um Tie „Gießener ZamiliendlSNer" wachen dem .Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, bat „Kreisblatt für ben Kreis -letzen" zweimal wöchentlich. Tie „eandwlrtschaftlichen 3elt- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Deutscher Reichstag. 14 2. Sitzung, Mittwoch, den 8. Mörz. Am Tische des BundeSratS: Kraetke. Präsident Graf Schwcrin-Löwitz eröffnet die Sitzung 1 Uhr 15 Minuten. Der Poffefaf. Berichterstatter ist der Abg. Beck-Heidelberg (92aIL)V Abg. Gröber (Zentr.): Donnerstag, 9. IHärj 19Y Rotationsdruck und Verlag der Br üblichen UnwersuätS - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- strotze 7. Expedition und Verlag: e=Ä5L Redaktion: 112. Tel.-Adr>AnzeigerGießen. Abg. Dr. Dröschcr (fionf.): Die geringen Beschwerden, die der Vorredner vorzubringen wußte, sind die beste Anerkennung für die Postverwaltung. Wir fchcn den vorliegenden Postetat sehr viel günstiger an als die Sozialdemokratie. Die Post ist ein werbende? Unternehmen und muß nach faufmännifdien Gesichtspunkten verwaltet werden. Auf die Eiirnahmcn aus der Post können wir nicht verzichten. Wir wünschen, daß keine neuen Anwärter für die höhere und mittlere Laufbahn vis auf weiteres eingestellt werden, unter welchen Umständen auch immer. Wir sind für Heranziehung der unteren Beamten zu den Arbeiten der mittleren. Doch muß diese Reform allmählich dnrchgesnhrt werden. Die Sozialdemokratie schmiert den Beamten nur Honig um die Mäuler und weckt in ihnen Hoffnungen auf neue Gehaltserhöhungen. Aber um die Deckungsfrage kümmert sie sich nicht. ES kommt ihr nur daraus an, daß die Unterbeamten unzufrieden werden, damit sie sozial. ihr Recht und kaufmännische Grundsätze müssen audä Bei bet Post durchgefuhrr werden. Tic 9ncacnnun0 ber Erfolge im Fernst" cckwesen spricht gegen eine furzende -lendc- runn (Sehr richtig!^ Die Post ist dcö R e i ch c S a r o ß t e r Arbeitgeber? Es ist eine moralische Vcrpslistlung der Reichsvostverwaltung, den Ansprüchen der einzelnen Kategorien ihrer Beamten nach Möglichkeit zu befriedigen. Ter Gedanke ist erwägenswert, die sozialen Einrichtungen des Reichs auch für die Postbeamten nutzbar zu machen, wenn auch ReichsverstcherungSkommission und Budgclkommisiwn ihn einstweilen abaelebnt haben. . . . Meine politischen Freunde sind bereit. die 'n der 5lomminion geftridxnen neu angeiorderten h obe reu Bea mtenst Ile wicderherzustellen. Popularitatsgcichrei 'st nädst zieht der erste Asfesfor 'N d'ö Postverwaltung em. Da istdie Frage erwägenswert ob diese bi5 Mmutioscitc gebenbe Einteilung der Bcamtenkategorien mit Kastengeist nicht wesentlich vereinfacht werden und modernen Anschauungen Raum geben kann; daß nicht der -ine nach deml anderenl schaut und seiner Rangklasse und ,einen Auszeichnungen. Em weilen aber haben die einzelnen Kategorien nun einmal Ampruch»auf Berücksichtigung ihrer berechtigten Wun,che. Ter Redner bittet in diesem Zusammenhang den Staatssekretär E'-ine beruhigen Erklärung über seine Absichten betre'send daS Aufsteigen der höheren Anwärter und behandelt daS bekannte Verhältnis der älteren Oberpostassistenten. Ter Staatssekretär sollte die Notwendigkeit ber C r ga n Rationen anerkennen. Auch wenn wenn sie unabhängige Leute an ihrer Spitze haben, sollte er. nicht scheel sehen, solange sie nur StaalStrene zeigen und Ehrerbietung. . n Die Uebertragung von Dicnstleistungen an niedere Deam.cn- katcgorien sollte für diese auch zu einer Verkürzung der Dienstzeit führen, da die Qualität ihrer Arbeit sich hebt. Eine vollständige Reso'm der Besoldungsordnung ist jetzt nicht möglich, aber durch die Berechnung des Wohnungsgeldzuschusses kann manche Härte gemildert werden. Gewiß, der Bundesrat ist überlastet: vor einem Jahr bekommt man von ihm feine Antwort, die Fabrikanten wißen davon ein Lied zu singen. Aber die Frage der Reklassicrung wichtiger Orte ist brennend. ( Wir hätten für die Postbeamten mehr durchsetzen können, wenn die Parteien einig geblieben wären gegen die Negierungen und wenn namentlich die Mehrheitsparteien der Finanzreform das Unannehmbar der Regierung hier ebenso tvenig beachtet hätten, wie bei der Finanzresorm. Aber als das Zentrum damals zur Regierung abschwenkre.^da mußten die Hofsnungen der Postbeamten unerfüllt bleiben. Im vorigen Fahre winkte der Staatssekretär gegenüber dem Antrag Bassermann auf Schaffung eines PostbeiratS mit beiden Händen ab, er wolle sich nicht unter Suratei stellen lassen. Dabei zieht er einen Beirat von Fall zu Fall bei Verlchrsreformen heran; wobei man freilich bei uns in Sachsen das Gefühl der Zurücksetzung hat; von den vom Handelstag vorgescklagenen Sachverständigen ans Handel und Industrie wurde zur Januarkonserenz nicht ein Einziger zugezogen. Nicht zuviel Pessimismus hineintragen in Verkehrsfragen l Der Redner trägt eine Reihe von Verkehrs- wünschen vor. . Die Privateilbotenanstalten machen der Post keine Kon- kurrenz. Ihre Tätigkeit erstreckt sich, auf ganz andere Dinge. Denn sonst würde doch niemand 40 Pfennig zahlen, wenn er es für 6 Pfennig hoben kann. ES ist hart, daß jemand mit drei Mark Geldstrafe bestraft wird wegen Vergehens gegen das Pos! regal, wenn er durch Eilboten etwa seiner Frau miiteilt, daß seine Liebe zu ihr unverändert fortdauert. (Heiterkeit.) Für neue Postscheckämter empfiehlt der Redner Dresden und Leipzig. Der Redner glosiiert die unmögliche Resolution der Sozial- demokraten über die Lieferungsbedingungen, Tarifverträge usw., die in gleichem Wortlaut wie beim Marine- und Mililäretat auch hier eingebracht ist. Abg. Linz (Rp.) fordert eine Teilung des Oberpostdireklionöbezirks Düsseldorf Im Wuppertal muß eine neue Oberpostdireklion geschaffen werden, auch ein selbständiges Postscheckamt. Tie Zahl der Anwärter für die unteren und mittleren Stellen muß mögliche ein geschränkt werden. Tann werden auch die Vesoldungsverhältniste bester werden. Eine Revision der Einteilung der Städte hinsichtlich der Wohnungsgelder muß die entstandenen Härten beseitigen. Tie Verhältnisse der Telegraphenarbeiter und -Handwerker bedürfen einer befriedigenden Lösung. Freudigen Beifall der Geschäftswelt hat die Erleichterung des Trucksachenverkehrs nc > funben, ferner die Neuordnung der Bestimmungen über Nach nahme-Paketadressen und Nachnahmekarten, die Einrichtung der Freimarkenhefte, der Eilbestelldienst usw. Ter europäische Ein heits-10 Pfg.