35" Die heutige Nummer umsatzt 18 Seilen. ,0 2.3 ta 2 S'O- als der Spandauer Choleraiall vom vergangenen deutlich zeigt, wie fe(jr burdi russische Einruhrgk 'M burclpr o !» a o" n 3 S JS 's» ?■ 3 ? v- LL 22 h -Z s" K Z- V- 3- r® D .2 Ha 2.SZ a 2, r?3 As iS, äs».: t ~'3 o » " ■"■ SS >*0 wuuii ovi#t/ _______ .... imuhraegenitände feine Seücke mitten in das Her; des feiKfienfreicn Teutt'chlano ein- geschleppt werden fc alsbald erloschen war. Wer bürgt dafür daß nicht im Pelchandel heute oder morgen Tierfell eine gleiche Gefahr über Leipzig oder Berlin bringen? 3 ah -V n» ? ■?8 * 2 to ö 'S c>® -2.»C ZT« „ Säl Nj E o ckö-S- 5=t3 5^3 i M "5 -5- pS er S »2 9' <» fl rl TS ' Pelzwerk und Pest. (Ein Mahn wort.) Gerade wir 35ger haben bei der uns eigenen Meten Emsickl in den Eier dargelegten Zusammenhang die besander«, PNiLl aus diese Gefahr auf'merisam zu machen. Ter Pelzhanl f hac in nn« seine leidenschaftlichen Verteidiger, insbesondere r , foroeü es sich um den Schutz allzuschwer von der Mode beb'? r.t?t Arten handelt. Eben darum wird es uns niemand verübeln dürfen, daß wir jede Rücksicht auf eine Mode fallen lassen, die — man mag die Sache drehen und wenden, wie man wolle — mit der aefteiger-- ten ilcachfrage nach „Tabarganeufellen" den schwarzen Tod über Europa heraufbeschwörtl iahen U- .. der'^eftercegec^am^Mgsten hält, schd zweifellos in erster Reihe iv; 5.® ® l&l _ 3 3 1 ta Zs.»1?« r. 52 A « e 5'3S2, l33.ör 35.2 r§3Z 2.3? " v- sl s, 25 ? ° O-" G)»(9 2*5 5 s? 2.2- q " 2. hh 51=5 ■’söa* Lr>S "SÄ HZ D- 2 s31 3o 1 M er 2:0* 2?» fl cr^ . s>2 ä-s*: S r-O än, er 5^22 A.2 AZ H- SsL politische Wochenschau. Gicsten, 11. Febr. Man sollte von einem Justi-minister verlangen, daß er fein Sureaulrat, sondern ein Mann von politischem Weitblick ist Diese Gabe sollte er natürlich nicht mit Winken und Eingrissen in die praktische Rechtsprechung verwerten, sondern er müßte im Gegenteil durch seinen Weitblick sich vor allen Schritten hüten, die ihm als Parteilichkeit und unstatthafte Beeinflussung ausgelegt werden konnten, x-ej: gellende Schrei „Klassenjustiz" müßte ihn aufmer'.sam und wachsam machen, ihn zu peinlicher Vorsicht mahnen, durste ihn auch zu mancherlei Verfügungen veranlasien, die daraus Hinauslauseil, die volle Unabhängigkeit der Richter besonders deutlich in die Erscheinung treten zu lassen. Es ist seine Pflicht, die Volksstimmung, auch die fortgeletzten Hetzereien der Sozialdemokraleii, genau zu beobachten und das Ansehen der Justiz, auch durch Vorbeugung und Meldung bösen Scheines in der Richterwelt, zu schützen. Der preußische Justizminister von Beseler hat nach dem Moabiter Lchwnrgerichtsprczeß mit dem Vorsitzenden. Landgerichts- Direttnr Unger, sich direkt in Verbindung gesetzt, um ihn ubtr einen vielbesprochenen Satz in seiner Rechtsbelehrung an die Moabiter Geschworenen zu fragen. Der Staate e fr et ar des Reichsjustizamts, Dr. Liseo, hat im Reichstag den Minister, als dieser vom „Genossen" Heine wegen dieser angeblichen „Vernehmung" angegriffen wurde, m Schutz genommen. Der Justizminister habe sich ja nur authentisch Auskunft holen wollen, um den zu erwartenden Anfragen im preußischen Mgeordnetenhause Rede und Antwort stehen baÜCSÜ nun bet Parteisekretär Hesse von der Deutschsozialen: Partei in zirka »/.stündiger einwandfreier Rede dre abgedroschenen Phrasen der roten Internationale m richtiges Licht ruckte, da wurden den leitenden Genossen die schlagenden Beweis de» deutfch^ sozialen Redners zu ungemütlich, und kurz« Land entzog der soz Vorsitzende dem sprechet für die Kandidatur D r W e r n e r d a s W 0 r t. Gerade als der Redner noch aus die arbciter- und mittelstandsseindliche Haltung der Sozialdemokratie cingehcn wollte, stellte sich die freiheitliche Sozialdemokratie auf den Standpunkt, daß es das beste sei, den Gegcnredner mundtot zu mockien. _____ — II ----ä»crV ^LL?2 r. *yar n Z. 'S er er St? LZl?" zu können. t. r ., ofY, Es liegt kein Grund für uns vor, diese redliche Absicht des Ministers zu verdächtigen und mit dem „Genossen Heine anzunehmen, der Schwurge.ichtsvor itzend? habe nur „vernommen" und vielleicht gemaßregelt werden sollen. Man darf aber bedauern, daß Herr von Beseler nicht noch weitsichtiger gewesen ist. Sonst hätte er sich denken > onnen, daß ihm feine direkte Unterhaltung mit dem Richter Verdächtigungen ein trag en würden. Für die Verhandlungen im Abgeordnetenhause hätte er sich anders wappnen müssen, und der Staatsselretär Tr. Lisco hat, als er am Montag im Reichstag den preußischen Kollegen jo rückhaltlos mit feinem Schilde deckte, wohl um die Klärung des Sachverha is und die Zurückweisung schlimmer Verdäil tigstngen sich verdient gemacht, aber eifriger dabei sich ins Zeug gelegt, als fernem staatsmännischen Ansehen dienlich war. Die Sozialdemokratie ist bei der zweiten Lesung öc* Gerichtsverfassungsgesetzes, die den Reichstag d-.e ganze Docke besckä t g e, g setzg.cher sch m t erstaunlcher Gefchaf- tig eit hervorgetreten Die Moabi.er Verteidiger ha ten ih.en immer wieder von neuem angerührten Mörtel auch in den Reichstag mitgeschl.-ppt, und s.e verachten d i tebur Gelegenheit, ihn in die Draschen des neuen Gesetzes hrnein- zuschmieren. Heber all neue Anklagen und Anträge auf Grund der Moabiter Prozesse: ob es sich um bie M-Nsche und lonsesionelle Gesinnili:g der R'.chter, de Möglichkeit chrer Versetzung oder Pensionierung, ihrer Ord.'ns- schmückung, ihrer Ernennung aus dem Verwaltungsamt oder devi Am;e eines Staatsanwalts Hande.te — alle diese Anträge wurden zwar abgiLhnt, entsesselten aber e.ne un* gezügelte Redeslut und gaben den sozialdemokrat scheu Agitatoren immer wieder Veranlassung, Verdächtigungen der Rechtsprechung in die Welt Ku schreien DaS Tollste leisteten sich die Hmsturzler am Mittwoch: als sie verlangten, „die Geschäftsverteilung müsse so geregelt sein, dan die Zuständig eit der Straflammern nach den A n f a n g * b 11 d) haben des Namens der Angeklagten und bei mehreren Angeklagten dem Ansangsbuchstabeii des Namens des ältesten Angetlagten bestimmt werde". Das waren wundervolle Grundsätze! Ter Aeltestenrat des Reichstags tonnte sich ja vielleicht ein Muster daran nehmen und die Gesetzentwürfe auch nur in der Reihenfolge ihrer Anfangsbuchstaben zur Beratung vorsehen. Ernster wurde die Beratung, als man zum Anträge des Abg. Müller-Meiningen kam, das Amt jnned in Strafsachen erkennenden Amtsrichters, eines Straftämmermit- qliedes oder des Vorsitzenden eines Schöffengerichtes nur ständig angestellten Richtern zu Übertragern Hiergegen konnte mich die Regierung keine gimndsatzlichen Einwendungen vorbringeii Mit Recht meinte^der Abg. Baifer- mann, trenn man die Zuständigkeit der 2>ch v f eng erchte erweitere, müßten die Vorsitzenden um fo unabbang gcr gestellt werden. Der Antrag wurdp angenommen, und das Ansehen der Justiz int Volke kann dadurch nur gefordert