Nr. 214 T« «lehn,er Lnzel-e, erschein» täglich, außer EonnldflS. - Beilagen: viermal wöchentlich GiehenerZomiiiendiällcri ,ioeiinai wöcheiul.Nrei§. Llatt|üröenKrtis6itfctn tTienötag und Freitag); vermal monatl. tanb wirtschaftliche relttrage» Fernsprech - Anfchlüsie. für dl« Redaktion 118, Verlag u. Expedition 61 Adresse Mr Depeschen: ttnielflcr Gieße«. Annahme von Anzeigen 'üt die TageSnummer bis vormittags 9 Uhr. riePostMl.r.—viertel- ;SbrL arrLschl. Bestellg. SeiltnprtiJ: lokal1L Vi, diierodrt» 20 Psenniq. Ehesredafrenr: SL Goetz. VeraiitwoNlich für den General-Anzeiger für Sberhefsen ' ZWW Rotatiensörud unb Verlag ber vrühl'schen Unio.-Vuch. vnb Steinöruderet R. Lange. Rcbaftion, Lrpebilion unb Vrvderei: 5d»ulstratze 7. aib-m', bm Bübingen: Fernsprecher Nr. 50 Seschästrstelle Bahnhofstraße 16a. Anzeigenteil: 'p."«eck. Erster Blatt 161- Jahrgang Dienstag, 12. September 19U -#CQF d XC> Ä TT M Beragspretsr I - WM ▼ monallictt 76 Ps, viertel- Gießener Anzeiger Die Säfte bei den französischen Manövcrn. Wohl kaum nur spaßeshalber hat der französische Sriegsminister auch den Vertreter des Sultans von Marokko zu den Manövcrn cingclobcn. Man gibt diesem hohen marokkanischen Beamten allerlei Zuckerplätzchcn, um dann mit dem scherisischen Reiche um so leichtere Arbeit zu haben. Und der mackere El Mokri hat dann aud) eine erschütternde Denkrede gehalten! Besancon, 11. -sept. Auf dem gestrigen Bankett hieß der Kriegsmin ist er den Großfürsten Boris willkommen, der durä) seine^Teilnahme an den Ma- növern der französischen Armee solch einen großen, wert volleit Freundschaftsbeweis gebe. Darrn versicherte er El Mokri, er werde in Frankreid) den Empfang sinden, zu dem seine Eigenschaft als Vertreter des Sultans und Freundes Frankreichs und die ausgezeichneten persönlichen Beziehungen zu den Franzosen den Minister berechtigten. Schließlich begrüßte der Kriegsminister die Mitglieder der militärischen Missionen. — Boris dankte mit einem Trinkspruch auf die tapfere befreundete und verbündete französische Armee. — El Mokri erwiderte, der Sultan konnte im Verkehr mit den zur Instruktion und Organisation der scherisischen Truppen abgeordneten Offizieren sich von den hervorragenden Eigenschaften der französischen Armee überzeugen. Die ausdauernde, hinge bende Tätigkeit der französischen Offiziere im scherisischen Reiche zeitigte bereit-- schätzenswerte Ergebnisse. (!) El Motri trank auf Die immer wachsende Freundschaft zwischen Frankreich und '.Uterotlo und den benachbarten befreundeten Ländern. — Dem Dank der fremdländischen Offiziere gab der belgische Generalleutnant Heimburger als Doyen Ausdruck. Eine neue Prahlerei Telcaffes. Toulon, 11. Sept. Marineminister Tel- caff6 hielt gestern auf einem Bankett eine Rede, in der er ausführte, er habe mit Interesse den ersten Teil der Manöver verfolgt und dürfe danad) feststellen, daß das Rüstzeug zum Kampfe auf der Höhe der Aufgaben stehe, die man von ihm verlängert könne. Gleichzeitig dürfe er von neuem die wirklich hervorragenden Eigen- ich asten der Offiziere feststellen und die geschickte Ausbildung und Vorbereitung der Mannschaft eit. Der Minister fügte hinzu, besonders angenehm sei er von der Einmütigkeit berührt, mit welcher die französische Presse den Wert des französischen Seerüstzeuges anerkannt habe. DelcassS schloß mit den Worten: Ich bin unbeschreiblich glücklich, daß sid) die Meinung des Landes in dieser Beziehung ohne den geringsten Unterschied in vollständiger Uebereinftimmung mit denjenigen besuiiden hat, bie zur Zeit die Regierungsgewalt ausüben. Id) stelle noch- mals fest, daß das Kriegsmaterial für alle Eventualitäten bereit ist. Sodann trank Telcassä auf das Wohl der sranzösifd)en Armee und Marine. Kidetlen beim Kaiser. Berlin, 11. Sept, lieber den Besuch des Staatssekretärs v. Kiderlen-Wächter sck;reibt die „Nordd. Allg. Ztg". Der Kaiser berief am Sonntag vormittag Herrn von Kiderlen nad) Potsdam, um sich vor seiner Abreise ins Manöver über die Einzelheiten der marokkani- nischen Verhandlungen Vortrag halten zu lassen. Der ötaatSfefrchir nahm darauf an der Frühstückstafel teil. Abhebungen von der Königsberger Sparkasse. Königsberg (Preußen), 11. Sept. Die Abhebungen von der städtischen Sparkasse erreichten am Sonnabend die Höhe von 270000 Mk. Ein Nachlassen in der Zurückziehung der Spareinlagen ist aud) heute noch nicht zu verzeichnen. Die Gesamtsumme wird l)eutc abend eine halbe Million crrcidjen. Wieder ein angeblicher deutscher Spion verhaftet. Tas „Echo de Paris" meldet aus Toulon: Ein Deutscher, der in der Umgebung der Festungswerke Landschaftsbilder malte, wurde verhaftet Man sand bei ihm nichts verdächtiges, doch wird seine Ausweisung verlangt werden. TaS SnSgebiet. Paris, 11. Sept. Aus Mogador wird gemeldet: Das hier eingetroffene spanisd)e Segelschiff „Aguila" wird, bevor es nach Ifni abgel)t, die Weisungen des spanischen Konsuls empfangen und Eingeborene des Sus-Ge- bictd an Bord nehmen. Einer der Brüder Mannesmann ist mit neun anderen Deutschen in Mvgadvr angekommen und wird sid) von dort über Agadir nach Tarudant begeben. w . Die Verbindung mit Sefru abgeschnitten. Paris, 11. Sept. Die Agenee Havas meldet aus Fez vom 8. Sept.: Die Verbindungen mit Sefru sind durch Räuber abgesd)nitten. Ein Soldat der Besatzung wurde getötet und mehrere Reisende verletzt. Zur Sicherung der Straße wird eine Truppenabteilung ab gesandt.______________________________________________________ Die Wirren in Persien. Wer geglaubt hatte, nach der Besiegung Arschad cd Taulehs fei die Ruhe in Persien wieder hergestellt, siebt sich heute gründlich enttäuscht. Tie Regierungsgelvalr ist, wie es heute heißt, auf die Hauptstadt Teheran beschränkt. Im übrigen scheint im ganzen Reiche ein tolles Durch einander zu herrschen, und nach dem folgenden Bericht der „Köln. Ztg." herrscht das Faustrecht: London. 11. Sept. Die „Morningposr" meldet unterm 10. September aus Teheran: Ter Go uv er neur von Shiraz telegraphierte an den Ministcrpräs: benten: „Id) und 5000 Mann sind hier cingc- s ch l o s s e n; die Stadt istvonAraberhordenumrin- £clt. 3d) bin zu schwach, um der Lage Herr zu werden." Der Korrespondent der „Morningpost" fügt hinzu, daß ein großes Blutbad unter den Einwohnern wahrscheinlich sei. Tie gegenwärtige Lage sei verzweifelt, man befurchtet das Schlimmste. Die „Köln. Ztg." meldet aus Teheran: Die Lage wird immer verwickelter. Yon allen Seiten werden Kämpfe und Unruhen gemeldet, so aus Schiras, Ha- madan, Täbris und Ardebil. Freund wie Feind plündern die Landbevölkerung, die ihre Felder nicht mehr bebaut, weshalb für das kommende Jahr eine Hungersnot befürchtet wird. Tie RegierungS- gemalt beschränkt sich fast ausschließlid) auf Teheran Hier lst nod) nicht entschieden, wer gegen den siegreichen Solar ob Dauleh ziehen soll. Ter ehemalige Sdiah soll in Masen- deran den Regierungstruppen eine schwere Niederlage bei- gebracht haben. Täbris, 11. Sept. Auf Anordnung des Endjumens wurde der im Gefängnis befindliche greife Rakhin Khan, der bei der letzten Belagerung von Täbris eine wichtige Rolle spielte, erwürgt. Einer vorn Endjumen zu Sd)udscha cd Dauleh ansgefandten Abordnung gelang