Nr. 59 Zur zweite» Beratung des Posthaushalts jinb im Reichstage nnc Reihe neuer Entschließungen eingebracht morden. Tie fortschrittliche B o l l s p a r t e r frc- Erscheint KgNch mti vn»nahn« bei Sonntag». Die wfkfcfitf LaralNendNltter" werden dem „Anzeiger^ oietmal wöchentlich beigelegt, öa5 „Hüllblatt für bee Krdi Sieben" zweimal Wöchentlich. Die ^aodwinschastllch«» Seit- fragte“ erschemen monatlich zweimal. Der Untergang öe$ BererovoKes nnd seine Bedeutung. Gießen, 10. März. Auf Veranlassung bre „Frauenbundes der deutschen Kolouial-Gesellschast" in Verbindung mit der „Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde" sprach gestern abend in der großen Aula der Universität vor einer starten Zichörer- schast ein Sohn unserer Stadt, Oberleutnant Rausch vom Jnf.-Leib-Rgt. 117, über obiges Tl)cma. Als Mitkämpfer kannte ec alle Phasen des verlustreichen Krieges und vermochte an der Hand von mehreren Kartenskizzen ein anschauliches und fesselndes Bild der in Betracht kommenden Verhältnisse zu entwickeln. Er bezeichnete den Herero, ganz im Gegensatz zu dem Hottentotten, als ein entschicben tocri> volles Element unserer südwestafrikanischen Kolonie. Von stattlichem, gedrungenem Körperbau, stellt er ein Arbeitermaterial dar, das wir für die wirtschaftliche Erschließung des Landes gar nicht missen können. Neben feiner unbegrenzten Bedürfnislosigleit sind als weniger hübsche Cha- caitcrzuge zu nennen: Verschlagenheit, wilde Grausamkeit und maßlose Ueberhebung über alles Fremde. Ucberschätzung ihrer Bedeutung veranlaßte denn auch die Hereros, als am 2o. Oktober 1903 Lt. Jobst im Süden der Kolonie ermordet wurde, und der Gouverneur Leutwein mit der gesamten verfügbaren Truppenmacht dorthin zog, sich am 12. Januar 1901 wie ein Mann zu erheben, und ihrer grausamen Naturanlage mit der Niederrnetzelung von 130 ahnungslosen Weißen Genüge zu tun. Hauptmann Franke kehrte auf die erste Nachricht hiervon sofort um und durcheilte in heldenhaftem Zuge in vier Tagen 380 Kilometer, so daß weitere Greueltatcu verhindert werden konnten. Bis zum Eintreffen der notwendigen Verstärtungen mußten die Truppen monatelang hart am Feinde iu verzehrender Untätigkeit verharren, bis endlich am 10. August 19-04 unter dem Lber- bejehl des Generals von Trotha der Zentrale Angriff aus die Hauptftellung der Feinde am Waterl^crg beginnen tonnte. Wenn es infolge zu geringer Stärkender angcsetzten Kolonnen auch nicht möglich war, den .Feind völlig zu vernichten, so entzog sich dieser doch in isolier Flucht der bedrohlichen Uniikaminerung uno brach int südöstlicher Richtung durch, verfolgt von unseren tapferen Kniegern. Tiefer Rückzug entrollte den Verfolgern eb» grauenhaftes Vi.d von der Auflösung des geschlagenem Volkes, dem nur noch zwei Wege onen standen: sich dem Sieger zu unterwerfen oder — Biologische Forschungen auf der Landenge von Panama. Auf Anregung des Zoologen Pros. Dr. E. Ö Eigenmann von der Universität Bloomingtvn, Jnd., hat aas Smithionian Juslümion die biologisch« Aufnahme der Land- miqe von Panama in Die Wege geleitet. Bereits bei Uebernahme 0V Panamalanals durch die Vereinigten Staaten waren derartige Foriä ungen vorgefchlagen worden, mußten aber wegen Ueber- kasmng der Beamten zurückge,teilt werden, ^etzt kurz vor Vol- sich in die Sandwüfte im Nordosten abdrängen zu lassen. Es ist bezeichnend für den Freiheitsdrang dieses Hirtenvolkes, daß es den zweiten Weg wählte und in der Omaheke seinen Untergang suchte und fand. Wenn der Vortragende auch diesen Ausgang vom humanen Standpunkt aus bedauert, so glaubt er doch, daß er für uns Deutsche der bessere gewesen sei. Denn wenn einmal, früher oder später, der Entscheidungskamps kommen werde, den das farbige Element gegen die Weißen um den Besch Afrikas aus- tämpsen müsse, so sei uns wenigstens diese Kolonie sicher und werde infolge der zerschmetternden Niederlage der Hereros vor weiteren Erschütterungen bewal)rt bletbcn. Voraussetzung allerdings sei, daß in nächster Zeit die Bahn Windhoek—Ketmanshoop vollendet und die Ovambofrage in befriedigender Weise gelöst werde. Wenn auch das Hererovolk von 100 000 Köpfen heute auf etwa 18000 zusammengeschmolzen fei, so sei doch zu hoffen, daß es sich bald wieder zur früheren Stärke entwickeln und dann als kultureller Faktor in die Entwickelung Südwestafrikas eingestellt werden könne. So hat sich ihr Viehbestand heute ichon, dank der Maßnahmen der Regierung, zur früheren Stärke entwickelt, so daß in etwa vier Jahren die Liebtg- Eompanie mit dem Betrieb ihrer dort errichteten Fabriken werde beginnen können, während in 8 bis 9 Jahren die Schafzucht mit ihren Erzeugnissen auf dem Weltmarkt erscheinen könne. Auch daß durch den Feldzug 20000 jungen Deutschen Gelegenheit geboten worden sei, ihren Blick zu erweitern und die Verhältnisse in unseren Kolonien mit eigenen Augen kennen zu lernen, hält der Vortragende inr einen Gewinn. Er glaubt die Hoffnung daran knüpfen zu dürfen daß unserem Volte immer mehr die Erkenntnis, rrei von phantasrisaier Kolonialschwärmerei, aufgehen werde, daß unser Kolonialbesitz eine Notwendigkeit jur Deutschland sei ohne den es seine hohe Aufgabe als Kiiltur- und Weltmacht gar nicht in vollem Umfange erfüllen könne. Freitag, 10. März 19fl Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen UniversttätS - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul« strotze 7. Expedition und Verlag: e^ aL Redaktion: US. Tel.