nbanm Televbou 692. dineiderei Jfostiimi chenu. englischen r von Neuheiten. «• i, i li i li Achtung! ime Haussrauo Gicncn mit meinem ■ u. NaHif1 ।tert hey - 7 Dtzd- $tinöc.n,5,t * ’fci *1*. Ö'Öif ii I L W ; 1 1SoPÜtr S ühr. Bübingen: Fernsprecher Rr. 50 Oeschäii5stelle Bahndoistrahe 16a. Die soziale Revolution in England. (znglai'b umnag in dreien Tagen nid» o-muatinen >raum roäi Bctvbiii btadrt, das pungergefvenst ’iir London endgiillch beidmoren, io regt es i>ch boui m London I'Hwm» Hafenarbeiter und 11 OOu Fabrikarbeiter im Ansiiand, oeneu bald weitere folgen werden In Liverpool, wo schon feit einigen lagen 2*000 Eisenbahnarbeiter au-gesperrt waren, be it b:-i *n ........ heu vanptaussta» d X'afcnarbcitn" und Eis. nnalme., in >?ull 4 i in so mehr, al ? es namentlich in Liverpool Vi . rnsn n Strasteniämpfeii, Plünderungen unb Brant hurnngen gelammen ist, ohne das; eo der Innzngezogenen Lolizei unb Truppcnvcrstäriung auch tu mindesten jen .i ire, der Unruhen Herr zu werden. Wurde bacii ipgar bae Kathans von Liverpool ausgeraubt unb her ermeister tätlich angegriif n Und In den anderen genannten Crtid-..ntcit ficht c - ähnlich, wenn auch nicht li Verlesung Der Aufruhrakte Riot *Ict , die die lirHdrtmg des Belagerungszustandes in sich I(filiert, ist an sich eine ganz schöne Sache, nur muß die tieuölterung wirtlich noch Achtung vor ber Autorität des Staates hegen, wenn die Behörden sich von bieien Mak; lahmen irgendwelchen Erfolg versprechen wollen Damit id'cuit ec aber bei den hier hanr'tiächlich in pfragc fom wenden Todat jenern, Transportarbeitern, Straften und Etscnbohnangestellten ufro. ganz gewaltig zu hapern, wenn ne zu Mördern und Plünderern werden, anstatt die Lohn ichwierigleiten burd) die beiberieitigen Crganifationcn fried- ।ich.schiedlich ordnen zu lassen. Vor einer Woche nodi wußten die Ausständigen ganz genau, was sie an Lohn er Li hangen fordern wollten: )Cpt, nachdem man gesehen, das; man am dem Wege des Streite sogar daS sieben Millionen Einwohner nmtaifeitbc London unter die Arbeiter- i.iuft beugen kann, stellt man ins Blaue hinein slorbe- : nngen am, bic weder die Industrie, nod) das Sdnifabrt5- geroerbe imstande, sind, zu beiriebigen, wollen sie sidt nicht lelbfr ruinieren Tas bedeutet aber, zumal die jetzige so- 3tak Revolution eine immer zunclmicude Tendenz zeigt, wirtschaii' .ne Verluste für (ingiänb, di: in ihrer Hobe den peluitiären Per lüsten bei einem verlorenen Kriege gleich- tont men dürften. gerade b liberale Kabinett Asquith, das dem 'Ngiifchcn Vo»t« neben der Ab>chaf>ung des Lbcrhausvetos die Sozialversicherung, eine ihm günstige Steitergesetzgc- bung unb so manches andere erkämpfte, hat ein solches Auftreten der englifchcu Arbeiterschaft zum wenigsten verdient. Zrerlich bekämpfen die Ausstanbigen in erster Linie, da die englische Bannen Privatbahnen sind, das Unternehmer- tum, zu dem ebenso konservative, wie Liberale gehören. ?lber bic Tatsache» daß das liberale Aabinett Asquith, wie idion in London, »o audt jeyt in Liverpool gezwungen luar, Militär heranzuzichen, um die allgemeinen Inter- offen ,u fchüheti, unb dast dieses in Liverpool sogar wiederi,oii vom Batonctt und der Äugel Gebrauch machen musste, bringt bas "Cabtnett Asauith den großen Trabe Nnionc- gegenüber in eine redu schwierige Lage, weil cs bei leinet Uuierhansmehrheit aut die A r b e i t e; o a r t c i l c r angewiesen in. Tenn and; die über die verabschiedete Veto bill aufs röchst.- gereizten iLonservativen werden sich diese Gelegeril eit mau entgehen lassen, daraus hrnzuweisen, daß das liberale .üabinetl Asauith englisches Biirgerblut vergossen habe. Man mag das vom menschlichen Siandvuntte ans noch so begreif*ith »mben, aber Asauith unb seine Leute haben außer bir Polizei, bic Verjagt zu haben scheint, kein anderes Mittel, nm bic Autorität des Staates gegenüber den Aus ichreitmiji n der ?lnsstLichigeu aufreditgu er halten. Ja. wenn England cm stehendes Heer nadt Tutfdilanbo Muster besäße! Tann hätte man einfach die übungsviiichtigcn Mannschaf- icn unter den Ausständigen zu Hebungen eingezogen und ihnen bürd' strammen Drill schon die nötige Aaston bei- gebracht Aber jo mar bic Regierung auf die dem Boll Derhafitcu Löldnertruppcu angetviejen, unb das wird, falls nodi mehr LtraßenjdNachten erfolgen, am das Berhalten des englischen Bolles gegenüber dem Ministerium Asauith nidn ohne Einfluß bleiben. Man I attc sich bisher daran gewöhnt, England als das Land anzufeben, ivo Lohn kämpfe int ganzei? unb großen riebluh m: . ,".u chände enlidnebeH iverbrn. ohne daß es dabei ,.i Ai'sjchreitnngen zu rammen braucht, die nur beweisen, daß hie Crgamiationen nicht gut d'.szipli niert unb unb ihre ? nrer dir Herrschaft übe. bic brutalen Massen verloren haben 5o scheint es icgt in l5ng werdeii ii' nicht mehr io*: s,e treiben sie 311111 '• ritanb gegen btc Staat:.y. -• 'lt und zur sozialen stevoiuliou, der itnel ist. (hee «miliche (»rflirung im lleierbeui. London, lü. Aua Im Unter ho nie erklärte bi Slaaiv'cTn'inr dcs Innern (fbnrdjill, oir f Voge in London heb merklich gebessert habe Zn allen Bctncbcn kehrten btv Hafenarbeiter, ivenn aud- nicht r»oll;ählia. 