Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten. eingehe. (Eine Kaiferrcöe bei der (Enthüllung de; Kaifer zriedrichdenlmal; in Aachen. verstärkt, den ich heute durch den festlichen Empfang in 3fren Mauern erhalten habe. Ich danke Ihnen, den städtnchen Bc- Hörden und der Bürgerschaft aufs wärmste für dreien unver- ge hlichen Tag. Schöner konnte der heutige achtzigste Geburtstag meines uns allzufrüh entrissenen Herrn Vaters nicht begangen werden als durch die feierliche Enthüllung des trckl- lichcn Reiterstandbildes, welches wir der opferwilligen Verehrung der Aachener Bürgerschaft für den „Liebling des deutschen voUes verdanken. Ich beglückwünsche die Stadt zu dem neuen <-a>muck, an dem noch ferne Geschlechter sich erfreuen und erkennen werden, datz trotz aller politischen ' si on eilen Reibungen i—r- Beziehungen mit allen besreundeten Machten besonders mit den Nachbarstaaten widmen. Dir legen Wert darau,, unsere normalen ausrichtigen Beziehungen zu allen Bakran st aal en ausrcchtzuerhallen und zu verstärken auf der Grundlage (icgen- fettigen Vertrauens und Jneinklangbringcns unserer acmemsamen Interessen. Wir haben keine aggressiven Absichten und keine ehrgeizigen Tendenzen gegen irgendein Land oder irgendeinen Staat, im G.genteil, cs ist unier wärmster Wunsch, die legitimen Rechte aller Länder zu retpcfticrcn, al er- dingS auch Respekt für unsere eigenen legitimen Rechte zu erwirken. Indem wir einerseits die materiellen Beweise für diese Dis- posilionen liefern und andererseits die den Rechten und Interessen des Landes nützlichen Ententen verwirklichen, haben wir das zustellen. . . . Wie „Sabah" meldet, beschloß der Mrnisterrat, feine Vermittlungsaktion anzunehmen, sondern den Krieg fortzusetzen, bis Italien auf der Grundlage des Standpunktes, Den die Pforte einnimmt, auf Verhandlungen Tie jungt ürkische Kammerpartei hat beschlossen, dem Kabinett unter der Bedingung, daß dem Wunsche der Nation entsprechend der Widerstand gegen Italien fortgesetzt wird, ein Vertrauensvotum zu erteilen. Tie Partei hat einen Ausschuß gewählt, der versuchen soll, ein Einvernehmen mit der Opposition her- ^Die italienische Beruhigungspolitit in Tripolis. Rom, 18. Okt. „Giornale d'Jtalia" meldet aus Tripolis: Ter Gouverneur kaufte 4500 Sack Mehl und beauftragte den Vizegouverneur Hassuna Pascha, sie unter den ärmeren Arabern zu verteilen. Tiese begreifen jetzt, daß sie nicht mehr als Sklaven betrachtet werden und bekunden ihre Tankbarkeit gegen Italien. — Ein türkischer Militärarzt bat die italienischen Vorposten um Verbandszeug für türkische Soldaten, die bei den letzten Gefechten verwundet wurden. Man führte ihn mit verbundenen Augen in ein Lazarett, wo man ihn reichlich mit allem versah, was er brauchte. — Ter „Messa- gero" meldet: In den letzten 24 Stunden ergaben sich wieder mehrere türkische Soldaten, die den italienischen Vorposten bestätigten, daß es im türkischen Lager an Proviant fehle. Tie türkischen Gefangenen sollen nächstens nach Italien geschickt werden, damit sie nicht etwa Spionage betreiben und damit die Bewachungsmannschaften frei roer- den. — Tem „Messagero" zufolge soll Homs von Versag- lieri besetzt worden jein. Oberst Maggiotto sei zum Gou- I oerneur ernannt worden und werde noch heute im Namen des Königs eine Proklamation an die Bevölkerung von Homs erlassen. Keine Landung in Terna und Ben Ghazi. Konstantinopel, 18. Olt. Nach einer Mittel- luna des Kriegsministeriums ist es den Italienern, obgleich sie Terna und Ben Ghazi beschossen hätten, nicht gelungen, dort zu landen. Das italienische Archipel-Geschwader, dessen Basis der Hafen von Tobruk ist, soll in der Nähe von Rhodus kreuzen. „Sabah" meldet ferner einen neuen Angriff der türkischen Truppen von Tschisan aus gegen die Italiener. c, , Wie „Jkdam" erfährt, bereiten die Türken einen Sturmangriff auf Tripolis vor. Nach Blättermeldungen ist eine amerikanische Eskadre, aus sechs größeren Kriegsschiffen und einigen Torpedobootszerstörern bestehend, vor Mytilene eingelroffen. Tie italienischen Torpedoboote, die zwischen Den Archipelinseln kreuz- len, sind seit dem Erscheinen der amerikanischen Schiffe verschwunden. Wieder ein italienisches Ultimatum. Berlin, 19. Olt. Tie „Voss. Ztg." bringt folgendes fettgedrucktes Telegramm aus Wien vom 18. Oktober: Tie italienische Regierung bereitet ein neues Ultimatum an die Türkei vor, um diese zur Annahme der italienischen Iriedensbedingungen zu nötigen. Italien wird Darin drohen. Den Kriegsschauplatz auf das Aegäische und das Rote Meer auszudehnen. Tiese kurze Meldung ohne Quellenangabe stammt offenbar aus der „Wiener .Allgemeinen Zeitung", aus der Der In der alten Kaiserstadt Aachen ist am geftrigen Mittwoch, dem 80. Geburtstag Kaiser Friedrichs, das neue Kaiser-Friedrich-Tenkmal in Anwesenheit des Kaisers enthüllt worden. Dabei hat der Kaiser eine Rede gehalten, in der die Tagesereignisse und Sorgen des Volkes zwar nicht direkt berührt, wohl aber angedeutet werden. Der Kaiser fordert vom Volke Vertrauen und daß es friedlich seiner Arbeit nachgehen solle. Er erzählte eine hübsche Erinnerung aus seiner Kindheit, als sein Vater und er vom Glanz der alten Kaiserkrone gesprochen hätten, ^re bekannte religiöse Auffassung des Kaisers von seiner Mission als Herrscher klingt aus seiner neuen Kundgebung wieder heraus. Ihn leite die Ehrfurcht vor der überkommenen ittone, und darum, so deutet er an, solle das Volk sich dabei beruhigen, daß er die Ehre des Reiches schützen und wahren werde. Es wird aber wohl vielfach darauf hingewiesen werden, daß das deutsche Volk in schwierigen auswärtigen Verwicklungen so ganz ohne amtliche Aufklärungen sich nicht zufriedengeben kann. Ter schweigsame Kanzler von Bethmann-Hollweg hat ja noch keinen erheblichen Beweis eines Könnens gegeben, ebensowenig der neue staats, etretär v. Kiderlen, so daß die hartnäckige Schweigsamkeit liefet Herren angesichts Der offenbaren Zurückdrangung der deutschen Interessen dem Volke auf die Tauer Nicht mehr paßt. Ter Reichstag hat geftem beschlossen, der Aus- sotderung des Reichskanzlers zu folgen und Die Besprechung Der auswärtigen Angelegenheiten bis nach Erledigung der laufe,iden schwierigen Verhandlungen zu verschieben. Tas Parlament hat recht Daran getan. Ob die spätere Aus- spräche der Regierung Aneriennung oder gar Triumphe einbringen wird, werden wir ja sehen. Wir glauben eher, daß der Reichstag fordern wird, das Volk und er möchten bei der Erledigung Der auswärtigen Geschäfte nicht mehr so gänzlich ausgeschaltet werden wie bisher. . Aachen, 18. Okt. Ter Kaiser mit Gefolge ist int Sonderzug um V,12 Uhr hier eingetroffen. Er stieg am Bahnhof zu