Deutsches Heicb. Im Ausschuß für das Schisfahrtsabgaben- gesetz gab der Staatssekretär des Auswärts werden. Die einschneidendsten Neuerungen im Genchtsver- fassunasqefetz betreffen die erweiterte Zuständigkeit der . Straflammern und die dabei neu geschaffene Berufungsinstanz. Urkundenfälschung, Depotunterschlagung, betrügerischer Bankerott, die bisher der Beurteilung durch die Schwurgerichte unterlagen, fallen fortan, auch nach dem Beschluß der zweiten Lesung, in den Zuftandigkeitsbereich der Strafkammern. In den beiden letzten Sitzungen, vorgestern und gestern, gerieten die Geister hart aneinander. Es handelt sich darum, ob in der Berufungsinstanz der Strafkammer auch Schössen, ober, wie die Siegierung will, nur Richter, sitzen sollen. Mit 17o gegen 142 ©tuntnen wurde gestern cm Antrag des Zentrums und der sortschrttt- lichen Volkspartei angenommen, wonach die Derufungs- lammem mit zwei Richtern und drei Laicnfcho.fen besetzt werden sollen. Da die Regierung un Ausschuß unb auch fetzt, während der zweiten Lesung wieder, wrederholl er l'lart hat, sie müsse an der Besetzung mit drei Richtern festhalten, wenn nicht daS Zustandekommen der ganzen Vorlage unmöglich gemacht werden solle, fo befindet man sich in einer ähnlich kritischen Lage, wie int Ausschuß zur Beratung des Berfass.'.ngsg-tze^es ,ü Elfatz-Lot»,ringen, wo man, dem bestimmten Beschluß der Regierung entgegen, die Erhebung zum selbständigen Bundesrat verlangte. Wenn man ziemlich sicher damit rechnen muß, daß das Versassungsgesetz für Elfaß-Lothringen scheitern wird, so darf man doch wohl mit Bestimmtheit hoffen, daß beim Gerichtsverfassungsgcfetz ein Weg der ©migung sich wird finden lassen Von so schwerwiegender Bedeutung ist chließlich die Zulassung der Laien tn die Berufungsinstanz nicht daß an dieser Frage die ganze Reform mit ihren zahlreichen Verbesserungen scheitern dürfte. Die Regierung glaubt in manchen Gegenden nicht die notige Zahl von Schöffen aufbringen zu tonnen. Wenn man auch die Hartnäckigkeit nicht ganz versteht, mit der sie an diesem Standpunkte festhält, so darf der -Reichstag doch nut gutem Gewißen einen Schritt des Entgegenkommens tun um die befürchteten praktischen Schwierig.eiten zu vermeiden. t.ao . neue Gerichtsverfajsungsgesetz sa,asft ia so ^"che volk.- , tümlichere Grundlage, daß man vorläufig recht wohl sich : damit zufrieden geben tonnte. _______________ die Tabarganenfellc zu rechnen, die in mäßig feuchtem Zustand- in Fässer verpackt werden. Diefe gelangen aus dem Weiten Transbaikaliens unb der Mongolei in größeren Tonnen zum Versanb. Am 27. November 1910 bildete dies den Gegenstand der Beratung enter außerordentlichen itzung des rusuichen -cebi-1 zinalrates in St. Petersburg. An die,er beteiligtejich auch der russische Generalkonsul in Urga, Geheimrat I. P. ^ludnnarem. s>etbcr bat der Medizinalrat es für möglich erklärt, die Emmbr von solchen Tabarganeufellen nach Rußland unter der Bedingung -u gestatten, daß jede Sendung mit einem Zeugmfse eines ru>fischen Konsuls darüber versehen werde, daß bie Felle aus einer peil frcim Gegend stammen. Selbst wenn man bie UnbeUerttichlcit und Gewissenhaftigkeit der russischen Komuln über alle Zweiset frei erklären wollte, so würde bieder Bcichlutt doch für das Zarenreich und damit für Europa verhängnisvoll bleiben. Demi e« kann nach den Untersuchungen der deutschen Pestlomminian keinem Zweifel unterliegen, daß diese Murmeltierfelle sich Über einen Monat lang in a nsteckungstüchtigem Zustande erhallen können, sofern sie nicht vor der Versendung einer starken und iu völliger Austrocknung führenden Erhibung misgetetzt worden sind Tie russische Regierimg scheint allen diesen Fragen nut seltsamem Gleichmute gegenüberzustehen unb sich der ungeheuren Verantwortung gegenüber dem gesäurten Europa kaum oder mm- bestens recht schwach bewußt zu sein, ^ies ilt um so emite^ h-r ^nnnhaucr Ebolerasall vom vergangenen Sommer doch z hl* 50 - 2- 2s" S 2.S o ,23 2.2 ff- 3ä55 ' s» 5 •nK Ans Heiden. SozialbemokratischeAgitationimWahl- kreis Gießen-GrünbergiNibba. In Hirzen« Hain fand dieser Tage eine sozialdcmokrati'che Veifamm« lunq statt, in der der Reichstagskandidat bei oOjiaibcnw ■ traten sprechen sollte. Er kam aber nicht, «ter Vorsitzende sagte, daß der Kandidat erkrankt sei. An feiner ^stelle sprach der Genosse Stadtverordneter Habicht aus txraiil« fnrt a. Main. Dem „Büdinger Allgem. Anz." entnehmen wir folgende Schilderung dieser Versammlung, die dem sozialdemokratischen Kandidaten Beckmann schwerlich Nuhin gebracht haben dürste: Tie Rede glich einer wüsten Schimpferei von Anfang bis zu Ende. In gehässiger unangenehmer Weise wurde alles was unfer Vaterland groß, mächtig und stark gemacht hat, in den Staub gezogen. „Schon die Kinder würden in den Volks, "d’uten regHrcdit in ber Umvohr he 11 ne übt , sagt, der Redner. Man lüge ihnen vor, daß das ^eutfchr Reich 1870/71 gegründet worden sei. Unseren alten Jiaifer Wilpemr nannte er nur den .stardMcnprinz. Tu «ozmlbemokra en wollten Militär, viel mehr Militär als die bürgerlich, n lortucn „Aber wir brauchen nur e i n e v l e r w ö ch i ae Ausb , ldu n g im Schießen, wozu jeder 18jährige junge Mann herangezogen werben soll. Unsere Schießprügel soll aber jeder zu vauje an der Wanb hängen haben, und wenn mal wieder jemand von »erlangen We. wir sollten aus Baier unb Mutter.fineSen, dann wüßten wir schon waä iu 1 r mit ben a, t n J ctn an zu fang en hätten." Tann brültetc nch der Genosst damit, daß er in seiner Militärzeit bie A-ranhuTter Volksstimme in der Kaserne verbreitet habe. Den „Wahren ./.akob , ein <203. Wikblatt, habe er in das Kasino zu den Offizieren hinemge schmuggell. Sie hätten ihn nicht erwischt babci, dazu wäre er DlCt glXit ’fatnVo a brt an bie Reihe seiner Ausführungen. Kose« Worte wie: „H a l l u n k e n d e r p r e u ß i s ch en R egteru n a . „Von der Regierung bezahlte ^p,Helbande "Lchuhleutcdie^ht Bluthunde gerufen hätten" hagelten aus die friedlich dasihenben Zuhörer hernieder. Es war ekelhaft. Die Spitze hat aber bei: 05^ nosse jedenfalls bannt erklommen, als er in 6ut geheuchelten Schauspielertone mit hohler Stimme bie Worte aussprach „2Beib und Kinder werden in Friedenszeiten totgeschlagen, und d'esen Missetätern hangt man für ihre Schandtaten noch Olden auf die Brust, damit man das Blut am Sabel nicht liebt. Und als der G e g e n r c b n c r , der Deutfchfoziale Partei,ekretar Hesse, in der freien Anssprache darauf himvies, datz her ^Efermt nur eine Hetzrede vom Stapel getanen hatte, da erwiderte der Genöße. Habicht, baß dies der Zweck seiner Rede gerne,en jei, unb sollte er das heute abend erreicht haben, die Leute aufzuhehen gegeii die veibammte Zufriedenheit, bann wolle er hochoes Frantfurt a. M. zurückkehren., ^onn gmg bas H^unterren,en des Deutschen Vaterlandes in folgendem tile werter. Verwesung nahe, verrottete