-2ldr^AnzeigerGietzen» aetemnci, gut c» uvu.;, J; , T ' ' -— dazu beiträgt, den Männern aus Deutschlands großen bJZ Tagen einen Ehrensold zu überreichen, denen der Kampf I Wochentag-Auffuhrungen zu gehen. Aus den Reichstagsausschüffen. ff: Berlin, 9. Mär, Die Berfaffougßgesetze für Slfah Lothringeo. Der Reichstagsausschuß für die Vorberatung der Gesetze für E l s a k-L o t hr i n g e n nahm heute unter Vorsitz deS Prinzen Schön nich-Carolath die fett dem 16. Ötbruor unterbrochenen Arbeiten wieder aut Zu De^inn der Sitzung verlas Staatssekretär Delbrück folgende Erklärung: Die verbündeten Regierungen machten die von ihnen zu den 88 1 und 2 des Entwurss des Vcrfasfungsge,etzes für El,aß Lothringen gefaßten Beschlüsse in Konseauen, der Be,chlüf,e der weüerhin geuellten Anträge zum Gegenstand eingehender Erörterungen. die zu dem Ergebnis führten, daß die Beischlus,e 9cr Anträge für s i c unannehmbar sind. tonnen insbesondere in die vom Entwurf abweichende Regelung der ch t c l- lunabes Kaisers undStattbalters nicht einwikligen. Dagegen sind sie bereit, für den Fall, daß b’c Vorlage m dreien Punkten zur ilnveränderten Annahme gelangt und auch rm übrigen wesentliche Veränderungen nicht erfährt, in bezug der Erteilung des Stimm rechts im Bundesrat den Sun s ch e n d e r Kommission entgegenzukommen und folgender Regelung zuzuslimmen: Solange die Bestimmungen m den 8tz 1 und Abiatz 1 des Gesetzes über die Verfassung Elfaß-Lothringens von 1911 in Kraft sind, führt Elsasz-Lothringen rm Bundesrat drer Stimmen. Tie elsaß-lothringischen stimmen werden nicht gezählt, wenn die Präsidialstimme nur durch den Hinzutritt dieser stimmen die Mehrheit sür sich erlangen Sinne des Artikels 7 Absatz 3 der Reichsversaifung den Ausschlag geben würde. Dasselbe gilt bei einer Beschlußsassuny über Aenderungen der Verfassung. Elsaß-Lothringen gilt im Sinne des ANikelS b Absatz 2 und der Artikel 7 und 8 der Rcichsver.anung a.s Bundesstaat Tie elsaß-lothringischen Bevollmächtigten zum Bundesrat werden vom Statthalter ernennt und instruiert. Diese Bestimmungen werden zweckmäßig im Artikel 6 a der Rcichsversaiiung einzustellen sein, bis zu dem letzten Satz, der evenMell als tz 2d im elsaß-lothringischen Versassungsgesetz Platz fmben könnte. An die Erklärung knüpfte Staatssekretär Delbrück noch die Bemerkung, daß die verbündeten Regierungen zur Losung der Frage der Bundesratsstimmen den Vorschlag gebracht hatten, da die Kommission darüber keinerlei Vorschläge gemacht habe. Die vorgcschlagene Lösung beseitige alle Schwierigkeiten, bie bisher der Vertretung Elsaß-Lothrüigens im Bundesrat sich entgegengestellt hätten Eliat>'Lothringen erlange dadurch einen weckergehenden Einfluß, als es aus den ersten Blick scheinen möge. Von besonderer Bedeutung sei das Ernennung«-- und Jnstrultwnsrccht bM Statthalters und die Vertretung Elsaß-Lothnngens in den Bundesralsausschüssen. Dort habe Elsaß-Lothrrngen genau so viel zu sagen, wic jeder andere Bundesstaat. Aui Vorschlag des Präsidenten wird bie Beratung sodann abgebrochen und die nächste Sitzung aus Dienstag, 14. Marz, deH Ledens keine Glücksgüter in den Sck,oß geworfen har.-i Die Einnahme wird einem Ausschuß der Vorstände bcc hiesigen Krieaervereine überwiesen werden, der bereitwillig die gerechte Verteilung an die wirklich hilfsbedürftigere Veteranen übernommen hat. Alles Nähere lüirb seiner Qeit durch Inserate zur Kenntnis gebracht werden. Allen denen, die verhindert sind, durch Besuch der Vorstellung, die gute Sache zu unterstützen, aber doch zur Errechnung einer recht großen Einnahme beitragen wollen, sei mit- geteilt, daß Der Regiments-Adjutant Oberleutnant Jebenv^ Moltkeskraße 18, bereit ist, jederzeit Spenden entgegen-' zunehmen und an den vorgenannten Ausschuß der Boi- stände der Kriegervereine abzuführen. ** F r ü h j a h r s - P f e r d e m a r k t z u G i e tz e n. Anv 29. März findet hier wieder Pferdemarkt mit Prämiierung statt. Mit ihm verbunden ist eine Ausstellung von Wagen, Geschirren und landwirtsthaftl. Geraten. Für die Prämiierung der Pferde stehen über 2000 Mk. Mir Verfügung. 2luch der Landwirtschaftskammer-Au^ichutz hat seine Unterstützung zugesagt und 300 Mk. für Prämien zur Verfügung gestellt. Tie Prämiierung liegt IN deti bewährten Händen der bisherigen Preisrichter. An Preisen sind vorgesehen für Reitpferde 50 Mk, Tur 'Wagenschlage paarweise 210 Mk., für Arbeitsschläge paarwei,e 360 Mk., ür Arbeitsschläge einzeln 245 Mk., für Arbeitsschlage inr> Besitz von Laiidwirten 225 Mk., sür dreijährige iyol)leiß 200 Mk., für zweijährige Fohlen 160 Mk., für Zuckststuten 500 Mk. Für im Privatbcsitz befindliche Pferde, die nicht um Geldpreise konkurrieren, werden Ehrenpreise gegeben. Der Prämiierungsplan, der die näheren Bedingungen enthält, wird von Weinhändler Ang. Schwan zu Gießen auf Wunsch übersandt. Mit dem Pferdemarkt ist eine Verlosung von Pferden, Wagen, Fahrrädern, Nähmaschinen, Haus- halkungs- und Gebrauchsgegenständen verbunden. LanoirclS Gießen. —X— 'Grünberg, 9. März. In einer der letztens Gemeinderatssitzungen stand die schwerwiegende Frage zur Beratung, „ob der Löwe vom alten Markt- Hunnen noch) langer im Diebsturm eingeschlossen bleiben solle". Die gefährliche Bestie sollte nämlich am Neubau der höheren Bürgerschule ausgestellt werden. Tagegen beantragte Prof. Walle-Tarmstadt die Wiederaufrich- tun g des alten M ar ktb runnen s. Der Antrag wurde jedoch abgelehnt. — Der prachtvolle alte Marktbrunnew mußte vor mehreren Jahren schon einem häßlichen eisernen Brunnenstock weichen, der dem Marktpla^ mit seinen altertümlichen Gebäuden durchaus nicht zur Zierde gereicht Es scheint, daß in Grünberg schon früher wenig Sinn für solche Denkmäler zu S»ause war. Man braucht nur an die herrliche Stabthrcbe zu denken, die so vernachlässigt wordenwar, daß sic 1816 einstürztc, oder an das Rheden den km al, das erst vor einigen Jahren, allerdings in sehr kläglichem Zustand, aus einem verborgenen Winkel wieder hervor- geholt und aufgestellt wurde. Kreis Friedberg. st. Friedberg, 9. März. Die Lutherfestspiele erfreuen sich eines außerordentlich zahlreichen Besuches. Obwohl Vorkehrungen getroffen sind, damit den Besuchern, und vorweg den Angemeldeten, für die verschiedenen Spieltage die entsprechenden Plätze zusallen, so kommt es doch vor, daß diichtangemeldete (ohne Karten) Zutritt nicht mehr erhalten können, weil alles schon besetzt ist. Tas ist, namentlich wenn die Betroffenen von auswärts kommen, sehr bedauerlich. iUlit Rücksicht hieraus ist es dringend ratsam, nicht den Besuch für die Schlußoorstellnng am Sonntag (Nachmittag und Abend) aufzuschieben, denn diese wird voraussichtlich besonders stark bejucht werden, — sondern vorher in eine der Am Dienstag findet festgesetzt. Tie Einigung über die Aerztefrage angenommen. Ter ReickSvcrsicherungsausschuß nahm heute die Einigung über die Aerztefrage in der gestern