Ur. 290 Erstes Blatt I6(. Jahrgang Samstag, 9. Dezember M 1 er Gießener »«zeige, cddifini tdfllid), aiifeer comuaflS. - Beüaqen: nlennal wöchentlich SittzeverZamilicndlätter, iivciinal wödientl.KiciS« dlall förden Kreis Gießen (Iirnetng unbirreitna); uveimol rnonotl- Land» wirtfd)a1llid}t8tüfro$en Renilvred) -Unfdilüne: h'ir die Olrbatiioii 113, Berlag u. Expebilion bl Adresse für Tfveldjmt «u-eiger Wiefern. Annahme von Anzeigen für Die laneomtmnicr bi» vormitlag» 9 Uhr. siekenerAilMger General-Anzeiger für Gberhesten Rotationsdruck und Verlag der vrühl'fchen Univ.-Buch- und Zteindruckeret R. Lange. Redattion, Lrpedition und Vruckerei: ZchnINraße 7. Bübingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstrabe 16». Vei«q4»ret 5: monatlich TZPl., viertel- inhrlicb l’tf. 2. S>; en.rcd Abtwle» tu Sinei "‘tfllcn motu’th* 65 durch die last SW.!—viertel* m a ivf.-.'. Reiletiprci»: total lila, aittivätlt SO t‘«emnq. V bdrebntifur: t'frnntivonhrt) für Den pohiifdgci leit; Aumist . hn .'fVfutUe* ton*., Ben'iif.1 ico' uut ,0euct>t»iaa(“:M. '.’teu- raih, tut .cinDl und Vanb-: tf.t'cfi. 'ui ilnietflenteil: S*. Die heutige Nummer umsaht 28 Seiten. politische Wochenschau. Gießen, Tezember. Wir stehen jetzt mitten in der 9kidMQgL’iDahIbciDcgung drin. Nur wenig mehr alS vier Wochen lind es noch bis zur groben Voltsadrcchnung, und doch geht alles verhält- niSmäßig ruhig. Tas politiidie Ungcroitter mit seinen Stur- men und Blitzen ist halb vorüber, aber ein stilles Wachstum ist überall zu sehen, und die Früchte reifen der Ernte entgegen. Tie Wahlaufrufe der politischen Parteien wirkten nur noch wie ein leichter, die Vegetation fordernder Regen. Aber wenn nun zuletzt die Bäume erstiegen, die Früchte i eruntergeholt werden, da wird es in den Wahlbezirien wohl wieder etwas lauter zugehen. Man ruft nach den rüstigen und hochgrcisenden Mannern, die Lasten zu tragen vermögen und, wenn es daraus anlomint, aud) zerrissene Hosen nicht sd)euen. Auch Herr von BeUimanu-Hollweg ist noch einmal zu Dem Baume der Erkenntnis geschritten und hat nach der frucht gelangt, die ihm bisher zu fassen nicht vergönnt war und die er lange and) geflissentlich verschmäht hatte. Er hat in seiner letzten Marollo Rede sichtlich um die bisher leicht über die Achsel angesehene Boltsgunst geworben. Und es hat, and) bei denen, die zu des „schwarzblauen Kanzlers" Freunden nicht zählen, ein Gefühl der Erleichterung gc- iveat, dah aud) dem Auslande der Wille zu Iräfugem Schutz der nationalen Arbeit endlid) einmal tunbgetan wurde. ITie Hauptsache haben Ünö des Kanzlers Worte frcilidi nicht ersetzt, die Taten' Tie StCiatsrunst zäl.lt ja zwar and) Worte und Reden zu ihrem Hauptrüstzeug, aber es muß die rechte Zcii für sie gewählt werden. A.iu> hilc Sprache Felovas ergreift nur daun die .Herzen, „wenn 'die Vollen getürmt den Himmel schwärzen und wenn dumpstobend der Tonner hallt". Heute, da das englische Ungewitter und die Kriegsgefahr vorübergegangeu sind und ans für» erste nicht mehr bedrohen, klang Bett)manns Stimme, so ernst und imicr sie sich an die englischen Staatsmänner riditctc, dodt etwas dünn Als Eco her Bollsslimmung aber haben die Bekenntnisse und Feststellungen des leitenden deutsd)eu Staatsmannes immerhin in der ganzen Welt starken Eindruck gemacht. Tas hat Der langen und schrecklichen ;>eit der amtlichen 2tim und 2rorfenl)cu in unserer auswärtigen Politik einen halb wegs ucrföl,nenhcn Abschluß gegeben. Während im übrigen Reiche ziemlich aUgcmciu-tue liberalen Rücken an Rucken seckueu werden, u't der gemein jamc liberale Erntekranz in Hessen eine unfertige Arbeit geblieben. Tie Ti stet von Al'zen-Bingcn hat die hessische äonschrittspartei widerwillig gemad t; and) von den letzten Landlagswahlen her lagen in and) nicht gerade sehr viele blaue c t)ancn da, die man in die goldenen Achren hätte hinein flechten können. Umso erfreulicher ist es, daß man, uci einigen Voraussetzungen, die wohl sicher erfüllt werden, in unserem Wahlkreis Gießen burd) das wilde Gestrüpp früherer Zwietracht sich endlich Bahn, geschaifen hat für ein gemeiniaems Vorgehen bei der Reichstagswahl. Tie nalionailibcrale Partei hat es den Fortschrittlern, die bei der Ersatzwahl für Köhler mit Pfarrer Jlorell den Vorsprung gewonnen hatten, nach gemeiniamen Besprechungen überlassen, einen geeigneten Kandidaten zu stellen, der dann aud) die nationalliberale Unterstützung erhalten sollte. Und so wurde uns gestern abend in osfentlicher Versammlung der Bcrbandsie.rc.ur Erkelenz a.s gemeinsamer liberaler Reichstagslandidat vorgestellt. Ein Mann von erst 33 Fahren, ber ganz aus sich felbü heraus etwa- geworden ist. Eine stattliche Erscheinung mit verhaltenem Feuer in den fompathi.chen Zügen. Aber 1 intcr dem charaitcrinifchen sa-warzhaangen Ktinstlerlops neckt, wie man bald nad) seinen ersten Sä^cn horte, mehr als ein gewandter Agitator und jugenblicner Euerer. Er ist vvlilifch aus seinen eigenen Lebensverhältnisfen heraus gewachsen, und feine Ucuerjcuginig hat er sich kaum au gelesen. Zn (einem Wirtungskreise als schiickicr Mann der Arbeit hat er die um ihn herum liegenden poliiischen Augen glciser geprüft. Wie feine Latze, flar, kurz und überlegt lerauslamen, ohne Ueberhannng, aber doch voll innerer in ihm einen Lelbstdenker erkennen, der nicht der Mann ist, orihodorc Formeln naazubeien. ES wurde begreiflich, daß Erkelenz von der Sv.zialDcmv Italic sich abwenden mußte. Und gleid) stellte er in seinem anderlhalbnündigen freien Vortrag als Haupt- gedanlcn an die spitze: statt des Rassen- und Klassen- tampses müsse die Sorge für das Allgemeinwohl treten. 