311: Virbcii teile bi rat die ^ortiepuua des Ausstonbes auf-? Spiel zi' feu-n Sodann frjtauetr Churchill eingehenb Bericht über die Aus^ s ch r e i 111 n a c a in Liverpool und stellte die Meldung, bnfi Salnrn auf bi' Bevölkermig abgcflcben morden seien, dahin richtig, oafi mn nah einzelne rdnuff, die niemanden verlebten, ab gi geben würben. Tie Plnnderungeu in Liverpool. Liverpool, 15. Aug Tie Unruhen ipanrenb ber 'Jtoan i. urden ausi'chlicfliw non den umauberen (Elementen eines der schlimmsten L-uartiek : eines ManneS, Der wegen B ■ festgenomm n wurde und wollten, worauf bei Mob LrivatHäuser iu plündern unb ■ a zerstören Mi en macht l,iix Militär reoui riert tourb*. bae mit aufgepslannem Ho»onett vorging unb Sthred fdiüfic abgab, wurde gegen 2 Uhr nacht- die Crbnung wiederher gestellt. Zwei Solbaun wurden, wie bereits gemeldet, schwer verwunoct, viele 5diur«leutc unb iHubcftörcr leidner. Tas Ausstandokomitee Dcriintbetc den Hauvtousstand uir sämtliche Transportarbeiter einschließlich ter E.srnbahuangcstcl t u. Lnglischcr $timmungswcd)fd. In England Id)eint man je^t a.imätiiid) einzusehen, daß durch das Bcrt.altcu der eng ifdjen Tivlomatie bei der Marolkofrage die deutsch engl fa-en Beziehung n auf lange hinaus getrübt worden find. Tie ,.T a i 10 News" vc' ösfentlicht eine Zusd;ri,i ocr liberalen Parlamentsmitglied der 910 e I Buxton und Artur P 0 n s 0 n b y, in her ausgesuhrt wirb, erst jetzt stabe die. englifche Lesfentlich- tcu eriaünt, bau bic auswärtige Poliiil < nglands zu einer unmittelbaren De fahr geiuhrt habe. Die nun g.üdlich vorüber sei. Tas Publikum uagc sich, ob es die .Haltung untcrflüVen iolie, die jene Äe.aur in iid) geschlossei'. habe Tie jüngste Rede des 3d'atzkanzlers sei die Bc. anlassung zu gros.er Besorgni-.' gciuc.en. Tie Liberalen hätten iurem UumiLen Au., ruck g.geben über die Politik, die Großbritannien zu einem 4t1 c 115 e u g französischer Angriffslust mad eine Aeußerung wie die des Sd)atztanzlers unter äi-n.ichen umüanbcn von einem Milgliede des lonierbaliueu ftabincttö getan worden, so hätte die liberaie Partei sie i)eft.g verurteilt. Tic Zuschrift läfirl fort, daß Liberale a^cr Klassen unb nicht allein Liberale gegen eine Politik Einspruch erheben müßten, Die Deutschland einen Anteil der f 0 lo n i a l e n Welt vorenthalte. Tie ministerielle „Westminster Gazette" schreibt in Erwiderung auf einen Artikel Der „Boss. Ztg " über die Bagdgdbahn, m bei;; gesagt war, bau in dieser Frage nicht burd) englisch-iürlische Abreden allem eine Entsche.- Dung herbeigenihrt werden lönne, folgendes: „Wir haben nicht Die Absicht, Die deutschen Interessen zu ignorieren Wir nehmen nicht an, daß wir die Frage Der . rhnstrecle durch Perhandlungen mit Der iunci allein lösen töimen Tas äußerste, was wir fiofien lönnen, ist, daß, wenn wir einen für die Türkei annehmbaren Plan haben, er nicht unannehmbar für Deutschland fein wird. Nichts ist im Interesse beider Machte mehr zu wünschen, als wir eine Frage ir-.- werden, die eine Quelle diplomati, scher Reibungen ist, welche außer jedem Berlältnis 511 der wirklichen Bcdeul.ing Der sZrage stehen " Tie englischen Eegenvorichlägc tetr öie geplante Erhöhung ber Zölle und der Bagdadbahn sind dem türkischen Bot'cbastcr in London gegen Endc des vorigen Monoks ausgchändigt worden. Was die Bedingungen bcinüt, unter Denen Die Öfoliftrede Der Bagdadbahn gebaut werden soll, so b: tonen Die engliütun Porichlagc die Notwendigkeit, bic finanzielle Seite ans inietnaiionalcr Grundlage ju regeln und zwar unter Beiciligung. aber nicht unter überwiegender Beteiligung England«. Ein be'ondercr Nackbrua wirb auf bic Norwcnbtglen von Burg schäften gelegt. Dir au> Die Linie nicht zum Tevadcu des bu tiichen Dondeis bei Der .Hiaiiiiifaiion ober cun irgcito eine andere Weife eine uitter'chicdlidw Behandlung ein tret Hcbn den End> punkt der Linie 11t n.chts bestimmt worben. Die Verhandlungen um IHaioifo. Nach Dm neue i:c.i .i-iöuu-e ... • n.:*er Bon rag vor. Hen 0. AiDcrlcn wild üorigrns feinen hurgebraud) in Martenbad vollziehen. Da er, so berichtet die ..Boif Ztg ", im Mai bereits in Aissingen gewefen iei f Die heute Dienstag vom Ministerium des '.' .ußerri ans gegebene Note, tvonadi Die Herren v MtDerlen und c.imbot kortgefahren l aben, Die Unterlage.', her Beri'.i tdiun-gcn aus zuarbeiten, ist wegen ihrer vorsichtigen Fassung geeignet, denen iHcd)t zu geben. Die wahrend vor leRien Tage naa drüdlich versicherten, das Die sogenannte ' •rii/ - :t.j bc-. llebcreinkommens, wobei Die marotfünifdru 3n:irc.fcn in Bctraa.t kommen, die baupnämlisn: • ’iq.cit bieten Bisher hat man nichts davon gehört, daß d genannten Kabinette durch eijeue Meinung odgace ihr Ii ^rejfe an bei künftigen Gcstalning der Dinge in Maiokko bchmhci hiesigen englischen Botschafters B.: - - mit dem