mckgeteckten tvatfung an, ergänzte cs jedoch durch bie vom Zentrum beantragte Be- stimmung, daß, wenn der Versicherte bie Mehrko,ten selbst über nimmt, ihm die Auswahl unter den von der Kaste bestellten Äerztcn sreisteht, während im übrigen bie Kaste ihren Mitgliedern kur die Auswahl zwischen mindestens zwei Aerzicn imUncn ,oll, unb auch bann nur, wenn es bie Kaste nicht erheblich mehr belauft Tie eüilcitenbe Bestimmung ber Einigungsvorlchlage, wonach bie jetzt getrossene Regelung nur ein Prov iso r tu m bedeuten soll, würbe gestrichen. Man hielt sie sur überflüssig weil sich ja aus ber Praxis ergeben wirb, ob sich bic neuen Bestimmungen bewähren ober nicht; in bicfem Falle würbe man bann eben ein' neues Gesetz machen. Sobanu begann ber Ausjckutz bie Verhandlung über den glcich- sallS schon mitgetcilten Abschnitt der Einigungsvorichlage, die sich auf das Verhältnis b c r K r a n ke n k a , , c n z u b e u Apothekern unb Drogisten beziehen. Hier hat bie Wwt- idjaiUiaje Vercinigung an ber Einigung nicht mitgeroirtL Die Beratung über diese Fragen wurde hieute noch nicht abgelchlosien, es wird erst morgen darüber zur Abstimmung kommen. Zweiter Blatt M- Zahrgcmg Q Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen Großwnligen verliehen. •• Landwirtschaftliche Vorträge. Die hessische Landwirtschaftskammer veranstaltet am SarnStag abend in Groß-Felda einen Vortragsabend. Landwirtschasts- lehrer Dr. Lung-Alsfeld spricht über Fortschritte auf dem Gebiete deS Getreidebaues. Oekonomierat Andr5-Büdingen häl, a»n Sonntag nachmittag in Gla s Hütten zwei Vortrage: ^Wichtigkeit des Saatgntcs und Saatgutbezuges und ihr Einfluß auf die Ernte«, sowie .Welche Kartoffelsorten eignen sich für die verschiedenen Verhältniffe am besten?« ♦* „F ür die Veteranen!" Das Offizier- Corps unseres Regiments beabsichtigt unter gütiger Mitwirkung von Herren und Damen aus Zivilkreisen Ende April oder Ansang Mai in unserem schönen Th eate zum Besten hilfsbedürftiger, aus Gießen gebürtiger unb hier wohnender Kriegsveteranen das Sckfauspiel „Die Quitzows" von Ernst vo.i Wildenbruch zur Aufführung zu bringen. Durch das Entgegenkommen des Herrn Oberbürgermeisters uno des Tpea^erbauoereins tourue das Theater gegen Ersluttung der Unkosten kostenlos zur Verfügung gestellt. Angesichts des guten Zwecks wird auf eine recht lebhafte Beteiligung aus allen Kreisen der Bevölkerung, vornehmlich auch auf Mitwirkung der Presse, gerechnet, gilt es doch, daß jeder von uns sein Scherfleui lendung des Kanals ist der Plan erneuert worden mit besserer Aussicht auf Erfolg. Nach „Petenn. Mitteilungen" handelt es 'ich in erster Linie darum, bie auf ber Landenge vorhanbenem Tier- und Pflanzenformen sestzustellen, bevor durch den Einfluß bes Kanals entweder eine Vermischung der auf der pazifischen und atlantischen Sette verschiedenen Fornten eintritt oder eine Vernichtung anderer Formen durch den ausgestauten See von Gatun erfolgt. Da bic Landenge bie Hauptstraße gewesen, auf beir der Austausch unb bie Wanderung von Tieren unb Pflanzen zwisaen Nord- und Südamerika erfolgte, so ist auch von Wichtlg.- teit, den jetzigen Stand der Fauna und Flora auf der Landenge zu ermitteln, bevor durch den stanal eine endgültige Unterbrechung dieser Heerstraße ersolgt. Ter Vorschlag des Smithfonian Institution hat die Billigung des Präsidenten Tast gesunden; die notigen Mittel sür bieic Forschungen werben verschiedene gelehrte Gesellschaften ausbringen. — Wetterwarten im Südvolargebiet Der Wetterdienst ist noch einer erheblichen Ausdehnung fähig, denn nur in Nordamerika, Europa unb einigen Teilen von Asien, msbesonbere von Jnbien bis Japan, ist er berart organisiert, daß man ihn zu Wettervoraussagen benutzen kann. Tie Siieskinder der Wttierungskunde sind vorläusig noch Afrika unb Australien. Für Asrika ist das BÄ)ürfnis vielleicht weniger groß, wett ber Erbteil mit seiner Hauptmasse innerhalb ber Tropen liegt, wo ber Gang bes Wetters ein mehr regelmäßiger zu sein pflegt ober andererseits solche örtlichen Unterschiede aufweist, daß sür eine Wettervoraussage ein geringer Grad von /Wahrscheinlichkeit gegeben ist. In Australien ist der meteorologische Dienst zwar hoch entwickelt, aber hier macht sich, namentlich in den südlichen Tellen, die in ber gemäßigten Zone liegen, ber Mangel an Wttterungs- beobachtiingen aus bat benachbarten Meeren bemerkbar. Es ist auch nicht abzusehen, wie biefein Uebelstand derart abgeholsetr werden sollte, daß Austtalien mit ebenso regelmäßigen unb zuverlässigen Wetter Nachrichten versehen werben könnte, wie sie nt Europa und auch in Lstasien zu erreichen sind. Eine Abhilfe ist bis zu einem gewissen Grad nur von der Einrichtung von Werterwarten int Südvolargeüier unt> den diesem im Indischen Ozcan vorgelagerten Inseln zu erwarten. Dazu würden sich zunächst die Eilande Neu Amsterdam und St. Paul empfehlen, bic genau westlich von ber Sübspitze Australiens gelegen jinb, ferner etwa die Inselgruppe Kerguelen, die erst im letzten Jahrzehnt durch die Arbeiten ber Deutschen Südvolar-Expedttion eine gründliche Erforschung ersahren hat. Prosessor David, der die Expedition von Shackleton als Geolog begleitet hat, geht freilich in seinen Forderungen weiter. Er hat der Londoner Gcographisck>en Gesellschaft jetzt einen Plan vvrgerragen, wonach auf dem großen Erebus- Vullan in der Antarktis eine Station für drahtlose Telegraphie angelegt werden sollte, um nach Australien und Neuseeland das Hcrannahen heftiger Stürme zu berichten, antragt bie vr-bünbeten Regierungen zu erfüll,, dic unAA ,'ichtigten Härten, die burch bxe RÄelung ^ dezugc der Pol unterbeamten m ber Besoldungsordnung getanen nnö, durch geeignete Maßregeln auszugleichen. DieSo z i a 1 b e m okr a t en beantragen, im aleichen Sinne ben Reichskanzler zu suchen, eme Revision bes Beamtenbesolbun^ge'eßes in bem ^>mnc öor,u- bercitni, baß eine angemefiene Erhöhung der durchaus unzulang lichen Bezüge bet Poftunterbcamten emtritt, ferner ben Re chs- Tamler zu ersuchen, Arbetten unb Lieferungen für bic Reichs- Postverwaltung nur an solche Firmen zu v' welche m Beziehungen auf bie Arbettsbebmgungen bie gesetzlichen Vorschriften