nidjtet inurben. * den ein- nicht Das 'ist milde und schonend ausgedrückt, aber es ist der selbe Standpunkt, den die Polizeibehörde auch bei Moabiter Ausschreitungen durch die Ausständigen Genommen hat. Der Schutz der Arbeitswilligen darf in lauer Weise wahrgenommen werden. hält, schlummern zu nicht geringem Teil int Verborgenen, weil der Raummangel ihre Aufstellung unmöglich macht. Ein solches, seit langem dem Museum gehöriger-, aber noch gar nicht bekannt gewordenes Meisterwerk altägyptischer Bildhauerei ist jetzt in einer Sonderausstellung zu sehen, die in einer Reih' herrlicher Werke die Bildniskunst des Pharaonenlandes veranschaulich!. EÄ handelt sich um einen Kopf, der den oberen Teil eines Lphink- standbildes darstellt. Das Material, das aus rotem Granit vom ersten Nilfall besteht, ist fast durchweg poliert und weist noch Reste der Bemalung auf. Obwohl der Kopf einen langen firmt-' bart trägt, so zeigt er doch unverkennbar weibliche Züge. Es ist ein seines und zugleich kraftvolles Gesicht, dessen gehiimn.is- voller Ausdruck etwas unheimlich Lauerndes und leise Spöttisches hat, jedenfalls den Eindruck von einer bedeutenden Persönlichkeit wiedergibt. Das Bildnis stellt die Königin Hatschepsut Chnemtamun aus dem Anfang des neuen Reichs dar, wie Prof. Schäfer in einem diesem interessanten Kopf gewidmeten. Aufsatz der amtlichen Berichte aus den Königlichen Kunst säumt- hingen mitteilt. Sie war die Erbauerin des Felsentempels von Ter el-Bahri in Theben, an dessen Fuß das Werk gesundet^ wurde. Wie wenige Gestalten der ägyptischen Gesclychtc hat diese Frau, die man „die ägyptische Semiramis" genannt hat, dm Phantasie der Künstler beschäftigt. Sie war eine der wenigen wirklichen Regentinnen auf dem Pharaonenthrone. War doch denn Ägypter der Begriff eines weiblichen Herrschers so unpenkbar, daß er in seiner Sprache kein einfaches Wort Tür Königin hat! Hatschepsut ist daher mit ntännlichen Abzeicheir versehen, dem Kinnbart und dem männlichen Rotbraun der Haut, das sich v'on dem Gelb der weiblichen Statuen deutlich unterscheidet. Welche Rolle die Tochter Thutmosis I. in den Thronwirren nach seinem Tode spielte, ist noch nicht genau festgestellt. Jedenfalls muß die Macht ihrer Persönlichkeit groß gewesen sein, -denn so lafrrgc sie lebte, hat ihr Stiefbruder und Gemahl, der bedeutende Thutmosis III., zu eigenen großen Taten keine Gelegenheit gehabt. Seine Gemahlin wußte sich die dominierende Stellung zu erhalten, die auch heute noch aus dem von ihr erbauten großen Granitobelisken von Karnak und bem Terrassentempel von Ter el-Bahri spricht. Ihr Ruhm lebt fort tn den langen Reihen lebensvoller Bilder, in denen die Königin ihre vielbesprochene große Expedition nach dem Weihrauchlande im; Süden des Roten Meeres schildert. Etwas von dem faszinieren.-' den Zauber und der machtvollen Individualität dieser großen, Frau leuchtet auch aus den Zügen dieser ^Berliner Statue, die das 'beste der wenigen beglaubigten Porträts der Herrscherin ist. poltttfctyc Lagcs-cHarr. Die Antwort des badischen Ministers des Innern auf den offenen Brief des Abg. Kolb. Zu dem von dem Abg. Kolb im „Volksfreund" veröffent' lichten offenen Brief an den Minister des Innern äußert sich die Regierung in einer längeren Erklärung in der „Karlsruher Zeitung". Es heißt in dieser Erklärung u. a.: „In einem offenen Brief an den Minister des Innern hat der Abgeordnete Kolb die Beschuldigung erhoben, die Polizei und Gendarmerie habe sich in Rastatt „als ein politisches Organ zur Unterdrückung der den Arbeitern gesetzlich gewährleistete.- Rechte und zur Unterstützung eines sozial durch und durch rud - ständigen Unternehmertums betätigt", „diese einseitige parteai^e. nicht selten sogar provokatorisckw Haltung der Polizewrgane tüun? bei dem voraussichtlich noch längere Zeit andauernden Kampf in Rastatt sehr bedenkliche Folgen haben." Zur Begründung dieses Borwurfs wird auf eine Reihe van Vorgängen hingewiesen, bei denen die Polizei nicht richtig sich verhaltest habe. ,/Nachdem schon die jewells sofort augestelltcn Erhebungen über die in einer Reihe von früheren Artikeln des Volksfreunds und der Volksstimme der Rastatter Polizeimannschast gemachten Vorwürfe deren Unrichtigkeit ergeben halten, l-aben sich auch die in dem offenen Brief des Abgeordneten Kolb erhobenen Anschuldigungen als unbegründet erwiesen." Die Erklärung widerlegt sodann im einzelnen unter genauer Darlegung der Feststellungen über Vorfälle, welche Gegenstand der Beschwerden int offenen Briefe des Abg. Kolb bildeten, diese Beschwerdepunkte, in denen sie insbesondere darlegt, daß die. polizeilichen Maßregeln durch das Verhalten der Streikendes veranlaßt wurden, und schließt mit folgenden Worten: „Das Ministerium des Innern wird wie bisher unter Wahrung des Standpunktes strengster Neutralität bei Lohn lämpfen sowohl den Arbeitswilligei; als den Streikenden gegenüber die geltenden Gesetze zur Durchführung bringen. Wenn die Gesetze in bem gegenwärtigen Lohnkampf in Rastatt vor allem gegen die Streitenden angewendet werben mußten, so lag dies daran, daß die Streikenden durch eine Reihe unzulässiger und namentlich durch 8 153 der Gewerbeordnung mit Strafe bedrohten Handlungen die Arbeitswilligen von ber Arbeit ab zuhalten suchten. Es wird eine der Auf -gaben der Streikleitung sein, die Streikenden über ihre gesetzlichen Rechte und Pflichten aufzuklären und zu vermeiden, daß die Streikenden sich weitere Zuwiderhandlungen gegen bi? Streit - gesetze zu schulden kommen lassen und dadurch ein pflichtmäßiges- Einschreiten der Polizeiorgane gegen sich herbei führen." ticn für den fernen Osten! Isoliert!, eine Nation, bereit Stimme so schwer wiegt im Rate Europas, die einen solchen Anteil an der Erhaltung des Friedens hat? Das ist eine Isolation, die die Kammer zu mürbigen wissen wird; was mich anbelangt, so kann ich nur wünschen, baß sie fortbestehe. Wenn die politische Lage Frankreichs befriedigmd ist, so soll das aber nicht heißen, daß man eine Art diplomatischer Untätigkeit bedachten dürfe. Alan darf aber Tätigkeit nicht mit Agitation verwechseln. Andererseits aber müsse diese Tätigkeit sich auf die internationale öffentliche Wenning stützen können, ohne deren Billigung heute kein Krieg stattfinden könnte, ebenso auf eine starke Armee und Flotte. (Lebhafter Beifall.) Die Sitzung wurde hierauf geschlossen. Fortsetzung der Bc- — DieKais erliche Operette. Gegenüber der mit allem Vorbehalt wiedergeaebenen Nachricht der „Münch. Neuest .Nachr.", daß der' Kaiser und der Kronprinz eine neue Operette ,Liebestraum" geschaffen hätten, meldet die „B. Z., daß in den in Frage kommenden amtlichen Kreisen nichts von einem derartigen Werke bekannt sei. Das Blatt ist von dem Generalintendanten der Königlichen Schauspiele zu einem ausdrücklichen Dementi der Nachricht ermächtigt. — Shakleton und FNcbner fh Berlin. Am Donnerstag abend sand tm Beisein der Kaiserin und einer zahlreichen