903 Die heutige Nummer umfa&t 22 Seiten. i 1907 M. 80, 3 « 5. 1ransport• nleihen. M. 14 L geblid) . . . SÄ' iS.- 311' Ul 5 16 31» 540.- 100J 914 IOQ~ WO.« °.84 80 . 86 . 1881 1881 9UJ1 9930 914) 9140 WL 92» 994 *46 tzaurerziehung und Dolfstultur. Von Professor Paul Natorp in Marburg. il* y» »LU Jen. irr Mk» ibad)W jöoq.*‘u ittr 0>us • Berfmanu 7976, «ifeviuS 2511, Aorcll 5059, Werner 7958. Cs gibt höchst wahrscheinlich ein trauriges Ende. Der Senosse Beckmann marschiert von den vier Kandidaten, dkS endgültigen Sieges froh, an der Spitze. Denn wenn f9 auch selbstverständlich ist, daß die nationalliberale Partei für seinen Gegner, Dr. Werner, die Sticlfwahlparole aus- grben wird, so stcht doch die fortschrittliche Dolkspartei mit :hren Sympathien zweifellos dem Sozialdemokraten näher Große Ueberraschungen hat das gestrige Wahlergebnis nicht gebracht. Wohl aber hatte man in einigen Lagern sich trügerischen Hoffnungen hingcgcben. Daß auch in unterem Wahlkreis der Zug nach links sestgestellt werde, hatten wir vorausgesehen, aber ob er der Sozialdemo- 'ratie oder dem fortschrittlichen Kandidaten zugute kommen niürde, darüber waren die Meinungen geteilt. Die Fort' IchrittSpartei hatte die Hoffnung gehegt, der Geno'se Beckmann werde die frühere Stimmenzahl des persönlich beträchtlicheren sozialdemokratischen Kandidaten Krumm kaum erreichen, geschweige denn überschreiten, und der Zug nach links werde chrem Vorkämpfer, dem redegeivandten und temperamentvollen Sturmläufer gegen den schwarzblauen Block, Pfarrer Korell, die Stichwahlaussicht bringen. Da gab es eine Enttäuschung, an der alle bürgerlichen Parteien voll Bedauern teilnehmen: Herr Beckmann über- holte die im Jahre 1907 abgegebene sozialdemokratische Stimm enzahl um 15 80 Stimmen'. DaS ist das alte, in den meisten letzten Ersatzwahlen erschienene Zeichen der Zeit, und die eifrigen Schürer der Unzufriedenheit im Volke, die außerhalb des roten Lagers stehen, müssen auch heute wieder lernen. Lie übertriebene Hetze gegen die letzte Rcichsfinanz- Stichwahl zwischen Dr. Werner und Beckmann. Gießen, 11. März. 230 10'1 31^ 2011-1 10 S Nr. 60 2er «ItlenfT 1*3^8® ^djetni läqlicb, auvrr sonntags. - Beilagen: Met in al wöchentlich tiettntr$amiliwrech • Anschliisse: ui die Webaftion 113, < erlag u. Expedition 51 Ubrefie tiit Depeschen: «nzetger Wiefceu. jincijme von Injeigei die lafleemtnimet ?xi DormtttnflS 9 Uhr. Lose« . M , »t» Lir. lu , .Sr.lb , Sire 150 Lin 4^ Lire 10 ' . I.IL7 , ML IW , r.fi.iw iltl*’.! *■ jjtl ’Ä« li°4W * -i • mttt .\ end. A \u . . ' SLth.1 reform bringt dem Liberalismus Schaden. Tic Wahlbeteiligung ist stärker gewesen als bei der Hauptwahl im Jahre 1907, wo 22897 Stimmen abgegeben wurden, während heute deren 23504 verzeichnet werden. Auffällig ist es, daß in der Stadt Gießen die Wahlbeteiligung so schwach gewesen ist: Von 6376 Wahlberechtigten haben nur 5170 von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht. Tie 9000 Wähler des verstorbenen Abgeordneten Köhler sind zum größten Teil dem Kandidaten der wirtschaftlichen Vereinigung treu geblieben; etwa 1OOO Stimmen ^davon wandten sich nicht dem Liberalismus, sondern dem Sozialdemokraten zu, denn die Gesamtstimmenzahl der diesmal getrennt marfchierenden Liberalen beträgt mit 7570 Stimmen nicht wesentlich mehr als im Jahre 1907, da für Heyligenstaedt 7484 Stimmen abgegeben wurden. Wenn man die Ziffernunterschiede der beiden liberalen Parteien diesmal mit großem Interesse abgewartet hatte, so wird die Untersuchung, die sich heute daran knüpfen kann, sowohl bei den Nationalliberalen als auch bei den Fortschrittsleuten nur d ü st e r e Betrachtungen auslösen. Pro- M ässe n an sarnm 1 ung industrieller Unternehmung^ iiiden Groß- tobten unb in großen Jnduitriebezirken (z. B. dem i rbcinisch-Westfälischcn Jndustrfgelnet) mit allen ihren unabieh- 1 baren Folgen: bcr starke Zustrom nicht emgeseneuer, zumal i frenidländischer Bevölkerung zu d-.efen Zentren; die: mt bustrirlisicrung unvermeidlich zu)ammenhangende Verleitung ,u 1 oft nichtigen Genießungen und Lebensgcwohnheiten bet gleichzeitiger Verteuerung deS notwendigen Lebensbedarfs; die aus derselben Quelle stammende gewaltige Vermehrung der Verkehrs- mittel und -gelegcnhcitcn, die eine so ungeheure Unruhe m das qanze Leben solcher Zentren bringt — das und so vieles andere damit Zusammenhängende, was hin nicht alles einzeln am- gezählt zu werden braucht, kann ja nicht anders als autlockerno wirken auf einen so zarten, vor allem auf eine gewifse Beständigkeit der Lcbensvcrlwltnisse angewiesenen Organismus wie den der Familie Und io sehen wir das Hausladen ubeoall tckwer erschüttert, stellenweise schon fast entwurzelt. Besonders das junge Geschlecht, in welchem nicht die Ueberltejerungen des vorindu^ Miellen Zeitalters noch mehr oder mmder nachwirken, welches von der ungeheuren Flutwelle dieses „modernen" Lebens, dem ost kem Gestern und kern Morgen mehr zu gelten lä^mt, widerstandslos gepackt und fortgernsen wird, gibt, sich ihm vielfach, ganz ohne Ahnung emes Unrechts, ohne BewutztieiN einer ernsten Gefahr gefangen, und meint bannt vielleicht gerade die rechte Freiheit sich zu erobern. Die Ehe selbst hat vielfach >chon ganz den Sinn der lebenslangen Sereüugunci verloren, xie Aufzucht ber Nachkommenschaft, sonst noch der sicherste Halt für bie Ehe selbst wirb mit ernstem Willen unb Entjchlutz oft gar nicht mehr übernommen, wie sie benn auch durch die sich unablasng steigernde Not be^- ^aseinstämpfes offenbar zu einer immer bruckenderen Last wird Et tut batb nicht metjr not, daß da noch cDle NLlkLsreunde auftreten, welche ausdrücklich davon abraten, m,t dieser Bürde sich w belasten; es bedarf solckm Predigt ,chon kaum mehr, da das Leben jedes Tages langst derber und bnitaler, unb damit nur um so wirksamer, dasselbe predigt. Die vhysucke und moralische Zerrüttung steilich, die daraus nur rolgen lann, fündigt sich gleichfalls in vielem schon an; es ist nachgerade un- v^rantwortlich, an diesen Dingen vorbeizugehen und sich schonen Träumen von einer edleren Volkskultur hinzug:ben, wo 'ckon die erste Wurzel vielfach so angerault ist. Es mutz hier eine Rettung gefunden werden, ober alle weitere Hoffnung Mt ver- Die Srantfurter Unioerfttätsfragc. Staffel, 10. März. In der heutigen Plenarsitzirng des Kommunallandtages für den Regiernngsbezrrk wurde ein Antrag angenommen, im LandesanSschuß sich mit allen Kräften gegen die geplante Er- r.chtung einer Universität IN Frankfurt am Main einzufetzen, da diese die Interessen der Landcsunr. versität Marburg schädigen würde. gegangen? . .. Und darin gipfeln die Hauptfragen für die Zukunft. Wir zweifeln daran, daß bei den bevorstehenden allgemeinen Reichslagswahicu die scharfe linls.iberal'. Parole gegen den Bund der Landwirte über die heutigen Erfolgs" hinauskommen wird. Wenn in der bevorstehenden Stichwahl der Sieg des Genossen Beckmann verkündet wird, haben, wie in Friedberg-Büdingen, alle bürgerlichen Parteien Anlaß, sich selbst und ihre Absichten nochmals zu prüfen. Denn auch die wirtschaftliche Vereinigung wird das heute vorliegende Ergebnis nicht für sehr ermutigend und aussichtsreich halten. Sollen die bisherigen ungeheuren Opfer an Arbeit und Geld nochmals zwecklos dargebracht werden? Wenn dann der Ruf nach einem Eim- oungskandidaten für die gesamten bürgerlichen Parteien sich erheben sollte, stände in erster Linie die fortschrittliche Volks Partei vor einer schweren, verantwortungsvollen Entscheidung. Würde sie bei einer späteren Stichtvahl zwischen einem Sozialdemokraten und einem Kandidaten ber mittleren Linie etwa leichten .Herzens die Losung aus- neben können? Darum