;h. Betrieb ammstrasse lger in Berg ins allobbetfung, luöführungen, lUllllllllilll!// me e(er mn M. ist. Polizeiverork r Überzieher, aller Art, MV Paar n- Herren, »aller Art. N lettion z« IN Z üininSil T‘rf',R jeder -KW Schaffers beruft. Montag. 15. Februar 19U Ve»ug4preiS: monatlid)75'13L,üiertel- jährlich Dtk. 2.20; durch Mbbole- il Srocißiteaen inonatlidi 65 Bi.: burd) dieBost Mk. 2.—viertel- jährl. auSschl. BesteUg. Zeilenpreis: lokal löPs-, auowcirl-ö 20 Mennig. Eheirebakteur.A Goetz. Verainwortlich für den volilischen Teil: August Goerz; für .Feuille- lou", .Vermischtes" und „Gerichtssaal": «.Neu- rath; für .Stadt und Land": G.pcö; für den Anzeigenteil: H. Beck. is7^7^ der Fall bei Infektion mit Influenza, die trotz höchst ästiger subjektiver Syrniomc schnell und harmlos rn Gelnndhell Überachen, aber auch Vereiterung, Hirnhautentzündung und Tod herbeiführen kann. Als bestes Vorbeugungsmittel, das immer 7ch ^issichtsvoller ist, als alle ^pulungeii, Gurgelungeii unb Nasendouchm, ist nad, Wieser immer noch die Gewöhnung anzu- seLn nur durch die Nase zu atmen in der dre Lutz vorgewarmL von einem großen Teil ihres Keimgehaltes befreit wird. — Rosegger über das Einkindersyst cm. Peter Rosegger schreibt in Heimgärtners Tagebuch: Wir wollen — wie das Bestreben bei der Volkszählung zeigte - in Oesterreich hie 4abl der Deutschen vermehrt wissen und — verringern die anfcf der deutschen Kinder! Tas Einkinderprinzip, es Zird imm^ mehr beliebt in der Ehe. Was bedeutet aber das? Lolche Eheleute benachteiligen ihr Volk doppelt, ja unermetzlich. Erstens durch Unterschlagung deutscher Äinder, zweitens durch Verderb de« einen «indes, das sie haben. Wie Wundheiten- daß Einkindcr gesund und tüchtig werden. Sic werden verweichlicht, verzärtelt, weibisch, nervös, Mefchickt und haben eine ilmcii selbst ungedeihliche Eigenliebe Mit Bewahrung vor Geschwistern, vor der Erbteilung, glaubt man dem einzigen .linde ein Leben, seine Zukunst zu erleichtern, und erjchwert ne ihm. Tenn cs ist und bleibt ein Weichling, der zu seiner 3cnt bod) auch ins rÄ. famtfmiitige Beben muß ohne Lc^noichule gehabt zu haben, und dort vereinsamt steht. Em affenliebleryches haus ist keine Lebensschule. Fragen, wir hervorragend ktzchtige Männer, so wird's saft immer heitzen: .nr. tQt- fincii jeden Notar cm Richter und mindesten', tin echrriber nötig icinn Tief' Meinung bürfte Kbcmrnlk für bic rcditirbctnifdien Bezirke nicht sutreften. _Jred)t totn dem ciügegengcbaften. das- die T-ts-ch-, bn« in unb bürg nie Notare verschwunden sind, ohne daß amtsrichtci lictic Personal vermehrt werden mußte, dodj wohl das Gegenteil beweist Lr m-nch-r Notar im lechisrheim.chen Seifen wüütc sich freuen wenn die Meinung der Regierung nchtig wäre. Man lmt öffenbar ganz übersehen, daß die Notare m Starkenburg und Ober Hessen zugleich Anwälte sind und daß rhrc lrbelts- krast zum größten Teil durch ihre anwaltliche Tangkcit m An- svriich'genommen wird. Die Belastung der Gerichte wird aber audi burdi die Aushebung des Notariats gar nicht so sehr groß werden jedenfalls nicht der Entlastung der Anwälte gleichkommen. Man muß dodj berücksichtigen, das; der Richter beute jeden Jmmo- bilienvertrag eingehend studieren, uachpruseiiund bcrichttgcn lchse muß Diese Mühe ,ordert ost gerade ,o Diel Zett, wie Du .iut nah nie des Vertrages selbst. Gewiß wird eine Vermehrung des Personals an manchen Gerichten nötig sein, aber davon kann doch wohl keine Rede sein, daß jeder "Notar burd) ^nenRichtcr ersetzt werden müßte. Für bie Provinzen etarfcnbiira und Ober dessen kann die Ausfassimg der Regierung jedensalls nicht zu - treffen Es wäre deshalb interessant, wenn du Regierung mtz !cÄ würde wie sich die Kostenfrage stellt falls man nur m den rechtsrheinischen Provinzen die Geschäfte der Notare den Amtsgerichten wieder zuteilte, wie dies früher der Fall war. Tann mü® iidt einerheblicher Gewinn für den etaat Die Schaffermahlzeit von Bremen. Bremen den 12. Februar 1911. Die anjälyrltd) wiederkehrende „Schaffermahlzeit des Danses Seefahrt" in Bremen ist eines der mtercssaittesten Ueberblcibscl aus Deutschlands großer Vergangenheit Der Ursprung des „Hauses Seefahrt" geht auf bic Zeit der Kirchenspaltung, also den Anfang des 16. Jahrhunderts zurück, alv sich die Städte der Danse und namentlich Bremen noch auf dem Dohepunkt ihrer Macht befanden. Damals faßten die Acltestcn der Schissergcsell- schast den Plan, eine Kasse zu gründen, aus der arme und bedürftige Schisser und deren Angehörige unterstützt werden soll. en. 3n bie Sdffe floffen bie tterfdtiebenon 'Be.trägc^.e lonft natb glücklicher Fahrt, nach Errettung aus sdjwerer ^not und am, anderen Anlässen den Kirchen Mgcführt worden waren. Entsprechend den gesellschaftlichen Sitten des D^telalters wurde fur die Stiftung eine genaue Ordnung Mit Vorseher i und Der idnebenen Aemtern eingerichtet unb dabei aud) ^tgelegt, wo. bic Mitglieder des öaufed Seefahrt bei ihren au verzehren hätten, wohlgemerkt nur die ©peil nToIgc, bie -öc ählung wr Speise MS Trani ging den feinen "ttfei etoa die aemcnnsamc Kasse an. An dem alten 400 Jahre all n Reglement wird bis heute,.pietätvoll festgehalten, unMo begruM auch heute noch, wenn sich .am^zweiten ^rettag^des T>tonal Februar die Pforten des Haufes Seefahrt fur dre Mttgli^c und Gäste offnen, die Erfchienenen der alte Ruf der drei ^cyaffm, dc^ Vorsteher, „Schaffen unnen un haben, Unnen un haben schaffen'" Nur insoweit hat man der Neuzeit einige Zugestan^ niste gemacht als nicht nur Bremer, sondern auch bekannte und hervo'wogende Persönlichkeiten des öffentlichen,Lebens, audl bte Reichsbehörden und die Staatsbehörden Preutzens und and.rn NiindeSstaaten Einladungen in das „Vans Seefahrt crhaltin, über dessen Portal der stolze Spruckj prankt „Navigarc neces,. Heues vom Wesen der ErWtung. 11 lieber die physiologischen Ursachen, aus denen eine ErWtimg . entsteht und sich je nach Umftänben zu einem einfachen Schnupfen ober su fieberhafter Bronchitis und Lungenentzündung oder rheu- Lte «uen. Neuralgien und ™ haben sich bic Ansichten in den lebten Jnhim rwn Grund au- Wit schiKnbar logischer Beweissührung, bie nur den MZMZWZ Etternvöratur in die kalte Außenlust so verengen sich die Blut- Kiil-nrroberflächc und der Lungen, was an sich Nicht geiaß ■ sondern physiologisch sogar wünschniwert ist, Li,1id? nL zu^grobeBlEengen erheblich abkühlen. Znm Shmirb^üAen Körper diese automatische SBarmercgulieruijg ^E^üdungs^ustachde, besonders wenn das Herz nicht,iw stände * ^St b!m D^Tänberten Verhältnissen anzupass.en, oder Abkühlung, wie sie namentlich dann emtritt, wenn bei einseitiger LbMM 9 Epithelzellen, die wie flache % SsrÄ ääsä x ' ^vmru^ önncn. Es ist sogar sehr wahrscheinlich^ ? i^e^MItung bis zur nächm'olgcnben Bak crien sich ^^^ -cksteM^ des Mundes uiid der oberen. Luftwege er- ~ t,ei t,cr nächsten Auflockerung der Schleimhäute einen balten- um, ö marf.en ^er weitere Verlam des Katarrhes «och der Gistigkeit der eingebrungenen Dakienen und ^äsx»äs.w«s d-r R-w-nich-w-n iu »dMfen. Dies cst, vivere non!' Seit der Gründung des Reicks gilt der erste Trinkspimch hoi.tfrffpn Kaiser und zwar wird er nach dem Aufträgen WMMffM-MMß WWAMZM- ste'wi?ih?