Tie „•lernet famlllenbiatter" werden dem «Anzeiger^ viermal wöchentlich betgelegl, da« „Mretsblatl für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Tie „randwlNschasllichen Seit- tragen" erscheinen monatlich zweimal. Ur. 2H Zweites Blatt 16h Jahrgang Lrlchetrrl lägNch mit DuSnahme des Sonntag«. O Siebener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Dienstag, 12. September 19U Rotationsdruck und Verlag der Brü blichen Universträi'- Buch- und EtrinbmdcrtL 9L Lange, Gießen. Redaktion, Spedition und Tmtfettl: Schul- stroße 7. Expedition und Verlag: fcaB 5L $Rebafiton:e^ll2. Tel.-LldrudlnjeigerGreßen. Deutscher SfäMetag. _ . _ + Vosen, 11. Sept. unter Beteiligung von etwa .>00 T (edierten der größeren ttnb mittleren Gemeinden deS deutschen Reiche? trat hi-r der im Jahre 1903 gegründete Deutsche Stödtetag ru seiner dritten Tagung zusammen Oberbürgermeister Kirschner Berlin cr- össntte die Verhandlungen Ter erste Punkt betraf den Bericht des Vorstandes über die 'Prüfung der Krebitvcrhälrniiic deutscher Städte Ter erste Berichterstatter, Oberbürgermeister Tr. Tbelina (DessauI, gab einen Ueberblirk über das vorliegende Zahlenmaterial, 1907 entfielen auf den Kops der Bevölkerung 407 Mark ttci'am*.. schulden und zwar Reichsschulden 66, Bundesstaaten 220 und Kommunen 121. Im gleichen fohre entfielen in England pro Kops >57, m Frankreich 718 Mark. Bei Prüfung der Frage, ob die gegenwärtigen formen und Wege zur Lesriedigung des Krcdilbedarf- au-reichen könnt.'n, ist sestzustellen, daß es den Städten im allgemeinen leicht geworden ist, zu günstigen De- bmgungen Anleihen zu erhalten Ter Redner kommt nach ein- gehenden Ausführungen zu dem Schluß: Ein Einschluß an die von den preußischen Landkreisen in Aussicht genommene preußische Kommunalbank wird nicht cinpsohlen, da die berechnete Rentabilität bedenklich sei und wegen des jederzcitigen Austritts der Mitglieder eine Wirksamkeit nicht zu erwarten steht. Es sei nicht auzunehmen, daß der Üommunalbank gestattet werde, mündel- sichere Papiere heranSzugeben. Für die Begründung eines einheitlichen Geldinstituts sei bisher ein gangbarer Weg noch nicht geschaffen. Tic Verhandlungen hatten aber den Erfolg gezeitigt, daß die Bankwelt einen tieferen Einblick in die städtifche Finauzrnacht gewonnen hätte und daß die Städte auf die Beseitigung einer Anzahl Mängel hingewiesen seien. Durch das bereits mit 'JJhit und Glück begonnene Zusammensassen der verfügbaren Gelder in einer Grld- vermitteluitgsstelle der deutschen Städte zeige sich ein neuer Weg zum Zusammenschluß, der langsam aber sicher zum Ziele sühre. Ter Gegenberichterstatter, Oberbürgermeister Geheimrat Dr. Deutler (Treebcn), lucnöct siel, gegen den Versuch, diejenigen Städte, die Mitglieder des Teutschen Städtetages und, zum Anschluß an ein kommunale- Kreditinstitut zu bewegen, d. b. von ihnen Zeichnungen auf Aktien.zu verlangen, bevor sie die Gründe gehört haben, die ihren Vorstand abgehallen haben, selbst an die Errichtung eine- Zentralinstiluts zu gehen und bevor der Städtetag hierüber Belchluß geias-t hat. Dadurch sei man gezwungen, namentlich da ein neueres Rundschreiben ergangen sti, aus der beabsichtigt gewesenen neutralen Stellung gegenüber dem Vorhaben der preußischen Landwirte herauSzulreten. Ter Vor- stand hält es nicht für ratsam, daß die öcutimcn Städte sich an der geplanten Unternehmung, die olle deutsche Slädie und ebenso auch alle deutsche Landgemeinden und kleineren nicht zum beut- schen Städtetag gehörigen Städte umschließt, zu beteiligen. Würde vom Vorstaiid später einmal die Rotwendigkeil eines besonderen Instituts für die Städte anerkannt, so solle es für die deutschen Ltädte allein gegründet werden, bereit Verhältnisse dem Slädtetag befannt sind und von einer Zentralstelle aus leicht übersehen werden können. Tas Institut würde dann aber vor allem in einer form gegründet werden, die die zahlreichen Bedenken gegen eine Aktien Gesellschaft auSschließt. Ter Vorstand empfiehlt in erster Jtnic eine Vermittlungsstelle für kommunale Tarieren cinzu- ria)ien. -Liefe VermittelungSstekle soll allen dem Teutsck-en Slädte- tage selbständig alS Mitglieder angeljörenbcn Städten, ebenso wie bi'nicnigcn,_bie nur in ihrer V-igcindiail al5 Mitglieder eines provinziellen Städte- oder Gcmeindeiages dem Deutschen Städletagc angehören, zu dienen bestimmt sein. Tie Verhandlungen werden iortgeseht. Sojialöemofratijdfcr Parteitag. Tie gestern l"vj 1 'Mi t- b'i-e des allen Bebel wollen wir noch etwas auöitihrlichcr lukberg.'beiL Er stlhrle miß: Wir haben In der banmltglit ErAffnuitgSversammlung eine Reibe von Fragen erörtert, die auch beute wieder durch eine merkwürdige Fügung des Schicksal- nn Vordergründe des Interesses stehen. Ta ist m aller erster Linie b i c Marokkosrage. Zm Jahre 1905 war es, als der Kaiser icinc merkwürdige Reise nach Tanger tat, wo er eine Rede hielt, nach der Marokko unbedingt selbständig bleiben müsse. Kaiserliche Reden sind schon oft der Gegenstand von Erörterungen gewesen, und wir haben es erleben müssen, daß sie sich völlig m leere Lust aufgelöst haben Bereits dos Zahr 19u6 brachte die Algeeiras-atte. eine Konferenz, iüe. wie die Diplomaten behaupteten, die Stabilität aller Ver- hälhnne iu 2,'tarufiu unngen joide. Auch das ist nicht der Fall gewesen. . „ Tie Algeeira kte liegt zerrissen am Boden. Tic Vereinbarungen, die Deutschland und Frankreich im Jahre 1909 bezüglich der inneren Lage Marokko^ aetrossen haben, stehen in wesentlichen Punkten nut der Algecira Safte in Widerspruch, und man kann dem Deutschen Reiche den Vorwurf nicht er sparen, daß es zu seinem Teile an der Durchbrechung der 'Ifigvcirat- alle mitgeroirft Hai — Marollo hat die Welt i'djon öfter m in diesem Sommer, als der .Panther" nach Ägadir entsandt war. — ES ist nicht meine Aufgabe, hier einen Vortrag über die Marokto-Angclegeuheit zu halten, Parteigenossen, das wird der Parteitag im Lause feiner Verhandlungen besorgen. Tenn daß eine solche Frage, die alle Welt ui Atem gehalten f,it und noch hält, die uns zeitweilig icci hart an einen europäischen Krieg herangesührt hat, auch auf dem Parteitag behandelt iver* den muß, das betrachte ich als selbstverstaiidiich. ^.ebh. allgemeine Zustimmung.) Eine andere foage, die ick damals im Rahmen des Partei- Vorstandes erörterte, war die der r u f f i s ch e n Revolution. Man har mir damals vorgeworfen, es scheine, ich* hatte leine großen Hoffnungen auf jene .'luVolution — Parteigenossen: Host- wungen hatte ich, aber nur die, die Revolutionäre pabrn, die Hoffnungen und Erwartungen, die di. Parteigenossen hailm, teilte ich nicht. Und leider hat mein