16V Mrgang Zweiter Blatt Nr. 246 nQen Plockstr, statt. Deutsche Meldungen aus Hankau. •dieh ein trifft. Die Politik Englands. en. äi*$ il2en ■; London, 18. Oft. Wie das Reutersche Bureau erfährt, wird sich die Politik Englands während der augenblicklichen chinesischen Wirren darauf beschränken, alle Maßregeln zu ergreifen, die zum Schutze von Leben und Eigentum britischer Staatsangehöriger für notwendig angesehen werden. Sollte sich die Landung von Marines old aten notwendig erweisen, so werden die erforderlichen .Anordnungen an Ort und Stelle getroffen. Berlin, 18. Okt. Der Kommandant der „Leipzig" meldet aus Hankau: Tag und Nacht sind ruhig verlaufen. Tie Aufständischen zogen sich zurürt. Der britische Admiral traf hier ein und übernahm als ran g- ältester Offizier den Oberbefehl auf dem Wasser und am Lande über die vor Hankau versammelten .See- streitkräste. , „ „ Es fehlen weitere Nachrichten über den Zu,ammcnstov des deutschen Landungskorpö mit dem chinesischen Pöbel. Ties läßt daraus schließen, daß die Schutzaktion nur kurz und erfolgreich und ohne größere Bedeutung war. Der Ehef des deutschen Kreuzergeschwaders ist an Bord der „Gneisenau" in Nanking eingetroffen. Die „Gnei- senau" bleibt wegen des fallenden Wasserstandes in Nanking. Admiral v. Krosigk setzt auf dem Kanonenboot „Iltis" die Fahrt nach Hankau fort, wo er am 19. Oktober von - Hieran!- EM eint täglich mit Ausnahme des Lonntag». Die „Gießener LamMendlätter" werden dem Anzeiger' oiermal wöchentlich beig-legt. daS „Kreisblati für den Kreis Gießen" iroetmal wöchentlich. Tie .Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich jrocimaL Die Sie« .(.gen J Die Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen Donnerstag, 19. Gttober 1911 Rotationsdruck und Verlag der Vrübl'schea Unwersikät» - Buch- und Skeindruckerei. R. Lange, Ließen. Redaktion, Expedition und Dnukerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: eä®5L Redaklwme-^llLTtl.-2ldruAnzeigerGießen, sjchen Truppenführer Verhandlungen angebahnt worden sein sollen. Ten Aufrührern scheint es an Munition zu fehlen: dabei haben sie ein planloses Schießen hinter Hankau ins Werk gesetzt, das zu weiteren Vorsichtsmaßregeln der Europäer Veranlassung gegeben hat. Fcuer längs der Bahnlinie bei Hankau. „Börsenspekulanten" und „Geldschneider", er rechnet ihn zur!, „gciftigen Halbwelt" und schiebt ihm unter, daß er mit einer? „Lordcttmusik voll giftiger Miasmen und ungesunder Dünste, den „Hang zur Sinnlichkeit und Lüsternheit" ausbeuten will: Seine Werke „verunreinigen" das Theater, sie seien eine „speku- lalwe Versündigung an der Menschheit". — Ter gute Tort, des Hauses Wahmried gerät doch allmählich merkwürdig ins Wanken, oder glaubt Siegfried Wagner, dec weder als Architekt noch als Baumeister über der Mittelmäßigkeit steht, daß ihri sein Name zu einer derartigen Kritik berechtige? Da verwechsel^ Siegfried Wagner Kritik und Beschimpfung miteinander und sa viel sollte et doch unterscheiden gelernt haben. Ta Konkurrenz- neid, der schließlich auch solche Tinge wenigstens verständlich macht! doch wohl ausgeschlossen ist, bleibt das Gebahren sehr seltsam) umsomehr, wo es sich nur um eine Sache des Verständnisses und des guten Geschmackes handelt. A Hk. Ausstellung für soziale Hygiene m Storni Im Winter d. Js. findet in Rom eine von den Medizinal? beamten des Landes veranstaltete „Internationale Ausstellung iür soziale Hygiene" statt. Nach der „Münch. Med. Wochenschr." soll die italienische Abteilung bereits am 15. November d. Is.,- die internationale Abteilung aber erft etwa am 1. Januar 1912 eröffnet werden, um hierdurch eine rechtzeitige Ueberführung in Dresden und Turin ausgestellter Gegenstände zu ermöglichem Tie Ausstellung wird bis zum Schlüsse des in der ersten Woche des Monars April 1912 in Rom beginnenden Internationalen Kongresses zur Bekämpfung der Tuberkulose dauern und sich besonders auch auf dessen Arbeitsgebiet erstrecken. C. K. Der Papstpalast z u Avignon als Museum^ Aus Paris wird berichtet: Eine Anzahl sehr unternehmender Herren versuchten kürzlich, den berühmien Palast der Päpste von Avignon durch Kaui in ihren Besitz zu bringen, mit der Absicht, den denkwürdigen Prachtbau in ein Theater umzuwandeln Der Plan ist durch den französischen Unterstaatssekretär der schönen