Gesellschaft im neuen Königlichen Opern- t h e a t e r ein Vortrag von Ernest S h a k l e t v n zum Besten der unter dem Ehrenschutze der Kaiserin stehenden Wohlfahrtseinrichtungen «statt. Shakleton berichtete über seine Südpolarfahrt und erläuterte seine Ausführungen durch eine Reihe ausgezeichneter Lichtbilder und kinematographi- scher Aufnahmen. Er schloß, indem er der für 1911 geplanten deutschen Südpolar expedition unter Oberleutnant Filchner vollen Erfolg wünschte. Danach berichtete Oberleutnant Filchner, ebenfalls an Hand einer Reihe von Lichtbildern, über seine Vorbereitungen für die Südpolarfahrt, die im Mai beginnen soll. Nach den Vorträgen, die großen Beifall fanden, wurde in den Nebenräumen Tee gereicht. -Tas Bildnis e i n e r ä g y p t i s ch e n K ö n i g i n. Tie Schätze, btc die ägyptische Abteilung her Berliner Museen yü? Tode die Rede fein; und hierüber gedenke ich testamentarische Seftintmungcn für meine- Erben zu hinterlassen. Wenn wir dagegen für icfct schon einzelnen zuverlässigen Freunden den Einblick in diese Aufzeichnungen nicht vorenthalten, so geschieht dies in der Voraussetzung einer reinen Teilnahme für den Gegenstand derselben, welche namentlich auch ihnen es frevelhaft erscheinen lassen würde, irgend welche weiterem Mitteilungen ans ihnen an Solche gelangen zu lassen, bei welchen jene Voraussetzung nicht gestattet sein dürste." Wagner begann die Bearbeitung feiner Lebenserinnerungen im Alter von 55 Jahren, und zwar konnte er dabei fortlaufend geführte Notizbücher benutzen, die später ver- Lin unveröffentlichter Memoirenwer! Richard Wagners Wie A. Banselvw--Müncheu in der „Frkf. Ztg." mitteilt, hat die Familie Wagner sich entschlossen, die L e b e n s- erinnerungen jetzt, 28 Jahre nach dem Tode des Meisters, der Oeffeutlichkeit zugänglich zu machen. Sie werden im Mai dieses Jahres bei Bruckmann in München erscheinen. lieber-die Geschichte des Werkes teilt Vanselow folgende Einzelheiten mit. Die Abfassung fällt in die Jahre 186 8 b i s 18 7 3. Vervielfältigungen mittelst der Schreibmaschine kannte man damals noch nicht und um die Handschrift vor zufälligem Verlust zu dekoahren, hat Wagner das Ganze in, einer Auflage von 12 Exemplaren drucken lassen. Von diesen 12 Exemplaren sind vier in die Hände von vertrauten Freunden des Hauses gelangt, die übrigen wurden in Wahn- fried aufbewahrt. Vorkehrungen nxircn getroffen worden, daß auch im Falle des Ablebens eines der vier Besitzer eines Exemplars jeder Indiskretion vorgebeugt war. Auf diese Weise ist das Geheimnis so gut gewahrt worden, daß selbst ernsthafte Leute bis zum heutigen Tage an dem Vorhandensein der Lebenserinnerungen Richard Wagners .weifeln konnten. Das gedruckte, aber nicht veröffentlichte Manuskript umfaßt vier Bände von zusammen 1158 Seiten. Wagners eigenes Vorwort dazu wird im Wortlaut mit geteilt: „Die in diesen Bänden enthaltenen Aufzeichnungen sind iin Laufe verschiedener Jahre von meiner Freundin und Gattin, welche mein Leben von mir sich erzählt wünschte, nach neinen Diktaten unmittelbar niedergeschrieben worden. Uns beiden entstand der Wunsch, diese Mitteilungen über mein L'bcn unsrer Familie, sowie bemäbrten treuen Freunden zu erhalt«n, und wir beschlossen deshalb, mit die einzige Handschrift vor dem Untergange zu bewahren, sie auf unsere Kosten in einer schr geringen Anzahl von Exemplaren durch Buchdruck vervielfältigen zu lassen. Da ber Wert ber hiermit gesammelten Autobiographie in der schmucklosen Wahrhaftigkeit beruht, welch?unter den bezeichneten Umständen meinen Mitteilungen einzig nur einen Sünn geben fonnic, deshalb auch meine Angaben genau mit Namen und Zahlen begleitet sein mußten, so könnte von einer Veröfsentlichung derselben, falls bei unferen Nachkommen hierfür noch Teilnahme bestehen sollte, erst einige Zeit nach meinem füglich des Hafens von Agadir erklärte Pichon: Wir haben ein Mandat erhalten und üben es aus, um den! Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten. Der französische Minister pichon über die Huslanöspoliti! Paris, 12. Jan. Iu der Kammer führte Lucien Hubert aus, bif Kaiserbegegnung in Potsdam sei ein Zeichen dafür, daß Deutschland die Führung des Dreibundes, der sich seit 1904 zu lockern schien, wieder ausgenommen habe, indem es Oesterreich zeigte, wie dessen Haltung auf dem Balkan sein müsse, während die italienischen Blätter die Gefühlspolitik in charakteristischen Ausdrücken mißbilligten. Der Schluß der Feststellungen sei der, daß die Triple-Entente auf die Aenderungen achten^ und toif) en muß, was sic zu tun hat. Die Triple- Entente ist ein wenig desorganisiert. Der Tod des Königs Eduards versetzte ihr einen fatalen Schlag (Widerspruch Pichons und zahlreicher Deputierter). Der Ausdruck „fatal" ist zu stark, ich will sagen, der Tod Eduards wird schwerwiegende Folgen haben, tue wir bald verspüren. Bezüglich der türkischen Anleihe sagte Hubert: Die französische Regierung lehnte ohne Zlveifet aus rein finanziellen Gründen die türkische Anleihe ab. Denys Conchin führte aus, der Tod König Eduards hätte eine große Bedeutung gehabt; denn der verstorbene König sei ein Freund Frankreichs und des Friedens gewesen. In der bosnichen Frage habe Frankreich Serbien vielleicht nicht genügend unterstützt, während der Deutsche Kaiser, vielleicht in etwas theatralischer Weise, von dem „funkelnden Schwert "gesprochen habe, das er über seinen Verbündeten halte. Der Redner gab sodann der Hoffnung Ausdruck, daß trotz der zwischen dem Kaiser Wilhelm und dem Kaiser von Rußland gewechselten Worte, der Potsdamer Besuch nur cme Walzertour ohne weitere Folgen bedeuten werde. Pichon bemerkte im Verlaufe seiner Rede, daß die deutsche Presse von einem Zwischenfall von Ag a- d i r gesprochen habe. Es handelte sich um ein Mißverständnis. Die di^itsche Regierung erkannte auch schließlich an, daß ein solcher Zwischenfall gar nicht existiere. Was die im Reichstage von dem Reichskanzler über die Potsdamer Zusammenkunft abgegebenen Erklärungen anlangt, so habe FrankreichkcinerleiUrsache,überdiedcutsch russische Abmachung sich zu beunruhigen. Frankreich habe eben gegen niemanden irgend w e l ch e aggressive Gedanken und die Erhaltung des status quo auf dem Balkan und im Orient sei ein Grundsatz der französischen Politik. .Was die Vereinbarung über Persien betreffe, so sei auch damit erfreulicherweise mir eine Ursache von Unruhen und Schwierigkeiten auS der Welt geschwunden. Wir haben, so fuhr -der Minister fort, im Laufe der letzten Jahre das Ergebnis unserer Marokkopotitik geerntet, ohne der Gleichheit der Behandlung der Mächte einen Eintrag zu tun. Wir haben freie Schulen in mehreren Städten und das Hospital in Tanger geschaffen. Unser Zrrsammenarbciten mit den Machsen schützt uns gegen den Ausbruch des Fanatismus. Unsere Abkommen mit Spanien sind in loyaler Weise ausgeführt worden, sie sind eine Bürgschaft des Friedens. Indem Frankreich und Spanien im