Drittes Blatt Nr. 285 (bl. Jahrgang Giehener Anzeiger t8|H* viermal wöchentlich betgelegl. da» „Krctsblott fflr de» Kreis -letzen" zweimal wöchentlich. Die ..kandwtrttchastltchev Seit« frage»" erlchemen monatlich zweimal. Freitag, Dezember 19X1 Rotationsdruck und Verlag der Br üblichen Unwersuät» - Buch- und Steindruckeret. R. Lange, Lieben. Redaktion. ChrebitioH und Druckerei: Schul- ftrnüe 7. Exvcd.non uiid Verlag: RebafhomeasH12. Teh-AdraAnzcigerG^ßcn- Mb. Deutscher Reichstag. SIS. Sitzung,Donnerstag,den 30. November. Am Tische de« BundeScai«: Delbrück. Präsident Graf Schwerin-Löwitz eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 16 Min. Die Aufhebung des Hllfsfcalfengefefjes. Kommifsion-berichterftatter ift Abg. Tr. Fleischer (Zentr.). Der jetzt zur -weiten Lesung stehende Gesetzentwurf unterstellt eic HilfSkasien den Bestimmungen des Gesetzes über bic privaten Ber- siche rungdunternehmungen (VersichcrungSaufsichtSgesetz). Ter Gesetzentwurf richtet sich nach den Absichten der Begründung gegen die Schwindelkasien. Tie Kommission bat dem Entwurf mit einer Reihe von Aenderungen, u. a. einer Sicherung zur Ausschaltung politischer Gesichtspunkte, gegen die Sozialoemolrateii an genommen. Die Sozialdemokraten beantragen grundsätzlich die Ablehnung der Vorlage und fordern unter Aufrechterhaltlmg deö hilfSkasiengesetze» eine Novelle zur Beseitigung der Mißsiänoc. Abg. Hoch (So;.): Ter Boden, auf dem sich die HilfSkasien ''egenSreich cntioirfelt haben, wird mit dieser Vorlage verlasicn. Ta Lclbstverivaltungö- recht wird beseitigt, und die Arbeiter unerhört entrechtet; da» Vorgehen gegen die Schevmdclkasien ist nur ein Borwand. £b der auf unseren Antrag in der Kommission gefaxte Beschluß, der einem Mißbrauch im politischen Interesse Vorbeugen soll, wirksam sein wird, ist sehr die Frage. Sie treiben die Entrechtung d e r A r b e i t e r , die Eie bei der ReichSversicherung-ordnung ge trieben haben, hier noch weiter. Abg. Dr. Neumann-Hofer (Vp.): Tie von der Kommission bcschlosienen Aenderuitgen machen UNS die p r i n z i p i e l l e Z u st i m m u n g zu diesem Gesetz noch leichter. Tie Mißstände werden ganz außerordentlich eingesLränlt werden. Tie Hilfslassen, die einen anständigen, guten Geschäftsbetrieb haben, werden durch die neue Regelung in keiner Weise belästigt werden. Tie HilfSkasien sind für zahlreiche Gruppen unbedingt notwendig. Bei solchen Kassen, die sich auf einen bestimmten Beruf, auf einen bestimmten Ort beschränken, wo jedes Mitglied die ganze Cache übersehen und kontrollieren tarnt, wäre cS angebracht, die volle Selbstverwaltung zu belasien; c5 ist aber sehr schwer, im Gesetz die Grenze zu fassen. Tic Aufsicht soll sich darauf erstrecken, ob die Kasten so geleitet werden, daß sie in der Lage sind, das finanziell zu halten, wa» sie versprechen. In einer solchen sachrechnischen Prüfung der Aufsichtsbehörde kamt ich keine beklagenswerte Einschränkung der Selbstverwaltung sehen. Meine Freunde werden für die Kommissionsvorlage stimmen. Abg. Werner-Hersfeld (Rfp.)* wendet sich gegen den Erlaß deS preußischen HandelSministerS, daß HilfSkasien, die auch nur zeitweilig unter tausend Mitglieder heruntergehen, nicht als Ersatzkassen zugelassen werden sollen. ' - Abg. Becker-Arnsberg (3entr.)i DaS war nicht die Absicht der ReichSversicherungSkommsssion. Der Redner polemisiert gegen die Sozialdemokraten und macht darauf aufmerksam, daß diese im Jahre 1906 einem schlechteren Gesetzentwurf zugestimmt haben al» der jetzige ift . Abg. Hoch (Soz.): Nur die Coztaldemokraten sollen auS der Verwaltung der Raffen heran«. Ter Redner greift den Abg. Behren« an, Ministerialdirektor Caspar: Daß das Vc^sichcrungSaufsihtSgesctz für diese Art Kasten nlcbt paßt, trifft nicht zu; tausende von ganz kleinen Kassen steben unter dem Aufsichtsamt. Die großen leistungsfähigen Kasten werden unter dieser Aufsicht nur eine Erleichterung ihrer Selbstverwaltung erfahren. WaS die Zulassung als Ersatz- kaffen betrifft, so sagt die Gesetzesbestimmung, daß im allge- meinen nur die Kassen zugelasien werden, wenn sie dauernd über tausend Mitglieder haben; eS wird allerdings auch bestimmt, daß diese Zahl auf Antrag bis auf 250 ermäßigt werden kann. Aber damit hat man nur ganz kleine Spezialkasten, wie die Lippischen Zieglerkassen und die kleinen Aasten im Cchiffergewerbe gemeint. Abg. Behrens (Wirtsch. Dgg.): Ich habe mich mit gut geleiteten freien HilfSkasien — ich ?eböre selbst einer solchen an — in Verbindung gesetzt, und ich abc keine Beschwerde wegen der Unterstellung unter daS Aus- sichtSamt gehört. Ter Redner erwidert auf Hoch und erklärt, die