-Tarif ist möglichst zu fördern. Der Redner fordert weitere telegraphische und telephonische Kabel und besonders ein telephonisches Kabel von Berlin bis zum äußersten Westen. Staatssekretär des Neichspostamts Kraetke: In der Frage des W ohu n n g S g e l d z u sch u s s e s sind die Untersuchungen im Gange. (Beifall.) Der Wunicb nach Einführung weiterer Dkarkenyeftc zu 3 Mk., 4 Mk., 5 Mr. ist nickst zu erfüllen; wir können nicht zu viel verschiedene Sorten vorrätig haben. Ten Wunsch des Vorredners nach Schaffung einer neuen Oberpostdircktron würde ich ja sehr gern erfüllen; aber bei unteren Finauzvcrhältnisten iönnen wir, fc- lange es uns noch irgend möglich ist. den Dienst wahrznnehmeu. nicht neue kostspielige Behörden schaffen. Ten Organisationen bin ich niemals feindlich gewesen; aber die Beamten dürfen jid> nicht von dem entfernen, was für sie geboten ist. Für die Wünsche der Oberpraktikanten hinsichtlich ihres Rangverbliltniste-. werde ich eintreten. Weiterberatung: Donnerstag 1 Uhr. Schluß 63Ä Hör. Denn die Beamten immer noch unzufrieden sind, so liegt die Schuld auf feiten der Regierung. Sie hat unseren wc'..ergehen- den Wünschen ein glattes Unannehmbar entgegengesetzt. Auf dem Gebiet« des BeamlcnrechtS liegt noch vieles im argen. Ter Red- ner begründet einen Antrag, Der die alsbaldige Vorlegung eines Gesetzentwurfes zur Neuregelung der Dienslvor- haltnisse der ReichSbcamten fordert. Dadurch soll das Disziplinarverfahren mit ausreichenden Garantien versehen und insbesondere baß Wiederaufnahmeverfahren geregelt werden. Ferner soll auf Eintragungen in die Personalakten, die dem Beamten zum Nachteil gereichen, nur bann eine Entscheidung gc- gründet werden, wenn dem Beamten Gelegenheit zur Aeußerung gegeben ist. Weiter fordert der Antrag eine Statistik über die Aamilicnvcrhältniffc der Neichsbeomten und die Möglichkeit einer Wiederholung der Post, und Telegraphensekretärprüfung. Abg. Eickhofs (Vp.): Wir sverd'en dem Anträge zustimmen. Der Etat bietet ein erfreuliche- Bild. Ter Geist weiser Sparsamkeit herrscht in ihm. Berechtigte Reformen sollte der Staatssekretär aber nicht oblehncn. Er sollte den Verkehr nicht künstlich berlcucrn. Aus dem nächsten Weltpostkongreß muß demokratisch wählen. Allerdings sind gewisse berechtigte Wunsche bei der BesoldungSrcform nicht erfüllt worden. Dazu rechnen wir die Oberpostastistenlcn, denen wir deshalb eine P”|onlidK Zulage von 300 Mark gewähren wollen. Wir unters utzcn den Staatssekretär nachdrücklich in der Festhaltung und AuSubung der Monopolstellung ber NeichSpost. Deshalb und wir gegen Die Wünsche des Verbandes deuischer ^'lbotenanstalten, doja am 1. April von der Postvcrwaltung ein Eilboten-Ortsichiielldicnsl eingerichtet wird. Ter Redner bemerkt zum Schluß st-ner langen Ausführungen: Ter Staatssekretär ist m der letzten Zeit sehr oft totgesagt worden. Wenn der Aberglauben recht hat, daß Tot- gesagte noch vierzig Jahre am Leben bleiben, bnnen wir unS der zuversichtlichen Hoffnung hingeben, tmh Herr Kraetke nun erst recht noch recht lauge am amtlichen Leben bleiben , wird. (Beifall rechts.) Staatssekretär des Neichspostamts Kraetke: Die Frage des DispiplinarrechtS der Beamten wird jetzt geprüft. Wir hoffen zu einem ballen 13 ju gelangen. Bei schädigenden Eintragungen in die Pcr,onalaklen uerben jetzt schon die Beamten angehert. Die «ewunfchte «la- itii’f will idi nern liefern, bie kostet aber Zeit unb Gelb. ~*e im Anträge Gröber geforbecte Möglichkeit der Wiederholung der Prüfung erscheint nicht angebracht. Dankbar "kenne ich an, baß alle Redner betont haben, daß wir 'parsam Wirschaften Wir haben ja auch im vorigen Jahre feine neuen.Stetten Umsomehr bitten wir aber, biejemaen, die wir im neuen Ctat nach sehr reiflicher Ueberlegung verlangen, zu bewilligen. S,e sind burd'aud notwendig für den Betrieb. b‘ur die Lixrpost- assistenten wirb eine Zulage von je 300 Mk. verlangt, . 2^ ganzen maclst das 900 000 Mk. Dafür mußte aber erst .eine Deckung geschaffen werden. Nun ist über bic Verletzung eines Beamten in Jjcrtohn Beschwerde geführt woro-n Er wußte sich aber nicht zu stellen, weder mit seinem Vorgesetzten, noch mit seinen Mitarbeitern und dem Publikum. Er hat auch d u r ch Z e 11 u n g s - ichreibercien Unannehmlichkeiten gemacht. inuffen aber darauf seben, baß Lrbnung unb Harmonie Herr, Bezeichnend für den Mann ist, daß er. als er nach Hagen versetzt wurde, in der Zeitung folgende Anzeige veröffentlichte: Bei meiner Abreise nach Hagen allen Freunden und Bekannten herzlichen Gruß. Tenjenigen, die mir lieber auf den Runen als ins Gciicbt sehen, biene zur Nachricht, bah Hagen nicht weit ist! lHeiterkeit.) Im Oslcrober Falle hat die Reichspostverwaltung bic Entscheidung der Oberpostdircktion in Königsberg gebilligt. Nun ist gefordert geworden, daß wir bei der Vergebung von Lieferungen nur Firmen berücksichtigen, die ihre Arbeiter angemessen behandeln. Taö geschieht schon. ES ist ausdrücklich eine Bestimmung erlassen worben, wonach nur Lieferanten berücksichtigt werben sollen, bie die Sicherheit gewähren, baß sie die Forderungen ihrer Arbeiter unb Handwerker erfüllen- Unternehmer, bie ihre Ver- sicherungsbeiträge nicht zahlen, werben ausgeschlossen. /Bezugs der Tarifverträge kann ein einzelnes Reffort nicht einseitig vorgehen. Da muß eine Verständigung aller Refforts swttfinben. Das viele Flickwerk an dem Weltpo st verein ist nickst sehr sympathisch. Es handelt sich ja nicht um Deutschland allein, sondern um alle übrigen Länder. Amerika ist gewiß für Vereinfachungen sehr leicht zu hoben, aber eine Herabsetzung des Briefportos vermochte auch dec amerikanische Generalpost, meister nicht gut zu heißen. Eine Verbilligung wäre nur mög. lich für bie Posten, bie mit direkten Dampfern befördert werben, weil nur babei bie Transitgebühren erspart werden können. Eine einheitliche