'S Zweites Blatt 16L Jahrgang Nr. 160 1 enorme Erscheint lS-Nch mit Ausnahme des Sonntag». Urteile. 6. von Wandcrbeihilfen unterstützen. An Geldmitteln mag noch so wenig gebraucht werden, unter unseren Volks chülern fehlt es nicht an solchen, deren Eltern auch diese geringen Mittel nicht auf bringe« können. Gerade unseren Voitsschülern, von denen viele in späteren Jahren wodl kaum wieder in die Lage kommen werden, in voller Freiheit auf Tage und Wochen daS Land zu durchstreifen, gerade ihnen solUe recht oft und möglichst allgemein Gelegenheit geboren werden, sich an solchen Ferien- und Ju- gcndwandcrungen zu beteiligen. Redaktion, Erpedition und Druckerei: Schul- straße 7. Exvcdinon und Verlag: 5L Redaktion: 12. Tel.'Swr.:AnzeigerGießen. Dienstag, U.juli (9N Rotationsdruck und Verlag der Br üblichen UniversirätS - Buch- und Cteindruckerei. R. Lange, Gießen. Sebnitz und Augustusburg die Einführung einer Katzen st euer beschlossen. Dazu gesellten sich neuerding- die Städte Calvörde in Braunschweig und vor allem M ü n ch e n und Ems. In R u d o l st a d t wurde die Einführung einer Katzensteuer zwar abgelchnt, dagegen eine Polizeiverordnung erlassen, wonach das Fre in in herlau fenlassen der Hauskatze mit 30 Mk bestraft wird.. Aehnliche Verordnungen sind auch bereits in anderen Stabten, wie Hamburg, Halberstadt u. a. in Kraft Mag nun der eine oder der andere Weg bevorzugt werden, überall dringt die Erkenntnis durch, das; cs unmöglich ist, Vogelschutz zu treiben, ohne der Katzenplage Einhalt zu tun. "Einen seltenen Fang machte gestern abend der Fischer Oskar Schnabel von Wicfcck auf dem Wasser deS Louiß Hellmold-Gießen oberhalb der Aadenburg, nämlich einen Hecht mit dem Gewicht von 32 Pfund. Landkreis Gicsten. — Annerod, 10. Juli. Der Turnverein »Gut peil' hält nächsten Sonntag sein 7jährigeS Stiftungsfest, verbunden mit Fahneniveihe, ab. Fast alle Turnvereine des Lahn-DünSberg-Tnrncrbundes haben ihre Beteiligung 511- gesagt. Gleichzeitig findet ein Riegenturnen statt. Ter Fest- platz befindet sich auf der .Platte' nahe am Torf. 2. Garbenteich, 10. Juli. Bei dem am Sonntag zu .Wetter' bei Marburg abgehaltenen großen GesangS- wettstreit — 22 Vereine — hatte der hiesige Gesangverein „Frohsinn' unter Leitung seines Dirigenten SameS aus Holzheim einen bedeutenden Erfolg zu verzeichnen. ES gelang ihm, in Klasse 11 trotz schärfster Konkurrenz einen ersten und einen Ehrenpreis, bestehend in einem geschmackvollen Kunstgegensland und Mk. 180 in bar zu erringen. Terselbe Dirigent errang dorten mit feinem Butzbacher Verein in Klasse III ebenfalls einen ersten und einen Ehrenpreis mit Kunstgegensland und 150 Mk. in bar. Die „Gltfoentr Zamilienblätler" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, daS „Hüllblatt für den Kreis Siehrn" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal. „gen I Ajsrd das Beste/ Gießen, 11. Juli 1911. Iugcndwandcrn. Das allenthalben in deutschen Landen zu beobachtende Aufleben sportlicher Betätigung 11:1b körperlicher Uebungen beginnt sich auch in der Jugend unserer Volteschulen wie der höheren Lehranstalten bemerkbar zu inachen. Was zahlreiche Jünglinge von Deutschlands höheren Schulen als „Wandervögel" selbständig und traft eigener selbst- geschaffcner Organisationen tun, dazu wird den mindern unserer Voltsschulen, den Knaben wie den Mädchen, durch die Veranstaltung von Schüler- oder Ferienwanderungen Gelegenheit geboten. Unter Leitung von Lehrern zumeist wandern sie hinaus in die nähere und weitere Umgebung ihres Heimatortes oder nach betannten Wanderzielcn ihres Vaterlandes; sie durchstreifen so unsere wunderbaren deut scheu Nadel- und Laubwälder und schauen von den Bergen der vaterländischen Gebirge herab auf fruchtbare Gefilde und sonnige Auen. Aus der Kenntnis des Vaterlandes, aus der Begeisterung für die Schönheit der deutschen öJaiic wächst in den jugendlichen Wanderer« die Liebe zur deutschen Heimat lfervor. Ausdauer und Willenskraft, Kraft und Mut, Sparsamkeit und Enthaltsam leit werden dabei erprobt und gestärkt. Dem Unterricht wachsen wertvolle Hilfen zu: mancherlei geographische, geschichtliche, natur- und volkskundliche Kenntniste und Erkenntnisse werden „er wandert". Tas Iugendwandern, ein Ausfluß des uralten deutschen Wandertriebes, verdient die Unterstützung aller, die es gut meinen mit Jugend und Volk. Volkserziehungs-, Gesundheits-, Gebirge- und Lehrervereine tun das durch Aufbau der erforderlichen Trganisaiionen; die