einhalten unb sich verpflichten, zur Regelung unb Sickerung ber Lohn unb Arbeitsbedingungen auf den Ab,chlust Tarifverträgen hinzuwirken. Das Zentrum beantragt, den Reichskanzler -u ersuckcn, bie Arbciterausschüste der im ^elegraphenbau belckaf tiqten Arbetter unb Hanbwerker so auszubauen, batz cs den.Ausschüssen ermöglicht wirb, burch. geeignete Vertreter bie Wurnche der Post- und Telegraphenarbeiter unb Handwerker fährlich einmal ben Vertretern ber Ober-Po,rbirekUon unb cinem Vertreter des Reichspostamtes vorzutragen; für bie Post-, ^.clcgraphen- unb leugamtsarbetter eine Pensionskasfe Ast errichten, wie wiche bic Eiserckahnarbctter ber Reichs- mib preutzifchen Staatsestenbahnen in ihren Pensionskassen schon besitzen. Ter AuSschuh für das Gesetz gegen die Kurpfuscher erledigte heute bie Verbotsbestimmungen bes 8 3 der Regierungsvorlage, soweit sic sich aus die Seuchen und Ge,chlechts- k r a n k h e i t e n beziehen. Den nichtapprobierten gewerbsmäßigen rlrankheitsbehanblern wirb banach verboten, bic Bchanblung von gemeingesährlickcn Krankheiten, auf bie ,'ch bas Reichs,euchen- gesetz bezieht, sowie bic Bchanblung aller ^O^hlechtskrankhciten. Tie Regierungsvorlage würbe in bcibcn Punkten ,chneßlich angenommen._________ __ Au» S-taOt uuS Land. Gießen, 10. März 1911. - Lehrerpersonalien. Bestätigt wurde die von dem kath. Pfarrer und dem Stadtvorstand zu Bensheim auf die 1. Lehrerinstelle an der kath. Schule zu Bensheim prä- sentierte SchnlamtSaspirantin Katharina Schäfer aus BenS- heim für diese Stelle. — In den Ruhestand wurde versetzt ber Lehrer an der Gerneindeschule zu Nauheim, Kreis Groß- Gerau, Peter Arras auf fein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, unb ihm aus diesem Anlaß bas Rittcrlreuz 2. Klaffe deS Verdienstordens Philipps deS Nachmittags- und Abendvorstellung m' Nidda statt. Meitere Vorstellungen, so dringender Wunsch nach ihnen auch Miekfach geäußert wird, können nicht gegeben werden. Schon •fcic Rücksicht auf die Darsteller, deren Kräfte bis dahin an der Grenze des Menschenmöglichen angelangt sein dürsten, läßt ba§ nicht jil 1^. Friedberg, 9. März. Gegenwärtig wird unser frühere? Hospital abgebrochen. Dadurch wird ein größerer Raum gewonnen, der mit dem seitherigen zu einem großen Garten angelegt wird. Kreis Schotten. Michelbach, 8. März. Bei der heutigen B ei - g-eordnerenwaht wurde Eduard Ruckelshauscn mit 30 Stirmnen neu, gewählt. Der seitherige Beigeordnete Heinrich Alt II. erhielt nur 27 Stimmen. Starlrnburg und Rheinhessen. d. Mainz, 9. März. Der langjährige Verwalter deS Gutenberg-Kasinos, Gg. M ü l l e r, wurde Ende vorigen Jahres wegen vorgekommener Unregelmäßigkeiten seines Postens enthoben und verwog mit seiner Familie nach Erbach i. O. Nun hot sich herausgestellt, daß Müller der Kasinogesellschast bedeutende Beträge veruntreut und Urkundenfälschung verübt hat. Müller wurde in Erbach verhaftet, und kam hierher ins Untersuchungsgefängnis. Er hat oer KasirrogesÄlschaft 20000 Mk. unterschlagen, davon sind 5000 Mk. druch Kaution gedeckt. Landwirtschaft. — Ländliche Nuhgeflügelzucht. In Oberhessen werden vom LandwirlschaftSkammer'Ausfchuß z w o l f Leistungszuchtstationen für Hühner und vier Zuchtstationen für Wassergeflügel unterhalten. In denselben werden die bewährtesten landwirtschaftlichen Nutzgeflügelrassen gezüchtet und zwar in 7 Stationen rebhuhnfarbige Italiener, in 3 weiße Wyandottes, in 2 schwarze Minorka, in 2 Pekingenten, in 1 indische Laufenten und in einer weiteren Emdener Gänse. Ist schon in der Auswahl der Rassen einige Sicherheit für den landwirtschaftlichen Wert derselben geboten, so wird durch planmäßige Aucht aus Leistung unter Anwendung von Faflnestern eine Erhöhung der Leqetäriqkeit, soweit diese mit der Erhaltung des Rassetyps und einer festen Konstitution vereinbar ist, noch besonders zu erstreben gesucht. Diese Bemühungen sind auch schon von gutem Erfolg begleitet, denn während in den Hühnerzuchtstationen der durchschmttliche Eierertrag der Hennen im Jahre 1908 1106 Stück betrug, stieg derselbe in den Jahren 1909 und 1910 aus 1317 und 1396 Stück. Der Zweck der Zuchtstationen besteht in der Verbreitung guten und rassereinen Nutzgeflügels und wurde, wie aus folgenden Zahlen erkennbar ist, in zunehmendem Maße erreicht Die Zahl der abgegebenen Brut, eter betrug nämlich in 1908 3768 Stück, sie wuchs in den beiden nächsten Jahren auf 6676 und 7962 Stück; ebenso stieg in den bre« Jahren die Zahl der aufgezogenen und abgesetzten Jungtiere von 310 auf 549 und 655 Stück. Da die Preise für die Bruterer nut 12 Pfg. für Hühner, 20 Psg für Enten und 40 Pfg. für Gänse sehr niedrig gehalten sind, sollte die Gelegenheit zur Beschaffung eines leistungsfähigen Zuchtstammes auf billigstem Wege immer noch mehr von den Landwirten benutzt werden. Jede weitere Auskuiilt über die Geflügelzuchtstationen wird bereitwilligst vom Land- wirtschastSkammer-Auöschub in Gießen erteilt. Handel. — F r a n k f u r t a. M., 9. März. In der heutigen ordentlichen Hauptversammlung der Mitteldeutschen Kreditbank wurden sämtliche Anträge der Verwaltung genehmigt. Es wurde die Verteilung einer Dividende von 61/, Prozent und die vom Vorstand mit der andauernden Ausdehnung des laufenden Geschäfts begründete Erhöhung desAktienkapitalsum sechs Millionen auf 60 Mill. Mk. beschloßen. Die neuen Aktien werden an ein unter Führung der Deutschen Bank stehendes Konsortium zu 114 Proz. begeben mit der Verpflichtung der Anbietung an die alten Aktionäre zu 116'/, Prozent. Tie ausscheidenden Mitglieder des Aufsicklsrats wurden wiedergewählt; neu gewählt wurden in den Aufsichtsrat die Herren: Karl E. Klotz in Frankfurt a. M., Arthur Francke (in Firma David Francke Söhne) in Berlin, Admiral F. v. Grumme aus Rehdors in der Neumark, Kommerzienrat Dr. Karl Goldschmidt (in Firma Th. Goldschmidt) in Essen a. d. Ruhr. Bekanntmachung Gießen in n n ir tf v 11 ii ii v ii * N M II n o u u ft n ii Fellingshausen „ Frankenbach „ Steinbach (Hessen) „ Albach „ Stemberg (Kr.Gießen) Grüningen „ Watzenborn „ Allendors (Lahn) Lützellinden Krosdors Gleiberg Leihgestern Lang-Göns Langsdorf n Bettenhausen Reiskirchen Winnerod Bottenbach Saasen Linde,istntth Hattenrod Rodheim a. Bieber Crumbach Annerod Rödgen Alten-Bufeck Trohe Beuern (Heffen) Garbenteich Hausen Großen-Buseck Großen ^Linden Heuchelheim Kinzenbach Hochelheim Dornholzhausen Hörnsheim Holzheim Klein-Linden Die amtlichen Verkäufer smd vertragsmäßig verpflichtet, stets einen aiigemeffenen Vorrat an Postwertzeichen zu führen und die einzeliien Markeir zu keinem höheren, als dem Betrage ihres Wertes an das Publikum abzulassen. Im attgemeineii hat der Verkauf .wahrend der ganzen Zeit, in welcher das Geschästslokal des 23er- Läufers geöffnet ist, stattzufinden, ;edenfatts aber iirnerhalb der für den Verkehr mit dem Publikum festgesetzten Dienststunden der Postanstalt. ‘ Gießen, 7. März 1911. Kaiserliches Postamt. Heinr. Becker, Löwengasse. Karl Eichmann, Ederstraße. Karl Seibel, Frairkfurter Str. 76. Wilhelm Binz, Alicestr. 