lerz slefon Ko. SOI gefaBt lauten: Sorget für bie Ermattung unfeteg SReid)eg, schwanken. Der Erst-re mit seinem ontitleritotenj^.xa [papieren an -n Börsen. ™ Oepci ;n aul a? Auslands.. sen Velfersiiey 20 ?2n !anuar ^0. lanu^ tisnrus ist der richtigere Vertreter des Radikalismus kommen. schließt euch so zusammen, daß man eine offene Grenze zwis cheu „rechts" und „links" sieht. gründen, deren Aufgabe es fein sollte, in diesem Sinne zu wirken. Der Minister teilte mit, daß er vom Kaiser beauftragt worden sei, die Begründung der Gesellschaft in die Wege zu leiten; er habe demzufolge unter Beteiligung einer größeren Anzahl von Stiftern aus den verschiedenen Teilen des Landes einen Satzungsentwurf aufstellen lassen, der den Versammelten hier vorgelegt werde, um über die endgültige Fassung Beschluß zu fassen. Der Satzungsentwurf wurde mit wenigen Abänderungen angenommen. Nach den Beschlüssen wird die Mitgliedschaft m der Gesellschaft durch einen Aufnahmebeitrag von 20 000 Mr. erworben. Der jährliche Beitrag ist auf 1000 Mk. festgesetzt, kann sortfallen, wenn der Aufnahmebeitrag mindestens Schlesier schüchtern und doch kraftvoll in die Kreise der Dichtung eintrat, deren Beherrscher er beute ist. lieber diesen denkwürdigen Moment der „Entdeckung" Gerhart .Hauptmanns, um den die Legende mancherlei verwirrende Fäden gesponnen hat, werden gerade jetzt genauere und ausführliche Mitteilungen erwünscht sein. Der erste, der das Manuskript des Somrenaufgang-Tramas zu Gesicht und zur Lektüre bekam, war Adalbert von Han- stein, der vor 5 Jahren in Hannover als Professw der Literaturgeschichte an der Technischen Hochschule zu früh verstorbene Dichter und Aefthetiker. Als Journalist und Theaterlcitikcr lernte er in den 80er Jahren in Berlin den damals noch ganz unbet kannten Gerhart Hauptmann kennen. Beide wurden gute Freunde und in dem reizvollen Heim, das sich Hauptmann eben mit seiner jungen Gattin in Erkner bei Berlin geschaffen hatte, saßen beide Freunde oft verstrickt in heißen Kunstdebatten und einer offenbarte dem anderen seine großen, Welt- und Himmel stürm ende» Pläne. Damals tat Adalbert von Haustein einen tiefen Blick in die Welt des jungen Gerhart Hauptmann, der noch nicht allzu lange von seinem Plan, Bildhauer zu werden, losgelöst hatte, um sich ganz der Dichtkunst hinzugeben. Ta schaute Haustein als einer von wenigen in die ersten, kühnen, niemals völlig aus- geführlen oder gar gedruckten Dramenentwürfe Hauptmanns, die, wie bei fast allen jungen Dichtern, um gewaltige historische Stoffe kreisten: in die Tiberiustragödie, die Sen großen Tyrannen des römischen Weltreiches in ganz neuem Lichte, als einen sich mit psycho-physiologischen Notwendigkeit zur Uuheimlichkeit gestaltenden Charakter zeigen sollte, in dos Schauspiel „Römer und Germanen", das, ähnlich der Kleistschen Hermannsschlacht, cheu deutschen Befreiungskampf im Teutoburger Walde dramatisch bewältigen wollte. Haustein erkannte damals schon das heiße soziale Empfinden, das dem jungen Hauptmann der tiefste Antrieb zur dichterischen Betätigung war, und er fand diesen Drang nach sozialer Erweckung, der sich in späteren Dramen, vor allem in den „Webern", so gewaltig manifestierte, bestätigt in der Widmung, bie ihm Hauptmann in das für ihn bestimmte Exemplar der epischen Dichtung „Prometbidenlos" hineinschrieb: Wohl möglich, daß es wirr Dir scheint. Ich will es nicht verneinen. Doch ist das Leid, das es beweint, Wohl wert, darum zu meinen. Und wenn Du weinst, wie ich geweint, So wahr und echt, dann Bruder, scheint Belohnt vollauf mein Dichten. Auf Lob und Tadel, falsch und wahr Ihr Freunde, will ich ganz und gar Verzichten. Irgend welche Ereignisse führten bald, als Hauptmann Erkner verließ, zu einer Entzweiung der beiden .Freunds techoangen. MMemdW den n Kündig®? 91 fk tut . W» Mw tapiere luogeiL Dividenden- Stücken. 40 000 Mk. beträgt. _ L r Die Organe der Gesellschaft sind außer der Hauptversammlung der Senat und der Verwaltungsausschuß. In den Senat hat die Gesellschaft durch Wahl mindestens zehn Mitglieder zu entsenden, während die Ernennung weiterer Senatoren dem Kaiser Vorbehalten bleibt. Im Anschluß fand die Wahl von zehn Senatoren statt, die dem Kaiser zur Bestätigung vorzulegen ist. Aus der Versammlung sprach Geheimrat Harnack allen denen, die an den vorbereitenden Arbeiten mitgewirkt haben, insbesondere dem Kultusminister, den wärmsten Dank der Versammlung aus. An den Kaiser erfolgte die Absendung eines Huldigungstelegramms. Spitzen 30’45 u. 65 Pf». i0 Meter 35 Pfr itzen 20 und 25 Pf, «ad Einsätze und 30 Pf» Utr'15,18,30 Pfg' Deutsches Nerch. Zu dem Fall Soxhlet-Wagner veröffentlicht die „Darnist. Ztg." folgende Bemerkungen: „Wie wir hören, ist wegen der in Verbindung mit dieser Angelegenheit gegen den Geh. Hofrat Prof. Dr. Wagner erhobenen Beschuldigungen ein Disziplinarverfahren anhängig." Der Bund Deutscher Nahrungsmittel- Fabrikanten und -Händler hält am 24. Januar, 10 Uhr vormittags, im Saal der Handelskammer zu Berlin eine Versammlung ab. Die Tagesordnung umfaßt: Herstellung von Rum und Arrakverschnitt, Kornbranntwein