Regelung bcS Portos läßt sich nur dann durchführen, wenn man die Verluste, die man auf der einen Seite erleidet, durch Ersparniffe auf ber anberen Seite gutmacht. Tas ist also nur möglich, wenn alle Staaten zustimmen. Auch der General- nostmcisier vön England hat erklärt, baß er gegenwärtig auf eine Ermäßigung bcs Weltposlportos sich nicht einlassen könnte. Gewiß hat bie Ermäßigung bes Porios eine enorme Steigerung des ^ndustrieverkehrs zur Folge. ANeili Damit ist noch nicht ohne weiteres eine Erhöhung ber Einnahmen gesichert. So mußte Englanb, als es d 's t " 'Io en nähme des Verkehrs 17 Jahre warten, ehe es wieder auf seine früheren Einnahmen kam. Ich glaube nicht, daß beim Zusammentritt des nächsten WeltpostkongreffeZ die Finanzen aller in Frage kommenden Länder so gut sein ivcrden, baß man ein einheitlich Weltpostporto wirb beschließen können. (Zustimmung rechts.) Die Schikanen Der russischen Po st ver Wallung, über bie hier geklagt wild, bedauern wir lebhaft und sind de, strebt, Besserung herbeizusühr.», aber auf diplomatischem Wege ist das nicht zu erreichen. Die Klagen über unser Verhalten gegenüber den Privateilbotenanstalten sind nicht neu. Man vergißt nur dabei, daß diese Anstalten in den großen Orten, wo etwas zu verdienen ist, der Post Konkurrenz machen und die Einnahmen wegschnappen, während sie in den kleinen Orten, wo nichts zu holen ist, der Post den Dienst überlassen. Unsere Auslegung des Reichspostgcsches ist ja wiederholt von den höchsten Gerichten geprüft und für richtig befunden worden. Sie verlangen immer von uns Entgegenkommen gegenüber ben privaten Anstalten; wenn das aber nachteilige folgen für bie Postvcrwaltung hätte, bann würben Sw uns gewiß Vorwürfe machen. (Sehr richtig! rechts.) Den Wünschen nach Einführung von Brieftelegrammen stehe ich sym- pothisch gegenüber, aber die Erwägungen zwischen den einzelnen Refforts haben noch nid), zum Abschluß geführt. Für die Rege- lunq des Postfchcckvcrkehrs muß ja im nächsten Jabr ein Gesetzesvorschlag gemacht werben. In diesem Jahre werden wir darüber Sachverständige aus den Jntereffentenkreisen hören. Zur- zeit sind wir im VersuchSstabinin. Im vorigen Jahre sind infolge des Postfchcckvcrkehrs 37 Millionen Postanweisungen weniger eingclicfcut worden; da entgeht doch der Post dieser Verdienst. Abg. Dr. Strescmann (Natl.): Mein Fraktionskollcge Beck, der ständige Redner zum Post- etat, ist leider durch Indisposition verhindert. Herr Eichhorn spricht von Plusuiache».ei; aber die Reichssinanzen verlangen auch die Frage des Einheitsportos wieder erörtert werden. Ein gesunder Optimismus ist da ganz am Platze. Herr v. Stephan hat dieses Einheilsporto als Ideal bezeichnet. Es wäre daher eine Ironie des Schicksals, wenn sein Nachfolger dagegen wäre. Was sagt der Staatssekretär zu einem Einheitspakctporto von 30 Pfennig für ein Kilopakct? Der Verein rheinifch-westfälischer Exportfirmen klagt über Belustigungen beim Paketverkehr nach Ehina über Rußland. Der Redner bringt Beschwerden der EilbriefbeförderungSanstalten vor. Man sollte sie nicht unnötig belästigen, denn sie dienen dem Verkehr. Tie Postverwaltung mag ruhig eine eigene Institution auf diesem Gebiete schassen, sie hat aber kein Recht, ge- waltsam die unliebsame Privatkonkurrenz zu beseitigen. Der Redner fordert die Einführung von Brieftelegrammen und ein neues Postscheckamt in Düsseldorf und Elberfeld, ba Cöln überlastet sei. Bedauerlich ist der Ucberfluß an höheren und mittleren Beamten, ber ein äußerst langsames Avancement zur Folge hat. Mit uwicren Anträgen auf Deffcrstcllung der mittleren und unteren Beamten sind wir leider nicht durchgedrungen. Eine Erhöhung dcS Wohnungsgeld- znschuffeS, besonders im Westen, ist durchaus notwendig. 500 Petitionen in dieser Richtung liegen bereits Vor, aus Barmen vsw., dem ganzen westlichen Revier. Abg. Eichhorn (Soz.): Ter Neherschuß ist ja ganz angenehm. Aber die Post soll dcch nickt der PluSmacherci bienen, sie soll in erster Linie Ver. lehrsinstitut fein. Unb da fehlt noch viel. Herr Kraetke liebt den S ch n e ck e n g a n g. Er ist taub gegen bic meisten Reform- Vorschläge. Ter giebncr fordert bas 10 Pfg -Weltporto. Not- wcnblg ist die Herabsetzung deS Ortsportos für Postkarten unb ber Postscheckgcbühren. Hoffentlich bleibt ur.5 ber Staatssekretär mit seiner Fernsprechgebühren.„Reform" vom Leibe. Tie Meffengerboy.Institute sinb ein VerkehrsbedürsniS. Der gegen lic geführte Kampf streift schon ans Lächerliche. Der geplante Eilbotendienst der Post wird sich nicht bewähren, da er zu teuer ist. Man sollte tüchtige untere unb mittlere Beamte auch in höhere Stellen aufsteigen lasten. Der Rcbner führt Beschwerbe über bie sanitären Zustände beim Tclegraphenamt in Frankfurt a. M., bie gerabezu slcmbalör seien. In Lsterobe würbe ein llnterbeaiulcr in schlimmster Weise gepeinigt, weil er Vorsitzenber beS Unter- bcamtenvcreinS war. Er würbe schließlich strafversetzt unb bann auf Veranlassung der Obcrpostbircktion in Königsberg i. Pr noch heimlich überwacht. Ta braucht man sich nicht zu wunbern wenn bic Unzufriedenheit unter den Beamten immer größer wirb. Tas ist nur em Stück eines verberblichen Systems, das wir energisch bekämpfen. Nun will man den Oberaffistenten eine GehaktScrhöhung gewähren, um sie für die Wahlen zu fangen. Das machen wir nicht mit. Zuerst kommen bie unteren Beamten! Wir sinb bereit bic Erbschaftsstcuer einzuführen, um bie Besoldung der unteren Beamten zi^stcigcrn. Die Arbeiten, die bic Postvcrwaltung zu vergeben ha^solllen nur Firmen zukommen, die Tarifverträge ab« schließen. yr. 58 Dritter Blatt 16t. Zahrgang * eri^einl mit IHuSnaSme be* Bonnlae*. Jk Akk A AA A At A AM iDicficncr ANzeMl General-Anzeiger für Gberheffen hefsyche Zweite Kammer. R. B. Darmstadt, S. Mär;. Am Rcgierungsrischc: Staatsminister Ewald, Gchcinirätc Dr. Becker, Frhr. v. Biegclebcn, Wildrand, Geh. Oberfinanzrat Fuchs. Bizepräsiucin Morell eröffnet die Sitzung um 9ya Uhr. Es erfolgt zunächst die Wahl eines Mitgliedes für den zweiten Ausschuß an Stelle des zurückgetretenen Abg. Leclingcr. Tic durch Alllamatwn vorgcnommenc