Die heutige Nummer umfahr 14 Seiten. Mai. bester • >lockslrassi Puffl Vtrt m. n,$!!***»• kJ langen SiePutzin- kfastta**0'!0*' irlropf'EiBttd'W & neu Zulassung des 'L sarnnicnsctzuug schon genügenden Zur Gründung eines Vereins für Luftschisfahrt in Siegen. Bon L Pcvpler-Gießen. «Stimmenthaltung der 9tatwnailiberalcn gerechnet, als e? bie zwei Elsässer in das der Versassungsreform feindliche Lager, wie es scheint — adtommaudierlc so bleibt ba? Zentrum Regierungspartei, und die Ablornmanbierung der beiden Elsaß Lothringer sichert ihr auch weiter die Freund schast der konservativen. Tie 'Ablehnung des Entwurfs insolge dieser geschickten Taftit des Zentrums aber wird man ihm iir Elsaß Ihringen nicht l)oci) genug anrechnen können. Tas Zentrum versteht es eben, drei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Weniger durchsichtig ist die Haltung der Reichsvarteiler und der Nalionallibcralen Stehen dach diese beiden Parteien wie die Fortschrittliche Volkspartei aus dem stand- punlt, daß, wenn auch die elsaß-lothringische Bersassungs- rcsorm zu gewissen Befürchtungen Anlaß gibt oder die auf sie gesetzten Hoffnungen nicht ganz erfüllt, man sie doch unter Tad) und Fach bringen mühe. Tas war trotz der Abtoniniaiidierung der beiden Elsässer und der Trennung der Reichsparter noch immer möglich, wenn die drei Nationalliberalen sich nicht der Abstimmung enthalten hatten, iondern für die Vorlage eingctreten wären. Tiefe wäre dann mit 15 gegen 13 stimmen angenommen worden, und das Zentrum hätte dann wenigstens nicht die ckerei- für Binsen und ! in einfach und i •eltbreit in whr eher Auswahl - 3.50 2.5(1 1.- •rei-SpHy.en uei j tze in Mull. Batic 1 ieira, Kambrik kerel-BluHCH- . gen, halsfrei, in | tchweizer Sticken; I tel-Spliien und I tze, gross. Sortis [ illfc. Aus Sen hesiischen Ausschüßen. sd. T a r m stad l, 11. Tie Eemeindcsleurrvorlage. einer natürlichen Ucbcrgangsstraße zwischen Sub- und Nord- deutschland, zwischen Frankfurt a. M. und Kassel. Alle diese Möglichteiten, die sich m der Zukunft bieten, werden ür Gießen Dann am vorteilhaftesten sich gestalten, wenn der Loden für die Lu'tschifsahrt hier bereits geebnet und >as Interesse dafür vorhanden ist. Neben diesen sportlichen und oerkehrstechnischen Richt- linier, denen Der Gießener Verein für Luftschiffahrt folgen wird, bleibt noch eine weit wichtigere Aufgabe, nämlich die wissenschaftliche. Tic moderne technische Eroberung der Lust geht Hand in Hand mit ihrer wissenschaftlichen Erforschung: das eine ist ohne das andere nicht entwickelüngs sälng. Tober hat auch die wissenschaftliche Erforfchung der Atmosphäre neuerdings für das Luftschioahrtswefen große Bedeutung erlangt. Besonders die Witterungskunde erlebt durch die Luftschlnahrt einen mächtigen Aufschwung An mehreren Lrten sind Institute entstanden, die nut den modernen Hilfsmitteln Freiballon, Fesselballon und Tra- eben an der wissenschaftlichen Erforschung des,treten Luft- meeres arbeiten, und außerdem dem Luftschifter wertvolle Anweisungen an die Hand geben, wie er am vorteilhaftesten sich in seinem „Fahrwasser" zu bewegen hat. Zu den Einrichtungen, die sur die Lufftchisfai^rt geradezu unentbehrlia) geworden sind, gehört auch der öffentliche Wetierbieiift, ber den Lust'chiifer über die Witterungsoerhältmsse unterrichtet und ihn vor gefährlichen tietterlagen warnen mpL. Man l at die Bedeutung dieser Einriostung in Luilichisferkreifen ck'N recht eingesehen, als zahlreiche Katastrophen und Un- olücksfälle beroieicn, wie abhängig Die Luftschiffahrt von her Witterung ist. Es ist nicht zum geringsten Teil dem Wetterdienst zuzuschreiben, daß der Balwnsport au: der Ila in dem ziemlich ungünstigen sommer 1909 io überaus glücklich verlief. Ta Gießen bereits einen Wetterdienn be- sitzt sind die Bedingungen für Luftfahrten günstige und es wird dafür geforgt werden, daß Fahrten nur bei geeigneter Witterung unternommen werden. In wissenschaftlicher Beziehung aber kann man in dem Incfigcn Wettcr- bienü, Mammen mit der Luftschiffahrt unj den an Mctcoro- logie und Aeronautik interefiierten Instituten der Landes- Universität, Die erste Grundlage erbliden für ein Instiwt, das sidi die technische und wi'senschaftliche Eroberung des Luftmeeres zur Ausgabe macht, so tonnte Gießen ober im weiteren sinne Hefsen mitarbeiten an Dem modernsten Die Teilung IHarottos. Ganz überraschend i;ort man jeht von dem Inhalt eines spanisch-französischen Geheimvertrages, daß er die Teilung Marokkos und Die Abfindung Teutfchlands vorsehe. Tie „Libre Parole" veröffentlicht den angeblichen Wort l au t De* am 1<». November 1902 zwischenFrank- r e i ch und Spanien abgeschlossenen G eh e t m - Vertrages übe r M a r o 11 o. In Artikel 1 die,es Vertrages soll es Danach heißen, Daß Die Regierungen Frank- reich5- unD Spaniens zum schütze ihrer, Interessen in ..t.a- rotto sich verpflichteten, falls Die UmftänDc es ersorderu sollten, ihre streitfräfte entsprechenD einem späterhin lejt- zustellenDen Verhältnis zu vereinigen. Tas Blatt behauptet weiter: In Artilel 2 verpflichten sich Die bciDen Teile unter Anerleiinung Der Kontrollrechte Europas unD namentlich EnglanDs, Die Neutralilät Der Provinzen von Tanger unD Tctuan, sowie des großen Vorgebirges zu reipcfhcrcn und gegebenenfalls zu verteidigen. . Tie Artikel 4 und 5, 6 und 8 stellen die fpanftche und die französische Einflußzone fest. In die französische JSin- flußzone sollen an Der atlantischen Küste Mazagan, Safi, MogaDor unD Agadir sowie das Gebiet von Marakofch fallen Beide Teile verpilichten sich, ihre Einflußsphären Dein »anbei aller Nationen auf Grundlage gleicher Behandlung zu öff- haben würde. Es ist nun freilich