s cs IS to 2 K s s ■9 n S S- 5 S p 01 Z L ■Q ,s- S 5* Z P t = ? S 3.."* "CO -2-5 8Z7-5 53 »s !9n2^ L ^5$ tyC'rt'o-P .L" 2^§2. S’?S»|?|»pg4 ■5- rhClH? Ws °<2-3Hg' -2 ^S° . - 5--.^--L2§§ :3«. »=£-»% 5'SS ► 2 o 5,^2 o- k)2 Sr- 2. ”-• ^s^g-Lr Dte heutige Nummer umfaht 10 Seiten. der Wanken ge eine Weizen pofet Gerste werden darf. 130 131 408 976 163 2U1 In» Turchichnitt 1895/99 . . 19U0/04 . . 129 130 Roggen 13- 139 174 Weizonernte „ Haferernte „ Gerstenernte .. Weiterhin heißt es: „Es machte sich stellenweise eine übertriebene .Preissteigerung für den Grund und Boden geltend,, so daß nicht selten Preise gezahlt worden sind, welche für den Erwerber trotz intensiver Bewirtschaftung auf die Dauer eine Rentabilität des Grundbesitzes ausschließen und im Falle erheblicher Verschuldung in schlechten Wirtschaftsjahren zur Zwangsversteigerung führen müssen." Daß eine solche Bodenpreis-Entwicklung eine ernste Gefahr für die Landwirtschaft bilden muß, liegt aus der Hand trotz der anscheinend gegensätzlichen Ansicht des Präsidenten von Schwerin-Löwitz, der ui seiner bekannten Tischrede bei dem Deutschen Landwirtschaftsrat auch das Kunststück fertig gebracht hat, den Einfluß der Getreidezölle auf die Bodenpreise glatt in Abrede zu stellen. Um von der Mobilisierung des Großgrundbesitzes em Bild zu entwerfen, sei erwähnt, daß jährlich mehr als Solltarif, verschuldungszunahme und Bodenspekulation. Die Natlib. Korrespondenz bringt nachstehende Aus führungen über die Wirkung der landw. Schutzzölle. Die seit der Inkraftsetzung des Zolltarifs und neuen Handelsverträge verflossene Zeitperlodc genügt voll ständig, um zu prüfen, ob das vornehmste 3icl dieses „agrarischen" Zolltarifes, die deutsche Landwirtschaft aus einem Jahrzehnte währenden Notstände der Gesundung ent gcgenzuführen, erreicht worden sei. Die PrüiungszeU ermöglicht auch, wie vorweg bemerkt sein mag. Blicke in die zukünftige Entwickelung unserer Landwirtschaft, weil die Wirkungen des Zolltarifes gerade aus agrarischem Gebiete in mehrfacher Richtung mit außerordentlich plastischer Klar »er neueren der A u f - . eine solche von 38 Mk. . Für die Beurteilung der erhöhten Rentabilität der Landwirtschaft kommen neben den Getrcidepreiseii wefentlick auch die Biel)preise in Betracht, namentlich sur die kleinen und mittleren Landtvirtc. Diese haben zwar mit den Getreidepreisen nicht gleichen Schritt gehalten, immerhin tritt aber die Wirkung der erhöhten Vieh- und ^leisch- zölle seit 1905 deutlich in die Erscheinung; so stteg z. B. der Preis für Ochsen zweiter Sorte am Berliner -schlacht- vichhos von 124 Mk. im Jahresdurchschnitt 1900 04 auf 141 Ml. im Durchschnitt 1905/09; der ^chweinepreis gleich- reitia von 105 auf 125 Mk., der .stälberpreis von 136 auf 163 Mk., der Preis für Hammel von 121 auf 141 Mk. ~ic die letzte Biehzählung erkenneil ließ, haben die gestiegenen Bichpreise auf unsere Viehzucht einen segensreichen Einsluß ausaeübt, iiamcntlich hinsichtlich der Schweinezucht, nut welcher sich vornehmlich der kleine Landwirt zu befassen pl^ls Gesamtergebnis der zolltarifarischen und handels- vertraglichcn Neugestaltung unserer landwirtschaftlichen Verhältnisse muß jedenfalls festgestellt werden: cm von Ataljr zu Jahr zunehmender wirtschaftlicher Aufschwung und steigende KapitalkPfft, die unser gesamtes Wirtschaftsleben befruchtet hat. Man hätte nun wohl erwarten biirfcn, daß nach dem Erfahrungssatze: „Wer seine Schulden be zahlt verbessert sein Vermögen", die Landwirte nut allen Kräften daran gehen würden, ihre Hhpothckenschulden zu tilgen. War doch auf Grund der Einkommens- und Grund weiter steigen." . Was mit einem solchen übertriebenen Optimismus bc zweckt wird, entzieht sich unserer Kenntnis; wir möchten aber doch darauf aufmerksam machen, daß der Feuer Versicherungswert der ländlichen Gebäude mit dem Zins aufbringen für Hypotheken doch nur in recht losem Zusammenhänge stehl. Gewagc erscheint auch die Behauptung, daß die Aufwendungen für Meliorationen, Verkehrs und Betriclsmitlcl so erheblich verstärkt worden seien, um die gewaltige Zuikahrnc der hv-othestlrischen Verschuldung auch mir einigermaßen gerechtfertigt erscheinen zu lassen. Au;:er ordentlich bedenllich i't aber die Behauptung, der reine natürliche Ertragswert unseres Bodens sei um das Vielfache mehr gestiegen als dessen Verschuldung. Man höre: „Leit ]8ö6, feit welchem Jahre die Statiitil der Hypotheken bcivegung im Königreich Preußen sortgesührt wird, hat die landwirtschafluche hypothetaritche Verschuldung in Preußen um mehr als sechs Milliarden Mark zugenommeu. Diese Verschuldungszunahme dürste allein ein Zinsauf bringen von 250 Millionen Mark erfordern, theoretisch betrachtet gewiß teinc bedenllich hohe Lumme im Bei hältnis zu dem infolge des neuen Zolltarifes erzielten Mehreintommen der Landwirtschaft. Aber vermöchte dieser eine daucrtidc Ertragswertsteigerung zu gewährleisten? Tie letztere ist doch in erster Linie durch hohe Schutzzölle bc wirkt worden, die doch schließlich wieder einmal herabgesent oder beseitigt werden könnten. Und wenn man in guten Zeiten nicht an die Schuldentilgung denkt, was soll bann erst in kritischen Zeiten geschehen? Noch größere Besorgnisse als die Verschuldungszunahme muß aber die infolge des Zolltarifes ins Un- gemessene gestiegene Bodenspekulation erregen. Früher tonnte man in Deutschland mit Fug und Recht von der Bodenständigkeit, der zähen Treue zur ererbten Scholle bei der landwirtschaftlichen Bevölkerung sprechen. Heutzutage braucht man nur einmal agrarische Tages- ober Fachblätter aufzuschlagen, um zu erkennen, wie sich eine Verlaufs- und ^pekulationslust betätigt, die nicht auf den Großgrundbesitz beschränkt bleibt, sondern auch den großbäuerlichen Besitz ergriffen hat. Tie gestiegene Rentab.lität der Landwirtschaft hat wesentlich auch zu ihrer Mobilisierung beigetragcn. In der Zeitschrift des Kgl. Preußischen Statistischen Landcsamtes, die das Zisfernmaterial absolut unparteiisch zu beurteilen pflegt, wird die landwirtschaftliche Verschuldungszunahme zum wesentlichen Teile auf die überaus große Häufigkeit des Ueberganges von landwirtschaftlichem Grundbesitz in andere Hand zurückgeführt und es wird bemerkt: ..... „Der starke Besitzwechsel ist nicht durch mißliche Verhältnisse in der Landwirtschaft veranlaßt worden, vielmehr hauptsächlich durch die bedeutende Steigerung, welche die ländlichen Bodenwerte im Laufe der letzten Jahre erfahren haben." Agadir. In der f r a n zö si s ch c n ft a m in c r kam am Dienstag die 'Ot arotko-Angelegenbeit zur Sprache Tcr Minister des Aeußern de Selves erklärte dazu: Man verlangte von mir Auskünfte über die Vorgänge, die mit der Entsendung des deutschen Kriegsschiffes nack) Agadir int Zusammenhang stehen Ich kenne die Weisheit und den PaLriotismus, der die Kammer beseelt; an diese Eigenschaften avpelliere ich in dieser Ltnndc. Tie Pourparlers