Nr. 60 etxtxw M-nch *e VufrmSmi w Dt, <#te8dn famlhrabiatttf* wAe» Ww eBn «n> €tetnbn«fct* •t •W^c*. ftebäfttm^ ExvebM« «n> Onitferrii ^ffrak Prag» 1. trpebtho* an6 Verlag i sL »UbairtowewllX. IcL-SlbutUuetflaiSieBe*. Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Sberheffen . Beifall.) Abg. girrst Hatzfeld (Rv.)5 Ich glaube nicht, daß die Geschäfte des HauseS durch derartige Geschäftsordnungsdebatten gefördert werden. (Lehr wahrt)' Ich bedauere, daß ein Antrag auf Schluß der Geschäftsordnungsdebatte nicht zulässig ist. Aber da der Präsident ja nach freiem Ermeßen das Wort erteilt, möchte ich anregen, ein Ende zu machen, zumal wir ja in der Sache selbst alle einig sind, daß über die Resolutionen erst später abgestimmt wird. Abg. Beck-Heidelberg (Natl.): Der unlautere Wettbewerb liegt viel weniger auf unserer Seite, als auf der rechten. (Lebhafte Zust. links, großer Widerspruch rechts und im Zentrum. Anhaltender Lärm.) Herr v. Gamp erklärte, daß er als Präsident der Bugdetkommission gar nicht in der Lage gewesen wäre, einen solchen Antrag einzubringen. Dann frage ich, wie sollte ich denn als Referent eine andere Möglichkeit haben, als indem ich die Resolution wieder als Antrag einbrachte? (Sehr richtig! links.) Abg. Ballermann (Natl.): Herr v. Gamp hat erklärt, es handle sich um eine von der Budgetkommission einstimmig angenommene Resolution, die im Antrag Beck.Eickhoff wieder ausgenommen sei. Demgegenüber stelle ich fest, daß die Resolution mit 14 gegen 13 Stimmen angenommen wurde. (Stürmisches Hört! Hört; linkS^ Der Vorsitzende der Kommission sollte doch etwas genauer über die Vorgänge unterrichtet sein. (Unruhe.) Was die Abstimmung an- langt, so könnten wir damit einverstanden sein, daß die ganze Abstimmung vorgenommen wird hernach beim Titel über die Assistenten. Abg. Frhr. v. Gamp (Rp.) besteht auf der Priorität der Resolution der Budgetkommission. Präsident Graf Schwerin erklärt, daß er die Liste der Redner zur Geschäftsordnung hiermit schließe und nur noch den schon Gemeldeten das Wort erteile. Nachdem auch diese gesprochen haben, beschließt das Haus auf Befragen des Präsidenten, daß über sämtliche Resolutionen jetzt sofort im Anschluß an den gestern abend bewilligten Gehalts» titel des Staatssekretärs abgestimmt wird. Die Resolution des Zentrums auf Vorlegung eines Gesetzentwurfs zur Neuregelung der Dien st Verhältnisse Der Reichs- beam te n wiro gegen d ie Stimmen der Rechten angenommen. Dann wird über die gestern abend eingebrachte Resolution GieSbertS (Zentr.) abgestimmt, die die Zulagen der Abg. Eickhofs (Vp.): Ich habe nicht viel zu bemerken da Kollege Dassermann die Ausführungen des Herrn v. Gamp so glanzend widerlegt hat. (Lebhafte Zustimmung link? ) Aber eine Behauptung deö Herrn b. Gamp muß ich noch mit aller Entschiedenheit zu ruckweisen, um- somehr als Dr Dröscher diese Behauptung zu der seinen ge- macht hat. Ich rufe alle Mitglieder der Äudgetkommisiwn zu Zeugen auf. Wie haben sich die Verhandlungen abgespielt? Erst haben Kollege Beck und ich einen weitergehenden Antrag emge- bracht, der abgelehnt wurde. Dann griff Dr. Drofcher unsren Gedanken auf (Lebhaftes Hört! Hort! links) und dann haben wir uns mit ihm verständigt, damit der Antrag angenommen werde. Gerade der Vertreter der Partei des Herrn v. Gamp war auf unserer Seite, und die Resolution wurde angenommen, von den freisinnigen, Nationalliberalen und von der Relais, partei gegen die Zentrumspartei. Die Annahme erfolgte, wenn ich mich recht erinnere, mit 14 gegen 13 Stimmen Legen das Zentrum und die Herren von der äußersten Linken. Nun haben die Herren vom Zentrum — ick nehme absichtlich keine be eidigenden Ausdrücke wie mein Vorredner in den Mund — demelben Ge- danken den wir in der Resolution zum Ausdruck brachten, beim Titel 1 eingebracht. (Hört! Hört! links.) Hatten wir nun unseren Antrag seht nickt eingcbracht, dann Ware das geschehen, was Kollege Basiermann schon gesagt hat dann Ware die Resolution der Budgctkommission ins Hintertreffen geraten. Da bei den Beratungen das £«au8 sehr schwach beseht und Herr v. Gamb, wie gewöhnlich, nicht hier war (Stürmisches Hort! Hort! links und lebhafter Bestall. Widerspruch rechts), haben wir uns dahin verständigt, die Resolution der Budgetkommission zu einem besseren Antrag zu gestalten Tas ist die Wahrheit und der tatiackliche Verlauf der Dinae und daran kann feine Ausführung von der Reckten etwas ändern. (Lebhafter Beifall links, Widerspruch rechts.) müssen.) Erlauben Sie, als Vorsitzender der Budgetkommission habe ich gar kein Recht dazu, selbst wenn ich hier gewesen wäre; ich hätte erst einen Beschluß der Budgetkommission extrahieren müssen. (Lärm.) Abg. Dr. Dröscher (Kons.): Meine politischen Freunde sind einverstanden Damit, wenn nach dem Vorschlag des Heirn Groeber prozediert wird; aber nur unter der Voraussetzung, daß die Resolution der Budgetkom- miffion zuerst zur Abstimmung kommt, und zwar beantrage ich namentliche Abstimmung. Herrn Beck ist sein RecktfertigungS. versuch nicht gelungen. Hätte er zu Anfang der Sitzung beantragt, die Abstimmung über die Resolutionen zu vereinigen, bann wäre er zu seinem Recht gekommen, und wir hätten den ganzen Streit vermieden. Daß er daS nicht getan hat, ist illcckal. (Stur- Mischer Beifall rechts und im Zentr., Großer Lärm links.) Präsident fflrof Schwerin-Löwitz: Sie dürfen einem Abgeordneten nickt vorwerfen, daß er illoyal ist. (Zuruf linfS: Zur Ordnung!) Abg. Dr. Dröscher (Kons.): Der EntschuldigungSversuch des Herrn Beck ist mißglückt, denn der eine oder der andere wird sicher bis zuletzt hiergewesen sein. Ick stelle fest, daß ich jedesmal. wenn eS sich um die Postbeamten handelte. Herrn Beck vor Einbringung meiner Anträge zu finden gewußt habe. (Hört! Hört! rechts und im Zentr.) Ich rufe meine Fraktionsvertreter, die bei der Beamtenbesoldung mit mir in der Kommission gearbeitet haben, zu Zeugen auf, daß ich der Anreger deS Gedankens bin, der in dieser Resolution niedergelegt ist (Hört! Hört! und lebhafte Zustimmung rechts) und bis zum Schluß an ihm festgehalten habe. Tie Vorlegung dieser Resolution zeigt das Agitationsbedürfnis der Herren (Stürmischer Beifall rechts und int Zentr., große Unruhe links.) Abg. Luttmann (Wirtsch. Vg.): (wird mit großem