Pessimismus recht behalten. Es ist allerdings nicht richtig, wenn es heißt, die Revolution habe gar keine Eriolge aufzuweisen gehabt Zar habe damals schon gesagt, die nruiefre Revolution roire» ahnher aus- gehen wie die deutsch preußische Revolution van 184b. Richt, was die Revolulionäre gewollt Haden, ein einiges TcuiiGUanö, aber doch wenigstens ein anderes Preußen als vor 1848, hat uns die Revolution gebracht. So war es auch in Rußland. Ein Fortschritt ist jept zu verzeichnen. S o traurig die Verhältnis seauw beute liegen mögen, si e sind andere als vor 1905. Tie Revolution hat auch den Zaren und seine Schildhaltcr gezwungen, einer modernen Zeitströmung Rechnung zu tragen. Es ist eine Duma errichtet worden, und in ihr sitzen sogar Sozialdemokraten l Tie revolutionäre Bewegung wird in Rußland roeiierc Fortschritte machen, und es wird ihr Hilfe von einer Seite kommen, an die bis jetzt noch kein Mensch denkt, ja, an die noch kein Menich zu denken wagt! (Bewegung.) Wir haben diesmal eine Sicile felrc wichtiger Fragen auf dem Parteitag zu behandeln. Der Vorredner Hai eine Parallele gesogen zwischen der Tagesordnung von 1905 und der heutigen und glaubte seststellcn zu können, die bruhge stände ^hinter der ba- maligen zurück. Ich verstehe nicht, wie man zu einer solchen Aunanung kommen kann. Tie heutige Tagesordnung steht nicht int geringsten hinter der damaligen zurück Vor allem hat die ganze europäische Situation durch das Eingreifen Englands .n der Marokkosrage em ganz andere? '.Ins,eben d.kommen Parteigenossen! Tic Frage der Abrüstung wird uns künftig ui ch t m e h r t r e n n e n Bewegung Richt Abrüstung, sondern Aufrüstung ist jetzt die Lofung, Aufrüstung zu Wasser und zu Lande. Parteigenossen! Wir gehen einer Entwicklung der a.ingc entgegen, die unbedingt mit einer großen Katastrophe eiben mutz. । Bewegung und Sehr ridrig!) T.e jüngste Kaiser rede in Hamburg war die erste Kundgebung für eine neue unungen sprach. Ra, die Hamburger Bourreo..- sm nun die allerletzten, die sür weitere Flottcurüsnmgeu so leicht zu begeistern sind. «Sehr richtig.'! Wir haben daS bereits gelegentlich der letzten Flottenvorlage beobachten können. Es kommt aber nicht nur eine neu: Flottenvorlage^ sondern es kommen auch neue Steuervorkagen Tenn trotz der 450 Millionen neuer Steuern haben wir noch lange nid# genug. Und schon haben w,r die ungrlwuerc Pre.s- Neigerung, die un5 für den näd>|.cn Winter eine ungeheuere Hungersnot bringen wird. (Sehr richtig! Bewegung > Tic Preise Itcigcn mehr und mehr. Schon heule sind viele Millionen, bic sich nicht mehr sottessen können, die unterernährt sind. TaS wird sich im Lause der nächsten Zeit noch bebcutenb verschlimmern. Und wenn bann die Frage entsteht: Wo sollen die neuen Steuern bet?, so hat bic Partei zu erNät.m: dasür mögen auch einmal die Reichen sorgen, d.ren Reich das Reich ist. Und wir wissen, daß die jetzige Preissteigerung bleiben wird. Alic Erjahnmgen zeigen und, daß Preße leicht ft eigen, ober nur sehr schwer wieder fallen. Wir müssen selbstverständlich die Oesfnung der Grenzen verlangen, ferner die Herabsetzung der Lebens- mittelzölle, die Beseitigung der Futtcrmitielzölle ui'w. iDeisall. Zn dem Augenblick, roo es un3 gelingt, weite Bevölkerungskreise in diese unsere Bewegung hineinzuziehen, ist dem deutschen Reich der Lebensnerv a b g cd, n 111 c n , da seine Existenz auf inbircltcn Steuern beruht. Tann wird die Regierung ju_ direkten Steuern greifen müssen, und wenn wir erst direkte Steuern un Reiche haben, dann schweigen alle Flöten, dann hört der Patriotismus out. Noch einen Punkt, der uns selbst betrifft, möchte ich nicht unerwähnt lassen. AuS den vorliegenden Anträgen habe ich ersehen, daß in den letzten Wochen eine Opposition in den eigenen Reihen entstanden ist, und zwar, gegen den Parteivorstanb. (»eiterfeit. Behr richtig? und Zuruse! Jawohl, manche von Euckj sind unzufrieden mit Eurer Regierung. (Heiterkeit.) Sic möchten gern, daß wir hier unb da mal ein Feuer- rficn anmachen möchten und so weiter. (Heiterkeit Hort! Hört!) Ra, wir im Parteivorstand sind ja gespanitt, was dabei heraus kommt, aber das können wir schon jetzt sagen: Wir werden unS auch vorschen und uns unserer Haut wehren. Heiterkeit.) •luf der anderen Seite molken wir gern zugcben, daß cd auch ein gutes Zeichen ist, wenn solche Anträge kommen, die und zeigen, baß inan nicht mit allem cinverstanbcn ist. Und baß einmal eine Regierung allzu bequem wird, Parteigenossen, bas kommt nicht nur bei uns vor. (Heiterkeit unb Bei satt.« Lassen wir eS also ruhig auf eine Probe anfommen M acht Euere Verbesserung Svorschläge, wir sind die Letzten, bic sich dem entgegeniletten. Beifall.) Tas müßte eine schöne Partei leitung fein, die starr am Alten festhült. Teswegen stnd wir ja eine deine frakische Partei, daß mir glke unser Herz aus- schüUcn. diss Mcs.rhejt tstlscheidkii stzssen unb bfiim fröhlich m* mtmfdiit ivfltev arbsitvn, wie bisher. (SHirm. ÖdltilL) Mir htufkit tüchtig arbeiten, die Reihen fester zusammenschlirsten. und dann: Auf zum Kampf, auf $um Sieg! Minutenlanger Beifall Bebel verlaßt bann bic Tribüne, kehrt aber gleich noch einmal zurück und bemerkt unter allgemeiner Heiterkeit: Nun habe ich gemeint, eine schöne Rede gel-alten zu haben und alles sei gut Tabei habe ich aber die Hauptsache vergessen, nämlich den Parteitag für eröffnet zu erklären. Sic sehen, ich werbe alt. Also ich erkläre den Parteitag für eröffnet unb bitte um Vorschläge für das zu bildende Präsidium. Aus Vorschlag von Groger-Berlin werden daraus die Reichs und LandtagSabgeordneten Tietz Stuttgart und fieber - fona zu Paricitagsvorsitzcndcn mit gleich n Rechten gewählt. Tas Präsidium wird also wieder Dietz haben, obwohl er auf dem letzten Parteitage in Magdeburg in einer erregten Stunde den Genossen erklärt hatte: Sucht Euch einen anderen Präsidenten! Aus die Tagesordnung des Parteitags würd' bann als besonderer Punkt die Marokkosrage gestellt und Bebel ;um Referenten dafür ernannt. . 