Nr. 266 Ter eittientr Stylet erscheint tätlich, außer CoimlaqS. - Beilagen: viermal roädtrntltd) OichenerZamNienblölter. itvrimol rvöfhciul.KitlSi blatl|ür6fnKreU6it(jtn tTienslag undFreimast zweimal monolL land» wirifdreltlldit 5rit|ragc* ixenilpred) - Anschlüße: tilr bte Redaktion 112, Verlag n. Expedit-on 51 Adresse für Depeschen» tliHdfltr «ießen. Annahme von Anzeigen hir die laflcönumincr biS vormittag- 9 Uhr. 16s. Zahrgang Erstes Blatt Samstag, st. November 1911 Veznq-vrel-: monntlid)75T'iMviertet- sädrlich 9Ht 2.20; durch Addole- u. flroetgfieUen monatlich 65 t;L; durch M ▼ tri iS 3 biel'oft B'k.2.—vie-.icl- ^^3 3r 3 bä 3 ar 3 ansickl. ■ 3 3 3k Zeilenpreis: lokal 15Pi^ W tfy auvipart« 20 vennig. 3 Chefredakteur.?! i^och. AV Verantwortlich für den ’**Wr politischen Teil: August eneral-Anzeiger für Gberhessen MM Rotallonrdnuk und Verlag der Vrühl'fchen Univ.-Vuch- und Steindrudcrei R. Lange. Redaktion, Crpedilion und Druckerei: §chu!ftrahe I. Land': E^Ietz; iür den Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16 a. ______________________Anjeigenteii: H. Beck. Die heutige Nummer umfafct 20 Seiten. 21 us Hessen lick gends Zustimmung. Wird Herr v. Bethmann-Hollweg nach den vielen Stößen, die er im Reichstag erlitt, noch lange int Amre bleiben können? Ter Kronprinz hat sich gegen seine Politik gewandt und seine Niederlage zu einer vollständigen gemacht. Es ist ein ganz ungewöhnlicher und bisher noch nicht erhörter Vorgang, daß ein Thronfolger in öffentlicher Sitzung dem leitenden Manne sein Mißfallen bekundet. In normalen Zeilen müßte bas zum Wioerjpruch heraus- men beschlo scn uno alSdann die Gesetzesvorlage im Ganzen angenommen. Tie Reichsduma trat dann in die Beratung der Gc- etzesvorlage betreffend die Gleichberechtigung der Finnländer mit den übrigen russischen Untertanen ein Ter Ministerpräsident wies darauf bin, daß die Beratungen dem Manifest vorn 17. Juni zugrunde gelegt werden müßten, wodurch die Einverleibung Finnlands in das russische Reich und die rechtliche Gleichstellung mit dem Reiche verlandet worden sei. Bisher genieße scdoch das russische Volk in Finnland weder in politischer noch in beruflicher Beziehung, noch hinsichtlich der Selbstverwaltung die gleichen Rechte. Tie elementare Gerechtigkeit erheische, das zu verwirklichen, was das Manifest verkündet habe. Nachdem sich mehrere Redner zu bet Vorlage geäußert hatten, wurde die Aussprache auf morgen vertagt. Der italienisch-türtsiche Krieg. Wieder ist es neuerdings zu Gefechten gekommen, die nach dem amtlichen italienischen Bericht unentschieden geblieben sind. Man darf also annehmen, daß die Tinge noch etwas schlechter für die Italiener stehen als hier zugegeben wird: Rom, 10. Nov. Tie „Agenzia Skesani" meldet aus Tripolis vom 10. November 2 Uhr morgens: Gestern kam es zu wiederholten Angriffen durch kleine arabische Abteilungen, die sich gegen die italienische L st front richteten. Ta Anzeichen vorhanden waren, daß stärkere Abteilungen gegen den italienischen linken Flügel sich zum Angriff sammelten, ging das achtzehnte Infanterieregiment zum Angriff vor und nahmdie von etwa oOOArabernbesetzte Stellung. Als sich die Bataillone von dort wiederzurück- zogen, wurden sie aus dem Marsche von neuem vom Feinde angegriffen. Tie Bataillone gingen ihrer- fcits noch einmal vor. Mit Einbruch der Tunielheit zog sich der Feind zurück. Tas 11. Be rsaglieri-Regiment unternahm aus seiner Stellung einen Vorstoß, um die Plänkler des Feindes zu vertreiben. Auf dem äußersten rechten Flügel ging ein Bataillon auf die Lase Zanzur vor, fand aber keinen Widerstand. Tie Abteilung in Stärke eines Bataillons, einer Eskadron und einer Abteilung Artillerie ging bis jenseits der Lase vor und trieb die entgegenkommende feindliche Kavallerie zurück. Tie italienischen Schiffe überwachen die Küste in der Richtung auf die tunesische Grenze; sie beschossen einige von Bewaffneten geleitete Karawanen und zerstörten die Kaserne bei Romlen. um die «stabt vor der Cholera zu schützen, brachte man in Gärten außerhalb der Stabt ungefähr 2000 Eingeborene unter. Man hat sie gewaschen unb neu gelleioet. Man verwenbet große Sorgfalt aus bte lieber» wachung des Trinkwassers. Man entwarf einen Plan, die Wasserleitung zu Meltana zu verbessern. Aus B e n g h a s t wird durch Funkenpruch gemeldet, daß sich dort, foroie bei Terna unb Tebruk nicht neues, ereignete. Tripolis, 10. 9iov. Agenzia Stefani.) Tie Schcichs, Notabein untz Araber von Tripolis ergriffen hie Initianps fordern Aber es sind — hoffentlich — keine normalen Zeiten, die das Reich jetzt durchmacht. Es muß eine Umkehr erfolgen, wie sie der Reichstag cinftimmig verlangt hat. Kaiser unb Kanzler müssen bas Unhaltbare bet Lage erkannt Laben. Krieg unb Kriegsstimmung will das deutsche Volk nicht. Aber es verlangt, daß dem Ernst des deutschen Willens in der Welt wieder Glauben verschafft wird. Indem der Reichskanzler erklärte, durch das dentsch-sran- zösische Ablommen sei auch wieder reiner Tisch mit England geschaffen worden, hat er sich von neuem mit der Volks- mcinung in Widerspruch gesetzt. Ans die wiederholten Auf- sorderungen, über die Auseinandersetzungen mit England sich ausführlicher zu äußern, hat Herr v. Bethmann nur wieder dieselbe bureaukratische Eartwright-Formcl gemurmelt. Tem Wesen der Sache näher zu treten, fällt ihm nicht ein. In London trägt man sich mit der Hoffnung, den deutscheii Konkurrenten doch noch einmal klein zu kriegen. Winston Churchill, der erste Lord der Admiralität, ist am Tonnerstag in einer Rede auf dem Lordmawr-Bankelt ziemlich deutlich geworden. Er sagte: „Es wurde töricht sein, zu leugnen, daß der Flottenwett- betücrb zwischen Teutschland unb England an der Wurzel unb int Hintergrunb fast jeder Schwierigkeit liegt, welche wiederholt bte unternommenen ernsten Bemühungen, zu baldigen sreundschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern zu gelangen, vereitelte." Mit anderen Worten: England, dessen Macht Churchill drohend unS vorhält, wird uns Steine in den Weg wälzen so lange, bis wir ihm mit der sogenannten Flotteneinichräntung entgcgcnlommen. So glaubt man drüben, mit Männern wie Bethmann fertig werden zu können. Vielleicht wird der englische Minister durch die Aussührungen der deutschen Volksvertreter, die von den Konservativen bis zur Fortschrittspartei eine ängstliche deutsche Politik einitimmtg von der Hand weisen, sich doch eines Besseren belehren lassen. Der Wählerliste in dem zweiten Exemplar der zuständige Bezirks- kassieret oder Untercrhebcr und hiernach der Gemeinderechner die Namen derjenigen darin ausgesührten Personen, die mit der Entrichtung ihrer direkten Staats» oder Gemeindesteuer länger als zwei Monate sich im Rückstände befinden, in roter Tinte mit dem Vermerk „Sl.