Lehrer un serer Volksschulen übernehmen in selbstloser Werse oas mühevolle und verantwortungsreiche Führeramt. Auch öffentliche Mittel können und sollten >ür diesen Zweck Aüsstg gemacht werden. Erfreulich ist, daß schon jetzt tommunale Verwaltungen hier und da, in diesem Jahre in steigender Zahl, die Wanderfahrten von Volksschüiern durch Bereit stellung geeigneter 'Nachtlager oder auch durch Gewährung Vorgarten Licher Straße 59. *♦ Feuerwehr. Gestern abend hielten die beiden hiesigen Feuerwehren, die Gießener freiw. Feuerwehr und die Freiw. Gailsche Feuerwehr, eine gemeinschaftliche Hebung ab, bet der der neue Branddirektor, Stadtbaumeister Braubach, durch Beigeordneten K c(Ier in sein Amt cingesührt und den Wehren roraestellt wurde. Ku der Hebung hatten sich auch einige Stadtverordnete, Mitglieder der Feuerlöschdeputation, der Ches der Polizeibehörde, Herr Regierungsrat Gebhard, und der Ches der Gallschen Wehr, Geh. Kommerzienrat Gail, eingesunden. Nachdem die Front der beiden Wehren ab- gcschritten war, schwenkten die Feuerwehrleute zu einem Kreis, worauf Beigeordneter Keller in einer Ansprache die Verdienste des seitherigen langjährigen Branddirektors Traber hervorhob und sodann das Ersuchen an die Wehr richtete, auch dem neuen Branddirektor in seinem sehr verantwortungsvollen Amte durch stete Tienstbereitschast usw. unterstützen zu wollen. Branddirektor Braubach richtete ebenfalls an die Wehren einige Worte, indem er anführte, daß ihm die Tüchtigkeit der beiden Wehren bekannt sei und daß auch unter seinem Kommando die Wehren sich jederzeit auf der .Höhe halten mögen, daß sie stets zum Schutz unserer Stadl und zur raschen Hilfe bei Feuersgefahr unseren Mitbürgern helfend zur Seite ständen. Ferner hob Herr Braubach hervor, daß er den Kommandanten, den einzelnen Führern und Mannschaften der beiden Wehren in Angelegenheiten zur Einrichtung und Fortentwicklung des Feuerlöschwesens Gießens zu jeder Zeit zur Verfügung stände. Sodann fand unter dem Kommando des Brand- inspektors W i g a n d t und des Hauptmanns Wenzel eine kleine Tetailübung an den einzelnen Geräten statt, worauf ein Brandangriff auf das Hochsiättersche Gebäude aus dem Brandplatz stattsand. Dieser Hebung lag eine vom Branddirektor Braubach gegebene Brandidee zugrunde, und die beiden Löschzüge der städtischen Wehr untet der Führung der Brandmeister Faber und Dickorö und die Gailsche Wehr unter der Führung lies Hauptmanns Lauer lösten ihre Ausgaben in sehr besriedigender Weise. Nach Schluß der Hebung rückten die beiden Wehren nach dem (Safe Ebel. ** P 0 st - Ortsschnelldienst. Seit dem 1. April hat dic RcichS-Pvstoerwaltung einen Ortsschnelldienst ui der Weise eingerichtet, daß Briese aus Verlangen durch Eilboten ab- geholt und unmittelbar anschließend den Empfängern durch Eilboten zugcstcllt werden. Vom gleichen Zeitpunkte ab beliebt auch ein Eilabholungsdicnst, durch den Gelegenheit geboten ib, Briessendungen durch Eilboten abholen und beim Poitamt ausliesern zu lassen. NeuerdingS ist dieser Eilabholungsdienü auch für Telegramme zulässig. Die Gebühr für die Abholung und sojort daran anschließende Eilbestellung einer Sendung beträgt 50 Pfg. Sind mehrere Sendun^u abzuholen und zu bestellen Sendungen sür mehr als zwei Empfänger darf der Bote nicht annchmen, w werden gewisse Gebührenzuschläge erhoben. Für die Eilabholung von Briefsendungcn und ^Telegrammen zur Auslieferung beim Postamt werden s-r eine Sendung 2.) Pfg., für jebe Sendung mehr noch je 10 Pfg. berechnet. tverner jei bavaii! lnugewicsen, daß zur Beschleunigung des Ortsschnelldicmtcs solche Auftraggeber, die an das Fernsprechnetz angeschlossen sind, auf Verlangen sich eine etwaige Antwort vom Bolen auch mit Fernsprecher können zusprechen lassen. Zu diesem Zwecke ocgibt .iw, der Bote, nachdem er die Antwort vom Empiänger entgegen- ninomincn bat, an die nächste öffentliche Fern'vrcchstelle und übermittelt o.e AnNvort an den Auftraggeber. Die für die Ant- wort cntiichtete Gebühr gilt dann als Bezahlung für die tele- phonisä>e Benachrichtigung. Auf dieic den Fntcresien des Puo- likums dienenden Einrichtungen, die noch nicht geuugeno bekannt zu fein scheinen, wird erneut hrngeioiese.i. Aufträge sind icyrisl- sich oder televhonisch an die Eilboten,lelle des hiesigen ^elegravhen- anus >u richten, die unter Fernsprechinschluß Nr. Null an das Fernsprechnetz angeschlossen iit. Ti eie Stelle gibt auch Auskunft über die Gebührensätze. *♦ Vogelschutz. fUian schreibt uns: Um einen wirksamen Vogelschutz zu schaffen, ist in erster Linie der unheilvollen Täiigkeit der wildernden Hauskatze Einhalt zu tun. Erfreulicherweise greift diese Erkenntnis immer weiter um sich. So haben bereits vor Fahren die sächsischen Städte •* Sitzung der Stadtoerordneten-Ver sarnrnlung findet am Donnerstag, 13. Juli, nach, mittags! Uhr, mit folgender Tagesordnung statt: 1. Mitteilungen. 