es, unter den bei diesem versammelten Führern der Karad- schadaghcr und Schahsewennen Zwistigkeiten zu säen. Die öurd) eine Abordnung überbrachte Nachricht von der Niederlage Arschad ed DaulehS wirkt sehr nieder drückend auf sämtliche Anhänger Mohamed Alis. Da die Wege der Umgebung von Täbris von Reitern Schudscha ed Taulehs besetzt sind, sind die Lebensrnittel stark verteuert. Man befürchtet eine Hungersnot. Der Enchumen setzte a u f d e n K o p f Schud- scha ed DaulehS einen Preis von 10UOO Tomanen. gO Mann sind ausgewogen, um den Preis zu erringen. Apolitische Tagesschau. Zur beabsichtigten Reform der Fa^rkarlensteuer wird uns gefd)ricbcn: Tie Vorberatungen für die Reform der Fahrlartensteuer zwischen Preußen und den größeren Bundesstaaten werden im Herbst zum Abschlüsse gchradjt werden, so daß dem neuen Reichstage der neue Entwurf zu Beginn des nächsten Jahres zugehen kann. Tie bisheri- gen Verhandlungen haben im allgemeinen zur Genehmigung des preußischen Vorentwurfes geführt. Nad) diesen Vorschlägen wird der geltende Steuertaris abgeändert, ohne eine Erhöhung zu bringen, er soll im Gegenteil Härten ausgleichen und vor allem die unbillige Belastung der beiden oberen Wagen- klassen mindern. Eine Besteuerung der vierte n K l a s s e ist nad) wie vor n i d) t beabsichtigt. Möglich ist auch, daß die unterste Steuergrenze, jetzt 60 Pfg, auf eine Mark heraufgesetzt wird, um dem Stadt- und Vorortverkehr entgegenzukommen, zumal in Berlin die geplante Elektrisierung der Stadtbahn eine Erhöhung der Tarife bedingen wird. Durd; die Reform sollen die Einnahmen des Staates nicht gekürzt werden, da man hofft, durch sie die Benutzung der oberen Klassen zu heben. Zur Frage der Verabschiedung der Strafprozeßreform schreibt man uns: Tie Regierung hat mit großer Bestimmtheit erklären lassen, daß sie die Verabschiedung der Strafprozeßreform wünsche. Ob dies tatsächlich gelingen wird, ist recht frag- dich. Die Beratungen an der Srrafprozeßrefvrm im Februar haben gezeigt, daß sich die Materie nur langsam meistern läßt, über die großen und schwierigen Grundprobleme ist der Reichstag nid)t hinausgekommen und man iiattc die Beratungen kurz abgebrochen. Nach den Be- chlüsfen der Fraktionen im Mai soll zunächst im Oktober as Privatbeamtengesetz beraten werden, nach dem Wunsche der Regierung sollen alsdann das SchiffahrtS- abgabengefetz und der deutsch-japanischeHan- delsvertrag folgen. Der Oktober wird über diese Beratungen dahingehen. So bleibt für den übrigen Stofs nod) ein Zeitraum von vier Wochen. Kurz vor den Neuwahlen lassen sich schwere jnristisd)e Fragen aber nicht über das Kuie brechen. Dazu kommt, daß in spätestens drei Jahren eine Reform des Strafgesetzbuchs den Reichstag beschäftigen wird und diese Reform auf die Strafprozeßordnung zurück wirken muß, so daß eine abermalige Srrafprozeßreform notwendig werden muß. Am praktischsten roäre es, erst das Strafgesetzbuch zu reformieren und im Anschluß hieran die Strafprozeßordnung. Turch allzuhäufige Reformen wird Unsicherheit in unsere Rechtssprechung getragen. Tie meisten Juristen wünschen ein Scheitern der Strafprozeß- reform im jetzigen Augenblicke, und der Reichstag dürste aus Mangel an Zeit zu diesem Ziele gelangen. Viel richtiger wäre eS, die kleine S trasgef etzNovelle, die Härten unseres Strafrechtes beteiligen will, noch zu verabschieden. Diese Novelle bringt feine einschneidenden Aendemngen und ihre Verabschiedung läßt sich in wenigen Tagen bewerkstelligen, da nur noch die dritte Lesung aus- steht. Ausland. In Penago s (Spanien) kam es wegen des herrschenden Trinkwasfermangels zu heftigen Un* ruhen, in deren Verlaus die Bevölkerung die Bürgermeisterei mit Steinen bewarf. Als die Gendarmerie gegen die Aufrührer oorging, wurde sie mit Schüssen empfangen Sechs Personen, darunter ein Brigadier der Gendarmerie, wurden hierbei getötet und 20 verwundet; 30 Personen wurden verhaftet. Aus Peking wird gemeldet: Tie telegraphische Verbindung mit E h e n g f u in seit Freitag unterbrochen' Nachrichten zufolge, die Eingeborene überbrachten, griff das Volk wegen der Berbaftung der Rädelsführer den Palast des Bizekönigs an, es wurde aber zurück- geworfen, ivvbei 20 Personen getötet wurden, xer Taotai von Ehnnstking berichtet, die Fremden luhtcn. Ehengfu am Donnerstag und Freitag verlassen Er sichere ihnen ungefährdeten Aufenthalt in Ehengfu zu, wo die Bevölkerung es ablehne, an den Unruhen teilzunehmen. Tie Regierung beschloß, die Detvegung burd) Zusammenziehung' von Truppen an der Grenze von Szetsdutan zu unterdrücken. Die HaifcrmanöDcr. Woldegk, 11. Sept. Tcr Kaiser, der bald nach 5 Uhr Boitzenburg im Automobil verließ, traf gegen 10 Uhr bei Heinrichswalde südlich von Friedland cm, wo er zu Pferde uieg. Generalsiabschcf v. Moltke begleitete den Kaiser. Tie Bewegungen beider Parteien heute vormittag entsprachen den bereits gemeldeten Absichten. Bei Friedland kam es zu Gefechten. Die 41. Division ging zurück. Das blaue Luftschiff ar beitet seit dem frühen Morgen Ter Flieaer Mackentbun >var aufgestiegen und konnte eine Reihe von Meldungen erstatten. TaS 29etter ift schön. Rot besteht m>s mehreren Armeen, beren östlichste die drille Armee ist, die auS dem ncunlen und zweiten Armeekorps, welche bei Demmin, beziehungsweise Anklam standen, und auS der 18. Kavalleriebrigadc bei Waren zusaminen^eievt ist. Blau hat ebenfalls mehrere Armeen, deren östlichste die erste heißt. Diese besteht auS dem 20. und dem GardckorpS und stand südlich von Prenzlau. Icdock) hakte sich die 41. Insanteriedivmon am Landgraben, iiSroha) von Fries,ano, eingegraben. Tie Gardekavalleriedivision stand bei StraSburg. Rot beabsichtigt heute, in südlicher Richtung rocitcrjuniarfducrcii und den gegenüber- stehenden Feind, zu schlagen, ehe er verstärkt wird. Auf das gestern abend eingegangenc Telegramm der^Heeres- leitung, daß bic blauen Truppen auS Süddeulschlanb und Schlesien mit der Eisenbahn befördert würden, wurde besohlen, daß das neunte Korps auf Stargard und das zweite Korps auf Golin nlarschiere. Starke Vorhuten sollten den Uebergang über den Landgraben eröffnen. Besonders sollte die 17. Division die lieber- (länge bei Neudemmin und Brunn erzwingen, die 18. Division füllte folgen. Die 3. Tivifion sollte über den Havelpaß bis Friedland marschieren. Beim ?lrmeeoberkommando blau war gestern abenb der Befehl eingegangen, die erste Armee sollte den gelandeten Gegner angreiien. Tce 41. Tivision erhielt demgemäß Befehl, unter Vermeidung entscheidender Kämpfe mog lichst starke rote Kräfte auf sich zu ziehen unb westlich am die Linie Fürstenwerder-Woldegk zurückzugehen. Tie Gardekavallerie- division sollte auf Friedlaiid vorgehen und mit der 41. Division den feindlichen Bormarsch aufhalten. Ter Rest des 20. Korps sollte die See-Enge bei HildebrandShagen offenhalten. DaS Garde korps sollte ebeiiialls üoer Prennau norbnd) Vorgehen. Woldegk, 11. Sept. Ter Flieger Leutnant Macken thun stellte den westlichen Flügel der Armee deS Prinzen Fried rid) Leopold sehr gut fest, ebenso die zwei östlichen. Auch aus der roten Seite leisteten die Flieger gute Tienstc. Die Garde- k a v a l l e r i e d i v i s i o n hat auf dem rechten