laben begonnen, und eine Besprechung ist im Gange, ich bitte darum, zu gestatten, daß diese Besprechung in Ruhe und der hohen und würdigen Form vor sich gehe, die den Großmächten, die mit einander unterhandeln, geziemen. «Lebhafter Beifall auf allen Bäulen mit Ausnahme der äußersten Linlen. Wenn die Stunde gekommen sein wird, o werden mir, seien Sic überzeugt, nicht zögern, vor Ihnen zu erscheinen und Ihnen zu sagen, was wir getan haben, (Eine Stimme aus der äußersten Linken:'Für den Frieden! Ausrufe auf verschiedenen Bänken.) wie wir gehandelt haben und Sie zu bitten, meine Herren, abzuwägen, zu prüfen und zu erklären, ob wir auf der Höhe unserer Aufgabe gestanden haben. Für diesen Augenblick bitte ich Sie um Die Erlaubnis, die Tribüne verlassen zu dürfen und uns Vertrauen zu schenlen. Tie im Gange befindliche Besprechung wird mit einer beharrlichen und der unerschütterlichsten Sorge für das geführt, was die Interessen und die Würde des Landes erfordern (Anhaltender Beifall auf allen Bänken, ausgenommeii auf der äußersten Linken. , und auch mit der Sorge dafür, mit der M a ch t, mit der wi r u n t erst a n d e l n , die Beziehungen des g u T c n Einver- nehrnens und v o ll ko mm en e r 'L oy a li t ä t aufrecht zu erhalten. (Langandauernder Beifall auf den gleichen Bänken.) Jaures verlangte, daß die Tebatte morgen beginne, die Würde Frankreichs fei in feiner Weife in Gefahr, de Selves verlangte $ e r t a g u n g auf unbestimmte Zeit, die auch mit 476 gegen 77 angenommen wurde. Nach dem Ausgang dieser Verhandlung ist nicht an- zilnchmcn, daß dem gütlichen Ausgleich der deutsch-französischen Meinungsverschiedenheiten von der französischen Volksvertretung Sck)wierigieiten "bereitet werden, ein Ergebnis, das gewiß in ganz Deutschland freudig begrüßt werden wird. * Der französische Botschaftsrat Baron v. B e r ck h e i m ist gestern abend aus Berlin in Paris eingetroffen, um dem Minister des Aeußern mündlich Bericht zu erstatten. Inzwischen trifft England Vorbereitungen, um gegebenenfalls in Marokko militärisch mitsprechen zu können. Reisende, die aus Gibraltar kommen, behaupten nämlich, daß das englische Königin-Infanterieregiment m a r s ch- b er eit fei, um bei Eintreffen eines Befehls sofort nach Tanger abzugehen. Ter französische Minister des Aeußern de Selo es hat , Dom französischen Geschäftsträger in Tanger Auskünfte , über die Ausschreitungen verlangt, die sich die Spanier m El Ksar gegen französische Staatsange- ■ hörige schuldig gemacht haben. Veit hervorgetreten sind. Wie nicht anders erwartet werden konnte, haben die wesentlich erhöhten Agrarzölle, welche am 1 März 1905 wirksam mürben, erreicht, was den Zollsätzen ans der Caprivi scheu Periode verjagt blieb: nidn etwa eine Stct.g (eit der Getreidepreise, wohl aber die Gewähr für eine ausreichende Rentabilität der Landwirtschaft. Tiefe Tatsache wird bis zu einem gewissen Grade ersichtlich gemacht durch einen Vergleich der Getreidepreise vor und nach dem Inkrafttreten des neuen Zolliarftcs, wobei wir für Roggen und Weizen die amtlichen Notierungen »>es Berliner, für Hafer und Gerste die Notierungen ves Breslauer Gctrcidcinarktcs zitgrunoe legen und zwar, um bic Konfuiitturfchwankungen auszugleichen, in fünFahrigen rurchschnitten. Hiernach betrug also der Preis für Tonne in Mark bei gänzungssteucr-Matcrialicn erst kürzlich festgestellt worden, daß die Vcrschuldiuig der Landwirtschaft namentlich in Den östlichen preußischen Provinzen einen beforgniserregen- Dcn Umfang angenommen habe; und war doch gerade von den angesehensten und »veitsichtigsten Führern der Land und Bolkswirtschaft bic feit Jahrzeh>i7c,i in Zunahme begriffene hnpothekarffchc Verschuldungszunahme als der Krebsschaden für die Landwirtschaft bezeichnet worden Leider sind die Erwartungen und Hoffnungen nach dieser Richtung stark getäuscht worben, wenigstens im Königreich Preußen. Nach Maßgabe ber amtlichen 3tati|ti[ stellte sich nämlich in Preußen ber die Hvpothcken Löschungen übersteigende Betrag an Hvpotheken Eintragungen in länd lichcn Bezirken im Durchschnitt der Jahre 1898 1905 auf 385,5 Millionen Mark. Seit dieser Seit, also nach dem Inkrafttreten des neuen Zoll und Vcrlragslarifes war bic I vpothelarische Verschulbungszunahme pjOfi 515,2 Millionen Mark 1907 556,3 , , 1908 584,1 „ , 19u9 664,2 , , Die kolossale Mehrbelastung des landwirtschastlichen Bodens gibt zu denken, um so mehr, wenn man daran denkt, luie die stark verschuldeten Besitzer in ungünstigen Perioden ihren Ziiisverpftichtungen nachkommen sollen. Ter Präsident des Deutschen Landwirtschaftsrates Graf von Schwerin Löwitz hat zwar in der letzten Landwirtschaftswoche diese Beden leii zu zerstreuen gesucht, indem er be- merkte, daß der reine natürliche Ertragswert unseres Bodens um das Vielfache mehr gediegen sei als dessen Verschuldung. Er begründete seine Behauptung mit dein Hinweis darauf, daß allein der Feuerversicherungswert der ländlichen Gebäude nm etwa doppelt so viel gediegen fei wie die Verschuldung: darauf äußerte er wörtlich: „Mindestens in gleichem Maße dürften auch tu-' Kapital- inüefiicriingcn für Meliorationen, Verkehrsmittel. Wirt- schastsinventar und namentlich Betriebsmittel gestiegen sein Insgesamt am 32oU Millionen Mart Für die Zeit von 1905—1909, also nach dem Jnkraft treten des neuen Zolltarifes — das Jahr 1905 stand mir seiner Preisbildung schon wesentlich unter der Wirkung öeö neuen Tarif es — beziffert sich der Jahresdurchschnitts wert der . deutschen Noggeneritte aus 1774 Millionen Mark , „ Weizencrnte , 842 , „ , Gerflenernte , 483 „ , Halcrerntc „ 1271 „ „ Jiisgcfaml au, 4370 Millionen Mark Hiernach würde also die jährliche Ernte bei den wichtigsten Gctreidcarten unter der Wirksamkeit des neuen Zoll lurifes durchschnittlich um den sehr ansehnlichen Betrag von 1140 Millionen Mark höher zu bewerten sein als kurze Zeit vorher. Damit soll natürlich nicht ohne weiteres behauptet werden, daß der deutschen Landwirtschaft dieser Mehrbetrag ungekürzt in die Taschcii geflossen ist; denn man muß berücksichtigen, daß mit der gestiegenen Kapitalkraft unserer Landwirte gewisse Summen in Bodeiimelio- rationcn angelegt worden, die die Ertragsfähigkeit des Grund und Bodens gesteigert haben, sicherlich haben in den letzten Jahren auch die Löhne für landwirtschaftliche Arbeiter ihre steigende Tendenz beibchaften. Als Tatsache wird man aber uneingeschränkt fest st eilen können, daß die Getreidepreise über Erwarten günstig für die produzierende Landwirtschaft in die .Höhe gegangen sind; ,o hat 'z. B. der gegen die Eaprivischen Handelsverträge um loMk. für die Tonne erhöhte Roggenzoll eine Preissteigerung von 35 Mk. bewirkt und der nm 20 Mk. erhöhte Weizenzoll 1905,09 . . . Mil Hilfe der Rcichsstatistik wird auch ermöglicht, mit einiger Zuverlässigkeit ziffernmäßig den Mehrwert der Ernten unter der Herrschaft des neuen Zolltarifes