Polizeiaufsicht sei geradezu noch eine Wohlfahrtseinrichtung gegenüber der Knutenherrschaft der Sozialdcmokratie. (Lärm b. t. Eoz.) Abg. Dr. Neumann-Hofer (Vp.): Bei den Kasien, die den Grund zu dieser Vorlage gegeben Haben, ift von einer Selbstverwaltung keine Rede; die Statuten werden von einem kleinen Kreise gemacht und bann werden die Mitglieder geworben, die an der Selbstverwaltung gar nicht teilnchmen können. Wir wollen gerade die wirkliche Selbstverwaltung durchfuhren, allen Mitgliedern die Möglichkeit geben, sich beteiligen zu können. Durch Ihre Vorschläge wird der Schwindel nicht beseitigt. Wenn Sie mich als Feind der Selbswerwaltung bezeichnen, so sind Sie mit demselben Rechte Freunde bc5 Schwindels. Diese Auseinandersetzung geht weiter.' ES sprechen die Abgg. Stadthagen (Soz.) gegen Beh- xen3 (Wirtsch. Vgg.) und umgekehrt. Abg. Tr. Neumann-Hofer (Vp.) weist noch einmal «arauf hin, daß die diskretionären Befugnisse des Aufsichtsamts, die schon bisher feinen Mißbrauch gezeigt haben, in diesem Gesetz eine noch weitere Einschränkung erfahren. Die Abstimmung ergibt die Ablehnung des Antrags der Sozialdemokraten. Bei § 3f, der von der Generalversammlung handelt, wird der Kommission^veschluß durch Annahme eine« Anträge« deS Berichterstatters unwesentlich geändert. Bei einem weiteren Paragrafen beantragt Abg. Stadthagen lScz.), daß ocrSckutzdeStz 193 des Strafgesetzbuches (Dah. rung berechtigter Interessen) auch den Zeitungen gewährt werde, die die Sck>windelkasten charakterisieren. Abg. Trimborn (Zentr.) spricht dagegen. CS würde sich um ein Sonderrecht handeln, dazu ist hier nicht der Platz. Ter Antrag wird abgelehnt. § 7c benimmt, daß die Vereinigung einer Hilfskaste mit einem anderen Unternehmen der behördlichen Genehmigung bedarf. Abg. Bccker-Arnsberg (Ztr.): Tie Sozialdemokraten wollen die Hilfslasten mit den Ge- iverkfchaften bereinigen und so bic alten Kasscnmit- glichet zwingen, freie Gewerkschaftler zu werden. Dem muß bor- gebeugt werden, beim bcc Terrorismus der Sozialdemokraten wirb immer schlimmerl Abg. Hoch (Soz.): Herr Becker, seien Sie vorsichtiger mit Ihren Beschuldigungen. Haben Sic nicht hier neulich behauptet, daß die Arbeiter der Reichsdruckerei terrorisiert worden seien? Alles war unroabrl Am 13. November traten aber diese angeblich terrorisierten Arbeiter zusammen und erklärten ihre ticfite Empörung über das Auftreten Becker«. (Hört! hört!) Tie Mitglieder, die ehemals dem christlichen Gutenberg-Bunde angehört hatten, betonten, daß sie völlig freiwillig aus diesem ausgeglichen und zum Buchdruckerverbände gegangen seien. In einer Resolution wurde die Erwartung auSgespcock'en, daß Herr Becker seine unwahren Anschuldi- gungen im Reichstage wieder zurücknehnten werde. Herr Becker bat bisher noch fein Wort davon gesagt. (Hört! hort!) Herr Becker hat wieder einmal — ich will mich parlamentarisch au 5- drückcn — eine große Unvorsichtigkeit begangen. Herr Becker hat nickt daS nötige Pflichtgefühl gehabt, sich genau zu informieren. Und das ist ein Arbeitersekretär! Er liefert den Arbeitergegnern Material und bewirft diejenigen mit Schmutz, die er schützen soll. (Lärm im Zentr.) Abg. Dr. Neumann Hofer (Vp.): Ter § 7c hat gar nicht die Bedeutung, die Herr Becker ihm untergeschoben hat. Er bringt nämlich gar nichts Neues. Wir sind für den Paragraphen, denn bic Minderheit muß geschützt werden. Auch eine völlig freie Selbstverwaltung hat Gefahren in sich. Abg. Becker (Zentr.): Tie Resolution der Buchdrucker der Reickisdruckerei habe ich er- Balten. Tie ehemaligen (Mutcnbergbünblec sind also auf einmal so erleuchtet wo' den, daß sie Sozialdemokraten werden. Nietn Material stammt von der Leitung des GutenbergbundeS. Tie saugt sich die Sache doch nicht auS den Fingern. Ein Buchdrucker schreibt mir, daß der Terrorismus nirgends größer ist als bei den Buchdruckern. (Hört! Hört!) Der Mann ist gezwungenermaßen seit 5 Jahren Mitglied des sozialdemokratischen Verbandes. Ter TerroriomuS schreit zum Himmel. Man schikaniert anderwo organisierte Arbeiter, verdirbt ihr Werkzeug, damit sie wegen Unfähigkeit entlasien werden können. (Hört! Hört!) Ter Mann bittet mich dringend um Diskretion, da sonst ein furchtbares Haber- felbtreiben gegen ihn losgehen würde. (Hört! Hört! rechts und im Zentr., großer Lärm b. d. Soz. und Rufe: Namen nennen! ES ist alles Schwindelt Pfui!) Ten Namen nenne ich nicht! (Zuruf der Soz.: Weil alles Lüge iftl — Großer Lärm.) Abg. Hoch (Soz.)k Herr Becker hat bereits in der Kommission erklärt, die Schneiderkrankcnkaste in Braunschweig fei zum Schaden der Witwen und Waisen mit den freien Gewerkschaften bereinigt worden. TaS ist unwahr. Ein solcher Antrag ist bereits vor drei Monaten a bgc lehnt worden. (Lcbh. Hört! Hört! links.) Sie haben also gelogen, Herr Becker! (Großer Lärm im Zentr.; Rufe: Frechheit! — Vizepräsident Schultz ruft den Redner zur Ordnung.) 