3n dem Gcgeneinanderivirlcn der äußersten Rechten und der Sozialdi molratic, die beide falsche '.'.'iiitel an.venoeten, sei die Rot uh er er Zeit entstanden. S-o fei der Riß zwischen Arbeiterschaft und Bürgertum erweitert worden. Aus diese Weise hat dann der neue Reichstagslandidat mit originellen Zügen das weitere Bild unserer Parteiverhällnlu'e gezeichnet. Tie große Arbeiterpartei, also die Lozsialdemo irälie, und da.' Zentrum seien in Teuu'chland die Grup pcn, die den Mampf gegen reaktionäre Potitu erschwerten. Und dock) seien gerade in btc.en beiden Parteien die ^lein eine weder va.eelandsfkindlich, nöch unsozial. Ter So- zialdcmolratie, das heißt ihren Führern, mangele das Bei ItLndnis für positive Arbeit, und das Zentrum (treue, mit der Reaktion eng verwachsen, seinen Wählern Land in die Augen, indem es sich damit vritste, für das Erreichbare cingctreien zu fein. „Wenn man s so hört, inodst - leidlich fdieinen", mVniic Heer Ertelenz, und wenn er bicj^rctdjen- worte vervollständigt und hnizugetngt hatte „Steht aber dennoch schief darum, beitn d.i hast kein Christentum", so würde er das Zentrum an seiner empfindlichsten Stelle angepadt haben Aber mit vollem Rechte Tenn es verhält sich tatsächlich so, daß das Zentrum recht häufig selbsttätig Forderungen mit Der Regierung oder den Konservativen verabredet, um bann den im Grunde liberal und sozial Gei in n teil seiner Wähler die angcbentete 2cid)cn bitternnene zu zeigen Tann rückte Erkelenz die großen Einzelfragen ui die reckte Beleuchtung: Reichssinanzreform und Steuerpolitik. Es berührte angenehm, daß er auf alle Schlagivorte und Gcincinviätzc verzichtete, daß er hervorhob, er werde den Wahlkampf zwar lacklidi scharf, aber ohne persönliche Spitzen führen. Vielleicht batte er schon in die gestrige Rümmer des „Vorwärts" Einblick genommen, der Ujin vorhielt, daß er bei feiner Kandidatur in Solingen in einer Wä^lcrversammlung einen angctiuntenen Sturen fried eigenhändig an die Lu t befördert habe Tock Erke- lenz mag gan* recht daran getan haben und gar nicht den Eindruck, als fei er bändelSsüchtig Auch in der Weltpolitik hat er jich als Friedensfreund bekannt, aber aud) hier die Berteyrtheit uno uinjeiiiguu des foziaioemolrati chen Vorgehens hcroorgehoben. Gerade west wir den Frieden wollen, so betonte er, müssen wir stark sein, die notwendigen Fordernngeii für Heer und Flotte bewilligen Außerdem aber werde gerade eine liberale Poii.i., Die ucr ^.uuixuia.. o.it- en ........ ■ ein neues, des.eres S natsaesül.l fdiah'c, Da- " schwierigen auswärtigen ragen einen starken Rückhalt geben. Auch der Stanopumt, den der Redner in der Kolo nialpolitik einnimmt, trägt diese chmpatl »sche nationale Rote. so kann das erste Auftreten des gemeinsamen liberalen Kandidaten ein Er.olg gcnann£ werden Erkelenz beiipi die wohl abgewogene, ruhige Sprcduuetic, Die gelassene» und cinbrudvDolien Gesten eines reifen Polit lers. Mi' ihm geht die liberale Lacke im Gießener Wahlkreis vietleie.st vonvärts! Sa onow über fct.cn Aufenthalt in Paris. Paris, s. Tez. Ter russische M i n i ft e r d t > ALützern Sasonow erilärtc Dem hiesigen Vertreter bei Petersburger Telegraphen Agen.ur n a , er l abc mit feiner Pariser Reife den Zweck verfolgt, die Bekannt s d) a f t bei Mitgli oder der s r a n z ö f i f di c n Re gier n n g z u m a ck e n und mit ihnen einen M einungsa u s - la u f di über alle die beiden Länder interessierenden Fragen zu pflegen. Tiefer Meimtiigsanstausch habe aud) seiner Erwartung gemäß die vollständige ' o 11 b a i 11 ä t bei Fnterefsen F rankreicks und Rn tzla nbs in allen schwebenden Fragen bei auswärtigen Politik sowie die Lta bilität und Lebenskrast des französisch russischen Bündnisses bargetan Er habe infolge der Abwesen l;eit des Königs von England fick, gegenwärtig nickt nad» England begeben können, und be -halb llnterrebungen mit dem russischen Botschafter in Xfonbon Grafen Benck e n borff sowie dem hietigen englisd)en Botschafter Bertie gehabt. Tas Gerücht, ivonack seinen Unterredungen mit den Mitgliedern der französischen Regierung dritte Per fönen beigcwohnl hätten, sei unrichtig Bei feiner Reife habe er nickt speziell die T a r d a n e 11 e n s r a g e odn die persische Angelegenheit im Ange gehabt Tie Presse habe unrcd)t, ber Tardaneklensrage eine übermäßig. Bedeutung bcizumessen, und was das an Persien gcriditcte Ultimatum anlange, so habe dieses den Zweck gehabt, in würdiger Weise auf ein von Rußland al unzulässig erachtetes Borgehen einer Gruppe persischer Politiker zu antworten, die weder Linn für die wirklichen Verhältnisse, nod) politischen Takt besitzen. Rußland strebe keineswegs eine Vergrößerung seines Gebietes an, welche es nicht brauche Ssasonow gemährte audi einem Mita« beiter de. ,,TempS" eine Unterredung, in loclchei er erwähnte, oaß er fich auch mit den chinesischen Vorgängen bc fdiätrigt habe. Auch in diesem Punkt sei der Einklang bei Anschauungen ein DOllftänbigei. 