Flügel der blauen Armee, hauptsächlich von dem Ärtillerieieuer unterstüpt, eingegriffen. Tem voll entwickelten Angriff des 9. und 2. KorpS mußte blau weichen und steht nun mit der 41. Division westlich Woldegk tn der Gegend von Teschendorf ünb Bredenfelde. Tie 3. Gardedivision hält sich in der Gegend von Fürstenwalde, das Gardekorps bei Prenzlau und die Gardekavalleriedivlfion Strasburg auf. Rot ist gefolgt, das zweite Korps steht südlich von Friedland, das U. |üblich von Neubrandenburg und die 18. Kavateriebrigade südlicv von dem Tolleniesiee. Aoitzenburg,ll. Sept. Ter Kaiser kehrte um 4.35 Uhr aus dem Manövergelände zurück. Züdveutscher 5chloffcrtag. R.B. Darmstadt, 10. Sept. Der 5. süddeutsche Schlossertag findet vom 9. bis 12. September hier statt und hat Vertreter von Schlosser-Innungen usw. hier zusammengesührt. Tie Haupwersammlung nahm heule nachmittag ihren Anfang. Ter Vorsitzende, N i ck o l a u s - Mannheim, begrüßte namentlich bi: behördlichen Vertreter: Lberregie- rungsrat Gräf vom Ministerium des Innern, Beigeordneten Eckhardt als Vertreter der Stadt, Proi. M e i s e l als Vertreter der Gewerbestelle, Syndtkus^E n g e l b a ch als Vertreter der Handwerkskammer u. a m. CT)crregicrung*rot Gräf versicherte, daß die Regierung den Wünschen und Bestrebungen des Handwerks das lebhafteste Interesse entnegcnbnnge, das Handwerk müsse aber auch immer mehr durch Selbsthrlfe feine ^age zu verbessern suchen. Nach den weiteren Ansprachen der behördlichen Vertreter trug der Verbandsschriftführer, Bieber-Mannheim, den Bericht über das verflossene Jahr vor. Ter Verband habe bei den verschiedenen Lohnoewegungeti abseits gestanden. Es müsse besonders für et ne Verbesserung der Verhältnisse bei Vergebung der Reg.earbeiten feroohl ucr rin Staat svcrwal tun gen, wie bei den städtischen Körperschafteu kräftig gewirkt werden. Ter Redner schloß, leinen Jahresbericht mit dem Bemerken, daß sich der deutsche Schlosserverband nicht von politischen Parteien abhängig gemacht und sich auch dem Hansabund gegenüber Zurückhaltung auferlegt habe. Nach diesem Bericht sprach Handwerks- lammersekretär Hau ß er-Mannheim über das Submuslonswesen der Gegenwart. Er betonte die Wichtigkeit der Heranziehung von Sachverständigen bei Ausarbeitung der Voranschläge usw. in Staat und Gemeinden und trat für eine rnchsgesetzliche Regelung dcL Submissionswesens ein. Tie Versammlung nahm folgende Leitsätze des Redners an: „Ter 5. süddeutsch- Schlosfermeäter-Verbandstag hält eine zeitgemäße Regelung des privaten Submifsionsweiens für eine Lebensfrage des Schlofsergc.verbes und beauftragt die Verbands- leitung, mit den Architekten- und Baumeister-Organisationen behufs Abfaffung von Normaloerträgen und Festlegung von Richt- liniat für die Preisbemenung Verhandlungen emanierten und die Ergebnisse dem nächsten Verbandstag »u unterbreiten." Die »werte Entschließung lautet: „Ter 5. süddeutsche Schlosserin eister-Verbands tag erblickt in dem mchx oder weniger starren Festhalten an dem Prinzip des Niederstpreises bei den Arbens- vergebungeti m Staat und Gemeinde eine ernste Schädigung der Lebensinteressen des Handwerks. Er befürwortet daher cne Mitwirkung von Sachvcntändigen aus demselben bei der Aufstell urig der Voranschläge und ersucht seine InteressenveNretungen, die Fachverbänce und die Handwerkskammern, bei den iuftänoigen Behörden dahin vorstellig zu werden, daß in rie Snbm"''.on->-- ordnungen eine Bestimmung ausgenommen wiro, ned) t :r alle Angebote, die den durch die Bauämter und Die Sachoer ständigen für die ausgeschriebene Ebert ermittelten angemessenen in mi[| Er war am Als 1876 die ZwilstandeSsührung ein* geführt wurde, ward er zum stellv. Standesbeamten und zum Sekretär des Standesamts ernannt. In dieser Stellung war er über 80 Jahre lang tätig und in ihr ist er der Ein- Preis unterschreiten, von der Zuschlagserteilung ausgeschlossen lind." Später sprach Syndikus Dr. Karwehl (Berlin), der einen längeren Bericht über die Wirksamkeit des Arbeitgeber-Schutz- Verbandes und über die Frage der Tarifverträge usw. erstattete. Mit dem Schlossertag ist eine Ausstellung von Fach- arlikeln, Maschinen usw. für das Schlossergervcrbe verbunden, die bis Dienstag abend geöffnet bleibt. Die Firma August Eichhorn in Offenbach hat verschiedene Fensterverschlüsse ausgestellt, Ferdinand T e u b e l - Frankfurt a. M. bietet verstellbare Metermaße dar. Die Firma Gebrüder B u s ch b a u m , Werkzeugmaschinenmdustrie, Darmstadt hat als int-restante Neuheit elektrische Schnellbohrmaschinen, elektrische Schleifmaschinen, Säulenbohrmaschinen, Darmstädter Patent-8-Eisen ufro., sowie eine Anzahl elektrischer Schweißbrenner der Firma Ehr. Gg. Weber- Weidenau (Sieg) ausgestellt. Tie Firma Gebr. Trier-Tarm- stadt hat eine große Auswahl in Walz- und Prosileisen-Tabellen ausgestellt und weiter sind noch die Darmstädter Firmen Georg Hillgärtncr, Jakob Scheid, Wilh. Hublid und die M o - torenfabrik Darmstadt, sowie die Firmen H. Schäfer und die Jmperial-Kompagnte in Frankfurt a. M. vertreten. Kreis Friedberg. ^Groß-Karben. 10. Savt. Aus Anlaß seines 25jährigen Bestehens wurde heule dem Kriegerverein die Kaiser schleife verliehen. Sämtliche Vereine des Bezirks Vilbel hatten Abgesandte zur Feier und dem voraus- gehenden Bezirkstag geschickt. Die Verhandlungen und die Feier leitete der Bezirksvorsteher Lehrer Will-Rendel durch eine Ansprache ein. Die Kaiserschleife übergab Regierungsrat Dr. G a ß n e r-Friedberg, er schloß mit einem Hoch auf den Kaiser. Den Dank des Kriegervereins sprach dessen Vertreter aus. Abends fand in der „Linde" ein Ball statt. Der Bezirkstag bewilligte für den verunglückten Kameraden Hamann-Büdesheim eine namhafte Summe. Starkenburg und Rheinhessen. Da rm sta dt, 12. Sept. Am Sonntag ist im 81. Lebensjahre Kanzleirat i. P. Kraft verschieden. 27. Oktober 1861 in die Dienste der Stadt eingetreten. Biele Jahre lang hat er als erster Beamter der Bürgermeisterei gewirkt. Als 1876 die ZwilstandeSsührung ein- wohnerschaft Darmstadts so bekannt geworden wie selten ein Beamter. Ain 22. Jan. 1908 erfolgte mit Wirkung vom l. Febrliar ab nach 46|ähriger Dienstzeit auf eigenen Wunsch scine^Versetzling in den Ruhestand unter Anerkennung der der Stadt geleisteten langjährigen treuen Dienste. m. O f f e n b a ch a. M., 12. Aug. Zum städtischen Hoch- baurnspektor wurde von ca. 70 Bewerbern der Regierunas- baumeister Sander aus Worms gewählt, der zuletzt beim Postamt in Darmstadt beschäftigt war. Wie bereits gemeldet wurde, wurde der Metallarbeiter Joh. Schwimmdock von hier mit einer Bierflasche erschlagen. Gestern nachmittag weilte der Staatsanwalt am Tatort. Als Täter kommen die Gelegenheitsarbeiter der 23jährige Hch. Weber, ber 26jährige Wilh. Dönges, der 40jährige Emil Pioller, der 34 Jahre alte Taglöhner Peter Winter und der gleichaltrige Joh Rupp inbetracht, die mit Ausnahme der beiden letzteren in Haft genommen wurden. — Zu einer schweren Z^uttat kam es in Bürgel in der Wirtschaft „Zur Rosenbohe". Der seit einigen Tagen hier zugezogene, 1873 ui Schoppershof bei Nürnberg geborene Eisendreher Joh. Meier benahm sich unflätig m der Wirtschaft, tvorauf rhm das Lokal verboten