und Kornbranntweinverschnitte, Wermutwein, Bezeichnung von Branntwein- oder Spritessig (Essigsprit). Mitglieder und Interessenten sind zuider Versammlung höflichst eingeladen. Die fortschrittliche Volksparteide spreu- ßischen Abgeordnetenhauses hat ihren alten Antrag auf Einführung des allgemeinen, gleichen, direkten und geheimen Wahlrechts in Preußen sonne Neu- einteilung der Wahlkreise erneut eingebracht. Die „Köln. Voltsztg." meldet aus Rom: Nach Mitteilungen aus zuständige.i Vati ankreiscn wurde Baro n von Mathies bisher nicht direkt vom Papst aufgefordert, dem Könige von Sachsen abzubitten, weil der Papst erwartete, daß Baron von Mathies dies aus eigenem Antriebe tue. Oiunmehr wurden Schritte unternommen, datz dies unverzüglich geschehe. Aus Bremen wird berichtet: Der Kabeldampfer „Stefan" der norddeutschen Seekabelwerte „Nordenham" ist in See gegangen, um die letzte, dritte Teilstrecke Mon- rovia-PernambUco der deutsch-brasilianischen Kabelverb in düng von 3460 Kilometern zu legen. Der Kabelbetrieb wird wah-rscheinlich Ende März ausgenommen. Ter „Straßburger Korrespondenz" zufolge tritt der Landesausschuß in Elsaß-Lo thringen am 1. Februar zusammen. 2liislan5. Aus Gerhart Hauptmanns Anfängen. Von Karl Kellerer. , Gerhart Hauptmann ist mit dem Stoff, den sein neuestes imt Spannung erwartetes Drama „Ratten" behandelt, wieder m jene naturalistische Sphäre seiner Kunst eingekehrt, der er feine erften und größten Erfolge verdankt. So sehr wir auch sein heitzes Streben nach leuchtender Wortschönheit, seine inbrimfttge Hingabe an die Welten der Vision, des Traumes und der Phantastik verehren so haben wir doch die stärksten Aeußerungen seiner Persönlichkeit und die reifsten Meisterwerke seiner Kunst in den Schöpfungen seiner scharfen, wirklichkeitstreuen Beobachtungsgabe erhalten. „Seine höchste Kraft und seine, Leidenschaft dankt , er der heimischen Erde allein." Das trat sogleich bei dem erften Erscheinen des jungen Dichters in der OeffentlichkeU hervor, als er mit dem Drama „Vor Sonnenaufgang" einen Sturm der Begeisterung und Entrüstung entfesselte. Von der reifen Hohe, auf der heut der Dichter Hauptmann steht, wendet fich darum gern MelallleltunZ “ undKiBder!-- *zen'Festons, Aufgabe. Die vielseitige Inanspruchnahme durch seine Aemter, sein andauerndes Verlangen nach Weiterbildung, die Sorgen ilrn fein eigenes Haus haben feinen starken Körper mit lernen empfindlichen Nerven vor der Zeit mürbe gemacht. Tas Jahr 1910 nahm ihn besonders hart mit. Lange schon hotte der Todesengel bei ihm angeklopft. Wenn ihm die Lpannkrast seines Körpers versagen wollte, spornte ihn sein reger Geist wieder an! Doch endlich ließ auch die)e Energie nach. — So losgebundcn von dem Drang ferner Verufspflichten schaute er weiter und höher hinauf. Er tvar zur Ueberzeugung gekommen, daß alles Irdische hin- s-illig sei, und nur der Glaube ein Fels im Menschen fei, uno zwar der Glaube, den eine treue Mutter dem Kinde mS Herz gelegt habe. Daß diese Worte nicht Phrasen waren, zeigt die Bitte an seine hochbetagte Mutter, die er noch wenige Stunden vor seinem Abschied an sie. richtete: „Mutter, wir wollen zusammen beten, wie wir's in meiner Fugend taten." — So ist er sanft dahingestorben. Als Bürgermeister suchte er das Wohl der Bürger nach jeder Richtung hin zu heben. Die Gründung einer Gemeindebibliothek, der offene Sinn und die freigiebige Hand für die Schule und Schulzwecke, die Durchführung der Feldbereinigung, die Verwirklichuiig der Anlage der Ausladestelle am Bahnhöfe in Langsdorf u. a. m., sie zeugen von dem Schaffensgeistc des Verstorbenen in seinem Heimatdorfe! Seine Hilfsbereitschaft deckt sich mit seiner reli- «giösen Grundstimmung: „Sei deinem Nächsten, was du dir bist." Darum stand er seinem Feinde ebenso gern mit Rat und Tat bei, wie seinem Freunde. Möaen Neider ihm Ehrgeiz als Grundlage seines Denkens und Handelns unterschieben wollen, so bleibt doch der Satz bestehen: „Es sind die letzten Früchte nicht, an denen die Wespen nagen." Sein politisches Testament könnte wohl kurz zusammen- Der Papst empft-g am Mittwoch in seiner Privat- bibliothek den Fürsten und die Fürstin Bülow aus Anlaß ihrer silbernen Hochzett in besonderer Audienz, die einen sehr herzlichen Charakter hatte. Die Pariser radikalen Blätter bemühen sich, der Wahl Brissons zum Kammerpräsidenten eine besondere polittsche Bedeutung beizumessen. Die Zahl der Brisson zugefallenen Stimmen beweise, daß sich m der Kammer eine aus entschiedenen Republikanern bestehende einheitliche Mehrheit ergebe. Hoffentlich werde sich diese entschlossen an die Arbeit machen. Der „Gaulois" sagt Die Kammer konnte zwischen Brisson und Dechanel nicht P'S schen -en. , Aus tzeffen. Der Ausschuß für die Vereinfachungen im Staatshaushalt, der bekanntlichnus Mitgliedern beider Ständekammerii unter Vorsitz des Staatsminister besteht, wird am kommenden Vttttwoch zur Besprechung irnd Entgegnung einer Anzahl weiterer Vorschläge zusammen treten. Der König von Norwegen eröffnete das Stör ■ thing mit einer Thronrede, die die vom »Schiedsgericht über die Frage