Pferde unD zog in Die Stadt unter der Begrüßung Der Bevölkerung und dem Läuten der Glocken. Eine Schwadron Deutzer Kürassiere eskortierte den Zug. Am Dentmalsplatz versammelten sich die Ehrengäste, Prinz und Prinzessin Adolf zu Schaumburg-Lippe, Fürst und Fürstin Wied zu Wied, die Minister von Trott zu Solz, v. Dallwitz, v. Schorlemer-Lieser, der Lberpräsrbent von Rheinbaben, der Kommandierende General v. Plötz, die Oberbürgermeister von Köln, Koblenz, Düsseldorf und Trier, die belgische Deputation und der Gouverneur von Lüttich, die holländische Deputation, die Lehrer der Hochschule und eine Deputation der Studentenschaft in Wichs mit Fahne, endlich die Teputationen von Veteranen- und Kriegervereinen. Geführt von Oberbürgermeister Seltmann traf Der Kaiser um 3/J2 Uhr am Denkmal ein. Er ritt die Front der Ehrenkompagnie des Infanterieregiments v Lützow (1. Rheinisches) Wr. 25 ab und hielt vor dem Kaiserzelt. Er begrüßte Die anwesenden Fürstlichkeiten und ließ sich durch Den Oberpräsidenten v. Rheinbaben die fremden Deputationen vorstellen. Hierauf hielt Oberbürgermeister Seltmann eine Begrüßungsansprache. Ter Kaiser gab das Zeichen zum Fallen der Hülle, die Ehrenkompagnie präsentierte, der Kaiser und alle Anwesenden salutierten. Während Hochrufe ertönten, fiel Die Hülle. Ter Kaiser unterhielt sich mit Dem Schöpfer des Denkmals, Professor Lederer. Eine große Anzahl von Kränzen wurde niedergelegt. Als erster legte im Namen Des Kaisers Generaloberst v. Plessen einen Kranz nieDer Tas Denkmal, eine bronzene Re11erstatue Des Kaisers Friedrich auf marmornem Zocket, macht einen vorzüglichen Eindruck. Das Haupt ziert em Lorbeer kränz. „ „ Ter Kaiser im Munster. Kurz nach 12 Uhr zog der Kaiser in das Münster ein. Der Domchor fang einen lateinischen Begrußungschor. Bor dem Hauptaltar richtete Stiftsprobst Bel les heim an den Kaiser eine Ansprache. Ter Kaiser dankte herzlich und sprach seine Freude und Zufriedenheit aus über Die Arbeiten, die am Münster im Laufe der letzten Jahre aeleiftet worden seien. Tem verlebten Meister pro- tessor Schaper sei er persönlich zugetan gewesen und er habe ihn außerordentlich verehrt und bewundert. Schaper weile zwar nicht mehr unter Den Lebenden, doch sein Werk sei auf dem Papier gewahrt, so daß es möglich sein werde, es auszuführen. Er hoffe, daß das Werk des Karls-Vereins, welches in der Ausführung der Projekte Schapers bestehe, in dessen Geiste errichtet werde. Er brauche nicht zu versichern, daß der Augenblick, in dem er hier weile, für ihn von tief bewegender Natur sei. Er spreche von ganzem Herzen feinen Tank aus und gebe die Sersicherung, daß, soviel an ihm liege, er auch weiter Den Arbeiten §rn Münsterbau feinen Schutz angedeihen lassen werde. Der Kaiser besichtigte dann die ausgestellten kostbaren Tomschätze, das Modell Der letzten Ausgrabung am Münster unb Die Kartons Der Mosaik- und Marmorbekleidung, mit welchen das Sechzehneck des Münsters ausgestattet werden wird Nach etwa einer Stunde Aufenthalt verlief Der Kaiser Das Münster und begab sich zum Festmahl im Rathause. Tie Kaiserrede beim Festmahl. Beim Festmahl erwiderte der Kaiser dem Oberbürgermeister mit folgendem Trinkspruch: Mein lieber Herr Oberbürgermeister! Sie haben mit ^hr.n freundlichen Bcgrüßungsworten den herzerhebenden Eindruck noch Köln, 18. Okt. Die „Kölnische Zeitung meldet aus Aachen: Heute vormittag tippte am oer -irierec «naße cm Anhange -1 wagen eines aus Stolberg kommenden -rrlcb-I wagens der Kleinbahn m einer Weiche um. Son Den Insassen wurden fünf schwer, zwölf leicht verletzt. Tie am schwersten Seriellen erlitten doppelte Arm- und Bein-1 brüche. I Der itaTfenifd}4ürtifd)e Krieg. Im türkischen Parlament hat am gestrigen Mittwoch die große Rechenschastsablegung begonnen. Ter Großwesir vertrat in der ö s s e n t l i ch e n Sitzung cm ziemlich schwächliches Programm der auswärtigen Politik, aus dem hervor- qeht, daß die Türkei zurzeit noch hilflos unh schwach ist. Er verlangte eine geheime Sitzung, deren Ergebnis auch noch nicht abgeschlossen ist. Wir erhalten folgenDc Meldungen : Tie Beratung in der türkischen Kammer. Konstaniinopel, 18. Okt. Saal unb Tribünen sind dicht gefüllt. Unter allgemeiner Spannung bestieg der Groß- wefir die Tribüne und verlas sein Programm. Er hob die Schwierigkeit der Uebernahme der Regierung unter den jobigen Umstanden hervor, jedoch gäbe es in den Geschichten der Volker Augenblicke, wo die Staatsmänner nicht säum.n Dürften, ihre PNrcht ra tun. Sodann entwickelte der Großwesir em ausführliches Programm. Bezüglich der beabsichtigim Reivrmen am allen Gebieten der Verwaltung kündigt er eine Reihe von Geieyent- roürfen an, darunter Das Gesco über die Minister Verantwortlichkeit. Tie Regierung werde sich bemühen, die Zolleinnahmen durch Abschluß von Handelsverträgen zu vermehren, und falls sich die verzögerte, inzmu'cpcn eme vierprozewige Zollerhöhung einfuhren. 2xe Sat.iufteuer soll rewrnncri und auf Fremde angewend.t, sowie eine Verzehrungssteuer ern^fuhrt werden Betreffend ine Privilegien der nichtmohammeoamschen Gemeinden erflarte der Großwesir, die Regierung wurde die bestehenden Firmans und Gesetze wahren. Sei vifemlichen Bauten würde die Regierung die Teilnahme auswärtigen Kapitals unö Technik sicherslellen. . . Betreffs der äußeren Politik erklärte der Grvßwenr. Wir werden zunächst an der Lösung der Tripolisirago arbeiten in der Weise, die mir den Interessen des Landes am gun agilen halten. Wir wollen uns der Verstärkung D.r fteunbiajamiajen Jen, sozialen unb kvnscs- । unserer Zeit ein festes Band dVr'Lieb'e undU"Vertr a uens Fürst und Volk um I des Landes nützlichen Stenten verwirklichen, haben roir oas schlingt unb Zusammenhalt. Wenn je ein Fürst gerade in Aachen Bewußtsein, die uns zukommenden friedlichen dflichüw zu er ein Denkmal v?^,t Hal, so war cs mein in Gott ruhender füllen. Ter Großwesir sicherte am Schlüsse seiner Ausführungen Herr Vater Von meiner Kindheit an habe ich beobachten können, im Falle eines Vertrauensvotums volle Durchführung seines pro mit welchem Interesse er sich dem Studium der deutschen Kauer gramms zu. Sodann begann bie geheime Sitzung. unb ihrer Tradition hingab und wie er von der Macht ihrer Stel- einc Mtiinfihunn. (ung und von dem Glanz der alten deutschen Kaiserkrone bi I . Pütutim Meistert war Wenn ich als Knabe in seinem Zimmer lieber die geheime «Gung der Kammer vor autet. Tic Sitzung weilte und mein Wohlverhalten einen Lohn vor war stellenweise bewegt, xer Großwesir erteilte Ölufnärungai Dient batte, ließ er mi ch in einem Prachtwerke! über den Stand der Tripolissrago, indem er einzelne Fragen be- blättern, in welchem die Kleinodien, Insignien. Gewänder antwortete, ohne in Einzelheiten cmjugcljen, was er als unzu- unb Waffen der Kaiser und schließlich die Krone selbst m bunten lässig bezeichnete. Den T e p u t» e r t e n , welche lange Farben dargestellt waren. Wie leuchteten ihm die Augen, wcnill sprechen wollten, wurde ba s o r t c n t er dabei von den Krönungsfeierlichkeiten m Aachen mit ihren zogen, da die Kammer noch nicht die eigenlliche Aussprache ve- Icremonicn und Mählern erzählte, von Kaiser Karl dem OüoBcn, ,jonneil halle. Am längsten sprach der Deputierte von Tripolis, von Barbarossa und ihrer Herrlichkeit. Stets schloß er damit, Hadschi. 