Die heutige Nummer umfaht 10 Seiten. blatt M Jahrgang Mittwoch, 14. Juni 1911 erscheint täglich, außer JBBÄr V /ik SW Bezug-Vrei-: Sonntag?. - Beilagen: 1^, ▲ - _ _ . monatlich75Pk., viertel- Ä AH ▲▲ A AA jährlich CFicöener.iainilienbloi-cr. W iw M ~V~ iw f|y ■! VY A |w# A* 'wmB ..... ; üeunntivöcf)ent(.Kreis: Kl Kl ■ K laA M 'K Wj K *M Y B nF H H H iw EH /ß IhJ FW MQ ▼ noimtlifh 6o durch Matt für ben Kreis «Sieben M ■ M B WM fcj D ft > & 8S *3 Di .'1 B be^oü A\r. _».—oiertel- undFreitagi, *V M ■ W ■ B B BT H W H H wB Hf H ■ B El H i'ciiua> monnil. Land BF B, H W K. - B H M WL> B Wl k- ^4. , B .icilenütr.-•: lofnlläVu iöirlfd)aftlid}c5ciffraae! B B M B ouSivärt» Fernsprech - Anschlüsse. R B M Chesredatleur: A Goetz, für die Redaktion 112, aC M Verantwortlich für den ™3£25? General-Anzeiger für Oberhessen £SS5 Annahme von Anzeigen »AfrtftAncAvti/f hhX ««„1^ \a*. ti -tncx. *' ’ *4 Ti ^GenchtSsaal-: K.Neu- für die Tagesnummer ^oianonsorua uns Verlag der vruhl schen Univ.-Buch- und Stcinöruderei H. Lange. Redaktion, Erpedilion und vruckerei: Zchttlktraße 7. KQtb: lur .Stadl und b» oonrnuagi S UQr. vüdingen: Fernsprecher Nr. 50 Seschäs,-stelle vahnhosftratze i6a. L°i- Die Mahlen in Oesterreich. ie Auslösung des arbeitsunsähigen österreichischen . 1 b g c o r b n e kenhau f r s hat Neuwahlen nötig gemacht, eie $um grofjtcn Teil für den gestrigen 13. Juni ange- iet t toai ben waren Tic Verteilung ber 516 Mandate 3um Retchsrat ist durch daS österreichische Wahlgesetz für die ein- fjCinen Aatlönalitäten ziffernmäßig ziemlich genau fest- gelegt, jo baij burch die Neuwahlen nur eine Verschiebung H1 ? Partclverhältnissen, nicht aber in dein nationalen ociiV.itflnbc erfolgen kann Zur Zeit der Auflösung des J b g c 0 r b 11 c t c n l) a 11 fcs hatten nach einer Zusammenstellung ??r f -l9*(-.n freien Presse die christlichsoziale Partei 94, eie sozialdemokratische Partei <37, der deutsche Nationalvcr- vand 46, die Slawische Bereinigung 121, der Polenklub 71, nie beiden rilthenischen Klubs 25, die. beiden italienischen ^lubs 1.), die Rumänen 5 und die Zionisten 3 Mandate, - Abgeordnete gehörten feinem Parkciverbandc an und 4 .uanbatc waren unbesetzt. Ten Gr.iitdzug der jetzigen Wahlen bildet eine weitgehende Zerllüftung der bestchcn- den Parteien — die Gesamtzahl der aufgestellten Kandidaten für die 516 Mandate beträgt über 2000, so daß auf einen Wahlkreis durchschnittlich vier Kandidaturen foin- men. Als geschlossenste unter den Parteien tritt der deutsche Nationalperband in den Kampf. Gv sanden gestern in 449 von den 516 Wahlkreisen htc Hauptwahlen statt. In 60 galizischen Wahlkreisen erfolgen die Hauptwahlcn erst am 19. Juni, in sieben dalma tiftfjcit am 16. und 19. Juni. Tic Stichwahlen, bereu Zahl außerordentlich zahlreich sein wirb, finden acht Tage nach der Hanptwahl statt. lieber das Ergebnis der Wahlen liegen bis jetzt folgende Meldungen vor: W i e n, 13. Juni. Bis 10 U h r a b e n d s waren fünfzig Wahlergebnisse bekannt, darunter 27 Stichwahlen. Gewählt finb: 7 Christlich soziale, 6 Sozialdemolraten, barunlcr ein tschechisch aulouomistischer, 4 Mitglieder des einheitlichen Tschechenklubs, 2 Tcutsch-Freiheitliche, 1 Mitglied b.r dcut- f0en Arbeiterpartei, 3 klerikale Italiener. Unter den Gehöhlten befinden sich: Ter Cbmanit des einheitlichen Tschechenllubs, der Inngtscheche Fiedler, der Lbmanu des Mährisch-kathölisch-nationalen Tschechen Hrubau, der tsche- chiscln radikale Choc unb der Sozialdemokrat Seitz. Zu Wien wurde der deutschfreiheitliche Friedmann gcwThlt gegen den Christlichsozialsn Bielch la wsk, mehrere Führer der Christlichsozialen kamen in die Stichwahl, dar- untcr der Handelsmintster Weiskirchner in zwei Bezirken mit dem Teutschfreiheitlicheu Hock und dem Sozialdemokraten Winter, ferner der frühere Präsident des Abgeordnetenhauses Patlai mit dein Sozialdemokraten Leuthner, der frühere Minister, ber Christlichsoziale Mittel mit bem Teutschfreiheitlicheu Neumann I., ber Lbinann Neumann unb ber Sbmann ber Christlichsozialen Prinz Lichtenstein mit bem Tcutschfreiheitlichen Faber, der Christlichsoziale Vizebürgermeister Hierhammer mit bem Teutschfreiheitlicheu Denk. Ferner findet Stichwahl zwischen dem selbständigen Christlichsozialen .'öeihngcr und dem Sozialdemokraten Hartmann statt. Bis lli-i Uhr waren 1.00 Ergebnisse bekannt In 49 Fällen ist Stichwahl erforderlich. Unter den Gewählten befinden sich der frühere Minister Bilinsti, der Führer der Sozialdemokraten Tr. Adler und der Teulschfrciheit- liche Tr. Sylvester. Bon den bisherigen 20 Christlich sozialen Wiener Wbgeorbnetcu sind bisher zwei, nämlich Baschele und Rinoesse wiedergewählt. Alle übrigen kommen in die Stichwahl mit den Sozialdemokraten, Teutsch- freiheitlichen ober Mitgliedern der neuen unpolitischen Ge- ......■»■■■ui........■■■■■■■ Werbepartei, auch Bürgermeister Neumaner und Cbcrfura t0,r ^^yicr kommen in die Stichwahl. In Mistelbach lNiederösterreich) kommt der frühere Minister Gcßmann in die Stichwahl mit dem Teutschsreiheitlichen Wedra. Bis M 111 c r n a d) t waren 15 0 Wahlergebnisse bekannt Gewählt sind 11 Christlichsoziale, 17 Sozialdemo Traten, darunter 3 tschechisch autonomistische, IS Mitglieder des Tschechenllubs, 12 Deutsch Fortschrittler, 1 Mitglied der deutschen Arbeit ' vartci, 1 konservativer Pole, 2 Kandidaten der slovenischen BolkSpartei und 3 der italienischen Volkspartei. Unter den Gewählten befinden sich der Füll rer der Iungtschechen M r a m arez und der Teutsch Radikale Wols. Erforderlich sind 72 Stichwahlen. In: 20. Bezirk kam es nach Verkündigung des Wahlresultats zu großen 9l ns sch reitungen. Tie Sozialdemokraten griffen zwei Polizeibcamte an und warfen sie zu Bodcit. Tie eit^schrei- tende Wache wurde von der Menge mit Steinen beworfen, woraus die Beamten blank zogen. In dem Handgemenge wurden vier Polizeibeamte verletzt, einer erhielt einen Messerstich. Von den Beamten wurden gleichfalls vier, unter ihnen einer schwer, durch Säbelhiebe verwundet. Fünf Per fönen wurden verhaftet. In den V 0 r st ä d t c u P r a g s kam es zu blutigen Kämpfen, in die die Polizei eingreifen mußte. Ein Abgeordneter wurde blutig g r^agen.' In A s ch ist insolge des Eingreifens dos preußischen Landtagsabgeordneten Rechtsanwalt Tr. Liebknecht der alldeutsche Kandidat mit einem Sozialdemokraten in die Stichwahl gedrängt worden. Ter bekannte Graf Adalbert Sternberg ist in feinem Wahlbezirk d u r ch g e s a l l e n. In einem Torfe ber A u k o wina wurde ber Gemeindevorsteher erstochen. Der politische Besitzstand ber Dildslaven unb ber Italiener bleibt nnveränbert. politifebe Scrgesschau. Zum Handelsvertrag mit Japan. Ter Wirtschaftliche A11 s s ch u ß hat am Tiens tag, 13. Juni, im Reichsamte bes Innern eine Beratung über unsere Handelsbeziehungen zu Japan abgehaltcn. Ter bcstelienbe deutsch-japanische Handelsvertrag läuft schon am 17. Juli ab. Tic deutsche Regierung hat sich vom Reichstag vor seinem Auseinandergehen die Ermächtigung geben lassen, einen etwa zustande kommenden neuen Vertrag vor läufig auch ohne die Zustimmung des Reichstags in Kraft treten zu lassen. Sie will aber keinen entscheidenden Scliritt tun, ohne vorher das Gutachten deZ Wirtschaftlichen Ausschusses darüber rincer oll zu haben, ob das bisherige Ergebnis der Verhandlungen mit Japan eine geeignete Grundlage für einen neuen Vertrag bildet. Nach Lage der Sache können die Verh andlungen zu einer endgültigen Regelung unserer .Handelsbeziehungen zu Japan kaum ge- )ie6cn fein. Es wird sich b'fjcr nur um ein Provisorium, vielleicht um ein blot e? Meistbegünstigungsabkommen handeln. Ein neuer .Handelsvertrag mit stavan wird sich auch auf unseren Handels- und Schi a rtsverkehr mit ftorca zu beziehen haben. Korea ist seit Sommer v. I. dem japanischen Reich einverleibt, unb bannt dürfte ber deutsch- 'oreanische Handele-, Freundschasts und Schifiahrtsvertrag vom Jahre 1883 erloschen fein. Im Jahre 1910 hatte unser Handel mit Japan, einschließlich Formosa unb Korea, einen Wert von 126,5 Mill. Mark; davon kamen 37 Mill. Mart auf unsere Einfuhr ans Japan und 89,5 Mill. Mark auf unsere Ausfuhr