161. Jahrgang Erstes Blatt General-Anzeiger für Gserhesten Die heutige Nummer umfaßt 22 Seiten. ch Waa^ seg 11* Ij rs 0 dion Maß Hp.)' über )ie Interpellation wird betreffen, am Montag bring des Privalbeainlengefch- 0 n o ? c A l ■i G 8* fi rt LA z-2 2. e»*-; S Z § ü k einigen werden, noch .Beifall.) s politische Wocbenfdintt. Gießen, 21. Oktober. Nr. 248 Ttx 6it6en iiöeimol n'ochentl.Ureir- dlatlsürdenXreUSieben lTienStng und Freitag): iroeimol monatl- tanö> Dirt|d)atllid|<8ritfragcn iiemipiccb - Änschluge: iiir die Redakuon 112, lv HZ P o> rt #2 •2' 5 Schlachten werden nun auch wieder in der inneren ; Politik geschlagen. Nach der Wahlfchlacht.in Konstanz kann das Zentrum seine Flagge aus halbmast setzen. Ta dir Zahl der Wahlberechtigten auch in dem Bezirk am Boden sce gestiegen ist, hat es seinen Verlust nicht nur au> 1000 Stimmen zu beziffern, sondern aus eine weit gröücrc Zahl derer, die ihr Bekenntnis zum katholischen Glauben i nicht aus den politischen Ultramontanismus übertragen Und erfreulich ist es, das; diesmal nicht die Sozialdcmo traten die lachenden Erben sind — sie haben nur etwa 450 Stimmen mehr als im Jahre 1907 aufgebracht , sondern die Liberalen Noch darf man ja freilich kernen Sieg feiern. Aber das politische Barometer, zeigt für das Zentrum eine fallende Tendenz, und das ist, da die all gemeinen Neichstagswahlen vor der Tür stehen, vielsagend. Wird der Liberalismus in Süddeutschland überall so geschlossen und ersolgreich arbeiten wie in Konstanz? Es wäre zu wünschen: denn dann werden die sozialdemo- Iratischen Bäume nicht in den Himmel wachsen, und der Abgeordnete Tr. Wiemer hat in einer Berliner Wahlvcr sammlung am Mittwoch deutlich darauf hingewtesen, das; cm Uebergewicht der Sozialdemokraue im neuen Reichstage eine schwere Gefahr für die Zukunft bedeuten wurde. Ein Rückschlag könnte nicht ausblciben. Natürlich macht Bebels Heer die allergrößten Anstrengungen. Schon in der zweiten Sitzung des wieder eröffneten Reichstages begannen die Ge nossen ihren Agitalionsfeldzug. Zwei Tage wurden ihren m lagen über die ungerechte Handhabung des Reichsvererns- gesctzcs gewidmet. Ter Genosse Albrecht brachte eine An zahl von Verstößen gegen dieses Gesetz zur Sprache: es zeigte sich aber, daß in dieser Frage die liberalen Redner viel wirtsamer vorgingen. Staatssekretär Tr. Telbrüa l;atte feinen glücHidjeit Tag, als er dem sozialdemokratischen Ansturm begegnete. Er konnte eS nicht leugnen, da|; in IP reichen tatsächlich bedauerliche Verstöße gegen den klaren Wortlaut dcS (Gesetzes vorgetominen sind, und er beging den großen Fehler, in der Rechtfertigung der Reichsrcgic- 'lung den schwerfälligen bureaukratischen Gaul in bte Arena fzu fuhren, aus dem verr v. Bethmann Hollweg als Rcichs- lanzler und preußischer Ministerprästdent mit Tulderblick cherniederschaut. Juristisch und büreaukratisch war ja alles kin schönster Ordnung. Aber vom prakkischeii^und taktischen Standpunkt aus war das Plädoyer des Staatssekretärs wenig glücklich. Es ist eben ein Zeichen von schwäche und Lauheit, wenn der Reichskanzler auf die Haltung der in Rede stehendeii bundesstaatlichen Organe so wenig wirk- lichen Einfluß auszuüben vermag. Saalabtrcibungcn und schikanöse polizeiliche Einmischungen, die gegen den Sinn des Gesetzes verstoßen, müssen mir größter Energie be- lämpft werden, wenn man die VolkSstirnmung vor den Wahlen nicht verschlechtern will. Aber der jetzige Reichskanzler besitzt ein merkwürdiges Geschick, auf seinem Schern zu bestehen und an seinem bureaukratischen Rechtstitelchen zu tnabbern. Er ivahrt seine Autorität hartnäckig und lonfeqncnt — auf dem Papier. So hat er, nachdem der Äcliestenrat in Uebereinstimmung mit bedeutenden Rechtskundigen die Strafprozeßnovelle aus dem Arbeitspensum vorläufig ausgeschieden hat, sich beeilt, in Berichtigung einer Zeitungsnotiz öffentlich erklären zu lallen, daß die Regierung sich geweigert habe, das mitzumachen ,,Ach'. wenn man so in fein Museum gebannt ist, Zlnd sieht die Welt kaum einen Feiertag, Manin durch ein Fernglas, nnr von weitem, Wie soll inan sie durch lleberredung 1 c11eu. Warum der Herr Reichskanzler wädrend all der wichtigen Der italienisch-türlijche Krieg. Der Großwesir in der türkischen Hammer. Aus der entscheidenden Kammersitzung in Konstantinopel ist aus der Rede des G r o ß w e s i r s noch nachzu- bii nra äußeren nnb inneren Frag n so b?lLv:r i i schweigsam sic an sein Mu cum in Hohenfinow bannt, hat man noch niuV von ihm erfahren. ° d o- i * SS2 . Jes. tragen: Was das Verlangen nach Repressalien gegen die , Italiener anbctresse, so besitze die Pforte das Recht zur Ausweisung, aber nicht das Recht, die Italiener wie Kriegsgefangene zu behandeln. Die Ausweisung wäre leicht, doch müsse man bedenken, ob diese Maßregel dem verfolgten Ziel nützlich sei. Auch die Franzosen hätten 1870dieDeutschenausgewiesen, hätten dann aber Milliarden zahlen müssen. Daher hätte die Türkei provisorisch die Durchführung der Ausweuungen aufgcschoben und den Konsulaten nur die Anweisung gegeben, keine neuen Italiener ins Land zu lassen. Der,Großwesir wies die Behauptung des Oppositionellen I s s e d Pascha zurück, daß der Mriegsminister gleich nach der Kriegserklärung den Kommandanten von Tripolis beauftragte, die Forts widerstandslos zu räumen. Ter Mriegsminister ordnete im Gegenteil an, jeden Widerstand zu leisten. Zur eigentlichen Tripolissrage überaehend, erklärte der Großwesir, es gebe zwei Wege: Widerltand ^der friedliche Lösung. Der eine schließe den andern nicht aus. D i c Regierung arbeite auch diplomatisch. Es sei unzweifelhaft, daß die Ottomanen in den Grenzen des Menichcn- möglichcn Widerstand leisten müßten. Auf den Zwischenruf: „Bis zur gänzlichen Vernichtung", erwiderte der Großwesir, das Ziel lei nicht Vernichtung, sondern Fortbestehen, lieber das Ergebnis der Vermittlungsverhandlungen könne er nichts bestimmtes sagen, da sich die Dispositionen zu der Vermittlung der Mächte während der Verhandlungen je nach den Umitänden andern Der neue Sudermann. Man schreibt uns aus Berlin: Tas neue Werk Hermann Sudermanns, die Tragödie in sünf Akten und einem Borsviel „T e r Bettler von Syraku s", errang bei ihrer^Ur- aussührung im Königlichen S ch a u | p i e l h a u s am Donnerstag abend einen starken äußeren Erfolg. _ . .. Tas neue Werk spielt im Altertum in jener Zeit, da die Karthager Groß-Griechenlaiid zu erobern strebten, bevor |ie mit den Römern in den großen Kamps auf Rieben unb etob gerieten. 