^sechs Gchilfen ans den Reihen der Kapitäne machen üngFen^Element^ Platz, bis die Reihenfolge und langes Leben sie vielleicht noch einmal un späwt Alter -um Amte eines Seitdem mit der Bescherung des Fünstnilltonen-Defi-s «its im hessischen Staatshaushalt dem Steuerzahler gründ- kicks die Augen darüber geöffnet morden sind, wohin es , führen muß, wenn man sich nicht nach der Decke zu strecken versteht, haben Regierung und Volksvertretung zweifellos das löbliche Bestreben gezeigt, mehr Sparsamkeit zu üben und vor allem gegen das weitere Empov- schwellen der Ausgaben in den verschiedenen Zweigen her Staatsverwaltung anzukämpfen. Aber wie so oft rm praktischen Leben, hat auch hier das Wollen mit dem Können nicht gleichen Schritt gehalten! Die schon im Herbst des Fahres 1909 eingeleitete Aera der Sparsamkeit hat bisher lediglich eine Reihe kleiner Ansätze und Maßnahmen zu manchen Tausend Mark Ersparnissen gezeitigt, aber zu wirklich durchgreifenden Entschlüssen, die das 80 M il- Uonen-Budget des Großherzogtums wenigstens um einen kleinen Prozentsatz günstiger zu gestalten geeignet wären, hat man sich an den maßgebenden Stellen bisher nicht aufzuraften vermocht. Es ist im Laufe der letzten anderthalb Jahre — seit Erkenntnis der trostlos ungünstigen Finanzlage — sowohl im Parlament, wie namentlich auch m der vorurteilsfreien Presse des Landes eine Reihe von Vorschlägen zur Herbeifiihrung wirllich durchgreifender Er- sparnismaßnahmen zur Erörteruna gestellt worden, bei denen von fachmännischer Seite eme genaue Darlegung über die Zweckmäßigkeit und Durchführbarkeit der Vorschläge gegeben wurde. Es hat sich aber dann jedes mal im schoße der Regierung ein Geheimrat gefunden, der als Spezialist in der betreffenden Frage angerufen wurde und es fertig brachte, mit mathematischer Sicherheit den Beweis dafür zu erbringen, daß das vorgeschlagene Projekt für Hessen nicht durchfiihrbar erscheine. Zu den Mitteln, dem Staate recht erhebliche neue Einnahmequellen von mehreren hunderttausend Mark zu eröffnen, war, nachdem die Regierung durch ihren Geheimrat den Porschlag auf Beseitigung der llnter^hebe- stellen batte ablehnen lassen, schon vor Jahrevft'ift von uns in diesem Blatte der Gedanke zur Erwägung gestellt worden, das Notariat in Hessen zu verstaatlichen. Die Frage wurde damals angeregt infolge der neuen großen Unterschlagungen des Notars Hubert in Oppenheim, der durch seine langfahrigen ^betrügerischen Manipulationen so viele kleine Leute in^ Verderben stürzte und wir konnten zur Motivieruna unserer Forderung darauf Hinweisen, daß in unserem -Nachbarstaate Baden das Amtsnotariat zur vollsten Zufriedenheit und mit bestem Erfolg durchgefübrt sei. .dieselbe Frage t)t nun auch kürzlich wieder in der Zweiten hessischen Kammer bei Beratung der Anfraae Winkler ill>er die Frage der Unterstützung der durch den Notar Hubert Geschädigten aufgerollt worden, aber sie hat leider in der Kammer nicht Die Beachtung gefunden, die ihr angefichtv ihrer Wichtigkeit für Hessen gebührte. Die Regierung hat fich nicht einmal die Mühe genommen, ihren ablehnenden Standpunkt näher zu motivieren und in der Aussprache haben nur einige Juristen, auch Notare, das Wort ergriffen, um für die Beibehaltung des jetzigen Verhältnisses zu plädieren. Da obendrein jetzt noch ein zweifellos selbst an der Sache Interessierter dieser Tage in einem Frankfurter Blatte das Wort ergriff und den fetzigen Zu- 1 stand zu beschönigen versuchte, wollen wir doch nicht unterlassen, hier auch die Zuschrift eines bekannten, aber nicht ' interessierten Fachmannes zum Abdruck zu bringen, die , das Wesen des Notariats in Hessen auch einmal von einem anderen Gesichtspunkt aus beleuchtet. Die Zuschrift lautet: Niemand Tann in seiner eigenen Sache Richter Jein, das hätten auch die Redner in der Zweiten Kammer bezüglich des Notariats bedenken sollen. Wer die Kammcrverhandlungen verfolgt hat, konnte faß zu der Meinung kommen, bie Amtsrichter auf dem Lande hätten fast nichts zu tun und es wurde ihnen kein Vertrauen entgcgcngcbracht, wahrend die^Notare ubnall das unbegrenzte Vertrauen der Bevölkerung belaBcn. Wer da-.- behauptet, zeigt aber, daß ihm die allgemcnu' Stimmung im Lande nicht bekannt ist. Von den rhemhejmchen Verhallnifien wollen wir hier im Moment absehen, da dort die Stellung bei Notare von früher her eine andere ift.~ Man erkundige lief) aber einmal in Oberhessen oder auch in ^tarjenburg, und man wird bestätigt finden, daß infolge der fkandalöien Vorgänge ^.lnk und Hubert dort die Lust, zum Notar zu gehen.gauzgewaltlg abgenommen hat, zumal jetzt der Staat auch aus Bittigkeitsgrundcn nicht mehr für den Schaden aufkommcn will. Gewiß sind die Fälle Link und Hubert nur recht lettene Ausnahmen, joic können aber wicderkchren und sind, wie m der Kammer von allen Seiten hervorgchoben wurde, auch durch dw Fristen Kontiott maßregeln nicht zu vermeiden. Allein bicje Erwägung, io lolltc inan meinen, müßte für Regierung und ^vlksvcrttctung ausreichen, um die bestehenden Verhältnisse zu andern. .Die Sicherheit des Publikums verlangt es und alle anderen Geiichtopunkte mußwii demgegenüber zurücktretcn. Durch Vie, Verstaatlichung des ) - tariats würden solche Veruntreuungen fehr eingefchrankt werden, wenn sic sich auch wicht ganz auslchließen lassm. ..Darum handelt cs sich aber auch gar nicht, londern es dreht sich darum, da. Publikum gegebenen Falles zu schützen. Wenn von mancher Seite betont wird, das Publikum gehe lieber zum Notar als zum Richter, weil man hier bie Auswahl habe und sich zur Errichtung von- Vertragen u,w. die Swagende Persönlichkeit anssuchen könne, so mag dies l^r die größeren Städte zutressen, für die ländlichen Verhaltmije aber nicht. Für ; einen ländlichen Amtsgerichtsbezirk gibt cs im Rechtsrheinischen nur einen Notar, zu dem man gehen m u tz, wenn man Nicht an das Gericht will. Und warc es beim andererseits in stabte nicht möglich, für einen Bezirk mehrere Richter suft^dig zu erklären unb jedensalls nur solchen Richtern die R^oniatsgeschastc in übertragen, bic des unbedingten Vertrauens jichcr find, -lu Rcgieruna hat doch seinerzeit unter den Rechtsanwallen bic ihr geeignet erscheinenden Männer zu finden getouHt, und unter bti Zahl der Amtsrichter sollte das nicht möglich sein? Wenig bekannt ist bte Tatiache, daß man heute für den gleichcii Vertrag beim Notar vtz m - 'Zahlen inaß «ls bei. Gericht wie einige Beispiele bewegen: Em Kaufvertrag über ein im Stet mm 100 M. totet kenn &md>t 1 Mk beim Notar 3,30 Mk.; bei einem Wertobiekt von ^00 Mt. betragen bie .Kosten beim Gericht 5 Mk., beim Notar 7,70 Mk.. bei einem Objekt von 2000 Mk. betragen die Kosten 14 Mi. bezw. 17 en Errickitung eines Testaments über ein -^er- mögen bti }u 2000 91t toftet beim ««tot .1-10 M . dem Klntar 7—16 Mk. Hierbei sei bemerkt, daß in den allen, in N der ISÄÄ SÄ»- W« rnanic ®cfd>äftc JJ««X^aud, ni'^til’t'cn "o® baß bu^ch^in kor rette' Arbci/eines Notars das Publikum geschädigt N ba^kffad) „on den ©erlebten Verträge der Notare znruck- ÄÄ te «»träge niet nebi an! alles ^Sedackt nehmen, denn er mich den gründ. Die heutige Nummer umsatzt 12 Seiten. Sröhere Ersparnisse in der hessischen Staatsverwaltung. R. B. Darmstadt, 12. Febr. daß die Arbeit gar mancher Notare in Hessen zu 5cü» unb gelb- raubenben Verhandlungen Anlaß gibt, Wie iwwif; manches .lints gerickst und auch wohl die Landeshypothekenbank bestätigen kann. '^iic Regierung soll übrigens über diesen Punkt ein reckst reiche. Material burdi mündliche und schriftliche Beschwerden in Landen haben: cs wäre wümchcnswcrt, wenn auch baruber oon bei Regierung in den demnächfttgcn Verhandlungen Jinfiarung Ur. 5Z Erster Blatt 16P Jahrgang UGietzenerAnzeiger »«LZ Seneral-Anzeiger für Oberyessen LMahm^von^Än^igen Rototionsörud und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und Zteindruderei