2as frühere M i n i ft e r i u m wurde frÜig. a ni- das alles muß wiederkommen, d l e Macht d e i? I e g r i f s e n , besonders der Krrcgsmmifter, der durch beleidigende Reiches muß Wiedererstehen und der Glanz derlq^rtc insultiert wurde. Ter Kriegsmimster wollte sprechen, der Kaiserkrone muß a u i I e u d) t c n! x, 93 a r b a r o H a m ii b I (yroBmeiir nahm jedoch das Wort, um ihn und andere Mit- a us dem Kl) f fh ä user wieder erlöst werden/ Undiglieder des Kabinetts zu decken. . . , u,m war es von der Vorsehung beschießen, an der Ausführung I seiner Programmrebc sagte ber Großwesir auch des großen Werkes hervorragenden Anteil zu nehmen. Auf blutiger I Te'entralisation ber Provinzvcrwaltung unter Beruck- Wahlstatt half er dem ehrwürdigen Vater und den deutschen bcr lolaleu Bebürfuissc zu unb proklamierte btc unb ^erantrooriung1 VoV ihm 'übernommen habe. Sie ist ein Fr e i h ei t unb Forts chr itt aemeint^ist.^Drc^geheime hehres Kleinod, von dem unter Gottes «chuv viel «egen für Sitzung der Kammer bauerte 2'/, «tunben. berlautct, öas Vaterland ausgegangen und das sich als ein Hortlaelangte die Aussprache zu keinem Ergebnis, seiner nationalen Ehre bewährt hat. Ver-i^>ibse wirb morgen in geheimer Sitzung fortgesetzt werben, l rauensvoll können alle Teutschen zu ihr aufblicken, und ^benb berät bie jungtürkischc Partei ihre Stellung- sic wird umfo stärker sich erweisen, je mehr sie von der treuen ^me Kabinett. Liebe und ernsten Mitarbeit des Volkes getragen und neftuBt I Senat verlas der Minister bes Innern bas Pro- S .SVÄ gr°L Ä P°sch°keine geheime gewesen, mein landesväterliches Interesse und Wohlwollen für I « i tz u n g abgehalten wurde. . _ Aachen betätigen zu können, in dessen Mauern hier im äußersten Westen der Monarchie deutsche Kultur und Eigenart eine durch! viel jahrhundcrliahrigc Tradition und ruhmvolle Vergangenheit gefestigte Stätte gesunden haben. Möge aud) in Zukunft die Stadt mit ihren heilträftigen Quellen und schön gelegenen Waldern ihrer mannigfachen Industrie und Handel wachsen, blühen und gedeihen! Möge die Bürgerschaft in Treue gegen Gott, Kauer und Vaterland ihrer Arbeit ii a ch g e h e n und d i c # t u d) i ihres Fleißes in Frieden genießen. Tic alte Kaiser- stadt und ihre treuen Bürger Hurra! Hurra! Hurra! Später hielt der Kaiser Eercle unb trat bann aus den Ausbau bes Rarhauses nach Dem Marktplatz hinaus, von Hochrufen bes Publikums begrüßt. Die vereinigten Männergefangvereine Aachens hatten auf bem Markte Aufstellung genommen unb sangest „Das deutsche Lied" von Hcgar unb „Tie Sturmbeschwörung" von Duerrner. Um 3i/4 Uhr verließ ber Kaiser im Automobil Aachen, währenb Die Sänger bie Nationalhymne anstimmten. Innungen unb Vereine bilbeten mieber Spalier. Tie Fahrt ging über Kornelimünster, Montjoie unb Gmünb nach Bonn, wo bcr Kaiser um ?V2 Uhr zum Besuch bes Prinzen unb ber Prinzessin zu Schaumburg-Lippe eingetroffen ist. Ter Kaiser har Professor L e b e r c r bie große golbene Mebarlle , für Kunst verliehen. Um 4 Uhr erschien bad Luftschiff „S chwaben" aus Tüsselbvrf über Aachen. Ein Unfall. Nr. 24b Erster Blatt M. Jahrgang Donnerstag, tz). Moder Mt Tor «iehener klnzclge, O /*> ZX TT Q monmlicki7LV^viertek- erschrint täglich, auper ▼ Lj . x A ▲ a X A A A ' *r(6 sQ)lvnvllvl LMMgkzWZ Feruiprech - Anschlüsse: poliNschen Teil: August SSSS General-Anzeiger für Oberhessen sSflhm? wnWinjdn9’en Hofotlonsbrud und Verlag ber vrühl'fchen Univ.-Vuch- unb Steinbruderti H. Lange. Rcbaftion, Lrpebition unb Druckerei: Schulstrahe 7. L°and": E.Heß;°iür den K SoÄ5™ Bübingen: Fernsprecher Nr. 269 Sefchäftrstelle Bahnhofstraße 16a.Wipenteü: y. Beck. Wiener Korrespondent der „Deutschen Tageszeitung" folgende Stellen seinem Blatte depeschiert: Die „Wiener Allg ^tg" erhält von ihrem Londoner Vertreter folgende Inflationen, die in hiesigen diplomatischen Kreisen, wie sic behauptet, bestätigt werden: Italien wird sofort nach der vollzogenen Okkupation von Tripolis und Cyrenaika, was innerhalb der nächsten 14 Tage geschehen sein dürste, die Annexion dieser Gebiete den Mächten rnittcilen und sie ersuchen, im Auftrag Italiens eine bestimmte Geldsumme für die annektierten Gebiete der Türkei anzubieten. Für die Zustimmung der Türkei zu einer unter diesen Bedingungen vollzogenen Annexion von Tripolis werde Italien eine sehr kurze Frist von 48 Stunden setzen. Sollte die Türkei dieses zweite Ultimatum ablehnen oder ausweichend beanttvorten, so werde Italien zu militärischen Operationen im Aegäischcn Meere schreiten, so zur Besetzung mehrerer Inseln, zur Blockade von Smyrna und im äußersten Falle zur Blockade der Meerengen. Von einer Aktion im Jonischen oder Adriatischen Meer würde Italien aber abseh Binnen 14 Tagen erwartet man die Proklamierung der unbedingten Annexion von Tripolis durch Italien, wonach dann eventuell eine diplomatische Aktion in Konstantinopel Platz greifen würde Deutsches Neich. Zur Eröffnung des Wahlkampfes in Groß-Berlin hielt am Mittwoch abend die Fortschrittliche Volkspartei .eine Versammlung ab, an der etwa 3000 Personen teilnahmen. Die Abgeordneten Hausmann, Dr. Wiener, Muller-Meiningen und Naumannhiclten Vorträge. Ausland. Der Kaiser von Rußland genehmigte die Verordnung des Kriegsministers, betreffend die militärische Ausbildung der Jugend außerhalb der Schule. Aus Stadt und Land. Gießen, 19. Oktober 1911. •* Tageskalender für Donnerstag, 19. Okt. Vortrag von Dr. Fischer über die M u t t e r s ch a f t s k a s s e. Abends 81/* Uhr in der neuen Aula. ** Lehrerpersonalien. Uebertraq en wurde dein Lehrer Karl Stein zu Schlitz eine Lehrerstelle an der Ge- meindeschule zu Reiskirchen. " Aus dem Militär-Wochenblatt. Der Kaiser!. Ottomanische Offizier als Leutnant ä, la suite der Armee, ohne Vorbehalt der Prüfungen, angestellt und zur Dienst- leistung überwiesen: Mehmed Salih, Unterlt., dem Leib- Garde-Inf.