der Renntterweiden in Nordschweden an- gestellten Untersuchungen, sowie die im Juli und August abqehaltene Spitzbergenkonferenz bespricht, deren Entwurf den an dem internationalen Abkoinmen interessierten Mach ten vorgelegt sei. Das abgelaufene Jahr war den Wirt- 'chaftsverhältnrsseii Norwegen?, günstig Die Staatseinnahmen zeigen einen bedeutenden Ueberfchuß. Da, Budget wurde auch diesmal aufgestellt. ohne neue Steuern vorzuschlagen. Sodann kündigt die Thronrede eine Anzahl neuer Gesetzesvorlagen an. Der König von Rumänien 'betraute den konservativen Parteiführer Peter Earp mit der Bildung des Kabinetts. Wie aus El »Ferrol gemeldet wird, soll dort im nächsten Monat eine Flöttensch au stattfrnden, an iveUfei 27 englische Panzerschiffe und 9 englische Kren ;er, sowie das spanische Geschwader teilnehmen mürben. Es heißt, daß der König dieser Flottenschau in Begleitung des Ministerpräsidenten Canalejas und des Marineministers beiwohnen werde. Einer Meldung des Rcuterschen Bureau's aus New- hort zufolge erläßt der dortige persischeKo n sul eine Veröffentlichung, die die Unterschrift des persischen Minister^ Präsidenten träqt, in 'welchem die Nationen auf g eso r- d e r t werden, Persien gegen die englifch -russische Invasion zu schützen. Eine Operette des Kmfers? Ten „Münch. N. N." wird aus Berlin geschrieben: In größtem Geheimnis, das aber meines Erachtens nicht mehr allzulange aufrechterhalten werden kann, werden Vorbereitungen zur Aufführung einer Operette „Der Lieb es- traum" getroffen, die vermutlich Ende Februar in Szene gehen soll. Künstler aller Berliner Operettenbühnen — ich selbst habe die Rollenbesetzung gesehen — sind dabei beteiligt. Wo die Aufführung erfolgen soll, ist bis setzt noch nicht genau bekannt, man vermutet, aller Tradition zuwider, ,im Königlichen Opernhaus. Der Komponist dieser Operette sei der Kronprinz, der Tert- verfasser der Kaiser. Tie Ausftattung soll allein rber 1 Million Mark kosten (?), die aber diesmal im Gegensatz zu Sardanapal nicht aus der kaiserlichen Schatulle, sandern durch private Spenden aus denjt1 reifen der Hochfinanz aufgebracht werden sollen, soviel man vermutet, würde die Aufführung, wenigstens zunächst, nur vor einem geladenen Publikum stattfinden. Diese Mitteilung tritt so sicher auf, daß die M. N. N. glauben, sie ihren Lesern nicht vorenthalten zu dürfen, obwohl sie vorerst nicht vollkommen von chrer Wahrscheinlichkeit überzeugt sein können. ♦ Kaiser -Wilhelm; - Gesellschaft zur Wrderung - ft|tn?a-Panr —- r 10 Erstes Blatt 161. Jahrgang Donnerstag, 12. Januar M UU W _____ ' Bezugspreis: Der Siehearr »«zrig« /9MF A monatlich 7b Pi., viertel- erlcheml täglich, außer AAA V a a M A A A ▲ jährlich Mk. 2.20. durch /3a♦ AM A** AM HZ HOAH Amiäää Matt ffir ten Kreis Sieben W W g QT W g M W Z 9 BR M Kg Q Zeilenpreis: lokal 15 Pf., V/LvIlVIiVr vvIv ■▼•'Hv’sssässs «lrlschaftliche öeitfragen Perantwortlich für den geriisprech-Anlchlüsje: oolitifchen Teil: ^lugust General-Anzeiger föt Oherhessen SsgEB Annahm? von Anzeigen Botdtonsbrttd tmb Verlag der YrL-Nchen Umv.-Vuch- «nd §tefp>r«ckerei K Lange. Redattion, LxpedMou und Druckerei: Zchulstraße 7. Land": E.prb; Hit dkn m =ormto"5’TiM fcptöition für vüdmgt-: '.'Sh->h-istratz« 16a. - geleptpon Nr. 50. ame.^nted: p. B-ck. der Wissenschaften. Unter dem Vorsitz des Kultusministers von ^Trott zu Solz fand am 11. d. M. im großen Sitzungssaale der Königlichen Atadernie der Künste zu Berlin die konstt- fcuierenbe Versammlung der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften statt. An der Versammlung nahmen etwa 100 Personen, darunter 83 der bisherigen Stifter für die Gesellschaftszwecke, teil. In seiner Begrüßungsansprache erinnerte der Kultus- rninister an die Kaiserliche Kundgebung anläßlich des Ber- • Liner Univerfitätsjubiläum- bei der der Kaiser die Notwendigkeit, größere Mittel a-5 bisher — vor allem zur Begründung wissenschaftlichem Forschungsinstttute — in den Dienst der Wissenschaft zu stellen betont und die opferwillige Mitarbeit wohlhabender Persönlichkeiten -mfge- irufen hatte. Zugleich hatte der Kaiser in Aussicht gestellt, UC1, 1|Ltll vtt . . . - ।Unter seinem Schutz und Namen eine .Gesellschaft zu be-l der Blick zurück zu lener r5rützzeit feines Werdens, da umg Deutschs Kolonien* ___ Der Vortrag über den Umbau der Bahn- strecke Karib ib — Windh uk und den Neubau des Nordstücks der Eisenbahn Windhuk—Keetmanshoov und den Bau des Südstücks der Eisenbahn Windhuk—Kcettnanshoop ist dein R c i geistige Hebung iu Stadt und Land! — Seme Fehde ncqcn den Mißbrauch des Automobiles, die Eberftadter Angelegenheit, die Unterstützung, die er unserer Regierung in ihren Kunstbestrebungen im Parlament zuteil werden ließ, seine Anregungen in bezug auf Denkmal- und Urfundenschutz, seine Anträge, die eme Sammlung aller herrschen Gesetze veranlaßten, seine volkskiindlichen Beftvebun- gen, seine' Mitarbeit an der Sammlung hessischer Volksieder. die warme Anteilnahme an der Hebung des landwirt- ä^astlichen Jnstttuts und des Wetterdienstes an der Um- versität in Gießen, seine Anträge auf Einführung des fach- ' lichen Unterrichtes in den Fortbildungsschulen, seine Be- ; iätiaung auf dem praktischen Gebiete des Ackerbaues des l Schutzes der heimischen Arbeit und Produttion, alle^> dieses gibt Unter vielem anderen ein beredtes Zeugnis, daß er nicht nur ein reiner Bauernvertreter war. Wenn er fedoch die bäuerlichen Interessen oftmals in ben Vordergrund sollte, so batte dieses seinen Grund in seines.Weltanschauung.' Tie Crlaltung eines gesunden Bauernstandes als Urquell der geistigen und körperlichen Verjüngung war ferne höchfte '21 ug. Spieß erhielt für seine 25jährige Dienuzeit bei der Saale Groß- d lesen zweiten — W. Beifall.