unb vermoderte deulfche Reich, könne nur durch bie Sozialbemokratie verbessert ^werden. „Im beut > scheu Reiche heißt es nur „Steuerzahlen->solbatenspielen-Munb> Zum Tode Bernhard Zuphanr erfahren wir noch: Die Grünbe des Selbstmords, über den wir schon berichteten, sind nicht angegeben, unb so läßt sich zunächst nichts barüber aussagen, ob Familienleib, das dem trefflichen Manne allerdings nickst erspart geblieben, oder eine geiftige Verdüsterung ihn in den Tob getrieben bat- Suphan war in Rorbhausen am 18. Januar 1846 geboren, hatte also vor kurzem das 64. Lebensjahr vollendet: 'er studierte in Halle unb Berlin llassische Philologie, wandte sich aber später der deutschen Lüeraturgescknchte zu unb bemühte fich in erster Linie um bie Renaissance Herders, der er tiefgreüenbe .Studien widmete und zu der er durch eine mustergültige Ausgabe von Herders Werken (mit Redlich) wesentlich beigetragen hat. 1887 wurde er als Nachfolger Erich Schmidts an bie Spitze des Goetlfe-Archios (seit 1889 Goethe und Schiller-Archivs) berufen, das er um bedeutende Schütze bereicherte. Unter Suphans Leitung sind dem wichtigen nationalen Arcknv nicht mir viele Goethe- unb Schiller-Urkunden, sondern auch ganze Nachlasse ^anderer bedeutender deutscher Dichter wie Dtto_ Ludwigs und Friedrich Hebbels hinzugewachsen. Tie letzte große Erwerbung bicicr gelingen Schatzkammer, deren Kostbarkeiten Suphan gern in trefflich organisierten Ausstellungen dem großen Kreise der Litercchir- freubigen zum Genüsse darbot, war jene Don Earlos-Hanblchrift Schillers, bie der Dickster, wie die Voss. Ztg. mitteilt, einst an Scoröder in Hamburg gesandt hatte. Mit bet Verwaltung des Archivs vereinigte SuplfMi eine rege literarisch Tätigkeit, Er war an der Leitung der Goetheschen Sophien-Ausgabe mitbeteiligt, veröffenllickste wertvolle Monographien und war auch an den feinsinnigen Publikationen der Goethe-Gesellschaft, in deren Vorstand er lange Zeit wirkte, hervorragend beteiligt. Suphan bereinigte vornehmen Gelehrtenwitz und Sinn für Anmut des Stils mit gründlichstem Wissen. Von anderer Seite wird aus Weimar noch gedrahtet: Ter Tod Bernhard Suphans, der bis gestern abend noch im Archiv tätig war uiid dem niemand ein so plötzliches Ende vrooheLeit härte, ist morgens zwischen 4 und ö Uhr eingetreten. Obgleich er im vergangenen Sommer einen längeren Urlaub wegen eines Nieren leidens genommen hatte, schien sich sein Leiden dock wesentlich gebelfert zu haben und seine Arbeitskraft war dadurch nicht merkbar beeinträchtigt worden, lieber die Todesursache gehen bie verschiedensten Gerückt- um. Tatsache ist, daß bie Pensionierung den alternden und etwas empfindlichen Gelehrten seelisch stark erregt hat. Auch mögen Verlchltnisse privater Natur nickt ganz ohne Einfluß auf sein Gemütsleben geblieben sein. Jedenfalls eiben nicht körperliche Indispositionen allem seinen Tod befchicunigt. -xi-r schwarze Tod, der nachgerade ganz Em:opa bedroht, w°° ich- wenig b-achi-i & .auf bu roeui.n nnh aefbrn Jäger in der Mandschurei zuruckzusuhren, die dort dem ^t ep p en-^Murmeltier nachstellen, das unterem wisfen- sckastlicken Namen Arctomys bobac, auch wohl schlechthin „Bobo S$ss .8 ä» außerordentlich ernste Warnung. . Die furchtbare Bedeutung dieser neuen Gefahr trat iw^Oktober- stahres hervor, als m Eharbm mit der Bahn Aei aus Mandsckmia kommende pestkranke Chinesen anlangten, ^in esnwiert el F^fäM^ebr a ck twc/'b e r ei ts^ nÄ^vi^Stmiden ä b,6 °iei- ä L M z VL cvJt ,u* Ort gegen das dickster bevölkerte Land vorgeickooen hat ZuÄ wurde sre^an der Straße Zizikar-Blagowe.chttchentt bLbaZet !md drang von dort aus nordwärts vor. , Welche FoNsckrritte die Seuche seitdem auch gegni Pettng nnd^banabai hin gemacht hat, wie lehr |ie unser Kiautickou Srnhf 1111b' welche Ox'sahren der Aberglaube der dbuicien für ”e„mXn Teufel", heiaufbeschwört. ist tag- täglich in allen Zeitungen zu lesen. T.aaeacn wird dem Karnickel, das angefangen hat, dein ^ttnoenmurinettier, noch keineswegs d 1 e Aufmerksamkeit geschenkt, Ae es^der verdient! ES muß doch sehr ernstlich in Erwägung aezooen werden, und in der Litzmig der Budgetkommiiiwn des irom 31. Januar wurde auch mu Recht bereits auf ^Notwendigkeit hingewiesen, ob bic zur Abwehr ber Beit an un'ier'n (fem-.cn in- -anbei getam Mastregeln latiachlub an unjt _ r?tnge wir. in nickt unoebuigt be- wenn ma.. folgende 1. . it bemerfeneiüvrie Ta^ Zu ben Gegenständen, auf eenen nch Z r-r c- 5-= 2» 23 Q «5 0- |W-* o »5? 7? 3 — 2 - q " vZ. Nr. 56 Erster Blatt 16b Iahrgang Samstag, Abmar M ♦UljyWJVlg s,S"«ä General-Anzeiger für Cberyefsen sssä InMbmröon^ng'en Botationsörud unö Verlag der SrW'schen Unio.-Bud)- und rieindruderei R. Lange. Rcbaltion, «rpeöttton und Drudereh Schulstraße 7. . E d-u; iür d-° für bie ^ageeniunmer Büdingen: Fernsprecher Nr. 50 Seschäslrftelle vahnhosstratze Iba. ________________________________: bis vormittags o iiqr. 3 " ,r ...____—————— Boden liegen. tzen Erklärungen ab, die vertraulich zu behandeln waren. Die Berichte, die von einigen Blättern über seine Erklärungen auf Grund von Indiskretionen veröffentlicht worden seien, seien vielfach sinnentstellend. Im besonderen bezog sich die Wendung, daß der Staatssekretär die Opposition gegen den Gesetzentwurf im Auslande nicht tra- 2UidlaiiO. Der französische Senat nahm in zweiter Lesung den Gesetzentwurf an, welcher die gesetzliche Zeitbestimmung für Frankreich abändert, um sie mit dem in Europa herrschenden Zeitsystem in Einklang zu bringen. Ferner wurde der schon von der Kammer genehmigte Ge,etz- entwurf über die Bezeichnung der Champagner und Weine angenommen. Handel. ** 4»/o Hamburger Staats-Anleihe von 1911. Die B an £ für Handel und Industrie hier ist ebensalls an der Uebernahine der Anleihe beteiligt und nimmt Zeichnungen entgegen. Diese Baut ist außerdem auch ZeichtMlisssteUe juL bie neue 450 Bayerische Staats-Anleihe. b. Diez, 10. Febr. In Altendiez trank heute mittag in einem unbewachten Augenblick in der Wohnung seine, Großmutter das 3 Jahre alte Söhnchen des Anton Stein aus einem Glas, in dem sich unverdünnte essigsaure Ton« erde befand. *■’ ~ Der rasch herbeigerufene Arzt stellte Sßer» giftung fest, doch hofft man, das Kind am Leben zu erhalten. Als die alte Frau nach einiger Zeit das Zimmer wieder betrat, fand sie das Kind bewußtlos am Eingesandt. Gießen, 11. Fckr. Wahlbetrachtuugen. . ^teiu harr aufeinander treffen, gibt' der falte Stoff feine Funken heraus. So geht es auch oft bei Wahl- llimplen. Als vor wenigen Wochen ein freisinniger Redner von der „Ueberbrüllung der Gegensätze", von der „Ausfüllung der Kluft zwischen Bürgertimr sprach, da hüllten sich die sozialdemo- kratrlchen yiefigen o'Uhrer in Schweigen und behielten ihre lieber- zeugung von der Notwendigkeit des Klassenkampfes tief im Busen verwahrt Selbst „Brutus" schwieg. Jetzt, wo die Wahl int eressen die Verbündeten wieder getrennt haben und Freisinn und Sozial- demlokratre um bic Seele, d. h. um den Stimmzettel des Arbeiters ringen, wird auch ter Funke geweckt und heraus fliegt das Wort 01011 7^ aWnenüigfett des Klassenkampfcs, selbst wem: alle von >em linksstehenden Bürgertum geäußerten Beschwerten befriedigt Eyu_ l,t lmn wieder die gähneiide Kluft aufgerissen. Das höhnende Wort „Jllusionspoliliter" scheint zwar nicht in veuchelheim gefallen zu sein, aber es muß doch dort den Herren, denen^es schon mehr an den Kopf geschleudert wurde, uat und m die Ohren geklungen haben. „ 1 i1 £.r uaNip i", d. h. Oer Kampf nm die Verstaatlichung aller Produktionsmittel — „muß durchgefochten werden", klang es scharf aus dem Munde des Herrn „Brutus". Dort ist! allerdings fttt „bürgerliche Jllussionen" fein' Raum. 1 Und doch d*cin* uicht geheilt zu sein. Immer noch will man ten Begleiter em ^>tück Weg lang bilden. So hat auch Hers H f a r r er K orell sich für die „l o u st i t u t i o n e 1l e Fabrik- ?