richtig, daß, wie das Wolfffche Telegrapl'cubureall meint, der Abstimmung keine für das Zustöndeiommen des Gesetzes ausschlaggebende Bedeutung beigemessen iverden kann, weil neue E i n i c^u n g s Verhandlungen eingeleitet werden sollen, xie Frage ist nur, ob sie von Erfolg begleitet sein werden. Im Reichstag, wo die Angelegenheit natürlich aufs eifrigste besprochen wurde, war man sogar der Ansicht, daß Die elsaß-lothringische Berfassnngsrejorm am besten bis zum »erbft zu- rüagcftcllt würde, weil dann Die Leitung des Zentrums nicht in Den Händen des Abgeordneten Groeber, sondern des wieder genesenen Frhr:i. v. Hertling Läge, von dessen parlamentarischem Takt man sich das beste verspricht Im Augenblick hegt die Lösung der reichsländischen Frage jedenfalls ganz im Dunkeln. Herr v. Bethmann- Hollweg holt sich feine Instrultionen aus Wiesbaden, iinb bann wird man ia erfahren, welches scinasai Der eliafz- lothringi chen Perfassungsreform, sowie vielleicht auch bcin Reichstage selbst bcfdjicbcn ist Die elsatz-lothringische öerfaflungsreform vorläufig abgelehnt! Klasstc nach den Ausichußberatungen vom Dienstag über die effafc lothringische Berfassungsresorm nur hin sichtlich des § w ii r fs mit 1 3 ge g en 12 Gtim mcrt Und das geschah, trotzdem der 8 6 auf Grund einer neuen Eiwf flung mit 16 stimmen angenommen worden war, wobei siel) Konservative, Wirtschaftliche Vereinigung und sozial bcmob.atie der vrbftimmung enthielten, einzig und allein auS dem Grunde, weil das Zentrum den Antrag T i r f feu, der die freie Religionsübung nnb bie Sicherung ber deutschen spräche als Parlaments- und Unterrichtssprache forderte, hinsichtlich seines zweiten Teiles ablehnte Ta- I te die l.'ationallib ralcn stutzig. Trci ihrer Vertreter enthielten sich bei der Gesamtabstimmiing über die ganze Verfassungsvorlage der stimme, so daß diese fiel. Sieht man sich das Abstimmungsergebnis näher an, so zeigt es die Zerfahrenheit der Haltung der Parteien gegenüber dem Gesetzentwurf, daß für die Vorlage eintraten: ein Reichsparteiler, sechs Zentrumsleute, ein Mtionalliberaler und vier Fortschrittler, gegen sie aber fthnmtcn: vier Konservative, eine Wirtschaftliche Vereini gung, ein Reichsparteiler, zwei elsässische Zentrumsleute, ein Hole und vier Sozialdemokraten. Geschlossen stimmten also nur Konservative, Fortschrittler und Sozialdemokraten, während Zentrum und Nationalliberale sich teilten. Cb das Zentrum mit feiner Teilung den taktischen Zweck verfolgte, die Vorlage Fall zu bringen, um für die Elsaß- Lothringer noch mehr herauszuwirtschaften, oder ob es in Rücklicht auf den konservativen Bundesbruder den Gesetzentwurf in Den Crkus oerienfen wollte, ohne sich selbst Der Regierung gegenüber bloßzustellen, mag hier uner örtert bleiben. Icbenfalls hatte Das Zenlruni die Lage im Ausschuß wieder einmal richtig eingefchätzt und auf Die Der Kaiser in Wiesbaden. Wiesbaden, 11. Mai. Ter Kaiser, welcher heute morqcn einen Spazierritt unternommen hatte, hat nm 11 ithr eine Automobil fahrt nach Homburg vor ber Hohe angetreten. Ter Kaiser traf um 12' , Uhr mit Gefolge in vier Automobilen auf ber saalburg ein. Er begrüßte die Herren Baurat Iaeobn, Bilbhauer Götz, Tirektor Blumenthal nnb ben Vorsitzeubeu ber saalbnrgfrennbe, Tr. Plath, sobaun besichtigte ber Kaiser bie von Bilbhauer Götz gefchafsene Büste bes verstorbenen Geh Baurats Iaeobn, bes raieber- erbaner-' bet saalburg, unb sprach sich sehr auertennenb über diese aus. Tic Büste taub Aufstellung vor bcin Museum. Hierauf fuhr ber Kaiser nach Homburg unb nahm *cn über der Malierin Angnsta-Viktoria Tuelle nach ।einem Lntwurf neu erbauten Tempel in Augcuscheui xuer mürbe er von Oberbürgermeister Sübfe unb bem stabtver- orbnetenvorsteher Tr. Rebigcr empsaiigen unb ipraai längere Zeit mit bicsen Herren, sobann folgte ber Kaiser einer (finlabung bes Lanbrats Ritter von Niar-' zur rzruh- siückstafel. Um M ’2 Uhr, nach einem Besuch ber Erlo,er- firdic, lehrte ber Kaiser nach Wiesbaden zurück. Tort wohnte er mit Den Herren Der Umgebung Heine abenD Den ?r c ft v o r- ft c 1 f u n g e n bei Gegeben würbe Io>. Lansis „Etfenzahn". 'Handlung 'se.inc Karin' .. - reinen r i hinn inmüttclbar unterstellt iinb. feniubNicn Ein nu-> mer '"htqhcbfrit bestellender llnrerausiäuii ioll nun vrinen, ob es . . >tc Zahl der Obenörnerei n m rcip. ba5 Arbeilsgebiet Der einzelnen Lbcnoiiter zu betgiOHcrn. Tic Ctflnniiation ber jetzt bcüflKiibcn Loka 1 ka ii cnnf r- w a 11 u n g inll edenialls bestehen bleiben, Doch sollen Erivarnine Hiiclt werben burdi Zuiammenlcguiig einzelner Lokilkasfen m den sinbten, Vcrnnndeinng der ländlichen Be^irlsianen, .lian bekmnig eines demnächii frei werdenden Postens eines Kontrolleur» uiw. Ein Antrag betreifenb die Nebernadme bei Kosten der llntercrLcbcr durch die Geweinden nnd Erhebung einer inoscmuflltn olbaabc von denjenigen Gemeinden, von deren Einwohnern die tahlunqcn direti an die BczirkSkaiie geleistet werden, soll einer genaueren Prüiuug durch das Ministerium unterzogen werden. Hcrre"i,'A^ Tic Entwickelung bc* Luftschifsahrtswesens har in ben letzten Jahren weile Arciie gezogen unb das Interesfe an der Eutoberung ber Luit ist in allen Teilen bes Teutichen Reiches erwacht: m allen größeren unb mittleren Ztäbien schließen sich bie Förberer unb Freunbe ber Aeronautik zusammen um als ©lieber bes Teutschen Luftschisfervervanbes an bem jungen Zweig des Küitursortschrittcs mitjuarbeucn. Es ist mit Freuden zu begrüßen, baß nun auch in Gießen das Interesse an der Lusischiffahrt stärker als bisher auflebt, und Bestrebungen im Gange find, einen Gießener Verein für Luitschifsahri ins Leben zu rufen. Einige Herren haben sich zusammengcschlossen, und