— Zimmermelster Anton Euler wurde zum Kommandanten der freiw. Fei, erwehr gewählt. flüchten mußte, und der Gastwirt Menzel beftöttgt alS Zeuge die Angaben des Wachtmeisters. . Der Warenhausbesitzer Preuß macht ähnliche Angaben tote nrt Strafkannnerprozeß. Die weiteren Zeugenauslagen sind glcich- fallA unerheblich. Die Verhandlung wird auf morgen vertagt. 4 Wetzlar, gebaude an der < 3n seinen Säumen U ihr Unteilommei übergeben, verschwü Vlatz von der Bildsli Aus jptaOt und Land. Gießen, 12. Januar 1911. Tageskalend er für Donnerstag, 12. Jan. Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde: Vortrag von Pros. Tr. G. Schott-Hamburg: Die transatlantische Segel- und Damvsschifsahrt. Anfangs 81/* Uhr, große Universitätsaula. einer dicken Eisdecke belegt. Im Interesse des Verkehr? wäre Sandstreuen geboten, zumal sonst Unfälle kaum vermeidlich sind. ** Das Reh, von dessen Besuch auf dem linken Lahnufer innerhalb des Weichbildes der Stadt wir gestern berichteten, wurde gestern nachmittag eingefangen und wohlverpackt nach dem B-^g- werkswald gebracht, wo ihm die Freiheit gegeben wurde. ** D i e Feldhühner leiden gegenwärtig große Not und die Jagdpächter sind zu ermahnen, fleißig zu füttern. Am besten streut man das Futter unter Hecken oder an Haine. ** Maul- und St ia u e iif eua) e. Neue Ausbrüche der Seuche sind gemeldet aus Kleins arau, Herzogtum Lauenburg. Landkreis Gießen. ? Lang-Göns, 11. Jan. Die Militär-Musik- schule Friedberg veranstaltete unter der Leitung deZ Musikbirektors Schäfer hier ein Konzert. Der Saal des Gasthauses „Gambrmus" war mit gegen 400 Personen besetzt. Ter Gesangverein „Frohsinn" verschönerte die Zwischenpausen mit Gesangsvorträgen. Die Kapelle erntete großen Das Urteil im Strafkammerprozetz. Berlin, 11. Jan. Im Moabiter Strafkammer-Prozeß titotbe heute das Urteil verkündet. Der Andrang des Publikums war kolossal. Der Angeklagte B o ck, der Schutzleute durch Messerstiche verletzt hat, wurde zu 3 Va Jahren Gefängnis, Tiedemann zu IV- Jahren Gefängnis, Meyer, Herde und Wand zu je 9 Monaten Gefängnis, Rafchtut zu acht Monaten, Pilz im Hauptfalle freigesprochen, im Nebenfalle zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt. Tie übrigen Angeklagten erhielten Gefängnis ft rasen von einem bis sechs M o - n a t e n. Albrecht, Weidemann und Kliche erhielten Geldstrafen von 40 bis 50 Mark. Sämtlichen Verurteilten wurden erhebliche Teile der erlittenen Untersuchungshaft angerechnet, bei mehreren die Gesamtstvafe durch die Un< erfuchungshaft als verbüßt erachtet. . Frau Sattler, Fräulein Sattler und Pra- zat wurden freigesprochen. In der Urteilsbegründung heißt es: Ter Gerichtshof hat die Ueberzeugung gewonnen, daß Mißgriffe seitens der Polizetbeamten vorge- komm en sind und die Polizilten ihre Befugnisse wert überschritten haben. Ter Gerichtshof hat aber nicht die Ueberzeugung gewoirnen, daß die P o l i z e r b e a m t e n ausRoheitundLust geschlagen haben. s/ie Zeugen hatten nur einen Teil der Vorgänge beobachtet, wußten aber zumeist nicht, weshalb die Schläge erfolgt feien, außerdem aber fei zu berücksichtigen, daß sie in großer Erregung waren und den Haß gegen die Polizeibeamten in sich trugen. Dazu ist noch zu beachten, daß die Vorgänge eine Zeitlang zurücktiegen, mto daß nicht genau auseinander gehalten werden konnte, was in den Werkstätten, Wirtshäusern und Wohnungen gerchet wurde oder was sie selbst wahrgenommen haben. Der Gerichtshof ist sich klar, daß die Polizeibeamten ein sehr schweres Amt ui solchen Tagen haben und daß sie genötigt waren, das Eigentum, die" Ordnung und die Staatssicherheit aufrechtzuerhalten. Von diesem Gesichtspunkte aus wurden die Strafen verhängt. Bei der Strafzumestung fei erwogen worden, bau ,ich bte Angeklagten in großer Erregung befanden, daß sie zumeist sehr jugendlich sind, und daß sie größtenteils den weniger gebildeten Klassen angeboren. Andererseits mußte aber berücksichtigt werden, daß die Staatssicherheit und der öffentliche Friede saft eine ganze Woche im Stadtteil Moabit gefährdet waren und viel Eigentum beschädigt wurde. + Büdingen, 11. Jan. Heute fand hier im des Furstenho.es eine Bezirtslehrerkonferenz dies schon vor." Reicher drang bei Brahm, dem Leiter der Freien Bühne, stürmisch auf Annahme des Stückes. Brahm aber schwankte lange und schüttelte bedenklich den Kopf, als er auf feine Fragen von Han stein etwas von dem absonderlichen Entwicklungsgang des jungen Lichters erfuhr. Als auch