3ena, 11. Sept. Tic geschäftlichen Sitzungen des biesjährigcn so-ialdemo krati'chcn Parteitages wurden heute früh kur; nach 9 Uhr durch den Vorsitzenden Reichs- und Landtagsabgeordneten Tietz - Sttitt gart eröffnet. Rach einigen Begrüßunien erteilte der Borstzend- dem früheren Vorsitzenden des Secmannsverbcmdcs, jetzigen Partei fefretär Müller (Berlin) das Wort zam Geschäftsbericht, aus dem wir bereits die wesentlichsten Angaben mitgeteilt haben Zn seinen Ausführungen kam der Vortragende auch auf ben sogenannten Geheimerlaß über Partei uno Gewerkschaften zu sprechen, der zuerst in der „Zittauer Morgenzeitung ' ücrcrcntHcbt wurde. Man habe mit dem Rundschreiben, bas die Bitte um Geheimhaltung enthielt, der Parlcipresse keineswegs einen B'aul korb umhängen oder die Unabhängigkeit der Parteivrcfte ge sährden wollen. Bezüglich der Marokkosrage iei zu konstatieren, oaß die Aktion der Sozialdemokratie gegen bic Kriegshetzer von bestem Ersolgc begleitet gewesen sei. (In bicicm Augenblicke er cheiitt Zeppelin? Luftschiff Schwaben über Zena un) schwebt langsam über Dem Dolksbause dahin, weshalb viele Genossen und Genossinnen den Saal verlassen. Ter Vortragende Müller weist dann die Vorwürie zurück, die gegen das von dem Parteioorstande zur Marokkoa'säre beraus- gegcbenc Flugblatt betrenen. Tic Art uns Seife, wie Rosa Luxemburg und die „Leipziger Volkszeitung" in der Marokkoaf'äre gebandelt hätten, sei vom Parteivorstande einmütig gcmißbilligt worden. Sodann erstattete Partn- efretär Ebert (Berlin) den Kassenbericht, der, wie er anftchrt, im Gegensatz zu dem vorjährigen eine sehr erfreuliche Aufnahme in der Parteipresse erfahren habe unb cm günstiges Resultat aunveifc. Tie Partei sei heute finanziell so stark, daß sie nut vollem Vertrauen den kommenden Kämpfen entgegensehen dürfe. Rachdem K a h d e n Treibern den Bericht der ftontroll- kommission erstattet hatte, wurde die Vormittagsfttzung ge- chkofsen. Zn der Nachmfttagssitzung wurde in die Aussprache über bic verschiedenen Berichte cmgctrctcn. ES liegen dazu verschiedene Anträge vor, die sich u. a. gegen den f»genannten „Marokkorummel" richten. AIS erste Rednerin betritt Rosa Luxemburg die Tribüne, um sich dagegen zu verwahren, daß der Parteivorstanb ben Tekegleiten in einer besonderen Tentschritt feinen streit mit der Rednerin in der Marokkosrage unterbreitet bai. Bekanntlich hatte Roka Luxemburg in brr ,,Leipziger Volk' zeitung" einen Bries des ParteivorstandSmttgliebes '.'kolkenbuhr oerön'enllicbt, in welckjcr dieser dem Zntcrnationalen Bureau nn: m Sadien der Marokkosrage zurzeit nicht mumach.-n konnten. Rosa^fiuremburg loen'ct sich sehr erregt gegen die Behauptungen der Tenkschrist, daß sie eine grobe Zrrnühruwi begangen hab?. Man habc^ den Artikel der „Volkszeitung" nicht richtig durch fltiefen Tie Handlungsweise deS P a r t e i v o r st o i: d e S m o k 1 e s i e n i ch t n ä h e r b c ; e i ch >, e n Eine Znbiskretion lei di? Veröffentlichung auch nicht gewesen, da Molkenlmdr seine Meinung schon vorher in der Versammlung aliSgesprochen hatte Der P a r t e i v o r st a n d habe sich einer groben Pflichtverletzung schuldig gemacht, als er nich£ sofort eine Marokkoaktiou einleitete, unb ihre, der Rednerin, Sünde habe nur darin bestanden, daß sie eine Unter lassuiigSsündc deS Parteioorstanbes auibrcftc. Es sei boch nicht nnwalirscheinlich gewesen, daß der Parltioorstand aus fHüÄ'idit auf die Rcichstagswahlen die Marokloakliou unterlassen habe. Ter Ehesredakteur der „Leipziger Volkszeitung'" Tr. Lensch meint, die Art unb Weise, wie gegen Vuremburg in der Teuk schritt polemisiert werde, sei e i n s a ch s k a n d a l ö o Ter Parte, Vorstand scheine zu verlangen, daß die PoNcirebaktionen bic Lchlafmützen über ben Ohren behalten Tic Veröfseut lidiunfl bes Molkenbuhrsdjen Briefes sei nicht ein Verbrechui, fonbern ein Verbienst NeichStagSabgcorbnetcr L edcbour erNärt, baß man Rosa Luxemburg aus der Vcröisentlidjun.i eines angeblichen Privat bricfed einen Strick habe brcljcn wollen Wenn noch eine Kund gebung der beutschen Sozialbemokratie in ber Marokkosrage zu- liiiitbc gekommen sei, so sei das einzig und alle tu bai Verdienst von Rosa Luxemburg. August Bebel verteidigt in sehr temperamentvoller Weise das Vorgehen des Parteivorstandes. Rosa Luxemburg habe sich erlaubt Vcröfsent Hebungen in die Presse zu bringen, btc alle Beteiligten als Zn biSkretion auffancn mußten, und zwar in einer Weise, die nuh: immer der Wahrheit entsprach. Bebel roirit dann der Gcnostm Luxemburg Verdrehung unb ganz infame (Jntftcl lung vor. Man verlange vertrauliche Besprechung mit wem denn? E t w a m 11 R osa L uxc m b u r g? Z cö banke. (Große Heiterkeit. । Er werbe der Oknoii'in Luxemburg nur n och Briefe schreiben, von benen sie nicht später wo möglich Gebrauch machen tonne. Man möge ben Partcioorstaiw ruhig kritisieren, baS sei bas gute Recht bes Parteitages, und wenn er nicht selbst im Parteivorstand säße, würde er auf nicicii jvomöglich^nod) mehr schimpfen. Wenn der Partcnag nad) bei richtigen Seite schiebt, läßt sich der Vorstand gern idjicocn. Grünbach (Colmar- polemisiert ebenfalls heftig gegen den Vorstand, weil er nicht mit der Zitternationalcn zusammen gegangen sei. lBebcl ruft erregt: Ra zum Teufel, jvarurn ist den IauröS nach Argentinien ab» gereist? Grünbach erwidert, das; sickf ZauröS damals bereits vorher nad) Argentinien verpflichtet hatte. Ter Gewerkschaftsführer Robert Schmidt nimmt den Partei- Vorstand in Schutz und meint, bic ganze Aussprache scheine barcnii huiaiwzulausen, den Vorhand burd) anbcrc Manner zu ersetzen, er n-ilic nur noch nickst, ob er fiecebour, Tr. Len sch ober Rosa fiiUviiibui!) ben 1601)110 gehen solle. kirn 'Nürnberger Vertreter begründet einen Antrag der Nürnberger Geuoileii auf Vermehrung der Mitglieder des PartcivorftandcS und verbreitet ,ich ausiüljriid) über bic Notwendigkeit einer stärkeren Wahlagitation Tie Fiuanzresorm sei zu wenig ausgcuützt worden Speziell das Zentrum als volkLvcrrätcrischc Partei mühe auid Morn genommen werden. Es treten noai eine ganze Rciyc von Rednern auf, die teils für den Partewontand, teils für Rosa Luxemburg reden. Zn später Äbendltundc wurden die weiteren Verhandlungen auf morgen vertagt. « Wie der „Vorwärts" mit teilt, ist Genosse Hildebrandt wegen seiner Ä pCieien vorläufig aus der fo5iaibcmofratndKn iat- tei a uö g cf d)l o f f e n worden. Der christlich-soziale Parteitag. 0 Wiesbaden, 11. S(pl. Ter christllch-sozialc Parteitag begann heute •Vormittag ist geschlossener Sitzung mit £>■•» g.-sd-astlidicn B.ratungen Zn ba • «urcau des Parteitages wurden gewählt: Pfarrer Bernbeck- i-färben uno Professor Tr. Val tewath Gütersloh ais Bor fttzende, Generalmajor Klingender Or. Flottbeck, Freiherr eben! zu Schwcinsbcrg Tarmftabt, v. Mncb:l Wiesdc-dcn unb Sicler-Aiesbaden als Beisitzer. Kaufmann Rcuhaiis- Barmcn critattctc den Geschäftsbericht Tanam tu bic Partei im letzten Jahre erheblich gewachsen. Itc Gcanireninghm n betrugen 53 955 Mk, die Gesamtausgabei, 44876 Mk. .'In cdirirten sind über 17O(KJ ciud. abqci'it.t roorb.it Tic Partei bcschcstigt zurzeit sieben besoldete Beruisarbciter Für die näa- Iteii Reichstagswahlen sind b.soer in 9 W a h l k r c t s e n ch r > 'i '.ich-soziale Kandidaten auf gestellt. Wo T/uiidi- lojtalc oder Kandidaten der Wirtfchaitl. Vereinigung auigcncllt und, treten die Ehnstluh-Sozialcn für diese ein lieber die Stellung ju den anderen Peirtcien sagt der Redner etwa folgendes: Tc? Sozialdemokratie flehen wir schroff ablehnend jegenüber. ■tic liberalen Parteien — ausgenommen die ?