eine Gießener Ortsgruppe des Marburger Knrhessiichen Vereins für Luftschifffahrt gebildet. Tie Zeit ist nicht mehr fern, wo der erste Freiballon in unserer Universitätsstadt aujiteigcn wirb. Ta auch bie stabtverorDnetenveriammlung ben Bestrebungen Interesse entgegenbringt, unb ihre Förbcrung zugesichert hat, iinb Die BeDiuguiigen Der Verwirklichung Der Plane günstig. Ein geeigneter Füllplatz mit Füllanlagen ist nichi schwer zu schassen, unD bas nötige Leuchtgas roirD Die hiesige Gasanstalt ebenfalls liefern, so Datz reine äußeren Schwierigkeiten Den Ballouauistiegen im Wege stehen Tic Hauptauigabc Der Gießener Ortsgruppe wirb vielmehr Die sein, bas Interesse iür äronaulnche Bestrebungen hier zu beleben unb Freunbe unb Förberer in weiteren Kreisen zu werben, vor allem ba, wo bie Kostspieligkeit bes neuen Sportes ber Betätigung feine Schwierigkeiten bereitet; man muß bamit rechnen, Daß Die Kosten einer Ballon fahrt für Den einzelnen Teilnehmer ungefähr 100 Mk. betragen, finanzielle Cpfer, Die mdit allzuvieie bringen können Tapir ist es aber auch ein soort, an dessen Schönheiten und Reize fein anderer auch nur entfernt heranreicht, unD wer sie einmal genossen hat, steht mit ganzer scele int Banne Des Ballonzaubers. Seither ftanDcn leider weite Kreise der Oesfentlrchkcit den Freiballonsahrten noch mit Abneigung unD Mißtrauen gegenüber, woran Die weitverbreitete, Durchaus irrtümliche Ansicht Schuld trägt. Die ^ahrt in einem Freiballon sei ein waghalsiges, gefährliches Unternehmen. Die zahlreichen Unglucksfälle Der letzten Jahre Ter F i n a n z a i, s ' ch u I' Lei Zweiten Kammer beriet heute in Aiilvcscnheil de^ Fiuanm'misicrs Tr., Brau n, des ©chcimiai - Bcckcr, Gey. Cbeniuailsrats Knet: die ©dr.icir.beftciicroorlagc weiter unb beharrte bei den meinen der bestehend n Tisferenzpuntte u- der Hauvliachc auf feinen irizijcrcn Bcichlüfscn. 2.anut wäre vor ausiiditlid) ein schcncru der gar.ÄC.i Vorlage zu erwarten, xa indciien der Finanzminister gan> befonöern Wert am die Verab idicDung der Vorlage legt, werden Dorauöiia Uid) die i n a nz a u s f ch ü f i e beider k a m m e r n ip einer demnächst zu bi luienden Sitzung den Oegcnltaub nodnnals in Gemeimmust mu der Regierung verhandeln. Mit der Annahme oder dem fallen der Vorlage in dem großen Ausschuß Dürfte dann aud> ber_s di l u l> des Landtages zuiamineuhängen, den man im Falle der Nidstveriwndigung über Der. Gesetzeniwuri zunächst aut Den 9. Juni vorgeich.it hat. Abg Mo11Han ist mit Der Abta'timg des Berichtes über Die Verhandlungen im Ausschuß der Zweiten kam mcc beauftragt und wird ihn schon am Freiiag icrtigttellcn. Tic Vereinfachungen im Staatshaushalt. Der Ausschuß tür die Vereinfachung im Staatshaushalt hat in seiner gestrigen zweiten Sitzung unter dem Vorsitz des staats- mintfterö beschlossen, an der jetzt bestchet'de.i C rganitatron der Cberföriteriien, wonach diese der Forß und kameraivrrwal tege geschlagen. Es in ja nun freilich richtig. Daß Die Ablehnung Des reichsparteilichen Sprachenantrags ntrd) bas Zentrum, obwohl bavon die kreise mit über wiegenb sranzösischer Bcvolkeruug nicht betroffen merben 'olltcn, Befürchtungen hervorrusiu mußte für alle die Kreise, in denen bie beiden Landessprachen gleichmäßig verteilt sind. Im Parlament ist an bie Zulassung ber französischen Sprache natürlich nicht zu bcitfcn, anders aber fleht es bei bett unteren Bchörben, wo das Zentrum, das burdi bie Bertassungsresorm zur ausschlaggcbcnbcn Partei in ben Reichslanden werben würbe, infolge seines Lieb äugelns mit bem Franzosentum alles batansetzen würbe, um bie französische Sprache ber brutschen als fllcidibcrcdi ligt an bie Seite zu stellen. Tie Nichtausnahme bes sprachenparagraphen in bie Bersassungsurkiinbc hat nicht völlig ausschlaggrbenbe Bebentung, wenn man erwägt, baß Die Erste Kammer einer Durdt Die Zweite Mammcr beidtloste- Französischcn gemäß ihrer ganzeti Zu qciiügcnDctt AiberstanD entgegengesetzt leÄ^,, scheinen diese Ansicht itiaen; aber man vergup, daß in der CefsenHichlcic uatürlid) nur bie unglücklich Der- lausenden Freiballonfahrten bekannt werden, von den tausenden Fahrten mit glücklichem Ausgang aber spricht niemand. Um die Ungciänrliditeit des mu Boriicht betriebenen Luftsports ins rechte Licht zu setzen, fei mir daran erinnert, daß von den 431 Faunen mit über 120J Personen, du während ber Ila statuaiiben, keine einzige unglücklich verlief, obwohl barunter zahlreiche wissenschaftliche Ehrten sallen, bei denen auch unter ungünstigen Verhältnissen gefahren werden mußte. Wird bi: nötige Vorsicht angeroanbt, nur bei gutem Welter unb unter bewährter Führung, ber Freiballonivort veuicben, bann ist er nicht gefährlicher als der Automobilsport. Schließlich ist es nicht die einzige Ausgabe eines Vereins für Lu'tschifsahrt, mög.ichst viele Fahrten auszuführen, son- bern er wirb auch aus anbcrc Weise an ber Förderung ber Luftschiffahri mitarbeiten. Uni bas Verstänonis für bie Aeronautik in weitere Be- völterungsschichten zu tragen, wirb ber Verein Vorträge unb vraitüchc Kurse bie.cn müssen, fowohl über LuNfchifi- fahrt, wie über bic bamii zusammenhängenben technischen unb 'wissenfchaftlicheii Gebieic. Interessierte werden sich unter Der i ieiigen Bürgerschaft, vor allem unter Den studierenden zahlreiche finden. Vielleicht beginnt man schon tu diesem sommer mit einem oocr mehreren orientierenden Vorträgen von Cuftidiiifcrn mit tiangoollen Namen, bic, wenn es sich um bic ibeelie Förderung Der Sache handelt, leicht nad' Gießen zu zictzen sind. Denn erst einmal ein Kristallisationspunkt für äronautisch: Bestrebungen iper gc- fchaffen ist, wirb Die Weitercntwickelung rasch vorwärls- fchreiten unD Gießen nicht mehr wie bisher abseits Der Luftschiffahrt liegen. Turch Die Beziehungen Des Vereins znm Tent'chen LuftschifferverbanD roirD es 'ich eher ermöglichen lassen, einmal einen Flieger, einen centbaren ufw. nach Gießen zu zicbey. Bei Der raschen Entwicklung der Eroberung Der Luft ist zu erwarten. Daß Luftschiff unD Flug- auparar in absehbarer Zeit Verkehrsmittel werben: man cr- lennt schon jetzt deutlich, wie lick) bestimmte, durch die .Gunst natürlicher Vcrf-ättnissc geidiaficne Verkehrsstraßen heraus» bilden, wie z. B. bic oberrheinische Tiefebene. Es ist nichr ausgeschlossen, baß auch Gicßcn von ben Hauvtadcrn eines zukünftigen Lufwertchrs berührt wird, benn es liegt an hitalHmliWt tflhc 31 Icl. l-V' :)kd)ti'iad)cn,tmrti cvtiflunfi oon «cux [arntioii. .Torbcnr-i- fl, ?