2a-5 Vorspiel gibt in einer packenden 'L-zene die Grundlage Tur die Vorgänge der eigentlichen Handlung. Ter Feldherr der isyra- lujancr Lylon wird durch den Verrat seines nachllen Gefährten Arratos in die Schlinge der listigen Afrikaner gelocki: im todesmutigen Verzweiflungskampf erringt er seinem Vaterlanbe den Sieg, gerät aber in Gefangenschaft und ichmachv olles bergen en, während sich Arratos seine Lorbeeren anmaßt und die^hochite Macht in Syrakus erringt. In der Haupthandlung des Trmnas hat dann Sudermann einen Stoss aujgegriffen, der in der Weltliteratur von Odysseus bis zu Enoch Arden die Sichler beickjaMgi baf es ist das Thema vom „heimkehrenden Gatten". Als blnwer Bettler tonimt Lykon nach der Vaterstadt und niimni hier, indem er allmählich in allen die Erinnerung an den verschollenen tfclb; Herrn wiedererwcckt, Rache an dem einstigen Genoiien, der ihn verraten nnb sein Andenken ausgeläscl t in den Herzeii der Menichen. Ganz leise, wie von fern her, weht in einzelnen Szenen ein -tuft aus der Odyssee herüber, so ttt jenem Austritt, da die alte ^ckannenn und seine früheren Diener den Bettler waschen, iveifen uitd »leiden, dabei ihreö noch immer geliebten Herrn gedemeiw, io bei dem dramatisch gestalteten Gaümahl, da der Blinde die, Jünglinge der Stadt in gewaltiger Rede ausreizt zum Mampf gegen bie fremden Unterdrücker. Aber der Goldglanz homerischer Poe ne kann natürlich nur ganz von weitem austeuchten ui der echt Sudcrman lisch en Atmosphäre, die von den bei ihm |o beliebten Verschärfungen und Gewaltsamleiten erfüllt ift. Ter Verräter hat bc- Lykon Weib geheiratet, das ihm ewige Treue gelobt hatte- seinen Kindern tritt Lylon unerkannt gegenüber; an dem Tage kehrt er zurück, da das Erinnerungsfest des eimtigen Sieges zu Ehren des Arratos gefeiert wird. Daraus ergeben uch spannende Szenen, m denen all die gcräuiäwollen Requisiten aus Sudermanns Theatcemaschine u ic ein Schlostenregen niederhageln. daneben Hot der Verfasser noch ein anderes Thema cin- gcführl, das den eigentlich eit Sinn des We»»cs i>ariteilen soll. damit, den Mitteltafeln ihren alten Platz anzuweisen; die sechs Flügel hielten sie nicht lür wertvoll und nicht für unbedingt zu dem Werk gehörig. Die primitive Kunst der alten Niederländer galt überhaupt damals nicht viel in ihrem Vaterlande; man ließ die Flügel im Magazin verstauben und bekränzte in gleicher Zeit ein Modebild Louis Davids, das damals das Entzücken von ganz Gent erregte, täglich mit frischen Blumen Sv wurde es dem Kunsthändler van Nieuwenhuyze leicht, die sechs Tafeln des Flügels für den Schleuderpreis von 600 holländischen Gulden zu erstehen: von ihm taufte sie ein Engländer und von diesem für die damals hohe Summe von 410 000 Francs das Berliner Museum. Tie Verschleuderung geschah ganz offenkundig, und eine gegen die Kirchenvorsteher erhobene Anklage wuroe niedergeschlagen. Nicht besser wie den sechs Flügeln ging es den beiden Tafeln, die Adam und Eva dantellen und die ersten realistischen Akte der neueren Mnnstyeschichte sind. Joseph II. hielt es für unpassend, daß diese beiden unbekleideten Figuren an einem heiligen Ort ausgestellt wurden: man hielt sie bis 1861 verborgen, und heute befinden sie sich im Brüsseler Museum, während die Kirche sich mit Kopien begnügen muß. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. „Tie letzten Tinge", zwei Komödien aus dem Volksleben von Ludwig Ganghoser, gelangen morgen, am 21 d. M., am Schauspielhaus in Stuttgart zur Uraufführung. — Otto Borngräber hat, nachdem die oberbayeruche Regierung das Münchener Polizeiverbot feiner „Ersten Menichen" die Regierung von Mittelfranken das Nürnberger Aufnihrungsveroot des „Erotischen Mysteriums" bestätigten, Beschwerde beim Bayerischen Ministerium des Innern eingelegt. — Ter Geheime Medizinal rat Professor Tr. Arthur v. Hippel, Direktor Der Augenklinik zu Göttingen, feierte am 24. Okt. seinen 70. Geburtstag, Dippel, der sich 1868 in Königsberg habilitierte, wurde 18/4 a. o. Professor und siedelte Drei Jahre sVäter als ordentlicher Professor nach Gießen über. 1890 fair, er nach Königsberg, 1892 nach Halle und am 1. April 1901 nach Göttingen. — In Königsberg i. Pr. lit am 19. d. M. ber a. o. Professor Der Haut- unD Geichlechtsirankheiten an der Dortigen Universität Geh. Med.-Rat Tr. Julins Easvary im 'Alter von 74 Jahren geworben. — Wie verlautet, wird Die Steile bis Lehrers für Zahnheilkunde an der Universität Göttingen nicht wieder besetzt nnb damit der zahnärztliche Unter-, richt bis auf weiteres eingestellt roerben» nnlen Wenn er einsehe, daß sie nationale Existenz der Türkei bedroht sei werde er bis -um Aeußcrsteii Widerstand leisten. Der Großwesir wandte sich gegen die Jsolierungspolink Wie jedes Land brauche 11Uei) die Türkei Alli a n zcn n nd Ententen; die Allianzen müßten ab'r auf gegcnseiligcn Vorteilen beruyen. a.ic Jurun brauche feine Allianzen, die das Land einer Gciahr auontzten: sie müsse solche suchen, die eine Lösung der gegenwärtigen Fragen baldigst ermöglichten. Der Großwesir wies weiter auf die Gefahr hin, die durch andere Verwicklungen entliehen könnten. Man sage, daß andere Staaten Vorbereitungen träfen. Italien habe i.'iue Mriegssaii.se im ganzen Archipel und bis vor deii 2.aroa- nci.cn. Tie Lage sei äußerst heikel, -schließlich erklärte sich der Großwesir mit allen M in ist er n solidarisch, be- sanders mit dem Minister des Acußern und dem Mriegsminister. Wenn die Kammer dem Kabinett kein Vertrauen schenke, werde es anderen, tüchtigeren Männern Platz machen. Daraus wurde die Sitzung unterbrochen. Nach. der Wiederaufuahme ber Si^ung. sprach nur noch der gemäßigt- liberale Lutfifikri, gegen die Rede und gegen das Programm des Großwesirs polemisierend. Er erklärte, die Opposition könne das Mubinett, das unter Nebeneinflüssen stehe und das Land aus den gegenwärtigen Schwierig- reiten nicht zu retten vermöge, tein Vertrauen schenken. Ter Großwcsir erwiderte sichtlich erregt und wies die seine persönliche Würde beleidigenden Ausführungen des Vorredners zurück. Die Kammer nahm, wie bereits kurz gemeldet, die Tagesordnung des Führers der Jungtürken an, welche besagt: Ta der Großwejir erklärte, daß er in der Tripolissrage seine Bemühungen auf eine wirksame Sicherung der nationalen Ehre, der Souveränitätsrechte und ber Interessen des Reiches richten werbe, spricht die Kammer dem Kabinett ihr V e r t r a u e n aus. Tie Bundnispolitik der Türkei. Konstantinopel, 21. Okt. Der „Tanin" erklärt, daß Vorbesprechungen wegen des Eintritts ber Türkei in eine ber brei Mächtegruppen stattfindeu. Da sie geheim geführt werben, seien Einzelheiten nicht zu erfahren. Aber es sei bereits im Prinzip angenommen, baß bie türkische Regierung keine Engagements einzugehen brauche, bie sie unter bie Protektion ber Alliierten stellen würbe, sonbcrn baß sie mit voller Gleichberechtigung in bie Mombination eiutretc. Diese Ausführungen beS ,Danin" würben bem Korresponbenten bes „Berliner Tage- blattd" von parlamentarischer Seite bestätigt. Teutsch'feindliche Stimmung in Konstantinopel? Konstantinopel, 20. Okt. Das Organ der gemäßigten Liberalen „Jslabat" wurde wegen eines deutschfeindlichen, „Der Wert der deutschen Freundschaft" betitelten Artikels suspendiert. An Stelle von „Jslabat" erschien die Zeitung „Maschri", die sich aegen die Suspendierung wendet und damit droht, zu anderen Mitteln Zuflucht nehmen zu müssen, falls das Kriegsgericht sein Vorgehen sortsetzen sollte. Ter Teputierte für Ben Ghasi teilt brieflich mit, daß die Semussi in Stärke von 14 000 Mann ins Feld gezogen seien, um im Hinterlande von Ben Ghasi den Italienern Widerstand zu leisten. Nach Blättermeldungen marschiert der Häuptling des Stammes Fezzan mit 10000 Mann auf Tripolis, um sich den türkischen Truppen anzuschließen. Die Landung in Ben Ghazi und Derna. Tripolis, 20. Okt. Heute vormittag erschien vor Öen* Ghasi die zweite Stössel des italienischen Expeditionskorps, begleitet von den Linienschissen „Vittroia", „Emanuelle", „Roma" „Napoli" und „Regina Elena", Dem Panzerkreuzer „Amalsi" Den geschützten Kreuzern „Etruria", „Picmonte" und „Liguria", den ^orpedobootszerstörern „Lstro", „Bersagliers" und „Grana- tcire" sowie zwei Hochsee-Torpedo-Flotillen. Admiral Aubry sor- Derte den Platz sosort zur Uebergabe auf. Die türkischen Behörden verweigerten dies. Ter italienische Mmiral räumte infolge des Samstag, 2(. Moder 19U Vczuq4»relA: monatlicb7öV^vi sozialen Stos: heten formten, die 2 £ glauben, in M eint ”5 I aber a3 ^uhermg nch^! f Arbeitgebern un> J „ bieichsvelfichnung^ erhebliche Mchrav'. - iSW kurzer Hand "»en, dah im Reichötaqe bie E worden ist. Wir fönner Le. tragen. Man mufe dabei -'nnchtung handelt, die aui nheblichem Umsonge bereit; >en, daß wir trotz der dor- n unserer Sozialpolitik bod n sind, sondern homärti. und können ihn tun, ie moralische, die wirlschai,. ungsfähiglcit so steigert, all hoffe, daß wir uns in da Vor ber Schlacht hat Lylon eine Erscheinung: ein geflügelter Tömoii erscheint ihm, ber Die Vergessenheit symbolisiert. Tas tragische Geschick bes Selben wirb hier vorausgcsagt: er soll ,'icgen und leben, aber ein schlimmeres Los erfahren als Tob, nämlich ewiges Vergesfenfein. So stößt benn der Bettler nach seiner Heimlehr immer wieder auf bic traurige Erfüllung dieses Spruches, ja er muß sterben, ohne baß man seinen wahren Namen erfährt, ohne baß man weiß, wer Arratos durch droh.'iibe o'ragen in den Tob treibt, bie Syrakusancr aufstachelr zum Kampf für die Heimat und das Vaterland rettet. In wechselnben Spiegelungen leuchtet bie)c Tragöbie des Vergessenen immer wieder ans und sie scheint das einzige Erlebte in diesem Theaterstück zu sein. Tie Aufführung war recht gut. Tas Beste bot Clewing als stolzer Feldherr und als armer Bettler; als seine F.rpu unb leine Tochter boten Rosa Poppe und Helene Thirnig Vorzügliches. Immer wieder durste sich der Autor vor dem bcifalldluittgcn Publikum verneigen. , Tr- ”• _ W i e die Flügel des Genter Altars ins Berliner Museum tarnen. Tie Tatsache, daß eins ber ehrwürdigsten Werke ber Malerei, der berühmte Genter Altar Der BrüDer van Eick, heute in seinen Teilen zerstreut ist unb an Drei verschiedenen Orten aufbewahrt wird, hat itetd VerwunDe- mng erregt. Wie konnte Diese Perle Der vlamischcn Malerei, um Die früher noch Die Romantik Des „ersten LclbilDes ber Wett" schwebte, von seinem urangestammten Platz m Der MutfjeDrale et. Bavon zu Gent gcriiien rocrDen? Welch glücklichem UmitanD verdankt heute Das Maiier-Friedrich-Musenm Die Flügel Des Altars als einen seiner größten Schätze? Auf Diese Fragen gibt em Bericht Des Konservators Der Brüsseler Bibliothek^ Des Manom-- fu5 van Den Gheyn, Auskunft, Der in Dem von Tr. Biermann herausgegebenen Ewcrone mitgeteüt wird. Tas berühmte Werk, Das Die „Anbetung Des Lammes" barüellt, hat mancherlei wunkHr- lame Schicksale Durchgemacht. NachDem es 1566 Der Zeruorung durch Die BilDerstürmcr, 1641 ber Veriilchtung^Durch Feuer gluck- lich entgangen war, wurde es 1794 nach Der Invasion Der iraii- zösiscken Armee nach Paris entführt und kam von Dort nach Der Niederlage Napoleons 1815 wieder nach Gent zurück. Anstatt aber nun Das ganze Werk wieder in Der Kapelle, wo es icu Dem erfreu Viertel des 15. Jahrhunderts geprangt Hane, aui- zufletten, beanüaten >-.ch die ttitchenvoriteher von ^t. Bavon « fit s’T äSS gr § er 5 EZ r. Cfw d Deutsches den anrichteten. Indessen wurde das Meer derartig bewegt, daß kommen waren, zurückzurufen. Am 17. Oktober herrschte den ganzen Tag ein heftiger Sturm, der jede Operation 'schlechten Wetters noch eine Frist bis 6 Uhr früh für die Ueber- gabe ein. Die ganze Nacht über war das Meer bei Wind und Regen sehr beweat. mit einigen Kanonen verteidigt würde. Von den Italienern wurde die Aufforderung zur Uebergabe ausgesprochen. Drei Türken, die an Bord gekommen waren, erklärten aber, nicht darein willigen zu Tonnen. Man ließ sie an Land zurückkehren und begann daun die Beschießung der S ch ü tz e n g r ä b e n und Türme, die zerstört wurden. Es wurden Schaluppen mit Landungsabteilungen ausgesetzt. Zur selben Zeit wurde das Bombardement verstärkt. Die Schaluppen fuhren an Land und wurden von Gewehrsalven empfangen, die keinen Scha- Schahs ausgeschmückt, welches in Astcrabad den Regierungstruppen angeblich in die Hände gefallen ist und ungeahnte hochgestellte Persönlichkeiten bloßstellte. Tie Negierungstruppen befanden sich aber gar nicht in Asterabad. Es erwies sich alles als eine absurde Erfindung. Der Exschah verbleibt an der Grenze von Persien, er ist nicht abgereist. Der „Berliner Lokalanzeiger" meldet aus Berlin: Tr. Mülle r - S a g a n, der seit einigen Jahren die Syndikatsgeschäfte des Vereins der Brauereien von Berlin und Umgegend leitet, hat von dem Vorstand des Vereins einen längeren Urlaub erbeten, da er ernstlich erkrankt ist. Der .Vereinsvorstand hat diesem Ersuchen entsprochen. Truppen sandten gestern ein Boot mit mehreren Offizieren an Land, um den Befehlshaber der türkischen Streitkräfte zur Kapitulation aufzufordern. Dieser bat um die Erlaubnis, an Bord kommen zu dürfen, um verhandeln beruhigen. t..„ ,— zur Uebergabe gewährte Frist vergebnislos verlaufen war, schritt man zur Beschießung der Festungswerke, welche kurze Zeit andauerte, bis die Schiffe mit der Ausschiffung, zuerst der Matrosenkompagnien, dann der regulären Truppen, beginnen konnten. Als die ersten italienischen Streitkräfte landeten, wurden sie von den Türken heftig angegriffen: in- unmöglich machte. Am 18. Oktober, sobald die Wellenbewegung es gestattete, wurden neuerdings Landungskompagnien werden bald in Ben-Ghasi eintreffen. Die zweite Division des ersten italienischen Geschwaders erschien vor Der na am 16. Oktober früh. Eine Abordnung von Arabern Tarn an Bord des Admiralschiffes und gab italien- freundliche Versicherungen und bat, daß die Stadt noch nicht bombardiert würde, da sie nur durch eine kleine Jnfanterieabteilung Dom früheren Zchah von Persien. Asch ab ad, 20. Okt. Gestern wurde aus Teheran das Ausland. Das österreichischeAbgeordnetenhaus 6 eg amt am Freitag die erste Lesung der Regierungsvorlage betr. die Errichtung einer italienischen Rechtsfakultät in Wien. Der deutsch-nationale Abgeordnete E r l e r bekämpste die Vorlage und behauptete, daß diese nur nationalpolitische, agitatorische Zwecke verfolge. Der Unterrichtsminister betonte, daß Aus Stadt und Land. Gießen, 21. Oktober 1911. ** Tageskalender. Stadttheater: Sonntag nachmittag 3% Uhr: „Ein toller Einfall": abends lya Uhr: „Tie Haubenlerche." Konzertverein: Erster K a m m e r m u f i k - A b e n d. Sonntag nachmittag Uhr im Klubjaale. Kunstverein: Neue Ausstellung, täglich geöffnet mit Ausnahme der Samstage. Kolosseum: Täglich Vorstellung. Kinematograph: Täglich Vorstellung. Biograph: Täglich Vorstellung. liberale W a h t e r v e r s a m nt l u n g des Landtags-Wahlkreises G r o ß e n - L i n d e n — H e u ch e l h e i m: Ausstellung eines Landtagskanoidateli. A >i l a g e m u s i k am Sonntag mittag 12 Uhr in der Süd. Anlage. Spielplau: l. Schäfers Sonntagslied von E. Kreutzer- 2. Ollvertnre zur Oper: „Das Glöckchen des Eremiten" von A. U'iaiUart; 3. Grosze Phantasie aus G. Verdis Oper „Trovatore" bearbeitet von W. Loder; 4. Kmderlieder-Marsch von M. Ziehrer' den Italienern nur zurückgegeben werde, was sie bereits besessen. Der Minister stellte ausdrücklich fest, daß die Fakultätsfrage