Minister des 'XeuRcin. .venu de S^lves. fnr nidn nnmogl’dJ. baß England, Ceftcrrcidi und Italien die ihnen von Berlin unb iori# aus gemaduiii Mitteilungen ir biofreter ,vonn be antworten werden Bemerkenswert iir Dir Meinung bc Journal de» r> bat#", dos ausführt, daß Rußland auf einen non bei momentanen Schwierigkeiten befriedigenden An-gang d>. deutsch sranzösifdien Verhandlungen mit Bii crbrit redwti weil man sich sonst in Petersburg mdit bereit gezeig hätte, das Ergebnis Der Potsdamer Berhand Hingen von l 9 l 0 gerade in diesem Augenblick zu bc, öffentlichen Es sei vielmehr auzuuehnieii. daß lieh Nn'. land D bei dieser Bekanntgal' jenes deutsch-russischen Ucbereiltfommen-? verfLiierte uni die leitenden >krei> ' Irankreid»s gegen die bet orstehende Beröff'ntlichuiig nichts einznwenben hatten. Dir Verftändignng zwischen Teutia*lauo NNO N'tßlane soll nämlich nad) einem fmuzosifd)eii Blutt verief geworden sei» unb Die Unterzeichnung de Polsbame: 'Kerfragen soll binnen kurzem erfolgen. Verletzung de? Briesgehe mnisie- bardi die französische Post' In Paris und in Berlin nattc sich dieser Tage Das b>e rudit von einem ernsten Zwischenfall verbreitet, der wegen stand voii Verhandiungen -zwisdien beiden hiegicrungcn bilden sollte Es handelt sich nm eine angebliche Verletzung des Briefgeheimnisse^ Duidi die franzölifche Post Ter P 0 stsack, Der Die deutsche Reaterungs Morre sp0nden- für Den Kreuzer „Berlin' enthielt, - tranzösischem Gebiet erbrochen wordeu feüi, was deutscherseits als ein wenig frc mbl worden sei Tatsächlich liegt dem Gerüchte ein Vorfall, ber sich vor etwa einem Monat ereignete, .zugrunde. Die Unterjuchung Hat icbodi ergeben, daß daran bloß das H 11 Verständnis eines Postbeamten Die Schuld trägt Einer der für den Kreuzer „Berlin" behimmtcn versiegel len Postsäckc, die in einem besonderen Aisteil geführt wer den, war au6 Versehen in die dem Sortierraum b( Bosiwagens Augcroicfcne storreiponbenu. geraten unb ein Jlngeftelltcr hatte, ohne näher nach.zusehen. den Verschluß wie bei allen anderen Süden Durchschnitten. Tas geschah auf Der Pariser MittelmeerbaHn, von wo Die Bost auf ein nach Las Palmas bestimmtes Dchiff in Marseille über geführt werden sollte Sobald Der Beamte seinen Miß griji bemerkte, verschloß er den Sack imeber sorgfältig, Der* siegelte ihn mit Dem französischen Post'iegel und fügte eine erllärenbe Bemerkung bei, daß ber Sacf irrtümlich g c öffnet worden sei. :ic über den Tatbestand unterrichtete Deutsche Regierung criUrte sich mit Den abgegebenen Er tlärungen vollständig zufrieden. politische Lagerscha«, tloniervative Stirtzwahlparolc. Tie „Areuzzlg" verbreitet iich gvei Leitartikel lang über „Liberale Sudwahlbellemmungen" unb legt bar, Nalionalliberale und Bolkspartei seien im stampfe gegen oie Sozia^oem^lraiie viel mehr auf bic vilfe ber stonserva ticen angcroicicn als umgefel,rt Zum Schluß bemerkt das konservative Hauplorgan aber: Taft bie fconieroaudcn icmck jum (itnireieu für einen Umiiüviicr auiioroern tuuiucn, glaubt natürlich aud? :in liberalen Lager niemanb, ouk jöI cm Teil ber liberalen Prelle in un idjuiicr Welle Den '-ccr.uc; unternimmt, Derarriges ieinen Lesern vorzuredcn. Man rociij aber auch, daß ichon bie oc»n fonfcrraHDcr Seite ausgegebene Parole, Dem ,'lamvc der beiden bfircunbettn Feinde mit Gewehr bei Fuß -uzuiehen. geradezu vei bccrcnbc Folgen haben mühte. .'Iber auch Darüber tröstet man sich zwei cl vs mit der Eriouqung hinweg. Da6 die Aucgai) einer 'vlchen Carole, fo'crn sie üherbaubt angr'.cht- der naa? den vauotwablen cn.'stanoenen Lage hier ober da ür nötig erachtet werden sollte, Loraiu.- ia'nliai immer nur 1 u ganz be io nb er« gearteten Ausnahme fällen erfolgen wird Tic „nreuytg." Hat es bemuach endlich doch für gut gesunden, mit Der Unklarheit über Die konservative Stich Wahlparole Schluß machen. Nun muß man bic Lraxis bei ben Wahlen abioarten. Tie tote -lut. lieber Erfolge der ^zi-.o.mo.ratie im letzten Jahre berichtet Der sozialdemokratische Partetvor- stand in feinem Jahresbericht für den Parteitag in Jena: Tie 562 gffticger Tic Zahl der iouaibemolraiucbcn Stimmen betrug bet Dtn letzten Aieich,i.igr.oahlen vor vier Jahren, als bie Zahl Der Paric miigliebcr 'ich nur auf 530 4ßo belief, 8 259 022. E>a Scmeiv. wie groß bic Zahl der sozialdemokratisch.n Mitläufer ist' Sieuie Hot ei' sozialdemokratische Partei m 1'3 BundcLnaaten 18^ Landtagcabg.'orbnelc, zwei mehr als im Por abre Gegen gemeuueu 6646 tisemcinbevertreter Außerdem hat die l^irt. in 31 Stödten 95 Itertretei m Magistrat und in 83 Land Aemeinden 154 Vertreter im «*)emcinbcpotftcnb. Tas find zu lammen 8910 varteigenösfische Gcmcindevertrc lei gegen 7 729 in Äor 1 ahre (gegenüber Dem Bor,ah. ist d. 31bl Der Nitglicderversammlunzen in ganz Tflitfchlan/ lu::d .1 von 13 814 au 13 3 zurüdgegangen Itvgblütt,. rour- b'.n jn per.gen Jahr 23 Äüllo.