Paul Schlenther sich für Hauptmann ins Zeug legte, entschloß sich Brahm zur Aufführung und machte nun selber in der „Nation" Propaganda für feinen Autor — bis am 20. Oktober 1889, mittags 12 Uhr, die denkwürdige Aufführung erfolgte. Tas ist die Geschichte des Weges, den Hauptmaims erstes Trama vom Manuskript übers Buch zur Bühne zurückgelegt hat. Tie erste Auflage des Buches hatte Hauptmann Arno Holz, dem „fonfequenten Nctturalisten" gewidmet. Auch diese Widmung hat, nach Hausteins Bericht, ihre kleine, nicht vielen bekannte Ge-, schichte. >Lie war hervorgegangen aus einer kleinen Besprechung des unter einem Pieudonym erschienenen Arno Holzschen Buches „Papa Hamlet", aus dem Hauptmann entscheidende Anregung empfangen hatte und dem er nun auf irgend eine Weise Beachtung verschaffen wollte. Der Dichter wollte diese Besprechung feinem ^.rama voransetzen, schließlich begnügte er sich aber mit den knappen Widmungsworlen. Tie zweite Auflage des Buches war denen zugeelgnet, die das Drama zur Bühnenlebendigkeit gebracht hatten, Otto Brahm, und Paul Schlenther: „Möchte es die Zukunft erwerien, daß sie sich, indem sie, kleinlichen Bedenken zum Trotz, einem ans reinen Motiven heraus entstandenen Kunst- Leben verhalfen, um die deutsche Äft verdient gemacht haben." ä * rc. —Der Streit um das Kieler Stadttheater. Eine U.m'einandersetzung zwischen dem Prinzen Heinrich und dem Theatertrititer der „Kieler Neuesten Nachrichten" hat vor kurzem 8k allgemeine Aufmerksamkeit auf die Verhältnisse beim Kieler QtCr c9AenEt/ öeJJen Schicksal die Bürgerschaft bewegt. er6 "?cutjd).e Journalpost" über die weitere Entwicklung der Angelegenheit folgendes: Der Vorstand des Burgerver.ernLausschusies hat eine, die Theaterfrage betreffende Sate°aivfelt haft hi?*8 ^eg.i.en gerichtet, welche in dem fi%■ tr8? Theaterwmmliiion „mit ihren dilettan- fluten ihrs .Ausgabe von Anfang an bis 8e,cn Tag ganz falsch oerftanoen, die freie künstlerische Entfaltung gehemmt und die mangelnde Rentabilität des Theaters veruriacht habe Damit wird also der Theaterkommiüion alle schuld zuLeichoben nüd gleichzeitig eine Lheatervttpajümug ■ ft £iseIM •tilget ÄK-ZL ig4 (XX ogtifi '"Agenz !KSÄ? Lettie S w'e ^”ser bei WÄö ü.Vv Fnedl ^^Mittels^ artit eilt W W 22 oio bis 5 Uhr <», iwit SsS igsy?: Wiehmarltplatze-, d «Abhaiwng ems rn «Gemgverem Emir Wilhelm Schnttder IderWirsschas« legenes frage bejaht. Da! Jaureu beschloßen ordnung der Gemk Star! L Offenbach ^Bezirlslehr j« nut Lehrer ange rinnen auf 9 M Lang Würben W Lolksschnllehremne gelehnt, dem neug1 zutreten und find blieben. ro. Worms, billigten in ihrer h von 1864, 1866 u 20 M. Es tonn Emlommen 1300 heim führenden Le tiroa 30 jährigen, g Gelängt tuagtfi leblitßtn, so (djroert foroie eine StiGirant ladjen und anderen einem anderen Baum riß, toormij der oöe lerschiedenm Zeichen slhims ist zu schlief Gegangen ift. In der so daß wohl die An, wurde. Me Papier keil noch nicht jestgk noch nicht ermittelt. und würdiger Raum, unser Stadttheäter, zur Verfügung steht. Die Reden und Ansprachen find durchweg von bewährten und sachkundigen Herren übernommen worden und der musikalische und gesangliche ist dem Anlaß des Festes angepaßt und wird daher auch große musikalische Genüsse bieten. Die Anmeldungen zu der,^uerjmb so zahlreich ergangen, daß sie nicht alle berücksichtigt werden konnten Der mit der Kartenverteilung beauftragte Ausschuß war aber bemüht, allen Meldungen wenigstens insoweit zu entsprechen, daß niemand bei der Kartenverteilung ganz unberücksichtigt bleibt. ** e üidramage sur Bte ihn nicht kannten, an dem Trama uEtttÄtolL Ml "Erlich verständlich fein: «ot die Kraßl)eü ber Situationsschilberuna unb las fHmftpin «...O- einem stillen ^Nachmittag einem Frennbe vor, Hans R. Fischer ^n?n ^^-/nrie trefflichen L-chilberungen bes sozialen El^ibs m ber Reichsl-auptstabt nicht unbekannten Schriftsteller unb Journalisten. Unb Flfcher berichtet in einem Bries den er mir fc0, toie Canstein nach Beeitoigung A9fun9 am,prang unb begeistert aus- iiI'^7 gegen Kopfochuppen gegen Haarausfall Javolisiere dein Haar \ Javol das Beste △ Wißmar. 11. Jam Ter Arbeiter Stroh von hier wurde mit einem Schuß im Leibe in die Klinik nach Gießen gebracht. Er hatte im Trünke Streck mit seinem Schwiegervater angefangen und dessen Zimmertür mit der Axt zertrümmert. Dieser ergriff das Gewehr, schoß und jagte dem Angreifer eine Kugel in den Leib. Hessen-Nassau. [] Marburg, 11. Jan. Für die weitere Ausgestaltung und Vervollkommnung der hiesigen Universitäts-Jn- stitute sind im diesmaligen Staatshaushalt wieder reiche Mittel bereitgestellt. So soll u. a. mit dem Umbau eines Physikalischen und eines Psychiatrischen Instituts begonnen werden. Für daS erstere wurde ein Bauplatz für 55 850 Mk. und für daS letztere ein solcher für 41 940 Mk. erworben. BcIoperDSängeriB erteilt vorzügL Gesangunterricht nach Italien. 