|niiicUung von d cr.v und Sennm. q ^■ifldicn oor ("vut ■ । ndcu auch Nr. 1U Erstes Blatt W. Zahrgang Freitag, 12. MaNyst Ter Oletzkner Anzeiger W W monattich75^oiertel- ericheint täglich, o ▲ A A 'brlich 2.20; durch W Br fc; 47 u A W A E ’ -nonatkich 6Ä Pf.; durch |1%1171417Ii 171 /I ||<17||gl7| -«sä Natt für ben KreisÄUfecn W ■ ■ ■F W ■ ■ ■T W W ■ W ■ ■ RL . W W Wk, W B ML. H Kr nu.wäns 20 Vfenniq. W ■ W W E lief redakteur: Lt Goetz. wlNfchafNicheLeitfragen ~ W MM yerc.ntroorthch für ben pernwiech-Anschlüße WB politischen Teil: August General-Anzeiger sür Oberhessen «n,elfter Wirken. tf n ■? rätst: für .Stadt und Annahme von Anzeigen RototioHsbrud unb Verlag der vrühl'fchen Univ.'vuch- und Zleindruckerei H. Lange. HcbaHion, (trpcbdion und vruaerel: SVUlnrage r. oanb-. für den ß »Ä“ Büöingen: Sernfpredier Nr. 50 6cf Bauinspektor des HochbaiiamtS Alsfeld, Otto Berth zu Als- , selb, ben Charakter als Baurat verliehen. " Zum Finanzassessor wurde der Finanzreferendar Lubw. Weidner aus Darmstadt ernannt. ** Lebramtspersonalien. Der Großherzog hat ben ■ Tirektor an der Realschule zu Oppenheim Tr. Karl D o r f e l d zum ; Direktor an der neu zu errichtenden Oberrealschule zu Darmstadt, den Oberlehrer an der Viktoriaschule und dem Lehrerinnenseminar 1 S.u Darmstadt Professor Karl Hensing zum Direktor der Real schule zu Oppenheim ernannt. : ** Lehr er Personalien, lieber trag en wurde dem ; Schulamtsaspiranten Hch. Löw aus Erlenbach eine Lchrerstelle an der Gemeindeschule zu Eifa. In den R u h e st a n d versetzt wurde die Lehrerin an der Gemcindeschulc zu Ebcrstadt (Kr. Darmstadt Helene Seelgen bis zur Wiederherstellung ihrer Gesundycit. Erledigt find eilte mit einem cvang. Lehrer zu besetzende Lchrer- stelle zu Vaitshain: eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle zu Lanzenhain, dem Inhaber der Stelle kann eine Ortszulage gewährt werden; eine mit einem fatij. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle zu Sörgenloch. " Technische Hochschule. Dec Groß Herzog hat den Privatdozenten für Elektrotechnik an der Tcchn. Hochschule, Professor Dr.-Jng. Waldemar Petersen in Darmstadt, zum außerordentlichen Professor an dieser Hochschule, den Privatdozenten an der Technischen Hochschule Dr.-Jng. Ernst Preuß zum Inspektor an der mechanisch-technischen MaterialprufungSanstalt dieser Hochschule ernannt. " Exotischer Besuch in Bad-Nauheim. Aus London, 10. Mai, wirb uns geschrieben: Zur Teilnahme an ben Krönungsfestlichkeiten ist die Beherrscherin von Bhopal auS Zentralindien in England eingetroffen. Ihr offizieller Titel heißt Begum Nawab und sie regiert über einen Staat, bet an Größe etwa Wales gleichkommt. Sie zeigt sich nur tief verschleiert in ber Oeffentlichkeit. Für ihren Aufenthalt in Englanb hat sie einen Landsitz in Surrey gemietet. Dem Königspaar hat sie im Buckingham Palast einen Besuch abgestattet. Sie kam mit einem Gefolge von verschleierten Frauen an. Der Zug führte auch 150 Gepäckstücke mit, darunter viele hohe Gesäße. Diese enthalten Wasser von einer besonders heiligen Qualität zum Zwecke religiöser Waschungen. In ihrer ständigen Begleitung befindet sich ihre englische Leibärztin. Alle Männer der Gefolgschaft sind Mohammedaner. Eine wichtige Persönlichkeit darunter ist der Astrolog, der seine Freude an dem sternenbesäten englischen Maihimmel hat und die ihm unbekannten neuen Himmelsgebiete mit Eifer studiert. Zu Ende dieser Woche wirb die exotische Herrscherin auch Deutschland be», suchen und zwar wird sie sich in Bad-Nauheim einer Kur unterziehen. Bezüglich der Mahlzeiten der Königin verdient es ber Erwähnung, daß zwei Priester dem Schlachten der Hühner zur Vollziehung der feierlichen Zeremonien bei* wohnen. "Die Anlage musik ■ibet am Samstag ben 13. b. MtS., vormittags 11 Uhr, in der Süd-Anlage statt. Spielplan: 1. Ouvertüre zur Oper .Zar und Zimmermann", von A. Lortzing. 2. Fantasie auS der Oper „Carmen", von G. Bizet. 3. Czardas aus der Oper „Der Geist des Wojewodcn", von Großmann. 4. Koburger Josias- Marsch. Am Sonntag fällt die Anlagemusik aus, da die Kapelle beurlaubt ist. " Die Sammlungen des Oller Hess. Geschichts- Vereins und der W. Gail-Stiftung haben sich in letzter Zeit erfreulich vermehrt. Besonders zu erwähnen sind int Saal 1 des Museums ein fränkisches Männergrab um 500 mit Wehr und Waffen, sowie in der römischen Abteilung neue Funde vom Kastell Arnsburg. Der bäuerliche HauSrat hat gleichfalls starken Zuwachs erhalten. ** Naturheilkunde und Medizin. Ter gestern abend im Hotel Schütz von Oberst a. D. Spohr gehaltene Vortrag über „das Verhältnis der Naturheilkunde zur Medizin" war ziemlich gut besucht. In seltener Frische des Körpers und Geistes, suchte der im 83. Lebensjahre stehende Redner darzutnn, daß die Naturheilmethode auf dem richtigen Wege sei und ihr der Vorzug vor der Schulmedizin entschieden eingeräumt werden