Wahl fällt auf ^U'g. M übler«« WormS. DaS Haus seht dann bic Hau-Haltsbera!uvg fort bei Kap. 3, Weinbaudomänen. Abg. Dr. Winkler (natl? stimmt dem Dusschußrefercntcn darin bei, daß die vorbildliche Zitigicit der Gcoßy.'rzogi. Wein baudomäne an den Absatz der rheinhessischen Weinc einen äußerst günstigen Einfluß auSgeubt har. Es fei in er.icr Linie Aufgabe ber Tomäne, fördernd und anrcgcnD fuc den hessiichen W.inbau einzutreren und er halte d^syarb Die weitere ÄnlaZe von Mufler- weinbcrgcn für sehr erwünscht. Bei Verwertung der Produkte müsse dic Domäne gewijsermaßcn als Konkurrent mit auftreten, aber dieser Umiianö werde anfgeboöen durch die Erhöhung des Renommes der rhenchessischen Weine. Sehr aniucuennen fei die Erwerbung des Oppenl>cimer HerrnbergS durch die Domäne; die Regierung habe erilärt, daß sich die Tomänen im rocjentiicycn auf eine Arrondierimg ihres Besitzes beschranken wolle. Er bitte um Auskunii, was die Regierung unter „Arrondierung" verstanden wissen wolle und eventuell, in welchem Umfang ro:üen Ankäufe von Weinbergen aus Prioawesitz beabsichtigt jiiib. Hch. Rat Tr. Becker danir dem Vorredner jür die an» erkennenden Worte. Ter Begriff „Arrondierung" fei von ber Regierung näher fcfigelegt worden in einem Schreiben an bic Bürgermeisterci Oppenheim, baß nur in io weit Ankäufe statttin- ben könnten, als sie zur Abrundung des Besitzes oder zur Erwerbung solcher binrorragcnbcr Sagen bienen füllten, berat Besitz rcegen ihrer Gäte erwünicht sein müsse. Zu diesen letzteren gehöre das scckis Morgen große Weingut „Herrenberg", dessen Erwerb notivcndig war, um dic Ovpenheimcr Lualitätsweine 'der Tootöne zu vervollständigen. Es bestehe auch bezüglich der weiteren Ankaufspolitik keine Meinungsdifferenz zwischen der Wein- baudomäne und der Kammer. Unmittelbar benachbarte Parzellen zwecks Abrundung des Besitzes zu erwerben, fei notwendig schon mit Rücksicht auf die bessere Betämpfung der Nebsck)ädiiuge. Jin übrigen betone er, daß der Besitz der Domäne in Opvcnheim. größere Erwerbungen nicht mehr verträgt und daß deshalb auch schon mehrfache Angebote aügelehnt wurden. Es sollte auch nicht Aufgabe der Domäne sein, gerade unter den schlechten Zeit- Verhältnissen alles Mögliche zusaiiimarzukaufai unb et erkläre ausdrücklich, daß die Domäne den größten Wert auf einen gut angesessenen Privattveinbaub-eiitz legt, namentlich auch darauf, daß kapitalkräftige Privatbesitzer größte Erwerbungen machen und sie freue sich, menu sie mit derartigen Kräften in eine friedliche Konkurrenz cmtreteii könne. (Beifall.) 9lacf) einem Schlußwort des Refereiitat, Abg. Molthan, wird Kooitel Weinbaudomänen, Einnahme 127,487 Mark, An:--. gäbe 178^26 Mark, einstimmig genehmigt. Saj). 4, Bad Salzhausen, fällt aus. Kap. 5, volzmugazitt zu Darmstadt, und Kap. 6, Kapitals msey und Sonstiges, werden ohne Debatte genehmigt. Bei der Haiiptabteilung StaatSdvmäneftr, Kap. 7, Kaineral- und Forftdornänert, bringt ALg. Orb (Sozd.) einige Mißstände in der Forstverwalttmg »ur Sprache. Er wünscht eine einheitliche Vorbildung der Forstwürter und kritisiert dre angebliche Protektionswirtschaft bei der Anstellung der letzteren. Geh. Rat Milbrand bestreitet die Behauptung, daß bei der Anstellung der Fvrstwarte Unterschiede persönlicher Art gemacht würden. Die einheitliche Vorbildung bestehe bereits. Es sei eine Forstwartschule vvrhanden, die jeder zwei Jahre hindurch besuchen müsse, und es werde kern Fvrstwart eingestellt, der aus der Schule nicht seine Prüfung bestanden habe. Darauf wird Kapitel 7 mit Einnahme 273,718 Mark und Ausgabe 148,252 Mark genehmigt. Kapitel 7a, Braunkohlenbergwerk Ludwigshoffnung, Einnahme 205,252 Mark, AusMhe 203,948 Mark ruft eine längere Debatte hervor. ALg. Breidenbach (Bbd.) ist sehr erfreut darüber, daß den vorjährigen Wünschen gemäß bet Betrieb der Grube eingeschränkt worden sei, und das Projekt der Errichtung einer elektrischen Ueberlandzentrale und einer Brikettfabrik von der Regierung in die Wege geleitet wurde; es werben sich voraussichtlich zirka 60 ober hessische Gemeinden daran beteiligen. ALg. Dr. Zuckmayer (Zentt.) bedauert, daß er sich den .Hoffnungen seines Vorredners nicht anschließen könne. Er sehe die Rentabilität einer Brikettfabrik nicht so klar. Es hätten ihn Sachverständige versichert, daß eine solche Anlage mit den größten finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen habe. Der Redner bitte die Regierung Auskunft zu geben, wie die finanzielle Entwicklung dieser Brikettfabrik vor sich gehen soll. Oberfinanzrat Balser erklärt, daß die Regierung die größte .Hoffnung für die Rentabilität der Brikettfabrik hege. Die in den nächsten Tagen erscheinende diesbezüglich? Regierungsvorlage würde alle nähere Auskunft geben. Abg. Molthan weist darauf hin, daß bereits eine Million Mark durch den Staat in das Kohlenbergwerk hineingesteckt wurde. Sehr ernsthaft sei zu erwägen, ob die Rentabttität der neuen Anlage auch gesichert sei. Er empfehle jedenfalls, daß bevor weitere zwei Millionen Mark in dieses Unternehmen gesteckt werde, durch praktische Sachverständige eine eingehende Prüfung vorgenommen werde, nicht nur durch Theoretiker. ALg. Dr. Weber (Bbd.) führt aus, daß er der Meinung sei, das Projekt der Errichtung einer Brikettfabrik eröffne gute Aussichten aus Prosperität des ganzen Unternehmens. Abg. Ulrich (sozd.i spricht seine Freude über das Projekt der Regierung aus und hofft, daß sich die staatliche Grube nach Errichtung der Brikettfabrik in Verbindung mit der elektrischen U^berland- zeMrale gut entwickle. Das Material, das andere Brikettsabriken verarbeiten, wäre nicht besser als das Material der Gegend von Wölfersheim, wo die Fabrik errichtet werden soll, vorausgesetzt, daß das Projekt hohen Anforderungen entspricht. Vorläufig müsse man ob wart en, wie das Projekt ausfällt. Abg. Köhler-Worms bezweifelt stark, daß mit Hilfe der Brikettfabrik und der Errichtung einer Ueberlandzeittrale eine Rentabilität erreicht wird. Der Redner verbreitet sich des längeren über die Gründe seines Zweifels und bittet den Finanzausschuß, dem ja die neue Vorlage zugehen