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Auf der Vorderseite deS Tieis wehen in Mitteldeutschland zeitweise starke sudoUtiche Wmde, die zunächst noch trockenes ^roslwetter bringen; doch ruft der weltliche ^Wirbel m Rorddeutschland bereits Niederschlage (Regen) ^^WetteraiiSsichten in Hessen am Freitag dem 13. Jan. 1911: Schneefälle, etwas milder, nach Norden drehende Wurde In den Mittelgebirgen Sch,bahnen gut. 1 Sofa und 2 Sessel oliv. Plüsch, 1 Divan mit Teppich u. Tischdecke, 1 schöne altertümliche Ltommode mit Spiegel, 1 hochfeinen, nnßb. mit Gold, Salon mit Hckiotrop, Sofa und 2 Sessel, fast neu und wenig gebraucht, bin ich beauftragt billig zu verkaufen und anderes. Cu/i Näheres durch Möbelfabrik Brück. tag. Mimin Eintrittskarten zu der am Sonntag den 22. 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Auf diesen öffentlichen Angriss antwortete'die bekannte Frauenrechtlerin Frau Marianne Weber die Gattin des Professors Dr Max Weber, in emem sehr scharfen Schreiben, worin sie von Dr. Rüge Aufklärung forderte, auf wen sich in Heidelberg seine Angriffe bezögen. Dr. Rüge antwortete, er habe die gesamte Frauenbewegung genteinl, nicht aber einzelne Heidelberger Persönlichkeiten. Auf diese Erwidermig Ruges entgegnete Frau Weber noch schärfer. Sw fchrteb, Dr Nfuge müsse sich,, sofern er „normal urteilsfähig sei , selbst gesagt haben, daß seine Behauptungen "lerchlsertig ans der Luft gegriffene, durch keinerlei Mlltel zu beweisende, achlrch ganz haltlose Schmähungen" seien. „Wurden Sie, schloß das veröffentlichte Schreiben, zunächst einmal bei sich selbst ehrliche Em-- kchr halten, so würden Sie sich verimcklich überzogen mm sen, daß hinter bem Glauben an ihren Berus zum Sittenprediger sich in starkem Maße der unbeherrscht« Drang verbirgt, auch über Dinge, zu deren Beurteilung Ihnen die unumgänglichen Voraussetzungen und Kenntnisse fehlen, ein gewisses intgeäugeltto und vor allem recht unreifes Aeußerungsbedurfrirs iuh ergießen zu lassen". Auf diesen Brief hin fragte^Dr. Rüge bei Professor W eher an, ob er die Ausführungen seiner Gattin billige. Prof. Weber schrieb,darauf an Dr. Rüge einen Bries, durch den sich Dr. Rüge rn ferner Dozent e n e h r e b e l e i d i g,t fühlte, Er wandte sichan emMst- glied der Fakultät, um einen friedlichen Ausgleich der Affäre herbeizuführen, wobei er die Zurücknahme der beleidigenden Aew- ßerungen durch Professor Weber zur jBebmgung machte Pros Weber lehnte aber jeden Vergleichsversuch ab. Erne Forderung ist von Dr. Rüge nichterfolgt; unrichtig ist auch die Meldung, daß er üion der Universitätsbehörde gemaßregelt roorben sei Er hat aber gegen Pros. Weber unb Hessen.Gattin die Privatklage wegen Beleibigung eingereicht. ter * ert Ä M l«n 400 ; ijönert, L". ** '9' bei j 7 «•" bem H T^* * 4 zu gefährden., , Kaiserslautern, 12. Jan. Der nach bedeutenden Unterschlagungen flüchtig gewordene sozialdemokratische Stabtrat Wolfs wurde in Hamburg verhaftet. Paris, 12. Jan. Nach amtlicher 9tote ist in Lunc- ville unter dem Militär und der Bevö.kerung eine T Y p h u s- epibentie ausgebrochen, die auf den Genust verseuchten Wassers zurückgeführt wird. Paris, 12. Jan. Der Ausschuß der Radikalen und der Sozialradikalen hat auf Antrag seines Vorsitzenden Combes einen Glückwunsch an Prisson abgesandt, in dem seine Wahl zum Kammerpräsidenten freudig begrüßt wird. Madrid, 12. Jan. Der Minister des Innern forberte die spanischen Ei s en b a h n d i r e kto r e n auf, ibn unverzüglich zu benachrichtigen, falls eine ungewöhnliche Bewegung unter dem Eisenbahnpersonal beobachtet werde und wies die Gouverneure von Badajoz, Cacores unb Pontevedra an, ihn mit Nachrichten über den Ausstand der portugiesischen Eisenbahnangestellten auf dem laufende zu halten. Alle Gouverneure wurden durch ein mmisterielles Rundschreiben um Mitteilung ersucht, falls die spanischen .Bahnangestellten versuchen sollten, ihre ausständigen portugiesischen Kollegen zu unterstützen. San Salvador, 12. Jan. Ter seitherige Vizepräsident Manuel Araujo wurde zum Präsidenten gewählt. Die Wahl wurde in allen Bevölkerungskreisen mit Befriedigung begrüßt. QQOOOOOOOOD Sektion Giessen D. o. Oe. A.-V. Sonntag, 15. Januar: Stroibori— Fellingshausen— DünSberg— Bubenrod—Gießen. 6 Stunden. Abmarsch 9 Uhr oormitt. von der Lahnbrücke. (v°A betrieos uui. - unb a£lerif(8« sioii an.^n,‘3aitlic be M slhMV a rxug do: IstSdK W\bc bem werde «uten ssM «MS *SS«S5 ''«SH18'.« raB,0.; ben g*J&H** lieber«» Fran Roths Lahnstraße 14 * Wetzlar, 10. Jan. Das neue Amtsgerichtsgebäude an der Promenade geht seiner Vollendung entaegen. In seinen Räumen finden auch dte Katasteramter Wetzlar I unb H ibt Unterkommen. Wird das Amtshaus 1 einer Bestimmung Übergeben, verschwindet auch das Kuntongefängnis am schiller- platz von der Bildfläche.