wurde. Darüber geriet er so in Wut, daß er mit einem Stillst der Schwägerin des Wirtes Constantin ein Loch in den Kopf schlug. Constantin erhielt drei Messerstiche, darunter einen in die Lunge. Eckwer- verletzt wurde er ins städtische Krankenhaus gebracht, wo er in bedenklichem Zustande darniederlieat. Der Messerheld wurde verhaftet. =• Worms, 12. Sept. Von Sonntag an werden in dem hiesigen Festspielhause 6 Aufführungen des Bühnen* werkeS .Luthers ein historisches Charakterbild in 7 Abteil* ungen von Dr. Otto Deorient, stattfinden. ch. Ober-Saulheim, 11. Sept. Von einem Groß* feuer wurde unsere Gemeinde helmgesucht. Bei einem Land* w.rt arbeitete die Dreschmaschine. Durch das Heißlaufen eines Lagers der Treschwagen geriet er in Brand und in wenigen IHmuten brannte die ganz mit Frucht gefüllte Scheuer lichter* loh. Ten Arbeitern gelang eS mit der größten Mühe, sich zu retten. Trotz der Anstrengung der hiesigen Feuerwehr 'landen rm Nu noch drei weitere gefüllte Scheuern in Flammen, öie ebenfalls MS auf den Grund niederbrannten. Die vom Brandunglück Betroffenen sind nur niedrig versichert. Da Gefahr bestand, daß das Feuer einen ganzen Ortsteil ver- nichten würde, holte man noch die Feuerwehren der umliegenden Ortschaften herbei, denen eS auch gelang, das Feuer auf seinen Herd zu beschränken. n _ Hessen-Nassau. G-, W ar bürg, 11. Sept. In der heutigen Sitzung der bn e.t,.e,n fand der Antrag des Magistrats, zu Zwecken der Verwirklichung der verschiedenen kommunalen Pro- lekte eine Anleihe von 3Vr Millionen Mark aufru- nehmen, Zustimmung. V. H a n a u, 9. Sept. Der verstorbene Rentier Alexander Jung, unbesoldeter Beigeordneter der Stadt Hanau, hat der Arbeiterbewegung. Düsseldorf, 12. Sept. Wegen Tarifdifferenzen, die zwischen den Arbeitgebern nnd dem Transport- arbeiterverbande bestanden, ist hier in Düsseldorf ein Fuhrmannsausstand ausgebrochen, der gestern zu ernsten Straßenkundgebungen führte. Es sollen Arbeitswillige mit Schußwaffen bedroht, Ladungen von den Rollwagen geworfen und Pferde anaehalten woroen sein. Die Polizei traf umfassende Schutzmaßregeln. Provinzial-Ausschutz der Provinz Dberhessen. L. Gieren, 9. toept. Anwesend: Provinzialdirektor Dr. Ustnger, als Vorsitzender, sowie 6 ordentliche Mitglieder. — Anfang 9y2, Ende 1 Uhr. 1. En t eig nung von G elän d ein Gemarkung Saasen zur Verbreiterung der Mittelgasse. Auf Antrag des Vertreters der Grundstückseigentümer wurde Beweisbeschluß dahin erlassen, daß am Samstag, den 16. d. M., nachmittag 4i/4 Uhr, Augenschein an Ort und Stelle durch den Provinzial-Ausschuß stattfinden soll. 2. Beschwerde des P. Alles von Nieder- Florstadt gegen die Festsetzung des Wassergeldes. Infolge Vermittelung des Vorsitzenden kam ein Vergleich dahin zustande, daß Alles an Wassergeld jährlich 630 Mk. zahlt und zwar bis zum Ablauf der fünf- g'"hrigen Vertragszeit. Diese Festsetzung hat insolange in- aft zu bleiben, als nickt durch außergewöhnliche Vergrößerungen der gewerblichen Betriebe des Alles oder durch ihre außergewöhnliche Verkleinerung eine wesentliche Aen- derung in dem Wasserverbrauch eintritt. Die Gemeinde nimmt den Rekurs gegen die Entscheidung des Kreisausschusses des Kreises Friedberg zurück und trägt die durch das Verwaltungsstreitverfahren entstandenen Kosten. 3. KlagedesOrtsarmenverbandesGiehen gegen den Ortsarmenverband Butzbach wegen Unterstützung der O. B. Ehefrau. Die O. B. Ehefrau besaß noch den Unterstützungswohnsitz in Butzbach, als sie in Gießen unterstützt werden mußte. Trotzdem verweigerte Butzbach den Ersatz, indem es behauptete, der Ehemann sei zur Unterstützung in der Lage, und es habe keine Hilfsbedürftigkeit vorgelegen. Gießen erklärte demgegenüber, daß es verpflichtet gewesen sei, die mittellose Frau zu unterstützen und daß es nach dem Gesetz ihm freistehe, ob es sich an den endgültig unterstützungspflichtigen Armenverband oder an einen Dritten halten wolle. Der Provinzial-Ausschuß erkannte, daß der Klage stattzugeben und Butzbach zu verurteilen sei, die Klagsumme nebst 4 Prozent Zinsen vom Tage der Fälligkeit an zu entrichten, die Kosten des Verfahrens zu tragen und einen Aversionalbetrag von 5 Mk. an die Prvvinzialkasse zu zahlen. 4. KlagedesOrtsarmenverbandesGießen gegen den Landarmenverband Gießen wegen Unterstützung des E. PH. Zur Verstärkung des Beweismaterials wurde beschlossen, den Unterstützten selbst über verschiedene Tatfragen zu vernehmen. Die Verhandlung wurde deshalb ausgesetzt. Au» Stadt und Land. Gießen, 12. September 1911. ** Ausz eichnung. Ter 3. internationale Kongreß für Säuglingsschuh in Berlin hat in seiner heutigen Eröffnungssitzung dm Finanzminister Braun zum Ehrenpräsi- bcnteit ernannt. ** Eisenbahn Personalien. Der Regierungsbaumeister des Maschinenbaufachs Grehling, bisher bei der Eisenbahndirektion Frankfurt a. M., wurde nach Saar- brücken-Burbach als Vorstand des Werkstättenamts bei der Ei enbahn-Hauptwerfftätte dortselbst versetzt. Der Regierungs-Assessor Dr. SpieH wurde von Köln a. Rh. zur Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. versetzt. ** Ordensverleihungen. Der Großherzog hat dem Lokomotivführer a. D. Hrlgärtner in Nidda das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Dienste" verliehen. ** Aus dem Militärwochenblatt. RiedeselFrhr. M Eisenb ach, Oberlt. im 1. Garde-Regt. zu Fuß, zur Dienst- leistung bei dem Fürsten von Dobcnzollern behufs Verwmdung -bn dem Erbprinzen von Hohmzollern kommandiert. Lehrerperson allen. Ueb ertrag en wurde dem Schulamtsaspiranten Albert Desaga aus BenSheim die LehrerNelle an der kath. Schule zu Hüttenfeld (Gemeinde Lampertheim). t ** Eine außerordentliche Belohnung für hervorragende Umsicht und Entschlossenheit in Gefahr erhielt der Bahnwärter Balzer in Friedberg . 8 Neu e h ö h Mädchenschule. Mit Ermächtigung des Großherzogs hat das Ministerium des Innern be- der am 1. Oktober zu eröffnenden neu'n höhercn Drädchenschule zu Darmstadt von dem Lehrkörper der Vit» toriaschule zugewiesen werden: der Oberlehrer Wilh Zimmer, die Reallehrer Adam Schäfer, Gust. Man und die Lehrerinnen Marie Kayser, Bertha ^oplie Di^hl Bausch, die Handarbeitslehrerin ** Die Fechtriege des Turnvereins von 1846 feierte am Samstag und Sonntag ihr 25jähriges Jubiläum, das in Ulfen Teilen einen guten Versauf nahm De/, das Fest einleitende Kommers im „Großherzog von Hes en" verlies unter Leitung des Turners Wei di g b£ zahlreichem Besuch sehr schon. Turner Ferd. Noll aab einen Ueberblick über die Entwickelung der Riege während Kreisfechtwart S lasse n - Han.au eiLn FesLtrag T ^n Nutzen der ^echtnegen in den Turnvereinen hielt Glückwunschansprachen wurden gehalten für den Turnaau Hchen (Gauvertreter Helm- Gießen). U ÄnSS verein Gießen (Rechtsanwalt Kaufmann), den Turnverein von 1846 (Redakteur H e ß), die Fechtriege des Tv Bad-Nauheim, die Gießener Ruderaesellschaft, die Union und die Bavaria. Auch zahlreich" telegraphische und briefliche Glückwünsche lagen vor. Neben gemeinsamem Gesang und Musikstücken sorgten Einzelvorträge verschiedener Ar für die Unterhaltung der Festgäste. Auch das Schau fechten, das am Sonntag vormittag in der Turnholl ftattfand, hatte zahlreichen Besuch aufzuweisen. Die