3ehe unvorsichtig. Fni liatioe sei ausgeschlossen. Ties sei bie Haltung Frankreichs, Englanbs uttb aud) Fapans, mit weich' letztem Rußlaub in dieser Frage die« besten Beziehungen unterhalte. Tie Meldungen der Blätter, wonadt Rußland Die Tardanellen- trage btph’maliid) auf roll eil wolle ober von bei Türkei btreft bie freie Turchfahrt für seine Kriegsschiffe gefordert habe, seien eine Fabel. Ls ist lein offizieller ^dhritt erfolgt, sondern cs haben lebigiid) einfadie Besprechungen des Botschafters Tsd'arhloiv stattgesunden, iueld)C burdi die Besurd)tung veranlaßt ivorbeii mären, baß die Tlirlei durch die Regung uitfcrfeeifmer Minen den ruffischen Handel stören könnte Tie allgemeine Lage Europas, s.ihr Lsasonotv fort, erscheint mir trotz deS italienisch türkischen Krieges und „Da naht es schnell wie Gewltterschein.. (Reiteranekdote n.) tz.L war in der Abenddämmciuug dcs 18. Zanuac 1871 auf ben idnteebcbcdien Gefilden der Pilaedie. 9äd)t rocit iübivcit- iid) St. Lucittin aus dem Wege von Buffy nach Fius reiten im 3d;neegeftober drei verwegene Gesellen der 2 Eskadron d.s 2. Rheinischen Hnsarcnrcgiments Rr. *J. Fm Fatue 1813 war VlereS aus dem Lüvowsdicn und L>eiwigfcken Freikorps ge- hübet worden und der alte schneidige Reit orgelst. Den Theodor xorncr in so herzersrischender Weite in dem bekannten Liede „Was glänzt dort im Walde im Sonnenschein ?" von der stamm-- irupve — ber „fchwarzcn Sdiar" — verewigt bat, wurde bei den 9. öui’arcn beionders in Ehren gcballen. Ter Gefreite Hein rich Kramer*) mar Führer dieser Patrouille und hatte den Auf trag. Den Weg von Fins nad) sorcl zu beobaduen. Plötzlich deutet einer Der 2rei auf ein Dunkles Etwas, das iidi am Toriausgmig von Fins bcutlid) gegen Das übrige weiße Einerlei abhebt. „Las wird eine Barrikade fein!" meint beruhigend Der Führ er. Lic BarrikaDe beginnt aber balD auf Der srraße nad) sorcl vor Ulkriechen, balD fieht man aud) Baivneue glitzern und an das Lhr ber gescannt Horchenden tönt von der glatt gefrorenen Straße her das shtarren von Radern. Kein Zweifel Ar> tülcric mit 3nfanlcricbeDcdung. Vorsichtig reiten Die Lrei mit fhufefcrtigem Karabiner bis am eiroa 20J sdirirt an Die Molonnc lieran. Auf einmal löst sich ein Reiter von dem 'cindlicken Trupp, die Kapuze hat er übers Käppi gezogen und in der Rechten Hält er seine Marte — geradewegs auf die Husaren los. ..Nickt Ihieben, laßt ihn kommen'" Ter Gefreite cntfidiert feinen Re i'olper. Ter feindliche Reiter trottet harmlos heran unD tragt schon aus einiger Entfernung mit Der ihm angeborenen £öflieb' leit; „Est ce auc le dicmin vour Sord?" Nun heißt es^arbe bekennen. Ter Gefreite gibt feinem braven Gau! die svcren inD ist mit einem Latz an Der seirc des ung£aublid> Dcrblür t Trcinschauenden. Ganz kurzes Zwicgeivräck. Ter Goi'reste tcu dem Franzosen Den Revolver am die Brust und tragt in w.nck> cchtem kriegssranzosisch: „Boulcz-vous avec nous?" Ter Rc? i r:mann wird unfreiwillig ;um Tickter und stammelt .,L man iien — prifonnierTann wieder Der Befehl des Ge reiten; .Leise svrecken, Karabiner m Hang, Gewehr am, du reitei: au> iie rechte seite. Du direkt hinter uns!" Tie Zügel Dc5_ G.- Eugenen nimmt Der Go reite Kramer selbst in D.o s?anD, d.r F.an- - '-e i .stt sich trampibait am saitel'.iiopr fest und Dann um ? -■ ^'i.rblatt los wie einst Lüyows roiLe, verweg.ne Jagd selbft, V> schnell es Der hartgefrorene Boden eben erlaubte. Es wir «cder and) Die höchste Zeit, denn bei der Batterie d.'s Ut ^.n wurde es niibeinuich lebendig und einige Reiter fetzten ur -Verfolgung an, um den Husaren die wertvolle Beute wieder ;u entreißen. Tie Preiißenvi'erdcken erwiesen sich aber bei diesem Wettrennen als erheblich Hinter und als der Gefreite fvälcr bei einem kleinen «cridnuiutcnlanen feinem unfrcimilligcn Gaü Revolver sowie Tcgen abnimmt, bemerkt er zu seiner größten Genugtuung, daß er in dem Artilleriekavilän Tuvuich von enter ?NobilgardciibattCiie einen kostbaren Fang gemacht hat. Auck Der Gefangene ist freudig überrascht, als er härt, daß ihm nichts ge'cheiien wird, >o lange er keine Anstalten tum Entwischen macht — feine Mamcrabcn hätten bchcnotc:, geiicht er, das; jeher M2> c- friert i ürde, der in preußische Hände fiele. So wteD dec nächtliche Ritt murr allseitiger großer Jufriehcnheit iortgeieot, ois man oic Vorposten erreicht. Tort übergibt der nugtntmige Gefreite seinem