friedlichen zivilisatorischen Geiste ihre Rechte ausüben, sichern sie sich gegenseitig ihre Stellung in Marokko, und sie bereiten Resultate vor, die bei keiner anderen Macht Mißtrauen erregen können. Be- Das Moabiter Urteil in amtlicher Beleuchtung. Die Presse ist im allgemeinen mit dem Urteil im Moabiter Strafkammerprozeß einverstanden; von verschiedenen! Blattern der Linken wird mit Behagen festgestellt, daß bie Berliner Polizei im Urteil gleichfalls eine Rüge erf)alter habe. Die amtliche „Nordd. Allgem. Ztg." sagt. „In ber sozialdemokratischen Presse und einigen liberalen Blättern wurde ber Versuch gemacht, einen Gegensatz zwischen bem Urteil unds den Darlegungen zu konstruieren, die der Rei chs - kanzler über die Moabiter Vorgänge im Reichstack gemacht hat. Wir weisen darauf hin, daß der Reichskanzler sich mit fein am Wort mit den Straftaten befaßt hat, die den Gegenstand des Verfahrens bildeten, en lehnte vielmehr ausdrücklich ab, sich darüber „Duchayla" ist in Agadir angekommen, wo der Kommandant an Land gegangen ist und von den Behörden empfangen wurde. Man fragte sich in Deutschland, ob wir uns diesen Hafen in versteckter Weise aneignen wollten. Nein. Es liegt im Interesse aller Mächte, daß wir den Wcrffen- schmuggel überwachen; das verpflichtet uns in den marokkanischen Gewässern zu kreuzen. Wir werben unsere Abkommen mit voller Aufrichtigkeit anwenden, ohne über den Wortlaut oder den Geist der Verträge hinausgehen zu wollen. Wir befinden uns im Einvernehmen mit dem Machsen und werden unser fruchtbares Werk zu glücklichen Ergebnissen fortführen. Keine Wolke hätte die Freundschaft Frankreichs mit Italien getrübt. Was die Türkei angche, so hätte die türkische Regierung ihrerseits laut erklärt, daß die französisch- türkischcn Beziehungen jetzt nicht minder freundliche sind als vor den Verhandlungen für die Anleihe. Minister Pichon setzte sodann auseinander, welches die Haltung Frankreichs gegenüber den anderen Mächten sei Er erklärte, die Kreter hätten selbst durch ihre Ilnalücklichkcit und Ungeschicklichkeit die Schutzmäckste, welche die Aufreckiterhaltung des Statusguo nach ber Zurückziehung ihrer Truppen versprochen hätten, gezwungen, ihnen Weisungen zu geben, lieber bic Beziehungen z u England erklärte Pichon: Unter der Regierung König Georgs werde die Politik der Entente fortdauern, wie sie unter König Eduard bestanden habe, dessen Andenken Frankreich teuer bleiben muß. (Beifall.) Was Oesterreich-Ungarn anlangt, so habe cs keine Interessen, die den unserigen entgegen laufen und obwohl es einem anderen Bündnissystem angchört, brauchen wir nicht seine Gegner zu sein, da wir nur eine Politik des Friedens verfolgen. Pichon erläuterte, wie sich die Annexion Bosniens und der Herzegowina vollzogen habe und fuhr fort: Rußland, das zunächst gegen die Annexion protestiert hat, habe dann mit Oesterreich eine Verständigung erreicht, der schließlich die Signatarmächtc des Berliner Vertrages zugestimmt hätten. Ueorigens habe Rußland zu dieser Zeit gewußt, daß es n i ch t daran zu zweifeln brauche, daß unsere Hilfe ihm sicher sei. Tas Bündnis mit Rußland ist so fest und lebendig, wie je. Der Reichskanzler v. Bethmann-Hollweg erklärte selbst unumwunden, um Uebertreibungcn vorzubcugen, daß das Ergebnis der Potsdamer Begegnung der Beschluß sei, keine ber beiden Mächte, Deutschlanv und ^Rußland, solle einer Mächtegruppierung beitreten, die aus Angriffsgelüsten gegen eine der beiden Mächte hcrvorgegangen ist. So ist die Entrevuc eine neue, eine der t c ft c ft «n Garantien für den Weltfrieden, um so mehr, als befchlossen wurde, daß der Statusquo im Orient und! auf dem Balkan nicht verletzt werden solle. Wir hegen ebenso wenig Mißtrauen gegen die Entrevuc, wie Rußland gegen das deutsch-französische Einvcrnchnten. Aus die Frage be-5 Abgeordneten Iau res, ob Rußland den Minister wissen ließ, daß in Potsdam von der Bagdad- b a I) n die Rede sein werbe, erwiderte Pichon, die Potsdamer Besprechungen seien eine Fortsetzung der Verhandlungen, die wie jedermann wisse, seit dem Jahre 1907 geführt wurden. Der Redner schloß mit einem Protest gegen bic Behauptung, daß Frankreich isoliert dastehen würbe. Isoliert?, wiederholte er, eine Macht, bic mit Rußland verbündet, mit England geeinigt (unie), die in Freundschaft und Uebereinftimmung i accords) sich befindet mit Italien, Spanien und Japan auch in Bezug von Gar an- Ar. U Erster Blatt W. Jahrgang Zreitag, 13. Januar M Der Eietzener Anzetzer jjWJjF A A Bezug»prei«: erscheint täglich, außer Af MW tp ,nonatlich75Ps„viertel- konntaqS. - Beilagen: k ▲ ▲ ▲ ▲ ▲ ▲ ßZ A A Ak Ak k. AA. Ak AA jährlich 'M. 2.20; burd) Ä&mniÄ|frat ^an- baaels stellten Natürlich l)at der Reichskanzler nicht behauptet, daß di ..oziäldemokratuche Partei die Krawalle angcstrftet W Es liegt auf der sand, daß die Ausschreitungen der Partei sirr ihre gegenwärtigen, politischen Zwecke nur unerwünscht ,em tränten, weil sie aui die bürgerlichen Wähler lediglich eine abstoßende Wirkung ausüben mußten. , Im Gegensatz zu berOuf* fassung jener Blätter behaupten wir, daß die Ergebnisse des Dro^ses und das Urteil geeignet sind, dre Anschauungen des Reichskanzlers über das Gesamtbild der Moabiter Uo^snge zu bekräftigen. Das Gericht hat sowohl die ^anhagel-ThE^wie die Provokationslhesc, die von der Sv-mldenwkratte ausg^Wlt worden ist, verworfen, genau tote es der Reichskanzler^getan hat. Die Urteilsbegründung verbreitet über den Ursprung und»das Gesamtbild der Krawalle soviel Klarheit, batz^ne dialettiichen Künste im Stande sind, die Darlegungen des Neiä-taNisttrs über die moralische Mits chuld zu entkräften. . Diese Ausführungen |inb durchaus zutreffend A enn der „Vorwärts" meint, im gerichtlichen Urterl ser mit keinem Worte der Zusammenhang der svzialdemi>rrotifcyci Agitation mit den Ausschreitungen r . Morben, jo tjr seine Auslegung, dieses Schw eigen bedeute eine Zurua- weisung der Vorhaltungen des Kanzlers, ganz ungerechtfertigt. Das Gericht hatte sich mit diefem Zusammenhang und der moralischer: Verantwortlich tert durchaus nicht zu befassen, und es ist zu begrüßen, daß der Gerichtshof rem sachlich und juristisch geblieben ist. Anslano. In Lüttich fand am Donnerstag mittag eine große Kundgebung von etwa 40 000 ausständigen Bergarbeitern statt, die mit Frauen und Kindern aus den Ortschaften des Kohlenreviers herbeigeströmt kamen und sich vor dem Volkshause versammelten, wo einige Abgeordnete Ansprachen hielten. Die Kundgebung ist ruhig verlaufen. Die Streikbewegung tn Lissabon scheint 'sich nicht weiter auszudehnen. Es sind einzig die Eijenbahn- arbeiter ausständig. Gewalttätigkeiten wurden nicht gemeldet Man hofft noch heute auf Beilegung. Die Stadt hat wieder ihr gewöhnliches Aussehen. Die Läden sind sämtlich qe- öffnet. Der Minister des Innern zog sein Rücktrittsgesuch zurück und legte das Ruhegesetz abgeändert vor, das bis zur konstitmerenden Versammlung in Kraft sein wird. An