vor geführten Uebungen, bei denen Säbel- und Florettfechteii, Stockschlagen, Lanzenschwingen usw. voraeführt wurden, fanden außerordentlichen Bei all. Das Schulfechten zmgt von dem Eifer der Fechter und der gründlichen Lehrweise, nach der geübt wird, während das Kontrefechten durchweg schöne Gänge bot, bei denen die hiesigen Fechter an Kraft und Gewandtheit nicht hinter dem ebenfalls milfechtenden Kreisfechtwart zurückstanden. Eine Abendunterhaltung mi Ball schloß das Jubiläumsfest ab, das dazu beigetragen hat dem Fechten in unserer Stadt neue Anhänger zu weiden. **P ferd em ar kt. Wenn auch der Herbst-P,erd.markt in diesem Jahre aus Anlaß der Maul- und Klauenseuche ausfällt, so findet die Pferdemarkt-Lotterie doch ™ gewohnter Weise schon am 21. d. M. statt. Die Kom- jion wird mit oem Ankauf der Pferde in diesen Tagen beginnen und hieran anschließend den Ankauf der nicht lebenden Gewinne in der Stadt vornehmen. Der erste Gewinn besteht aus einem cl ganten Mylord (von A. K lbinger) mit Pferd und ftlberplatyertem Geschirr (von Ch Sp^es). Der zweite Gewinn besteht aus einem Lauterbacher Wagen (von Hch. Mühlich) mit Pferd und kompl. K immetgeschirr (von Müller & Diebel). Es folgen dann sieben wertvolle Pferde und Fohlen, land- uno hauswirtschaftliche Ma- schinen und Geräte, Näl-maschinen, Fahrräder und für j bermann praktische Ge b c auchs gegen stau öe Die Gewmnchancen sind wie bisher günstig uno man bofft, daß tne Lose guten Absatz finden. Lose sind noch in oen bekannten.Verkaufsstellen zu haben. •• Preisgekrönt. Ans der Internationalen ?lnS. ilellnng von Hunden aller Raffen am 10. September 1911 zu Wiesbaden errang die schivarzrole Teckelrüoe „Hänsel' des Herrn Otto Rnyn von Lollar einen 1. und einen 2. Preis und die Boxerynndin „Ledy" des Herrn Heinrich Moos VII., Lollar, einen 2. Preis. ** 0 e ff e n 111 cf) e Lefehall Im Angn st wurden 15 2 6 Bände a n § g e 1 i e b e n. Davon fonunen aiti: Erzäblende L'iteratiir n98, Zeilschri'ien 182, Zuaendichrifien 200, Beredichlungeu und Ttamen 9, Länder- und Völkerkunde 25, Kuliurgelchichie 9, Gescbickie und Biogravlnen 59, linnuaeichitlne 8, dlaiuiivisienlchaü und Tecbnoloaie 74, v>eer- und Seewesen 18, Haus- und Land- wirtschaft 8, Gelundbeitslebre 4, Religion nnd Pyilolovlüe 14, Siaaisivissenschan 6, Sprach,visienschait -s, Zrenidsprawliches 9Bände. Rach ausivärks fainen 42 Bände. ** Zur Rendeler Mordaffäre. Zu der gestern gemeldeten V e r h a f t u n g des Weißbinders Hwnrich M a ller aus Niederdorfelden sei mitgeteilt, daß die F-estnahme erfolgte, weil Anhaltspunkte dafür vorhanden sind, daß Müller von der Mordab,icht des Gnnderloch gewußt und nichts getan hat, um sie zu verhindern. Auch besteht der Verdacht, daß M. dem Gunderloch das bei dem Verbrechen benutzte Gewehr und die Patronen verschafft hat. Weiter soll M. mit Gunderloch und decken Geliebte in Langenselbold in eine Betrugssache verwickelt sein. Landkreis Gießen. /^ Großen-Linden, 10. Sept. Unser Turnverein feierte heute nachmittag auf dem Festplatz an der Turnhalle sein Ab turn en unter sehr starker B'teiligung der Einwohnerschaft. Die Uebungen der Turner zeigten, daß in dem Verein tüchtig gearbeitet wird, auch hat der Verein dies durch die zahlreichen Preise dargetan, die die Turner bei den letzten Wetturnen des Gaues Hessen erhielten. Zahlreiche Zuschauer fanden sich auch ein, als der Vorstand des Turnvereins die Kinder zum Spielen antreten ließ. Kreis Büdingen. H. Büdingen, 11. Sept. Am Sonntag fand in Rinderbügen der Bezirkstag des Bezirkskriegerverbandes Büdingen statt. An die Bezirksvereine wurden 176 Mk. Vergütung von der Provi- wntiaversicherung ausbezahlt. Der Vorsitzende berichtete über den Vertretertag in Friedberg. Der nächste Bezirkstag wird in Mittelgründau abgehalten. Nach Schluß >er Tagung richtete der Vorsitzende Pr.^Dr. Krämer, Bü- ringen, folgende Worte an die Versammlung: Bevor wir in gewohnter Weife unsere Versammlung mit dem Hoch auf Kaiser und Landesherrn schließen, möchte ich mit einigen Worten auf den Ernst der Zeit Hinweisen. Die Kameraden wissen, daß andere Mächte uns unsere Weltstellung mißgönnen und Neigung -eigen, ohne Rücksicht auf vorhandene Verträge das Deutsche Reich auf die Seite zu chieben. Ich weiß alle Kameraden mit mir einig in dem Wunsche, daß unser Deutsches Reich, wenn es genötigt einen Platz mit der Macht seiner Waffen sich zu verschaffen, rann ebenso opferwillige Hilfe bei seinen Söhnen findet wie vor vier Jahrzehnten; aber das französische Volk mag rann der Worte jenes Liedes eingedenk sein: „Franzosen, Franzosen, den Tag habt in Acht, Wo die Deutschen heranziehen zur Schlacht, Sie ziehen heran, ein gewaltiges Heer, Den Haß in der Brust, in der Hand das Gewehr." Ich chließe die Versammlung mit den Worten: „Seine Majestät >er deutsche Kaiser, unser oberster Kriegsherr, und Seine König!. Hoheit der Großherzog sie leben hoch!" o. Ortenberg, 1. Sept. Am Samstag nachmittag -og ein heftiges Gewitter über die hiesige Gegend, >em ein starker Sturm vorausgina. Ein anhaltender Regen brachte die schon lang ersehnte Kühlung und Erfrischung. Größeren Schaden richtete das Unwetter in Gelnhaar an, wo der Blitz in eine Scheuer schlug und sie vollständig einäscherte. Auch in Hitzkirchen zündete ein Blitzstrahl in einem Wohnhaus; das Feuer griff auf eine Scheuer über, konnte aber bald gelöscht werden. — Sehr gut ausgefallen ist die Zwet scheu ernte. Waggonweise Werren die Zwetschen verschickt, der Zentner zu 4 Mk. Auch Aepfel und Birnen gibt es mehr, wie man erwartet hatte. Die Aepfelweinkeltereien sind bereits in Betrieb gesetzt. O. Nidda, 10. Sept. Zahlreiche Mitglieder ver- chiedener Fußballklubs hatten sich am Sonntag zwecks Gründung eines Fußballverbandes in Nidda zu- ammengefunben. Als Mitglieder traten dem Verband )ei: der Fußballklub Ortenberg, F.-C. Nidda, F.-C. Bü- ringen, F.-C. Scholten und F.-C. Lauterbach. Zum ersten Vorsitzenden wurde Herr Fc. Lenz jr., Ortenberg, zum 2. Vorsitzenden Lerr L. Link aus Büdingen gewählt. In der nächsten Versammlung, die voraussichtlich diese Woche am Donnerstag in Stockheim stattfinden wird, soll alles weitere beraten werden. Kreis Alsfeld. ? Alsfeld, 11. Sept. Die von der Stadt Alsfeld unter Leitung der Kultur-Inspektion Gießen ausgeführten Arbeiten zur Verbesserung der Niederdruckleitung an der Quellfassung in Liederbach ind nunmehr im wesentlichen beendigt. Es handelte sich Darum für die alte städtische Wasserleitung eine befserv .leberlaufleitung herzustellen und ferner die Quellfassung jot dem Eindringen von Flutwasser zu schützen Durch jie neuangelegte Ueberlaufleitung und eine entsprechende Betonierung, an der Quellfasfung werden diese Uebelstände beseitigt sein, so daß nunmehr eine einwandfreie Wasser* jerforgung sichergestellt ist. — Die Bautätigkeit ist in diesem Jahre hier sehr rege. Außer dem imposanten Bolksschulneubau sind im laufenden Jahre bis jetzt acht Neubauten von Wohnhäusern ausgeftihrt worden bezw. in Jer Ausführung begriffen. Erfreulicherweise handelt es sich dabei hauptsächlich um die Herstellung von Einfamilienhäusern. Bauunternehmer Knieriem hat fünf davon in dem sogen. Walkmühlenweg errichtet, der