müßte. Das Naturheilverfahrcn, das alle Gifte ausschließe und sich zur Heilung der Krankheiten und Gebrechen nur der natür- . lichcn Heilmittel bediene: der Luft, des Lichtes, der Wärme, des.. Wassers, richtiger Diät, entsprechender Bewegung im Wechsel mit wechselnder Ruhe, verhalte sich zur Medizin, wie die Wahrheit zum Irrtum. Ein Irrtum sei es, wenn die Wissenschaft die Schädlichkeit der Bazillen predige und sic als Nebensache der Krankheiten, besonders der ansteckenden Krankheiten, bezeichne. Die Bazillen hätten mit der Krankheitserrcgung gar nichts zu tun, wie von Forschern durch Versuche an Kaninchen klar nachgewiesen worden sei; sie seien Erzeugnisse und nicht Ursachen der Krank-, Hecken unb verschwänden in dem Augenblick, wo ihnen durch Reiw lichkeck, frische Luft, naturgemäße Lebensweise und richtige Diät ber Nährboden, die Lebcnsmöglichkeit abgeschnitten würde. Kein' Geringerer als Geheimrat von Pettenkosfer-München habe erklärt,' daß die Bazillen keine Fcindc, sondern die größten Freunde, und Wohltäter der Menschheit seien. Was den Körper krankst mache, das seien die Verstöße gegen die natürliche Lebensweise, und gegen die Naturgesetze, wissentlich und unwissentlich, denn die Naturgesetze seien keineswegs erforscht und alle die Wissenschaften, worauf sich die Medizin stützen müsse, seien noch lückenhaft. Wenn man aber die wissentlichen naturwidrigen Handlungen und Gewohnheiten lasse, so müßten sicher damit 99 Prozent aller Krankheiten verschwinden. Das wolle man aber nicht. Wie wäre es sonst möglich,^daß man in einer durch Tabaksrauch angefüllten Luftkloakcn Stunden lang sitzen könne, um sich durch Alkohol zu vergiften? Tausende von Menschen müßten heute noch in ungesunden Wohnräumen einen großen Teil ihres Daseins verbringen. Ihnen müsse vom Staate die Hand geboten und erlaubt werden, in Krankenhäusern, Hospitälern, Siechenhäusern Unterkunft zu verlangen. Tie so gefürchtete Maul- und Klauenseuche des Rindviehs werde weniger cingeschleppt, sondern fei eine Folgeerscheinung verkehrter Behandlung des Viehs, mangelhafter Reinhaltung, schlechter Lüftung der Ställe, mangelnder Bewegung. Was die Behandlung der Krankheiten anlangt, so gilt es, in erster Linie durch naturgemäße Lebensweise den Erkrankungen vorzubeugen. Am gesündesten und dein Körper am zuträglichsten ist nach seiner Ansicht die Pflanzenkost, besonders Gemüse, Obst, sodann Bewegung in freier Luft, Abhärtung des Körpers dem Temperaturwechsel gegenüber. Zu vermeiden sind Fleisch, Kaffee, Tee, alkoholische Getränke unb alle Gewürze. Bei Ausbruch von Krankheiten spielt bas Fieber eine Hauptrolle. Die Medizin ist nun bestrebt, durch Verabreichung von Chinin, Anttpyrin, Antifebrin und dergleichen chemischen Präpa raten das Fieber gewaltsam herabzusetzen. Das ist verkehrt. Der Ausbruch des Fiebers ist nichts Unnatürliches und beweist nur, daß ein äußerst rascher Stoffwechsel stattfindet, so daß der Körper genötigt ist, das Blut rascher als sonst au solche kranken Stellen zu befördern. Man muß bestrebt sein, das Fieber nutzbar zu machen. Das geschieht durch feuchte Packungen, die den großen Nutzen haben, infolge gesteigerter Hauttätigkeit die Poren zu öffnen und die Krankheitsstoffc auszuscheiden. Ein nachfolgendes mildes Halbbad kann jedesmal folgen. Der Vortragende gibt pun «en. In Artikel 7 heiße es, die spanische Regierung verpflichte sich in Anbetracht der b e t r ä ch t l i ch e n H a n d e l s- interessen der Untertanen des deutschen Kaisers in Marokko und unter Vorbehalt eines noch anzuberaumenden Aktes, dem Deutschen Reich für einen noch An bestimmenden Zeitraum einen Hafen an der atlantischen M1 ü ft e in Pacht zu geben; die Kabinette von Madrid und Berlin würden sich späterhin über diesen P u n k t a n d e r Kü st e v e r st ä n d i g e n , w e 1 ch e r C a s a- blanca oder Rabat sein könne. DaS Blatt schtteßt: Artikel 10 besagt: Die Regierungen Frankreichs und Spaniens sollen späterhin entscheiden, ob "die rein nominelle Autorität des Sultans von Marokko über das Reich von Fez (spanische Einfluß- sphäre) und das Gebwt von Marakosch (französische Sphäre) bestätigt, oder ob die eine oder die andere der beiden Zonen nicht begrenzt werden soll. Artikel 11 besage noch, daß das Vertragsprotokoll geheim bleiben soll bis zu dem Tage, wo es von beiden Regierungen einverständlich den beiderseitigen Parlamenten bekanntgegeben würde. Paris, 11. Mai. Dem „Echo de Paris" zufolge schweben gegenwärtig zwischen der französischen und der spanischen Regierung Verhandlungen über die Beteiligung Spaniens an dem Bau der geplanten E i s e n b a h n l i n i e T a u g e r - A l k a s s a r. Spanien habe gegen den Abschluß der letzten marokkanischen Anleihe von 43 Millionen Franks, für die das Erträgnis dieser Bahnlinie als Pfand dienen soll, Einspruch erhoben, da die Bahn auf eine Strecke von etwa 30 Kilometer durch die spanische Einflußsphäre gehen würde. Man hoffe in Madrid, daß Frankreich die Beteiligung spanischer Unternehmer an diesem Lahnbau, sowie die Herstellung der Bahnlinie nach Larrache ermöglichen Werde, durch die auch die spanische Einflußsphäre gewinnen würde. ?s Hot u '"'»i-L ""«leltotie ,W^ iS ^;; rektor^ 3en fair, < !-Ä;. I 6,;. te:;; W der et'. Ju einem i-.' °^"zogh«i . ^chn. Hoj, len in Tam. Hochschule, * M»i nnt 'uheim. Au, O**t Teilnahme ^'cherin dos ^troffen. Ihr le «giert über ichkomnit. Bit Echkeit. Fiü n®PS in Currr^ üngham Palas, Gefolge oon ch 150 Gepäck, Diese enthalten at zum Zwecke Begleitung be« mcr der Gesolg, e Persönlichkeit in dem slernen« M unbekannten Zu Ende dieser Deutschland be« uheim einer n der Königin dem Wachsen Zeremonien bei» amStag btn -.Anlage statt. | und | ß dn Cpn J »er Oper ,T« I Bürger 3oti- | it aus, da* s. Geschichte g haben sich i= i i erwähnen jiri Nnnergrab nn: MenAbteilm uerliche HouSr-t t Ter gehen ■ gchaitenc i o t mrME>x ■perö und Geists ir darzumN' bad sei und ihr geräumt, rottbö ? auöiiliefeeu.