>iechts nationalliberalen — neben uns heute fern . : i'.nn und Sozialdemokratie ,ur Stichwahl stehen, werben wir uns jn Der Regel der Stimmabgabe ; u e n t b o 11 c it ^ahen Tic Konfervativen hsb.-n wiederholt versuch.', uns Schwierigkeiten zu machen, troxd m haben wir von Gegenmaß .cgcln abgefch:n, da sic ohnehin in ihren eigene:! Kreisen Schwierige feiten genug haben. Mit dem Z e n t r u n: ha. n wn Berührung. - punkte insbesondere sozial- und winschaftspolitischcr Natur. Zn der recht lebhaften Aussprache, die dem Bericht folgte, erklärte Freiherr Schenk zu Schwei ne-berg, oaß er abweichend von brr vorgetragenen Ansicht ben Slanbounlt pcrtreie, in der Stichroa h 1 io scheu einem Frei innigen und einem Sozialdemokraten müste man tets den Freisinnigen wählen _ Nach der 1 .stündigen Mittagspause fand ein? öffentliche üßung fian, m der zunrchn Lic. Mumm-Berlin über bt- voIiii|d,e L a g c berichtete. Ter Redner erfiärr:, die Suchi. durch spckulauven Gewinn die Lebenshaltung zu erhöhen > nb die Schaffung fikt.rer durch Börsenspekulation c . -,.i den arg en schaden der Gegenwart unb es sei eine 1'2x1 rf. Ju .,<.'5 teuer au' Börsenpapi . f.ne pro- -ugig» innert lolonv fatum ju rorbcrit 2?:ir : .' ■/. - t::c ber Hutner eine fraft- vohe coziatpoluik ur.b C n: :-'u ar L" chr !ich-nationalL 2Lx* bellerbervegmig, sowie für pin tatkräftiges Christentum, bas auch im öffentlichen Leben Geltung haben müsse. Reichstagsabg. Behrens-Essen hielt einen längeren Vortrag über die Tätigkeit des vergangenen und die Hufgaben des zukünftigen Reichstages. Die Finanzreform bezeichnete dci Vortragende als nationale Tat, deren Bekämpfung durch die Liberalen unverantwortlich gewesen sei. Die Reichsversiche- rungsordnung müsse als gewaltiger Fortschritt der Sozialversicherung bezeichnet werden. Im kommenden Reichstage würden die christlich-sozialen für eine umfassende Schutzzollpolitik eintreten und jede Abbröckelung der bestehenden Zolltarife bekämpfen. In der sich an die beiden Vorträge anknüpfenden Aussprache betonte Abg. Amtsgerichtsrat Sattmann als Vertreter der deutschsozialen Partei die Waffenbrüderschaft zwischen seiner und der christlich-sozialen Partei. 22. Landesversammlung des hessischen Hauptverein- der Evangelischen Sun es. * Butzbach, 10. Sept. Die Abendversammlung im //Hessischen Hof" war sehr gut besucht. Bürgermeister Flach begrüßte die Versammlung in Namen der ©tobt. Pfarrer Loos entbot im Namen des evang Kirchenvorstandes und des Evang. Arbeitervereins herzlichen Gruß Im Namen der theologischen Fakultät Gießen überbracht! Professor O. Eck den Tank für die Einladung und rief dem Evang. Bunde, mit dem sich die theologischen Fakultäten ein-, fühlen als: Kinder eines Blutes, eines Stammes, nämlich bei Buße, bet Sinnesänderung in Wissenschaft und Leben, ein herzliches Glück auf zu. Der württembergische Hauptvercin schickte durch Pfarrer Schuler aus Neuenstein einen gemütvollen Gruß. Den Gruß aus Kurhessen brachte Pfarrer Cornelius aus Nicker-Grenzebach; er pries im Gedächtnis an Philipp den Großmütigen die Stammes- und Geistesgemeinschast der beiderseitigen Hessen. Exzellenz General v. Henning - Homburg grüßte im Namen des Hauptvereins Wiesbaden-Frankfurt. Ucker das Thema: „Mehr Teilnahme am kirch- lichenLeben" sprach Landgerichlsdirektor Sckmeckenbecher (Gießen): Icker einzelne bckarf doch der Gemeinschaft, um nicht zu erkalten und es kann die Gemeinschaft wiederum nicht kraftvoll und lebendig bleiben, wenn der einzelne sich von ihr zurückzieht. Die helleuchtende Flamme evangelischen Bckenncrmutes haben wir aber in der von vielen Schatten verdüsterten Gegenwart dringend notig. In England besuchen nicht weniger als 40 Prozent bet Protestanten den sonntäglichen Gottesdienst. Das Bedürfnis nach Glaube und Religion liegt auch in unserem Volke (Gemetnschafts- bewegung, Zeltmission). Wer nicht bloß auf die Teilnahme an den Gottesdiensten darf sich die Betätigung am kirchlichen Leben beschränken. Die Gemeinde darf nicht in dem Augenblicke, in dem sie nach dem Seaensspruch sich äußerlich auflöst, auch innerlich zerfallen. Die Gemeinde soll ein eng verbundenes Ganze fein. Der Einzelne muß sich nach seinem Vermögen in den Menst der Gemeinde stellen, um den Heimatlosen Heimatsgefühl, beit Darbenden Erquickung, den Leidtragenden Trost, den Kranken Pflege ünd Zuspruch, den Irrenden freundliche Zurechthilfe zu bringen. Die Schlußansprache hielt der Landesvorfttzenda Pfarrer D, Wartz. * Butzbach, 11. Sept. ..Der geschäftliche Teil begann mit der Sitzung des Hessischen Hilfs-Ausschusses zur Förderung der evang. Kirche in Oesterreich. Ter gedruckt vorliegerrde Bericht kann von einem Fortschritt der Bewegung zeugen. Hat die Gesamtbewegung im Ganzen jetzt 60 744 Uckertritte zur evang. Kirche, d. h. jährlich durchschnittlich 4679 zu verzeichnen (im Jahre 1910 waren es 5190, darunter 4695 aus dckr römisch-katholischen Kirche), so tritt die Los von Rom-Bewegung verhältnismäßig am stärksten in Steiermark hervor, wo .1910 — 610 Uebcrtritte erfolgten. Dasselbe frische Wachstum zeigen die evang. Gemeinden in Obex- fteiermark, die der hessischen Pflege anvertraut sind: die Pfarr- Gemeinde Leoben (Pfarrer Spanuth) und ihre drei Vikariate Eisenerz-Hieflau (bis 1. Januar 1911 Vikar Winkelmann, jetzt Vikar Kappler); Zeltweg-Knittelfeld (Vikar Knab) und Juden- burg-Murau (Vika Römheld). Gegen 76 im Durchschnitt der letzten 13 Jahre, traten hier im Jahre 1910 115 zur evangelischen Kirche über. Sonach bettägt die Seelenzahl der ganzen Pfarrei 1796 gegen 400 vor 13 Jahren, und zwar der Pfarr- gemeinbe Leoben selbst 808, des Vikariats Leoben 236, des Vikariats Zeltweg-Knittelselb 552, des Vikariats Judenburg- Murau 270. Es wäre zum erstenmal ein Fehlbetrag zu verzeichnen, wenn der Hauptverein nicht helfend eingesprungen und nicht ein namhaftes Legat aus Oberhessen (Tauernheim) zur Verfügung gestanden hätte. Die Reckmung schließt mit 11870 Mark £m» nahmen und 11733 Mark Ausgabe ab. Pfarrer Spanuth- Leoben berichtet aus den Pflegegemeinden in Steiermark. An die Stelle des in die Heimat zurückkckrenden Vikars Rö"?l>^d tritt Pfarrassistent Storck von Neustadt. Pfarrer D. Waitz gab den Tank an die österreichischen Piarrer uno Vikaren Aufdruck. Die Vorstandswahl erledigte sich durch einstimmige Wickerwahl des seitherigen Vorstandes. Die