würde gerade o^t s" im Herbst otoses Jahres Die Aufforderung ergehen müssen, uei bei Auswahl eines Kandidaten für die gesamten bürgerlichen Parteien in ihrem eigenen Interesse tatkräftig mitzuwirken Dcutfcbcs Heid». Das Kaiserpaar ist Freitag früh 8 Uhr 10 Mitt, wieder in Berlin eingetrofsen. Der Bittschriftenausschuß des Reichstags hat einen Antrag des deutschen Handwerks-, und Gewerbekannnertags um Acnderung des Nah runft - mittelqesetzes, dahin gehend, daß bei der Revifion des Nahrungsmittclgesetzes eine Bestimmung in das Gesetz aufgAommen werden möge, die die Zuziehung von ärztlichen bezw. gewerblichen, speziell mit den Gewohnheiten: des betreffenden Gewerbezweiges vertrauten Sachverstan- diaen seitens der Polizeioerwaltungen und der öffentlichen Anklagebehörden schon im ersten Stadium der Untersuchung verlangt, weil nur eine solche reichsrechtliche Regelung es ermöglicht, die bei dem bisherigen Verfahren zu Tage getretenen schweren Schädigungen von handel und Gewerbe zu verhindern, dem Reichskanzler als Material überwiesen. , .. Der Reichskanzler besuchte am Freitag nachmittag denbayerischen Gesandten G r a f e n L e r ch e n- feld und überreichte ihm persönlich die ^nsignien des Schwarzen Adlerordens. Verschiedene bayeryche Minister erhielten gleichfalls hohe Ordensauszeichnungen. - Der König von England hat, wie die „Weftminster Gazette" meldet, den Prinzregenten Luitpold von Bayern zum Ritter des Hosenbandordens ernannt. — Tie Land ess amm- lung in Bayern für gemeinnützige und wohltätige Zwecke zu Ehren des 90. Geburtstages des Prinzregenten ergab nach vorläufiger Zusammenstellung V/2 Millionen Mark. Zur zweiten Lesung des Voranschlags für das Reichsamt des Innern beantragt die sozial- Jch denke mir die Lösung so: daß Verbände von Familien zwecks gemeinsamer Erziehung zunächst der vorschul- pflichtigen Kinder sich bilden. Sei selbst der größere Teil der^a- milien in Arbeiterkreisen außerstande, tagsüber den Demen Aufsicht Zucht unb erste Unterweisung in hinreichendem Maße zuteil werben zu lassen, einer Gruppe von Familien wird es viel eher möglich sein, eine ober einige Personen für diese Aufgabe frei zu erhalten, indem für sie der Unterhalt von den übrigen zugleich bestritten wird. Es müßten dazu natürlich die hierfür geeignetsten Personen ausgewählt werden, für die man sich leicht auch eine geregelte Ausbildung, ähnlich der unserer Kindergärtnerinnen, vorstellen kann. Ich denke mir zunächst kleinste Gruppen etwa -u 20—25 Kindern unter zwei ober Drei leitenden Personen, älteren verheirateten Frauen ober Witwen, oder auch unverheirateten jüngeren ober älteren Mädchen; für Handfertigkeitsübungen, Gärtnerarbeit unb dergleichen könnten es sehr wohl auch Manner sein, bie vielleicht zu schwererer Arbeit nicht fähig, aber zu solchw Tätigkeit vorzüglich geeignet sind. Fehlte es in einer ®nU>£2 an geeigneten Personen, so müßten solche aus benachbarten, stets aber gleichaltrigen, also roicberum Arbeiterkreisen herangezogen werden. Für den Anfang natürlich müßten freiwillige Hilfskräfte aus den oberen Volksschichten gleichsam zur Pionierarbeit vorangehen, also solche Einrichtungen vorerst getroffen werden für Arbeiter kreise von Nichtarbeitern, immer aber mit dem bestimmten ausgesprochenen Ziele, mehr unb mehr Kräfte aus den Arbeiter- kreisen selbst dazu heranzu ziehen und zu befähigen; mit der Bestimmung also, daß allmählich die ganze Organisation ,auf diese selbst übergehe. Die gedachte Einrichtung würde, erst z-aimat da, übrigens ganz von selbst diese Wirkung haben; sie würde wie von selbst dafür taugliche Männer und Frauen der arbeitenden Klassen zu dieser Erziehungsarbeit anlocken, ausrüsten und unvermerkt in sie hin einwachsen lassen. Tenn ich denke mir diese Organisation wiederum nicht isoliert. Zunächst müßten Gruppen solch Gruppen sich wieder zu größeren Verbänden zusammenscklief.m zwecks gegenseitiger Hilfe: man würde je nach Zweckmäßigleit zu Körperübungen, Spielen, , Ausflügen. Festen sich vereinigen. Tie kleineren Verbände brauchten auch nur kleinere Räumlichlciten: für alles, was größere Räume fordert, wären die größeren Verbände da. Tie laufenden Kosten, - besonders den Unterhalt des Personals, würden die vereinigtest > Familien befreiten, die Räumlichkeiten, namentlich größere, soweit nötig, würden von den Gemeinden oder etwa großen Arbeit sessor Gisevius mit 2511 Stimmen ist erheblick) in der Minderzahl geblieben. Aber die gewaltige Agitationsarbeit, die Pfarrer Korell mit seinen Anhängern gegen den Bund der Landwirte und den schwarzblauen Block ins Werk setzte, ist vorwiegend der Sozialdemokratie zum Nutzen ausge chlagen, die sich in Herrn Beckmann ja zweifellos einen schwachen Kandidaten ausgesucht hatte. Im Kreise der^ Ge noffen selbst hatte man darum keine überschwänglichen Hoff nungen gehegt. Die heutige Mitteilung des Herrn Pfarrer Korell an seine Wähler bietet keine vollständige Beleuckf- hing der ganzen Sachlage. Es erhebt sich die Frage, was der Erfolg gewesen wäre, wenn der Liberalismus auf einer anderen Basis in oen Kampf gegangen wäre. Wäre dann die L-tiM- menzahl eines liberalen Einigungskandidaten vielleicht über die heutigen Gesamterfolge des Liberalismus hinaus- (Eine stürmische Nachtsttzung der englischen Unterhauses. London, 10. März. Das Unterhaus, daS morgens 5 Uhr noch tagte, war während der Nacht ^Schauplatz er- renter giencn, rote s i e seit den lettztenti» -ö a d r en n i cht v orgekommen s i n b. Als gegen Mitternacht nach- bem bis babin die Spezialberatung des Budgets ohrne ©törun« verlaufen war, Austen Chamberlain einen Antrag auf Ver taflunn bcr Aussprache einbrachte, erklärte Churchill Abwesen- des Premierministers Asguitb im Namen der Negierung ^Üsem Antrag? nickt zustimmen zu können, da bie Beratung unter nHen Um ständen fortgesetzt werben müsse. , , , , Als Balfour erklärte, baß Asquith versprochen habe, eS mürbere Beratung brs Budgets ”dn^;8cit gegeben roerbtn ofrna daß lange Sitzungen ftattianben, erwiderte C h ur chi ll, me Negierung könne ihren Entschluß nicht andern und weiche auch nicht von ihren ursprünglichen Plänen ab. i-tz-smol darauf tour; e Die Beratung fortgesetzt, abn es kam fedesmal zu stürmischen Szenen, wenn Churchill eme Abkürzung der Aus- vrache übe'- die einzelnen Teile des Geietzes dadurch herbeisuhrte daß er den Schluß beantragte. Tie Opposition weigerte mehrer em ale, C h u r ch i l l z u W o r t e k o m m e n z u l a?i en Ter Präsident mußte die Opposition lange Zett ver- nwrgenä verfuchke Salfour trnto eine Vertagung herbeizuführen; wiederum wngerte sich Churchill dem Anträge Folge zu geben und neue Larmizenen waren die Folge. 