nach Japan. Heues von dem srauzWchen Kronprätendenten. Paris, 13. Juni. Ter .Herzog von Srlsans hat das Entlassungsgesuch des Leiters seines Pariser Bukeaus, Graf de la Rsgle, unb des Präsidenten der roha- listischen Aillchchüsse des Seine-Tepartements, Graf de Casteliane, angenommen. Man glaubt, daß der Nachfolger des Grafen de la Regle der P a r t c i der A st i c n entnommen nnrb Ter bisherige Mitarbeiter des Grasen de la Rsgle, ber Publizist Baragnon, erklärte einem Berichterstatter, daß dies eine einschneidende Aenderung der ganzen Politik unb einen vollen Sieg der Liga der „Action Francaisc" bedeute, die zum Sturze der Repu blik bereit sei, sich auch mit den Revolutionären zu ver binden. Ein Mitarbeiter des „Figaro" hatte in London eine Unterredung mit dem Prinzen Victor N a p 0 l 0 n und richtete an ihn die Frage, ob cs wahr sei, daß die Bonapartisten nunmehr alle ihre Kräfte gegen das gegenwärtige Regime in Bewegung setzen wollten Ter Prinz erwiderte unter anderem: Man irrt sich, wenn man stlaubt, baß ich non einem blinden und systematischen Oppositions geist beseelt bin. Wenn die französische Tcmofratic mich jemals an ihre Spitze rufen würde, dann möchte ich mit ehrlichen unb erfahrenen Männern und mit vielen Repnbli kanern regieren, die seit 30 Jahren ihrem Lande gedient haben. Die Lage in Marotto. Paris, 13. Juni. Erupvi legte beute in der Kammerkommission für auswärtige Angelegenheiten die Notwendig- feit d er Expedition nach Fez dar, die der Machsen ebenso »vie die fremden Kolonien unb die Konsuln besonders von England und Tentschland wünschten, lieber die gegenwärtige Haltung Spaniens und die diplomatische Lage könne er sich nicht äußern, da er zum Schweigen vervslichtet sei. Er drückte sodann bie Hoffnung aus, daß der gegenwärtige Zwifchensoll in günstigem Sinne erledigt werde, und erklärte, daß die Verhandlungen über die Bestimmungen der Algeeirasakte auf dem besten Wege seien. In dem int Elnssee abgehaltenen Kabinettsrate teilte der Minister des Aeußerit Erupvi und Kriegsminister Geiran die E i n nähme v 0 n Melines mit, dabei ivurde auf französischer Seite ein Soldat getötet, vierzehn wurdet verwundet. Wie die „Ageiwe Havas" aus Melines vom 8. d. M. meldet, langten die Tnippen, die um 4 Uhr morgens ausgebrochen waren, um 1 Uhr 30 Min. nachts nach einem Tagmarsch, der durch Geländeschwierigkeiten unb nuanshörliche heftige Angriffe der Feinde sehr erschwert war, unter den Mauern von MekineS an. Tic Feinde kämpften immer in auseinander gezogenen Gef echtslin i en Ter Kampf begann früh um 6 Uhr 30 Min. Tic ganze Abteilung Gouraud mußte sich ent wickeln unb btc Genietruppen schützen, bic sich an die Arbeit machten, um den Truppenübergang über den Uiglenfluß zu er möglichen, ber in einer 60 Meter tiefen Schlucht fließt und 400 Meter breit ist. Tic Tätigkeit der Artillerie trua außer ordentlich dazu bet, bas Gelände zu säubern. Ter Kampf dauerte bis gegen 1 Uhr. Nachdem die Truppen den Fluß passiert hatten, marschierten sie gegen Agebal. In der Nähe des Ortes zerstreuten sie die lebten feindlichen Gruppen und betraten endlich den Garten des Sultans. Kurz darauf trafen eine Abordnung der Notabeln und der Machseit des Prätendenten Mulav Zin ein, nm ihre Unterwerfung anzubieten. Ter General versprach, das Leben Miilav Zins zu schonen, sowie daß er von Mtilay Hafib nicht schlecht behandelt werden solle. Abends erschien Mulay Zin zu einer Besprechung mit General Meinier. — Bei dem heutigen Kampfe fiel auf feiten ber Franzosen ein Mann und fünf würben verwundet Tic Feinde sollen 50 Tote haben. Morgen werden die Truopen in der Stadt einziehett unb den von Mulay Hasid ernannten neuen Pascha der Boni Aissa cin- fuhren. Tie „Agenee Havas" meldet aus Lar rasch vom 12. b. M.: Infolge des Protestes Raisulis, ber versicherte, baß bic Stadt und bic Umgebung ruhig ist, verzichteten bie Spanier auf eine Landung in Arzila. Aus Gl ff ar wird unter dem 11. d. M. gemeldet: Als die Spanier einziehen wollten, machte ihnen der Pascha den Vorhalt, daß er über eine genügende Garnison vcrsüge, um den Polizeidienst versehen zu können. Aus Tanger wirb gemclbet, baß der von El Gabbas gegen hie spanische Besetzung von Irrasch erhobene Einspruch einen Abbruch de r diplomatischen Beziehungen, 9er öerfaufstag Ser grau Großherzogin. Gießen, 14. Juni. Kann man von einem frohen, ver^öulicheu Erlebnis erzählen, wenn man in eine Menge hineingestoßen wurde, für die der gebotene Raum- viel zu klein war? Wo sich alles aneinander porüberbrängte, die bunten Schaustände mit lebendigen Mauern umlagerte? Ter gute Zweck ist zunächst vergessen: „Man kommt, zu schaun, man will am liebsten sehn." Es trinken hier zu viele aus einem Freudenbecher. Halber sechs, und noch immer jüill sich der Menschenluäuel nicht entwirren. Ter große Saal, der hohe und ,'rlauchle Gäste birgt, ist noch nichts für uns; mit der heißen Luft, die Dom Eingang zum Ausgang kreist, drängt's uns wieder hinaus ins Frete. Ein großes Men- fchengewühl auch hier, aber es ist erträglicher. Ein leichtes Himmelsnaß schlägt uns entgegen. Tas treibt viele hinein unter das schützende Tach. Ta öffnet sich ein Fenster in dem Vertäussstand des Großherzogspaares, das der Menge bunte Waren auscinanberbreitet: Wie seltsam! Tas sechsstündige VerlausSgcschäst ist gewiß kein auserlesenes Vergnügen. Tie weiß gekleidete Gestalt der Landesfürstin neigt sich milde und gelassen der bunten Schar ihrer Kunden zu, während ihr Gemahl lebhaft und elastisch immer neue Gaben auf den Tischen zusammenhäust. Hier kommt bei aller Nüchternheit dieses Getriebes ein schöner menschlicher Zug zum Ausdruck. Es ist für das Fürstenpaar nicht einmal etwas Nettes, so zu hantieren ünd dem Gewoge standzuhalten. Hinter diesem lebhasten, farbigen Bilde steht ein anderes, das in grauen Schatten von Krankheit und Not redet. Wahrlich, es ist ein edles Zurückstellen aller eignen Wünsche, ein freundliches Spfer von Zeit und Mühe, das unser Landesfürstenpaar bereitwillig barbringt. Kein Freudenfest, sondern ein gutes Werk — der einzige Lohn ein in der Sorge für geringere und unglückliche Nächsten zufriedenes Gewissen. Ta draußen unter dem Blätter dach der hohen Ulmen rettet man sich aus der stürmischen Lebenswelle heraus. Hier tauscht man bei Wein, Bowle oder Sekt Erfahrungen und Erlebnisse aus. Es ist wie hinter den Kulissen, ivir lauschen den Geheimnissen anderer, aber es ist kein böser Klatsch, der hier breit getreten wird. Mit bedeutungsvollen Blicken kichert hier eine Schone über die flinken Bewegungen und die regen Hände des Großherzogs, dem es schwer gelingen wollte, einer Frau vom Lande die Vorzüge verschiedener Auslagen klar zu machen. Wie er, ob das Geschäft zustande kommt oder nicht, mit derselben befriedigten Gelassenheit sich eine neue Zigarette entzündet. Tod) als wir uns erheben und dem Schanktisch uns nähern, aus dem die Erfrischungen fließen und, wie aus einem Bienenkorb, die eifrigen Schönen mit ihren Tabletten aus- unb cinfliegen, da überzeugen wir uns von der Auf- opferungssähigkeit auch der anderen Mitwirkenden. „Soviel habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht geschafft wie heute", erklärt eine heitere Frau, die das bestätigende „Aha" einiger Belagerer lachend quittiert. Studenten helfen aus, wo die Arme der Tarnen ermüden, und es entwickelt sich in der stillen Ecke des Gartens ein emsiges Getriebe. Tie Musik tönt herüber, unb ein Schimmer von Romantik huscht über bic schön geschmückten Zelte im Freien. Ter bunte unb ber gelbe Stand bergen reiche schätze. Auch dort malten auserlesene Schonen ihres Amtes, von der zierlichen Knospe bis zur reich entfalteten Blüte. Tie Wände reich und bunt bemalt: den bunten Stand frönt ob der Anwesenheit der Frau Oberbürgermeister das imposante Gießener Stadtwappen, während über dem gelben zierliche Zitronenbäumchen, allerdings nur im Flächenbtlde, ihre Zweige ausbreiten. Es sind kleine Warenhäuser: man lauft Handarbeiten, Tecken und Kissen, Perl- letten, ~ selbstgefertigte Bilder, Spielzeug, Handtaschen, Schreibpapier. Ter Kauf geht flott von- ftatten, die Kavaliere, denen