infolgedessen an der einen Straßenseite -fast aus gebaut ist. Die! Ausübung der Baukontrolle für die Stadt Alsfeld ist dem städtischen Baubeamten vom Kreisamt übertragen worden. — Das Rathaus, dessen Wiederherstellung nun bereits fast I1/2 Jahr dauert, hat außen sein neues Gewand durch inen entsprechenden Verputz, an dem sich die alten Holz>- bal?en sehr vortN.haft abheben, erhalten. Der al.berühmte Fachwertbau bietet nun wieder einen prächtigen Aublickl Die Jnnenarbeiten sind noch im Gange, gegenwärtig wird die Zentralheizung montiert. Kreis Schotten. — Lardenbcch I l. Sept. Die Wasserleitungsarbeiten hier und in Klein.Elchen sind nun beendigt big auf die Verbindung der Leitungsröhren mit der Quellen- kauimer, die in den nächsten Tagen vorgenomiuen wird. Allerseits ifl inan sehr erfreut darüber, daß man guteS und oei dieser anhaltenden Dürre auch sehr reichliches Waffer (etwa 250 Kubikmeter täglich) hat. Besonders die hier an* geschloffenen Bewohner auf Station Weickartshain sind nun einer großen Sorge enthoben, da es dort die Zeit sehr an Waffer mangelte. Trotzdem auf der Station selbst schon seit >cht Wochen die traurigsten Zm'lände herrschen (fleht doch der doitige Bahnhofsbrunnen schon diese ganze Zeit trocken), hat "ch bis jetzt die Bahnbehörde immer noch nicht entschließen können, für ihre Station Anschluß an unsere Wasserleitung zu nehmen, die gerade an ihr vorbeigeht. TaS Waffer wird auf sehr uinltänöliche Weise von Station Stockhausen entnommen. Wäre nicht einer der Bahnreisenden einmal so gütig, bei höchster Instanz anzufragen, ob solche Zustände von ihnen gebilligt würden, und warum eS so lange dauern muß, einem Mißstände abzuhelfen? Wirf e'ooo ®6' » Aadsp" „°.pl S 3111 fl P101 3(ünnino66- 6.26, öttiall 6 s,aller Aasen fl« Knet halte ju .erirümmert eine am Maral fltbr flieg nut einem a 311 WuiliiW” ,v5 Ul in, Jl*? tr in Ebreiislem Hvijchei'lo»ou"g hier emgeirofje». eme Mla»bima: FlugplaV Sieg um ü Uhr in hohem Fluge Reutlingen an, 1 }Urüd unb flog 0 irü er, « d-- Boden gedruckt t unten Trahldea, ifl der Schaden n hanuschke m Auch Rover en andete jioei Kilo mann landete a »zu kom ingen (0 eine Rotlandung seines Apparates Wettbewerb aui Aain».l. | ** 7 ü )ahrr lE-— ivar heute ein «10 Uhr eine Um 12 Uhr fol< gemeldet holten, nach Tüfielbotf Stube gönnen. das Lultlwiff noi Gotba, 1: Vormittag 7.10 aufgiftitgtn. ® N Wt 9 Ufr. tiiitbon, 1 Wh Fliegn zu Asche Flieger $ vriespost auiitieg allrztr nieder, lvurde ins Kran Saloniki tu ?"nra&ir. w beute früh b Budapest, Mlcraverdacht tr °>'ch nur um D ^auschleppschiffe Ä vİntaa. K &“«’S Mannt. 9i)Pn-x ttafe'™ e”' Ä?'- b mechs KK? MZ 5 Anlaß seine- iegerverein he Statine te inb dem Mn»/* »lunaen uitf bit ill'Rendei durch jab R^imuiqS- nit einem Lvch ns sprach dessen " ein M faiti itcn Meiaba lln beendig, bi 11 Q,,eilen, kommen nutb, mQn flute« unb ,dM'8 Daßer ?r8 bie hier on. 6hoin finb nun '< Beil sehr on klbft schon |fit 1 M doch der !f't trocken), dal W entschließen Wasserleitung ju Nasser wird aus durch ble alten ho2 L°lberüB ^"^wg L im 81. Leben». . Et war ar abt tmfletrrter. itee der Wrgc- deösührung » eamten unb pe fer SlfOung imi ifi fr btt An» i mit selten ein [ fflirtung Don eigenen Wmi letlennung * rite. tadtischen >er Aeaimi, der zuletzt te Sie bereit? p ih. Schnur: 'und dir lahme der einer sch»ek" Wirtschaft iVWSS ss-isendreher 3* irt chast. - geriet et ierinW®2 Mstantmtr^ LuM -k $8 &“»■* Ion Sei einent & > nnd*JE ll-6»Ä !*" I*» 'i'frnlL «x rnrfbre« gelang.bfläj Selterswog 6 Selters weg 6 Tonevicn. fsl',. Sport. • Radsport. Da» Mitglied de« G R-V. 1885 Otto Kampf errang am vergangenen Sonntag in Weidenau an bet Sieg beim 100-Kilometer-Rennen den 2. Preis, bestehen» in sUberner Medaille mit Diplom und Ehrenpreis. Hof. Weid« nnu ^icn. m-1 . Preisbuch gratis. * FeuerSnot. Nach einer Meldung auS Geldap in vstpreuhen, brach in einer Scheune bei Mel le hm en, in der 100 Soldaten einauartiett waren, in der N S*ute Schweinefleisch 50 Pfg. Kohflelsch 30 l‘fg. Bnl9 Angestellten, und Arbeiter -Unter st üflungg lalle der Ztgarrenfabnk Hasse Wwe., deren-Mtlindoder er früher war, 10000 Mark vermacht, ebenso der Stadt für Wohl- sahrtSzwecke 7000 Mork. ter $Iug durch Schwaden. Flugplatz Seil, II. Sept. Der „Heger Hirth ist »um Ueberiaubstug um 6.61 Uhr in Weil autaemeaen. 3hm lohnen fleannm oM, fe o 1 m a n n bA \ Nölle «.Id, Vollmöller 6. "26, Schall 6 69, Räoer 7.21 Uhr. Vldlle tu aut p^m (Jauit- flauer Walen gelandet und wird oorläuhfl nicht iveiterfliegeiu Buchner hatte eine unaluckltwe Anlohrt; lern Apparat rombe z e r i r ü in m e r t, er leihst blieb unoe»letzt. Schall hat bei SÜeufen eine Notlandung oorgeuommen. Wie uedaulei, tu ihm ein Aliiqel am tippatai qehtodien; er leihst blieb unvet letzt. Buchner» Äu». stieg nut einem anOeten lippniat wird beule micbmiiLig erfolgen. In Jteiiiliugen wird auch noch L'inbpaminer erwartet. Ulm, H. Sept, ßeannin lunbeie um 7.61 Uhr, nachdem er in Gbrenfleht jur Ergäitzung seine» Wasservonais eine lurji Zivifcheulaiibuug porgenommen Haue, tollmollei ist um 7.67 U i Hier emgeirofsen. HiriH inufcte aut dem Exerzierplatz Verdjeiveio eine ‘Jloilanbmtfl vornehmen. Flugplatz Reutlingen, 11. Sept. Lindpaintner stieg um 6 Uhr 16 Min. vom Flugplatz Weil aui unb tarn in hohem Fluge um 5 Uhr 44 Mm. auf dem Flugplatz in Reutlingen an, legte in weit auSholendem Bogen zwei Runden |urüd und flog dann in der Richtung aus Ulm, kam aber zurüct, weil er, wie heute früh feoffmann, durch Windströmungen zu Boden gedrückt wurde, und landete um 6 Uhr 9 Min. Tas untere Trahtdeck, auf dem der Motor sitzt, ist gebrochen, doch ist der Schaden nicht groß; der Flieger blieb unverletzt. Hanuschke mutzte bei Neuhausen eine Notlandung vornehmen. Auch Röver erreichte den Flugplatz Reutlingen nicht ganz und landete zwei fttfomtier vom dortigen Flugplatz entfernt. Hoffmann landete auf seinem Flug nach Ulm, ohne ganz auf den Flugplatz zu kommen, um 7 Uhr 10 Min. wegen BenzinmangelS bei Wippingen (Oberamt IBIaubnirvn) Schall, der bei Neuffen eine Notlandung vorgenvmmen hatte und dabei einen Flügel seines Apparates zerbrochen hatte, rüstet ihn ab und gibt den Wettbewerb auf. , <9crid>t»faal. Mainz, 12. Sept. Ter 81 jährige Eisenbabnassistent Georg Benfel von hjer, wohnhaft in Worm«, wurde wegen Zuhälterei, Nötigung und Erpressung an seiner Braut, der Tochter eines Uhrmachers in WormS. zu neun Monaten Gefängnis verurteilt. Der Angeklagte übte fein lichtscheues Gewerbe zwei Fahre lang in WormS, Frankfurt, Mainz und Wiesbaden aus Cuftfcbiffnbrt. Gotha, 11. Sept. Nach Fahrkanen für die .Schwaben' war beute eine Io grotze Nachfrage, datz hie .Schivahen" um HiO Uhr eine 3abri auslübrte, an der 12 Patzagiere teilnabmen Um 12 Uhr folgte ein zweiter Aufstieg, für den sich 13 Fahrgast, gemeldet hatten. Ta« Luftschiff tritt morgen früh 7 Uhr die Fahtt nach Diiffeldort on. Tort wird die Mannschaft üch einige Tage Ruhe gönnen. Zwilchen dem 18. und 20. September begibt siel fiai Lnftichiff nach Baden-Baden. Gotha, 12. Sept. Do« Luftschiff „Schwaben" ist heute vormittag 7.10 Uhr mit acht Passagieren nach Düsseldorf aufgestiegen. ES passiert» E s ch w e g c um 8.10 Uhr