Gelachter und Lärm der Linken empfangen, worauf stürmischer Beifall von der Reckten antwortet): Ich glaube, das Reckt eines objektiven Beurteilers deshalb üben zu können, weil ich in der Kommission sowohl für den Antrag Eickhoff gestimmt habe, als nach seiner Ablehnung für den, den die national- liberale Partei abgesckrieben hat. (Große Heiterkeit.) Ich bin auch nicht gefragt worden, obgleich ich bis zum Schluß der Verhandlungen hier war, und gerade in diesen Beamtenfragen sollten wir doch möglichst einheitlich vorgehen. Freuen Sie sich, daß Sie als Abgeordnete immun sind, sonst würden Sie mit dem Ge - sehüberdenunlau terenWettbewerbinKonflikt kommen. (Stürmische Heiterkeit.) Abg. Bebel (Soz.): Wir mischen uns nicht in den Streit yin, der jetzt tm9 % Stunden beschäftigt. Tie Herren mögen die Sache untereinander ausmachen Für un5 ist eine andere Angelegenheit sehr wichtig. Ter § 44 unserer Geschäftsordnung schreibt vor: DaS Wort zur Geschäftsordnung wird nur nach freiem Ermessen deS Präsidenten erteilt und Darf nicht 5 Minuten überschreiten. (Hört! Hört! links.) Die Bestimmung datiert aus den denkwürdigen Tagen deS Zollkampfs-Tezember 1902, und zwar auf Antrag Groeber. (Hört! Hört! links.) Und Herr Groeber hat 9 Minuten gesprochen. (Große Heiterkeit und stürmisches Hört! Hört! links); und der Mitantragsteller war damals Herr Gamp, und der hat in seiner ersten Rede sogar 15 Minuten gesprochen. (Hört! Hört! links.) Ter Präsident darf eine Ausnahme nicht machen. Nachdem mm in so eklatanter Weise durch die Antragsteller von 1902 die Unhaltbarkeit des § 44 der Geschäftsordnung erwiesen ist, wird meine Fraktion bei nächster Gelegenheit die Wiederherstellung der alten Fassung beantragen. (Stürmische Heiterkeit.) Präsident Graf Schwerin-Löwitz: Ich bin Herrn Bebel außerordentlich dankbar, daß er mich auf diese Bestimmung der Geschäftsordnung aufmerksam gemacht hat; ich werde sie in Zukunft strenger handhaben. (Heiterkeit und mb. Deutscher Reichstag. 144. Sitzung vom Freitag, den 10. März. 8m Tische de» BundeSrat»: Krae tke, Wermuth. Präsident Graf Schwerin-Löwitz eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 15 Minuten. Der PoHefaf. (Dritter Tag.) Zunächst steht auf bet TageSorbnung die Abstimmung über bic Resolutionen. Abg. Frhr. v. Gamp (Nv.) ' (Zur Geschäftsordnung): Nach der Geschäftsordnung darf über Resolutionen erst abgestimmt werden, wenn sie sich mindestens drei Tage in unseren Händen befunden haben. Ich beantrage daher zunächst die Abstimmung über die Resolution Beck-Heidel- berg und Eickhoff bezüglich der Zulage für die Oberpostassi- stenten abzusetzen. (Hört, hört!) Tenn diese Resolution stimmt wörtlich überein mit einer Resolution, die einstimmig von der Budget kommission angenommen worden ist zu denen Herr Beck und Herr Eickhofs gehören. (Lebhaftes Hört! Hört! rechts und im Zen. trum.) Diese Resolution ist von der Rechten angeregt worden. (Lebhaftes Hört! Hört! rechts.) Man will jetzt wohl den Anschein erwecken, als ob die Linke mehr für die Beamten tut. (Lebhafte Zustimmung rechts, große Unruhe links.) Tas war in den Annalen de» Reichstags noch nicht zu verzeichnen. (Lebhafter Beifall rechts, heftiger Widerspruch linkö.) Herr Beck hat gestern erklärt, er spreche im Namen der Budgetkommission. Dazu war er nicht berufen, ihm ist kein Mandat anvertraut worden. (Lebhafter Bei. fall recht», große Unruhe links, stürmische Rufe: Ist daS zur GefchäflSorbnung?) Präsident Graf Schwerin: Ick bitte bock mir bie Entscheidung darüber zu überlassen (Beifall rechts, andauernde Unruhe links.) Abg. Frhr. b. Gamp (fortfabrend): Wenn Herr Beck die Frage schon jetzt verhandelt haben wollte, dann brauchte er nur zu beantragen, daß die Re' Jition brr Bubgetkommission, bic zu einem späteren Titel gestellt ist, schon jetzt verhandelt wird. Er hatte kein Recht, die Resolution der Budgetkommission als seinen Antrag hier einzubringen. (Bei- fall reckt». Widerspruch links.) Er hatte wenigstens kein mora- liidie? Recht. Ick würde meinen Antrag zurückziehen, wenn der Präsident die Resolution der Budgetkommission jetzt zur Abstim. nnmg bringen würde, und trenn dann die Herren Beck und Eickhoff ihre Resolution alS gegenstandslos zurückziehen würden (Beifall rechts. Widerspruch links.) Präsident Graf Schwerin-Löwitz: \ Ich bin bereit, die Resolution der Budgetkommission schon jetzt zur Abstimmung zu bringen. Abg. Dassermann (Natl.): Ter Abg Gamp hat in sehr starken Worten (Stürmische Zu- rufe recht»: Sie waren berechtigt. Heftiger Widerspruch links) und in unangebrachten Ausführungen (Lebhafter Beifall links, stürmischer Widerspruch rechts) das Vorgehen meines Freundes Beck gefabelt und ihm Unlcchalität vorgeworfen. Wenn Herr Gamp sich bie Sache etwas näher angesehen haben würde, dann wurde er zu diesen Vorwürfen nicht gekommen sein, denn sie sind vollständig unbegründet. (Lebhaftes Hört! hört! links.) Die Sacke liegt dock so: die Budgetkommission hat ihre Resolution zu einem viel späteren Titel gestellt. Nun hat das Zentrum die Materie, die in dieser Resolution der Budgetkommission behau' lt ist, heraiiSgegriffen und seinerseits in dem Anträge GieSbertS be- handelt, in dem für die Assistenten und Lberassistenten die persön. licke Zulage gefordert wird. TaS war das gute Recht deS Zentrums. DaS kann gar nickt beanstandet werden. Denn nun aber diese selbe Materie von einer großen Partei des Hauses hier durch diesen Antrag vorgebrackt Nürd, und die Resolution der Budget- kommission erst am Schluß der Verhandlungen erledigt werden kann, so ist eS daS gute Recht jedes Abgeordneten, ebenfalls diese Materie sckon jetzt zu behandeln. (Lebhafter Beifall links, Wider, soruch rechts.) Sonst kommt eine bollftänbig verbrehte Situation heraus. Es war das gute Recht der Herren Beck und Eickhoff, nach der veränderten Sachlage, die nach dem Zentrumsantrag geschaffen wurde, ihrerseits vorzugehen. Sie hatten gar keine Veranlassung, zu beantragen, die Resolution der Budgetkommission schon jetzt zu behandeln. Wenn Herr Gamp Gewicht darauf legt, dann hätte er als Vorsitzender der Budgeikommission hier fein und den Antrag stellen müssen. (Lebhafte Zustimmung links.) Ich weise seine Vorwürfe auf das entschiedenste zurück. Sie sind völlig unbegründet Ich würde