2. Benennung der Irrenanstalt. 3. Baugesuch der Ehr. Zimmer Erben für den Ticfcnweg. 4. Baugesuch des Marl Wehrum für Ecke Crcdncr- und Glaubrechistraßc. Baugesuch des Karl Wehrum für die Glaubrechtstraße. Einfriedigung W. u. G. Schuchard für die Wollcngasfe. .. Bangcsucv des Eduard Nolt für die Große Michlgasse. 8. Bangcsuch des Philipp Nicolaus für Seltersweg 81. 9. Baugefnch des Hauptmanns Busse für die Kaiser Allee. 10. Bangcsuch des P. I. Mobs für die Rodheimer Straße. 11. Anbringen von Laden am Hause Scnckenbcrgstraßc 8. 12. Errichtung einer Automobilhalle Ludwigstraßc 16 Friedrich Linker. 13. Einfriedigung ber öofrette des Heinrich Langsdorf am Wetzlarer Weg. 14. Gesuch der Hoch- und Tiefbaugesellschast um ©cnei.migung zur Anlage einer Grabenüberbrückung in der Harburger Straße. 15. Straßen- pslastcr in der Nord Anlage vor der Stadtknabcnschnle. Ui. Herstellung eines Telephonanschlusses nach dem Hause Wilhelmsiraße 51. 17. Tclephonanschlnß für den Branddirektor. 18. Gas- und Wasserleitung in der Marburger Straße. 19. Einlegung der Gas- uno Wasserleitung in die Seitenstraße zwischen Den Häusern Marburger Straße 38 u. 40. 20. Pcirzellenvcrmessungsarbeiten; hier: Berechnung der Reinerträge. 21. Genehmigung von Rechnungen. 22. Krcdil- crrocitcrung sür Den Truck deS BcrwaltnngSbcrichts von 1909, des Voranschlags für 1911. 23. Gesuch Des Ehristian Schuler um Erlaubnis zum Schanlwinschaftsbetricbe im 3- Lich, 10. Juli. Seil mehreren Jahren unternehmen Franks urter Volks, ä) ü l e r in oen Ferien unter Führung ihrer Lehrer größere Wanbcnahrtcn durch die benachbart.'» Gebirge. Heute abend langte hier eine solche Abteilung Frankfurter Volksschüler an, die von Frankfurt aus eine Fußreise durch den Vogelsberg angetretrn und heute den Weg von Bad auhcim über Steinfurth, Münzeuberg und Arnsburg hierher genommen hat. Von hier geht es morgen in mehrtägiger Wanderung über den Taufstein nach Gelnhausen. A Trais-Horloss, 9. Juli. DaS Bezirls^si des Kriegervereinsbezirks Hungen sand hier statt. Tie ganze Gemeinde nahm am Feste teil, das zeigte Der schöne Schmuck des DorseS. Außer den 12 BezirkSvereincn nahmen noch eine Anzahl Kriegervercinc aus den Nachbarbezielen r.9ch, Lanbach und Nibda teil. Der VerciuSpräsideut hiev Die Gaste willkommen und Pfarrer Brauulin hielt die Festrede. Ziu Namen des Bezirks sprach Bczirksoorstehcr Welk-Hungen. Kreis Alsfeld. x Schwabenr 0 d , 10. Juli. Sein J a h n e n w e, h i e st in Verbindung mit dem B e z i r k s k r i e ge r s e st ’.'l l d 1 . t 0 be ging gestern und heute unser Mricnerocrein im Belselu der ... LV »irkLvcreine dc- nördlichen Vogelsbergs. Um 9 Uhr veramtattele ber Verein Kirchenparade, um 1 Uhr wurde der Fes!zug auf gestellt, Festjungsrauen trugen das neue Banner. Ter P. » 'N des Kriegervereins, H Sei ich, I ' üj Vorsteher des Alsselder Bezirks, Herr Eduard Schade A>s".lo, hielt die Festrede und nahm die Weihe der Fahne vor. Starkenburg und Rheinhessen. nt. Offenbach a. M., 10. Juli Einen guten Fang machte die hiesige Kriminalpolizei in Gemctnsch.ast mit ihrer Frankfurter Kollegin, indem es ihr gelang, Mitglieder einer anscheinend weit verzweigten internationalen An ar chi st en- Diebesbande, der zahlreiche _ Silbcrdiebstähle )icr und in der weiteren Umgebung zur Last gelegt werden, sestzunehrnen. Auf die Spur der Täter getaugte mau oiird) einen kürzlich hier bei dem Lehrer Sanocr in der Geleits straße ansgesührten Einbruchsdiebftahl, wobei die Diebe eine größere Anzahl silberne'.