nach Einnahme allerlei Erfrischungen der Magen nicht mehr knurrt, achten nicht auf das Knurren des Geldbeutels und suchen neben den materiellen Anschaffungen auch wärmere Herzensimpulse. Gegenüber erschallen im Kommandotöne bie Einlabungen zur Vielliebchen-Bude Unab.. ,ig wirst das Geschick seine Lose aus; Hausierer locken zu immer neuen Versuchen. Tie Zeit rückt vor, und wem bic belegten Brote und Erfrischungen noch den Trang nach einem reicheren Abendmahle gelassen haben, der strebt dem Ausgange zu. Nun tritt auch im großen Saale der Fürstlichkeiten Ebbe ein; wir treten ein und halten Umschau. Tes Großherzogspaares Verkaussstand lockt natürlich die meisten an. Jeder und jede will aus der Hand des Landessürsten oder seiner Gemahlin eine Gabe empfangen, llnb unermüdlich, ist das hohe Paar auf dem Poften. Ter gewissenhafteste Kleinhändler bewahrt hinter seinem Ladentische feine größere Geduld unb solche immer gleich bleibende Freundlichfeit als man sie hier beobach en durste. Und es ging 0' ne zeitraubende Aussuche auch hier nicht immer ab. £ft blitzt ein freundlicher Blick aus den Augen des Großherzogs, wenn er jugendliche- Schonen mit kleinen Handarbeiten feiner Gemahlin — häufig billigen, kleinen Plunderwaren, denn der Bedarf ist groß — beglückt von bannen ziehen sieht Unb er spart nicht die anpreifenben Bemühungen des Kaufmanns. Zu ber Frau Großherzogin ist der Zudrang nicht minder groß. Tic Postkarten vom Großherzog und Familie gehen reißend ab. llnb so geht es in ber Runbe weiter. Schon kaust man am Zelt ber Fürstin zu Solms-Lich, unter lilafarbener -lusstattung, zu billigeren Preisen als anfangs. Auch anberwärts macht fick gegen Schluß allgemach ein Sinken der Preise bemertbar, denn man will mit den Beständen möglichst oi-liig reinen Tisch machen Tie reich ausgestatteten Stände in Grün, Rot und Blau ziehen nicht minder als alle übrigen die Scharen der Käufer an, unb es ist immer tvicbcr basselbe liebliche Warendurcheinander zu finden, das den wirklichen Geschäfts teuten aus dem Seltersweg ober ber Mäusburg feine schmerzenben Konkurrenzseufzer zu entlocken braucht Es wirb auch schon damit begonnen, die größeren Gegenstände meistbietend zu versteigern, wobei es an wihinen Bemerkungen nicht fehlt. Unter den Ulmen wird es am .■ enb noch gastlicher ist verzweifelt. * Aus Hed-eu 6 6 * Ernannt ivnrde Heinrich Sachs ans Lauterbach um Schceibgeyilfeii bei dein Finanzamt Lanterbach. Zwischen Spanien und Marokko berbeisühren werde, falls die Madrider Regierung eine ebenso unversöhnliche Haltung beobachte wie ihr Gesandter in Tanger. 2>eut?d)Cd Ueich. In der Berliner amerikanischen Botschaft verabschiedete sich am Dienstag der Botschafter H i l l und Gemahlin von den Angehörigen der amerikanischen Kolonie. Hill geht in der zweiten Hälfte des Juni nach Kiel, kehrt dann noch einmal nach Berlin zurück und tritt anfangs Juli eine Reise nach der Schwei; an, wo er den Sommer und den Herbst verleben will. Die B c r b a n d l u n g e n zwischen Konservativen und Liberalen in der Provinz Posen über ein Zusammen- g-ehen bei den nächsten Reichstagswahlen sind gescheitert, da die Liberalen an der Forderung festhaltcn, ihnen ein bisher konservatives Landtagsmandat zu überlassen. In badischen militärischen Kreisen erhält sich hartnäckig das Ger ü ch l, dass die Unterlassung des Besuches des P r i n ze n Max von Baden bei dem Kaiser anläßlich der jüngsten An- Wesenheit des Kaisers in Karlsrul-e zu dem Entschluß des Prinzen aus dem aktiven Militärdienst auszuscheiden init beigelragen hat. gen. Am 7. oder ß des 34. Land- Jins srcrdS wnö Gießen, 14. Juni 1911. Das Großberzogspaar wird heute nachmittag Unterschrift und Widmiing zum Perkaufstag und der Grobherzog verlieh ihm das Ritterkreuz 1. Klasse dcS Ver- dienslordens Philipps des Grosuulitigen. " Geh. Oberschulrat Rod nagel, vortragender Rat in der hessischen Ministerialabteilung für Schnlangelegenheiten, wurde von der zuständigen Reichsbehörde zum Reichs- wm miss ar bei der im Juli abzuhaltenden Abschluß- prüfung dec deutschen Schule in Barcelona ernannt. Der Ausstand in Albanien. Wie aus Wiener diplomatischen Kreisen verlautet, soll es Ziemlich sicher sein, daN im Lause des Sommers die Minister des A eu sje r n der Dr eibu n dmä ch t e in Salzburg eine Zusamm e n f u n i haben werden, nm über die politische Lage, mit besonderer Rücksicht aus die orientalische Frage mit- cinander zu konferieren. Aus Rom wird gemeldet: Der Speziolberichterstatter des -,Secolo" depeschiere aus PodgoriNa, die Türken drängten den Rest der Insurgenten auf einen schmalen Streifen an der inonteuegrinischeie Grenze zurück. Die Lage der Insurgenten Uhr nach Wolfsgarten zurückkehren. ** Des Gr oh Herzogspaar es Dank. Das Gros;- rzogspaar lieh gestern mittag kurz nach Beginn des Ver- kaufetageS den Arehitclten Hans Ater)er zu sich bitten und sprachen ihm den Dank für ferne Arbeiten bei dec Vorbereitung des Verkanfslages ans. Tie Grob Herzogin überreichte Herrn Rteper ihr Bild im Rahmen mit eigenhändiger — Kurze Nachrichten auS Kun st und Wissenschaf t. Einer der Aeltesten der deutschen Buchhändler, der ehemalige Hofbuchhändler Theodor A ck e r m a n n ist im Alter von 85 Jahren gestorbeN. — In Paris wurde bei der Versteigerung der Kar nsch en Gemäldesammlung das Bild Rembrandts „Jüdischer Philosoph" für 270000 Francs zugeschlagen. — Gelegentlich des Rücktritts von der Bühne wurde Amanda Lindner zum Mitgliede des Königlichen Schauspiels ernannt. Von dem Kaiser wurde der Künstlerin ein Armband mit Brillanten und Rubinen überreichr. — Der von dem Genfer Geogravhenlloiigrcß 1908 eingesetzte .intern-ationalc Ausschuß zur Herausgabe eines „Atlas der Oberflächen- fvrmen" wird auf dem 11. Internationalen Gevgrapheickongreh jn Rom eine Probelieferung vorlegen. I HM Lgiioeii un jireu’ti den u^Kieisbahn Ptorburß^ 93 957 ' Mark' tfÄrt Mark sSsi Mburg. 33/3 £ Dwf vo 2us dem ^7'1C9 s'A-s «etzes wurden es— 'S Uesküb, 13. Juni. Der Sultan empfing gestern die hiesigen Divlomaten und verschiedene Deputationen. Nachmittags fand ein Festzug und Vorführung von Nationalränzen hott, ^cr Sultan verteilte Geldgeschenke und spendete für Wohltäiigkeits- anstalten 2100 Pfund. In der Stadt herrscht grobe Begeiuecung. T-er Sultan ist über den freudigen Empsang entzückt. In Prnch- tina waren authentischen Nachrichten zufolge über 100 000 Albanesen zum Empfang des Sultans versammelt. Salonik, 13. Juni. Kriegsminister Mahmud Scheskct Pascha, der heute hier angekommen ist, wird, wie verlautet, den Sultan nach Monastir begleiten und sich möglicher Sßeije nach Skutari begeben. Torghut Pascha, soll den. Befehl erhalten haben, die Bekämpfung der A u f st ä n d i s ch e n c ins u - stellen und die Häupter der verschiedenen Stämme zu sich zu laden, um über ihre Forderungen zu verhandeln. Gegenwärtig finden rege Verhandlungen zwischen der Regierung und Torghut. statt, um sofort Reformen im Vilajet Skutari cinzusühren. R. B. Darmstadt, 13. Juni. Die Regierung wird dcn Landständen dieser Tage noch eine neue Regierungsvorlage zugehen lassen, in der verlangt wird, die Kosten für die hessische Gesandtschaft in Berlin von 38000 Mk. auf 50 000 Mk. zu erhöhen. Die Vorlage soll als dringlich erklärt und noch vor dem Schluß des Landtags von beiden Kammern erledigt werden. Gegenüber dem bei der jüngsten Voranschlagsberatung in der Zweiten Kammer erhobenen Verlangen auf Beseitigung der Gesandtschaft und Streichung der Anforderung hatte Staatsminister Ewald auf die Wichtigkeit und unbedingte Notwendigkeit der Berliner Vertretung hingewiesen, deren Geschäftsüberlastung nachdrücklich betont und die Einbringung einer Nachforderung Zwecks Anstellung einer weiteren .Hilfskraft in Aussicht gestellt. Die Erste K a m m e r der Stände wird voraussichtlich am 2 7. Juni zur Abhaltung mehrerer Plenarsitzungen zusammentreten. Um dieselbe Zeit kommt dann auch die Zweite Kammer wieder zusammen, um noch die letzten parlamentarischen Arbeiten zu erledigen. Am 7. oder <8. Juli dürfte alsdann Der Schluß des 34. Landtags durch den Großherzog erfolgen. Der dritte A u s s ch u s; der Zweiten Kammer hielt heute eine längere Sitzung ab, der die Herren Finanzminister Braun, Geheimrat W i 1 b r a n d und Regierungsrat M a - thias beiwohnten. Bezüglich der Vorstellung des Heinrich Klein zu Bensheim betr. Entschädigung abgebrannter Gebäude (dem Petenten ist seine Holzbearbeitnngsfabrik bis auf die Fundamente abgebrannt, wofür die Brandvers.