entscheide also über das Urteil des Amtsrichters ein Richter, der nicht nur im Range, sondern häufig auch in seinen juristischen Fähigkeiten dem Richter erster Instanz nicht überlegen sei. Es komme hinzu, daß die Handelsrichter nicht in der Lage seien, eine schwierige Beweisaufnahme in einwand- freier Weise zu erledigen. Tas Gesagte gelte auch für die K. s.H. als erste Instanz. Desha b brächten zahlreiche Berliner Anwälte kam- plizicrtere Sachen nur dann vor die K. f. H., wenn die Sache vor einen Vorsitzenden komme, zu dessen Verhandlung-.' leitung und Indizium man ein ganz besonderes Vertrauen habe. Ein zweiter Artikel folgt. Die Maiseier der Sozialdemokratie. Auch der diesjährige erste Mai hat dargetan, daß die sozialdemokratische Begeisterung für eine internationale Feier am 1. Mai beträchtlich abgenommen hat. Die heute cingctroficucn Meldungen sprechen von einem Verhältnis' mäßig ruhigen Verlauf des Tages. Die Berliner Genossen hatten ihre Versammlungen, die ohne Zwischenfälle verliefen, und im ganzen Reiche weiß man erfreulicherweise nichts von Ruhestörungen. 9cur in Frankreich ging es nicht ohne Reibereien ab. Es ist bemerkenswert, daß gerade in diesem Lande, wo die Sozialdemokraten in den hohen Regierungsstellen sitzen, der Ausruhr am leichtesten sich entzündet. Tie Radaumacher, die da von Polizisten nieder- geritten wurden und einen von diesen lebensgefährlich verletzten, können sicherlich nicht stolz auf ihre „politische Uebcrzeugung" sein. In Spanien scheint der Tag int ganzen sehr friedlich verlaufen zu fein. Wir erhallen folgende Meldungen: Tie Veranstaltungen in Berlin. Berlin, 2. Mai Die sozialdemotratischen Maifeicr- veranstaltungen, die gestern in 84 Lokalen von Groß- Berlin statt sand en, wobei eine gleichlautende Entschließung beir. die Arbeiterschutzgesetzgebung, den Bölkerjriedcn, die Reichsoersichcrungsordnung angenommen wurde, lvarcn sämtlich autzerordenl.ich stark besucht. Sic verliefen durchweg ruhig und die Polizei verhielt sich ganz zurückhaltend. Auch die aus den Provinz st ädten eingelrossenen Nach- richten stellen einen vollkommen ruhigen Verlaus der sozialdemokratischen Maifeiern fest. In einzelnen Orten war die Beteiligung gering. Nuhestörungeu in Frankreich. Paris, 1. Mai. Aus Anlaß der gestrigen Maifeier sand in der Sanlt Pml-Reitbahn eine grocc ibeTiammlung itatt, in der verschiedene Redner gegen die Marokkopolitik der Regierung protestierten: die Arbeiter sollten sich weigern, zugunsten der in Marokko auf dem Spiele stehenden Finanzinteressen die ,"slime zu ergreifen. Der Sekretär des Syndikatsverbandes erhärte, die Arbeiter würden als AntwoM auf das für den 1. Mai erlassene Verbot von Strafeenfunogcbungen am Tage des Grand Prix, der die Kundgebung der Bourgeois darstellc, S a botagc verüben. In der Versammlung trat auch ein deutscher Arbeiter mit der französischen Kokarde im Knopi lock auf uno erklärte im Namen der deutschen Arbeiter, diese wurden nicht cinwilligen, wenn iic gegen ihre französischen Ge- nossen die Waffen ergreifen sollten. Tic Teilnehmer der Versammlung nahmen schließlich eine Entschließung an, in der die Solidarität des internationalen Proletariats znm Ausdruck kam. Nach Schluß der ^eriammlung tarn es zu ernsten Zusammenstöße n zwischen der Polizei und den Tcilneh * m e r n , von denen viele verhaftet wurden. Unter den Personen, die gestern Verwundungen davontrugen, befinden sich etwa Die (Eröffnung der deutschen Abteilung auf der Curiner Ausstellung. Ms erste Abteilung der Internationalen Ausstellung wurde am Montag die deutsche feicrlichst eröffnet. Bei dem Festmahl im Deutschen Hause, dem die italienischen Behörden und die Führer von Handel und Industrie, sowie fast alle fremdländischen Generalkommissare und zahlreiche Vertreter der deutschen und italienischen Presse beiwohnten, brachte der deutsche Botschafter von Iagow das Hoch auf die Souveräne der beiden verbündeten Nationen aus. Der .deutsche Generalkommissar Geheimrat Bus- l o y, begrüßte die Gäste im Namen des ständigen Aus- slellungsrates für die deutsche Industrie. Darauf sprachen int Namen der italienischen Ausstelluugslcitung Senator F o