10* Die tzauserziebung und die Erzielmngsarbett der öffentlichen 1 Schule sind bie Grunblagen ber Volkserziehung überhaupt- 3Ue Lü Arb.it an ber Kultur des Bolles man mu ben Satai^ . setzungen rechnen, die durch ite hcrgestcllt werden, und ob sw _ nun deren Werk in gleicher Richtung tm-ttermhren oder ihre , Mängel ergänzen, ihre Fehler verbesiern will, ü^muß den «odm kennen, auf den sie ihren Bau errichten soll. Aus diesen Ruck sichten kann sie nickst gleichgültig lent gegen dw (rrjiemniq^ arbeiten des Hauses und der Schule, gegen das, was sie ist. was sie unter geeigneten Bedingungen sein konnte uno »ein sollte Mit einem Dort, wir sollten von Pestalozzi gelernt Haven, daß die Aufgabe der Erziehung zuletzt nur als Ganzes ms .rüge gefaßt werden darf, weil sie in sich ein unteilbares Ganzes ist. Wir rühren damit an die vielleicht ernsteste Lchwierig^eit ber Erziehung gerade in ber modernen Entwicklung^ Pestalozzi lonnte diese Schwierigkeit noch nicht in bcr ganzen Schärfe empfinden, wie wir sie heute empfinden nuissen. Die Industrie hatte tbreit verderbenden Einfluß auf Die Familie ivohl hier und da swon gezeigt; aber noch konnte man hoffen, sie zu retten oder wieder- be'rzustellen. Mit der ungeheuren Entwicklung, welche di: Industrie seither genommen hat, ist die G?fahr unabsehbar gewachl.'n. Sie entzieht ja den 'Arbeiter, die Arbeiterfrau unb oft bas Arbuter- kind bem Hause. J-rnmerhin, so führt der Verfaster tn dem soeben erschienenen Werke „Bolkskultur und Perfonlichk uskultur iVerlag von Quelle & Mever in Leipzig) des wettenn aus, sie muß nicht bas Hausleben sofort ganz zerstoreii: man hat aut Schutz sich besonnen: ein Bestreben auf Kürzung der Arbeitszeit unb Erhöhung bes Arbeitslohnes hat kräftig emgewtzt, ist m beträchtlichem Umfang schon mit Erfolg gekrow, unb nn werteres Vorbringen tn dieser Richtung ist möglich und mit Sicherheit zu erwarten. Aber vielleicht erst die ernsteste Lchwierigkett liegt bann, daß auch eine gewisse Bodenständig leit der Bevölkerung, welche eine ber wesentlichsten Vorbedingungen zum lebendigen Fvrtwirken eingewurzelter Sitte, dauernder, naher, unmittelbar wirkender menichlicher Beziehungen über bau vt, als besonders die wesentlichste Vorbedingung für die Möglichkeit eines HauSlebens, wie es Pestalozzi vor Augen stcht, jedenfalls ist, oui dem Vordringen ber Industrie kaum vereinbar scheint. Die M »«9bl ,.id)ULRrafl >Uer W' \ Pfarrer Korrell an seine Wähler. An mehre Wähler? Deut dringenden Dertongen meiner ^rtmfreunde entfpreck^, fabe ick) mid? für die Gießener Nachwahl als Kandidat zur Ver fügung gestellt. Es ist uns nickst gelmigcn, m dre Sttchwahl zu kommen aber die Ziffern beweisen, daß nur uniere Richtung bet Libe'-alismus bie Kwaft Imt, gegen bie Feinde von recksts und links den Wahlkreis zu erobern. Ick tanfe allen meinen Heitern für ihr Vertrauen und allen »elfem, Frauen und Mannern Tür ihre selbstlose, opferfreudige Mitarbeit. Diese Arbeit ist Nicht vergeblich geleistet, auch wenn uns der öteg nicht togletd) zu meinen Auftrag in die Hände des Wahlausschusses iUOIftönigiiäbten, 10. März 1911. Adolf Korell. yivt Sitzung des Wahlausschusies für die Kandidatur Dr. Werner findet wie aus dem Anzeigenteil der heutigen Nummer ersichtlich ist, am Sonntag, 12. M ä r z , ,n a ch m 11 ta g s 3'/- Uhr, im Eisenbahnhotel in @ie«en ftatt. Wir werden gebeten daraus hinzmveisen, datz bei bcr Kurze ber Zett die-mal besondere brieflid>e Einladungen nicht erfolgen. 1-1> w.«*21- ntr ilbl Lin ä«. fciJ , lM.ri I.IL -- th. IV. 96.« Mi Lkr. M. ,oord^1 Z .na E Ät. 4U'1 1®* : {Mw - . i.n-iuü LinÄ *3,|V „ u -trthroottd Samstag, N- März 19U (Erftcs Bldtt wl» jdyrgung__ GichenerAnzelgerM General-Anzeiger für Gberyefsen WM Statt! 6is«i * terXa omcaltuna des Betteten; aber EL-B. Do oerutiedie fjeu: allen unuertjeiri bauten wegen ! Tie aiikerordem wegen ciltlidjtei gebracht bat. £ anianai ititmbt Wkirchen, wo tret energisch a tunö geiiet be üniall von 2 Mett werden i * allgemej, K^rnisst bi und tedei vorteilhg blüh M.K taut* i^Net »tteidu "7 JOhaüDes Seflügelaurstellung. i Gießen, 11. März. Die unter dem Protektorat des Großherzogs heute vormittag m Len Räumen der Liebigshöhe eröffnete 5. Lan- des-Geflügel-Ausstellnng kann leider durch die Nichtzu- Vie Opfer de; Buchen DaS Glück, das uns die Bücher spenden, ist schon seit den llagen des Altertums viel gepriesen worden; von dem Unglück ras sic anrichten, ist um so weniger die Rede gewesen. Und dock iü die Zahl derer Legion au neunen, die Opfer der B-'ch^ flfr* s><; tfc. " IQ| gebern oder Vereinigungen von solchen gestellt oder gegen billigen Zins vermietet werden. Ucbcr das alles läßt sich voraus nichts theoretisch festlegen, die Praxis müßte lehren, was da im einzelnen das Richtige ist. Fest aber steht mir das Eine: alle Bevormundung müßte streng fern gehallen, vielmehr alle Einrichtungen von Anfang an Darauf gerichtet sein, die Selbstverantworllich- feit, die eigene Beteiligung des Volkes und Selbstkontrolle zu wecken und dauernd zu sichern. Dezentralisation muß, hier wie in allem, die Losung sein; Gemeinschaft, aber freie, d. h. auf Selbstkontrolle gegründete. Gemeinde und Staat müßten gewiß für den schweren Anfang die nötige äußere Hilfe bieten, anregen, schützen, auf jede Weise fördern und ermutigen, nicht aber leiten und bevormunden, am wenigsten die ganze Sache in chrer Hand halten wollen. Denn genau darauf kommt es an, daß das Volk nicht von der Erziehungspflicht entbunden und ihrer Erfüllung entwöhill, sondern zu ihrem vollen Bewußtsein wieder geweckt, a^€t die Lage versetzt wird, sie erfüllen zu können in einer Weise, wie es den so tief veränderten Bedingungen feines ganzen Lebens angemessen ist. Denn den Glauben dürfen wir uns nicht rauben lassen, daß keine ganze Volksllasse sich dieser hohen und heiligen, geradezu für alle anderen grundlegenden Pflicht würde entziehen wollen, wenn sie zu ihrer Erfüllung mir klare und gangbare Wege sähe, wenn nicht vielmehr alles chre Erfüllung ihr nur erschwerte und oft geradezu unmöglich machte. Denn ketne ganze Volksklasse will dem Verderbern so handgreiflich in den Rachen laufen; eine solche Vorstellung batte ich für weltfremder als die verstiegendsten Traume des pädagogischen Idealismus. . * Wie man in Amerika Reklame macht. Indem M Newyort erscheinenden „Araldo Jtaliano" stand jüngst unter ter Aufschrift: „Herzoglicher Besuch" ein höchst merkwürdiges Emgeiandt. Es hantelt sich um den Herzog der Abruzzen, von ten das italienifch-amerikanische Blatt folgendes zu erzählen weiß: „Nachdem Seine Königliche Hoheit der Herzog der Abruzzen gelandet war, besichtigte er in ter 4. Avenue zu Brooklyn die Untergrundbahnarbeiten. Als er sich vor der Schlägerei der Brüder Russo, Nr. 88 ter Avenue befand, blieb er ganz entzückt taten; das elegante Lokal, das köstlich frische Fleisch und die vielen 1 etten Hühner erregten seine Bewunderung, und er trat ein, um ür sich und sein Gefolge Einkäufe zu machen. Dann ging er die Avenue weiter hinauf und blieb vor dem Hause Nr. 212 stehen - hier befindet sich eine Filiale der Brüter Russo, und ter Herzog geriet tn noch größeres Entzücken, da er in den Auslagen alles so wohlgeordnet sah. Auch hier war das Fleisch blutfrisch, und die Schweinewürstchen regten den Appetit an. Der Herzog wollte «Won essen uni) gab den Brüdern Russo den Auftrag, eine ansehnliche Quantität aufs Schiff zu schicken: der gute Herzog wollte feine Leute mit diesen kösllichen Würsten beglücken und die ubngbleibenten für seine nun schon so lange hinausgeschobene Vocyzeu mit Mitz Elkins aufbewahren. Das Publukum wird gut tot, wenn es tem Beispiel des edlen Herzogs folgt und in den hervoriageichen Schlachtereien der Brüder Russo Fleisch, Würstchen und fette Hühner beftelll." Die Ankündigung, daß ter Herzog tn einer Blooklyner Schlächterei für seine Hochzeit Schweine- wurftchen tinfauft, ist mindestens ebenso köstlich wie diese Schweine- wurftcheü jelbfr es iept ptogerv 2luslaii0. In der franzö s i s chen Kamme r sagte der Marineminister Delcasss in Beantwortung der Rede des Admirals Bienaims, der die d eu tsche und französische Flotte mit einander verglichen habe, daß die Grundlage zur Vergleichung von zwei Flottenstärren die Zahl der Schiffe nach dem Dreadnought^Typ bilden müsse. 