ausschließlich als innerpolitische behandelt werde, ihm sei von einer Einflußnahme von Seiten auswärtiger Faktoren nichts bekannt. Die italienischen Abgeordneten Loiva und Gasser traten entschieden für die Verwirklichung einer Rechtsfakultät in Triest ein. Die nächste Sitzung findet Dienstag statt. Im französischen Mini st errat erörterte der Minister des Aeußern de Selves die auswärtige Lage und bemerkte, daß die französisch-deutschen Unterhandlungen einen befriedigenden Fortgang nehmen. Nach Beendigung telegraphierte de Selves an C a m b o n die I n st r u t i o n e n bezüglich der Fortsetzung der Verhandlungen. Da diese in den letzten Tagen einen beträchtlichen Fortschritt gemacht haben, hofft man, in einem verhältnismäßig nahen Zeitpunkt zur Lösung zu kommen. Man glaubt, daß der 7. Nov. endgültig für die Zusammenberufung der Kammern gewählt worden ist. dessen gelang H den Italienern, die G e g n e r zurück zu- Gerücht hier verbreitet, der E r s ch a h sei heimlich von , ch l a g e n und sich zu behaupten., Nach und nach wurden v i e r - Kvmeschtepe nach A s ch a b a d q e f l o h e n. Die Nachricht rung, „sehr, lebhaft fortgesetzt wurde. Die Italiener griffen nach einer glänzenden Wendung, die gegen Sonnenuntergang ausgeführt wurde, die Kaserne und Sidi Hussein an und nahmen sie mit einem bewunderungswürdig durchgesührten Sturm. Sämtliche Truppen der Staffel waren abends an Land gesetzt und lagerten in den eroberten Stellungen, die sie stark besetzten. Heute morgen wurde infolge der noch immer feindlichen Haltung eines Teils der Araber notwendig, den Südteil der Stadt zu bombardieren. Es wurden eine beschränkte Anzahl von Kanonenschüssen abgefeuert. Tie Lage wird immer günstiger für die Italiener. Andere Truppen , Aus Lieser an der Mosel wird gemeldet: Die Automobu- ~ ■" ‘ ~ ......" fahrt des Kaisers, die -er am Freitag machte, führte über Euskirchen, Münster (Eifel), Blankenheim, Schmidtheim, Stadtkyll, Hillesheim, Dreis, Sttckweiler, Gerolstein, Prüm, Schönecken, Molberk, Kyllburg, Eisenschmidt, Groß-Littgen, Wittlick, Bern- kastel nach Lieser, wo der Kaiser um 5.45 Uhr eintraf. Ein längerer Aufenthalt war in Prüm und Kyllburg. Auf Schloß Lieser fand Abendtasel bei dem Minister v. Schorlemer-Lieser statt. Die Abreise im Sonderzug erfolgte um 10 Uhr nach Wildpark. entsandt, denen es gelang, die Stadt zu besetzen und die italienische Fahne zu hissen. Tagsüber war eine weitere Ausschiffung, außer einer Abteilung Genietruppen unmöglich. .Gestern wurde die.Ausschiffung der Truppen und Materialien ausgenommen. Tripolis,, 20. Okt. Die vor Homs angekommenen Die Revolution in China. Heute kommen wieder widersprechende Meldungen. Es ind anscheinend voreilige Nachrichten, die von einer Ein- chließung der Aufständischen und ihrer Besiegung durch )ie kaiserlichen Truppen reden. Nach übereinstimmenden päteren Meldungen haben am Mittwoch die Aufständischen die Oberhand, gehabt. Die Aufständischen eingeschloffen. London^ 20. Okt. „Daily Telegraph" meldet aus Peking: Der Generalgouverneur von Hukuang, Juan- schikai, reist morgen nach Wutschang ab. General Mn- tschang, der kaiserliche Befehlshaber, ist in der vergangenen Nacht mit acht Bataillonen Infanterie und sechs Batterien Artillerie über denJangts e gegangen. Die Einschließung ist.nunmehr durchgeführt, und man hegt die Hoffnung, das gemeinsame Bombardement durch das Landheerunddie Marine vermeiden zu können, um das Arsenal von Nanyang, das auf dreißig Millionen Taels bewertet ist, zu retten. Die Aufständischen können in jedem Augenblick zusammenbrechen. Die unerwarteten Bewegungen der Truppen verursachen erhebliche Kosten. Wie verlautet, soll im kommenden Monat im Auslande eine Anleihe von zwei Millionen Pfund ausgenommen werden. Die Lage wird dadurch gekennzeichnet, daß sich Juanschikai, als er seine Wiederernennung annahm, vom Thron für die Eröffnung des Parlaments 1912 die Ernennung eines rein chinesischen Kabinetts zu- stchew ließ, das Recht erlangte, eigene Abkommen mit den Aufständischen treffen zu können und sich unbegrenzte Vollmachten für das Jangtsetal geben ließ. Die Kaiserlichen bei Hanka« zurückgeschlagen. Han kau, 20. Okt. Bisher sind die Revolutionäre siegreich. Am Mittwoch zwangen sie die Kaiserlichen, sich aus ihr Lager zuruckzuziehen. Am Nachmittag eröffneten die Kanonenboote das Feuer, aber sie schossen zu weit. In der Nacht wurden die Revolutionäre verstärkt und sie ^^run9 ein. Am Donnerstag rückten Aufständische vorsichtig gegen das Lager der Küiser- lichen vor und verbrannten Hunderte von Hütten, in denen h^ten Deckung finden können. Der .Widerstand, dem sie begegneten, war ziemlich schwach. Die Kanonenboote gaben nur wenige wirkungslose Schüsse ab. Das Lager d e r K a i s e r l i ch e ii ist verlassen und wurde von Revolutionären besetzt, die Zette und 6 Waggoir- bepack und Munition vorfanden, die von den Kaiserlichen zuruügelassen wurden. Die Regierunastruppen zogen sich 7 Meilen von dem alten #a0er öuruck, m welchem sich jetzt die Revolutionäre fahren $ie Kanonenboote sind flußabwärts ge- Mehrere andere Meldungen bestätigen die Erfolge der Revolutionäre. Dagegen ist bei der chinesischen Gesandtschaft in Berlin eme Depesche des Vizrtönigs in Nanking eingetrosfen, nach der die Aufständischen erheblich gesMagen wurden. Die Regierungstruppen und die chinesische Marine seieii siegreich geblieben. Man wird nähere Einzelheiten .abwarten inussen. ö y 11 Am Freirag wurde in dem Pekinger Amtsblatt Bericht des Generals Äinchang, der noch keine Nach- Die Betriebseinnahmeii der preußisch-hessischen Staatseinnahmen betrugen im September gegenüber dem September des Vorjahres im Personenverkehr 3,7 Millionen Mark, gleich 6,65 Prozent, im Güterverkehr 12,0 Millionen Mark, gleich 9,86 Prozent, insgesamt einschließlich der Mehreinnahme aus sonstigen Quellen von 16,9 Millionen Mk., _______w__________________ ______ ________„ ______M gleich 9,08 Prozent mehr. Die Zahl der Sonn- und Werktage man es für richtig hielt, die Truppen, die noch nicht am Ufer ange- in den beiden Jahren war gleich., Die außerordentlich starke Steigerung in den Einnahmen aus dem Güterverkehr entspringt zu einem beträchtlichen Teile dem Verkehre, welcher der Eisenbahnverwaltung infolge der Lahmlegung der Schiffahrt durch den ganz ungewöhnlich niedrigen Wasserstand zugeflossen ist und noch zufließt. ** Eis enb ahn Gießen — Bieber — Hinter- land. Die Pläne für die Hinterlandbahn werden in den nächsten 11 Tagen seriiggestellt sein. Tie Bürgermeisterei will dann ungesäumt an die Weiterbetreibung des Projetts Herangehen. Tie Fertigstellung der Pläne durch den richt über einen Kampf bei Han kau am letzten ine guiisu- vi.uu.jt uutt .Vut uuy vvttvt viu 4vuu- «.tu Mittwoch enthält, veröffentlicht. Er meldet aber, bewegt. Gegen morgen begann sich das Wetter zu daß das 22. Regiment am Sonntag in Hankau angekommcn Um sechs Uhr, als die der Garnison von Ben-Ghasi Ttnb daß es, als es den Fluß und die Eisenbahnstation “-■,f erreicht, hatte, van den Ansständischen angegriffen wurde. Sie seien zweimal zurückgeschlagen worden. Am gestrigen Freitag fand in Wiesbaden die zweite ge- me jsu— an «zo rammen zu um veryanaem Stfc ' und ' ° des"' M können. Als er das Schtff betreten hatte, wiederholte scher Arbeitgeberverbände statt. Tie Verhandlungen be- man dte Aufforderung, stch zu ^ergeben, worauf er um Auf- trafen Fragen des Arbeitsnachweises. Ueber „das Problem der fchüb bat, der ihm nicht gewährt wurde. Nachdem er an Arbeitsvermittlung" sprachen Professor Dr. Adolf Weber- Laud zurückgekehrt war, verschanzten sich die Türken und Köln und Generalsekretär Dr. Flechtner-Stettin. General- .trafen Vorbereitungen für den Widerstand. Die italie- stkretär Dr. Beumer-Düsseldorf, Mitglied des Abgeordneten- nischan Kriegsschiffe eröffneten nun das *!