B. Lange. Nedaktion, Expedition und Druckerei. Zchulprahe 7. w üorm^mq§n9unh“ vudingen: Fernsprecher Nr. 50 Seschäftzstelle vahnhosstrahe tö3. M^n hat scheinbar auch besonders eins bei Berechnung der Kosten vergessen? In den Städten ist bekanntlich zum grosten Teil das Grundbuch noch nicht angelegt. Ist das erst emma acickichen so werden zweisellos viele Kaufverträge ^uber hohr fchjette ützd Hypotheken von den Notaren errichtet. Die unau-* ^nlne roirb fein, daß der Staat einen weiteren er- heblicheu Ausfall erleidet, den man jetzt durch ^^ebung des Notariats schon verhindern konnte. Wurden die Geschäfte der Notare rechts des Rhems wieder den Amtsgerichten allem zu- aewiesen so wäre baburd) and) die Möglichkeit gegeben, bic Land-Antsgcrichtc, so weit das notig ichemt, zu be taften Tie Unkosten, die dem Staat erwach,en wurden, tonnen unmöalidV bic Akehreiunahmen erreichen, iusbe onbere wenn man berücksichtigt, daß ein Gebührciiaussall bei Anlegung des Grundbuchs in den Stäbten sicher zu erwarten ist. Nach Lage der Sache mup, man dringend hoffen, baß bei den dcninächstigeii Kammerverhanblungen bic ,o wichtige No- tariatsfragc eine eingehende Nachprüfung erfahrt unb öaß bic Wrofd). Regierung ihren ablehnenden Standpunkt ausgibt. jedenfalls wäre die Frage der Erwägung wert, ob nicht w^iigstons in Starkenburg und Obcrhessen das ^^tariat^wieber verjchwmden rann _ selbstverständlich unter möglichster «chonung der Interessen der jetzigen Stelleninhaber. ♦ Zur Verminderung der berittenen Gendarmen. Zu diesem Thema wird uns von anderer Seite fge- schrich ^nt hessischen Haushalt notweiü)ig gewordene Sparsamkeit ist jetzt bic längst von verschiedenen Landtagsabgeordnetcn beantragte Verminderung der berittenen Gendarmerie zur Wirk- liddeit geroorben. Wie man bestimmt erfahrt, sollen am 1. April m ganzen 4 berittene Stationen nut flammen 10 Pferden em gehen imb yuHöiftig mit Fus;gcm§armen besetzt werden. In De- traM kommen 9(l§feü>, Groß-Gerau, Oppenheim und Worms. Eine der kleinsten Gendarmerie-Stationen des Großhcrzoglurns ist Offenbach, zu welcher nur 4 Ortschaften gehören, die alle nur l Stunde von Offenbach entfernt liegen. Auf dieser Station versehen 3 berittene und 1 Fußgendarm den Dienst. Ein Pferd kommt jeden zweiten Tag zur Verwendung, und zwar höchstens drei Stunden: daß bei dieser Arbeit die Pferde vollständig überflüssig sind und mangels genügender Bewegung friihzeitig unbrauchbar werden, bedarf wohl keiner näheren Begründung. Der Obcrwacht- mcister macht schon lange seine Revisionen größtenteils mit der Bahn und läßt sein Pferd von Gendarmen bewegen. Warum man nun gerade Offenbach mit dem kleinen Bezirk als berittene Station bestehen läßt, während man bei anderen mit einem dreifach größeren Bezirk die Pferde abschasst, ist unverständlich, jeden- falls hat aber auch Offenbach in polizeilicher Hinsicht keine berittenen Gendarmen notwendig, und es könnte eine weitere Er- sparnis eintreten.__________________________________________________ Vie Wahlagitation im Wahlkreise Siehen-Grünberg-Nidüa. Die Wogen der Wahlagitation schlagen höher. Da an die Zuverlässigkeit und Objektivität der Berichterstatter über die einzelnen Wahlversammlungen die höchsten Anforderungen gestellt werden müssen, bleibt uns oft nichts anderes übrig, als aus ausführliche Berichterstattung überhaupt zu verzichten. Namentlich Einsendungen uns nicht sicher als verläßlich bekannter Personen bletben unbeachtet, ebenso wollen wir auf die Wiedergabe ähnlicher „Ein- gesmkdts" wie das am Samstag unter „Wahlbetrachtungen" veröffentlichte, fortan verzichten, nachdem sich die Annahme des Einsenders als unbegründet herausstelltc und uns Richtigstellungen zugegangen sind. Dagegen sind wir, wie bisher, bereit, Erklärungen der Partei- oder Wahlvorstände aufzunehmen, soweit sie sachlich sind und sich etwa gegen falsche Ausstreuungen wenden. In einem Teil der Presse, namentlich auch Frankfurter Blättern, erscheinen ja so oft „gefärbte" Berichte. Wir nehmen daher keinen Anstand, auch dem Wahlbureau der wirtschaftlichen Vereinigung hier einmal das Wort zu geben, wenn wir natürlich auch in keiner Weise mit dem Inhalt dieser Erklärung uns identifizieren können. Vielleicht aber ergibt sich aus solchen Erklärungen eine ruhigere und sachlichere Auseinandersetzung im Wahlkampfe. Die Wahlgeschäftsstelle der Wirtschaftlichen Vereinigung bittet uns um fplgende Erklärung : Die Wirtschaftliche Vereinigung hat bereits nn zahlreichen Versammlungen den Wahlkampf aufgenommen. Und sofort zeigt sich auch die ungenaue Berichterstattung der Gegner. So wird über die Versammlung in Bleichenbach gemeldet, daß der Unterzeichnete glänzend von Herrn Pfarrer Korell abgeführt worden sei. Das G eg QU eil ist richtig, wenn wir auch gerne zugeben,, daß and) Herr Pfarrer Korell Beifall sand. Ganz anders aber war es [in Ranstadt und Oberbes singen. Hier wurde der Freisinn entscheidend aufs Haupt geschlagen. Und was geschah in Weickartshain? Dort konnte die Versammlung des Herrn Korell gar nicht stattftrrden, weil aus dem Ort nur 2 Personen erschienen waren. Auch der Berscht der „Franks. Ztg." über die Versammlung in Langsdorf ist von Schiefheüen nicht frei. Wenn außer Langsdorfer Wählern auch zahlreiche auswärtige erschienen waren, so trifft das für beide Parteien zu. Hatten sich zu Pfarrer Korells Vortrag dock) auck) eine größere Anzahl seiner Parteifreunde aus Gießen, Hungen, Lich usw. eingefunden. 5/6 der Versammlung war aber für Dr. Werner, und Herr Pfarrer KorcU dürfte in Langsdorf und Umgegend nur wenige Stimmen erhalten. Die bäuerliche Bevölkerung lehnt Herrn Pfarrer Korell trotz sallles Liebeswerbens ab. Gießen-Grlinberg-Nidda ist kein Labiau-Wchlau, und die Finanzreformhetze zieht nicht mehr, da sich die Wohltat der Erlösung des Reiches aus der Finanzmisere immer mehr bemerkbar macht. Ebensowenig aber wird das Gerede vom „Rassenhaß" Eindruck machen. Nicht dem Hasse gilt es, sondern der Erkenntnis vom Unterschiede der Menschen und Völker. Und wenn in unseren Versammlungen and) der jüdischen Frage Raum gewährt wird — nun, unsere Kritik! macht vor n i e m a n d hall, wenn es sein muß. Es liegt aber meist an den Leuten, die Herrn Pfärrer Korells beste Anhänger und Wahlmacher sind, wenn durck) chr nervöses Gebaren und nicht immer bescheidenes Wesen eine kräftige Zurückweisung sich als notwendig erweist. Jede „Hetze" liegt uns fern. Was wir erstreben, ist Wissen, Aufklärung, Abwehr. Und nun gar die „rheinhessischen Franzosen Wie ist das M verstehen und auch von Herrn Dr. Werner erläutert worden? Es wurde gesagt,, daß im Elsaß, in der Pfalz, in Rheinhessen noch viele republikanische Elemente seien, die Frankreid)s Verfassung, die Republik, für besser erachten als die.Monarchie, und in diesem Sinne „Franzosen" sind. Im übrigen gönnen wir den Freisinnigen ihre wahrhaft -„glänzenden" Erfolge im Lande. W i r erhalten die S t i m in e n. Denn noch niemals ist eine bessere Stimmung in allen weisen der Bevölkerung für unsere Sack>e gewesen wie bei dieser Wahl. Das haben alle die zahlreichen Versammlungen, alle Diskussionen unwiderleglich erwiesen. Die Wahlgeschäftsstelle der Wirtschaftlichen Vereinigung, Gießen, Eisenbahnhotel (Hopfeld). A. : MaxHesse, Parteisekretär. * Ueber die letzte Waylerversammlung in Heuchelheim teilt uns Herr Justizrat Grünewald mit, daß in Heuchelheim von freisinniger Seite die „Verstaatlichung der Großbetriebe" nicht als notwendig oder auch nur empfehlenswert bezeichnet worden sei. Da er in der Hauptsache