500 Arbeiter auS der ReichSdruckerei sind gegen Herrn Becker. Er aber stützt sich nur auf einen, der sich hinten herum an ihn heranschleicht, um feine Kollegen anzuschwärzen. Das zeigt: Weß Geistes Kind die Arbeitervertreter im Zentrum sind! Abg. Bcckcr (Zentr.): Soll ich den Sozialdemokraten mehr glauben als dem christlichen Ghitcnbergbunbe? TaL tue ich nicht! ES ist nicht nötig, daß in Braunschweig eine Fusion erfolgt ist, der Plan genügt schon. (Gelächter.) Der Rest deS Gesetzes wird unverändert angenommen. Die zueife Lefung des flngelteUfen- veriieherungsgefefjes. Berichterstatter ist Abg. Sittart (Zentr.). TaS Zentrum beantragt folgende Resolution: In Erwägung, daß in dec Entwicklung der geiDerblidcn Verhältnisse sich Auswüchse heraus» gebildet babcn, die dem kleineren und mittleren Gewerbeftand den Wettbewerb sehr erschweren, in fernerer Erwägung, daß das Gesetz betr. die Ange st eilten Versicherung, eine weitere Belastung des gewerblichen Mittel st andeS sierbeifübrt, ersucht der Reichstag die verbündeten Regierungen: A. dem Reichstag alsbald Gcsetzcnlwürfe vorzulegen, durch welche 1. die Wandcr lager und Wanderauktionen in der Regel gänzlich verboten werden. 2. die Vorschriften der Gewerlcordnung über daS Detailreis en erheblich ver- schärft werden, 3. die Jntcrcsten des GewerbcstandeZ und deS kaufenden Publikums gegenüber den AbzablungSgeschäf- t c n mehr al« bisher geschützt werden; v. Maßnahmen zu treffen, weiche 1. dem heimlichen SB n r e u ga nb e l wirksam enfpfgentreten, 2. dem Kleinhandel in den Handelskammern eine stärkere Vertretung sichern, 3. Erhebungen über die Lage deS kaufmännischen Mittelstandes und die Mittel zur Förderung dieses Siavdes unter Anhörung de. verschiedenen Jnteresicntengruppen bewirten. Tic Volkspartei verlangt in einer Resolution beim Erlöste der Wablorduungcn um tunlichste Anordnung der ge- beim en Abstimmung und der Sicherung de« Wahlgeheimnisses. Bon der R c i ch S b e r s i ch e r u n g ö k o m m i s s i o n wirb in zwei Resolutionen gefordert, daß spätesten« nach Stuf« üellung der ersten Bilanz dem Reiwstag eine Denkschrift über ö i c G c s ch ä f t S e i g c b n i; s c aufgelegt und bann, soweit eS ohne Erhöhung der Beiträge möglich erscheint, in erster Linie die Gewährung von K i n d c r z u s ch u ß- renten in die Wege geleitet werden soll. In $ 1 sind mit den VetrietzSbcamten, Werkmeis.ern und anderen Angestellten in einer ähnlich gehobenen oder höhere»» Stellung die B u r e a n a n g e si e l l t c n als verficht- rungsvslichtiß bezeichnet. Tie Kommission hat das eingesivrünkt auf die Biireauangeslelltcn, die nicht mit niederen oder lediglich mechanischen Dienstleistungen beschäftigt werden. Die Sozialdemokraten beantragen statt dessen die Beschäftigung der Bnrcauangestellten mit schriftlichen £1 rbeiten zur Voraussetzung der Versicherungspflicht zu machen. Tic Volkspartei will den einschränkenden Zusatz vollkommen streichen. Abg. Linz (Rp.) verlangt genaue Bezeichnung der Personen, die dem Gesetz unterstehen. • * - . . Ministerialdirektor Caöpar bezieht sich auf die Festsetzung der AuSdruckSwcise in der Reichs« vcrsick'eriingkordnung. Abschreiber würden danach nicht unter die Angestelltenbcrnchcrung falten, wohl ober Registratoren, Expedienten und dergleichen. ■ rv ' Abg. Dr. Potthosf (Vp.): Der größte Verband der Bureaubcamtcn hat große Bedenken gegen die KommissionSsassung. Stenographen, Maschinen- schreiber in kaufmännischen Betrieben wurden bisher als gewerbliche Gehilfen angesehen, nicht als HandlungSgehUscn. Für diese und ähnliche Gruppen ist die Sache außerordentlich streitig und unklar. TaS beste ist et, einfach zu sagen: „Bureau- angestellte". Scheuerfrauen und Burcaudicner sind natürlich nicht Angestellte, sondern Arbeiter. . Abg. Irl (Zentr.) wendet sich gegen die Fassung: Belricbebcamic, .Werkmeister »und andere Angestellte in einer ähnlich gehobenen oder höheren Stellung" ohne Rücksicht auf ihre Vorbildung. In kleinen betrieben würde ein vorübergehend mit gewissen Funktionen betrauter Geselle oder Vorarbeiter unter diese Versicherung fallen Ministerialdirektor Caspar: In der Kommission ist cS nicht gelungen, eine Fassung zu finden, die so präzise ist, wie wir c8 selbst wünschten. Darum empfiehlt es sich, die Praxis des RcichsvcrsichcrungSarntS zu be- nutzen und cS hier ebenso anözudrucken wie in