geschlossene Abgeordneten- und Mitgliederversammlung wird von dem Vorsitzenden geleitet. Vertreten sind 55 Zweigvereine mit 150 Vertretern. Tas Oberkonftstorium konnte dieses Mal keinen Vertreter senden, schickte aber einen Tankesgruß. Es grüßten: Dekan Wahl-Beienheim im Namen des Dekanates Fnckberg, Seminarbirektor D. Eger- Friedberg für das Predigerseminar, Tekan Hainer-Hungen im Namen des Hessischen Hauptverems der Gustav Wolf-Stiftung, Großh Rat Sonne für den Hessischen Landes-Ausschuß für Innere Mission Pfarrer Muller für den „Hessenbund" des evang. Jünglings- veckarcdes. Oberbibliothekar Geiger-Tübingen grüßte als Ausschußmttglick des Deutschen Wehrschaftsbundes. Der Vor- fttzende gedachte der Toten, Geh. Kirchenrat D. Meyer und Senior P; Barnnnkel vom Zentralvorstand, T-r. R. Weitbrecht vom Hessischen Hauptvorstand und Pfarrer BüchnerMm Zweigverein Selters Jahr^n-lcht (iegt in einem Jahrbuch 1910/11 vor T^l über den Hessisck)en Hauptverein entnehmen wir folgende Berichtsjahr 18 Zweigvereine mit 1416 Mitgliedern neu, so daß der Hauptverein nun 171 Fwrian«>n-in» IS2® Mitgliedern E tun $=tia6r: ItzM Mi?g,iL7 ^mmen 27 angeschlossene Vereine mit 646^ .Mitglieder (im Bonahr: 5395, mehr 1073); somit hat der Evang. Bund tn Hessen 24 791 evang. Männer und Frau^unter seiner Fahne gesammelt (3704 mehr als im Vorjabrl sw kÄ'^ ?^bervor, daß Rheinhessen den klLnRückgang *SCrn' lm vorigen Jahresbericht vermerkt merbS mußte, nicht mir Wicker ausgeglichen, fonberti frinpn WsO/ihk Wn 1908 um 642 Mitglied« übAriLn hL.' S8cMb . Tck verschickenen treuen Anhängers ber Evang Bundesmckw des Stadtpfarrers Dr Weitbrecht-Wimpfen, wirb in warmen Motten gedacht. Das Herrigsche Lutherfestspiel wurde mit großem ^s^vlg m F r i e d b e r g 14mal und in N i d d a zweimal aufgeführt Eine Redner- und Vorttagsliste weist 112 Redner mtt 140 Vor- iragen auf. Rechnung des Hauptvereins, von Rechnunasrat nnbmr ° mit ° 15 9C?eItt' fließt in ordentlicher ^Ein- BIS TOi?b'berÄtb9entMen ?* entS"™' brträat"1 h” lurückerhobcne Depositen ber ein'-Gesamt-AusgMe hM°rk, Wart zugewie en. Seminar bireftor D (Sa er brftS trag über das Thema: „Die kirchlichenSelbst^^ kertsbeftrebungen der Gegenwart in ihrer für den deutschen Protestantismus". Der Ru? nach^ ton Staat und Kirche" wird z. Z. bei uns m D^tschland von * Angehörigen sehr verschiedener politischen und kirchenpolitischen Rid)hmgen erhoben. Auch die ultromantane (Strömung in ber ath. Kirche Deutschlands vertritt eifrig die Trennung. Die enge Lerbindung des Staatlichen und Kirchlichen findet sich in allen Ländern, in denen sich die Staatsgewalt dem Evangelium freund- ich gegenübergestellt hat, seit den Tagen der Reformation. Es fommt in ihr die Tatsache zum Ausdruck, daß das religiöse Leben mit der allgemeinen Volkskultur in der engsten Berührung bleiben, iic durchbringen und sich mit ihr auseinandersetzen soll: das wang. Christentum ein Faktor des öffentlichen Lebens, keine Äröße, die im Winkel des Vereins oder des Konvenlikels wächst. Daneben hat die deutsch-lutherische Reformation das Maß einer besonderen kirchlichen Organisation soweit wie irgend möglich herabgesetzt, um ber Innerlichkeit evangelischen Glaubens willen, aus Abneigung gegen alles, was auf äußerliche Heiligkeit Anspruch zu erheben geeignet ist. Diesen Vorzügen ber engen Verbindung von Staatlichem und Kirchlichem stehen, innerlich mit hnen zusammenhängend, Schäden gegenüber: Die Gefahr des Zurücktretens ber ausgesprochen religiösen Interessen gegenüber solchen ber allgemeinen Geisteskultur („Bilbung", nicht „Frömmigkeit" bas Ideal) und die Gefahr eines einseitig überspannten religiösen Individualismus, ber die Angelegenheiten des kirchlichen Gemeinschaftslebens den Kirchenbeamten, ben Pfarrern, über- äßt. (Pastorenkirche.) Tie Trennung wäre folgerichtig um keinen geringeren Preis zu haben als um ben bes Wegfalls des Religionsunterrichts an ben staatlichen Schulen und der Aushebung ber heologischen Fakultäten. Beides wäre ein Unglück für ben beut chen Staat unb für die evang. Kirche; insbesondere würde die iTivermeidliche Einschränkung ber vollen Hochschulbildung bes deut- chen evang. Pfarrstanbes bie verhängnisvollsten Folgen für dsi innere Einheit unb Weite deutsch-protestantischer Kultur nach sich ziehen. Doch bleibt bie Ausgabe, den behördlichen, autoritären Betrieb der Landeskirche immer mehr in volkstümliche, genossenschaftliche Formen evang. .Gemeinschaftslebens überzuführen. Eine lebhafte Besprechung schloß sich an. Die nächstjährige Landesversammlung wird als Jubiläumsfest in Darmstadt abgehalten. heibftübungen. DioisionSsiabsguarlier V a n g e n l d) ro a [ b a rf), Jl. Cevt Die Manöver d e r G r o ß v e | f t f d> e n (2-5.) Division. Die Heine unter der Veitimg bes Generalleutnants unb TivisionS- \toiumnnbeurd v. P l ü stow begtnnenben IHanöver der 25. Division werden in der Gegend der '.Mar obgebolten. Es ist em durch ftlmitlenes, vom Walde dnrd setzteS Gelände, so daß gunädift bei flampf um dos 'llartal sich auf der Strecke bobenftein - ‘Shchelboch nustoben wird. Alle Neuerungen im Militcirwefen iverben während der Uebunaen in Anwendung kommen So vor allem die Flug- ahrzenge für den Anfllärung«- und Nachrichtenbienii, aber nicht als 51a pfmittel. Den Hebungen liegt folgende .Allgemeine Kriegslage' zu Grunde: Einer blauen Armee, bie über den Alain vor roten straften zurückgebt, ’olnen diese in der Richtung auf Eiwstein — Königstein. „V efonbere Kriegslage": Tas blaue (18.) Korps ifi am 1<). September abends bis tn die Linie Idnein—Oberrod Uirütfgegangen. In dieser Vinte will das Korps dem nachfolgenden roten Gegner von neuem Widerstand leisten und schaust leit dem 10. September nachm tmgs in biefer Vmie. Zur Verstärkung vieles Korps ist von Koblenz über Waiiau bte verltärkte 49. Infanterie Brigade unter dem Kommando des Cberften v. Egel, Slommanbeur des 115 Infan terie-Regiments, tm Anmarsch unb bis in die Gegend von Katzenelnbogen gelangt. Tie verstärkte 49. Jnfanierte-Brigade (blau। erhält von dem Geneialkommanbo am 10. Sevteniber abends die fDielbung, daß bas Armeekorvs tn ber verstärkten Stellung Idstein-Oberrod am 11. September den Angriff des Leindes, der am 10. September bis in die Richtung Evvstein - Königstein gefolgt ist, erwarten wird, außerdem, daß in der Gegend von Langenichwalbach feindliche Kavallerie, bei Wiesbaden stärkere Infanterie- Abteilungen gesichtet werden, und ben Befehl, mit ihren Truppen, bestehend atts den Infanterie-Regimentern 115 und 116, ber Veib- Eskadron Dragoner 23 der 5. Eskadron Dragoner 24, dem Feld- Artillerie-Regtment 61f dem Halbbalatllon schwerer