den Finnischen Landtag wurden gewählt: 87 Sozialdemokraten, 42 Altfinnen, 28 Jungfinnen 28 Schweden, 16 Agrarier, 1 Vertreter der Christlichen Arbeiterpartei. -LaS Starkeverhältnis dec Parteien ist dasselbe wie nach den vorhergehenden Wahlen. Nur gewannen d,e Sozialdem° raten einen Sitz aus Kosten der Agrarier. . . Präsident Tast liest, roic aus Washington gemeldet wird, dem Kongreß eine Sonderbotschajt zugehen, in der die Aus dem hessischen Kinanzausschutz. R.B. Darmstadt, 12. Januar. In der heute vormittag vom Finanzausschuß der Zweiten Kammer abgehaltenen Sitzung, die ohne Negierungsvertreter stattsand, wurden unter Vorsitz des Abg. Tr. Osann zuerst die Kapitel des ^tstizhaushalts durch Abstimmung erledigt. Sämtliche Kapitel wurden nach der Aufstellung der Regierung angenommen, mit Ausnahme des Kap. 88, -Anisterium, bei welchem die Abstimmung bis nach Beratung dieses Kapitels im Ersparnis- und Vereinsachungsausßchuß ausgesetzt wurde. Es handelt sich hier um die vom Ausschuß geltend gemachte wettere Ersparnis je eines Ministerialrats und eines Vortragenden Rats, mit der Maßgabe, das; einer dieser letzten die Geschäfte des Ministerialsekreturs mit versehen soll; es sind auch bereits die dafür in Betracht kommenden Personen genannt worden. Der Ausschuß beschäftigte sich weiter mit dem Finanzhaushalt, bei welchem ebensalls verschiedene Ersparnisse im Personal eintreten sollen. Zunächst beim Kapitel Ministerium, in welchem, wie im Vorjahr 4 MiNtsterialrate und 21 Vortragende Räte angefordert werden. Um die Regierung zu veranlassen, auch hier geeignete Ersparntsmabnahmen in Vorschlag zu bringen, beschloß der Ausschuß, die Posten eines Ministerialrats und zweier Vortragenden Rate iU Auch beim Kapitel Hauptstaatskasse, drängt der Ausschuß auf Herbeisührung größerer Ersparnisse und er hat deshalb angeregt, die Kasse nur einem Direktor zu unterstellen und den, wie seither, noch angeforderten zweiten Direktorposten nur auf den Inhaber zu bewilligen, er boffe, daß die Regierung im nächsten Staatsvoranschlag weitere Vorschläge zur Erzielung von Ersparnissen machen und namentlich die Frage sorgfältig in Erwägung ziehen möge, ob sich nicht eine nähere Verbindung der Haupt- staatskasse "mit der Staatsschuldenkasse durchführen lasse. Ferner wurde beim Kapitel Katasteraint, mehrfache Anregungen zu Verbesserungen gegeben. Der Posten des Vorstehers des Kataster- amts wurde nur auf den Inhaber bewilligt mit der Begründung, Daü die Regierung versuchen solle, eine Vereinigung des gesamten Katasterwejens herbeizusühren und dieses dann mir einem Ministerium zu unterstellen. Der Ausschuß hält das Vorsteheramt nicht jür überflüssig, er will nur die längst angestrebte Vereinigung mit Der Maßgabe, daß der Vorsteher zugleich Vortragender Rat in dem betreffenden Ministerium sein solle. Das Kapitel Bauwesen wurde für dieses Jahr ebenfalls genehmigt, doch sollen die von den Baubeamten dem Ausschuß unterbreiteten Vorschläge zur Erzielung geeigneter Ersparnisse und Vereinfachung des staatlichen Bauwesens mit in den Bericht ausgenommen und der Regierung zur Erwägung überwiesen werden. Der Rest des Haushalts des Finanzministeriums (Kap. 104—113) wurde nach den Re- gierungsvorschlägen genehmigt und nur eine beim Kap. 112 für den allgemeinen Fonds für Stellvertretungs-, Aushilsskosten usw. anstatt 60 000 Mk. — 63 000 Mk.) gestrichen. Der Ausschuß trat bann noch in die allgemeine Erörterung über das Kapitel Kameral- und Forstdomänen ein. Es wurde beschlossen, eine Reihe von Fragen über frühere Ausschußanregungen an die Regierung zu richten, z. B. über die Stellung der Forstwarte, die zugleich einen Gastwirtsbetrieb unterhalten unb. über bie frühere Forberung einer Verminderung der Ober- sörsterstellen, zu welchem Behuse der Ausschuß 12 Oberförster und 5 Assistenten nur auf den Inhaber zu bewilligen gedenkt. Nächste Ausschußsitzung: Dienstag, den 17. Januar. Befeftisung d°S Pnnv ^kanaIS als dringend not. wendig bezeichnet und füc bie edlen Arbeiten lperzu die Bewilligung von fünf Millionen Dollars noch m dl-,er Seffion gefordert wird. Die Zolltarifverhandlringen zmisch en England und Japan nehmen, so meldet Reuter aus London, einen befriedigenden Verlauf und werden wahrscheinlich zum Abschluß eines englisch-japaniscben Handelsvertrages führen, in dem Japan gewiß Tarifabänderungen für eine Kommission von englischer Seite einführen wird. Ans smdt und Lcrrrd. Gienen. 13. Januar 1911. Aus der Sitzung der Stadtverordneten. Die erste Sitzung im neuen Jo.hr brachte ein ziemlich nut besetztes Haus unb eine kurze Tagesordnung. Die Veränderungen, die die Zusammensetzung des Stadtparla- ments durch die letzte Wahl erfuhr, sind nicht allzu groß unb machen sich nur dadurch bemerkbar, daß die vier neuen Männer die letzte Bank einnahmen, während ihre älteren Kollegen zum Teil einen oder zwei hinaufkamen. Nicht etwa wegen Fleißes ooer Wohlberhaltens, denn diese beiden Eigenschaften sind bei unseren sämtlichen Stadtvätern im gleichen Maß vorhanden,, sondern weil es bie geheiligte Lradttion einmal so will, daß unsere Stabtücrorbneien nach dem Tiensialter sitzen. Die guten Wünsche des Oberbürgermeisters und die Verpflichtung der wieder- und neugewählten Stadtverordneten ging rasch vor sich, so daß bie öffentliche Sitzung eigentlich zu Ende gewesen wäre, wenn es nicht Mitteilungen und Anträge gäbe. Von den Mitteilungen war eine von recht schmerzttcher Art. Der Verwaltungsgerichtshof hat nämlich den Einspruch Gießens gegen das Urteil des Provinzialausschusses verworfen, durch das die Stadt Gießen zu Vis ver Ge- ländeerwerbskosten der Bahn Lollar-Londorf verurteilt worden war. Gießen darf also zu einer Bahn, wegen deren Erbauung unb Linienführung es nicht gefragt worden ist, und deren Ausgangspunkt etwa 8 Klm. vom Bahnhof Gießen entfernt liegt, ‘JO850 Mk. bezahlen, trotzdem sie ihr keinen neuen Verkehr gebracht hat, und daS „von rechtswegen". Auch die Tatsache, daß die hiesigen Vieh Märkte wegen der Maul- und Klauenseuche verboten sind, während die benachbarten preußischen Märkte ruhig stattfinden können, gab zu einigen nicht gerade freudigen Bemerkungen An.aß. Man wiro abwarten müssen, ob bie neuerdings angeregte Eingabe Erfolg hat, wenn nicht, wird der Gießener Vietzmarkt immer mehr von seiner Bedeurung verlieren. Dann wurde noch die „neue Kracheburg" in der Neustadt erörtert und energisch die baldige Beseitigung des unschönen, verkehrssrörenben und lebensgefährlichen Zustandes an jener ohnedies engen Stelle der Neustadt verlangt. Hoffentlich Hilsts! In der nichMsienttichen Sitzung erfolgte zunächst die Mahl eines unbesoldeten Beigeordneten anstelle des verstorbenen Beigeordneten Heyagcmstaedt. Einstimmig wurde Stadtv. Kommerzienrat Emmelius in dieses Ehrenamt berufen, eine Wahl, bie in ber Bürgerschaft wohl allseitige Billigung finben unb gewiß zum Wohl ber Stabt ausschlagen wirb. Kommerzienrar Emmelius ist seit 1893 