^n, in Oieicm Jahr 33 iWilhonen vi. reiht unt oaneben im vorigen Zah: 2/> unb in bieicm Jahr 3 Millionen ^rojdüiTcn und Ägnat-onelalendcr unentgeltlich rei teilt. alice- jiiD crliäriid), irc;:n man hört. Daß Die fova!?. vorratiiche Zentratkasic toi # über eine ^innafimc ooii ' Ml. ocrn'gtf und in Diesem Jahr mit 1,3 M'll über ,die höchste Einnahme, die die Partei bisher zu verzeichnen hatte". -, * ' Ein japanischer Geheimbund für Ostasnn. Vor einiger Zeit hörte man, daß man in China einen japanischen Geheimbund entdeckt habe, der für die Vorherrschaft Japans in Ostasien wirken solle. Das scheint jetzt bestätigt zu werden. Die „Agence d Extröme Orient" behauptet, ein geheimes Rundschreiben zu besitzen, das den japanischen Gesandten und Konsuln in O st a.s.i e n von ihrer Regierung z u g e st e l l t worden ist. Es sind darin genaue Einzelheiten über den Gc- heimbund enthalten, der angeblich dem Zwecke dient, die Ausbreitung des japanischen .Handels zu fördern, in der Tat aber nur dazu dienen soll, eine großzügige Spionage in Ostasien durchzuführeu. Der Geheimbund untersteht der unmittelbaren Aussicht des Generalstabs in Tokio und bat fernen Hanptsitz in Peking. Mehrere Zweigbureaus in der Mandschurei, in der Mongolei, Aunnan, Kwangtung, Birma, Siam und Indien sind ihm an gegliedert. Jedes Bureau untersteht der Leitung von zwei Be timten, von denen einer die Aufgabe hat, sich den Handelsinter essen seines Landes zu widmen und mit der Ortsbevölkerung möglichst freundschaftliche Beziehungen herzustellen. Sein SloUcgc, in den meisten Fällen ein japanischer Offizier, benutzt die so gewonnenen Beziehungen dazu, um militärische und diplomatische Nachrichten im stillen zu sammeln und an das .Hauptbureau in Peking weiter zu geben. Auf diese Art soll für den nächsten japamschen Krieg wertvolles strategisches Material gesammelt werden. Dem Bunde gehören auf;er den Offizieren auch viele Privatpersonen an, die verpflichtet sind, sich ganz den Zielen der Organisation zu widmen. Die Kassen des Bunde- schöpfen ihre Einnahmen aus Schatullen des Generalitabs unk des Auswärtigen Amtes, aus denen auch bisher die Kosten füi die Spionage bestritten wurden.________________________________ Aus Denen. Landtagswahlen. Wie die amtliche „Darmst Atg." erfährt, hat das Staats Ministerium die Vornahme der Abgeordnetenwahlen zum 35. Landtag nunmehr endgültig aus Freitag, den 3. November, festgesetzt. Die Offenlegung derListen erfolgt von Donnerstag, den 14. September, bis Mittwoch, den 27. September, beide Tage einschließlich. Denticbes Ueicb. Die bekannte Kaiserrede gegen den übermäßigen Gebrauch des Alkohols, die der Kaiser am 21. Norember vorigen Jahres an die Marinefähnriche gel)alten hat, wird jetzt in gedruckten Exemplaren in den Kasernen an di e Soldaten verteilt. Die Rede ist bisher schon in mehr als 140 Regimentern an die Soldaten verteilt worden. Zur Erleichterung der Verbreitung ist beftimmt, daß bis zu 50 Druckexemplare kostenlos an die Kasernen abgegeben werden. Die weiteren Exemplare kosten pro Stück zwei Pfennig. Erne liberale und sozialistische Kundgebung zu Gunste n des allgemeinen gleichen Wahlrechtes und des ob ligatorischen Schulunterrichts in Brüssel führte am Dienstag »etwa hunderttausend Personen nach Brüssel. Der Straßen Umzug der Liberalen und Sozialisten dauerte bis nach 4 Uhr Im Park Saint Gilles hielten 28 liberale und sozialistische Abgeordnete Ansprachen in französisckn'r und vlämischer Sprache. Die Teilnehmer der Züge schwuren, nicht zu rasten, bis das allgemeine, gleiche Stimmrecht und der obligatorische Schulunter tW. bewilligt sind. Die Wahl des Präsidenten der Republik Por tugal ist auf den 19. August festgesetzt worden, vorausgesetzt, haß die Verfassung am 17. August angenommen wird. : Nach einer Mitteilung aus kompetenter diplomatischer Quellc in Petersburg steht die Berufung S a s s o n o lv s auf cinci Botschafter posten bevor, da er angesichts der letzten Opera tion einer Rippenentfernung besonderer Schonung bedarf und bas Petersburger Klima ihm verhängnisvoll werden könnte. In diesem Falle würde an feine Stelle der Konstantinopler Botschafter Tscharykow zum Minister des Aeußern ernannt werden. Aus Persien. Teheran, 15. Aug. Hier geht da? Gerücht, de> frühere Schah soll sich wieder eingeschifft haben nnd die weitere Entwickelung der Dinge auf einem Dawp'er in, Kaspischen Meer abwarten. Die Oiieöerlaqe von Reichid es Sultan hat unter den Anhängern der Ronl'htutionSpartei die größte Begeisterung ßeroorgerufen. Drei schwedische Offiziere sind zur Reorgani- satron der Polizei in Teheran eingetroffen AttV VtttSr iibiO Gießen, 16 Aiiguft 1911. •• Lehrer Personalien. Uebertragen mürbe dem Schulamtsaspiranteii Lubw. Rinn au§ Allendorf a. d. Lda. die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Seidenbuch. — Erledigt ist die mit einem evcmg. Lehrer zu besetzende 1. Lehrerstelle an d r Gemeindeschnle zu Garbenteich; nu der Stelle ist Organistendienst verbunden. *"Bei der LanbesversicherungsanstaltGroßb. Hessen sind un Juli 326 Rentengesuche (310 Invaliden- und Kiankenrcntencmträge, sowie 