1920 würde die deutsche Flotte nach dem Ballprogramm, das dann beendet sei, ebenso wie die französische 22 Dreadnoughts haben. Frankreich werde 18, Deutschland 12 Panzerkreuzer haben, die aber stärker seien als die Frankreichs. Der Minister schloß, er glaube, daß diese Feststellungen einen pessirnistiscyen Schluß nicht rechtfertigen. Der Vertreter der Associated Preß, der den Präsidenten Taft nach dem Süden begleitet, meldet telegraphisch aus Charlottesville (Virginia), daß alle Zweifel über die Absicht, welche die Regierung mit der Entsendung von Truppen an die mexikanische Grenze verfolge, gänzlich geschwunden seien. Die Entsendung der Truppen erfolgte, um einen festen militärischen Grenzwall längs des Rio Grande zu bilden, um dem lieber treten von Banden und dem Schmuggel von Konterbanden ein Ende zu machen. Die Regierung ist der Ansicht, daß damit der Aufstandsbewegung, die die Lage beinahe ein Jahr hindurch beunruhige, ohne irgend etwas, wie die Bildung einer neuen verantwortlichen Regierung erreicht zu haben, binnen kurzem der Lebensnerv aogeschnitten sei. siebener Strafkammer. X G i e ß e n > 10. März. Eine erfolgreiche Berufung. Der Automobilfahrer I. K. von biet war mit seinem Auto mobil in die Unterführung bei Klein-Linden eingefahren und sab fich hier unvermutet einem entgegenkommenden Radfahrer gegen über. Dieser mußte so schnell zur Seite lenken, daß er dabet zu r^all kam. Auf seine Anzeige wurde in ter ersten Verhandlung vor dem hiesigen Schöffengericht festgestellt, daß K. nicht zu fdjndl gefahren ist; dagegen wurde er zu einer kleinen Geldstrafe ver urtettt, weil er es unterlassen habe, ein Warnungssignal zu geben, .t. focht das Urteil an, indem er behauptete, vor der Einfahrt in den Viadukt ein Signal gegeben zu haben. Der in Betrach: kommende Zeuge erflärt, daß er ein Signal nicht gehört habe, gab aber zu, daß er das Signal mit Rücksicht auf die hier an dem Rangierbabnhof herrschenden besonderen lokalen Verhältnisse überhört haben könne. Unter diesen Umständen wurde das Urteil aufgehoben und K. freigesprochen. Im letzten Herbstmanöver wurde in der Feldbäckerei bei Grünberg ein kleines Mädchen dabei betroffen, wie es einige Kommißbrote an sich nahm und sick damit entfernen wollte. Als das Kind festgchalten wurde, rte es ten Taglöhner K. Ehr. M. von Grünberg zu Hilfe, der sick des Kindes auch alsbald sehr warm annahm. Bald darauf berrettete sich das Gerücht, daß M. das Stint) zu der Tat angeführt bäte, um die Brote für sich zu behalten. Unter ter Beschuldigung, dieses Gerücht verursacht bezw. verbreitet zu haben, stellte M Strafantrag gegen die E. K. Ehefrau in Grünberg. Die Aw geklagte wurde jedoch in erster Instanz mangels Beweises frei- geiprochen. Da M. in zweiter Instanz weitere Beweismittel nicht mehr vorzubringen vermochte, zog er es vor. die von ihm eingelegte Berufung »urückzunehmen, ohne es auf die Entscheidung des Gerichts an kommen zu lassen. demokratische Fraktion des Reichstags, die verbündeten Negierungen zu ersuchen, eine Ergänzung der Bundesratsverordnung betreffend den Betrieb der Anlagen der Groß-Eisen-Industrie vvrzunehmen, in der vorgeschrieben wird, die Dauer der täglichen Arbeitszeit, die Einführung der achtstündigen Schicht für die in den Feuerbetrieben beschäftigten Arbeiter, die einzuhaltenden Pausen, die Einschränkung der Ueberzeitarbeit, die strengste Durchführung der zum Schutze der Arbeiter erlassenen gesetzlichen Bestimmungen. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Dcke in staatsmännischem Geiste gehaltenen >Aus- fübrungen des britischen Staatssekretärs des Auswärtigen, Srr Edward Grey, in Sachen der Bagdadbahn- frage hinterließen in den Berliner Regierungskreisen einen sehr günstigen Eindruck. Die Darlegungen des britischen Ministers weisen den Weg, auf dem eine Verständi- g u n g sowohl rn der Frage der Zollerhöhuna, wie hinsichtlich der Durchführung des Bahnbaues von Bagdad bis zum Golf angebahnt und erreicht werden kann. Die Blätter melden aus Berlin: In der Voraussicht, daß der für die Veteranenbeihilfe angesetzte Mehrbetrag von 5 Millionen Mark die Zustimmung der gesetz- gebenoen Körperschaften finden wird, hat der Bundesrat die bezüglichen Bestimmungen in wesentlichen Punkten zu gunften der Kriegsteilnehmer geändert. Wegen der ^nehmenden Viehseuche in Frankreich wurde die Liehe in fuhr von dort nach Bayern gesperrt. Der „Täglichen Rundschau" zufolge wurde das „Buch der Millionärs von Regierungsrat Martin beschlagnahmt. Die „Konservative Korrespondenz" schreibt zur elsaß- lothringischenVerfasfungsfrage: Nach der Stellungnahme der einzelnen Parteien dürfte das Zustandekommen der Vorlage gesichert sein. Die Mehrheit wird aus Zentrum, Nationalliberalen und Freisinn bestehen. Die konservative Partei dürfte die ganze Berfassungsvorlage ablehnen, da sie die Zeit für eine so radikale Aenderung der bestehenden Verhältnisse noch nicht für gekommen ansieht. laffung von Federvieh aus Starkenburg und Rheinhessen eigentlich nicht als Landesausstellung betrachtet werden. Die Ausstellung bietet aber für den Züchter und auch für den Laien ein Bild der Leistungsfähigkeit Oberhessens auf dem Gebiete der Geflügelzucht und Geflügelhaltung, wie eS vollkommener seit Jahren auf keiner Provinzial- VerbandS-Ausstellung gesehen wurde. Tie oberhessischen Geflügelzüchter haben sich bei der Beschickung dieser Geflügelschau darauf einrichten müssen, mit der ihnen überlegenen Konkurrenz aus den beiden anderen Provinzen zu wetteifern. Sie haben nach dem übereinstimmenden Urteil der Preisrichter nur ideale Tiere nach Gießen gesendet und damit gezeigt, daß man in Oberhessen auf dem Gebiet der Nutz- und Rassegeflügelzucht auch den strengsten Anforderungen gerecht wird.. Die Ausstel- lung umfaßt 503 Nummern, darunter 275 Nummern Hühner, 50 Nummern Wassergeflügel und 125 NummernTauben, die zur Prämiierung angemeldet sind. Der Rest entfall auf die Verkaufsllasse. Das erste Mal in Gießen ausgestellt sind zwei Ge- slüaelhöse von Oekonomierat Hofmann-Hos-Güll, einer von Johannes Schäfer-Gießen und einer von Hch. Fischer in Selters. Besonders die Einrichtungen der Stallungen von Hof-Güll sind sehr interessant; sie zeigen denn Beschauer, wie man es einrichten muß, die Tiere tagsüber ins Freie, auf abgeerntete Aecker und Wiesen zu bringen, um eine gute Eierproduktion zu erzielen. Die Hühner werden nämlich in den Stallungen dorthin geschafft, wo man sie frei Herumlaufen lassen kann, damit sre sich das Futter selbst suchen und dabei manch schädliches Kerbtier vernichten. Sehenswert ist auch ein von Frau Dr. Hofmann-Heuchelheim ausgestelltes Kückenheim, in dem die munteren Tierchen sich tummeln. Der in Tätigkeit befindliche Brutapparat wird während der Ausstellungstage aus den zurzeit eingelegten Eiern die jungen Hühnchen vor den Augen der Beschauer erbrüten. Die Ausstellung bringt auch die erste Vogelkatze nach Gießen. Das schöne weiße Tier ist in einem besonderen Raum der Ausstellung mit verschiedenen Kanarienvögeln untergebracht und kümmert sich nicht im geringsten um die gefiederte Welt. Bella ist von ihrem Besitzer, einem Darmstädter Vogelhändler, von jung auf mit den gefiederten Sängern ausgewachsen und die Vögel sind so an das Tier gewöhnt, daß sie sich chm ohne die geringste Scheu nähern, wenn es seine Mahlzeiten einnimmt, und gar häufig ihm die schönsten Bissen aus dem Freßnapf wegholen. Von dem ausgestellten preisgekrönten Geflügel stehen zahlreiche Stämme zum Verkauf. Die Ausstellung wird bestimmt am Sonntag abend geschlossen werden. Ans Siate nnd Land. Gießen, 11. März 1911. ** Tagestalen der. Stadttheater: Sonntag nachmittag 371 Uhr: „Glaube und Heimat"; abends 7V2 Übt: „Mein Leopold". Kinematogr aph: Täglich Vorstellung. Biograph: Täglich Vorstellung. B a u e r s ch e r Gesangverein: K o n z e r t in der Neuen Aula. Abends 5 Uhr. 5. Landesausstellung des Verbandes Hess. Geflügelzüchter. Samstag und Sonntag aus der Liebigshöhe. Anlagenmusik am Sonntag, Dorrn. 