Mitglied ber Stadtverorbneten-Versammlung und ljat sich namentlich in Finanzfragen als umsichtiger Hüter ber Interessen ber Stadt unb ber steuerzahlenden Bürgerschaft erwiesen. Die Zahl ber Stadtverordneten betragt nunmehr 33; die Ersatzwahl für Stadtv. Emmelius wird erst in 3 Jahren ftättfinben, in welchem Jahre bie Zahl der Stadtverordneten ber jetzigen Bevölkerungszahl entsprechend auf 36 gebracht werden wird. " Tageskalender für Freitag, 13. Jan. Stabt- t h e a 1 e r: „Er unb seine Schwester." Anfang 8 Uhr. ** In Audienz empfangen wurde vom Groß- Herzog am Mittwoch tt. a. Pfarrer Wahl von Beienheim. ** Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde dem Lehrer Hch. Dietz zu Habitzheim eine Lehrerstelle an d-r Gemeindeschule zu Nieder-Mörlen. — In den Ruhestand versetzt wurde die Lehrerin an der Gemeindeschule zu Mühlheim (Kr. Offenbach) Anna Geißner auf ihr Nachsuchen unter Anerkennung ihrer langjährigen treuen Dienste. — Erledigt ist eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle zu Nord he tm. Mlt der Stelle ist Organisten- dienst verbunden. ** Schwestern Fröhlich-Stiftung. Aus dieser Stiftung zur Unterstützung bedürftiger unb hervorragender schaffender Talente auf dem Gebiete ber Kunst, Literatur unb Wissenschaft werben verliehen: Stipendien an Künstler ober Gelehrte zur Vollendung ihrer Ausbildung, oder zur Ausführung eines bestimmten Werkes, oder zur Veröffentlichung eines solchen, ober im Falle plötzlich eintretender Arbeitsunfähigkeit; Pensionen an Künstler oder Gelehrte, bie burch Alter, Krankheit ober Unglücksfälle in Mittellosigkeit geraten sind. Zar (Mengung eines Stipendiums muß der Bewerber in seinem an das Kuratorium zu richtenden Gesuche folgende Belege beibringen: Taus- ober Geburtsschein, Studien- ober Prüfungszeugnisse, glaubwürdige Zeugnisse über wissenschaftliche ober künstlerische Leistungen, behördliches Zeugnis über bie Mittellosigkeit. Mit dem Gesuche um eine Pension sind beizubringen: Tauf- ober Geburtsschein, glaubwürdige Bescheinigung über die Krankheit oder den Unglücksfall, wodurch ber Bewerber in Mittellosigkeit geraten ist, Ausweis über bie Verbienste des Bewerbers um Wissenschaft unb Kunst. — Die vorschriftsmäßig belegten Gesuche samt event. Kunstproben sind bis 1. März 1911 im Präsibial- bureau des Wiener Gemeinberats, 1. Rathaus, Lichtenfels- gasse Nr. 2, 1. Stock, zu überreichen, wo auch bie Siistungs- ftatuten behoben werben können. Nicht entsprechenb instruierte Gesuche werben nicht in Betracht gezogen. Massenchor zur R ei chsgründungsfcier. Heute abend findet im Casü Ebel die Hauptprobe für den Fest- komnters statt, zu der allseitiges Erscheinen dringend erwünscht ist. "Maul- und Klauenseuche. Neue Ausbrüche der Seuche sind gemeldet aus Pen zig, Regierungsbezirk Niederbayern. Kreis Büdingen. --l- Büdingen, 12. Jan. Der am Mittwoch abend im „Fürstenhof" von Kammerbirektor Müller gehaltene Vortrag über „Aus den Mauern und dem Burgfrieden Büdingens vor 300 Jahren" war so zahlreich besucht, daß die vorhandenen Sitzplätze nicht ausreichten. Da der Vortrag seines kulturgeschichttichen Inhalts wegen nicht nur die Einwohnerschaft Büdingens, sondern die Freunde der Altertumsforschung in der ganzen Provinz interessieren wird, durch Oberbürgermeister neugewählten Stadtoerord- Später legte der Ober- für 1911 vor, der nach von 18,6 Prozent diesmal Die Stadtverwaltung macht Stadtverordneten erfolgte Dr. Glässing die Einführung der neten und deren Vereidigung, bürgermeister den Voranschlag der vorjährigen Steuererhöhung ohne Steuererhöhung balanciert. werden wir in den nächsten Tagen ausführlich banfüer vc- richten. = Kohden, 12. Jan. Im Uhlschen Gasthaus spricht auf Veranlassung ber Landwirtschaftstämmer am nächsten Sonntag nachmittag ber FelbbereinigUngskotnmftsavWDr. Goertz aus Büdingen über die Vorteile ber Lanbwtrt- schaftskammer. darin Vorschläge zu Ersparnissen und Herbeiführung einer einfacheren Verwaltung nach mehr kaufmännischen Grundsätzen; namentlich sollen die städtischen Verwaltungen mehr als bisher zu gemeinsamer Arbeitsleistung heran- und zusammengezogen werden. Zur Vermeidung eines Fehlbetrages sollen von dem 600000 Mk. betragenden Ausgleichsfonds 220 000 Mk. mit herangezogen werden. d Mainz, 12. Jan. Eine 14jährig e Volksschüler in, deren Eltern in ber Hafenstraße wohnen, wollte sich heute Mittag in den Rhein stürzen, wurde aber von anderen Mädchen von ihrer Tat abgehalten. Das Mädchen begab sich hierauf von der Ingelheimer Aue auf die Kaiserbrücke, um von dort den Sprung in den Rhein auszuführen. Ein Sand- särcher, der von den anderen Kindern auf das unglückliche Mädchen aufmerksam gemacht wurde, folgte eilens dem Kinde und erwischte es noch auf der Brücke, als es das Geländer besteigen wollte. Der Sandfarcher übergab das Mädchen einem Schutzmann. Das Kind erzählte, daß es in ber Schule eine halbe Stunde Arrest erhalten habe, wenn es nun später nach Hause komme, erhalte es von der Stiefmutter fürchterliche Schläge. Es habe deshalb sich vorgenommen, seinem Leben ein Ende zu machen. Im Strumpf hatte das Mädchen ein Schreiben versteckt, in dem es mitteilte, daß es in den Rhein ginge. Kreis Wetzlar. . Süfeellinben, 12. Jan. Gestern fand in der Gast- wirtschaft von Ph. Jung zu Hochelheim die Hauptversammlung des Gewerbevereins Großrechtenbach statt. Der .Vorsitzende, Zimmermeister Hch. Schuster-Hochelheim sprach für das ihm ertoiefeite Vertrauen als Vorsitzender feinen Dank aus, lehnte aber eine Wiederwahl als Vorsitzender wegen geichaftlicher Arbeiten ab. Es wurde sodann Bäckermeister K. Hensel- Groß-Rechtenbach einstimmig zum Vorsitzenden auf die Dauer von 3 Jahren gewählt. Herr Hensel erläuterte die Kartelle des Gewerbevereins und ermunterte zum Eintritt in den Verein. Er sagte ,daß der Gewerbeverein mit der Krankenunter- stützungskane selbständiger Handwerker des Kreises Wetzlar Hand ui Hand gehen müsse. Es wäre Pflicht jeden Handwerkers — seiner Familie gegenüber — dem Verein, besonders der Krankenkasse, beizutreten. ^)iachdem noch einige Gegenstände besprochen worden waren, «chloß Herr Schuster die Versammlung mrt einem Hoch aus den Karger, in das die -Versammlung begeistert einfummte As nächster Versammlungsort ist Oberkleen sur den 18. April in Aussicht genommen. Hessen-Nassau. 