Vorschlägen, daß bie Abstimmung über sämtliche Resolutionen vorläufig ausgesetzt wirb. (Beifall links.) Abg. Dr. Dröscher (Kons.): Meine politischen Freunde schließen sich der Kritik des Abg Gamp an dem Vorgehen der Herren von der Linken vollständig an. (Stürmischer Beifall rechts. Unruhe links.) Wir akzeptieren die Ausdrücke, die Frhr. von Gamp gebraucht hat, durchaus. (Er Neufer Beifall rechts, stürmischer Widerspruch links.) Wenn das Zentrum eine derartige Resolution eingebracht hat, so mag e5 dadurch veranlaßt worden sein, sie zu Titel 1 zu stellen, weil die Materien sich auf zwei verschiedene Titel beziehen und zum AuS druck gebracht werden soll, daß diese Titel zusammen behandelt werden sollen. Darin liegt eine Rechtfertigung deS Zentrums DaS Vorgehen der Nationalliberalen und Fortschrittlichen wird aber noch besonders dadurch gekennzeichnet, daß die Herren Beck und Eickhofs die beiden Berichterstatter der Budgetkommission zu diesem Gegenstand sind, die es also nickt unterlassen haben, einen Beschluß der Budgetkommission, den sie als Berichterstatter zu vertreten hatten, vorzugreifen. (Lebhaftes Hört! Hört! rechts, Widerspruch link?.) Wohin soll das führen, wenn Beschlüsse der Bubgetkommission von den Referenten als eigene Arbeit hingestellt werben. W i r verbitten unk einen berartigen unlauteren Wahlwettbewerb (Lebh. Zustimmung rccl tS, stürmischer Widerspruch links.) Ich betone, daß ich der Urheber der Resolution bin und mich als solcher mit den beiden Herren Berichterstattern verständig' habe. (Hört! Hört! rechts.) Ich habe die Fassung der von mir beantragten Resolution auf Wunsch der beiden Herren genau so formuliert, wie sie jetzt vorliegt, um jede Konkurrenz unter den Parteien auSzuschalten. Hinter unterem Rücken haben dann die beiden Herren dieselbe Resolution hier eingebracht damit es im Lande draußen unter den Postbeamten beißt, daß die Linke für die Postbeamten eingetreten fei (Stürmischer Widerspruch links, lebhafter Beifall recht».) Abg. Beck-Heidelberg (Natl): Die Begründung, die Herr von Gamp zu feinem Antrag ge- aeben bot. ist dadurch nickt stichhaltiger geworden, daß ihr Abg Dröscher so energisch zustimmte. (Lärm.) Ich protestiere mit aller Entschiedenheit gegen den Vorwurf, daß ich mich mit fremden Federn geschmückt hätte. Wir haben die Resolution, die wir eingebracht haben, gestern begründet und ausdrücklich darauf hingewiesen, daß eS die Resolution der Budget- kommission ist. (Lärm.) Ich habe auch ausdrücklich darauf hm- gewieseu, daß die Resolution des Zentrums eine Resolution der Budgetkommission außer Kurs setzen wollte. Im Interesse der Neioll'tion der Budgetkommission haben wir daher unteren Antrag gestellt Ich habe mich mit den verschiedenen Herren be- raten, auf welchem Wege das geschehen kann. Wir |tnb zu der Ueberzeugung gekommen, daß kein anderer Weg möglich ist als der, einen Initiativantrag zu stellen. (Sehr richtig! Gelächter, Lärm.) Wir waren gestern bereit, auch die anderen Herren zu der Antragstellung mit heranzuziehen, wenn ich fie_ im Saale hatte finden können. (Lebhafter Beifall links, Gelächter rechts und im Zentr.) Abg. Groeber (Zentr.): Die Schilderung der Vorgänge in der Budgetkommission sind von der Linken hier nicht der Wahrheit entsprechend wiedergegeben worden. (Großer Lärm links, lebh. Zustimmung rechts und im Zentr.) Weder die fortschrittliche VolkSpartci im ganzen hat für den Antrag gestimmt, noch das Zentrum im ganzen gegen den Antrag. Tie Ansichten waren bei beiden Parteien geteilt Für den Antrag stimmte Abgeordneter Nacken vom Zentrum und von der fortschrittlickien Volkspartei gegen den Antrag Herr Dove. Sie von der Linken schießen herüber und Sie von der Rechten hinüber, und wir in der Mitte bleiben ruhig. (Heiterkeit, Lärm.) Wir von der Zentrumsfraktion haben bei dieser General. Debatte zunächst nur einen Antrag bezüglich des Koalitionsrechls eingebracht und begründet. Auf die Frage, die jetzt Gegenstand des Streites ist, war der erste Redner von uns gar nicht einge- gangen. (Widerspruch links.) Lesen Sie daS Stenogramm und Herr Eickhofs und die folgenden Redner sind dann erst auf die Gehaltsverhältnisse der Postbeamten eingegangen. (Sehr richtig! im Zentrum.) Erst dann haben wir nach dieser ausführlichen Begründung eigentlich der Resolution der Budgetkommission in der Zentrumsfraktion beschlossen, einen Antray in der Richtung einzubringen, in der er am folgenden Tag eingebracht ist, der sich aber nicht allein auf die Lberpostassisteuten beschränkt, son- bern s i ch auf bie Unterbeamten bezieht. Wenn wir in ber Budgetkommission, die Mehrzahl von unö, gegen den Antrag über die Postassistenten gestimmt haben, so war für un5 die Er. luägung durchschlagend, daß wir nicht einseitig für eine bestimmte Klasse der Postbeamten eintreten können (Gelächter links.) und warten Sie ruhig ab. wieviel von unS für den Antrag stimmen werden; bann werben Sie sehen, baß es ein Zentrumsantrag ist. Wir müssen Gewicht barnuf legen, baß ber Antrag einheitlich zur Abstimmung kommt, bamit nicht eine Klasse übergangen werben kann. Wir sinb bereit, bie Abstimmung einst, weilen zurückzustellen. Abg. Frhr. b. Gamp (Rp.): Ich bin nicht bis zum Schluß gestern hier gewesen, sondern nur bis 6 Uhr. ES geht über meine Kräfte von morgens an in der Budgetkommission tätig zu fein und bann noch hier bis nach 6 Uhr. (Sehr richtig!) ES war nicht sehr kollegial von Herrn Eickhoff, mir einen Vorwurf baranS zu machen. (Leb- Hafter Beifall rechts unb im Zentr., Zuruf links: Aber unS haben Sie einen solchen Vorwurf gemacht!) DaS ist etwas anderes. (Große Unruhe links.) Niemanb wirb mir ba? Zeugnis versagen, baß ich eS gewesen bin, ber immer unb immer barauf brängt, bie Sitzungen ber Bubgetkommission zu vermehren. Aus meinen Vor- schlag ist heute beschlossen, am Montag zu sitzen, unb Sie waren dagegen. An meiner Arbeitsfreudigkeit darf niemand zweifeln. (Lebhafter Beifall rechts und im Zentr.) Daß ich aber nicht Lust habe, hier anwesend zu fein, wenn solche Lappalien verhandelt werden. (Großer Lärm.) Ich habe mich Bereit er- klärt, meinen Widerspruch zurückzuziehen, wenn die Herren ihre Resolution zurückziehen, die nach Beratung der Resolution der Budgetkommission keine Berechtigung mehr hat. Wenn die Herren