Herrn Krumm erwidert habe, so müsse das Mißverständnis wohl auf seine Darlegungen sich beziehen. Ueber dieselben „Wahlbetrachtungen" schreibt uns !Herr Krumm-Gießen: / „Sie lassen den sozialdemokratischen Redner in der srei- sinnigen Versammlung in Heuchelheim „die Verstaatlichung alter Produktionsmütel" fordern. Das „aller" ist Phantasieprodukt Ihres Korrespondenten. Lediglich von k a p i t a l i st i s ch e n Pro- duttionsmüteln war bet mir die Rede; zur Erläuterung fügte ich noch hinzu, daß Großgrundbesitz, große Fabriken (z. B. Krupp), Verkehrsmittel im Besitze der ganzen Bevölkerung sein müßten. Ich will ntid) nicht als Nicht kenncr meines Parteiprogramms hinstellen lassen, und ebensowenig will ich als Kronzeuge für die gegnerische Behauptung, daß lütr auch die kleinen EigQitümer expropriieren wotitcu, — dienen." Nebengebühren der Eisenbahn. Wahrend überall in der Industrie seit Jahrzehnten die Forderung auf Ermäßigung der Glüerfrachten erhoben wird, hat im letzten Jahre die Eisenbahnverwaltung in aller Stille eine Erhöhung der Kosten des Gütertransports durch eine Erhöhung der Nebengebühven bewerkstelligt. Das Wagegeld für die Verwiegung des leeren Wagens bei Wagenladungsgütern ist von 50 Pfg. auf 1 Mark erhöht worden, die Krangebuhren sind von 0,02 auf 0,03 Mark für jede 100 Kilogramm erhöht worden, die Ladegebühren für die Verladung von Gütern nickst landwirtschaftlicher Herlnnft von 0,04 aus 0,05 Mark für 100 Kilogramm und die Gebührenerhöhung für zollamtlich abzufertigende Güter beträgt mehr als das Doppelte der bisherigen Sätze. Der Deutsche Handelstag hat durch einen Ausschuß eine Umfrage über diese Erhöhung veranstaltet, und sich alsdann dahin ausgesprochen, das; die von der Eiseitbahn geforderten Gebühren im Verhältnis zu der von ihr gebotenen Leistung zu hoch seien. Das Verwiegen der Wagen geschieht in ganz kurzer Zeit und erfordert nur eine ganz geringe Arbeit. Die Bahn bcredjnct auch für das Verwiegen einzelner Frachtstücke für 100 Kilogramm nur 5 Pfg. Die Kontrolle des Eigengewichtes der Wagen kommt übrigens der Eisenbahn selbst in hohem Maße zu statten, da sie herbeiführt, daß Abweichungen von dem angeschriebenen Gewicht sofort richtig gestellt werden. Bekanntlich verlieren nicht ganz aus Eisen gebaute Güterwagen bei anhaltender Benutzung dauernd an Gewicht. Die Erhöhung des Krangeldes ist gleichfalls in den Leistungen der Eisenbahn nicht begründet, da die Schmierung der Krane durch den Verlader erfolgt, der auch die Hängeketten zu stellen hat, wenn, wie das häufig vorkommt, brauchbare Ketten nicht vorhanden sind. Die Erhöhung der Ladegebühren läßt sich nur schwer mit der Steigerung der Selbstkosten begründen. Aber die Erhöhung der Gebühren für die Erfüllung der Zoll-, Steuer- und Polizei-Vorschriften von 4, 5 und 6 Mark auf 10 und 15 Mark ist durchaus ungerechtfertigt. Die zollamtlich abzufertigenden Sendungen werden nur teilweise gewogen und gewöhnlich nach einer Probeverwiegung dem Gewicht nach abgeschätzt. Vielfach läßt auch der Verfrachter die Güter von seinen eigenen Leuten und nicht durch das Bahnpersonal verwiegen. Der Unterschied zwischen Gebühr und Leistung ist also in diesem Falle ein ganz außerordentlich großer. Deutsches Reich. Der Kaiser überstand, so wird uns aus Berlin gemeldet, die dreitägige fieberhafte Grippe. Die letzte Nacht war gut, die Temperatur nicht mehr gesteigert. Die Beseitigung katarrhalischer Erscheinungen wird noch eine Reihe von Tagen erfordern. Wie die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" hört, tritt der Ministerresident in Port au Prinee, Gesandter v. Zimmerer, Ende April 1911 aus Gesundheitsrücksichten in den Ruhestand. Zu seinem Nachfolger ist unter Beilegung des Titels und Ranges als Gesandter der bisherige Generalkonsul in Valparaiso, Regierungsrat Dr. Perl, bestimmt worden. Dem „Berliner LocalanAeiger" zufolge wuvde der Vertrag wegen Lieferung eines weiteren Zeppelin- Luft schiffesfürdieMilitär Verwaltung seitens des Kriegsministeriums und der Luftfchiffbaugesellschast unterzeichnet. Von zuständiger Seite wiro dem Wolsfbureau diese Mitteilung bestätigt. Zur Privatangestellten - Versicherung schreibt uns der Hauptausschuß: Am 10. Februar war der Siebener-Ausschuß des Hauptausschusses zur Herbeiführung einer Pensions- und Hinterbliebenen-Verjicherung für Privatangestellte neuerdings in Berlin zu einer Beratung zusammengetreten. An der Sitzung, die int Reichstagsgebäude stattfand, nahmen Vertreter aller Fraktionen des Reichstags teil. Ihnen wurde der einmütige Wunsch aller int Hauptausschufte zusammengeschlossenen Privatangestellten »vorgetragen, der Reichstag möge die Erledigung des Entwurfs möglichst beschleunigen. Sämtliche anwesenden Abgeordneten versicherten, daß alle Fraktionen des Reichstags bestrebt sein werden, für die Erledigung des Gesetzentwurfs noch int gegenwärtigen Reichstage — sofern nur der Entwurf schnell genug vom Bundesrat an den Reichstag gelangt — Sorge zu tragen. Die Abgeordneten ließen sich darauf noch die besonderen Verbesserungs-Wünsche des Siebener-Ausschusses vortragen, und stellten bereit wohlwollende Berücksichtigung in Aussicht. Unter dem Vorsitz des Berliner Oberbürgermeisters Kirschner fand am Samstag abend in Berlin eine Vorstandssitzung des deutschen Städtetages statt, in oer beschlossen wurde, int September dieses Jahres den deutschen Städtetag nach Posen zu berufen und auf die Tagesordnung zu setzen: 1. die Regelung der Kreditverhältnisse der deutschen Städte, 2. die Arbeitslosenversicherung, 3. die Einteilung der Reichstagswahlkreise. - Aus Goslar wird'gemeldet: Der ehemalige natio- nalliberalc Reichstagsabg. Bergrat Prietze ist im ?2. Lebensjahre g e st o r b e n. 2lusuiito. Das „Paris Journal" veröffentlicht eine allem Anschein nach amtliche Mitteilung, in der gegenüber der Meldung des „Temps" betont wird, man habe nie daran gedacht, strategische Linien wie die von des Bi- wackErzerum,sowieErzerum-Trapezunt durch die französische Industrie ausfuhren zu lajsen. Bisher habe lediglich der türkische Finanzminister Dschavid-Bev den Wunsch ausgesprochen, daß Frankreich den Bau dieser Bahnlinien übernehme. Es hieße den französischen Botschafter in Konstantinopel beleidigen, wenn man annehmen wollte, daß er sich zu einem derartigen Manöver her geben könnte, welches, wenn es von Erfolg begleitet wäre, Frankreich mit Rußland und Italien entzweien müsse. Wie die Wiener Blätter aus Lemberg melden, wurde dort der Warschauer Rittmeister Baron Struwe, der Bräutigam des vor einigen Tagen wegen Verdacht der Spionage verhafteten Fräuleins Weber, ebenfalls ver- hastpt. Die offiziöse russische „Rossija" zählt in einem Leitartikel eine Reihe von Verletzungen des, Petersburger Vertrags von 1881 durch die chinesische Regierung auf und betont besonders die Verletzung des durch Verträge geschützten, von den fremden Mächten als unveräußerliches Recht betrachteten Prinzips der administrativen gerichtlichen Exterritorialität. Tas Blatt meint, die angeführten Tatsachen riesen den Verdacht hervor, die chinesische Regierung werde von den Hintergedanten geleitet, die Bedeutung der Rechte und Vorrechte Rußlands, die durch Verträge gesichert sind und hauptsächlich burci) den erwähnten Petersburger Vertrag reguliert werden, zu untergraben. Tie Haltung Chinas sei um so verdächtiger, als der Vertrag im August des Jahres 1911 außer Kraft trete, sobald and) nur eine Seite seine Revision verlangt. Sollte die chinesische Regierung die Warnungen unbeachtet