^ Lössel entwenoeleu Tie Polizei stellte daraufhin Rechcr'eu an,'die auf eine gewisse Spur hinleutten. Inzwischen wurde nun von der Franl furtcr Kriminalpolizei ein Anarchist namens Lorenz B r ri u - nig verhaftet, der von der Kolportage leben will. Teiue Festnahme erfolgte in dem Augenblick, als er eilt größeres Quantum eingefchmolzenrn Silbers veräußern wollte, übtr dessen Herkunft er sich nicht ausweisen konnte. Er will das Silber von einem Tritten erhalten haben, den er aber nicht angeben will. Es handelt sich um silberne Broschen, Löffel isiw., dic er in Offenbach tn der Wohnung seines anarchistischen Genossen, des Schlossers Wilhelm Eisen reich, der ebenfalls Kolportagegeschäste betreibt, ringe schmolzen hatte. Bei einer Haussuchung wurden oenu auch mehrere Schmelzticgel mit Metallresten, soivie eine Gips form zur Gießn.ng von Silbcrplatten, vorgefunden und beschlagnahmt. Eisenreich wurde in Frankfurt rerhostct, als er eine Anarchistciioersammlung verlassen wollte Es kommt noch ein dritter Anarchist in Frage, nach dem die Polizei sahndet. --Alzey, 9. Juli. Heute fand in dem Gasthaus „Zwölf ilpostcl" hier Die aus allen Teilen des Landes nut oeiuchr - Haumverfammlung des „Vcrbanves der mittlereren V cwalrungs beamten des Großherzogtums Hessen" statt. Einge'civ: wurden L.; Verhandlungen am Vorabend mii einem in jeher Hinsicht hock befriedigenden Kommerse, der erienuen ließ, oaß £t?;c Veamieu sich auch auf anderen Gebieten als denen Der engen Aktenttubc beroegen können. Tie Verhandlungen begannen heute morgen IO1’ Uhr: ihnen wohnte als Vertreter Der Regierung x e nmtntann Reinhardt, hier, bei. Fm Mittelpunkt der Vett-and hingen stand Der von dem Verwaliungsaipirainen H r 11 d m a n n Offenbach a. M. über bai „Unteruützungswobnsitzgesetz" gehn! tene Vortrag, der allgemeinen Beifall fand und ein lebhafte Diskufsion hervor rics. Der von dem Vor fitzenden erstattete Ja,.r..- bericht für das abgelainene Geschäftsjahr zeigte ein erir.».: Bild und fand die Genehmigung der Versammlung. T.e Vor stanDswahl ergab einstimmige Wiederwahl Der seitherigen Vot standsmitglieder. Als nächper Verhandluugsort wurde 2arr< stadt bestimmt. Anschließend an Die Tagung sand in bcnn.it?:» Xiotfit ein gemeinschaftliches Mittagsmahl itatt, wöbe, nie-irci- Toaste, besonders auf Kaiser und Großherzog, ausgebrvcht und begeistert ausgenommen wurden. Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen flifldiM |C i« ’h Hcndcr M daher « Lroltzeil. bjcL % T M M dicici' ft finden ine ' % angeEzgebtet^ :iin und uu t Merck. PK r. Eerck. 18. Tagung des Zentralverbandes der deutschen Ortskrankenkassen. ~ T r esden, 10. Juli. Unter zahlreickfcr Beteiligung aus ganz Deutschland begannen heute vormittag Dic Beratungen Der 18. Fahresversamm 1 u n g des Znitralverbandes von Ortskrankenkassen im Tcutidxn Reiche. Die Verhandlungen wurden von dem Vorsitzen Den F räß Dorf eröffnet. Auf der Versammlung iinD u a latsminist tium durch G eheimral 9 sie AnushaupiMannschaft Dresden durch Freiherrn von Faerber, ii' ru» iv.at Reichert: ferner hat der Präsident des ReickfsvcriicherungSmntcs den Vorsitzendem felegentlich seiner jüngsten Anwesenheit in Tresbcn bcanitrigt, ■-en Delegierten seine Grüße zu überbringen, unb die Hof'nuirg ausgebrückt, daß unter dem neuen Gesetz gute Verhältnisse zwischen oen Krankenkassen nnb dem Reick>sveriickcrungsaml cuureleit möch- tnt. Daraus, daß sich zu bet Tagung etwa 800^Vertreter cin- gefunden haben, sei zu entnehmen, wie miwlig die Tagung für die Krankenkassen fei. »al doch die Tätig! - rbandeS dahin gerührt, baß Dic Krankenkassen auf eine Höhere Stufe gebracht würben. Jii biefeni Sinne sei die Tätigkeit des Verbandes auch eminent national Ausgabe der Tagung sei es, sich darüber klar zu werden, wie man sieh mit den neuen Bestimmungen abiiiüKn werbe. Ter Redner kommt dann aus die Aerztesrage zu ivrechen, oie durch bas neue Gesetz ungelöst geblieben sei. Er weist auf den Stuttgarter Aerztetag hin und polemisiert gegen dessen '23er- aui, besonders gegen das Verhalten der Aerzte gegenüber ber .'lusbehnung der Vcrsicheriingsgt.nzc aus 2000 Mark. Tic Acrzte ollten stets von ben Kassen au5reid'.’irb honoriert werben unb •ine ihrer Stellung entspreckrenDe BehanDlimg erfahren. Aber Die Kassen biirfcit den Aerztcn nick t ansaelie'ert werden. Ter Itcbnet schließt mit einem Appell an die Vertreter ber Kassen zu gemeinsamer Zusammenarbeit.