l a r und Vizepräsident Bianchi auf die deutsche Energie und Pünktlichkeit, der auch diesmal das rechtzeitige Fertigwerden der deutschen Abteilung zu bauten sei Der französische Geueralkommisfar Der ville sprach auf die Exaclitude ällemanöc, die die Ausstellung zuerst fertig gestellt habe. Der Bürgermeister von Turin, Senator R o f f i, feierte unter begeistertem Beifall in deutscher Sprache die deutsche Arbell und das deutsche Volt. Ferner sprachen Geheimrat Raven4 im Namen des verhinderten "Präsidenten des ständigen Ausstellungsrates für die deutsche Industrie, Geheimrat Goldberger auf die deutschen Aussteller, für die Generaldirektor Dr. Berliner antwortete. Die Feier machte den nachlfaitigsten Eindruck. llnerlvartet besichtigte der König, der ursprünglich erst im Sommer die Ausstellung int einzelnen besuchen wollte, heute nachmittag mit der Königin und großem Gefolge die deutsche Abteilung. Ter König ließ sich eine Reihe hervorragender Industrieller vorstellen, und besichtigte dann die Ausstellung sehr aufmerksam. Die keramischen Erzeugnisse aus Kadinen erregten das besondere Interesse der Mafe- stäten, ebenso die silbernen Schiffsmodelle des Kaisers. Im Anschluß daran sührte Geheimrat Ziese den König und die Königin durch die rmifangreichc Ausstellung zur Tchichauwerft, wo sich der König eingehend unterrichtete. Die Königin besichtigte besonders die Farbendrucke der Rcichsdruckerei und die photographischen Vergrößerungen von Aufs in Stuttgart. Weiter besichtigte das Zivnigs- vaar die Ausstellung für Feinmechanik und Cptif. In der Abteilung für Lolkswohlfahrt erkundigte sich die Königin eingehend nach den Erfolgen der Lungenheilstätte Beelitz. Ten Beschluß machte ein Gang durch den Musit- saal, wo musikalische Vorträge ftattfanden Ter König fvrach fein lebhaftes Gefallen aus und stellte feinen wiederholten Besuch für den Sommer in Aussicht, um dann auch die deutsche Maschincnabteilung und die Mteilnngcn für Elektrizität und Luftschisfahrt zu besichtigen. * — Radium und D iphteriegift Im Laboratorium Prof. M e t s ch n i k v f s s in Paris sind interessante Beobachtungen über die Wirksamteit von Radium auf die von den Diphteriebazillen gebildeten Gifte angestellt worden. Wurden diese Gifte mit einer radinmhaltigen Flüssig- len vermischt oder von Radiumplatten her beurahlt uno dann Tieren eingespritzt, so war ihre Gistwirkung stark l erabgcsetzt. Tie Meerschweinchen, die sonst der Infektion sicher erlegen wären, blieben am Leben. Ebenso wurden gewisse Stoffmechfelprodukte von Tuberkelbazillen zwar nicht völlig entgiftet, aber doch in ihrer Wirksamkeit geschädigt. Wenn es fich hierbei aua, nur um Laboratoriumsversuche in geringem Maßstabe handelt, so eröffnen fich doch aus ihnen werwollc Gesichtspunkte für die Praxis. Vielleicht wird es einer nicht allzu fernen Zukunft gelingen, mit Hilfe des uns immer noch so viele Räftel aufgebenden Elementes die Infektionskrankheiten siegreich zurück,zudrängeu. kf. Gin Druckfehler, der ein Menschenleben kostete. In Paris ist dieser Tage ein feltiamcr Prozeß entschieden worden: Am 16. September vorigen Jahres kam der Kunntiscküi Tournieux in einem etwas angetrunkenen Zustande nack Hause und bat, feine Frau, ihm ans der ülpotheke irgcno etwas zu oeiargen, das gegen feinen unangenehmen Zu- ftan£> helfe. Sie schlug ihr Hausaoorhekenbuch auf un£> fanb darin ein Rezept, das aus 100 Gramm Master, 15 Gramm Pfefferminz tinttur und 15 Gramm Ammoniak znfammengefetzt werden sollte. Dieses Getränk nahm ihr 9)lann zu fich, und sofort war er wieder völlig nüchtern, aber noch am selben Tage starb er. Seine Witwe verklagte nun den Verfasser ihres Hausapotheken- bucktes, das die zweite Äuslagc eines älteren Werkes war. Die erste Ausgabe hatte gans richtig 15 Tropfen Ammoniak an gegeben, in der neuen aber batte sich ein Druckfehler eingeschlichen, durch den aus Tropfen Granim geworden waren. Tas Gericht entschied, daß der Verfasser bic Korrekturen nicht mit genügender Sorgfalt gelesen habe, und Derurtciftc ihn zu 3 Monaten Ge- fängiris und einer Geldstrafe von *0 Mark, roabreno der Z?loo- theler, weil er ohite ärztliches Rezept eine