16 Allersrentenantrage) eingegangen. Unerledigt rourben in ben Bionot übernommen 396 Rentengesliche, so baß 722 Gesuche in Bearbeitung ftanben. Es fanden Erledigimg: 273 durch Rentenbewilligllng (245 Invaliden-, 13 Kranken- und 6 Altersrentengefuche); 57 durch Ablehming, weil unbegrünb-'t (55 Invalidenrenten- und 2 Altersrentengesuche), 14 dlirch andere Weise — Zurücknahme usw. — (11 Invaliden- und 3 Altersrentengesuche), zusammen 344, so daß 378 Gesuche als unerledigt auf den August übernommen werden mußten. Ferner wurden im Juli 288 Anträge auf Beitrags- erstattnng gei llt und zwar 246 infolge Heirat weiblicher Versicherter (H.) und 42 infolge Todes versicherter Personen (T) Unerledigt wurden übernommen 121 Erstattungsanträg., so daß zu bearbeiten waren 409 Gesuche. Bewilligt wurden 224 Anträge (191 H. und 33 T.), abgelehnt wurden 12 Anträge (8 H., 3 T. und 1 U ) Unerledigt blieben 173 Erstattungsanträge (138 H., 34 T. und 1 U), die auf den Monat August übernommen wurden. — In welchem Um« fange die LandeSverficherungsanstalt Großh. Hessen Heil- verfahrenskosten für ihre Versicherten übernimmt, ergibt sich daraus, daß Ende Juli in Anstalten 337 ve,sicherte Personen untergebracht waren. In der Eleonoren-Anitalt bei Winter- faften befanden sich außerdem noch 43 Personen, die teile auf eigene Kosten, teils auf Kosten beS Fonds der Groß- Herzogin ober sonstiger Stiftungen eingewiesen waren. Landkreis Gießen. = Staufenberg, 15. Aug. Weißbinber Karl Rühl und seine Frau Marie, geb. Zecher, begingen heute ihre silberne Hochzeit. — Albach, 15. "Aug. Bei btt gelingen B eigeor d- netenwahl luurbe ber seitherige Beigeordnete Ludwig Arnold II. mit 71 Stimmen elnstmunig wiedergewählt. Ein Gegensaudldat war nicht ausgestellt. Streik Büdingen. H. Bübingen, 15. Aug. Gem ei nb e r a ts si tz u n g. Anwesend: Bürgermeister Fendt, Beigeordnete Dotter, die Gemeinderatsmitglieder Keil, Hinkel, Rullmann, Treser Schäfer, Wittekind und Methsesscl: als Vertreter des Fürsten Kammerdirektor Müller. Vor Eintritt in die Tagesordnung teilt der Bürgermeister mit, das; die Stücksteinc zum Unterbau in der Obergasse nicht alle aus dem städtischen Bruch geliefert werden könnten. Die Bürgermeisterei wird beauftragt, evtl, noch andere Steinbrecher zuzuziehen, auch sollen gemäß eines früheren Beschlusses die Steine von Unternehmer Gerhardt & Zivi bezogen werden. — Wegen des Banges uch cs zur Vergrößerung des M a t h i l de u h o s p i t a l s beharrt der Gememderat auf seinem früheren ablehnenden Standpunkt und beauftragt ben Bürgermeister, gegen die geplante Vergrößerung Einspruch zu erheben. — Die Firma Fritz in Darmstadt die die Dampf-- Heizung int neuen Schnlhaufc au. a.jrtc. verlangt ihre Kaution zurück. Der Gentcinderat ist mit der Zurückgabe einverstanden, wenn die vertragsmäßige Garantiezeit. ' icrdurch nicht berührt wird. Ein Villenbesitzer ersticht um An.'besserung des Weges nach feinem Anwesen. Es wird Einsichtnahme der Weg- stellc beschloßen. — Die fürstliche Rentkammer will ein neues Wehr zur bessiwen Wafserversorgung des M ühlgrabens in unmittelbarer Nähe des Hammers einbauen. Großh. Kreis- anit hatte die Pläne der Bürgermeisterei zur Einsicht mit der Anfrage übersandt, ob von der Stadt Einspruch erhoben wird. Nach längerem Für und Wider w rd Lok lie ichtigung beschlossen. — Die Kinder einer hiesigen Witwe sollen beyufs besserer Erziehung in Zwangsfürsorgc gebracht werden. — Ein hiesig.r Bewohner besitzt in der Obeogasse vor seinem Hause eine Freitreppe, die schon über 20 Jahre als Eingang zu seinem Hause nicht mehr benutzt wird. Die Treppe ist baufällig, mißständig und im höchsten Grade pcrkehrsstvrcnd. Bei der Neupflasterung will die Stabt die Treppe beseitigen, doch werben vom Besitzer unbillige Forderungen gestellt. Ter Gemeindcrat beschließt, noch einmal eilt entsprechenoes Angebot zu machen, wird dieses abgelehnt, dann soll Enteignung erfolgen. — Auf Anfrage der Bürgermeisterei teilt die Bezirtssparaksse Büdingen mit, daß sie das Kapital für Herstellung der Pflasterung im Betrage von e;wa 120 000 Mark der Stadt zur Verfügung stelle, wenn es ihr möglich sei, daß die jeweiligen Abhebungen aus dem Barbestände der Kasse geleistet werben können. Die weiteren Verhandlungen werden der Finanzlommission überwiesen. — Die Ausführungsarbeiten für die Verlängerung des Kanals in der Mühl- t o r st r a ß c werden dem Heinrich Mörschel auf Grund seines Angebots als Wenigstsordernder übertragen. — Tie Anschaffung cineS Rasenmähers wird für das nächste Jahr beschlossen. Kreis Friedberg. L. Bad-Nauheim, 15. Aug. Das seinerzeit viel umstrittene Babebotel, jetzt Grand-Hotel genannt, ist schon über den 1. Stock hinaus gedieben. Rabezu 100 Arbeiter ■>cr Firma Albert & Schaffner in Frankfurt arbeiten an bzm Baue Derselbe kommt bieseS Jahr noch unter Dach und ■uirb bis zum 1. Mai 1912 bezogen. Das siebenstöckige Rtefenbotel wird 170 Fremdenzimmer und 100 Babezimmei nthalten. Rund um das