der Reichsversicherungsordnung. Vorübergehend mit gewissen Funktionen betraute Gesellen sind natürlich nicht Angestellte. Im allgemeinen wird eS in der Hand des Prinzipals liegen, festzustellen, welche Stellung der Betreffende durch den Ticnfrocrlrag im Betriebe erhält, ob als Angestellter ober in niedriger Stellung । / — Abg. Cuno (Vp.): Ich teile den Optimismus des Ministerialdirektors nicht, daß eS leicht fein wird, an der Hand einer Anleitung aus dem Reichs- verficherungSamt die Feststellungen zu treffen. lind daS in die Hand des Prinzipals zu legen, wäre ein Einbruch in die Grundlage, die feit langem in unserer sozialen Gesetzgebung maßgebend ist. Abg. Werner-Hersfeld (Nfp.): Die steht es mit den Burcauangestellten der RcchtSqnwälte) Ferner mit den Privatgärtnern? Ministerialdirektor Caspar: Sic sehen*cbcn, daß man nicht eine allgemeine Regel ausstellen kann. TaS Ermeßen bc3 Prinzipals ist natürlich nur so zu verstehen, daß eS darauf ankommt, welche Tätigkeit und welches AniiellungSverhältnis der Betreffende hat. Tie Abstimmung ergibt die Beibehaltung des Kom- missionSbeschlusseS zu § 1. Eine Anfrage des Abg. Irl iZcntr.), ob die Weihnachtsgratifikationen als Teil de° Gehalte« angcrcchnet werden, roirb vom Minifterialbirektor Caspar verneint. Ter Wortlaut bes § 9 gibt Anlaß zu einer längeren Au?, einanbersctzung zwischen ben Abgg. Cuno und Mommsen (vp.) und bem Ministerialbirektor CaSpar über bic Frage, ob Beamte irgendwelcher Korporation (Reich, Staat, Gemeinde ujro.) nach diesem Gesetz versicherungsfrei sind. Ministerialdirektor Caspar erklärt, daß sie niwl unter daS Gesetz sollen, vorausgesetzt, daß sie die Anwartschaft auf die Pensionen im Sinne dieses Gesetzes haben. Abg. Cuno (Vp.): Ja, dann sind' unsere gesamten wei b» lichen Beamten verpflichtet, sich zu versichern. Herr Trim- born. Sic sind ja Mitglied der Stadtverwaltung. Wenn Sic nun einer katholischen Lehrerin sagen würden: mein liebe« Fräulein, wir machen eine neue Ticnstordnung. Für ben Fall, daß Cie Kinder kriegen, kriegen Sie Waisenrente! (Heiterkeit.) § 9 wird mit einem Zusatzanlragc Schultz (Rp.) angenommen, der in Zweifelsfällen die Zuständigkeit der obersten VcrwoltungS- behörde vorsieht. TaS Haus vertagt sich auf Freitag 11 Uhr: Zweite Sefunr b-r kleinen Aktien, dritte Lesung der Schiffahrtsabgaben uni. Weiterberatung der Angestelltenversicherung. Schluß 6)4 Uhr. von der Alrselder Gberrealschule. Alsfeld, 27. Nov. An der hiesigeir O b e r r e a l s ch u t c ist seit einigen Lochen eine Einrichtung geschaffen, die wobl an wetngen anderen Anstalten, vielleicht noch an gar keiner, besteht, kin Lesezimmer nämlich. In einer kleinen Stadr, wo keine öffentlichen Lesehallen bestehen, hab?n _bic Schüler bei oberen Klassen, die sich doch auch für die^Tagesfragen interessieren, kaum Gelegenheit, eine gröbere Tageszeitung regelmäßig zu lesen. Tiefem Mangel soll das Lesezimmer ab Helsen. Von der Anstalt werden zwei Tageszeirnng?n, Me ,,Tägl. Rundschau" und der „Tag" gehalten. Beide Reifungen werden von ihrem Verlag 51t diesem Zweck zum kilbcn Äbonnementspreis geliefert. Daneben liegt noch bie Darmstädter Zeitung und das Alsfelder Tageblatt aus. 2ber das ist längst nicht alles. Eine große Anzahl von Zeitschriften werden noch von Freunden und Gönnern der ^ule, z. T. von Schülern selbst, dem Lesezimmer zur lügung gestellt, z. B. der Kosmos, die Umschau, Aus der :ur, Zeitschrift des allgem. deutschen Sprac.)vereins, Kolonie und .Heimat, Deutsche Kolonialz.i ung, die Gartenlaube, die Flotte, die Musikzeitung, Briefmarken-Journal, Photgoraplstsche Mitteilungen, Le Petit Pari'ien. Außerdem, da an der Schule eifrig stenogravbiert wird, nicht weniger als sechs stenogravbische Zeitschriften CGabels- berger Svstems). Als Leseraum wird ein großes, Helles Zimmer benutzt, in dem an den Wänden ringsum die Wandkarten aufgeroltt stehen, das Karten zimmer. Ta dieses Zimmer im übrigen seither vollkommen leer stand, so hat jetzt ein unbenutzter Raum eine gute Verwendung gefunden. Tenn das Lesezimmer wird von den Schülern der beiden Primen und Sekunden, für die es bestimmt ist, fleißig besucht. Es ift von morgens acht bis abends sieben Uhr geöffnet. In den Unterrichlspanfen darf es allerdings nicht benutzt werden, da diese zur reinen Erholung dienen. Tie Verwaltung des Lesezimmers liegt in ben Händen der schiller. Selbstgewählte B amten besorgen die laufenden Geschäfte und halten die Ordnung a strecht Tie Schule hat sich bloß das 5oe tur tyi- .c -1 Vorbehalten. Sie unterstütz außerdem d..