lassen, so werde die russische Regierung wirk.ame Mittel zum Schutz der verletzten Rechte und Interessen zu sinden reihen. Die Verantwortung für diese Folgen falle ausschließlich auf die chinesische Regierung. Wie aus der persischen Stadt Astara gemeldet wird, g ä h r t es in letzter Zeit wieder im Bezirk Ardebil besonders bei dem Stamme der Gjalyschen. Am 11. Februar stießen in der Umgegend von Astara russische Kosaken mit 200 Gjalyschen, Die große VerIuste erlitten, zusammen- ein Russe fiel, zwei, darunter, ein Offizier, wurden verwundet.' Aus der Umgegend von Ardebil wird auch das Wiedererscheinen von Schachsewenenbanden gemeldet. Aus Washington wird gemeldet: Der im Haushalt für das Ackerbau-Departement angeforderte Betrag zur Forschung nach etwaigen Kalisalzen beläuft sich auf 12 500 Dollars. Davon sollen 2500 sofort zur Verfügung stehen, sowie der Haushalt angenommen ist. Gberhesßsche Eeflügelaurstellungen. □ Lollar, 12. Febr. Unser Geslügelzuchtverein veranstaltete gestern und heute im Saale der Germania im Verein mit dem Landwirtschaftskammer-Ausschuß seine erste Bezirksausstellung für den Bezirk Alten-Buseck-Lollar. Die Ausstellung war aus etwa 12 Dörfern reich beschickt, und es waren in fast allen Rassen hervorragende Tiere vorhanden, besonders gilt dies von rebhuhnsarbigen Italienern, Wyandottes und schwarzen Minorkas. Die Landwirtschastskammer hatte 6 Ehrenpreise und 52.-Kammer- preise gestiftet. Ehrenpreise der Landwirtschastskammer erhielten: Otto Nuhn-Lollar für Wyandottes, K. Geißler III.» Lollar und H. Seipp VIII.-Lollar für. Minorka, Otto Müller- Lollar und L. Frank-Lollar für rebhuhnfarbige Italiener und E. Jughardt-Lollar für Indische Laufenten: 2. Kammerpreise errangen: Hch. Schwarz-Lollar, Fr. Phafs-Lottar, H. Schadeck VII.- Lollar, H. Fuchs-Lollar und H. Rohrbach IX.-Lollar. Andere Ehrenpreise erhielten auf H ü h n e r: G. Fleck-Badenburg, W. Biehl-Lollar, Ed. Frank-Lollar, G. Schmidt-Lollar, E. Hafer- korn-Annerod. Tauben: G. Wißner-Lollar, I. Frank-Lollar. Erste Preise auf Hühner: K. Stork-Krofdorf, L. Geißler V.-Lollar, G. Lehr-Lollar. Tauben: Otto Nuhn-Lollar. Zweite Preise auf Hühner: W. Rohrbach-Wißmar, Otto Nuhn- Lollar, H. Kalesch-Lollar, Fr. Schmidt-Lollar, Ph. L. Seipp- Lollar (zwei), L. Schmidt-Wißmar, I. Frank-Lollar, H. Schmidt- Kesselbach, Hch. Schneider-Gießen. Tauben: H. Schneider- Gießen (drei), L. Schmidt-Wißmar, Otto Schön-Rittershausen, Otto Nuhn-Lollar, H. Schwarz-Lollar, L. Frank-Lollar. Dritte Preise auf Hühner: H. Fuchs-Lollar, Otto Schön-Rutters- hausen, W. Biehl-Lollar, O. Nuhn-Lollar, L. Best-Wißmar, K. Geißler III.-Lollar, H. Schmidt-Kesselbach, K. Gerlach-Lollar, Joh. Klingelhofer-Mainzlar, L. Geißler V.-Lollar. W. Walter- Daubringen, L. Schwalb-Alten-Buseck, L. Frank-Lollar, H. Rohrbach IV.-Lollar, L. Schmidt-Wißmar, G. Schmidt-Lollar, E. Haferkorn-Annerod. Enten: Bürgermeister H. Schmidt-Trohe. Tauben: L. Schmidt-Wißmar, Otto Müller-Lollar, Otto Nuhn-Lollar, H. Schadeck Vll.-Lollar, E. W. KutschLr-Lollar, L. Frank-Lollar. — Zu erwähnen ist noch die Ausstellung von Futter- artileln und Gerätschaften der Spratts-Aktiengesellschaft Rummelsburg bei Berlin. Die Ausstellung war in allen Tellen wohlgelungen. □ Butzbach, 12. Febr. Die allgemeine Geflügel- und Kaninchen-Ausstellung war mit über 600Nummern beschickt; nicht nur Hessen hat seine besten Zuchttiere geschickt, sondern auck) die Frankfurter Gegend, Hessen-Nassau und das Rheinland. Prächtiges Material auf dem Gebiete der Kaninchenzucht stand neben den Prachtexemplaren edler Geflügelrassen. Die Stadt Butzbach, zahlreiche Vereine und Private hatten Preise gestiftet, so daß 28 Ehrenpreise, 4 Medaillen, 24 erste, 68 zweite, 133 Dritte und 227 vierte Preise zur Verfügung standen. Für Kaninchen erhielten Ehrenpreise: H. Bender - Dor f-Glll, H. Hammer-Bruchköbel, W. Schild-Butzbach, Ad. Mehler-Eschers- heim und M. Lös-Fechenheim: 1. Preise: H. Marx-Butzbach, A. Mahler-Eschersheim, Jak. Mahle-Schierstein, Bauer-Butzbach und Hch. Schmidt-Siegen; folgende Geflügelzüchter erhielten Ehrenpreise: Ehr. Melchior-Butzbach, Förster Simon- Ehringshausen, W. Viel-Ravolzhausen, H. Berntheisel-Darmstadt, Marx-Butzbach, Lehrer Lind-Butzbach, G. H. Sauerbier-Butzbach, Hch. Högy-Laubach, H. Winter-Gießen, W. Bechtold-Butzback), B. Batz-Nauenhain; Enten: L. Christ-Grünberg; Tauben; E. Damer-Offenbach, PH. Alt-Rüsselsheim, Chr. Falk-Mainz, G. H. Sauerbier-Butzbach; erste Preise: Hühner: Kd. Rüb- amsen-Gießen, Fried. Jöckel-Grünberg, L. Dittert-Wetzlar, Lehrer Dörr, Lehnheim, Berntheisel-Darmstadt, H. Reinhard-Schlitz, H.'Lohfink-Echzell, Radetzki-Lich, Hch. Jäger-Ober Hörgern, JoA Lorch-Renzendorf; Tauben: Rückels-Mühlheirn; I. Harth- Kloppenheim, Berntheisel-Darmstadt; für Futterartikel, Geräte usw. I. Göttmann-Butzbach, Fr. I. Heyd-Butzbach, R. Wagner- Echzell, Otto Koch-Flonheim. An der Eröffnung der Ausstellung nahm auch der Stadtvorstand teil. Der Besuch der Ausstellung war Samstag und Sonntag sehr stark. Aus Stadt und Land. (liegen, 13. Februar 1911. ** T a g e s k a l s n d e r für Montag, 13. Febr. Vortrag von Dr. K. Schirmacher: fDiutter und Söhne (die sittliche Frage). Abends 6'/, Uhr im Hotel Schütz. Vortrag von Gustav Nagel über sein natürliches Leben, seine Jerusalemreise und Schreibart. Abettds 8X Uhr iu Steins Garten. ** Wirk!. Geheimerat Dr. Buchner f. AuA Darmstadt, 13. Febr., geht uns die Drahtnachricht zu> daß gestern abend 6 Uhr der frühere Präsident des Ober- konsistoriums. Wirk!. Gcheimerat Dr. Buchner im 8L. Lebensjahre gestorben ist. Exzellenz Buchner, einet der Senioren der hessischen höheren Beamtenschaft, hat sich in seiner amtlichen Tätigkeit und daneben namentlich auf humanitärem Gebiet große Verdienste erworben und durich seinen ehrenhaften Eyaratter, seine wohlwollende Gesia-. nung und selbstlose Unterstützung gemeinnütziger Bestrebungen allgemeine Liebe und Verehrung erworben, so daß die Nachricht von seinenr Ableben auch über Hessen hinaus aufrichtige Teilnahme Hervorrufen wird. Adolf Buchner war in Darmstadt geboren. Er studierte in Gießen und Heidelberg und wurde 1860 Hofgerichtsadvokat in Darmstadt. 1873 wurde er in die Landessynode gewählt und von 1879 bis 1886 Vorsitzender der Hessischen Anwaltskammer. Er legte dieses Vertrauensamt nieder, als er irr das Oberkonsistorium als juristisches Mitglied berufe« wurde. Von 1899 bis 1907 war er Präsident des Ober- konsistoriums, als 1/ cher er sich namentlich auf dem Gebiete der inneren ton, der Kirchengesetzgebung und deS deutsch-evangelischen Kirchenausschuckes große und bleibende Verdienste erwarb. Schon int Jahre 1865 betätigte sich Herr Buchner auf humanitärem Gebiet als Mitbegründer des hessischen Landesvereins vom Roten Kreuz. Er war bis 1897 dessen Schriftführer und von da ab bis zu seinem Tode dessen Vorsitzender. Von den zahlreichen Ehrungen, die Geheimerat Buchner während seines langen Lebens erfuhr, sei die Verleihung der Ehrendoktorwürde durch die Landesuniversität und die Rotekreuzmedaille 1. Klasse erwähnt. ** In Audrenz empfangen wurde am Samstag vom G r o ß h e r z o g u. a. der Handelsrichter Fabrikant Hermann Elchenauer von Gleßen. — Unfug oder Diebstahl? Seit einigen Tagen ist an der Diarburger Straße in der Nähe der Karlsruhe die dort vom Verschönerungsverein aufgesleÜte eiserne Bank ver- 9-*^ Bettbewährte Glühlampe 70% Stromersparnis Grand Prix Brüssel 1910 Durch die Elektrizitätswerke und Instalhitlont- geschäfle zu beziehen. Auertfesellschaft, Berlin 0.17 Lackbogen -s Es kann Mnoen. , u Steer „ Kell, 12. i mH«“*® ,,ls verbrann i nahe kam und iwden. Die Mutti Lilfenil, um di et illlcht werden, ader Mifelben Mgen Mlh, daß ihm Mi jd da Unfall tein j Freiensee: nirde heute zum M L die erste LZerpaä jmehmigt hatte. X -äsenkirchen, da fe n fernen Erwartung I ü|o 235 Mark mehr Ä> Nauheima Ha «vorigen.Periode ^Bad-Nauh a in diesem Win isnzerte und Vock ('«ansialtung. Kan mh Schubert ckefflü vllen Wend. — $ iAlkmanw-Osfeickac lHelluug mit Lic SlQ: W Darmstat ks'gen Friedhof d • Leipzig verstarb dien des Reichsge a Verstorbenen ei N Kranz nieder. • auch Alaatsmm 4 Rodheim '^gestellt, daß : Nfc hergmchtet i M die schöne S J 'Ne Frost tu Nttlumpd vorsa M H'chn, , w dü Uhn t bt'w N«8 Miü, # Riede- Tagen beste S "egen Milanen fi Heinen i .e,nfl?b,r verwand le 'N ho ^>ral Wj„ . °"den i t ' öecro‘ iji q , vllin h >* 1828 Ql Quaker( Quaker ^scheh k^er Vl Mos er S B Haltbark( Frisch und mit nussartigem Geschmack aus der Deutschlands Haltbarkeit und eine Zierde für jeden Tisch. Gratis — Löffel für Quaker Oats Konsumenten. 