9r axnE^It,a- y« 2°u. Die Staatsanwaltschaft hatte gegen ben Redakteur ber Frankfurter Volkssümme ein Bei sahren wegen Pia i e st ci tsdeleidigung eingeleitet, die gesunde» wl.rd m Seiner Brchchure „Hie Fleischwucher, hie Gottesgnademum". Wle heute die Volkssti.mue" nutte.lt, hat die Eröfsuungskam.ner des ^auogerlchls bie Einleitung des Hauptverfahreus a b - 6 e/ e h n u Vermutlich wird die Staatsanwaltschaft Berufung an das Oderlcmdesgerlcht entlegen. Kreis Lauterbach. Git gelr ob, 12. Jan. Bürgermeister Christian Henkel hier eine in Touristen kreisen durch seine vorzügliche Gastwirtschaft rochlbefnunte Persönlichkeit, beabsichtigt bei dem bevorstehenden Ablauf Seiner Amtszeit, das Amt des Bürgermeisters, das er 18 Jahre zur vollen Zufriedenheit seiner Vorgesetzten unb ber Einwohner geführt hat, abzulehnen. Das Zurücktreten des Bürgermeisters ist umsomehr zu bedauern, als vieler durch die Gehässigkeit einzelner unzufriedener Einwohner zu diesem Entschluß bewogen wurde. , L Schlitz, 12. Dez. Die hiesige, über 100 Mitglieder zählende Ortsgruppe des Deutschen F l o 11 e n v e r e i n s gibt nach einem über 2 jährigen fast uimnterbrochenen Sommer- und Winterschlaf nunmehr auch wieder ein Lebenszeichen von sich. Oberpsarrer Wangemann wird im Februar einen Vortrag halten über die Notwendigkeit einer starken deutschen Kriegsflotte. — Gestern abeiid hielten die für das hier stattfindende Gauturnfest gebildeten einzelnen Ausschüsse in der Turnhalle eine gemeinsame Sitzung ab, die von über 100 Herren besucht war und einen anregenden Verlauf nahm. — Wegen eines in der gräflichen Familie vorgekominenen Sterbefalls findet die Hochzeit der Gräfin Marie im engsten Familienkreis im Laufe des Februar statt. Kreis Friedberg. m. Bad-Nauheim, 12. Jan. Ei"e für das ganze Deutsche Reich interessante Frage hat das Finanzamt Friedberg aufgerollt. Dem im Juni v. I. neu gewählten Reichstagsabgeordneten Busold in Friedberg ist nämlich die Übliche Sleuerdellaration mit der Anfrage zugegangen, wie hoch sich sein Einkommen einschl. der Diäten als Reichst, gsabgeordneter belaufe. Da Busold fast mit Ende des Steuerjahres zum erstenmal im Reichstag erscheint unb es fraglich ist, ob er in biesem Jahr wievergewählt wird, könnte ja die Sache mit Stillschweigen übergangen werden, wenn es nicht der erste Fall seit Einführung ccr Reichstagsabgeordneten-Diäten wäre, daß einem Mitgliede des Reichstags in Deutschland eine derartige Anfrage gestellt wird. Unserer Meinung nach sind Reichstagsdiäten ebenso wenig versteuerbar als Renten und Ehrensolde jeder Art. Um in dieser Hinsicht Klarheit zu schaffen, hat NeichstagSabg. Busolb ben Staatssekretär des Innern um Auskunft darüber ersucht, ob nach der Deutschen Reichsverfassung Tagegelder der Reichstags- abgeortmeten versteuer- oder pfandbar sind. x Bad-Nauheim, 12. Jan. Die Stadtverordnet en beschlossen in ihrer heutigen Sitzung auf Ansuchen des mitteldeutschen Arbeitnehmer-Verbandes hin vom 1. Februar 1911 ab einen ftädtischen Arbeitsnachweis für das Hotel-, Peniions- unb Hauspersonal zu errichten. — Eine Ehrengabe für alle Äriegöicilneymer aus lo«0/ # i würbe bewilligt, die unter 1300 Mk. Einkommen haben, in Höhe von 25 Mk. — In Bezug auf die Beleuchtung des Bahnhofs wurde der Vertrag mit Der Eiienbahnoirett.ou genehmigt. W. ätttvivattstunde roiri) zu 25 Pfg. berechnet, den Bedarf an Energie erhielt die Stadt von der staallichen Zentrale ,ür 15 Pfg. Tie Anlage ist Sache der Eisenbahn. — Für die SJia^tLaternen loüen künftighin Apparate für Ferndruckzündung in Anwendung kommen. — Der seitherige Markkmeister P s e f f e r , der sein Amt zur größten ZuSriedenheit versah, wurde auf ein weiteres Jahr zu 350 Mk. angenommen. — Der städtischen Atterstumsiammlung wurde von Postdirektor Münch s. Zt. eine wertvolle alte Bibel geschenkt. Ein entfernter Verwandter wünscht sie als Familicnschatz zurück. Das Gesuch lehnen die .Stadtverordneten ab. — Tie Firma Stöck u. Fischer in Bingerbrück hat nach Vertrag die Gas- ko hl en bis 1912 zu liefern, die Tonne zu 157 Mk. Die Firma erbietet sich, für 147 Mk. zu liefern, auch 1911/12, wenn Der Vertrag auch auf 1913/14 ausgedehnt wird. Der Vorschlag wird genehmigt. Es wurde bei Besprechung dieses Punktes konstatiert, daß der neue Gasmeister aus 100 Kilogramm 30,8 Zentner Gas erzielt. Starkenburg und Rheinhessen. R.-B. Darmstadt, 12. Jan. In heutiger Sitzung der Kaufet"'^ 'MM dem w* fi, £ ^Mienen eM D^'^'ndub den icMtt Surtt?C' nahm llchm bjgte, daß h -ndB and „ L iELLbils. iMialn -Men ÄM Rasch Bcmei» f» MtM sich tzech der ^aulbc^tipnnHtg ii Wverm Westwindes, mablntige Fahrt •W die beimsthrend 1 Bakö jebod) nötigt di Segler zu mMi M W in die MM des Wahrend a nut etwa 130 Tage mc Aenntnis und Ausni ^odi auffallender i? 1 idiiiien meWenutztv um in Chile die rüdameriias lagert irinde erzeugt, die Auf Grund der mm bie deMen < tum 60 Breitegv Li'troinbe, bie spät erzielt werben, die Seite, mit Sorten auf diese Weise gel aus 80 Zage 1>eiab 6amburg-3 . kürzesten Mrt nur a!fo eine Schmn/un LM WM Heiserkeit, Katarrb ittilcimiinfl, stramvi buhen, als die ieinl Stiers Vklii- mit den „Tret 3 MnotM&ug u. Privaten di Wwa Griolfi. 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Stelnbauier, Bahnhofitr. 2«, Neuen Baue 17, Seltersweg £7. 92cr Bezirkspräsident von Lothringen ist bet der Anstosunys- Verfügung von der Erwägung ausgegangcn, datz ''^orrame Sportive" den Zweck verfolge, ^er der lochrtngtschen Bevol- Tcrmtg, vor allem der Jugend, £o11 f #e<5ttmmung ful Frankr eich zu machen und ste dem Deittschen .Iteich z-U entfremden, daß die Verfolgung dieses Zweckes, die unter dem Deckmantel des Sports geschieht, der Regierung gegen, über geleugnet und geheim gehalten ward, imd da^ dwser Zweck dem § 126 des StrchgewtzbÄhes zuwtderlauft. Maßgebend war ferner, daß der Ve-rin sich durch das Zuschautragen franz ö- li scher Ver einst rächt, das L> Pi e len 1 r an i o _f 0 (ftc r Signale und französischer Marschmulrk owte demonstrative VerherrlÄung von Frankreich tn Rede SS Sieb auf deutschem Boden sich einer dretsten Herausforderung Deutschlands schuldig macht und durch dieses Ölten dem Geist des Aufruhrs den Boden vor- Ibl-i-eiiet (Verstoß gegen Artikel 6 des Gesetzes vom 11 August 1848), sowie endlich durch das Verhalten des Vereins am 8. d. Mts. An diesem Tage hat der Vereen trotz misdrücklicher Versagung mit der Abhaltung emes Konzerns begonnen und ohne Genehmigung einen Umzug nut MustH auf öffentlichen Straßen der, Stadt verans^ wob^ I er vor gewaltsamen Ausschreitungen nicht 5uruckgeschrttkt i|t Sieine Mitglieder haben bei dieser Gelegenheit bewiesen, daß sie sich nicht scheuen, Maßnahmen der B^waltung mit ungesetzlichen Mitteln zu verhindern und haben dadurch gegen 1 § 129 des Strafgesetzbuchs verstoßen. 