- le.j.stm e. biitLj .cae) chlage- werke und sonstige geeignete Bücher, bte sie ber Anstaltsbibliothek entnimmt und dort aufftcllt. Besucht würbe seither bas Lesezimmer tätlich von 30—41) Schülern, ein Beweis, baß es einem Bebürfnis entspricht. Bor einiaen Wochen ist übrigens an ber Oberrealschule ein niedliches Geschichtchen passiert. Kommt da ein Männlein im grauen Reiseanzug, bas Haupt mit einer Sportmütze bedeckt, zum Direktor der Anstalt Er stellt sich vor als Dr. H. . . aus X. in Kanada und bittet unr die Erlaubnis, die Schule einmal besichtigen zu dürfen. Der Direktor empfiehlt ihm, zwischen 12 und 2 Uhr, wo der Diener Zeit habe, sich von diesem in dem Gebäude irmherführcn zu lassen, da könne er sich in Ruhe alles ansehen. Aber der Mann will mehr, er will auch den Unter r i ch t s betrieb besichtigen Dos kann ihm aber der Direktor nur gestatten, wenn er die Erlaubnis dazu von der Schulabteilung des Ministeriums bringt. Herr Dr. 5d. ist darüber erstaunt „Bei uns kann das sehen jeidermänn/ „Bei uns nur mit C ehmigung des Großh. Ministeriums", entgegnete der Tire r. „Ah, ist hier mähr Lhdnung, als. 'M 1 I Das weiß ich nicht, jedenfalls darf ich Ihnen bei uns!" biete. ttatholijche Gemeinde. ftippen-Xi. Donnerstag nachmittag um 5 Uhr ist Beichtgelegenheit. unfeflM lns!dlat?i «aus da Telephon 267 e*hlt alle! Aprikosen, ßr California Pf|a " von 35 Sottcrüienst. Samstag, den 2. Dezember. Nachmittags uni 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Eeleaenhel, zur heil. Beicht. u 1 Airchtiche Nachrichten. LoangeUsche Gemeinde. Sonntag, den 3. Dezember, 1. Advent. Kollekte für die Kirchenkasse. f Sotterdienst. ?,f Zn der Ltadttirche. Vormittags 91/, Uhr: Professor D. S ch ian. Beichte und heiliges Abendmahl für Matthäus- und Markus» gemeinde. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Lemeindf erbeten. Vormittags lP/4 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Pfarrassislent S ch o r l e m m e r. Abends 5 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Montag, den 4. Dezember, abends 8 Uhr: Versammlung der konfirmierten weiblichen Jugend der Matthausgemeiude. Donnerstag, den 7. Dezember, abends 8 Uhr, im Markussaal: B i b e l st u n d e. (Ausgewählte Psalmen). Pfarrer Schwabe. Nächslkünftigen Sonntag, 10. Dezember, als am 2. Advent, findet im Abendgottesdienst Leichte und heil. Abendmahl für die Markusgemeinde, und am 3. Advent ebenfalls im Abendgottesdienst für die Aiatthäusgemeinde, statt. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Zu dielen beiden Abendmahls, feiern wird besonders auch die konfirmierte Jugend emgeladen. 3n der Zohannerkirche. Vormittags 91/, Uhr: Pfarrer Ausfeld. Beichte und heil. Abendmahl Mr die Lukas- und Johannes- gemeinde. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Vormittags 11»/« Uhr: Kinderkirche für die Johannesgemeinde. w Pfarrer AuSfelü. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Bechtols Heimer. Abends 71/, Uhr: Versammlung der konfirmierten weib- lich en Jugend der L u k a s gemeinde. Abends 8 Uhr: Bibelbesprechung im Johannessaal. Mittwoch, den 6. Dezember, abends 8 Uhr: L i b e l st u n d e im Johannessaal. P'arrer Ausfeld. üreltag, den 8. Dezember, nachmittags 4 Uhr: Versammlung des Frauenmlssionsvereins der Lukasgeineinde. Nächslki'mitigen Sonntag, den 10. Dezember, als am 2. Advent, habet im Abendgottesdienst Leichte und heil. Abendmahl für bie Johannesgemeinde stall. Anmeldung vorher im Psarihause eü> -""läge 8 erbeten. Zu dieser AbendmahlSseier wird besonders auch di- konftrnnerte Jugend eingeladen. / «>"e neuartige Haushallseife W / dm fabelhafter Waschkraft. Preis pro Stück 20 Pf. Jetzt überall erhältlich, j bis 5000 Mk. (früher 3000 Ml.). Hinzugekommen sind: Brauereien, Aptheken, Gerbereien, Dekorateure, Badeanstalten. Der Ter Anspruch auf die gesetzlichen Leistungen der Invalidenversicherung ist abhängig von der Zurücklegung der Wartezeit und oer Erhaltung der Anwartschaft nicht nur beim Verstorbenen, sondern auch bei der Witwe voraus. — Verschiedene aus der Versammlung an den Vortragenden gerichtete Anfragen wurden beantwortet. Landkreis Gießen. ----- Klein-Linden, 3O.Nov. Samstag, 2. Dezember, veranstaltet der hiesige Volksbildungsverein eine Abendunterhaltung im Saale des Gasthauses »Zur deutschen Eiche". Als Redner ist der Landwirt und Dichter H. 3kaum ann gewonnen worden, der über Heimatdorf und Heimatliebe sprechen wird. Der Gesangverein »Harmonie", das Zitherkränzchen und der »Wandervogel" werden durch musikalische Vorträge zur weiteren Unterhaltung beitragen. Kreis Friedberg. L. Bad-Nauheim, 30. Nov. Die Bauarbeiten in unserer Badestadt sind diesen Winter nicht groß. Die staatlichen Arbeiten an den