Arznei verkauft hatte, zu einem Monat Gefängnis und der gleichen Geldstrafe verurteilt wurde. Beide aber wurden dazu verurteilt, der Witwe erstens einen Schadenersatz von 800 Mark, zweitens eine lebenslängliche Rente von 240 Mart und drittens jedem ihrer Kinder bis zur Großjährigkeit eine ebenso hohe Rente zu zahlen. — Ter kleinste Papagei. Tic^ brftische Expedition, die gegenwärtig das unbetanutc Massiv der Schneeberg. im Herzen von s)i eu-Guinea ersorscht, hat, wie die Nature berichtet, dem Nalurlftstorijckicn Museum von Soutb Kensington bereits 1400t) Vogelba.ge und 300 Säugctierielle, darunter eine Anzahl Stücke von hohem Wert, zusenocn oraien. Besondere Auftn rksam kert erregt ein a n s g w a ck, s e n e r Papagei mit dunkelgrünem G.sieder, dessen Läui t>on dec Schnabelsmtze bis zum Schwanz ende nur mm beträgt, so daß man hier tne kleinste bisher bekannte Papageiaci ovr nch hat. Außerdem werden zwei neu. Paradiesvogelarten l)ervorgehoben, deren Gefieder von einer ganz außerordentlichen Farbenpracht ist. — Das Gebet des Winzers. Die in Neustadt a. b. Haardt erscheinende „Bürgerzeitung" bringt das Stoßgebet eines Winzers, dem das Abbüriten der Rebstöcke zu arg geworden ist. Er hat folgende fchmcrzhafte Dichtung von fich gegeben; Liewcr Gott, ich geh' zur Ruh', Die matte Aage lalle zu. Ich hab' de ganze Dag geberfcht Un wer im Lewe doch Len Ferfcht. Un fangt des Sckdritze und schwefle cn^ So schbrüzi jo alles Mann für Mann Des Lwenos schbat, des Morgens früh Bei Aeopelwei und Trefterbrüh. Schütz' o Gott, mit Deiner Hand Unfern arme Winzerstaiü Un schaff' uns viel und gudc Wem, Dann wolle mer iroblich un dankbar fein. Alfo der Pfalzer Jöumor lebt noch un der Dorscht auch.' Fröhlich Pfalz, Gott erhalt's! Ausland Aus Hessen Friedberg, Kinzenbac Die nachmittac im Alter A Heust hrnn uns XMarb pirbe heute n Ikarrentra Lehrkörper de Spf Nütii ^Mchr, 2 Stühl< Stu p. mit ^^hlung I WÄ nM ■O lü" I tS.VT Sergis^' fc'Ä ES kB * I^'uedenen /- lä*6 I Jon den ME I *• PVA RstlksfalY |idn Äusgan Ruhr in der 0 L ien sich d 1. durch die 6 (Ljcn, käme Len des We inen, da em xilich roaT' - Mährigen e d^nraduber gingen, daß । tnnab, der g' .nSehrt, । Gesäß u In städtische S csSHotoerbar jx städtische ! Ä Mar;rnj fei erhalten L den Fuhrt yen. v. Worm ddürkheim ^devermiti I.fahren ur I n einige St Id. SieJBerjegung der Schüler und Schule- Predigersernmar, über das Tyema: „Inwiefern hat die rinnen. Um bei dem ungesunden Andrang zu den Höheren Jugendarbeit der verschiedensten Art schon jetzt zu gemein- ,Schuten unbegabte und den Aufgaben nicht gewachsene sarnen Ueverzeugungen und Grundsätzen geführt?" Deutsches rrerch. Lchuier vor Ipateren Enttäuschungen zu schützen und um sie X Bad-Nauheim, 1. Mai. Arn gelingen Sonntag, Das Kaiserpaar und die Prinzessin Viktoria Luise ^^ltg den Uebergang zu einem ihrer anders gearteten an dem nochmals in einigen Lokalitäten Tanzveranstaltun- begaben sich am Montag vormittag nach Verabschiedung Beraniagu-ig entjprea)enoen Brlvungygang und Beruf voll- gen pattsauoen, schwf; jur die yie|igen Berccne die Ver> von der griechischen Könlgsfamiiie in Korfu an Bord der ä^ybn^zu.ta,,en, hat das Ministerium^des Innern, Abteilung aenügungs|ai|on, die erst wieder mit der Bad-Nau- „Hohenzollern", die mit den Begleitschifien um 1 Uhr nach sur ^chutangelegenheiten, bestimmt, daß Schüler, die in der- Heimer Kirmes, dem Saisonscklußfeft, eröffnet wird. Genua geht. >elben Klane zum zweiten Mate das Lehrziel nicht erreichen. Für die Zeit bis dahin ist über das Bad die „Tanz- "sm Bundesrat wurde n.m Montaa dem Antrao Vesch.up des Kcassenlehrerrats vondemweiterensperre" verhängt, da im Interesse der leidenden Kurgäste Preußenbeir den Entwurf einer Verordnuno rnr Aus- etner jbden Lehranstalt derselben Art aus g e- während der Saison das Abhalten von Tanzvergnügungen führung bei Patentge^^esbom 891 X os,en tuerSen tonnen. Die Aufnahme in eine Höhere usw. polizeilich nnteragt ist. - Seit gestern it der Wa rt c aeftimmt “ÄVlaaeVe r Uci in^riiifet im 23 e’m H’"16 •anBcrer 1,1 “on ->°m irrgevliis einer Präfl.ng sa°l 1. und 2. Klasse unseres im Umbau befindlichen ?m Jahre 