festzri (teilen, wobei allerdings nicht übersehen werden dars, daß die Steigerung der Hektarerträge auch noch in den len,en wahren einige Fortschritte zu verzeichnen hat. Hiernach be ccrtnrct sich für das Jahrfünft 190:1 1904 (vor dem neuen Zolltarif) der Iahresduichfchn,11sweri der dculfchen iEog-ienccnu* auf 1269 Wälhorcn 2)larf 586 „ , iiiiii Prozent desselben den Besitzer weckst et i Danach wird Großgrundbesitz in einer Hand durchschnittlich nur wahrend eines zwanzigjährigen Zeitraumes behauptet, xcv nbci- kommifsarisch gebundene Besitz ist hierbei noch nicht emmol beri.ckiichlial worden Auch der großbäuerliche Besitz zwicken 50 und 100 Hektar wechselt sehr häufig infolge ftenn Vertrages seinen Besitzer, wenngleich hier noch der Besitz- wechsel infolge Erbganges überwiegt Benn mittleren bäuerlichen Besitz überragt die Zahl der Eigentumöüber- traflungen -.nfolgc Vermächtnisses bic ber Verkaufe erheblich , aber immerhin muß man mit Bebauern lest stellen, bau bie Liebe zur heimatlichen Scholle stark tuS Nr. 161 Erstes Blatt 161. Jahrgang iHittwoctj, 12.3j[je WW r Glehrner Anzeiger W W n.onnllich 75Pfviert ek- -r cheini täglich, außer ▼ . ■ . ▲ ▲ ▲ ▲ ▲ jährlich Mk. 2^0, durch blatt für öen Kreis ftiefjen WR M ■ ■ ■< BW Mr ■ E ST B JF W H B wE B Ä B "■ B Dienstag und Freua.., VÄjr ® B B M K B R . l-V ML auswärt- 20 Pfenmq. ncimnl monail. £ant wLJ V. Mw Q Br B B Ehestedakteur:A. Goetz. virtfchastlicheSeitfraaei ~ M B Verantwortlich für den ^eriifpreck - Anfchlüsfe MM ^7 oolittfchmTeil: Auaust General-Anzeiger für Oberyeffen SäSiSE Anzeiger Aießcu. v " * ’ . . . , cAniWrAti* 7 ralh; sür „Stadt und rnnahme von Anzeigen Hotofionsörud unb Derlaa der vruhl'fcken Univ.-Vuck) und Steinöruderei R. Lange. Redaktion, Lrpedffion und vrucrerei: dinuinraye t. Land-: E Heß: für den XS9 vüdmgen: z-rn!pr-ch.r Nr. 5« Ib-. H. «ed. kommen ist. Eine überaus unerfreuliche Erfcheinung lanbwirtfchastlichen Entwicklung muß in i a u g u n g des b ä u c r 1 i ch c n B c sitze ü du r ch b en Großgruubbefitz erblickt werben Wahrend die Staatsregierung mit Recht bei Erhaltung unb Vermehrung ber Baneriihöfe ihr volles Interesse zuwenbet, hat sich mit bet Besserung unserer tanbiilschaftlichen Lage beim Groß- grnnbbesitz vielfach ein unstillbarer Laubhunger cingeftcllt, ganz wie in früheren Perioben laiibwiiischaftlichcn '.luj- Ichwunges Ohne die Bebcntung bes GroßgrnnbbcsitzeS für •vnfere gesamte Vollswohlfahrk zu verkennen, nnrb man aestehen müssen, baß bic Grunbbesitzvcrte.liing m ben ost- lichen preußischen Provinzen großenteils schon nickt meyi al'- zweckmäßig angesprochen werben kann, wenn in ein* seinen Regierungsbezirken ber Großgrunbbesitz weit ickcr bic Hälfte ber Anbauflächen in feiner Hanb hat Der Latisunoienbildikng durch Aufsaugung bäuerlichen Besitzes sollte mit allen verfügbaren Mitteln cntgegciigctrctcn lixi - den, denn diese Besitzbildung widerstrebt allen Grundsätzen einer nationalen Bcvölkerungspolitik Vor etwa hundert Jahren wurden die Laudcskiiltur- tbili.* veröffentlicht, welche unsere Agrarvcrsassung aus trostlosen, lultuijckädlichcn Verhältnissen m gesunde Bahnen Icitclc. Tie Befreiung des Bauernstandes aus der .^Öligkeit unb Leibeigenschaft hat herrliche Früchte getragen. Sorge der Staatsrcgicrmig und gesetzgebenden Faktoren milß es jetzt sein, dafür Sorge zu tragen, daß nicht etwa wieder ber Rückmarsch in jenes unselige Land angetreten werbe; nicht als ob jemals wicbcr Fronbieuste unb Leibeigenschaft in Frage kommen könnten. Wohl aber bedroht bic bedenkliche Zunahme der Fideikommiß- und sonstigen Latisuiidienbilbung unsere Agraiverfassung im ganze,i — eine iiatioualwirtschasllichc Gefahr, die nicht unterschätzt Die Merzte haben angesichts der Ausregnngen der letzten Wochen dem Pfarrer Jatho dringend angeraten, die noch aus st eh en den Vorträge im bergischen Revier glicht zu halten und alsbald eine Erholungsreise an- Lutreten. Pfarrer Jatho hat daraufhin die entsprechenden Absagen erteilt und wird sich auf mehrere Monate vollständig zurückziehen. schen Schiedsvertrags. Wie berichtet wird, schlug England vor, daß die Allianzklausel, welche die gegenseitige Unterstützung im Kriege vorsieht, dahin abgeändert werde, daß die Klausel reine Anwendung findet, wenn einer der beiden Verbündeten sich im Kampf mit einer Nation befindet, mit der der andere einen Schiedsvertrag abgeschlossen hat. Japan soll dem Vorschlag zu gestimmt haben. Die Antwort an Maximilian Harden. Von A. C o l s m a n, Direktor der Luftschiffbau Zeppelin G. m. b. H, Aus Hessen. Worms, 11. Juli. In einer stark besuchten Vertrauensmänner Versammlung der nationalliberalen Partei der Stadt Worms wurde gestern Justizrat Stephan einstimmig als Kandidat für die Landtagswahl aufgestellt. Der Ausstand der Seeleute. Amsterdam, 11. Juli. Die Reeder wiesen die Ver- m r t t l u n g des M i n i st e r s in der Frage des Ausstandes zurüa. mit der Erklärung, sie würden die Forderungen der Seeleute aus Lohnerhöhung in Erwägung ziehen, bis der Ausstand beendigt sei. Av t t er da m , 11. Juli. Tie hiesigen Reeder faßten den Beschluß, sich als dauernde Vereinigung zu organisieren, ö"enter wurde beschlossen, falls die Seeleute uitd Heizer die Arbeit zu den alten Bedingungen wieder aufiiehmen sollten, im Sep- £tnen Ausschuß der Seeleute zu empfangen. Wenn der Ausschuß dann für die nächsten drei Jahre die Garantie über» iteomcit will, das; keine neuen Forderungen erhoben werden tollen und die Mannschaften keine Haltung annehmen wollen, durch die die Schiffahrt gefährdet werden tonnte, sollen die Seeleute, die Maschinisten rind die allgemeinen Personen der Post- dampf-Schifsahrt und Küstenschiffahrt ab nächsten Januar eine monatilche Zulage von drei Gulden erhalten. Nachdem sie von dteiem Vorschläge Kenntnis erhalten) haben, beschlossen die Seeleute mit 320 gegen 179 Stimmen den Ausstand zu beenden. London, 11. Juli. Die Needervereinigung kündigt an, daß ihr Plan für das Außerdien st stellen von Schiffen, demzufolge die Eigentümer außerdienstgeftellter Schiffe eine Entschädigung durch Beisteuern der anderen Mitglieder der Vereinigung erhalten sollen, nunmehr in Kraft getreten sei. Der Vereinigung wurde bereits mitgeteilt, daß über hundert Schiffe für mindestens einen Monat außer Dienst gestellt worden seien. In einer Versammlung der Schiffseigentümer in Cardiff wurde eine Entschließung vorgeschlagen des Inhalts, daß die Löhne von 4 Pfund 10 Schilling aus 5 Pfund monatlich erhöht werdeit sollen: sie fand aber keine Unterstützung. Dagegen wurde beschlossen, die Union der Seeleute nicht anzuerkennen. In Glasgow ist eine Wendung zum Schlimmeren eingetreten. Eine große Anzahl der Dockarbeiter streikt. Eine Versammlung der Schiffseigentümer in Glasgow sprach ihre größte Mißbilligung über das Verhalten der Arbeiter aus. Tie Seeleute verteilten Flugblätter in der Stadt, in welchen erklärt