und K a s s e 1 kurz vor 9 Uhr. Lendo n, 11. Sept. AIS nach dem Aufstieg der ersten beiden Flieger zum Luftpost dienst nach Windsor der sran- zäsischc Flieger Hubert heute morgen 7 Uhr mit 200 Pfund Bnefpost aufstieg, kippte daS Flugzeug plötzlich um und stürzte nieder. Dubert brach beide Oberschenkel. El wurde inS IkrankenhauS gebracht. »Ich war am ganzen Leibe mit Flechten bebaftet welche mich durch daS ewige Fucken Tag u. Nacht peinigten. Nach kaum 14 Tagen bat Zucker's Patent Medizinaltcife k- R. Nr. 1$W8 da« liebel voll- ftänö. beseitigt. Diese Seife ist nicht f UOM.. sondern 100M ipert Sera M " ä St. SO Pt. (15a oiai u. IdO M. ®6 ia. stärkste «Formt. Dazu Zuck"d-Ereme (nicht fettend und milöi 75 Pf. u. 2 M. in der Uni verntätS - Avotbeke, Hirich- rtpotbeke. bei Llun. Noll, (farl Leibei, Wild. Kilbinger, Ctio kchaaf, Emil Har« und Ernst # -------- — . acht Feuer au«. Die Soldaten retteten nur da s nackte Leben Gewehre und Tornister verbrannten. — Tas am Eingänge deSSchwarzatales gelegene bekannte Lotel „Löschen Dall" ist in bet Nacht gegen 12 Uhr vollstä ndig nieder- gebrannt. Vom Mobiliar konnte nichts gerettet werden: auch - Kleidung und Wäschestücke der Kurgäste sind zum grötzten Teil mit- । verbrannt. Menschen sind nicht zu Schaden gekommen. Die | Entstehungsursache ist vermutlich auf Unvorsichtigkeit zurückzu- pbren — Am Montag vormittag entstand aus dem Metzplatz । in Leipzig ein großer Brand /bet ein Ktnemalographen- I tHeater und zwei Verkaufsbuden einäscherte. Ein Karussell wurde [ ebenfalls von den Flammen ergriffen, konnte aber gerettet werden I Die Frau des Besitzers erlitt Brandwunden. Man vermutet Brandstiftung. — Seit Sonnabend wütet auf dem PilatuS Erntestricke genannt Garben - Bänder empfiehlt billigst f** Edgar Borrmann Vertreter der weltberühmten AlaLatdi-Separaioiea. Zahnbürsten = Kämme= grösste Auswahl ,ia • A. Welz Zwiebelkuchen *1 jeden Montag, Mittwoch u. Freitag v. 9 Ubr norm, ab frisch bei Frledr. XolL Hotbäckcr. I^aqbpaironen gute Qualit., Mk. 5.00 v. 100 St. W. Dürbcck, ZlaplanSgassc 9. ^lö8 Körbe tu Stühle werden schnell und billig gestochten. , Ä. Glöckle, Ncoen Bane 2. A. Lpeise-Kiirtoiselil ver Zentner Mk. 4.50 empfiehlt Cf o’era. Saloniki, 11. Sept. Die Ebolera läßt in Ue-küb nach Monastir, 11. Sept. Hier find von gestern nachmittag bis beute früh drei neue Eholerasälle festgestellt worden. Budapest, 11. Sept. Täglich werden Personen unter Cbolcraverdacht in da- Evidemiespital gebracht. Meisten- handelt e- sich nur um Darmkolik. L>eute wurde bei zwei Matrosen eines Donauschleppschiffes Cholera festgestellt._______________________ vermischtes. Villa Liiederkranz Morgen Mittwoch, den 11. bi. Sirtoitliiii.eiiljbnti«. Der Zufawmenbang rwifch. b. onoiiomen Briefen an- Sieben v. 26.,27. ttuflutt ö. 5» 10. Cft vorigen Wahres, der auswärtigen Karte u. dem diesjährigen Machwerk vom tz. September ist erkannt. Die anonomen Zeilen frommen förnr lich cob einer Hand. 1/7379 ES »atatbriaaeHb Kolleg« ?Lö BiK'litührung: alle Handel-kächer lehrt arünbL Herme.? ^ebr Institut, Gieheu, Babnbof'träne 33. Mk. Offenen unter Bonlager* karte 27, Gieste» erbeten. Herren- u. ssünglings-Ueberzieber billigz-perd 6teiÄMr.50part.**‘ des fort zu verkaufen. 5119 Speisekartoffeln pt. Dualität oerBeniner Dlt4.50 emoncblt J. Wcl*el. Delevdon 88 I5464 Sonnenstr 6 Leipzig, 12. Sept. Tic Verhandlungen SchlichtungSauSschusscs, dessen Arbeiten rlnulicher U)etterbcnd)i. Oeffentliche Wetterdienststelle (Sieben. Deiteiansumteii in Venen am M-Nivach, oen 18. Eeplbt. 1911 Ociter, trocken, lag« warm, nacht« lalt. Nab- Restaurant Winddof. «cinttf ifliflbirnrn *,r5 *" nrrf Bahnhoistr. 5 t l. eT* Hühneraugens entfernt „ToQo“. Sch 50 Via. 9151.: Pelikan -livotb.. gretupL 2 ft r i c 11 e n stattgefunden, worauf den Arbeitnehmern mit- geteilt wurde, daß die Arbeitgeber an den Beschlüssen vom 6. September festhalten und keine Zugeständnisse gewähren wollen. Tie französische Antwort ans die btntf*en Vorschläge. Pari-, 12. Sept. Gestern nachmittag hat eine Besprechung zwischen dem Ministerpräsidenten Ca i l l a ui, tzerrn de 2 el- veö und mehreren anderen Ministern über die an Deutschland Letzte 21 acbriebtcn. AnN^reitiingen von Z v listen gegen Militär. Köln, 12. Scpt. Beim Orte Tettel kam es zu Ausschreitungen von Zivilisten gegen Mannschaften des Infanterie-Regiments v. Lützow, das dort im Biwak lag. AIS Zivilisten gegen 9 Uhr abends aufgdorbert wurden, daS Biwakgelände zu verlassen, beschimpften sie den wachthabenden Unteroffizier und als Berstärkung herbeikam, bewarfen sie die Mannsä>asten mit Steinen. Erst als diese m i t ausgepslanztem Seitengewehr gegen die M enge vorging, wich diese. Bei der Festnahme der Hauptschuldigen erhielt ein Gefreiter einen Stich in den Oberschenkel. Ern Feldwebel wurde an der Hand verletzt. Insgesamt wurden acht Verhaftungen vorgenommen. irr Lamps In der Melast'nd' st ie. ein umfangt eüfcci Wal db r and, ber einen gewaltigen Stein- unb Holz schlag auf die Schienen zur PilatuSbahn xjut Folie Wte.* Ter Betrieb der Bahn wurde eingestellt r w i ii ii u r g bet Ibeaterbauei in Nizza, her lieb am rtreitag vormittag eieignete, bat fieber meor alt 30 Cplei an Tlenldienlehen aefouet. Bit zue Stunde fmb aber nur neun verstümmelte Veidien mit dem Schutte unb ben 2rfimmem hernut- aewqen worben, oie nach Einbruch ber Tecke bat webaube nur nod) bildet. Tenn auch bie Mauern droben emzu'iürzen mrtbelb bie ganze Umgebung streng abgefchlofieu ist. Auch 15 t‘eriru :beie fmb Dcrldufig aebotaen ererben. Tiefe, wie bie Toten fmb «ast antlAlirfeiirtj italteiitkDe Dlaurer. Tat UuMürf loll durch bie Veid t- feihQteii bet l'.a rermeistert berbeige'nini woiden fein, ber bie •wiiiij(Hilfen von ber neuen Decke au» veist.irftem Zement lortnthmen lieu, bevor btele binreictenb getrocknet war. • i n e © e g e I f a b r t i n b e n X o b Der bekannte Sports- mann Xuboretf fuhr am Sonntag nachmittag mit seiner Iacbi out l*4 nod> ,e,n Bruder, ein Schisssbauingenieur, nebst Frau und Schwägerin, sowie mehrere Studenten befanden, auf den nnntscheu Meerbusen hinaus. Wenige Kilometer hinter ffron- ftabt brach der Mast der Jacht und durchschlug die Bord- Mte so, datz die Jacht wenige Minuten später infolge des hoben LellengangeS sank. Ludowik, ein Matrose und ein Studern tonnten durch einen herbeieilenden Dampfer gerettet werden Sem Bruder, dessen Frau und Schwägerin sowie zwei Stu- denken ertranken. Kleine Lagerchronik. $ f ? Unterl u diu na bet Eisen bahniinglucket bei Jüterbog ist nun abaelrtiloflen. eie bat et geben, datz Io- mohl ber Etatiouebeamte, wie der Bedienstete bet ctellronft fid' einer groben Pflichtoeraellenbeit schuldig gemachi naben. Beibe haben sich m ber Reihenfolge der Züae geirrt. In der Umgebung von Berlin ist das Thermometer in der Nacht vom Sonntag auf Montag unter Null gesunken. een etwa 14 Tagen tritt in ber Uckermark der Typhus auf. In vpden, dem vam'therbe der Krankheit, starben von etwa 60 Erkrankten vier i-eilonrn. Tie L»anf.