EskaDronckei oen gefangenen Batteriedrei, D.1 en Ankunft bet Den rheinischen Husaren ungeheure 5?eitcrkei; erregt. Kapitän Tupuich wurde späterhin in der Festung iölu imer ntert. lüährcnD man die Brnü des < i.ireiten Kramer für seine entschlossene Toi mit Dem Eisernen Kreuz schmückte. Solcher unfreiwilliger EM'ührungcn hat die deutsche Krieg- beschichte viel aufzuweifen, nur einige wen a seien hier kurz «liniert. Vir begeben ons zunächst Der Abwechslung halber i.i da- ivfülicbe Rußland, wo Die „gro t Armee trn Sommer 1812 iaft cbenioviel Durch Die Hitze ;u leiden hatte wie im Winter Lcsicloen Fabres dnrck Die nölte Am 30. Zuli hatte die Iran» jöiii'cke Kavallcric-Tivnion, tec Das vrenß'cve Zietemdre Hu'ar.n- regiment jugeicilt war, beim Tene Panii-ami ein neunuünD.ges E.stcht gegc.t Kosaken ;u bestehen. Bei der Einleitung oicies Zu'amrncnitoßes geriet Der Gc're .e Te.m der 1 Eskadron, ein unscheinbarer, aber r.e.enstorker Mann, mit einigen her umschwärmenden MOlafen ancuianher. iferaDe bät e Betro eine Dv.ier gierigen Sieiiliegen — io nannte man Die Mouten, weil ne jedesmal io’ort icu.erfehrten, wenn man i.e vor g ciuu zu haben glaubte — mit «einem Karabiner aus dem Sattel geichoi-cn. Da ritt cm anderer Kosak mit Eingelegter t'ame au' den Gr raten los, um dem im •Jüigcnblid an-Äeutend Wehrlo en Den Gnaden- sioß ^u geben. Petrn heg- een Dar.;. D-rütec gjiv anders Sajncll cntichlopen tariert ter luKblütige Husar Den gegc i ibn gerührt.n Lanzcn'tcß mit Dem Arm und kraut in Dem eiben Äugeiill'.ck feine nervige rau.t um d.n scka't. I.tnäckä ent'tch: ein artiges Vtn- und >?ct errcn. Da es er Dem egner Die nunmehr gemein* iamc War' . -u rmn'.ude: iud :. So nun Der Mo,ak «eine L'ai'jC am Arm festgebunden hatte oder Die Baste getreu feiner Zn rol- licn nicht preisgeden rollte — iur> Der Gefreite reite: unter ^rab uw -e .: in G.. .. Ta- J erö des - a e:rr. mail': infolge Clv i. r.t ir..;enjr;;-..enxn Herdent^eoos unD t s iiearrbrl- j Paar mit einem schadenoe.t Jnuligeia. :er c-;i:v angen ro'.rb. Während des .'hiegee Frankreichs gegen Lesterreich sand am 17. Mai 1809 in Der Nähe von Lin; a D Tonan ein Tresicn statt in dem sich das schwache luiultcmJbcrgifdic Armeekorps gegen eine faü hreiiadie liebermadit behauptete. «Vegen 2 Uht mittags stand das Damalige Jägerregiment zu Pferde Herzog Louis - jetzt Tragoner Regiment 'tönig 2. Wuruemderg - Nr. 26 r.u’ dem rechten Flügel rückwuNs gefiaiielt und wartete aui den Befehl zum Elngreiien. Gegenüber aut österreichischki Seite be icnD sich Das Zu antcrle Regiment ?NanfreDini gleichfalls in Der '){fferne. Nun hatte ber Unteroffiüer Weiß von Den rounteni bergi'chen Jagern zu P'crde früher, als fein Heimalsorl noch ut Lefterreick gehörte, bei den österreichischen Schwarzenberg Ulanen gedient und war im Feldzüge 1805 während eiitei M om - manbrcruitg mm Kommandantin Des FnianteAe Regimrn.s Nkan ircDini von letzterem wegen eines geringtügigen Versehens uv. einer empiindliaen Stta c belegt worden Turch den Preßburger Frieden war dann der Geburtsort des Weiß württemberqi'ck g norden unD io stand Der trübere öslerreid>i'che Ulan jeyt in Den Reiben Der ivürttcmbcrgiüb.n Zöger zu Pferd Weiß, bei Dc. vordersten Eskadron bciinDlick, erkennt nun plötzlich bei Dem gi-gtiinL-critchcnDcn öücrreichifchen Rcgimrni Äaniredini oi. ihni wohlbekannten Züge Des vor Der Front Des Regiments l allenDen Cbentcn wieder. UmvUlkürlich gibt Wen'; feinem Pferde c>- Sporen und jagt m voller Karriere Durch Die $länfleiiinie aut wolle desertieren Weiß batte aber etwas ganz anderes vor. Er stürzt auf feinen ehemaligen Peiniger zu, packt ihn vor der Front seines Regiments am Kragen und ?crn Den VerbUmien mit festem Griste mit stck rott Als daraus hin d.is gau c Reg: ment Manireoini rote aui s ommando auf Den verweg^,' < it Dnnghng an'chlagt, brüllt Wen aack rudn .:tu. „Hott' ü i.i;.: ja «onft euren Cberü tot Gefangenen in gestrecktem Galovo Davon und bringt ihn mit samt cem getreulich mit Den xunomeröen seme? Herrn hrnt.rhn. galoopicrenDen Reutncckt wohlbehalten ;u «ttnen Zäqern, ro.- Die irilltommene Beute mit großem Jubel m Empfang genonin- n u irb. Ter brave Untcrofii lei Wei8 aber wursc zum £r i ernannt und mit dem Ritterkreuz bei 'ranrö'ischen Ehre ul cg dekoriert - noch in Den Rang.isten zur Zeit der Befreiung-. Ir. wurde er als Rittmeister geführt Auch in-den Annalen ter Zeit jener fdjrocren Kämv'e, i D;r Riederzroingung des mächtigen Konen galten, finden nu ein - allerdings nhor. betanmered — Beispiel jenes cr’ii bett Wagemutes Bei Dem allgemeinen Bontoß der Reiirven am Abend c-fi Schlacht bei Waierloo tro* eine hann/o rschc Tan roirrbrißube unter Rührung Des betannzen Cbctpen — späteren i- ciieiaiä — Hugo He.; :t au einige Bataillone ber alten Iran ifischen fian'cTgarc.. n Wetter) in v'loncio aus der 8. Mascagni. 2 yWticg aus d- r.'-f "dorsalfar" u 4. Äarsch am ..fit sich am ME !--ZKZ Wen, ciit gewachien im ßdtroinohjreit oe Mralc.Edc AcklriMtszahler Notorc werden,! 