wird, die Schiffseigentümer hätten mit Ueberlegung das Angebot einer Vermittelung des Handelsamts abgewiesen und zahlten nicht die der Lebenshaltung entsprechenden Löhne. Die Schifss- eigentümer haben erklärt, daß sie Lohnerhöhung bewilligt hätten und daß die einzige noch übrige Streitfrage die Anerkennung der Union sei. Der Ausstand in Albanien. In Albanien fanden am 6. und 7. Juli neue Angriffe der Rebellen statt. Türkischerseits wurde ein Soldat getötet und ein Offizier verwundet. Am 7. Juli griff eine starke Abteilung Rebellen von Selee die türkischen Vorposten an. Sie töteten drei türkische Wasserträger und einen der Regierung treu- gebliebenen Gemeindevorsteher. Die albanesische Bevölkerung von A r g h r o k a st r o erklärte sich, durch Agitatoren nufgehetzt, für unabhängig. Sie nahm den Mutessarif gefangen und sperrte ihn ein, erbrach die Regierungskasse und raubte 400 Pfund. Schließlich zogen sich die Aufständischen in das Fort zurück. Eine Abteilung Soldaten wurde von den Albanesen aus der Gegend verjagd. Von Janina ging Militär nach Arghrokastro ab, auch von Oberalbanien wurden Truppen dorthin geschickt. Man hofft, der Erregung bald Herr zu werden. Der türkische Gesandte in Cetinje verlangte die Ausweisung von fünf Führern der Malissoren, die als Hauptaufwiegler betrachtet werden, aus Podgoritza. Wie verlautet, sagte die montenegrinische Regierung zu, dem Verlangen zu entsprechen. 6:2, 0:3 Iv Herr Fischer II. Herren-Einzelspiele mit Vorgabe: Ltn. Wolf mit 6:3, 6:4 L, Herr v. Döhren II. Damen-Einzelspiel mit Vorgabe: Frl. Kempfs mit 6:3, 7:5 I., Freiin v. Rabenau II. Herren-Doppelspiel mit Vorgabe: die Herren Fischer-Schmidt mit 2:6, 6:3, 6:1 I., die Herren Bücking-Spengler II. Gemischtes Doppelspiel mit Vorgabe: Frl. Emme lins- Ltn. Wolf mit 6:2, 6:3 I., Frl. W e t t er-Herr Fischer II. ""Das 5. Abonnementskonzert findet wegen anderweitiger Inanspruchnahme unserer Negimentsmnsik erst morgen in acht Tagen (20. Juli) statt. •• Eisenbahn Unfall. Am Dienstag vormittag wurde auf dem hiesigen Hauptbahnhof ein Bremsschuh leg er von einem Eisenbahnwagen erfaßt und gegen einen Lichtmast geschleudert, wobei er sich eine nicht unerhebliche Verletzung am Kopfe zuzog. Nach Anlegung eines Notverbandes konnte sich der Verletzte zur Klinik begeben. ** Eine Verwechslung. Die in Nr. 159 gemeldete Verhaftung eines Briefträgers erfolgte nicht, in Frischborn, sondern in einem ähnlich heißenden Ort in Hessen-Nassau, wie schon qii§ dem angegebenen Stationsort des ihn verhaftenden Gendarmen heroorgeht. Landkreis Gieren. ? Lang-GönS, 12. Juli. Durch die Maul- und Klaueiiseuche in Holzheim haben auch die hiesigen Schweinezüchter keinen Abgang von Ferkeln. Massenhaft liegen die Tiere zum Verkauf. Kreis Lauterbach. — Fraurombach, 11. Juli. Am Samstag den 15. Juli d. Js. wird das hiesige neu erbaute SchulhauS feierlich eingeweiht. Kreis Friedberg. L. Fried berg, 11. Juli. Die Kirschenernte in Ober-Roßbach ist soweit beendet. Der Ertrag war dieses Jahr ein sehr günstiger. Man schätzt den Ertrag auf 100 000 Mark. Der Marktpreis in Friedberg schwankte zwischen 14 und 20 Pfg. das Pfund. In Ockstadt, das auch seinen Kirschenbcrg hat, ist eben die Ernte der Spätkirschen (Herz- kirscheu) im Gange. Der Kaufpreis ist derselbe wie in Ober- Roßbach. Die Einnahmen belaufen sich auch auf 60 000 Mark für das Dorf. — Die älteste Frau unserer Stadt, die 90jährige Susanna Scharmann, entschlief heute morgen. Noch ein Mann von hier hat die neunziger Jahre überschritten und eine Frau sie ebenfalls erreicht. Hessen-Nassau. z. Herborn, 11. Juli. Montag morgen entstand im Steinbruch an der Landesirrenanstatt eine Dynamitexplosion, wodurch die beiden Brüder Röhn aus Ebersbach bei Weilburg furchtbar verstümmelt und getötet wurden. Hessen-Nassau. n. Diez, 10. Juli. Bei der Versteigerung des Gast- Hauses „Zum Deutschen Kaiser" blieb Herr Ludwig Weber aus Gießen mit 42000 Mk. Letztbietender. w Wiesbaden, 11. Juli. Der preußische Forstmeister a. D. Alfred Siegfried, Inhaber des Eisernen Kreuzes, beging Selbstmord aus Lebensüberdruß. Größte 88t : « ‘"'"«hl liflSth Nrrs Arndt sind Land. Gießen. 12. Juli 1911. ** Tageskalender für Mittwoch, 12. Juli. Militär- fongert unserer Regimentsmusik auf der Liebigshöhe. Anfang 8'/. Uhr. * •* Vom Großh. Hofe. Die Großherzogin begab sich n. d. „Darmst. Ztg." am Montag nachmittag mit Zug 2 Uhr 44 Min. ab Frankfurt nach Herleshausen (Kreis Eschivege, Hessen-Nassau). ** Stadttheater-Abonnement 1911/12. Von Freitag dieser Woche an liegt (s. Anzeigenteil) die Liste zur Einzeichnung in der Musikalienhandlung von E. Challier auf. Ein Abonnement auf 21 Vorstellungen ist einmal wegen der im Verhältnis zu den Tagespreisen sehr billigen Äbonne- mentspreisen zu empfehlen, weiter aber auch deshalb, weil oie hier bestehende Einrichtung der Gutscheine gestattet, jedes Abonnementbillett auch zu irgend einer anderen Vorstellung zu benutzen. •• Die Gießener Burschenschaft „Germania* wird vom 15. bis 18. Juli ihr 60jähriges Stiftungsfest begehen. Diese Feier wird viele Alte Herren in ihre ehemalige alma mater Ludoviciaria zurückrufen, um wieder die alten Erinnerungen an ihre einstmals hier froh verlebte Studienzeit wachzurufen. Auch wird eine große Anzahl deutscher und deutsch-österreichischer Burschenschafter an dem Feste teilnehmen. Aus der Festordnung ist zu erwähnen, daß am Sonntag abend ein offizieller Festkommers mit LandeS- vater im Saale des Gesellschaftsvereins stattsinden wird, dem um y28 Uhr ein Umzug der Burschenschaft vorausgeht, der seinen Weg durch die Frankfurter Straße, Alicestraße, Lud- wigstraße, Goetheslraße, Süd-Anlage, Seltersweg und Sonnen» straße nimmt. ** Gesellschaft Liebig-Museum. Wie schon berichtet, wurde hier kürzlich eine Gesellschaft Liebig-Museum gegründet. Zweck der Gesellschaft ist Erhaltung, Erwerbung und Wiederherstellung des Liebig-Laboratoriums und Einrichtung eines Liebig-Museums in seinen Räumen. Im Interesse der Sache wäre es sehr wünschenswert, wenn eine größere Anzahl Mitglieder der Gesellschaft beitreten würde. Ter Jahresbeitrag für persönliche Mitglieder beträgt 2 Mk. ** IV. Gießener Tennis-Turnier. Am Samstag den 8. begann das vom hiesigen Offizier-Tennis-Verein veranstaltete 4. Gießener Tennis-Turnier auf den herrlich gelegenen Plätzen im Schreßstandswalde. Von dem prachtvollen Wetter begünstigt, konnten die Vorrunden am Samstag und Sonntag erledigt werden, so daß am Montag und Dienstag nachmittag die Entscheidungsspiele der fünf verschiedenen Konkurrenzen ansgetragen werden konnten. Obwohl für die Bequemlichkeit der Zuschauer in weitgehendster Weise gesorgt worden war, blieb der Besuch des Publikums doch hinter den Erwartungen zurück. Der Grund hierfür ist vielleicht der, daß in unserer, sonst so sportfreudigen Stadt das Tennisspiel im allgemeinen wenig fportsmäßig betrieben wird. Das Hauptinteresse