das nicht wollen, bedaure ich sehr, daß ich von meinem Entgegenkommen keinen Gebrauch machen kann. Herr Beck sagt, es war kein anderer Weg, er habe sich erkundigt. Er ist weder bei den Herren von der Reichspartei, noch bei Konservativen, noch bei der Wirtschaftlichen Vereinigung gewesen (Hört! Hört! rechts.) — beim Zentrum — (Zurufe vom Zentrum: Auch nicht!). Herr Bassermann hat ja den anderen Weg zugegeben, der einfach ist. (Zuruf de» Abg. Dassermann: Sie hätten den Antrag stellen OSerpostaMenken fomSTnfert ntil Set etofmS^Tgen Anstellung Set Unterbeamten nach spätestens 10 Dienstjahren. Die. Resolution wird a b g e l e h n t ebenso wie vorher die ZusahresoluNon Eickhoff (Öp.), bet die etatmäßige Anstellung entsprechend auch für die berechtigten Telegraphcnarbeiter verlangt. Der Aba. Eickhoff hatte sich dabei zur GeschäftSordnuna gemeldet, der Präsident gab eS ibm aber nicht, da man schon in der Abstimmung sei. Als dann die Resolution der Dudgetkommission. mit der die Resolution Beck- Eickhoff inhaltlich übereinstimmt, über die Zulagen für die älteren Oberpostassistenten zur Abstimmung gestellt wird, melden sich die Abgg. Rogalla v. Bieberstein und Dr. Dröscher (Kons.) zur Frage st ellung. Mit Rücksicht auf die Wortver- weigerung gegenüber Eickhofs erhebt die Linke stürmischen Ein- K. Der Äbg. Spahn (Zentr.) erhält in der tosenden Unruhe jort zur Fragestellung, daS aber in dem Lärm ertrinkt. Als dann auch Dr. Müller-Meiningen das Wort verlangt, protestiert die Rechte stürmisch, der Präsident erteilt eS ihm aber mit Rücksicht darauf, daß auch Dr. Spahn gesprochen. Abg. Dr. Müller-Meiningen stellt fest, daß, während man bereits in der Abstimmung war. der AbstimmungSmoduS verändert worden war. z.x Präsident Graf SchwerinLöwitz: Ich habe Ihnen nur das Wort zur Fragestellung erteilt, nicht zur Geschäftsordnung. ES wird nun namentlich abgestimmk« Die Resolution bet Bu d g e t k o m m i ssi on (mit der die der Abgg. Beck und Eickhoff übereinstimmten) über die Gewährung einer pensionsfähigen Zulage von 800 Mk. an die älteren Oberpostassistenten usw. drei Jahre nach Erlangung des Höchstgehalts (womit sie also auf 3600 Mk kommen würden) wird mit 266 gegen 65 Stimmen angenommen. Außer den Sozialdemokraten stimmt ein kleiner Teil deS Zentrums dagegen. Auf Antrag der Konservativen werden die in der Korn- Mission gestrichenen PostratS- und Oberpost- iuspektor en-Stellen wieder herge stellt. Eine Resolution der BolkSpartei fordert, daß «nbeab. slchtigte Härten, die sich bei der Besoldungsneuregclung ergeben haben, ausgeglichen werden sollen. Die Sozialdemokraten beantragen tn einer Resolu- fron die Revision deS BeamtenbesoldungsgesetzeS zugunsten der llntetbeamten. Die Abgg. Dr. Heinze (Natl.), Frhr. v. Richthofen (Kons.) und Werner (Ref.) stimmen dem Grundgedanken der fortschrittlichen Resolution zu. Eine sorgfältige Nachprüfung besonders der Frage der WohrmngSgeldzuschüsse sei notwendig. Die Abgg. Dr. Heckscher (Vp.) und Eichhorn (Soz.)' weisen auf die Petitionen der Beamten hin, die mit Spannung nun schon ein Jahr lang auf eine Entscheidung warten. Staatssekretär des Reichspostamts Kraetke: Die Wünsche werden geprüft, aber dar kostet Zeit. In namentlicher Abstimmung wird die sozialdemokratische Resolution mit 162 gegen 139 Stimmen der Linken bei einer Enthaltung abgelehnt. Die Resolution der BolkSpartei wird angenomcken. Abg. VSHle (Soz.) bringt Beschwerde« über die Pofiverhält- niste in Straßburg und RuprechtSau vor und beanstandet, daß die Oberpostdirektion m Metz durch ihre Verwaltungsdiener Beiträge kür den Flottenverein einsammelt. Ein RegierungSkommistar sagt Prüfung der Straßburger Wünsche zu. Der Metzer Angelegenheit werden wir nachgchen. ES ist durchaus nicht Sache der Postverwaltung, für den Flotten- verein zu arbeiten. Abg. Dr. Will (elf. 8 en fr.)' wünscht Gleichstellung der Post- btamitn mit den Reichseisenbahnbeamten. Abg. Stengel (Vp.)"? Im finanziellen und im dienstlichen Jntereste Ware eS Wünschenswert, wenn bei den Postscheckämtern weibliches Personal ständig verwendet würde. Leider ist eine gegenteilige Verfügung ertasten worden. Abg. Dr. Arndt (Rp.) unterstützt die Wünsche der Post- gehilfinueu. - Abg. Heckscher (Vp.)^ ES ist nicht einzusehen, warum in Hamburg statt deS Wortes „Amt" das Wort „Gruppe" eingeführt wurde. Der Staatssekretär soll sich die Sympathie der Telephonbeamtinnen, soweit er sie nicht schon besitzt, durch Abschaffung dieser Neuerung erwerben. Nach ärztlichen Gutachten ist es für die Telephonistinnen sehr anstrengend, daS Wort .Gruppe" öfters auszusprechen. Staatssekretär des Neichspostamts Kraetke: Wir werden die Sache erwägen. Abg. Görcke (Natl.)r Die Tätigkeit der Telephonistinnen ist sehr anstrengend'. Sie bedürfen größerer Rücksicht von feiten be5 Publikums. Abg. Dr. Wagner (Kons.) klagt über Störung der Telephongespräche in Dresden durch die Beamtinnen. Auf eine Anfrage des Abg. Werner (Refpt.) erklärt Staatssekretär Kraetke sich gegen eine Zwangspensionslasse für Agenten. Abg. Büchtemann (Vv.) weist auf die Notwendigkeit hin, auch für die Zukunft der Post- agenten zu sorgen. Vielleicht kann eine Unterstützungskasse zu diesem Zweck gegründet werden. Staatssekretär des Neichspostamts Kraetke: Unter den 3400 Agenten sind viele wohlhabende Leute, denen nichts daran liegt. Im Falle der Bedürftigkeit werden Beihilfen gewährt. Ein Antrag Eickhoff (Vp.), der die „Beihilfen für die Gene. sungSheime der Postbeamtenvereine" auch , auf die Krankenkasten solcher Vereine ausdehnen will, wird nach kurzer Empfehlung durch den Abg. Beck (Natl.) angenommen. Die Ostmarkenzulagen werden mit geringer Mehrheit gegen die Sozialdemokraten, das Zentrum, die Polen und einige Fortschrittler angenommen. Abg. Lehmann (Soz.) begründet die Tarifvertragsresolution seiner Partei. Abg. Behrens (Wirtsch. Vgg.)S Die Resolution ist beim Militäretat schon abgelehnt worden. Ein einzelnes Restart kann in dieser Frage nicht einseitig vorgehen. Die sozialdemokratische Resolution wird ab- gelehnt. Abg. Wiebeberg (Zentr.) begründet eine Resolution, daß den Arbeit-raußschüssen ermöglicht wird, durch geeignete Vertreter die Wünsche der Post- und Telegraphenarbeiter und -Handwerker jährlich einmal den Vertretern der Oberpostdirektion