-Regt. (1. Groß. Hess.) Rr. 115. ** Der Vorstand der Landwirtschaftskammer beschäftigte sich in seiner Sitzung am Mittwoch mit der Abänderung der Satzung her Landwirtschaftskammer. Die Hauptversammlung, die die .Satzung endgültig sestzustellen hat, wurde auf den 14. und 15. November einberufen. Gegen die von dem Ministerium geplante Heraufsetzung des D e ck g e l d e s von 10 auf 15 Mark hat die Landwirtschaftskammer nichts einzuwenden, sofern die hierdurch gewonnenen Beträge zur .Anschaffung besseren Hengstmaterials verwendet werden. •* Aus dem Bureau des Stadttheaters. Zu der Aufführung von Aristophanes „Fröschen" am Dienstag, den 31. Oktober mit den Herren Hacker, Lehrmann und Jürgas vom Darmstädter Hoftheater als Gästen sei bemerkt, daß dec erste Ecmäßigungskupon für Abonnenten gilt, diese also statt der gewöhnlichen Preise nur kleine Preise zu zahlen haben. Wegen des Charakters der Aufführung sollen auch Schüler der höheren Klassen die gleiche Ermäßigung wie die Herren Studierenden genießen. Bestellungen zu dieser Gastvorstellung werden schon jetzt im Theaterbureau angenommen. ♦* Vom Konzert-Verein wird uns geschrieben: Die Mitglieder des Konzert-Vereins sowie Musikfreunde, die auf das nächste Vereinsjahr zu abonnieren beabsichtigen, seien darauf aufmerksam gemacht, daß Herr Ernst Challier die bisherigen Plätze reserviert hat, bez. Neu- Abonnements ebenso wie Abonnementsänderungen entgegennimmt. Da das erste Konzert bereits am nächsten Sonntag, 22. Oktober, stattfindet, möge an die Erneuerung der Abonnements und an die Bestellung neuer Plätze hiermit erinnert sein. Wie aus der heutigen Anzeige ersichtlich ist, wird das erste Kammermusikkonzert sowie auch alle folgenden Kammermusikabende im Kluosaal gegeben werden. Das Trio-Ensemble wird u. a. das große B-dur-Trio op. 97 von Beethoven zur Aufführung bringen, ein Werk, das Marx in seiner Beethoven-Biographie bezeichnet als „den großen Liebling aller Trio spielenden Müsiker, ihnen als wahre Müsterarbeit vor anderen wert, funkelnd vor Lust und Genuß, breit und behaglich wie die Tafel des Reichsten". Für die Gesangsvorträge ist Herr Hofopernsänger Maximilian Troitzsch, ein sehr geschätzter und stimmgewaltiger Bariton, gewonnen worden. ** Sein 6 5. Stiftungsfest feiert am Samstag im Cafe Leib einer unserer ältesten Vereine, der Gesangverein „H a r m o n i e". Silberne Hochzeit feiern morgen Malermeister Ernst Aß mann und Ehefrau, Marie, geb. Hamel. Kreis Alsfeld. sw. Berns bürg, 18. Okt. Heute wurde die neue Verbindungskreisstraße zwischen Ruhlkirchen und Bernsburg fertiggestellt, womit dem langersehnten Wunsche um einen kürzeren Weg nach Alsfeld endlich entsprochen worden ist. Auch dem preußischen Ort Willingshausen ist dadurch eine bessere Verbindung mit Alsfeld gegeben worden. Kreis Lauterbach. ~ Wal lenrod, 18. Okt. Nachdem die Wasserleitungsfrage in hiesiger Gemeinde bei früheren Verhandlungen infolge der ablehnenden Haltung des Gemeinderats ins Stocken geraten war, ist sie wegen des in diesem Sommer eingetretenen Wassermangels wieder m den Vordergrund getreten. Um aber die Verantwortung der entstehenden hohen Kosten nicht allein auf die Schultern zu nehmen, hat der Gcmeinderat sämtliche hiesigen Gebäudeeigentümer zu einer Versammlung eingeladen, um deren Haltung zu dem Wasserleitungsprojekt zu hören. Die Versammlung war außerordentlich zahlreich besucht — fast sämtliche Hausbesitzer waren vertreten — und sprach sich mit großer Mehrheit für die Errichtung einer Wasserleitung aus. Trotzdem verhalten sich immer noch einige Gemeinderatsmitglieder, die infolge der günstigen Lage ihrer Hofreiten nicht an Wassermangel gelitten haben, ablehnend. Um aber der Mehrzahl der Bewohner Rechnung zu tragen, sollen die Vorarbeiten doch bald m die Wege geleitet werden. Kreis Schotten. H. U l r i ch st e i n, 18. Okt. Unter den schönen Straßen des Vogelsbergs nahm unsere Ohmtalstraße stets eine der ersten Stellen ein. Ihr Oberbau war so gut, daß sie getrost an die Seite einer mit der Dampfwalze bearbeiteten Straße gestellt werden konnte. Im vorigen Jahre erhielt diese Straße eine derartig starke Beschotterung, daß ihre lobenswerten Eigenschaften ganz, zugedeckt wurden von groben Basaltsteinen. Für Automobil wie Fahrrad, für Post wie anderes Fuhrwerk bildete diese Beschotterung ein stetes Aergernis. Der überaus trockene Sommer ließ es nicht zu, daß sich die Steine im Chausseebau festfuhren, sie blieben meist lose auf der Fahrbahn, dem Verkehr nicht zur Förderung. Da der Steinreichtum auf der--Straße so groß ist, so hoffte man, daß in diesem Herbste von einer neuen Deckung "ber Straße abgesehen würde. Allein die Neubeschotterung hat doch wieder stattgefunden. Der alte Seufzer: „Ach, Illerich, was Steine!" ist auch jetzt wieder nicht unangebracht. § Groß-Eichen, 18. Okt. Hier befindet sich em Käst anienb aum, der zehn neue, vollkommene Blüten trägt. Die K r a n i ch e haben nun ihren Rückzug an getreten. Große Scharen in der bekannten Schleifenform zogen über unsere Felder. Ihr Flugfeld war gegen früher nichtiger, so daß man Pie grauen Wandervögel gut erkennen konnte. Kreis Friedberg. — Butzbach, 18. Okt. Die )eit 75 Jahren hier bestehende Leimfabrik von Gebrüder Grüninger, die vor 2.6 Jahren nach der Einhäusermühle bei Butzbach verlegt wurde, ging durch Kauf in den Besitz des Kaufmanns Hermann Hoffmann, seither Fabrikbesitzer in Seiffen bei Olbernhau i. Sa., einem Sohne des bekannten verstorbenen Gießener Kaufmanns und OrtsgerichtSmanneS Ferdinand Hoffmann, über. L. C cf ft a bt, 18. Oft. Heute morgen wurde durch die Ortsschelle bekannt gegeben, daß die hiesigen Landivirte ivegen der ui der Nähe herrschenden Maul- und Klauenseuche mit ihrem Vieh nicht mehr nach Friedberg fahren dürfen. Sie haben Kartoffeln, Getreide 2C. verkauft, können aber die Lieferungszeiten nicht einhalten. Ebensoivenig dürfen sie ins Friedberger Feld fahren, wo sie viele Aecker haben, um dort die noch stehenden Feldfrüchte zu holen und die Slecfec zu bestellen. Starkenburg und Rheinhessen. Viernheim, 18. Okt. Der 17jährige Arbeiter Ignaz Riehl sprang gestern von einem noch in Fahrt befindlichen Zug der Nebenbahn. Er kam zu Fall und geriet unter die Räder, wobei ihm beide Beine abgefahren wurden. in. Bingen, 18. £)ft. Zwei in einer Weinwirtschaft angestellte Arbeiter wurden ;nt Keller von Gärungs - gasen betäubt. Während der eine ins Leben zurück- gerufen werden konnte, ftarb der andere. Kreis Wetzlar. w. Wetzlar, 18. Okt. Die Milchküche des Vaterländischen Frauenvereins hat 1910 täglich 216 Flaschen trink- fertiger Säuglingsmilch (insgesamt 2592 Flaschen) abgegeben und 120 erwachsene Kranken erhielten auf die Dauer von vier Wochen 'täglich 1 Liter Milch. Auf Anregung des verstorbenen Generaldirektors Kaiser erhielten im verflossenen Winter die armen Kinder