Feldhaubitzen vom Jubattillerie-Regtment Nr. 3 unb zwei Kompagnten Pioniere Nr. 25, gegen den feindlichen linken Flügel vorzugehen. — Ter Aeinb (rot) ist mit seinen Hauptkräften, wie oben gesagt, bis Epvsleiu Königslein gelangt. Ein Teil seiner Truppen, die auf dem linken Rheinufer oorgegangen sind, haben ben Fluß bei Hauet überschritten und liehen in unb um Wiesbaden. Dem Kommandeu, von Rot, Generalmaior Franke, Slommanbeur ber 50. Infanterie- Brigade, dem gemeldet, daß der Feind bei Idstein—Oberrod schanzt, wird be'ohlen, mit der 50. Infanterie-Brigade (Infanterie- Regimenter Nr. 117 und 118), verstärkt durch Infanterie-Regi- ment Nr. 168, sowie 5. Schwadron Dragoner 23, Felbartillerie- Regiment Vir. 25, Unterofsizierschule Biebrich, zivei Kompagnien Pioniere, sich gegen dieses feindliche Detachement zu wenden. In der Gegend von Langenschwalbach-Reckenroth-Kördorf ist die 50. Brigade (117er unbll^er« emgetroffen. Bon der 49. Brigade ist das Regiment 168 am Samstag abaeschwenkt, um als Per- ftärfung zu der 50. Brigade zu sloßeii. Das Regiment hat in unb um Kemel unb Springen Quartier bezogen. Tie 115er sind in Katzenellenbogen (Stab),Schönborn, Ober- unb Nieder-Fischbach, die 116er in Kördorf (Stab), Bramberg, Altenhausen unb Ober- iieienbad) emgetroffen, bie 23. Dragoner liegen in Herold, bas 63. Artillerie-Regiment in Kramberg, Steinsberg, Seelbach, bte fluBartillerie Nr. 3 in Kransberg unb Wasenbach, die Pioniere in Biebrich, bie Maschinengewehr-Kon pagnte in Klingelbach, eine Sanitätsabteilung ist jetzt emgetroffen unb hat in Biebrich Quartier bezogen. Bon Dienstag bis Freitag iverben sich die Hebungen im unteren Aartal um Hahnstätten, ManSielden, Kirberg südlich Lim- burg abfpielen, am 14. unb 15. September sind hier große Biwaks. Tie 42. Jnfanteriebrigade hat das Weiltal ver- laffen und hat sich im Ems- unb Döivbachtal zlisammen- gezogen, bie 80er liegen in Niederbrechen, Tauborn, Ensingen, die 81er~ in Weyer, Lindenholzhausen, die 63er Artillerie- brigabe (Stab) in Vtauheim unb Neitsbach. Tie 41. Brigade liegt in Eppstein, Naurod, Rombach, Brenntal, Hontaii, Evpsteiii, 6er Dragoner in Niederhausen unb Ioßbach, bie 27er Artillerie in Kalkheim unb Hofheim. Am 11., 12. unb 15. September finden Biwaks statt. Vermischtes. * Ein blutiger Kampf mit Dieben, dem ein Menschenlcken zum Opfer fiel, wird aus Hannover gemeldet. In der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag überraschte der Polizeisergeant Drewes in dec Ricklinger Feldmark zwei Arbeiter bei einem Felddickstahl. Bei Sistierung des einen Diebes, des Arbeiters M o h r h o f, kam eS zu einem: Handgemenge, bei dem Mohrhof das Messer zog und dem Polizeisergeanten in den Kopf stieß. Ter Sohn Drewes, der dem Vater zu Hilfe kam, wurde von dem blindlings um sich Stoßenden durch drei Messerstiche in,bie Brust getötet. Ein Schlosseclchrling, der ebenfalls zu Hilfe eilte, erl-ielt einen Stich in den Unterleib; er liegt schwer krank im Krankenhause. Mohrhof tvurde inä Kretsgefängnis cingeüefert - *c^?b er einen merkwürdigen Unalücksfall wird aus Htrschberg i. Schle,cen geschrieben: In der Bergfreiheits- grubs in Ober-Schmredeberg der Königs- und Laurahütte entstand anscheinend durch Funkenauswurf einer Lokomotive rin Heiner Br an d am Eingang des oberen Stollens. Ter Rauch drang durch die Stollen in die Grube, sämtliche dott tätigen Bergleute, etwa 20 bis 30, erkrankten an Rauch Vergiftung JcJ0rxtc Llni> umgekoinmen. Sämtliche öerct teten befinden sich außer Lebensgefahr. s «i.ö.rnfonä hinterlassenes Werk. Wie Eyrlstranra berichtet wird, ist im Herbste die Ber- öffentlichung eines Buches aus Björnsons Hrnterlasseuschaft zu ettvarten. Es ist dies eine Uebersetzuna von Victor ^5?" ''Legende der Jahrhunderte" in iwrweaische rhyth- ?rofa\. Diornson liebte dieses Werk des französischen beyörte zu fernen Lieblingsneigrrngen, daraus prrvatrm und auch öffentlich vorzulesen. Tas Manuskript verwahrte er aber in strenger Hut und hielt daran fest, daß es bet fernen Lebzeiten von feinem anderen k btS 15 Pfg., Nüsse 100 Stück 50—60 ’Vfg., oer Ztr. 0—00 Pfb. Bollsietschige, 39—13 73-79 40-44 72—79 40-41 84-86 35-00 82-00 60.50-53.00 65.00-67.00 50.00-51.50 64.00—66.00 51.50—53.00 65.00-66.00 65.00—66.00 51.00—53.00 pro 100 tif». Idmittiureii pro 100 Ufmib ar v'ch, oon-oiSooii-bii Ochsen. 50 87 45 76 48 84 41 79 82-35 65—71 33 68 60-62 100-104 61 . 43-00 86-00 43 86 53 68 68 58 65 50 X ein 68—70 65-66 89-93 80—87 46 51 109 93 83 76 88 89 41—42 39-40 00-97 76-85 55 49 45 wertes, 4—7 Jahre alt bte noch nicht gezogen haben (ungejochte) 53 -57 45—50 72-81 63-75 69-70 52-60 41-50 39-45 30-89 32-88 2 —30 18—24 ruhig, fein lleberftanb, Schweine langsam, bleibt Preis ’ür 100 Pfb. Vebeno- Schlacht- Wenig gut entwickelte oärfen unb ältere ausgemästete Muije Mal uec. peinste Diaftfalber....... unb geringere Mastlämm r. . Schweine. Bollsieischige Schivetne von 80-100 kg Lebenbgewicht BoUneuchige Schweine unter 80 kg iZebeubgcividiL Bollsieischige Schiveine von 100—120kg Lebenbgewicht Bollsieischige Schweine von 120—150 kg l:ebenbaeivicht........ •JJuttlere Wlan- unb beste Saugkälber. 53-57 89-96 geringere Alall- unb gute Saugkälber 48—51 80-87 kernigere Saugkälber 43—47 72—78 Scha 'e. Weibemastschafe . . . Schweine. Ulf.. Bohnen per Pfb. 25—40 Pfg, Gurken 100 Stück 2,00—3,50 Ulf., Birnen bas Pfunb 10—20 Pfg., Zweischen bas Pfund 8-12 Pfg. Aiarktzeit von 7—1 Uhr. le. Frauksirrt a. Nl. 8 i e » n of- N a r kt b e rr ck)t vom 11. Sevt. Auftrieb: 1741 Rinder, darunter 496 Ochsen (26 aus Oesterreich), 41 Bullen, 1204 Kühe unb Färsen, 298 Kälber, 261 Schafe, 2385 Schweine. Leubenz: Rinder gebrückt, verbleibt lleberftanb, Kälber leb- Stanöcsanntsnacbricbtcn* (Nachträglich ringegangen.) Schotten. Geborene: Septenrber 2. Dem Arbeiter Julius Reptz Sohn, Karl. St erbe fälle: September 1. Wilhelm Vogel, IJahr alt. haft, Schate lleberftanb. Veoene» ä.tjta gp fltiui g: F.C Wiesbaden. Vfehhof -M a r f tb e rt d): vorn 11.Sept. Auftrieb; Rinber 129 (Ochsen 79, Kühe 60, Bullen 0), Kälber 69, Schafe '4, Schweine 431. Tenbenz: Rinber, Kälber, Schafe unb Schweine mittelmäßig, Preis Durch- barten. K ü h s. Bollsieischige ausgemastete Färsen höchst. Schlachttvertes 46-51 80—89 1 oüftei|d)ige ausgemästete Kühe höchst. Schlachtivertes bis zu 1 Jahren . . 33—44 73-85 • . 49-54 . 44—48 gewicht Mr. Bollsieischige, auLgemästete, höchsten Schlachtwettes höchstens 6 Jahre alt 49—51 86—89 Junge, fleischige, nicht auÄgemditete unb ältere ausgemästete 44—48 82—85 Ungejochte 50—52 87—92 B uU en. Bollsieischige, ausgewachsene, höchsten Schlachtwettes . . ..... 