'H'ieifabnfem K J 3 Eisenbahn-^ rehn Urik, Gerberei,, > 14 Sasseerostz Konditoreien, ie l aiafatoren, 2 «esserslhmiede, o Smw iitiieb, Seiieniabri Miilen, 30 Stra 1 Waschereien, 2 je 1 Zementwaren ;i Apparate für t ktte Ende 1910 KMergewicht von 'Lerkes in dm zehn jabei die Kilowatt etromed angeben , ** ©efeltf, üerauftalte Ottmann Knisp Besuches^ J dn ersten K I? w ^lchter, den Wort kommen, ?en. lourde. n Mel einige Ml-upr- änei"i«S ZÜL Mund *Älaril,tohl Si> ’ i::| nb filü(ll. tausch gestatte 1 ööhmv.kM Hn, 8. TtMLc' heute natfimiiL:; -\ mmlung der te i iu (einer flktttirc' Tujtnc tau,-;'. so handluM fcr; ' 111 .v ium itf;. bi/rg unt> iüdv । roorben wn, V itz M itot : m ■. in ausianiuA’n £x, beite Utbctitw I itcrtbant ti. Pull nrUtaft btlanl ;en dieser StanuTi Mvn 1U feiern. < Schnitzler, Trenne u6 unter bem behandeln, ve: e men gegen dar utq Heater zu MW au), bi& btt Sutel graphenlheater iiqsJ icr Bildung btttr-sl [len derackgen Id-I id,trung.Dttbanbrq eveS furAngeuell" loercin» u 5“ '* issen bet Bühnen - beiden in Ttdbenq uB(i8unfl«n' cs Berbanbv der.- uSslbutz Hal Den vorhMW nur bonn -iUjS| iiinw C r öon,. ! l = lih ; ’b’l- T,r u°m tiL* !n»“«%{ kitol SctiRu, _ ^hlten ü vtn ^odx :r m Mriihge» ' ^Stgenslkhr,. f bn die AnK^i «gannen am fa. &cMitnb brr r. bie nnrnrxL, übericitgnu i ®« HolmiÄ fe ■ Tag HJeitrejn :■ dortige ruichchr t Lrr tiinit Witterung bei (? Deutung bei hl de, lacto nur c tfl in einem i.; tieningtn, biecp-J gbar, bä« toi I crung angefiM | ,„t, to« tfg£ shlgeb^ )Üte btil KUte« y . Liefe t a!8 et"or. rtunbe bj Bc i; in, t W J Lö , nb eine- $ *»■85 xS? W M ine d,., Lpntip1* WM:1 lind. Denn es die Verhältnisse der betret!enden Bühne erlauben. Borschlai tourb cinftimmtq angenommen Ti- Deratuna wgen bed 9?niabi(Huffe4 eine- '?aftpfH6t- ■ ;ri wrack, wurde am Scklust der öff.'Ntlichen Sitzung unter Aue- id Iuh der Ceff ntlid tat durckgeführt T .r Borsitzend gab sodann bekannt, bar. der Teatithe Bühnen- DCTfin Ludwig Barium zu s in em Ehrenmitglied ernannt habe. Damit wurde die öff.ntlicke Verhandlung geschlossen. 1911. Tas Ergebnis des Ter finanurllc Er clg Tie ebne! ilpparah’ gegen daS Jahr zuvor mit 77 e.wa gleich blieb. Tic Llektrizität-zähler haben fid) von 1052 auf 1207 erhöht. Elektro- tmutzt: des aogegebenen nutzbaren Elektrizität bat sich also in aveno ©• t Wohltat kinderbewahranstalt, veranstaltet vom Giessener Orchester Eduard Sams- 1904 477 417 190« 812 471 der der 1908 4'6 321 1907 730 945 1905 523 024 1909 0*1 772 Klein (Dir. in unserer Stadt fast verdreifacht. Ter Verbrauch 1901,03 um* iafct einen Zeitraum von 1 Jahr 6 Monate. Zeptern der b H. zehn _ Jerivaltungsbcricht 1910 letzt vor. während im letten t und Land. Eieren. 9. Dezember vom städtischen Elckrizitätswerk. Konditoreien, je 1 Krankenbetrieo. Küfere» und Laden von Akkumulatoren, 2 Lacksabrilen, 7 Lehrzwe.le, 43 Metzgereien, dr i Resserschmiede, 5 Möbelfabriken. 30 Crcbcfi ez6etri.be, 2 Orgel« jilaar stellt sich Wieder höher als im Jahre 19 1'9 Hl, wo iir 2d ulbrntilgung verwendete Ucbcrsä ist 118 480 Mk berrug Kw. 1910 1 lüO «30 Kw. den zehn Jahren | ktromeS angeben 1901.03 492 799 1906 59« 265 Ter Bedarf an •* TageSkalender. Stadttheatcr. Sonntag nachmittag 31/» Uhr „Ter Pfarrer von Kirch.eld"; abends 7Vi Uhr ..Kvritz'Phrit". A olosscum: TSalich VoriteNung. Ainematograph: Täglich Vorstellung. Biograph: Täglich Vorstellung. Evang. Bund. FamUienabend mit Vortrag von Pfarrer Ve r cl - Mainz-Mombach: Luther im Bann. Sonntag abend 8V* Ubr in Steins Garten. Werkmeister - Bezirksverein. 25-jährigeS Stiftungsfest. SamStaa abend 8l/i Uhr in Steins Garden. Oberbe ff. Automobilklub. Vortrag von Engler-Frankfurt: Tie Prinz-L'einrich-Fahrt 1911. tag abend 8‘/< Uhr im großen tzörsaal der Universität. Wohltätigkeits-Konzert zum Besten der cu4 dem JnstallationSgeschäst b.laust sich aus 46 418 Mk. (36 4<6 Qarl , obgleich eine Reklame für diesen Zweig in Rücksicht auf k„' ^rivatmstallakeure nicht gemacht irirb. Er eugt, be'w. nvtz- tar abgegeben wurden 1 150 830 Kilowatt Strom '940 772.) Zahl der Anschlüsse stellt sich auf 858 (770) bei 1025 Ein cl- oonchmern (888). Tie Zahl der Glühlampen betrug am 31. Mär- 1911 26 306 und erfuhr im letzten eine Vermehrung um 2-23 i'omven, während die Zahl dec Vogenlamven mit 448 nur um vier gewachsen ist. Ter Zuwachs unter den aufgeüelücn 448 Elektromotoren beläuft sich auf 34, während die An ahl b r Antriebe, 6 Dumr^wecke, 2 Projc?tionSappara:e, je 1 Sandl-.rubin- iettieb, Seifenfabrik, 2 Schlei ercien, 23 Schlossereien, 2 Stcmvcl- hrbriken, 30 Straßenbahn, 131 Ventilatoren, 19 Wagncreicn, 1 Wäschereien, 2 Wohnungsreinigung, 5 zahnärztliche Zwecke, je 1 Zementwarenfabrik und Zimmereibetrieb, 30 Motore und 74 Apparate für verschiedene Zwecke. Ta5 gesamte Leitungsnetz iattc Ende 1910 eine Länge von 183 333 Metern nut einem lupsergewicht von 138 702 Kilogramm. Tie Entwicklung des Berte» in den zehn Jahren seines Bestehens zeigt fo.gende