muß, das ProjÄt gründlich zu prüfen. Daß durch den Llnschluß der etwa 60 doch immerhin nur kleiner en Gemeinden sich bte Produktion rentabel gestalten wird, häll der Redner für sehr fraglich. Daraus wird das Kapitel angenommen. Kapitel 8: Saline , Badeanstalt ttnS TiefbartaMt Bad-Nauheim und Badeanstalt Bad-Salzhausen. Abg. Breidenbach (Bbd.) spricht als Vertreter von Nauheim in längerer Rede über dieses Kapitel. Als erstes wevt er die Angriffe ans den Besuch des Zarenpaares in Nauheim zurück. Er führt aus, daß die gerne Einwohnerschaft und die Stadt selbst große Vorteile durch diesen Besuch gehabt hätte, weshalb diese Angriffe aus das Lebhafteste zu bedauern seien. Man sehe in Bad-Nauheim dem für dieses Jahr wiederum in Aussicht gestellten Besuch mit großer Freude entgegen. (Zustimmung.) ©idjer sei, daß durch diese Besuche bedeutende Propaganda für die Heilquellen des Bades gemacht werde und der Name des Bades aller Welt bekannt wird. Des weiteren verbreitet Redner sich eingehend über die projektierte Errichtung eines großen Badehotels mit direkter Quellenzuführung und kritisiert die Antwort der Regierung auf seine diesbezügliche Interpellation. Gute Hypotheken wären für die Grundstücksbesitzer der Stadt nicht mehr zu hoben, wenn ein derartig großes Aktienunternehmen verwirklicht würde und die Grmldsmcksbesitzer hätten den größten Schaden. Warum wurden die Millionen für Neubauten vor einigen Fahren aus- gegeben, wenn man jetzt derartige Konkurrenz-Unternehmungen, zulasse? Sämtliche Aerzte sowohl, wie auch die ganze Bevölkerung haben sich gegen das Hotelprvjekt ausgesprochim. Abg. v. Brentano (Zentr.) vermag die Hoffnung des Abg. Breidenbach nicht zu teilen. Er schließt sich ganz dem Protest an, daß die Wohnräume der Nauheimer Hotels schlecht find. Er hofft und wünscht, daß die Kaiserin von Rußland gesundet sei, wünscht aber, daß das neue Bade Hotel in besseren Zustand gesetzt werde. Im Interesse der Regierung muß es liegen, daß dies bald ausgeführt werde. Er lehnt eine Monopolisierung ab und freut sich, daß die Regierung auf dem gleichen Standpunkt steht. Im Interesse des Landes liege es unbebingt, wenn das Projekt ausgesührt wird, beim viele Arbeiter usw. ivürben dadurch lohnenden Verdienst fftrden. Unternehmer gingen in der Hauptsache noch Bad-Nauheim, um zu verdienen und dies können sie nur, wenn in den Hotels Badewasser vorhanden ist, so daß Kranke direkt, ohne über die Straße zu gehen, baden können. Er hofft, und glaubt nicht, daß die Stadt Bad-Nauheim sich dagegen sträuben wird, Wasser in die Hotels zuzuleiten. Abg. Ulrich (Sozd.): Von dem Augenblick an, als die Regierung erklärte, das neue Unternehmen erhalte kein Monopol, ist er nicht mehr dagegen. Jetzt handele es sich nur noch um einige wenige Privat-Jnteressenten, die gegen die Wasserabgabe an Hotels sei. Er führt aus, daß, wenn die Wasserabgabe nicht geschieht, nur bie Stadt Nauheim daran schuld sei. Er hofft, daß der Stadtvorstarü) doch noch zu der Einsicht komme; er würde es bedauern, daß die Stadtbehörde erst später, wenn der Bau fertig ist, darauf zurückkäme, denn dann wären die Lasten zu groß. Es gibt tausende Kranke, für die es notweirdig ist, das Wasser dort richtig erhallen zu föimen, denn jedem Kranken werden die Bäder anders, vorgeschrieben. Durch die Abgabe an alle Hotels leidet das Wasser nicht und hiervon hängt der Besuch des Bades hauptsächlich ab. Er kommt zu der Frage, ob wir nicht die öffentlichen Badehäuser burch die Wasserabgabe schädigen. Nach den bestehenden Verträgen hält der Redner eine derartige Schädigung für ausgeschlossen. Der Preis der Abgabe der Bäder spiele doch auch eine Rolle und die Bäder in Privat-Häuseo bringen bedeutend mehr ein, denn ein solches Bad kostet immer ca. 10 Mark und das können sich nur sehr wohlhabende Leute leisten. Dadurch aber wird das Bad bedeutend rentabler. Bett. Verschlechterung des Wassers hält der Redner es für ausgeschlossen, daß bei den bestehenden Sicherheitsvorschriften irgend rockte Schäden ober Verschlechterungen eintreten können. Jeder Badegast würde sofort eine derartige Verschlechterung sofort merken und nie wiederkommen. Schon deshalb wird in keinem Hotel Süßwasser dem Sprudel zugefetzt werden. Die Verschlechterung der Kredit- verhältnisse in Bad-Nauheim aber hat mit der Wasserabgabe nichts zu tun. Der Grund hierfür liegt seiner Meinung nach oielmehr tn dem Hochschrauben der Grundstückpreise. Der Redner hält es für einen Fehler, wenn, man sich die Möglichkeit beschränken wolle, das Wasser an Privat-Hotels abzugeben. Er hält die Lage für so klar, daß die Kammer sich mit der Wasserabgabc in Privathäuser einverstanden erklären kann. Geh. Oberfinanzrat Dr. Fuchs gedenkt des Hinscheidens des Kurdirektors Frhrn. v. Storck und erwähnte seine Verdienste um Bad-dLauheim. Es sei kein Zufall, daß die Ballgesellschaften zu dem Verstorbenen gekommen seien, an der erwähnten Stelle ein Badehotel zu errichten. Der damalige Vertrag wurde abgelehnt, doch ist ein neuer in Arbeit, per sicherlich allen Anspttichen Und Wünschen entspricht. Die Regierung habe sich nicht gebunden und» dem Unternehmer des projektierten Hotels nichts bestimmtes zngesagt. Die Regierung führt augenblicklich wichtige Verhandlungen mit Bad-Nauheim anderer Art und wird auch über die vorliegenden Schwierigkeiten Hinwegkommen. Die Zahl der Kurgäste ist über 33 000 gestiegen, während 1904 nur 24 000 Kurgäste Nauheim besuchten. Die Stadtkasse hat also große Vorteile durch den Bau des Bade-Hotels und bte Regierung durfte das Anerbieten nicht von der Hand weisem Abg. Breidenbach wendet sich gegen die Ausführungen der Abgg. v. Brentano und Ulrich und verteidigt seinen ablehnenden Standpunkt gegen das Hotelprvjekt. In einer Aerzte- versammlung in Bad-Nauheim hätten sich von 54 Aerzten nur 4 für die Abgabe von Quellwasser an Privathotels ausgesprochen. Abg. Reh (fr. Dp.) erklärt, man müsse es mit Genugtuung begrüßen, wenn nt Bad-Nauheim ein großer Hotelbau errichtet werde. Nachdem die Regierung erklärt habe, daß das neue Hotel kein Monopol für die Wasserabgabe erhalte, liege fein Grurch