^ Namens ber Stabt begrüßte die Teilnehmer an ber Tagung Stadtrat Ti. Reichert. Bureaudirektor H esse erstattete den Bericht der geschäfts- fuhrenDcil Kasse, in dem genaues statistisches Material über die bntwickelung des KTankenkasscmvcseiiS enthalten ist. Zu dem Punkt „Anpassen, der Ortskeaiitenkassen an die Bc- humnungcit der Rcichsvcrsichcrungsordiuing" sprach Iustizrat Tr. M eher, ber zunächst über das erste Buch hinwics unb betonte, baß bas neue Gesetz grundsätzliche Neuerungen bringe. Er gab tinc genaue Tarftclliutg der neuen iRcdytdlagc. Ohne jede Aussprache nach Dem mit lebhaftem Beifall auf- benommenen Vortrag svrach Biireauvorsteher F r enz el (Dresden) über den Umfang der Versicherung. Er wies nach, inwiefern id) unter dem neuen Gesetz der KteiS Der Kranken-Versicherten scrgiößern iverbe, so baß iidi der Kreis der gegen Kranlkfcit verlicherten Personen schließlid) mit den gegen JnvaliD'tät- Versicherte» annähernd bfden würbe. Tcsgleidicn sei bas Recht der sreiwilligen Krankenversicherung erheblich ansgebehnt worben. Daraus ergebe sich sür bic Krankenkaissen bic Ausgabe, rechtzeitig Voriorge zu trcsscn. (Beifall.) Weiter ivrad) ber Gesdfästsführer der Berliner Ortskranken- lasse K 0 h 11 über „Maßnahmen zur Verhütung von Krankheiten". Ct betonte, daß das durch die Rcichsvcrsichernugsordnüng der len Krantenlasicu neu gewährte Recht ber KrankheitsveiHütung firtan die heiligste Pflicht ber Krankenkassen sein müsse. 2-e t'nniiblagc für eine ersolgreichc Arbeit aus biesem Gebiete sei eine genaue Statistik. Die Krankenkassen müßten porbilblid) i. irkcn aus dem ganzen Gebiete der hygienisdien Kultur. Dazu sind bic Mittel gegeben burd) bic Möglichkeit, den kraulen Versicherten, bic oft Die bestgemeinten Anoidmmgcn des Arztes nicht verstehen und nicht begreifen können, geprüfte unb tüchtige Pslegcr iiiid Pslegcrinnen ztt stellen. Ter Rebner besprad« bann eingehend, wie die Krantenfassen rorbengende Maßnahmen zur Bekämpfung von Krankheiten treffen könnten. Wünschenswert fei eine stärkere Unterstützung von zu solchen Maßnahmen gegründeten gemeinnützigen Vereinen und Gesellschaften. Beisall.) lieber den „Gegenstand der Versicherung" berichtete Kassenvorstand Witti >München - Ter Redner besprach bic den Kassen auserlegten Unterstütziingsverpslichtnngcn, sowohl die regelrechten Leistungen wie auch die Mehrleistungen und erörterte dann Dic neuen Bestimmnitgcii in bezug auf ihren praktischen Wert. Der Redner meinte, daß di? durch bas Gesetz ermöglichten Mehrleistungen Schminke seien unb nur von Papier nein Werte, Da sie aus sinanzieUcn Gründen kaum zur Diirdstührung gelangen könnten. Dic neuen Bestimmungen brächten wohl einige Vcr- bcsscrungcn, aber Hand in Hand Damit gingen auch wieder Verschlechterungen. Die Verhandlungen luurDcn aus morgen vertagt. ?• «iefaü* k &*: ltt bein 9 iu Ä5ni M, »ebuvg), ifl*J'n (Uns "'men. Z, x dich; L°lg, j., ,rb ''''-durch 7 A°!prüch, 2"°'d-r -ir- SefannhLx” «llmib unter $ * *«'«6 der ± iffluekn QtwCi v , ^otvt SSä: ;‘ ™ es genannten M b i». an deren $,M[ b. Sumba, fc °- 3"1' 1911. " $tv ¥otft«nl> *eS ®»«’ UN« Sortoui 'eremsAllendvrs a.d vtc C11i9drngenetienoiicnid)flitlr- unbeschränkter Haftpflicht. Kallenfels o0h Tireftot fioiilrodt. «eiii, Rechner. Cbeniiahe Fabrik BteselduriU QöwcMcrt_____ /Uotze&erz^ ans Univerfitäts-rrachvichten. Hk. Darmstadt, 10. Juli. Als Nachsolgn: des Geh. DaU- rats, Professor Lincke, wurde vom 1. Oktober 1911 ab der Ober- ingcnicur, Dr. Jng. Enno Jöctbcbtocrf in Halle zum ordent- lichen Professor der Maschinenbaukunde an der hiesigen Tech- nischen Hochschule ernannt. Sein Lehrauftrag umfaßt Maschinen, Elemente, Getriebelehre und Kalkulation. aend in Berlin warnt darum vor unüberlegtem Zuzug nach Berlin und bittet namentlich die „ungelernten Arbeiter", der Großstadt fernzubleiben, um nicht der Armen- : pflege und Polizeibehörde fohrie den gemeinnützigen Jugeno- verernen zur Last zu fallen. • D i e Rothäute vor dem Grammophon. -ras nut der Genehmigung der französischen Negierung in Paris gegründete Lprachenmuienm, das mit Hisie des ©rammoi-botu ter Racbivelt cm genaues Bild der Wellsvrachen des 2'.\ Jcilirhunoerts hiuterla'sen will, kann sich jetzt rühmen, spateren Geschlechtern cnid) eine indianische Beschwörung des bösen meistes uberlictrn zu können, für Zeiten, in denen die letzte Nothaut der Welt wahrscheinlich längst im Grabe ruhen wird. Denn in Paris weilt gegenwärtig eine Siouxlruvve, deren Häuptlinge nach vielen Mützen endlich bewogen worden sind, eine Probe ihrer Sprache dem Grammophon anzuvertrauen. Als man den roten Kriegern erklärte, daß der lrompetensörmiae Apparat nach 200 Jahren fernen Ge- schlechtem ihre Worte wiederholen würde, wollten die Häuptlinge nichts mit bieder Zaubergefchichte zu tun haben. Erst nach langen Verhandlungen ex Hünen sie sich bereit, nachdem sie vorsichtiger- iveife eine ganze Neige von Bedingungen gebellt hatten. Ehe sie an das Grammophon herantraten, um den Teufel zu beschwören, behängten sie sich über und über mit Amuletten und