Zahlen, wobei die Kilowattstunden die Menge Notare werden in folgender Zadl in gewerblichen Betrieben ________ 14 Auszüge, 12 Bäckereien, 3 Brauereien und Mineral- tcah'erfabrifen, je 1 Buchbinderei und Trechslerei, 3 t Trudercien, | 3 Eisenbahn-Trchscheibenbetriebe, je 1 CntstaubungS..nsrolt, E f g- | sabrik, Gerberei, Glaserei und .i)andschuh!abril, 2 ©ummiiabn- len, 14 Kaffeeröstereien, 2 Kirchengeläute, 1 Klempnerei, w.i städtischen Elektrizitätswerkes, das im Jahre in Betrieb war, liegt für den | Herrn. Weller.) Sonntag naduniitag 4 Uhr in S.e ns Garten. M i l i t är ko nz c rt am Sonntag nachmittag 4'/, Uhr auf bet I ÜiebigShöl>e. Änlagenmusik am Sonntag vorm. 11'/, Uhr. (Bei f Ute in Wetter) in dec Süd-Anlage. Programm: 1. Intermezzo itnfoncio aus der Lö:t „u.uauetia rmneana" (Vauernchre van ?. MaScagni. 2. Ouvertüre zur Over „Tannhäuser" (Ter ingcrlrieg auf der Wartburg) v. R. Wagner 3. Zwei Stücke | iu8 „3orialfar'z von E. Grieg, a) Nordlandsvolk, b) Königs- | lieb. 4. Marsch aus der Oper „TaS golbene Kreuz" von I. Brüll. ** G e s e ll s ch a f t s v er c i n. Ter vom Gesellschasts- | verein veranstaltete Liezuationeabend, den der Hosrezitator 1 Hermann Knispel aus Darmstadt gab, erfreute sich eines 1 guten Besuches und verlies remt angeregt und unterhaltend. | Jn der ersten Abteilung lies; der Vortragende einen hesst- ff fchen Dichter, den früh verstorbenen Gottfried Schwob, zu Wort kommen, der am 23. Juni 1851 in Darmstadt ge- ij. boten wurde. Mit herzlich.r Begeisterung gab H.rr Knispel einige ^Proben aus den Werken des Dichters, I der durch fein preisgekröntes Jlottenlied: Michel, horch der Seewind pfeift, allgemein bekannt geiuorocn ist. Neben einer Anzabl kleinerer Stücke fand sich auch der breit angelegte LiederzyNus Der kranke Jägers- | ntann mit feiner schlichten, volksmäßigen Gestaltung und 1 feinet einfachen Mär, der recht gefiel. In der zweiten Ab- ■ icilung brachte Herr Knispcl Gedichte von E. iy. Meyer, l Äottfr. Keller, Otto Ernst Nietzsche u. a. und zum Schluß kinen Kranz Psäizer Gedichte, die alle sehr starten Beifall fand en. ’• Evangelischer Bund. Tie Mitglieder des Zweig. Vereins und Jreunde der BundeSsoche werden nochmals auf ben morgen in SteinS Garten fiatifinbcnben Fannlienabcnd diagcwie'cn, den ersten der Wintersoison. Neben Gesangs, und 3nfirumentolüorträgen deS gemischten Chors deS eoan. gelischen Arbeitervereins, die Ntulillehrer Gernhardt teilen wird, wird der Vortrag von Pfarrer Berck-Niamz-Niombach ben Abend füllen. ,Lut her im Bann* üi cm Thema, ba| jeden Evangelischen lebhaft mteressteren dürfte, behandelt . 'S doch eine besonders denkwürdige Episode im reichen Leben i bkS Reformators und großen VolkSmonncs. (Siehe Inserat). und Schabe. II n • Frankf. Schuhlageri N.Heissn™J die immer Freude bereiten werden sind [ unsere rühmlichst bekannten Stiefel . ' “ Stadltheater. Aus die Sonntag nachmittag statt» findende Aufführung von Anzengrubers packendem und wnkungSvoltem Volksstück**r Pfarrer von Slirdjfelö* iei hierinit empfehlend hmgewiesen. Ta» Stück gehört zu den besten Darbietungen unserer Bühne und erfreute sich bei den bisherigen Aufführungen ungeteilten Beifalls. Tie Ausführung findet au VolkSpreisen statt und ift die letzte de» prächtigen Volksstückes. — Ter Abend bringt die bekannte ®eiang4pofie .U yritz-Pvritz', der sicher ein grober Lacherfolg befchieden fein wird. Die Poste wurde unter Herrn Norden» Negie sorgfältig emslukiert. Ihr Besuch kann allen, die einmal nach HerzenSluit lachen wollen, bellen» empfohlen werden. Zu dieser Bor'lellung. tue zu gewöhnlichen Preisen stoltsindit, Haden Gurscheine Gültigkeit. " Tie Vergröberung deS WartesaoleS 1. und 2. silaste ist nunmehr voll ndet. Heute wird der Speitesan! eröffnet, mit besten Emtichtung einem drmgenden Bedürf» Rechnung getragen ist. Tie Bau- und Dekorationsmaler- arbeiten, sowie die Inneneinrichtung sind nach Angaben des Architekten ('osmanu-Herborn in geschmackvollster Weise ge» löst. Durch die Schaffung von kleinen Spe«setischen und Stühlen und neuen Teloratiouen ist im Verein mit den künstlerisch gemalten Wänden ein gemütlicher, geschmackvoller Aufenthalt geschast i,. ‘.Wobei und Tekoro.ionen sind von Hof- möbe*fobr. Brüi* ec geliefert. • • Tie 0. : ülage i n 05 i cf. en. lieber ein recht schlechtes Winlerüc . t klagen allgemein die GelchäslSlrutc aller iö ranu.cn. Tie Lager furo zwar auf baS bege gesüllt, aber e- '.hl an oct nuugen a. >■ uit mtv an G.lo. >i kommt baö für das Weihnachtsgeschäft recht ungünsuge u . Wetter unb daS Fehlen der 41 alte, da erst cinlcelenbe» Fro .tter für dcn Absatz gewis'er Arti.et Bedari erzeugt. Auch auf daS nach ton:mc:ii>e Weihtia^.isgeschä't haben unsere Kaufleute in diesem Jahre leine groben oiinuiijin. Zwar tomnicn nock vor dein (jene drei Sonntage, die gc ällte iiQiicn bringen sollen, aber der lebte Lwuptgei^uftsrag vor Weihnachten, bet heilige '.'lbenb, fallt Heuer fort, da er mit be.n goldenen Sonntag zuwmm nsät t • - E i n S ch >o e i n von .