stünste, Tmardin-Beaumetz, im letzten Augenblick noch glücklich durchkreuzt worden, und es steht nun fest, daß der alte Papit- palast in ein Museum umgewandelt wird, in dem eine Reihe wertvoller Kunstschätze ihre würdige Stätte finden sollen. Ter Hauptteil des neuen Museums wird sich aus Meisterwerken der griechischen und römischen Bildhauerkunst zusammen setzen, die jetzt in einer Reihe von unbedeutenderen Provinzmuseen Südfrankreichs verstreut sind. politische Tagesschau. Die Etrafprozetzreform. Unser Mitarbeiter in Berlin sendet uns folgende Aus ^Fbie Verabschiedung der Strafprozeßreform in der laufenden Session des Reichstages hat, wie wir dören die Regierung nur schweren Herzens Verzicht ge- , .stet' da sie einsah, daß der Versuch, die Strafprozeß- reform noch verabschiedeti zu wollen, scheitern mußte und höchstens die Verabschiedung des übrigen Materials in Frage gestellt haben würde. Die Regierung beabsichtigt, die Strafprozeßreform auf mindestens sechs Jahre »urückzustellen und wird sie dem Reichstage erst wieder vorlegen, wenn der Reichstag das neue Strafgesetzbuch verabschiedet haben wird. Um das neue Strafgesetzbuch nicht wieder dem Reichstabe am Schlüsse einer Legislaturperiode vorzulegen, ist vorläufig beabsichtigt, das Strafgesetzbuch erst dem übernächsten Reichs- tag zu unterbreiten. Dieser Reichstag wird dann auch die Strasprozeßreform, die Neuregelung des Militärstrafrechts und die Reform des Strafvollzugs zu beraten liche Spekulationen. So kaufte er mit einem Herrn Seramont die Mine von St. Aubin für anderthalb Millionen, gründete ic mit 18 Millionen und verstand die Aktien unterzubringen. Er vermehrte seinen Reichtum durch die Heirat mit der Fürstin Sophie Trubetzkoi und hatte seine Hand in allen Geschäften, die Geld brachten, ohne dabei auf das Wohl Frankreichs sonderlich Rücksicht zu nehmen. Er war es, der wegen gewisser Geldgeschäfte Napoleon zu der verhängnisvollen Expedition nach Mexiko bewog. Mles in allem, er war ein geschickter faiseur, ein skrupelloser Abenteurer, aber kein Staatsmann. Das Kaiserreich, das er mit schaffen Hali, kompromittierte er oft durch seine finanziellen Transaktionen, in Rußland bereitete er, durch die Schmeicheleien des Petersburger Hofes betört, der kaiserlichen Politik Verlegenheiten, indem er die Allianz mit England wie ein richtiger Smeler einsetzte. Als Präsident des gesetzgebenden Körpers machte er durch seine Repräsentationsgabe, seinen Witz und durch seine Un- parteilichkcit gute Figur und war infolgedesien beliebt. Als ihn kurz vor dem Staatsstreich eine Dame gefragt halle, was er tun wurde, wenn man die Kammer ausfegte, hatte er geantwortet: „Madame, ich wurde versuchen, auf der Seite des Besens zu bleiben", und diese Maxime hat er immer mit großer Geschicklichkeit befolgt. Er hat es, wie Balzac sich ausdrückt, oerftanben, auf der Menschheit wie auf einem Teppich herumzuspazieren. Sein Leben war nach seinen Begriffen glücklich, und er hat die Sintflut die über das zweite Kaiserreich hereinbrach, nicht mehr erlebt. Er starb am 10. März 1865 und wurde auf Staatskosten bestattet. * — Ernst v. Possark feierte am Münchener Hoftheater als Shylock sein fünfzigjähriges Bühneniubiläum unter glänzenden Gunstbezeugungen. Danach fand eine Feier auf der Bühne statt, mit einer Ansprache des Intendanten und llebergabc einer silbernen Blumenschale als Geschenk des Hof- theaterpersonals. Ter Prinz reg ent verlieh Emst von Pos- sart 5um 50sährigen Schauspieler-Jubiläum eine ungewöhnlich hohe Auszeichnung: den Stern zum Mick-aelsorden 2. Maste. — Siegfried Wagner gegen Richard Strauß. In der neuen Berliner Wochenschritt „Der Turm" veröf.cmlicht Siegfried Wagner, wie aus Berlin gemeldet wirv, überaus heftige Angriffe auf Richard Strauß. Wasser dem, Komponisten der Salome vorwirit, ist so ziemlich ba§_ L-chlimniste, was man einem Künstler eigentlich sagen kann. Er nennt Strauß einen Ans Hessen. Zur Landlagswa.l in Gieren. Der 1. Vorsitzende des Vereins der fortschrittl. Volks- Partei, für den Reichstagswahlkreis Gießen, Herr Justizrat Metz', bittet uns um Aufnahme folgender Ausführungen: Ter Kandidat der nationalliberalen Partei, Herr Adolf Klingspor, bat in der gestrigen Nummer Ihres Blattes eine Erklärung abgegeben, für die man dankbar fein must, da er endlich einmal offen