aller Schulen jeden Morgen y2 Liter warme Mlich und zwei Brötchen vor dem Schulunterricht. Die Einrichtung soll auch für den kommenden Winter getroffen werden. A Wißmar, 18. Okt. Ein schwerer Baumfrevel wurde an der neuen Obstbaumpflanzung der Straße Gießen-Wißmar verübt. In der Nacht zum 12. Okt. wurden mehrere edle Aepfelbäumchen aus der Wurzel her- ausgerisseu und einige abgebrochen. Man ist den Tätern auf der Spur. Die -Obstbaumpflanzung war kaum fertig angelegt. = Hohensolms, 18. pft. Hohensolms erhält jetzt eine Wasserteit ung vom Lappender g aus. Die Zusammenlegung der Feldmark sowie die beschlossene Wasserversorgung stellen natürlich erhöhte Ansprüche an die Gemeindekasse. Mag auch die Steuerschraube anziehen, man ist der Gemeindevertretung zu Dank verpflichtet. Hoffentlich findet auch die Eisenoahüfrage recht bald eine glückliche Lösung. Hessen-Nassau. -s- Gladenbach, 18. Okt. Heute morgen kam auf dem hiesigen Bahnhof die Lokomotive des Zuges 1301 in einer Weiche zur Entgleisung. Die dadurch entstandene Gleissperrung dauerte eine gute Stunde. Unterdessen wurde der Personenverkehr durch Umsteigen aufrecht erhalten. Von Gießen wurde ein HilfSzug nach Gladenbach beordert. x Ziegenhain, 18. Okt. Die Bemühungen maßgebender Kreise um Verlegung! des Dillenburger Landgestüts nach einem Orte Kurhessens haben wenigstens einen kleinen Erfolg gezeitigt. Die Gestütsverwaltung hat verfügt, daß einige Hengste dauernd hier stationiert werden. X Hanau, 18. Okt. Die Stadtverordneten beschlossen, einen gemischten Ausschuß zu wählen, der den Einkauf und Verkauf von Kartoffeln, Hülfenfrüchten, Gemüse rc. durch die Stadt in die Wege zu leiten hat. Der Verkauf soll während der ganzen Winterszeit an die minderbemittelte Bevölkerung vor sich gehen. Ferner beschloß die Stadtverordneten-Versammlung eine Eingabe an die Reichs- regierung und an den Reichstag um sofortige Aufhebung der Lebens- und Futtermittelzölle, um Aufhebung des Systems der Einfuhrfcheine und um Oeffnung der Grenzen zur Einführung ausländischen Viehes und Fleisches unter Beobachtung der veterinärpolizeilichen Vorschriften. — Auf Antrag der Ortskrankenkaffe beschloß die Stadtverordneten-Versammlung die Errichtung einer WalderholungSstätte. AuS den Mitteln der Lungenheilstätten-Stiftung soll hierfür ein Betrag bis zu 2.0 000 Mk. zur Verfügung gestellt werden. ' ' w. Frankfurt a. M., 18. Okt. Nach Mitteilung des Statistischen Amts jst die V o l kszah l für den Stadtkreis Frankfurt a. M unter Berücksichtigung der feit der letzten Volkszählung polizeilich gemeldeten Zu- und Abwanderungen, sowie des entsprechenden Ueberschusses der Geburten über die Sterbefälle am 1. Oktober 1911 mit rund 419300 anzunehmen. fc. Wiesbaden, 18. Okt. Der diesseitige Bezirksausschuß hat sich mit einer neuen W e g e Polizeiverordnung, die an Stelle der von 1896 treten und die das Ausweichen, Vorfahren usw. auf den öffentlichen Landstraßen aller Fahrzeuge auch das der Automobile im Regierungsbezirk Wiesbaden regeln soll, befaßt, nachdem die Königliche Regierung den Eindruck gewonnen hatte, daß besonders im Hinblick auf den starken Automobilverkehr auf den Landstraßen eine Neuordnung in dieser Hinsicht wirklich vonnöten sei, damit Unfälle nach Möglichkeit vermieden werden. Der Bezirksausschuß beschloß nach eingehender Beratung, erst noch weitere Erhebungen anzustellen, ehe er der Neuordnung Gesetzeskraft verleiht. rtttsversitäts-Naehrichten. [] Marburg, 18. Oft. Als Pcivaldvzent der medizinischen Fakultät habilüiert sich am nächsten Samstag an der hiesigen Universität Dr. med. Martin H e y d e mit einer Antritlsvorlefung über „Die Ursachen des Verbremnuigstodes." Geriehtssaal. F. C. Rendel, 18. Okt. Der Milchhändler Wilhelm Greb von hier ist wegen Nahrungsmittelfälschung häufig und schwer bestraft. Ende Juni d. Js. wurden bei ihm in Frankfurt Milch- Proben entnommen, die einen starken Wasserzusatz ergaben. Greb beteuerte seine Unschuld und meinte, seine Lieferanten müßten ihm gewässerte Milch liefern. Um auf den Grund zu gehen, entbot er den Frankfurter Chemitcr Di'. Fritzmann, der an zwei Tagen in Rendel die Milch der Lieferanten untersuchte. Fritzmann stellte fest, daß der Landwirt Friedrich Hock oder dessen Ehefrau gewässerte Milch (7l/2 bis 10 Prozent Wasser) lieferte. Gegen den Ehemann Hock und gegen Frau Greb — ihr Mann war damals krank, und die Führerin des Geschäftes — wurde Anklage wegen Milchfälschung erhoben. Wegen fahrlässiger Milchfälschung erhielt Hock 30 Mk., Frau Greb 5 Mk. Geldstrafe. X Hanau, 17. Okt. Mit einem auch weitere Kreise interessierenden Beleidigungsprozeß, den der Lehrer H. H. II. in Hanau gegen den Kgl. Garteninspektor H. in Oberzwehren angestrengt hatte, beschäftigte sich heute das Schöffengericht. Gelegentlich der im Juni in Kassel veranstalteten Ausstellung der Deutschen Landwirischastsgesellschaft hatt auch die Obstbauanstalt der Landwirtschaftskammer in Oberzwehren in Verbindung mit dem Bezirksobstbauverein eine mustergültige Ausstellung über den gesamten Obstbaubetrieb veranstaltet, in welcher sich auch ein großer Galgen erhob, von dessen Querbalken herab ein Rabe aus sechs zu seinen Füßen baumelnde verkrüppelte Obstbäume blickte. An den Galgen selbst war eine rot angestrichene Leiter angelehnt, während eine Tafel folgende Inschrift trug: „Diese hier als abschreckendes Beispiel zur Schau gestellten Baumkrüppel entstammen der Ware, welche durch einen Baumhändler, welcher in seinem Hauptamte Volksschullehrer der Kreisstadt Hanau ist, nebenbei aber einen schwungvollen Handel in Obstbaumschundware betreibt, im Lande vertrieben werben." Lehrer H. war der Ansicht, daß nur er mit diesem „Baumhändler" gemeint sein konnte und erhob deshalb Klage gegen den Aussteller des Galgens, Garteninspektor H. Auch die Lehrerschaft nahm zu der Sache Stellung und verurteilte in der „Hess. Schulzeitung" das Gebaren des Inspektors H., scharf, der nach ihrer Ansicht mit seinem Vorgehen den ganzen hessischen Lehrerstand habe treffen wollen. In der Erwiderung auf diesen Angriff gebrauchte Inspektor H. die Redewendung: „Es ist ein himmelweiter Unterschied, ob ein Lehrer, der nebenbei auch Baumzüchter ist, seine Mare so gut oder schlecht, wie sie eben ist, los zu werden sucht, oder ob ein Mann die Ramschware auswärtiger Baumschulen aufkauft und, unterstützt durch seine Autorität als .Lehrer, w Unkenntnis des Landvolkes benutzend, durch seine Leute im Lanöe vertreiben läßt." Auch in dieser Veröffentlichung sah Lehrer H. eine Beleidigung seiner Person. Inspektor H. erklärte gleich zu Anfang seiner Rechtfertigung, daß ihm jede Absicht der Beleidigung ferngelegen habe,, sein Vorgehen