der anwesenden Zuschauer konzentrierte sich naturgemäß auf das Entscheidungsspiel um den Wanderpreis hes Ofsizier-Tennis- Vereins zwischen Herrn Fischer und Leutnant Wolf. Letzterer hatte im Jahre 1909 den Wanderpreis, einen prächtigen silbernen Pokal, der s. Zt. von Gönnern des Vereins gestiftet worden war, errungen und nunmehr in hartem Kampfe zu verteidigen. Drei gewonnene Sätze hatten das Spiel zu entscheiden. Den 1. Satz gewann Leutnant Wolf leicht mit 6:2, während der nächsten beiden Satze, welche Herr Fischer mit 6:4 und 6:3 gewann, machte sich eine immer größer werdende Spannung der Zuschauer bemerkbar, welche ihren Höhepunkt erreichte, als Leutnant Wolf den 4. Satz mit 6:2 gewann. Der 5. Satz niutzte die Entscheidung bringen. Herr Fischer schien stark ermüdet zu sein und wurde von Leutnant Wolf mit 6:3 geschlagen. Lauter Beifall beglückwünschte den Sieger. Der Wanderpreis ist damit in den Besitz von Leutnant Wolf ubergegangen. Ergebnisse des 4. Gießener Tennis-Tur- mer-: HerreEnzelspiel ohne Vorgabe nm den Wanderpreis. des O.-T.--V.: Leutnant Wolf mit 6:2, 4:6, 3:6, Deutsches AeZch. Aus Balestrand, 11. Juli, wird gemeldet: Der Kaiser machte gestern abend noch einen Spaziergang und besuchte den Professor Dahl. Auch heute ist wieder sonniges Wetter. Der Kaiser unternahm wieder einem Spaziergang. Mittags war Professor Dahl mit Frau, Schwiegertochter und Sohn zur Frühstückstasel geladen. Nach 5 Ühr hörte der Kaiser den Vortrag des Generalmajors Tickhuth. Um 7 Uhr fand Abendtafel statt. Der Kaiser richtete an die Gräfin v. Bismarck anläßlich der Eiilsegnung ihres Sohnes, dem ältesten männlichen Sprossen in der Nachkommenschaft des Altreichskanzlers, ein Radiotelegramm über Norddeich, lautend: „Empfangen Sie, gnädigste Gräfin, meinen herzlichen Glückwunsch zum heutigen Tage, der Sie mit der Einsegnung Ihres Sohnes frohes Hoffen an glückliches Erinnern knüpfen läßt. Möchte Gottes Segen mein Patenkind auch fernerhin geleiten. Wilhelm, I. R." Gleichzeitig übersandte der Kaiser eine goldene Uhr mit seinem Bild und einer Widmung. Vom 1. August ab wird auf Helgoland eine zunächst provisorische Fortifikation errichtet und die jetzige sortiftkatorische Leitung auf Helgoland von Cuxhaven ab- gezweigt und selbständig gemacht werden. Ausland. In Konstantinopel wurde der Rechtsbeirat der „Dette publique", Seki Bey, in der Vorstadt Makritkoef ermordet. Einem Gerücht zufolge soll der Mord aus politischen Gründen erfolgt sein. Se'ki Bey war Gegner des jungturkrschen Komitees und Mitarbeiter des Oppositionsblattes „Schehrach". Die Polizei verhaftete Nazim Bey, den Bruder des jungtürkischen Deputierten von Serres, ferner den Diener Nazim Beys, der die Mordtat ausgeführt haben soll, sowie einen dritten Mitschuldigen Die „Assoeiated Preß" meldet aus Tokio, die Revi- sion des cngllsch.japanischcn Bündnisses sei die unaur-bleivliche »otge des geplanten englisch-anierikani. Die Urteilrbegrüiidung im Kni! Zatho. Dem Pfarrer Jatho ist, wie die „Köln. Ztg." meldet, vom König!. Konsistorium der Rheinprovinz ein Schreiben vom 10. Juli zugegangen, in dem ihm die G i5i n d c des Urteils in dem Feststellungsverfahren gegen ihn vom 24. Juni 1911 mitgeteilt werden. Im einzelnen gründen sich die Urteilsgründe auf folgende Feststellungen: „ „ 1. In Bezug auf das Grundverhältnis von Gott und Welt lehrt Pfarrer Jatho, Gott ist die nranfängliche Kraft, von der wir Nicht wissen, ob sie ursprünglich blind und erst in ihrer Verfeinerung zur Geisteskraft int Menschen sehend geworden ist, oder ob sie als ewige Vernunft und Weisheit die erste Bewegung im AN hervorrief. Solche Lehrverkündigung des Pfarrers Jatho stehe mit der christlichen Gottcserkenntnis int Widerspruch. 2. In Bezug auf die Lehre Pfarrer Jathos über die Offenbarung sagt das Urteil n. a.: Im Unterschied vom christlichen Glauben schiebt hier ein unbeschränkter Subjektivismus die ge- schtchtltche Offenbarung beiseite. Auch das Christentum muß nach der Lehre Jathos durch Offenbarung der Gegenwart weitcrgeführt werdeit. 3. In Bezug auf Jathos Lehre über Schuld und Sühne heißt cs int Urteil: Eine in der Geschichte geschehene Erlösung wird ausdrücklich zurückgewiesen. Dagegen wird „Selbsterlösung" gelehrt Eine solche Lehrverkündigung läßt für das Verständnis des Christentums als Erlösungsreligion keinen Raum. 4. Heber Pfarrer Jathos Lehre hinsichtlich des geschichtlichen Jesus heißt es: Zwischen bem geschichtlichen Jesus und dem lebendigen Christus der Lehrvcrkündung des Pfarrers Jatho besteht keine andere Verbindung als die, an die Pfarrer Jatho seine Lehrverkündung an Jesus Worte anknüpft. Der „lebendige Christus" des Pfarrers Jatho ist nicht der auferstandene Herr und Heiland der christlichen Kirche. 5. stellt das Urteil fest, daß Pfarrer Jatho die persönliche Fortdauer des Einzelnen nach dem Tode leugnet und hiernach außer standc sei, am Grabe den Trost der christlichen Hoffnung eines ewigen Lebens svendcn zu können. Seine Religion sei ausschließlich Diesseits-Religion. Danach befindet sich Pfarrer Jatho mit dem, was dem christlichen Glauben aller Zetten bibltsche Wahrheit gewesen, in unlöslichem Widerspruch Pfarrer Jatho hat seit dem Jahre 1905 wegen seiner Lehrver- kundung wtederholt zu dringenden Mahnungen seitens der Kirchenbehörde Anlaß gegebett. Diese Mahnungen sind aber ohne Erfolg geblieben. Von der Mehrheit des Presbyteriums und von der Kirchengemeinde Köln ist Pfarrer Jatho wärmste Anerkennung )eines vorbildlichen Lebens und seiner warmherzigen Opferwilligkeit zuteil geworden, sowie seine hervorragende geistliche Wirksam- kett hervorgehoben worden. Im gleichen Sinne lagen überaus zahlreiche Bescheide von Versammlungen und Einzelpersonen vor Alle diese Bekundungen sind voll gewürdigt worden. Sie vermochten aber nicht zu dem Ergebnis zu führen, daß ihretwillen dte in der Lehrverkündung festgestellte Verneinung der grundlegenden christltchen Glaubenslvahrheiten und bewußte Auslösung des geschichtlichen Christentums noch längerhin getragen werden Durfte. Auch konnte nicht zugunsten des Pfarrers Jatho in Betracht kommen, daß ein von ihm selbst verfaßtes Konftrmandenbekenntnis, das er der Unterweisung im Konsir- mandestunterricht zugrunde legte, durchaus in biblischen Ausdrücken sich hielt. Seine Auslegung dieses Erkenntnisses stellt eine Umdeutung der biblischen Ausdrücke und Begriffe bis zu ihrer vollständigen Verflüchtigung dar. Nach allem muß die Entscheidung des Spruchkollegiums wie geschehen, getroffen werden * Berbi^Ajt KL-'sS S'-S -'S/»"« einen i*6,butd) ptt"" rW* lf0 ffioieien, @’J S überno" ?nrtiW - nicht von ':UI Lerivendl Senn sie B und "are>' leichten mnit bie Verwend Sissi i.SC<3 ist eine Legierung au berechnt des LuD bie in der einlW farmte Festigtet! und untersucht werden, o dessen Legierungen in tungen beiteilt und i nischm SoW£ biet rühmlichst bekam -abl MaterialPrüM hm Harden wl Schmrzsche LujWw versuchen Anlatz gab, durch den Ingenieur! 