44—47 73—79 Bollsieischige Schweine brs zu 2 Zentner ^evenbgeivicht 53—54 68—69 Bollsteismige Schweine über 2 Zentner Xicbeiibgeiuictit 53-54 68—69 Bollsieischige Schweine über 2'/, Zentner üebendgeivlcht 50*/,—51 65-66 l)letschlge -Lchiveins unter 80 kg Vebenb- getvrcht 52-53 67—68 52 67 lleberftanb: Rinber lleberftanb, Kälber, Schafe unb Schweine langsam geräumt. NlZrtte. (Rieften, 12. Sept. TI n rft b eci d)t. Auf heutigem Wochen- markte kostete: Tutter pr. Pfb. 1,25—1.35 TIL Hühnereier 1 St. 8—9 bfg^ Enteneier 1 Stück 9—w Pfg^ Gänseeier 1 Stück 10 bis 15 Pfg., Käse pr. St. b—8 Pfg., Käsematte pr. St. 5—6 Pfg^ rauben pr Br. 0,80—1,00 Alk., Hühner pr. St. 1,00—1,60 Alk., ■ahnen nr. Stück 0,80—1,80 Alk., Enten vr. St. 1,80-2,20 Alk^ Gänse das Pfb 80—00 Pfa^ Ochsen fleisch vr. Pfb. 82—90 Pfg* ■xinbfleifd) pr. Pftmb >6—90 Pfg., Kuhfleisch 70 Psg^ Schiveine- 'leisch vr. Pstiiib 70—90 Pfg^ Kalbfleisch vr. Pfb. 70—74 Pfg., vammelfleisch vr. Pfb 60—88 Pfg.. Kartoffeln vr. 100 Kg. 8.00 bis 9.u0 Alk., Weißkraut das Stück 15 bis 30 $fg„ Ztviebeln per 3tr. 10,00—12,00 *1J(L Al sich das Vtter 22 Pfg., 'Jlevfel per Iniige tleischige, nicht audgemäftete unb ältere ausgemästete B alle n. Bollsieischige, ausgewachsene, höchsten Schlachtiv. Bollsieischige, jüngere F ä r f e n, K ü h e. Bollsieischige ausgem. Färsen höchst. Schlachtw. Bollfleiichige au8gemäfieteHübe höchstenSchlacht- ivertes bis zu 7 Jahren wenig gut entividelte Färsen altere ausgemästete Kühe Mäßig genährte Kühe unb Färsen Gering genäljde Kühe unb Färsen .... Maloer. Mittlere Blast- unb beste Saugkälber .... Geringere Man- unb gute Saugkälber . . . S m a ’e. Stallmaisichafe: •Dlafllämmer imb lungere Masthammel 'Heitere Mastbammel, gut genährte junge Schafe gelesen werden dürfte. Nun ist er dahin, und als eins letzte Erinnerung an den genialen Dichter und hinreißenden Vorleser, der Björnfon war, wird dus Buch jetzt Der» ösfentlicht werden. Ochsen. Mk. ausgemästete, höchsten Schlacht« Müüer'sche vadeanstalt. ®afierroärme ber ßabn am 12. S ent. : 16° R. Rat einer Kennerin! döln, 21. März 1911. Durch eine starke Influenza war ich binnen zehn Tagen so schwach unb abgemagert, daß ich gegen (rüber kaum mehr wieder-uerkennen war. Eine bekannte Dame riet mir. eine Zeitlang Bioson au trinken unb kann ich zu meiner Freude bestätigen, dap mir dies sehr gut bekommen ist. Schon nach dem Gebrauch des ersten Paket, spürte ich eine merkliche Besserung in meinem Allgemeinbefinden. Nach zwei weiteren Paketen war mein Körpergewicht, melcbea bis auf 92 Bfurch gesunken war, auf 104 Pfund gestiegen. Ich nehme auch >eht Bioion immer noch weiter und möchte es al8 tägliches Getränk nicht mehr entbehren. Anna Ammei, Tabellen» 'träne 25. Unterschrift beglaubigt: Dr. Peter Honecker, Rotor. Bioson i>t das beite n. billigste Nähr- u. Kräftigungsmittel: erhälilich in Apotheken, Drogerien usw. Paket (ca '/, Kilo) Mk. 3—.Verlang. Sie vom BiosonwerkiZrankfurtlMainleine Geschmacksvrobe nebst imereflanter Abhandlung über: „Die Lebenskraft unb ihre Erhaltung". b”/e Die größte Gefahr bes Autofports liegt mcht so sehr in ber Möglichkeit eines Unfalles, alS in der Wahrscheinlichkeit ernster Erkältungen. Namentlich Damen find dieser Gefahr ausgesetzt und sie sollten darum _ auf eine Autofahrt stets auch eine Schachtel Sodener Mineral-Pastillen lFayS ächte) mitnehmen. Die Pastillen schützen bie Schleimhäute des Mundes und des Halfeö gegen bie Einwirkung der rauben Luft und des Staubes, unb sie beseitigen schnell auch jede vorhandene Reizung. Tie Schachtel kostet 85 Pfg. Man achte aber stets daraub daß man leine Nachahmungen erhält. m**/m n 5, Ar 0 = 3 = Sc p s?. es St ?! dl^O- -^5^3 Ida« Jäh 2 2 2 o w u I £ » <2 r 0.W i » CT ? llj 3 = 2. 3,0 ; D ' t c> .1 Ig Z3 s.® i Q' 0 ■ Q 4 6 ® QD^ Mi “03 Lö Ä 5 - ""LL £ tz- * J 3 O S a ?T (M S SW B s £ = s~ &M LSS 3 532, 3 er F 9» - ^Icnx-ä-5 s? s. 5? 3 3 32 «'S 84-86 *i t*? 3 ft t! 3?3 82-00 ? ? tz 1.00 65.00-67,0) 3 H LM 61®-MOO LS ?□ «i»?? Z H Ux"f-w g LOO 66.(0-66.») ff, SaSiSa? 66.00-66.«) LOO xititui- »tu» bil 87 )-89 B 16 -79 46 SS 9 U silh 48 -89 2’5 S H 41 -86 « s 38 -71 3 cd a *2 —- ns ff- ff i o ar 3 3 CD to s 9 CO S 3.- 3 2 e .’-p *e L Z.S8I ii o c o t? t« 2. P t5 S 1 8-69 8-69 46 61 Ä 8» 3* 3 S 3 F* «cy'o’X d c -—er ^sS*3 5 L u> » 19 V 6 71 ffa. k-3 ts S^s 3 S M X g 3* a X" - c 2 •* c o ZL SS s I I a g a y 9 to p * BR-3 - 5 = Sfe Se §« a2 r «* *i 2 F 8* a = *3 8 s a L S «L ? X 5 Sffl 3 a ■=■■»« C- D 35 =>n L AL LS -es «• 3" :L ttu" Q 3 § R an 3 , CD ff s I S $ 0 II r an ff) I ff l 19-64 14-48 19-48 H-43 19-40 10-44 39-45 $0-89 83-88 2 -80 18-24 3-86 7-92 c 3 3 * 53-67 45-60 a = a u» 3 ff) n R • m Z-SBiZ? ^ZffM = 53Tn S'ff X>' 2g)f|«&'S r» c - R ff 2 e « " «2. 3;§ 11 3 » °f c J» oc§2 ~l I? ■jg.sr o § o <£ 5 :. § • f na- L c- XM04 89-96 ) -87 2-78 sr 3 - p c-CPff Bwr = 3S.aS£B9 Gffj- fS _ » I? ei Sä fä lall •=■ c> = -L z: v5 •'»tj 2 X* IÄ* — rf 3 a? g « s f •' §8 V§3 H =L~ M. = a5 ? ; j| c £ SS —» — O‘ cs*- = ^5 ff eilet 3^ W Sogcl-1 «L 89-9B 80-87 78-79 88-70 «6-66 78-79 71-81 «4-76 *>9-?0 62-60 41-60 90-97 76—ä6 ? ? SA Lff P® ff ff) Fff -3 IL 9 = 2 2.2 "ff E ^»S«y5 3 S R 3 * - 5 <7 =- o B 9 ff d.o ® p.= 2 3 " " 3 ff ff * 8 ff ff = = ^3 § S 2 & — *i L» ? 3 ; d)". vom ll.ßtDL len 0), Rdlbtt 6-, eine mittelmS^ S durch. 3. Id)iii«»ureit V* pro 100 Ulme «'As-2. 3 ' a. ? 2«a taat 3=55 a-Ji“ ff 2 2 = s 9^ 3^ 2** = =-ff D 3C: §? L --R .2 LF -» r»’S — t£ 35 7® 9 . a „fll drilUs 3 ° D 9 P 3 2 co5 _ ®T«b bei SroOBning in 3«bnitl der pchld. Hirrmeirfl. aj:?? ‘sS3.: f-»SS"SZs---- *ff_ M *K> L?^S«'TZs q*d51o —2* 1! w QT P 5 ft L £,® _ ffa, Q, ** 2 En’« *> 17-68 53 Haie )>nd e®** an 4 ’^iaS fffe s? 7 I? ? «fc® « -z B S’o-ft g 3 = y - ä - p,2.-**3» = 2 ^s3=2 H 3 □ 3 e ff 2 el| 7&7 =*a|*IS3 ^.LrS2 9Z.S-ft ° „ ff I- * 3 s ft S uC3 Wff " 3 :a x = ' K 2 I 8i 11 n vll 3 b a* 3>^ FftLZ- fff ff 3 2 ff: Eff 15c* s-3^ ^Jüntin 1 C|ü« 10 ' iCl M tk fr liebeln nf «Ä 5 *5 8lt. (k5 kE‘ncf 2,00 bae P'und 8-y " 11. Kn. 2bl «86 o • p 5.G“ 2.iS rL- ff' a'ff'ft.Äff rti'iiih ?Ffaig 3 2 3 033 2 GS.ff-cr® 2 3 — O’x1 n 2 "* er je 2 s 5 5 ■ 3 e hsh q f:lhs«s2 ä | *g-3 2 LZ rs- = 2 v 3 sh®i Säl&a ff-. Gl' FE« V "‘•ff ——ff 2-33 3 3 ff 3 ffsft sff 2 fflk?? 3-~3 ff* a 2 = XySft 00)104)1? 2£.«° rff _ S^r§ :t|=i;i a a ^» = g -*“^äakaj e»a ff SeF» g d S _, 2 _ -Osisg Baroineier auf o° rednzierl Temperatur der Luit »^COa.ff-gf er £r 2 — e —. 2 ^ega5=S=»,*9 ff Z eS 3 ~-S e" S-s- o X —3 5 3 cP» V —3 91 biolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung LZTZ?a2? 3??ZT f2.|U^ig|¥|||8l r 31 — g- 2 $s ? 2. — S"3 o 3 ff' ä:=-r -Z.Z-'K ffä-Sg 5.0 orp v n X> ry q. " X B 3 5 5^5^ 3 9^ j. n a -.3 n 2 ■> — 7^ m»-» - n. ® ^-.g Ä — L" ft CT ft - c HlniiiT -- tl =?!??** ?????? °z afäs3® =>»7>§':’ = agg 2 »'^=3’_» 2 z--°----= „s" F 2 O'—S-I'.er—3 ** •* 3 ff$t«p ^3§-o 3*5*52.2 ^^2= ® *=■= T*®i r?: - -- CD «J CX o< *. CO 63 SiQ r© co Co Ms???«««ZUs-as- 58553-^6-g.e.&s»ä.3~ag ffZ-^nrxäD^L.?= 5 y3^? ».Fr 5 2.-S ff ex 5 c<So’ 3 ff <5