und ehrlich ausfpriäst, um was es sich der den Verhandlungen zwischen der Foikf christlichen Volksvailei und der nationoliibcralcn Partei aui Seiten dcr Letzteren banbclt. Tie na.ionalliberale Partei erstrebt hiernach nicht und I at in allen Stadien der Verhandlungen nicht erstrebt, eine «Äiäriung des liberalen Element im Landtag, u ich t ein Zusammengehen der Liberalen Hessens im Lande, sondern nur den Gewinn des für die Liberalen allein fieberen Mandats in Gießen, wie es bei allen Verhandlungen mit der nationalliberalen Partei cs sich für diese nur um die Erringung von Mandaten für die eigene Partei handelt. . , Würde es der nationalliberalen Partei wirklich um em fachliches Zusammengehen aller Liberalen zu tun fein, m wurde fie cs für eine Ehrenpflicht erklären müssen, nachdem sich bei der letzten Reichstagswahl ergeben hat, daß die fortschrittliche Volks- partei die wci aus größere An.ahl Wah.er im R-nchstagswahl kreis besitzt, ohne Gegenleifiung bei der dcmnächstigen Reichstagswahl die Freifinnigen zu unterstützen, und sie würde nicht, wie fie es in den Verhaiidlungen stets getan hat und wie es Herr Klingspor in seiner gestrigen Erklärung tut, diese U n t c r st u tz » n g abhängig gemacht haben von der Neber lass ung desz weiten Landtags Mandats der «ladt Gießen seitens der Fortschrittlichen Volkspartei an die Nationalliberalen. Ist es denn in den letzten dreißig Jahren, in welchen die Stadt Darmstadt zwei Abgeordnete in den Landtag gefcndct bat, der nalionalliberalcn Panei jemals eingefallen, ein Mandat der freisinnigen Partei zu überlassen, obgleich bie rtreiiuinigeii m Tannsiadt verhältnismäßig stärker sind als die Nationalliberalen Gras Morny. „Ich habe ein eigentümliches Schicksal, ich muß meinen Vater Herr Graf, meinen Bruder Sire und meine Achter tfraulein nennen", diese Worte sind charakteristisch für das Leben und Wesen des Mannes, der sie sprach, des Grafen Morny. Eine der interessantesten Persönlichkeiten des Frankreichs vor 18/0, stellt er den Typus des Grandseigneurs dar, der zugleich Spekulant und Großindustrieller ist und die Politik dazu benutzt, um i5manzgef chatte zu machen. In dem abgelegenen Pavillon eines alten Palastes in der Rue d'Anjou St. Honorä pflegte sich ferne Mutter, die Königin Hortense, mit ihrem Geliebten, dem Grafen ^lahault, ihrem iGroßstallmeister, zu treffen, und hier erblickte , er am 23. Oktober 1811 das Licht der Welt. Eine vertraute öofbame mußte das Geschrei des Kindes durch lautes Klavierfviel.übertönen. Der illegitime Sprößling, ein Halbbruder des i pater en Kaisers Napoleon III., wurde für 800 000 Francs von einem verarmten, kinderlosen Grafen Morny adoptiert, aber nicht der ^tdoptivvater, sondern der wirkliche: Flahault, und denen Mutter Mme. Souze sorgten für seine Erziehung. Seine winenichafttiche Bildung empfing er im Collöge Bourbon und trat dann in die Generalstabsschule ein, worauf er 1832 als Leutnant in einem Ulanenregiment Dienst nahm. Er war elegant, jung und reich, sein Vater unterstützte ihn. obgleich ihm seine Mutter schon 40 000 Francs Renten lieber gelt eilt hatte. In Afrika schlug er sich gut, tat sich bei Konstantine hervor, ging aber bald wieder nach Paris, wo er eine Rolle in der galanten Welt spielte und sein Vermögen nahezu durchbrachte. Kurz entschlossen kaufte er sich in der Provinz an und betrieb die Zuckerfabrikation. Er hatte Glück, wurde führend in seiner Industrie und gelangte nun auch in die Teputiertenkammer, wo er ledoch nicht hervortrat. Seinem Bruder, der ihm Mißttauen entgegen- brachte, weil er sich mit den Orleans gut gestanden hatte, näherte er sich nur allmählich, dann aber erfolgte eine aufrichtige Versöhnung, und so wurde er der Minister des Staatsstreiches. Er war wieder in seinen Vermögensverhältnissen sehr zuruckgekommen, und so benutzte er die Nacht zum 2. Dezember zu einer Börsenoperation großen Stils. Er kaufte am 1. Dezember alles, was er bekommen konnte, und verdiente daran ungeheure Summen. Sein Verhalten während des Staatsstreiches, den er leitete, ist bekannt. er blieb Minister des Innern. Zunächst wenignens: dann gab er das Portefeuille ab und wurde Präsident der Legislative, Gesandter in Rußland. Vor allem aber trieb er bedenk- in Gießen? m 3 ,, Angeftchts der Tatsache, daß bei den letzten Rcichstagsivaylcn in