^ ”’-S in, 3? ir nimti’ 5U. klar na-hgemcic sackender^ hnen durchs tW g Äe^Lebens^ Ws »S.5 «fiS&aj LKp WjE und -■ ld sLhäni- N' N-UlS jaUi sondern? M 5'^Sß Wtz > ist verk^A jjj, und?K-1 so dsiß ^AF r^? den S-Ä SÄ*' im einzelne« Derbaltungsmaßregeln bei versckiü>enen Aranfheitcn an. rooSurtb er ausführt, baß man der Menschheit durch die Gifte mir ihren schädlichen Nebenwirkungen keinen Gefallen erweisen könne, sondern durch die einfachen Mittel der Naturbeilkunde: Lonne, Lust, Wärme, Wasser, Trat vollständig auskommt. Eine Aussprache lehnte der Vortragende als zu keinem Ziele führend ab. Eine Anfrage, wie der Uebergang von der seitherigen zur vege tarischen Lebensweise sich zu gestalten habe, beantwortete der Vortragende dahin, daß man ohne weiteres zur naturgemäßen Lebenswerse übergehen könne. • * Fleischcrmaschinen AuSstellung. Bei dem am 14. und 15. Mai hier stattiindenden Fleischer-Berbandstage für betbc dessen und Nassau findet in Steins Garten eine Fach- Äusstellung für das Flellchcrgewerbe statt. Auster einzelnen Ma- jchincn, ivie sie in Flestchereien gebraucht werden, kommen lomvletic Motor-Anlagen zur Ausstellung, die im Betrieb vorgeführt lverden. Ter Besuch oer Ausstellung, die trotz der ttürzc der Zeit, sür bic iie besnmmt ist, sehr reichhaltig sein dürfte, wird auch für den ^kichtfachmann von Interesse sein ’* Kanarienvogel-Ausstellung. Gastwirt W a l ter von Herbstein stellt von Samstag bis Montag im Hotel Einhorn eine Anzahl Kanarienvögel aus, die Melodien in einer Vollkommenheit pseisen, wie man es selten hört. Auch die auv gegellten Vogelkäfige, alles Erzeugnisse des Ausstellers, sind sebr empfehlenswert. Bei ihnen bewahrheitet sich das Sprichwori. dost das Geld eigentlich auf der Straße liegt, denn der Haurn schmuck der Käsige besteht aus einheimischen Schneckenhäusern, w»e man sie überall aus Wegen und Stegen sindet. • • ©ilbcrnc Hochzeit feiern heute Schneider (Bcora Fischer und Frau, geb. Schäfer. - Ausgestellte Preise. Die bei dem Athleten- Wettstreit auf der LiebigShöhe zur Verteilung kommenden Preise sind im Schaufenster der Zigarrenhandlung Müller am Marktplatz ausgestellt. • • Die Krachenburg in der Neustadt wird demnächst verschwinden, nachdem gestern die Stadt das daneben liegende Anwesen des MehgermeisterS Schneider für 24 OOO Mk. erworben hat. Damit ist die Durchführung der Erweiterung der Neustadt an jener Stelle gesichert. Landkreis Gießen. 2 Lich, 11. Mai. Hier feierten bic Eheleute Gastwirt Albach in der Unterstadt das Fest der goldenen Hochzeit. DaS Jubelpaar erfreut sich noch körperlicher und geistiger Rüstigkeit und Frische. a. Hungen, 10. Mai. Zur He d r ich-V c r til g un g hat die Gemeinde eine Spritze augesckafft, die den Landwirten zur Benutzung empfohlen wird. — Wegen der Zeuchengefahr fällt der Biehmarkt am nächsten Montag a u s, es findet nur Krämermarkt statt. Kreis Büdingen. X Nidda, 11. Mai. Bei dem gestern abend über unsere Stadt gezogenen schweren Wetter schlug der Blitz in die auf der Wohnung der ehemaligen Brauerei Uhl festgemachte Telephonleitung. Mehrere Drähte mürben abgerissen; der Blitz fuhr aber, ohne weiteren Schaden zu tun, an der Erdleitung zur Erde. DaS Wetter brachte end- lich den langersehnten reichlichen und gedeihlichen Regen. — Auch in Bad Salzhausen hat der Blitz in einen Blitzableiter eingeschlagen. = Hirzenhain, 11. Mai. Hier starb der langjährige Bürgermeister Gußniann, wohl einer der ältesten steS Streifes. Kreis AlSfeld. bz. Hopfgarten, 11. Mai. Gestern abend gegen 5 Uhr zog über unser Torf hin, von Osten herkornmend, «in Gewitter mit heftigen Hagelschlossen. Viele Leute, die sich auf denr Felde befanden, wurden plötzlich davon überrascht und langten sehr durchnäßt zu Hause an. Ein Blitzstrahl traf das Haus des Eimvohners E d Pein, fuhr am Schornstein herunter und lötete im Stalle eine Ziege. Glücklicherweise entstand kein Hausbrand, was verhängnrsvoll l)ätte werden können, da sich gerade in dein betreffenden Dorfteil kein Brunnen befindet. Kreis Schotten. a Schotten, 11. Mai. Es kann mit Freude ausgenommen werden, daß von der Deutschen Landwirtschaft^ gesellschast gelegentlich ihrer Jubiläums-Wander ausstellung in Kassel auch ein Ausflug in den Vogelsberg vorgesehen ist. Er soll am 26. Juni statt finden. Arn 2b. Juni ist eine Tour in die Rhön vorgesehen. — Laubach, 11. Mai. Der hessische Blumen- tag ergab hier den Betrag von 231,05 Mk. Kreis Lauterbach. Crainfeld, 11. Mai. Gestern nachmittag gegen 6 Uhr zog über die hiesige Gegend ein schweres Gewitter, begleitet von wolkenbrucharrigem Regen und starken elektrischen Entladungen Dabei schlug der Blitz in die Hosreite des Joh. Baumbad) III. hier, die in kurzer Zeit in hellen Flammen stand und n i eberb rannte. Auch ui Hopfmannsfeld hat der Blitz in eine Scheuer eingeschlagen, ohne aber weiteren Schaben anzuricyten. Kreis Friedberg. x Bab-Nauheim, 10. Mai. Ein starkes Unwetter, das strichweise mit Hagelsall verbunden war, ging heute abend zwischen 8 und U Uhr über unsere Gegend niöder und richtete beträchtlichen Sd)aden an. Viele Seiler der Stadt kanten unter Wasser, so daß die Feuerwehr in Tätigkeit treten mußte. Vielerorts wurde Garten- und Ackerland weggeschwemmt. Auch das Obst soll gelitten haben, vor allem die Aepsel, soweit sie noch in Blüte standen. Viele Obst- und Anlagenbäume wurden ihres Blätter- fchmuckes in gaitz beträchtticher Weise