-R." zu bezeichnen sind. Tiefe Wähler dürfen nach dem Gesetz nur dann ihr Wahlrecht ausüben, wenn sie durch Vorlage der Steuerauittung nachweisen, daß sic inzwischen ihre Steuer bezahlt haben. Im Art. 37 der Ausführungsbestim- Mungen wird mit Bezug darauf bestimmt, daß auch bei der Stichwahl die Steuerrestanten zur Stimmabgabe zu zulassen sind, wenn sie durch Vorzeigung ihrer Steuer» Quittung nachweisen, daß sie inzwischen ihren Steuerrückstand beglichen haben. • --JmWahlkreiseNierstein-Nieder-Saulheim beschlossen nach einer Pressemeldung die Anhänger der Kandidatur Reich ar d t-Nierstein für die Stichwahl die einmütige Unterstützung des bündlerischcn Kandidaten Wolf-Stadecken. Tiefem fallen dadurch etwa 630 Stimmen mehr zu. Zu den Landta'.dstichwahlen. Die zwölf Stichwahlen, die infolge des Ausfalls der Hauvt- wahl vom 3. November erforderlich geworden sind, werden bc- lanntlich am Freitag, 17. November, zum Auötrag gebracht werden. Tas neue Wahlgesetz schreibt in Bezug aus die Stichwahlen vor, daß der Tag der Stichwahlen vom Wahlkommiisar nicht srühcr als acht und nicht später als vierzehn Tage nach der Ermittelung des Wahlergebnisses der ersten Wahl gelegt werden darf. Ta die amtliche Ermittelung des Wahlergebnisses am 7. November stattgefundcn Hal, so ist also diesmal ^gerade die Mitte zwischen dem frühesten unb dem spätesten Termin zum Tag der Stichwahl bestimmt worden. Im übrigen bestimmt das neue Wahlgesetz im Art. 53, daß die engere Wahl auf den- clbcn Grundlagen unb nach denselben Vorschriften ttattzuuiiden hat, wie die erile Wahl. Sic wird auf Grund derselben Wählerlisten, die nicht nochmals ossenzulcgcn sind unb nicht berichtigt werben bürsen, in denselben Äbstimmungsbezirken unb Wahllokalen unb bei gleicher Besetzung ber Lrtswahlkommisiioncu vorgenommen, cs sei Denn, daß eine Ersetzung einzelner Mitglieder der Lrtswahlkommiisionen oder eine Verlegung der Wahllokale geboten ist. Veränderungen in der Person der Wahlvorsteher oder ihrer Stellvertreter, sowie der Wahllokale sind vorschriftsmäßig bekannt zu machen. Art. 54 bestimmt: Bei der engeren Wahl gewählt ist derjenige, der die nwiiten der abgegebenen gültigen Stimmen erhalten hat. Tritt Stimmengleichheit ein, o entscheidet das Los, welches der Wahlkommiisar zu ziehen hat. In den von der Regierung erlassenen Aussührungs- bestlmmungen zum Wahlgesetz werden die vorstehend erwähnten Voxschristen zum Teil noch naher präzisiert. Von Interesse ist hierin besonders Art. 30, der die Feststellung der Steuerrestanten behandelt. Er bestimmt, daß nach Abschluß politische Wochenschau. i Gießen, 11. Nov. । CB der Marokko- unb Kongovertrag bem Ausschuß überwiesen wirb ober nicht, sicher ist, baß ben letzten Verhanb- langen bes Reichstags noch eine nichtöffentliche Nachsitzung folgen wirb. Vielleicht hat eine solche bereits statkaefunden, nämlich zwischen Kaiser unb Kanzler. Tas überalterte Parlament, aus dessen Mitte so vielfach die Klage über Arbeitsmübigkeit unb Interesselosigkeit ertönt ist, hat noch einmal eine große, benkwürbige Musterung abgehalten. Es hat bem Reichskanzler, ber bie Wahlparole „Schutz ber nationalen Arbeit" ausgab, klar gemacht, baß kaum einer bisher mehr gegen biefe Losung gesünbigt hat, als er selber. Und noch mehr. Auch über bie erfreulichen Fortschritte unserer Kolonialpotttik, die unter Ternburg toicbcr zu blühen begann, hat seine ungeschickte Hand einen Mehltau fallen lassen. „Wer bie Kolonialpolitil bejaht, muß grnnbsatzlich für jeden Zuwachs kolonialen Gebietes, für jedes Stück kolonialen Neulandes sein, und eine Gebietsmasse von 750 000 qkm bedeutet zweifellos einen Vorteil gegenüber einer GebietSmasse von nur 500 000 qkm." So steht es wörtlich in jener Denkschrift zu lesen, von der Herr Wiemer gestern im Reichstage sagte, daß sie nur die Lachmuskeln in Bewegung setzen tonne. Tie Schrift, aus der wir bie wesentlichsten Stellen wiebergegeben haben, ist tatsächlich mit einem gewissen Humor verfaßt. Es geht bem Reichs- kanzler, ber für alles, also auch für bie Denkschrift, bie Verantwortung übernimmt, wie Hans in ber Glückshaut. Ter tauschte von dem Scherenschleifer für seine Gans ben ein wenig schablsttsten Wetzstein ein unb erhielt noch einen schweren Felbstein bazu, auf bem er feine alten Nagel gerade klopfen könne. Ter Wetzstein wird und in Marokko Frankreich gegenüber nicht konlurrenzfähig mad)en, und ob sich in dem erworbenen Kvngofetzen etwas gerade llopsen läßt, diese Frage wollte keinem der Parteivertreter int Reichstage überhaupt in den Kopf. Mit einem Mut unb Gottvertrauen, bie einer besseren Sache würbig wären, geht unsere Regierung ber Sck)laftrankheit entgegen, um sie „syste- malisch zu bekämpfen". „Erleichtert wird uns bies ba- burch, bag wir ben Herb ber Schlafkrankheit am Sanga birekt ang reifen können"; so steht es wieberum wörtlich in ber Denkschrift, unb es geht, wie man sieht, alles hübsch syste- matifd) unb bureaulratisch. Für bie marokkanische Wirt- schäft haben wir uns als Mandatar Europas ins Feuer begeben, unb nun wirb und noch bie ehrenvolle Ausgabe, für bie afrikanischen Kolonialmächte bie Schlaflranlheit zu ertöten, lieber bie Mitgift ber Konzessionsgesellschaften, bas mertoürbiae französische Etappenstraßenprojekt, braucht kaum noch ein Wort verloren zu werben. Ter ganze Reichstag hat dieses Meisterwerk unserer Diplomaten unter den Tisch fallen lassen. Trotzdem wird es rechtsgültig werden. Alle Anträge, die über die Erweiterung der Rechte des Reichstags, über die neu zu formulierende Verantwortlichkeit des Reichskanzlers, über die Reform des Anfrage- rechtes, gestellt worden sind, können daran nichts mehr ändern. Tie Regierung macht schon große Pläne. Ihre Denkschrift verweist auch wieder auf die Systematik, von der die Franzosen nichts verständen, unb schreibt wörtlich: „Hier kommt es lediglich darauf an, zu zeigen, wie es verständlich ist, wenn unter diesem System und bei der sonstigen Ber- nachlässigung ber Kolonie burch bas Mutterlanb ihre wirtschaftliche Entwicklung unb Erschließung nicht biejenigen Fortschritte