Gebäude, bas auf einem Flächen- num von 5405 qm (ehemalige franz. Salme) steht, wirb ch ein Garten be. ziehen. x Bad-Nauheim, 15. Aug. Das Luftschiff „Schwaben", das am Freitag den angcsagtcn Besuch unseres Bades wegen Gewitt rbilduncc i unterlassen hatte, wird nach einer Mitteilung der Deutschen Luitsckn fahrts-Ak icngesellschaft mit Bestimmtheit bei einem d.'mnächstigeu Aufenthalt in Frankfurt das Versäumte nachholen und einen Abstecher hierher unternehmen. B. Dorheim, 15. Ang.' Am 11. November d. I. werden es drei Jahre, daß der frühere Bürgermeister Hermann Schudt vom Amte suspendiert wurde. Seit )ieser Zeit hörten die Untersuchungen wegen verschiedener Delikte nicht auf: Gebührenüberhebung in amtlicher Eigenschaft, Sittlichkeitsvergehen, Untreue usw. Schndt gelang s in den meisten Fällen, die Beschuldigungen schon in der Untersuchung zu entkräften. Neueroings wird Schudt wieder inmal des Diebstahls bezichtigt. Dieser Anklage liegt folgender Tatbestand ^uarunbe: Schudt wollte seine leer» stehenden Mühlengebäude wieder rentabel machen und beabsichtigte, mit einem Kapitalisten eine Obstkonservenfabrik zu gründen. Unter der Maske eines stellungslosen Kaufmanns begab er sich nach Heldenbergen in die dortige Konservenfabrik von Bechthold, um auf diese Weise die Einrichtung und den Fabrikbetrieb kennen zu lernen. Bei dieser elegenheit gewahrte Schudt eine ihm unbekannte Substanz. Auf seine Frage wurde ihm bereitwillig die Antwort erteilt, die Substanz diene zur Erhaltung der Konserven, sie sei Geheimmittel. Als sich Schudt einen Augenblick unbeobachtet glanbte, eignete er sich ein größeres Quantum an. und verschwand. Das Abhandenkommen des Geheimmittels wurde fcstgestellt und der Verdacht siel sofort auf den angeblichen Reisenden. Der telephonisch von dem Vorfall verständigte Gendarmerie-Wachtmeister begab sich auf die Bahnstation .Heldenbergen, wo er Schudt antraf. Er sagte ihm die Tat auf den Kopf zu und nahm ihm das in der Fabrik entwendete Geheimmittel wieder ab. Hierauf wollte der Wachtmeister Schudt verhaften, worauf dieser als Ausweis einen Jagdwaffenpaß vorwies. Schndt behauptet, er hätte das Geheimmittel sich nur deshalb angeeignet, um behördlich feststelleu zu lassen, ob das Mittel nicht nachteilig für die menschliche Gesundheit sei. Die Staatsanwaltschaft scheint die Sache anders ausgefäßt zu haben, sonst hätte sie keine Anklage wegen Diebstahls erhoocn. Auf alle Fälle aber ist es nicht angängig, daß eine so große Gemeinde wie Dorheim jahrelang ohne Orcksoberhaupt bleibt. x Vom hessischen Taunus, 15. Aug. Recht schlecht ist in diesem Sommer die Äeidelbeerernte im Winterst e i n g e b i e t gew. sen, während von den benachbarten Gebirgen, besonders vom Odenwald, ganz reichliche Erträge gemeldet wurden. Die ärmere Bevölkerung von Rosbach, Rodheim und Ockstadt, die sonst die Beeren nach Friedberg und Bad-Nauheim zum Verkauf bringt, ist dieses Jahr so um einen beträchtlichen Nebenverdienst gekommen. Die mißratene (Ernte ist darauf zurückzu- führen, daß die Blüten, die außergewöhnlich gut auaesetzt hatten, vom Frost besclKdigt worden sind. — Recht zufrieden sind hingegen die Beerensucher mit der B r o m b c c r e r n t e , die letzt beginnt. Große Brombeerb. stände befinden sich hauptsächlich in ben ausgebehnten Wäldern LeJ Hausbergs und der Hessel. ötuiliHüurg und .,niniiDenen. w. Darmstadt, 15. Aug. Bei einem Versuch, den Spar- und Kreditverein, eingetragene Genossenschaft m. b. H. in Nied er mo d au zu sanieren, ergab sich ein Fehlbetrag von 800000 Mk. Der Kassierer des Vereins, der seit drei Jahren nicht mehr an der Kasse tätig ist, ist seit Mitte voriger Woche verschwunden. Ob sonstige Verfehlungen vorliegen, ist vorerst nicht festgestellt. Die Bank in Medermodan ist an vielen Häusern in Darmstadt beteiligt. Bereits vor drei Jahren wurde ein Fehlbetrag von 328000 Mk. festgestellt und damals gedeckt. Bei dem Versuch dec Sanierung der Bank durch den Verband der hessischen laiibiu. c cuviiciqchasleli hat die -uirmfidotet Landwirtschaftsgenvssenschaft durch Beamte feststellen lassen, daß neuerdings ein Fehlbetrag von 500 000 Mk. vorhanden ist, für den zweifellos der Kassierer Adam verantwortlich zu machen sei, da er eine große Zahl Einnahmeposten nicht gebucht habe. Der Fehlbetrag soll durch Mitglieder gedeckt werden. Darmstadt, 15. Aug. Ganz unerwartet wurde in der Rocht von Sonntag auf Montag das hiesige Leib. Dragoner-Regiment Nr. 24 mit der Bahn nach Hagenau i. E. verladen, um an ben bärtigen Manövern teilzunehmen. — Nenerbings wirb vom Oberlanbesgcricht öffentlich bekannt gemacht, baß durch Beschluß beS Amtsgerichts Homburg v. b. H. vom 22. Mai 1906 ber Erbgraf Erasmus zu Erbach-Erbach wegen Geisteskrankheit entmündigt worben ist. Hessen-Nassau. w. Hanau, 15. Aug. Der 16 Jahre alte Töpfer. Ichrling Faust au§ Wittqenborn bei Gelnbausen stürzte, als er sich mit mehreren Kamerabcn an einem zum Hofgute Meyerhof gehörigen Weiher aufhielt, in bas Wasser und ertrank. W Frankfurt a. M., 15. Aug. AIS heute vormittag ein 14jäbnqe§ "Mädchen aus Wiesbaden, bas kurze Zeit wer wohnt, auf bem Bobnhofsplatz auf einen in Fahrt be- rinbhfben Straßenbahnwagen aufspringen wollte, geriet es unter den aqen, wobei ihm bas Imk^ Bein völlig abgefahren wurde. 