19K) SVoffene^™ uberdll-1 “‘'“8'0 iu 1"ad)Et" l'c.toirb jeboa, üt der Regel non neuen Bann Hoss crössnet. rer ireundtim.. ncl.ag Seerecht wurde mianinmnm vornherein zu berjagen lein, wenn sich aus dem Zeugnis uche Raum ist ein wahres ^Lchmuckstüa geworden. Auch „ oer lruper be,uchten Schule die Unsähigkeir zur Muarbeit sonst schreiten die Arbeiren am Baynyofsoau rü|iig jorr. ... t1 a 9 C Jtn0 etn Bericht des Ausschusses geraoe in solchen Fachern ergibt, in denen die Lehrziele Der Warteraum 3. und 4. Klasse ist schon seit Winter in ver 11cherungsordnung sowie eine beider Schularten im wesentlichen übereinstimmen. Benutzung. — Der Bezirk „Gießen" des 3. Kreises vom 0 eme§ Entwurfs mit Ausschußbe- ** Befreiung von der Fort bild ungs schul- Deutschen Buchdruckerverein hielt gestern im Restaurant '"Ml«en öu. lpslicht. SLach einer Anordnung des MinMrmms desIBurk eine Bezirksversarnrntung ab. 12 Polizeibeamte, von denen einer, dem durch einen I Dolch stich eine Arterie durchgeschnitten wurde, hoffnungs-l «v los darniederliegt. . *?ie Gegen 2 Uhr nachmittags suchten zahlreiche Feiernde den LStip' Place de la Concorde zu erreichen, r- ~ waren aber gesperrt. fA Champs d'Elysee. Kürassiere gingen gegen Ruhestörer wurden niedergeritten. Während Geh. I|rg unb Pro In namens ^Wliche Nach: I «in I Sann hatte I -idiiDtimar ge -1- Büdingen, 30. April. Jrn Saale des Fürsten- Zeitung zum Berkaus. So hat das Komitee alles getan, um I S&h J??1 .Die ,,Hessische Jugendhelferhofes fand heute abend unter Vorsitz des Bäckermeisters ^en Tag glänzend zu gestalten; mögen nun die Bewohner g h l Atwoch den 10 .Mai im Hotel „Zu und Gemeinderatsmitgliedes Friedr. Klein eine von der Gießens durch Ausschmückung der Schaufenster, Beflaggen Wnrr 9f£rirhnrf Jahresversammlung ab. 8ortid)tittlid)en“ Volkes pari ei einberusene Ber- der Häufe- und mch. ’3uteBt äurch r-ichUch-' r unh * ii r » J ” rphinerfennnrrr iih»r «-kJJa. cx~^;ä7L.. k;- den wir gestern berichtet haben.) Innern, Abteilung für Schulangelegenheiten, vom 21. April d. I. sind Schüler der Gymnasien, Realgymnasien, £bcr« realschulen, Realschulen und höh. Bürgerschulen, die nach Ablauf des achten Schuljahres austreten, von der Fortb.c!- dungsschulpflicht nur dann entbunden, wenn sie mindestens ein Jahr lang der Obertertia angehört haben und nach dem Urteil des Lehrerrats in den wichtigsten Haupt- und Nebenfächern erfolgreich mitgearbeitet haben. ** Technischer Verein Gießen. Der Verein besuchte am vergangenen Samstag die neue Irren-- an st alt. Unter Führung des Bauinspektors Schön besichtigte man das Verwaltungsgebäude, je ein Haus der Manner- und Frauenabteilung, das Haus für ausbruchs- verdächtige Kranke und Verbrecher, die in der Anstalt auf Hllv uu c y v ihren Geisteszustand beobachtet werden sollen, die Küche, bi= 7 Ns°^ di- ln sich ber neue Svi-.plan Mittag erbielt ein I i» der Nah-befindlichen Blockhäuser an,'^»Ä«Ö S S Ä “Än, ,®.ci„ ?'"ncXitIi* wurden verwundet, ,wei schwer. ^u-mt- z^-n. .Em^ck «MtE. iMrde gEet 4 r M ch - ^sseM Äf®b^ Kundgebungen in Spanien. st« AMändistchen finf gE Me Kolonne ÄftÄ . Madrid, 1. Mai. Die Arbeiter veranstalteten anläßlich südlich davon beherrschen. Somit ist die^StE^von SK^A ^°Ään9'^Ketlva etsne stunde dauert, gehört zu den des 1 Mai Kundgebungen, inbem sie unter Absingen nach Kastrati gesichert und das Linabkeiaai ^d«^ w^kungsvollsten Filmdramen der letzten Jahre und macht zweifel- der Internationale die Straßen durchzogen und in die Ebene verhindert '' > 6 der AusstLndischen los einen starken Eindruck auf die Zuschauer. Von den übrigen Rufe zugunsten der Freiheit der arbeitenden Klassen ausstießen. Aus Peking meldet man- Der Reaen t hfa »7 Stucken des Spielplanes vertreten das Pariser Sittendrama Mu Vor der Wohnung des Ministerpräsidenten Can alejas zer-fremde Delegierte einen »ol d en e M ahl dm ernsten Teil, wLhrend durch streuten sich die Ruhestörer, ohne daß sich ein Zwischenfall er- einen chinesischen ^ommiss^c für die Pest ko nf e^enzÄ Audrmz ld) e?-et»?