31 ui Ms die Menge waren, aufhörte zu s Oralen ZcMlm etm Schwarz. Bon fetter Don vornherein an di nichts Brauchbares f'u der oben angeführte Gi von Herrn v. Watzesch Der Gondel mü dem L ünihioneii gemeinsam, . bei dem ersten Z-Schiff I imfcten Dreiettslräger Was nun hätte dc MengeWchast mit ei; von neuem zu bauen be Tie Darstellung de und soll vielleicht den Schwarz Unrecht gescht anderer sein Ziel errei Ich bin mit Herrn gewesen, wie Frau Mel mechtsanwalt, und ihre Zimmer im Deutschen Grasen Geld zu erlangt wiesen. Als sie einsahe Zrau Schwarz, durch B spende eine Summe zul In der letzten Nummer der „Zukunft" richtete Maximilian Harden erneute Angriffe auf den Grafen Zeppelin, dessen ideelle Abhängigkeit von der Erfindung! des unglücklichen Erfinders David Schwarz er durch die Veröffentlichung der Verträge zu beweisen sucht, die zwischen der Aktiengesellschaft zur Förderuna der Luftschiffahrt und der Witwe von David Schwarz geschlossen wurden. Die „Württemberger Zeitung" veröffentlicht in ihrer heutigen Ausgabe die Anttvort, die Direktor A. Colsman vom Luftschiffbau Zeppelin (übrigens der Schwiegersohn des in dem Aufsatz mehrfach genannten Kommerzienrates Karl Berg) Harden gibt und die häßlichen Angriffe zurückweist. Es war nicht meine Absicht, auf die Angriffe des Herrn Harden nochmals einzugehen, ich ließ darum seine Bemerküngen in Nr. 39 der „Zukunft" unerwidert. Diese Bemerkungen sind dem Herrn wohl selbst zu schwach erschienen, denn mit Freuden benützt er das ihm inzwischen zugesandte Material, in der Hoffnung wohl, daß noch etwas hängen bleibt. r Z" Nr. 37 der Zukunft schrieb Harden: „Ich weiß nicht, ob Gras Zeppelm, tote von ernsten Männern behauptet wird, den wichtigsten Teil seines Systems von dem Oesterrcicher Schwarz übernommen und die Möglichkeit zur Verbindung der beiden Gondeln in einem amerikanischen Patent gefunden habe?" Ich antwortete darauf, daß lediglich einige Konstruktions- ttile am Gerippe bei dem ersten Z-Schisf die gleichen waren, wie bei dem des David Schwarz, da die Einzelteile beider Schiffe m der Fabrik von Karl Berg in Lüdenscheid hergestellt wurden. Hat Herr Harden nun durch Veröffentlichung der ihm von den Erben des David Schwarz zur Verfügung gestellten Verträge Gegenteiliges bewiesen, etwas bewiesen, was ihn berechtigte zu der Frage: „Wie, lieber Leser, denkst du nun über die Historiographie des Herrn Colsman?" Ich glaube,, ich kann in Ruhe das Urteil der Leser abwarten. Auf die auf Grund einseitiger Mitteilung der Erben Schwarz wiedergegebenen .Darstellungen der Vorgänge gehe ich nicht ein. ~lc mitgeteilten Verträge bezweckten, wie jeder leicht erkennen ann, den an David Schwarz gebundenen, damals alleinigen Groß- abritanten von Aluminiumfabrikaten, den Kommerzienrat Berg, ret zu bekommen, damit er auch dem Grafen Zeppelin Material liefern könne. Es ist in diesen Verträgen nicht ausgedrückt, daß Erfahrungen und Patente des D. Schwarz zur Verwendung kommen sollten, und wenn diese Absicht bei einigen Aktionären, besonders rm Anfang bei Karl Berg bestand, so hat sich Graf Zeppelm, rote aus Briefen mit klassischer Deutlichkeit hervorgeht, dem energisch widersetzt und auch Berg von der Unbrauchbarkeit der Schwarzschen Idee überzeugt. Am 8. Dezember 1897 richtete Graf Zeppelin an Karl Berg lane- ed)m6en' aus dem ich einige Sätze hier folgen Oechrter Herr Kommerzienrat! Der früheren Ein- ladung Euer Hochwohlgeboren, mich an dem Bau des Schwarz- ^bn. SU beteiligen, habe ich nicht zu folgen ver- dreses mir — wie ich im einzelnen nachwies — £ « t. Sicherheit für einen künftigen allgemeinen Gebrauch bot. Euer Hochwohlgeboren haben schon damals die Vorzüge memes Entwurfs anerkannt, waren aber gebunden, ?atscheckenden Versuch mit jenem Fahrzeuge ?HlnCX eine Seite meiner Behauptung, das Blechkastensystem sei nicht entwicklungsfähig, nur zu schnell Guer HochwohlgAoren haben dwse Nachteile so vollkom- mA?? auf das bestimmteste erklärten, nie- mals mehr nach dem Schwarzschen System bauen zu wollen. ?eitc haben sie durch eigene Kenntnis- naijme meiner Entwürfe und deren genauere Prüfung durch en Ingenieur, Herrn Tenzer, die Ueberzeugung gewonnen, ,.°P, aach diesen gebaute Fahrzeuge aller denkbaren Wahrschein- ttchkeir nach, bet großer Betriebssicherheit langdauernde Fahris Für die 80 schwer be unb Ibclen Preis Verzicht leisten wollte. Das Wagtnunglüd in Warburg vor Gericht za E IviuEügeruch Danksagung Familie Sonneborn 4474 Giessen (Neuenweg 17), den 12. Juli 1911 Auskunft erteilt wird. a Soolbadu.l.uFFkurcrl Haut-Bieichcrenie Gasherde Allein-Verkauf nur bei I. Salomon $ Cie. B. Nab«, Lollar. Bad Salzhausen '?lui dem diesigen Svonvlatzc bitte 9.1'reiste Rezepte auf jedem Packet Oberheffeu, Großher-ogl. Hess. «urhauS. absolut rBb.u.fltrd3ü^te Loge inwikl.d. (diöufttn u. in nnmNttid. Rahe d.«rodirl>oute« n.d S.ah!-,«<»«es^» unb Lithiu-n-Quelle«. Coolbäber ün Hans», enietttfintt Wälder, vorzügiick« Berpfltgnnfl bei nrägisKe« Preisen. Prospekt« und VnbfKnft durck den Inhaber F. «UNtre. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verlust sagen wir herzlichsten Dank. ?N nwraen entstand irrenan)tölt eine Do- betben Brüder Röhn 9®« verstümmelt NESSLE Altbewährte Nahrung fürHinder und Kranke jÄffwfS «Ölet nU 2:6, «’lf S jÄ geben. olDetbanbet "in Ar. 16g »orgefji. 6|ol'onsro »en. M sj*g '8. l‘"l®S«ui“oobow btr Epatkirschen 'Derselbe wie inÖ^ >'ch auch aus 60000 X*' Stadt, b;; nWM, heute morgen ""nz'ger Jahre über, erreicht. stn Der 'öurdj seine Kunst schätze berühmten Kathedrale Con- ocrlano zu Bari ist Feuer ansgcbrochen, welches rasch um sich greift Nähere Nackrichlen. sohlen. . Ter Vorsitzende der Okwcrfidtoft der Zimmerleute in "b 11 a murde bei e nem Svaziirgange von zwei Troirfstcii cingebolt. Deren Insassen aus ibn etwa 2 5Rovo l v c r 1 d) uj ) c abgatwn- Barachini war sofort tot: Die zwei iätcr mürben verhaftet. Ter Connecticut Expreß zag nach B o lt o n stürzte unterwegs ttnen Biadult hinunter. Etwa 3U er, on c nwur- Den getötet, viele verletzt. Tic Lokomotive und funt ^.agen fielen 3D Fuß tic; au. das Strastenpflasder und wurden zor» trummert.^ . p c ((c ift nüd) 92 c u h o r! zurMgekohrl: bisher sind 19 Todessällc unb ungefähr 1OO LhnmachtSanlalle in Der Stadt selbst, 17 Todessällc in Pb i l a d e l p h 1 a und zahlreiche Unq.iist.‘.ili’ in anPcrn ateficn SiaDten zu verzeichnen. Stadttheater. Abonnement MW. Der Theaterbauverein (6). m. b. H.) und die Direktion des Stadtthcaters laden hieidurcli zum Abonnement nuf.b e Winter- Wietzen 1!U1 12 ein. Dasselbe umfaßt wieder 21 BorsteUunaen an einem Tiensiag, resp. Mittwoch oder Freitag. Die Prelle sind die gleichen luic seither, und betragen nur etwa 00V» der Preise der Tageskarten. Für Beranstaltungcn besonderer Art. welche außer Abonnement iiattfinbcu, werden die Abonnenten U/der Vorzug uretse erhalten, ebenso werden ihnen von letzt an Vergünstigungen ür die Cucreuengoitfviele im Sommer gewahrt werden. Die Liste zum Eiuzeichneu wird von Freitag den 14. d. Mts. an in der Musikalienhandlung von E. Challier (Tel. 671) aufgelegt sei«, wo auch jede .Chloro“ bleicht Gesicht unb fcänbe in turjft Zelt rein weitz. WiUiam erprobte» unlchäb>:cher Dllttc! gegen un^önt ftaub falbe, Gommeiiprolkn, fiebetffcde, gelbe Flecke, Houlunrein'gteil. H,or?