mehr vor, die Regierungsvorlage abzulehnen. Der Ausschußautvag auf Bewilligung der Einnahmen mit 1 501100 Mark und der Ausgaben mit 1401100 Mark wird darauf einstimmig angenommen. Bei Kapitel 10, Staatseiseub ahnen, nimmt zuerst der Ausschußberichterstatter, Abg. Mvlthan, das Wort und bittet, alle etwaigen Anträge zu diesem Kapitel zurückzustellen und von einer Erörterung der Frage einer Revision des Eisenbahn- gemerm'chastsverttages abzusehen, da ja dieser Punkt später besonders behandelt werde. Abg. Raab (Sozd.) erläutert darauf fernen schon im Ausschuß gestellten, von diesem aber abgelehnten Antrag auf Einstellung eines Betrages von 5000 Mark zwecks Gewährung von Wohnm isgeldzuschüssen an die früheren Main-Neckar-Bahnbe- amten. Weiter bringt der Redner verschiedene lokale Wünsche, das zu frühe Abgehen des Zuges Gernsheim—Mannheim, Mißstände bei den Arbeiter-Wochenkarten usw. zur Sprache und erörtert schließlich noch die Bahnhofsverhältnisse in Vilbel. Die Sitzung wird dann um l1/* Uhr abgebrochen. Nächste Sitzung heute nachmittag 3 Uhr. hilsrverein für die Seiftertranken in heften. — .Gießen, 7. März. Eine zahlreich besuchte Versammlung der ober- hessischen Vertrauensmänner fand heute in der Klinik für psychische und nervöse Krankheiten in Gießen statt. Professor Sommer behandelte die Zusammenhänge zwischen Säuglings-- Krüppel- und Jdioten- fürsorge. Diese drei Aufgabeit der sozialen Fürsorge haben sich int wesentlichen unabhängig von einander entwickelt, hangen jedoch in der Wurzel zum Tell eng zusammen. Die Beziehungen der Krüppel- und Säugllngs- fursorge sind schon in den Mitteilungen der großherzoglichen Zentrale für Mutter- und Säuglingsfürsorge von Herrn Professor Koeppe behandelt worden, wobei besonders Rachitis und Tuberkulose als Ursache der Verkrüppelungen und gleichzeitig als Krankheiten, die im Gebiet der Säuglingsfürsorge zu bekämpfen sind, namhaft gemacht wurden. Die gleichen Krankheiten haben auch für die Entstehung bestimmter Jdiotieformen eine große Bedeutung. Man hat früher die Idiotie zu einseitig in allen Fällen als angeborene Krankheit aufgesaßt, während viele Zustande dieser Art in den ersten Lebensjahren durch bestimmte Krank- heiten entstehen. Por allem ist wickftg, daß die Hirnhöhlenwassersucht, die sehr viele Kinder der S>iotie zu- sührt, sehr häuftg auf rachitischer Grundlage entsteht: ebenso hängen die meningitischen Formen der Idiotie, die auf Entzündung der Hirnhäute beruhen, in der Regel mit tuber- kulösett und skrophulösen Erkrankungen zusammen. Sodann können durch syphilitische Infektion in den ersten Lebensjahren, eine Reihe von schweren Gehirnveränderungen, ja sogar fortschreitende Paralyse im jugendlichen Alker ausgelöst werden. Auch beruht später ausbrechende Rückenmarkschwindsucht gelegentlich auf einer in früher Jugend veritrsachten Infektion, die mit dem Mangel einer geordneten Säuglings- und Kinüerpftege zusammenbängt. Bemerkenswert rst ferner, daß die Formen der Joiotie, die mit Lähmung urll> Entwickelungshemmung in einzelnen Extremitäten verbunden find, öfter auf Infektions lrankheiren beruhen und Kinder befallen, die schon vorher wenig widerstandsfähig waren. Professor Sommer zeigte durch Projektionsbilder und klinische Vorstellung von entsprechenden Patienten die Zusammenhänge des Gebietes der Idiotie und der Verkrüppelungen im besonderen Hinblick auf die Säuglingsfürsorge. Sodann gab er einen Ueberblick der jetzigen Fürsorge für Idioten in Hessen. Diese geschieht bisher einerseits durch Sie Landesirrenanstalten, anderseits durch das Alicestift in Darmstadt. Bei der Wahl von Gießen als Ort für bie vierte hessische Landesirrenanstalt hat die Stadt Gießen als Kompensation für Gründerg, welches im übrigen hauptsächlich in Betracht kam, die Zahlung'von 75000 Mk. als Beitrag für eine eventuell in Grünberg zu bauende Jdioten- anftalt zugesagt. Es fragt sich hauptsächlich, wie diese zukünftige Grünberger Anstalt zu dem bestehenden Alicestift in Beziehung gesetzt werden soll. Professor Sommer vertritt den Plan, daß die ärztlich geleitete Anstalt bei Grünberg nicht nur die schon ausgebildeten Formen der Idiotie aufnehmen soll, sondern daß hier im Zusammenhang mit der organisierten Säuglingsfürsorge gerade auch die entstehenden Krankheiten dieser Art rechtzeitig der ärztlichen Behandlung zugewiesen werden sollen. Während also die eventuelle Jdiotcnanftalt ärztlichen und therapeutischen Charakter haben soll, würde das Alicestift entsprechend seiner bisherigen Geschichte mehr pädagogische Ziele verfolgen und als Jdiotenerziehungs- anstalt in den geeigneten Fallen weiter wirken. Bei dieser Verteilung der Aufgaben würde einersetts das Alicestift von schwierigen, nur unter psychiatrischer Aufsicht zu behandelnden Fallen enllastet werden, wahrend anderseits die ärztlich geleitete Anstalt int Zusammenhang mit der Säuglingsfürsorge einen ausgeprägt therapeutischen Charakter erhalten könnte. Auf diese Weise könnten ärztliche und pädagogische Aufgaben in diesem Gebiete gleichmäßig gefördert werden. Professor Dannemann gab sodann eine kurze Geschichte des hessischen Jrrenwesens und behandelte vor allem den Bau und die Einrichtung der neuen Jrrenanstall bei Gießen. Hierbei kamen auch die Ausnahmeoerhältnisse der Klinik, die bei relativ geringer Bettenzahl sehr viele Ausnahmen zu vollziehen hat und deshalb mit Notwendigkeit in einer Reihe von Fällen die Landesirrenanstalten aus räumlichen Gründen zur weiteren Bewahrung bestimmter Patienten in Anspruch nehmen muß, zur Behandlung. Sodann sprach der Vortragende über die Mitwirkung der Vertrauensmänner bei den psychiatrischen Aufgaben, wies darauf hin, daß die Beschaffung von geeignetem Pflegepersonal eine sehr wesentliche Aufgabe der Vertrauensmänner fei, und erklärte die Mitwirkung wellerer Kreise bei der Sammlung für den Hllssverein für nötig. Beide Vorträge fanden bei der zahlreichen Versammlung lebhafte Zustimmung, die zum Schluß in her einstimmigen Fassung der folgenden Entschließung zum Ausdruck kam: Die Versammlung erklärt es für wünschenswert, daß im Zusammenhang nut der