«>» A-r-Ms-r Kratz. Elsen, der tz-schLftliche Leiter Feirer auf hii> Kaserne und die Tr-pfhmaStnprfp irhnnton des Arbeitsnachweis des Zechenverbanoes, berichteten über „die S ungleiche Behandlung bet verschiedenen Arten der Arbeitsnäck)- rr? 6 ^xc.tuei|e weise durch die Gesetzgebung". Ueber „die Bedeutung der öffent- ö’ 1 a99 e gehißt. Dre Italiener wollten landen; da lichen Arbeitsnachweise für die Industrie" sprachen die Geschästs- das Meer aber zu bewegt war,, mußte dre Landung auf sichrer der beiden Arbeitgeberzentralen, Generalsekretär Dr. Gra- t) eute verschoben werden. benftedt und Syndikus Dr. Tünzl er-Berlin. Das Er- Der Spezialberichlerstatter des >,Matin" in Tripolis gebnis dieser Becichttrstattungen, sowie der sich daran anschließentelegraphiert: Der türkische Dransportdampfer den Aussprache war die übereinstimmende Ueberzeugung, daß -„Derna", den die Italiener mit einer Ladung von Waffen dre Arberlsnachweise der Arbertgeoer technisch am vollkommensten und Munition zunächst passieren ließen und dann versenkten, ?eXV^flntert burdmuk r^ü?bi?e^nbUe^§ bC 119 ist wieder gehoben worden. Das Schiff wird nach Athen 9 gebracht, nachdem es wieder in seetüchtigem Zustand versetzt worden ist. Airche und Schule. Dortmund, 20. Okt. Bei den gestrigen Repräsentationswahlen zu der Reinoldi-Gemeinde erhielten die kirchlich-liberale Partei, also die Anhänger des Pfarrers Traub, 2575, die Positiven 789 und die evangelische Vereinigung 470 Stimmen. Arbeiterbewegung. Berlin, 21. Okt'. Eine Versammlung des Verbandes der Schneider, der Schneiderinnen und der Wäsche- arbeiterinnen erörterte den Mißstand, daß kein fester Lohntarif zwischen den Zwischenmeistern einerseits und den Heimarbeitern andererseits bestehen. Die Aussprache endete mit der Annahme be? Tarifs durch die Arbeiter. Es sollen nunmehr Verhandlungen mit den Konfektionsfirmen angebahnt werden. Ingenieur Erainseld hat sich wider Erwarten in die Länge gezogen. x. •• AuS dem Militär-Wochenblatt. Befördert: Keller (Gießen), Lt. der Landw. 1. Aufg., zum Oberlt.; zum Lt. der Res. der Vizemachtmeistcr Saum (I Darmstadt) des Großh. Hess. Train-Bats. Nr. 18. Der 2lbschied bewilligt: Gabriel (Gießen), Hauptm. der Landw.-Jnfanterie 2. Aufg., Euler (Worms), Oberlt. des Landwchr-TrainS 2. Llufg., beiden mit der Erlaubnis zum Tragen der Landw.- Armee-Uniform. ** Eine Sitzung des Provinzial-Aus- s ch u s s e s findet am Samstag, 28. Oktober, vormittags 9 Uhr, mit folgender Tagesordnung statt: 1. Antrag der Stadt Alsfeld auf Uebernahme der Fuldergasse auf den Kreis Alsfeld. 2. Enteignung von Gelände zur Verbreiterung der Kreis st raße Ober-Seemen — Mittel-Seemen. 3. Baugesuch der Firma Gebrüder Dececco L Ferrarin zu Bad-Nauheim. •* Kunstverein. Die Gemälde-Ausstellung am Brand ist von morgen, Sonntag, an wieder geöffnet. Tie Ausstellung hat u. a. der hier gern gesehene Portrait- und Landschaftsmaler Otto Jung-Stuttgart beschickt, dec außer Del» gemälden auch eine Kollektion reizender Aquarelle und Poctraits auS hiesigen Kreisen ausgestellt hat. Ein hier im Kunstverein noch nicht gesehener Künstler, Professor Robert von Haug-Stuttgart, hat die Ausstellung mit acht seiner 'Arbeiten beschickt. Maximilian M o d d e - Berlin, der auch für Gießen neu ist, hat Fruchtstücke, Landschaften und ein Motiv aus Alt-Gießen, die „Zozelsgasse", ausgestellt. Mit fünf schönen Landschaften ist Professor von Eschwege- Weimar vertreten. Maria Casper-Filser-München, welche als brillante Landschastlecin bekannt, hat ebenfalls einige ihrer Arbeiten hier aufzuweisen. Je eine Kollektion des Münchner Malers Robert Niemerschmid und von Anna Bayer-Darmstadt vervollständigen die Ausstellung. Geöffnet ist die Ausstellung täglich mit Ausnahme Samstags von 11 bis 1, Mittwochs auch von 3 bis 5 Uhr nachmittags und an Sonnlagen von 11 bis 3 Uhr ununterbrochen. ** Stadttheater. Die Volksvorstellung am nächsten Montag, Schillers „Kabale und Liebe", giot Herrn Schröder Gelegenheit, sich als „Ferdinand" in einer größeren Aufgabe zu zeigen. Ein anderes Mitglied, Frl. Hildegard Böbm, bisher erste Sentimentale am neuen Bielefelder Stadttheater, wird als „Luise" überhauvt zum ersten Male vor das hiesige Publikum treten. Die Lady Milford wird von Frau Baumeister, der Präsident von Herrn Bakof, der Miller von Herrn Norden, der Wurm von Herrn Gühne, die Frau Miller von Frl. Scholz und der Kalb von Herrn Großer gegeben worden, so daß bei erster Besetzung eine vorzügliche Aufführung erwartet werden darf. ** Don Iosä b e Laböro , b er Meistergebanken- l e s e r. Man schreibt uns: Einfach ist sein Auftreten und in kurzen, jeboch bestimmten Worten stellt er sich vor. — Ein Mann von etwa 28 Jahren, mit tiefliegenben faszinierenden Augen und einer, hohe Intelligenz verratenden Stirn, einer jener Weld, wunder, die unsere Wissenschaft vor Rätsel stellt, die wohl nie gelöst werden. — Diesen Meister zu sehen, bedeutet unstreitig einen hohen wissenschaftlichen Genuß. Eine Viertelstunde voller Geheimnisse, voller Seltsamkeiten, — man mochte glauben zu träumen — unb doch ist alles was man sieht Tatsache. 5 Personen melden sich, mit in der Tat raffiniert ausgebachten Experimenten, — er loste sie alle, unter atemloser Spannung des durch chn allabendlich gefüllten Hauses. Alles sieht sich fragend an — tiefte Stille herrscht, kein Geräusch macht sich bemerkbar — alles fteyt. unter dem Banne dieses seltsamen Mannes. Noch ein alter Herr meldet sich, um die Freiheit seiner Gedanken an dem Meister auszuprobieren, — in der er gar arg getäuscht wurde. Senor b6 Lab6ro brachte auch seine Gedanken mit unheimlicher Schnelligkeit zur.Ausführung. ** Ihr 25jähriges Best eh en wird am 19. November d. I. die Gießener Fleisch er-In nun g begehen. Aus diesem Anlaß wird von den Frauen und Töchtern des Gewerbes der Innung eine Fahne überreicht werden. **- Ueber die Höhe der Preise auf unseren Wochenmärkten wird, wie man uns schreibt, die Bürgermeisterei durch Vertrauensleute auf dem Laufenden erhalten. Es stellt danach fest, daß einzelne unsere Wochenmärkte besuchenden Handelsleute mit ihren Preisen für Kartoffeln und Gemüse in den letzten zehn' Tagen um eine Kleinigkeit abgeschlagen sind. Kartoffel-Detailpreise bewegen sich in einer im allgenreinen durch nichts gerechtfertigten Hohe gegenüber den Großpreisen. Am Donnerstag kommender Woche 'wird der Stadtverordnetenversammlung eine Vorlage zugehen, nach deren Annahme die Stadt mit der Beschaffung von Kartoffeln und Gemüsen beginnen will, wenn die Handelsleute sich fernerhin unfähig zeigen, unserer Bevölkerung zu angemessenen Preisen Wochenmartt- bedürfnisse zuzuführen. ** 40 000 Mark ersp art worden sind gegenüber dem Voranschlag bei der Erbauung der Schlachthofserweiterung (Schweineschlachthalle und