und einem Vertreter des Reichspostamtes vorzutraaen. Ferner wünschen die Post- und Telegraphenarbeiter eine Pensionskaste nach dem Muster der für die Eisenbahnarbeiter bestehenden Kasse. Abg. Hormann (Vv): Unter den Arbeitern der Postverwaltung ist eine Spaltung eingetreten, die nicht zur Besterung ihrer Situation und zur Erreichung ihrer Wünsche beiträgt. Die Tagelöhne sollten in Wochenlöhne umgewandelt werden. Die Löhne sind nicht so groß wie es für gelernte Arbeiter angemessen wäre. Nach zehnjähriger Dienstzeit sollten alle etatsmäßig angestellt sein. Den Arbeiter- ausschüsten ist immer noch nicht die Möglichkeit der vollkommen freien Meinungsäußerung gegeben, wenn man ihnen auch ent« gegengekommeu ist. Wir stimmen der Zentrumsresolution gern zu. Abg. Roske (Soz.): Die Wünsche der Arbeiterschaft müßten nicht bloß jährlich einmal, sondern so oft eS notwendig ist, der Postverwaltnng vor- getragen werden dürfen. Die Worte Jährlich einmal" beantragen wir daher zu streichen. Abg. Dr. Stresemann (Natl.): Wir werben der Zentrumsresolution zustimmen. Wir können die Worte „jährlich einmal" ruhig streichen: denn wir haben daS Vertrauen zu den AuSschüsten, daß sie nicht jede Woche zum Staatssekretär laufen werden. Abg. BehrenS (Wirtsch. Vgg.) erklärt, der Berliner Tele- gtaphenacbeiterverband könne sich nicht wundern, wenn die Rechte feinen Wünschen nicht freundlich gegenüberstehe, weil er eine merkwürdige Art habe, die Abgeordneten zu behandeln, Abg. Hormann (Vp.)5 Es ist auffallend, daß der Arbeiterführer DehtenS eine» Arbeiterverband gegen den anderen ausspielt. Ich weise die Behauptung zurück, daß die Arbeiter Abgeordnete refpektwidrig be» handelt hätten. Abg. Dchrenß (Wirtsch. Dgg.): Der Berliner Verband hat auf dem schwarzblauen Block herumgehackt. (Rufe: Aha! links.) Tas war unangebracht. Staatssekretär des Reichspostamts Kraetke: Wir bezahlen unsere Arbeiter keineswegs schlecht. Tinund. achtzig Prozent von ihnen erhalten einen Tage lohn von 4,60 Mark. Man sollte doch hier nicht alle Wünsche der Arbeiter vertreten, ohne daß man die Verwaltung gefragt hat, wie denn die Tinge wirklich liegen. Die Arbeiterausschüsse bestehen seit drei Jahren. Einige Oberpoftdirektionen haben allerdings über die vorgebrachten Wünsche der Arbeiter nicht schnell genug entschieden. Auch wir stehen auf dem Standpimkt, daß die Mitglieder der Aus- fchüste vor ungerechtfertigter Entlastung geschützt fein müssen. Tie Möglichkeit der Gründung einer Pensionskaste für die Arbeiter lassen wir gegenwärtig durch einen VersicherungStechniker prüfen. Abg. Noßke (Soz.)7 Wahre Hungerlöhne werden gezahlt. Das ist der unsozialste aller Staatssekretäre! Jedesmal wenn Arbeiter vor Gericht mildernde Umstände erhalten, weil sie aus Not gehandelt haben, fitzt der Staatssekretär auf der Anklagebank, ist der Staatsselretäc verurteilt worden! (Unruhe rechts.) Präsident Graf Schwerin-Löwitz: Sollhe Vorhaltungen kann ich durchaus nicht dulden. Abg. NoSke (Soz.) Der Staatssekretär nimmt sich die ostelbischen Güter Sei bett Löhnen zum Muster. Daher diese Begeisterung auf der Rechten für ihn! Abg. Hormann (Vp.): Wir weisen es entschieden zurück, daß auf unsere Beschwerden immer nur gesagt wird: Stören Sie nicht, verhetzen Sie nicht! UnS fehlt daS schöne Gleichgewicht, das dem Staatssekretär allen diesen Klagen gegenüber zu Gebote steht. Die Resolution Wiedeberg wird angenommen. Dbg. Dr. Heckscher (Vp.) wünscht eine Reform der telegraphischen Verbindungen nach unseren Südsee- Kolonien. Die letzten Unruhen haben beten Notwendigkeit erwiesen. Staatssekretär Kraetke: Wir werden in Samoa, Neu-Guinea, Angaua uno Map Funkenstationen einrichten. Abg. Kirsch (Zentr.) fordert ein Postscheckamt für Düsseldorf. Dbg. Hamacher (Zentr.) spricht dagegen. DaS Scheckamt in Köln genügt dem Bedürfnisse. Abg. Oeser (Vp.) bemängelt, daß die Fernsprechverbindungen zwischen großen Städten fast nie .einfach" zu erhalten sind; son- dem daß immer .dringend" gesprochen werden muß. Das kostet die dreifache Gebühr. Der Reoner führt Klage über die Paket, bestellung. Pakete von Berlin nach Frankfurt a. M. gehen drei Tage. Dbg. Fegler (Vv.) führt Bes^verde über Ne Handhabung deS Postgei'ctzeS. Vielfach ist von der Verwaltung Anklage erhoben worden, weil Geschäftsleute ihrer Ware eine Rechnung in geschlossenem Kouvert beilegten. Staatssekretär Kraetke: Ein geschlossener Brief darf nicht im Paket befördert werden. Wir halten an unserem Recht fest, weil nach allen Richtungen versucht wird, daS Reglement zu um. gehen. Die Wünsche Frankfurts werden wir bei der Visenbahnverwaltung gern unterstützen. Damit ist der Postetat erledigt. Die Petitionen werden nach dem Anträge der Kommission erledigt. DaS Haus vertagt sich. Sonnabend, 12 Uhr ReichSamt des Inner» Schluß nach 7 Uhr. Art- Statt unt Cant» Gießen, 11. März 191L ** Das HandwerkinHessen. Den: Jahresbericht Ler hessischen Handwerkskammer entnehmet: wir folgende Angaben. Die Zahl der Gesellenprüfungsausschüsse ist auf fl73 angewachsen, und zwar kommen auf Ortsgewerbe- wereine 103, auf Innungen 64, auf die Handwerkskammer lechs Gesellenprüfungsausschüsse. Die Zahl der Gesellenprüfungen ist ständig im Steigen und hat sich von 1902 'bis 1909 von 1306 auf 2266 im Jahr vermehrt. Gin iähnliches Bild zeigt die Entwickelung der Meisterprüfungen. Im Jahr 1902 bestanden 112, im Jahr 1909 334 Meister, für 1910 ist die gleiche Zahl zu erwarten. Den ^bedeutendsten Aufschwung nahm dre Meisterprüfung, nachdem 1908 der kleine Befähigungsnachweis erngeführt war. Dessen Einfluß drückt fiel) dann aus, daß die Zahl der Meisterprüflinge 1908 nur 118 betrug, also nur sechs mehr als 1902, im Jahr darauf aber auf 331 emvorfchnellte. !Bezüglich der Prufungsnoten stellt der Bericht fest, daß ^nnzureicyende Leistungen, auch im theoretischen Teil, immer seltener werden. Besonders beachtenswert sind die fortschreitenden Leistungen der Handwerkskamtner bezüglich des gemeinsamen Einkaufs von Maschinen, Werkzeugen und aller Materialien. Es ist zu diesem Zweck eine Zentral- genofsenschaft hessischer Handwerker gegründet, die über ein Kapital von rund 200 000 Mk. versüßt und den Handwerkern Ratenzahlungen ermöglicht. Die lebhafte Jnan- «spruchnahme dieser Einrichtung ergibt sich aus dem