Gießen und Wicseck 2262 Stimmen für die Fortschrittliche Volispartei und 925 Stimmen für die Wationalliberalc Porter abgegeben worden sind, kann man doch unmöglich das Recht der Nationalliberalen herleiten, den zweiten Landtagsadycordnetcir ür Gießen zu stellen. Man könnte dies auch dann nicht, wenn es richtig wäre, daß bei der letzten Landtagswahl des Nachfolgers des Geh. Justizrat Dr. Gutsleisch die Mehrheit der Wahlmänner auf Seiten der Nationalliberalen geroefen sei. Diese Tatsache ist aber auch ganz unrichtig, denn unter den Wayl- männern des Herrn Geh. Justizrat Dr. Gutfleisch, die auch den Herrn Justizrat Grünewald wählten, waren nur wenige, vereinzelte Nationalliberale, die von der damaligen freisinnigen Partei ehrenhalber ausgestellt worden waren, nadfbem die nationalliberale Partei von der ursprünglich von ihr beabsichtigten Ausstellung eines Gegenkandidaten abgesehen hatte. Wie sehr umgekehrt die fortschrittliche Volks Partei im sachlichen Interesse und beseelt von dem Wunfch, eine Annäherung^der nationalliberalen und der freisinnigen Partei in Hessen und speziell im Landtag herbeizuführen, zu einer Verständigung geneigt war, geht ans der von Herrn Klingspor selbst hervorgehobenest Tatsache hervor, daß von freisinniger Seite angeregt worden war, unter Umständen auf das Gießener Mandat zugunsten der national-, liberalen Partei zu verzichten, roenu dagegen die Tarmstädtc^ Wationaltiberalen den dortigen freisinnigen Kandidaten unter-, stützen würden. _ t I Wenn dieser so weit entgegenkommende von dem Landes-, ausschuß der fortschrittlichen Volkspartei genehmigte Vorschlags von den Tarmstädter Nationalliberalen abgelehnt worden ist, so,' mögen sich die Nationalliberalen Gießens, bei ihren Darmstädter/ Freunden bedanken. v Ein weiterer Vorschlag, die Nationalliberalen in Mainz' möchten dort einen freisinnigen Kandidaten unterstützen, konMes allerdings als ernstliches Aequivalent für den Verzicht der Frei-, sinnigen auf das Gießener Mandat aus dem doppelten Grunde^ nicht in Betracht kommen, daß es einmal ganz unsicher ist, oft in Mainz auch bei gemeinschaftlichem Zusammengehen beider liberalen Parteien ein Sieg erreicht werden kann, zum anderen- aber, weil bei dem fteundschastlichen Verhältnis, in welchem biet Mainzer Freisinnigen und Nationalliberale;! zu einander stehen/ ein Zusammengehen so wie so gesichert erschien und wohl auchf Warum zum Schluß grade Herr Klingspor in rührendes Bescheidenheit sich allein für berufen hält, ini Landtag fürs Handel, Gewerbe, Jndusttie und Arbeiierfchafl in der schwierigen« Die Revolution in China. In Hankau selbst herrscht wieder Ruhe, und ein ausreichender Schutz der Fremden ist zweifellos vorhanden, nachdem auch englische Schiffe und Truppen hinzugekommen sind. Immerhin ist die Lage sehr aespannt, denn um Hankau spielen sich Gefechte der Revolutionäre mit den Regierungstruppen ab, die noch unentschieden sein sollen. Wenn es wohl auch übertrieben ist, wenn die chinesische Regierung schon Siegesnachrichten in die Welt gehen läßt, so find doch ihre Aussichten heute zweifellos besser als vor einigen Tagen zu beurteilen. Vielleicht hat der Einfluß ^uanschikais sich schon bemerkbar gemacht. Bemerkenswert ist auch, daß zwischen den Revolutionären und dem kaiscr- n Ranges. - Spanns ir Gieße«. :amm an. 'DI WP Matur Kling1 D, uns am M i) persöulich obr n z»» i* *£ „Nordd. Allg. Ztg." legt nochmals dar, wie viel der Regierung an dem Zustandekommen der Strasprozeßresorm gelegen habe: , , , . . In freridfiebenen Zeitungen findet sich die Notiz, es sei im Seniorcnfonucnt in der gestrigen Sitzung die offizielle Mitteilung gemacht worden, daß die verbündeten Regierungen auf die Verabschiedung der Strasprozeßnovelle und die Novelle zuwi ®c- richtskostcngesetz keinen Wert mehr legen, .