- Kammer die Entschädigung verweigert) stellt sich der Ausschuß auf den Standpunkt, daß eine Entschädigung einzutreten habe und wenn dies nicht durch die Brandversiche- inngdfammer geschehe, müsse die Behörde eintreten. Betreffs der Vorstellung hessischer P ri v a t arch i t e k t en wegen Uebecnahme von Privatarbeiten hat sich ergeben, daß die Beschwerden zum Teil übertrieben sind und die staatlichen Paubeamten nur einen geringeren Prozentsatz der Prioatarbeiten ausführen. Diese Privatarbeiten ganz zu verbieten, hält der Ausschuß nicht für angebracht. Wo es notwendig erscheint, will die Regierung Abhilfe cin- treten lassen. In diesem Sinne soll die Vorstellung für erledigt erklärt werden. Betreffs der Vorstellung von Landwirten in U l r i ch st e i n wegen der dortigen staatlichen Aufforstungen wurde festgestellt, daß sie nur ganz geringfügiger Natur sind gegenüber den von der Gemeinde und Privatbesitzern erfolgten Aufforstungen; es liegt somit ein Grund zum Einschreiten nicht vor und der Ausschuß beantragt deshalb, die Vorstellung für erledigt zu erklären. Weiter beschloß der Ausschuß auf Antrag des Berichterstatters Abg. Pennricki, die L a n d t a g s e r s atz w a h l in Gießen (an Stelle des Abg. Dr. Gutfleisch wurde Rechtsanwalt Grünewald gewählt) für gültig zu erklären. ** Bürgerverein. Tie von der letzten Bürger- versamnilung gefaßte Entschließung in Sachen einer etwa zu gründenden Universität Frankfurt wurde den in Betracht kommenden Behörden überreicht. Daraufhin erhielt dec Vorstand des Bürgervereins von dem Rektor der Universität, sowie von Provinzicudireltor Dr. Ujinger im Auftrage des Großh. Ministeriums die nachfolgenden Antwortschreiben: Ihr gefälliges Schreiben habe ich dem engeren Senat der Landesunidersuät vorgelegt. Wir verfehlen nicht, Ihnen für Ihr Eintreten für die Interessen her LaudesilnivLrstt.it unseren verbindlichsten Dank miszusprechen. . Dr. Biermcmn, zurzeit Rektor. Ich habe die in der Bürger 0 er sammlung vom 28. v. Mtss. gefaßte und mit gefälligem Schreiben vom 1. l. Mts. hierher mit geteilte Resolution dem Großherzoglichen Ministerium des Innern vorgelegt. Erhaltenem Auftrag zufolge beehre ich mich dem Bürgervercin mitzuteilen, daß das Minilterinm 00m Inhalt der Resotution mit Interesse Kenntnis genommen unb daraus mit besonderer Befriedigung ersehen hat, wie die Bürgerschaft der Universitätsstadt (Ließen die Bedeutung der Alma mater Ludoviciana für die ideelle unb materielle Weiterentwickelimg> ihrer in sichtbarem Aufblühen begriffenen Stadt vollauf zu würdigen versteht und bereit fein will, das ihrige dazu be,zntragen, daß dieser auch in der Zukunft der Ruf einer altbewährten Pflcgstätte geistiger Arbeit erhalten bleibe. Dr. U sing er. ** Die zweite Ballonfahrt des Gießener L u f t f ch i f f e r v e r e i n s. Die beiden Freiballons, die der Gießener Lustschifferverein gestern hier aufsteigen ließ, sind nach mehrstündiger, sehr guter Fahrt glatt zur Erde gekommen. Die beiden Führer waren frühzeitig zur Landung geschritten, da sich Gewitterwolken gebildet hatten. Der Ballon Marburg, in dem sich neben Dr. Stuchtey als Führer noch Rechtsanwalt Römheld, Dr. Feist 11116 Bankier Bank aus Marburg besand, ging um 12.15 Uhr bei Ziegenhain nieder. Der Ballon Harburg, den Dr. Elias führte und der mit den Herren Schmidt, Ost und Doktor besetzt war, ging um 1.15 Uhr in der Nähe von Frielendorf bei Kassel nieder. Die Meldung, daß der Ballon einen Eilgüterzug zum Halten gezwungen habe, ist nicht zutreffend. Der Ballon befand sich zu der fraglichen Zeit in 2000 Meter Höhe, so daß der Schornstein 6er Eisenbahn sehr hoch gewesen sein müßte. Da aber bekanntlich die Lokymotivschornsteine immer kleiner werden, scheint es sich um einen anderen Ballon zu handeln. ** Di e Gr. Zentrale für Mutter- und Säugling s s ü c f 0 r g e in Hessen hält ihre Mitgliedec- Versammlung am Dienstag, 20. Juni, nachmittags 3l/2 Uhu, in Darmstadt ab. Die Tagesordnung lautet: 1. Geschäftsbericht des Vorstandes über das abgelaufcnc Geschäftsjahr April 1910 bis April 1911, erstattet von Re- qierungsrat Pistor (JahreScechnung, Dermögensbericht). 2. Entlastung des Vorstandes. 3. Ergänzung des Ausschusses. 4. Verschiedenes. " Gießener kkeberlandzentrale. Jn der Sern ein be Heuchelheim besteht der Wunsch, von dem Gießener Elektrizitätswerk seinen Bedarf an Strom zu beziehen, unb bie Stabt ist nicht abgeneigt, in Verhanblungen darüber einzutreten. DaS in Heuchelheim bestehenbe Privat- werk kann bem gesteigerten Bedarf nicht genügend Rechnung tragen, weshalb kürzlich eine Besprechung stattfand, in der die wesentlichsten Punkte erörtert wurden. ** Evang. Arbeiterverein. Auf Anregung des hcejigen Vereins fand am letzten Sonntag im Vereinslokal eine Besprechung über die Herbeiführung eines regeren Verkehrs zwischen den Vereinen Butzbach, Friedberg Gießen, Marburg und Wetzlar statt, zu oer sämtliche eingelabenen Vereine Vertreter entsandt hatten. Nach Kä, > 10. jjPH 1, - Ritter der ti Gestern vechnüm oben, wegen Korperv Jakob Weisel von Brc dien Richard oeboren wurde. v Die Anklage nwri „ann.tenM®1 mären nur wenige Die Angeklagten > 18. März d. I, nachi Wächtersdach gehörige' Bandendiebstahl meinlain sachbeich verübt zu haben. R Torfe Alt-Wiedermus unb aus der Ronnebu doch sei es nicht ihre Anklage ihnen Dorroui oder Verfolger zu schr Tie Beweisaufna Lwrüßung durch den Vorsitzenden des Gießener Vereins, Oberbibliothekar Dr. Heuser, und Darlegung des Zwecks der Zusammenkunft wurde eingehend über die Möglichkeit eines gemeinsamen Wirkens beraten. Neben Pflege der Geselligkeit und Stellungnahme zu wichtigen wirtschaftlichen und sozialen Fragen soll durch gemeinsame Besprechung von Vereinsangelegenheiten, Austausch der Redner für Vorträge und Diskussionsabende, gegenseitige Nebersendung des Arbeitsproqramms und der Jahresberichte, Schaffung ge» meinschastlicher sozialer Einrichtungen usw. eine Förderung der Vereinsbestrebungen herbeigeführt werden. Zur Turch- sührung dieses Vorhabens wurden von den Anwesenden folgende Vorschläge unterbreitet, deren Beratung und Genehmigung den einzelnen Vereinen anheimgestellt wird: Tie Vereine Butzbach, Friedberg, Gießen, Marburg, Wetzlar, wozu noch Homburg gebeten werden soll, bilden zwecks Förderung der Evang. Arbeiter- und Gesellenvereinsbe- strebungen sowie zur Pflege der Geselligkeit, eine lose Vereinigung, bei der das Verhältnis einzelner Vereine zum mittelrheiniichen bezw. kurhessischen Verband unberührt bleibt. Mindestens zweimal jährlich finden Vertreterver- jammkungen statt, bei denen neben Besprechung von Vereinsangelegenheiten Stellungnahme zu wichtigen sozialen und wirtschaftlichen Fragen und ein Vortrag mit anschließender Besprechung in Aussicht genommen sind. Weiter besteht die Absicht, neben gegenseitigem Besuch der Veranstaltungen der einzelnen Vereine im Sommer einen geinein- schaftlichen Familienausfkug zu unternehmen. Die Ge- schäftssuhrung übernimmt vorläufig der Gießener Verein. Anschließend an die Verhandlung fand ein Rundgang durch Gießen statt. *♦ Die Kriegerkameradschaft Hassia, die 66800 Mitglieder zählt, hält am 25. Juni in Friedberg ihrs Haupt-Versammlung ab. Eine, sehr reichhaltige Tagesordnung steht zur Beratung. Ein Antrag des Bezirks Vilbel wünscht die Verleihung von Denkmünzen an bie Kriegsteilnehmer von 1870/71 aus Anlaß der 40 jährigen Wiederkehr dec Er-- richtung des Deutschen Reichs. Weiter wird über die Stellung-- nähme des Verbandes zu Vereinigungen verhandelt, die, wie der Verein ehemaliger 116er, in einer größeren Llnzahl Orte des Landes Mitglieder besitzen. Viele Vereine glauben sich dadurch in ihrer Entwicklung gestört. Der AiUrag Bad-Nauheims, betr. Kundgebung des Präsidiums bei politischen Wahlen, hat. bereits lebhafte Besprechungen auf den Bezirkstagen hervorgerufen. "* Ruderklub H a s f 1 a. Aus Anlaß bes Sieges im Achter, ben bie Hassia am Sonntag erfochten hat, ging ihr vom Prinzen Heinrich von Preiißen folgenbes Telegramm zu: Bin hocherfreut, baß mein Preis von bec Hassia gewonnen iuurbe unb spreche ihr meinen Glückwunsch aus. Prinz Heinrich von Pcchißen. Landkreis Gietzen. t Ettingshausen, 13. Juni. Gestern abend verendeten bem Landwirt unb Gemcinderechuec H. Hahn innerhalb einer Stunde zwei Kühe, bie einen Wert von etwa 1000 Mark hatten. Das ^Äroßh. Kreisveterinäramt Grünberg ßellte als Grund bösartig ausgetretene Maul- und Klauenseuche fest. 