^C in * U n 9 ' ocm Steal des Herrn Reichstagsabgeordneten .' s *5?^lrnn Egesprochen. Eine gewiß schöne Aussicht für unsere ^ndustriAlen uni) alle, die mit fremden Kräften arbeiten! Die Erreichung soll nach einer Meinung allerdings noch in weiter erne liegen. Die Verstaatlichung der Großbetriebe, die ein anderer freisinniger Redner aus Gießen in Heuchelheün für nottoenOig erachtet haben soll, wird ja nach der Ansicht des- Ielbcit Herrn erst in etwa 10 Jahren kommen. mann gelangt von hier aus nach Bremen, Frankfurt und 'München zur Ausstellung. ** Typographische Ausstellung. Morgen, Sonntag vormittag, von 10—1 Uhr findet im Zeichcusaale der Stadtknabenschule eine von der hiesigen Typographischen Gesellschaft veranstaltete Ausstellung von Arbeiten der k. k. Lehr- und Versuchsanstalt in Wien, statt. Der Eintritt ist freu ** Aus der Eisbahn finden morgen zwei Konzerte statt, das anstelle des Anlage ko nzerts stattfindende bei freiem Eintritt. ** A r 6 e itsvergebung. Zu der Notiz, daß der Firma Th. Bruck, hier, ter Zuschlag auf die Betten für die hiesige Irrenanstalt erteilt worden wäre, sei ergänzend mitgeteilt, daß der Firma F e r d. N e n n st i e l von den 238 Matratzen 66 Stück zur Lieferung übertragen wurden, und zwar Roßhaarmatratzen. '' Kriminalwachtmelster. An Stelle des zum Polizeisekretär gewählten Kriminalwachtmeisters Pfeffer wurde in der letzten Sitzung der Stadtverordneten Kriminalschutzmann Zink zum Kriminalwachtmeister ernannt. ** Silberne Hochzeit feiern am Montag der Zugführer Friedrich Althof und seine Ehefrau Llsette geb. Bernhardt. „** Maul- Und Klauenseuche. Neue Ausbrüche der Seuche sind gemeldet aus Weitersweiler, Regierungsbezirk Pfalz; Fin stin germo ß, Regierungsbezirk Oberbayern; Licht en au, Baden. Landkreis Gießen. , Annerod, 10. Febr. Der hiesige Kappenklub beabsichtigt am Sonntag in dem Saale bei Gastwitt Wächter sein Wintervergnügen zu feiern. = Seigenem, 10. Febr. Der Kaninchen- und Geflügelzucht-Verein Leihgestern hielt kürzlich seine Hauptversammlung bei Gastwirt Tern ab. In den Vorstand wurden gewählt: G. Schrader als erster, W. Dem als zweiter Borgender, W. Neeb als Schriftführer und I. Hagele als Äajierer. Es wurde beschlossen, daß am Sonntag, 18. Febr. ein Preisschießen bei Gastwirt Dem statt find en soll. Hierzu wurden verschiedene Preise gestiftet. Ferner wurde beschlossen, vom 1. April auf eine Fachzeitung zu abonnieren. Fast alle Mitglieder waren zugegen. Die nächste Monatsversammlung soll Samstag, 4. März, bei Herrn Bender stattsinden. --Garbenteich, 10. Febr. Dem Gesangverein „Viktoria" ist ein erheblicher Betrag an Geld zu Zwecken für Gesangspflege zuteil geworden. Sttmmehr beabsichtigt er, für nächstes Jahr einen großen Gesangswettstreit veranstalten. Kreis Alsfeld. = Ilsdorf, 10. Febr. Unsere Eisenffc.ingrüben werden feit einiger Zett mit Keroslompen (nicht mit elektrischen Lampen) beleuchtet. Kreis Lauterbach. . P- Schlitz, 10. oebr. Schon wieder sind in der gestrigen Nacht Einbrecher hier tätig gewesen. Bei Herrn Tr. Aistermaun, Poststraße, wurden alle Räume wahrscheinlich nach Gecheswert abgesucht, aber vergebens. In der ttiidje tat man sich gütlich an Butter, Schinken usw., auch eine angebrochene Flasche Wein wurde geleert. Ein Barbetrag von etwa 20 Mt., der Köchin gehörig, blieb dagegen unberührt. Einen weiteren Besuch machten sie (es soll sich um zwei handeln) im Lass Jungoütt, auch dort Die Pest in China. 10. Febr. Die russische Regierung entt endet aus Wunsch und Kosten der chinesischen Regierung zur Er- orschung und Bekämpfung der Pest eine wissenschastliche Expedition nach China, an deren Spitze Professor Sabol et ny steht. Peking, 10. Fcl>r. Di- Pest breitet sich in der gnnzen Mandschurei aus. In Nordchina ist die Verbreitung noch gering. In Kwangtschoengtfe hat sich die Lage ver- schlimmett. In Cbarbm laßt die Seuche nach, da die Bakterien geringere Gefährlichkeit zeigen. Eine weitere leichte Zunahme hat m Tientsin und Tschifu stattgefunden; in anderen Städten ist die Lage unverändert. Die Regierung warf etwa 7oO 000 Eaels sur SNaßrcgeln zur Bekämpfung der Pest aus tereffe der Frauenbewegung fuhren sie in aller Herren Lander. Ihre wissenschaftliche Tätigkeit mht indessen keineswegs, wertvolle Studien, namentlich über Voltaire sind deren Ertrag. Ueber die Frauenbewegung hat sie neben zahlreichen Broschüren und kleineren Arbeiten das sehr klare und übersichtliche Handbuch „Die moderne Frauenbewegung" (Leipzig, Teubner, 2. Aufl. 1909) veröffentlicht, das sich auch zur Einführung in die Probleme der Bewegung trefflich eignet. Die jüngste Veröffentlichung beschäftigt sich mit einem Thema, das sich mit ihrem Vortrag am Montag berührt, mit dem Erziehungswesen (,,Moderne Jugend." Ein Wegweiser für den Daseinskampf. Münckeu, Reinhard). — Die besonderen Schwierigkeiten, die alle die zu überwinden haben, die zu Ueber- gangszeiten sich ihren Platz erringen, haben ihre Kräfte gestählt. fiel den Spitzbuben kein Geldwert in die .Hände, doch wurde den offen stehenden Speisen und Getränken zugesprochen. Mit einem Polizeihund verfolgte man die Spuren, jedoch ist bis jetzt noch nichts von einem Erfolg bekannt. Kreis Friedberg. L. Friedberg, 10. Febr. Gestern vormittag fand in ter Turnhalle des Seminars die Entlassung der letzten Parallelklasse, der Oberklasse (Kl. la) statt. Der Direktor machte den ans dem Seminar Scheidenden die Mitteilung, daß die ganze Klasse bestanden habe. Ten Samstagabend werden die Entlassenen int Saalbau ihren Kommers abhalten, zu dem viele Einladungen ergangen sind. — Tie städtische Gewerbe-Akademie, die früher eine Pttvatanstalt war, wird demnächst die Feier ihres zehnjährigen Bestehens feiern. = Friedberg, 10. Febr. Die Stadtverord- neten-Ver sammlung bewilligte den Vetranen mit weniger als 1800 Mk. Einkommen einen Ehren sold von 25 Mk. Starkenburg