12 Uhr, in der Süd- Anlage. Spielplan: 1. Ouvertüre z. Oper „Das Nachtlager zu Granada" von C. Kreutzer. 2. „Historische Märsche", großes histo-, risches Potpourri von E. Kaiser. (Erllärung: 1. Fanfare der F.ckd- trompeter und Heerpauker aus tem Mittelalter. 2. Marsch der Landsknechte (1462). 3. Fanfare der Reiter aus dem 16. Jahrhundert. 4. Marsch der Querpfeifer auS dem 16. Jahrhundert. 5. Geusen-Lied (Feldmarsch) aus dem Jahre 1582. 6. Marsch der Finnländischen Reiterei aus dem dreißigjährigen Kriege (1618 bis 1648). 7. Fanfare der Pappenheimer Retter 1637. 8. Prinz Eugen (nach der ältesten Aufzeichnung 1719). 9. Alter Zapfen- treich zu Anfang des 18. Jahrhunderts. 10. Koburger Marsch (gespielt beim Einzug des Fürsten Josias in Koburg 1761. 11. Der Dessauer Marsch (älteste Aufzeichnung 1676—1747). 12. Der Lohenfriedberger Marsch Don Friedrich dem Großen (1745). 13. Laudonmarsch aus tem siebenjährigen Kriege 1756. 14. Ka- vallerie-Armee-Marsch Don Friedrich dem Großen 1712—1786. 15. Einzugsmarsch der verbündeten Armeen 1814 von Wallach. 16. Standartenfanfare der Preußischen Garde du Corps. 17. Radetzky-Marsch Don Job. Strauß (1848). 18. Tüppelet Schanzen- Matsch von Piefke (1846). 19. Tie Wacht am Rhein von Wilhelm. 20. Präsentier-Marsch der Kaisers. 1. Matrosen-Division, ömp. v'dn St. Königl. Hoheit Prinz Heinrich Don Preußen. 21. Das Locken der Pfeifer und Tamboute beim Parademarsch. 22. Kaiser Friedrich-Matsch von Friedernaim. 23. Finale. 3. Vier Schwälmer Tänze (neu) Don I. Lewalter. 4. Deutsch- ands Ruhm! Marsch von O. Schröder. ** Lehrerpers on alien. lieber tragen wurde >em Lehrer Johs. Etlin g zu Storndorf die Lehrerstelle an >er Gemeindeschule zu Ober-Sorg, dem Lehrer Friedr. Schön zu Ulrichstein eine Lehrerstelle an der Gemeinde- chule zu Rixfeld, den: Schulamtsaspiranten Friedr. Wolf aus^Pettnweil eine Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu ** Stadttheater. Nochmals sei auf die beiben Sonntagsaufführungen hingewiesen. Nachmittags findet bei lleinen Meisen die unbedingt letzte Aufführung von „Glaube und Heimat" statt. Abends wird L'Arronges bekanntes Volksstück mit Gesang „Mein Leo- )old" gegeben. Zu letzterer Vorstellung, bei der die Militärkapelle mitwirkt, haben Gutscheine Gültigkeit. ** Kunstverein. Die Kollektionen von Kuehl, Block und Kreyssig bleiben nur noch bis zum nächsten Donnerstag ausgestellt; somit ist morgen der letzte Sonntag, an dem die jetzige Ausstellung zu besichtigen ist. Die nächsten Ausstellungen werden eine rasche Folge haben, da eine Anzahl bekannter Künstler, die soeben in Darmstadt auS- steüen, auch für Gießen die Zusage gegeben haben. Zu- nächst wird eine Sonderausstellung der Mainzer Malerinnen der gegenwärtigen folgen. **. Galasaalfportfest des Rad-Klubs „Germania". Man schreibt uns: Die anläßlich des Gala- aalsportsestes des Rad-Klubs „Germania", Gießen am morgigen Sonntag zur Bestreitung gelangenden Ehren- ireife, darunter die des Fürsten Karl zu Solms-Hohen- olms-Lich und der Stadt Gießen, sind in dem Schaufenster der Möbelhandlung A. Grünebaum, Bahnhofstraße 35, ausgestellt. ** Zum Konzert des Bauerschen Gesangvereins wird uns geschrieben: Auf das morgen nachmittag in der neuen Aula stattfindende Konzert wird hier- )urch nochmals ausmerksam gemacht. Auch Mitglieder von Gesangvereinen der Umgegend sollten die günstige Ge- egeichett nicht versäumen, die Darbietungen dieses vor- j üglich geschulten Rtännerchores fich anzuhören. : 0” £0 * 1P f ieu m- Man schreibt uns: Im neuen Lichtspieltheater (Kolostemn) wird z. Zt. fleißig gearbeüet Nach dw Vorbereitungen in schließen, verspricht dieses Unternehmen rA dl! Är» Kr ZS---S sh® 7L-S Am 9* S Tod infolge -S: Wii Lstnnlge»' ö« £ lm er an । * ,in M SftrJ I.VA L.--S aus lemu * H ««« bei manchen «w sie, als iie oct Mägen, mch M EratoStM Id wg der Oneir iNeitw, Moie Leute Büchet du Und, noch felticu ibie Bücher selb dir 1531), der ° toB er durch ei feilen werde, ai i'ihloß sich an iSohnung ein, ’ plauderte,,eine । griff Stöjfler ’ das Buch Hera Schranl um un war Stöffler i ein wirklich erstklassiges Institut zu werden. Freitag abend finbt. die erste Vorstellung Dor geladenem Publikum statt. Samsta-' 18. d. M. ist die (Eröffnung. Der Direktor dieses Unternehmens f- unfer Mitbürger Herr Karl Probst. ** Eine preisgekrönte Gi eßnerin. Wie uns at« Berlin gemeldet wird, ist in dem Wettbewerb für sranzos. Schicke- aussätze die Obatprimanerin der hiesigen Oberrealschule Luie Spoerer mit einer Reise nach Paris prämiiert worden. Es handelt sich um den Wettbewerb, den die in Berlin erscheinende französische Zeitung „Journal d'Allemagne", mit dem „Konnt e für internationalen Schüler austausch" veranstaltet hat und bei den die 50 besten Arbeiten mit einer kostenlosen Reise nach Paris belohnt wurden. Tie Beteiligung war sehr groß, denn es ware-i über 3000 Arbeiten eingegangen. ** Der Turngau Hessen hält morgen vormittag 10 Uhr hier in Steins Garten seinen Turntag ab. Außer den üblichen Berichten usw. stehen auf der Tagesordnung die fünfzigjährige Jubelfeier des Gaues (1912), ein Antrag, alle zwei Jahre ein Bergfest und in den dazwifchenliegenden Jahren ein volkstümliches Wetturnen am Montag des Gaw turnfestes abzuhalten und ein solcher auf Einführung des Einzelwettfechtens bei den Gauturnfesten. Zum nächstjähri. gen Gautumifest, mit dem die Jubelfeier des Gaues ver bunten ist, haben sich die beiden hiesigen Turnvereine, Lauterbach, Kirchhain und Heuchelheim gemeldet, wahrend sich Marbach, Welter, Wetzlar-Meder-Girmes, Krofdorf und Laubach um die diesjährige Gauturnfahrt bemühen. - Buchführungskurse für Landwirte. Die Landwirtschaftskammer hält auch in diesem Jahre an per. fchiedenen Orten Hessens dreitägige Buchführungskurse ab, die den Zweck haben, die Landwirte mit dem Wesen und der Technik der heute zur unbedingten Notwendigkeit gewordenen landwirtschaftlichen Buchführung bekannt zu machen, ihnen an der Hand eines der Praxis entnommenen Beispiels zu zeigen, was zu notieren ist und wie das zu geschehen Hai und wie schließlich auf Grund der das Jahr über geführten Bücher der Reinertrag des Gutsbetriebes berechnet und das steuerpflichtige Einkommen festgestellt wird. Vom 14. bis 16. März findet em solcher Kursus in Grünberg statt Näheres im Anzeigenteil. ** Zu dem Bericht fflbet die Rapid-Feuerlösch, probe jdjreibt uns der Vertreter dieses Löschmittels: Vor allem muß ich bemerken, daß der Trockenfeuerlöscher nicht mtt doppelt- kohlensaurem Natron, das einige Pfennige kostet, gefüllt ist. In der Zahl der „Tuben" hat sich der Schreiber geirrt, denn bevor der Polzstoß gelöscht werden sollte, waren beretts drei Kübeln mtt einem Zentner Teer, 10 Liter Petroleum und 20 Liter Benzin entzündet, und mtt einer Tute Rapid gelöscht, so daß nur noch drei Tuben zur Löschung der zwei Holzstöße übrig waren. Während die Löschung der drei Kübel gut ausgefallen Ut und großen Beifall gesunden hatte, ist bedauerlicher Weisc durch falsche Handhabung das Löschen ter Holzstöße nicht gelungen ** Zusammenfto ß. In ter Bahnhofstraße stieß gestern nadjmittag ein Automobil mit einem Wagen öer elektrischen Straßenbahn zusammen. Sowohl am Automobil als am Straßenbahnwagen traten Beschädigungen ein, Personen wurden aber nicht verletzt. ** Benzin-Explosion. In ten Hassia- Werken fand heute morgen in einem Arbeitsraum eine Benziw-Explosion statt, wobei ter Arbeiter Mähler aus Klein-Linten nicht unerhebliche Brandwunden davontrug und von Mannschaften der Sanitätskolonne in die Klinik gebracht werden mußte. **, Reichstagswahl und Frauenfrage. Die Frauensrage hat bei der Reichstagswahl verschiedentlich eine Rolle geipielt, und trug in ten heißen