20. Friedrich Weber, Tiesenweg 6. Hermann Otto, Klinikstraße 21. Gastwirt Peter Will. Wilhelm Balser. Anton Dillmann Witwe. Ludwig Schwarz. Karl Dietrich. Konrad Rahn. Kaufmann Fink. Kaufmann Wilhelm Rühl. Philipp Klotz. Kaufmann Karl Kreiling I. Witwe. Heinrich Kuhl. Gastwirt Johannes Eckhardt. Konsumhalter Wilhelm Watz. Kaufmann Johannes Schmidt. Kaufmann Wilhelm Jung IV. Heinr. Friedr. Georg. Wilhelm Jung VIII. Gastwirt Wagner. Kaufmann Friedrich Franz. Kaufmann Heinrich Rinn. Gastwirt Wilhelm Feuser. Johs. Heß XX. Kaufmann Anton Konrad Müller. Hch. Köhler XVIII. Hermann Klippsteiu. Heinrich Schäfer V., Gastwirt. Joh. Gg. Müller Witive. Jakob Becker I. Heinrich Schmidt IL Wilhelm Wagner II. Wilhelm Schepp. Joh. Keil L Heinrich Seipp VU. Kaufmann Wilhelm Strackbein. Jacob Waldschmidt V. Witwe. Philipp Weber, Gastwirt. Theodor Geller, Gastwirt Witwe. Heinrich Krämer I. Daniel Schmidt, Gastwirt. Georg Philipp II. Moses Engel. Kaufmann Dreyfuß. Amtliche Verkaufsstellen für Postwertzeichen bestehen: bei Herrn L. Kalkhos Nachf., West-Anlage 2. „ „ Christoph Bieker, Neustadt 55. , , Karl List, Schifienberger Weg. „ „ Conrad Roth Nachf., Walltorstr. „ „ Philipp Stier, Neuen Baue. „ „ Jacob Hengst, Licher Straße 20. Schäfer. D10/, Bekanntmachung. Unser Verein läßt die nachfolgenden landwirtschastlichen Lorträae halten: 1. Sonntag den 12. März 1911, nachmittags 3 Uhr, in Albach fin Gafchaus von Wilhelm Lauer über das Thema: „Welche Matz- mahmeu sind zu ergreifen, um die Simmentaler Zucht rentabler zu ■fleftalten." Referent: Ockonomierat Weitzel-Lich. 2. Sonntag den 19. März 1911, nachmittags 3 Uhr, in Birklar im Gasthaus von Jobs. Engel über daS Thema: „Welche Matz- lahmen sind au ergreifen, um die Simmentaler Zucht rentabler zu gestalten: die Bortelle des Herdbuchwesens." Referent: Oekonomie- •rttt Weitzel-Lich. 3. Donnerstag den 23. März 1911, abends VaS Uhr, in Lreis a. Lda. im Gasthaus von Wilhelm Benner über das Thema: »Welche Maßnahmen sind zu ergreifen, um die Simmentaler Zucht -rentabler zu gestalten." Referent: Landwirtschastskammerfekrctär Gchwarz-Gießen. 4. Sonntag den 26. März 1911, nachmittags 3 Uhr. inNonnen- rotb im Gasthaus von Adam Koch VIII. über das Thema: „Welche .Mahnahmen sind zu ergreifen, um die Simmentaler Zucht rentabler zu gestalten." Referent: Oekonomierat Weitzel-Lich. 5. Sonntag den 26. März 1911, nachmittags V$3 Uhr, in Ettingshausen im Gasthaus von Ph. Sommer VI. über das Thema: „Zuchtwahl und Aufzucht der Simmentaler" Referent: Landwirr- 'Ichaststammerfekretär Schwarz-Giehen. Zu recht zahlreichem Besuche dieser Borträge wird hiermit -eingeladen. Gleichzeitig werden die Gr. Bürgermeistereien der Vortrags- und umliegenden Orte ersucht, den für Sie in Betracht kommenden .Bartraa mehrmals ortsüblich bekannt machen zu lassen. Gietzen, 7. März 1911. Ter Vorsitzende deS KreiS'Rinderznchtvercins Gießen (Simmentaler). Wclckcr.______________________________Bv*/S Arbeitsvergebung. Die zum Ausbau einer Straße im Orte Klein-Linden erforderlichen Arbeiten und Lieferungen sollen nn Wege des schriftlichen Angebots vergeben werden und zwar: LhaussterungSarbeiten mit Steinlieferung veranschl. zu 2469 M. Pflasterarbeiten „ , 655 „ schriftliche Angebote wollen auf Großh. Bürgermeisterei Klein-Linden bis nächsten Dienstag den 14. März d. I., nnchmittags 3 Nhr, abgegeben werden, ivoselbst auch der Voranschlag eingesehen werden kann. 1673 Gießen, 8. März 1911. A.: Rohrer, Kreisstraßenmeister. Arbeitsvergebung. Für die Feldbereinigung Utphe sind nachstehende Arbeiten und Lieferungen zu vergeben und zwar Los 1 , 2 n 3-7 - 8 . 9 a) durch schriftliches Angebot Erdarbeiten veranschlagt zu Zementrohrlieferung , , Brechen von Stücksteinen „ , Liefern von BasaltgruS , r ChaussierungSarbeiten „ „ b) durch öffentliches Ausgebot 2050.— 64.— 901.— 300.— 1116.— LoS 10—14 Anfuhr von Slücksteinen veranschl. zu 1690.— Mk. n n • u Mk. , lbu.16 „ „ Basaltgrus „ „ 140.— , Die Verdingungsunterlagen liegen auf Großh. Bürgermeisterei Utphe offen. Angebote zu a) haben in Prozenten des Voranschlags zu erfolgen, sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bei Großh. Bürgermeisterei Utphe einzureichen. Die Eröffnung findet daselbst am Montag den 20. d. Mts., vormittags 10 Uhr, in Gegenwart erschienener Anbieter statt. Um IO1/- Uhr erfolgt die Versteigerung der unter b) genannten Arbeiten. Freie Auswahl bleibt vorbehalten. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 6. März 1911. b16/, Großh. Kulturinspektion Gießen. H. Sternb a ch. Bekanntmachung. Die Holzversteigerungen vom 7. und 8. l. Mts. mib genehmigt. Ueberweisung, erster Fahrtag und Abgabe der Abfuhrscheine durch die betreffenden Zahlstellen für die Bersteiaerung vom 7. L Mts. vom 13. L Mts., für die Versteigerung vom 8. 1. Mts. vom 16. l. Mts. ab. Bw/3 Gießen, den 9. März 1911 .UI Grotzhcrzogliche Cberförfterei Schiffenberg. _________________________Traut in c i n._________________________ Holz-Versteigerungen der Gräflichen Oberförsterei Laubach. I. Montag den 13. März nach Zusammenkunft 10l/2 Ubr auf der Schreinersmiilfle bei Freienseen. 1. Aus Kreuzseener berg. Buchen Rm.: 105 Scheiter 1. Kl., 5 Scheiter 2. Kl., 108 Prügel 2. Kl. 2 Prügel 2. Kl., 50 Stöcke, 58 Reiservrügel. 