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Der Vürschlag toiri dieses PMltes lonsia- itogramm 30,8 Zeulnei )i6 transatlantildfe Leget- und vamptschkffahrt in »ret Adhängigteit von den Lrgednchen ver Meerer- soischung. .. t . m, in! deutschen Volke die Erkenntnis gcroaifum , Sc bet Welwölker -nssch-idet >md M „un ct« h-iHt Gottes Stiefkind" herabsinkt, wenn es ftch uicht rechtzeitig Anteil an oer Seeherrfchaft sichert, so hüt & auf bei Jinnt Seite auch nicht versäumt, der ans solchem streben sich JÄen moralischen Verpflichtting nachsukommen, seE Te l - ^ftuschaitlichen Gnorfching der Weltmeere beantragen. Tie)e l'ftrebungcn werden in erster Linie von der ! Hamburg und dem Reichsmarineamt getragen und kommen der Ernten Schiffahrt zugute. Nicht nur, daß eine genaue Kenntnis Mr Meere und deren Strömungen die Sicherheit der Fahrzeuge ^ährleiftet und eine lohnende Ausbeute ^s A^reichtumS- geriet werden solche .Kulturtaten, rote die Schaffung enter Kabe^ ^zwischen Deutschland und Brasilien dadurch erstim das Bereich ^ Möglichkeit gestellt. Die „Gesellschast für Er^ und Volker- siinde" in Gießen erwarb sich ein Verdtenft, daß sie in ihrem toten Vorträge einen Kenner der Verhältnisse MM Wort kommen sich der den älteren Mttgliedern von feinem früheren 23erirf>t fibtt Sne Reise auf der „Valdivia" noch m angenehmster Gr- tnrcerung sein wird: Bros. Dr. Gerhard S ch o 11 von der '^euftchttn kehrte. An Land übersichtlicher Kartentafeln verstand es der Vortragende, den schwierigen Stoff in gemeinverständlicher Form darzustellen. Er nahm seine Zuhörer un Geiste an Bord eine- eronen Segelschiffes mit aus die Reise von Jamburg nad> Sinters ES? ^d zeigte, daß hierbei der „gerade Weg" ausnahmsweise mcbt der kiirzeste" ist. Bis in die Nähe des Aeguatvrs geht bei Nocmattr 'Lage mit tzilfe des Nordostpassats die Reise bei klarem ( fcanmel glatt vonftatten, bis das schiff ui die aquatcroiale Kal- j rnrntone etntritt. Rasch flaut^er Wind ab, und das 'Dchtt, kommt . oft wochenlang nicht von der Aelle. Ist es ihm : Jungen, den Aequator zu überschreiten, |o kommt es in das Bereich ^z^Sudostpassats, der ihm den direkten B)eg nach der Sudspitze Lftikas unmöglich macht und es zu weitem Ausholen, manchma 1 bil in Sicht der brasilianischen Küste, nötigt. Erst bei 30 Grad D'icher Breite etwa gelangt es „vor den Wmd urch segelt nun m '"Kirfer Fahrt bei stürmischem Wetter südlich von Afrika vorüber bis in die Nahe des australischen Festlandes, um von hier aus mit den günstigen Monfunwinden ans Ziel zu gelangen, ^re Ruck- fahrt deckt sich mit der Ausfahrt keineswegs, da die zuerst for- IJnben Momente sich jetzt als schwere Hindernisse erweisen, eie SSt sich zuerst der südlichen Lstküfte Afrikas zu,um m die Agiilhas^Strömung zu kommen uti) mit ^rerjoilfe, trotz des leeren Westwindes, um das Kap der guten Hoffnung herumzu- km men und den Südostpafs^t zu gewinnen. „Dieser gestattet.eine aradlinige Fahrt nach dem Aeguator, wo sich in der ,,L>rcklen- K" die heimkehrenden und aussahrenden Segellchiste begegnen. K jedoch nötigt der widrige Nordostpassat U öeintW«ta Legler zu einem wetten Bogen nach Westen, der ihn manchmal bis in die Mitte des Wegs von Europa nach Amerika fuhrt. Während in früherer Zeit die Segel,ahrt nach Dinterindien etwa 130 Tage erforderte, genügen heute, infolge besseren Kenntnis und Ausnutzung dn Luttstromungen, schon 110 Tage. Noch ausfallender zeigt , ich diese Be»eruna auf der von Segel- kiffen meistbenutzten 5Rei)elinie: Die Umichlffuna des ^orn, ■ im in Chile die Salerterbafen anjulauim. * I Südamerikas lagert nämlich ein „Tie, , ba» hettige ^irDci minbe erzeugt, bie bei direkten Fahrt entgegengerichtet lutb. Auf Grund der Forschungen der Deut,chen Seewarte weichen mut bie deutschen Segler den Westwinden, unter Umstanden bi iurn 60 Breitegrad, aus gewinnen damit die günstigen . D»roinbe, die später nach Norden, umdrehen, so daß Fahrten erhielt werden, die in der Fachpresse, namentlich von englischer i Seite, mit Worten hoher Anerkennung gerühmt werdem Es i, «uf diese Weise gelungen, die sruhöre, Fahrtzert oon ,108 ^agen «114 80 Taae herabzuietzen, ja der Fun,master „Potoft , der du s &rt Hanttiurg-Jquiaue zehnmal ausgeführt hat, brauchte zw wnzesten Fahrt nur 64, zur längsten dagegen /4 Tage, ,o bat all i eine Schwankung von nur 10 tragen vorliegt.______________ in jeder Ausführung u. in allen Preislagen empfiehlt (373 Wilh. Plank, Dabnbofttraße 18. Tel. 343. lct hem ÄM t9crmcift?el,cn^n Tas DL und h ais S^ de; Ln7r^ s.°chcnen 6ibt öeüens^!?^r- unb r einen 9>nrt Gon Ü4. S ^urnhatte eine ... - sfe®1 besucht war ÄfS ----------—----- «Mtbeit reflcftiert, gesucht. . W.ilr°m-rII..MSbel!chremer°i ___________ I yangeDoTf. iwo 0320] Gut möbl. Zimmei ev. auch mit Pension zu vermieten. Stevhan'traue 32 v. StudentiscliesÄrbßitsami vermtttelt PmMimdcn.Ncbnsttzmgkll c. Auskunft Montags, Mutw. und Z-reuggs 'Id—'lA Uhr In der Universität, Auditorium 2. ID^/i Schule. Laßt uns einig sein und ifltTer W mrotngen./' mo kaum, daß die Bolksschüler diese SympathiekimdgebulA^be'Nlchsen hatten, da kamen auch die Mädchen, um sich.dem Dtreik anzu- schließen. Und der Vorsatz wurde wirklich ausgemhrt. Die Schuler von Rouviere zogen v^rs Rathaus, entsaichten eine Adordnmig aa hen Bürgermeister. Sie wurde von dem Stellvertreter de-^^Stadt- gewaltigen empfangen, der sich bereit erklärte, die ^^elegeut^i« dem Stadtrai vorzutragen. 2lber die iugcnblid>en Herren erklärten, daß sie nicht eher die Sckmle wieder betreten wurden, au- die Klassenzimmer mit Oefen versehen und angemessen geheizt roäten. ... . , Kieme Cagerchronll. . . Auf den Schriftsteller Andrejew wurde in fernem Landhause in Finnland ein Mv rdanschlag verübt. Ein Hausknecht wollte in das Landhaus ein bangen, was aber durch Frau Andrejew vereitelt wurde. 2lls Andreiew kur rdarauf vor die Tür trat, feuerte der -hEtnecht f.inen Revolver auf ihn ab. Die Kugel ging fehl, -ter Verbrecher Fahrburfche. „. Shräftifler, solider Fabrburfche I gesucht. Nur solche nut outen __Zeugnissen ober vr. Referenzen n l • mit oder ohne wollen sich melden. Laden W°bl-ung p. I. Mmcr-,!wM-rbd^g oder 1. Avril anderweitig zu Telephon Nr. 88. Sonnenstr. 6. °^LudE.E d7v. Ä ------- "" Citern einen , Lehrltnft mit der Berechtigung zum Eiu- Moderne3-4-Zim.-Wohnung, ^briflem per 1. Aval »emckst. Schriftliche Bewerbung erbeten. Schriftliche Angebote unt. 0529 9trnolb Mueller. an den Gießener Anzeiger erü_ pw---——»tu - Allcinfteb. Scamtenfrau sucht Ein Kellnerlehrilng ,chöue 3-Ztmmer-Wohnung. l ' ,33s Schrift!. Angebote unter (£273 sofort gesucht. 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L । 6 oui Pr°> btvab. _________________________ cT\;e.'p (hitiemuna reicht aus, um s herrühren konnte^ ,^ie..Zog^ linge der Schule von Rouviöre sind sich einig tn ihrer Empörung öarübet, daß ihre berechtigten Fordetnngen von Oefen nM erfüllt worden find und werden Montag den 9. Januar tn den Streik treten zum Proteste gegen diese Behauung Hw ver'precherft 'ich aeaenfeitig beizustehen in Eintracht und Solidarität, bis ihnen K7tiALim dMLdrt i(L" Der G-dnnk-wurde [»fort »?n ben Zöglingen ber Volksschule ausgenommen, die nun ihrerseits! e^en stammenden Protest unterzeichneten: .Wir wolleii am Montag und den folgenden Tagen den Kameraden uns anfchließen, , um unsere Unzufriedenheit zu zeigen, und wir werden sehen, ob ne geehrten Herren vom Rathanse sich herbeilassen werden, darauf zu achten. Werden sie nicht aus Kosten der Steuerzahler be- .afilt? Warum sollen wir ausgeschlofien sein, wo alle Stenern von unseren Eltern bezahlt werden? Kameraden, geht nicht zur :HE-T Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Familie r> 7) Giessen (Moltkestrasse 26). den 12. Januar 1911. t> J. Deuker 375 7) Die Beerdigung findet statt am Samstag, 14. Januar, n?chmittags 2 Uhr, von der Kapelle des alten Friedhofs aus. Billige Verkaufsta^e für alle Herren-Mode-Ärtikel 0315 Normal Unterzeuge Schirme Stöcke flLflP ® ___ __ __ Grosse Elite- Kolosseum __________ ___________ Heute Freitag .......den 13. Januar den 13. Januar Carl Huckstuhl, Durlach August Struck Friedrich Jordan Feter Wagner Dr. Carl Haack, Heidenheim I Bielefelder :: :: Herrenwäsche 2 moderne Krawatten für Steh- und Stehumlegkragen 95 pfg. 3 Batist- Herrentücher feinste Dessins 95 pfg im 73. Lebensjahre. Um stille Teilnahme bitten Giessen Direktion: Hermann Steingoetter. Sonntag den 15. Januar 1911# nachmittags 3V2 Uhr bei kleinen Preisen Unter Mitwirkung der Kapelle des Inf.