Fetischen, doch sie bedungen sich auch aus, mährend der Ausnahme einen geladenen Revolver in der Nechten halten zu dür'en. Bei dem ersten Ver- siiche war der eine der Häuptlinge von dem knarrenden Geräusche des Grannnoptzons io erschreckt, daß er glaubte, der Böse sei schon un Koiuincn; hastig richtete er den Revolver mt( den Apparat und gab blitzsctmelt sechs Schüsse m die Schalstromvete ab, die das Grammophon natürlich vollständig zerstörten. Man brachte einen neuen Apparat und nun endlich tonnte dre indialtijche Teusels- bejchwörung ordnungsgemäß ausgenommen werben. Kleine Lageschronik. In Köln wurde auf einem 2 Meter hohen Brette rzaun die Leiche eines Mannes aus besseren Kreisen mit schweren Verletzungen am Kopf, Äals und Brust aufge,unden. Man nimmt an, daß es sich um einen Mord handelt. In P a p i tz bei Halle a. d. Saale trafen mehrere Jäger, die am Elsterufer auf einen Schwarm aufstcigender Wildenten, feuerten, eine Gruppe hinter dem Schilf versteckter Schullinder. Vier Kinder, darunter drei Geschwister, wurden schwer verwundet. In Hohenstein-Ernstthal ereignete sich ein überaus trauriges Vorkommnis, dem vier Menschenleben zum Opfer gefallen sind. Eine H e b a m m e, die eine Familie zur Entbindung zugezogen hatte, hatte ein Fläschchen Lysol in die Stube gestellt. Ein drei Jahre altes Kind muß aus dem Fläschchen getrunken haben, denn es war bald darauf an Vergiftung gestorben. Den Vorfall nahm sich die Hebamme so zu Herzen, daß sie selbst, ihr Ehemann und die 21jährige Tochter ebenfalls Gift nahmen. Am Montag morgen wurden alle drei in der Wohnung t o t ausgefunden. Am Montag morgen fuhr auf der Straße von Velbert nach Werden ein mit fünf Personen besetztes Automobil, als es einem anderen Automobil ausweichen wollte, gegen einen Bau m. Die Insassen, alle aus Velbert, wurden herausge- chleudert. Drei sind tot, einer liegt im Sterben, der fünfte wurde schwer verletzt. Das Automobil wurde zertrümmert. Es war von dem Chauffeur einer in sehr vergnügter Stimmung befindlichen Gesellschaft ohrte Vorwissen des Besitzers zur Verfügung gestellt worden. Nach Ausbesserung des türzlicki geborstenen Oder wehr es an der Neißemündung wird die Oderschiffahrt diesen Mittwoch wieder eröffnet; 650 festsitzende Schiffte warten darauf. In der ungarischen Gemeinde O ft - F ya ß z o n y f a kam cs zwischen Gendarmen uird Zivilpersonen zu einem Zusammenstoß. Die Gendarmen feuerten in der Notwehr; zwei Männer wurden getötet, drei lebensgefährlich verletzt. Am Herreubaoestrande der Insel I u i st wurde die Leiche eines Insassen des am 25. Juni verunglückten französischen Ballons „A n d r o m e b e" angetrieben. Ob es sich um den Luftschifführer Blondel oder um den Mitfahrer Corbirt handelt, steht noch nicht fest. In Z a a u o a tn (Holland) brach ein furchtbarer Brand aus. Eine Familie, bestehend aus Vater, M u t t e r und vier Kindern, verbrannte. Neun Häuser fielen dem Brande zum Opfer. Der von Madrid nach Paris abgegangene Südcxpreßzug entgleiste bei R u f f e c (Dep. Charento). Der Lokomotivführer wurde getötet, vier Reisende wurden leicht verletzt. In dem Kontor einer Bank in S t o ck h o l m wurde ein Paket mit 31 Tausendkronenscheinen gestohlen. Das Geld lag auf einem Tische, der 2 Meter vom Publikum eutfernt staub. Von dem Täter fehlt jede Spur. Im Petersburger Hafen ist heute nacht Feuer ausgebrochen, durch das 20 000 Ballen Baumwolle, die 40 Firmen gehören, z e r st ö r t worden sind. Bei dem Versuch eines Einbntchsdiebstahls in die russische Gesandtschaftskirche in D r e s d e n st ü r z t e der Arbeiter Krause aus Lodz vom Dach ab und wurde am Morgen schwer verletzt aufgefunden. Die Tochter des russischen Verkehrsministers R u ch l o f f wurde nn Gutsparke von einem irrsinnigen Strolche schwer verletzt. Nachdem der Irrsinnige verhaftet war, schlitzte er sich den Leib auf. In K e e s k c nt e t wurden im Laufe des Samstags und Sonntags mehrere sekundenlange Erdbeben beobachtet. Während des ganzen. Sonntags wütete ein orkanartiger Sturm. Viele Einwohner lagerten im Freien. Eine Abteilung Pioniere ist eingetroffen, um bei Hinwegräunkung des Schutts und beim Stützen des Mauerwerks Hilfe zu leisten. SanScL ** Postscheckverkehr. Im Reichspostgebiet ist die Zahl der Kontoinhaber im Postscheckoertehr Ende Auni 1911 auf 56 990 gestiegen. (Zugang im Monat Juni allein 890.) Auf diesen Postscheckkonten wurden int Juni gebucht 992y3 Millionen Mark Gutschriften und über 1 Milliarde