'Zur Verhütung der Verschleppung wurde Sperre augeordnet und das Fahren mit Rindvieh gänzlich untersagt. Dadurch herrscht im Dorfe große Erregung, da die Leute fleißig an der Heuernte sind und das Heu vielfach jetzt nicht heimfahren können. Kreis Büdingen. r. WcningS, 13. Juni. Hier [jat sich ein Turnverein gebildet, bem bisher ca. 50 Mitqlieber beigetreten finb, ein Beweis, baß mit bieser Vereinsgcünbung einem längst gefühlten BebürfniS abgeholfen worben ift, Kreis Lauterbach. Pß Qucck, 13. Juni. Dieser Tage fanb hier zinp zweitenmal B e i g e 0 r b n e t e n w a h l statt, nachbem bie im November v. Js. abgehaltene erste Wahl wegen vorgekommener Unregelmäßigkeiten von bem KreiSauSschuß für ungültig erklärt worben war. Die letzte Wahl scheint jeboch von benifetben Mißgeschick befallen zu werben, benn am Tage nach bec Wahl hat sich noch ein Stimmzettel, ben man am Tage vorher vergeblich gesucht hatte, in bec Wahlurne oorgefunben. Ta auf bie beiden Kandidaten, Beigeordneten Heinrich Kraft III. unb Lanbwirt Konrab Schmier, mit diesem Dorgefunbenen Zettel bie Stimmen gleich kommen (je 40), so wirb wohl eine brüte Wahl folgen müssen. Kreis Schotten. O Laubach, 13. Juni. Begünstigt von gutem Wetter- hatte sich bas biesjälwige Ausschuß fest eines guten Besuchs von der Umgegend zu erfreuen. Der von dem gräflichen Haus gestiftete Hammel siel als Hauptpreis bem Sohn des Buchbinber- meisters Göbel, einen noch jugendlichen Schützen, zu. Das Fest nahm den üblichen Verlaus. — In der Nackp von Montag auf Dieiislag versuchte ein bei bem Karussell besckniftigter junger Manu, in einem bem Festplatz nahe gelegenen Hause einen Einbruch s b i e b st a h l zu verüben. Ta die Bewohner noch zur rechten Zeit erwachten, wurde seine Absicht vereitelt. Kreis Friedberg. L. Friedberg, 13. Juni. Am Neubau unseres Bahnhofs sind zurzeit viele Arbeiter beschäftigt, darunter eine Anzahl Italiener, die größtenteils im Stadtteil Fauerbach Sck)lafstollen gefunden haben. Das letzte Gebäude, das in das neue Bahngelände fällt, ist jetzt beinahe ganz abgerissen. Die in der Nähe stehende Bahnmeisterei wird vergrößert und umgebaut. Am vergangenen Samstag haben wegen Lohnstreitigkeiten 4 0 Arbeiter die Arbeit nieder gelegt; sie verlangten 40 Pfg. für die Stunde. Die den .Bahnbau ausführende Firma "bewilligte aber nur 36 und 38 Pfg. Starkenburg und Nheinhessen. d. Mainz, 13. Juni. Vor zwei Jahren wurde der 70jährige Sanitätsrat Dr. Nolly aus Osthofen von der hiesigen Strafkammer wegen Verleitung zum Meineid zu IV2 Jahren Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust verurteilt. Ein Viertel der Strafe wurde dem R. auf dem Gnadenweg erlassen. Das Kreisamt Worms stellte auf Grund der Gewerbeordnung bei dem Provinzialausschuß den Antrag, Dr. Rolly die Approbation auf die Dauer des Ehrverlustes zu entziehen. Der Provinzialausschuß entzog dem Dr. Rolly aus die Dauer des Ehrverlustes bie Approbation und verurteilte ihn in die Kosten un6 zu einem Beitrag in die Provinzialkasse von 10 Mk. — Der Verband technischer Bureauassistenten der preuß. Hess. Staatseisenbahn hält hier am* 110. und 11. Juli seinen Verbands tag ab. Kreis Wetzlar. A Aus bem Hüttenberg, 13. Juni. Das sechste Hütte nberger BunbeS-Sängerfest sinbet nächsten Sonntag in Oberkleen statt. Dem Bunbe gehören zahlreiche hessische unb preußische Gesangvereine an. --- Salzböben, 13. Juni. Salzböben bringt jetzt bie Zusammenlegung ber Feldmark zur Durchführung. Tie Gemarkung ist 589,20 Hektar groß; davon sind 153 Hektar Wald. Ivie ihn die Anklage, in Fechenheim, wo [ gefreundet. Ter jung literatur dazu hinge! Er machte dem We Leuten in Pirmafen Kitzel erzählte dem genau kenne; er fad Schätze zu holen s< dorthin zu gehen, m dort Quartier nehm» Am 16. März d. < sie zur ^usiü^ung | MoVotx unb Wlunit \ um jid) in bet Not Qoldjnieijet bei /'ich 1. zwischen 7 unb 8 llhr Merlen in ein Fenske jie übernachteten. An Sie brachen zueck in Wirtschaft dient, und Keller stahlen jie 60 i Um sich em beqi in Alt-Wiesermus ein verliest einen sichere, ein Loch in die Mau gejast und All-Wiedm begegneten, die bie 9 falten. Sie benadjrk HmgbeMester Link, W begab. Tie beib M «Moden mors die Tumtreppe hinan dar ■ Viau,Ln' "ul sei J en. Als der Bu i Mle, ries Scherer- " i Kl^ns. Sie schos Mgec, roobei & Vm,töni)i9!e te ,njtDl^en auf ut an&s?: Slt*rtcit ,i ‘b'e , Das UttS Unb gemütlicher. Und siehe da! als das Ende des Ver- kausSgeschästes herangelommen war, fleißige Hände alles aufgeräumt hatten, da betrat das Großherzogliche Paar mit den Damen und Herren vom Hofe gleichfalls den Garten, um sich im Freien zum Abendmahle niederzulassen Inmitten seiner Untertanen verharrte der Landesfürst aüx hier ganz zwanglos und duldete die kleinen Zudringliche, feiten der Neugierde, die in solchen Fällen auch obria-' Icitlid) nicht unterdrückt zu werden brauchen. Es ift nicht' der geringste Erfolg derartiger Veranstaltungen, daß der Landesherr an $olivttinilid)feit und Zutrauen in allen Schichten des Volles noch gewinnt. Das kam zum Ausdruck in den Kundgebungen bei der Wfahrt ins Schloß. Der Reingewinn des Verkaufstages, der den Bemühungen um arme Lungenkranke zugeführt werden soll, wir6 nicht gering sein. Auslcrn-. T-as Gesetz bctrefsend die Kranken- und Unfallver- i ch e r u 11 g d e r A r b e i t e r wurde von bem schwe 1 z er 1 J wen Nationalrat mit 136 gegen 12 Stimmen unb von bem Stcmberat einstimmig angenommen. Das belgische Kabinett wirb sich morgen offiziell konstituieren und aus folgenden Mitgliedern des alten Kabinetts zusammensetzen: Präsidium unb Inneres: b e 23 r e q u e d 111 c; Justiz: Berryer; Aeußeres: Davignon; Kolonien: Neukin; Arbeit: Hubert; Krieg: Hellcbaut, sowie aus folgenden neuen Mitgliedern: Finanzen: Levis; Unterricht: Ponllet; Verkehr: Earten de Wiart; Ackerbau: van de Vyvers. Der russische Kaiser empiing in P etcrh0 s am Dienstag die K 0 m m a n d e u r e und höheren Offiziere des a m e r 1 - kanischen Geschwaders. Beim FrühUück brachte der Stnqcr einen Trinkspruch auf daS Blühen der Unionslaaten, die glanzende amerikanische Flotte unb ben Präsidenten aus^ ,Die Meldung, daß dec a m e r i t a 11 i f ck) e e n a t eine G e - setzesvorlage annahm, durch die die direkte Wahl d er Senatoren durch Volksabstimmung cmgcrünrt werden wll, wirb bahin richtiggeslellt, baß ber «Senat einen Abänderungsantrag zu einer solchen Gesetzesvorlage angenommen bat, der bie Beaufsichtigung der Wahl durch bie Bundesregierung vocsiel):. ^.ie Gesetzesvorlage selbst wurde bereits im April vom Repräuntantcn- hause mit überwiegender Mehrheit angenommen und wirb letzt ber gemeinschaftliche Ausschußsitzung des Senats und bes Re- präsentanLenhaiises vorgelegt. Wie die „A/sociateo Preß" aus Chihuahua meldet, pnd alle politischen Gefangenen, darunter 14 Amerikaner und zwei Deutsche, die in der Schlacht bei Kasas Grandes gefangen worden waren, f r e i g e g e b c n worden. offerieren bilL Preis Fahnen Bonner Fahnenfabrik in Bonn. ssu/« ,urn* •trtlfn W't d ber« n inner* on etwa stünberg auen- Sbertt ntersaat. t fleißig infahrm t Vellcr, i Besulhi hen M- r.dtbinbcr* zu. 2a- i Montag ter jung» ;icn Ein- noch iut 66800 L ihrs Tages- , Met mchmn xr in- tcllung- >ic, w )de des doduch ls, bett. bereits feit, ße3 im |ing ihr 'gramm !>a ge- ich aus. unseres sigt, Ztadttetl M. ,t beinah- nmeister.^ -rt SaM iter die a. fut.W bewilligte 6« M vor« M für t jedoch mit am den man Zahlurne ordneten er, mit kommen in. nurde der [ von der !eineid ocrnrtevl- rnadenm irund n ÄntrogE s W°tV S- n !