gemacht hat, bie ben natürlichen Quellen seines Reichtums entsprechen." In einer ber nächsten Sitzungen des Reichstags könnte Herrn v. Bethmann-Hollweg die Frage vorgelegt werden, wie er sich denn die Bewilligung der nötigen Mittel für sein neues Kongosystem denke? Ob er nach dem Rücktritt des Herrn v. Lindequist und dem Urteil des Reichstags auf eine gesteigerte Kolonialfreudigkeit rechne? So rächt sich bie bureaukratische Eigenwilligkeit und Geheimiiiskrämerei, mit ber unsere hohen Unfehlbaren bie ganzen Monate hinburch bas Volk haben im Blinben tappen lassen. Wie ein selbstvergessener UnteriMzter ist der Weise von Hohenfinow ft ramm weiter marschiert, ohne Leute hinter sich zu haben. Hans hatte das Glück, seinen Feldstein zum Brunnen hinunter kollern zu lassen; was wird aber aus der neuen Kongoerrungenschaft werden? Wollte man absolut Frankreich ver,ohnen, so hätte man statt Spott herauszufordern, ihm auch diesen Kongofetzen iwch nachwerfen können. Wenn man bedenkt, wie lange die Verhandlungen sich hingezogen haben, bis diese Wurmfortsätze auf ber Kvngokarte konstruiert waren unb dis uns bie hilflosen Tröstungen in Marokko selbst gegönnt würben, kann man sich erst ein rechtes Bild von der Staatskunst der Berliner Herren machen. Bon Frankreich drohte, wenigstens nach Bethmann- Hollweg, der Krieg: das amtliche Teutschland hatte eben viel zu viel Friedensschalmeien geblasen, um noch recht ernst genommen zu werden. Ter Kanzler hat ein ganz schematisches Programm verfolgt unb tut sich etwas bar auf zu gute, sagen zu können, er habe erreichi, was ber Kaiser unb er gewollt hatten: wirtschaftliche Zusicherungeii unb Kompensationen. Welcher Art unb welchen Inha.ts, bas machte ihm offenbar keine Skrupel. Unb seine matten Phrasen über bte englische Einmischung erfuhren im Reichstag nir- Lin iianosjagang der bat).ifi;en Regierung. München, 10. Nov. In ber heutigen Sitzung ber Kammer ber Abgeordneten gab Minifterpräjident Gras von Podewils folgende Erklärung namens der ge> samten Regierung ab: Im Finaiizausicyuß vom 8. November wurde von dem Vertreter der Mehrheitspartei die Erklärung abgegeben, baß diese wegen der Stellung des Verkehrsministers zurzeit nicht in der Lage sei, in der sachlichen Behandlung )cr Postulale des Vertehrsministeriums sortzufahren. Darauf hat der Finanzausschuß den Beschluß gefaßt, den Gegen- tand bis auf weiteres von der Tagesordnung abzusenen. Meine Herren! Der Herr Staatsminister für Vertehrs- angelegenheiten hat die rein sachlichen Gründe, aus welchen er veranlaßt war, die Sitzung der Kammer am 7. November vor Schluß zu verlassen, bereits hier im Hause mitgeteilt und auch darauf htngewiesen, daß die Meinungsverschiedenheit zwilchen ihm und dem ersten Vizepräsidenten auf ein Mißverständnis zurückzuführen sei. Auf diese Er- tlärung wird hiermit ausdrücklich Bezug genommen. Der Beschluß des Finanzausschusses vom 8. November geht hiernach von nicht zutreffenden Voraussetzungen aus, und die Königliche Staatsregierung gibt sich der Erwartung hin, daß die Beratungen in diesem Ausschuß wieder ausgenommen werden. £anötag$wal)kn in SchwarzburgNudolftadt. Rudolstadt, 10. Nov. Bei den heutigen Landtagswahlen ist ein starkes Anwachsen der sozialdemokratischen Stimmen zu verzeichnen. Gewählt wurden sechs Bürgerliche, davon vier von den Höchstbesteuerten, und neun Sozialdemokraten gegen sechs im alten Landtag. Tie Stadt Rudolstadt wird in beiden Wahlkreisen sozialdemokratisch vertreten. In einem Wahlkreis findet Stichwahl zwischen einem Bürgerlichen und einem Sozialdemokraten statt. Tie Sozialdemokraten verfügen nunmehr über die Mehrheit im Landtage. Die zinnlaud polilit öcs neuen russischen IMnifterpräslSeMen. Petersburg, 10. Nov. Tie heutige Sitzung ber Reichsbuma beschäftigte sich mit ber finnischen Vorlage betreffend bie Einverleibung zweier finnischer K i r ch s p i e l e in bas Gouvernement Wyborg. Ter M i - n i ft e r p rä sibent führte aus: In finnischen Kreisen betrachtet man die Vorlagen als eine Gewalttäiiakeil gegen die finnische Verfassung, und unter der Bevölkerung Rußlands fragt man sich gespannt, warum bisher das Gesetz vom 30. Juni noch immer keine äußere Verkörperung gesunden habe. Warum hat denn bie TrelmrUionenbevölkerung Finiüands volles Reckt, alle politischen Rechte des ganzen russischen Volkes zu gemeßen, während das £mnbertfünfügmillionen> voik Rußlands in den Grenzen eines kleinen Teils desselben untrennbaren Rußlands dieser Rechte beraubt ist? In Bezug auf das Wehrpflichtgesetz sagt Kokowzow: Em besonderes finnisches Heer könnte in Rußland nicht existieren; das russische Selbstbewußt'ein lasse das nicht zu. Finnö'cke Elemente letzt in bie russische Armee emzuführen, würde Finnland mckt befriedigen. Tie Wehrpflicht m natura ist nach dem klaren Willen des Kaisers auögeichlonen; demnach bleibt nur die Ablösung durch die Steuer übrig Es erscheint gerecht, die sinnliche Bevölkerung im nächsten Jahre mit einer Steuer von 150 Kopeken zu belegen. Nach der Rede des Ministerpräsibenten sprachen die Vertreter des Zentrums, ber Nationalisten und bei Rechten ihre Zustimmung und volle Befriedigung über das Au'- treten der Regierung aus. Tie Lppo,ition unb bic Linke erklärten bie Vorlage für antikonstitittionell unb beshalb für unannehmoar. Schließlich wuroe ber Uebergang zur Lesung ber einzelnen Paragraphen mü 224 gegen 10/ Sttm- ©onntng nachmittag 5 Uhr in der Wetterausslchten in Hessen am Sonntag, den 12.November 1911": Unbeständig, nur geringe Niederschläge, etwas wärmer, Morgen^ nebel. Kreis Wetzlar. ? Wetzlar, 9. Nov. Zwei verdienstvolle Lehrer unseres Kreises sind mit dein 1. November in den Ruhestand getreten: Lehrer Convclly, der seit dem Jahre 1866 der Schule in Mudersbach vorstand, und Hauptlehrer Helm in Nieder- GirmeS. Konzert des Mannergesangvereins „M o z a r t"-Siegen ; r Neuen Universitätsaula. Letzte r^achrichten. Der italienisch-türkische Krieg. Tripolis, 11. Nov. (Agenzia Stefani.) Gestern früh griffen Türken und Araber in beträchtlicher Anzahl, unter* "itzt von Artillerie, die linke Flanke der Italiener an. Kurz nach Mittag wurde der Feind durch das Feuer der Maschinengewehre, das durch die Feld- und Maschinengeschütze wirksam unterstützt wurde, auf der ganzen Linie zurückgeschlagen. Von den Verlusten ist noch nichts bekannt. Deutsches Neich. Der Kronprinz nahm am Donnerstag an der Abendtafel der Majestäten im Neuen Palais teil, bei