-tiefe Nachricht ist Unrichtig. Im Seniorenlonvent ist eine derartige Mtt- i eil ung nicht erfolgt und konnte auch mcht erfolgen, tu eil die verbi ideten Regierungen nach wie vor aus das Zustandklominen der «trafpro^eßreform, die von dem Reichstag seit länger denn 25 Jahren nachdrücklich ver- langt worden ist, den größten Wert legen. Viervon mochte der Präsident des Reichstages dem Seniorenkonvent Mitteilung und habe b«*?.i bemerkt, daß er dem Reichskanzler feine Zweifel an der Möglichkeit der Durchberatung dieser Gesetze geäußert habe. Ter hieraus erfolgte Beschluß des SenwreiiloiweMs, von einer Weiterberatung der Strafpozeßordnung abzufehen, beruht ionad) lediglich auf Erwägungen, die in den Kren en ber Mitglieder des Reichstages als maßgebend erachtet worden finb. t . Ob die obigen Mitteilunaen unseres Berliner Mitarbeiters sich bewahrheiten werden, kann aus der amtlichen Darlegung nicht herausgelesen werden. Die Marokkofrage und die Fraktionen des Reichstags. Man schreibt uns aus Berlin: Wie wir hören, haben sich die meisten Fraktionen des Reichstags einverstanden erklärt, die Besprechung der An- sragetl über Marokko und Tripolis solange hinaus- z u s ch i e b e n , bis die Reichsregieruna in der Lage sein wird, sie zu beantworten. Man hat sich davon überzeugen lassen, daß eine Besprechung dieser Fragen in Abwesenheit der Regierung nicht nur aus den Gang der Verhandlungen ungünstig einwirken wird, sondern auch der Würde des Reichstags kaum entsprechen dürfte, denn die Regierung würde bei der Besprechung dieser Anfragen vor dem Abschluß der Verhandlungen sich nicht vertreten lassen können. ®c”.6 nflcrhWlSW Die Hankau, 18. Okt. Heute morgen 7 Uhr wurde das Feuer längs derBahnliniebeiHankau eröffnet. Aus Hanyang wurden Geschütze nach Wutschang geschafft. Man ist der Ansicht, daß die Aufständischen den geeigneten Zeitpunkt unbenutzt ließen. Tas Gefecht entwickelte sich heute morgen zwischen 2000 Mann Regierungstruppen und 100 00 Ausslandi^ s ch e n. Admiral Sa Tsch en P ing gab seinen Kreuzern >en Befehl, Abteilungen zu landen. Tie Aufständischen rückten von Wutschang her vor und eröffneten sofort das Feuer; die Geschütze der Kreuzer antworteten. Tie fr em- den Kriegsschiffe setzten Tetachements an Land. Tie Verstärkungen der Revolutionäre wurden beim , Ueberschreiten des Flusses etnxis in Unordnung gebracht. Tie Leute zeigen meist eine gute Haltung, beklagen sich aber.über chre Führer. Ein Eisenbahnzug Regic- rungstruppen ist heute früh angekommen. Es imrb behauptet, daß Liuhanschang die Regierungstruppen zum Abfall ausgesordert habe, aber ohne Erfolg. Das planlose Schießen hinter Hankau setzte sich bis nachmittags fort. Angeblich sind 2 00 bis 300 Revolutionäre getötet worden, während die Regie- rungstruppen geringe Verluste erlitten haben sollen. Hankau, 18. Okt. Das Gefecht ist bisher unentschieden geblieben. Tie Aufständischen trie- dendieAngreifervorübergehendzuruck, dann aber begann sich der Mangel an Patronen fühlbar zu machen. Tie Aufständischen ziehen sich jetzt auf Wutsch an g zurück. Einige von ihnen er tunt).gleit ftch bei den Fremden, ob sie in den Fremdenniederlassunaen Schutz sinden würden. Es nahmen nur 2000 Aufstündftche an dem Gefecht leit Eine Abteilung der Aufständischen, welche gestern den Hanfluß aufwärts rückte, unternahm den Versuch, das in der Nähe der belgischen Niederlassung ausgeschlagene Lager der kaiserlichen Generäle durch einen Angriff von rückwärts zu nehmen. Augenblicklich finden Verhandlungen zwischen einem kaiserlichen Admiral und dem Führer der Aufständischen 3 8'U^ it: Rinder schleppend, Kälber, Schake und Schweine Dollsleisckige, 50 87 Ungejochte 87—90 . 50—52 73—78 45 75 76-84 46 80 73-76 39 74 65—70 Feinste Mastkälber 61-63 103-105 . . 40-00 80-00 40 80 52 67 52 6-7 52 67 Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Oft. CD Wetter 1911 Z 6D Höchste Temperatur am 17. vom hatte aber auch als untiegrünbet dem von aber 2 still still 0 0 10 46 51 67 59 63 94 96 Sonnenschein KlarerHimmel Sonnenschein NE still still 83 88 2« 9« 104 92 81 69 35 30 62 55 49 42 66 aiisver- 151,1 757,5 151,9 Tendenz: lebhaft. 55 Ä Essen weilte in seinem Fahrrad P CL> W j E^^möbL 18. 18. 19. DLge tit Der >te sich vesittven, eine SMtze zu sein lltttö warum etn Mann mit akademischer BUdung nicht ebenso gut in der Lage sein soll, diese Interessen zu vertreten, ist uns nicht recht verständlich. Ter Kandidat der imtionalliberalen Partei, der sich mit polittschen Angelegenheiten offenbar iwch nicht lange besaßt Und wohl auch nur deshalb den beruflichen Organisationen. (Handelskammer, Kaufmännischen Verein, Detuillisten-Verein, Gewerbeverein) und nicht der politischen Partei die Haupttätigkeit zuweisen will, sei aber hiermit darauf hingewiesen, daß unsere landständige Verfassung, wenigstens bezüglich der Volkskammer, eine Vertretung einzelner Berufsklassen im Landtage nicht kennt und daß jeder Abgeordnete verpflichtet ist, und nach Artikel 88 der Verfassungsurkunde eidlich zu erhärten hat, daß er in der Stälcheversammlung nicht das Interesse einzelner Stände, sondern nur das allgemeine Wohl nach besteigner, durch keinen Auftrag besttmmter Ueberzeugung, beraten werde. Gießen, den 18. Ottober 1911. Der Verein der fortschrittlichen Volkspartei. "3 ■O ra o 5 2 co ä L-Z entwickelte jüngere siühe und Färsen 33—37 Mäßig genährte Kühe und Färsen . . 