5 schwer versilberte Löffel gänzlich kos- tenlos erhältlich sind. Diese Löffel tragen keinen Retyameaufdruck, sind von grosser ein Nahrungsmittel ohne jeg- liehe wertlosen Bestandteile ist. Dann beachten Sie, wie es Gesundheit und Kraft schafft—wie es Ihren Kindern rosige Wangen hervorzaubert—. Zu guter Letzt entleeren Sie das gekaufte Paket Quaker Oats auf den Tisch und Sie werden sich über die für das geringe Geld erhaltene grosse Menge wundern. Sie kommen zu der Ueber- zeugung, dass Quaker Oats das billigste und beste Nahrungsmittel der Welt ist. Amtlicher LVetterbericht. Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen. Verlaut der Witterung seit gestern früh: liebet Island liegt eine Tepresston und über Rußland em starkes Hoch. ES wehen leichte östliche Winde Allenthalben im Reich werden Morgennebel gemeldet. Niederschläge sind nur strichwelse in ganz geringem Älatze ge'allen. Tie Mittelgebirge überzieht wieder eine leichte Schneedecke. Es ist feine erhebliche Aenderung der WÜterrmgS- Verhältnisse in Aussicht. Voraussichtliche Witterung m Hessen am Dienstag, 14. gebt.) Wolkig, meist trocken, leichter Frost. Schneeoerhältnisse int Vogelsberg zum Schilauf sehr gut. Letzte Nachrichten. Wetzlar, 13. Feör. Tic nationalliberale Partei des Wahlkreises Wetzlar-Altenkirchen stellte den Geschäfts- sührer der rheinischen Landwirtschaftskammcr Oekonomierat Kreuz-Bonn als Kandidat für die Reichstagswahl auf. München, 3. Febr. Unter großer Teilnahme wurde ein Landesverband der Bayrischen Presse als Unterorganisation zum Reicl)sverb2nd der Deutschen Presse gegründet. Nach einstimmiger Annahme der Satzungen wurde Chefredaktnrr Tr. Mohr zum ersten, Chefredakteur Adolf Müller zum zweiten Vorsitzenden, Chefredakteur Scharre, Chefredakteur Osterhuber uni Redakteur Lilger zu stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. ne Geflügel' bet 600 AUMen iudjttiere gesW,! 'Nassau unb bti j !te der Kanin-Ha-1 :r Geflügelrassa.1 Date hallen Pim 4 elfte, 68 Ml, ng standen. Für kndn-Dots-U. ). Mehler-Wki- >. Morx-BBaid. a, Bauer-Bllbbaih gelzüchter » Förster Simcc« ilheischDamsladt, auerbin-BuM Bechto!d-But>bck >erg; Tauben: fjr. M-Mainz, ter: Sb. 9iüb« -Wetzlar, Lehrer nhdrtzmr, 2ol exm; I. Lau- itraililel, Gem M N. Wagw vn bei WM h bet M* Quaker Oats Pakete enthalten Gutscheine, für welche wertvolle modernst eingerichteten Hafermüh^e l-chn-rs. N SU 5&a$ SSs ®»ii l ibooEat ln i I°d-S-«LL flf'E niä«“ : nieder, , Mglied I Äid°-Es- ! StsS. vermischte». — Der Füllfederhalter eine d eutsche Erfindung. Wie es mit so manchen Erfindungen geht — man denke nur an den Fernsprecher — in Deutschland werden sie gemacht, erlangen aber erst Geltung, wenn sie von Amerika lanziert und ausgebeutet werden, so ist es auch mit dem uns heute unentbehrlichen Füllfederhalter gegangen. Es ist das Verdienst des kenntnisreichen Feldbaus, darauf hinaewiesen KU haben, daß ein Deutscher, der Mechaniker Scheller in Leipzig, schon 1780 dieses Gerät dem „tintenklexenden Saeculo" schenkte. Er nannte es Reiseschreibfeder und verkaufte das Stück einschließlich einer Messingkapsel für den billigen Preis von 10 Grofchen. ^ie Bauart war im wesentlichen schon dieselbe, tote heute. Die Reiscschreibfeder bestand aus einer sich verjüngenden Röhre von Metall und Horn, die am dünneren Ende die Feder, freilich eine Pose, keine Metallfeder, trug, am. dickeren durch einen eingeschraubten Deckel verschlo.sen war. Hier wurde die Tinte eingefüllt und floß durch em ganz kleines Loch der Feder zu. Heute verwendet man, um das Rosten zu vermeiden, goldene, bezw. vergoldete oder Jri- diumfedern, aber auch diese Verbesserung rührt nicht von Februar 191t Febr. Sodrej -ohne (die fütlifl , natürliche? Lebe 8X llhr m Steu chwunden. Ob Diebstahl oder Unfug vorliegt, bedarf noch >er Aufklärung. ** Nab enmutter. Die Tienftmagd Veronika Dretzig iämet aus Heubach wurde gestern nachmittag wegen versuchter Kindestötung verhaftet. Sie holte gegen 1 Uhr mittags • ftr 14 Tage altes Kind im Säuglingsheim ab, begab «ich damit 'uuh dem Sck.ifsenbergcrtal, entkleidete es vollständig, schlug es in einen PacLogen ein, legte es in einen Graben auf das Eis und kehrte dann nach der Stadt zurück. Ein junger Mann hatte He Person beobachtet und sorgte dafür, daß das Kind abgeholt i,urbc und die Polizei Kenntnis erhielt. Tas Kind wurde in die r jtlinif gebracht, wo es sich den Verhältnissen entsprechend, wohl lesindet und Klauenseuche. Im Schlacht Hof u Mainz wurde am 6. L M. bei drei aus Frankr eich eingeführten Ochsen die Maul- und Klauenseuche fest- erstellt. Diese drei gehörten zu einem Transport von 15 Ochsen, ter am 81. v. M. in Paris verladen worden war, am 1. l. M. cie Rcichsgrenze in Deutscki-Avricourt überschritten hatte und am ■> L M. in Mainz eingetrofsen war. Die übrigen Tiere des Transvorls waren vom 2 —4. 1. M. bereits abgeschlachtet worden. Tie drei Ochsen hatten am 5. L M. abends noch keine verdächtigen Erscheinungen gezeigt. Sie wurden aber am 6. l. M. ihon vor der M sch lach tun g mit Maul- und Klauenseuche behaltet le »und en. Es kann hiernach angenommen werden, daß die Tiere er st nach ihrem Uebertritt über die Grenze an» gesteckt worden sind. — Neue Ausbrüche der Seuajc sind gemeldet aus Lampertheim, Kreis Bensheim: Schornsheim, Kreis Oppenheim: Müllheim, Baocn, bei Händlervieh: Stein Hag en, Regierungsbezirk Minden. Kreis Alsfeld. — Zell, 12. Febr. Der Freitag war für einige Familien ein großer Unglückstag. EinKind eures hiesigen Bahnarbeiters verbrannte sich dadurch, daß das Kind dem Ösen »u nahe kam und seine Kleider im 9hi in Hellen Flammen standen. Die Mutter hatte sich einen Augenblick aus der Stube entfernt, um die Ziege zu füttern. Als sie zurückkam, stand bas Kind in Brand. Die Mutter hat sich bet Erstickung der Flammen erhebliche Brandwunden an Armen und Händen zugezogen, so daß sie ebenfalls ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte. Das Kind sollte nach Alsfeld in das Krankenhaus gebracht werden, aber es starb schon am hiesigen Bahnhof. — An demselben Morgen verunglückte ein hiesiger Holzhauer dadurch, daß ihm eine Tanne auf den Rücken fiel; voraussichtlich hat der Uni all keine schlimmen Folgen. KrciS Schotten. i Freienseen, 10. Febr. Tie hiesige Gemeindejagd wurde heute zum zweiten Male verpachtet, nachdem der Gemeinderat die erste Verpachtung, bei der 510 Mark gelöst wurden, nicht genehmigt batte. Höchslbietender blieb Herr Fritz Stein aus tzklsenkirck-en, der seitherige Pächter. Der Gemeinderat hatte sich in seinen Erwartungen nicht getäuscht, denn es wurden 745 Mark, also 235 Mark mehr erzielt. Gegner waren auch diesmal Gießener Md Nauheimer Herrn. Der Zuschlag erfolgte sofort. Während der vorigen Periode betrug der Pachtpreis 450 MarL, Kreis Friedberg. '^Bad-Nauheim, 12. Febr. Der Vortragsverein, her in diesem Winter eine außergewöhnliche Reibe wertvoller Konzerte und Vorträge abhielt, batte heute abend seine letzte Veranstaltung. Kammersänger H e ß, der „Die schöne Müllerin" ton Schubert trefflich roiebergab, bot einen außerordentlich gcnuß- tollen Abend. — Im Ortsgewerbeverein hielt Professor Ärockmann-Offenbach einen Vortrag über die Brüsseler Welt- lusstellung mit Lichtbildern. Starkenburg und Nheinhessen. 