und Rheinhessen. m. Offenbach, 10. Febr. In der gefttigen Stadtver- ordnetensitzung wurde der Antrag des Stadtv. Fr. Nessel, wonach die Kricgsveteranen mit einem Einkommen bis zu 1500 Mark von den Slommunalfteucrn befreit werden sollen, abgclehnt, dagegen beschlossen die Stadtverordneten, den Veteranen zu Weih^ nachten eines jeden Jahres eine Ehrengabe von 25 Mark zu gewähren. d. M ainz, 10. Febr. Gestern abend traf der G r o ß he r z o mit Gefolge und dem o. Hombergk im Automobil an der Stadthalle zur Teilnahme an der Karneoalsitzung ein. Der Landesfürst wurde über die rheinseitige Terrasse nach dem blauen Terrassensaal, der in ein Fürstenzimmer umgewanüelt war, geleitet. Nachdem der Großherzog unter einer herrlich ausgeschmück- ten Nische Platz genommen, wurde er vom Präsidenten Glotzbach begrüßt. Hierauf wurde der Großherzog mit den übrigen Ehrengästen durch das rheinseitige Foyer, während auf beiten Setten die Prinzen- und Ranzengarte in ihrer schmucken Uniform Spalier bildeten, nach dem Haupteingang ter Stadthalle geleitet Unter Trommelwirbel der Garden gingen die Herrschaften in die feenhaft beleuchtete Halle, vor der Tribüne war ein kleines mit Blumen und den närrischen Fahnen geschmücktes Empore errichtet, auf dem die Herrschaften Platz nahmen. Dem Großherzog schien das hubfche Arrangement und die mtt Narrhailesen angefüllte Halle große Freude zu beretten, denn er lachte vergnügt mü seiner Umgebung. Bei dem Großherzog hatten außer dem Gefolge und dem Minister, der Gouverneur v. Schlüssen, Provinzialdirektor Geheim erat Dr. Breidert, Oberbürgermeister Dr. Gvttelmann. Eisenbahndirektionspräsident Dr. Michaelis und Landgerichtspräsi- dent Dr. Hangen, Platz genommen. Nach dem närrischen Er- offnungsspiel fand der Einzug des Komitees statt. Der Präsidew Dr. Renn hielt eine Begrüßungsansprache. Es wurde hüranf das Ehorued: „Froi/iocke nun, ou sroye nmot im grünen Rheines- tal, — Heil dir Mognntia! — Dein Landesfürst ist da!" mit Begeisterung gesungen. Nach Verlesung des närrischen, Humor« vollen Protokolls durch Settetär Huy jr., erfolgte die Begrüßung des Großherzogs durch den Präsitenten Dr. Renn, die mtt einem dreifachen Hoch auf den Lantessürsten schloß. Es folgten m bunter Reihenfolge mtt Schlagern versehene Vorträge, ein Zwiegespräch, ein Pislonsolo und Lieder des Opernsänger Rupp Die Sitzung war eine der glänzendsten, die jemals stallgefunten Erst am Schlüsse, als das letzte Lied angestimmt wurde, verließ der Großherzog die Narrhalla. Hessen-Nassau. ft- Rod heim a. d. B., 10. Febr. Landwirte und Obst- baumzuchter Hagen sehr über den H a s e n f r a ß an ihren Obst- baumpflanzungern Auch in unserer Gemarkung ist der Schaden sehr beträchtlich, sind doch in der Gemeindebaumschule sämtlichl Stämmchen angefressen. w Griesheim a. M., 10. Febr. Heute vormittag geriet der 15jährige Sohn des SägewerkspächterL van Venroy in eine Masch inen weile und wurde voll, ständig zermalmt. gisch nehme, sich lediglich auf die Protestkundgebungen ausländischer Interessentenkreise. Die Erklärungen auswär- tiger Regierungsstellen berührte der Staatssekretär hierbei nrcht. Der Magistrat von Berkin hat beschlossen, der Stadtverordnetenversammlung die Erhebung eines Zuschlages auf die Einkommen st euer von 110 Proz. und aus die Grundsteuer von 165 Proz bei gleichzeittger Erhebung der Lustbarkeitssteuer vorzuschlagen. Aus Marienburg wird amtlich gemeldet: Bei der Landtagsersatzwahl in Elbing-Marienburg wurde der Gutsbesitzer B ä r e ck e - Spittelberg lDeutsch- fonf.) mit 297 Stimmen gegen den Stadtforsttat Schröder (Vaterl. Wahlverein) bei 201 Stimmen gewählt. Die Gesamtzahl der abgegebenen Stimmen ist 498. ** Stadttheater. Tie zärtlichen Verwandten. Hierauf: > Ter Vetter. Zum Gedächtnis des 100. Geburtstags von Roderich Venedix, dessen harmlosen Lustspiele einst uniere Großeltern . vegeisterte, wurden gijlein alc,..> /uii |. Lor Stücke angeführt und zwar mit -einem großen Lacherfolg. In Nr. 12 der Gießener Familienblätter wurde Benedixens Schaffen eingehend gewürdigt, und es ist keine Verkleinerung des alten Bühnenpraktikers, der mit all seinem Wesen so ganz in seiner Zett wurzelte und sie mit seinen Lustspielen unterhielt, wenn man den gestrigen Erfolg in erster Linie der für unsere Verhältnisse geradezu glänzenden Darstellung gutfajreiut. o.uie vfseil,üy-ttüy lorgiäiiige Vorbereitung wetteiferte mit der guten Laune der Darsteller, die, jeder nach seinem Können, ihr Bestes gaben und die Zuschauer trotz der langen Tauer der Vorstellung bis zum Schlüsse aufs angenehmste unterhielten. Neben unseren einheimischen Darstellern trat Marga Reh na, zuletzt am Deutschen Theater in Philadelphia, auf, die für die nächste Spielzeit als Naive in Frage kommt. Klare Spielform und lebhaftestes Temperament vereinigten sich mit einer guten Stimmbebandlung zu einem recht vorteilhaften Gesamteindruck, besonders als Ottilie in den „Zärtlichen Verwandte n", aber auch als Wilhelm im „Bette r" gefiel sie recht gut. Von den übrigen Mitwirkenden ist an erster Stelle Lore Scholz zu nennen, die sich zu einer vorzüglichen „komischen Alten" entwickelt hat. Ihre liebesehnende Irmgard war von famosem Humor getragen und reizte zu beständigem Beifall. Rudolf Goll spielte den Oswald in seiner schlichten, herzvollen Art und Elly Gühne als adelsstolze Adelgunde war von köstlicher Wirkung. Prächtig in seiner anmaßenden Beschränktheit war der Schümmerich Hermann Nordens, liebenswürdig und herzlich Eva Gühne und Karl Marx als Liebespaar Voll freundlicher Milde und herzwarmer Jnnigkett war Fränzi K o ch als Thusnelde und auch als Luise im „Vetter", ten Hermann Norden ausgezeichnet darstellte. Hilde Engel war eine allerliebste kleine Pauline, Karl V o l ck ein gestrenger Papa. Auch der äußere Rahmen der Vorstellungen war recht gefällig und anheimelnd, den Leiter verschwieg der Zettel, der sich mit dem festgesetzten Ende der Aufführung fast um s/4 Stunden geirrt hatte. /<. N. ** Stadttheater. Zum Gastspiel des Wiener Kunsttheaters am Freitag, 17. Febr., dürfte folgende Besprechung der „Neuen Fr. Pr." interessieren. Die Geschichte von dem bäuerlichen Romeo und der bäuerlichen Julia, die trotz der Feindschaft ihrer Väter nicht voneinander lassen und, statt den gefürchteten Dopeplselbstmord zu verüben, in eine einsame Sennhütte flüchten, wo sie ihrer Liebe selbst, den verweigerten Segen geben — die köstlich frische und freie Handlung hat von ihrer Wirksamkeit nichts verloren. Das Ensemble, zum Teil von Wiener Bühnen her bekannt, hat in trefflicher Schulung ein ansehnliches Kunstniveau erreicht. Eine kluge und zielbewußte Leitung zeigt sich im einzelnen wie in der Gesamtwirkung. Die große Wirtshausrauferei am Schluß des zweiten Aktes war ein kleines Meisterstück der Regie. " Kunst verein. Die Gemälde-AuSstellung bleibt von Montag ab wegen vollständigen Wechsels der Gemälde einige Tage geschloffen. Die ausgestellte Kollektion Prof. Dett- Heer und Flotte. Wie das Wolffsche Bureau erfahrt, ist der N a ch f o l g e r des Generals d er Infanterie v. Woyrsch, des bisherigen kommandierenden Generals des 6. Armeekorps, der Kommandeur der L Divisi7on, Generalleutnant von fP r i tz e l w i tz. , Aus und Land. Gießen, 11. Februar 1911. • * Tageskalender. S t a d 11 h e a t er: Sonntag nach- rnittag 3^ Uhr: ,T e r fidele Bauer"; abends 772 Uhr: „Glaube und peima Kroubauerscher Quartettverein: Wohltatigkeits- konzert im großen Saal des Gesellschaftsoerems. Sonntag nachmittag 5 Uhr. K Kinematograph: Neuer ©pieLplan. Biograph: Neuer Spielplan. A n l a g e m u s i k am Sonntag vormittag ll1/, Uhr auf der Eisbahn. Operettentag. 