--°S ■CUB; 5 :inz, aetk; hkeit .der rchen Ä fl ge. enden dtze° wird: Betz, zwecks lnsbc« lose ezuin eruhrt Server, reins- n und ießen« er be. Beran« enteil ie Ge- Berein. I durch in den Konzern der Ä. E. G. Tiefe Verhandlungen sind, ohne» zu VisitKarten Brühl’sche Universitäts-Druckerei. B11/ Amtlicher Teil. B»/e -Kinder- k mehl 'Krankenkost. Gießen, den 10. Juni 1911. Großh. Ttrcftion dec Landes-Irrenanllalt. Lustschissahrt. Verunglückter Flieger. Viterbo, 13. Juni. Der Flieger Frey, der heute früh in Rom zur Fahrt nach T u r i n ausgefticgcn ist, ist a b g e st ü r z 1. Er siel in einen Wald auf dem Berg Emmen und wurde von einem Hirten aufgefunden, ohnmächtig mit gebrochenen Armen und Beinen unter seinem Motor aus der Erd? liegend. Das Flugzeug ist zerstört. Ter Flieger kam wieder zum Bewußtsein und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Berlin, 13. Juni. PreiSvcrteilung der Flugwoche in Johannistal. Flugdauervreise erhielten: Ärulich 356*5 Mk., Roeoer 8i9u, Lchendel 2378, Honig 2256, Kahnt 1956, Eyrnig 18L'4, ^eidemeich 1467, Schwandt 1378, Jablensky 1333, Karl Wlüller 1189, Vollmöller 1100, Jahnow »89, Steinvecl 611, v. Olerrissen 544, Schauenburg 466, Renyel 222, Engelhardt 166, Cito 144 Mark. Ausserdem ethielien Ziiialzpreise für die längste Flugdauer mit Passagier: König 2000 Alk., Schcndel 1000 2)lt.; für die größte Flughöhe von 2010 Meter Schenkel 2000 Alk. sefpent. Ltrosdorß 14. Ium 1911. . Die Poltzemerwalmng. Braun, Bürgermemer. Hervorragend bewährte Nahrung. Die Kinder gedeihen vorzüglich dabei u. leiden nicht an Verdauungsstörung. Universitäts-Nachrichten. — Köln, 13. Juni. Ter bisherige o. Professor und Direktor der medizinischen Ktuuk an der Unioersität Straßburg i. Elf. (Leh. Med.-Rat Dr. Friedr. Moritz ist zum ordentlichen 'Mitglied und Broiessor für innere Aledizin an der Kölner Akademie für praktische Medizin geivählt und bestätigt worden: er tritt hier an ciclle des nach Marburg berusenen Professors Tr. Max AlattheS. Prof. Moritz ist 1861 zu Mainz geboren. Aioritz wirlle von 1905—1907 als Ordinarius und Direktor der medizinischen Klinik in Gießen. wird genehmig!. _ . Gießen, den 14. Jurn 1911. . Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. J.V.: Keller.__ Motor versagte und er etwa 30 Meter vor dem Ziel mit dem Apparat abstürzte. Sofort war ärztliche Hilfe zur Stelle. Nach dem Bericht des srädt. Krankenhauses, in welches der Verunglückte cingcliesert wurde, scheint kein Schädelbruch vorzulicgen. Das Bewußtsein kehrt langsam zurück. Magdeburg, 13. Juni Heute früh starteten Dien- cziers 4.11, Büchner 4.18, Lindpaintner 4.24, König 4.27, Laitsch 4.42, die vier letzten mit Passagieren. Kurz nach dem Unfall Müllers 6.15 landete Schauenburg auf dem hiesigen Flugplatz. Um 5.13 ist Büchner wegen Platzens d e s B e n z i n r o h r s in Grävcnitz niedergegangen; er wird den Schaden selbst beheben und wieder auiiteigen Magdeburg, 13. Juni. Bollmöller ist heute abend 8.34 Uhr trotz des herrschenden Regens auf dem Magdeburger Flugplatz angetommen. Kurz vor 9 Uhr star lete er formell zur Fahrt nach Schwerin. Er wird morgen früh die Reise nach Schwerin antreten. Laitsch, der heute früh nach Braunschweig verschlagen wurde und dort niederging, ist heute abend wieder aus gestiegen. Er machte in Oebisfelde eine Zwischenlandung uno kam schließlich um 6i/a Uhr in Niestedt im Kreise Tannenberg an. Bon dort will er morgen früh nach Schwerin weiter fliegen. Schwerin (Mecklenburg), 13. Juni. Bei wunderschönem stillen Wetter lang.en heute früh die ersten Flieger des deutschen Rundslugs i.ier an. Als erster landete um 6.5 Uhr der Eindecker von Wiencziers, um 6.23 Uhr landete der Zweidecker L i n d p a i n t n e r s mit Leutnant Haider, um 7.05 Uhr folgte König auf einem Zweidecker. Alle landeten ohne Schwierigkeiten. Gleich nach ihrer Ankunft auf dem Flugplatz wurden die Anwesenden dem Großherzogspaare vorgestellt. Außer dem Großherzog, paare luaren auf dem Flugplatz u. a. die Großherzogin von Oldenburg, die Herzogin Marie Antoinette zu Mecklenburg und die Prinzessin von Reuß anwesend. Bekanntmachung. Die Grasverstcigerung vom 10., 12. uno 13. Juni d. Js. lande. , . , ., n — Mitteldeutsche Gumnrrwarenfabrrk, Lours Peter, A.-G., Frankfurt a. M. Die Aktien dieser Ge- sellschaft, die im Juni vorigen Jahres ca. 365 Proz. notierten, im laufenden Jahr mannigfachen Schwankungen unterworfen waren, Ende Februar ca. 329, Ende Marz 3o0, April oü4, Mitte Mai 359^ notierten, bann anfangs dieses Monats bis 340 zurückgingen, sind im Laufe der letzten Tage fortgefetzt weiter gciuimen uiw haben nunmehr den Kurs von 32U erreicht, xte Gesellschaft hat mit der Allgemeinen ElettrizrfetS-Gefell, chmt Vcr- hauolung.u geführt wegen Uebernahme der ^antfurttr Airlagen der A. E. G. Lahmeyer-Werke und Eintritt der Peter-Geiellschast P'eilaui der Witterung seit gestern früh: Ein gestern über Mitteleuropa ziehendes Tief brachte leichte Niederschläge. Auf seiner Rückseite ivtrd wieder Aufheiterung und meist trockenes Weller eintreten, zumal sich von Island her ein Rucken hohen Druckes nähert. . Wetteraussichten in Hessen am Donnerstag dem 15. Ium 1911: Meist heiter und trocken, Temperatur wenig verändert. Schwurgericht. th. Gießen, 14. Juni. Ritter von der traurigen Gestalt auf der Ronneburg. Gestern verhandelte das Schwurgericht gegen den 21 Jahre alten, wegen Körperverletzung vorbestraften Arbeiter Friedrich Jakob Weitzel von Breitenborn b. Gelnhausen und den 16 Jahre alten Richard Scherer, der noch unbestraft ist und in Pirmasens geboren wurde. Die Anklage wurde vertreten von Oberstaatsanwalt Mosman n, Verteidiger waren Rechtsanwalt Fischer und E n g i s ch. Es waren nur wenige Zeugen zu hören. Die Angeklagten sind geständig, in den Tagen vom 16. bis 18. März d. I., nachdem sie in die dem Fürsten von Isenburg- Wächtersbach gehörige Ronneburg eingedrungen waren, schweren Bandendiebstahl, bei dem sie bemannet waren, sowie gemeinsam Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch verübt zu haben. Ferner gestehen sie zu, gemeinsam in dem Dorse Alt-Wiedermus einen Einbruchsdiebstahl begangen und aus der Ronneburg nach Menschen geschossen zu haben, doch sei es nicht ihre Absicht gewesen, jemand zu töten, wie die Anklage ihnen vorwirst. Sie hätten geschossen, um die Angreifer oder Verfolger zu schrecken. Die Beweisaufnahme ergibt den nachstehenden Tatbestand, jtoie ihn die Anklage enthalt. Die beiden Angeklagten haben sich in Fechenheim, wo sie eine gemeinsame Schlafstelle hauen, au- gefreundet. Ter junge Scherer hat, wohl durch Lesen von Schundliteratur dazu hingeleitet, einen gewissen Hang zu Abenteuern. Er machte dem Weitzel Vorschläge zu Diebstählen bei reichen Leuten in Pirmasens, insbesondere bei einer reichen Witwe. Weitzel erzählte dem Genossen von der Ronneburg, die er sehr genau kenne; er fabelte von unterirdischen Gängen, in der reiche Schätze zu holen seien, und machte ichließlich den Vorschlag, dorthin zu gehen, um zu sehen, was zu machen sei. Man wollte dort Quartier nehmen und in der Gegend Diebstähle aussühren. Am 16. März d. I., beide Leute hatten keine Arbeit, schritten sie zur Ausführung des Planes. Sie lausten in Lssenbach zwei Revolver und Munition, wie Weitzel in der Verhandlung cmgibt, uni sich in der Rot damit zu wehren. Weitzel trug noch ein Tolchmesfer bei sich und eine Tiebslaterne. Am selben Abend zwischen 7 und 8 Uhr kamen die Spießgesellen vor der Burg an, tletterten in ein Fenster und drangen in das Ritterhaus ein, wo sic übernachteten. Am andern Morgen gings an die Arbeit. Sie brachen zuerst in den Mar stall ein, der im Sommer als Wirtschaft bient, und machten sich über die Vorräte. .Aus dem Keller ftahlen sie 60 Flaschen Wein. Um sich ein bequemere» Rall-tlager zu bereiten stahlen sie in Alt-W ieüermus eine große Wage »decke. Um sich in dem Burgverlies einen sicheren Untersastups zu verschaffen, brachen sie ein Loch in die Mauer. Arn Rachrnittag kauften sie in Hütten- gcsäß und Alt-Wiederntns Lebensniittel ein, wobei sie zwei Lehrern begegneten, die die Ronnelkurg besucht und erorochen gesunden hatten. Sie benachrichtigten den in Alt-Wiedermus wohnenden Burgbeschließer Link, der sich mit mehreren Männern auf bic Burg begab. Tie beiden Strolche verstechten sich in einem Turm, dessen Fußboden morsch und brüchig mar. Als die Verfolger die Turmtreppe hinauf polterten erklärte Weitzel dem Scherer: Es gelte jetzt bas Leben so teuer als möglich z u verkaufen, mit seiner letzten Kugel werbe er sich selbst erschießen. Al§ ber Burgbeschließer in den bunfclen Raum gelangte, rief Scherer: Feuer! Eine Kugel streifte den Rock des Beschließers. Sie schossen noch zweimal auf bic zurückweichenbeu Verfolger, wobei Lim an bei gestreift würbe. Der Be- sckstießer verständigte telephonisch bic Bübinger Gendarmerie, bic auch bie Burg durchstich.e ohne aber die Einbrecher zu Huben, bie sich inzwischen auf einem Dache versteckt hatten. 