Trinkluranlagen sind beendet. Zurzeit werden noch die Malerarbeiten in verschiedenen Kvlo- naden hergestellt. Die Baubehörde „Neubauten" wird zum 1. April aufgehoben. Einige Beamten der Bauabteilung sind schon anderweitig verwendet. In dem Sprudelhofe werden Bildhauerarbeiten ausgeführt. An dem neuen Badehotel wird eben der Dachstock aufgesetzt. Starkenburg und vi hem Hessen. Hessen-Nassau. I] Marburg, BO. Nov. Dem seitherigen kommissarischen Verwalter des hiesigen Landratsamts, Landrat von Loewenstein zu Loewenstein, früher in Löwenberg in Schlesien, wurde nunmehr das hiesige Landratsamt endgültig übertragen. Lingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter die,er Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) ' _ Uebereifer. Gießen. Gerade in letzter Zeit macht sich überall ein anerkennenswertes Bestreben zum Schutze und Fortkommen unserer Vogelwelt geltend. In Wort und Schrat sucht man dem Verschwinden von Hecken, Sträuchern, Baumen und anderen Nistplätzen entgegenzuwirken, und es ist erfreulich, daß die Forstbehörden es sich in dieser Beziehung b> sondern angelegen fein lassen, der bedauerlichen Verminderung unierer geiiederten Sänger nach Möglichkeit vorzubeugen. Um so unbegreiflicher ist es, wenn in unseren städtischen An- lagen nickt Mw alles mögliche Strauchwerk, sondern 'auch hübsche, gesunde Baume unter Aufsicht von städtischen Gärt- bs. D a r m st a d t, 30. Nov. Die Landeskonferenz des Vereins der Freundinnen junger Mädchen sand heute morgen im städtischen Saalbau statt. Auch die Großherzogin war anwesend. Eingeleitet wurde der heutige Tag der Landeskonferenz durch eine Andacht, die Geheimerat Walz abhielt. Hierauf begrüßte dann die Landesvorsitzende des Vereins, die Fürstin zu Erbach, die Anwesenden. Daran schloß sich ein Vortrag von Frl. Th. Reineck aus Berlin, die über die „Bahnhofswerke in Deutschland" sprach. Die Rednerin konnte aus ihren reichen Erfahrungen in der Bahnhofsmission manche interessante Einzelheit erzählen. Durch die Tätigkeit der Bahnhofsmissionen hat, wie statistisch nachgewiesen wurde, der Zuzug zu den Großstädten abgenommen. Besonders gedenkt die Vortragende der tatkräftigen Unterstützung, die dem Verein durch die Eisenbahnbehörden zuteil wird. An der Aussprache nehmen u. a. Frl. Köppen aus Wiesbaden sowie Frau Zimmermann aus Frankfurt teil, die für die Schaffung neuer Mädchenheime eintritt. Auch Geh.' Regierungsrat Fey will, daß ich auch Herren in den Dienst der Bahnhossmissionen teilen. Die Kreisbehörden sollten die Ortsbehörden Verden Unterrichtsbetrieb nicht ohne weiteres zeigen- wenn Sie mir die Ermächtigung dazu von der Schulabteilung bringen, sehr gern." „Well," meinte der andere, „ich habe Empfehlungen an Mr. — eh — Ludwig —• eh —" „Vielleicht meinen Sie Herrn Geh. Oberschulrat Nodnagel?" „No, no!" „Oder Herrn Geh. Oberschulrat Block?" „No, no, ui heißt der Hauptmann von das Land?" „Hm — Sie meinen am Ende gar den Großherzog, Ernst Ludwig?" „Recht, recht, Groußherzog, Ernst Ludwig, werde ich gehn zu Mr. Ernst Ludwig, zu Mr. Groußherzog!" Herr Dr. empfahl sich mit der Versicherung seiner vollkommenen Hochachtung. Einige Tage darauf meldete die Darmstädter Zeitung richtig unter den Empfängen bei Hof: Se. Kgl. Hoheit der Großherzog empfingen heute . . . Dr. H. . . aus L. in Kanada. Also hat er doch den Hauptmänn von das Land ausgesucht. Was er dort ausgerichtet hat, ist nicht belannt. Er ist aber bis heute leider noch nicht wieder nach Alsfeld gekommen. Aus Stadt und Land. (Liegen, 1. Dezember 1911. ** „'Sie Reichsversicherungsordnung" war das Thema eines Vortrags, den Rechnungsrat Harth-Darmstadt im Auftrag des Kaufmännischen Vereins und des Ortsgewerbevereins im Hotel Einhorn hielt. Der Redner führte die wichtigsten Bestimmungen des über 1900 Paragraphen zählenden Gesetzes vor, in dem die seit 1883 entstandenen Fürsorgegesetze: Krankengesetz, Unfallversicherung, Alters-, Invaliden- und Hinter- liliebenenversicherung vereinigt sind. Die Grundideen der früheren Gesetze sind in das neue Gesetz herübergenommen worden. Doch ist manches Neue hinzugetvmmen. Es wurde eine besondere Organisation von Versicherungsbehörden geschaffen, die Ver- licherungsämter, Oberversicherungsämter (Hesien eins mit dem Sitz in Darmstadt), Reichsversicherungsamt (Berlin). Aus allen drei Gebieten der Arbeiterversicherung kommen in Frage Versicherungspflichtige und Versicherungsberechtigte. Bei der Kranken und Unfallversicherung find die Versicherungspslichtigen traft Gesetzes versichert, sie haben gegen Krankenkasse und Berufsgenossenschaft auch dann Anspruch auf Unterstützung, wenn der