-V4 Ä Mein Mann ei9ncle- _________________________________ wobei er bat Erfchi-ne^t /einen Tank ^sprach fiL'die «Mi uu etlolten«e v-rZet-"L'' " ° b-it- um. L m'C Ä ri„ 'Z ° r n ^7HLLigen Jahren wirb im Großherzogtwn Während die fr-^ösische Regierung erklären läßt sie ltita*eä“Ä'w^t"iombelCI&glttel,b?r‘ban^Sta! äbntt*en"ÄSniitt"ln l^'eß^Has^ Krost-," Mllchpulv^' JSb habe noch keine amtlichen Nachrichten vom Eintreffen des knieten. 9 ' 01111 ,l Dor Dem Regenten bergt) betrieben. Ties must aber als etn die Interessen des Majors Brsmond in Fez, knüpfen mehrere Pariser Blätter —— Bauernstandes in hohem Grade schädigender Uebelstand bezeichnet an diese neuesten Ereignisse schon die Forderung, Frank- Hm« hha S: Äe marktschreierische und wahrheitswidrige Reklame, reich müsse jetzt bescheiden und innerhalb der Vcrträae «NS —taOt ttNv ftanO» mit ber solche Mittel angeprieien werden, ist darauf berechnt bleiben. Ob die letzten deutschen Erklärunaen hTbiefer liegen, 2. Mai 1911. I und geeignet, die Landwirte irre zu Aren und sie zu veranlassen, Richtung auch cincn Einfluß ausitb-n werben, bleibt noch .... " ®cc ^roßh-rzog hat wegen be6 bäitniffe8 ft=6m ^u' benMür^Mtm Än Vbi«ehndn abzriwarten Der deutsche Staatssekretär b. Kiberlen- Ablebens des Fürsten Georg ,u Schaumburg.L.ppestommendE^Mittel^ Jiclfad, atTSitÄcn Wachter Wird nach der „Frkf. Ztg." in einigen Tagen cme Hoftrauer vom 30. April bis einschließlich 4. Lstai d. Js. angepriesen und vertrieben werden, kann dies leicht die bedenkliche einen vierwöchigen Urlaub antreten zu einer Kur in Kissin- angeordnet. Folge haben, daß deren Anwendung die sachgemäße und recht- aen. Der Reichskanzler wird am Donnerstag mit dem " Ordensverleihungen. DerGroßberroabat den Behandlung der erkrankten Tiere verzögert ober verhindert. Kaiser tu Karlsruhe zusammentreffen. Wirb S?err Monis Krankenpflegert»n-n des Alice.,Jranen-Ber-inS für Kranken. werden b-sl>ilb vor dem Ankauf dieser Gehcimmittcl - mutb^ egetoM?enaUnteracänflen setoinnen?^6" "^" ststege UN Großherzogturn Hessen, Schwester Ottilie 111,1 zu S i lflo z aufa-fu nd-n. Di- patrouillierenden Schuß. m , , . ™ . — qiJ ■ 0 8 ’tlljcq, Lchwcuer Katt,arme u h l zn Atzey und Schwester fnnben gestern abend in der Goctheltraßc den Maschiniuen ■ a ? 1 a ' ?' ^aL-L?er .M erprasId e N t Mo-Sophie Siebert zu Butzbach das Tlennauszeicknunaskreu' aus Lauterbach in krankem, hüislosen Zustande. Sie üer^ hatte heute vormittag erne Unterredung mit dem fran- s^r Kranlcnpslea- in ©über verl.ehen Verbringung des Kranken nach der Klinik durch zosischen Gesandten in Berlin, Canib on. I », a. P J ° li;c miuepen. I Mannschaften der Santtatskolonne. Das französische Ministerium des Aeußern erhielt noch L, "k,""3‘^ ^"ßherzog hat den Kreisrat Landkreis Gießen. keine amtliche Bestätigung der Nachricht von Ö . • re Tleburg. Dr. Hermann Kratz, zum 2hni|terial- 2 Lich, 1. Mai. Ein großzügiger Straßenplan, dem Eintreffen des Majors Bremond in Fez . , tni £ lnJl criulIl ber llumnzen und Vorsitzenden seiner Ab- wonach das Bahnhofsviertel direkt mit dem oberen Stadt- Das Fehlen von Nachrichten kann, so wird berichtet, nicht ^ilung für Bauwesen ernannt. teil verbunden würde, ist hier aufgetaucht. Der neue Qu» als ein Zeichen für eine Besserung oder eine Entspannung "Aus dem Militär-Wochen blatt, v. ©aba in, gang zur Stadt, der vom Bahnhof über die Wiesen und die der Lage abgesehen werden. Oberst imö Kommandeur der Kriegsschule in Danzig, zum Wetter nach der Dtittelilraße führen soll, wäre für die Ent- R a b a t, 1. Mai. Alle Truppenteile der Kolonne Kommandeur des 1. Nass. Jnf.-Regts. Nr. 87 ernannt. Wickelung unserer Stadt in verkehrswirtschaftlicher Beziehung re/ äü-?r ;unP .^ie Had seit dem 23. Aprll bei ** K'reisbauinspettor. Der Großherzog hat den von der größten Bedeutung. El Knllra bereinigt Kreisbauinspeltor des Kreises Erbach Hch. Baltz zum Kreis- Kreis Büdinaen Zanger, 1. Mai. Nach brieflichen Meldungen aus bauin>pettor des Kreijes Darmstadt ernannt. f) Bleichenbach 1. Mai. Leute nackt aeaen 1 iibr Pan ^her rmiü^pf österreichischer Unter- * "erbeschlilpersona l ien. Der Großh erzog kehrte ein Eisenbahnbediensteter in seine Wohnung, in der gekommen war, um sich anwerben zu hat den Architekten Jost AtockenHaupt in Büdingen zum Vater und Schwester im unteren Stock schliefen, zurück und ^osandtschaft abgewiejen panptlehrer an der Gewerbeschule zu Büdingen ernannt. legte sich im oberen Stockwerk zu Bett. Bald darauf stieg ein ck blassen hatte, in Raselma als Gefangener ** Hessischer Slum en tag. Schlechtes Wetter Dieb durchs untere Fenster ein; er durchsuchte mehrere I zu ag yaiien. würde die Ertrüge des allgemeinen hessiicyen Blumentags Behälter nach Geld, fand aber nichts. Als die Tochter er» ii.