-Regt. „Kaiser Wilhelm" Nr. 116 DieFövster-Christel Ende 6 Uhr. Abends 71/? Uhr Volks-Vorstellung Die Ehre Schauspiel u. Sudermann- Ende nach 10*/* Uhr. la14/. FrWk FrMksllrtcrWSrßchtn geinte Leber- und Mettwurß Me. 3ilmni n.ZernelatMrst hart und weich, in Rinds- u. Jettdarm, empfiehlt sehr preiswert Georg Wallenfels, Marktplatz 21 Telephon 46 gegenüber d. Gngelapochett:. 181 Mitgüed des A-bausparptzreMs. Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, daß meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Tante gnni El. Rohrbach, geb. Boos (früher Wei) im 65. Lebensjahre heute früh sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Rohrbach, Gießen Ludwig Ebel, Fort Wayne (Nord-Amerika). Gießen, den 12. Januar 1911. Die Beerdigung findet Sonntag nachmittag 3*/2 Uhr auf dem neuen Friedhöfe aus statt. 0812 Ein Posten la. Woll-Filzhüte neueste Formen letzt 2 ?5 IWintersport- Artikel in reicher Auswahl. Hodei Skier in jeder Preislage. (D*/, ===== Prachtkatalog == umsonst und portofrei. 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Ä; E5?h SS werden on * Wir erhalt^ Es ist keine Fr< Serrn Mer zum SÄ»* A Landtag M m Mangel eines rem mim iÄ mit dein G 1 to «mschlag zu bn dir vnren Rechtsar r jg Gietzen wd Ä LmdtagswaWns mmherzige Vertu Dtt MN , Der Bndgetaue unter dem Vorsitz d des Marinehar fan der Vorsitzen! „Freisinnige uii MgelMÄchutz BeMtigMg nicht die Berichtverieiln beeinflußt habe, r Herichleseiinden haushalt eine Die Vertu nativen bestatic schütz selber i verteilt habe. E daß die Linkslit tungen nicht bett ixit Kolonialhau kratische Redner berechtigt.' es se. sitzende einer in Ierichterstatter fü SionaUibmle e m Interesse u , Die Verhandln mit zwei Enlschlie '8tr.i, Dr. Weber helmshaven be nach einheitlichen c wchdaßsür 1911 e Wilhelmshaven aus M Ort und Stel Zentrumsredt des Rechnungslwfd Men bei Revision handle. Bci den abletzbaren beamt' «ngchellt werden Staatssekretär * Dankbarkei ttoGc mehr an Or N dle Vnwaltu R .MEar gemo das S l^nbe^ E aber sehr fd Sonntag den 15. Januar, nachw. präzis 4*/a Uhr, findet im Saale des HotelsGroßherzog v. Hessen VgrtrllgsU.LWUsüberStWmBükMlljlvell gehalten von Herrn Königl. Lokomotivführer «5ctf aus Cassel, statt. Vollzähliges Erscheinen der Mitglieder erwünscht. Interessenten sind ,reundlkch)t ctngclaben. (v13/. . . „Wegen der am Abend stattsindenden Feier der Wiederkehr de^>,.(/lrundungstages des Deutschen Reiches findet der Vortrag pünktlich statt. Der Vorstand. Stenographen- Gesellschaft Gabelsberger. Samstag, 14. Januar 1911 abends V29 Uhr General- Versammlung. V»/.) Der Vorstand. Hkss. f. »slkÄmde “ST Montag den 18. Januar, abends 8V2 Uhr pünktlich in der großen Aula der Universität erster Vortrag* = be§ Geheimrats Prof. Dr. Walde, DarEadt: Dre Landkirchen Oberhessens (mit Lichtbildern) Ter zwette (letzte) Vortrag findet Montag den 23, Jan. 1911 nm selben Ort zur selben Zeit statt. Da»e (auch Damen) willkommen. Heute nacht 3 Uhr verschied sanft nach kurzem schweren Leiden unsere innigstgeliebte. treu besorgte, gute Mutter, Grossmutter, Schwiegermutter und Tante ran Louise Ruckstuhl Ww geb. Hert Rodberg Club. Samstag den 14. ds. Mts. a&enbS 9 Uhr, findet unsere dies fahrige Generalversammlung ir der „Stadl Marburg" statt. Tagesordnung: 1. Berrcht. 2. Rechnungsablage. 3. Vorstandswahl. 4. Verschiedenes. Zahlreiches und pünktliches Erscheinen dringend erwünscht. ________Der Vorstand. Sne Ä“' 3$ S tni SR* L tiB' mut» i,?5 ®; atnenfn « ^ngiQn, sH? Zeltend Ri®. WL W Vorträge Aurichs in bei Turnhalle am Ceroatbegni en Sonntag den 15. Januar, nachm. z /2 Uhr und abends 81/* Uhr 0334 1. Thema für den Nachm.: Antworten aus der oberen Welt -. Thema für den Übend: „Bom Leben getäuscht" Jedermann ist freundlichst eingeladen. Heute abend 8V. Uhr vr Vortrag ^8 Löberstraße 14 Knuz Christi im Urteil seiner Freunde u. Feinde Anfang 8 Ubr. Grosse Elite-Vorstellungen. Anfang 8 Uhr 8®" Die Zauber- und Geisterwelt. Mysteriöse Demon stratronen, dargestellt von dem weltbekannten Holländischen Hof- und Zauberkünstler Chambly unter Mitwirkung von Madame Alice Kardec. — Aus dem reichhaltigen Programm nur einiger- ^^geheimnisvolle Scclenwanderuug. Auftreten von Madamc 0» i Karma gen. ^Die stille Zlraft". Rätselhafte Bewegung von leblosen Gegenständen. Pißle große Gelehrte haben sich die (51 Manna Ervermiente nicht erklären können und fragten sich, sind es katm- "firiche Wunder oder sind es Antworten von materialisierten Wesen aus einer un,lchtbarcn Welt. Die Gcisterfchrift. Der gcbeimnid volle, ncbcnmal ver,regelte Brief. Tai Za Wunder, das ^Brama-Qrakel tm Sarkophage". 1W Ganz neu: ASttA. “W das Verbrennen elner Dame vor den Augen des Publikums bi-:- Aum Skelett und deren rätselhafte Wiederbelebung in der egymischen Tvtenkammer (alles ohne Spiegel», sowie das ganze grohartiae Programm. 0S1 _ Im vorderen Restaurant von 7*/2 Uhr abends ab gar erstklassiges Künstler Konzert 45 Dberbessiscbe Gesellschaft für Sator- und Heilkunde. General Versammlung (Gemeinsame Sitzung beider Abteilungen) Montag den 16. Januar 1911, abends 8*/9 Uhr pünktlich tm Hörsaale des vbiifikalischen Institutes, Stephanstrahe 24. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Vortrag: Das Erdöl a) Geologischer Teil: Vorkommen u. Entstehung. Privaidozent Dr. H. Meyer. b) Chemischer Teil: Verarbeitung u. techn. Bedeutung. Prioatdozent Dr. Beschke. Gäste willkommen. (v13/. Danksagung vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei . n unserer lieben Mutter, Großmutter, Schwiegermutter, Schwester und Tante Frau Ulm Katharina Pfeil Wm. geb. Hill wwie für die vielen Blumenspenden sprechen wir hiermit unteren tiefgefühlten Dank aus. Qlnt Namen der trauernden Hinterbliebenen: Johannes Pfeil. Gießen, den 13. Januar 1911. (0321 ?e"’5r? Max Birin^er 362 Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Wigand Gernhardt, Musiklehrer. Giessen (Diezstrasse 11), den 13. Januar 1911. Danksagung. Für die uns bei dem jähen Hinscheiden unseres geliebten Toten so ausserordentlich zahlreich dargebrachten Beweise wohltuender Teilnahme sagen wir an dieser Stelle innigsten Dank.