Arbeitgeber sie oder den Betrieb, in dem sie beschäftigt sind, nicht angemeldet hat und Beiträge für sie nicht gezahlt sind. Bei der Invaliden- und Hinterbliebenenversorgung und bei jeder freiwilligen Versicherung besteht ein Unterstützungsanspruch nur, wenn Beiträge entrichtet Jini). Die seitherigen Gemeindekranlenkasien verschwinden. In Zukunft kennt man sechs Arten von Krankenkassen: Ortskrankenkassen, Landkrankenkassen (für Landarbeiter, Dienstboten, Hausgewerbetreibende), Betriebskrankenkassen (für Fabriken und andere größere Betriebe mit mindestens 150 versicherungspflichtigen Iersonen), Jnnungslranrentässen, Knapp- schaftskassen und Erfatzkassen. Zu den seitherigen versicherungspflichtigen Personen kommen noch Gehilfen und Lehrlinge in Apotheken, Bühnen- und Orchestermitglieder, Lehrer und Erzieher, Hausgewerbetreibende, die Schiffsbefatzung deuischer Fahrzeuge, alles, unter der Bedingung, daß ihr Jahresarbeitsverdienst 2500 Mart nicht übersteigt und jie nicht von Staat oder Gemeinde als Beamte anderweitig beschäftigt und in Krankheitsfällen versorgt sind. iSie Krankenkassen werden durch einen Ausschuß und einen Vorstand verwaltet, deren Mitglieder zu einem Drittel Arbeitgeber, zu zwei Drittel Versicherte sind und von den Genannten aus ihrer Mitte im Wege der Verhältniswahl gewählt werden. Für die Wahl des Vorsitzenden, Anstellung pnd Entlassung von Beamten ist Mehrheit beider Vertretergruppen vorgesehen. Können sich beide Gruppen bei wiederholter Wahl nicht einigen, ernennt das Versicherungsamt den Betreffenden zunächst, auf ein Jahr. Ist unterdessen noch keine Einigung erzielt, ,o ist er fest gewählt. Wer als Kassenbeamter sein Amt m politischer oder religiöser Beziehung mißbraucht, kann ent- lafsen werden. >Den ortsüblichen Tagelohn bestimmt nicht mehr das Kreisamt, sondern er wird in der Regel einheitlich für den Bezirk des Verjichevungsamts von den Oberversicherungsämtern feftgesetzt. Unter den Regelleistungen, als Krankenpflege, Krankengeld (der halbe Grundlohn für jeden Arbeitstag), Krankenhauspflege, Hauspflege und Hausgeld, das den Angehörigen Erkrankter gewährt wird, ist neu hinzugekommen die den Wöchnerinnen in der Höhe des Krantengeldes für acht Wochen gewährte Wochenhilfe. Ms Sterbegeld wird das Zwanzigfache des Grundlohns gezahlt. iDiese Negelleistungen können durch die .Satzung vermindert oder erhöht werden. Freiwillige Versicherung .Sie erlischt, wenn das regelmäßige Jahreseinkommen .4000 Mark übersteigt oder der Versicherte zweimal seine Beiträge nicht bezahlt. Zur Unfallversicherung sind versicherungspflichtta fllle Arbeiter und Betriebsbeamte mit einem Jahresarbeitsverdienst C*lu Kavon-Werke Dresden. kündigen, daß es auf den großstädtischen Bahnhöfen Einrichtungen gibt, die die reifenden jungen Mädchen vor Ge- fahren hüten. Sodann erstatteten die Damen, die den Vor- itz in den hessischen Lokalverbänden führen, Bericht über die Vereinstätigkeit. Nach Beendigung des geschäftlichen Teils sand eine gemeinsame Mittagstafel statt. tastlgS ta|,IWa|, Sie Kavon-Seife toirb nach einem aanr neuen letzt meistens zur Wäsche benutzt werden, mit Hilfe von Natronlau»- ^"»ullich st»d die Seife», die sogenannten Kernseifen. Tie Kavon-Seife ist dagegen eine Kaliseife ° ° f‘wb das die Scho» seit undenklichen Zeiten ist den Seifensiedern bekannt dak- « -- Haushaltzwecke sein würden, nur gelang es lange nicht, solche Seifen in^ststen Stick jährige» Versuchen ist es uns nun endlich gelungen reine Kaliieike» St».cke» zu erzeugen. Nach lang- S,»ck« ..ui. toi, 6,lug.« uns.« Sdf, d.m R.m.u Ä'.M Ste großen Vorzüge der Kavon-Seife bestehen vor alle« Dinae» darin « s ' u»d die Farbe» schont. Dabei ist die Seife von einer sehr aroüen -U»ä • b,cJSB'W nicht angreift Aufftreichen in der mächtigen Schaumbildung zeigt. gwbigke.t, die stch fcho« bei ganz leichtem Wir haben die Kavon-Seife, ehe wir sie in den Handel A . Probieren in ihrem Haushalt gegeben, und es wird cinftimmi» s- Hunderte» von Hausfrauen zum Schonung der Wäsche und der Farbe» gepriesen. Z. B behalten WoM bcr Seife, sowie die große verfilze», ihre «rsprüngliche Form, Farbe „U £££ Kavo»-Se.fe auffallend bequem und für die Haut angenehm sei ,• ” S*? * Wascharbeit mit jchu-utzte Wäsche oder empfindliche Stoffe wie Wolle und Seide.' ^ud) toalfle man besonders ver- Sonntag, den 3. Dezember, I. Sonnlag im Advent Vormittags von 6 /, Uhr an: Gelegenheit zur hl. Leicht. » um 7 Uhr: Die erste heil. Messe. r um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. * um 9 Uhr Hochamt mit Predigt. m 11 Uhr-. Heil. Ltesse mit Predigt. ätachnnttags um 51/, Uhr: Chrmenlehre: daraus