1. Ouvertüre zur Operette ^Leichte Kavallerie^, von Fr. v. Suppe; 2. Fantasie a. d. Operette .Ein Walzertraum^, von O. Strauß; 3. Mimosa-Walzer aus der Operette .Die Getiha", von Jones; 4. Marsch a. d. Operette .Der Obersteiger" von Zeller. **Finan-Minister Braun. Das in diesen Tagen ^erstattete Gutachten des Direktors der Klinik für innere 'Krankheiten, .Univ.-Prof. Dr. Voit in Gießen, und des behandelnden Arztes, Scur.-Rat Dr. H o s f m a n n in Darmstadt, spricht sich n. d. Darmst. Ztg. dahin aus, daß sich sder Minister von dem am 22. Oktober 1910 erlittenen «Anfall in der denkbar günsttgsten Weise wieder erhott habe. Die jetzt noch bestehenden, nicht mehr bedeutenden Störungen ließen ihr gänzliches Verschwinden und die Wiederkehr «vollständiger Dienstsähigkeit erwarten. Absolute Enthaltung von allen Dienftgeschäften sei aber noch für ein weiteres Vierteljahr dringend erforderlich. Finanzminister Braun hat dementsprechend einen wetteren Urlaub an- -getreten. " Hessischer Adel. Der Großherzog hat den dem ordentlichen Proseffor an der Technischen Hochschule zu Darm- istadt Geh. Baurat Maximilian Aug. Leo v. Willmann verliehenen russischen erblichen Adel für sich und feine gegen- madigen und zukünftigen ehelichen Nachkommen beiderlei Ge- schlechts anerkannt. * * Erledigte Lehr er stell en : Die mtt einem evang. Lehrer zu besetzende zweite Lehrerstelle an der Gemeindeschule Ku Ober-Finkenbach; , die mtt einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindelchule zu Unter-Ostern. Dem Grafen zu Erbach-Erbach steht das Präsentationsrecht zu. * * In d en Ruhestand versetzt wurde der Weichensteller 1. Klasse in der Hessisch-Preußischen Eisenbahnge-, meinschaft, Wilh. Horn zu Gießen. " Der Vorstand der Landwirtscha ftskammer hielt am Freitag eine Sitzung ab, in der die in diesem ,Jahre notwendigen Wahlen einer Besprechung unterzogen und die demnächstige Vornahme der Revision der Satzungen jber Landwirtschaftskammer beschlossen wurde. Die in Aus- isicht genommene M u st e r - O b st p f l a n z u n g soll in der Nähe von Bensheim errichtet werden. Dem Ausschuß Rheinheffen wird zur Gewährung eines Zuschuffes an den Obst- und Gartenbau-Verein Ober - Ingelheim zur Unterstützung des 'dortigen Obstmarktes ein größerer Betrag vorlagswetse überwiesen. Zur Gieß euer Reichstagsersatz wähl. Am Donnerstag abend fanden n ation allib er a le Versammlungen in Burkhardsfelden und Oppenrod statt, in denen der Kandidat Prof. Gisevius, sowie Reck)tsanwatt Kaufmann und Oberlehrer Dr. Krausmüller sprachen. Tie _ Ausführungen der Redner wurden mtt großem Interesse ausgenommen, die sich anschließenden Aussprachen verliefen sehr lebhaft und anregend. Am Samstag und Sonntag beaüsichttgt die nattonalliberale Partei in Daubringen, Staufenberg, Ruttershausen, Weitershain, Bernsfeld, Atzenhain usw. Versammlungen abzuhalten Fortschrittliche Versammlungen fanden am ,Donnerstag in Weickartshain, Ober-Bef singen ynb Reiskirchen statt. In ihnen sprach Reichstags- 'kandidat Pfarrer Korelü 13 " Das Konzert Yvette Guilberi ist abgesagt worden, wie' erst heute nutgcleilt worden ist. **ZumVortragSchir macher schreibt man uns: Damit Dr. Käthe Schrrmacher, die am Montag, 13. Februar, abends 8V2 Uhr, im Hotel Schütz über das Thema „Mutter und Sül)ue" spricht, ihren Hörerinnen und Hörern kerne ganz fremde sei, teilen wir auf mehrfachen Wunsch . folgendes über ihren Lebensgang mit. Geboren ist sie in Danzig, sie studierte in Paris, legte dort das Staats- exameu ab und bezog darauf die Universität Zürich. Wie . bie erste deutsche Privatdozentin Dr. Elise Richter, in ' Sbicn, promovierte sie in der romanischen Phi^uvgie und : 5tüar mtt einer Dissertation über Thsopytte de Viau, einen Sanger des 13. Jahrhunderts. Seit 1895 ist Dr. Schir- : macher ur Paris ansässig und von dort aus Mitarbeiterin । oer bedeutendsten deut)men und österreichischen Zeitunaen i mni) Zettlchnften, Zahlreiche Vortragsreijen im Iw- . PftJ.d.StZ. Zahn-Creme Mundwasser Passiva. Aktiva. X 4,352,852'44 11,658,145 9Ö 479,13g 2i.l 8,407,500 8: 40 80 20 84 M | 580,83-',778 6; Debet» Per 91 14 24,974,42U| 17 24,974,4^0 Die 1022 SBiefctf, den 11 Februar 191L res»ft Diiunj am 31. L)ezemoer 1910 8229.57 Die Zahl der Mitglieder betrug am Anfang des Geschäfts. 1021) äbzugeden. 1025 Körber. rlost-Conto nltimo Dezember 1910. 50 5 80 26 14 71 76 395,553,100 122.683.10" 535,599 23,168,891- 761,640 258,675 249,714 Landwirte und Cif:1 raß an ihren Lbj- ■ung ilt der Schade!' faumfüult fimtlidy fitute vormittag Sögewerlspächteri und wurde wfl» 299,009 552,467,100 5,646,431 168,700 7u0,0 0 500,00-1 506,76:1 X 19,863,870 Cassa und Guthaben bei Banken KüMenbestaud Giroguthaben bei der Beicbt-bank und bei der Vereiusbank in Hamburg Gutbabeu in lautender Rechnung bei der Deutschen Bauk und anderen ersten Bankhäusern . . Wcchsel-Conto Effekten*Uouto(nom. JC 11,210,000.— 3®/eige Reichs- uud bnudesstaat- hcbe Anleihen, eingesetzt mit 75 % davon insPfaudbrieideckungsregister eingetragen ^6,250,000.—) Darlehen aut Hypotheken . . . Hypotheken (davon ins Deckungs- regisier eingetr. JL 5.52,017,879.37) Fällige Hypotheken-Darlehns- zinsen (iückständig 58,7ö7.19) . Grundstück-Conto Baukgebäude-Couto Hamburg Baukgebäude-Conto Berlin . . . Debitoren in laufender Rechnung em köstlicher Genuss! N® 35 885,725 150,000 4,074,824 jaHreS .... Während 1910 gingen zu üebereinstimmnng mit den Bflcbern der Hypothekenbank m Hamburg bescheinigen wir hiermit, Hamburg, den 16. Januar 1911. Rudolph Peltzer. Gustav Müller. Aktienkapital-Conto . . . . Ordentlicher Reservefonds . . . Reserve-Conto 11 (erhöht sieh durch die diesjährige Zuwendung ans dem Reingewinn auf «X 4,7u6,774.92) Hypulhcktnplaiidbriefe, 4°QÖBATT Durch den Tod auSgeschiedeu . Mithin Bestand am Ende .... Saasen, den 10. Februar 1911. Ä ko4 zusammen, jedoch steht noch nicht fest, ob die Begegnung aus der Fahrt nach Korfu oder auf der Rückreise statt- finden wird. Versteigerung Montag den 13. d. M- um 2* /, Ubr, ioU.cn öaüter Walllor- slraße 6 (Tarumädler Haus) 1 Klavier, 1 dtähinaschiae, ein Büieit, 1 Schrant mit Glasaus, atz, 1 Ladencheke und zwei Lr-arenreate, 30 wtistbeetfenuer, 5 getragene Uebcrjteber, mehr. Pferde und Wagen, sowie Sattlerwaren und Haus- u. Küchengeräte aller Art. (01098 Gienen, 1L Februar 191L Seivel. Gerichtsvollzieher. Passiva. Die. 1. Mitglicdergulhaben 550.