beraubt. Im vergangenen Jahr, einen Tag spater, ging ein ähnlich schweres Setter über unsere Gegend nieder, das mit noch heftigerem Sturm verbunden war und in ganz. Oberhessen Schaden angerichtet hat. 4-, Butzbach, 11. Mai. Gestern abend entluden sick) schwere Gewitter über unserer Gemarkung, die uns ausgiebigen Regen brachten. Der Blitz schlug an verschiedenen Stellen in die elektrischen Leitungen — Falsche Dreimarkstücke befinden fick) im Umlauf mit dem Münzzeichen A., der Jahreszahl 1909 und mit dem Bildnis Slaiier Wilhelm II — Geltem abenb hielt bic hiesige Sani- tä t skolonne einen Wiedtrholungskursusjndem Rathaussaale ab. Starkenburg und Rheinhessen. m. Offenbach a. M, 12 Mai. Ein Unglückssoll mit löblichem Ausaang ereignete sich gestern nachmittag in der Frirdhoistraßc. DaS vierjährige Töchterchen des Arbeiters Hofmann, der in her Friedhofstraße wohnt, wollte nicht tont von der elterlichen Wohnung die Straße passieren, als es von einem Stoblenroagen überfahren wurde Es erlitt tödliche Verletzungen am Kops und starb nach wenigen Augenblicken. m. Offenbach, 12. Mai. (Prio.-Tel.) Der vielfach vorbestrafte Arbeiter P. A. Dörmer auB Langen, der hier und in der Umgegend zahlreiche Betrügereien verübt hat, wurde in Frankfurt festgenommen. Hessen-Nassau. △ Grävenwiesbach, 11. Mai. An der neuen Taunus-Balmsirecke Wetzlar—Grävenwiesbach, der man hier das größte Interesse entgegenbringt, wurde jetzt der Tunnel durch den Gänsberg bei Hasselborn und Brandoberndorf vollendet. Im Mai 1910 wurde der Durchstich beS 1300 Meter langen Tunnels begonnen. Von Hasselborn aus wurden 700, von Grävenwiesbach aus 600 Meter hergestellt. Die Arbeit durch das feste Gestein wurde oft durch Einbruch großer Wassermasien gestört. 300 Meter des Tunnels sind schon auStzemauert. BiS Juni 1912 soll die Eröffnung der Strecke erfolgen. kg. Kirchhain, 11. Mai. Tie Gewitter, die gestern abend durch das Ohmtal zogen, haben einigen Schaden angerichtet. In Amöneburg schlug der Blitz in das Wohn- hauS des Handelsmannes Stern, richtete in einigen Zimmern größere Verwüstungen an und fuhr dann durch die Wasserleitung zur Erde. In Kleinseelheim fuhr ein Blitzstrahl in den etwa 20 Nieter hohen Schornstein der Lang'schen Ziegelei. Hierdurch stürzte der Schornstein ein und richtete un Sturze an den Brennöfen bedeutenden Schaden an, so daß der Betrieb für einige Zeit gestört ist. — Zum Landrat des Kreises Kirchhain ist der bisherige Verwalter beS LandratS- amteS, NegierungSassessor von und zu Gilsa, ernannt morden. Diese Ernennung wird von den Kreisbewohnern mit Freuden begrüßt. Line Mahnung und Bitte für Spaziergänger. Lehrer Dal. Müller schreibt uns: Die schönste Zeit des Jahres, der „Wonnemonat", ist gekommen-, und heute scheint er seinem Namen alle Ehre machen zu wollen. Weid) und warm lack)t die Sonne vom blauen Himmel, das winterlich einförmige Grau der Wiesen hat sich in einen vielfarbigen Teppich verwandelt, und da draußen am Berghang winkt und lockt der Wald mit Vogelsang und „maifrifdicin Grün". Mein Wunder, wenn am Sonntag oder in Mußestunden der Woche ganze Scharen von Menschenkindern hinausziehcn, um sich an der verjüngten Pracht der Natur zu erfreuen und neuen Lebensmut unS neue Lebenstraft zu holen. Und das mag ihnen jeder gönnen; find dock) der traurigen, öden Wintertage und -wöchen gar üiCIc gewesen! Aber etwas anderes ist es damit, wie sich gar ost die Freude an der neu entfalteten Schönheit der Natur äußert. Ta werden die Blumen hnndertweise abgerissen, um daheim in dumpfer Zimmerlust dem Berkommcn preisgegeben oder gar nach einer Viertelstunde schon achtlos an den Wegrand gewor sen zu werden. Um seine sogenannte Freude an der Natur befriedigen zu tonnen, läuft man ohne Bedenken dem Bancrsmann auf Wiese und Acker hcrüni, und zertritt ihm die Saat, auf die er seine Hoffnung setzt. Und um seine sogenannte Freude an der Natur befriedigen zu können, reißt man — wie cs der Einsender gesehen hat — ganze Traglasten von Zweigen und Acsten von den Bäumen! Wozu das alles? Kann denn der Mensch seine Freude an der Natur nicht auch befriedigen, ohne augleid) der Zerstörungslust ein Opfer zu bringen? EiueBlumeschmückteigent- lich nurdie Umgebung, in der s i e aufgewach- fen ist, d'er Zweig den Baum, der ihn getrieben ! Und wohin fall es führen, wenn es alle so machen wollten? Demi was dem einen recht ist, kann füglich dem andern billig sein! Wie sollten unsere schönen Wiesen, wie sollte unser herrlicher Stadtwald in ein paar Wochen aussehen! Alle haben das Recht, sich au der Schönheit unserer prachtvollen Umgebung zu freuen; und darum, dächte ich, sollten es sich auch alle zur Ehrenpflicht machen, Naturschönheiten und vor allem unseren Wald, der Tausenden Erholung und Erquickung bietet, schützen und erhalten zu helfen, nicht aber ihn zu zerstören! Und sollten diese Zeilen dazu beitragen, in dieser Beziehung bic und da einem das Gewissen zu schärfen — ich will nicht gleick) nach den Behörden rufen —, so wäre ihr Zweck erreicht. — Nun aber noch eiüs, was uns den Genußlunseres Waldes etwas „mundgerechter" machen könnte, und zu dessen Durchführung vielleicht Forstbehörde, Vereine lVerschönerungs-, Verkehrsverein usw.) und Private sich die Hand reichen könnten. Gewiß fehlt cs unserem Walde nicht an Cu eilen, bic in der heißen Jahreszeit den Wanderer erquicken konnten. Manche sind manchem bekannt; aber nur den wenigen, die in der glücklichen Lage sind, fast alltäglick) den Wald durchstreifen zu können; weitaus die große Mehrzahl der „Sonntagsurlauber" weis; von ihnen nichts. Sollte es sich nun nicht ermöglichen lassen, daß — einigermaßen planmäßig verteilt — in unserem Stadtwalde eine