Umsatz der Genossenschaft, der 1910 285000 Mk. beträgt gegen 100 000 Mk. im Jahr 1905. "ZurJcage des NahrungSbergS-BebauungS- iplaneS. Am Dienstag abend tagte im „Kaiserhoft eine -Versammlung der Anlieger deS östlichen und mittleren NahrungSberges, um eine Eingabe an die Stadt zu beraten, den Nahrungsberg von der östlichen Seite aus (alten Stein- facher Weg) als Baugelände durch Auflage eines BebauungS- Planeö zu erschließen. Die Versammlung war gut besucht und die vorliegende Eingabe wurde einstimmig angenommen. — Zu dieser Angelegenheit erhalten wir noch folgendes Eingesandt, das wohl verdient, allgemein beachtet zu werden: Einem großen Teil der Leser des G. A. wird wohl eine kleine Notiz, bie kürzlich im Anzeiger als Eingesandt stand, entgangen lein. Und doch hätte sie eigenilich bei allen, die es gut mit unserer Stadt meinen, Beachtung verdient gehabt. Sie verlangte nämlich nicht mehr und nicht weniger, als einen Bebauungsplan für den gej amten Nahrungsberg. Während vor vier Jahren ein Plan, der nur den vorderen (westlichen) Teil ,er- Ichließen" wollte, so energischen Widerspruch sano, daß die Stadt- verordneten ihn ohne Saug und Klang in der Versenkung verschwinden ließen, soll jetzt gleich ganze Arbeit gemacht werden? Und warum ? Ta wird daraus hingewiesen, daß durch den Bau der neuen Irrenanstalt, des Siechenhauses und die Nähe der Kaierue das Gelände nunmehr baureif geworden wäre. Dem ge- rvöhulichen Sterblichen wird das allerdings nicht jo ohne weiteres ,11ar sein, was die Nähe der Irrenanstalt und des Siechenhauies mit einem Billenquartier zu tun haben kann. Soll die Nahe der Irrenanstalt etwa eine Empfehlung für das (Gelände fein, Bau- luHifie anziehen? Darüber diirüe wohl mancher Baulustige anderer Ansicht sein. Oder glaubt man, die Beamten der Anstatt würden sich dort Villen bauen ? So viel bekannt, bekommen sämtliche Beamten innerhalb des Anstaltsgeländes Dienstwohnung. Also damit ist es nichts. Dagegen sagt man ziemlich laut, daß die Drahtzieher, die sich so eitrig um das Zustandekommen einer Eingabe für die Auflegung eines Bebauungsplanes bemühen, hätten im vorigen Jahre ein großes Grundstück am östlichen Nahrungsberg zu einem so hohen Preis gekauü, daß sie nur dadurch, daß sie es als Bauplätze verkamen, aus ihre Rechnung kommen könnten. Also damit diese Herren auf ihre Rechnung kommen, sollen die ÖO oder mehr Garten am Dlahrungsberg vernichtet werden. Ob das im Interesse der Allgememheit liegt, ist doch mehr als zweisel- hast. Daß besonders der vordere, westliche Teil des Nahrungs- bergeS so ungeeignet wie nut möglich zur Bebauung ist, infolge seines großen Gefälles, zeigt auch der vor vier Jahren von dec Stadt ausgearbcilete Bebauungsplan. Wie em getretener Wurm krümmt und windet sich der Weg den Abhang hinaus. Es scheint denn auch, daß das Interesse au der Erschließung unter den Anliegern noch nicht allzu groß ist, denn in einer Versammlung, die zur Beratung dieser Angelegenheit einberufen war, soll nur etwa ein Drittel der Interessenten anwesend gewesen sein, so daß doch noch einige Hoffnung vorhanden ist, daß die notleidenden Spekulanten vorläufig noch nicht allgemeine Gegenliebe für ihre Beglückungspläne finden. Immerhin wird die^Gießener Einwohner- fchaft gut tun, die Sache nicht aus den Augen zu laffen, denn bei biefer Angelegenheit sind zweifellos nicht nur bie Anlieger, fonbetn alle integriert ♦* Zum 3. Hess. Haudwerkertagam Montag, 13. Marz. Von der Handwerkskammer wird uns geschrieben: Bekanntlich hat der 2. Hessische Handwerkertag in Gießen stattyesunden. Wohl niemand wird von dieser Tagung unbefriedigt geschieden sein, alle aber sind damals mit dem Wunscl-e gegangen, derartige Tagungen möchten sich wiederholen. Es hat sich auf den beiden bisherigen Handwerkertagen so recht gezeigt, wie außerordentlich wertvoll es ist, wenn der Haiidwerkerstand und feine Vertretungen Gelegenheit haben, gegenseitig in Be- ziel>ungen zu treten, und gar mancher wird sich gern der Stunden erinnern, in denen er mit Kollegen aus allen Teilen des Landes Fühlung nehmen, in zwangloser Unterhaltung feine Erfahrungen austaufchen und die Verhältnisse seines Gewerbezweiges in anderen Landesteilen kennen lernen konnte. Es ist ein wesentlicher Erfolg unserer Hand- werkergesetzgebung, daß der Handwerker sich wieder mehr bewußt ist, Handwerker zu sein, das Gefühl der Zusammengehörigkeit ist mächtiger geworden in ihm und immer klarer tritt es chm vor Augen: Rur im Zusammenschluß und Zusammenhalt sind wir eine Macht! Der Beginn der Tagung ist auf 11 Uhr, also so gelegt, daß auch Besucher aus den entfernteren Bezirken des Landes bequem zu den Verbandlungen eintrejfen können. Ausdrücklich machen wir darauf aufmerksam, daß mit Rücksicht auf die sehr zahlreichen Teilnehmer und die sehr reichhaltige Tagesordnung die Tagung pünktlich ihren Anfang nehmen muß. Landkreis Gickeu. 4 Klein-Linven, 10. Mac.z. Fast hatte sich ein großes Unglück heute hier ereignet. Vor einem Automobil scheute ein Pfero, das mit einem schwer beladenen Bauholzwagen durchs Dorf raste. Mehrere Fuhrwerke hielten auf der Straße und schon glaubte man, an einen Zusammenstoß, der ein Unglück sicher herbeigeführt hätte. Ein beherzter Mann sprang dem Tier entgegen, es machte eine Wendung nnb der Wagen zerbrach an einer Telegraphenstange. Mit Mühe gelang es, das aufgeregte Tier zu fangen. Kreis Friedberg. 