32 Eichen-, Birken- und Nadelprügel, 12 Nadelstöcke, 7,5 Nadelnutzprügel (3 Mtr. lang, Lattenholz), 7 Eichennutzprünel (2 Mir. lang, Garten- psosten). 2 Eichelgarten, Ziegenberg, Weidenau, Scheiter, Rm.: 1,4 Eichen (teils Wertscheit), 14 Buchen und Birken. 56 Eichen-, Birken», Nadel- und Erlen-Prügel, 64 Nadelstöcke, 3,4 Buchenreiser- prügel. 24 Buchen-Stamm- und Zopfreifer, 6 Elchennutzprügel (2 Mtr. lang). 14 Nadelnutzvrügel (3 Mtr. lang). 3. Hoberain, 10 Rm. Erlenvrügel, 35 Buchenstammreiserprügel. 4, Wetterauer ttranch, Struth, 16 Rm Buchen-, Elsbeer- und Vladelvrügel, 6 Buchenstöcke, 15 Buchenreiferprügel, 15 Nadelnutzvrügel (3 Mtr. lang) 6 Fichlenderbstangen 1. Kl. -- 0,78 Fstm. 5. Jrnscnhan, 25 Rm Buchen, Eichen- und Ulmenprügel, 31 Buchenzopfreiser 6. Peterswald, n Rm. Eichenvrügel (1,5 Mtr. lang», 33 Bnchenstöcke 1. und 2. Kl., 16 Buchenreifervrügel, 7 Eichen- und Stadelstöcke, 81 Ficktenderbstangen 2. und 3. Kl. (Letterbäume und Gerüststangen). 7. WinterSberg, Buchen, Rm.: 20 Scheiter 2. Kl., 1,6 Prügel 2. Kl., 108 Stöcke 1. und 2. Kl., 94 Retserprügel. 8. Schornberg, 2L Rm. Ahorn- und Kirschbaumvrügel, 155 Buchenstammreiserprügel. 9. Dickebusch, Musliau, Buchen, Rin.: 0,3 Scheiter 2. Kl., 2 Stöcke, 9 Reiservrügel, 5 Eschen- und Kirschbaumvrügel. Leseholz und Kohlreiser flächenweise, auch eine Partie Dünger- und Fischmehlsäcke. II. Dienstag den 14. März nach Zusammenkunft 10 Ubr auf dem Jägerhause. 1. Aus Schifsenberg, Teisenberg, Buchen, Rnr: 115 Scheiter 2. Kl., 90 Prügel 2. Kl., 11 Stöcke, 2 Ulmen- und Asvenvriigel, 0,5 Eichennutzprügel (2 Mtr. lang», 2 Eichenstämme (7 und 18,4 Mtr. lang), 30 und 33 Ztm. Durchm. = 2,06 Film., 1 Elsbeerstamm (11,4 Mtr. lang), 31 Ztm. Durchm. = 0,86 Fstm. 2. Schmittbain, Buchholz und Strickbera, Buchen, Rm.: 15 Prügel (abstdg.), 58 Stöcke, 2 Eichenscheiter (1 Meter lang), 17 Eichen-, Eschen, Aspen-, Ktrschbaum- und 9tadelvrÜgel, 29 Fichtenstöcke, 22 Fichten-Zopfreiser «Bohnenstangen), 1,3 Elchennutzprügel (2 Mtr. lang), 1 Lärchennutzvrügel (2 Aktr. lang), 2 Eichenstämme (5 und 11 Mtr. lang), 20 u. 45 Ztm. Dnrchm. — 1,15 Film. (Wagner- und Glaserholz). 3. Judenrain, Kirchberg, RuthardSbaukcn, 39 Rm. Buchcnvrügel (abstdg.), 47 Eschen-, Ahorn-, Eichen- und Nadelvrügel. 35 Fichten-Zopfreiser (Bohnenstangen), 0,2 Eichen- nntzvrügel (2 Mtr. lang), 1 Eickenstammabschnilt (2,2 Mtr. lang) 36 Ztm. Durchm. = 0,22 Fstm., 2 Eschenstämme (4 u. 8 Mtr. lang) 24 nnd 31 Ztni. Durchni. — 0,66 Fstm., 1 Ulmenstamm <5,6 Mtr. lang) 35 Ztm. Durchm. — 0,54 Fstm. 4. Tbomasbreacl, Buchen, Rm.: 52 Prügel (abstdg.), 44 Stöcke, 1 Eichenstock, 4 Eichen- und Nadelvrügel, 3 Nadelnutzvrügel (3 Mtr. lang), 7 Eichenstammabschnme (2,2—9,4 Mtr lang) 24—40 Ztm. Durchm. ---- 2,13 Fstm. 5. Roth, 10 Rm. Buchen-Scheuer und -Prügel (abstdg.), 5 Eichen- u. Nadelvrügel. 6. Wallcnberg, Forstwicie, Weingärtnerkopf, Buchen, Rm.: 21 Scheiter 2. Kl.. 34 Prügel 2. Kl., 124 Stöcke, 2 Elsbeer- stamme (4 und 5 Mtr. lang) 20 und 21 Ztm. Durchm. 4= 0,30 Fstm. 7. Dörnberg, 3 Rm. Eichenscheit, 10 Buchen- und Eichenprügel, 2 Buchenstöcke, 2 Fichten-Zovfreiser. 8. Hölzchen, 12 Eichen- und Asvenvriigel, 7 Eschen- und Eichennutzvriigel (2 Mtr. lang). S.Bcttcn, Großer Seekovf, 15 Rm. Buchenprügel 2. Kl., 0,9 Mah- bolderprügel, 12 Buchenstöcke. 10. Heinzebcrg, 16 Rm. Erlen- und Nadelvrügel und 18 Buchenreiserprügell 11. Silbach und Pol« pcrtskovf. Ducken, Rm.: 10 Scheiter 2. Kl., 88 Stöcke, 160 Reiser» prügel und 83 Buchen- und Eichenvrügel. Leseholz und Kohlreiser fiäckenweise, außerdem eine Partie Dünger- und Fischmehlsäcke. Blau unterstrichene Nummern werden nicht versteigert.< B9/., Nutzholzverfteigerrmg im Gemeindewalde von Altenkirchen am Dienstag den 14. d. MtS. 31,47 Fstm. Eichenstämme «Schnetdholz, astrein) 22,13 Fstm. Eichenstämme 20 Rm. Eichennutzscheitholz 6,76 Fsttn. Ficktenstamme 4,50 Fstm. Fichienstangen 1. Klaffe 51,03 Fstm. Kiesernstämme (über 25 Ctm. Durchm. Schneid- u. Bauh.) 16,0 Rm. Erlen-Rollen, 2 Attr. lang. Zusammenkunft um 12 Ubr mittag- im Distrikt Himberg. Hohensolms, den 2. März 1911. C4/i Der Bürgermeister Huttel. Drucksachen aller Art Ausstattung stilrein u.preiswert - - die Brüh Peche Uolv^öru ckereL Amtliihe Bekimtmchsilgt« Der Stadt Kießeu Sanatiiler Möbel weltberühmt durch ihre Fonnen- sohönheit, Solidität xind ihren billigen Preis liefert Ihnen vollständig frei ins Haus unter Garantie D*/t] von 10 Jahren das Darmstädter Möbel - Einrichtungshaus Eadwig 5tritzi«gcr Kunstgewerbliches Etablissement für Innenausstattungen Telepboa 1441 DARMSTADT aeiariehstr. 67 Portofreie Zusendung meines Prachtkataloges. Die Lehrherren. die Lehrlinge oder Lehrmädchen einstellen, und die Eltern, die ihre Kinder in Lehrstellen unterbringen wollen, machen wir auf die unentgeltliche Lehrstellenoermittelung des städt. Arbeitsnachweises aufmerksam.________________________ B‘% Montag, 13. Marz 1911, nachmittags 3 Ubr, wird das Abralldolz aus den städtischen Anlagen in der Ost-Anlage, am Lutherberg und an dem Anneröder Weg an Ort und Stelle meist bietend versteigert. Zusammenkunft am Watttor._____________B‘% Die Heberolle über die Beiträge zur land- und foritwirt- schastlichen Berussgenoflenschait für das Jabr 1910 (Gemarkung Gietzen und Schiffenberg» liegt von heute an während 14 Tagen aus der Bürgermeisterei — Zimmer 2 — zur Einsicht offen. Jnnerbaitz eines Monats nach Ablauf der Offenlegungsfrist kann Einspruch gegen den Beitrag bei dem Vorstande der land- und forstwirlschaft lichen Berufsgenossensckast erhoben werden. (S. §§ 12 und 15 bei Verordnung vom 31. Mai 1902a B1®', Die Lieferung von Lungsteinrabmttücken zur Herstellung von Einsassungsgräbern auf dem neuen Friedhof soll Donnerstag den 16. März d. I., vormittags 10 Uhr, öffentlich vergeben werden. Zeichnungen, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liege« auf unserem Hockbauamt zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhällltch, sind bis zum genannten Termine dorthin einzureicken._____________________________________ Betrifft: Feldbereinigung in der Gemarkung Gietzen links der Lahn. II. Teil. Mit Entschließung vom 28. Februar 1911 hat Grohherzogl. M'nisterium des Innern, Abteilung