der auch der Reichskanzler mit Gemahlin anwesend war. Der Bundesrat beschloß die Abänderung des Ein fuhrscheinsystems. Mehrere Blätter wollen wissen, daß die Verwendungszeit der Einfuhrscheine auf d r e i M o - nate herabgesetzt und ihre Verwendbarkeit auf Kaffee und Petroleum aufgehoben werden soll. Aus Stu-t und Land. Gießen, 11. November 1911. ' Tageskalender. Stadttheater: Sonntag nachmittag 81/, Uhr: „Nora"; abends 7'/, Uhr: „Polnische W i r t s ch a s t*. Militärkonzert auf der Liebigshöhe. Sonntag nachmittag 4% Uhr. Volksvor st ellung des Mädchen Vereins: Sonntag nachmittag 1/14 Uhr in Steins Garten. Kolosseum: Täglich Vorstellung. K i n e m a t o g r a v h: Täglicb Vorstellung. Biograph: Täglich Vorslellung. P o l i t. A »l S b i l d u n g S k u r s des NationalvereinS für das Hb Deutschland. SamSlag abend 7'/, Uhr: Pros. Tr. Bier- mnun«Gießen: Sozialismus und Sozialdemokratie. Sonmag vormittag 10 Uhr: Parteisekretär S v t l e r - Frankilirt: Organi- satlonokunde: nachmittags 3 Uhr: Prioatdozent Dr. Vogt-Girßen! Die Vorwürfe der Antisemiten gegen die Liberalen. Lokal: »Einhorn". 8l n l a g e m u s i k am Sonntag mittag 12 Uhr in der Süd- Anlage. Spielplan: 1. „Die Kapelle" von C Kreutzer. 2. Grosze Fautasie aus der Oper „Lohcugrin" von Wagner. 3. Walzer aus „Ter Rosenkavalier" von R. Strauß. 4. Großherzog Friedrich von Baden 1 Armcemarsch Nr. 224 von Hassels. Kleine Tageschronik. In Erfurt fand in Anwesenheit staatlicher und kirchlichen Behörden am Freitag die feierliche Enthüllung des Gustav- Adolf-Denkmals statt. Die schwedische Regierung war durch )en schwedischen Gesandten in Berlin, v. Trolle, vertreten, die chwedische Kirche durch den Bischof von Gotland, v. Schocke. Der seit zwölf Tagen vermißte Dampfer „Horn" lief nach mehrtägigem furchtbaren Kampf mit dem Sturm mit gebrochenen Masten und verlorener Deckladung in den Nothafen Libau ein. Hessen-Nassau. = H erborn, 9. Nov. Die Preise für fette Schweine, >ie vor wenigen Wochen in der Gegend auf 66—70 Pfg. für das ?funb Schlachtgewicht sich stellten, smd seitdem außerordentlich gc- allen. Die beste Ware wird von den Metzgern mit höchstens 62 Pfg. daö Pfund Schlachtgewicht bezahlt. Der Preisabschlag wird darauf zurückgeführt, weil in Frankfurt a. M., dem Haupt- absatzgebiet der überschüssigen schlachtreifen Schweine ans dem Westerwald die Ware nicht alle unterkommen kann, so daß für den Bedarf der kleineren Plätze an der Dill augenblicklich an fetten Schweinen Ueberproduktion ist. w. Frankfurt a. M., 10. Nov. Wie der Polizei- bericht meldet, wurde gestern nachmittag im Felde hinter der Löwengasse die Leiche des Oberpostschaffners August Weil aufgefunden. Weil hatte sich mit Lysol vergiftet. einem Protest geyen die Verleumdungen der italienischen Soldaten durch die europäische Presse. Sie richteten ferner nach der Kund machung der Annexion an den König von Italien spontan eine Depesche, in der sie ihren Dank und ihre Treue ausdrückten. • Ofenpest, 12. Nov. Der „Pester Lloyd" kommentiert die,Meldung von der Entsendung einer italienischen Kriegsflotte in das AegäischeMeer wie folgt: Nach unserer Meinung kann die Aktion gegen Tripolis nur durcl die Beschränkung auf den derzeitigen Kriegsschauplatz boi überflüssigen Schwierigkeiten bewahrt bleiben. Wir wollen noch immer glauben, daß der Krieg gegen Tripolis ein Krieg in Tripolis bleiben und die italienische Regierung überflüssige Komplikationen vermeiden werde. Aufruf. Abermals ist Herbstein durch ein schweres Brandünglück heimgesucht worden. In der Nacht vom 6. auf den 7. November wurden zwölf Bauerngehöfte ein Raub der Flammen. 15 Familien ind obdachlos. Da die vom Unglück Betroffenen ausnahmslos in dürftigen Verhältnissen leben, wenden wir uns an die allgemeine Mildtätigkeit und bitten zur Linderung der Not, die infolge der schlechten Futtererrtte besonders groß ist, milde Gaben an den unterzeichneten Hilfsausschuß gelangen zu lassen. „Wer schnell gibt, gibt doppelt." „Wohltun bringt Zinsen." Herbstein, den 9. November 1911. _ . Der Hilfsausschuß: Krecsrat von Bechtold-Lauterbach. Daus, kath. Pfarrer. Amtsrichter Plitt. Bürgermeister Schneider. Zinn, ev. Pfarrer. Grohfe. er in den Siemens und Schuckert-werken. Nürnberg, 10. Nov. In vergangener Nacht brach gegen IOV2 Uhr in den Siemens u. Schnckert-Werken ans unbekannter Ursache Großfeuer in dem Werkstättengebäude jür Schaltappa^ rate und Regulierwiderstände aus, das schnell um sich griff, so daß trotz Eingreifens der städtischen und der Fabrikfeuerwehr mit ungefähr 18 Schlauchleitungen bald der ganze Dachstuhl brannte, Das Feuer konnte erst gegen drei Uhr morgens gelöscht werden. Der Schaden an Gebäuden und Material ist ziemlich beträchtlich. Das Dachgeschoß und das zweite Obergeschoß sind fast völlig zerstört worden, der größte Teil der in den Gebäuden befindlichen Lagervorräte an Fabrikaten und Maschinen ist teils durch Feuer, teils durch Wasser unbrauchbar geworden. Eine größere Betriebsstörung tritt nicht ein, da die Fabrikation zum größten Teil in andere Räume verlegt werden kann. verständnisvoll leise gesprochenen Stellen dem Sinne nach sehr ckücklich empfunden waren, so blieben sie doch häufig unberftänblicf) Die Schallwirkung unseres Theaters stellt hierin'den Darstellern ■efonbere Aufgaben, die vielfach zu wenig beachtet werden. Rein augenfällig war die Johanna des Fräulein Hoermann recht an- leicehm; eine treffende Mimik und kluge Gesten standen ihr in lstnreichendem Maße zur Verfügung. Der König des Herrn Schröder war darstellerisch nicht ganz Übel, aber sonst recht lläg- .ich. Es wäre vorteilhaft gewesen, wenn Herr G 0 l l, der bei den etzten Ausführungen des Werkes — vor drei Jahren — den König geiprelt hat, an seiner Stelle gestanden hätte. Die vorzüglichste Leistung des Abends bot Herr Kaiser als Dunois, ein Mcum Delmknauf bis zu den Sporen, und neben ihm Herr Balof als Talbot. Herrn Gühnes Darstellung des Herzogs von Bur- juni) litt an einer textlichen Unsicherheit. Recht schön war der La Hire des Herrn Grosser und die Sorel des Fräuleins Schmidt. Fräulein Brehm spielte die Königin sinnvoll, gereizt und giftig. Eine schöne Leistung war auch der Thibaut oes Herrn V 0 l ck, eindrücklich und klar, nur sollte er nicht 0 häufig mit gebogenen Knien gehen und stehen: es sieht sehr unschön aus. Von den kleineren Rollen sind noch zu erwähnen Herr Goll als Erzbischof, Herr Rappe Port als Lionel, die Damen de Bruyn als Margot und Müblpfort als Louison, lOiuie Herr Norden und Fräulein Scholz als Köhlerpaar. Die Regie des Herrn Direktors Steingoetter, der auch 'ne Rolle des Raoul übernommen hatte, war der Dichtung in allem wesentlich gerecht geworden und hatte auch für eine sinn- volle Ausstattung gesorgt. Eine kleine Unregelmäßigkeit bei der vorletzten Verwandlung störte die Stimmung ein wenig; ob oie Schuld an dem Beleuchter oder an dem Inspizienten lag, ist nebensächlich, aber es ist nicht einzusehen, warum Johanna nicht auch bei beleuchteter Bühne in Ketten zu legen gewesen wäre. Dann wäre das Eingeständnis eines Fehlers vermieden worden. Leider spann sich das kleine Mißgeschick aber auch noch fort, als oer Vorhang über diesem Austritt gefallen roar. K. N. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. Professor Dr. Ado l f G 0 l d s ch m id t in Halle ist, dem Verl. Tagebl. zufolge, als Nachfolger Wölfflins, auf den Lehrstuhl für Kunstgeschichte nach Berlin berufen worden. Goldschmidt ist ein sehr verdienter Forscher auf dem Gebiete mittelalterlicher deutscher Kunst, ein Mann von feinem Wesen und Geschmack und ein hervorragend befähigter Lehrer. •• Vom Großherzoglichen Hof. DerKönig, die Königin, der Kronprinz und die Kronprinzessin von Griechenland kamen am Freitag nachmittag 1 Uhr mit dem fahrplanmäßigen Schnellzuge von Wiesbaden zu Besuch des Großh. Hofes in Darmstadt an. Der Großherzog war zum Empfang am Bahnhof anwesend und begleitete die Gäste nach dem Nestdenzschloß, wo gegen 2 Uhr Fanuliensafel statt- fand. Die Rückkehr erfolgt ebenfalls mit dem fahrplan- mäßigen Schnellzuge um 4 Uhr 35 Min. wieder nach Wiesbaden. mc ** Ordensverleihung. Der Großherzog hat dem Pfarrer und Dekan, Krrchenrat Eduard Ellenberger zu Orten- berg anläßlich seines fünfzigjährigen Dienstjubiläums die Krone zum Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens PHUipps des Großmütigen verliehen. q r. Übertrag en wurde dem Lehrer Will,. Kratz m Hungen eine Lehrerstelle an der Gemeinde- fdni e yu Rodheim v. d. H.: dem Lehrer i. P. Schulverwalter M - Heuser zu Oppenheim eine Lehrerstelle an der Gemeinde- Irtyule su Oppenheim; dem Schulamtsaspiranten Konrad Merz ^rs Bergen Mreußen) die Lehr-erstelle an der Gemeindeschule zu Sri k Erledigt ist eine mit einem evanael. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Storndorf. -Art der Stelle ist Organisten- und Lektordienst verbunden. " Stadttheater. Auf dem Spielplan der nächsten Woche ist versehentlich die Abonnementsvorstellung am Mittwoch, 15. Nov., ausgelassen worden. Es sei deshalb ausdrücklich erwähnt, daß an diesem Abend um 7 Uhr der Schwank „MeyerS" als sechste Mittwoch-AbonnementS- vorslellung gegeben wird. '"Billigeres Angebot und Preisabschlag. Von auswärtigen Schweinehändlern wurde den hiesigen Schweinemetzgern ein billigeres Angebot in Schweinen ge- mad)t, wie sie gegenwärtig in hiesiger Gegend angeboten werden. Die Fleischer-Innung hat in Anbetracht dessen be- schlossen, den Preis des Schweinefleisches um 4, bezw. 6 Pfg. für das Pfund herabzusetzen. ES kosten von Montag ab Bratenstucke [R'ammftücfe] (seither 86 Pfg.) 62 Pfg., Kotelett- und KeulUucke und Solperfleiscb (seither 90) 86 Pfg., und Bauchfleisch (seither 70) 64 Pfg. Ein weiterer Preisabschlag wird stattftnden, sobald die Preise weiter sinken Von Händlern und Metzgern wird der Wunsch geäußert, daß beim Ausbau der Schlachthauserweiterung ein Gleisanschluß kommt, der ermöglichen rourbc, direkt von größeren Viehhöfen zu beziehen. Eine auswärtige Firma wird jetzt schon eine fahrbare Viehwage in der Nähe des GüterbahnhosS zur Auf- stellung bringen, wenn die Genehmigung dazu erteilt wird. (PrivatteN In hiesigen politi- daß Italien die krieger7- 1 der nächsten Woche auf tttiö Wissenschaft. Gießener Stadttheatcr: Die Jungfrau von Orleans. Von Friedrich Schiller. _ _ c„, w Gießen, 11. Oft. Sum Gedächtnis von Schillers Geburtstag ging gestern des Dichters eigenartigste Schöpfung, das sprachmächtige Jdeenwerk von dem Mädchen von Orleans, über unsere Bühne, und da^ tppiiche Propheten^Schicksal, das sich auf dem skizzenhaften, ge- chichtlichen Hintergrund abspielt, erregte wieder die lebhafteste Anteilnahme. Als jugendliche Heldin führte sich Fräulein Helene v oer mann in der Rolle der Knngsrau uon Orleans recht vor teil ha st ein und der Löwenanteil des Beifalles fiel natürlich ihr SU. Kleine Verstöße in der Sprachtcchuik schienen auf allzu bedacht sorgfältiger Erwägung zu beruhen, und wenn auch die **WegenderBluttatinNiedermörlen steht gegen den zum Tode verurteilten Erbe Termin am 16. d. M. vor dem Reichsgericht an. Erbe war inzwischen willens, die Revision, die sein Verteidiger Rechtsanwalt Kaufmann auf seinen Wunsch verfolgt, zurückzuziehen und das ergangene Urteil anzuerkennen Erbe erklärte aber schließlich, den Ausgang feiner Sache vor dem Reichsgericht abwgrten zu wollen. ** Gieße n bei Nacht. Ein hier zugereistes Mädchen, das hier in Stellung gehen wollte, wurde heute Nacht von drei Herren angesprochen, die es angeblich in eine Wirtschaft zum llebernachten bringen wollten. Sie führten es auf die Lahnbrücll and suchten eS zu überwältigen. Auf die Hilferufe des Mädchen^, eckte ein Wächter des Wach- und Schließ-Instituts herbei, rooraui '»wei der Burschen die Flucht ergriffen. Der dritte, eine gerichts gekannte Persönlichkeit wurde von dem Wachter erkannt und der Polizei Mitteilung gemacht. — In der Süd-Anlage wurde eh besserer Herr bei einer Sachbeschädigung von demselben Wächter ertappt und der Polizei Übergeben. •• Herzschlag. Die 18 Jahre alte, hier bedienstete Eltsabethe Thon aus Rotenburg wurde gestern morgei 0 t in ihrem Bett aufgefunden. Als Todesursache rourb ö erzschlag feilgeslellt. Landkreis Gießen. A Klein-Linden, 10. Nov. Zwet Strolche ver- folgten und überfielen bei Allendorf das Dienstmädchen de- MiylenbesitzerS Blitsch. Beide wurden von der Gendarmerie 0 e r h a f t c t-. )( Grünberg, 10. Nov. Lehrer Laub er und Frau geb. Mebhut, beide geborene Grüirbcrger, feierten gestern ihr 25jähriges Ehejubiläum. Der „Märrnergesangvereiii Grünberg", dessen langjähriger Dirigent Lehrer Lauder ist, brachte dem Jubelpaare abends ein Ständchen und überreichte zum Leichen der Dankbarkeit ein silbernes Tee- Service. Kreis Büdingen. -i- Orten berg, 10. Nov. Dekan und Kirchenrat Ellen berger hier feierte heute sein bOjähriges Dien st- lubiläum. Der Jubilar, verschon