> o 0 Pfund S ch l a ch t g e >o r ca t wurde gc icrn in unserem Schlackthoi geschlachtet. DaS Tier liammt vom Neuhof aus der Zucht deS Oelonomierats tzosmonn. ES lammt in Gießen, wo man für schweren Speck schleim Verwendung hat, selten vor, bafj Tiere von über 250 Pfund Schlachtgewicht von den Meggern verarbeitet werden. • • Tarnung. Em Schwinblerpaar hat in letzter Zeft in verjchiedcnen Städten Eintrittskarten zu einem -ültndenkouzert verkauft, um bann mit den Betrügen zu verschivmdeu. Ta das Paar möglicherivetfe auch hier auf» treten wird, sei hiermit gciuacnt. • • 50 Plack Belohnung. 9(u3 einem hiesigen Geschält wurde gestern em viersaltiger Steinmarder-Pelz im Werte von 250 l>lf. enhuenbet. Der Bestohlene sichert 50 Mk. dem zu, der dcn Pelz zu Stande bringt und ben Dieb ernuttelt. Landkreis Giestcn. •= Dcuchelheim, 9. Dez. Zu dem morgigen Volks- I o n i e r t sei mugeteiit, dost auch »er Weihuachtsiunimung in den Weihnachtstieuern von Üurucliud dlcamung getragen ist. Auch die vollStümliche Musik ist nicht veriiachlufugt. Tic nieder von kaschat sind ja üocraU beliebt. Umrahmt werden bie Lieber von ausgcwähltcn Jnurumentalvorträgen. KreiS Bübingen. = Bübingen, 4. Lez. (S chv i« eng e richtSs i tzu n g.) Ter Viehhändler A. St. ton Viwingen luurbe von ter Anltage des Vichseuu.en-Vergehens freigesprochen. Tie Berhanbuing gegen ben Viehl.änd.er M. l)t. von Wenings, der des Liehleuchen-VergehenS angetiagt ift, wird b.hufS weiterer Ermiltelnngen auf ben 18. Tej. 1. Is. verichobLN. Ter Gastwirt A. W. unü der v. W. V. von Vüvingcn hauen gegen die ai.itürichtcriichon Straibefehle wegen fehlens bei einer llcbung frr Vi.ichifencrwehr Einivruch erhoben. Ter A. W. würbe zu einer Guditrafe lj;i 2 Mk. ober 1 Tag vafi. verurteilt, unb mit den Üostcn des Verfahrens bot niet. Ter von tem £*. W. \. erhobe.'.e Einipruch würbe kostensällig verworfen. Ter handelömann S. Gr. von Düdelsheim wirb von der Anklage tes Vi.h'euchen-VergehenS freigesprochen. Zn der Pcivaitlagc des i>ortut.G erö y. cd), gegen die Ehetran bes .'öoinuiakt8 X). a.., leibe von Tübingen, liegen Bcleibigung, wurde naier Iitmtn auf den 18. b. M. bestimmt. Starlcnburg unb ilih.inhesten. w Darmstadt, 8. Dez. Ter Grob Herzog und die Grosjherzoglu sind von ihrem Besuche bei dem Prinzen- paar Hermann zu Stolberg-Wernigerode in Radenz heute nachmittag wieder hierher zurückgekehrt. cd. Bingen, 8. Tez. Verhaftet wurde hier der Maurer PH. H. siohl ouS Vilbel, der von der Staats- auivaltschaft Gicsten wegen Diebstahls steckbrieflich verfolgt ivordcn war. ArciS Wetzlar. ™ Werd ors, 8. Dez Dei u.teste Bewohner unseres Torfes, der Solms-Braunfelssche Iagdaufse.,cr Frieorich Gombel, feiert heute in voller Rust imkert seinen 62. Geburtstag. cett 1862 steht der a.tc verr in fürstlichen Diensten. X B r a u n f e l s , 8. T.z. Kurst Georg F r i e b r i ch z u Solms-Braunfels, der jetzt seine Volljährigkeit erlangt, hält aut nächsten .. i.uvoch auf Öen: hiesigen Schloß seinen Einzug. Sämtliche Vereiite tresien Vorlehrungen zum rouroigen Umpfiyig, am Wend ist ein großer Sat^lzug vorgesehen. Hefsen-Nasfau. X. Hanau, 8. Tez. Iu der Diözesa nsyno de der Diözese Hanau wurde be'chlossen, bie Presbyterien aufzn- sordern. In g e n da u »f ch ü s se m ben einzelnen Gemeinden zu gründen, auch wurde alsbald em Synodal-Iugendaubichuß eingesetzt nut der Ausgabe, bie Jugendpflege in den Gemein- ben anzuregen, zu fördern und zu überwachen. Ter Diözesan- synodaloorstand wurde beauftragt, bie geeigneten Schrille zu tun, daß bie Bestimmungen, nach denen Itzgenblichcn unter 17 Jahren der Besuch befl Wirtshauses verboten ist, auch Evangelischer Bund. Sonntag, Den 10. Dezember 1911 abends 81,. Uhr in Steins Garten Familien -Abend Vortrag des Herrn Pfarrers Berck - Mainz - M^uibach: ..Luiher iiu Bann”. Musikalische Larbietungen des gemischten Chors des evaugel. Prbeiter-rrereins. d* „ Alle Eoangeli'chen sind herzlich emgeladen. Eintritt frei. •WOaMBOMBiff»raiBaB»wester, die in einem Kranken Hause in Wien beschäftigt mar, hatte dort einen IRcil .’l-utiGKn kennen gelernt, nut dem iie sich heimlich verlobte Ter junge Mann nahm vor einigen Monaten eine Siel hing in Senin an und ichrieb vor kurzem an seine Brant, da st e» öaniilien^.rbuttniiie halber an keine öcirat denken könne Tao lunge Mlidchen reifte nach Berlin, um sich dem Geliebten zi> nal.crp, iruroc jfboih von ihm unb seinen Eitern ab gewiesen Geiler» kam cs zwuchen ten Verlobten -,n einer Aussprache, die damit endete, bab bie Braut den VcrlobungLring iurüdcrbielt Bald darauf sprang sie au# dem Fenster ihre, im brüten Stock telegenen Zimmers auf ben Hof hinab, nachdem sie jtdi vorher bie .Lugen verbunden halte. Sie wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. * Idyllische- vorn englischen Manöver. Eine Innige Episode aus den Manöveru der englischen Territorial^ verrät eine englische Zeitschrift. Die Operationen sind in vollem Gange. Angenommen ist, daß die „Roten" in das Land der „Grünen" erngedrungen sind. Warum sie eingedrungen sind und >oas sie dort tun sollen, ahnt natürlich keiner bet wehrhaften Bürger. Eine große Abteilung der „Roten" marschiert schließlich über eine. Brücke, um jenseits des sZlü,seS einen kleinen Trupp „Grüner" anzugreisen. „Rein, ein!" schreit aufgeregt der Führer der Grünen. „Hier dürfen Sie nicht brubet. Sie leben doch daS Schild an der Brücke. „Es ist angenommen, daß die Brücke zerstört ift." „So, fo," sagt der Feldherr der Roten grimmig: ,,na schön, dann nehmen wir eben an, daß wir hrnuberschwunmen. . kt Figaro — ein Italiener! Figaro gilt gewöhnlich al» Spanier, weil jedermann Den Burbicr von oeuilla aua Rossini» Oper oder dem UrbilOe dazu von Veaumaraiais keimt. Icv „•iiicffagero* halt es nun i.ir noug, Italiens '.'Uisprüme auf Die Peifon Figaros geltend zu macken, und lührt auch gute Gründe Dnhir an, r'ag BeaumaickaiZ leinen Figaro au» Italien genommen bat. Im Amaug des 18. Iahrhuudeits soll es in Genua einen Vlugu'imcrpaier namens Figaro gegeben haben, der groge Vorliebe für maihemaiifck.tewntsche Tinge baue und u. a. Otc feltjamucn llhnverte und Maichmcken gebaut haben soll. Tiefe Vorliebe soll er nun mit Vecwmarckais geteilt haben. Beanmarchai» erfuhr von leinen UtitiDcifen, beget icrte |id) nir Den (fcifinoer und griff Daher leinen Rainen auf, indem er nur einen Vnckiiaben veränderte. * Tie Stellvertreterin. Hausfrau (die verreist): „Nun paffen Sie gut auf meinen Mann aut, Anna, daß er in der Wohnung nicht raucht, abends pünktlich zu Haufe ist ..." — Köchin: „O, Sie können sich ganz auf mich verlassen, gnäbiy Frau; wieviel Taschengeld soll ich ihm denn geben?" Kleine Tageschronik. In mehreren Gemeinden des Regierungsbezirkes A r n - - berg wurb.n in der teü.en Woche uvtr - mne Fälle von Scharlacherkraitkungen festgestellt. Als der Gendarm Reinharot aus Merseburg die Spur von Wilderern verfolgte, wurde er hinterrücks durch zwei Schüsse verwundet. Aua, fein Pferd erhielt eine Schußverlevuug Ter Gendarm mußte ms jt ranken hauS gebracht werden. Ein auf bie Spuk ber 'S Über er gesetzter Polizeihunb stellte einen Maurer, der verhaftet wurde. Wahrend der gestrigen Vorstellung des „Propheten" int Loft Heal er in Wien stolperte die Tarne, die die Eli--a sang, siel hin und brach den linken Ar m. Sie sang trotz g r o b e r Schmerzen den Akt zu Ende. In Paris wurde eine weitverzweigte Verbrecher- g e u 111 ü? a 11 ~e. , r. ... i ^r.-oinznabten G«r schäftsfirmen schwer schädigte. Ter (S e f ber Bande ist der Bürgermeister von St. Meucrin T“t ,W* H ** fiagtn-erl Nach einem Original-Entwurf von Herrn. Bang in einem Vorspiel und 2 Akten. Spieldauer 1 Stunde» Dieses hervorragende Drama hält jeder Kritik stand. Der Stoff dieses Dramas ist derartig spannend, daß die Erwartung am 17. Dezember, abends 5 Uhr. Vorträge: 1. Chor mit Orchesterbegleitung: Festgesang Leop. Geller Overhcssischer Gcschichts - Verein. Sitarn am Donnerstag, den 14. Dezember, abends 8y2 Uhr im grotzen Hörsaal der Universität Vortrag des Herrn Prof. Dr. Haller r Pius BI, ein Papst der Renaissance. ------------ Gälte willkommen. ------------ v9/... 9 grosse Attraktionen! In den vorderen Räumen des Theaters allabendlich von 71/... Uhr ab heilere Kiinstlerkonzerte. Morgen Sonntag: |010088 Frühschoppen-, Nachinittags- und Abend-Konzert. Schlachterverein „Brüderschaft" Sonntag, den 10. Dez. 1911 WeilMW-Z-em im Fclienkcllcr. Freunde und Gönner des Vereins herzliä) willkommen. 010002 Ans. 4 Uhr.Der Vorstand. 2. Einzelgesang: 3 Weihnachtslieder a) Die Könige ..... Von heute ab verkaufe meine Reisekasse-Kollektion in Spiel- u. Galanteriewaren zu staunend billigen Preisen, darunter auch eine Anzahl bessere: Puppen, Festungen, Kauf lüden, Puppen zimmern usir. a) Heilige Nacht .... . . . b) Christkind kam in den Winterwald c) Weihnachtsfreude....... Chor mit Orchesterbegleitung: Weihnachts-Kantate...... Mitwirkende: MvcMisi.Lchcn.Mk- Bcsatz, Ltilkcreici! ^aAnbCVCn 094491 Lndwigstratze 40 II. H. MleroerD Die erite 2 sichen Volks M'ÄI begründete VoM> Malen Jg« mürben. W- bie Partei einen den Wahlkreis BC Peibandssekr ihn erst gehört dränge, Misere näillen Zeit den tischen und wirl| lernen werde, da verteil könne, I !vas leibet nicht Aberalisinus. > Reiches liege, Ift i ben ihren vielen, Liberalismus geei Ter Redner ^nbitaten bet P stühercn Abg. 4' ralismus warme Ter Reictske j Arek.iven jur die I slhasl politisch erz I und Aassenkamp I lassen. Richt m 1 irieben, jonbenü ,g üon geschehen. 31 J| Bürgertum und 1 H icien, werbe dje 1 A dings mache die ■ Wigerium und I Eist sorge die Ii I batür, W die anb bann w lich den Wuy io, wie sie von iah müsse sein, I trete. Tie Sh die Verrscrast bi teile zu Am. I Mkspolim rrci lWIIWMt.'M tu jtfytu Käst ■in & fälle b Mit freien, di । i ien"0^ Milchen L r -'■"'M । üi IS1 «IM \ Mit ^«ninben'? W Les mi & 3 der liefert 4 mal wöchentlich Jakob Appel. 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