für Landwirtschaft, Handel ao Gewerbe den Zuteilungsplan von Gietzen links der Lahn Ii. Teil, mit Ausnahme des Gebiets der Bauplätze am Aulweg und in Flur XI, aus Grund von Artikel 36 deS FeldbereinigunaS- gesetzeS in der Fassung der Bekanntmachung vom 7. Juli 1906 für vollziehbar erklärt. Ich besttmme nunmehr als Zeitpunkt der Ausführung (Eigentumsübcrgang) den 15. März 1911 und überweise hiermit mit Wirkung von diesem Tage den Beteiligten die neuen Grundstücke. Die Ueberweisung erfolgt unter folgenden Bedingungen: 1. Meliorationsarbeiten können auf den neuen Grundstücken auch fernerhin vorgenommen werden, 2. die beteiligten Grundeigentümer muffen sich eine Veränderung der Zuteilung gefallen lassen, die infolge der Ausflihrung von Meliorationsarbeiten, der Anlage von Wegen, Gräben oder ans sonstigen Gründen innerhalb der Zett der Ausführung dieser Arbeiten notwendig werden. Ein hierdurch bedingter Ab- und Zugang von Gelände wird dem neuen Eigentümer nach dem Bonitätswert vergütet bezw. zugeschrieben. F-rieberg, den 4. Marz 1911. Der Grohh. Feldbereinigungskommissär. gez. Schnittspahn, Kreisamtmann.B**/t Städtz. Wohnungsnachweis Gietzen, Asterweg S. Es sind zvl vermieten: 1 Wolukung von 10—11 Zimmern, 1 Wohnung von 7 Zimmern, 2 Wohnungen von 6 Zimmern, 8 Wohnungen von 5 Zimmern, 1 Wohnung von 4—5 Zimmern, 2 Wohnungen von 4 Zimmern, 1 Wohnuing von 3—4 Zimmern, 4 Wohiiungen von 3 Zimmern, 1 Zimmer u. Kammer. 1 Wohnung von 2 Zimmern, 9 möbl. Zimmer, .1 dreistöck. Lagerhaus mit Pserdestall und Heuboden, 1 Laden mit 2 Schaufenstern, 2 Zimmern n. Lagerraum, 2 Werkstätten. Zn mieten geliitckt: 32 Wohnungen von 2—7 Zimmern. Städtischer jtfr6eitsnacfiu)eis liessen ! Afterweg 9. Es können einge stellt werden: a. bei hies.igen Arbeitgebern: 1 Heizer, 1 Schreiner, 1 Schlosser, 1 Schuhmacher, 1 Schmied, 1 Käser, 1 Sai tler, 3 Kupferschmiede, 1 Waschmeister, 1 füng. Hausbnrfche, 5 ifüng. Fabrikarbeiter, 1 Köchin, 3 Dienstmädchen 1 Laufmädchen.' _ _ , . Lehrlinge: l Schuhmacher, 1 Sattler, 2 Schlaffer, 1 Buchbinder 1 Svengler u. Jinstallalenr, 1 Friseur, 1 Glaser. Gast- und Sc-rankwirtschastSversoual: Küchen- u. Zimmermädchen. ' b. bei auSwä rtigen Arbeitgebern: 2 Pflasterer, 1 Zig.rrrensortierer, 1 Spengler, 1 Holzmaler, Bau und Möbelschreiii^r, Huf- u. Wagenschmiede, 1 jung. Sauter, Valerie- u. Maso^inengutzsormer, 1 Wagenlackierer, 1 landw Knecht, 1 landw. Vienstmagd, 2 Dienstmädchen. Gatt und SchoinkwirtickaftSverfonal: Zimmer- u. Küchen Mädchen. Köchinne-.n, Saalkellner, Küchenburschen. Es fucken Slrbeit: < Ä , 1 Sleindrucker, 2 Esisendreher, 1 Metzger. 3 Maurer, 1 Steinmetz, 2 Installateure, i;Guhvutzer, 3 Schlaffer, 1 Glaser, 2 Heizev 3 Weißbinder, 1 ^^arrenkittenmacher, 1 Fahrbursche. fünf Taglöhner, 3 Hausbursche.^. 1 Reisender, 1 Schreiber, 1 Bügler,n. 8 Puy. und Lauffrauen. 2 Waschfrauen, ? iüng. HauSmädchen. 1 Näherin. „ Lehrlinge. 1 Mechanik Lr, 1 Schlaffer, i Kaufmann oder Schreiber. . Gatt und Schankwirts LaitSverwnal: Kellner, Lohn- uro Aushilfskellner, Zapfer, Zu chenchvf. LVO PUHUMNV 1 Lollar, 10. März 1911. 1677 Hm» Wilhelm Haubach 165« Niedernhausen (TaunuS), 9. Mär- 1911. Tee geben jedem Verbraucher volle Befriedigung Wilh. Pfeiffer (1660 Ober-HSrgern, bett 8. März 1911 DcGentiier’s Terraei dieser Sdi'dhcmne mialfäi werholla uesrnma. Geolih ZUNTZ VieWe^ckuIureme Lina Haubach Luise Haubach Die trauernden Hinterbliebenen: Famliie Aonrad Türtugcr. Brüssel 1910: Grand Ein Sprung ins Ungeruisse Flir die nm> erwiesene Teilnahme bei dem Heimgange unserer lieben Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege unseren tiefgefühlten Dank. putzt blitz - blank. Babnbossvoritebcr in so reichem Maße zu Teil wurde, insbesondere für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Bech- tolShetmer, sagen wir allen unseren herzlichsten Dank. Carl Seibel W. Warner Gg. Wallenfels Auz. Wallenfels IR Jeder Verfudi, die bewährten Marken PRLMIN (Pflanzenfett) und PHLMONH (Pflanzen-Butter- Margarine) durch unbekannte, billige Fette zu er- letzen. Palmin und Palmona werden leit vielen Jahren täglich in Millionen Haushaltungen verwendet; üe find alfo erprobt und bewährt, fonft würden Ge nicht den ausgezeichneten Ruf genießen, den Ge von der fänden bis zur einfachsten Küche deGtzen. Darin liegt eine Garantie, die bei unbekannten Marken nicht geboten wird. Firma Gebt. Adami Chr. Bieker Jacob Hesselbach Carl Jockel 1> Kalkhof Nacht A. Lenhard Nacht EL Männche Eberb. Metzger Nacht Gebr, Michel Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Geissler VI. Tapeten-lReste ZU bedeutend herabgesetzten Preisen Robert Hasse vorm. E. Bloedner Inh.: Gtto Täubert x; 5e!terswe^. neben dem Automat Telephon 854 :• u ,: Schanzenstrasse 6. Telephon 326 c: ^Qttifoßunß* Für die zahlreiche, herzliche Teilnahme, die unS bei dem Htnscheiden unsere- lieben Gatten und LaterS Mefallu.Glas Chemische Fabrik Düsseldorf 1-G. DOeeeldorf J Giessener Fleischhalle Walltorstraße 3S (696) Walltorttraße SS empfiehlt ihr prima Mastfleisch per Psd. 70 Psg. prima Rindswurst per Psd. 80 Psg. Alleiniger Fabrikant» CarlGentnen Göppingen. Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme während der ÄTcrnttieit und beim Heimgänge meiner lieben Gautw unterer gurea Mutter, Schwiegermutter. Großmutter, Sdrwesier. Schwägerin und Tante Frau Fülle MinM besonder- für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Grai, den Gesang des Lehrers nut den Schülern, den erhebenden Grabgeiang des Gesangvereins Germania, für die vielen Kranzspenden und bie zahlreiche Beteiligung bet der Beerdigung von nah und fern sagen wir unseren innigsten Dank. rVekauutmachung. Es wird hiermit folgendes zur ftcinuuid der Mannschaften des Beurlaubten sw ndcS gebracht: . 1. Die Aushändigung der neuen Kriegsbeorderungen und Pav notizen erfolgt in der Zeit vom 10.—25. März ds. 3s. und zwar für die Stadt Gießen durch Ordonnanzen, für die übrigen Ortschaften durch Vermittelung der Bürger' meistereien. 2. Die biß letzt noch nicht zur dienstlichen Kenntnis gebrachten Wohnungsveränderungen — auch diejenigen innerhalb der Stadt Gießen — sind sofort dem Bezirksfcldwebel zu melden. 