Streit manchmal etwas Dei> söhnendes und erheiterndes. So beantwortete ter nationalliberale Kandidat, Professor Dr. Gisevius, eine von ter Gießener Frauenstimrnrechtsgmppe gestellte Frage nach seiner Stellung zur Frauenfrage mit folgendem tzübsck-en Vers: Der Äccuui, ter ist das Haupt, nach tem muß alles gehen, T»e Frau, die ift ter Hals, die weiß dies Haupt zu drehen l Eine noch hübschere Lösung ter Frauenfrage leistete sich em Wähler in Bleichenbach, intern er einfach einer Dame, Frau oder Fräulein Lina Emrick) seine Stimme gab. Sie wurde fomü „einstimmig" gewählt, aber ter Wahlvvrsttuid war so ungaümz, die Stimme für ungültig zu erklären. ** Maul- und Klauenseuche. Neue Aui- brüche ter Seuche sind feftgejteUt aus: Ober-Beer- bach, Kreis Bensheim; Biebesheim, Kreis Groß> Gerau; Nieber-Lieb ers b ach und Reisen, Kreis Heppenheim; Guntersblum und Undenheim, Kreis Oppenheim; Stadtbezirk Fürth, Mittelfranken, bei Händlervieh. Erloschen ist die Seuche auf tem Schlachtvieh« Hofe zu München. Kreis Wetzlar. i--- Atzbach, 10. März. Ter Turnverein hat die Au chaffung einer Fahne beschlossen und sie bei der „Bonner Fahnenfabrik" in Auftrag gegeben. Der Verein, ein Glied ter Lahn-Dünsberg-Turnerbundes, wurde 1906 mtt 20 Mitgliedern gegründet und zählt jetzt deren 75. Das Fahnenweihfest ist aui den ersten Julisonntag festgesetzt; als Festplatz wurden die Lahn wiesen am Wege nach Dutenhofen gewählt. Statt Karten! Giessen ebenfalls sehr günstig bet 171t Sicher Straße 37. [01956 Wilhelm Rühl in GroßtllHiiscck Ceylon Vüedda Los Soma Los Los Los Los Los o Bn/j Di. Heyer. D“/, 111111111111111011111111 leeeeeeeeeeeeeeee* in Kakao Chocolade' 1; Erd» und Maurerarbeiten. 115 Rbm. Erdaushub. 194 Kdm. Bruch- und 18 Äbm. Backsteinmauerwerk usw. II: Steiuhauerarbeiteu (Lungstein). 9 Kdnt. Sielljockel, Fensterbänke, Türjchwellen, Abdeckplalten usw. III: Zimmerarbeiten. 17,50 Hbm. Tannenholz zu liefern, 800 Lfdm. Holz abzubinden, Gesimse, Elnstreifböden usw. IV: Lachdcckerabeiteu. 185 Vieler Dachflächen zu schiefern usw. V: Zimmer- und Schreiucrarbeiteu. 156 i'fDin. Holzzaun, 1 zweiflüg. Tor uiw. VI: Vergrößerung des Vorsührhofes. 696 Q Nieter Schlackengestück usw. Die Verdingungsunterlagen liegen auf unserem Amte, Stephaustraße 18, zur Einsicht aus und können evtl, dort, soweit der Vorrat reicht, zum SelbstkoslenpreiS bezogen werden. Angebote mit genauer Aufschrift sind blS zum Ecöfi- nungSleruun, Lawölag Sen 25. März, norm. 11 Uhr, bei unS einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 10. März 191L Hungen, 20. Februar 1911. Großyerzogliche» Amtsgericht. TAPETEN! * W MQUJBEJITZERN 25%DABATT aniuiu)n 16. Juni 1893 werden folgende Arbeiten für den Reubau eines Kleinvieh- stalleS mit Wagenhallen, sowie für Herstellung einer Einfriedigung für die veteriuär-mediziuischeu Institute zu Gießen öffentlich ausgeschrieben: Briefkasten der Redaktion- Darmstadt. Tie Beröffenllicdung eriolgt m cmzelnen Stücken, wie wir das u. a. bei den Aufsätzen aus dem Ohnual gehalten haben. Bekanntmachung. In unserem Handelsregister A wurde heute bei der Firma I. H. Köhler in Hungen — 9h:. 19 — eingetragen: Das Geschäft ist auf die Kinder des Inhabers als Erbengemeinschaft übergegangen, nämlich: 1. Auguste Thimm geb. Köhler, 2. Heinrich Köhler, 3. Marie Köhler, 4. Ottilie Köhler. Der Wüwe des Johann Heinrich Köhler, Ottilie ged. Puch, steht der lebenslängliche Nießbrauch und die ausschließliche Vertretung zu, mit Ausnahme von Veräußerungen und Verfügungen über Grundstücke, wozu außerdem sämtliche Erben ihre Zustimmung geben müssen. Die seither als Inhaberin eingetragene Johann Hrch. Köhler Witwe wurde gelöscht. Emmy Schreiner Richard Boller Verlobte C*** Kostheim am Main Hierdurch empfehle mich zur Anfertigung von Schindeln und zum Streichen von ganzen Bauten usw. unter Garantie bester und billigster Ausführung. Johannes Hansel!., Helpershain i. Lögtkbttg Schindelet und Anstreicherei. 1711 XL. Um Irrtümer zu vermeiden, dstie genau aus dir Firma llavsel I. zu achten. voll Viotin-Unlerricht außer allgemeinem (Belehrung im Beseitigen anatomischer Hindernisse durch leicht auszuführende Fingergymnastik, Massage und Gewöhnung aller in Frage kommender Körperteile; vorteilhafteste Bogenhaltung und -führung; großer, blühender Ton in kurzer Zeit) erteilt M. Kissel, MHlkhrcr, lhcw. Mch, Achtung Landwirte U Heute ist ein Waggon Stoll'gcher Kultivatoren eingetroffen, welche ich, infolge eines sehr günstigen Ab» schlnffes, ganz bedeutend unter den seitherigen Preisen anbieten kann. Es liegt in Ihrem Jntereffe, bevor Sie ein derartiges Gerät anschoffen, mein Lager zu besichtigen. Auch in Säe- und Mähmaschinen habe ich erstklaffige Fabrikate sehr vorteilhaft anzubiiicn. Sämtliche Artikel für die Frühjahrsbestellung, Saatfrüchte wie Dünger, kaufen Si« Drudtfaßen aller fln liefen in iedr; gkwunschtcn flusflanung, ftilrein und prnsu)Crt vrühl'scvk UniDcrlhtats^uctJ^u. Steinürumcrei • R.F.angc« Gießen V ,&c°lboii L. , bemühen. 2ahce fln > Much ob, . «elfn unb >feil fl^orbtn machen, ir. tn Npieli.. u. gechhei,- übe- fffy..: lechnet unb ;• eünberg j sich nM® 1 ÄW E 'iterr gTpuji i vor, g Hchcd- 1 fltl ein hat bie^i . bei bei Jo®-’ Hn, ein ®lltö ■’ ’ü 20 MitgliSc Awivechsest isl i- yutbtn die W richt mit boto ! --.Mit üi ... nrrt, btra bk-, >eits bm ft*, n unb 20 i - gelöscht, |o !q , VoWhe ü:r_! ■ gut auigeic.-i bäuerlicher L fee nicht gdiu^- nhofsttaße ik- t einem ffioci mm en. 5übx: i traten verletzt. 'm Hassi:. :bcit3raum du er Mähler ul iben boDontr.: e in die Hu: ne- . mit im® “ --SL Mt SaTTarnfttfarier einen genauen JOrritfrt über ihre auSgearbeitet und den ehrenwerten Mitgliedern des Untnhauses über den Stand der Vorräte gewiiienhaN berichtet. AllcS ist tn säwnster Ordnung, die Keller lind wohlversorgt, die Wetne in bester Behandlung und in schönster Gesundheit. Der Thamva^er des Jahrgangs 1906 lagert in den Aellergewölben des Unterhauies und harrt geduldig, bis der Augenblick gekommen ist, da me Volksvertreter ihn probieren werden. Er müsse, so legt die Verwaltung dar, wenigstens noch zwei Jahre liegen, erst dann könne er alle auf ihn gesetzten Hoffnungen ermllem Das Unterhaus legt nämlich besonderes Gewicht auf d,e Qualität sennes Ehampogners und ist nicht wenig stolz darauf, baß ber »ett deS Unterhauses in England berühmt ist. Die scheidende Küchcn- oerwalcung hat sich besonderen Ruhm damit erworben, dah sie diesen neuen Champagner zu 82 Schilling daS Dutzend FlaiKen kaufte, denn jetzt ist der Wein bereits 160 Schilling wert. Der Jahrgang 1900, der gegenwärtig gelrrmken wird, wird noch für zwei Jahre ausreichen; dann wird oer Jahrgang 1904 getrunken, dessen Vorräte wohl drei Jahre genügen werden. Bei dem großen Festbankett, das der Londoner Magistrat zu Ehren des verzogs von Connaught gab, wurde 1904er Champagner getrunken: dos Unterhaus ist nicht wenig stolz darauf, daß seine Vorräte unb feine Kelleroerwaltung die deS Londoner Rathauies übertreffen. Aller- dings ist der Champagner nur das Lurusgetrank der englischen Parlamentarier; gewöhnlich begnügen sie sich mit rotem und weis;em Bordeaux, auSgcwählt schönen Weinen, die den Volks- oeNretern nur einen Schilling kosten. 