Kühlanlage).. Dieser günstige Abschluß hat seinen Grund in den gesunkenen Preiset! der Materialien, die beim Bau verwendet wurden. ** Verein e h e m. 116 er. Heute'abend findet die ordentliche Herbst-Mitgliederversammlung statt, die außer über die Frage der Errichtung einer Sterbe-Bei- hiife-Kasse auch die der einheitlichen Vereinslleidung und der Vorbereitung des im Jahre 1913 stattfindenden Regimentsjubiläums entscheiden soll. Kreis Alsfeld. w. Romrod, 20. Okt. Gestern wurde in einem Fichtendickicht im Jägertal ein Skelett eines Mannes gefunden. Neben ihm lag ein Revolver. Den noch vorhandenen Ueberresten der Kleidungsstücke und einem Strohhut nach zu urteilen scheint der Mann einem besseren Stande an- gehört zu haben. Bahnarbeiter wollen int vorigen Jahre in der Nähe der Fundstelle Leichengeruch wahrgenommen haben. Man kann sonach annehmen, daß die Leiche wohl kaum länger als 2 Jahre dort gelegen hat. Kreis Friedberg. L. Fr i ebb er g, 20. Okt. Das Krankenhaus (Hospital zum ^eiligen Geist) hat nach dem Entwürfe des Bürgermeisters einen großen Neubau erhalten, ferner ist bas frühere Krcis- hvspital umgebaut unb mit bem Neubau verbunden worben. Nahezu 200 Betten stehen zur Verfügung. Gegenwärtig ist bas Letchenhaus des Krantenhauses im Rohbau vollenbet worden. Startenburg und Rl;cinhessen. rm. Darmstadt, 20. Okt. Die Vernehmungen wegen der groben Ausichreitungen bet dem Streik der Transportarbeiter haben zur Verhaftung von weiteren drei Beteiligten geführt, die licök des LandfriedenSbruchs schuldig gemacht haben. Im ganzen lind durch dao Amtsgericht letzt 24 Verhaftungen bestätigt worden, wahrend 32 Perwnen unter Anklage gestellt werden. Sie haben Nch i-.üweise wegen einfachen, teilweise wegen schweren Land- sneden-sbruchs zu verantworten. rm. Bischofsheim, 21. Okt. Durch die Puffer zu Tob. egegpeticht wurde heute ftüh feer v erheiratet eBahnaxheitW Rundgang durch die ganze lÄe iren ? Born Geb imcn £>ofrat cipjifl Illustriert Pl.-Ing Kapitalsanlagen im Ausland und ihr Nutzen Malier Galizien haben und Kandidatur Mngspor Danksagung schien zehn Tagen Familien Weinei und Görlach Büdingen und Giessen, den 20. Oktober 1911 6494 üeppigen Haarwuchs legen Gießen, 21. Oktober 1911 (6510 ?t o Maretsch. Carl Grgang. Der Kamps Der Von werb, aket 50 Schaaf. worden r der S Lindenau Heft 9 : Ueb r moberitc Umschau. i SiCjIib achmann Wochenmarkt' inb gegen^r i Bhlanlage). Krankheiten derart überhand genommen, daß das Regiments- kommondo eine strenge Untersuchung einleitet. Der von Räubern überfallene und entführte griechische Bischof von Grevcna Emilianus wurde samt dem Vikar, feinem Gehilfen, einem Kcuvassen und einem Diener eine Stunde von Grevena ermordet aufgefunden. neue Feldari llerie-.üascrne in Straßburg i E scn. Von Von Dr Grund in d-°'ff w. Bau »“Sfobet di- Heutc abtnbJ”gffatt, ichtung em» ® unb hen Verem-rUMg den Frauen und röü? eine Fahne übemuhl tzcft 8: Was wollen Flußbaulaboratorien fc». Engels. Die Entwicklung her Iajidwaf Technischer Forkschrit: und Arbeiterlcdasl Oran, 21. Okt. General Toutee ließ in Uedschda französischen Kommissar Destailleur, den Vizckonsul den Zollverwalter wegen Veruntreuungen verhaften. Redner: 1. Fabrikant A. Klingspor. 2. Reichs- und Landtagsabgeordneter Dr. Osann veizungstcchnik. Von Ingenieur Joh. E — Süßerotts illustrierter ?ikrrvcn-Tee ..BeW ’;rroni ntal regelmäßig, untl 100 Pfg. 6216] Otto £$ Gimel aus Banschherm auf dem hi^igen Rangierbahnh^n »imel geriet öuidr llnvorfrchtrgkert beim Rangreren zwilchen die - age-t. . m KreiS Wetzlar. md der Kalb von Herrn ,ei erster Besetzung eine )erden darf. er Meistergedanken' ist sein Austreten und in er sich vor. - Ein Mann i faszinierenden Augen uns Stirn, einer jener 'Beb Rätsel stellt, die wohl nie en, bedeutet unstreitig eint: * Licrtelslunde voller ad)tm (rrperimenten, - nung des butti» ihn zb sich sragwb an - üeft bemerkbar — alles IkeyV itö Roch ein olttt Hm ebanlcn an dem Meist- Muschi mürbe, venor tt unheinilicher Schnelltgw h en tvird am 19. A- in der Rauch'.varens rberei der Firma Amtlicher Wetterbericht. Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen. Wetteranksichten in Hessen am Sonntag, den 22. Oktober 1911: Trüb, leichte Regensälle, Temperatur wenig verändert, südwestliche Winde, vielfach Morqemiebel. Amerikanische Dauerbrand Irische und Regulier-Füll' Oefen Revolver. *^in6iro^llt Zstücke »nd gtflnbe an* -inem Helce aghre i» ollen im vOt‘9 men haben. r.icb wahrge^,^^ (almt SföbXS ässe Berlins Ter geeignet, dem _____________ ______ ________ Freunde und Leser zu verschaffen. Ter neue Jahrgang enthält eine Fülle werwvller und interessanter Beiträge. An belehrende Aufsätze reihen sich abwechselnd Er-ählungen ernster und heiterer Natur. Außerdem enthält der Kalender vier prächtige Kunstdruckbeilagen, eine farbige Karte von Afrika und Preisrätsel. Tapeten! Z Xaturell-Tapeten 0. 10 Pf. a. Gold-Tapeten , 20 Pi.a. in d. schönu. u. neuesten Mustern. M. verl. kostenfr. Dtusterb. Nr. 426. G ebr Ude r Z legier, Lüneburg lehrt wird, was beute für Preise auch von Holland unb^ Norddeutschland für gute Lpeuekanofieln gefordert iverdcn. Ich bin selbst dann guter Abnehmer, w.nn ich Prima-Ware erhalte, aber zu Hähern Preisen alo 6,80 Mark, mithin konnte der Herr noch ein gutes Geschäft machen Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dreier Rubrik stehenden Artiü übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerü- Verantwortung Gießen, 21. Oft. Aus das Eingesandt von gestern möchte ich, als Händler, dem Herrn Einsender mitteilen, daß es ja nicht notwendig ist, auf dem Oswalüsgarten Kartoffeln zu solchen Preisen zu kaufen, oder liest der Einsender nicht die Anzeigen, wo von verschiedenen Firmen die Kartoffeln schon zu 7 Mark angeboten wurden Dann soll der Einsender nach Marburg fahren und scheu, was dort für Kartoffeln für 6,80 Mark verkauft werden. Auch scheint der Herr nicht zu imssen, daß die meisten Kartoffeln diesesJahr auf dem Lande verkauft werden. Auch möchte ich bitten, die Kartoffeln sich zeigen zu lassen, die hierher von einer Fabrik zu 7 Mark bezogen worden sind. Es empfiehlt sich, den Herrn als Vermittler für eine Einkaufsgesellschaft anzustellen, damit er be- nan un8 Mitt, d» aite auf dem Sauft* Naunheim, 20. Okt. Trotz aller Vorsichtsmaßregeln verbreitet sich die Maul - und Klauenseuche rach über - iser Torf Mehr alS 40 Gehörte sind schon davon ergrtften uiib man fürchtet, daß die ScuSe °-*- iu?inde macht. Auch in Waldgirmes Hessen-Nassau. stellung. Don Tr. August Zenk. Illustriert erhalten Sie sich dauernd, wenn Sic Kam S Sauerstoff-Aabncreme „Perodont“ verwenden. Nur Central-Drogerie Emil Karn. |6392j Schulstraße. Für die wohltuende Teilnahme, die wir in dem schweren Leid, das uns getroffen hat, erfahren durften, sagen wir nnsern herzlichen Dank. Besondere danken wir Herrn Pfarrer Schlosser für seine guten, tröstenden. Worte, den Schülern, die ihren Lehrer, der sie so herzlich lieb hatte, zur letzten Ruhe begleiteten und allen denen, die an seinem Grab treue Worte des Dankes und der Teilnahme gesprochen haben. £ ic schlafen schlecht, ta& Kopfschmerzen, seben schleckt ouä! Trink. Sie Dr. Bergu »aun's Pros. Tr. pl'il. et jur. I Kollmann (Fortsetzung.) Talsperren Von Hans Hourguin. Tie deutsche Zuckei industri 1. Von