____________________________ Letzte Nachrichten. Wirren in Portugal. Lissabon, 11. Jan. Der Minister des Innern bat seine Entlassung angeboten. Eine .Abordnung hat ihn ge- beten, im Amte zu verharren. Es bestätig.. bet BU0 verkebr im Jill and und nach bem Auslande vollkommen cingeftem ift Siele Ladengeschäsie fmh trotz des Streus der Danbelsangestellten geöffnet. Die Zusammen,toße in bet Stabt haben zu zahlreichen Verhaftungen geführt , Lissabo n, 12. Januar. Die .Handelvangestellten baten Braga, den Wschied des Ministers des Innern nicht an- zunebmen. Braga erklärte, daß er berells abgelehnt W- Lissabon, 12. Jan. Die Er s enb ah nang estellten baten die Arbeller, sich ihnen anzuWießen, um die Ruhe nicht Sport. Schilauf im Westerwald. Auch im Westerwald regt sich der Schisport stärker. Wie aus bem Anzeigenteil erfichtlich, findet am Frellag abend im Hotel Lay in Wetzlar eine Be- l'prechung von Interessenten statt, bte voraussichllich zur Gründung eines Westerwälder-Schiklubs führen dürfte. __ k, fflärtnlagm 184 000 Wil Mit, d« getarnten flmttdirietMg trt Stadl Friedberg erhöht ftch die Summe uni wurde dem Gesangverein Eintracht gestattet. Das Ge,uch des Herrn Wilhelm Schneider I. hier um Ertelluna der Erlcurbnis ber Wirtschaftskonzession für fein in ber Enusstraße gelegenes Wohnhaus wurde befürwortet unb bie Bedursnis- fiaae bejaht. Da bie Oefsenllichkeit der Sitzung schon vor Jahren beschlos,en worden ist, soll zukünftig die Tages- orduung der Gemeinderatssitzungen verofsennicht weroen Dorfe bei Avellino. Dort erschotz eme, Däuerm den Liebhaber ihrer 2od)ter. Tie Menge verfolgte die Mörderin, bie ta bat Gerneinbesaal lief. Ms die Saite nachbrängten, brack ber Fußbobcn ein; alle stürzten in bie Tiefe. Vierzig Personen wurden schwer verletzt. Kleine Cageschronik. Der nach Unterschlagung von etwa 95000 Mark von Bonn geflüchtete Obertelegraphenassisdcnt H u 11 a n u s soll laut „Berl. Lokalanzeiger" in Berlin verhaftet worden sem In dem galizischen Ort Stanislowo verübten bra Frauen ein Bombenattentat aus einen steinreichen Mann, einen berüchtigten Frauenjäger und verletzten ihn tätlich Auf der Station Zizikar der dstneuschai Oswavn wurde eine fünftägige Beobachtungszeit verbunden mit Desmfizierung der Kleider unb des Gepäcks für die nach dem Westen rci|enbat Chinesen angeführt, um die Verschleppung ber Pest 5 U In Cincinnati wurde das Gebäude ber HanbelS- f am m er durch Feuer zerstört. Der Schaden beträgt mehr als eine Million Dollars.________________ Starkenburg und Nheinhrsfen. n. Offenbach, 10. Jan. Bei der Hauptversammlung des Bezirkslehrervereins wurde da Vorstand, dem sat- ötr nur Lehrer angehört hatten, durch die Wahl zweier Lehrerinnen auf 9 Mllglieder ergänzt Fraulein Hotz und^aulein Lang wurden einstimmig durch ßuru, gewählt. Dre hiesigen Lolksschullehrerinnen haben es ui ihrer großen Mehrheit av- gelehnt, bem neugebUbeten hessischen Lehrerinnenverbande bet- »iitrcten unb sind bem Hessischen Landes-Lehrerverane treu geblieben. w. Worms, 10. Jan. Die Stadtverordneten bewilligten in ihrer heutigen Sitzung ben Kr, egsteilneh m er n ton 1864, 1866 und 1870/ < 1 eine Ehrengabe m Zohe von ' 2l) Mk. Es kommen biejenigen Veteranen in Betracht, bereu Cinlommen 1300 Mk. nicht übersteigt. — Au, dn nach Wans- Ixjim führenden Landstraße wurde heute früh die Lerche emeS ciiva 30jährigen, gut gekleidtten Mannes an einem Saum_auf* gehängt vorge,unden. Alle Umstande la>sen au, Mord chlreßen, so schwere Verletzungen mit einem stumpfen Gegenstand, oivie eine Stichwunde unter dem Auge. Letter wurde ans Blill-^ lrchen unb anderen Bewa,en festgestellt, daß die Lerche erst an einem anderen Baurn aufgehängt war unb ber Strrck anschernend rtn worauf der ober bie Täter sie nochmals aufljangten Aus tcrfdiiebenen Zeichen, wie Tellen eines neuen snbenen Regenschirms ist zu schließen, daß der Tat ein harter Kampf Voraus- ßtaangen ist In den Taschen des Toten fand man noch 191 Mk daß wohl die Annahme berechtigt ist, ba6 ber ^Jlorber geftort rourbt Alle Papiere des Toten fehlen, so datz ferne Personlrck- noch nicht festgestellt toerben konnte. Auch dre Tater srnb noch nicht ermittel^ .Die Polizei fahndet eifrig nach ihnen. Kreis Wetzlar. Gevraua-ter, gut eryalt. (323 3/* Streich-Batz zu kaufen ges. Schrift!. Angeb. mit Preis u. Nr. 100 postlagernd Holzheim Kr. Gießen, erbeten. Vermischte». ♦ Eine erschütternbe Bluttat ereignete sich m Senerchia bei Neapel. Fast gleichzeitig waren nach langer Kerkerhaft ein junger Bauer unb eine junge Bäuerin aus dem Kerker entlassen worden. Der junge Mann hatte ans Ei,erfucht seinen Vater, ber seine Fran verführt hatte, unb ,eine lFrau ermordet, bie fast gleichzeitig entlassene, 26jährige Bäuerin hatte ihrer Schwiegermutter, die sie allzusehr überwachte, ben Kopf abgeschnitteii. Das Paar, das sich durch Zufall fand, trat zum Entsetzen des ganzen Dorfes in ein Liebesverhältnis. Am meisten entrüstet darüber war die alte Mutter der Bäuerin, die vergebens ben Liebhaber ihrer Tochter zu veranlassen suchte, bas Verhältnis auszugeben. Als keine Mahnung fruchtete, erwartete die alte Frau ben Liebhaber in der Kirche beim Hochamt und schlug den am Altar Knienden von hinten rn r t einer Art nieder. Während alles floh, stellte sich bie Mörderin den Gendarmen. — Ein ähnliches Verbrechen ereignete sich m einem < m Damen wollen H Kl ■ Termin mit H »3 fl ■ Adresse für nächst. Sonntag angeben, da außerhalb. (316 sAffsjMgeil Segelsch.erh. seeg. Ansr.u.Ausk. Pr. gr. M.Grobne, Altona a.E.,Breitestr.46III (hv"/> Damen u. 