3m Keller des Unterhauses lagern noch einige Flaick>en 1847er Portwem, der 21 Schilling die Flasche kostet. Aber leider gehen die Vorräte zur Netze. Die Vorliebe für Sherry bat in den letzten Jahren abgenommen. Sherry ist unmodern geworden, und nur die wmg.iche Keller- Verwaltung bezieht noch Sherry aus dem Uillerhaus. • Ter ÄriegSminifter als Sherlock Holmes. Eine vergnügliche Anekdote auS dem Leben des jüngft verstorbenen iranj. KrieacmiiiisterS General Brun writz der Gaulots zu erzählen. Während seines SommerurlaubeS besuchte der General auch das Städtä-en Easteljaloux. Man empfing den KnegSminisier mit aller Feierlichkeit, der Bürgermeister und alle Honoratioren der Umgebung hallen sich eiiigejunbcn, um den General zu begrüßen. Für jeden der Anwesenden suchte der Minister irgend cut ireuiid- liches Wort zu finden, doch er mar im allgemeinen fein Plauderer. Mait stelllc ihm einen braven Landarzt aus der Nachbarsä-aft vor, irgend jemand flüsterte ihm zu, jener Arzt fei einst im Guinnaftum scut Klassenkamerad gewesen. General Brun fühlt sich höchst unbehaglich, er erkennt den einstigen Freund nicht wieder, aber in feiner Gutmütigkeit will er den allen Arzt nicht lränlen und geht kurz entschlossen freudig auf ihn ml „Ach, mein lieber Eadickwu, et, ei, wie geht es dir benn?" Der wackere alte Derr ist überglücklich, er fühlt fich gefchmcichclt, schüttelt dem General die Hand und sagt nur: „Ganz gut, na und du, mein lieber Minister?" „Und du, du reitest immer noch deinen alten Grauschimmel?" „Aber natürlich, meinen Grauschimmel. Aber was du für ein Gedächtnis haft'7 Inzwischen haben sich andere berbeigebeängt, der Minister schüttelt neue Lände, schließlich ist die Feierlichkeit zu Ende. Der Adjutant deS Generals, der die Szene mit dem allen Landarzt beobachtet hat. kann sich auf bem Leimweg nicht zurückhallcn und fragt seinen Chef: „Aber wie ist es denn' nur möglich, daß Sie sich an den alten Grausck/inimel Ihres Schulkameraden noch erinnern konnten?" „Ach, ich konnte mich an den wackeren Doktor überbau# nickst mehr erinnern und noch viel weniger an feinen Grcmsa.immel. Aber da er Reitstiefel au baue und ich an seiner Jacke noch einige graue Haare sah, — na, da habe ichs eben gewagt und Sie sehen, es hat gestimmt." * Die Gewinnung der Schwämme. Der Berus deS SchwämmesammlerS ist ungemein gefahrvoll. Don den durst)- schnittlich 700 Tauck)ern, die ihm an der trivolitanischen Küste obliegen, sterben jährlich 60 bis 100, und früher oder später ereilt saft leben die sogenannte Tanchcrlähmung. Die Hauptacsahr ist mit dem raschen Ausstieg verknüpft, der ein plötzliches Nachlassen des Dmtckes zur Folge bat; war die durch den Aufstieg verursachte Lähmung nur eine teilweise, so erlangt man durch den Abstieg den Gebrauch der Glieder wieder. Die Taucher arbeiten das halbe Jahr hindurch (April bis Oktober) van Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang in furchtbarster Gluthitze und Zumeist bei heftigem Wellengang. Im Winter verbringen sie säst ihre ganze Zeit in ihren Wohnungen auf den nahen Inseln. Ein tüchtiger Taucher verdient jährlich 800 bis 2400 Mark. Die gewinnsüchtigen Kapitäne der Sammelschiffe behandeln diese Leute sehr streng, und die Aufsichtsorgane wenden zu ihrer Ausbeutung recht grausame Mütel an. Fällt ein Fang nicht ergiebig genug aus, so muß der Taucher trotz aller Widerrede wieder hinunter und längere Zeit unten bleiben. Die heiße Wüstenlust, die sich durch die Reibung in den Lustpumpm noch mehr erhitzt, wird nicht immer vorschriftsmäßig durch Wasser gekühlt, sondern nur zu oft entsetzlich heiß tmrben sind, die ihnen Leiden, Enkbebrrsttgen, Krankheiten, ja den Tod verdankm. In dies bunfie Reich Der Bücher whrt ein aebalwollcr Aufatz, den einer der vorzüglichsten BüchcrkennCT Frankreichs, Albert (Eint, in bet „Revue" veröffentlicht. Ta ist zunächst die Gruppe derer, die fitfi auch der geringsten Vergnügungen, ja des Notwendigsten beraubt haben, um ihre Bibliotheken zu erhalten ober zu bereichern. Der berühmte Orientalist «nauetil-Duverron (1731—1805), ber Ucbersetzer bet '»cnd-Avesta und Schöpfer ber asiatischen Studien m Europa, beiste nicht im Winter, lebte von Brot und Milch unb hatte nicht einmal genug Wäsche unb Kleiber, um ordentlich ungezogen auS- uneben. Aehnlich trieb eS ein in Daris lebender Gelehrter irländischer Merhinft, Sir Walter Furgon, der m einem ab- qdegenen viertel wohnte, Sommer unb Winter baSiclbe Kleid, einen blauen Rock, eine kurze Dose unb wciße Strümpfe, trug, aber jeden Tag mit Paketen von Büchern, die er bei den Sinti- auaren gekauft hatte, heimkehrtr. Als eines lagt» fern- Schüler «u dem gewohnten Unterricht kamen, fanden ftc die Tür ver- schlossen. Auch ber Pförtner wußte über Furgon keine Auskunft iu geben, unb al« man daraus mit Dille ber Polizei in bie Löhnung einbrang, fand man den Geleinten zwischen Bücher- Hausen mitten im Zimmer mit bereits steif gewordenen Gliedern auf dem Boden liegen. Ein herbcigerufener Arzt stellt- fest, der Tod infolge Unterernährung eingtetreten fei. Rings herum waren Bücher von teilweise unschätzbarem Wert ausgestapett, ab:r bie Schüler mußten Geld zusammenlegen, damit ihr Lchrer anständig begraben werden konnte. Auch der Philosoph Borbas- Temoulin (1798 bi« 1859) ist hier zu nennen. Er lag oft ganze Tage zu Bett, well er infolge mangelnder Nahrung vor Lchwäckx sich nicht aufreckst hallen tonnte. Eines Tages stieg er aus feiner Bodenkammer aus die Straße hinab, um sich von den letzlln Pfennigen, die er befaß, ein wenig Essen zu laufen. Aber siehe, ba kam er an ber Auslage eine# Antiquars vorbei: er er» biidte ein Buch, bai einen ihn interessierenden Gegenstand behandelte. Wenn et eS kaufte, so gab es kein Frühstück. Er zögerte leinen Augenblick: er taufte bad Buch, ging damit ruhig nach Lause und legte sich inS Bett, ans dem er am näthilcn Tage als Sterbender ins Vofpital transportiert wurde, so starb auch Scon Pettarka, ber grobe Lyriker, inmitten feiner Bücher. Seine Diener wunderten sich eines Tages, bop er Nicht auS feiner Bibliothek komme; und als sie eintraten, tanben sie ibn, einen Band Virgil in der Land, gestorben. So wett ist bei manchen Gelehrt.» ine Liebe zu den Büchern gegangen, bah sie, als sie der '.Ulogliajtcit berauot waren, fich mit ihnen zu beschäftigen, nicht länget leben mochten. Der grrechi,che Philosoph EratoStheneS tötete sich, weil er blind geworden war; und so zog der Orientalist Guyard (1846-1884) den Tod der ArbcttS- ünfäbigteit vor, die ihm eine schwere Krankheit verursacht hatte. Zahllose Leute aber haben sich daS Leben genommen, west fte ihrer Bücher durch irgend ein Unglück beraubt worden waren. Und, rwd) seltsamer, eine oanje Reihe Bücknigreunoe haben duttd ihre Bücher selbst den Tob gefunben. Johannes Stössler (1472 bis 1531), ber deutsche Astrologe, hatte auS den Sternen gesehen, baß er durch einen schweren Gegenstand, der chm auf den Kops fallen werde, an einem bestimmten Tage umkommen werde. Er schloß sich an diesem Tage mit ein paar Freunden m feiner Wohnung ein, um dem oorausgefagten Tode zu entgehen. Man plauderte, eine Streitfrage wurde erörtert; um sie zu entscheiden, griff Stössler nach einem Buche feiner Bibliothek, unb Wie er das Buch herausziehen wollte, fiel mit dem Buche der ganze Schrank um und stürzte chm auf den Kops. Wenige Tage spater war Stössler tot <ßcrid)tsfaaL K-B. Darmsiadt, 10. März. Ta« Schwurgericht oenirteilte heule unter AuSschlutz ber Cefientlidifeil den 44 Jahr- ollen unverheirateien PoriefeuiUer Philipp Wirth von Oderts- Hausen wegen Notzuchtoerfuchs zu 14 Jahren Zuchthaus. Tie aubeiorbeulhd) ootie Etrafc kommt daher, weil der Angeklagte wegen SittlichkenSoerdrechen« schon 22 Jahre im Zuchthaus zu- qebrartn hat. Die jüngfle Sliastat verüble er am Helten Tage QiiiangS Dezember auf einem Feldweg »wischen paiustadt und Weigkirchen, wo er eine 52 Jahre alle Iran überfiel,_ aber von dieser energisch abgewehrt roiube. Er erkannte die Strafe nicht an >ind geüet bei der Veikiindigung befi Urteils in einen wahien Ljutan'all von Schiinpfreden, so bau er schleunigst himvegtrans. portiert