Säuglings- und Krüppel ürsorge, die damit eng verknüpfte Idiotenfür - orge speziell durch den Bau der für Grünberg g-- ) kanten Idiot en an statt weiter gefördert werde. Es soll yabei auf dem Boden einer organisierten ©äugtingdfürjorcc oweit als möglich der Entstehung der Jdiotte Vorgehens und die Krankheiten, die zur Kiotie führen, schon xwt Beginn der ärztlichen Behandlung zugeführt werden. Fernu erklärt die Versammlung eine Beteiligung weiterer Kreil' an den Bestrebungen des Hilfsvereins besonders andi durch Beiträge für die Kollekte desselben für dringend erforderlich. Handel. ♦* Konkurse in Hessen, liebet das Vermögen des Gastwirts Andreas Eberth zu Nieder-Ramstadt wurde am 6. März das Konkursoerkahren eröffnet. Gerichtsvollzieher i. P. R e i b st e i n in Darmstadt, Bleichstr., wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursiordernngen sind bis znm 25. März bei dem Amtsgericht Darmstadl IL anzumelden. — lieber den Nachlaß de- Schnhmachers Friedrich Louis August Morgenroth in O k s e n. bad) wurde am 24. Februar das Konkursverfahren eröffnet. Gerichtstaxator Johannes N i e d e r h o f zu Offenbach wurde zun, Konkursverwalter ernannt Konkursforderungen sind bis zum 25. März bei dem Amtsgericht Offenbach anzumelden. — liebet das Vermögen des Bauunternehmers Valemin Wieder hold in Langen wurde am 28. Febr. das Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwall Roths child in Langen wurde zum Konkurs Verwalter ernannt Konkursforderungen sind bis zum 30. Marbel dem Amtsgericht Langer: anzumelden. — lieber das Vermögen, des Bäckermeisters Karl Wieland zu Neu-Isenburg wurde am 1. März das Konkursverfahren eröffnet Rechtsanmai Keßler in Offenbach wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkurskorderungen find bis zum 6. April bei dem Amtsgericht Offenbach anzumelden. — Frankfurt a.M., 8. März. In der heutigen Haupt- Versammlung der Deutschen Vereinsbank waren Mk. 9 068 400 Aktien mit 15114 Stimmen vertreten. Unter Er teilung der Entlastung an Aussichtsrat und Direktion wurde den Anträgen der Verwaltung gemäß beschlossen, für das abgelaukene Geschäftsjahr eine sofort zur Auszahlung gelangende Dividende von 6 Prozent auf das erhöhte Aktienkapital von Mk. 30 000 000 zu verteilen. Tie fatzungsgemäß ausfcheidenden Mitglieder des Aui- sichlsrats, die Herren Direktor Wilhelm, C. Escher, Max Hauck, Alfred v. Kaulla und Geh. Hosrat Gustav Pfaff, wurden wieder- gewählt Markte. r.o. Wiesbaden. Diehhof-Marktbericht vom 8. März. Auktrieb: Rinder 69 (Ochsen 18, Kühe 51, Bullen 0), Kälber 2ul, Schase 34, Schweine 382. Tendenz: Rinder, Kälber, Schafe und Schweine mittelmäßig. Preis Durch- pro 100 Pfd. schnütspreis 100 Pfund Ochsen. von-^von-biS U*bc'^t$ta4K' Dollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwertes, höchstens 6 Jahre alt 47—49 86—89 48 87 Junge, fleischige, nicht auSgemäsiete und ältere ausgernästete 44—46 83—84 46 83 Ungejochte 48—60 87—91 49 89 Bullen. Vollfleischige, ausgewachsene, höchsten Schlachtwertes . . 43 —45 78—83 44 80 Vollflerschige, jüngere 40—42 76—76 41 75 8 arien, Kühe. Vollfleischige ausgemästete Färsen höchst Schlachtivenes 46—49 82—86 47 84 VoUsielichige ausgemästete Kühe höchst Schlachtwertes bis zu 7 Jahren. . 39—42 76—76 40 75 Aeltere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte lüngereKühe u. Färjert 85—38 70—73 36 71 Kälber. Feinste Mastkälber 63-65 100-108 62 104 Mittlere Mast- und beste Saugkälber . 54—60 90-100 57 9ö Geringere Masl- und gute Saugkälber 46—49 76—82 47 79 Geringere Saugkälber . . .... 50—53 83—89 51 86 Schafe. Weidemastschafe 42—00 84—00 42 84 Schweine. Lollfleischige Schweine bis zu 2 Zentner Lebendgewicht . 47—48 60—62 47 61 VoUfleischige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht 47 — 48 60—62 47 61 LoUfleijchige Schweine über 27, Zentner Lebendgervicht 45—46 58—59 46 58 Fleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht ..... *••«• 46—47 59—61 46 60 Ueberstand: Rinder, Kälber, Schafe und Schweine geringer Ueberstand. Limburg a. d. Lahn, 8. März. Frachtmarkt Durchschnittspreis pro Malter. Roter Weizeir (naffauijcher) 16,50 'Mk^ weißer Weizen (angebaute Fremdsorte) 16,00 Mk^ Korn 11,60 Ml^ Gerste: Futtergerste 0,00 Mk., Braugerste 00,00 Alk., Hafer Alk. 7,75 Erbsen 0,00 Mk* Kartoffeln 6,00—7,00 All.' Meteorologische Beobachtungen der Station Siefte«. o.!2 s <5 s % e 5 & Wetter 8. 8. 9. 2“ 9“ 7 »6 748,0 749,3 750,1 + &,0l 4-3,3 — 1,7 4,9 4,0 81 ! N \ 2 10 85 'WNW 2 9 98 — still 10 Nebel Höchste Temperatur am 7. bis 8. Marz — 4* 6,4 6 0. Niedrigste , , 7. , 8. , - — 0,2 60. Niederschlag: — 0,0 mnu Kinder mit gelunckem Appetit werden nie müde und oerdroffen in die Welt bilden, wohl ab« solche, die keine Eßlust haben, demzufolge nicht die rechte Wider- standssähigkeit besitzen. Um den Appetit wieder anzuregen und gleichzeitig blasse Wangen in rosige zu verwatideln, yebe man solchen Kindern Scotts Enwlfion. Schon nach kurzer Zeit wird man mit Belciedigmig wahrnehmen können, wie sie fröhlich werden und wie ihre Lebensfreude wiederkehrt. Scores ömutfton wird von uns au8id»lie&U$ hn graften verkauft, und zwar nie tose nach (Äcwlcht ober Maft, sondern nur in Der flegelten Origrnatflafchen iv Aarton mit unserer Schutzmarke (Fischer mit dem Dorsch). Statt & Bowne, , feinster arab. Gummi pulv. 3,0. Wasser i»A Älfohol 11a). Hierzu atomattfdjc Emulsion mit Bunt«, Staubet» und GaulNieriaöl >e 1 Tropfen. Eiilliug iler Frühjahrs-Saison! ) Die Neuheiten der Frühjahrs-Saison Ich unterhalte eine sehr grosse Auswahl ausgesucht schöner rind eingetroffen. 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Zur Vermeidung übermäßigen Andrangs während einzelner Stunden ersuchen wir alle Wähler, deren verfügbare Zeit es erlaubt, ihre Stimme itt der Zeit von 10—11 % oder von L—4 Uhr abzugeben. Die Wahlhandlung muß Pünktlich um 7 Uhr geschloffen werden; nach 7 Uhr kann niemand mehr seine Stimme abgeben, auch daun nicht, wenn er schon vor 7 Uhr im Wahllokal anwesend war. Es empfiehlt sich daher, das Wahlrecht möglichst frühzeitig auszuüben. Gießen, den 3. März 1911, Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. LiIieiM M Kablm blutfrticbe Nordseefische, sind heute eingetrossen bei 1832 Georg Wallenfels, Marktvlah 21 Televhon 46 neflenüber der Engelavotheke. Rabattmarkenausg. oeö Vereins. Joseph Herz Bankgeschäft Neuen Blue 23 OiCSSCD Telefon No. SON Der Kauf IB DertrauenSsache. Lassen Sie sich nicht d. Marktschreier. 