lange als Seelsorger hier wirkt, erfreut sich noch einer seltenen körperlichen und geistigen Frische. Kreis Alsfeld. dl lsfeld, 9. Nov. (S t a dt v e r 0 r d ne te n si tzung.) Ter Vorsitzende gab zunächst bekannt, daß nunmehr die Veranstaltung einer gemeinsamen Lotterie zum Besten der Wledcrberstellung der Walpurgiskirche und des Rathauses die mi- nlsterielle Gmehmigung gefunden habe. Weiter wurde bezüglich des Vahnbaucs Alsfeld — Niederaula mitgeteilt, daß nach einer Mitteilung der Königl. Eisenbahn-Mrektion Frank- furt a. M. die endgückige Entscheidung des preußischen Ministers über die Limensührung Alsfeld—Eifa und damit auch über den eigentlichen 58. ginn der .Arbeiten in Kürze zu erwarten sei. — 3u dem Gesuch des I 0 Hs. Habicht um Schankwirtschaftstonzession in dem Hause Hersselder Straß c 20 wurde die Bedürfnisfrage bejaht mit Rücksicht darauf, oast es sich um den Uebergang einer bereits bestehenden, gut gehenden Wirtschaft handelt. — Tie alljährliche Aus- l1u.n.g.ber Schuldverschreibungen der Stadt und des Elektrizitätswerkes wurde vorgenommen; das Ergebnis wird außer in den Lokalblättern in der Darmstädter und Frankfurter Zeitung gemacht. — Die angelegte Rechnung der Ober- Realschule für das Rechnungsjahr 1910 wurde genehmigt, von verschiedenen Seiten wurde dabei darauf hinge- mesen, daß sich seit Ausbau der Anstalt zur Ober-Realschule das Kostenbeitragsverhältnis des Staates und der Stadt sehr zu Ungunsten der Stadt verschoben habe, die jetzt bedeutend mehr leiste als der Staat. — Von der im vergangenen Sommer angeregten Verbindung der Lochdruckwasserleitung mit der alten N i e de r d r u ck l ei t u n g beschloß man vorerst abÄufcIjen, da sich der Wasserstand im alten Behälter bedeutend geheuert bat. — Gegen die an einen auswärtigen Kunstmaler erteilte Vergebung der Malereiarbeiten im Innern des nathauses hatte sich ein hiesiger Malermeister bcschwerde- ührend an den Stadtvorstand gewandt. Mit Rücksicht auf die wn der Bauleitung und dem Denkmalpfleger Geh. Rat Walbe razu gegebenen Erklärungen sieht sich der Stadtvorstand nicht in der Lage, an dem Zuschlagsbeschluß etwas zu ändern. — Von der Clektrizitätskoinmission ist auf einem diesbezüglichen angegangenen Antrag hin empfohlen worden, den Strompreis für das elektrische Licht von 50 Pfg. auf 4.0 Pfg. her ab zu setzen mit Rücksicht auf die ziemlich erheb- 'ichen Ueberschüsse des Elektrizitätswerkes. Der Antrag wurde einstimmig angenommen. Die Ermäßigung soll vom nächsten Rechnungsjahr (1. April 1912) in Kraft treten. Gleichseitig soll der Elektrizitätskommission auch die Frage einer etwaigen anderweilcn Regelung des Strompreises für gewerbliche Zwecke zur näheren Prüfung überwiesen werden. Kreis Friedberg. 1^. Dorheim, 10. Nov. Nächsten Mittwoch nachmittag wird der BezirkS-Lehrerverein Friedberg. Bad-Nau he im hier eine Feier veranstalten. Er wird das 5 0jährige Lehrerjubiläum des hiesigen Lehrers Weitz begehen. Weitz, ein LehrerSiohn aus Bodenrod, ist 50 Jahre Lehrer. Ostern 1861 verließ er das Seminar zu Friedberg und wirkte 45 Jahre in unserer Gemeinde. Körperlich und geistig frisch, will er noch weiter in feiner Schule wirken. Ausland. Die französische Kammer beschäftigte sich am Freitag mit den Anfragen in der Pulverfrage und der Katastrophe der „Liberty . Abgeordneter T a n i e l 0 u verlangte die Einleitung einer gerichtlichen Untersuchung. Er bemängelte, daß man den Bericht Maissins unbeachtet ge lassen habe, der am Tage nach der Explosion auf der „Jena" zahlreiche Mißstände in der Fabrikation und der Handhabung des Pulvers aufdeckte. Gvude (Sozialist) sagte, die wahre Ursache der fehlerhaften Herstellung des Pulvers beruhe aus der Tatsache, daß Maissins und Lauppe auf einander eifersüchtig seien. Cheron, der frühere Unterstaatssekretär des Krieges, sagte, der Bericht Maissins hätte niemals die Mengen des Pulvers B., die die „Li- bertä" in die Lust gesprengt haben, namentlich angegeben. Cheron erklärte ferner, das Ministerium hätte niemals den Bericht unterdrückt, sondern die Untersuchung hätte die Behauptungen Maissins entkräftet. Darauf wurde die Beratung vertagt. \ Aus London wird gemeldet: Der konservative Abgeordnete Bonar Law, einer der führenden Verteidiger der Tarifreform, wurde informell zum Nachfolger Balfours gewählt. Sämtliche Parteifreunde gaben chm die Versicherung, daß sie ihn in loyaler Weise unterstützen werden. Diese formlosen Schritte werden es der am Montag stattfindenden Versamnilung der Unionistischen Partei ermöglichen, Law einstimmig zu wählen. :/: Athen, 11. Nov. C_:__ “ chen ‘Steifen glaubt man, daß I chen Maßnahmen schon in U. , das Aegäische Meer ausdehnen wird. Namentlich wird mit der Besetzung der Insel Lemnos gerechnet. V-Parrs 11. Nov. (Privattel.) Zwischen den Großmacht e n schweben vertrauliche tBerhandlunqen wegen der Annexion von Tripolis durch Italien. Nach einem englisch-französischen Vorschlag wer- dendieGroßmachtedieAnerkennungder Annexion vorläufig verweigern Greuel in China. Schanghai, 11. Nov. Ein Telegramm aus Fukscha« gesagt: Die MandschuS versuchteii in der Nacht mehrmals die remden Niederlassungen anzustecken. 27 Manisch us sollen dabei festgenommen und von den Revolutionären hingerichtet worden sein. Die Regierungstruppen von Nanking brandschatzten die Stadt, plünderten die Privathäuser und machten alle zopf» 0 sen Chinesen nieder. Die Zahl der in den letzten 24 Stunden niedergemetzelten Chinesen wird auf mindestens 1000 geschätzt. 50 000 Einwohner verließen seit gestern morgen Nanking und wandten sich nach Schanghai. Die Kaiserlichen haben, wie berichtet wird, für die großen Kruppkanonen nur noch wenig Munition. In Schanghai ist die Ruhe bisher nicht gestört. ♦ 92ewy 0rk, 11. Nov. Andrew Carnegie spendete 25 Mik- Uonen Dollars für Erziehungs-wecke in den Bereinigtes Staaten. Tübingen, 11. Nov. Als Vertreter der Universität wurde der Professor der Staatswissenschaften Dr. Sarto^ rius in die Erste Kammer gewählt. DM i® ^'Gesunde kräftige e Kinder? —*— Geschäftseröfinung und -Empfehlung Einer verehrt Einwohnerschaft Giessens und Umgebung erlaube mir hierdurch ergebenst anzuzeigen, dass ich hier, Seltersweg 60 part., ein Atelier für moderne Photographie mit dem heutigen Tage eröffnet habe. Durch eine langjährige Tätigkeit in nur ersten Geschäften, in den letzten Jahren am hiesigen Platze, habe ich umfassende Kenntnisse und Erfahrungen gesammelt, so dass ich auch verwöhntesten Ansprüchen Rechnung tragen kann. Es wird stets mein eifrigstes Bestreben sein, nur tadellose und gewissenhafte Arbeiten zu liefern. 