2er junge Scherer stellte >ich am andern Tag in Hanau d-r Polizei, sein Spießgeselle Weitzel würbe lurz Darauf feitgciwmmen. Tie Geschworenen bejahten die ^chuldsragen in bcm Tuuie, daß beide Angeklagten auf der Ronneburg, inbem sie bewaffnet waren, schweren Bandendiebstahl begangen, daß ihnen aber für diese Tat mildernde Umstände zuzubilligen seien; sie seien auch schuldig der Sachbeschädigung, des Hausfriedensbruches unter M»i- führung von Waffen, iinc» weiteren ichwcien Bandendiebstahls unter Zubilligung mildernder Umstände in Alt-Wiedermus und des Toofchlagsvcriuchs. Wegen des Angeitagten.archerer wurde die -Frage ob er die erforderliche Einsicht besessen wegen der Strafbarkeit seiner Handlungen ebenfalls bejaht. Das Urteil lautete gegen Weitzel am occr Jahre Bucht- Hans, gegen-Scher er auf zwei Jahre Gefängnis, unter Anrechnung der llntersuchuiigshaft. Beide nahmen das Urteil an. Bekanntmachung. Die Straße Dutenhofen—Münchboizbauseii wird wegen ihres Ausbaues innerhalb Der i^cmarkung Dutenhofen bis auf weiteres Kelramüiimchung. Betr.: Ausbruch Der Maul- und Klauenseuche in Ettings- ^niolae^Ausbrnchs der Maul- und Klauenseuche in Ettingshausen wird die Abhaltung der mtt Beiannrmacyung vom 19 Mai 1911 (Kreisblatt Rr. 41) genehmigten ^cyweuicmartte in'Langsdorf, Lich und Hungen verboten. Gsetzen, den 14. Ium 1911. _ Großherzogliches Kreisamt Gietze^ LV.; LangerNanL. Hessen-Nassau. h. Aus bcm Kreise Marburg, 13. Juni. Tem Ver- Daltungsbericht des Kreises Marburg vom Jahre 1910 ist zu entnehmen: Der Kreis hatte bei der letzten Volkszählung 56 941 Einwohner (gegen 53 779 hn Jahre 1905). Tie Bautätigkeit war eine sehr rege, denn es wurden in den Landorten und der Stadt Wetter 709 Bauten genehmigt. Im letzten Winter bestanden im Kreise 32 ländliche Fortbildungsschulm mit 503 Schülern. Die Kreishaushaltnngssck'nle hielt in Drei Landgemeinden und in Marburg je einen jecyswöchigen Kursus ab. Die Marburger Kreisbahn beförderte im Berichtsjahre 26 422 Personen (gegen 23 957 im Voriahre), die Einnahmen erhöhten sich von 73 852.22 Mark auf 75 849.91 Mark und die Ausgaben von 62 201.13 Mark auf 63 267.21 Mark. Bei Dreihausen wurde auf Rechnung des Kreises ein Basaltfteinbruch angelegt. Tas Steuersoll betrug 468 614 Mark, davon wurden 20 . Kreissteuern (93 723 Mark) und 10", > Bezirkssteuern (46 861 Mark) erhoben. Nach den Voranschlägen waren vorgesehen iit je einer Landgemeinde 325 und 320°,», in je vier 30U°.o, in je einer 275 und 260%, in 13 250%, in je einer 233 und 230%, in fette 225%, in je einer 222 und 210%, in 31 200%, in je einer 190 und 184%, in fünf 175%, in einer 160%, in zwölf 150%, in zwei je 125%. in zwei je 100%, in einer 90 uno in einer 50%. Die Stadt Marburg erhob 170 unb die Stadt Wetter 100%. Der Viehbestand im Kreise stellte sich bei der letzten Zählung auf 3373 Pferde, 26 601 Dtüioer, 13 333 Sajase und 21 731 Schweine. Aus dem Verkauf von Gemeinbeobst flössen in bjc Gcmeindc- kassen insgesamt 16 246.75 Mark (gegen 11706.30 Mark in 1909). Zur Unterhaltung bes 300 Kilometer langen Landwege- »etzes würben 90 252 Mark ausgewenbet. handeU * Postscheckverkehi. Im Reichspostgebiet ist bie Zahl ber Kontoinhaber im PostschcckDerkehr Ente Akai 1911 auf 56 100 gestiegen. (Zugang int Mon.it Mai über 10003 Aut biefeit Pomcheckkomen würben im Akai gebucht über 1,098 Milliarben Atart Gutschrifieii unb 1,094 Milliarden Dkark Lastschriften. Tas Gcsamtgulhaben der Kontoinhaoec betrug Ende Mai 110 Mrllwnen Mark ihr durchschnittliches Gesanttguthaben ipahrend desfelben Monats 123% Mülioncn Mark. Im Verkehr der ReichSpoft- schcckämler mit bem Postiparcassenamt in Wien, ber Postfpar- taffc in Bubapest, den sckjaveizerischen Postscheckbureaus unb ber belgischen Poswerwaltung wurden 5>/s Millionen Mark um- gcicut und zwar aus 2 340 Ucbertragungm in der Richtung nach und aus 9 570 Uebertragungcn in Der Richtung aus dem Aus- e nelerl DiLigst tiie ßrühi sehe Kuverts mit Firma druckerei, Gießen, Schulstr.7 Gießen, den 14. Ium 1911. Betr.: Landwirtschaftliche Bodenbenutzung im Jahre 1911. An Die Grotzh. äürgcrmciiicrtien öct? Kreises. In Abänderung unserer Bekanntniachung vorn 24. Mai 1911 Kreisblatt 'Rr. 42, bestimmen wir hierdurch, daß die Erhebungen der oben genannten Art nicht erft im Laufe diews Monats, sondern foioeit noch nicht geschehen, sofort vvrzunehmen ^"Einsendung des ansgefüllten Fragebogens hat bis spätestens 18. Juni zu erfolgen. Großherzogliches Kreisamt Gienen. ___________I. B.: Langermann. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalifation-arä-üen wird die Schützenstraße zwischen Mtobbcimer Straße unb Gleiberger Weg von heute an bis auf weiteres für jeglichen Fuhr- und Radmhrvertehr ge- '^Gießen, den 13. Juni 1911. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. G e b h a rdt.________________________ Kieme aagescqronit. Statt der bisherigen rot-weiß-schwarzen Fahne beschloß der Berliner Magistrat für die Zukunst rot-weiß-rot als rcichshauptstädtische Stadtslagge zu wählen. In Schweinfurt stürzte die Frontmauer ber Schuhfabrik Heimailn ein. Mehrere Personen wurden unter d.n Trümmern begraben. Zwei Tote sind geborgen, zwei Arbeiter noch verschüttet. (Sine Person ist lebensgefährlich, f ü n f b i s s e ch s sind schwer verletzt. EinmächtigerBrand,der nach Sonnenuntergang in Sfutarti aus kam, zerstörte den nordöstlich am Bosporus gelegenen Gürtel des asiatischen Stadtteils. Mehr als 40 Häuser wurden ein Opfer der Flammen. In der stulen Pollmondnacht gewährte die Riesenlohe, die weit den Himmel und das Meer in rote Glut tauchte, ein überwältigendes Bild. Eingesandt. Langgöns Wer Gc.cgenhcil batte nach bem Langgönfer Sangermt zu gehen, tonnte Die Wahrnehmung machen, daß sich ber On seit etiua zwei Jahren wesentlich verbessert hat. Da außer der WafserlcuungS- unb Kanalanlagc auch bie Straßen neu hergestellt sind — besonders bic, wo früher ein Groben durch- gesuhlt war — ist numnehr Langgöns üt dieser Hinsicht als eine vorbildlirte Gemeinde bcS Greises Gießen zu bezeichnen. Wer jebod) seinen Weg nach dem Friedhof wendet ist enttäuscht von dem fchlecknen Zustand in. dem dieser sich befindet. Ter Weg, der zum Frieohos führt, ist bei schlechtem Wetter la um passierbar. Tie überhaupt schon zu nichtige Uinf af sungs mauer des Friedhofs ist teilweise abgerissen — ein Zustand, der schon jahrelang besteht —; es befindet sich daher das kühner Volk öfters im Innern des Friedhofs, um auf den angelegten Begräbnisstätten sein Unwesen zu treiben. Auf dem Friedhof elbst herrscht lvenig Ordnung, bic Kränze und Abfälle lagern an vielen Stellen, an Wegen fehlt es derart, daß man nur mit Mühe und unter ber Gefahr, seine Kiewer zu zerreißen, zu ben Gradcrn gelangen kann. Ebenso beiinDen sich bie vorhandenen Wege in einem schlechten Zustand. Auch wäre es wünschenswert, wenn bei allen Beerdigungen der Totengräber das Zuwerfen der Grüber selbst besorgen würde, damit diese Arbeit nicht Schuß- jungen, gleichsam zum Vergnügen, überlaffen wird. Unter Berücksichtigung' der dem Beerdigungswesen zukommenden Pietät unb auch zum Schutz der von den Hinterbliebenen teilweise nut großen Opfern angelegten Grabstätten wäre cs doch empfehlens^ wert, wenn bie vorgesetzte Behörbe in biefer Angelegenheit geeignete Maßtiahmen zur Beseitigung ber oben enoäljnten Mängel treffen würbe. o< Sauber und solide gearbeitete liadewauuen erhalt. Sie von 17 Mt. an bet J. 16. Mauser Neustadt 56 Telephon 660 Letzte Nachrichten. Die Wahlen in Oesterreich. Wien, 14. Juni. Bis 6 Uhr heute früh lagen 400 Wahlergebnisse vor, darunter 232 eubgültige; bei 168 ist Stichwahl erforderlich. Bis jetzt sind gewälKt: 59 Ehristtich- Sozialc, 43 Sozialdemokraten, darunter 12 Tschechische. 