< lube 1 Ji ; dazu gehörige < hlorosclfe 60 A vom Snboratorium .Leo . Sresijm*. Erhäw. in tWotth. Trogcrien. Partum. In Gießen. Adler - Drogerre. Heilung der chronischen Stuhlverstopfung durch regelmäßigen Genuß von Joghurt-Pndding Keformhaus 4459] ftreurvlatz 5. Weinfässer wisch entleerte (rocingrün), in allen Größen euivnehlt Wild. Soblcrmann, Suicrei, Ztcustadt 12. 14400 Uebrigens nicht von David Schwarz sondern von den In» < | gtnicuren Bergs, den Herren Tenzer und v. Watzesch, sind die । zelhciten des Schwarzscheu Luflfchifies konstruiert. Schwarz < oat der Bringer der Idee, kein ftomirulteur; daß er cm Luft- • öiff in Rußland gebaut habe, konnte er nie beweisen und v;rbe ihm nie geglaubt. . . Aber Herr Harden behauptet mit Wichtigkeit, der Grat ici > überhaupt zur Verwendung des Aluminiums ourd) die Schwarz- 6en Vl-i suche angeregt worden. Diese Behauptung ist unrichtig unb wäre, wenn sie zuträfe, ohne Bedeutung; dann, wenn man überhaupt em starers Luftschiff plante, so war man auf die Ituucnbung des leichten M^alls genau so angewiesen, wie etwa . auf die Verwendung des WasserstofsgaseS. Man muß schon ein Ucbetlaic in Lustschiffdingen icin, ■ocnn man die Verwendung des Aluminiums als etwas Wefent- i hes der Erfindung des harren Luftschiffes betrachtet. Gleichwohl will ich für Herrn Harden feitttellen, daß schon n dem im Zahre 1894 gedruckten Aufsatz über das lenkbare ' ftschifs des Grasen Zeppelin zu lesen fleht; „Das für den Bau des Fahrzeuges vorgesehene Material ist eine Legierung aus Aluminium . Bevor die Feitigkeits- Berechnung Des Luftfahrzeugs ausgeführt werden konnte, mußte die in der einschlägigen Literatur noch ziemlich wenig bekannte Festigkeit unb das Verhalten des Materials eingehend unterfiitfjt werden Zu diesem Zwecke wurden Alummium unb Dessen Legierungen in den verschiedensten Formen und Verarbeitungen bestellt und in der Materialprüsungsaniialt der Technischen Hochschule Stuttgart unter Leitung des aus bieiem Geriet rühmlichst bekannten Professors Tr. Bach eine große An- -bl Materialprüfungen vorgenommen ..." Herr Harden wird nicht gut nnnebmen können, daß das Lchwarzsche Luftschiff, das erst im Jahr 1896 auftauchte, zu Ersuchen Anlaß gab, die Graf Zeppetin bereits im Jahre 1892 bird) den Ingenieur Kober anstellen ließ. Nun zu den Verträgen. Als die Aktiengesellschaft, für welche die Verträge bindend Irenen, aufhörte zu fein, bestand weder für Berg noch für den r raten Zeppelin eine Verpflichtung gegenüber den Erben des Lchwarz. Von feiten des Grafen umso weniger, weil^ dieser v.'ii voiiiherein an der Konstruktion des Schwarzscheu Schiffes nichts Brauchbares für seine Zwecke gesunden hatte. Lediglich Dir oben angeführte Gitterträger, der Nicht von Schwarz, sondern o»n Herrn v. Watzesch konstruiert war unb der zur Verbindung c Gondel mit dem Laufgang benutzt wurde, war beiden Äon- l-iihiouen gemeinsam, und ist, wie ich schon früher schrieb, nur Int dem ersten Z^Schiff verwandt worden, um Dann dem letzt noch iunübten Dreiecksträger Matz zu machen. Was nun hätte den Grafen, als er nach Aufloiung der Lltiengesellfchaft mit eigenen Konstrukteuren und eigenen Mitteln Du neuem zu bauen begann, an David Schwarz gebunden? Die Tarftellung der Vorgänge, die Herr Harden gibt, kann unb ,oll vielleicht den Schein erwecken, als sei den Erben bes Lchwarz Unrecht geschehen, als habe Graf Zeppelin auf Kosten anderer sein Ziel erreicht. . Ich bin mit Herrn Ublanb, dem Sekretär des Grasen, Zeuge gewesen, wie Frau Melanie Schwarz und ihr Schwiegersohn, ein Rechtsanwalt, und ihre Tochter, beim Grafen Zeppelin, in dessen : immer im Deutschen Haus, durch Drohung versuchten, vom $rafeit Geld zu erlangen. Sie wurden auf den Rechtsweg verlesen Als sic einsahen, daß Drohungen Nicht halfen, venachte Iran Schwarz, durch Bitten den Grafen zu bewegen, ihr aus der Spende eine Summe zukommen zu lasten. Alle Künste der Ueber- unter Mitnahme bedeutenderer Lasten ermöglichen werden, b h Daß mit ihnen die Frage der nutzbaren Luftschiffahrt gelöst fein würde. - _. Euer Hochwohlgeboren Anerbietung, mit (yrau Schwart ’ uf am men nunmehr gemeinsam mit mir vorzugehen, bin ich . ine entgegengekommen. Die vorzügliche Bearbeitung des AliiminiumS in Euer Hochwohlgeboren Fabriken würde bic I u- Ausführung des Festbaues meiner Fahrzeuge sichern unb infere Verbindung das Vertrauen der Larenwell erwecken, »oelches man mir allein bisher nicht zu schenken geneigt war. . Dagegen muß ich Euer Hochwohlgeboren Daran erinnern, oaß aus unserer Erörterung dessen, was von Ihrem Luskschisi für das meinige anwendbar wäre, nichts übrig blieb, als viel lnchr die Schwarzsche Gitterkonstruktion zur Befestigung der Gondel am Ballon. Diese mag besser sein, als Diejenige meines Entwurfs, aber sicher ist bte letztere, weil von praktischen und erfahrenen Ingenieuren angeordnet und geprüft, vollkommen genügend . . . Gegenüber Euer Hochwohlgeboren geroiß «ehr wertvoller Erfahrung in der Bearbeitung des Aluminiums, bringe ich einen vollständig ausgearbeiteten und durch die ersten Autoritäten auf den verschiedensten Gebieten nachgeprüsten Entwurf bei, dazu die Patente, welche mir das alleinige AussührungSrecht sichern, Kenntnisse in der Aeronautik und den Entschlutz, das zweckmäßige Verjähren bei der einstigen Anstellung von Fahr- 0ersuchen durch persönliche Leitung zu gewährleisten . . ." Es ist also enviesen, daß Konstruktionsteile des Schwarzscheu Luftschiffs nicht übernommen wurden. Letzte Nachrichten. Cbftrultion m der französischen Kammer. Paris, 11. Juli Kammer.) Jaurös brachte einen Antrag ein, betreffend Die Einrichtung eines Difzivlinarrates für bic Abse! uug tan Eifcnbal.nangestellten. Soglcidi btad) tun ebailo heftiger Lärm wie gestern los. T-arauf verließ JaurdS die ^rivune mit Der Erklärung: So lange die Radikalen "tcht hen Antrag der Sozialisten besprechen wollen, werden sie Uw Budget nidn befommen. ^Bewegung,. > Faures betrat dami die Tribüne wiwei und erllärte, sein Antrag würde es ermöglichen, aus der wi* leacnljeii herauszukonimen, in der sich die Radikalen in Bezmg aiis die Wiedereinstellung Der entlassenen (Sucnbal)iibcamtcn befänden Ter Ministerpräsident Gaillaur mviderte, er roiDcriW sich der Uebcnuciiunq des Antrages an eine Stomminwn nicht, aber er könne nickst zulassen, daß die Kammer den Antrag annehme, dessen Srnapyljcit schon eine Gefahr bedeute, .schließlich stellte der Ministerpräsident die Vertrauensfrage zu dem Antrag auf U e b e r w e i s u n g a ii c 1 n 1 st 0 mniifsi 0 11. Die Ucbem>ct)ung wurde mit 429 gegen 89 Stimmen angenommen. — Der Senat nahm das Budget bis auf einige Punkte an, ui denen mit der ihtmmcr noch keine Einigung erzielt worden ist. Saarbrücken, 12. Juli. Die Handelskammer hat in ihrer gestrigen Vollversainmlung ihren Austritt aus Dem Han j a b 11 n D erfind. () Marburg, 11 Juli. Ter traurige Unglücksfall, der sich am Spätnachmittage des Ostersonnabends in der Nähe der Elisabethkirche in Der Deutsch 1 Haus st raße hier ereignete, hatte heute ein gerichtliches Aach spiel An dem fraglichen Tage wollte der Landrat des ft reue-3 Marburg, Geh. Reg.