09386 Indem ich um gütige Unterstützung meines Unternehmens bitte, zeichne hochachtungsvoll Engelbert Bürck Giese en, 11. November 1911. Atelier (Ur moderne Photographie Giessen, Seltersweg 60 part. Statt besonderer Anzeige Heute morgen 4 Uhr entschlief sanft in Kleinheubach nach längerem Leiden mein lieber, guter Mann, unser guter Vater, Schwiegervater und Grossvater Apotheker Mathias Zartor im 79. Lebensjahre. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Marie Zartor geb. Hilgers. Giessen (Ebelstrasse 5), den 11. November 1911. Die Beerdigung findet in Giessen statt Montag den 13 November 1911, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des neuen Friednotes aus. Kondolenzbesuche dankend abgelehnt. Giessen, den 10. November 1911. UIT Für die herzliche Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer heben Schwester Magdalene Räuber sowie für dieübersandten Kranzspenden sprechen wir hiermit unseren innigsten Dank aus. Wilhelm Räuber. Bechnungsrat Johannette Lehrmund geb. Räuber. nein ruppen -seiger bietet grösste Auswahl in gekleideten u. ungekleideten gelenk ■ Wuppen Wuppenköpfe, Iftoff- und aCederges feile Wuppenthäsche, ■ Kleider -tfchuhe, ■Iftriimpfeund Kiitchen 6907 echte Jfaarperiicken Neuheit: selbsffrinkende 'Babys Charakter- kuppen Puppenklinik zkJff.^Fuhr Wuppen■ Tragen, ■ Wiegen-u. -Ketten „Glas - Christbaumschmuck“ Die flröbte ftreube macht etn schön geputzter „Weibnachtsbaum"! Alt und yunn lebt auf und bekommt erst die richtige sobald der Christ- bäum mit meinem lyalla „(ftlac C^briflbaumfdimurt" geschmückt ist. Ich versende per Poft gut verpackt franko nur geschmackvollste wirklich prächtige Sortimente, modernster Sachen. — „Sortiment I“ mit ca. 300 Stück cchken Silber» und matt. Seidensachen alS: ff. Resler- Zingeln, Silber-Kugeln mit Ubamafic- und Jugendstil- Maleret zc ^devveliu-Luftschifsc" in verschiedenen Auülsiilnungen. 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Regierung iwr durch Trolle, veürükn, Ixe itlonb, v. Lchock ser „Horn" liti r.ei X-m §ürm mit «• ng in ben Wottyte 5(t)udert=®ertei | « Nackt brach den aus imbefom] oäude jür SchLt^I E um sich gnn, I : Fabrikieumvrhr J W Tochstuhl braral 'geus gelöscht werdM lt ziemlich betta-E rgeschotz sind Jc?l teil der in den .toten und Majchiu nbrauchbar gcrooiba t, da die Fabrikat« Inerten kann. Neue Aula der Universität. Mittwoch, den 15. November, abends 87* Uhr: Professor Krüger: Das kirchliche Bekenntnis im Lichte der Geschichtsforschung. Mittwoch, den 22. November, abends 87. Uhr: Professor Eck: Die Persönlichkeit Gottes. Mittwoch, den 29. November, abends 874 Uhr: Professor Schien: Modernes Christentum u. geschichtliche Ueberlieferang. Eintrittskarten zu 75 Pfg. für den einzelnen Vortrag, zu Pfennigen nur für die Galerie in der J. Kicker’echen Buchhandlung. Der Reinertrag ist zu gleichen Teilen für das Evangelische Schwesternhaus in Giessen und den Hessischen Diakonie- Freunden und Bekannten hiermit die traurige Mitteilung, dass mein lieber unvergesslicher Gatte, unser lieber treusorgender Vater, unser lieber Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Herr Adolf Stumpf, Schlosser im 32. Lebensjal re, infolge eines Unfalls auf den Buderus’schen Eis -n- werken in Wetzlar, gestern plötzlich und unerwartet verschieden ist. Die trauernden Hinterbliebenen« Garbenteich, den 10. November 1911. Die Beerdigung findet Sonntag, den 12. d. Mts., nachm. 21/, Uhr, ßolenfrager, Strümpfe, lowie UafdientOcher - In eilen Preislagen. ■ Jb Bug. Waag, Zölteisweg bo UhSNU niliflüed der RaNfltt-Spar-Pöeüdgung. rare rare Hotel zum Einhorn Täglich Künstler - Konzerte des ungarischen Salon-Quintetts Kalman toih. Pfarrer, Zinn, ev. 1 BrandunM W* ns den 7. Leonie ammen. 15 offenen ausntW--^ uns an die allMa- Not, die infolge te t milde Gaben an be lassen. „Wer lchrr. sen." en. Krieg. lefonü Etlicher Anzahl, & 'er Italiens ynatgefi®* bekannt. ,E ftiS- erechnet- liech (iri' Kor Hl"/ z,. TI- ?°nig 1 Ärr Ä?jS :e. ««-s e:- «»‘'“Lid»1* . 6t«’1'|f, I jidti* 31 lt Jl Nächsten Sonntag, den 12. November: 6874 Einweihung meines nenerbanten Saales ®I9A« höfltdbH einigdet__Philipp Enge 1 hardt. Bekanntmachung. ^<6 weise hiermit die Mitglieder unseres Vereins darauf hin, daß laut Bckanntmackung des Gr. SreiSarmS Gießen vom 4. L MtS. — abgedruckt in Nr. 262 des Gießener Anzeigers vom 7. l. MtS. — auch in solchen Gemeinden, für welche infolge der Maul- und Klauenseuche Sperrbezirke gebildet sind, die Zulassung der Muttertiere zu der. Böcken unter gewissen Bedingungen kreiSamtlich ge- nehmigt werden kann. _ . , Ich empfehle daher den Vorständen der LrtSzucktvereine und Vertrauensmännern gegebenenfalls durch Vermittlung der zuständigen Bürgermeisterei bezügliche Anträge alSbald bei dem Gr. SreiSamt Gießen einzureichen. Ter Direktor des Äreic-ziegenzuchtvereinS Gießen. Dr. Merck, RegrerungSrai. Bvu/u Die zuträglichste SäuglingS- Nahrung ist 6360 Reform-Hafergries. billiger und besser als die sogenannten Kinder-Mehle. Reformhaus, ’V"'^ Kraft und Blut gibt Karn'S aromat. ----- Eisenlikör = Olaschc 1J50 Mk. nur Central-Drogerie Emil Karn. 6419J ^chulstraße. Im »tSi I nV ä?! n 8n I15 90cUtr,btr» ?at dtt liti 1 an? 12 I tflclmdüigitu . I ’?rum 3ojinnaijl ■5 vermieden 8 ”*”6 noch fanlM '.ll und Wisst»« .ibt m Salle iß >ns, mif den Lehiül ■tat- Goldsckmid! ;> mitlelalterlichn •«> Geschmack uni ,1 finster A\efallpütz Chemische Fabrik DOtseldorf Act Bis. a*lk4.| not. oeirl Zcujmi*ee von * Aerzten and Printen. Paket T5 Pf.. 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Kinder 10 Pfg. = Wer mehr gibt, dem sind wir sehr dankbar ------ 6888 Der VorNtand. ... $l 1 A.t* incrm ff,. । ;»•**:*. s*"* THEATER-CAFE ERNST LUDWIG INH.: A. RATH 6894 tätlich ab 8V3 Uhr sowie Ab Donnerstag, den 16. November: Kurzes Gastspiel Violinvirtuosin Odette B. des beliebten TonMnstler- FxU lizeri Ensemble „Rheingold“ Dir. Hardy Holzapfel, Kapellmeister. i. Hausverwalter Ritter und abends an der Kasse zu haben. v11/11 Klnematograph zu jeder Tageszeit (07783 • TH.Bänlke.LMzlehm, Wolsstrabe 9. Babnbosstrabe 54. Bahnbosttrabe 54. (09361) Nur von Samstag bis Montag erteilt zu jeder Tageszeit 6771 Tanz-Musik das vollkommenste Musikinstrument Ain Sonntag, den 12. November BHHMBi Aar nebenstehende weltbekannte Schetzmvke tarantiert beste (todillt Konzert mit Bali 6877 Eintritt frei. Tanzkarten für Herren 50 Pfg. Anfang 4 Uhr. 2. 