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Iff en“» UZ^rihih 5?s 3 ^3 - - &«-aff 2 ff ff ® 33&^^ft 3 ' § Eff x-a^- 9 2 er—; -» - ä°3äi a 2-0.3 Fc g ft 2 ff = * ??Z?R k y ~3 H® - 3 7SC a.^3 2,2.» •2eä n^?W5=?ir. j»Mi’f11'15 s M-E g.=ga g-’-afa^gSsg 5 „ 3 3 x ZM2.fr 25-23 pS^a» - 15 - T *-* 3 ff 3 3 O ti- P.B »off MUWW^ S 3 2 cä * » —«7ero 2 ** —12 F 3 P.-T 2 ?332^- =f=-3'a.-&f=~s3 H£ä=a ais^^l = if?8-=8s § 3°ßk?"sM?s^kZ ffIZM ® - S-=uE x a l«3-ts&3 = ;^== »„pg.§ w affi* ätB.3=|ii®le=l «P = ”^2X & -r-rsTSassSra ffO 5-- ®ft S■ ® c 3 _.—B o' Sf§«*=v to V D -<-<=> P S 2.3 » m ErS^'e, &S3** X ff-« s 3 s Ich empfehle Gelegenheits - Posten in Herren-, Damen-, Mädchen- und Kinder-Stiefel äusserst preiswert. Eine Partie zurückgesetzte Artikel zu und unter Einkauf. Rabattmarken-Ausgabe. Wilh. Herbert Inh.: Carl Herbert Marktplatz 2 Marktplatz 2 Obst-Versteigerungs Donnerstag, den 14. September, vormittags von 9 Uhr an, soll das hiesige Gemeindeobst (bestehend in Äepfeln, Birnen und Zwetschen) meistbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft und der Anfang ist am Rödger Weg, oberhalb de§ Bahnwärterhauses. Großen-Buseck, am 10. September 1911. Großh. Bürgermeisterei Großen-Buseck. ____________________Schwalb._____________ 6688 Obftverfteigerung. Mittwoch, den 13. d. MtS., soll die Obsternte der Gemeinde Birklar, als Wirtschafts- und Tafeläpfel sowie einige Bäume Glockenbirnen zur Versteigerung kommen. Anfang vormittags IO1/, Uhr auf der Kreisstraße Muschenheim-Birklar. Birklar, den 9. September 1911. Großh. Bürgermeisterei. Krausch. sss? VISITKARTEN in jeder beliebigen Schriftart und Kartonsorte, -- - ■ x. , =x= sowie mit Zirkeln aller studentischen Vereinigungen liefert zu mäßigen Preisen die BrühTsche Univ.-DruckereL 3n vermieten | 6 Zimmer Weserstraße 6 Part. 5-Zimmer-Wobnung mit Zubehör zu vermieten. 14318 Näh. Schisfenberger Weg 2 p. Sthöncö MliiijMeii-LUiS (5-Zimmer Wohnung) an ruh. Leute zu verm. Gocthcstraße 31. 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SelterSweg 5. lOffciiv sti'iini Wne Stellen C„S ZettungrDeuticheBakanzeu-Post Ehlingen 142. !ss°/i Obstversteigerung. Donnerstag, den 14. l. Mts. soll das hiesige Gemeindeobst bestehend aus vielen Zwetschen, Glocken- und Homgbirnen, sowie einigen Aepfeln versteigert werden. Der Anfang ist vormittags 10 Uhr am AuSgang des OrteS. Grüningen, den 9. September 1911. 5513 Großh. Bürgermeisterei Grüningen. I. V.: Fay, Beigeordneter. Lollar, den 11. September 1911. 5649 Danksagung. Für die überaus zahlreichen Beweise inniger Teilnahme bei dem äußerst schweren Verluste unseres lieben unvergeßlichen Martin sagen wir Allen, besonders Herrn Pfarrer Gußmann für seine trostreichen Worte am Grabe, sowie den Herren Lehrern, Seminarkollegen und ehemaligen Schulkameraden unseren tiefgefühlten Dank. Die tieftrauernden Hinterbliebenen. I. d. N.: Martin Jughard. 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Mts., beginnend vormittags 9V, Uhr, am Waldeingang an der Hattenröder Straße und anschließend an diese Versteigerung an der Nonnenröther Straße. B“/» Lich, den 9. September 1911. Großherzoglicke Bürgermeisterei Lich. D ö r m e r. Obftverfteigerung. Montag, den 18. l. M., von vormittags 9 Uhr an, soll das hiesige Gemeinde-Obst, Birnen, Zwetschen und etwas Aepfel, versteigert werden. Daran anschließend werden nachmittags 4 Uhr in Bergheim die Zwetschen versteigert. Holzheim, den 11. September 1911. Großh. Bürgermeisterei Holzheim. Klotz. 5547 Amtliche Bekimtmachllngei der AM Gieße». Wer für den kommenden Winter Fichtendeckreiser aus den städtischen Waldungen zu beziehen wünscht, wolle dies alsbald auf der Bürgermeisterei — Zimmer 15 — anzeigen. Bnl» Der Preis beträgt 20 Pfg. für die Welle und ist bei der Anmeldung zu entrichten. Die Lieferung erfolgt frei vor das HauS Weniger als 5 Wellen werden nicht abgegeben. Die Meldelisten werden am 5. Oktober geschloffen. Später eingehende Meldungen können nicht berücksichtigt werden. Die heu Die Sö-st die SparM schlechten M Höhung dtt F haben m ® ausgA. Deutschlands l bin einen mp tzegenforderun emäßigt, da e Amee ob P reidi oder Eng lution im Lai die Hmgersm dustrie ob di laßt wäre. Ar gemai deo boch nich schon am &nv Sonnabend in geht Ms den für Preußen, Lerteuming b * 2l5„ ! lvö Ks KL sK Ltz Für sofort ein tüchtiger [5540 Restülliations-Kellner sowie ein tüchtiges KüchenmädchenlicsM Rcttauraut u. CafS Metrvpol. Ktllner-Gesuch. Ein junger Kellner im Alter von 16—18 Jahren, gut emsohlen, von angenehmem, freundlichem Wesen, mit sauberer Garderobe, zum baldigen Eintritt gesucht. Gehalt 25-30 Mk. pro Monat nnd guter Nebenverdienst. [5544 Hotel Bellevue, Bad-Nauheim. Tchreinergesellen ges. 5556] Karl Beil, Marburg.Str.42 25 Erdarbeiter für WafferlcitungSbau Winnen sofort gesucht. Meldungen von Donnerstag ab auf d. Baust. 07,01 > &. Preis, Tiefbaugeschäft. hiesiges Detailgeschäft sucht per 1. 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Die Lieferung von ca. 120 cbm Pflastersteinen aus Hartbasalt zur Pflaverung der westlichenZufubr- straße aus Bahnhof Limburg t Lahol oll verdungen werden. Angebots» muster liegen hier zur Emsüht aus und können gegen post- und bestellgeldfreie Einsendung voa 0,60 Mk. von hier bezogen werden. Die Angebote werd, am 23. Sep» tember 1911, vormittags 11 Uhtz geöffnet. Lieferfrist: 4 Wochen. Zuschlagöfrist: 3 Woche». König!. Eisenbahn Betriebsaml Limburg tLahn). Id“/» a. Lpeise - Kartoffeln gelb- und weißstetschig, oorzüg» ich kocheird, empfiehlt zu billig sten Tagespreisen. 15166 , H. Trechsler,, Dterustrafte 48 Telepb. 58^ < und Seuchen ti Brotgetrei Nesseruna der GlückszusaN bärtigen Umy Iran. Schuld Spartaken dc lich Provinz! diese höchst l durch einige laßt wurden werfen und Ein Gni seitdem die d Maroffoverha men ven'M KnMM a wrfälqe. Un 8öqe sympton lich zu einem kannte Derline m Preußischen •gegenüber klai machungsfalle Börse stark se meier sie, fyie es ba erst nnrklichen ichbn Papiere oder bundessta M es erst nch eintritt? ^orse int Krieg- !?„ d/m Teile bi Ltzeinflüssen Mjen Papiei galten bleibt, der b j^tee deutsche. W tm ^rVt"en ® *»bS* d-- •miehfeta. mb nicht, ^en S' ^er »Wert io be[Ä ?b»voh[ ÄKtenL jtotien S/W-He gotisch dtt 2°ben, oSjiiobei ' • [cben?‘raä,e ^he lenie ^"ferh?. Nb bf Äl-^enß