'Frankfurt a. M., 15. Aug. Die „Franks. Nachr." haben eine SchadenersatzklageanfeineMillion Mark gegen den Verlag des „Generalanzeigers" und die beiden Inhaber Herrn Horstmann und Witwe .Horstmann eingereicht. Tie Klage stützt sich auf § 826 B. G. B. (vorsätzliche Schadenzufügung in einer gegen die guten Sitten verstoßenden Weise) und auf § 1 des unlauteren Wettbewerbsgesetzes. Vor einigen Tagen hatten nämlich dic „Nachrichten" den „Generalanzeiger" unlauterer Kontur renzmanöver beschuldigt. Die Kluge ist gestern durch dic Anwälte Dr. Gehrte und Salomon eingereicht worden. Termin zur Verhandlung steht n. d. Frkf. Ztg. am 12. Oktober vor der 5. Zivilkammer des Landgerichts an. Feuersbrünste. * In Stuttgart brach um Mitternacht in dem Holzlager der Pianofabrik Richard Lipp u. Sohn Großseuer aus, zu dessen Bewältigung sämtliche Löschzügc mit allen Dampfspritzen ausrückten. Nach dreistündiger Arbeit, nachdem mehrere Fabrikgebäude und Holzlager zerstört waren, wurde der Brand aui seinen Herd beschrankt. — Die durch den Brand in H erzogen walde für das preußische Grenzgebiet bestehende Gefahr ifi beseitigt, nachdem die Aachener Infanteristen mächtige Schutzgräben hergcstellt haben. Nach Belgien breitet sich der Brand immer weiter aus. — Aus der Pfalz werden infolge der großen Hitze und der dadurch ringetretenen Dürre täglich Wald- brand c gemeldet. Auch Schadenfeuer sind an der Tagesord nuiig. In Maudach und Herxheim wurden eine Anzahl Scheunen, Stallungen und Schuppen durch Feuer vernichtet, wobei den Flammen auch Vieh zum Opfer fiel. In Pirmasens brach aus unbekannter Ursache in einem in der Nähe des Güter - balmhofes gelegenen Lum p e n s chn p p e n Feuer aus, das auch auf benachbarte Hauser übersprang. Der Schaden ist bedeiitend. — JnErpolsheim äscherte ein Großfcuer zwei Wohnhäuser, drei Scheuern und mehrere Schuppen ein. — Durch Großfeuer in dem Orte Suc ß in Kurhesscn wurden in ber ver gangenen Nacht 12 Wohnhäuser, sowie mehrere Scheuern mit Erntevorräten ein geäschert. In Ramsdorf fielen einem Großfeuer zehn Häuser zum Opfer. Die (Ent- stehungsursache ist noch unbekannt. — Ein Waldbrand wütet in den Waldungen des Grasen Drostc-Vischering in N e s s e l r o d e. Bisher wurden 300 Morgen Eichen und Fichten zerstört. — Durch ben Funkenauswurf einer Lokomotive gerieten bei Nauen 400 Morgen Wiesen und 700 Morgen Torfftichgelände in Brand Heute morgen gelang es, ben Brand einzndämmen. — Bei einem Festessen zu Ehren des Admirals Togo im Astorhotel in NeuYork brach ein g r o ßer Brand aus. Erft nach längere» Anstrengungen tonnte der Brand gelöscht werden. Dermtfcbfc». * Die ersten Ergebnisse der italienische» Volkszählung. Aus Rom wird berichtet: Bon der allgemeinen Volkszählung in Italien, die am 10. Juni stattfand, liegen jetzt bei dem statistischen Bureau die ersten Ergebnisse vor. Aus acht Provinzen, Aneona, Ascoli-Pi- ceno, Lucca-Mantova, Piacenza, Ravenna, Rovigo und Li cenza, sind die vorläufigen Ergebniise zusammengestellt. Es geht daraus hervor, daß in dem Jahrzehnt seit der vorletzten Volkszählung von 1901 die Bevölkerung von 2 327 323 Seelen auf 2 509 369, also um 7,73 Prozent, gestiegen ist. 125478 Personen wurden als zeitweilw abwesend gemeldet, von denen sich 61 798 im Ausland aus hielten. Ebenso wie bei der deutschen Volkszählung zeigt sich auch in Italien das verhältnismäßig schnelle Wachstum der größeren Stadt gemeinden gegenüber den kleinere» und dem Lande. * Ein hoffnungsvoller Sprößling. Vater (üu seinem kleinen Söhnchen, der wegen einer Ungezogenheit von inner Mutter eine Tracht Prügel bekommen hat, ihn mit dicke» "Augen in einer Ecke findend): „Na, Fritz, was ist denn ntü dir los?" — Fritz: „Ach, nichts." — Vater: „Aber ct»»s muß doch passiert sein, ich sehe es dir an." — Fritz: „Wenn du es durchaus wissen willst, Papa, schön, ich habe Streit mit beintt 5rau gehabt!" Klein' 7anesdironit. Der Professor der Ehemie an der Universität BreSlau, Geh. Regierungsrat Wert Ladenburg, ist gestorben. Der Präsident des PatcMamts, Haust, beabsichtigt zurück- z u t r e t e n. Hinter dÄn Kalkcr Schlachthof fanden nach einem TM gramm aus Köln, spielende Kinder einen Sack mit einer h alb* »erfoMten ßeicfce. . Kopf, Arme unh Beine fehlten. „ . ,yn Kronstadt (Siebenbürgen) erschien der 26 jährige Atz- Streicher G a 11 bei einem Verwandten, einem Gastwirte. Nachdem er den verabfolgten Bramttwcin kaum berührt hatte, tötete er den Gastwirt durch zwei Revolverschüsse und verletzte das zehn- lahrigc Enkelkind tödlich. Die Frau konnte fluchten. Aus der Flucht vor der Polizei schoß sich der Mörder eine Kugel ut die Brust, verletzte sich jedoch nur leicht. Angeblich brachte ch» der Gastwirt um sein