29—32 55—64 K äl b ec. 7,1 6,1 4,8 Vollfleifchige Schweine bis zu 2 Zentner Lebendgewicht .... ... . 52—53 67—68 Bollfleischige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht........52—53 67—68 Bollfleischige Schweine über 21/, Zentner Lebendgeivicht........ 50-51 */2 64-65 Fleischige Schweine unter 80 kg Lebend- bis 18. , 18. Bull en. Bollfleischige, ausgewachsene, höchsten Schlachtwertes........44—47 Fürs en, Knhs. Bollsteischige ausgemästete Färsen höchst. Schlachtivertes........44—48 Bollstelschige ausgemästete Kühe höchst. Schlachtwertes bis zu 7 Jahren . . 38—41 filtere ausgemästete Kühe und wenig gut Liiedrigste , „ 17. Niederschlag: — 0,0 mm* Ein Fahrradmarder. .Der Schmied G. Th. von Altendorf bei Weickartshain bei seinen Eltern. Er fuhr mit auf die Selnroder Kirmes. Tort lieh er sein Rad einem Bekannten, nahm ein fremdes Fahrrad und fuhr damit nach Hause. Alsdann begab er sich wieder zu Fuß nach Selnrod, um sich ein Alibi zu schaffen. Das Fahrrad selbst wurde erst später bei einer Haussuchung, in seinen einzelnen Teilen zerlegt, auf dem Speicher, im Strohsack seines Bettes usw., versteckt aufgefunden. L-er Angeklagte selbst ging flüchtig, wurde aber bald festgenommen. Er t|t häufig vorbestraft und wird wegen des dreisten Diebstahls zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Sanatorium Lindenfels zwischen Darmstadt—Heidelberg, 400 m hoch herrL gelegen.lss^a Ws Sw ober Israelitische Religionsgesellschaft. Gottesdienst. Sabbatieier am 21. Oktober 1911: Freitag abend 4.55 Uhr. Samstag vormittag 8.30 Uhr. „ Nachmittag 3.30 Uhr. Sabbat-Ausgang 6.10 Uhr. Wochengottesdienst: Morgens 6.30. Uhr, abends 5.00. Uhr. -SZÄ MW ÜirW im 111 Märkte. Büdingen, 18. Oft. Gestern fand der sonst sehr lebhafte Gallus markt Halt, der von Käuiern und Verkäufern diesmal ziemlich besucht war. Große Ausivahl au Ferkeln, Einlegern war vorhanden. Ter Verkauf war schleimend; Händler, die Spanferkel nnffonften, brachten etwas Leben in den Handel. Tie Preise waren gedrückt; Spanierkel 3—4 Mk. das Stück, 10—12 Wochen alte schöne Ferkel 16—18 Mk., Einleger 70—h0 Mk. das Paar waren die gängigen Preise. Der Krämermarft war verschwindend klein. — Auch der Ortenberger K a l t e m a r k t wird eine große Beschränkung erfahren. Pferde-, Rindvieh- und Schweinemarkt fallen der in der nächsten Umgebung halber herrschenden Maul- und Klauenseuche aus, mir der Krämermarkt findet an 3 Tagen statt. fc. Frankfurt a. M. Schweiuemarktbericht vom 18. Okt. Aufgetrieben waren 1806 Schweine. Bollfleischige Schweine von 80 bis 100 kg Lebendgewicht 50.00—53.00 Mk., Schlachtgewicht 65.00-67.00 Alk., vollfleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht 49.00 — 51.50 Mk., Schlachtgewicht 63—66.00 Alk.; vollfleischig» Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht 50.00—53.00. Alk., Schlachtgewicht 65—66.00 Alk.: voll fleischige Schweine von 120 bis 150 kg Lebendgewicht 51.0-)—52.50 Mk., Schlachtgewicht 64.00—65 Alk.; Fettsehweine über 150 kg Lebendgewicht 00.00 bis 00.00 Alk., Schlachtgewicht 00.00—00 Mk. Sauen 00—00 Alk« Geschäft mittelmäßig, bleibt Ueberstand. Limburg a. d. Lahn, 18. Okt. Fruchtmarkt. Durchschnittspreis pro Dlalter. 9(oter Weizen (nassauischer) 17,20 Alk, weißer Weizen (angebaute Jremdsorte) 16,70 Alk., Korn 13,70 Alk., Gerste: ^uttergerste 00,00 Alk., Brauaerste 13,00 Mk., Hafer Alk. 8,80, LSrbfen 0,00 Alk^ Kartoffeln 8.00—8,80 Alk. F.C. Wiesbaden. Biehhof-Marktberich: vom 18. Okt. Auftrieb: Rinder 150 (Ochsen 44, Kühe 106, Bullen 0), Kälber 260, Schafe 62, Schweine 541. tz-AuseAK' Preis pro 100 Pfd. Vebenb» -o-ia-:« gewicht Ochsen. von-bisvon-bi! ausgemästete, höchsten Das PiidaKoginm »euenheim-Heidelberff m. modern bewährten Einrichtungen für körperliche und geistige Erziehung (Sport,_ Wanderungen,, eigene Spielfelder. Werkstätte usw.) und verkürzten Unterrichtsstunden: hat Familien- und Schüler- i a’/,hnc kasernenmäßige Einrichtungen. u erholungsbedürftige Schüler ia 1 ?111 Neuenheim-Heidelberg entließ z. Ostci priäfun^, 1911 J Sekundaner, welche alle die einj.