werden mutzte. hrnabgepumpt. Ein Mitarbeiter Vvn „LarperS Mimthch fintberf die Tätigkeit eines von ihm beobachteten SchwammtaucherS wie folgt: „Unten angelangt, kroch cc auf dem Meeresboden hennn, wobei er sorgfältig daraus adjtete, die schweren Gewickste, die er an den Fützen trug, um nicht kopfüber zu fallen. Nicht zu verlieren. Er suchte zwischen den Wundem und liochonheiten des Istilbtropifckstm Seegartens nach Ansammlungen rötlich- brauner Schwämme. L»atte er eine solche Gruppe gefunden, w gab er dem Aufseher rin Zeichen, worauf die Stelle in Angnsf genommen nnirbc. Der Taucher warf nun bie wertlosen schwarzen männlichen Stücke fort und behielt nur die absatzfähigen; die besten lanb er auf Felsen. Zuweilen glitt bie schatten hafte Gestalt eines Vais oder eines Seewolfs bedenklich nahe an ihm vorbei. Plötzlich erschien er wieder an ber Cbcrrläcbe. Das Wasser rann ihm von tzelrn und Schullern wie einem Amphibium. Mit seiner ^-asck-e voll schwerer, schlanrrnkriefender Schwämme wurde er an Bord gezogen." — Die Schwämme werden an Bord haufenweise zu lanimengeroorfcit und barfüßige Matrosen stampfen Schlamm unb Wasser heraus, sodann zieht man sie auf Sckstiürc unb läßt sie, nachdem man sie seitwärts zum Nachschleppen aushängt, zehn Stunden lang schwimmen. Die Befreiung von Muscheln und Parassten geschieht bura; Schlagen mit sckstvercn Stöcken, hierauf erfolgt ein ncucrlidje» Waschen im Meere, worauf sie in einem mit einer schwachen Djallöiung gesillllen Faß gebleicht werden * Naturspiel. ,^JHr Junge besitzt einen prächtigen Mutterwitz." — Baier (stolz): „Den hat er von mir!" * Große Ansteckungsgefahr. Ein Berliner 3unge meldete seinem Lehrer, seine Schioester habe bie Masern. Ter Lehrer schickte ihn mit ber Weisung nach vause, erst micbcwu- kommen, roenn die Schwester wieder aesund sei. Vergnügt trollte sich der Junge. Als er fort war, meldete fich ein anderer Schüler und sagte: „i)crr Lehrer, Lans Beyers Schwester, bic bie Masern hat, wohnt in — BreSlau!" * Genaue Auskunft. Luftschiffer: ,L»e, Sie, Lands-- mann, wo befinden wir uns denn hier?".— Dauer: .Letzt seids grab übern G'moavorsteher fein Erdäpsiacker." Letzte Nachrichten. Paris, 11. '.uuurj. Der SLri^dmüiifter erließ eine Verfügung, wonach es den Offi-ier-Stellvertretern und den Untcrufi^tcren vorerst probeweise gestattet ist, an Sonn und Feiertagen Zivilkleidung zu tragen. Madrid, 10. März. Ministerpräsident TanalejaS erklärte in der Deputiertentammer, er werde noch vor Ablauf eines Monats den Entwurf zum VereinSgesetz vorlegen, dessen Text ausschließlich ber öffentlichen Dieinung angcpaßt fei. CanalejaS erinnerte an bic mtt dem ^eiligen Stuhl über die Anwendung des VereinsgefctzeS gepflogenen llitterhandlungen. Der Vatikan habe in feiner letzten 9tote erklärt, er werde bie Ber- Handlungen nur unter der Bedingung wieder aufnehmen, daß der Gesetzentwurf ihm unterbreitet und Gegenstand eines Lieber- einkommens mit ihm werbe. Die Regierung könne bie Aus-- Übung ber Souveränität jedoch nicht von dem Ergebnis von Unterhandlungen mit dem 4)eiligen Stuhle abhängig machen unb habe ihm daher eine entsprechende Anttoort erteilt Tanger, 10. Marz. Von der wcahalla hier eingetroffenc Kuriere berichten, daß die Mahalla, von befreundeten Stämmen unterstützt, bie A u fstä n bischen gestern bei bem Berge Jel- Tat q e | d) 1 a ge n unb bau thre ^miteric ihnen schwere Verluste btigebrad)t hätte. Die illiahalla umzingelte die Schcrardar, bie viele Tote und Verwundete hatten. Alle Duars der Scheror darS wurden in Brand gesteckt. Bon der Mahalla wurden sechs Mann getötet. 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Don-Eiff durch den Beamten ihres BuchfübrungSbienfteS, Dr. Burg, abhallen. Die tiröffnuitfl erfolgt Dienstag den 14. März, vonnittaaS 9 Uhr. Täglicher Unterricht von 9—11V,; 12—2V< Uhr. Ter Unterricht wirb uueutgcltlich erteilt. Für bie dabei jedem Teilnehmer übergebenen Formulare ist 1 Mk. zu entrichten, welcher Beirag bei Beginn deS ÄurfuS erhoben wird. Ich fordere bie Landwirte von Grünbcrg unb der Umgegend auf, an dem Kursus teilzunehmen. Anmeldungen haben sofort durch Postkarte an die Landwirt- schaftökamuier Darmstadt. Rheinitrave tzl, zu erfolgen. Sie werden auch vor Beginn des Kurfuo von dem Nurfusleiter eutgegcu- flcuouiaicu. Taruistadt, den 2. Januar 191L Der Vorsitzende der LandwirtschaftSkamm-r. Haas. D»/> Biograph (01926) Plockstr. 12 Plockstr. 12 Heute jeder Film ein Schlager! ■1 Samstag den 11. und Sonntag den 12. März, in den Räumen des Etablissement D9/s Gemeinde Bleichstraire 291. 0360) Der Wahlansscknst. D«/a Geilfigel- u. logöifcrffl üieb 11. Igegeii I. A. der bayrischen Bereinigung. 1651 Cale Amend in der neuen Universitäts-Pula (v9/3 Anfang 8 Uhr. ooooooooo 019211 Labnttraßc 5 v. [Mat (Portugi s. We ise) L. Rill6 reich iFranzos. Täglich große Künstler - Konzerte is'der dos Vereins bei freiem Eintritt. 01938 koniglBad Nenndorf Bett nassen. der Kasse zu haben, werden gebeten, die H. Petschke R. Schum .nn K. Schauss M. Bruch C. Reinecke G. Pitt rieh L. Sauer J. Schwartz Fr. Chopin E. d’Albert E. Grieg :mit Sopran-Solo Klaviers . Fr. Silcher . Fr. Silcher . F. Neuert . C. Schiebold . Th. Schäfer . R. Gound . W. Taubert e) . H. Jüngst Garderobe 10 Pfg. LrtUimbksmiil. Gelber Schäferhund entlaufen. 2lbsun. fl. Belohnung am Sonntag 12. März, nachm. 31|2 Uhr, im Eisenbahn-Hotel in Gieße«. Alle Mitglieder des Wahlausschusses sind hierdurch eingcladen. Besondere briefliche Einladungen erfolgen diesmal wegen der Kürze der Zeit nicht. täglich Konzert des Solisten-Orchesters H. Sandory unter Leitung des Violin - Virtuosen Jeau Cornely unserer Mitglieder zahlen die Hälfte. tojniäiiiiiiditr Pmm. „Liebigshöhe Sitzung te toriim iir iiz Miahr Dr, Werner Julin» Hahn von hier. 1. Chor n capella: Neuer Frühling..... 2. Quartette: a) Frühlingsgruss .... b) Ich hört ein Vöglein pfeifen . 3. Lieder am Klavier: a) Lied der Loreley b) Abendreihn..... c)_ Mägdlein, nimm dich in Acht . 1 Chöre a capella: a) Auf ßergeshöhen ep.50 sind in d< caud abends an Befreiung garant Auskunft umsonst. Alt u. Geschl. Eintritt frei. 1472 iatz Mk. ILO, 2. Platz Mk. 1.-, 3. Platz ‘ • • Musikalienhandlung ,'ten ihrer Angehörigen in die in dem Todt, Blockstrasse, aufliegende Liste m 8. März einzutragen. v4/» H angeb. B.Schoenc QCo.,P* ■ Frankfurt a. M.120 und . Th. Podbertsky Zirka 1000 Stück Großgeflügel aus der Provinz Oberhessen. Vorführung eines Brutapparats in voller Tätigkeit. Ausstellung von Geflügel- Höfen und einer Vogelstube mit der Dogelkatze „Bella". 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Sonntag den 12 März 1911, abends 5 Uhr, in der neuen Aula der Universität KONZERT zur Feier des 47Mri^en Stiftungsfestes unter Mitwirkung der Konzertsängerin Frau Ella StefTens- HarnlBchfcger a s Frankfurt a. M. und des Pianisten Herrn Unter dem Protektorat Sr. Königl Hobelt des Grossherzogs von Hessen und bei Rhein ■ ?. MK-lKsHmig 1'1. öffeollichgr Vortrag Herr Prof. Brockmann - Offenbach: Ltrcifzüge iinni Mriifitltr WeltanWrnig mit zahlreichen Lichtbildern. Eintrittskarten sind zu 1 Alk. an der Kasse zu haben. Angehörige Badeeinrichtungen es““ ganz hervorragender deutscher Kunstfilm, ergreifender dramatischer Inhalt, Länge 430 m. Elsiier machen nicht immer teils große amerikanische Komödie, Länge 330 Meter. IVebenI>uliIer großes spannendes Drama nach einem Roman von Ewald Steffens. Wasser i» seinen verschiedene« Gestalten, höchst lehrreicher und imereffanter Film. fritzdim erste liebe eine urdrollige Komödie, Länge 220 m. Na Verborgener Schatz Drama aus dem Dorfleben. 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