Tircktor V. Reißigcr Niederrheiniscke Industriefürsten Von Karl Müller. Umschau. In dem Beiblatt: ..Technik und Hvgiene". Tas Bad auf der International n Hugiene-Aus- Letzte Nacl)ricbten. London, 20. Okt. Der Königliche Ausschuß, der noch dem großen Ausstand eingesetzt wurde, um die Wirkung des Eisenbahn-Schieds- und Einiflungsvertrages von 1907 zu untersuchen, empfahl in seinem Bericht einstimmig die Beibehaltung des Vertrages mit einigen Aendcrungen und Erweiterungen, die eine Beschleunigung der Beilegung der Streitigkeiten bezwecken sollen. Tic Befugnisse der Einigungs- ämter, die bisher auf die Fragen betreffend Löhnung und Arbeitszeit beschränkt waren, sollen auf die Fragen betreffend die Tienstbedingungen ausgedehnt werden, jedoch Disziplinär- und Bctriebsangelegenhciten noch ausgeschlossen fein. Für die Anerkennung der Trade-Unions ist im Bericht nichts vorgesehen, dagegen solle es den Angestellten sreistehcn, sich vor den Einigungsämtern von Rechtsbeiständen vertreten zu lassen, die nicht notwendigerweise Angestellte der Gesellschaft zu sein brauchen. Die Ausschußmitglieder erklären, wenn irgend ein Schiedsspruch mißachtet werden sollte, solle denen, die sich an den Schiedsspruch zu halten wünschten, ein weitgehender Schutz gewährt werden. Die Einschüchterung von Arbeitswilligen durch Ausständige solle nicht geduldet werden. ist soeben erschienen. (Verlag Wilhelm Süßcrott, • gediegene Inhalt, die gute Ausstattung sind dazu Kalender in allen Schichten des deutschen Volkes ind bereits 2 Ställe f Nieder-Lahnstein, 20. Okt. Deute abend 9.35 Uhr stieß der Gü t erz u g 7368 mit einer Rang ierabtei - i . n im t^leis 2 R zusammen. Ein Ranaierarbeitcr -ourde dadurch übersahren und getötet. Beide Gleise (Ober- chnstlin Nicderlahnstein und Niederlahnstem—Oberlahnstein > i-ireri n Stunden gesperrt. Ter Verkehr wurde über .vohenrbnn I leitet Ter Materialschaden ist gering Der Zusammenstoß lstano durch Uebersahren des aus , Dalt" stehenden AuSsabrt- i nals Tic Sperrung der beiden Gleise war morgens gegen l Uhr wieder beseitigt. n, Frankfurt a. M., 20. Oktober. Der Fürst und die Fürstin v. B ü l o w sind hicute abend 10 Uhr 33 Min. von Damburg IsuiM'-nd hier eingetrofsen und haben im Dotel „Englischer Dos" Ü'ehnung genommen. — Der praktische Arzt Konrad Stadt- seid wurde unter der Beschuldigung des Sittlichkeitsverbrechens in Untersuchung genommen. — Deute morgen wurde der 40 Fahre alte aus Berlin stammende Chemiker Dr. Seehagen erschossen in seinem Bette aufgesunden. Aus einem hinter- last, neu Briefe gebt hervor, daß er Selbstmord wegen eines unheilbaren Leidens began-ren hat. W Höchst a. M., 20. Oft. In der gestrigen Stadtverord- ve:ensitzung wurde vom Kollegium der Erweiterung des he sigrn Krankenhauses einstimmig, im Prinzip zugeuimmt. 2aS Projekt verursacht einen Kostenaufwand von 700 000 Mark. Tie Betteubelegziiser wird durch die Erweiterung von 97 auf rund 280 heraufgesetzt Die Erweiterung geschieht namentlich in An- Lrradil der zahlreichen Arbeiterschaft der Stadt und des Kreises bockst. ____________________ Vermischter. •Tee Gesundheitszustand der Londoner Schulkinder. Aus London wird berichtet: Tie Schultomuiisßou des londoner O'raf|d)a e r h a f t e t. Der Tertianer Köchin Magdeburg, der den Oberlehrer Femcr durch einen Revolverschuß zu töten ver- «uchte und sich eine schwere Verwundung beibrachte, ist ans imt Krankenhaus entlassen und sofort in Untersuchungshaft v^'ührt worden. Bei einer Fuchsjagd der Offiziere des Ulanenregiments in C h e in n i tz st ü r j t c ein Leutnant, über ihn hinweg stürzte der r i-lnolgcnbe Leutnant Ftchr. von Brandenstein, der eine fdimcrc Gchirnerschütteruna erlitt. In der Zentrale der Berliner Elektrizitätswerke in Ober» schön eweide bei Berlin entstand Feuer, das den im Keller schafft Edmtiller'» Arnika-Franzbranntwein (Harke Arn Idol) Derselbe zerstört Haarausfall und Schuppen- bildunc radikal, schnell und nicher! Man verL Marke -Arnidol**. Flaschen ä Mk. 1.25 il 2.- Allelnverkauf bei: Gebr. Hiebei, Brtferle 5®0] Walltorstr. 29. um das schwarzftüssige Gold Von Walter V Wöhlke. Ter neue Bebauungsplan von Chicago. Alter unb neuer Merkantilismus. Von Prof. Tr. W. Lop. Umschau. In dem Beiblatt: „Industrielle Monographien" Ter elektrische Betrieb Santingo de Chile, 21 Okt. Die Regierung läßt 7000 Mann zu Manövern ausrücken und die Flotte mobilisieren, um Peru vor Augen zu fuhren, daß Chile gerüstet sei. befindlichen großen Tampskessel zur Explosion brachte. Fünf Personen wurden schwer, darunter zwei lebensgefährlich verletzt. - Aus dem Dasenvlav in Scanbau stürzte ein großer Stapel von Säcken zusammen und begrub vier Arbeiter, die so schwere Cuettoungen erlitten, daß sie ins Krankenhaus gebracht werden mußten. Gegen den im Prozeß Wolff-Metternich als Zeugen vernommenen Oberleutnant v. Fetter ist cm Verfahren wegen Meineids ein geleitet worden. Ta von Fetter jeyt beim 2. Bataillon des 88. Infanterie-Regiments in Danau steht, so ist dafür das Gericht der 21. Division in Frankfurt zuständig. Ob es aber zur Erhebung einer Anklage kommt, ist noch fraglich. Ter 21jähriye Bankier (Eugen Müller in Hamburg wurde in dem Augenblick verhaftet, als er mit seiner jungen Frau ein Motorboot besteigen wollte, von dem aus die Frau ertränkt werden sollte, damit er die Versicherungssumme von 300000 Mk. erhielt. Der Chauffeur, dem für die Beihilfe 10000 Mk. versprochen worden waren, hatte den Plan verraten. In Suczawa in der Bukowina sind die Schüler aller acht Klassen des Gymnasiums wegen Arbeits- überbürdung in den Ausstand getreten. Als ein Straßenbahnwagen einen steilen Abhang bei M o ß l e y unweit Manche st er hinuntcrfuhr, verlor der Wagenführer die Derrschaft über die Bremse. Der Waaen durchschlug eine Mauer und stürzte über die Eisenbahnbrücke auf die Schienen hinab. Vier Personen wurden getötet, sieben verletzt. Die in Ofen pest lebenden Verwandten von Franz Liszt haben sich an die Regierung mit einer Eingabe gewendet, daß die sterblichen Uebcrreite des großen Tonkünstlers von Weimar nach Budapest überführt werden mögen. (?) Jnsolge des starken Nebels stießen bei der Ostrnündung der Elbe zwei englische Dampfer so schwer zusammen, daß der eine sank; der andere Dampfer wurde aus den Strand gesetzt. Das Torpedoversuchsschiff „Friedrich Karl" rannte bei Friedrichsort infolge Nebels mit dem dänischen Segler „Adele" aus Marstal zusammen. Der Segler büßte seinen Besammast ein und mußte schwer leck in Holtenau eingeschleppt werden. Durch die Explosion einer Granate geriet das Pulvermagazin in Valisornolz in Brand. Das Dach und die Mauern stürzten ein. Das Feuer wurde schnell gelöscht. Anden Trümmern zog man zwei Tote, zwei Schwer- und einen Leichtverwundeten. Unter den Mannschaften des 57. Infanterie-Regiments in o 011’M nl:: 8- %«, :‘;?Ä I ■*Ä'ä 'Henhpr m ' ;c' "^schäften unb ein * - ausgestellt. M > «n Eschweg bekannt, hat edensall» eine Kollektion e'nerichmib unb von nb’gen bie Ausstellung, wt Ausnahme Samstag« 3 bis 5 Uhr nachmittags •hr ununterbrochen, lksvorstellung am nach- le und Liebe", gibt' s „Ferdinand" in einer anderes Mitglied, M nentale am neuen Biele- überhaupt zum ersten ien. Tie Lady Milford Mslhiillstiilt Llhivan Elektr. Betrieb Liebigstr. 