Mark Lastschriften. Das Gesamtguthaben der Kontoinhaber betrug im Juni durchschnittlich 1151/d Millionen Mark. Im Verkehr der Reichspostscheckämter mit dem Postsparkasscnamt in Wien, der Postsparkasse in Budapest, den schweizerischen Postsch.'ckbureaus und der belgischen Postverwaltung wurden fast 5 Millionen Mark umgesetzt und zwar auf 2040 Ucbertragungen in der Richtung nach und auf 9250 Ueber- lragungen in der Richtung aus dem Auslande. — Die Emissionstätigkeit. Die Emissionstätigkeit hat sich int vergangenen Halbjahr in normalen Grenzen gehalten. Die Gesamtsumme der emidierten Börsenpapiere ist nicht ; so hoch wie in dem entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Damals ergab sich für deutsche und ausländische Papiere ein 1 Nominalbetrag von 1788.83 Mill. Mk. mit einem Kurswert von i 1891.77 Mill. Mk. Für das erste Halbjahr 1911 stellen sich nach den Berechtigungen des Deutschen Oekonomist diese Zahlen - auf 1442.56 Mill. Mk. be^tu. 1569.65 Mill. Mark. Verbleicht man int speziellen bte einzelnen Wertpapierkategorien, i 10 ist vor allem die Emission deutscher Staatsanleihen hinter dem Vorjahre zurückgeblieben; während sie sich diesmal auf rund ; 200 Mill. Mk. beschränkt, ergab sich gleichzeitig tm Vorjahre ein Bettag von 625 Mill. Mk. Dieser beträchtliche Unterschied \ beruht darauf, daß das deutsche Reich ebenso wie Preußen auf J eine Neuemission verzichten konnten. Die Emission industrieller ; Werte ist größer gewesen als in der vorjährigen Parallelperiode- an Jndusttieobligationen wurden nämlich emittiert 145 Mill. Mk. gegen 51 Mill. Mk. und an Jndusttieaktien 234 Mill. Mk. Dagegen ifi die Summe der emittierten Bankaktien etwas geringer als im Vorjahre. Die ausländischen Papiere hat der Oekonomist mit einem Gesamtbeträge von 318 Mill. Mk. eingestellt, wobei wtederum betont fein möge, daß es sich bei den ausländischen ' Papieren in Ermangelung anderer Unterlagen um eine schätzungs- 4 weise Ermittelung des in Deutschland plazierten Betrages Han- delt. Relativ groß war der Betrag der zur Emission in Deutsch- S land gelangten ausländischen Staatsanleihen, die mit 247 Milk Mark (Kurswert) eingestellt sind. Mannheim, 10. Juli. Am Samstag fand hier die Er- richttlug der O b e r r h e i n i s ch e ti E i s e n b a h n g e s c l l s ch a f t Mannheim statt. Tie Grünber der Gesellschaft sind: die ^tabtgcntcjibc Mannheim, die Süddeutsche Eilenbahngesellschaft Darmstadt, die Neue Rheinau Alticn-Gesellschaft-Mamihcim die ' Rheinische Schuckert-Gesetlsck-aft in Mannheim und die Sü^ui-'ch! che Tiskontogesellschaft in Mannheim. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt acht Millionen Mark; außerdem begibt die A Geieilfck-ast sofort 12 Millionen 4 prozentiger Obligationen, die ä von der Stadtgemeinde Mannheim garantiert werden. Tie An- 1 leihe wurde von einem Konsortium aus sämtlichen hiesigen Banken J bereits übernommen. Sport. , = Radfahrer. Bei dem am Sonntag abgehaltenen 100- Kilometer-Remien des Gaues IX a des Deutschen Radfahrer-Bundes errangen in der Jimiorklasse die Mitglieder des Rad-Clubs Germania folgende Preise: 1. Preis Fr. Linker in 3 Stunden 20 Min., 2. K. Hartmann in 3 Stunden 20 Min. 2/s Sek., 3. K. Sehrt in 3 Stunden 20 Min. Vs Sek., 5. L. Käb in 3 Srunden 22 Min., 6. H. Ester in 3 Stunden 27 Min. Den 1. Preis der Senioren errang Karl Muhl, ebenfalls vom Rad- Club Germania, trotz zweimaligen Defekts in 4 Stunden 18 Min. = Athletensport. Nach dem soeben vom Verbands- vorftand veröffentlichten Preisergebnis erhiel.en auf dem zwölften Heffifchen Athleten-Verbandswettftteit des Hessischen A'hle en-Ver- bandes von den Mitgliedern des hiesigen Athleten-Klubs Einigkeit folgende Herren Preise: Richard Klaue in der 3. Klaffe dm 5. Preis; in Klasse 4 Ludw. Küßbert den 6. Preis. In der Leichtathletik erhielt H. S t a u b a ch den 9. Preis, Fr. Schnöring dm 11. Preis und G. Staubach den 17. Preis. Im Mittelgewichttingen erhielt K. Martin den 16. Preis. Zur Konkurrenz waren angetreten 194 Mann. Bei dem Stemmen um die Meisterschaft von Hessen erhielt Richard Klaue den 3. Preis. * Die Strandung des Dainpfers „Santa R 0 s a". (275 Passagiere ertrunken.) Nachträglich eingelaufene Berichte über die Strandung des Dampfers „Santa Rosa" an der kalifornischen Küste ergaben, daß die Katastrophe bedeutend mehr Menschenleben gefordert hat, als ursprünglich gemeldet wurde. Verursacht wurde das Unglück dadurch, 'daß ein starker Scheinwerfer, den in