1^. Friedberg, 10. März. Am 29. März findet im Prediger-Seminar dahier die Entlassungsfeier statt. ES gehen 11 Kandidaten ab und verbleiben noch 5. Zn diesen 5 kommen Studierende. Starkenburg und Nheinhessen. rm. Darmstadt, 10. März. Mit 2000 Mk. durch- gegangen ist der 27 Jahre alte Taglöhner Thomas Kirchner aus Eberstadt, der gestern vormittag im Auftrage einer Glasmalerei, wo er beschäftigt war, den Betrag zur Bezahlung eines Wechsels benützen sollte, statt dessen aber nach Eberstadt fuhr und in Gesellschaft seines 19 Jahre alten Bruders verschwand. Nach der polizeilichen Ausschreibung ist er 1,60 Meter groß, hat schmale Statur, blasses Gesicht, dunNe Haare, Anflug von Schnurrbart, trug grau karierte Hose, grünliche Scbweizerjoppe mit Hornknöpfen, dunkle Mütze mit Lederschilo. Aus der linken Hand ist ein Stern eintätowiert,. aus dem rechten Unterarm ein Totenkopf, auf der Brust eine Dame. Der Bruder ist 1,75 Meter groß, hat ebenfalls dunkles Haar, ist bartlos und hat auf dem linken Unterarm einen tätowierten Totenkopf und zwei verschlungene Hände, auf dem rechten Unterarm: Schweine. m. Offenbach a. M., 9. März. Ein eigentümliches Mißgeschick widerfuhr einer in oer Löw en st raße wohnenden Familie, die chre Ersparnisse in Höhe von 1200 Mark in der Bettmatrade aufbewahrte. Als nun dieser Tage die Matratze einer Reparatur unterzogen werden sollte und dieserhalü fortgebracht werden mußte, hatte man in der Eile ganz und gar vergessen, das gesparte Geld aus dem „äußeren" Versteck hervorzuholen. Erst gestern merkte man den Verlust, aber alles Nachsuchen war zu spät, denn die 1200 Mk. blieben verschwunden und konnten trotz der Inanspruchnahme der Polizei nicht gefunben werden. Kassensdiränke Fr. Krogmann Bahnhofstrasse 30 D10/» Fernsprecher 401 Sicher und schmerzlos wirft bas echte Nadlauer'ichc Hühner duocumittek &L 60 Psg. Nur echt auö bet ttroucinAvotvekc, Berlin W. 8. Depot in ben meisten Apotheken und Drogerien. (sP'/e Bei Appetitlosigkeit Dr. Hommei S Haematogen 20J8hriger Erfolg I Wznrang! Man verlange ausdrücklich den Namen Dr. Hommei. D'/, rin Sohn, Karl. Laubach. eme Tochter Marie. Butzbach. 65 Jahre alt. Lollar. 57 Jahre alt. Nidda. 7. Johann Georg Magnus, Rentner, eorg Heinrich Georg von Ockstadt, Grotzen-Linden. v RADFAHRER! an Ebenso verhält es sich mit Ersatz- und Zubehörteilen, wie Gummi, Glocken, Laternen, Pumpen etc. Fahrradhändler Die vereinigten Du/. Aug. Schwab, Giessen Flockstrasse 4. M 76 Jahre alt. 10 Jahre alt. Neckarsulm Opel Phänomen Presto Torpedo Triumph Victoria Billige Fahrräder mit Gummi (sogenannte wie in jedem Versandgeschäft zu haben. — eine Tochter, Louise. Sterbe sätle: Mä Adler Allright Brennabor Diamant Dürrkopp Göricke’s Westfalen Germania Gritzner Ideal Mars ilugo Strohbach, Giesse« Schanzenstrasse L Wartburg Spezial- oder markenlose Bäder) sind bei den Unterzeichneten schon von 50 Geborene: Februar 28. Dem Schlosser August Erb.' eine Tochter, Marie. Sterbesälle: Marr 7. Katharine Geißler, geb. Schön Peter Ü£ronenberg, Giessen Slld-Anlage 7, Telephon 680. Fr. Dinker, Giessen Ludwlgstraase 16, Telephon &3L Jacob Schupp, Giessen Wall torsträsse 66. Aufgebote: März 9. Karl Otto Daniel LudwigHein richs, Lehramtsassessor zu Lmibach, mit Katharine Etlsabetl ' Kunigunde Jung zu Rüsselsheim. _ . Geborene: März 1. Dem LandNnrt joetnnm Stefljn i'1 rin Sohn. — 5. Dem Arbeiter Friedrich Spuck III. eine Tochter Karol ine Marianne Anna. Sterbesalle: März 5. Henriette Stückle, geb. Stöhr Rentnerin, 71 Jahre alt. Leihgestern. Aufgebote: Februar 28 Karl Grcmm, Tienstcknecht in Leihgestern, mit Katharine Peppler in Grosten-Linden. Sterbesälle: März 1. Katharine Schaum, geb. Serpp ZamlNen-Nachrichten aus anderen Orten. Verlobte: Fräulein Marie Schmidt in Romrod mit Herrn Adam Ho'mann in Liederbach. - Fräulein Anna Wepler in Langenschwarz mit Herrn Albrecht Hotz in Ober-Wegfurth. Geborene: Herrn Tr. Hans Melsche in Wetzlar ein Sohn. Gestorbene: Frau Luise Düringer, geb. Müller, in Ober- Hörgern. — Frau Katharine Straühemi, geb. Wissig, in Griedel — Frau Berta Herb», geb. Löbning, tn Altenburg. — Herr EuU Heinrich Schwalm in Lmgelbach. — Herr Leonhard Weppler i.i Schlitz. — Herr Theodor Bartha, Herr Otto Offenbacher, Frau Enulie Schätzer, geb. Reistig, sämtlich m Darmstadt. — Herr Alexander Schnchard in Remheinr. — Herr Titus Berghäuser II. in Lreglar-NiedergirmeZ. — Herr Louis Thielmann in Herborn — Herr Heinrich Weilenbach in Friedrichshülle. — Frau Elise Wiegand Witwe, geb. Sarges, in Wetzlar. — Herr Wilhelm llhl in BraunselS. Aufgebote: März 3. Ludwig Weist IV., KMifmann in Großen-Linden, mit Lina Katharina Sophie Emilie Würner tn O^G^borene: Februar 21. Dem Güterbodenarbeiter Karl Wilhelm Weigand eine Tochter, Marie. — 27. Dem Hllssarbeiter Heinrich Peppler eine Tocher, Margarete Anna. — Dem Tagelöhner Friedrich Atariin Heil eine Tochter, Maria Elise. HLUchelljrim. Ebeschließungen: Heinrich Reusching III., Taglöhner, mit Helene Kröck, beide in Heuchelheim. Geborene: Dem Zimluermann Karl Schling II. eure Tochter, Emilie. Die Augen auf beim Einkauf von Fahrrädern, sowie Ersatz- und Zubehörteilen. — Als wirklich erstklassige und 1000 fach bewährte Marken können wir nur empfehlen: Knf&orl a) Stand esam r Kroidorf: Gemeinden Kinzenbach, Kror dors-Gleiberg, Vetzberg, d)StandeSamtLaunSbach: Gemeinden Launodach, Wistmar Geborene: März 3. Dem Maurer Heinrich Wagner in Wistmar eine Tochter, Erna. — 5. Dem Landwirt Wilhelm Wagner in Wistmar eine Tochter, Hilda. — 7. Dem Hüttenarbeiter Friedrich Kalctsck in Wistmar eine Tochter, El>c — 7. Dem Spengler Theodor Robert Schlecnbcckcr in Krofdorf eine Tochter, Helene. Sterbesälle: Katharina Margareta Depler, geb. Mandler, 72 Jahre alt, in Kinzenbach. — 3 Heinrich Syrier, 1 Jahr alt, in Witzuiar. — 6. Lina Becker, 14 Jahre alt, in Vetzberg Lich. Aufgebote: März 4. Karl Gottfried Fev, Sllstoffer m Lich, mit Elisabethe Gräf in Bellersheim. Eheschließungen: März 4. Max Rotbeisen, Diene mit Anna Marie Volz, beide in Lich. Geborene: März 5. Dem Schreiner Konrad Hormau. Siegler tn Lengfurt. — ZU. Hermann Otto ©teuier, Wrnrc Titnrn, mit Caroline Bieler, beide in Bad-Rau heim. — 21. Dr. Heinrich Schwalb, pro ft. Arzt, mit Anna Marg. Parr, bcibc in Bad-Rau heim. — 22. Heinrich Ludwig Henkel, Kaiser!. Zoll- amtsassistent in Lome (öeftafrifa) mit Wilhelmine Deß rn Bad- Rau Heun — 23 Hermann Sech, Bürgermeister m Lorbach (Sri. Büdingen), mit Anna Maria Schilling in Bad-Nau heim Eheschließungen: Februar 13. Sunon E,llstvege, Oberkantor und Lehrer in Saarlouis, mit Meta Ovvcnbemier! m Bad-Rauheim. — 25. Friedrich Karl Trautmann, Kaufmann in Frankfurt a. M., mit Martha Hermine Erna Lassen in Bad- ^Öriorene: Februar 3. Dem Lehrer a. D. Karl Alctter rin Solm, Richard Heinrich Bernhard — 9 Dem Kaufmann Joseph Müller eine Tochter, Katharine Magdalena — 13. Dem Spengler Johannes Rühl rin Sohn Ludwia Friedrich. — 15. Dem Rangierer Ferdinand Fran» Karl Anton Heßler ein Sobn Ludwig Albert. — 17. Dem Badewarter Heinrich Steuler II. em Sohn Rorbert Georg. — 20. Dem Handarbeiter Vincenz Michel Keller' eine Tochter, Gertrud - 24. Dem Chemiker. S)ermann Karl Philipp Wiederhold rin Sohn. Hans Heinrich PhllidV Anton. — 28. Dem Masseur Johann Joseph Llöier eine Tochter, Clara ^^Sterbesälle: Februar 9. Anna Katharina Dienst, 3 Monate alt. — 17. Franziska Wolf, Privatim 81 Jahre a t. — 18. Philipp Konrad Ludwig Stramm, Teichpächeer, 42 Jahre alt. Beuern. Geborene: März 1. Dem St ein bau er Otto Wilhelm Otto rin Sohn, Karl Wilhelm. Büfclngcn. Geborene: März 3. Dem Landwirt Christian Wiedersum ein Sohn. — 7. Dem Gillerbodenarbeiter Heinrich Karl Kaiser Aufgebote: Mä^z 6. Eduard W^helm SBatrrlbirt Ge- richtsschreiberaspiiant in Butzbach, tHi Ernestine Wilhelmine Martha Rosenkranz in Offenbach a M. —7. Friedrich Wilhelm Dtüller, ÜMidwitt in Butzbach, nut Elfricoe Parr in Aschaffenburg. Eheschließungen: Mär, 4. Leo Boat, Grosth. Forst- assessor in Kirtorf (Kr. Alsfeld), mit Emma Loth in Butzbach. Geborene: März 1. Dein Me.