3. Die Mannschaften der Reserve, Landwehr I, Landwehr II, Ersatzreservisten und die zur Disposition der Ersatzbehörden entlassenen Mannschaften, welche in Gießen ihren Wohnsitz haben, beauftragen — falls sie selbst nicht zu Hause sein können — euren erwachsenen Anverwandten, den Hauswirt oder einen zrwerlässigen Mitbewohner mit der Empfangnahme der Kriegsbeorderung bezw. Paßnotiz. £ 3eher Mann, der bis -um 25. März ds. 3s. abends keine Kriegsbeorderung oder Paßnotiz erhalten hat, meldet dies sofort schriftlich oder mündlich seinem Bezirfsfeldwebel. 5. Die vom 1. April 1911 ab nicht mehr gültigen alten roten Kriegsbeorderungen und die weißen Paßnottzen mit rotem Rand sind am 1. April durch die Mannschaften selbst zu vernichten; die neuen gelben Stricgäbccrberunpen, bezw. die neuen weißen Paßnotizen mit gelbem Rand sind an diesent Tage in die Militärpässe einzukleben. ießen, den 2. März 1911. Groß herzogliches Bezirkskommando Gießen. v. Knobelsdorfs. Verkaufsstellen in Giessen bei J. M. Schulhof C. G. Kleinhenn Achtung' A Morgen trifft ein frischer Waggon spanische u. Messina-Apfelsinen o. Zitronen r ein. Billigste Preise. Prima süße und saftige Apfelsinen 10 Stück 25, 35, 45, 55, (.5, 75, 85, 95 Psg. Echte Messina-Blut Bitte McsM-Mgucil, «roße 70 Psg. 1 Kiste cnthattend 300 Stück nur 9 Mart. Xjr* Gür Wiederverkäufcr enra billige Preise. "M» Berkaus zu denselben Preisen auch zum Markte aus dem Braudpl. Spanischer Garten Babuhosstrahe 48, Filiale Kreuzplatz 6. 01877 K- Maae. Malz- Kaffee Schreiben ohne Druckanwendung C Keine ErmUdung ) f Aitwahl NrlO = 12 verseh. 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März 1911, nachmittags 5% Uhr, in der Turnhalle Srohes Gatosaalsportiesf unter dem Protektorate Seiner Durchlaucht des Fürsten Karl au Solms-Hohensolms-Licla. D"/- Kunstreigen, Kunstfahren, Radball- und Radpolospiele, Ball. Die Fest- u. Ball-Musik wird von der hiesigen Regimentskapßlle ausgeführt. w Zutritt nur gegen Vorzeigen de- Einladungskarte-^ Bilanz der Mitteldeutschen Ereditvank Per 31. Dezembcr SO80. Aktiva, An Kassa-Konto „ Coupons- und Sorten-Konto . . . „ Wechsel-Konto „ Guthaben bei Banken und Bankiers . „ Lombard-Konto (Reports u. Lolstbards) „ Effekten-Konto........ „ Konsortial-Konto „ Kommanditen- und Beteiligunqs-Konto „ Debitoren in laufender Rechnung jft 115,011,126.17 Vorschüsie auf Waren u. Warenverschiffungen „ 3,866,068.89 Ncbcrgangsposten unserer Zttever- laffungen untereinanoer . . . . Aval-Debitoren........ Immobilien-Konto Bankgebäude . 5,488,699.10 sonst. Immobilien „ 512,700.— Mobiliar-Konto..... . . JL |4 7,421,996 75 1,781,983 30 28,006,65321 4,557,581 43 27,7bO,847 02 7,241,074 73 10,075,07523 1,833,000 — Per i> n n M 118,877,195 06 i 154,94085 7,335,777 31 Passiva. Aktien-Kapilal-Konto ..... Reserve-Konto . . 5,400,000.— Außerordentliches Reserve-Konto . . „ 1,250,000.— Kontokorrent-Re- serve-Konto . . . „ 1,190,122.37 Kreditoren in laufender 8te'chnuug . Depositengelder Trattcn-Konto (Tratten und Schecks) Aval-Konto . ...... Dividenden-Konto (Unerhobene Dividenden) Gewinn- und Verlust-Konto Reingewinn des Jahres 1910 . . «yft 4,500,625.18 Vortrag aus dem Jahr iöo9 . . , „ 65 967.98 6,001,399 10 49,194 39 221,096,71b 3b 4 8,110 50 4,566,593 16 221,096,718,38 37 72 61 71 31 7,840,122 77,531,530 25,321,050 44,493,533 7,335,777 JfL 54,000,000 Gewinn- und Verlustkonto. Soll. An Unkosten-Konto a) Gehälter und Geschäftsspesen . . b) Tantiemen der Filialdirektoren, der Prokuristen und der Vorsteher der Wechselstuben, sowie Gratisikationen an die Beamten...... c) Steuern......... „ Beiträge zur Pensionskaffe unseres Instituts . zum Beamtenversich^rungsverein des Deutschen Bank- und Baukiergewerbcs „ Abschreibung auf Immobilien....... „ Gewinn-Saldo Verteilung: außerordentliche Abschreibung auf Mobiliar-Konto....... Abschreibung auf unsere Beteiligung bei der Hilfsaktion Niederdeutsche Bank . Zuweisung an das außerordentliche Reserve-Konto ....... Rückstellung für Mobiliar-Konto Neubau Berlin . 61/2% Dividende auf 54,000,000 Aktienkapital........ Tantiemen an Aufsichtsrat und Vorstand Vortrag auf neue Rechnung . . . <5 2,229,095 24 410,854 42 4uO,358 ,01 64,884 07 11,815 ^1 31,708 33 49,193 39 60,000 — 250,000 — 100,000 - 3,510,000 — 554,081 66 43,318 11 7,715,309 14 Haben. Per Gewinn-Vortrag aus 1909 . . . „ Zinsen-Konto (Ucberschuß im Kontokorrent und auf Louibard-Konto) „ Wechsel-Konto „ Provisions-Konto....... „ Effekten- und Konsortial-Konto . . „ Kommanditen und Beieiligungs-Konto „ Konto pro Diverse (Kleine Gewinne und Mieten) 65,967 98 1,714,461 1,368,081 2,384,693 1,951,028 148,777 55 48 29 07 20 82,299 57 7,715,309 Frankfurt a. M, den 9. März 1911. Der Vorstand der Mitteldeutschen Kreditbank. In der heute abgehaltenen 56. ordentlichen Generalversammlung unserer Aktionäre wurde die Dividende für das Geschäftsjahr 1910 auf 6*/, <>/0 festgesetzt. Der Dividendenschein für 1910 kommt mit M. 19.50 für jebe Aktie zu M. 300 „ 78.— „ , „ „ „ 1200 zur Auszahlung. Die Einlösung der Dividendenscheine erfolgt von heute ab: in Frankfurt a. M., Berlin, Essen-Ruhr, Fürth, Giesten, Hanau, München, Nürnberg und Wiesbaden, sowie bei unseren Depositeukassen und Wcchiclstuben tu Friedberg i. H., Höchst a. M., Marburg a. d. L., Offenbach a. M. und Wetzlar und unseren Agenturen in Güdingen und Butzbach an unseren Kassen vormittags zwischen 9 und 11 Uhr, in Baden-Baden bei der Bankeommandite Baden-Baden Meyer Sf Dist, in Hamburg bet der Firma M. M. Warburg 8? Co., in Leipzig bei der Allgemeinen Deutschen Credit-Anftalt (Abteilung Becker St Co.), in Mainz bei der Firma Weis, Herz S5 Co., in Meiningen und Gotha bei der Bank für Thüringen vormals B. M. StrnPP, Aktiengesellschaft, in München bei der Firma Moritz Schulmann, in Stuttgart bei der Firma Doertcnbach St Cie., G. m. b. H., in Tübingen und Hechingen bei der Bankeommandite Siegmund Weil. Die Dividendenscheine sind auf der Rückseite mit dem Firmenstempel oder dem Namen des Etnreichenden zu versehen. Frankfurt a. M., den 9. März 1911. a»/8 Mitteldeutsche Creditbank. 60 tote Ratten, Z Mäuse, sand man nach AuSleg. ein. Pak. „C» d schmeckt vrächtig". Pak. 80,100Ps.