habe sich gegen die Sache, nicht gegen die Person gerichtet. Das Urteil lautete auf 20 Mark Geldstrafe, da er in der Form zu weit gegangen sei. In dem zweiten Falle, bei dem es sich um die Erwiderung auf den Artikel der Schulzeitung dreht, wurde auf Freisprechung erkannt. Eine ungewöhnliche Anklage wegen Beleidigung des Geh. Medizinalrats Prof. Dr. Bier fühlte den praktischen Arzt Dr. Anton Hengesbach zu Neuenfelde, Amtsgerichtsbezirk Jork, und den Buchdruckereibesitzer Amandus Möhlmann zu Finkenwerder bei Hamburg vor die zehnte Strafkammer des Landgerichts I. Der Universitätsprosessor Geh. Rat Bier ist Verfasser des Werkes „Hyperämie als Heilmittel". Der Angeklagte Dr. Hengesbach vertritt seit längerer Zeit die Ansicht, daß das Biersche Werk ein bewußtes Plagiat einer Abhandlung sei, die er unter dem Titel „lieber Heilung der Infektionskrankheiten" int Jahre 1894 in der „Aerztl. Rundsch." veröffentlicht hat. Er hatte im Oktober 1908 Strafantrag gegen Prof. Dr. Bier gestellt, ist aber abgewiesen worden, mit der Begründung, daß der Strafantrag verspätet sei und der Verdacht des Nachdrucks nicht vorliege. Seit dieser Zeit wurde Professor Bier voM Angeklagten 'mit Angriffen verfolgt. Er erhielt zahlreickie beleidigende Schriftstücke zugesandt, ferner ein Beiblatt der „Unterelbischen Zeitung" mit einpn beleidigenden Artikel. Dieses Blatt hat Dr. Hengesbach verfaßt, der Angekl. Möhlmann bat es gedruckt. Prof. Bier hat rechtzeitig den Strafantrag gegen beide Angeklagte gestellt, und er ist als Nebenkläger uioe'assen worden Nach Verlesung der in Frage kommenden Schriftstücke erklärte Staatsanwalt Bagel: Nach dem Inhalt dieser Schriftstücke und der ganzen Verteidigungsweise des Angeklagten habe er doch Zweifel, ob man es mit einem geistig normalen Menschen zu tun habe. Ec stellte deshalb den Antrag, den Angeklagten durch einen Psychiater auf seinen Geisteszustand untersuchen zu lassen. — Der Gerichtshof beschloß demgemäß. Luftschiffahrt. Vom ersten Flug des Schütte-Lanz. Mannheim, 18. Okt. lieber die Gründe der Landung des Luftschiffes „Schütte-Lanz" in Waldsee bei Speyer äußerte sich Professor Schütte wie folgt: „Wir sind hier nach schöner Fahrt sehr glatt gelandet auf freiem Felde bei Waldsee an einer Stelle, die wir uns selbst ausgesucht haben. Es war eine sogenannte Notlandung, weil wir bemerkten, daß an der hinteren Steuerleitnng wahrscheinlich etwas defekt war. Zur Hilfeleistung ist eine Kompagnie Pioniere aus Speyer heranaezogen worden. Das Schiff haben wir in der üblichen Weife mit Hilfe eines eingegrabenen Ackerwagens verankert. Zur Verankerung haben wir Stahltrossen und Seile verwandt. Die Landung ging so glatt von statten, daß das Schiff in keiner Weise beschädigt wurde. Die Fahrt verlief sehr schön; die Höhensteuer haben vorzüglich funktioniert. Wir haben eine Höhe von 150 Metern erreicht. Bei der Landung haben wir die Ventile gezogen; es muß also Gas nachgefüllt werden. Die Gasbehälter für die Nachfüllung sind bereits beordert. V Überall erhältlich. I Auergesellschaft L Berlin 0.17 . bester Glühkörper VvPvCl Interesse nachstehende Angebote. a*»/io Sehr beachtenswert! Mden Artikel- nttag M 0 r niae'a ien n -. A. Holterhoff Söhne Giessen Seltersweg 20 Seltersweg 20 Anzahlung Mk. 5, 8, 12. 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Ein hier durchreisender mit der Marokko-Angelegenheit vertrauter Diplomat beurteilte einem Journalisten gegenüber die Lage sehr pessimistisch. Die Differenz zwischen Angebot und Forderung sei so e r h e b l i ch, datz noch nicht abzusehen sei, wie em für beide Lecke ehrenvoller Ausgleich im zweiten Teil des französisch-deutschen Marokko- Abkommens möglich fein werde. Amtlicher Wetterbericht. Oes senil iche Wetterdienststelle Gießen. WellerauSsicl'leu in Hesse» nm Freitag, den 20. Oktober 1911: Trübung, höchstens geringe Wcgcmäi.c. "-.'.d. Kinder überhaupt nichts mehr mit deutschen Buchstaben fcknrrben dürscn, die deutsche hcimatschrist also ganz verlernen, wrichc 11md stehen bann den Eltern zu Gebote, um einer solchen Einseitigkeit wirksam zu begegnen ? Roggenbrot durchgeiäucrk, lange frisch bleib., liefert frei Haus Kinzeubawcr Müble, Fernsvrecher//0. ' Verkaufsstellen: Arn Llndcnplatz unb bei d. hies. Üomum-Bcrein. Spielplan des Siebener btadttheaters. Direktion: Hermann Steingoettcr. Montag, den 23. Oktober, abends 8 llbr, bei Volkspreisen: ,Kabo'' .nd Liebe.' Ende gegen 11 Ubr TienStag, den 24. Okt., oben' > Uhr i4. TienSiagS-'.'lbonneinent-Vorslellnngs: .Die Äe- schw' .* Hieraus: ,Tie Neuvermählten/ Ende 10K Ubr. Mitt, ck, den 25. Oktober, abends 7 Ubr (4. Miltwochs-Abonne- inent-BorsteUnna): ,'Jlorn oder Ein Pupoenbeiin.' Ende V1/, Ubr. Freitag, den 27. Oktober, abendS 8 Ubr (4. ftneitagS-Atzoimeinent- Vorstellung : „Ter Plärrer von Kircksteld " Ende 1-) /* Ubr. Lonnlag, den 20. Oktober, nachiniltaqs 3^ Ubr, bei VolkSpreiien: ginn letzten Male: .Glaube und Heimat.- Ende b' , Ubr. Abend« 7% Uhr, bei gewöhnlichen Preisen: „Polnische Wirtschait.' Ende lü1/, Uhr. iS. yjiuß das L lu’tfiuui. a..| er Wertangabe nicht eingehend begründen, ober kann es eine iiesbezügliche Beschwerde ohne Kommeittar abldmen? 4. Kann eine mündliche Aussprache gefordert werden? 5. Welches ist der Beschwerdeweg gegen solche schwer ver- tändlichcr. Taxationen? Unser juristischer Mitarbeiter gab aus diese Fragen folgende Xuskunst: Nach Artikel 135 des Hess. Aussübningsgefetzes zum Reichsges über die Angelegenheiten der freiwill. Gerichtsbarkeit ist das Ortsgericht verpflichtet, die Schatzung eines Grund- lücks vorzunehmen, sei es auf Ersuchen einer Behörde ober I et -s auch aus Antrag eines Beteiligten, z. B. des Eigentümers. 3m etzteren Fall ist die Schätzung ftemvelpflickttg Der.Stempel betrügt bei einem Objekt von 10 000 bis 50 000 Mk. 3 Mk. 'lußcrdem haben die Ortsgerichtsmitglieder Anspruch aus Gc» '"^Gehören dem Ortsgericht keine bauverständigen Mitglieder an, so kann es bei Schätzung von Gebäuden zwei Bau " e r ft ä n b i g e zuziehen. Die Ernennung und Berpslicktung der letzteren geschieht — im allgemeinen im voraus oder auf Antrag im einzelnen Fall — durch das übergeordnete Amtsgericht. . Nadi 8 149 der Dienstanweisung für die Ortsgerichtc ist bei ict Schätzung von Grundstücken zu ermitteln: der laufende Berkaufswert. Als Anhaltspunkte hat das Ortsgericht zu beachten^ gcit stattgehabten Verkäufe des zu schätzenden Grundstücks oder anderer Grundstücke von gleicher Lage und 2. die'^Lacht^ und Mietverhältnisse des Grundstücks; 3. der Feuerversicherungsanschlag; 4. den baulicksen Zustand. , . Ter auacnblickliän Verkaufswert ift auch bann anzugeben, wenn er zufolge vorübergehender befonberet Umstände aunerge wohnlich bock ober niedrig ift. Diese Umstände sind bei der Schätzung besonders hervorzuheben. . , , Ter Zweck, zu welchem die Schatzung erfolgt, darf keinen Einfluß auf die Wertseststellung auf Eis in la. feinster lebend frischer Ware '«eben eingetronen und billigst bei August Wallenfels, Marktplatz 17. Tclepbou 262. Prompter Versand auch nach auswärts. (5594 Kuverts mit Firma bMgft Srühl'iche UnioerfitälS'vruckerei. R. Lauge, Eiegeu ZML LSO Geickasf-s ^Qnn tüat Mchaltes - wurde An- 1,%c" HHMsign Milch! u Greb 5 Ms ©elbftuft' «tjtti jg. 5. II. jn rrf,-n$lve6rcn fln< Mstaltüen Ausitellung der itt auch die Lbilbauanslalt -f?minrin .