>e't»nrsache in jeur "eaenb wird auf bie nrone Tür re zuiückgefühit, bie em be> beutende» .lallen bet Waffeisilegelt zur Folge haue. Tie ,eyt in bet lldermad in and perierenbenOlarbetr uppen erhaltei Ülafier nur aus Olten wo bisher fein 7nuhu» aufaelrcten ist Linguaglossa auf Sizilien wird die Entstehung eme« neuen AetnakraterS in dec Nähe des Monte Nero und de» Monte Rosso gemeldet. Der Lichtickiein ist wcithin b< merkbar. Ticke Rauchsäulen steigen auf. Tie hcrabströmende "ava bedroht die Gemeindewaldungen von Linguagloss. und Castiglione. Tie E r d st ö tz e und d^r A s ch e r c g c n d a u c r n an. Tie Stratzen von Catania sind mit Asche bedeckt. Der in Stuttgart wohnhafte Schriftsctzei Deist warf in Cannstatt auf der Wnig-KarlS-Brückc den etwa sechsjährigen Sohn und die achtjährige Doch ter in den Neckar und sprang s e l b st in die Tiefe öinzueilenden Italienern gelang eS, den Mann und bav Mädchen an Land zu schaffen, die WiederbelebungS^ versuche waren aber umsonst. Vlad) der Leiche dec- Knaben wird noch gesucht. Degen des fortgesetzten Fallens deS WasserstandcS dec Rheins können die großen Schnelldampfer der Köln Düsseldorfer Dampfscknffalirts-Gesellschaft nicht ver kehren. Die Gesellichaft fiept sich veranlaßt, den Verkehr einzuschränken und einige Fahrten ausfallen zu lassen In Nashville (Teimcssee) erschoß im Theater bn Gattin ctiiei der reichsten Bürger der Stabt Frau Samuel ein Miß West, die neben ihrem Gatten saß. Tie Vorstellung wurde wfort abgebrochen; zahlreiche Damen fielen in Ohnmacht Frau Samuel ließ sich widerstandslos fest nehmen. gesetzt werden sollten, sind von den Arbeitgebern abge- brochen worden. Im Laufe des gestrigen Vormittags hatte eine Sitzung des Verbandes der Metallindu- abzuschickenbe Antwort ftattgefunben. E« wurde beschlossen. He Antwortnote mit weitgehendstem Entgegenkommen abiufaffm unb den Wortlaut in einem deute stattfindend« xabmett#ral definitiv sestzusetzen Dieser xabinetllrat findet heute nachmittag 4 Uhr unter bem VorliA von Cailla« statt. Nack der längeren Beratung, bie der Minister deS Ueustern de SelveS gestern mit den noch einige Zeit hier weilenden französischen Botschasterr^ in London, Rom und Madrid abdielt, wird von untetrid)teter Stelle bestätigt, daß man über die Folg« der neu«, an ben Botschafter uambon Ende dieser Woche su nchtenden Instruktionen nicht völlig einig geworden M- Zur Vereintachuna dieser Aufgabe hat der Miniszer deS Aeuße« gewisse deutsche Wünsche, gegen die hier kein Cinwendung er- Itoben wird, au* den Beratungen mit den Ministertollegen und den Bolfchaltern auSgeschaltet. beiipielSweile den Wunsch Deutschlands. «hab die zu Privileg ierende marvkkanisch- sranzöfische Post die deutschen Sendungen mit derselben Sorgfalt wie die französischen, namentlich waö die Lieferungstermine betrifft, bedandele. Die an Cam- bon nach Berlin zu richtend« neuen Weisungen werd« die bestimmte Zusage erhalten, daß nicht bloß die Post, sondern daS gesamte Verkehrswesen nach Ueberw,nduntz bet ersten Schwierigkeit« einen Betrieb erhalten werde, der d« aiiderer muselmanischer Länder bei wertem übcnrcfi« soll. Frankreich werde auch bie Gerichtsbarkeit auf eine solide Grundlage stell«, um tede besondere Zivil- und Jbrimmal- gerichtSbarkeit für die in Marokko lebend« Europäer entbehrlich zu Mach«. Andere gewichtige Stimmen deuten sich aber dahin, daß man ohne überflüssige Worte die hier immerfort al* Privilegien bezeichneten wirtschaftlichen Forderungen Deutschlands einfach al* unannehmbar erfldren würbe. Pabmett wechsel in R'ißlanb. Petersburg, 12 Sept, feier kursiert da* Gerücht, Ministerpräsident Stolvvin werde unter Perleibung de* GrasentitelS zum Statthalter deS jkaukasu* an Stelle deo Grafen Woronzew-Tafchkow ernannt werden. Der Frnanp- minister Kokozew solle M i n i st e r p r ö s t de n t, der bi*< hrrige feandelSminister Iimafdx*ro Finanzminister und der soeben •rnanntc Gehilfe de* HandelSmimsterS, Bark, HanbelSmunster werden. Die Anerkennung der Republik Portugal*. Lissabon, 12. Sept Gestern nachmittag begaben sich ber deutsche Gesandte Freiherr v Bodman, ferner ber spanische Gesandte und Die Geschäftsträger Englands, Oesterreichs unb Italiens zum Mi ui sterpra fiden ten I h a g a S , ber interimistisch das Ministerium des Aeußern verwaltet, und überaaben ihm eine Antwortnote, bi der erklärt wirb, daß die Regierunaen der genannten Mächte, nachdem bie Nationalversammlung die Verfassung bet Republik proklamiert unb den Präsidenten gaoählt habe, die Republik Portugal anerkennen. • Berlin, 12 Sept. Die feerbstentlassungen der jetzt zur Reserve übertretendkn Mannschaften der Flotte sind bei ben verschiedenen Marineteilen nach einer erlass«« Verfügung von der Mitte diese- Monat- ab bestimmt Word« Catania,ll Cept Der Direktor des Observatorium- ruf dem Aetna teilt mit. In der letzten Nacht haben sich neue EruptionSöffnunacn gebildet. Die oberen i7effnungen speien Rauch auS, die beiden unteren und die Mittleren Krater, die sich in 1800 Meter feöhe befinden, stoßen Lava auS. Ein breiter, schnell fließender Lavastrom )ringt in den Wald von Castigliorre ein. Die Weinberge von Revetcllo unb daS Waldgelanbe von Ragabo sind infolge deS Erdbebens rissig. Die Erdstöße Haden seit gestern abend erheblich nachgelassen. London, 12. Sept. In ü apstadt verlautet, die britische Regierung würde für Erweiterung der Dockanlagen und der Befestigung der SimonSbai 60 Million« auswenden Sollte die- Protett durchgeiührt werd«, so würde diese Flottenstation die stärkste der Welt werden. — Die Admiralität zeigt gegenwärtig besondere Rührigkeit und Sorgfalt bet der Versorgung ber Flotte mit Kohlen. AuS Lardisf kommt bie Meldung, daß bie Admiralität, um besonders gute Kohlen zu erhalten. Aufträge an Firmen erteilt, die nicht auf der Liste der Lieferanten steh«. In befchleunigtem Tempo senden die Agem« ber Admiralität große Quantitäten Kohlen nach Schottland. — Eine ähnliche Meldung bringt ber „Berliner Lokalanzeiger" au8 London: Tie Admiralität hat 20 000 Tonn« Kohl« in Cardiff bestellt, die heute und morgm zu liefe« sind. Die Kohlen würd« von Grub« außerhalb der AbmiralitätSliste zu hohen Preisen gekauft unb würben schleunigst mit ber Bahn nach Schottland befördert. Offiziös wird erklärt, es handele sich um ein Experiment Kiew, 11. Sept. Zur Feier des Besuche- der kaiserlichen Familie ist die Stadt festlich geschmückt Tie Straßen sind von der freudig erregten Menge dicht gefüllt. Der Kaiser und bie Kaiserin besuchten die Sofia- Kirche unb bas lliew-Petscher. ker Kloster, auf den Straßen von ber Bevölkeruna begeistcn begrüßt. Im Valais sand Empfang ber orthodoxen unb ber andersgläubigen Geistlichkeit sowie der monarchischen Organifatwnen statt. — Der bulgarische T hronfolger ist hier ei ng 'troffen. können filritrrmoifirn nnö M-M- erlern. WettAulage 27 Hl.f*-** Die Einrichtung einer 073H6 elettr. Lichtanlage in meinem IRüblenanroefen foll vergeben werden Näheres bei fe. Christ, Holzmühle bet Lollar. Wasserdichte Wagendecken liefert prompt und billig [91171 Ludwig Lazarus Aeterwe< 58. Fernsprecher 505. f;nuf-(f>clnd)r Schul-Stiefeln Kinematograph Babnbofstrakc 84. (07888) Babnbosftraße 54. Mk. Sport-Hemden 31/35 Mk. » Beachten Sie mein Spezial-Schul-Stiefel-Fenster den weitesten Kreisen 07396 Mloiig! Jäpr! Miiig! 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