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Wagner, MWmnisir. dcrNnmbMmi Unserer werten Slunbjcqnft zur Kenntnis, daß wir 01852 Um unseren fliegenden Wahlbureaus ihre Arbeit am Wahltage zu erleichtern, bitten wir alle Freunde der Kandidatur Bringe meine sämtlichen Lokalitäten in empfehlende Erinnerung. Am Wahltage werden die neuesten Wahlresultate Eintritt frei. 1650 Cafe Amend Heute I Solisten-Abend des Solisten-Orcliesters H. Sandory unter Leitung des Violin-Virtuosen Jean Cornely c) Hochzeitstag 6. Volkslieder für CL a) Am Brunnen vor dem Tore b) Gavotte D-moU . auf Troldshaugen b) Die drei Röselein 7. Quartette: a) Schwesterlein b) Abendständchen 8. Lieder am Klavier: a) Frühling . b) Tanderadei . c) ’s Lerchle . Eintrittskarten von Mk. 7.— bis Mk. 2.50 im Vorverkauf bei E. Ehallier (Tel. 671). Für Studierende an der Abendkasse halbe Preise. _____________ Kartoffeln Magnum bonum, gelbe Mäuschen (Salatkartoffell empfiehlt 330 I. Wciicl. Telefon 88. Theater-Verein Freitag den 10. März: 3. Opernvorstellung. Gesamtgastspiel des Darmstädter Hoftheaters und der Hofmusik Hoffmanns Erzählungen. Phantastische Oper von I. Offenbach. 105 gröRtre null tiriliert LWiiit in den Stallungen zur Pnlvermühle, Gießen eingestellt haben, wo sie nächsten Mittwoch zum Verkaufe kommen. Gebrüder Scherer« ihre Stimme möglichst schon vormittags abzugeben. Die nationalliberale Partei. Jauchesässer ans Lärchen- und Kicscrn-Holz in allen Größen vorrätig Küferei Sommerkorn, 1494) Bteichstrane 12. . H. Petschke . R. Schumann . K. Schauss . M. Bruch . C. Reinecke . G. Pittrich . L. Sauer . J. Schwartz . Fr. Chopin . E. d’Albert . E. Grieg . Fr. Sil eher . Fr. Sücher . F. Neuert . C. Schiebold . Th. Schäfer . R. Gound . W. Taubert Lästige Haare 786 im Gesicht, an d. Arme«, entfernt Prof. vr.Grunwald's Entdaar- ungsvuder. D. 1.50. Niederlage: Pelikan-Älvotbeke, Kreuzplatz 2 a) An die Heimat (Portugi-'s. Weise) . H. Jungst b) Der Zapfenstreich (Französ. Weise) L. Rdl6 10. Am Ilsenstein, Chor mit Sopran-Solo und Tie Freunde und Anhänger sür die Kandidatur Dr. Wevnev versammeln sich zur Entgegennahme des Wahlergebnisses nm Freitag abend im Lenz'schm Felsenkeller. D„ Der Wahlausschuß. Wähler-Versammlung der nationalliberalen Partei am Donnerstag, 9. März, abends S'|2 Uhr in Steins Garten Redner: 1. Herr Heichshgsabgeordneier Paaschs 2. Herr MtrxüMi Mar Gisevius Jedermann willkommen. 8re^e Aussprache. Der nationalliberale Wahlkreisvorstand. ^WIVUUU- [337 stets frisch bei Mh. Metzger Narhs. Heinrich Driesch. „Sanella“ vegembiter Reform-Butter-Ersatz, feinste Mlamen-Butter-M°?' garine, schäumt und bräunt wie Naturbutter, ä Pfund 90 Ptg.zu 3 haben bei Karl Jckel. D9-» Redner: leer IMmimck l M Nanmann 1. Chor a capella: Neuer Frühling .... 2. Quartette: a) Frühlingsgruss b) Ich hört ein Vöglein pfeifen 3. Lieder am Klavier: a) Lied der Loreley b) Abendreihn . . . - ci Mägdlein, nimm dich in Acht 4. Chöre a capella: a) Auf Bergeshöhen b) Meeresfahrt ... * 5. Solostücke für Klavier: a) Pr&lude Des-dur . Eisenbahnhotel. / 1041 Morgen, Freitag, den 10. März ( MetzelSlippe Morgens 9 Uhr ab Wellfleisch mit Kraut Zum bevorstehenden Frühjahr erlaube ich mir die Herstellung von Gartenspalieren, Hütten, Hallen Waschpfählen, Baum- u. Nosenstaugen in empfehlende Erinnerung zu bringen. 1311 Wilhelm Helfenbein. ZimttgtsW Frankfurter Str. 41 u. Marburger Str. 83 Telephon 833 Begleitung des Klaviers Vintrittcilfflirtpn 1 1 Platz Mk. 1.50, 2. Platz Mk. 1. , 3. Platz tilllTriilSriarirll. 050 sjnd iu der Musikalienhandlung von Ernst Challier und abends an der Kasse zu haben. Die passiven Mitglieder des Vereins werden gebeten die Namen für die Einlasskarten ihrer Angehörigen in die in dem Zigarrengeschäft von Gg.Todt, Blockstrasse, aufhegende Liste bis spätestens Mittwoch den 8. März einzutragen.___________W». Wähler in Gießen-Grimberg-Mda. WShlt am 10. März einmütig den Kandidaten der ehrlich schaffenden Arbeit in Stadt und Land Dr. Ferdinand Werner-Butzbach Dpp Wahlausscli tar’scher Gesangverein, Giessen Dirigent: Herr Otto Görlach. Sonntag den 12. März 19U, abends 5 Uhr, in der neuen Aula der Universität KONZERT zur Feier des 47jährren Stiftungsfestes D% ________________________- ____________ Wählerversammlung Donnerstag den 9. März, abends 8^ Uhr, im Saale des Cas6 Leib. Kinematograph. Bahuhofstraste 54. (01857) Bahnhofstrastc 54. Rur «och heute und morgen das große Sensation8-Detektiv-Schauspiel „Die BaoemlV Ueberragt alles bisher Dagewesene wie „Abgründe", „Weiße Sklavin- usw. Aufgeführt in allen Großstädten Europas mit dem größten Erfolge. 650 Meter lang. Sherlock Holmes lehterFall 380 Meter lang, spannendes Deteklw-Drama. Lotte Bach seift ein größte Heiterkeit. Lemke als Rennflallkscher humoristischer Schlager. Die Weltreise des Kronprinzen 2. Serie, aktuell. - Und anderes mehr. Der Wahlausschuß der fortschrittl. Volkspartri. AiteFriedrichsdorfer T dS Die heuti! Wgl äs*?» 8S? prinji 3- 1«? Lon Dr- Sie Kaiser 2 rurze Zeit, bi Lichen tilealitä »8 klolitit im । Mng die Arti M et füni9 aller von 18 meinet Artilter ■Teilet wie jeb mutenbe Sitte, Ä übtigen- Wwett* ( gtmeir.ä *an9 Ju eriütl dasHauvlman ^rlilicrie-Reqj S® btt ■;ommanbo der »äiren in der da die nie 5 bet W leiten hab en. i M ! Mhrhast I * s ■Hat; !>e W11. tedite hindurch u tiltnb, in seinen • , besonders tot ; Tage, da le -all kg: bet . S Reitlnechte, c Mute. Als de i konnten fid Äigkeit nicht ciärcn zu lasse I «usen. Das A> inns Ltto gehn ckig geistestran Lesung war. uitpold, der O ittien. Aus ärzt ft am 10. Zur niniiieiüint die :-nb beriej die £ ungsntäßige Zi leisten zu ivnnei Prinz Luit) ien Siebzigern iigllcn Schlosse iblcn Werk des I boten. Er war | und i'tiner &aiti I stint beibeu älta f 4 II. Don Ba