Anzahl Quellen auf einfache Weise gefaßt würden? Wegweiser ober Tafeln mit dem Wort „Brunnen", und etwa noch der Entfernungsangabe. wie man sie ja auch an Bahnhöfen hat, i j . könnten von den benachbarten Schneisen I s anmuten und Waldwegen ans gar manchem I Turfugen den Jcg zeigen, wo ein kühler Trunk feiner I wartet. Freilich müßte das Publikum auch diese Annehmlichkeit zu schätzen und das Entgegenkommen der Deböv» den, Vereine mir durch Schonung und Schutz der betr. Anlagen und.Einrichtungen zu würdigen wissen. (ßcricbtsfnaL •• Gießen, 11. Mai. Kriegsgericht.) Heute batte sich vor dem Kriegsgericht der 23. Division der Dragoner D. vom 24. Dragonerregiment aus Darmstadt ui verantworten. Er war angeklagt, sick der Bedrodung mit der Begebung eine» Verdreckens und der gefährlichen Körperverletzung schuldig gemacht zu baden. Ter Angellagte, der hier während der Osteneiertoge auf Urlaub rocillt, ging am 1. Feiertag in Zivil den SelterSweg entlang. Seine Sckm'ester, mit der er schon längere Zeit aus dem Kriegs uß stand, rief ihm, als sie seiner aniicklig wurde, zu: „Dao merk' dir man, daß du in Zivil au-gebst" D., der iidiJiicrübn ägerte, ging nun in die Wohnung seiner Eltern, um seine Schwester wegen der gefallenen Aeußerung zu belangen. Hier soll er seine Sdnoestcr, die von ihrer Mutter in ein Zimmer eingeschlossen worden war, mit der Begehung eines Verdreckens bedroht haben. Auf Aufforderung seiner Mutter verließ D. das HauS. Wie er darauf am "?lbcnb wieder den SelterSweg entlang ging, traf er seine Schwester vor der elterlickren Wohnung. Er ging auf sie zu, um ihr eine Tracht Prügel zu verabreichen, wurde aber von etuem dabei stehenden Herrn daran gehindert, welcher nun die seiner Schwester zugedachten Hiebe bekam. Ter Vertreter der Anklage erachtete den Angeklagten in beiden Fällen für schuldig Er beantragte wegen der Bedrohung aui b Mk. Geldstrafe, cvcnll 1 Tag Gefängnis, und wegen der gefährlichen Körperverletzung mit Rücksicht aui die Unerheblichkeit der Verletzung unter Zu> billigung milberr.bcr Umstände aus 15 Mk. Gcldstrasc, evcntl. 3 Tage Gefängnis, zu erkennen. Tas Gerickst, das den Ange Nagten von der Anklage der Bedrohung mit der Begehung eines Verbrechens wegen mangelnder Beweissührung frcisprack, verurteilte ibn wegen gefährlicher Körperverletzung unter Zubilligung mildernder Umstände zu 10 Mk. Geldstrafe, cventl 2 Tage Gc fängnis. Ter Angellagte erklärte, sich bei dem Urteil beruhigen ;..i ,vo11cn.__________________________________________________________________________________________________' £uft|d)ifial)tt. Berlin, 11. Mai. Auf dem Flugplatz Johannisthal flog heute morgen ü Uhr der Flieger Bokemüller, ein Schuler Poulains, im Nebel über die Barriere gegen das alte Posthaus und wurde so schwer verletzt, daß er nach einigen Minuten ft a r b. Friedrichshafen, 11. Mai. (Privattclegramm) Das Versuchslustschiff „L. Z. 9" ruht fertiggestellt in der Lustschifs- halle Fahnen sind für die nächste Zeil nicht beabsichtigt, da bad gcianitc Personal mit der Fertigstellung des „L. Z. 10" in Anspruch genommen ist. Am Montag wurde mit dem Zusammen fetzen des Gerüstes begonnen, das etwa vier Wochen in Anspruch nehmen wird. Im Juli soll „L. Z. 10" als Passagierschisf von Baden-Baden aus Fahrten unternehmen. Kleine Eageschronik. Aus einem Charlottenburger Postamt ist man großen Unterschlagungen auf die Spur gekommen. ES handelt sich angeblid) um Veruntreuungen von mehreren tausend Mark, die ein .Geldbriefträgcr begangen haben soll. Durch den Brand von M i r i n, über den wir näher berichtet haben, sind 3000 Häuser zerstört worden, darunter sämtliche diplo- matischcii Missionen und Konsulate außer den russischen. 100 000 Einwohner sind obdachlos. Das Feuer wurde von Chungusen angelegt. Trotz seines schwer leidenden Zustandes wird der Komponist Gusiav M a h l er auf seinen Wunsch von Paris nach W ien ubergeführt werden. Auf der SchwarzcnMeer-Schiffswerft zu Nikolatew ist Großfener ailsgebrochen. Die Modellabteilung unb die Tisch- lcreiwcrkstatt stehen in Flammen. Verlauf der Witterung seit gestern früh: DaS flache Tiefdruckgebiet im Siidwesten hat auch gestern noch iviederholt geringe Regen gebracht, die strichweise von Gewitter begleitet waren. Infolge meift bedeckten Himmel» stiegen die NachmittagStemperaturen nur bis 18 Grad in Lberheffen, icdoch höher im Süden. Da der tiefe Truck über Frankreich und dem angrenzenden Meere anhält, werden auch morgen noch Regen fallen. Weltcraussichlen in Hessen am SamStag dem 13 Mai 1911: Meist wolkig, geringer Regen, nördliche Winde, kühler. Letzte Nachrichten. JohanniSb nr g, 12 Mai. Die St r aß enb ahn» ange ft eilten beabsichtigen morgen in den Ausstand zu treten. 300 Polizisten sind aufgeboten, um die Ordnung aufrecht zu erhalten. Paris, 12. Mai. An den diesjährigen Flottenmanövern, die im September im Mittelmeer ftattfinben, werden 18 Panzerschiffe, 6 Panzerkreuzer und 18 Torpedo- jäger mit 450 Offizieren und 18600 Mann Besatzung teil» nehmen. Die französische Flotte hat noch nie in solcher Stärke Uebungcn ausgeführt. Unter den Panzerschiffen befinden sich vier Dreadnoughts, bic erst im nächsten Jahr fertig gestellt werden sollten. rrm im im iim im iim IUI weltberühmt durch ihre Formen« Schönheit, Solidität und ihren billigen Preis liefert Ihnen vollständig frei ins Haus unter Garantie D’/J von 10 Jahren das Darmstädter Möbel - Einrichtungshans ledwig Stritzinger Kunstgewerbliches Etablissement für Innenausstattungen Telephon 1441 DARMSTADT Beinrichstr. 67 Portofreie Zusendung meines Prachtkatalogea. Maschinen-Ausstellung L Fleischergewerbe W Du/. 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