7 loiort h; I 22m.” I & ttilt MC* >» Ä 15 lill 6ij” ?• Nto !t I fc Dollar, E. 3- foante oibotj, 2, (D. Ito 9iu6n»2i[i£. m«. Otto S& fa i v. Schnei:-. ^-Lollar. 2ns «eil-Aitzmar, l • Enlach-Loll«, Ito.» JWb 'Lollar,b. Sok- 4m,dl-Lollar, t Schmidt-rute ln-Lollar, Cm ^'chtt-Lollar, c. Hung von ijuue, gejellschail Sinn, in allen .Teils D Darmstadt, 11. Febr. Heute vormittag fand auf dem busigen Friedhof die Beerdigung des im 66. Lebensjahre u Leidig verswrbenen Reichsgerichtsrats Weller statt. Im ;amcn des Reichsgerichts widmete Reichsgerichtsrat Dr. P e t e r s . m Verstorbenen einen toarmen Nachruf und legte am Grabe einen Kranz nieder. Unter den zahlreichen Leidtragenden befand >ch auch Staatsminister Dr. Ewald. Hessen-Nassau. Rodheim a. d. Bieber, 12. Febr. ES hat sich herauSgestellt, daß die Anlage unserer Eisbahn wenig sachgemäß hergerichtet war, denn beim geringsten Tauwctter versickerte die schöne Wafferfiäche in den Wiesenboden, so daß der nächste Frost nur noch einen zum Eissport ungeni'igendcn Wassertümpel vorfand. Man muß, will man für die Tchlitt- schuhläuser Brauchbares schaffen, so verfahren, wie in Wetzlar und Gießen, wo man tadellose Eisbahnen hat. Tort hat man die Wiesen tiefer und vor allem ganz wagerecht gelegt, so daß beim geringsten Frost der gleichmäßige Spiegel des Wassers zufriert. H Niedershausen bei Weilburg, 11. Febr. Seit acht Tagen befindet sich unsere Bevölkerung in freudiger Erregung wegen einer Erbschaft von über hundert Millionen holländischen Gulden, die angeblich unserem kleinen Ort, wo die Bewohner fast sämtlich untereinander verwandt sind, zufallen soll. ES handelt sich um die Hinterlassenschaft des verstorbenen holländischen Admirals Wirz, die in holländische Verwaltung genommen wurde, da sich legitimierte Erben nicht meldeten. 9hm hat eine Familie Georg hierselbst seit Urgroßväter Zeiten auf dem Boden eine alte verschlossene Truhe stehen gehabt, die wie vollständig leer auSsah. Der jetzige Eigentümer öffnete das alte Bebällnis und fand darin einen 1828 vom Pfarrer in 9heber§l)aiiien ausgestellten Stammbaum, der den Beweis liefert, daß zahlreiche am Orte lebende Personen mit dem verstorbenen Admiral Wirz, deffen Wiege übrigens in Niedershausen gestanden hat, verwandt sind. Die Nichtigkeit deS Stammbaums ist vom holländischen Konsulat in Frankfurt a. M. im Jahre 1828 amtlich beglaubigt Auf Grund deS auf- vücherüsch. — Ferdinand Lassalle, Reden und Schriften, Tagebuch, Seelenbcickste, in Auswahl hcvausgegeben nebst einer aus- führlicheu Darstellung seines Lebens und Wirkens von HanS Feigl Wien. Verlag Carl Konegen (Ernst Stülpnagel). — Lassalle war nicht der Begründer des beuifd)en Sozialismus, dessen theoretisches Lehrgebäude er zum Teile bereits vorfand. Aber schon der genialen Form wegen, in der er diese Grundsätze verkündete, wird sein Name für immer als der eines Erweckers einer neuen Bewegung in der deutsck>en Geistesgeschichte aufbewahrt werden. Wohl ist sein Name allen Gebildeten vertraut Man weiß von ihm so ungefähr, daß er wegen einer hochinteressanten Liebesaffäre im Duell gefallen und daß er der erste große Agitator und Gründer der Deutschen Sozialdemokratie war. In seinem Werke und seinen Schriften aber dürsten wohl nur die wenigsten im deutschen Bürgertume einmal geblättert haben, und doch würde es sich sehr verlohnen. Die vorliegende Ausgabe enthält eine Auslese der besten und berühmtesten Lassalleschen Reden und Schriften und ist bestrebt, den Lassalleschen Geist in allen seinen Aussttahlungen aufzuzeigen, also den die Massen packenden Agitator, den Volksredner, den echten und guten Daher, den md meisterhafter Dialektik operierenden, freilich dabei auch die ärgste Rabulistik nickst verschmähenden Gerichtsredner ebenso zu SB arte komm en zu lassen, wie den rücksichtslosen Pamphletisten und den von Fachgcnossen angestaunten Philosophen und von Begeisterung für bte Wissenschaft erfüllten Mann. Das ganze wird von einer ausführlichen Darstellung des Lassalleschen Lebenslaufes aus der Feder des Herausgebers, des Wiener Schriftstellers Hans ff dal einbegleitet. Handel. □ Hattenrod, 12. Febr. Das Submissionsergeb» n i s von Vau-undWerkholzist folgendes: Fichten der Fest- tueter 1. Klasse 23,87 Mk., 2. Klasse 23,81 Mk., 3. Klaffe 23,26 Mark, 4. Krasse -3,09 Mk., 5. Klasse 19,72 Mk., Lerbstange» 19,72 Mk.: Kiefern 1. Klasse 28 Mk., 2. Klasse 24,10 Mk., 3. Klasse 14,15 Mk., 4. Klasse 12,83 Mk. Höchstbietende biteben: Rcger-Lich, Schubecker-Gießen, W. Brück-Oppenrod, Heinrich Schmidt Ä.-Lich, Hch.-Münster-Hattenrod, Dort und Walter- Groß-Buseck. Ctchenwerkholz kostete der Festmeter durchschnittlich 20 Mk. Die Holzoersteigerungen zelligten folgende Ergebnisse: 2 Festmeter Buchenjcheitholz rund 15 Mk., Prügel 13 Mk., Kiefern 10,40 Mk., Fichtcnicheitholz 11 Mk., Prügel 7—8 Mk., Eichenscheitholz 12 Mk.. Prügel 9—9,50 Mk., IOC Wellen Buchenreiser 13 Mk., F ichtenreff er 4—5 Mk. Berlin, 11. Febr. Der Z e n t r a l a n s s ch u ß der Reichsbank ist auf Dienstag um V.10 Uhr einberufen. Rom, 11. Febr. Ein Dekret des Schatzministers setzt den Diskontsatz der Notenbank von 5Vi Droz, auf 5 Pro», herab. n tzsS «*tf*i* den Amerikanern her. Denn schon im Jahre 1824 wurden goldene Federn verwendet. 9Lockt im Jahre 1843 kannte man den Füllfederhalter unter dem Namen „felbstschreibende Fede^, aber dann geriet er in Vergessenheit, bis die Aankees über ihn kamen und Millionen Damit verdiente» und noch verdienen. Kleine Lage§chronik. Zwischen den Gemeinden Schöneberg und Wilmersdorf such Besprechungen emgeleitet worden, um eine Vereinigung beider etäbte herbeizuführcn. , In Düsseldorf stahl ein na'lsnrann^lchrling einen Scheck über 10 000 Mark, hob das Geld ab und suchte das Weite. Seme Spur ist noch nicht entdeckt. Tie letzten hutchert aus einer Eisscholle ins Meer hinans- £ctricbencn Fischer retteten sich bei Jamburg an den Strand. Nach einer Meldung ans Tschinkent (Turkestan) ergoffen sich am Freitag abend durch plötzliches Tauwctter verursachte S ch l a m m st r ö m e über den Basarplatz und die anliegenden Straßen, die fußhoch und stellenweise sogar meterhoch überschwemmt sind. Tie Poststraße Kabul—Sai ist beschädigt: die Brücken wurden von zwei Meter tiefen Flüssen sortgerissen. Bis zur Wiederherstellung der Wege ist die Postverbindung unterbrochen. Wegen Urkundenfälschung und Betruges wurde der Maler Marrio ©egantini aus Malosa (Kanton Graubünden) verhaftet. Seganlini, ein Sohn des verswrbenen Malers Segan- tini, befaßte sich in der letzten Zeit mit Flugschffsahrt und lernte aus dem Flugplatz Johannisthal. Er wird befdjulbigt, an Gemälden verschiedener Art den Namen der Urheber roegrabteri und durch den Namen Seganlini ersetzt zu haben. Unter