^er Georg Grncsfellcr rin Sohu, Heinrich Georg August. Sterbesälle: Mär, 2. Katharine Georg Ww., geb. Ruppert, 78 Jahre alt. SrieöbtT}. Aufgebote: März 2. Georg Ernst Keller, Grosth. Oberlehrer in Giesten, mit Mathilde Clara Caroline Schwabe in 5achberg.^e6ungen: Mär, 3. Josef Müller, Metzger in Friedberg mit Minna Stürtz in Ranstadt. Geborene: Plärr 2. Dem Tapezier Johannes Kegler Standesanitsnachrrchterr. Giehen. Aufgebote: März 3. Anton Johann Adam, Hilfhei-cr Sn Giesten, mit Barbara Hartmann in Flörsheim. — 3. Joseph Juriuek, Kellner, mit Anna Müller, beide tn (Sieben. 4- Heinrich Kehl, Wagcnwärtcr. mit ^ktristtne Rassauer, bei dc in Giesten. — 4. Georg Ernst Keller, Grosth. Oberlehrer in Giesten, mit Mathilde Clara Caroline Sdymbe in L^edberg - ^ Mickwel Brandl, Schneider in Frankfurt a. M., mit Mathilde Fell in Offenbach. — 6. Otto Schmel,, Postbote in Bad-Rau- □am, mit Elisabctba Weber in Gießen. — 6^ Heinrich Dcbus, Lokomotivführer, mit Betty Lang, beide 'N Gießem — b. ttrnues Sllstriter, Hilssheizcr, mit Mmna Llingelhöser, beide in Giksten. — 6. Berthold Tannhauer, Maschinentcchmker m Mettmann, mit Marie Bogel in Giehe^ — .7. ®r. Hemrich Luft, matt. Arzt in Kirtorf, mit (Emilie Brück in rich Reuick>liiig, Metalldreher in Klein-Linden, mit Helene Schm- brr in Giesten. — 8. Mai Hugo Schumann, Kaufmann m Gießen, mit Emma Lina Brendel in Tarchrn. — 8. Johann Baptist Steinkoaler, Sclmtzmacher, mit Hedwig Martha Rau^ck^n- bach, beide in Wetzlar. — 9. Karl Andreas «erlau, Hilssweichen- ftellcr in Hirzenhain, mit Juliane Wiegel Braucrschimnd. — 9. Karl Friedrich Wunder. Mechaniker in AlfolternlSchrei»), mit Elise MathyS in Oerlikon (Schweiz). 9. Stöbert Poppendieck, Lehramtsasscssor in Darmstadt, Mit Ka^he Koch in Giesten — 10. Konrad Pfeifer, Taglohuer, mU Elisabethe Braun, beide in Giesten Eheschließungen: März 4. Ludw. Haust, Fonner, mit Katharine Molkemus, beide in Gießen — 4. Heinrich Weller, Wristbindermrister, mit Clara Lorey, beide in Gictzen Geborene: Februar 25. Dem Monteur Ludwig Ferdinand- Gäbel eine Tochter, Marie Luise Else. - 27. Txmi Sackermenter Ihibnng Lende eine Tochter, Anna Elisabeth. -- 27. Dem Tag- löhn er Heinrich Volk ein Sohu, Gottlieb — Mär» 1. Dem Polt- boten Heinrich Habich rin Sohn, Wilhelm Heinrich — 1. Dem Taglühner Matll)äus Baumann eine 2od>ter, Friederike Karol ine. — 2. Dem Bureaugehilsen Ludwig Heinrich Pieper em Sohn. — 3 Dem Bureauvvrsteher Arthur Münch eine Tochter, Acar- garele Anna. —3. Metzger Adolf Müller eine Tollster, Johannette Wilhelmine Charlotte. — 4. Dem Wagcnwärtcr Christian Mortm Lanio eine Tochter, Elfriede Anna. — 5. Dct Sttastc 74. — 8. veinrich Rinklage, Gärtner, 76 Jahre alt, Bahnhofstraße 45. — 4. Friedrich Karl Rumps, 1 Jahr alt, Zozelsgasse 9. — 6. Elisabethe Rautenstrauck), 52 Jahre alt, SchUlersttaste 9.-5. Walter Diesenbach 2 Wochen all, Frankfurter Straste 127. — 6. Marie Erb. 6 Rianate all, Reuen Bäue 17« Allen vujeck. Sterbesälle: Ludwig Benner, Taglähner, 67 Jahre alt. Heinrich Sculing, Yi Jahr alt. Vad-Nauhelm. Aufgebote: Februar 2. Karl Wilhelm Kiichel, Oberleutnant in Bromberg, mit Hermine Fanny Anna Kieiewalter m Bad-Rauheim. — 3. Peter Psesfer, Kutscher, mit Juliane Elisabeth Langsdorf, beide in Bad-Rauheim. — Frieds Karl Trautmann, Kausmann in Franksurt a. M.. mü Martha sermuie Erna Lassen in Bad-Rauhrim. — 9. Johann Adam Hilpert mit Katharina Belte, beide in Bab-Rauhcim. — Wilhelm Horn IV., HüsSpsörtner, mit Wilhelmine Graft, beide m Bad- Naubeim — 11. Wllhelm Krämer, Kaufmann rn Hattersheim i'Kr Höchst), mit Katharina Kathinka Gürtler in Bad-Nauhnm. , 18 Josef Eichborn, Zutscher in Bad-Nauheim, mit Kathoruia Aufgebote: Februar 25. Heinrich Wilhelm Peter Krotz. Hilfsschaffner, mit Lina Junker, beide in Nidda. — 28. Wilhelm Weber, Hilssmonteur in Frankfurt a. M.,-9iödclheim, mit Sophi^ Ringshausen in Nidda. Eheschliestungen: März 5. Karl Junker, Schosser in Nidda, mit Elise Heutzenröder m Nieder^Mockstadt. Geborene: März 2. Dem Hllfsweichensteller Karl $Rcl eine Tollster, Erna. Sterbesälle: Februar 26. Friedrich Drotl, Bauschätze- und Maurermeister, 74 Jahre alt Wilhelm Hamel, Giessen Bielchstrasse 7, Telephon 246. W, Jung 8., Giessen-H.l.-Ijinden Ecke Frankfurter und Wetilarer Strasse, Telephon 886. A. Bircher, Giessen Bielchstrasse 15, Telephon 838. H. Mraft Aachf., Ä. Gernand, Giessen Neuenweg 46. Fr. 14rogmann, Giessen Bahnhofstrasse 80, Telephon 40L 24-27.- 30-35-39-45-» 65- ülster Mk. 22 - 26-30 -35-39 - 45 - 65- Paletots Mk. 20-24-28-33-38.- 45 - 68.- Anzüge Mk. Beinkleider 250 375 5- 750 9- 11 -h.20- Mk. Sport-Anzüge 27 - 30 - 34 - 38 - 42.- 45.- 55.- Mk. Bozener Mäntel 18.- 20.- 22 -25.- 27-30.-b=.33.- Capes 11- 13- 15- 18 - 21-24 -bi.30-«t. Jünglings-Anzüge 16- 19- 22 -27 -30-33.-«.50.- 15 - 17.- 21- 26-28-32-bi-40- Konfirmanden-Anzüge 8- 10- 12- 14-bi. 28. Knaben Anzüge 450 6- Mk. 12 - 15- 18 - 21-bi.28- Knaben Paletots 650 9- Mk. 9- 11- 13-b-.. 15- Knaben-Capes 4- 5- Mk. unserer Schaufenster. Marktplatz Schulstrasse - Illi Spezialliaus für Herren- und Knabenbekleidung. Wir bitten um gefl. Besichtigung Gehrock, Frack und Smoking-Anzüge, Phantasie-Westen, Gummi-Mäntel, Lodenjoppen, Jagdmäntel.------- Wir bringen für die bevorstehende Saison in allen Abteilungen eine hervorragende Auswahl sämtlicher Neuheiten. Unsere Garderoben sind haltbar, elegant, modern und vorzüglich passend.