— V: Köln, 11. Febr. (Privattelegramm.) Ein Zusammengehen der Nationalliberalen und der Fortschrittler im Rheinland dürfte bei den kvm menden Reichstagswahlen generell kaum in Frage kommen, da die Fortschrittler die Aufgabe meljrerer Wahlkreise von den Liberalen fordern. Damit sind aber die maßgebenden Faktoren in den einzelnen Wahlkreisen nicht einverstanden. In Wetzlar-Altenkirchen wird man morgen bereits einen nationalliberalen Kandidaten aufstellen. Paris, 11. Febc. DaS Petit Journal teilt anscheinend offiziös mit, Frankreich habe, entgegen einer anderslautenden Meldung der Tcrnps, no chnicht daran gedacht, die firategiichen Bahnlinien bei Erperum zu bauen. Bis jetzt habe bloß der iürlijct-e Finan^mua,.^ au_d.4,_^oaß tfranfr reich die Bahnen bauen möge. Lissabon, 11. Febr. Bei dem Empfang auswärtiger Journalisten hat der Minister des Aeußern mitgclcilt, daß der Gesetzentwurf über die Trennung von Kirche und Staat die Freiheit des Gewissens wahren und die Vorrechte des Klerus erhalten werde, wenn der Klerus genügend Mittel zu seiner Unterhaltung habe. Mehrere Landwirte .ßtitt 11- Münder 1£Ull&füllun5 ^I'^soiialdeD»' 31 ÄnStellt 1 ro0 ■ : das St«1 »raus fW I Sw* I .«xxK i .socht/V Tort i? i - Unb btd . -in ^Bi.^ ;i •S&äS 1 ,teBl hrt An>^ naG en. Salem— Aleikum Ciöarelfen Hypothekenbank m Ataanourg“ Bilanz ultimo D« zember 1910. Unterfertigte «rfüllt die schmerzliche Pflicht, ihre lieben Alten Herrn und inaktiven Bundesbrüder von dem in Leipzig erfolgten Ableben ihres lieben A. H, Reichsgerichtsrat Dr. Eberhard Weller geziemend in Kenntnis zu setzen. Die Giessener Burschenschaft Germania D“/, L A.: Gebhardt. ische Regierung » n Regierung zur » nschaMtzM» boletny Itchi t sich in der gme die Verbreitung sich die Sagt w 2 du die Mena b leichte Zunad^ Kunden; i° «5 Regierung ®arl ng btt '^elt . 518,236,2001- 6,04hl- 6^59,738195 2,68a — Holzverstcigerung. Dienstag den 14. Februar, soll im Alten-Busecker Gemeindewald, Distrikt Kühtrieb, Vangelstein und Ellersberg folgendes Holz versteigert werden: 485 Flchten-Derbstangen mit 21,06 Fstm., 210 ReiS- ft an qe ii mit 0,59 Fsim., 18 Rm. Nadelscheit, 57 Rm. Buchcn- fnuppel, 112 Rrn. Kicferntnüppcl, 3500 Buchcn-Btellen, 1200 Kicfern-Wellcn, 150 Flchten-Wellen, 2 Rnt. Buchenstock, 27 sJim. Ktefernstock. Zusammenkunft vormittags 9 Uhr im Distrikt Kuhtneb an der Straße nach Daubringen, wo die Stangen zuerst zum AuSgebot kommen. Alten-Buseck, am 10. Februar 1911. G.osth. Bürgermeisterei Altcn-Buscck. ch°uillru Unijorg ; Stadthalle Qtküa ■ Verrschaitcn in kin Heines c5 les Empore errichu m ©toB6erio8 schja tWt|en angeiüHi la(i)te vergnügt nj >l außer dm Gesoli u, Provinzialduelu! - Tr. Göullmau, cw ^nbgeridjtiöiui;. .dem närrischen stall. Der Präsiden , ^3 mürbe ßutaw im grünen Rdmcj. «ssürst ist da!" mit \ närrischen, 5anu>i> folgte die Begrüße t. Renn, die du i schloß. Es folgtet ehene Vorträge, m Lomisänger R u r : jemals ftdUgefunkr d angeitmunt muck, Verlangen Sie franko gegen franko Ritaloff I Tapete von 1*- 45 Pfennig Katalog TT Tapete von 60- 70Pfennig Kttilo'm .... Tapete von 75-8(0Pfennig RhiQ°re*e Tapeten-lndustrle C.Kupach, Frankfurt a.M.0. Alte Gaase Nr. 14. zusammen 55 . . . . 1 . ... 54 1500.— 4276.79 1094.65 808.13 8229.57 LaudmrWWtt fioiiimn-$trtin, t. 8. v. n. 6., saoitn Der 2)iritior: Ä.cr Lagerhalter: Ter Redner: Wilhelm Lchepp. Heinrich Wagner V. Adolf Schmidt. Umuidjei Leu. Bekanntmachung. Betr.: Gefechtsmäßiges Schießen. Das I. Bataillon des Insanterie-Reginvents Nr. 168 hüll am 16., 17. 18., 20., 21., 22. und 23. d. Mls. im Gelände bei Gambach, mit Schußrichtung gegen den Silber-Berg, ge- sechtsmatziges Schießen mü scharser lUiunitwn ab. Das Schienen findet von 9 llhr vormittags bis 4 Uhr nachmittags statt. Tas für den Verkehr gesperrte Gelände wird begrenzt: im Süden durch die Straße Bürbach—Lber-Dörgern; im Westen durch die Main-Wescr-Bahn; ün i-corden durch die Straße Lang GönS—Holzbeun; im Osten durch die Straue Öolzhcim—Garnbach. Tie als Grenze angegebenen Straßen uiw die genannten Ortschaften dürfen betreten werden. Tie beteiligten Großh. Burgermeistereren werden angewiesen vorstehende Berannttnachuna wiederholl veröffentlichen zu lassen und die Einwohner anzuhallen, den Weisungen der Posten Folg, zu leisten. Gießen, den 10. Februar 1911. Aroßhcrzogtiches Krelsamt Gießen, Felder, Danksagung 1VÜT die überaus vielen Beweise herzlicher reilnahme, sowie für die lrojtreichcu Worie des verrn Piarrcr tproib, bei dein plötzlichen Hmscheiüen meiner mmgltflclicbicn Gattin, unserer fluten lüluitcr, Tochter, Schwiegertochter, Schwester, Schwägerin und Taute Frau Elise Schwalb geb. Soljjet sagen aus diesem Wege herrlichsten Dank Die trauernden Hinterbliebenen. 9. d. A.: 8erd. Schwalb. Rödgen b. Gießen, den 10. Vebruar 191L """ ni* nach- A nrnln »'"<1 am Sonntac dem 18« Febr. Gehenden ACFZie von 1? Uhr mittag-« b s 12 LUr nachts nnr f>ir dringende Fälle sicher aBzatreffen : D u/, Dr. PI och, AeUrweg 84. — Dr. Waale, Alicestr. 11. lUrcblicbe nad>rid?tcile Katholische Gemeinde. Gottesdienst. Samstag den 11. Februar 1911: Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit anr heil. Beicht. Sonntag den 12. Februar: Sonntag Septnagestma. «onnittags von 6 , Uhr an: Gelegenhetl zur hett- B»»ch1, um 7 Ubr: Tie erste heil. Messe. um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. um 9 Ubr: Hochamt nut Predigt. um 11 Uhr: heil. Messe mit Predigt. Nachmittags um 5' . Uhr: Ehriiieulebre; daraus Andacht. WetteranSlichten in teilen am Sonntag, dem 12. Tsebr. 1911: Sollt.!, trocken, milder, sväter wieder Zunahme de« Frone?. Im Westerwald und Taunu« Schnceverhultnisie ungünstig. JNt Oofldtiberfl besser (40—60 Zentnnetcr alter Schnee). Heute Kubfleisch 50 Psg. B‘V, Versteigerung. Monraa den 13. ds. Mtö., nachm. 3*/, Ubr, verstctgerc ich dahier ca. 60 Rm. 01097 Tanoen-Brennholz DaS Hotz lagert am oberen Ende des alten Friedhofs und wird in kleineren Quamums an £rt und Stelle versteigert. (liegen, den 1L Kebruar 191L Seivel. Gerichti'vollneher. IH X * 1,850,042 744,953 35 86 9.063,149 i>*i X * 805,725 9. 80,0«-0 — Aktiva. Mk. 1. fiaffcnbiftanb 1122.57 2. Warenvorrat 4465.73 3. Debitoren 2371.27 4. Inventar 270.— JW W Heute Samstag abend 'WZ Cafe Leib—Kolosseum isS ■» I« £ 1*0 XTeberraschungen. TJlk aller Art fl g 6 8k 1 Ä" H H 5$ X SKS i ä *» sFW 1 K Ut 1 K Herrenkarte 2 Mk„ Damenkarte 1 Mk.. Galerie 25 Pfg. A öyä M »J yjjV M M La WPÄ M Vorverkauf Zig.