der Nähe der Strandungsstelle beschäftigte Bahnarbeiter benutzten, von dem Steuermann der „Santa Rosa" für das Leuchtfeuer von Pintu Arguello gehalten worden war. Da der durch die Strandung verursachte Schaden des Schiffes anfänglich unbedeutend erschien, machte der Kapitän keine Versuche, die Passagiere zu landen. In den frühen Morgenstunden erhielt das Schiff aber durch den starken Seegang einen Riß, der die vollkommene Spaltung des Dampfers herbeisührte. Die gänzlich unbewohnte Küste ließ, wie dem B. T. gekabelt wird, alle Notsignale unbeantwortet. Das zuerst ausgesetzte Boot wurde in der Brandung zerschmettert. Der dritte Maschinist erreichte schwimmend das Land mit der Rettungsleine, deren geschickte Anwendung die Bergung von 192 Passagieren ermöglichte. Der Nest der Passagiere, per sich aus 275 belief, ist ertrunken. Die Uebcrlcbcnben wurden in völlig erschöpftem Zustande nach Santa Barbara gebracht. * Leutenot und Arbeitslosigkeit. Nach der amtlichen Statistik des Kaiserlich-statistischen Amtes in Berlin war auch im Juni 1911 die Arbeitslosigkeit in der Reichshanptstadt und Umgebung in manchen Berufen ganz erheblich. Arbeitsuchende und besetzte Stellen standen sich folgendermaßen gegenüber: Stein- und Erdarbeiter: Arbeitsuchende 174 (besetzte Stellen 88); Bauschlosser: 919 (414); Klempner usw: 1258 (617); Drechsler': 379 (129); Bierbrauer: 2177 (1280); Maurer usw.: 1293 (439); (551a,er: 137 (20); Dachdecker und Pflasterer: 1591 (243); Steindrucker : 420 (93); Maschinisten und Heizer: 200 (81): Fabrikarbeiter: 1229 (447); Kutscher und Fuhrleute: 1053 (294). Auch in den anderen Berufen ist die Arbeitslosigkeit zum Teil recht erheblich. Die Gesellschaft zur Fürforge für die zuzrehende männliche Ju- ■tft Q J. Lilienfeld, Schuhwarenhaus 5elterswe.g 52 Telephon 298 Telephon 298 besonders empfehlenswert im Kreuzplatz 9 Giessen Kreuzplatz 9 Die Beerdignng findet Mittwoch den 12. Juli, nachm. 4 Uhr, an! dem neuen Friedhof statt. 4455 meidung von Ansteckung Volt 3931 Spezial-Geschäft 3946 Atlcndorf o. d. Lahn, den 10. Juli 1911. 1.60 1.40 1.30 0.90 Möbel Vorhänge Teppiche Wiener Mischung Holländische Mischung Santos Mischung Halb und Halb Mischung Ang 95 Bot 7.1 «HM* 1* W. etC die ii. Tas GruMeyM der fort; außerdem begibt die heutiger Obligationen, dic irantiert werden. Tie An- - sämtlichen bieügen tianfen Mtz -leier btlrStütlvl» -ich ■*> iniutetfa «KchemMim 145 Bin etwas aetinatr i wiere hot h» nJ.“ 9tJ HMHH Darmstadt. Frankfurt a. M., Fulda. Hanau. Homburg v. d. H ~ :: Limburg, Marburg, Wetzlar, Wiesbaden etc. etc. :: Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verlust und für die trott» reichen Worte des Herrn Pfarrer Hainebach, sowie dem Verein Gemütlichkeit für die grobe Beteiligung bet der Beerdigung sagen wir aus diesem Wege imugiten Lairr. Die trauernden Hinterbliebenen: Geschwister Stengel. Quedlinburg und Gevelsberg, den n. Juli 1911 Ä ber belg art ulngeset,? ff $0,tDct- ^uslandc. Uefex. 1 Zeitraum K ®n11- M nrsUrr MnSaNtoert boi, DÜCHSCHER & C= Eisengiesserei und Maschinenfabrik In Wecker-Bahnhof D. Grossh Luxemburg. — Im deutschen Zollverein. [hv’/4 Wein- und Obstpresgen mit Differential-Hebeldrackwerk Hydraulische Keltern Trauben- und Obstmühien Illustrierte Kataloge gratis u. franko! Todes-Anzeige. Heute morgen verschied sanft nach langem, schwerem Leiden mein guter treusorgender Mann, unser lieber Vater, Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Onkel und Schwager » In tiefer Trauer: Elisabethe Weber, geb. Schuchmann nebst Kindern Dora Schuchmann. Giessen, 10. Juli 1911. Die Beerdigung findet in aller Stille in Darmstadt statt. Neue hMnd. Vollhmnge „ Mljcs-Hkringe „ Kartoffel« empfiehlt billigst 3740 Georg Wallenfels Marktplatz 21 Tclevbon 46 gegenüber der Engelaporheke. Nicht strafbar sind alle diejenigen, welche ihr Ungeziefer, Wanzen, fliegen, Schwaben uiw. mit dem radikal wirkenden Mittel der Germania - Drogerie Carl Deibel Tel. 593 — Frankfurter Str. 39 töten. 3716 Statt jeder besonderen Anzeige- Gestern abend 8 Uhr wurde unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante Fräulein Luise Engel von ihrem langen, schweren Leiden durch einen sanften Tod erlöst. Rechtsschutzstelle. Frauen und Mädchen erhalten unentgeltlich liy/i Rat und Auskunft in RcchtHangclegenheiten im alten Ratbaus Marktplatz 14 Mittwoch nachm. von 6*/<—8 Uhr. Llllmspirilus «Herold Todes-Anzeige. 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