-Rat von Regel ein, feinen bei ihm ju Besuch weilenden Schwager, Hauptmann Schmidt und .bcfien , Nichte, zur Bahn begleiten. In dem Wagen hatten außerdem noch die Gattin des Landrats nebst Tockster Platz (genommen. Neben dem Kutscher stand ein ziemlich großer Koffer Als der Wagen an der Ecke der T^utschhausstraße kam, nahte von Der Ienseite ein Automobil und in demselben Augenblick erfolgte auch schon der Zusammenprall. Das Sattelpferd des Wagens bäumte sich noch auf, sprang aus das Schutzblech des Autos und trat dieses herunter. Dann rasten die wild gewordenen Pferde weiter in der Richtung nach der Bahn zu Der ftut)eher Meß, ein beherzter Mann, gab sich Die größte Muhe, die ältere einzuhalten, wobei das Trittbrett in Trümmer, ging. Nun fielen die ftoffer vom Sitze herunter zwischen die Pferde, der ftutidicr, der feinen Halt mehr hatte, fiel jeßt ebenfalls herunter und wurde, weil er die Zügel nicht los ließ, eine ganze Strecke mitge,chlei't. Schließlich blieb er liegen und wurde überfahren Er erlitt einen Beinbruch und sonstige Verletzungen. Das führerlose Gewahrt raste indes weiter und bog am Lahnufer wieder in die zur ^ladt führende Straße ein. Nacheinander verließen jetzt Fräulein von Negelein und dann bereit Mutter den Wagen Als Landrat v. Negelein, hinter sich blickend, seine Gattin auf der Ltraße liegen sah, verließ er ebenfalls den Wagen. Wahrend leine (yrau und Tochter nicht so schwer verletzt worden waren, erlitt er einen schweren Schädelbruch und starb am anbern -tage, ohne roieber zum Bewußtsein gekommen zu sein. Der Wagen wurde bald darauf an der Universität zum Stehen gebracht, vauvtrnann Schmidt und dessen Nichte hatten keinen Schaden erlitten. vsit der heutigen Verhandlung vor dem Landgericht enchiencu. als Angeklagte Der Automobilvesitzcr, Fahrrabhandler Nau, der itub. pharm. H. Burmeister, der Ehausfeur H. Dücks und der ftutscper Meß. Sie standen unter der Beschuldigung der fahrlamgcn Tötung und ftörperverletzung, ferner sollen sie sich der Ueber tretung der ftraftsahr- und Meß der Fuhrorditung ichuldtg gemacht haben. Als Zeugen waren eine ganze Reihe von Personen und außerdem auch noch einige sachverständige anwesend Wie sich herausstellte, hatte Nau dem Studenten, Der sich als Autosührer ausbilden ließ, das Auto überlasten, wenig- stens hatte dies der mitsahrende Ehausfeur getan. 5Ber nun an dem Zusammeiistoß die Schuld trug, konnte durch die Verhandlung nicht feitgeitcÜt werben. Tie Verhanblung mußte deshalb zwecks eines Augenscheinstermins unterbrochen werden. Sämtliche Richter, die Angeklagten, Zeugen und Sachverständige begaben sich an die Unfallstelle, auch das Auto unb die ftutito wurden herbeigeschafft. Das Gericht kam zu dem Ergebnis, daß die Angeklagten für bas Unglück nicht verantwortlich gemacht werben tonnten, weil bic Sache nicht aufgeklärt fei. Nau, ^ürks und Burmeister hätten jedoch gegen bic Bestimmungen der ftra,t- fahrzeugorbuung verfloßen. Das Urteil lautete gegen Die beiden ersteren auf je 50 Mk , unb gegen Durks wegen Beihilfe auf 40 Ml. Geldstrafe. Meß wurde sreigesprochen. Tic Verhandlung dauerte bis Vs 12 Uhr nachts. Telephon 581 H. Trechsler Steinstr. 48 Bierhandlung und Eiskellerei empfiehlt als erstklassigeTafelbiere in Flaschen,. Syphons u. Gebinden Frankfurter Henninger, Dortmunder und Münchner Biere, s-rn-r Brauerei-Abfüllung Brauerei A. & W. Denninghoff, Gietzen hell und dunkel in 1lt und */• Flaschen. ______^12>> - Prompte Bedienung zugesichert. —---- auch leihweise : allerbilliget : Größte Auswahl Karl Wl Seltersweg 52. lau/7 n G. ni. b. H. 1 inst" riästeteMaxi- , ins den Grasen Zeppe- er Ersindung be5 un- it j er durch die Versen sucht, die zwischen der Luftschissahrt und schlossen wurden. Tie licht in ihrer heutigen A. Colsman vom Lust- wiegersohn des in dem :rzienrates Art Berg agrifse zurückweist, die Angrisse des Serin >arum seine Bemerkungen Diese Bemerkungen sind »jenen, denn mit Freuden te Material, in der Po!'' -arden: „Ich ’M Ä männern behauptet wirb. dem Oestmncher ; Verbindung der beiden •nt gesunden habe? lich einige Konstruktion^' Miss die gleichen W. e Einzelteile beider Schilie „M ergebt w» -KM u-fil Ä SSUMt’Ä? ÄÄÄsC igelt N^zz^AllNg kow' Wi .WJ „ uttiinirU i»,® fit W »eil n eugt sflIi BeiS * enrat! DeN^Amarz- e ich UM „ a(f)iDie5 " iin einj^.Leinen künftigen^ tzMalsdte t haben W . gebunden, nt waren lbrjeugf idluM' t f, E HM vorn Pew Dcrfoli B Z. Preis von fick' Mick' Leute um 9 Ul r nut nuiunctr cndgül Söckchen a1’/? rutschen nicht Versteigerung beS Tast, t' blieb Herr Ludmie Letztbietender. Der preußische Forst. 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ÖS’ Sn wisjenichafillcherr Unl den Staat, der dama auiroanb von 8000U fiinc Anregung des < luirtc hierzu heranW gab hierbei dem ki Jndustrickreficn Mitt sicht gestellt morden toiium |er er dann aelrcten, um dem a richteten Wrebnnge Interessen der Landm dein amtlichen 'JW genauer Mmees ge Kersuchsanstalt von । wiescnen Teil der „ Weisungen habe er jodiert dem Mim' Ohne diese von Pi möglich gewesen, bi zu bringen, die ivei ninam- anerkannt it toll durch den 3rua Angelegenheit in ei der genuteten, '-Hetri heute noch, daß Wag der Tnngersabrilante, habe, Wagner weist Eoxlelhs zurück, daß Abhängigkeit von be' sei, und halt es als ■ Gegners, datz dieser solchen Fällen seine Ter Verfasser sä seinem „Ausschluß" kicher versuchst - ist, wie hier bemerkt zu Ungunsten Wagnc in dem Verband, in Unstimmigkeiten gehe öes Verbandes sühnet cit ersucht. Tas Er) worden, ein Tiszivlini anr habe er das ganzi dem Kuratoriums,;ir ■ ?elegt. Ohne diese Ichendc — ein intimer iu einer sofortigen Liiziplinaruntersuchunc habe.hierin wieder die ^armMer. Versuchs,t 5 daher icinen Ans Molich in einer t >m Wortlaut vor L Mchl-sfen und $5 Vek'erprobc gi 5, Jllc um eine gn x.Xun^, >veil „neue a- K'tzenden gelang, Jtataiöett werden Ä !ei- vor Abschlu . , Jnejeni Alatcrial - "nbianini0, .Qut vor öU twÄ^W Tiefen an itura: »itSliCju?”'»' ,niö)t nntflf teilen ^»öoIofenLperm JQ. dre yerügS^t-n Mrebten ÖN' de» BersaK'"e m versucht 'ortet? bK ! ''persönlich" b die oben «i « iu labten ,,Pl-d) l|i V, !■’ bie Verbiß-0011 c MS: in de/' ^rsch -Pcfd ‘•W