diesem Zeichen sanden die Kunstwerke leichten Absatz. Drahtlose Telegraphie und Zlugmaschine. In der letzten Zeü ist bäuug von Versuchen mit drahtloser Telegraphie die Rede gewesen, die in Deutschland, England und Amerika in Verbrndung mit Flugmajchinett vorgenommen worden sind, aber es scheint, daß, trotz der gür.ftigen Ansänge, die E.tdergebnisse den Erwartungen nicht voll entsprochen haben. Zn diesem Zusammenhang wird es interessieren, näyeres über die günstigen Erfolge der franzbiffchen Versuche zu erfahren, die im vergangenen Jahre von Ossizieren des Meldekorps und der Telegraphenabteilung vorgenommen worden sind. Es liegt auf der Hand, daß die Flugmaschrne leicht mit drahtlosen Telegraphieapparaten ausgerüstet werden kairn, die chre Wellen auf Entfernungen von 10 bis 15, ja vielleicht 20 Kilometer aussenden können. Tie Schwierigkell des ganzm Problems liegt in der Ausgabe Apparate zu bauen, die zugleich leistungsfähig genug sind, um praktische Verwendungssähigkeit zu ermöglichen. Sie mühen leicht genug feilt, um die Steuerung der Flugmaschine nicht zu beeinträchtigen, und in ihrer Bauart so einsach, daß sie im Angesicht des Gegners sofort unb ohne Umstande aus andere 23eUcnlängcn eingestellt werden können, um das Abjangen wichtiger Meldungen zu verhindern. Bereits im Frühsommer, so wird in der „Illustration" mitgeteilt, hat der Hauptmann Brenot seine Vaffuche mit einem neuersonnenen Apparat begonnen, der vom Krieg^minister genegnugr, löurocn war. Die Erfolge übertrafen alle Erwartungen. Die Einzelheiten des Baues müssen begreiflicherweise geheim gehalten werden, aber bezeichnend ist, daß her Llpparat nur 14 Kilogramm wiegt und dabei eine größere Leistungsfähigkeit entwickelt bat, als der an Bord des „Bayard Clement" befindliche Telegraphieapparat, der bis zu Entfernungen von 100 Kilometer Meldungen abgab u.tb 65 Kilogramm wog. Bei der neuen Maschine kann die Wellenlänge nach Wunsch verändert werden: der von der Flugmaschine herabhängende Draht, Der die Wellen aussendet, wird im Fall von stürmischen Wettern durch eine besondere Sicherheitsvorrichtung automatisch abgeschnitten, so daß jede Gefahr für die Flugmaschine schwindet. Dabei sind die Apparate so klein, daß sie weder den Führer, noch Den Beobachter an Bord stören. Sie besitzen weder Stangen noch Akkumulatoren und können infolgedessen an jeder Stelle angebracht werden. ' , , . Hauptmann Brenot begann seine Versuche auf einem Eindecker, der von Leutnant Aguaviva gesteuert wurde. Ein gefährlicher Sturz führte dann eine Unterbrechung der Versuche herbei: bei dem Fall zerschmetterte die Flugmaschine Vvllt'mrnen, der drahtlose Telegraphieapparat aber wurde wie durch ein Wunder gerettet. Auf Grund der aesammelten Erfahrungen ist man jetzt jedoch zu einem Farman-Zweidecker übergegangen. Der Zwei- Dcder scheiitt mehr geeignet, zwei Leute und den Llpparat zu tragen und vermag sich auch besser in jenen größeren Höhenlagen zu halten, die nottvendig sind, um Meldungen auf große Entfernungen abgeben zu können. Wenngleich man nach den bisherigen Erfolgen in franzoffichen Militär kreisen das Problem als gelöst ansieht, sollen die Versuche zu Beginn des Frühjahrs wieder aufgenommen werden. Das ist ein Grund des feinen Geschmackes von Quaker Oats. Aber die Schmackhaftigkeit ist nur einer der vielen Vorzüge dieses Produktes. < Bedenken Sie, dass Quaker Oats gefundenen Dokuments sollen nun durch einen Rechtsanwalt Erbansprüche geltend gemacht werden. (5crid)i>faaL Heidelberg, 11. Febr. Der ehemalige Leiter der hiesigen Taubstummenanstalt Holler wurde heute ivegen Sitllichkeils- verbrechen zu 9 Jahren Zuchthaus und 5 Jahren Ehr- Verlust verurteilt. Sicht Monate Untersuchungshaft kommen als verbüßt in Abzug. Luftlchissahrl. Deutsche Flieger. Darrnstadt-Uebungsplatz, 11. Febr. Auf dem Flugplatz Eulers flog heute der Einjähria-Freüvillige Reich a r d t vom Garde-Dragonerregiment Nr. 23 eine Stunde 5 Minuten 20 Sekunden auf einer Eulerflugmaschine vor den Zeitnehmern des deutschen Luftschifserverbandes. Rei- chardt hat erst vor einigen Tagen das Flugzeugführer- patent erhalten. Außerdem flogen Leutnant Scanzoni von Lichtenfels, Leutnant von Hiddessen, Oberleutnant Real, August Euler und Diplomingenieur Wttterstätter. Neuer Ozeanflug. Eine neue Lenkballonfahrtüber den Atlantischen Ozean plant der Ingenieur Wellmanns, Lani- man. Er wird Anfangs Juli von Cincinnati zur Ueberquerung des Ozeans abfliegen. Tie Kosten schätzt er auf 280 OuO Mk., die von einer Gesellschaft garantiert wurden. 1056 der C!om der BC^rneval-Saison Akademische Verträge. Rfnnrnnh Mittwoch bett 15. Februar, pünktlich SV, Ubr abends, im @L_S Ja fehlt Ä MsU M Sl 1 grotzen Auditorium des Llollegicngcbäudes == LÄ Mittwoch D13/- Privat-Dozent Dr. Küchler: Plocketr. 12 Plockstr. 12 101117 Alldeutscher Verband Die glückliche Geburt eines Töchterchens zeigen hocherfeut an [1057 Deutschgesinnte Männer und Frauen sind freundlichst eingeloden. Eintritt frei! Eintritt frei! D11/, Sanz vorzüglich Z7 Frei Aussprache. Freie Aussprache. v‘a/, Eintritt 50 Pfennig. tD•/,) Eintritt 50 Pfennig. TJT Nach dem Vortrag zwangloses Zusammensein. in (Stehen 1015 16. im 1059 Wintergarten des Cafe Amend Äug. Gabriel jr., Giessen Telephon 84. Telephon 84 .121 la. Qualitäten, Wiafieniabtifatioueii. ^aituanidtluB. , rr .nrmiew Karlsruhe L B., Srotrenftr. 32. S in jeder ßeließigen Schriftart und SKarton- forte, fowie mit Zirkeln aller ftudentifdjen Bereinigungen liefert zu mäßigen Streifen Sßrü/jlfdje ldniv.~3ßud)- und Steindrueßerei. 3i.£ange,jjießen Dr. Thompson's Seifenpulver ist billig, bequem, sparsam. 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Februar, abends 8'-/2 Uhr, im unteren Saale des Cafe Ebel Vortrag hes Hcm Prgschr D. Gundel: „Eint nengtjuniitne gtitdiüifit Weinischrist aus der Zeit Der ReligiooNischNg". Gäste sind willkommen. vte/, zu 30 und 50 Pfg beb Gustav W alter, Mäushurg 13. ihv^/m bei Husten u. Heiserkeit Ortsgruppe Giessen liir k«!i»«üi. Montag, 13.Februar, abends 8'/,Ubr. imSaal desHotelSSchütz Lcffcntlilher Vortrag non Dr. K. Schirmacher Mütter und Söhne. (Die sittliche Frage) Dienstag, 14. Februar, abends 8 Uhr tas taffisrta! Ientslhlliitiüilliler Halldlvllllsgehllscll-Vcrdaild Ortsgruppe Gienen. Mittwoch den 15. Februar, abends 9*/* Ubr, im Saale des Hotel „Einborn" Wutlicher Vortrag -es Herr« Lchröder aas Ma über bte „Peoslollsversicheriulg der PmatlUlgeßcllttll" unter besonderer Berücksichtigung deö neuen Gesetzemwurfes. Versteigerung. Dienstag den 14. d. Mts. 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I d LmKasseneM S*e ' gm Rechn-lNgsi |i52643iioaliöicwalig.Prograiumsi!'.!> IlrrSo'iiihr6Sd)!irfnil|trr6 Ein Drama, da§ den Zuschauer von Anfang bi§ zum Ende in größter Spannung hält. Sroääes Calüek. Ergreifendes Drama aus dem Leben eines Blinden. Gänseblümchen oder: Er liebt mich von Herzen mit Schmerzen Eine großartige amerikanische Llomödie. Und das übrige großartige Programm. *^6^ u. U1 ■ Statt besonderer Anzeige. ST Schleimlösend "CO wirken Apoibeket Eawary S ges gesch. Nr. 92459 253 VST- Pec-Cee Bonbons glänzende Gutachten von Kgl. Sängern Vorzüglich bewährt b Husten, Heiserkeit, Katarrhen usw Nachahmungen weise man zurück. Beutel ä 20 u. 40 Pfg in den Drogerien von. Emil Karn, Otto Schaaf, Gebr. Michel, Aug Noll, C. Seibel u. Viktoria-Drog. IdaSfitAxl u. Bruteier bewährt. Gksliilsei । .,.-2=5 Katalog gratis. Gcslügeldof, Mergentheim 284 Prim KWMkkschiiitt. 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