- erhlelte» «nd leitete Herbst 1911 wie seit vielen Jahren mit grossem Erfolge 16 seiner Schüler i n d. I !',n?u .U/S K1J> d. Iteform Real-Gym- nasien und Oberrealschulen über. ssx/10 Gießener Strafkammer. Gießen, den 17. Offner 1911. _ _ Fund d i eb stahl. Ter Taglöhner W. L. aus Burkhards hatte in einer Grube bei Friedberg einen Sack mit etwa 80 Pfund Blei gefunden. Er lieferte es aber nicht an die Polizei ab, sondern bot es einem Althändler zum Kauf an. Dieser erklärte ihm sofort, daß das Blei unzweifelhaft gestohlen sei, was auch der Fall war. Tie Tiebe selbst wurden vor einiger Zeit mit erheblichen Strafen belegt. L., der ursprünglich wegen Hehlerei angeklagt war und zurzeit eine Zuchthausstrafe von zwei Jahren verbüßt, erhält heute wegen Funddiebstahl oder Unterschlagung eine Zusatzstrafe von einem Monat Zuchthaus. Das ungetreue Küchenmädchen. Tie M. A. aus Wirgel war im letzten Sommer in 'Bad-Nauheim als Küchcnmädchen beschäftigt. Sie ist geständig, einem andern Dienstmädchen aus einem Portemonnaie vier Mark entwendet und für sich verbraucht zu haben. Tie Angeklagte ist wegen Diebstahls schon erheblich vorbesttaft und erhält als rückfällige Diebin vier Monate Gefängnis. Des Himmels reichster Segen quillt 8^2ba? nentnnhQpn5 “cU£n b£!' Erde, und der Mensch li AaderesMrbr MsMmm per soiock oder ■Jlaberey P 2 MhskböneS vermieten-^ 8-Zimnu unb Pserdestall Deutsche Aolouien. Für die Fortführung der o st afrikanischen 'Zentralbahn von Tabora nach Udjidji werden int nächsten Kolonialh anshalt Mittel angefordert werden. Die Fortführung der Bahn über Tabora hinaus hat sich ans wirtschaftlichen Gründen als notwendig erwiesen, so daß das Gouvernement den baldigen Angriff des Weiterbaues der Bahn beim Reichskolonialamt beantragt hat. Die Zentralbahn wird etwa Mitte März 1912 bis Tabora kertiggestellt sein. Wenn der Reichstag die Mittel für oen Weiterbau im nächsten Winter bewilligt und die Gründe des Gouvernements für die Fortführung der Bahn billigt, so werden dadurch erhebliche Unkosten erspart werden können, weil dann die den Bau ausführende Firma ihre Arbeiten nicht unterbrechen muß lnnd ihr Material und ihre Arbeiter sofort weiter in Tabora verwenden kann, während sie bei einer Hinausschiebung des Weiterbaues später Neu- mrwerbungen von Ungeschulten Arbeitern vornehmen müßte. Man hvfft, die Weiterftihrung der Bahn bis an den Tanganykasee mit 40 Millionen Mark durchführen zu tonnen, zumal der Bau der Strecke von Morogoro nach Tabora mit einer Ersparnis von etwa acht Millionen abschloß; es wurden statt 70 Millionen nur 62 Millionen beansprucht. Um die Verzinsung der neuen Teilstrecke über Tabora hinaus sicher zu stellen, ist eine Erhöhung der Hütten st euer in einigen Jahren geplant. Man ist der Ansicht, daß eine mäßige Erhöhung dieser Steuer sich ohne größeren Widerstand durchführen läßt, da der Neger allmählich zu begreifen beginnt, daß ihm durch die Maßnahmen des Gouvernements und durch den Bahnbau Vorteile erwachsen. Durch die Fortführung an den Tanganykasee wird vor allem dieser erschlossen und damit große Ansiedlungsgebiete für den deutschen Handel, die zu den größten Hoffnungen berechtigen. Der „Blumenauer Urwaldbote" telegraphiert: Der durch U e b e r s ch w e m m n n g der deutschen Kolonie Blumenau angerichtete Gesamtschaden ist unberechenbar. Der Privatschaden wird auf Millionen geschätzt. ____________________________________________________ Die Lage der Arbeitrmartter in Hessen, Hessen-Nassau und Waldeck im September syp. Der gute Beschäftigungsgrad in der Metallindustrie hielt auch im Berichtsmonat weiter an, so daß gegen den gleichen Monat des Vorjahres der Arbeitsmürkt in der Metallboanche nach den Frankfurter Berichten als sehr günstig bezeichnet wird. Die alte Klage des Mangels an Schmieden kehrt immer wieder. Die Nachfrage nach Installateuren, Elektromonteuren, Heizungsmonteuren und Kupferschmieden überstieg das Angebot. In Gießen konnten bei Kupferschmieden nicht alle offene Stellen besetzt werden. Die