^Endung mit tfttge Ausllellung über den w, welcher sich auch ein .bnlfen herab ein Rabe aus kuppelte Obstbäume blickte, geltrichcne Leiter angclehnt, :iLtril9vÄ hier als estellten Baumkiüppel ent.- m Baumhändler, rotldjer ir Kreisstadt tzanau ift, neben- in Obslbaumschundware b<- Lehrer H. mar der Ansicht ndler" gemeint sein konim in Aussteller des Galgens rschast nahm zu der Laite )ess. Schulzeitung" das C\ der nach ihrer Ansicht w; ich Lehrerstand habe treifa ifen Augrifs gebrauchte Zr- st ein Himmelweiter 11 mr iud) fSiinmjüdjtcr /st, säe n ift, tod ;u werden sur auswärtiger Baumsch^ Autorität als d urch seine Leute im W rösscntiichMg sah &bt". nspektor tz. erklärte glni ihm jede Absicht der Ä- ,elM l)«be sich gegen du t. Das Urteil lautete >rm zu weit gegangen in. sich um die Enmderun; t, wurde aus Freisprechung Ist Immer ein Zeichen von gesunder Denkungsart. Man sollte deshalb für alles Besondere Interesse zeigen. Unsere Offerten tragen den Stempel des Aussergewöhnlichen, well wir immer unseren Kunden Vorteile bieten, die man kaum anderswo antrifft. Man beachte z. £. Kartoffeln. Pr. Speisekartoffeln für den Wmrerbedarf als: rote Dabcrichc, rote rauhschalige, Paulicnc>Iuli,gelbfleiscb'L.atat>, Eigenbeimer, gclbflendtifl, Magnnm bonnm. Ovtltat, Pros. Woltmann per Zentner von Mk. 350 an empfiehlt frei HauS 6202 Jean Weisel, Aartoffelhandlung, Delcpbon 88. Sonncnstr. 6. Naumanns Blumnndiinger anerkannt bestbewäbrteöBlumen- nabrmittel der Gegenwart, au Originalvreiien emprieblt 6390 heim. Hahn, ftirdtft’r.’lS'. klage wegen Bele'^ ; Dr. Bier Wie den pra - i Reuenjeldc, Amlc-gench-ö sitzn Amandus Möhlmnn ie zehnte Straslammr : W -tzKsr nd bei MA B^r vom t w^de V'hlreich- be- Er erytm 1 ’ Unt(r rpnben Ällm'- , .(Arnjt. Zch habe mich in Lauterbach in Oberheffen als Nechtsanwalt niedergelaffen und wohne bei Zahnarzt Möller, Bahnhof' ftme. 6286 Burkhard Thurn, Rechtsanwalt. L 'N 1896 t,rtJ,ieii>h. , ?d-n öfjentoUub l" der Autom?? ns°ll,L°bUe. ndruck q2' lQtfen Automat l)Qt!- »ung in S611Sk *6 beS * ltere Erheb,,ein. e r zuoe'anen bitl« ä , Md) sagten habe « habe. Mensch " zu cintn SlflSÄ* Knrtoffelliefernng. Die Lieferung von 30000 Klg. guten unb durchlesenen Speisekartoffeln für die hiesige Anstalt soll öffentlich vergeben werden. Llngebote sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis spätestens 1. November 1911, vormittags 10 Uhr, hierher einzurcichen. In den Angeboten sind die Kartoffelsorten zu benennen und die Bedingungen, die auf dem Geschäftszimmer des Unterzeichneten offen liegen, onzuerkennen. Die Proben sind getrennt von den Angeboten einzureichen. Zuschlagsfrist 8 Tage. Gießen, 18. Oktober 1911. Großherzogliche Direktion der LandcS-Heil- und Pflege- Anstalt bei Gießen. I. A.: Loh, Großh. Hausverwalter. 8"/,. „Hühneraugen" beseitigt sicher Otto Schaafs Spezialpflaster, 50 Pfennig. Sldlcr-Trogerie, Seltersweg 39. 62451 Otto Schaai. Firma, enthüllt. Zn Briesen kam bet einem S cb enncnb r and im Ge höft des Ansiedlers Schmidt-Nosenthal die 23jährige Fran m bf,i Flammen um. Man nimmt an, daß der Vrand b ö s w i l l t g angelegt morden ist, um ein an der Fran verübtes Verbrechen De^^Direktor ber Bayerischen Diskonto- und Wechselbank, He tzl er, in Augsburg, der nach Unterschlagungen flüchtig War, ift in dl t h e n verhaftet worden. InMarseille sind drei Gelretdegroßhandler verkracht. Das Desuit beträgt fünf Millionen. Zn Rom erschoß sich der Graf Gniltano Gan- hol^i in Gegenwart seiner Mutter in einem Anfall von Neu- nsthenie.______________— Briefkasten der Nedaktion. (Anonyme Anfragen bleiben unberücksichttgtZ Haslpllicht d'r Crt8ocriins liegt im zu kunstreichsten Stadtteil und ist in beitem Zu- anbI! _____________________ ^Die Ortsgerichtsmitglieder sind disziplinär strafbar unb hasten dem Eigentümer für allen Schaden, der dadurch entsteht, datz sie einen anderen Wert als den wahren Verkausswert angeben, datz sie beispielsweise bei Errichtung einer Hypothek einen höheren Wert und bei der Gutsübergabe einen geringeren Wert angeben. Tie Schätzung erfolgt nach vorgeschriebenem Formular 'N , und ist von sämtlichen Ortsgerichtsmitgliedern und auch von den Bauverständigen, falls sie mitgewirkt haben, zu unterzeichnen, andernfalls ist sie ungültig. Tie Schätzung ist von dem getarnten Ortsgericht vorzunehmen. Dasselbe besteht in Gietzen aus dem Vorsteher und seck)s Gerichtsmännern. Im tfalle der Verhinderung müssen mindestens fünf Gerichtsmänner Mitwirken; fehlen mehrere, so sind Ersatzmänner zuzuziehen. Zuständig für Beschwerden gegen das Ortsgerrcht ist der dienstaus sicht führ ende Richter des übergeordneten Amtsgerichts. Gegen dessen Entscheidung findet weitere Beschwerde an den Landgerichtspräsidenten statt. Als letzte Instanz fungiert das Justizministerium. Clngesaiidt. (Für Form und Inhalt aller unter vieler Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Hiedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Nunmehr hat der Reichstag sich mit übergroßer Mehrheit für die Beibehaltung unserer alten lieben deutlchen Schritt ausgesprochen und es ist zu erwarten, daß alle, die seither m aleich- gültigcr unb gedankenloser Weise die indeierlicfte lcneunsche Rundschrift angewendet haben, wo immer, es angeht, als gute Deutsche in der eigenartigen schönen unb leserlichen deutschen Spitzlchrist schreiben und drucken lassen. _ Für heute eine Anfrage. Wenn in einer höheren todjule Daö ganze Lehrerkollegium fanatisch für die Anwendung der lateinischen -E MW TAS* UWZ lterta0iibii»9 S iveA rÄÄfej lepM-ßocttmiiie 6000 3 unb 4-iähr. starke Ware, Verkauf vom 20. bs. Mts. ab. Jtjdi, 1'dumiM, Vcttttstld (früher Sv ar- u. Darl.