(4UahX ;m --natürlich außerordentlich beeinfiu)|en. Da jedoch sich nun- wachte und Lärm schlug, entfernte sich der Dieb auf dem ver 4lUJ|lunO in Ziunion. mehr die Veranstaltungen über das ganze Land erstreaen Weg, wie er gekommen war Eine Rolle Zwirn, und eine Nach einem chinesischen Berichte nahmen Aufstän- unö sogar die kleinen und kleinsten Gemeinden freudig Mütze nahm er mit, warf aber die Sachen im Hof wieder dische, von Räuberbanden unterstützt, Wutschou, Sam- ch den Dienst der guten Sache stellen, wird es kaum möglich von sich. Anzeige ist erfolgt. sch ui und Weitschou ein. Ein ernster Zusammenstoß >eru, auf eine allgemeine Lo,ung hin den Siumentag zu Kreis Lauterbach. hat zwischen den Regierungstruppen und den Aufständischen I verlegen. Es soll deshalb im Falle ausgesprochen ~ Lauterbach, 1 Mai Der hiesige Zweia- bei F a t s ch a n stattgefunden. Ein chinesisches K a - l ch t e n W e 11 e r s den örtlichen Komitees überlasten verein des VogelsbergerHöyenkluvs unternahm nonenbovt feuerte und tötete 200 Aufstän- oieiben, den Blumentag um eine Woche, also auf Samstug am 29. und 30. April seine zweitägige Wanderung disch e. Es ist schwierig, authentische Nachrichten zu er- oder: Sonniag, 13. und 14 Mai, zu o e r s ch i e b e n. — Um in den Taunus. Das schlechte Wetter, das bei Antritt hallen, da die Telegraphenlinien unterbrochen sind. Irrtümer zu vermeiden, sei noch einmal betont, daß nach der Wanderung herrschte, hat wohl einige Mitglieder, die Hongkong, 1. Mai. Die „Daily Preß" meidet aus dem Blumentag die gefüllten Sammelbüchsen nicht erwa t sich der Wanderung anschließen wollten, veranlaßt, zurück- Kanton: Nach Drahtberichten breitet sich die aufitän» unerofinet nact) Darmstadt ge.andr weroen )ulien, ,ondern zubleiben, trotzdem fanden sich immer noch 21. Damen und dische Bewegung in anderen Städten aus. Auch in Fat- oust das L)ef,nen und Zaplen Sache der Kreisromitees ist. Herren am Bahnyof Lauterbach ein, von wo der Früh^ua schon herrschen Unruhen. Die Stadt wurde teilweise plel? ^en in vielen Kreisen das Oeffnen uno Zählen die Teilnehmer zunächst bis Bad-Nauheim brachte durch Feuer zerstört. In Schiuting wurde der l)en örtlichen Komiiees der einzelnen Gemcinoen uoeri^agen. Unter Führung der Herren Kunz und Zimmermann wurde Präfekt ermordet. Auch in Samschui wurde ein Das Programm des Blnmentages. In dcr sodann der Fußmarsch angetreten. Nach kurzer Zeit klärte Beamter getötet, freute ankerten sieben Kanonenboote vor gestrigen Sitzung des Hauplausichusses, zu der auch sämtliche sich das Wetter auf. Nachdem auf dem Johannesberg eine Kanton. Damen, die als Verkäuferinnen tätig sein werden, zugezogen kurze FruhMcksrast gehalten war, ging es durch die fyett* ------- n m tu .—..------- ---- mären, wurde das Programm für den Blumentag endgültig eichen Wälder über Haselheck, Winterstein, Cabersburg nach vom Ausstano in UiejIlO. feftgefleUt. Hiernach sind folgende Veranstaltungen geplant: öer Saal bürg, woselbst nach Besichtigung der Römer- Newpork, 1. Mai. Wie ein Telegramm aus Douglasi^ul 8 Uhr vormittags U in zuq der Re g i me nt s ka v e 11 e uiederlassung gegen Abend die Abfahrt mit der Elektrischen im Staate Arizona meldet, haben 3 0 0 0 MannReaierun § s - burch die Stadt. Von 11^ bis 12 Uhr Promenadekoniert nack Dornhoizpau^en erfolgte. Hier wurde übernachtet. Am • truppen mit einem Maschinengewehr die von den Aufständischen Reaiment---kauelle nur Ornun nb io > nächsten Tag wurde die Wanderung über Homburg nach besetzten, Städte Pitiquito und Eaborco im Staate So-1 dem Kreuzplatz. Von 12 bis dem F e l d v e r g fortgesetzt. BonhiergingesüberKönig- nora wieder er ober t. Von den Aufständischen sind bei diesem Z*1 Promenadekonzert der ReglinentSkapelle am Liebig- stein, Falkensteill und Cronberg nach dem Endziele Ober- Kampfe 20 Mann gefallen und viele verwundet. Nach einem wü- denk mal. Von 5 —7 Uhr nachmittags Konzerte in Steins Ursel, von wo die Bahn die Teilnehmer wieder zurück ^ren Telegramm das der „Newyork Herald" aus der Stadt Garten und auf der Liebigs höhe. In Steins Garten in die Heimat brachte, die um m/s Uhr abends erreicht wurde, üi^m die Haupts^t^lieg^na^dem^Südt^st^^h^^nl^n^B bec Orchesteroerein, unterstützt vom Bauer'schen x Schlitz, 1. Mai. An der hiesigen höheren te 11 ?n b?