Offenbacher Portefeuille- Industrie ist, wenigstens in den größeren Betrieben, gut beschäftigt und arbeitet häufig , mft Ueberstunden, doch ist auf der anderen Sette doch noch eine ziemliche Zahl Arbeitsloser zu verzeichnen, was sich wohl erst ändern wird, wenn auch die kleinen Betriebe besser zu tun haben.. Für Sattler auf Geschirr unb Treibriemenleder war in Frankfurt a. M. reichlich Arbeitsgelegenheit vorhanden. In der Industrie der Holz- und Schnitz st offe herrschte besonders nach Möbelschreinem eine sehr rege Nachfrage; in Frankfurt a. M., Mainz, Wiesbaden und Gießen konnten nicht alle offene Stellen besetzt werden. Für Holzbildhauer war, wie Mainz berichtet, der Geschäftsgang für Ansässige gut, dagegen konnten Zugereiste nicht untergebracht werden. Der Ausstand der Schreiner in Worms, der seit dem 2. Mai dauerte, ist beigelegt; insgesamt waren 265 Gesellen im Ausstand. In Hanau am Main ist in einer Möbelfabrik Streik wegen Lohndifferenzen VUsgebrochen. In der Industrie der Nahrungs - und Genußmittel herrschte besonders in den Wein- und Aepselweinkeltereien eine sehr rege Beschäftigui^, so daß viele Süfer und auch viele un- gelcrnte Düfsarbeiter Besänftigung fanden. In einigen Zigarren- tabmen in Gießen und Umgegend wurden im Berichtsmonat mehrere Tage gefeiert. Dbr Beginn der Herbstsaison brachte im Bekleidungs- ^^^^,0ungs g ew erb e, wie Wiesbaden berichtet, für Schneider mehr Arbeit; dagegen war die Nachfrage nach Schnh- machern m derselben Stadt geringer. Die Offenbacher Schuh- Wbnten waren gut beschäftigt, besser als im gleichen Monat des Sooriahres. Fast von allen Seiten des Verbandsgebietes wird über eine Tätigkeit im Baugetoerbe berichtet. Hauptsächlich Bauschreiner, Bcpiichloher, Gitterscklosser konnten sowohl in Wt genügend beschafft werden, ^r m Darmstadt ruht die Bautätigkeit. ischenGewerbe ist eine Besserung im Be- Frankfurt a. M. berichtet, daß am Anfang des Monats durch dm besseren Geschäftsgang wohl eine , Arbeitslosen eintrat, deren Zahl aber am MseEem anC Steigerung erfuhr durch die entlassenen IFfraitfhfrtbT M*° nkwir ts g ewerb e berichten Kftpn Wiesbaden übereinstimmend, daß in der c Vormonats infolge der günstigen Witteruna gebaent hatten, Stellungen zu finden hPr a „ „ s 1 • .71 Ö^Sfen. We Befestigung in dem Berichtsmonat etwas nach Lin Theaterprozeh gegen den König von Preußen. m Ä «Berlin, 18. Oktober. Vor dem Geheimen Justizrat, .der dem Berliner Kammergericht angegltehert ist, und als ausfckließlick- 5- alle Prozeife gegen den König von Preußen zuYtärtbia S J«s heute ein negier Prozeß des früberm l'tA..Tanb Mm. ™b damaligen Sircttor? her Wjen^ J^b. Wei n gar tu e r gegen den König von Preußen statt. Weingartner ficht in ।einer neuesten Klaue hm im Slcn 1908 geschlossenen Vergleich an, in hem e? sich vervftick^Äkt7 nach Kündigung des Wiener Vertrages nid t in BeNzuW cherew bei einer Konveittwnalstraie von 9000 Mk. an die Witin, M Waiientasse des Kdnigttchen Orchesters. Der Vertrag wcker stW! S-ZiM Leute zu verni m ßn der eine schöne 3 toobnuno w vemieien. kt SI.W 6042] Stfl' MM neu beroeric per sofort i 6173] Bor Mans« Nodbeimer WshW' 0SG99] Stubi ein '„'ßcrfjui 0S719J ft!eine i mieten, I. Stod J Möbl. 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Verwandten, .Freunden nnd Bekannten hiermit die traurige Nachricht, daß nach schwerem, mit Geduld ertragenem Leiden gestern unser treubesorgter Gatte und Vater Wilhelm Hahn, S^cimiftr heute morgen 7 Uhr itn 39. Lebensjahre in ein besseres Jenseits abgerufen wurde. Um stille Teilnahme bitten die titftnllkrnhc ßottin und Tochter. Gießen (Ebelstr. 36), 19. Oktober 1911. Die Beerdigung findet Freitag, den 20. Oktober, nachmittags 3 Uhr, auf dem neuen Friedhof statt. (6433 . n Evangelischer Kirchengesangverein. Zur Verstärkung der Männerstimmen, besonders des Tenors, ist der Eintritt stimmbegabter Herren dringend notwendig. (Ls er- gcht daher an solche — unter anderen an ehemalige Cborschiiler — die herzliche Bitte, sich dazu bei dem Unterzeichneten anmclden zu wollen. Die Proben finden jeden Dienstag von 8 Uhr an im ^ohannessaale itatt. Auch für die Frauenstiminen sind noch einige musikalisch geschulte Stimmen sehr erwünscht. vI0/iO ________________________Der Borsitrendc: D. 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