-Kaffe). l/;nrJor Qfri'imnfo Wolle plattiert, gestrickt, sehr l\maer-dirunipie, solide und haltbar, engt Längen, schwarz und lederfarbig, für jedes Alter. Paar zu 75, 65, 55, 15 und 40 Pfg. l/:nJQr Qtriimnfp reine Wolle, kräftig, mittel und Mnaer-Öirumpit;, fejn gestrickt, englische Länge, schwarz, weiss und farbig (Ersatz für Handarbeit) für jedes Alter Paar zu Mk. 1.80, 1.60, 1.35, 1.00, 85, 70, 65, 55, 4» Pfg. Raki/ Rtriimnfp reine Wolle, gewebt und gestrickt, DaDy-OirilnipTe, Paar 60, 40, 30, 20 Pfg. Versteigerung. Freitag, den 20. bs. Wits., nachmittags 3 llbr, werben im -l>ianblokal Selteröweg 11, ver- ,C1'bianino, 2 Schreibtische,Sofas, Kommode, Tische, Schränke, 1 Vertiko, Uhren, künstliche Blumen u.a.m. 6351 Johann. Gr. Psandmeister. Oomnn Qtriimnfp reine Wolle, ohne Naht, fein ge- UaiTien“OU Urnpic, englische 1 onn und Länge Paar zu Mk. 1.85, 1.45, 95 Pfg. nOmon Qtriimnfd reine Wolle, kräftig und fein Damen-Oirum pie, gestrickt,englische Länge (Ersatz für Handarbeit) schwarz und lederfarbig Paar zu Mk. 2.35, 1.9a, 1.80, 1.60, 1.30, 1,10 Damen <\tri'1mnfp Wolle plattiert, gestrickt, solide uamen Oiruilipi“, uni[ haltbar, englische Länge, schwarz und lederfarbig Paar Mk. 1.05, 9», 85, 7», 6» Pfg. Düsseldorf, 19. Okt. Das Luftschiff „Schmäl' e n" ist Heute um 43/« Uhr mit fünf Passagieren an Bord nach Berlin abgefahren. Baden-Oos, 19. Okt. Das Luftschiff Z. 9 ist gestern abend 7'/. Uhr zu einer zwauzigstündtgen Dauerfahrt aufaestiegen. Es passierte um 8’/4 Uhr Karlsruhe, 9.40 Uhr Mannheim, 11 Uhr Mainz und 1 Uhr Koblenz. Graf Zeppelin führt das Luftschiff selbst. Er hat eine militärische Abnahmekommission an Bord. Saarbrücken, 19. Okt. Das Bankhaus Röchling empfing die Mitteilung, daß bei dem in London verhafteten Werner 100 000 Mark des unterschlagenen! Geldes aufgefunden wurden. Werner trat in London unter dem Namen eines Leutnants von Horst auf. P aris, 19. Okt. Bei einer Explosion schlagender Wetter im St. Etienner Bergwerk wurden 39 Bergleute getötet. _____________________ 4. Damen-Mäntel Damen-Paletote, kamen-Kosttime,Kosttim-Röcke faiifmann Adolf Breuer, der zufällig , vviuberging, ins Dein Parlow wurde verhaftet. Er gab an, er hätte ursprünglich die Absicht gehabt, den Glaiermerster ntd>er zpsct ießen. falls der Prozeß einen nngünftigcn Ausgang nähme. In Nürnberg wurde bas Denkmal Sigmund (Z ch u ck e r t s , des bekannten Elektroteckinikers und Gründers der für Grosse Partie zurückgesetzte E ZU äBW’-WÖ^W Biograph Plockstr Nur noch heute und morgen oder Ganz Giessen Kandidatur Klingspor Hof) gelangen zu lassen. D19/io Der Wahlausschuß. EMM rt 2O.|X. Litt-Abd a fer 8^ Uhr. Kolosseum 08712 Der Wahlausschuss. B«/x° Eintritt frei Anfang 8 Uhr Sonntags 4 Uhr W. ellhsche Prozent unter dem seitherigen Verkaufspreis. G Freunde der Kandidatur Kling* spor, die bereit sind, uns am Wahltage (Freitag, 3. Nov.) persönlich oder in irgend einer anderen Form zu unterstützen, bitten wir, entsprechende Mitteilung an unser Bureau (Hotel Kaiser- Fritz Mowack ♦ Spezial - Kaufhaus mit Spiralfeder :: Matratzen :: ™..... Rotzungen neiibutt, Schollen sind in ausgesucht feinster Ware frisch eingetroffen bei: Georg Wallenfels Marktplatz 21 |M37| Telephon 46 gcgenüber der Engelavothekc. a‘7la WahEboreau: Hotel Kaiserhof (Telephon 73) Sprechstunde: täglich von 6 bis 7 Uhr. Weltstädtisches Vari6t6 Direktion: K. Ohm. Rechtstonsiltmt Karl Ltaparl Sonnenstrabe 31 Tel. 634 erb Rat in Rechtssachen, empfiehlt sich in Anfertigung von Gesuchen, Steuerdetlaration., Forderungsbeitreibung, Ausstellung von Ber- mögens-Berz. und Vertretung in Erbichastssachen vor Gericht. Sprechstunden auch Sonntags 06666] von 9—2 Ubr. Wer einen genußreichen Abend zu verleben wünscht, I der gehe ins | Tja | |3 s n ■ m( Stadttheater Giessen Direktion: Hermann Steingoetter. Freitag, den 20. Oktober 1911, abends 8 Ubr 3. Freitag° Abonnem.-Vorstellung Gewähnt. Preise Gewöhnt.Preise Die Geschwister Schauspiel in 1 Akt von Wolfgang von Goethe. Hierauf: Die Neubermählten Schauspiel in 2 Aufzügen von Björnstjerne Björnson. Ende 10'/« Uhr. Sonntag,den22.Oktober 1911, nachmittags 3l/2 Ubr Kleine Preise. Kleine Preise. Ei» toller Einfall Schwankin4Akten vonCarlLaufs Ende gegen 59/< Uhr. Abends TI, Ubr _ „ Kleine Preise. Kleine Preise. Die Haubenlerche Schauspiel in 4 Akten von Ernst von Wildenbruch. Ende nach 10l/4 Mr. \aulu> Oeir Gesichterdieb. Großes Kriminaldranm in 2 Akten. — Ein Schlager ersten Ranges. — Spannend. Attem-Vorsiihrungsrecht für Gießen. Diesem Schlaaer reiht sich ein vorzügliches Programm an. "3W 08717 Giessener Konzert-Verein Erster Kammermusik - Ahend Sonntag, den 22. Oktober, abends 5'/. Uhr, im Klubsaal (Sonnenstrasse) Ausführende: Herr Maximilian Troitzsch (Bariton) Hofopernsänger aus Wiesbaden, Herren Adolf JRebner( Violine) u. Johannes ilegar (Violoncell) aus Frankfurt a.M. Herr Prof. G. Trautmann (Klavier). ettetelleii Gardinen UM damit zu räumen, jujciiem annehmbaren Preise. C. Zimmermann, Neuen Baue 15. 6394 Das neue Programm ist wiederum in jeder Weise hochdezent und als ein echtes Familien - Programm zu bezeichnen. We Nllmmer ist eine Kiinstattraktion ersten Ranhes. !! Allabendlich großer Beifall!! Näheres beliebe man aus den Inseraten der Anschlagsäulen zu ersehen PROGRAMM. 1. Trio op. 97 in B-dur, I,. van Beethoven. — 2. Meder: a) Nächtliche Heerschau, b) Süsses B*egräbnis, c) Hochzeitslied. C. Löwe. — 3. Sonate für Violinesolo in G-moll, J. S. Bach. 4. Lieder: a) Dem Unendlichen, Fr. Schubert, b) Befreit. R. Strauss, c) Auf einer Wanderung, H. Wolf.—5. Phantasiestücke für Violine, Violoncell und Klavier, op. 88, R. Schumann. Romanze, Humoreske, Duett, Finale. PinlHHcVartnn • Saal, vordere Reihen-Estrade und erste Reihe Mittelgalerie Mk. 3 —, Galerie tiinirillSadl ICll. u. Hintere Reihen-Estrade Mk. 2.—, Stehplatz Mk. 1.50, Studentenkarte Mk. 1.—. Kleine Partitur-Ausgaben sind in der Musikalienhandlung Ernst Challier (Rudolph's Nachf.) Telephon 671, für Studierende auch beim Hausverwalter Herrn Ritter und abends an der Kasse zu haben. Oeftnung des Saales 4Va Uhr. vH/w Die Abonnementskarten sind gefl. bei Herrn Ernst Challier abzuholen; eine Zusendung findet ausnahmslos nicht statt. Die Inhaber der linksseitigen Saalplütze werden gebeten, von der Weidengasse aus (gegenüber dem Polizeiamt)einzutreten u. ihre Garderobe ImGartenwaal abzulegen mit Brut vernichtet radikal Rademachers Goldgeist schützt. Nr. 75198. Geruch-u. farblos. Reinigt d. Kopfhautvon Schuppen, befördert d. Haarwuchs, verhüt. Zuzugv. Parasiten.Wichtigf.Schulkinder.Taua. v. Anerkennungen. Flasche 50 Pf. In Drogerien u. Apotheken. Wo nicht er- halil., gegen Eins. v. 50 Pf. direkt v. all. Fabr. Rademacher & Co., Siegburg, E. Karn, Central-Drogerio Gebr. Michels, Drogerie Äug. Noll, Kreuz-Drogerie A. Schüi'er, Viktoria-Drogerie Carl Seibel, Germ.-Drogerie. Olga-Pulver I seit Jahr. bew. für Kühe u. P,-rde, die nicht trächtig werd. Pak. 1 Mk. Zu hab. 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