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(65 88"/, 1854—6904 R Danksagung 0286 T KMP^MWKM (Offene Stellen KWWWW Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Familie Robert Gärtner. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verluste sagen innigen Dank. Gießen, Liebigstraße 55, den 11. Januar 1911. Die Beerdigung findet Freitag den 13. d. Mts., nachmittags 3i/2 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes au§ statt. ' (8S9 Erstklassige Korkenfabrik sucht bei Weiubandl. und Brauereien eingeführten Platzvertreter für Gießen. £)ff.n.F.J.D,327mi!Hub. Moise, Frankfurt a. M. DerAelte/e Mittmocbk I Al geb. Sich am Dienstag dem 10. ds. Mrs., abends 7 Uhr, unerwartet ver- Der Wahlkreisvorstand des Bundes der Landwirte für den Wahlkreis Giessen, Grünberg, Nidda Wilh. Fenchel, Ober-Hörgern W ahlkr eisvorsitz ender. Todes-Anzerge Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die traurige Mitteilung, daß unsere gute, treusorgende Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Sortiererinnen gef Hermann Hcv, Sch-ÄdU . ao Ja Sucve ver lororl einen tüchtig., zuverlässigen, jüngeren Reisendem der Oberhessen u. die angrenzenden Teile Hessen-Nassaus nachweislich mit Erfolg bereist hat. Kaution erforderlich. Offert, unt. Angabe der Gehallsansprüche sind zu richten an 1322 Job. Wilh. Bauer, Seifenfabrik, Freieudiez bet Dietz a. d. Lahn. Suche für meinen Sohn, brav, fleißig. Schüler d. O. III, 14 Jahre alt, auf Ostern Lehrstelle in ein. Bank- ob. Engros-Jabrik- geschäst. Schriftl. Angeb. u. 0289 a. d. Gießener Anzeiger erb. für den Wahlkreis vorstand Giessen-Grünberg-Nidda. v"/. Todes-Anzeige. Nach langem, schwerem Leiden verschied am io. Januar, nachmittags 7 Uhr, unser innigst geliebter Gatte, Sohn, Vater und Schwiegervater Herr Reichs- und Landtagsabgeordneter 3421 Saubere, unabbäug. Laus- fron oder Mädchen gesucht. ____________Seltersweg 6. ZmigeS MöWcil gesucht. 03051 Marktttraste 33. aenommen. Diekonservc g-°rdnet-nh°l iu muchen. i. 4e ju sollen, baß hielt laufenden Session e devReichsgewe^ 'öestimming ergänzl lageis eine besond Nachweis eines vc ist; 2. zum § aE anweisungen anort jllit längstens 141' zm! Beginn eines Ortspolizeibehörde Ortes, wo sich bi befinden. Die trauernden Hinterbliebenen. I. d. N.: H. Mitze. Philipp Köhler-Langsdorf Die Tieftnuernden. I. d. N.: Dorothea Köhler. Die Beerdigung findet Freitag den iz Januar, nachm. 3 Uhr, statt. Versicherung. Erstklassige Lebensversicherungs- Gesellschaft mit großem Inkasso sucht Vertreter bei höchsten Bezügen. Es wollen sich nur Herrn melden, die auch Verkehr m. bess. Greifen unterhalten. Schriftl. Angeb. unter 325 an die Geschästsst. d. Gießener Anz. Das Mitglied des Land es Vorstandes des Bundes der Landwirte im Grossherzogtum Hessen Herr Reichs- und Landtagsabgeordneter Philipp Köhler in Langsdorf ist am 10. Januar 1911 plötzlich aus diesem Leben abgerufen worden. Wir betrauern in dem Dahingeschiedenen einen eifrigen Vertreter der Landwirtschaft, der stets ein überzeugter Kämpfer für die berechtigten Interesse des deutschen Bauern- und Mittelstandes war. Wir wollen an der Bahre des Toten aber geloben, sein Andenken stets in Ehren zu halten. Er ruhe in Frieden! Der Fiiian die Saukalt: iort, bie burd) bü Dl Werfe:, M bertrefen war. Sei an ben fleifätagft liefen Sr. Osann bc Es fanb zuerst eine faft Aus bie An Aintsgerichtsg 'Jnb Justizminister । die Summe von 6l richtung eines neue; Reit etwa 40 Die im Nachbarhause ar W auf Vorschi- Lo kalbe sichtig Weiter wurde c Ausgaben für (3d « bie Slnregm Aerimatzigere Konti y bet Regierum M Wucht WO M Gewlssenhastiak, tiirft?1 ^Eerbi ? iAnerun9 and Ä L Unten -w h Uö) lDf 0011 dem Giessen Direktion: Hermann Steingoetter. Freitag den 13. Januar 1911, abends 8 Uhr 12. Freiiag-Abonnem.-Vorstellung UnterMitwirkung derKaoelledes Inf.-Regt. „Kaiser Wilhelm" Nr. 116 Novität! Novität! Er uni) seiilt Lümiirr Vaudeville in 4 Akten von I. Einödshöfer. Ende nach 10^ Uhr. Für die Bearbeitungswerkstäite unserer Gießerei in Wetzlar wird ein tüchtiger älterer Hobler gesucht. (D18/ Buderus'sche Eisenwerke Wetzlar. Am 10. Januar 1911 starb in Langsdorf Herr Reichs- und Landtagsabgeordneter Philipp Köhler Wir betrauern in dem Heimgegangenen den treuen und unerschrockenen Vorkämpfer für die deutsche Sache und für jede redliche Arbeit in Stadt und Land. Mit ihm schied ein Mann aus dem Leben, der durch seine Geistesgaben und durch die Ehrlichkeit seines Charakters, durch sein redliches Wollen und sein tatkräftiges Auftreten auch die Achtung und Anerkennung seiner politischen Gegner sich erwarb. Nach einem Leben voll hingehender Arbeit für das Wohl der Gesamtheit möge er nun in Frieden ruhen. Er war ein Mann, nehmt alles nur in allem! Sein Andenken wird bei allen, die ihn kannten, nie verlöschen KUWUMK Suche zum 1. t)un eine schone 6—7 -Zimmer-Wohnung. Schriftl. Angebote unt. 286 an den Gießener Anzeiger erb.____ Kl. ruhige Familie, 3 Person., sucht per 1. April, oder früher, geräumige 4—5-Zim. Wohnung, ebener Erde oder Hochparterre, in besserem Hause in Süd-Ost gelegen. Elektr. 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