Erbteil. Im Gefängnis verletzte sich der Mörder durch Zerschlagen der Fensterscheiben schwer. .../ön dem Arttllericlager bei Kars erklärte ein Artillerie oflijier der Mannschaft die Konstruktion ber neuen gelabcnat Stanone Plötzlich ging ein Kar tatschen schuß los, riß eine große Anzahl Solbatcn in Stücke und vcrwundete 15 schwer. Kassierer der serbischcu literarischen Gesellschaft in Lazar, Manoilovic, unterschlug 400000 Kronen Vereinsvermögen. Er wurde verhaftet. Soldaten des in Brc ft gamifonierenben Kolonialinfanterie- Regiments griffen mehrere Polizisten, mit denen sie in 2Bort- w echscl geraten waren, an und verfolgten sie mit dem Bajonett- Öicrbei bekam einer der Polizisten einen Stich in ben Rücken, |o daß die Spitze des Bajonetts zur Brust herauskam. x)iewii schoß einer der Kollegen des Verwundeten auf dic Anareoer 'M t u. Brown (Ärohcn-Pinbcn, den 16. August 1911. 5061 Bekantttmnchiinq heilt Nervosität, Asthma, Sch'e-flosiykeh- Restaur. u. Cafe. Zou*mlhoiz. Lift. Elcktr. In schönster I. Man verlange Prospekt. iSanntorimn Dr. Kohnatainin den 8. August 1911 79 Mk 2010 nnfenthnlt. Kinematograph Babnbosttraße 51 (06622 Kleider Babnbosttraßc 54. Sommer RatUbral 3nHübingen: Paul Hontctter. Krofdorf er Strasse 12 3261 Telephon 487 3tr^i’ibü*ifin in & Polson, BerlinC- einem in das will man alcild) an hcrgestcllt für reise »de Damen '. Nerven- U nn. Krankh ,agc. Pension. SommerfrlNChe Meiin UM. jub verwundete einen der Soldaten schwer. Beide nnrtbrn fier tend ins Krankenhaus gebracht. Aus Blackpool wird gemeldet: (Mmt abend enlqleisren drei Wagen der Gebirgsbahn.__ - "~ hm verletzt, drei Tarnen erlitten schwere VftnbrQdx. 3n Lobt wurden durch einen dreistündigen Amtlicher Wetterbericht. Oesfenttiche DetterdienfifieNe Vietzen. WeNeraus"chie" m t>e0en om Tonnciiioq, 'm 17. Ang. 19'1 tBertddiib bewötk», oereinjeNe Regeu'älle. Trinperamr wenig rev Silben. ^ernachi in ban Sohly bn drohjeuer ic mit allen Tarnung - nachdem mehrnc m, wurde der Brand; «n Brand in&etjoge iet bestehende Gesahu ifantenften mächtige ien breitet sich der >ialz werden infolge, eiten Tune täglich Vi!i icr sind an der rare-e ieim wurden eine >urch Mer vernichtet, cs er fiel. In Pirmairi em in der Mhe des fc )pen Feuer aus, das^ Ter Lchaden ist bebner eoKseucrzweiLoU c Schuppen ein. - 2c rhesscn wurden mbtrte e - In föaW.vty- r zum Opfer, "d.' fc Ein W aldbraud^- ifchering inNesitli:^ und Fichten Sttiürt. - notive gerieten bei Mit Torfstickgelände in rind einMnnnen. -6 ls Togo im «tohjt i b au», irrst nach WP ht werden. ;v,s fah bas M °uf einen in bagP| "?en raoÜle' bQS lE Bein n» • WWWWWWWW j ■ dm i dli rtldl k 1 Grand HoW Königstein (Königsteiner Hot) I. Rantn ?■ Boni Komfou. Krülijnhr Irr*5» Ham in tlntr Pdffit un£ Xube 50 Tfg bei: P. 3. MöbS. Pari Seidel, ; ™, "Wf- Nr/ c ^uf eine Milli,. unb k nnb Witwe Wen die guten bCs unlauteren Seti 2, ^tten nämlich - unlauterer fonk l9e tst gestern durch:- ^9"eicht worden > Ztg. am 12. Cftow erichts an. Ausaangovunki schöner nuftflüne ins Edertal, Talsperre, Seiler und Burgwald usw. Billige und gute Pension au haben Hessischer Hof nabe Babnbos. IO' Nur 3 Tage. Extra-Einlage die Bevölkerung ' Ifo uut 7,W. .szN sZL n gegenüber den /L'AL toit ter regen viele fcäufet der niebrtg gelegenen etobtmlc überschwemmt, das Straßen vilaster aufgewühlt und per- schieden!- Brücken wegge schwemmt. Ein Haus ftürite ein, Cer Schaden ist beträchtlich „ Autz Zof io wird unterm 15. August gemeldet: A?eule früh folgte ein Ausbruch des Vulkans Asama. Man be- flrdjiet, daß 30 Touristen gelötet wurden, darunter i'threrc Fremde. Nichtig essen Zid) ridjtiq ernähren . . • im Sommer recht gesund ein. — Weniger heißen Tagen — statt dessen leichte Lpetsen, aus frischem, ge'chuiorkcm £?bft und ülondamin Vcrgrbunq von (S abcnarbciltii Für die Feldbereiniguua Lang^GönS sollen die Ar^ beiten zur teilweisen Herstellung deS GönSbachcs und deS Mühlgrabens auf dem Wege schriftlichen Angebots der- geben werden Tie Herstellungskosten sind veranschlagt auf 2200 Mark Die Verdingungsunterlagen liegen auf Großh. Bürgermeisterei Lang-GönS zur Einsicht offen Die Angebote haben in Prozenten des Voranschlag- zu erfolgen und sind verschlossen, postsrei und mit cntfpredienber Ausschrrst dersehen, bii spätestens Samslag, Den 19. August, vor- mittag.- <) Uhr. bei Grosth. Bürgermeisterei Lang GönS trnzureichen. Die Eröffnung findet daselbst zur angc^cbe- tien Zeit in Gegenwart etwa erschienener Bieter statt, arcic Auswahl unter den Bietern bleibt ausdrücklich Vorbehalten. LuschlagSfrist 3 Wochen. B‘Ve ^7 r yl 1 im Taunus 400 m ü. d. M. (Das deutsche St. .Horltz) V Heben- und Merven-Kurert. Direkte Bahnverb. m. Frankfurt a. M.u. Wiesbaden ^SgRflPfiSL Nachkuren Danksagung. Mir die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hmsthetden unseres lieben unveraeßltchen Sohnes Heinrich svrechen wir hiermit allen aus diesem Dege unseren herzlichsten Dank auv. 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