6.3 emofiehlt sich im 08809 Reinigen von Wäsche jed. Art. Pmiimiislh.Niitzkohlkll „ „ Mhruitkshleii „ kisombrikttts „ Ilnm-Lriketts Koks uhü dmilhoy emp stehlt 629 J» Happel, Holzhaudlung. elektrische Betrieb auf der Volldahnstrecke Bitler'eld—Tesi'an Danksagung. Für die vielen Be-veise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste unseres lieben Gatten und NaterS Hen n Wilhelm Hahn Wagenwärter jowie den kath. Schroesrern für die fürsorgliche Pflege und Herrn Pfarrer Bechtolsheimec für die trostreichen Worte sagen wir unfern herzlichsten Dank. Sie trauernde ßittin anb lochter. ▼ BesleBettenrüllung^ ftnb Me dorzü^tch finenben. sehr elastischen, echt chinesischen Monopoldaunen >!e»r ^eschL,t) Pfund Mk. 2.85*. d—genügen »u zri-einLberber» Vers. geg. Nach^hme. Verpackung frei Gustav Lustig Berlin 8 154 Prinzenttr. 46 . Groftte« QSeirtcbem.etfcMtat1 . L geichäst Dearfchlands. Zöpfe, Treber, a Loden, Haar llbr- ketten, Toupet scheitel n. Perücken ? f werden billig au- gefertigt. Spezialität in grauen u.weißenHaaren. Zöpfe werden gefärbt. * tiW» XQmen-Äoviroaicben mit Frisur 1 Mk. bei 1879 Cx Leltersweg 43. Ecke Goetbestr. Saisoi-teierhöl. Wegen Schluß der Saison habe ich von meinem Filialgeichan Bad Salzschlirf noch einen Ponen Decken, Spitzen, Motive und Schale ufro. zurückbehalten, welche ich zu herabgesetzten Preisen empfehle. Fr. Schmitt. [6294 Leufelsluitgärtchen 26. vücheNifch. — Technische Monatsbefte Zeitschrift für Technik, Kultur und Leben. Derausgcgebeu von Prof. Tr vbil et jur. Jul. 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Sonntag, den 22. Oktober 1911, nachmittags 3*/2 Uhr Kleiwe Preise. Kleine Preise. Eii» toller Einfall Schmmnk in 4 Akten vonCarlLaufs Ende nach 5'/, Uhr. Abends 7'/, Uhr Kleiire Preise. Kleine Prene. Die Haubenlerche Schauspiel in 4 Akten von E rnst von Wildenbruch. Ende nach 10'/« Uhr. fa’Vio Montag, den 23. Okt. 1911, abends 8 Uhr Volks - Vorstellung "^6 D.GroBetlbEFlingeP i Q W Münster-Bao Weltstädtisches Variete Direkt.: K. Öhm hei* fciinpmii Sonntag, den 22. Oktober s= Ausflug = n<»cb der Karlsruhe. Anfang nach' i mittags 4 Uhr. vzl/ioJ Der Vorstand. Kabale und Liebe Bürgetcl. Trauerspiel in 5 Akten voil Friedrich v. Schiller. «Ende gegen 11 Uhr. Privat-TailMtmicht erteilt gründlich und gewissenhaft zu jeder Tageszeit 107783 Th.Bäulke.Tliilzlehrcr, ________Wolsstrahe 9. Spielzeit zirka ll/2 Stunde. 08771 Erzielte, wo aufgeführt, beispiellose Erfolge. Gewöhnliche Preise. (»Gewöhnliche Preise. Kolosseum Weltstädtisches Variete Direktion: K. 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Jede Nolle ist mit Meisterschaft durchgeführt, unvergleichlich die alle Hindernisse beiseite stellen de mimische Darstellungskunst,die im höchsten A^f.ekt alles in reichem Maße gibt, aber nicht übertrqlbt, und alle Mitwirkenden zu höchsten Glanzleistungen hinreißt. Im Laufe der Saison 1911/12 erscheinen 10 von Asta Nielsen gespielte Monopol-Kunst-Films unter der Regie von Urbau großzügig geführt u. die technisch auf der Stufe höchster Vollendung stehen. Mit kolossalen Unkvstcu sicherten wir uns das Erstauftübrung-srecht dieser sämtlichen Lichtbilder für Giessen und stellen unseren Besuchew Kunstgenüsse in Aussicht, wie sie nur die ersten Lichtspieltheater der Welt bieten. Als erstes dieser Dramen von heute ab: Religionswissenschaft!. Vorträge Neue Aula der Universität, Mittwoch, den 25. Oktober, abends 81/« Uhr: Professor Gunkel: Die babylonischen Mythen und das Alte Testament. Mittwoch, den 1. November, abends 8*!4 Uhr: Professor Baidensperger: War Jesus eine geschichtliche Persönlichkeit? Mittwoch, den 15. November, abends 8V4 Uhr: Professor Krüger: Das kirchliche Bekenntnis im Lichte der Geschichte. Mittwoch, den 22. November, abends 81/« Uhr: Professor Eck: Die Persönlichkeit Gottes. Mittwoch, den 29. November, abends 8V4 Uhr: Professor Schian : Modernes Christentum u. geschichtliche Ueberlieferung Eintrittskarten zu 3 Mk. für alle 5 Vorträge (Familienkarten 4 Mark), zu 75 Pfennigen für den einzelnen Vortrag, zu 50 Pfennigen nur für die Galerie in der J. Kicker’schen Buchhandlung. Der Reinertrag ist zu gleichen Teilen für das Evangelische Schwesternhaus in Giessen und den Hessischen Diakonie* verein bestimmt. _______________ D 1 in Betty Grünebaum Emil Isaak Verlobte. Gambach bei Butzbach Lieh bei Gießen Oktober 1911. 6495 EmBsiher KirchengesanMein. Zur Verstärkung der Männerstimmen, besonders des Tenors, ist der Eintritt stimmbegabter Herren dringend notwendig. Es ergeht daher an solche — unter anderen an ehemalige Cborschüler — die herzliche Bttie, sich dazu bei dem Unterzeichneten anmelden zu wollen. Die Proben finden jeden Dienstag von 8 Uhr an tm Iohannessaale statt. Auch für die Frauenstimmen sind noch einige musikalisch geschulte Stimmen sehr erwünscht. v19/i0 Der Vorsitzende: D. Schlosser. Restaurant „Reichskrone" Löwengasfe 22. Wringe mein Lokal in empfehl Erinnerung. Helles und dunkles Bier aus der Union Brauerei Gießen. Aufmerksame Bedienung. 08622 Herrn. Moos. Fünfuhr-Tee, ^5* veranstaltet zum Besten des Frauenbundes der Deutschen Kolonialgesellschaft, Abt. Giessen am 23. Okt. 1911, nachm. 5—8 Uhr in den Räumen des Gesellschafts - Vereins (Klub). 6 Uhr: Vortrag mit Lichtbildern von : Erilulein von Hatten-Berlin über : Das Heimatshaus in Keetmannshoop. Eintritt 2 Mk. (einschließL Erfrischungen). Bei Herrn Challicr und an der Tageskasse sind Eintritts- ___________________(ss4/io)___________________ Privat- Tanz-Unterricht erteilt zu jeder Tageszeit Karl Schmidt, Tanzlehrcr ________Wetzsteingasse 31 (742 Eli iimAlk FänitaprograiHil .. — 08770 Gesang-Verein „Harmonie“ Men. Gegründet 1846. Samstag, den 21. Oktober 1911 im Caf6 Leib Rier Ser 65. Mmgrierler bestehend in Konzert, Geiangsvorträgen, Theater und Ball. Anfang 8'/r Uhr. v"/>o Anfang 8’/a Uhr. Sonntag, den 22. Oktober :: Ausflug nach Heuchelheim :: bei Mitglied Stumpf. Ter Vorstand. Vom 21. bis einschl. 29. Oktober in der Hospitalkirche s Aufführungen des Luther-Festspiels von Dr. Hans Herrig dargestellt von Bürgern'und Bürgerinnen Wetzlars unter Leitung des Lutherdarstellers, Herrn Max Halter -Hannover und unter Mitwirkung des Evangl. Kirchenchors (Dirigent Herr Lehrer Luck). Zirka 80 Mitwirkende. Anffnhrnnnpn * Am 21., 22., 23., 24., 25., 28. und 29. Oktober, auiium Uuycll. agien 'lf nahmen.,^ xeranlasien- die bisher / ,weiterer Mas werden dre in einem rutz des übrigen rung gegen lungen des, Pause nM yoT allem in Gesetzes legt Wenn der : schusses sm brechung fei den augenk stiinmung d 7. Novem soll dem Ä Beratung d den. Im dann die l und das P stellt werd MPrr 2re 1 Forlsch .Steins (8 'sucht, auc Tert lang sein Einigung in Gießet Wahlkamj Ter f Aussü-w/i Nie, ivie ivetbtn geordnete ivii 2r. Strecker Tuldung ein, Reaktion hab die unter de in ihr saßen de- Landes n leit, zu der habe sich nai nichtige Volke feien seien bc wdi ivciter zu Ammern glei liberaler Seite Sollitartei gc toten. Aber Mücn iporber Nelen, i mie ungerei Wt ilflt {j][j R RflL'icnä b iii tegei ^Erliege. & i ff Mn Si K Es-rech ’nbem |ie bm »tnen Wech f "• ötntnei ft der ©en Partei schl Ä Gebiet £ Zechest de fteier Mühe ^.verhindern Uralter beha M. wenn sie' et bevorstehen s q“i N ^rerichch, N er sich CT sei Aenne Sdm Km Tabei Kdt Serben.' 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