™81 ®ie il ben BtoSen TOoTeloä rott nore ®=i""aveCein; auf ber Li-bigShöh- fpielt bi- R-gin.-nts- Bürgerschule würben M Ostern 8 Schüi-r entlasf-n und stehenden Regierungstruppen sind dadurch von der Hauptiiadt »rustk; der Liederkcanz wird einige Chöre vortragen. Der neu ausgenommen. Uly neuer llnterrichtsgegenstand abgeschnitten. Eintrittspreis für die Konzerte ist ans 30 Pfg. für jebe $er{on PDUfrt)e ^ie 1C 1 m in ^.r^Ian El Paso, 1. Mai. Die Aufständischen ernannten festgesetzt. Anschließend an die Konzerte werden die Kapellen ^sn Privatlürsus an ber Burger- Francisco Gemez, Francisco Mader o und Joso Suarez LU1U Tanz aussvielen Der Bluine nuerfauf nut System ^tolze-schrey mit gutem Eriolg zu Ende zu Friedenskommissaren. Sie verlangen Teilnahme an "Lb.! «L ’ wc « den geführt worden war. Leyrer steuer Wald erhrelt ben den Rcgierungsgeschästen und die Ernennung einiger Revolutionäre! ^l^tzen, Platzen, Bahnhosen usw. finbet durch etiva 300 weiß- Auftrag, einen neuen Kursus abzuhalten, ber mit 12 Schü- zu provisorisä-en Gouverneuren für die Zeit bis zur Vornahme gekleidete junge Damen ununterbrochen von 8 Uhr vormittags lern bereits begonnen hat. Für ben auf i/4 Jahr beur« ber ordentlichen Wahlen. | üi5 8 Uhr abends statt. Gleichzeitig kommen Postkarten mit laubten Lehrer Blank wurde Lehrer Fuchs mit ber Vec- Photographlen der Großherzoglichen Familie, andere fünft- tretung beauftragt. lerische Ansichtskarten, sowie eine reich ausgestattete Blumevtags- . . , Kreis Friedberg. ~ >c Friedberg, 1. Mai. Die „Hessische Jngendhelfer- en glisch-deutscye Freundschafts'gesell- h »uyiieuyt: ^eicrnoe oen i verschiedenen englisch-deutschen Freund- . . Die angrenzenden Straßen lw3bnteenn London zusammengeschlossen haben, hielt am Die Leute sammelten sich sodann auf den « °ltta(L U1T Mansienhouse zu London unter dem Vorsitz des gegen sie vor: mehrere Lordmayorv ihre erste^Sitzung ab. Der Lordmahor gab der l Viele Personen wurden vossnung Auvdruck, daß die gegenwärtige Versammlung einen verhaftet, darunter ein Mann, ber einen Revolverschuß abgegeben £eue,n Wege zur engeren Freunbschast zwischen hatte. Ein Polizciossizier wurde durch einen Messerstich in den ^Oland und Deut,chland bedeuten möge. Herzog Argyll Rücken verwundet. betonte, daß das Streben nach friedlichen Beziehungen zu einem Eine Abteilung Feiernder, darunter derjenige, der den An- mie freundschaftliche Gefiniiung zu anderen Natioiien nickt griff auf ben Polizeiofiizier verübte, wurde von berittenen repu-1 ^/'ostieße. Der Redner trat mit Wärme dafür ein, daß die plikanischen Garden umzingelt. Es entstand ein heftiger altv rvr^lndschast Mit Deutschland, die zu ben Zeiten der Väter Tumult. Kavallerie zerstreute die Menge. In der Nähe Grossvater bestanden habe, imgeschwächt erhalten bleibe, des Place de la Concorde bildeten sich abermals Gruppen, bei ht, gleichen Sinne ipracken Sir Frank Lascelles, Lord denen Tumulte ausbrachen. Die Polizei stürmte ein Ha ber deen Br ässe y, der Bischof Ripon Cafe, in das sich Leute geflüchtet. Etwa zehn Mann ließen unI) 7,rr Yd. sich auf ben Unfallstationen verbinden. Gegen 4 Uhr wurde der außerordentliche Sicherheitsdienst teilweise aufgehoben. Bei den Zusammenstößen heute nachmittag erhielt ein 1,1 Offizier einen Schlag mit einem Riemen. t'tbcnb. e bia»u pro 100 Ufuilb oevidK -blSvon-bll 48 87 unoe, beliebige, nicht ouSgenmiie und 43—46 83—M 89—91 . . 49—öl 34—87 48 85 77—78 41 77 37 72 90—00 90 45 . 