AdventS-Andacht nern einfach ausgegraben und weggeschafft werden. $Oii dem Fortkommen der Vögel abgesehen, gereichen doch gcrad? die verschiedenartigen Bäume unseren Anlagen zur besonderen Zierde und werden allein schon wegen der Wohltat der sommerlichen Schattenspende nur ungern vermißt; mögen auch anstelle der Sträucher und Bäume vielleicht hübsche Blumen treten. Wer für diese, wohl von den meisten Bürgern unserer Stadt nicht zu verstehenden INaßnahmen verantwortlich ist, soll hier nicht untersucht werden. Jedenfalls aber muß feftgestellt werden, daß ein gewisser Uebereifer da herrscht, wo er nicht immer am rechten Platze ist, und daß die Stadtverwaltung zum Einschreiten Veranlassung hätte. Bei dieser Gelegenheit sei noch aus etwas hingewiesen, was schon manches Aergernis hervorgerufen hat, und das den besagten Uebereifer der städtischen Angestellten ganz besonders voranschau- lickt. Mancher Hundebesitzer hat schon die unangenehme Er. fahrung machen müssen, daß städtische Gärtner mit einem einer besseren Sache würdigen Elfer sich an die Feststellung seines Namens zwecks Anzeige und Bestrasung heranmachten, auch dann wenn einmal fein unschuldiges Tier flüchtig über einen Rasen sprangen war, ohne also irgendwelchen Schaden angerichtet zu haben. Ja, es ist beobachtet worden, wie ein Gärtner zur Ergreifung eines Hundes diesem über den Rasen hinweg nacheilte Da ist denn wohl die Frage berechtigt, wer von den beiden den meisten Sstaden verursachte, das leichte unvernünftige Tier, oder der Mit Ueberlegung handelnde grotzsüßige Hüter der Ordnung^ Ein Anwohner der An lagen. beliebten Mergerine-Harken, die allgemein befriedigen und überall gelobt werden: alleinige Fabrikanten: A. L. MOHR <3. m. b. H., BAHRENFELD. Übi.nt M in grosser Auswahl Frau Beruh. Dosch Kutcken 6907 [feld, Filiale Darmstadt, Paul Albert, Greiz, Billigste Preise Grosse Auswahl ä 7212 IW* Ausgabe von Rabatt-Svarmarken. “•! (6973 kaufen bei 6 Laden: Bahnhofstr. 65 Fernsprecher 367 Oetkers Rezepte >Million! zwar nickt aber Geld sparen Sie wenn Sie Rübenschneider. Futterdämpfer, Kartoffelquetschen, Futterschneid» Maschinen, Jauchcpumpen rc. rc. >er. Uhr: Celtztti ag im üben: L Leicht. imunioiti Lager optischer Waren und Artikel zur Krankenpflege. 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Zutaten: 4 Eier, 500 g 0 Pfund) Zucker. 2 Pfund Honig, 3 Pfund MeH. 2 Päckchen von Dr. Oetker1« Backpulver, 230 g (1^ Pfund) Hendeln, 125 g Pfund) Sukkade (Zitronat), die abgenebene Schale einer Zitrone, 2 gen lüfte EAlöffel vo’l Zimt, I gestrichenen CBIöffel voll ge*to6ene Melken, I gestrichenen EHOffel voll gestoßenen Ingwer, 15 g Poitasche Zubereitung: Das mit dem Backpulver gemilchte Mehl echOttet man In eine Schüssel oder auf ein Backbrett, macht in die Mitte eine Vertiefung, in welcher man Zucker und Eier schaumig rührt, dann fügt man den durch Erwlrmen dünnflüssig gemachten Honig hinzu, ferner die In etwas lauwarmem Wasser gelöste Pottasche, die feingeechnittcne Sukkade, die ungeschllten in iwei Teile geschnittenen Mandeln, die Zitronen« achaie. Ingwer, Zimt und Nelken. Diese Masse verarbeitet man tu einem festen Teig, der ungefähr 8 Tage stehen mut. Dann wird der Teig 1,'e cm dick auf ein gefettetea Blech gelegt und bei mMllger Hitze gebacken. SobaM der Kuchen aus dem Ofen kommt, schneidet man Ihn in viereckige Stücke. Zum Glasieren verrührt man Pudemicfcer mit Elwell, beetreicht die Kuchen damit und trocknet sie Im Ofen bei mlltger Hitze. Uöilder in großer Kuswa/jl Einrahmungen und ‘Vergolderei 6ei anerkannt Billigen Kreisen QleHtrisdjer 3Ylotor6etrie6 Carl Budwig Beiß Kunsthandlung ni, Kirchstr. 2 50Q|00(y^Oo,OQO . Studts berühmtes bei Fernruf '2 Seltersweg IlckMMMM Von heute den 1. Dezember ab verkaufe: Q 1- u. 2-reihig 14.- 12.- 12.- Carl Frensdorf• Giessen Ecke Bahnhofstr. und Neustadt Telephon 372 Boz. 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N i LKZ «p'saisö an *J 3 t 2"*2 a#&> ZzZÄ 's § k»«s^co 5©K g®g«*°g,gAg . - -5 Z 5O1S 2 c ö1^1ae f O — op Ä %*«=- _ ct3>3 •"fi’S-5'S M U “ö“?sS SS «.-CT 5 »2^ 3 E *5 |1 E «> |5: h .2 «*6 CQ « 3^5 ?|®S JK^äc _ CT .5 E s — X7H -= 2’2 ■s ^a S L-6 £09» ’n -E-is ‘C cs LL CT |^ = EEä^. *» M*e - S ° ®a? 8ZZ2.LZ x-KS ®e§ Saf ?gu atd a EE _G 3 ^1- - Isis ZZZL uSSä ET" © 5 III ^E-sL II1 E5S i* o *- «S»- -däSZ' kZLZZ jgxp ü"d*3> =Wc oG-sa^gE = S O 2 CT 113 2 ^■£saCS OiH? 5—*^ " L 0- at k- co=. wä 2 a> A>S-r--E •** CT*=> *;.5 2 - a«L g E® h- 83m «gtS© t*ela.2 -5 2 tD .üQ - = Ä ZZ U CT — a«l ® _-CT t ES "c *® g -2 H W E e.E^E ”®O «.E*S ®5 = s£i .1 t-ÜS o6C 2 3 ? 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