3. Privat'TaiiziiiittMi-t erteilt grllndlick) und gewissenhaft ftronprinj muß . ^tioatpetion jein, Pauli Angerer Beer Thelen Schauss Richard Wagner Alex. Dom Angerer Fleischer Pauli Wengert J. v. Eichendorf Paul Hoppe Seibert Böhme Zur Hauptprobe Mk. 1.30 (für MitgliederMk. 1.—), für Studierende Mk. 0.75, Schülerkarten Mk.Ö.50. Oeffnnng des Theaters 4*/s bezw. lOVi Uhr. zu Frankfurt a. M. Eine Faust-Symphonie in drei Charakterbildern (nach Goethe) für großes Orchester, Tenorsolo und Männerchor. L Faust. II. Gretchen, HI. Mephistopheles und Schlußchor: „Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis.“ Lieder am Klavier: a) Im Rhein, im schönen Strome, b) Schwebe, schwebe blaues Auge, c) O komm’ im Traum. Der XIII. Psalm für Tenorsolo, gemischten Chor und Orchester. Der Kreisvercin (Sieben im Verbände Deutsch. Handlungs- KintrittskartPTl • I- Platz Mk. 5.- , n. Platz Mk. 4.—, III. Platz Mk. 3.—, TV. Platz Mk. 2.50, ‘ Studentenkarten Mk. 1.—, KL Partitur-Ausgaben sind in der Musikalienhandlg. von Ernst Challier (R dolphs Nachf.), Telephon Nr. 671, für Studierende auch bei Herrn Der FLÜGEL ist aus dem Pianofortelager des Hoflieferanten Herrn W. RUDOLPH in Giessen. Eintrittskarten * I- Platz Mk. 1.50, II. Platz Mk. 1—, III. Platz Mk. 0.50. Karten im Vorver- jjmuuissdt wu. kauf: In der Musikalienhandlung E. Challier. Für Vereine: Herr Georg Todt, Zigarrengeschäft, Blockstrasse 11 und Herrn Karl Wagner, „Zur Wagnersruh“. Neuen weg 31. bringt in jedes Heim Musik aus allen Ländern und Vorträge von Künstlern wie Caruso — Oestinn —Hempel u. a.m. Auf Lüuruch illustrierte Preisliste bereltufUligrt. Verführung der Instrumente ohne Kaufzwang. - C Offizielle Verkaufsstelle: 0. Kaminka o Iflo I LR :: Marktplatz 11 :: Schausviel in 3 Akten von Henrik Ibsen. al,/u Ende gegen 6 Uhr. L 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. ,,b«“iber®S 1,1 schon mQ SR ^'(lttk 11, ^9 icjS Ker titt h7nletuQtv e,nc M E^tcn . Jie WK'Ä UÄ e* i »M $«« O-5!Z WSt fast I 6ber za-dn-h/ r&mW.i»* i w to-M» ■ «lcheinAbutdi in suchen |wd, kar j MNpriuz diesen^ Langfuhr überred mr, die Etat Hal hieß es, daß die Wpnnzliche Pac beim ganzen Boll - Hisers und der » | iür die „Verbannu srichhaltig; eher d solgers für Sport qeschürzlen Mu|e, Mchlheil und vi Mitürische in Bc | sremdung zwischen .bung ihrer gegens Die Tradition jeweiligen Kronpr । Zurückhaltung in ! Thronfolger als ! öfteren bei allerli dabei ihm im I ständig hervorget Aal im Jahre (taten als Men . berg, wo er sein nationalen Mk fierenden Bestte den natürlich ihnen eigentlich jühringsierg Bebauungsplan. Die Anlieger vom NahrungS- berg werden zu einer Pcrsanun- lung für Montag, den I3.9iot>., abends 9 Ub im Stniicrbof hiermit höfl. eingeladen. — Bericht über den Erfolg der Eingabe vom 16. März a. c. Beratung über weitere Maßnahmen. Ißtöl Zahlreiches Erscheinen erwünscht. ausgeführt von der Kapelle des hiesigen Inf.-Regts. „Kaiser Vaudeville-Posse in 3 Akten von Wilhelm unter persönlicher Leitung des Obermusikmeisters Kraatz und Okonlowski. . , ... _ . Herrn W. Löber. 09319 Musik von Jean Gilbert. Anfang 4'/, Uhr. Eintritt 45 Pfg. ^tch? igi/ Uhr. w • B o od.:Ein Puppenheim Liebig-shohe DieuStaa, den i4.Novbr.lSil. abends 8 Ubr: 7. Dienstag-Abonn.-Vorstellung Gewöhnt.Preise Gewöhnt, greife DerPiarrer von KircMßld Volksstück mit Gesang in 4 Akten von L. Anzengruber. Ende 108/« Uhr. In der Hauptrolle die K. u. K. Hofschauspielerin Adele Zandrock Hervorragendes, höchst spannendes Künstlerdrama in 3 Abteilungen. Spieldauer ca. eine Stunde. Philosophenwald Sonntag, den 12. November Grosses Erntefest gcbilscn Leipzig hat den Verein zu seinem Samstag, den 1 l. November 1911, abends 9 Uhr, im Hotel Grobberzog von Hessen stattfindenden Stiftungs-Fest „ cm -c s. r> c t- » < it-x. mit vaii eingeladen u. buten wir Nur mit großer Muhe und Opfern ist e8 einem deutschen unsereMtgliederdieserEinladuna Kunstinstitut gelungen, diese hervorragende Künstlerin für die ^hlreid) Solge zu leisten. |v“/ii Giessener Konzert- V erein Sonntag, den 19. November 1911, nachmittags 4% Uhr pünktlichst, mit einer Hauptprobe vormittags 11 Uhr im neuen Stadttheater. Drittes Konzert — Chor- u. Orchesterabend Mdittißi1 t ■. ™ Franz toi Leitung: Herr Professor G. Trantmann Solist: Herr Kammersänger Ejnar Forcbhammer (Tenor) Chor: Der akademische Gesangverein Orchester: Das verstärkte Konzert-Orchester des Palmengartens | Wz abgesehen j I Men wird, die ^thmann-Hollwee davon, daß gestern 1111 Gliche ließen, u Segenübntraten, h und den Stük 'l°ch dadurch weset ^Wng eine Mo dniall löste, währ iietenes schweigen Wfrönt ^^d,wird es f e « Men Mach Luu , das der . g« Anfe 7-h-»d°nK! I L tun gehlch °«ch M W 0 Karl Schmidt, Tanzlehrer WW ÄM xffiK «4» «a Wetzsteingasse 31 (742 i RE W WD K il H S H B ■ 09354 morgen Sonntag iRc|"L $iulfc' Kaiser-Mee. lllul lllliliüx:sd= ein Weib aus dem Volke. -----~ Vortra^sfol^e: a) Ans Vaterland, Chor......... b) Zieh’ mit, Chor........... Osterljed, Chor ...... a) Glückliche Lieb’. Chor ... b) Ich hört’ ein Vöglein pfeifen. Chor....... a) Erster Gesang Wolframs im Sängerkriege, a.d.Op. Tannhäuser b) Schneeglöckchen. (Herr E. Laux) ....... Zu Schuls im kleinen Friedhof. Chor ...... Jung Diethelm. Ballade.......... ai Fuhrmanns letzte Fahrt. Chor b) Der Steuermann. Chor . ....... a) Der letzte Gruss. (Baritonsolo) .... (Herr E. Laux) b) Ein rheinisches Mädchen bei rheinischem Wein. ( „ „ ) Maiennacht. Chor........... Das Liebchen im Grabe. Volkslied Kinematographie zu gewinnen. 111111 Außer diesem LLLLLLLLLL einzig dastehenden Kunstgenuß bietet der Spielplan noch: Staattheater Giessen Büffel- ii. Elefantenkämpfe großartige, belehrende Naturaufnahme. Volkö^reis^ ^^r^^^^^ u. a. mehr. NORA . nur als iiigen 2ie Emaduni I mag darauf hiww I die Arbeiten des! I Entlassung des K M uns schon mitten jUiäimer-Gesasgterem „Mozart“ Stegen. Leitung: Herr L. Sanner. Sonntag, 12. November 1911, nachm. 5 Uhr, in der Neuen Aula der Universität zu Giessen KONZERT unter gütiger Mitwirkung des Herrn Musikdirektors Kreutzer und des Herrn E. Laux (Bariton) aus Siegen. Privat- . vMatpetion /ei Tanz-Unterricht G* Abends 7*/t Ubr m Kleine Preise. Kleine Preise. . ■hmi n ■ ■ ■ ■■ MM ■ W Auf Verlangen! *W1 Militär-Konzert Polniscbe Wirtschaft