34 Mitglieder des Tschechenklubs, 41 Deutschnalionale, 1 Anhänger ber deutschen Arbeiterpartei, 8 Polen, 5 Bukowinesen, 17 slowenisch- lat h. Kandidaten, 5 Slawisch-Rakwiiale, 7 italienische Katholiken, 2 italienische Liberale, 1 Auocmicher, 1 Attkonservatwer- Berlin, 13. Juni. Wie wir von zuverlässiger Sette erfahren, ist der Direktor des Königlichen Instituts für experimew. teile Therapie in Frankfurt a. M., der Entdecker des Salvorfan, Geheimer ObcrmcDizinalvat Prof. Dr. Ehrlich, jum Wirkt. Geheimen Rat mit dem Pttwikat Ex-ellenz ernannt worden. . Paris, 13. Juni. Eine Note ber Agence Havas bezeichnet die Meldung, Monis beabsichtige zurückzutreten, als unrichtig Ts beliebe zwifcycn bau Mimsterpräswenten unb bem Minister we er über die Abgrenzungsfrage ,nod) sonst eine Differenz. London, 13. Juni. Der Arbeiterführer Tom Mann ist in Lioervool angetommen, um den Ausstand zu leiten. Joseph Gotter, Mitglied des internationalen Ausschusses, erklärte, es sei lein Tag für bic Erönnung festgesetzt. Wenn ber Streck aus- bredje, würden alle großen Dampfer ber Ueberfcelmien ausge- yalten werden. Bon ber Strcitleitung in Glasgow wirb erklärt, daß ein Generalstreik der Seeleute tevvrstche; es wirb aber abgelehnt, bas genaue Datum vor morgen, wo Demonsttationen nattfiuoen sollen, behnnt zu geben. South Shields, 13. Ium. Der auf morgen augesetzte Seernannsstreik wird nach Den leßten Beschlüisen abends um 7 Uhr beginnen. Das Signal dazu wird durch Abseuern einer Rakete gegeben. Biareggro, 13. Ium. In Villa Planere fand die Verlobung des Erzherzogs Karl F r a n z I o s e p h mit der Prinzessin Zita von Bourbon von Parma statt. Nach den Feierlichieiten ist ber Erzherzog nach Konten abgereist, um den Kaiser Franz Josef bei ben >ccönungsfeierlichreiten zu vertreten. nationaler Oeutscher Rundflug. Magdeburg, 13.Julii. 11.der den UnHA. des Fliegers \ Müller wird gemeldet: Der über dem Magdeburger tvu9= I felde angetommen über das Ziel hinausgeflogen war, wollte in einer Kurve zum Zielband znrückkehren, als plo^lich der Bekanntmachung. Samstag, 17. Juni l. Js., vormittags 10 Uhr soll | das Heugraö von den Anilaltsivtcscn m 6 Losen an Ort und I Stelle meistbietend versteigert werden. Zllsammenkunft am Verwaltungsgebäude, woselbst auch f bie 23ecfteigerung6bebingungen bekannt gegeben werden. baß man Räh.-reS über ben Gang erfahren konnte, kürzlich abgebrochen worben unb seit biefer Zeit datiert ber fortgesetzte Rückgang ber Peter-Aktien. In .'!klioiiärkreisen besteht die Meinung, baß bie Verhandlungen wieder ausgenommen unb auch zu Ende -esührt werben. Tiefe Erwartung stützt, sieb auf Bank mutcUungvn, deren Zuverlässigkeit aber bezweifelt wird In diesen Aktionärkreisen bat man auch die Behauptung ausgestellt, daß der gegenwärtige Kursrückgang auf einen künstlichen Truck znrückzuführrn sei. Tem ist aber nach Lage der 5adie nicht so. Ter Aktienkurs ist infolge der Koncer ii-Aussickrten bis ca. 375 g. fliegen, unb als diese Aussichten gefunden ivaren, ist er eben wieder bis etwa 320 zurückgegangen Die Beschäftigung der Ge- seilfchaft würbe uns erst jüngst al-5 recht gut bezeictrnci, ber Umsatz sei im lausenden Jahr bisher über den vorjährigcn^binaus gegangeii. Andererseits muß aber doch auf die starken Schwankungen der Rohgummipreifc und aus ben jüngsten PreisfaU hin gewiesen werden. B een, 13. Juni. Bei der G o t t h a r b t b a b n • ® e | c 11- schalt in Llauidatioii beliefen sich 1910 die Einnahmen ans 14 222 713 Francs, Die Ausgaben aut 5 592 283 Francs, der Uebci- idjiiB also nur k 630 450 Francs. Für die Zeit vom 1. Juki 1910 Ui-1 JO. Jnnl 1911 soll eme Dividende von 35 Francs für bic Aktie gewahrt weeden. "niärfteT o Lanbach, 13. Juni. Ter heutige S ch iv e i ne m a rk t, der eigentlich wegen Der in der Umgegend herifchenden Manl- und KtkUlenjeuche ausraden sollte, war doch von 40 Stuck Jung- jchwelnen befaljten, Die im Preise von 30 Mk. das Paar verkauft ivuröcit. 3845 MU Ä- Die Beerdigung findet am Donnerstag den 15. Juni 1911, nachm. 3 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. Kondolenzbesuche dankend abgelehnt. Laura Bernhard Gerichtsassessor Dr. Robert Bernhard WWRvWWVW Giessen und Höchst i. 0., den 13. Juni 1911. (Ludwigstrasse 41) Es hat Gott gefallen, unseren inniggeliebten und guten Vater, den Oberpostsekretär a. 0. und früheren Vorsteher des Postamts 2 in Giessen Rechnungsrat Friedrich Emil Bernhard in seinem 70. Lebensjahre heute nacht 1 Uhr durch einen Schlaganfall zu sich zu rufen. Blumenspenden dankend verbeten. 3852 m Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Rosette Beverstein geb. Frank Giessen, Steinstr. 231, New York, Moskau, Büdingen, 14. Juni 191 L Die Beerdigung findet Donnerstag 3«/» Uhr auf dem neuen Israel. Friedhof statt. Gestern morgen verschied nach langem Leiden mein lieber Gatte, unser guter Vater, Schwager und Onkel Herr Adolf Beverstein im Alter von 72 Jahren. 'M Bioqlobin Furöctwvächjiahe Blutarmi Nervös« ■ c. ReCbdvafesce nren ‘ Garantiert rein Kronen-Aluminium- Kocbgeschirre empfiehlt 3162 J. B. Hauses’ Neustadt 56. Telephon 660. Zum Neubeziehen für Sonnen- und Regenschirme Agrosse Änswahl Stoffe /. Billige Berechnung Casseler Schirmfabrik Giessen, Seltersweg 9 :: Reparaturen schnell n. bill. Eucalyptusöl .Bonus' beste Einreibung b. Gliederreissen, Rheuma 1.00 Mk. nur Hirsch- u.Pelikan-Apotheke. Uiv11 , ,l Jmmalilt macht das Leder tmrd) seinen hohen Fettgehalt geschmeidig und wasserdicht, ist im gebrauch sehr billig und beaucm da wöchentlich nur ein etwa 3 maliges Aufträgen, sonst nur Nach- 6 tMten bezw. Nach reiben genügt und der mühelos erzeugte Glan^; iveder durch Ncgen noch dlirch Staub entfeint wird. st*8.’* Vertreter: Wilhelm Margraf, Glichen, Neustadt 59. Tclevh. 535- DC THOMPSON': PU Paket SEfFENPULVER Die Dachdcckerarbeiten zur Herstellung der Stellwerke „Nnt" u. „Nsl" aus Bahnhof Bad-Nauheim i ollen getrennt nadrLosen vergeben werhen. eleidnuinnen und Au- gebotsmuflcr liegen un GeschästS- gebäude der Bauabteilung zur Einsicht aus, letitcrc können, solange der Borral reicht, gegen vorto- und bestellgeldfreie Einsendung von je 85 Psg. bezogen tverden. Die Angebote für Stellwerk „Nnt" werden am 26. ,3um vormittags 10 Uhr, die für Stell werf „Nst" vormittags 11 Uhr geöffnet. Aufchlagsfrist 4 Wochen. Krotzh. Hess. Eifeubahn-Bauab- teilung Friedberg. Id1-' ,-, Hengras- Bersteigerung iits cmst.MmcnWszuW Montag den 19. Juni 1911, vormittags 8 Uhr cmsangend, soll das Heugras von den dein Marienstist Lich gehörigen etwa 80 Morgen Wiesen in den Gemarkungen Lich, Ober- n. Rieder-Bessingen an Ort und Stelle öffentlich und meistbietend versteigert werden. Der Anfang ist an der Stockbrücke. Die Versteigerung in der Gemarkung Ober-Bessingen beginnt um 11 Uhr im Sauten- kor bei Abteilung Nr. 1. Lich, den 13. Juni 1911. _________Büchsensch ü tz. ^Bade- Hosen,-Anzüge,«Handtücher, -Frottiertücher Frottierlappen .'. Hauben .-. Ferner a8/ti Kämme. Schwämme .. Brenn - Scheren . Seifen Zahnbürsten, Nagelbürsten. Haar-Unterlagen Baien $ Cie. I » <' Deulsdie erstil. Solidaria-Fahrräder < • auf Wunsch < ' Teilzahlung! ' > Anzahl: 20, 30, * * 50 ,\\k. Abzahi. < » 7—15 Mk. mon. < > ■ > Zubehörteile spottbillig. Preislist ert < > < . J. JEN DROSCH & Co., o < ►« Cherfettenburg No. 251 i Deutsche Märchen in Berseu,2Mk. Bu bezieh, v. Weidefcld in Lchrudn ______________^.751______________ Fußschweiß, 789 Hand u. Aetuclirhweikr, 2Lwlf, Wunde Füße, Creme „Mcdetnr" ^d). 25,40'Bf. Hai sich tausends, bew. NdU: Pelikan-2lvoth., äicuövL 2 ’**?: Ludwig Lazarus, Aitcrweg 53. 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