45-00 47 60—62 60—62 47 45 58-60 59 60 47 Haus. Hessen-Nassau. Hof Wick Ä zahlreichen Blumenspendcn sagen wir allen unseren A innigsten Dank. Familie Lchmandt. ^lein»2inben, i, den 2. Mai 1911. 2965 Billig und gut nachmittags V.2 Uhr statt. 03582 10 Pig. ft ft ft Sp<- zial-Offerte ft Hastete RÄ ff Prim non. Stmtlatwnrg Pfi>. 140 ,.M. 140 ft tf ff ff ft ft la. ntnt gcbrotfi. Sirihfti L°L 60 M ff ff (a*/i Seitenweg L. Steinhäuser H .7 Hochs. 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Infolge Wärmeausstrahlung in einer klaren Nacht sank strichweise (Lauterbach) die Temperatur unter den Gefrierpunkt, lieber dem Ozean lagert wieder em ausgedehntes Tiefdruckgebiet, das morgen südliche Winde, aber zunächst feine weitere Wetteränderung bringt. Wetteraussichten in veilen am Mittwoch dem 3 Mai 1911: Meist heiter, trocken, wärmer, mäßiger Südwind. Toll fleischige Schweine bifl zu 2 Zentner Lebendgewicht . 47—48 BoUNeismige Schweine über 3 Zentner Vebcuö- - bla i» teuuchl chweine 34, Rmder gedruckt, Kälber, Schafe und Schweine mitfel- i'teil Durch- pro 100 Pid. IchnitlspreiS Ochs en. , von- auSaemäslete, böchllen Letzte Nachrichten. Mülhausen i. E., 2. Mai. Der Oberleutnant Roser stürzte bei einem Fluge aus 60 Meter Höhe ab und wurde bewußtlos aufgehoben. Sein Zustand ist hoffnungslos. Der Apparat ist völlig zertrümmert. Nettere auSgemällele Nähe und wenig gut entivtdelie pingereKühe u. 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Der jHcgte* rungspräsident zu Potsdam l>at eine Bel 0 hnung v 0 n 1 0 0 0 Mark für diejenigen ausgesetzt, die zweckdienliche Angaben zur Ermittlung des Täters machen können. Kleine I ■ machtet- 2c ■ imburg über König' 1II ziele II lieber zur^ I -reicht vuck ■ . höhere'» mtlasl'enM 1 !tsgegen|tas ]\\ «n ^!ehrplo , der ME mü*J t | itit d°- Aus Tichwin (Rußland! wird gemeldet: Durch Hochwasser wurden große Lager Balkcnbolz, die an den Ufern bei Siaß und feiner Nebenflüne aufgefveick>ert ivarrn, in den Lad 0 - gafes gescvwemmt. Ganze Dörfer sind überschwemmt unb viele Brücken fortgerifien worden Die Schleusendämme des T i ch- winkanals wurden bcichädigt. Der Schaden ist sehr groß, anhaltender Regen verschlimmert die Lage. Die japanische Erpediti 0 n nach dem Südpol, die Neuseeland im Februar verlassen hotte, wurde durch Packeis und Äs berge zur Umkehr gezwungen. Dao Schilf mit den Ex- pcditionsteilnehmern ist am 1. Mai in 2ibncl) cingctroncn. Die Sonnenfinsternis wurde an verschiedenen Punkten Australiens beobachtet. Barrachi, ber Astroiwm bei Negierung, telegraphiert von Navau, die Ergebnisse der australischen Ex- pedition seien besser al5 erwartet. ES gelang, dreißig Bilder bet Morona auszunebmen. Märkte. F.C. Wiesbaden. V ie b h 0 <-M a r k t b e' i cht vom 1. Mai. Auftrieb - Rinder 55 (Ochsen 30, Kühe 25, Bullen 00), Kälber 43, EM herzliche Nachrufe widmeten, i.imb eül Einfaches Schlafzimmer Bettstelle, Schrank, Tisch, 2 Stühle nnr Mk. 70.— Bürgerliches Wohnzimmer 1 Divan. 1 Vertiko, polierter Tisch, 1 grosser Spiegel, 4 Rohrstühle 2 grosse Bilder nnr Mk. 170.— Carl Sclmock Uull UUUUUU11 denüscheFabrikMsseldorfl-G. Selterewer 52. 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Frische Bratfische, 3um & Nächst! cijri’tcn Ac» mit seinen Im S«*1, | zraiitteich Ifflliä® ger, >o dak^ bung des i' Häuslein nu 51 Stadthagen Litern, und csi'ns, tvorai (ir trat bfliu bütaillotiv f hlijarenregni ; tzusarcnrl Iciitnant, au ainung'-'ivcci jürft Adolf, bes in Büch iiannt wird Mi Genera zanisiertcn ■ wie Äeichska I lärischcn lii) I gehn sollen v Fürst Ai und es gibt m Prinzcsj scheu, nicht chsion, sont legensatz zr iurg-Lipvc s «ohcnzolteri Bücket jolgende B ;u? dem A An den Cmpsar snchung, bii das öinschc der Herr si Herr/ctierpf zum Legen An bie 1 Tief bei fscheiden Teil f Schmetten < | uliiigstes Be I liefen Lchm i chmeren Bei I lnzüchstem Auch voi üch gehalten I Miiz Joses, f "uitpotd. ■ x » ■ ■ liefert billigst die Brühl’sche i Kuverts mit Firma ssää MWIliulis Walltirstklitzt 36-38 Mforitnijit 36-38 Telephon 645. V. Probst Telephon 645. Heute unwiderruflich zum letzten Male Gala-Elite Schlager Programm W li die „FomariK" Drama, wunderbar koloriert. 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