-Geschäft Loeb, Marktplatz: Herren- v E J karte 1,75 Mk., Damenkarte 75 Pfg. 01100 ohne Demaskierungszwang. Die ersten Preise sind im Schaufenster des Herrn Kretzschmar, Marktplatz ansgertellt. Wohltätigkeits-Konzert des Kronbauer’schen Qnartettvereins Sonntag den 12. Februar 1911, abends 5 Uhr im grossen Saale des Gesellschafts Vereins Mitwirkende: Fräulein Wynni Pyle (Klavier) aus New-York. Fräulein Johanna Geis (Gesang) aus Berlin. Dirigent: Herr Professor G. Trautmann, Grossh. üuiv.-Musikdirektor. Programm: t Zwei Pflgerchöre ...... 2. Lieder am Klavier a) An eine Aeolsharfe i b) Vor dem Fenster ( . • . • • c> 0 liebliche Wangen ■* L CThöre ä capella al Abend ..... bl Hans und Grete 4. SoloetQeke für Klavier a) 2 Sätze aus Sonate B^moll . b) Etüde de Concert . . 5. Lieder am Klavier a) Das verlassene Mägdelein i bl Elfenlied cl Es ist’s ) (x Frühlingsnetz Chor mit Klavierbegleitung . • 7. Solostück für Klavier al Aufschwung . b) Warum | . c) Traum es wirren J d) Tarantella de Napoli . 8. Chöre b capella a) Röslein im Walde b) Rheinweinlied .... 9. Lieder am Klavier a* Stille Sicherheit b) Frühlingsliebe c) Anmutiger Vertrag d) Liebesfeier .... 10. Das Dörfchen Chor mit Klavierbegleitung . B Wagner . J. Brahms . Fr. Hegar . Joh. Eccard . Fr. Chopin . P. D"/r Nnbalt, Laufwari. Kinematograph Bahnhofstrasse 54, 01057 Bahnhofstrasse 54 Großes sensationelles Programm. Dar Sklave von Karlhaco Kunstfilm. Aufsehen erregend, spannend von Anfang bis Ende. Lehmann ist bankerott humoristischer Schlager. Des Details Deamlenpllichl Wildwest-Drama. Max hat neue Stiefel an gespielt von Max Linder. Drama aut einer Lakoaotive dramatische Handlung. Soldatenleben, humoristisch. Von Visph bis Zermatt, interessante Naturaufn. The Tillergitls, Tonblld.___________________ Auf Veranlassung deS unterzeichneten Vereins werden auch in diesem Jahre Mage für grauen M Mädchen über Die Pflege Meter und Her abgehalten. Die Vorträge find unentgeltlich und finden im Saale der Stadtmädchenschule, Schillerüraße 8, Montags und Samstags von 5 biS 6 Uhr nachmittags statt; sie beginnen Tnmötlig Dtn 18. Fcbrnnr ICH, nnchniitlG 5 Uhr. Anmeldungen werden in der Alicefchule, Kirchstraße Nr. 20, entgegengenommen. v"/, Aliceftculenderein für Krankenpflege. » IM» W» ! MW« MBB—M—BMM Gisverein. Sonntag nachmittag von 3'/, bis 5lA Uhr [V“/s bctrl Ml der fcttn Eraigel Demadeifirami Emer an uns ergangenen Einladung entsprechend machen wir unsere Mitglieder auf den nächsten Montag Üattsindenden Vortrag von Frl. Dr. K. Schicmacher über: „Mütter und Sö'ine“ ausinerksam. Die Vorsitzende. Ulins Frau Professor Höhl bäum. BBK«aKa»B teeHaeerteaDüieremGieDeo Sonntag den 12. Februar 1911, abends 7 Uhr 59 Minuten v10/, WMsstaHI = im Kolosseum = Grip-lilfflnp. SS Eintrittspreise. Vorverkauf: Datierkarte für verren 1.— Mk., für Damen 50 Pfg. Geheimkarten für Herren 50Pfg., für Damen 40 Pfg. — Abendkasse: Dauerkarte für Herren 1.20 Mk., für Damen 70 Pfg., Geheimkarten für Herren 60 Pfg., für Damen 50 Pfg. — Verkaufsstellen in den Geschäften: Salomon, Schull'lraße, Sonntag, Schulstraße ii.eclt rsweg, WeilerNa chf.,Kirchenpl., Da nie l H ei l Nachf., Lindenplag, Volk, Kaiser-Allee, Pfeifer, Liebigstr., MaternuS, Frankfurt. Str., Ock e l, Neustadt, Weidenhaus, Bahnhofstr. — Galerie 25 Pfg. Der Vorstand. •SDOBaiCBira» aaDZ’3®ORlBflB®GE®«8»flHlB€S»e Bürger • Gesellschaft Samstag d. 18. Febr. 1911, abdS. 8 Uhr 11 M. tar tataW - ------ iu der Turnhalle am Qswaldsgarten. Karten für Nichtmitglt.der sind im Vorverkauf zu haben bei den Mitgliedern Karl Bourgeois, Kirchenptatz, Jean $1 öhler, Scbulstraüe 2, Friseur Rühl, Wettergasse, Gustav \i a i tb i ti g c r, Wllhelrnstratze, Wilh. Mayer, Kaiser Allee IKrokodill, W. Heß, Brandgasse 6. Damenkarten 80 Psg., Herrenkarten Mk. 1.20. An der Kasse: Damenkarten Mk. 1.—, Herrenkarten Mk. 1.50. Geheimkarten für unsere Mitglieder sind bei unserem 2. Vorsitzenden, Herrn Schreinermeister G. Haubach, Asterwea 56, zu haben. [v0/3 ______Es ladet eraebenst ein_______________Der Vorstand.______ Cale,, Ernst Ludwig“. Samstag abend IMMW-Imml mit Konzert. Sonntag früh von 11—1 Uhr 1019 Grosses Frühschoppen-Konzert. Biograph Plockstr. 12 (01078) Plockstr. 12 Großartiges Schlager-Programm. Spätes Glück hervorragendes Drama, deutscher Kunllsilm. Sie Her te Kronprinzen hochintcresiante Aufnahmen. Gänseblümchen oder: Er liebt mich von Herzen mit Schmerze» einzig schöne Komödie, von amerik. Künstlern gespielt. Autodafe ein kinematographischeS Meisterwerk, Drama. Die entflohene Braut Humoreske. Der Sohn des Richters spannendes Drama. Von der Frau verlaffeu Humoreske. Tonbild: Tanzstuude vor 100 Jahre« Bddteroerein Frühatf Sonntag den 12. Februar, nachmittags 4 Uhr Ausflug nach dem Philosophenwald wozu freundlichst einladet 1017 Der Vorstand. Cale Amend Morgen, Sonntag Künstler-Konzert Anfang 8 Uhr abends. Eintree frei. 704 „Triumphator" Spezialbier des Biirgerl. Brauhauses in München. Ausschank 861 Grand Cafe Astoria Restaurant Royal, H. Elges „ Kobel, Liebigstr. „ Pfälzer Hof, A. Rahnefeld „ Hessischer Hof Handwerker-Zentrale Giessen. Montag dcu 13. Februar d. I., nachm. 3 Ubr pünktlich, im Gewerbehause. Kirchstratze 16, findet ein Vortrag betr.: „RciDnesttz iihft die Sidicrunp öcr 'Snnjorlmngcii'' statt und werden Interessenten freuitdlichst eingeladen. Du/i Der Vorstand. in Flaschen, Syphon u. Gebind. zu haben bei: Emil Schmall Biergroßhdl. Tel. 83 A. Merlau Kempf Nachf. Ludwigstraße 26 Heute abend v"/ Singstunde. Männer-Bafeverein. Mittwoch den 15. ^ebr. 1911, abends 9 Ubr, KM8«lMWNl!W Restaurant fXörtsch. Tagesordnung: 1. Berichterstattung 2. ReämimaSablage 3. Vorüandswahl 4. Verschiedenes. 1011] Der Vorstand. Giessen Direktion: Hermann Steingoetter. Sonntag den 12. Februar 1911 nachmittags 3'/3 Ubr Kleine Preise Kleine Preise Zum letzten Male Der fidele Bauer Operette von Leo Fall. Ende gegen 6 Uhr. abends 7’/a Uhr Kleine Preise Kleine Preise Glaube und Heimat von Karl Lckonhorr. Ende gegen 10 Uhr. (auA iM® qjmeiqet ° 'Kreith10« ivochen'l'^ frllgcn" Cöl Dm nächste , Die A ?"Mei Menoch MQn eine Aerstani 9t Der M Zitzung die Wandel bG führt aus. oa im techm'chcn dienst ausgA die Koinpagnle $on einen Mitt W . gebracht- Mi u«b W W Es begann der die Friel sprach sich'M nung des E ssulen- brten für das 8on sortschntll bt US 3k Ä L Generalma die für die srül lelschulen bestehen, sowie gewerblicher 8 schiveben und Prüfung zum Bestimmung,, l im praltil'i Nachweis das < roeeben kann, gungsscheine er gebniise der hil lichen, um den zu streben, in um es auch von Tatsachen diesen Weg zur Ter Shi demokralen für zu erblicken se Glieder bestim Zahre zu biem Bedenken. De nicht, weil da Tie tze Zentrum äbänberu: l'ung: die s Aeichsgesetzgebi baß ihlli eine Tussassung ber 2a von anbei Antrag zurü , Es folgt Zentrum e ^fuche um B diven Dienst Citroen, inool Mraesetz )0, w Beireiung ™ erften ' Mer Mai W wirb 7 M'chritl ?Sn- eie ntililäui^ reit ota ^hung ob »weite Ent ’ Mf frühere lamten